Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
TELECOMMUNICATION TERMINAL FEATURING A MONITORING FUNCTIONALITY, AND ASSOCIATED METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/064910
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a telecommunication terminal featuring a monitoring functionality, and associated method. A recording unit (1) records optical, acoustic, and/or other perceptible events (S) and generates associated recording data (SA). An MMS generation unit (2) generates multimedia messages (MMS) based on said recording data, said multimedia messages (MMS) being sent by a transceiver unit (3) via a telecommunication network. A monitoring control unit (4) controls at least the MMS generation unit (2) and the transceiver unit (3) in accordance with a monitoring trigger signal (TS0 to TS2) such that the recorded optical, acoustic, and/or other perceptible events (S) are sent to a predetermined destination address in the telecommunication network as a multimedia message (MMS), thus allowing a space to be monitored in an extremely inexpensive and user-friendly manner.

Inventors:
Nieder, Stefan (Der Lege Weidendeich 8, Isselburg, 46419, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/050701
Publication Date:
July 14, 2005
Filing Date:
May 04, 2004
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
Nieder, Stefan (Der Lege Weidendeich 8, Isselburg, 46419, DE)
International Classes:
G08B21/02; H04M11/04; H04N7/18; H04M1/725; (IPC1-7): H04M11/04
Foreign References:
FR2817989A1
DE20017172U1
DE10109140A1
Other References:
"3GPP TS 23.140 V6.0.0 (2002-12), 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Terminals; Multimedia Messaging Service (MMS); Functional description; Stage 2 (Release 6)" 3GPP TS 23.140 V6.0.0, XX, XX, 1. Dezember 2002 (2002-12-01), Seiten 1-155, XP002281428
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT? (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Telekommunikationsendgerät mit Überwachungsfunktionalität mit : einer Aufnahmeeinheit (1) zum Aufnehmen von optischen, akus tischen und/oder anderen wahrnembaren Ereignissen (S) und zum Erzeugen von zugehörigen Aufzeichnungsdaten (SA) ; einer MMSErzeugungseinheit (2) zum Erzeugen einer multi medialen Nachricht (MMS) auf der Grundlage der Aufzeichnungs daten (SA) ; und einer Sende/Empfangseinheit (3) zum Senden/Empfangen von Da ten über ein Telekommunikationsnetz, gekennzeichnet durch eine ÜberwachungsSteuereinheit (4) zum Steuern der MMS Erzeugungseinheit (2) und der Sende/Empfangseinheit (3) in Abhängigkeit von einem ÜberwachungsTriggersignal (TSOTS2) derart, dass die aufgenommenen optischen, akustischen und/oder anderen wahrnembaren Ereignissen (S) als Dateninhalt der multimedialen Nachricht (MMS) an eine vorbestimmte Ziel adresse im Telekommunikationsnetz versendet werden.
2. Telekommunikationsendgerät nach Patentanspruch 1, d a durch gekennzeichnet, dass das Überwachungs Triggersignal eine über das Telekommunikationsnetz empfangene Nachricht (TSO) darstellt.
3. Telekommunikationsendgerät nach Patentanspruch 1 oder 2, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h eine interne Zeigeberein heit (5) zum Erzeugen eines internen ÜberwachungsTrigger signals (TS1).
4. Telekommunikationsendgerät nach einem der Patentansprüche l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ü berwachungsTriggersignal ein von der Aufnahmeeinheit (1) er zeugtes Signal (TS2) darstellt.
5. Telekommunikationsendgerät nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ü berwachungsSteuereinheit (4) ferner die Aufnahmeeinheit (1) in Abhängigkeit vom ÜberwachungsTriggersignal (TSO, TS1) an steuert.
6. Telekommunikationsendgerät nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die multimediale Nachricht (MMS) Bilddaten, Audiodaten und/oder Videodaten aufweist.
7. Telekommunikationsendgerät nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet l dass die Sende/Empfangseinheit eine drahtlose und/oder eine drahtge bundene Kommunikationsschnittstelle aufweist.
8. Telekommunikationsendgerät nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Zieladresse (M2) von einem Benutzer frei ein stellbar ist.
9. Verfahren zur Realisierung einer Überwachungsfunktionali tät in einem Telekommunikationsendgerät mit den Schritten : a) Überprüfen einer Existenz (S1) eines Überwachungs Triggersignals (TS1 bis TS2) ; b) Aufnehmen (S2) von optischen, akustischen und/oder anderen wahrnembaren Ereignissen (S) eines zu überwachenden Objekts (O) ; c) Erzeugen (S3) einer multimedialen Nachricht (MMS) mit ei nem Dateninhalt aus den aufgezeichneten optischen, akusti schen und/oder anderen wahrnembaren Ereignissen ; und d) Versenden (S4) der erzeugten multimedialen Nachricht (MMS) an eine vorbestimmte Zieladresse (M2) in einem Telekom munikationsnetz.
10. Verfahren nach Patentanspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Schritte b) bis d) nur ausge führt werden, wenn ein ÜberwachungsTriggersignal vorhanden ist.
11. Verfahren nach Patentanspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Schritt b) unabhängig von ei nem vorhandenen ÜberwachungsTriggersignal durchgeführt wird.
12. Verfahren nach Patentanspruch 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass als ÜberwachungsTriggersignal ein von der Aufnahmeeinheit (1) erzeugtes Signal (TS2) ver wendet wird.
13. Verfahren nach einem der Patentansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Überwa chungsTriggersignal eine über das Telekommunikationsnetz empfangene Nachricht (TSO) verwendet wird.
14. Verfahren nach einem der Patentansprüche 9, 10 oder 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass als Überwa chungsTriggersignal ein von einer internen Zeitgebereinheit (5) erzeugtes Signal (TS1) verwendet wird.
15. Verfahren nach einem der Patentansprüche 9 bis 14, d a d u r c h gekennzeichnet, dass als Dateninhalte der multimedialen Nachricht (MMS) Bilddaten, Audiodaten und/oder Videodaten des zu überwachenden Objekts (O) verwendet werden.
16. Verfahren nach einem der Patentansprüche 9 bis 15, d a d u r c h gekennzeichnet, dass in Schritt d) das Versenden über eine drahtlose und/oder drahtgebundene Kommu nikationsschnittstelle durchgeführt wird.
17. Verfahren nach einem der Patentansprüche 9 bis 16, d a durch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Zieladresse (M2) von einem Benutzer frei einstellbar ist.
Description:
Beschreibung Telekommunikationsendgerät mit Überwachungsfunktionalität so- wie zugehöriges Verfahren Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Telekommunikati- onsendgerät mit Überwachungsfunktionalität sowie ein zugehö- riges Verfahren und insbesondere auf ein MMS-fähiges Telekom- munikationsendgerät sowie ein zugehöriges Verfahren, welches eine einfache Raumüberwachung ermöglicht.

