Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SYSTEM FOR WIRELESSLY SUPPLYING ELECTRIC ENERGY TO A ROTATING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/134720
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a system for wirelessly supplying electric energy to a rotating device, wherein the system comprises: a flange disk (1), a disk-shaped ring (2), an annular plastic filling (6), a receiving coil (7) which is embedded in the annular plastic filling (6), a U-shaped ferrite core (3a, 3b, 3c) having a short section (3a), the end face of which is directed to the plastic filling (6), a long section (3b) which is oriented parallel to the short section (3a) and which extends parallel along the outer surface of the annular plastic filling (6), wherein the sections (3a and 3b) are connected to one another via a section (3c), a coil system (4) and a receiving coil (7) consisting of circumferential wire windings (7), wherein the distance (a) of the end face of the long section (3c) from the axis of rotation of the flange disc (1) is smaller than the distance (b) of the receiving coil from the axis of rotation of the flange disc (1).

Inventors:
KREUZER, Manfred (Georg Büchner Straße 6b, Weiterstadt, 64331, DE)
Application Number:
DE2018/000378
Publication Date:
July 11, 2019
Filing Date:
December 18, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
HOTTINGER BALDWIN MESSTECHNIK GMBH (Im Tiefen See 45, Darmstadt, 64293, DE)
International Classes:
H01F38/18; H02J50/00; H02J50/70
Attorney, Agent or Firm:
SCHWEIZER, Joachim (Balanstr. 57, München, 81541, DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

1. System für drahtloses Versorgen einer rotierenden Vorrichtung mit elektrischer Energie, wobei das System aufweist:

- eine Flanschscheibe (1) mit einer äußeren und einer inneren Stirnfläche, wobei die Flanschscheibe (1) eine der beiden Flanschscheiben eines Drehmomentmessflan- sches ist und aus Stahl, Titan oder Aluminium oder aus einem anderen Material oder einer Legierung mit vergleichbaren Eigenschaften besteht,

- einen scheibenförmigen Ring (2) mit einer Innenseite und einer Außenseite, wobei die Außenseite des scheibenförmigen Rings (2) in einer Ebene mit der inneren Stirn- fläche der Flanschscheibe (1) liegt,

- eine ringförmige Kunststofffüllung (6), die auf der Umfangsfläche der Flansch- scheibe (1) befestigt ist und eine Außenfläche aufweist, die in der gleichen Ebene zur äußeren Stirnfläche der Flanschscheibe (1) liegt,

- eine Empfangsspule (7), die in der ringförmigen Kunststofffüllung (6) eingebettet ist,

- einen U-förmigen Ferrit-Kern (3a, 3b, 3c) mit

-- einem kurzen Abschnitt (3a), dessen Stirnfläche auf die Kunststofffüllung (6) ge- richtet ist,

- einem langen Abschnitt (3b), der parallel zum kurzen Abschnitt (3a) ausgerichtet ist und sich parallel entlang der Außenfläche der ringförmigen Kunststofffüllung (6) er- streckt, wobei die Abschnitte (3a und 3b) über einen Abschnitt (3c) miteinander ver- bunden sind,

- ein Induktionsspulensystem (4), das mit dem Ferrit-Kern (3a, 3b, 3c) in induktiver Wirkverbindung steht und so zur Flanschscheibe (1) angeordnet ist, dass beim Anle- gen einer Spannung an das Induktionsspulensystem (4) ein magnetischer Energiefluss zwischen den Stirnseiten der beiden Abschnitte (3a, 3b) ausgebildet wird, und

- eine aus umlaufenden Drahtwindungen bestehende Empfangsspule (7), wobei der Abstand (a) der Stirnseite des langen Abschnitts (3c) des Ferritkerns von der Rotationsachse der Flanschscheibe (1) kleiner ist als der Abstand (b) der Empfangsspule (7) von der Rotationsachse der Flanschscheibe (1).

2. System für drahtloses Versorgen einer rotierenden Vorrichtung mit elektrischer Energie nach Anspruch 1 , wobei der Ring (2) integraler Bestandteil der Flansch- scheibe (1) ist und diese Einheit einstückig gefertigt ist.

