D�rfel, Walter (Beethovenstra�e 21, Boll, D-7325, DE)
Treutner, J�rgen (Elsterweg 17, Ostfildern 3, D-7302, DE)
D�rfel, Walter (Beethovenstra�e 21, Boll, D-7325, DE)
| 1. | l. in jeweils mehrere schmalere Rollen (25) teilbar sind und die vorzugsweise mit einer Ab wickelstation für mindestens eine breite Rolle, mit einer Schnei¬ destation für die Längsteilung der Bahn und mit zwei Aufwickel¬ stationen mit jeweils mindestens einer Aufwickelvorrichtung ver¬ sehen sind, wobei die beiden Aufwickelstationeπ beidseitig ei¬ ner einzigen oder mehrerer, insbesondere zweier Stützwalzeπ (30) angeordnet sind, bei der mindestens eine Aufwickeleinrichtung (101; 102) vorgesehen ist und mindestens aus 'e zwei Tragarmen oder Traggestellen (10) zum Tragen einer aufzu¬ wickelnden Rolle (25) (während des Aufwickelvorganges) , "e einem Spannkopf (15) je Tragarm oder Traggestell zum zeπ tπschen, drehbaren Halten jeder Rolle (25) und mindestens einer Wickelantriebseinheit je Aufwickeleinπchtuπg (101; 102) besteht, wobei die Antriebsachse (45) eines Antriebsmotors (17) der Wickelantriebseinheit zur Wickelachse (46) der Rolle (25) versetzt angeordnet ist, besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (17) mit seiner Antriebsachse (45) parallel zu der Aufwickelachse (46) der Rolle (25) angeordnet an dem Tragarm oder Traggestell (10) befestigt ist und ein Abtriebsrad (22) auf¬ weist, ein Riemen (Antriebsriemen 23), wie ein Flach, Zahn, Keilrie¬ men, Seil od. dgl. oder eine Kette od. dgl. |
| 2. | sowie ein mit dem Spannkopf (15) im Antriebssinne verbundenes Antriebsrad (13) , vorzugsweise auf einer einzigen Welle (Antriebswelle 14) vorgese¬ hen sind und der Riemen oder die Kette (Antriebsriemen 23) das Abtriebsrad (22) (und das Antriebsrad (13)) umschlingt, so daß das Antriebsrad (13) durch das Abtriebsrad (22) im Drehsinne an¬ treibbar ist und der (antriebswirksame) Durchmesser des Abtriebsrades (22) größer als zumindest ein Teil der aktiven Antriebsteile (18) des An¬ triebsmotors (17) ist und dieses Antriebstell zumindest auf einem Teil seiner axialen Länge umschließt. |
| 3. | Aufwickelvorrichtuπg nach Anspruch 1, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß das in Betrieb rotierbare aktive Antriebsteil (18) einen Außendurchmesser aufweist, der zumindest annähernd so groß wie oder größer als der größte Außendurchmesser des Antriebsmo¬ tors (17) ist, insbesondere, daß der Aπtriebsmotor ein Drehstrom¬ außenläufermotor oder ein Gleichstromscheibenläufermotor ist. |
| 4. | Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß die Tragarme^bzw. die Traggestelle (10), wie an sich bekannt, Führungen (12) zum geführten Verfahren oder Ver¬ schieben eines die aufzuwickelnde Rolle (25) tragenden Wagens oder Schlittens (11) entsprechend dem Anwachsen des Rollendurch¬ messers während des Aufwickelvorganges aufweist, daß das Antriebsrad (13) auf mindestens einem der Wagen oder Schlitten (11) einer Aufwickeleinrichtung (101) angeordnet ist und daß Umlenkelemente (27, 28) für den Riemen oder die Kette (An¬ triebsriemen 23) an dem mindestens einen Tragarm oder Traggestell (10) derart angeordnet sind, daß die Antriebskraft in jeder für den Wickelvorgang erforderlichen Positionen des Wagens oder Schlittens (11) bezüglich des Tragarmes oder Traggestelles (10) auf das Antriebsrad (13) übertragbar ist. |
