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Patent Searching and Data


Title:
SYSTEM FOR TREATING SURFACES OF OBJECTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/085746
Kind Code:
A1
Abstract:
In the invention relates to a system for treating surfaces of objects, in particular for painting objects, in particular vehicle body parts, comprising a treatment booth (16), which defines a treatment space (20). The objects (12) can be conveyed into and back out of the treatment space (20) by means of a conveying device (28, 84). The conveying device (28, 84) comprises a conveying element (28), by means of which a first surface (76) having a first retaining device (80) for at least one object (12) and at least one second surface (78) having a second retaining device (82) for at least one object (12) are provided. The first and the second surface (76, 78) are arranged in such a way that the first or the second surface (76, 78) bounds the treatment space (20) at least in some areas depending on the position of the conveying element (28).

Inventors:
FERNHOLZ, Jürgen (Südstr. 15, Herrenberg, 71083, DE)
MEIER, Ralph (Jahnstr. 12, Waldenbuch, 71111, DE)
ROBBIN, Jörg (Schwabstr. 1, Pfäffingen, 72119, DE)
Application Number:
EP2010/007119
Publication Date:
July 21, 2011
Filing Date:
November 24, 2010
Export Citation:
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Assignee:
EISENMANN AG (Tübinger Str. 81, Böblingen, 71032, DE)
FERNHOLZ, Jürgen (Südstr. 15, Herrenberg, 71083, DE)
MEIER, Ralph (Jahnstr. 12, Waldenbuch, 71111, DE)
ROBBIN, Jörg (Schwabstr. 1, Pfäffingen, 72119, DE)
International Classes:
B05B13/02
Attorney, Agent or Firm:
HEINRICH, Hanjo et al. (Ostertag & Partner, Epplestr. 14, Stuttgart, 70597, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Anlage zur Oberflächenbehandlung, insbesondere zum Lackieren, von Gegenständen, insbesondere von Karosserieteilen, mit a) einer Behandlungskabine (16), die einen Behandlungsraum (20) vorgibt; b) einer Fördereinrichtung (28, 84), mittels welcher die Gegenstände (12) in den Behandlungsraum (20) hinein und wieder aus diesem heraus förderbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass c) die Fördereinrichtung (28, 84) ein Förderelement

(28) umfasst, durch welches eine erste Fläche (76) mit einer ersten Halteeinrichtung (80) für zumindest einen Gegenstand (12) und wenigstens eine zweite Fläche (78) mit einer zweiten Halteeinrichtung (82) für zumindest einen Gegenstand (12) bereitgestellt ist , wobei d) die erste und die zweite Fläche (76, 78) derart angeordnet sind, dass abhängig von der Stellung des Förderelements (28) die erste oder die zweite Fläche (76, 78) den Behandlungsraum (20) zumindest be¬ reichsweise begrenzt.

Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (28) ein um eine Drehachse (30) verdrehbares Drehelement (28) ist. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehelement (28) eine dem Behandlungsraum (20) zugeordnete Drehwand (28) mit einer ersten Wandfläche (76) und einer dieser gegenüberliegenden zweiten Wandfläche (78) ist.

Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (30) vertikal verläuft.

Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (77, 79) vorgesehen ist, mittels welcher der ersten Fläche (76) und/oder der zweiten Fläche (78) des Förderelements (28) eine Abscheideflüssigkeit zur Aufnahme von im Lackierraum entstehendem Overspray zuführbar ist.

Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (28) in einer Stellung, in der die erste oder die zweite Fläche (76, 78) den Behandlungsraum (20) zumindest bereichsweise begrenzt, den Behandlungsraum (20) nicht gasdicht abdichtet .

Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Tranportmittel (90) vorgesehen sind, durch welche Gegenstände (12) der Haltereinrichtung (80, 82) an der jeweils den Lackierraum (20) nicht bereichsweise begrenzenden Fläche (76, 78) des Förderelements (28) zuführbar oder von dieser Haltereinrichtung (80, 82) abnehmbar sind.

Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportmittel (90) einen Umsetzroboter (90) für Gegenstände (12) umfassen. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, der Umsetzroboter (90) stationär angeordnet ist.

Description:
Anlage zur Oberflächenbehandlung von Gegenständen

Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Oberflächenbehandlung, insbesondere zum Lackieren, von Gegenständen, insbesondere von Karosserieteilen, mit a) einer Behandlungskabine, die einen Behandlungsraum vorgibt; einer Fördereinrichtung, mittels welcher die Gegenstände in den Behandlungsraum hinein und wieder aus diesem heraus förderbar sind.

Vom Markt her bekannt sind Anlagen dieser Art, welche zum Lackieren von Fahrzeugkarosserien und insbesondere von Karosserieteilen verwendet werden. Dort ist der Behandlungsraum häufig als Lackiertunnel ausgebildet, durch welchen di zu lackierenden Karosserieteile im Durchlauf hindurch geför dert werden.

Hierzu befinden sich Komponenten der in diesen Fällen verhältnismäßig aufwendigen Fördereinrichtung, wie beispielsweise eines Hängebahnförderers, eines Rollenbahnförderers oder dergleichen, in dem Behandlungsraum im Inneren der Behandlungskabine. Auch bei nicht als Durchlauftunnel ausgebildeten Behandlungskabinen sind entsprechende Förderkomponenten im Inneren der Behandlungskabine angeordnet.

Die im Inneren der Behandlungskabine angeordneten Komponenten der jeweils eingesetzten Fördereinrichtung sind jedoch stets der im Behandlungsraum herrschenden Atmosphäre ausgesetzt. Diese umfasst bei Lackieranlagen unter anderem nicht auf die Gegenstände applizierten Lack, der in Fachkreisen als "Overspray" bezeichnet wird. Der Overspray wird von ei- nem der Lackierkabine zugeführten Luftstrom erfasst und einer Abscheidung zugeführt, sodass die Luft gegebenenfalls nach einer geeigneten Konditionierung wieder in die Be- schichtungskabine zurückgeleitet werden kann.

Der Overspray, der wie der applizierte Lack im Allgemeinen sowohl Festkörper und/ oder. Bindemittel als auch Lösemittel enthält, kann sich an den betreffenden Komponenten der Fördereinrichtung absetzten, wodurch diese stark beansprucht werden. Besonders bewegliche Teile der Fördereinrichtung sind gegen ein Verkleben durch Overspraypartikel stark anfällig.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Anlage der eingangs genannten Art zu schaffen, welche den obigen Gedanken Rechnung trägt.

Diese Aufgabe wird bei einer Anlage der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass c) die Fördereinrichtung ein Förderelement umfasst,

durch welches eine erste Fläche mit einer ersten Halteeinrichtung für zumindest einen Gegenstand und wenigstens eine zweite Fläche mit einer zweiten Halteeinrichtung für zumindest einen Gegenstand bereitgestellt ist, wobei d) die erste und die zweite Fläche derart angeordnet sind, dass abhängig von der Stellung des Förderelements die erste oder die zweite Fläche den Behandlungsraum zumindest bereichsweise begrenzt. Erfindungsgemäß wird durch diese Maßnahmen eine Art aus- tauschbare Innenfläche oder austauschbarer Innenflächenbereich der Behandlungskabine geschaffen. Die Halteeinrichtungen und die entsprechende Flächen sind weitgehend die einzigen Komponenten der Fördereinrichtung, welche dann regelmäßig der Atmosphäre im Behandlungsraum ausgesetzt sind. Diese können jedoch ohne bewegliche Teile ausgebildet sein, so dass Overspraypartikel, die sich an der entsprechenden Fläche und der zugehörigen Halteeinrichtung abscheiden, die Fördereinrichtung nicht störend beeinflussen.

Es ist günstig, wenn das Förderelement ein um eine Drehachse verdrehbares Drehelement ist.