3. System für drahtloses Versorgen einer rotierenden Vorrichtung mit elektrischer Energie nach Anspruch 1 , wobei in der Kunststofffüllung (6) ein MU-Metall-Ring (8) zur Konzentration und Führung des magnetischen Energieflusses eingebettet und so angeordnet ist, dass die Streuung der Magnetfeldlinien gering und die Übertragung der Energie in die Empfangsspule (7) maximal ist.

4. System für drahtloses Versorgen einer rotierenden Vorrichtung mit elektrischer Energie nach Anspruch 1 , wobei in der Kunststofffüllung (6) eine ringförmige Ausnehmung (9) vorgesehen ist, in die der kurze Abschnitt (3a) des Ferrit-Kerns hineinragt, und die Ausnehmung (9) wenigstens 50 % breiter ist als der kurze Abschnitt (3a).

Description:
System für drahtloses Versorgen einer rotierenden Vorrichtung

mit elektrischer Energie

Die Erfindung betrifft ein System für drahtloses Versorgen einer rotierenden Vorrich- tung mit elektrischer Energie gemäß Patentklasse IPC H02J50/00 und speziell ein System zur Verminderung von magnetischen Streufeldern gemäß Patentklasse IPC H 02 J 50/70.

Zur Energieversorgung von sogenannten Drehmoment-Messflanschen wird die Energie induktiv, d.h. berührungslos übertragen. Die Energieübertragung im sogenannten Nahfeldbereich ist besonders effektiv und hat einen sehr guten Wirkungsgrad. Der Abstand zwischen Sende- und Empfangsspule sollte möglichst gering sein. Jede Vergrößerung des Abstandes zwischen Sende- und Empfangsspule bewirkt eine Erhöhung des elektromagnetischen Streuflusses und dadurch eine Verringerung des Wirkungsgrades. Es ist bekannt, dass derartige Systeme sehr empfindlich auf sogenannte Geometrieänderungen reagieren, d. h. z. B. auf große Bauteiltoleranzen. Aus dem Stand der Technik sind diverse elektronische Kompensationsschaltungen be kannt, die den Einfluss von Geometrieänderungen kompensieren. Solche Kompensationsschaltungen werden z. B. in dem Dokument DE 202010018107 U1„Selbstab- gleichende Statorantenne zur optimierten kontaktlosen Energieübertragung bei Nahfeld-Telemetrieanlagen“ beschrieben. Es ist festzustellen, dass Schwankungen der Energieübertragung entstehen können, wenn durch eine periodische Geometrieänderung sich die induktiven Verhältnisse periodisch verändern, was für rotierende Systeme typisch ist. Eine weitere Geometrieänderung tritt z. B. bei Wärmedehnungen auf, sodass sich z. B. die Größe des Luftspalts zwischen der Sendespule und der Empfangsspule verändert. Es sollte beachtet werden, dass es relativ aufwändig ist, elektronische Schaltungen zur Kompensation von Schwankungen der übertragenen Energie vibrationsfest im Rotor eines Systems, wie z.B. eines Motorprüfstandes zu befestigen, da in diesem Fall die Rotordrehzahl sehr hoch ist.

Eine weitere Störquelle sind äußere elektromagnetische Felder, die auf die Emp- fangsspule einwirken können und dadurch unerwünschte parasitäre Spannungen induzieren. Solche Effekte können z. B. bei elektrischen Fahrzeugantrieben auftreten, denn die Komponenten solcher Antriebe sind oft sehr eng aneinander angeordnet, sodass derartige äußere Störquellen in unmittelbarer Nähe der Empfangsspule der Nahfeld-Telemetrievorrichtung liegen.

Es ist grundsätzlich zweckmäßiger, Schwankungen der Energie- bzw. Leistungsüber tragung durch interne und externe Einflüsse zu vermeiden, als die Auswirkungen der Schwankungen nachträglich zu kompensieren.

Es besteht somit die Aufgabe, bei einem System für drahtloses Versorgen einer rotierenden Vorrichtung mit elektrischer Energie geometriebedingte und äußere Stö- reinflüsse zu minimieren.