| 5. | Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß auf dem Wagen oder Schlitten (11) bezüglich des An¬ triebsrades (13) sowohl auf der Seite des ankommenden als auch auf der Seite des fortführenden Trums des Riemens oder der Kette (Antriebsriemen 23) je ein (weiteres) Umlenkelement (29, 31) für den Riemen oder die Kette (Antriebsriemen 23) derart angeordnet αst, daß in jeder Position des Wagens oder Schlittens (11) bezüg¬ lich des Tragarmes oder Traggestelles (10) gleiche Verhältnisse in bezug auf die Länge und den Umschlingungswinkel am Antriebsrad (13) herrschen. |
| 6. | Aufwickelvorrichtuπg nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch ein an mindestens einem Tragarm oder Tragge¬ stell (10) je Aufwickeleiπrichtung (101) angeordnetes umlaufen¬ des, an dem Wagen oder Schlitten (11) angreifendes Zugmittel (32), wie z. B. eine Kette, zur Erzeugung eines Linieπdruckes zwischen der aufzuwickelnden Rolle und der mindestens einen Stützwalze (30) während des Aufwickelvorganges oder zum Verfahren oder Verschieben des Wagens oder Schlittens, oder zu beidem. |
Die Erfindung betrifft eine Aufwickelvorrichtung mit den im Gattungstell des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Derartige Aufwickelvorrichtungen werden vor allem bei Rol¬ lenschneidemaschinen verwendet. Während bei Rollenschneidemaschi¬ nen des Tragwalzentyps, bei denen also die aufzuwickelnde Rolle auf einer oder zwei sich drehenden Tragwalzen mit ihrem Eigenge¬ wicht aufliegt, so daß bereits das Eigengewicht der aufzuwickeln¬ den Rolle dafür sorgt, daß der zur schlupffreien Drehmomeπtϋber- tragung der/den Tragwalze(n) auf die aufzuwickelnde Rolle erfor¬ derliche Anpreßdruck ausreicht, ist es bei Rollenschneidemaschi¬ nen des Stützwalzentyps - unabhängig davon, ob nur die Stützwalze oder die Stützwalze und die Wickelhülsen der aufzuwickelnden Rol¬ len im Drehsinne angetrieben sind - erforderlich, für einen aus¬ reichenden Anpreßdruck zwischen der aufzuwickelnden Rolle und der Stützwalze zu sorgen. Hierfür sind zwei Wege bekannt: Entweder werden die Tragarme oder die Traggestelle derart schwenkbar be¬ festigt, daß die Schwenkbewegung dieser Tragarme oder Tragge¬ stelle der Durchmesseränderung der Rolle beim Wickelvorgang folgt; in diesem Fall werden die Tragarme bzw. Traggestelle mit¬ tels je eines Hydraulikzylinders verschwenkt, wobei über den Hy¬ draulikzylinder der Anpreßdruck an der Stützwalze aufgebracht werden kann. Die andere Möglichkeit, die Anpreßkraft aufzubrin¬ gen, besteht dann, die Tragarme bzw. Traggestelle während des ganzen Wickelzyklusses in der gleichen Stellung zu halten und die Spannköpfe für die Wickelhülsen der aufzuwickelnden Rollen auf je einem Schlitten zu lagern, der sich in einer an dem Tragarm bzw.
dem Traggestell " angebrachten Führung auf die Stützwalze zu bzw. von ihr fort bewegen kann, und, z. B. über einen Hebelarm und ei¬ nen den Hebelarm verschwenkenden Hydraulikzylinder, eine in Rich¬ tung der Stützwalze wirkende (Anpreß)Kraft aufzubringen.
Die Erfindung bezieht sich auf beide vorangehend genannten Möglichkeiten, die Wickelachse der Durchmesseränderung beim Wickelvorgang folgen zu lassen.
