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Patent Searching and Data


Title:
TARPAULIN STRUCTURE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/192839
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a tarpaulin structure for a movable substructure (20), such as a truck, a trailer, a semitrailer, a railway car, a dump truck or a container, comprising a canopy frame (30), to which a tarpaulin (50) made of weather-resistant material can be connected, wherein the canopy frame (30) has a plurality of struts (32) which can be moved along at least one guide (22), wherein the canopy frame (30) has, on the end, an end running part (40) which can be raised in order to open the structure and lowered in order to close the structure. A tarpaulin structure having an end running part that is not raised by the airstream is provided according to the invention by an air deflector part (60) being arranged on one end (46) of the end running part (40), by means of which deflector part the airstream is converted into a force in the closing direction of the end running part (40).

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Inventors:
LEUKERS MARKUS (DE)
LUDWIG MATHIAS (DE)
Application Number:
DE2020/100211
Publication Date:
October 01, 2020
Filing Date:
March 17, 2020
Export Citation:
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Assignee:
EUROPEAN TRAILER SYSTEMS GMBH (DE)
International Classes:
B60J7/06; B62D35/00
Domestic Patent References:
WO2018177841A12018-10-04
WO2018200007A12018-11-01
Foreign References:
DE102014008951A12015-12-24
US4740029A1988-04-26
DE102012023716A12014-06-05
DE19602602A11997-07-31
DE102010027716A12011-03-17
Attorney, Agent or Firm:
BONNEKAMP & SPARING (DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Planenaufbau für einen verfahrbaren Unterbau (20), wie beispielsweise einen Lastkraftwagen, einen Anhänger, einen Auflieger, einen

Bahnwaggon, einen Muldenkipper oder einen Container, umfassend

ein Verdeckgestell (30), an dem eine Plane (50) aus wetterbeständigem Material anschließbar ist,

wobei das Verdeckgestell (30) eine Mehrzahl von Holmen (32) aufweist, die entlang wenigstens einer Führung (22) verlagerbar sind,

wobei das Verdeckgestell (30) endseitig ein Endlaufteil (40) aufweist, das zum Öffnen des Aufbaus anhebbar und zum Schließen des Aufbaus absenkbar ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass an einem Ende (46) des Endlaufteils (40) ein Luftablenkteil (60) angeordnet ist, durch das der Fahrtwind in eine Kraft in Schließrichtung des Endlaufteils (40) umgewandelt wird.

2. Planenaufbau nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das

Luftablenkteil (60) an der Außenseite der Plane (50) angeordnet ist.

3. Planenaufbau nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftablenkteil (60) mit dem Endlaufteil (40) verbunden ist, und dass Verbindungsmittel (66) die Plane (50) durchsetzen.

4. Planenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch

gekennzeichnet, dass das Luftablenkteil (60) einen Verbindungsabschnitt (62) und einen Luftleitabschnitt (64) aufweist, und dass der

Luftleitabschnitt (64) über der Plane (50) nach oben vorsteht.

5. Planenaufbau nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der

Luftleitabschnitt (64) gegenüber dem Verbindungsabschnitt (62) abgefaltet ist.

6. Planenaufbau nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftleitabschnitt (64) zumindest eine Durchbrechung (64a) und/oder zumindest eine Aussparung aufweist.

7. Planenaufbau nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die

zumindest eine Durchbrechung (64a) ein Logo beinhaltet. 8. Planenaufbau nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass der Luftleitabschnitt (64) nur einen Teil einer Breite des Endlaufteils (40) ausmacht.

9. Planenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass das Luftablenkteil (60) nur einen Teil einer Breite des Endlaufteils (40) ausmacht.

10. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftablenkteil (60) einen Überstand über den Aufbau aufweist, der - gemessen in der Projektion auf eine vertikale

Ebene - nicht größer als 50 mm ist.

