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Title:
TAPE INSTALLATION DEVICE AND METHOD FOR THE CONSTRUCTION OF A LAMINATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/130087
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a tape installation device (1; 30), and a method for the construction of a laminate (9) by means of a tape installation device (1; 30), particularly in the aerospace industry. The tape installation device (1; 30) has a depositing unit (Ia) for depositing tape (5) for the construction of a laminate (9) and an activator unit (13; 31), by means of which the tape (5) to be deposited can be activated directly and evenly across the thickness (18) thereof for heating the same. The activator unit is configured as an ultrasonic unit.

Inventors:
LENGSFELD, Hauke (Ampferweg 26, Helmste, 21717, DE)
Application Number:
EP2009/052928
Publication Date:
October 29, 2009
Filing Date:
March 12, 2009
Export Citation:
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Assignee:
AIRBUS OPERATIONS GMBH (Kreetslag 10, Hamburg, 21129, DE)
LENGSFELD, Hauke (Ampferweg 26, Helmste, 21717, DE)
International Classes:
B29C70/38
Attorney, Agent or Firm:
PECKMANN, Ralf (Friedrichstrasse 31, München, 80801, DE)
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Claims:

P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Tapelegevorrichtung (1; 30), insbesondere im Luft- und Raumfahrtbereich, mit: einer Ablegeeinrichtung (Ia) für ein Ablegen von Tape (5) zum Aufbau eines Laminats (9); und einer Anregungseinrichtung (13; 31), mittels welcher das abzulegende Tape (5) für ein Erwärmen desselben über seine Dicke (18) hinweg direkt und gleichmäßig anregbar ist, wobei die Anregungseinrichtung (13, 31) als Ultra- schalleinrichtung ausgebildet ist.

2. Tapelegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennz ei chnet , dass die Ablegeeinrichtung (Ia) eine Andruckrolle (4) aufweist, mittels welcher das abzulegende Tape (5) an abgelegtes Tape (9) andrückbar ist, wobei die Anregungseinrichtung (13) in die Andruckrolle (4) integriert ist.

3. Tapelegevorrichtung nach Anspruch 2 , dadurch gekennz ei chnet , dass die Anregungseinrichtung (13) mehrere Anregungsein- heiten (16) aufweist, welche entlang des Umfangs der Andruckrolle (4) verteilt angeordnet sind und derart schaltbar sind, dass bei drehender Andruckrolle (4) Ie- diglich die Anregungseinheiten (16) zum Anregen geschalten sind, die in dem Bereich (11) des Umfangs der Andruckrolle (4), der dem abzulegenden Tape (5) zugeordnet ist, angeordnet sind.

4. Tapelegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennz ei chnet , dass die Ablegeeinrichtung (Ia) eine Andruckrolle (4)

aufweist, mittels welcher das abzulegende Tape (5) an abgelegtes Tape (9) andrückbar ist, wobei die Anregungseinrichtung (31) mit der Andruckrolle (4) einen Spalt (34) bildet, durch welchen das abzulegende Tape (5) für ein Anregen desselben führbar ist.

5. Tapelegevorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennz ei chnet , dass eine weitere Anregungseinrichtung (32) vorgesehen ist, mittels welcher abgelegtes Tape (9) für ein Erwärmen desselben über seine Dicke hinweg direkt und gleichmäßig anregbar ist.

6. Tapelegevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennz ei chnet , dass die weitere Anregungseinrichtung (32) in Verfahrrichtung (3a) der Andruckrolle (4) gesehen hinter dieser für ein Anregen des abgelegten Tapes (9) angeordnet ist.

7. Tapelegevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennz ei chnet , dass die weitere Anregungseinrichtung (32) in einen Gleitschuh (33) oder eine Rolle integriert ist.

8. Tapelegevorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennz ei chnet , dass die Anregung des abzulegenden Tapes (5) und/oder des abgelegten Tapes (9) berührungslos erfolgt.

9. Verfahren zum Aufbau eines Laminats (9) mittels einer Tapelegevorrichtung (1; 30), insbesondere im Luft- und Raumfahrtbereich, mit folgenden Schritten: Zuführen von abzulegendem Tape (5) an eine Ablegeeinrichtung (Ia) ; Direktes und gleichmäßiges Anregen des abzulegenden Ta-

pes (5) über seine Dicke (18) hinweg mittels einer Anregungseinrichtung (13; 31) zum Erwärmen desselben, wobei die Anregungseinrichtung als Ultraschalleinrichtung ausgebildet wird; und Ablegen des abzulegenden Tapes (5) zum Aufbau des Laminats (9) mittels der Ablegeeinrichtung (Ia) .