Dabei hat es sich insbesondere als vorteilhaft erwiesen, wenn das Drehelement eine dem Behandlungsraum zugeordnete Drehwand mit einer ersten Wandfläche und einer dieser gegenüberliegenden zweiten Wandfläche ist. In diesem Fall trägt die erste Wandfläche die erste Halteeinrichtung und die zweite Wandfläche trägt dann entsprechend die zweite Halteeinrichtung.

Wenn die Drehachse vertikal verläuft, können die bei der Drehung auftretenden Kräfte gut gehandhabt werden.

Es ist günstig, wenn eine Einrichtung vorgesehen ist, mittels welcher der ersten Fläche und/oder der zweiten Fläche des Förderelements eine Abscheideflüssigkeit zur Aufnahme von im Lackierraum entstehendem Overspray zuführbar ist. So kann entstandener Overspray gut aus dem Behandlungsraum abgeführt werden. Darüber hinaus kann so die Menge von

Overspray, der sich an den Flächen und den Halteeinrichtungen abscheidet, verringert werden, wodurch der Zeitraum zwischen zwei erforderlichen Wartungen oder Inspektionen verlängert werden kann. Wenn das Förderelement so ausgebildet ist, dass es in einer Stellung, in der die erste oder die zweite Fläche den Behandlungsraum zumindest bereichsweise begrenzt, den Behandlungsraum nicht gasdicht abdichtet, kann der Bereich auf der jeweils vom Behandlungsraum abliegenden Fläche des Förderelements als Abdunstzone für frisch lackierte Gegenstände genutzt werden. Absaugeinrichtungen für die Lackierkabine, die standardmäßig vorhanden sind, wirken sich auch auf diesen Bereich aus, so dass dort von den Gegenständen abdunstende Lackbestandteile an dem Förderelement vorbei in den Behandlungsraum gezogen wird.

Es ist von Vorteil, wenn außerdem Transportmittel vorgesehen sind, durch welche Gegenstände der Haltereinrichtung an der jeweils den Lackierraum nicht bereichsweise begrenzenden Fläche des Förderelements zuführbar oder von dieser Haltereinrichtung abnehmbar sind. Auf diese Weise kann die Taktzahl der Anlage entsprechend hoch gehalten werden.

Dabei ist es günstig, wenn die Transportmittel einen Umsetzroboter für Gegenstände umfassen, der vorzugsweise stationär angeordnet ist.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Lackieranlage mit einer Lackierkabine und einer Beschickungs- und Entnahmezone;

Figur 2 einen vertikalen Schnitt der Lackieranlage von Figur 1 entlang der Schnittlinie II-II in Figur 3;

Figur 3 einen horizontalen Schnitt der Lackieranlage von

Figur 1 entlang der Schnittlinie III-III in Figur 2, wobei eine verdrehbare Kabinenwand zwischen der . Lackierkabine und der Beschickungs- und Entnahmezone in einer ersten Arbeitsstellung gezeigt ist;

Figur 4 einen der Figur 3 entsprechenden Schnitt, wobei die verdrehbare Kabinenwand in einer gegenüber ihrer Arbeitsstellung verdrehten Stellung gezeigt ist.

In den Figuren 1 bis 4 ist mit 10 insgesamt eine Anlage zum Lackieren von Gegenständen 12 gezeigt, welche beim vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft als Stoßfänger eines Kraftfahrzeugs dargestellt sind. Diese wurden in nicht eigens gezeigten Vorbehandlungsstationen z.B. gereinigt und entfettet, die der Lackieranlage 10 vorgelagert sind.

Die Lackieranlage 10 umfasst eine Beschickungs- und Entnahmezone 14, eine neben dieser angeordnete Lackierkabine 16 und eine mit der Lackierkabine 16 kommunizierende Reinigungszone 18, in welcher von der Kabinenluft mitgeführte Overspraypartikel von der Kabinenluft getrennt werden.