Diese Aufgabe wird mit einem System für drahtloses Versorgen einer rotierenden Vorrichtung mit elektrischer Energie nach Anspruch 1 gelöst, wobei das System aufweist:

Eine Flanschscheibe mit einer äußeren und einer inneren Stirnfläche, wobei die Flanschscheibe eine der beiden Flanschscheiben eines Drehmomentmessflansches ist und aus Stahl, Titan oder Aluminium oder aus einem anderen Metall oder einer Legierung mit vergleichbaren Eigenschaften besteht. Einen scheibenförmigen Ring mit einer Innenseite und einer Außenseite, wobei die Außenseite des scheibenförmigen Rings in einer Ebene mit der inneren Stirnfläche der Flanschscheibe liegt. Eine ringförmige Kunststofffüllung, die auf der Umfangsfläche der Flanschscheibe befestigt ist und eine Außenfläche aufweist, die in der gleichen Ebene zur äußeren Stirnfläche der Flanschscheibe liegt. Eine aus umlaufenden Drahtwindungen bestehende Empfangsspule, die in der ringförmigen Kunststofffüllung eingebettet ist. Einen U-för- migen Ferrit-Kern mit einem kurzen Abschnitt, dessen Stirnfläche auf die Kunststofffüllung gerichtet ist, und einem langen Abschnitt, der parallel zum kurzen Abschnitt ausgerichtet ist und der sich parallel entlang der Außenfläche der ringförmi- gen Kunststofffüllung erstreckt, wobei die beiden Abschnitte über einen waagerechten Abschnitt miteinander verbunden sind. Der Abstand der Stirnseite des langen Ab- schnitts zur Rotationsachse der Flanschscheibe ist kleiner als der Abstand der Empfangsspule zur Rotationsachse der Flanschscheibe.

Beim Anlegen einer Spannung an ein mit dem Ferrit-Kern in induktiver Wirkverbindung stehendes Induktionsspulensystem wird ein magnetischer Energiefluss zwischen der Stirnseite des kurzen Abschnitts und der Stirnseite des langen Abschnitts des Ferrit-Kerns ausgebildet.

Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die Kombination der Merkmale „geometrische Position der beiden Stirnseiten des Ferritkerns“ und„scheibenförmiger Ring“ zwei positive Effekte gleichzeitig erzielt werden:

- sehr gute Abschirmung gegen äußere elektromagnetische Felder und

- nahezu konstante elektromagnetische Kopplungsverhältnisse auch bei radialer und axialer Verschiebung der Flanschscheibe.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung nach Anspruch 2 sind die Flanschscheibe und der scheibenförmige Ring einstückig gefertigt, vorzugsweise durch Drehen hergestellt.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung nach Anspruch 3 ist in der Kunststofffüllung ein MU-Metall-Ring zur Konzentration und Führung des magnetischen Energieflusses eingebettet und so angeordnet, dass die Streuung der Magnetfeldlinien gering und die Übertragung der Energie in die Empfangsspule maximal ist. Dadurch verringert sich auch der Einfluss der äußeren elektromagnetischen Störfelder.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung nach Anspruch 4 ist in der Kunststofffüllung eine ringförmige Ausnehmung vorgesehen, in die der kurze Abschnitt des Ferrit-Kerns hineinragt, wobei die Ausnehmung wenigstens 50 % breiter ist als der kurze Abschnitt. Das System für drahtloses Versorgen einer rotierenden Vorrichtung mit elektrischer Energie wird nachfolgend anhand von schematischen Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform des Systems, Fig. 2 zeigt eine erste mögliche axiale Verschiebung der Flanschscheibe, Fig. 3 zeigt eine zweite mögliche axiale Verschiebung der Flanschscheibe, Fig. 4 zeigt eine erste mögliche radiale Verschiebung der Flanschscheibe, Fig. 5 zeigt eine zweite mögliche radiale Verschiebung der Flanschscheibe, Fig. 6 zeigt eine zweite Ausführungsform des Systems, Fig. 7 zeigt eine erste mögliche axiale Verschiebung der Flanschscheibe, Fig. 8 zeigt eine zweite mögliche axiale Verschiebung der Flanschscheibe, Fig. 9 zeigt eine dritte Ausführungsform des Systems und die Flanschscheibe in einer ersten axial und radial verschobenen Position,

Fig. 10 zeigt die dritte Ausführungsform des Systems und die Flanschscheibe in einer zweiten axial und radial verschobenen Position und

Fig. 11 zeigt eine perspektivische Ansicht des Systems.