1 1. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftablenkteil (60) bei einer

Fahrtgeschwindigkeit von 50 km/h eine Anpresskraft zwischen 30 N und

300 N, vorzugsweise zwischen 50 N und 150 N, auf das Endlaufteil (40) in Schließrichtung erzeugt.

12. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Endlaufteil (40) gelenkig (42) an dem

Verdeckgestell (30) angeschlossen ist.

13. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Endlaufteil (40) ohne Verriegelung ausgebildet ist.

14. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass das Verdeckgestell (30) motorisch angetrieben ist.

15. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass das Luftablenkteil (60) an dem distalen Ende des Endlaufteils (40) angeordnet ist.

16. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass mehrere Luftablenkteile (60) an dem Endlaufteil (40) vorgesehen sind.

17. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass eine vertikale Komponente des Luftablenkteils (60) einem Fahrtwind entgegensteht und damit einen Anpressdruck bzw. eine Anpresskraft des Endlaufteils (40) nach unten erreicht.

18. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass das Luftablenkteil (60) als Stahlteil oder als Kunststoffteil ausgebildet ist.

19. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Holme (32) U-förmig sind.

20. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass benachbarte Holme (32) im Bereich ihrer

Anschlüsse an die Führung (22) miteinander durch Planenfalthilfen verbunden sind.

21. Planenaufbau nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die

Planenfalthilfen als U-förmige Bügel oder als Kunststofffaltelemente ausgebildet sind.

22. Planenaufbau nach Anspruch 20 oder 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die Holme (32) über Schlitten an die Führung (22) angeschlossen sind.

23. Planenaufbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Planenaufbau (10) ein Schiebedach ausbildet.

24. Verfahrbarer Unterbau (20), wie beispielsweise ein Lastkraftwagen, ein Anhänger, ein Auflieger, ein Bahnwaggon, ein Muldenkipper oder ein

Container,

gekennzeichnet durch einen Planenaufbau (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche. 25. Verwendung eines an ein Endlaufteil (40) eines Planenaufbaus (10) angeschlossenen Luftablenkteils (60) zum Sichern des Endlaufteils (40) gegen unbeabsichtigtes Klappern oder Anheben bei einem Fahrtwind.

Description:
Planenaufbau

Die Erfindung betrifft einen Planenaufbau für einen verfahrbaren Unterbau, wie beispielsweise einen Lastkraftwagen, einen Anhänger, einen Auflieger, einen Bahnwaggon, einen Muldenkipper oder einen Container.

Aus der Praxis sind Planenaufbauten bekannt, bei denen die Plane an ein Verdeckgestell angeschlossen ist, wobei das Verdeckgestell eine Mehrzahl von Holmen ausweist, die entlang einer an dem Unterbau angeordneten Führung, die in der Regel beiderseits des Unterbaus jeweils eine Schiene umfasst, verlagerbar sind. Die Führung kann eine Schiene sein, in der endseitig an den Holmen vorgesehene Schlitten verlagerbar sind, es ist aber auch möglich, dass die Führung einen Antrieb, zum Beispiel einen umlaufenden angetriebenen Draht, der mit den Holmen verbunden ist, aufweist. Das Verdeckgestell weist endseitig ein Endlaufteil auf, das zum Öffnen des Aufbaus anhebbar und zum Schließen des Aufbaus absenkbar ist. Nachteilig bei den bekannten

Planenaufbauten ist, dass beim Transport der Unterbauten im Bereich der in Fahrtrichtung hinten liegenden Endlaufteile der Fahrtwind ab

Geschwindigkeiten von ca. 60 km/h - oder höher - Verwirbelungen verursacht, die dazu neigen, das Endlaufteil durch Saugwirkung anzuheben. Dies führt dazu, dass das Endlaufteil aufwendig von Hand verriegelt werden muss, was häufig vergessen wird und jedenfalls bei Schiebedächern nicht einfach zu bewerkstelligen ist. Überdies gibt es Konfigurationen, bei denen ein sicheres Anheben des Endlaufteils zweckmäßig oder erwünscht ist, beispielsweise bei einem Muldenkipper, dessen Ladegut abgeschüttet wird, da sonst das abgeschüttete Ladegut das Verdeckgestell beschädigen würde. Ferner erfordert das Verschwenken der Klappe des Muldenkippers ein Anheben des

Endlaufteils, weil die beiden Teile sich sonst gegenseitig behindern.