Die Lackierkabine 16 definiert einen Lackierraum 20, welcher auf drei Seiten von vertikalen Seitenwänden 22, 24 und einer senkrecht zu und zwischen diesen verlaufenden vertikalen Kabinenwand 26 begrenzt wird. Der Kabinenwand 26 gegenüberliegend ist eine als Förderelement dienende Drehwand 28 angeordnet, welche um eine vertikale Drehachse 30 verdrehbar gelagert ist. Der Drehwand 28 sind eine erste und eine zweite Arbeitsstellung zugeordnet, worauf weiter unten nochmals eingegangen wird. In ihren Arbeitsstellungen begrenzt sie den Lackierraum 20 auf der der Kabinenwand 26 gegenüberliegenden Seite der Lackierkabine 16 und trennt den Lackierraum 20 räumlich von der Beschickungs- und Entnahmezone 14 ab. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel verläuft die Drehwand 28 in ihren Arbeitstellungen jeweils parallel zur Kabinen- wand 26.

Bei einer nicht eigens gezeigten Abwandlung kann die Drehachse der Drehwand 28 auch in einem beliebigen Winkel zur Vertikalen und insbesondere horizontal verlaufen.

Wenn nachstehend zur Erläuterung der Lackieranlage 10 auf die Drehwand 28 Bezug genommen wird, ist diese in einer ihrer Arbeitsstellungen gemeint, sofern nichts anderes gesagt wird .

Die Lackierkabine 14 weist oben eine horizontale Kabinendecke 32 auf, welche in üblicher Weise als untere Begrenzung eines Luftzuführraumes 34 mit Filterdecke ausgebildet ist.

Der Lackierraum 20 ist nach unten hin zu einem Strömungskanal 36 offen, über den der Lackierraum 20 mit einem Abscheidebereich 38 der Reinigungszone 18 in Verbindung steht.

Der Strömungskanal 36 ist zu beiden Seiten der Lackieranlage 10 von vertikalen Kanalseitenwände 40 begrenzt, von denen lediglich in Figur 1 eine Kanalwand 40 zu erkennen ist. Die Kanalwände 40 verlaufen in jeweils derselben Ebene wie die vertikalen Seitenwände 22 und 24 der Lackierkabine 14.

Der Strömungskanal 38 ist unten von einem Luftleitboden 42 begrenzt, welcher sich von dem unteren Rand 44 der Drehwand 28 in von der Beschickungs- und Entnahmezone 14 weg weisende Richtung bis zu einer vertikalen Kanalwand 46 erstreckt. Der Luftleitboden 42 umfasst einen ersten Bodenabschnitt 48, der vom unteren Rand 44 der Drehwand 28 leicht nach unten geneigt zu einer Sammelrinne 50 verläuft, die sich ihrerseits zwischen den Kanalseitenwänden 40 senkrecht zu diesen erstreckt. Ein zweiter Bodenabschnitt 52 des Luftleitbodens 42 erstreckt sich von der Sammelrinne 50 leicht nach oben ge- neigt zur vertikalen Kanalwand 46.

Dem Luftleitboden 42 gegenüberliegend ist der Strömungskanal 36 durch eine gekrümmte, im Querschnitt halbkreisförmige, obere Luftleitwand 54 begrenzt, wobei der Scheitelpunkt der Krümmung etwa mittig über der Sammelrinne 50 angeordnet ist.

Wie oben angesprochen, mündet der Strömungskanal 36 in einen Abscheidebereich 38 der Reinigungszone 18. In diesem werden von der Kabinenluft mitgeführte Overspraypartikel beispielsweise mittels einer elektrostatisch arbeitenden Abscheidevorrichtung abgetrennt. Der Abscheidevorgang ist hier nicht weiter von Interesse, weshalb auf nähere Erläuterungen hierzu verzichtet wird.