Telekommunikationsendgeräte mit Raumüberwachungsfunktion sind allgemein bekannt und ermöglichen beispielsweise eine akusti- sche Raumüberwachung über ein Telekommunikationsnetz.

In diesem Zusammenhang sind beispielsweise Standardtelefone mit einer Raumüberwachungsfunktionalität bekannt, wobei bei Überschreiten eines bestimmten Schallpegels innerhalb eines zu überwachenden Raums selbsttätig eine Verbindung zu einem vorbestimmten Teilnehmer bzw. einer vorbestimmten Zieladresse innerhalb des Telekommunikationsnetzes hergestellt wird.

Ferner sind Vorrichtungen zur Raumüberwachung, insbesondere sogenannte Babyphones, bekannt, wobei eine Telefonwählanlage mit einem Aufzeichnungsgerät koppelbar ist und das Aufzeich- nungsgerät beispielsweise ein Mikrofon aufweist und von die- sem aktiviert werden kann. Das Aufzeichnungsgerät kann demzu- folge die in einem zu überwachenden Raum entstehenden Geräu- sche aufnehmen und anschließend mittels Fernabfrage von einem anderen Telefon aus abgehört werden. Nachteilig bei derarti- gen"Online"-Überwachungsvorrichtungen ist jedoch eine gerin- ge Benutzerfreundlichkeit.