Die Fig. 1 zeigt in Verbindung mit Fig. 11 eine erste Ausführungsform des Systems. Eine Flanschscheibe 1 aus Stahl weist eine äußere und eine innere Stirnfläche auf, wobei die Flanschscheibe 1 eine der beiden Flanschscheiben eines typischen, weit verbreiteten Drehmomentmessflansches ist, der z. B. in einen Motorenprüfstand zur Messung des Antriebsdrehmoments eines Elektromotors eingebaut sein kann. Ein scheibenförmiger Ring 2 hat eine Innenseite und eine Außenseite, wobei die Außenseite des scheibenförmigen Rings 2 in einer Ebene mit der inneren Stirnfläche der Flanschscheibe 1 liegt. Bei dieser Ausführungsform ist der Ring 2 integraler Be- standteil der Flanschscheibe 1 , wobei diese Einheit einstückig durch Zerspanung, z.B. durch Drehen hergestellt wurde. Eine ringförmige Kunststofffüllung 6 ist auf der Umfangsfläche der Flanschscheibe 1 befestigt und hat eine seitliche Außenfläche, die in einer Ebene zur äußeren Stirnfläche der Flanschscheibe 1 liegt. Eine aus umlaufenden Drahtwindungen bestehende Empfangsspule 7 ist in der ringförmigen Kunststofffüllung eingebettet. Ein speziell geformter U-förmiger Ferrit-Kern hat einen kurzen Abschnitt 3a und einen langen Abschnitt 3b, die über einen Abschnitt 3c mit- einander verbunden sind. Der kurze Abschnitt 3a ist mit seiner Stirnfläche auf die Kunststofffüllung 6 gerichtet. Der lange Abschnitt 3b, der parallel zum kurzen Abschnitt 3a ausgerichtet ist, erstreckt sich parallel entlang der Außenfläche der ringför- migen Kunststofffüllung 6. Der Abstand a der Stirnseite des langen Abschnitts von der Rotationsachse der Flanschscheibe ist kleiner als der Abstand b der Empfangs- spule von der Rotationsachse der Flanschscheibe. In der Kunststofffüllung ist ein MU-Metall-Ring zur Konzentration und Führung des magnetischen Energieflusses eingebettet und so angeordnet, dass die Streuung der Magnetfeldlinien gering und die Übertragung der Energie in die Empfangsspule maximal ist. Dadurch verringert sich auch der Einfluss der äußeren elektromagnetischen Störfelder. Weiterhin ist in der Kunststofffüllung 6 eine Ausnehmung 9 vorgesehen, in die der kurze Abschnitt 3a hineinragt. Beim Anlegen einer Spannung an ein mit dem Ferrit-Kern in induktiver Wirkverbindung stehendes Induktionsspulensystem 4 wird ein magnetischer Energiefluss 5 zwischen der Stirnseite des kurzen Abschnitts und der Stirnseite des langen Abschnitts des Ferrit-Kerns ausgebildet. Dieser Energiefluss 5 ist durch die magneti- schen Feldlinien symbolisch dargestellt. Durch diese Anordnung wird eine gute Abschirmung gegenüber äußeren elektromagnetischen Störungen erzielt, die durch die Blitz-Pfeile symbolisch dargestellt sind. Die beiden Doppelpfeile symbolisieren mögliche Bewegungen der Flanschscheibe 1 in diesen Richtungen. Dabei stellt sich heraus, dass diese Bewegungen keine wesentlichen Änderungen bei der Energieübertragung verursachen, auch dann nicht, wenn die in Fig. 2 bis Fig. 5 dargestellten Positionen erreicht werden.

Überraschender weise hat sich herausgestellt, dass bei der Anordnung gemäß Fig. 6 Positionsverschiebungen, wie in den Figuren 7 und 8 dargestellt, keine we- sentlichen Änderungen bei der Energieübertragung verursachen.

Bei der Anordnung gemäß Fig. 9 wurde auf die ringförmige Ausnehmung in der Kunststofffüllung 6 verzichtet. Es wurde festgestellt, dass mit dieser Anordnung eine besonders große axiale Verschiebung der Flanschscheibe 1 möglich ist, allerdings müssen bei der radialen Verschiebung etwas engere Toleranzen eingehalten werden. Die gute Abschirmung gegenüber äußeren elektromagnetischen Feldern bleibt erhalten.




 
Previous Patent: AQUARIUM OR TERRARIUM

Next Patent: SKIMMER CENTRIFUGE