Luft, die aus dem Luftzuführraum 36 kommt, strömt durch den Lackierraum 20 nach unten zum Strömungskanal 36 und nimmt dabei Overspray auf. Der Strömungskanal 36 leitet die dann mit Overspraypartikeln beladene Kabinenluft derart zur Reinigungszone 18, dass sie den Abscheidebereich 38 in einer Richtung von unten nach oben durchströmt. Die hiernach von Overspraypartikeln befreite Kabinenluft gelangt dann in einen oberhalb des Abscheidebereichs 38 angeordneten Konditio- nierungsbereich 56 der Reinigungszone 18, wo sie in an und für sich bekannter Art und Weise wieder auf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit gebracht wird. Von dort wird die gereinigte Kabinenluft wieder dem Luftzuführraum 36 oberhalb der Lackierkabine 16 zugeleitet, wo sie gegebenenfalls mit unverbrauchter Frischluft gemischt werden kann.

Im Lackierraum 20 ist ein siebenachsiger Applikationsroboter 58 angeordnet, wie er an und für sich bekannt ist. Der

Applikationsroboter 58 ist von einem Schlitten 60 getragen, welcher auf der vom Lackierraum 20 abliegenden Außenseite 62 der Kabinenwand 26 in einem Schlittengehäuse 64 in horizon- taler Richtung längs der Kabinenwand 26 verfahren werden kann. Die Kabinenwand 26 weist einen horizontalen Führungsschlitz 66 auf. Durch diesen erstreckt sich ein Verbindungsglied 68, welches den Applikationsroboter 58 mit dem Schlitten 60 koppelt. Der Führungsschlitz 66 ist auf beiden Seiten der Kabinenwand 26 beispielsweise durch hier nicht eigens gezeigte Lamellendichtungen gegen das Schlittengehäuse 64 abgedichtet .

Das Schlittengehäuse 64 erstreckt sich über die vertikale Seitenwand 22 der Lackierkabine 16 hinaus und führt zu einem Wartungspodest 70. Die Seitenwand 22 weist eine Toröffnung 72 auf, die mit einem Tor 74, beispielsweise einem Klapptor oder einem Rolltor, verschließbar ist. Die Toröffnung 72 ist so groß, dass der Applikationsroboter 58 durch sie hindurch zum Wartungspodest 70 gefahren werden kann, indem der

Schlitten 60 entsprechend in dem Schlittengehäuse 64 verfah ¬ ren wird.

Die Drehwand 28 weist auf ihrer ersten Wandfläche 76 und auf ihrer gegenüberliegenden Wandfläche 78 als erste bzw. zweite Halteeinrichtung für die Stoßfänger 12 jeweils eine erste Halterung 80 bzw. eine zweite Halterung 82 auf. In einer hier nicht eigens gezeigten Abwandlung trägt jede Wandfläche 76, 78 der Drehwand 28 mehrere erste Halterungen 80 bzw.

mehrere zweite Halterungen 82, welche dann vorzugsweise jeweils übereinander angeordnet sind und dann entsprechend die erste bzw. zweite Halteeinrichtung bilden.

Unterhalb der Drehwand 28 ist eine Antriebseinheit 84 angeordnet, mittels welcher die Drehwand 28 um ihre Drehachse 30 verdreht werden kann. So kann wahlweise die Wandfläche 76 mit der ersten Halterung 80 oder die Wandfläche 78 mit der zweiten Halterung 82 dem Lackierraum 20 mit dem Applikationsroboter 58 zugewandt sein, während die jeweils andere Wandfläche 78 bzw. 76 mit ihrer zugehörigen Halterung 82 bzw. 80 zur Beschickungs- und Entnahmezone 14 weist. Diese beiden Orientierungen der Wandflächen 76, 78 mit den beiden Halterungen 80 bzw. 82 definieren die oben angesprochene erste und zweite Arbeitsstellung der Drehwand 28. In der ersten Arbeitsstellung der Drehwand 28 begrenzt somit deren erste Wandfläche 76 bereichsweise den Lackierraum 20, in der zweiten Arbeitsstellung der Drehwand 28 begrenzt deren zweite Wandfläche 78 bereichsweise den Lackierraum 20.