Ferner sind sogenannte Notruf-Systeme bekannt, wobei bei- spielsweise nach Betätigen einer Notruftaste ein in einem Speicher abgelegter Notruftext an eine vorbestimmte Zielad- resse bzw. an einen vorbekannten Telefonanschluss abgesetzt

wird. Der Notruftext kann hierbei auch Sprachdaten enthalten, die an die vorbestimmte Zieladresse gesendet werden. Wiederum wird jedoch eine sogenannte Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu ei- nem vorbestimmten Teilnehmer hergestellt.

Darüber hinaus ist aus der Druckschrift DE 100 04 035 AI ein mobiles Telekommunikationsendgerät mit Raumüberwachungsfunk- tion bekannt, bei dem nach Überschreiten einer einstellbaren Lärmschwelle eine Nachricht in Form einer SMS-oder e-Mail- Nachricht zu einem vorgegebenen Telekommunikationsendgerät abgesendet wird.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Telekommunikationsendgerät sowie ein zugehöriges Verfahren mit weiter verbesserter Überwachungsfunktionalität zu schaf- fen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe hinsichtlich des Telekom- munikationsendgerätes durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch die Maßnahmen des Pa- tentanspruchs 9 gelöst.

Insbesondere durch die Verwendung einer Überwachungs-Steuer- einheit zum Steuern einer MMS-Erzeugungseinheit und einer Sende-/Empfangseinheit in Abhängigkeit von einem Überwa- chungs-Triggersignal derart, dass die aufgenommenen opti- schen, akustischen und/oder anderen wahrnehmbaren Ereignisse als Dateninhalt einer multi-medialen Nachricht an eine vorbe- stimmte Zieladresse im Telekommunikationsnetz versendet wer- den, kann eine Überwachungsfunktionalität mit minimalen Kos- ten und bei hoher Benutzerfreundlichkeit realisiert werden.

Vorzugsweise wird das Überwachungs-Triggersignal durch eine über das Telekommunikationsnetz empfangene Nachricht, wie beispielsweise eine SMS-Nachricht oder eine MMS-Nachricht re- alisiert. Auf diese Weise kann eine Raumüberwachungsfunktio- nalität durch beliebige bereits existierende Telekommunikati

onsendgeräte auf besonders einfache Art und Weise von extern angestoßen werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass das Überwa- chungs-Triggersignal ein von einer internen Zeitgebereinheit erzeugtes Signal darstellt, wodurch in fest vorgegebenen Zeitintervallen eine Raumüberwachung durchgeführt und die entsprechenden Aufzeichnungsdaten als MMS-bzw. multi-mediale Nachricht versendet werden. Insbesondere zur Überwachung von wissenschaftlichen Experimenten können demzufolge derartige MMS-fähige Telekommunikationsendgeräte verwendet werden.

Darüber hinaus besteht jedoch auch die Möglichkeit, das Über- wachungs-Triggersignal von einer im Telekommunikationsendge- rät vorhandenen oder daran anschließbaren Aufnahmeeinheit zu erzeugen, wodurch man eine akustische, optische und/oder an- dere wahrnehmbare Veränderung im überwachten Raum als Trig- gersignal nutzt und die in diesem Zusammenhang aufgezeichne- ten Daten als Dateninhalt der multi-medialen Nachricht ver- sendet. Hierbei kann das Telekommunikationsendgerät als klas- sische Einbrecher-Überwachungsanlage oder als sogenanntes Ba- by-Abhörtelefon verwendet werden.

Obwohl die Aufnahmeeinheit in einem Raumüberwachungsmodus grundsätzlich angeschaltet sein kann und somit andauernd a- kustische, optische und/oder andere wahrnehmbare Ereignisse aufzeichnet, kann die Überwachungs-Steuereinheit die Aufnah- meeinheit ferner in Abhängigkeit vom Überwachungs-Trigger- signal ansteuern, wodurch sich insbesondere ein Energiebedarf in einem Überwachungsmodus wesentlich verringern lässt.