Aus der Praxis sind Luftablenkteile bekannt, die auf der Heckpartie von

Personenkraftfahrzeugen angebracht werden, um den Anpressdruck des Fahrzeugs auf seine Hinterachse bei sehr hohen Geschwindigkeiten zu erhöhen.

DE 10 2012 023 716 A1 beschreibt einen Planenaufbau für einen verfahrbaren Lastkraftwagen, bei dem eine Abdeckung, bei dem eine Plane aus

wetterbeständigem Material am ein Verdeckgestell angeschlossen ist. Das Verdeckgestell weist hierbei mehrere Holme auf, die entlang einer vertikalen Führung in der Höhe verstellbar sind, und hierdurch den Luftwiderstand zu reduzieren. Die Holme können hierbei eine luftstromlenkende Geometrie aufweisen. Nachteilig bei dem bekannten Planenaufbau ist der Umstand, dass kein sich öffnendes Verdeck vorgesehen ist, sondern die Holme in vertikalen Stützen festgelegt sind, so dass kein zum Öffnen vorgesehenes Schiebedach möglich ist, wodurch die Beladung erschwert ist.

DE 196 02 602 A1 beschreibt einen Nutzfahrzeugaufbau, bei dem die

Heckpartie nach unten abgeschrägt ist, um einen günstigeren Windwiderstand aufzuweisen.

DE 10 2010 027 716 A1 beschreibt einen Aufbau für ein Lastfahrzeug, bei dem der Aufbau höhenverstellbar ausgebildet ist und wahlweise eine aerodynamisch günstige Tropfenform annehmen kann.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Planenaufbau anzugeben, dessen Endlaufteil von dem Fahrtwind nicht angehoben wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Planenaufbau mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.

Der erfindungsgemäße Planenaufbau für einen verfahrbaren Unterbau, wie beispielsweise einen Lastwagen, einen Anhänger, einen Auflieger, einen Bahnwaggon, einen Muldenkipper oder einen Container, umfasst ein

Verdeckgestell, an dem eine Plane aus wetterbeständigem Material

anschließbar ist, wobei das Verdeckgestell eine Mehrzahl von Holmen ausweist, die entlang wenigstens einer Führung verlagerbar sind. Hierbei weist das Verdeckgestell endseitig ein Endlaufteil auf, das zum Öffnen des Aufbaus anhebbar und zum Schließen des Aufbaus absenkbar ist. Der Planenaufbau zeichnet sich hierbei dadurch aus, dass an einem Ende des Endlaufteils ein Luftablenkteil angeordnet ist, durch das der Fahrtwind in eine Kraft in Absenk- bzw. Schließrichtung des Endlaufteils umgewandelt wird. Hierdurch wird zuverlässig sichergestellt, dass das Endlaufteil bei Überschreiten bestimmter Geschwindigkeiten in Schließrichtung gedrückt wird, selbst wenn der

Luftwiderstand des Aufbaus insgesamt dadurch geringfügig erhöht wird.

Vorteilhaft ist es dann nicht mehr erforderlich, das Endlaufteil, welches auch in mehreren Metern Höhe angeordnet sein kann, manuell zu verriegeln. Die mit dem Verriegeln und dem Lösen der Verriegelung einhergehenden Probleme wie ein Verklemmen der Riegel, oder nicht-fluchtende Riegelglieder werden damit wirksam eliminiert. Ebenso ist hierdurch sichergestellt, dass das

Endlaufteil beim Abkippen eines als Muldenkipper ausgebildeten Unterhaus stets auf Grund nur der Schwerkraft von dem Unterbau fortschwenkt, ohne dass der Aufbau gesondert ganz oder teilweise geöffnet werden muss.