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , dass das abzulegende Tape (5) auf abgelegtem Tape (9) abgelegt wird, wobei vor dem Ablegen des abzulegenden Tapes (5) das abgelegte Tape (9) mittels einer weiteren Anregungseinrichtung (32) über seine Dicke (18) hinweg direkt und gleichmäßig zum Erwärmen angeregt wird.

Description:

Tapelegevorrichtung sowie Verfahren zum Aufbau eines Laminats

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Tapelegevor- richtung, insbesondere im Luft- und Raumfahrtbereich, sowie auf ein Verfahren zum Aufbau eines Laminats mittels einer Tapelegevorrichtung .

Zur Verarbeitung von Tapes werden heutzutage vielfach automa- tische Tapelegevorrichtungen eingesetzt, welche in der Lage sind, Tape großflächig abzulegen. Während des Ablegeprozesses wird abzulegendes Tape je nach Typ der eingesetzten Tapelegevorrichtung entweder über einen Gleitschuh oder eine Andruckrolle auf bereits abgelegtes Tape mit vergleichsweise gerin- gern Druck gepresst, so dass das abzulegende Tape mit dem bereits abgelegten Tape geringfügig verklebt. Hierfür ist jedoch eine geeignete Klebrigkeit der Matrixsysteme in dem abzulegenden Tape beziehungsweise dem abgelegten Tape erforderlich. Diese Klebrigkeit kann durch moderates Erwärmen erhöht werden. Es ist daher im Betrieb der Anmelderin üblich geworden, einen warmen Luftstrom an dem abzulegenden Tape vorbei- zuführen, welcher eine Erwärmung des abzulegenden Tapes im Wege der Konvektion bewirkt .

Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die vorstehend beschriebene Erwärmung mittels des warmen Luftstroms nur sehr langsam von statten geht, da die Anregung zum Erwärmen des abzulegenden Tapes lediglich an der Oberfläche desselben erfolgt, und sich daher nicht die gewünschten Ablegegeschwin- digkeiten erzielen lassen.

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Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Tapelegevorrichtung beziehungsweise ein verbessertes Verfahren zum Aufbau eines Laminats mittels einer Tapelegevorrichtung bereitzustellen, welche beziehungsweise welches die vorstehend beschriebenen Nachteile vermeidet.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Tapelegevorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und/oder durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst.

Demgemäß wird eine Tapelegevorrichtung, insbesondere im Luft- und Raumfahrtbereich, mit einer Ablegeeinrichtung und einer Anregungseinrichtung bereitgestellt. Die Ablegeeinrichtung ist für ein Ablegen von Tape zum Aufbau eines Laminats geeignet ausgebildet. Mittels der Anregungseinrichtung ist das abzulegende Tape für ein Erwärmen desselben über seine Dicke hinweg direkt und gleichmäßig anregbar.

Ferner wird ein Verfahren zum Aufbau eines Laminats mittels einer Tapelegevorrichtung, insbesondere im Luft- und Raumfahrtbereich, mit folgenden Schritten bereitgestellt: Zunächst wird ein abzulegendes Tape einer Ablegeeinrichtung zugeführt. Anschließend wird das abzulegende Tape mittels einer Anregungseinrichtung zum Erwärmen desselben über seine Dicke hinweg direkt und gleichmäßig angeregt. Hierauf wird das abzulegende Tape zum Aufbau des Laminats mittels der Ablegeeinrichtung abgelegt.

Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, dass anstelle der der Anmelderin bekannten Anregung an der Oberfläche des abzulegenden Tapes eine durchgehende Anregung des abzulegenden Tapes vorgenommen wird, d.h. eine Anregung, welche über die Dicke des abzulegenden Tapes hinweg auf dessen Bestandteile im Wesentlichen direkt und gleichmäßig wirkt. Die somit erzielte Erwärmung geht sehr viel schneller von statten als die an der Oberfläche gemäß dem bekannten An-

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satz . Folglich kann die gewünschte Klebrigkeit des abzulegenden Tapes bei der gewünschten hohen Ablegegeschwindigkeit erzielt werden.

Aus den Unteransprüchen ergeben sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der Erfindung.