Bei einer ebenfalls hier nicht gezeigten Abwandlung kann die Drehwand auch mehr als die beiden Wandflächen 76, 78 aufweisen. Wenn die Drehwand beispielsweise als im horizontalen Schnitt gleichschenkliges Dreieck ausgebildet ist, sind drei Wandflächen möglich, welche ihrerseits wieder eine oder mehrere Halterungen für die Stoßfänger 12 tragen können. Gegebenenfalls kann die Drehwand auch mehr als drei Wandflächen mit entsprechenden Halterungen zur Verfügung stellen.

Allgemein ausgedrückt sind die Flächen, welche die Halterungen für die Stoßfänger 12 tragen, in Drehrichtung zueinander versetzt angeordnet, und zwar derart, dass abhängig von der Stellung der Drehwand jede dieser Flächen den Lackierraum 20 zumindest bereichsweise begrenzen kann. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Wandflächen 76 und 78 entsprechend in Drehrichtung um 180° zueinander versetzt angeordnet .

Die Beschickungs- und Entnahmezone 14 umfasst ein Gehäuse 86, welches einen Umsetzraum 88 begrenzt, in dem ein stationärer ümsetzroboter 90 angeordnet ist, mit dem die Stoßfänger 12 gehandhabt und umgesetzt werden können. Die Drehwand 28 in einer ihrer Arbeitsstellungen begrenzt den Umsetzraum 88 in Richtung zum Lackierraum 20, dichtet die beiden Räume 88 und 20 jedoch nicht gasdicht voneinander ab. Das Gehäuse 86 weist eine Beschickungsöffnung 92 auf, durch welche ein Zuführförderer 94 verläuft, auf dem zu lackierende Stoßfänger 12 in den Umsetzraum 88 hinein zum Roboter 90 gefördert werden können. Diese Stoßfänger 12 werden außerhalb des Gehäuses 86 mittels einer hier nicht eigens gezeigten Fördertechnik auf den Zuführförderer 94 gesetzt.

Das Gehäuse 86 weist ferner eine Abgabeöffnung 96 auf, durch welche ein Abgabeförderer 98 verläuft, auf welchem lackierte Stoßfänger 12 wieder aus dem Umsetzraum 88 heraus gefördert werden können. Die lackierten Stoßfänger 12 werden außerhalb des Gehäuses 86 mittels einer hier ebenfalls nicht eigens gezeigten Fördertechnik von dem Abgabeförderer 98 entnommen und ihrer weiteren Bestimmung zugeführt.

Der Umsetzroboter 90 ist derart dimensioniert und im Umsetzraum 88 angeordnet, dass er den Zuführförderer 94 und den Abgabeförderer 98 sowie die abhängig von der Arbeitstellung der Drehwand 28 ihm zugewandte Halterung 80 oder 82 erreicht und Stoßfänger 12 entsprechend aufnehmen oder abgeben kann.

Die Decke 100 des Umsetzraumes 88 entspricht der Kabinendecke 32 und ist luftdurchlässig. Sie führt zu einem zweiten Luftzuführraum 102, über welchen dem Umsetzraum 88 Frischluft zugeführt wird. Hierauf wird weiter unten nochmals eingegangen .

Die Innenflächen der Seitenwände 22, 24 und der Kabinenwand 26 der Lackierkabine 16 und die Wandflächen 76 und 78 der Drehwand 28 werden von einer Abscheideflüssigkeit in einer weitgehend zusammenhängenden Schicht überströmt. Die Abscheideflüssigkeit nimmt einen Teil des von der Kabinenluft mitgeführten Oversprays auf, während die Kabinenluft von der Lackierkabine 16 nach unten zum Strömungskanal 36 strömt. Wie in den Figuren 2 bis 4 zu erkennen ist, tragen die Wandflächen 76 und die Wandflächen 78 am oberen Rand der Drehwand 28 jeweils eine horizontale Verteilerrinne 77 und 79. Diesen kann Abscheideflüssigkeit jeweils zugeführt werden, wenn die entsprechende Verteilerrinne 77 bzw. 79 im Lackierraum 20 angeordnet ist. So wird stets die zum Lackierraum 20 weisende Wandfläche 76 oder 78 von Abscheideflüssigkeit überströmt .