Das Luftablenkteil ist zweckmäßigerweise an dem distalen Ende des

Endlaufteils angeordnet, wo der Hebelarm zu dessen Anlenkung groß ist, so dass nur ein geringer Überstand ein großes Schließmoment erzeugt. Alternativ ist es möglich, das Luftablenkteil auch in seitlichen Bereichen des Endlaufteils anzuordnen. Es ist insbesondere möglich, mehrere Luftablenkteile an dem Endlaufteil vorzusehen, wobei die Luftablenkteile sich zweckmäßig dadurch auszeichnen, dass sie vertikal über die Plane des Planenaufbaus vorstehen, um eine vertikal nach unten gerichtete Kraft zu erreichen.

Der Überstand des Ablenkteils über den Aufbau ist zweckmäßig nicht größer als 50 mm bemessen, gemessen in der Projektion auf eine vertikale Ebene. Hierdurch ist die Verletzungsgefahr reduziert und eine einfache Nutzung des Aufbaus im Straßenverkehr gewährleistet.

Es ist nicht erforderlich, dass die Luftablenkteile selbst vertikal ausgerichtet sind. Es reicht aus, wenn eine vertikale Komponente dem Fahrtwind

entgegensteht und damit einen Anpressdruck bzw. eine Anpresskraft des Endlaufteils nach unten erreicht.

Zweckmäßigerweise ist das Luftablenkteil an der Außenseite der Plane angeordnet, sodass der Fahrtwind unmittelbar an das Luftablenkteil angreift und damit das Endlaufteil nach unten drückt. Alternativ kann das Luftablenkteil auch unter der Plane angeordnet sein, wobei die Plane dann das Luftablenkteil überspannt.

Vorzugsweise ist das Luftablenkteil mit dem Endlaufteil verbunden, wobei für die Verbindung des Luftablenkteils mit dem Endlaufteil vorgesehenen

Verbindungsmittel die Plane durchsetzen. Ist daher das Luftablenkteil an einem distalen Holm, wie einer Traverse des Endlaufteils, angenietet, durchsetzen die Nieten die Plane und fixieren dadurch zuverlässig die Plane an dem Endlaufteil, z.B. an der Traverse.

Eine günstige Ausgestaltung ergibt sich dann, wenn das Luftablenkteil einen Verbindungabschnitt und einen Luftleitabschnitt aufweist, wobei der

Luftleitabschnitt über die Plane nach oben vorsteht. Hierdurch wird vorteilhaft erreicht, dass der Luftleitabschnitt im Fahrtwind steht und über den

Verbindungsabschnitt in das Endlaufteil eine Kraft in Schließrichtung einleitet.

Zweckmäßigerweise ist der Luftleitabschnitt gegenüber dem

Verbindungsabschnitt abgefaltet, wobei der Winkel der Abfaltung zweckmäßig größer 90° und kleiner 180° dimensioniert ist. Hierdurch kann beispielsweise ein Anstellwinkel des Luftleitabschnitts gegenüber der Horizontalen von circa 30° bis 70°, vorzugsweise zwischen 45° und 60 °und insbesondere von 50° erreicht werden.

In zweckmäßiger Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Luftleitabschnitt Durchbrechung und/oder Aussparungen aufweist. Die Durchbrechungen können beispielsweise als Lochmuster ausgebildet sein, um den Anpressdruck soweit zu reduzieren, dass Luftwiderstand nicht unnötig hoch ausfällt. In einer vorteilhaften Ausgestaltung können die Durchbrechungen auch das Logo des Aufbautenherstellers beinhalten. Alternativ und/oder kumulativ können auch Aussparungen in dem Luftleitabschnitt vorgesehen sein, um den

Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Es ist nicht erforderlich, dass der

Luftleitabschnitt über die gesamte Breite des Endlaufteils an diesem

angeschlossen ist. Vielmehr kann der Luftleitabschnitt auch nur einen Teil der Breite des Endlaufteils ausmachen.