Während die gattungsgemäßen Aufwickelvomchtuπgen in vie¬ len verschiedenen Maschinentypen verwendbar ist, ergeben sich bei der Anwendung in Rollenschneide aschiπen des Stützwalzentyps be¬ sonders große Vorteile. Bei diesen Rollenschneidemaschiπen liegen die Hülsen bzw. Rollen, auf denen d e durch Längstellung entstan¬ denen Teilbahnen aufgewickelt werden, an einer oder an zwei pa¬ rallel zueinander, vorzugsweise nebeneinander, angeordneten Stützwalze(n) seitlich an. Wegen des für die Tragarme der Trag¬ rollen erforderlichen Platzbedarfs in Achsrichtung der Stützwal- ze(π) werden die einander unmittelbar benachbarten Teilbahnen auf jeweils gegenüberliegenden Seiten bezüglich der Stützwalze(n) aufgewickelt. Bei solchen Rollenschneidemaschineπ ist es er¬ wünscht, im Bedarfsfalle auch Rollen möglichst geringer Bahπbrei- te wickeln zu können. Deshalb steht dann, wenn auf zumindest ei¬ ner der Seiten der Stützwalze(π) mehrere Wickeleinrichtungen vor¬ gesehen sind, d. h.. mehrere Teilbahnrolleπ aufgewickelt werden sollen, für die Tragarme bzw. Traggestelle unter Umständen nur sehr wenig Platz zur Verfügung. Diese Forderung ist dann noch auf relativ einfache Weise zu erfüllen, wenn der Drehantrieb für den Aufwickelvorgang durch Antreiben der Stützwalze(n) erfolgt und das Antriebsmoment reibschlüssig auf die an die Stützwalze leicht angepreßte aufzuwickelnde Rolle übertragen wird. Raumgreifender sind hingegen solche Anordnungen, bei denen jeder Spannkopf einen eigenen Drehantrieb aufweist, d. h. das Drehmoment im Zentrum der aufzuwickelnden Rolle (Zentrumswickler) angreift. Um auch in
solchen Fällen eine möglichst geringe Breite der Tragarme bzw. Traggestelle (gesehen in Richtung der Stützwalzenachse) zu ver¬ wirklichen, werden entweder Hydraulikmotoren oder Elektromotoren derart angebracht, daß ihre Antriebsachsen rechtwinklig zur Auf¬ wickelachse orientiert ist. Dadurch kann die in Achsrichtung ge¬ sehene Baulänge der Antriebsmotoren relativ groß sein, ohne, daß die Tragarme oder Traggestelle übermäßig breit werden. Insbeson¬ dere ist vorgeschlagen worden, das Motorengehäuse eines Elektro¬ motors als Teil des Tragarmes zu nutzen (DE 38 00 703 AI) . Diese bekannte Anordnung nimmt also ein Winkelgetriebe zwischen Motor¬ achse und Wickelwellenachse in Kauf.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, für Aufwickelvomchtuπgen mit den eingangs genannten Gattungs¬ merkmalen, insbesondere für Rollenschneidemaschinen des Stützwal¬ zentyps einen verbesserten Zentrumsantrieb für die Wickelwelle zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch eine Aufwickelvorrichtuπg mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Durch die Erfindung wird u. a. erreicht, daß
- der in Achsrichtung der Stützwalze gesehene Platzbedarf der Wickelantriebseinheit außerordentlich gering ist und
- gleichzeitig eine frei wählbare Unter- bzw. Übersetzung der Mo¬ tordrehzahl auf den Spannkopf realisiert ist.
Besonders wirkungsvoll kann der Platzbedarf für die Wickel- antπebseinheit dadurch reduziert werden, daß ein Motor mit den Merkmalen des Anspruchs 2 verwendet wird.