Die mit Overspray beladene Abscheideflüssigkeit fließt dort über den ersten Bodenabschnitt 48 des Luftleitbodens 42 in die Sammelrinne 50. Von dort kann die Abscheideflüssigkeit mittels zweier Pumpen 104 einem Reinigungs- und Aufberei- tungsprozess zugeführt werden, in welchem sie in an und für sich bekannter Weise von dem Lack-Overspray befreit wird. Sodann kann die Abscheideflüssigkeit in einem Kreislauf wieder den entsprechenden Wandflächen zugeführt werden.

Die Funktionsweise der oben beschrieben Lackieranlage 10 wird nun nachfolgend erläutert:

Als Ausgangssituation sei davon ausgegangen, dass beide Halterungen 80, 82 an der Drehwand 28 leer sind und die Drehwand 28 ihre zweite Arbeitsstellung einnimmt, in welcher die zweite Wandfläche 78 mit der zweiten Halterung 82 zum Lackierraum 20 und die erste Wandfläche 76 mit der ersten Halterung 80 zum Umsetzraum 88 und zum Umsetzroboter 90 weisen.

Während des gesamten Vorgangs ruhen die Stoßfänger 12 auf hier nicht zu erkennenden Warenträgern, welche von dem Umsetzroboter 90 und anderen Förderkomponenten gegriffen und/oder gehandhabt werden können.

Der Zuführförderer 94 wird von außerhalb des Gehäuses 86 mit zu lackierenden Stoßfängern 12 beladen. Diese werden dann durch die Beschickungsöffnung 92 in den Umsetzraum 88 zum Umsetzroboter 90 gefördert. Der Umsetzroboter 90 entnimmt den ihm nächsten Stoßfänger 12 vom Zuführförderer 94 und plaziert diesen auf der zunächst leeren erste Halterung 80 an der Drehwand 28. Der Zuführförderer 94 wird nun weiter derart angesteuert, dass der nächste Stoßfänger 12 auf dem Zuführförderer 94 zum Umsetzroboter 90 gelangt.

Die Drehwand 28 wird mittels der Antriebseinheit 84 um 180° gedreht und in ihre erste Arbeitsstellung gebracht, in welcher ihre Wandfläche 76 mit der ersten Halterung 80 zum Lackierraum 20 weist. Diese erste Arbeitsstellung der Drehwand 28 ist in den Figuren 2 und 3 gezeigt. Sowohl der Applikationsroboter 58 im Lackierraum 20 als auch der Umsetzroboter 90 im Umsetzraum 88 werden zuvor jeweils in eine Sicherheitsstellung gebracht, so dass die Drehwand 28 während ihrer Bewegung keinen der Roboter 58 oder 90 berühren kann.

Nun wird der Stoßfänger 12 auf der ersten Halterung 80 lackiert, wozu der Applikationsroboter 58 entsprechend angesteuert wird.

Während des Lackiervorgangs nimmt der Umsetzroboter 90 nun den nächsten Stoßfänger 12 vom Zuführförderer 90 und positioniert diesen auf .der zweiten Halterung 82 an der Wandfläche 78 der Drehwand 28.

Der beim Lackieren anfallende Overspray wird wie oben beschrieben von der durch den Lackierraum 20 strömenden Kabinenluft und der an den Innenflächen der Lackierkabine 16 herabfließenden Abscheideflüssigkeit aufgenommen und im weiteren Verlauf gesammelt und abgeschieden.