Das Luftablenkteil ist zweckmäßigerweise als Stahlteil ausgebildet, das auch bei höheren Geschwindigkeiten nicht deformiert wird. Alternativ ist es möglich, das Luftablenkteil auch als Kunststoffteil auszubilden, das im Fall eines Unfalls oder eines Zusammenstoßes eine geringere Verletzungsgefahr aufweist.

Der Luftleitabschnitt steht zweckmäßigerweise nicht über die maximale Höhe des Planenaufbaus vor, wenn der Planenaufbau geschlossen ist, um zu vermeiden, dass die Gesamtbeladehöhe auf Grund zulassungsrechtlicher Vorschriften reduziert wird.

In zweckmäßiger Ausgestaltung ergibt sich, dass das Luftablenkteil bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 50 km/h eine Anpresskraft zwischen 30 N und 300 N, vorzugsweise zwischen 50 N und 150 N und zweckmäßigerweise von nicht mehr als 100 N auf das Endlaufteil in Schließrichtung erzeugt. Durch diese vergleichsweise geringen Anpresskräfte wird bereits erreicht, dass das

Endlaufteil auf Grund von Verwirbelungen nicht angehoben wird, selbst wenn es nicht an dem Unterbau und/oder dem Planenaufbau verriegelt ist.

Das Endlaufteil ist zweckmäßigerweise gelenkig an dem Verdeckgestell angeschlossen, wodurch es sich einfach auf und ab schwenken lässt.

Zweckmäßigerweise ist das Endlaufteil ohne Verriegelung ausgebildet, sodass keine Möglichkeit besteht, das Endlaufteil mit dem Unterbau oder dem

Verdeckgestell zu verriegeln. Hierdurch ist vorteilhaft sichergestellt, dass der Aufbau jederzeit ohne Entriegeln geöffnet werden kann, was insbesondere im Falle eines Muldenkippers, der über eine heckseitige Klappe seine Last abkippt, zweckmäßig ist, da der Schwenkweg der Klappe mit dem von dem Endlaufteil abgedeckten Bereich kollidieren würde, wenn das Endlaufteil sich nicht unter der Schwerkraft abheben würde.

Gemäß einer günstigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Verdeckgestell motorisch angetrieben ist, um den Planenaufbau zu öffnen oder zu schließen. Der motorische Antrieb erfolgt hierbei aus dem Führerhaus eines Fahrzeugs oder vom Boden und damit in einem signifikanten Abstand von der Ebene des Planenaufbaus, sodass eine manuelle Ver- oder Entriegelung bei einem motorischen Antrieb problematisch ist.

Der Planenaufbau ist zweckmäßig als Schiebedach für einen Lastkraftwagen, einen Anhänger, einen Auflieger, einen Bahnwaggon, einen Muldenkipper oder einen Container ausgebildet, wobei der Planenaufbau den Unterbau auch überbauen kann, beispielsweise wenn die Holme U-förmig ausgebildet sind. Es ist möglich, die benachbarten Holme im Bereich ihrer Anschlüsse an die

Führung, insbesondere im Bereich ihrer Schlitten miteinander durch

Planenfalthilfen zu verbinden, wobei die Planenfalthilfen als U-förmige Bügel oder auch als Kunststofffaltelemente, die im Bereich der Führung angeordnet sind, ausgebildet sein können.