Eine besonders bevorzugte Weiterentwicklung der Erfindung wird in den Merkmalen des Anspruchs 3 gesehen. Zwar ist es be¬ kannt - und eingangs schon beschrieben, daß die Tragarme oder Traggestelle während des Wickelvorgangs ihre Position innehalten
können und die Spannköpfe mittels Führungen an den Tragarmen bzw. Traggestellen entsprechend der Rollendurchmesseränderung verfahr¬ bar oder verschiebbar angeordnet sind, doch ist es bei diesen be¬ kannten Anordnungen bisher nicht möglich gewesen, einen Zentrumε- antπeb zu verwirklichen, weil dies zu einer unzuträglich großen Breite (in Richtung der Stützwalzenachse gesehen) der Aufwickel- eiπrichtung geführt hätte. Bei dieser Art von Traggestellen, die auch als Aufrollgestelle bezeichnet werden, wäre es auch nicht möglich gewesen, die Achse des Antriebsmotors rechtwinklig zur Wickelwellenachse anzuordnen, weil dies wegen der Verfahrbarkeit des Spanπkopfes entlang einer in der Regel geraden Führung zu ei¬ nem unverhältnismäßig hohen Konstruktioπsaufwaπd geführt hätte. Dieser Nachteil wird durch die Erfindung behoben, so daß nun auch Wickeleinrichtungen mit den vorerwähnten Aufrollgestellen als echte Zentrumswickler ausgestaltet werden können. Insbesondere ist es möglich, bei den bekannten Aufrollgestellen die Systemab- essuπgen im wesentlichen beizubehalten, so daß im Bedarfsfalle sogar die Möglichkeit einer Umrüstung mit den erfindungsgemäßen Wickelantriebseinheiten besteht. Auch bei dieser Ausführungsform ist es - wie erwünscht - möglich, in jeder Stellung des Spann¬ kopfes bezüglich seiner Führung auf dem Tragarm/Traggestell gleiche Verhältnisse in bezug auf die Länge und den Umschlin- gungswiπkel des erfinduπgsgemäßen Riemens zu schaffen. Besonders vorteilhaft wird dies durch die Merkmale des Anspruchs 4 er¬ reicht.
Um nun die Fahr- bzw. Verschiebebeweguπg des die aufzu¬ wickelnde Rolle tragenden Wagens oder Schlittens während des Auf- wickelvorganges zu kontrollieren, und/oder einen bestimmten Liniendruck zwischen der aufzuwickelnden Rolle und der ihr zuge¬ ordneten Stützwalze während des Aufwickelvorganges zu erzeugen bzw. aufrecht zu erhalten, wird die Anordnung nach Anspruch 5 vorgeschlagen, welche allerdings auch unabhängig von der erfin¬ dungsgemäßen Wickelantriebseinheit sehr vorteilhaft nutzbar ist, und zwar auch unabhängig davon, ob eine Zentrumswicklung statt¬ findet oder ob nur die Stützwalze angetrieben ist.
Im Sinne der Erfindung werden unter "Tragarmen" bzw. "Trag¬ gestellen" jede Art von Tragelementeπ verstanden, die dazu geeig¬ net sind, die aufzuwickelnde Rolle während des Wickelvorganges derart zu tragen, daß die aufzuwickelnde Rolle drehbar ist und, vorzugsweise, an der ihr zugeordneten Stützwalze anliegt. Vor¬ zugsweise weisen derartige Tragarme bzw. Traggestelle eine Mög¬ lichkeit auf, die fertig aufgewickelte Rolle anschließend auf dem Boden oder einem Transportmittel abzulegen. Derartige Tragarme oder Traggestelle sind bei Aufwickelvorrichtungen weithin bekannt und müssen daher nicht näher erläutert werden.
Unter "Riemen" und "Kette" wird im Sinne der Erfindung je¬ des längliche Transmissionsmittel verstanden, das entlang seiner Längsrichtung in einer, vorzugsweise einzigen, Richtung und ggf. der dazu entsprechenden Gegenrichtung (180°) um entsprechend ge¬ formte Umlenkmittel umleπkbar ist. Zwischen Abtriebsrad und An¬ triebsrad der erfiπdungsgemäßen Wickelantriebseinheit ist also ein die Drehbewegung übertragendes Transmissionsmittel vorgese¬ hen. Soweit das Antriebsrad nicht auf einem verfahr- bzw. ver¬ schiebbaren Wagen oder Schlitten angeordnet ist, kann das Trans¬ missionsmittel unter Umständen auch ein Räderwerk, wie ein Zahn¬ radgetriebe, sein.
"Umlaufend angeordnete Zugmittel" sind im Sinne der Erfin¬ dung auf Zug wirksame Übertraguπgsmittel für Antriebskräfte, die um Umlenkmittel derart umlenkbar sind, daß sie in im wesentlichen entgegengesetzten Richtungen an dem Wagen oder Schlitten angrei¬ fen können. Auch für diesen Zweck sind die bereits vorgenannten Transmissionsmittel w e Riemen oder Ketten verwendbar, wobei - wie auch bei den Transmissionsmitteln - unter Riemen sowohl Flach-, Zahn-, Keilriemen oder ähnliche Riemen wie auch jede Art von Seilen und vergleichbaren auf Zug belastbaren Elementen zu verstehen sind.