Mit einem „Tape" ist vorliegend vorzugsweise jegliche Art von bahnförmigem Prepregmaterial , beispielsweise 300 mm breites Prepreg-Streifenmaterial, gemeint, welches für ein Ablegen mittels einer Tapelegevorrichtung geeignet ist. Mit „Prepeg- material" sind vorliegend Rovings , Fasergelege und/oder Fasergewebe gemeint, welche mit einer Matrix, beispielsweise einer Duroplastmatrix oder Thermoplastmatrix, imprägniert, insbesondere vorimprägniert, sind. Bei den Fasern der Fasergelege beziehungsweise Fasergewebe handelt es sich insbesondere um Kohlenstofffasern. Vorzugsweise ist das Tape auf einem Trägermaterial angeordnet, insbesondere einem Trägerpapier. Während des Ablegens des Tapes zum Aufbau des Laminats löst sich dann vorzugsweise das Trägermaterial von dem Tape, wobei das Trägermaterial mittels einer geeigneten Einrichtung der Tapelegevorrichtung aufgewickelt wird.

Unter einer "Tapelegevorrichtung" ist vorliegend vorzugsweise auch eine Fibre-Placement-Vorrichtung zu verstehen.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Tapelegevorrichtung weist die Ablegeeinrichtung eine Andruckrolle auf, mittels welcher das abzulegende Tape an abgelegtes Tape und/oder an eine Laminiervorrichtung andrückbar ist, wobei die Anregungseinrichtung in die Andruckrolle integriert ist. Die Anregungseinrichtung ist also innerhalb der Andruckrolle und/oder als Bestandteil dieser ausgebildet. Hierdurch ergibt sich ein sehr kompakter Aufbau. Alternativ könnte die Anregungseinrichtung auch in einen Andruckgleitschuh integriert sein. Die in die Andruckrolle integrierte Anregungseinrichtung könnte natürlich auch dazu verwendet werden, gleich-

zeitig mit dem abzulegenden Tape bereits abgelegtes Tape anzuregen und somit zu erwärmen. Dafür wäre eine vergleichsweise weit reichende als Induktionseinrichtung ausgebildete Anregungseinrichtung besonders geeignet.

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Tapelegevorrichtung weist die Anregungseinrichtung mehrere Anregungseinheiten auf, welche entlang des Umfangs der Andruckrolle verteilt angeordnet sind und derart schalt- bar sind, dass beim Drehen der Andruckrolle lediglich die Anregungseinheiten zum Anregen geschaltet sind, welche in dem Bereich des Umfangs der Andruckrolle, der dem abzulegenden Tape zugeordnet ist, angeordnet sind. Die Anregungseinrichtung kann somit sehr effizient betrieben werden, da nur die Anregungseinheiten zum Anregen des abzulegenden Tapes geschaltet werden, welche im Wesentlichen in unmittelbarer Nähe des abzulegenden Tapes angeordnet sind und somit erst in der Lage sind, das abzulegende Tape weitgehend verlustfrei anzuregen .

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Tapelegevorrichtung weist die Ablegeeinrichtung eine Andruckrolle auf, mittels welcher das abzulegende Tape an abgelegtes Tape und/oder an eine Laminiervorrichtung andrückbar ist, wobei die Anregungseinrichtung mit der Andruckrolle einen Spalt bildet, durch welchen das abzulegende Tape für ein Anregen desselben führbar ist. Diese Anregungseinrichtung kann alternativ oder zusätzlich zu der in der Andruckrolle integrierten Anregungseinrichtung vorgesehen sein. Letztere Möglichkeit hätte den Vorteil, dass das abzulegende Tape von beiden Seiten her anregbar wäre. Aus der Anordnung der Anregungseinrichtung außerhalb der Andruckrolle ergibt sich der Vorteil, dass diese Anregungseinrichtung stationär bezüglich der Andruckrolle und bezüglich des abzulegenden Tapes vorge- sehen werden kann und sich somit ein vergleichsweise einfacher Aufbau ergibt .

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Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung der erfindungs- gemäßen Tapelegevorrichtung ist eine weitere Anregungseinrichtung vorgesehen, mittels welcher abgelegtes Tape für ein Erwärmen desselben über seine Dicke hinweg direkt und gleich- mäßig anregbar ist. Insbesondere ist hier eine Erwärmung einer obersten Lage von mehreren Lagen abgelegtem Tape gemeint. Um eine Verkleben des abzulegenden Tapes mit bereits abgelegtem Tape noch weiter zu verbessern, soll neben dem abzulegenden Tape auch das bereits abgelegte Tape angeregt und damit erwärmt werden. Somit weisen sowohl das abzulegende Tape als auch das bereits abgelegte Tape eine hohe Klebrigkeit auf. Wenn diese daraufhin beispielsweise mittels der Andruckrolle aneinander gedrückt werden, kommt es zu einem sehr guten Verkleben dieser.