Vorzugsweise ist die vorbestimmte Zieladresse von einem Be- nutzer frei einstellbar, wobei insbesondere die Zieladresse nicht nur am Telekommunikationsendgerät selbst, sondern über das Telekommunikationsnetz von einem beliebigen weiteren Te- lekommunikationsendgerät eingestellt werden kann. Die Flexi- bilität des Systems wird dadurch wesentlich erhöht.

Hinsichtlich des Verfahrens zur Realisierung einer Überwa- chungsfunktionalität in einem Telekommunikationsendgerät wer- den zunächst die Existenz eines Überwachungs-Triggersignals überprüft, ferner optische, akustische und/oder andere wahr- nehmbare Ereignisse eines zu überwachenden Objekts aufgenom- men, nachfolgend eine multi-mediale Nachricht mit einem Da- teninhalt aus den aufgezeichneten optischen, akustischen und/oder anderen wahrnehmbaren Ereignissen erzeugt und ab- schließend die erzeugte multi-mediale Nachricht an eine vor- bestimmte Zieladresse in einem Telekommunikationsnetz versen- det.

In den weiteren Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gekennzeichnet.

Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbei- spiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.

Es zeigen : Figur 1 eine vereinfachte Blockdarstellung wesentlicher E- lemente eines Telekommunikationsendgerätes mit Ü- berwachungsfunktionalität ; Figur 2 eine vereinfachte grafische Darstellung einer mit- tels MMS-fähiger Telekommunikationsendgeräte reali- sierten Raumüberwachung ; und Figur 3 ein vereinfachtes Flussdiagramm zur Veranschauli- chung wesentlicher Schritte des Verfahrens zur Rea- lisierung einer Raumüberwachung.

Multi Media Message Service (MMS) ist ein neu entwickelter Dienst innerhalb der Telekommunikation zur Versendung und zum Empfang von multi-medialen Inhalten bzw. Nachrichten in Form von Textdaten, Audiodaten, Bilddaten und/oder Videodaten.

Dieser Dienst wird im mobilen Telekommunikationsnetz bereits angeboten, weshalb auch mobile Telekommunikationsendgeräte mit drahtloser Anbindung von verschiedenen Herstellern ver- fügbar sind, die diesen Dienst bzw. Service nutzen. Auch in den sogenannten Festnetzen mit drahtgebundener Anbindung der Telekommunikationsendgeräte soll dieser Dienst bald angeboten werden.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich demzufolge insbesonde- re auf Telekommunikationsendgeräte, die diesen Multi Media Message Service (MMS) unterstützen und demzufolge mit minima- len Modifikationen und Kosten die erfindungsgemäße Überwa- chungsfunktionalität realisieren können.

MMS-fähige Telekommunikationsendgeräte weisen zur Realisie- rung ihrer grundsätzlichen MMS-Funktionalität üblicherweise bereits Aufnahmeeinheiten auf oder besitzen eine Anschluss- stelle für derartige Aufnahmeeinheiten, die optische, akusti- sche und/oder andere wahrnehmbare Ereignisse erfassen bzw. aufnehmen können. MMS-fähige Telekommunikationsendgeräte wei- sen daher als Aufnahmeeinheit beispielsweise ein Mikrofon, einen Bewegungssensor, eine elektronische Kamera oder eine ähnliche Einrichtung auf, mit der insbesondere Audio-, Bild- und Videodaten aufgezeichnet werden können.