Die vorgenannten, erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Mateπalauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so daß in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstan¬ des der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der - beispielhaft - bevorzugte Ausführungsformen erfindungsgemäßer Aufwickelvorrichtungen darge¬ stellt sind. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Aufwickelvorrichtung einer im übrigen nicht näher dargestellten Rollenschπeidemaschine des Stützwalzen¬ typs in Achsrichtung der Stützwalze gesehen und sche¬ matisiert dargestellt, wobei ein Tragschlitten für ei¬ ne aufzuwickelnde Rolle in seinen beiden Extremposi¬ tionen wiedergegeben ist;
Fig. 2 dieselbe Aufwickelvorrichtung in der Rollenablegeposi- tion (Eπtladestellung) ;
Fig. 3 dieselbe Aufwickelvorrichtung im Schnitt entlang der Linie A-A gemäß Fig. 1;
Fig. 4 eine alternative Ausführungsform einer Aufwickelvor¬ richtung, gesehen in Achsrichtung der Stützwalze (wie in Fig. 1), wobei sowohl die Wickelstellung (in durch¬ gezogenen Linien) als auch die Ablegestellung (in strichdoppeltgestrichelten Linien) dargestellt ist;
Fig. 5 ein als erfindungsgemäßer Antriebsmotor geeigneter be¬ kannter Drehstromaußenläufermotor im Axialschnitt.
Die in den Fig. 1 bis 3 als Ganzes mit dem Bezugszeichen 100 bezeichnete AufWickelvorrichtung zeigt die eine Seite einer einzigen AufWickeleinrichtung 101 und eine Stützwalze 30. Diese Stützwalze kann Teil einer an sich bekannten und in der Zeichnung nicht eigens dargestellten Rollenschneidemaschine des Stützwal¬ zentyps sein, auf welcher in einer Abwickelstation eine breite Bahn aus Papier od. dgl. von einer breiten Rolle abgewickelt, in einer Schneidestation die breite Bahn in mindestens zwei schmale¬ re Teilbahnen längsgeteilt, in zwei auf je einer Seite der Stütz¬ walze 30 oder mehrerer, insbesondere zweier, Stützwalzen angeord¬ neten und aus jeweils mindestens einer Aufwickeleinrichtung 101 bestehenden Aufwickelstationen die schmaleren Teilbahnen aufge¬ wickelt werden.
Als Traggestell 10 der AufWickeleinrichtung 101 dient ein an sich bekanntes sogenanntes Aufrollgestell, auf dem ein Schlit¬ ten 11 in geraden Führungen 12 verschiebbar gelagert ist. Der Schlitten 11 trägt drehbar gelagert ein Antriebsrad 13, das z. B. als Keilriemeπscheibe ausgebildet und auf der der Rolle 25 gegen¬ überliegenden Seite des Schlittens 11 von diesem seitlich ab¬ steht. Die Antriebswelle 14 ist durch den Schlitten 11 drehbar gelagert durchgesteckt und trägt auf der der Rolle 25 zugewandten Seite des Schlittens 11 einen Spannkopf 15 (siehe Fig. 3), der im offenen Ende einer Wickelhülse 16 für die aufzuwickelnde Rolle 25 in an sich bekannter Weise reib- oder formschlüssig verspannbar ist .