Die Erfindung beinhaltet die überraschende Erkenntnis, dass ein Luftablenkteil, das nicht benötigt wird, um Kräfte auf die Achse des Transportfahrzeugs zu übertragen, tatsächlich eine nicht verriegelte Klappe daran hindert, unter dem Einfluss des Fahrtwinds sich abzuheben oder zu klappern.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird die Verwendung eines Luftablenkteils angegeben, das an ein Endlaufteil eines Planenaufbaus angeschlossen ist, um dieses gegen unbeabsichtigtes Klappern oder Anheben bei einem Fahrtwind zu sichern. Weitere Vorteile, Merkmale, Eigenschaften und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten

Ausführungsbeispiels sowie aus den abhängigen Ansprüchen.

Die Erfindung wird nunmehr nachstehend unter Bezugnahme auf die

anliegenden Zeichnungen anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen

Planenaufbaus von oben.

Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Planenaufbaus aus Fig. 1 von hinten.

Der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellte Planenaufbau 10 überbaut einen vorliegend als Muldenkipp-Container ausgebildeten Unterbau 20 und bildet ein

Schiebedach 12, das durch einseitige Betätigung geöffnet werden kann.

Die Einzelheiten des Unterbaus 20 sind nicht weiter dargestellt, jedoch weist der Unterbau an seiner in Fig. 1 rechten Seite eine Schwenktür auf, die das Abkippen von Ladegut ermöglicht.

An einer Führung 22 des Unterbaus 20 ist ein Verdeckgestell 30 verlagerbar, das eine Mehrzahl von Holmen 32 umfasst, die umgekehrt U-förmig ausgebildet sind und die endseitig nicht im Einzelnen dargestellte Schlitten aufweisen, die entlang der Führung 22 verlagerbar sind.

An das in Fahrtrichtung hinterste Paar von Schlitten, das über einen Holm 32 verbunden ist, ist in einem Gelenk 42 ein Endlaufteil 40 angeschlossen, wobei das Endlaufteil 40 beiderseits des Unterbaus 20 jeweils einen Lenker 44 aufweist, der gemeinsam mit einer heckseitigen Traverse 46 ein U-förmiges, um die Anlenkung 42 verschwenkbares Endlaufteil 40 bildet.

An den Holmen 32 und an der Traverse 46 ist jeweils eine Plane 50 angeschlossen, die das Verdeckgestell 30 abdeckt und mit dem Verdeckgestell 30 gemeinsam verfahrbar ist. Der Lenker 44 weist an seinem der Traverse 46 abgekehrten Ende einen Hebelarm 44a auf, der mit einem an dem Unterbau 20 vorgesehenen Vorsprung zusammenwirkt und eine Schwenkbewegung des Endlaufteils um die Anlenkung 42 veranlasst, wenn das Verdeck 12 zur

Freigabe der oberen Öffnung des Unterbaus 20 geöffnet wird.

Die Plane 50 ist über das Endlaufteil 40 gelegt und bedeckt insbesondere auch die Traverse 46. Auf der Außenseite der Plane 50 ist ein Luftablenkteil 60 vorgesehen, das einen etwa der Höhe der Traverse 46 entsprechenden

Verbindungsabschnitt 62 und einen hiervon abgewinkelt abstehenden

Luftleitabschnitt 64 umfasst, die vorliegend aus Edelstahl ausgebildet sind. Es ist aber möglich, stattdessen das Luftablenkteil aus Kunststoff material oder Aluminium auszubilden.

Der Verbindungsabschnitt 62 ist über Vernietungen 66 mit der Traverse 46 des Endlaufteils 40 dergestalt verbunden, dass die Plane 50 zwischen diesen beiden Teilen 62, 46 gehalten ist. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Plane 50 mit dem Verdeckgestell 30 und insbesondere mit dem Endlaufteil 40 und hier wiederum mit der Traverse 46 zuverlässig verbunden ist.