Figur 1 zeigt eine vereinfachte Blockdarstellung wesentlicher Elemente eines MMS-fähigen Telekommunikationsendgerätes mit Überwachungsfunktionalität, wobei eine Aufnahmeeinheit 1 das vorstehend beschriebene Mikrofon, eine elektronische Kamera oder eine ähnliche Einrichtung darstellt, mit der optische, akustische und/oder andere wahrnehmbare Ereignisse S aufge- nommen und zugehörige Aufzeichnungsdaten SA in Form von auf- gezeichneten Bilddaten, Videosequenzen und/oder Audiosequen- zen erzeugt werden können. Eine MMS-Erzeugungseinheit 2 er- zeugt auf der Grundlage der Aufzeichnungsdaten SA eine multi- mediale Nachricht bzw. MMS, die als Dateninhalt die zuvor aufgezeichneten bzw. aufgenommenen optischen, akustischen

und/oder anderen wahrnehmbaren Ereignisse S aufweist. Diese multi-mediale Nachricht MMS wird anschließend einer Sende- /Empfangseinheit 3 zur Verfügung gestellt, die ein Sen- den/Empfangen von Daten über ein Telekommunikationsnetz er- möglicht und insbesondere das Versenden der erzeugen multi- medialen Nachricht MMS durchführt.

Darüber hinaus besitzt das MMS-fähige Telekommunikationsend- gerät gemäß Figur 1 eine Überwachungs-Steuereinheit 4, die nunmehr zumindest die MMS-Erzeugungseinheit 2 sowie die Sen- de-/Empfangseinheit 3 in Abhängigkeit von einem Überwachungs- Triggersignal TSO, TS1 oder TS2 derart ansteuert, dass die aufgenommenen optischen, akustischen und/oder anderen wahr- nehmbaren Ereignisse S als Dateninhalte einer multi-medialen Nachricht MMS an eine vorbestimmte Zieladresse innerhalb des Telekommunikationsnetzes versendet werden.

Die vorbestimmte Zieladresse kann hierbei von einem Benutzer unmittelbar am MMS-Telekommunikationsendgerät eingestellt werden oder mittelbar über das Telekommunikationsnetz von ei- nem weiteren Telekommunikationsendgerät festgelegt werden, wodurch eine äußerst flexible Festlegung von jeweils notwen- digen Zieladressen bzw. anzurufenden Telekommunikationsendge- räten im Telekommunikationsnetz ermöglicht ist.

Die Überwachungs-Steuereinheit 4 wird üblicherweise nur in einem sogenannten Überwachungsmodus aktiviert, in dem sich das MMS-fähige Telekommunikationsendgerät im Wesentlichen zur Realisierung einer Raumüberwachung verwenden lässt. In einem sogenannten Normalbetrieb bleiben die Funktionen des Telekom- munikationsendgerätes im Wesentlichen unbeeinflusst, weshalb multi-mediale Nachrichten vom Benutzer unmittelbar erzeugt und gesendet werden können.

Befindet sich das Telekommunikationsendgerät jedoch im Raum- überwachungsmodus, so besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass eine über das Telekommunikationsnetz empfangene Nach

richt TSO ein Überwachungs-Triggersignal darstellt und die vorstehend beschriebene Ansteuerung von zumindest der MMS- Erzeugungseinheit 2 und der Sende-/Empfangseinheit 3 vor- nimmt. Vorzugsweise wird für eine derartige empfangene Nach- richt TSO eine sogenannte SMS- (Short Message Service), EMS- (Enhanced Message Service) oder MMS-Nachricht (Multi Media Message Service) verwendet. Die darin mitgelieferten Sender- identifikationsdaten zur Identifizierung einer jeweiligen Senderadresse können hierbei von der Überwachungs-Steuerein- heit 4 ausgewertet werden, wodurch beispielsweise sicherge- stellt werden kann, dass lediglich eine vorbestimmte Sender- adresse bzw. ein vorbestimmtes weiteres Telekommunikations- endgerät eine Raumüberwachung auslösen kann.

Darüber hinaus kann die Überwachungs-Steuereinheit 4 jedoch auch derart ausgestaltet sein, dass sie für eine Gruppe oder jeden beliebigen Sende-Trigger eine Überwachung durchführt, und die in der SMS-, EMS-oder MMS-Nachricht mitgelieferte Senderadresse als vorbestimmte Zieladresse verwendet. Auf diese Weise kann ein MMS-fähiges Telekommunikationsendgerät von einer Vielzahl von Personen bzw. weiteren Telekommunika- tionsendgeräten als Raumüberwachungsvorrichtung verwendet werden, was insbesondere für wissenschaftliche Arbeiten an größeren Projekten von Vorteil ist.