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung der Tapelegevorrichtung ist die weitere Anregungseinrichtung in Verfahrrich- tung der Andruckrolle gesehen hinter dieser für ein Anregen des abgelegten Tapes angeordnet. Somit kann auf einfache Wei- se sichergestellt werden, dass das bereits abgelegte Tape angeregt und damit erwärmt wird, bevor es mit dem abzulegenden Tape in Kontakt kommt .

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung der erfindungs- gemäßen Tapelegevorrichtung ist die weitere Anregungseinrichtung in einen Gleitschuh oder eine Rolle integriert. Ein solcher Gleitschuh beziehungsweise eine solche Rolle kann einfach über das bereits abgelegte Tape geführt werden, was im Wesentlichen einen unmittelbaren Kontakt zwischen der weite- ren Anregungseinrichtung und dem bereits abgelegten Tape ermöglicht, was wiederum einen sehr hohen Energieeintrag (Anregung) pro Zeit ermöglicht.

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung kann die Anre- gungseinrichtung innerhalb der Andruckrolle angeordnet sein, sich jedoch mit dieser nicht mitdrehen. Dies ist insbesondere in dem Fall sinnvoll, dass die Anregungseinrichtung als In-

duktionseinrichtung ausgebildet ist. Die Induktionseinrichtung sollte auf den Abschnitt des Tapes gerichtet sein, welcher mit der Andruckrolle im Wesentlichen in Kontakt ist und/oder in Verfahrrichtung gesehen hinter der Rolle liegt.

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Tapelegevorrichtung erfolgt die Anregung des abzulegenden und/oder des abgelegten Tapes berührungslos . Damit kann eine Verschmutzung der Anregungseinrichtung beziehungs- weise der weiteren Anregungseinrichtung durch die Matrix in dem Tape vermieden werden. Jedoch sollte nach Möglichkeit lediglich ein Minimalspalt zwischen dem abzulegendem Tape beziehungsweise dem abgelegten Tape und der Anregungseinrich- tung und der weiteren Anregungseinrichtung vorgesehen sein, um den Energieeintrag pro Zeit zu maximieren.

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Tapelegevorrichtung ist die Anregungseinrichtung und/oder die weitere Anregungseinrichtung als Ultraschalleinrichtung und/oder Induktionseinrichtung ausgebildet. Diese erlauben eine über seine Dicke hinweg direkte und gleichmäßige Anregung des Tapes. Auch spezielle Infrarotstrahler mit Tiefenwirkung kommen für eine derartige Anwendung in Frage.

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung des erfindungs- gemäßen Verfahrens wird das abzulegende Tape auf abgelegtem Tape oder einer Laminiervorrichtung abgelegt. Die sich hierbei ergebenden Vorteile wurden bereits vorstehend beschrie- ben .

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung des erfindungs- gemäßen Verfahrens wird vor dem Ablegen des abzulegenden Tapes das abgelegte Tape mit einer weiteren Anregungseinrich- tung über seine Dicke hinweg direkt und gleichmäßig zum Erwärmen angeregt. Auch hierzu wurden die Vorteile bereits vorstehend beschrieben.

Gemäß einer weiter bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das abzulegende Tape und/oder abgelegte Tape mittels Ultraschall und/oder mittels eines sich verändernden Magnetfeldes angeregt. Hierzu wurden ebenfalls die Vorteile bereits vorstehend aufgeführt.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren der Zeichnung näher erläutert.

Von den Figuren zeigen:

Fig. 1 in einer Seitenansicht eine Tapelegevorrichtung ge- maß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 2 eine schematische Ansicht A einer Andruckrolle der

Tagelegevorrichtung aus Fig. 1:

Fig. 3 schematisch einen Schnitt B-B aus Fig. 2; und

Fig. 4 eine Seitenansicht einer Tapelegevorrichtung gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung.

In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Komponenten mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet, soweit nichts Gegenteiliges angegeben ist.

Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht eine Tapelegevorrichtung 1 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Die Tapelegevorrichtung 1 weist eine Ablegeeinrichtung Ia mit einem Gestell 2 auf, welches beispielsweise an einem Flansch 3 eines nicht dargestellten Portalroboters befestigt ist. Der

Portalroboter verfährt die Tapelegevorrichtung 1 in die mit Pfeil 3a angedeutete Verfahrrichtung.