Der Luftleitabschnitt 64 weist eine in etwa trapezförmige Kontur auf, die abgerundete Kanten ausweist, um ein Einschneiden der Plane 50 beim

Zusammenlegen des Verdeckgestells 30, wenn dieses geöffnet wird, zu vermeiden. Der Luftleitabschnitt 64 steht vertikal etwas über der Plane 50 vor, sodass ein Staudruck des Fahrtwindes eine Kraftkomponente in vertikal nach unten gerichteter Richtung auf das Endlaufteil 40 um die Anlenkung 42 bewirkt. In dem Luftleitabschnitt 64 sind ein oder mehrere Luftdurchbrechungen 64a vorgesehen, die zugleich auch das Logo des Herstellers ausbilden können. Hierdurch wird der Luftwiderstand des Luftleitabschnitts vorteilhaft reduziert.

Es ist möglich, den Luftleitabschnitt 64 als komplanare Verlängerung des Verbindungsabschnitts 62 auszubilden, da der Verbindungsabschnitt 62 in etwa vertikal ausgerichtet ist. Aus ästhetischen Gründen und wegen des besseren dynamischen Verhaltens bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ist der Luftleitabschnitt gegenüber dem Verbindungsabschnitt jedoch um einen Winkel von ungefähr 135° abgewinkelt.

Es ist möglich, mehrere Luftleitabschnitte an dem Luftablenkteil 60 vorzusehen, die voneinander beabstandet sind und hierdurch Aussparungen in dem

Luftleitabschnitt 64 vorzusehen.

Wird nun der mit dem Planenaufbau 10 ausgestattete Unterbau 20 durch ein Fahrzeug verlagert, weist das Endlaufteil 40 in Fahrrichtung nach hinten. Der Fahrtwind, der über den Planenaufbau 10 in Richtung auf die Traverse 46 ein Stück weit herabfällt, neigt dazu, das Endlaufteil 40 nach oben zu saugen.

Durch das Luftablenkteil 60 und insbesondere dessen Luftleitabschnitt 64 entsteht ein Staudruck, der eine Kraftkomponente von je nach Geschwindigkeit dem 0,6 bis 4-fachen der Geschwindigkeit in km/h als Kraft in N nach unten richtet und damit verhindert, dass das Endlaufteil 40 angehoben wird. Bei einem Faktor von 1 ,2 und einer Geschwindigkeit von 50 km/h resultiert also

beispielsweise eine Schließkraft von 60 N. Hierdurch ist es günstigerweise möglich, auf eine Verriegelung des Endlaufteils 40 mit dem Unterbau 20 oder mit dem Verdeckgestell 30 zu verzichten. Dies ist insbesondere dann günstig, wenn das Verdeckgestell 30 mit einem motorischen Antrieb ausgestattet ist, der im Falle einer gesonderten Verriegelung von Hand bedienungsaufwändig und störungsanfällig ist.

Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert worden, bei dem das Luftleitablenkteil 60 praktisch über die gesamte Breite der Traverse 46 des Endlaufteils 40 verläuft. Es versteht sich, dass das

Luftablenkteil auch nur einen Teil, beispielsweise einen zentralen Bereich, der Traverse 46 ausmachen kann oder dass nur über einen Teil der Breite der Traverse 46 ein Luftleitabschnitt 64 vorgesehen ist.

Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert worden, bei dem der Unterbau 20 ein Muldenkipper ist, bei dem es von besonderem Vorteil ist, wenn das Endlaufteil 40 sich von dem Unterbau 20 abhebt, wenn der Unterbau 20 um bis zu 90° nach oben verschwenkt wird. Es versteht sich, dass ein Luftablenkteil 60 auch an Endlaufteilen angeschlossen werden kann, die nicht verschwenkbare Unterbauten überbauen, wie beispielsweise an dem Schiebedach eines Lastkraftwagens, Sattelaufliegers, Anhängers oder Containers.

Die Erfindung ist vorstehend anhand von einem verfahrbaren Unterbau beschrieben worden, der insbesondere einen Verbrennungsmotor und/oder einen Fahrzeugführer vorsieht. Es versteht sich, dass der verfahrbare Unterbau auch einen Elektromotor aufweisen kann und/oder als führerloses oder autonomes Fahrzeug ausgebildet sein kann.