Das Aufrollgestell 10 trägt weiterhin einen Antriebsmotor 17, der in allen dargestellten Aus ührungsbeispielen ein Dreh¬ stromaußenläufermotor gemäß Fig. 5 ist. Bei diesem Antriebsmotor rotiert der, ein rotierbares aktives Antriebsteil 18 des Antriebsmotors darstellende Rotor um einen am Traggestell 10 festgelegten Stator 19. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Außeπdurchmesser des rotierbaren aktiven Antriebsteils - gemäß
Anspruch 2 - so " groß wie der größte Außendurchmesser des gesamten Motors. Der Rotor (Antπebsteil 18) trägt auf seinem Außenumfaπg Halter, z. B. einen umlaufenden Flanse-h 20, an dem ein Ringele- meπt 21 befestigt ist, welches zusammen mit dem Antriebsteil 18 ein als Keilriemenscheibe nutzbares Abtriebsrad 22 bildet. Das Abtriebsrad 22 des Aπtriebsmotors 17 und das Antriebsrad 13 am Schlitten 11 liegen in einer gemeinsamen Ebene und sind von einem umlaufenden Antriebsriemen 23, der in diesem Ausführungsbeispiel als Keilriemen ausgebildet ist, im Sinne einer Transmission um¬ schlungen. Ein mit seiner Achse an dem Traggestell 10 verlagerba¬ res Spannrad 26 sorgt für die erforderliche Straffheit des An¬ triebsriemens 23. In der Höhe der beiden Enden der Führung 12 sind an dem Traggestell 10 als drehbar gelagerte Rollen ausge¬ staltete U lenkelemeπte 27 und 28 vorgesehen, die ebenfalls als Keilπemenscheiben ausgestaltet sind und mit dem Antriebsrad und dem Abtriebsrad ebenfalls in einer Ebene liegen. Auf diese Weise kann die Wickelantriebseinheit in jeder Position des Schlittens 11 entlang der Führung 12 arbeiten. Weitere Umlenkelemente 29 und 31 in Form von an dem Schlitten 11 drehbar gelagerten Rollen oder Keilπemenscheiben gestatten es, die Länge des Antriebsriemens 23 in jeder Arbeitsposition des Schlittens 11 konstant zu halten, wobei auch der Umschlingungswinkel des Antriebsriemens 23 um das Antriebsrad 13 unverändert bleibt.
Die Funktion der Wickelantriebseinheit ist nun so, daß der Wickelvorgang n der in Fig. 1 links mit ausgezogenen Linien dar¬ gestellten Position des Schlittens 11 beginnt, in der der Anfang der aufzuwickelnden Teilbahπ 24 durch Umschlingen und/oder fest¬ kleben od. dgl. an der Wickelhülse 16 befestigt ist und die Wickelhülse an der Stützwalze 31 anliegt. Durch Antreiben des An¬ triebsrades 13 (Richtungspfeil A) wird nun die Teilbahn 24 aufge¬ wickelt, wobei die bereits aufgewickelte Rolle 25 an Durchmesser ständig zunimmt, so daß der Schlitten 11 entsprechend des Durch- messeranwachses (in der Zeichnung) nach rechts verschoben werden
muß, bis er die strichdoppeltgestrichelte Endstellung erreicht hat, in der die Rolle 25 ihren gewünschten Enddurchmesser er¬ reicht hat. Die Schlittenverschiebung erfolgt mittels als drehba¬ re Rollen oder Zahnräder ausgestalteten Umlenkmitteln 33 bis 35 und einem als Kette ausgestalteten Zugmittel 32, das mit seinem einen Ende oberhalb der Führung 12 an einem Befestigungspunkt 38 des Schlittens 11 und mit seinem anderen Ende an einem unterhalb der Führung 12 angeordneten Befestigungspunkt 39 des Schlittens 11 an dem Schlitten 11 im Zugsinne angreift. Durch die beidseits der Führung 12 gelegenen Befestigungspuπkte 38 und 39 bleibt das auf die Führung ausgeübte Kippmoment in beiden Arbeitsrichtungen konstant. Zum Antrieb des Zugmittels 32 ist ein Aπtriebsmotor 37 und zum Spannen der Kette ein Spannrad 36 vorgesehen. Mit dieser Antriebsanordnung kann nicht nur der Schlitten 11 exakt, und ins¬ besondere koordiniert mit dem Anwachsen des Durchmessers der Rol¬ le 25 verfahren bzw. verschoben werden, sondern es ist ebenfalls möglich, den in der jeweiligen Schlittenstellung gewünschten An¬ preßdruck der Rolle 25 an der Stützwalze 30 zu erzeugen und auf¬ recht zu erhalten, die Umlenkmittel 33 bis 35 sind, vorteilhaf- terweise, koachsial zu anderen Wellen am Traggestell 10 angeord¬ net .