An dem Gestell 2 ist eine Andruckrolle 4 der Ablegeeinrich- tung Ia drehbar gelagert vorgesehen, welcher Tape 5 auf einem Trägerpapier 5a von einer nicht dargestellten Spule über eine Umlenkrolle 6, die ebenfalls an dem Gestell 2 drehbar gelagert vorgesehen ist, vorderseitig zugeführt wird.

Das Tape 5 mit dem Trägerpapier 5a umschlingt die Andrückrolle 4 abschnittsweise, wobei das Trägepapier 5a zwischen dem Tape 5 und der Andruckrolle 4 angeordnet ist. Das Tape 5 wird in einem Bereich 7 mittels der Andrückrolle 4 auf ein Laminat 9, welches bereits auf einer Laminiervorrichtung 8 aufgebaut ist, gedrückt. Dadurch verklebt das Tape 5 mit dem Laminat 9 und löst sich von dem Trägerpapier 5a mittels des Verfahrens der Tapelegevorrichtung 1 in der Verfahrrichtung 3a.

Das Laminat 9 setzt sich aus einer oder mehreren Lagen des Tapes 5 zusammen. Diese Lagen wurden mittels der Laminiervorrichtung 1 in Schritten aufgebaut, welche dem in Fig. 1 dargestellten Verfahrenszustand vorausgehen.

Das Trägerpapier 5a wird rückseitig der Andruckrolle 4 auf einer Rolle 10 aufgewickelt.

Die Drehrichtung der Andruckrolle 4 sowie die Förderrichtung des Tapes 5 beziehungsweise des Trägerpapiers 5a ist in Fig. 1 jeweils mit Pfeilen beispielhaft angedeutet.

Um nun ein besseres Verkleben des Tapes 5 mit dem Laminat 9 zu gewährleisten, ist vorgesehen, das Laminat 5 wenigstens in einem Bereich 11 zum Erwärmen desselben anzuregen. Der Bereich 11 erstreckt sich vorzugsweise von dem Bereich 7 ent- lang des Umfangs der Andruckrolle 4 hin zu einem Bereich 12, in welchem das Tape 5 mit der Andruckrolle 4 erstmalig in Kontakt kommt. Das Anregen des Tapes 5 in dem Bereich 11 wird

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gemäß dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 mittels einer Anregungseinrichtung 13 der Tapelegevorrichtung 1 bewerkstelligt, die in Fig. 1 lediglich schematisch angedeutet ist.

Fig. 2 zeigt schematisch in einer Ansicht A die Andruckrolle aus Fig. 1. Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht B-B aus Fig. 2.

Wie in Fig. 2 dargestellt, weist die Andruckrolle 4 in ihrer im Wesentlichen ringförmigen Wand 14 eine Vielzahl von sich radial erstreckenden Ausnehmungen (beispielhaft mit dem Bezugszeichen 15 bezeichnet) . In jeder dieser Ausnehmungen 15 ist eine Anregungseinheit 16, beispielsweise eine Sonotrode, angeordnet. In den Figuren 2 und 3 ist lediglich beispielhaft eine Sonotrode 16 gezeigt.

Die Sonotroden 16 kommen mit ihrem Anregungskopf 17 in dem Bereich 11, siehe Fig. 1, in Kontakt mit dem Trägerpapier 5A oder bilden einen Minimalspalt mit diesem. Die Sonotroden 16 werden mit einer nicht dargestellten Steuereinrichtung derart gesteuert, dass lediglich die Sonotroden 16, welche augenblicklich in dem Bereich 11, siehe Fig. 1, angeordnet sind, zum Anregen des Tapes 5 geschalten werden. Der von den Sonotroden 16 erzeugte Ultraschall, welcher beispielsweise in einem Frequenzbereich zwischen 20 kHz und 5 MHz liegt, be- wirkt eine Erwärmung des Tapes 5. Diese Erwärmung erfolgt über die gesamte in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 18 gekennzeichnete Dicke des Tapes 5 innerhalb kürzester Zeit. Damit erhöht sich die Klebrigkeit des Tapes 5 deutlich, woraufhin dieses gut mit dem Laminat 9 in dem Bereich 7, siehe Fig. 1, verklebt.

Fig. 4 zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine Tapelegevorrichtung 30 gemäß einem weiter bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Im Folgenden wird lediglich auf die Unterschiede der Tapelegevorrichtung 30 gemäß Fig. 4 gegenüber der Tapelegevorrichtung 1 aus Fig. 1 eingegangen.