Wenn der Stoßfänger 12 auf der ersten Halterung 80 vollstän- dig lackiert worden ist, werden die Roboter 58 und 90 wieder in ihre Sicherheitsstellung gebracht und die Drehwand 28 mittels der Antriebseinheit 84 erneut um 180° um ihre Drehachse 30 verdreht, so dass sie nun ihre zweite Arbeitstel- lung einnimmt. In Figur 4 ist die Drehwand 28 in einer Stellung zwischen der ersten und der zweiten Arbeitsstellung während des Drehvorganges gezeigt.

Der gerade lackierte Stoßfänger 12 auf der ersten Halterung 80 befindet sich nun im Umsetzraum 88, wogegen die zweite Halterung 82 der Drehwand 28 den entsprechenden noch unla- ckierten Stoßfänger 12 im Lackierraum 20 trägt.

Dort wird dieser Stoßfänger 12 auf der zweiten Halterung 82 nun lackiert. Währendessen entnimmt der Umsetzroboter 90 den bereits lackierten Stoßfänger 12 von der ersten Halterung 80 und setzt ihn auf den Abgabeförderer ' 98. Dieser fördert den lackierten Stoßfänger 12 durch die Abgabeöffnung 96 im Gehäuse 86 aus dem Umsetzraum 88 heraus.

Dann - noch immer während des Lackiervorgangs - nimmt der Umsetzroboter 90 den nächsten Stoßfänger 12 vom Zuführförderer 90 und positioniert diesen auf der ersten Halterung 80 an der Wandfläche 76 der Drehwand 28.

Nach Abschluss der Lackierung wird die Drehwand 28 wieder in ihre erste Arbeitsstellung verdreht und der gesamte Vorgang mit der Lackierung des noch unlackierten Stoßfängers 12, dem Umsetzen des lackierten Stoßfängers 12 auf den Abgabeförde- rer 98 und dem Umsetzten eines unlackierten Stoßfängers 12 von dem Zuführförderer 94 wird wiederholt.

Die Drehwand 28 muss nicht in jeweils die gleiche Drehrichtung verdreht werden, so dass sie nach zwei Drehungen einen 360°-Umlauf vollzogen hat. Die Drehwand 28 kann stattdessen auch einmal um 180° in eine Richtung und dann wieder um 180° zurück in die entgegengesetzte Richtung verschwenkt werden. Die Begriffe drehen und schwenken sollen in diesem Zusammenhang also funktional gleichbedeutend verstanden werden.

Der Umsetzraum 88 dient zugleich als Abdunstzone für die lackierten Stoßfänger 12. Aus diesem Grund wird dem Umsetzraum 88 einerseits Frischluft aus dem zweiten Luftzuführraum 102 über die luftdurchlässige Decke 100 zugeführt und sind andererseits der Umsetzraum 88 und der Lackierraum 20 durch die Drehwand 28 in ihren Arbeitsstellungen nicht gasdicht voneinander getrennt. Durch die entlang der Drehwand 28 strömende Kabinenluft in der Lackierkabine 16 wird eine Sogwirkung erzeugt, welche ausreicht, um Luft im Bereich der frisch lackierten Stoßfänger 12 im Umsetzraum 88, die mit von dem jeweils frisch lackierten Stoßfänger 12 stammenden Verdunstungsprodukten beladen ist, in den Lackierraum 20 zu ziehen. Dort wird diese Abdunstluft von der Kabinenluft abgeführt .

Bei dem oben . erläuterten Aufbau der Lackieranlage 10 befinden sich im Lackierraum 20 keine beweglichen Teile einer Fördertechnik zum Transport der zu lackierenden oder der frisch lackierten Stoßfänger 12. Falls der Applikations- roboter 58 eine Wartung benötigt, kann er einfach aus dem Lackierraum 20 durch dessen Toröffnung 72 heraus gefahren werden, so dass er von außerhalb der Lackierkabine 16 über das Wartungspodest 70 für Wartungspersonal gut zugänglich ist.