Um das gesamte Traggestell zwischen der in Fig. 1 darge¬ stellten Wickelstellung und zwischen der in Fig. 2 dargestellten Entladestellung hin und her bewegen zu können, ist - wie an sich bekannt - das gesamte Traggestell 10 um eine Schwenkachεe 40 schwenkbeweglich gelagert und mittels einer Kolben/Zylinder-An¬ ordnung 41 zwischen diesen beiden Stellungen verschwenkbar.
Bei der alternativen Ausführungsform gemäß Fig. 4 ändert sich die Stellung des Tragarmes oder Traggestelles 10 entspre¬ chend dem Anwachsen des Durchmessers der aufzuwickelnden Rolle 25. Hierzu ist der Tragarm bzw. das Traggestell 10 in an sich be¬ kannter Weise mittels einer ' Kolben/Zylinder-Anordnung 41 um eine
Schweπkachse 4O schwenkbar, wobei diese Schwenkachse und diese Kolben/Zylinder-Anordnung auch die Funktion des Rollenabiegens übernehmen. Die Kolben/Zylinder-Anor-dπung kann in diesem Fall außerdem die Aufgabe übernehmen, den zwischen der Rolle 25 und der Stützwalze 30 etwa gewünschten Anpreßdruck aufzubringen bzw. aufrecht zu erhalten. Im übrigen sind in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 für gleichwirkende Teile dieselben Bezugszeichen wie im Ausführungsbeispiel .gemäß Fig. 1 bis 3 verwendet worden.
Schließlich ist bei beiden Ausführungsbeispielen ein Schlitten 42 vorgesehen, von dem das gesamte Traggestell samt der Kolben/Zylinder-Anordnung 41 getragen und entlang ortsfesten Füh¬ rungen 44 bezüglich des Bodens 43 in Richtung der Stützwalzen¬ achse verfahrbar angeordnet sind, um einerseits das Herausziehen der Spannköpfe 15 aus den Wickelhülsen 16 der Rolle 25 zu ermög¬ lichen (was grundsätzlich natürlich auch bei feststehendem Schlitten 42 realisierbar ist) und, andererseits, das Wickeln un¬ terschiedlich breiter Rollen zu ermöglichen. Schließlich kann, im Falle besonders schmaler Teilbahnen und mehreren Aufwickelein¬ richtungen auf jeder Stützwalzenseite jede Aufwickeleinrichtung als Ganzes parallel zur Stützwalzenachse verfahren werden, um den für den Rollenwechsel erforderlichen Platz zwischen benachbarten Aufwickeleinπchtuπgen zu schaffen. Im Extremfall können die auf¬ zuwickelnden Teilbahnen einer Rollenschneidemaschine also so schmal sein, wie die Breite der beiden beidseitig der aufzuwickelnden Rolle angeordneten Baugruppen 44 (Fig. 3) einer Aufwickeleiπrichtung.
Bezugszeichenliste:
10 Traggestell 43 Boden
11 Schlitten 44 Baugruppe
12 Führungen 45 Antriebsachse des Motors
13 Antriebsrad 46 Aufwickelachse
14 Antriebswelle 100 Aufwickelvorrichtung
15 Spannkopf 101 Aufwickeleinrichtung
16 Wickelhülse 102 Aufwickeleiππchtung
17 Antriebsmotor
18 Antriebsteil
19 Stator A Richtungspfeil
20 F l ansch B Richtungsdoppelpfeil
21 Ringelemeπt
22 Antriebsrad
23 Antriebsriemen
24 Teilbahn
25 Rolle
26 Spannrad
27 Umlenkelement
28 Umlenkelement
29 U lenkelemeπt
30 Stützwalze
31 Umlenkelement
32 Zugmittel
33 Umlenkelement
34 Umlenkelement
35 Umlenkelement
36 Spanπrad
37 Antriebsmotor
38 Befestigungspunkt
39 Befestigungspunkt
40 Schwenkachse
41 Kolben/Zylinder-Anordnung
42 Schlitten