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Bei der Tapelegevorrichtung 30 ist eine erste Anregungseinrichtung 31 und eine zweite Anregungseinrichtung 32 vorgesehen.

Die erste Anregungseinrichtung 31 entspricht in ihrer Funktion der Anregungseinrichtung 13 , ist aber innerhalb eines Gleitschuhs 33 außerhalb der Andruckrolle 4 und in Verfahrrichtung 3a gesehen hinter dieser angeordnet. Der Gleitschuh 33 bildet mit der Andruckrolle 4 einen Spalt 34, durch wel- chen das Tape 5 samt Trägerpapier 5A geführt wird.

In den Gleitschuh 33 ist vorzugsweise weiterhin die zweite Anregungseinrichtung 32 integriert. Die zweite Anregungseinrichtung 32 regt im Wesentlichen eine oberste Tapelage des bereits abgelegte Laminat 9 über seine Dicke hinweg direkt und gleichmäßig zum Erwärmen desselben an. Somit kann auch eine Erhöhung der Klebrigkeit des bereits abgelegten Laminats 9 erhöht werden, wodurch ein Verkleben des abzulegenden Tapes 5 in dem Bereich 7 mit dem Laminat 9 noch weiter verbessert werden kann.

In den Figuren 1 und 4 ist die Richtung der Anregung der jeweiligen Anregungseinrichtungen 13 beziehungsweise 31 und 32 mit mehreren Pfeilen angedeutet.

Die erste und zweite Anregungseinrichtung 31, 32 können beispielsweise als Induktionseinrichtungen ausgebildet sein, welche ein sich veränderndes Magnetfeld erzeugen, was wiederum zu einem Stromfluss innerhalb der Fasern, insbesondere Kohlenstofffasern, in dem Tape führt. Der in den Fasern inhärente elektrische Widerstand führt wiederum dazu, dass es zu einer Erwärmung des Tapes 5 beziehungsweise des Laminats 9 kommt .

Selbstverständlich sind die Ausführungsbeispiele gemäß den Figuren 1 und 4 miteinander kombinierbar.

Auch könnten die Anregungseinheiten 16 bei dem Ausführungs- beispiel gemäß Fig. 1 als Induktionseinheiten ausgebildet sein.

Obwohl die vorliegende Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen beschrieben wurde, ist sie auf diese nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar .

Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, welche in Bezug auf ein Ausführungsbeispiel beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer Ausführungsbeispiele bezie- hungsweise Weiterbildungen verwendet werden können.

Die vorliegende Erfindung schafft eine Tapelegevorrichtung ' sowie ein Verfahren zum Aufbau eines Laminats mittels einer Tapelegevorrichtung, insbesondere im Luft- und Raumfahrtbe- reich. Die Tapelegevorrichtung weist eine Ablegeeinrichtung für ein Ablegen von Tape zum Aufbau eines Laminats und eine Anregungseinrichtung, mittels welcher das abzulegende Tape für ein Erwärmen desselben über seine Dicke hinweg direkt und gleichmäßig anregbar ist, auf. Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, dass anstelle der der Anmelderin bekannten Anregung an der Oberfläche des abzulegenden Tapes eine über seine Dicke hinweg direkte und gleichmäßige Anregung des abzulegenden Tapes vorgenommen wird, d.h. eine Anregung, welche über die Dicke des abzulegenden Tapes hinweg auf dessen Bestandteile im Wesentlichen direkt und gleichmäßig wirkt. Die somit erzielte Erwärmung geht sehr viel schneller von statten als die mittels Konvektion gemäß dem bekannten Ansatz. Folglich kann die gewünschte Klebrigkeit des abzulegenden Tapes bei der gewünschten hohen Ablege- geschwindigkeit erzielt werden.

B e z u g s z e i c h e n l i s t e

1 Tapelegevorπchtung

Ia Ablegeeinrichtung

2 Gestell

3 Flansch

3a Verfahrrichtung

4 Andruckrolle

5 Tape

5a Trägerpapier

6 Umlenkrolle

7 Bereich

8 Laminiervorrichtung

9 Laminat

10 Rolle

11 Bereich

12 Tape

13 Anregungseinrichtung

14 Wand

15 Ausnehmung

16 Sonotrode

17 Anregungskopf

18 Dicke

30 Tapelegevorrichtung

31 Anregungseinrichtung

32 Anregungseinrichtung

33 Gleitschuh

34 Spalt