Alternativ zu der vorstehend beschriebenen externen Trigge- rung bzw. externen Auslösung des Überwachungsvorgangs kann das Telekommunikationsendgerät ferner eine interne Zeitge- bereinheit 5 aufweisen, welche in vorbestimmten Zeitinterval- len ein Überwachungs-Triggersignal TS1 an die Überwachungs- Steuereinheit 4 abgibt. Vorzugsweise ist diese interne Zeit- gebereinheit 5 ebenfalls von einem Benutzer frei einstellbar und grundsätzlich auch über ein Telekommunikationsnetz defi- nierbar. Insbesondere zur Überwachung von wissenschaftlichen Experimenten können demzufolge in bestimmten Zeitintervallen akustische, optische und/oder andere wahrnehmbare Ereignisse

eines zu überwachenden Objekts aufgenommen und versendet wer- den.

Da es sich bei den multi-medialen Nachrichten MMS im Wesent- lichen um standardisierte Nachrichten handelt, ist die Wei- terverarbeitung und Rückgewinnung der Dateninhalte besonders einfach und für eine Vielzahl von Personen leicht auswertbar.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Aufnahmeeinheit 1 als Generator zum Erzeugen eines Überwachungs-Triggersignals TS2 zu verwenden, wobei eine Vielzahl von elektronischen Fil- tern oder Schwellwertentscheidern zur Festlegung von tole- rierbaren akustischen Geräuschen oder optischen Veränderungen vorhanden sein kann. Auf diese Weise kann in Abhängigkeit von derart einstellbaren Randparametern eine Überwachung ausge- löst werden und demzufolge eine multi-mediale Nachricht MMS mit entsprechend zugehörigen Dateninhalten an eine vorbe- stimmte Zieladresse versendet werden. Zumindest in diesem Fall muss die Aufnahmeeinheit 1 immer aktiv bzw. in einem Aufnahmezustand sein, um entsprechende akustische, optische und/oder andere wahrnehmbare Veränderungen als Triggersignal TS2 auszugeben.

Grundsätzlich kann dieses Überwachungs-Triggersignal TS2 je- doch auch durch eine (nicht dargestellte) Zusatzaufnahmeein- heit erzeugt werden.

Zur Realisierung eines sogenannten Energiesparmodus, bei dem eine möglichst lange Betriebszeit insbesondere bei Verwendung von mobilen Telekommunikationsendgeräten wünschenswert ist, kann die Aufnahmeeinheit 1 ebenfalls über die Überwachungs- Steuereinheit 4 in Abhängigkeit von den externen Triggersig- nalen TSO oder den internen Triggersignalen TS1 eingeschaltet werden, um anschließend eine Überwachungs-Aufzeichnung, MMS- Erzeugung und ein Versenden der multi-medialen Nachricht MMS durchzuführen.

Figur 2 zeigt eine vereinfachte grafische Darstellung zur Veranschaulichung einer Raumüberwachung mittels zweier mobi- ler Telekommunikationsendgeräte.

Gemäß Figur 2 wird ein MMS-fähiges mobiles Telekommunikati- onsendgerät bzw. Handy oder DECT-Telefon in einem Raumüberwa- chungsmodus betrieben, wobei ein spielendes Kind als zu über- wachendes Objekt O im Aufnahmebereich einer Aufnahmeeinheit 1 liegt, die beispielsweise eine elektronische Kamera und ein Mikrofon aufweist. Ein weiteres MMS-fähiges mobiles Telekom- munikationsendgerät M2 kann nunmehr durch Absenden von bei- spielsweise einer SMS-Nachricht an das Handy M1 eine Überwa- chungsfunktion auslösen, wobei beispielsweise eine Videose- quenz des spielenden Kindes mit Bild-und Audiodaten aufge- nommen und als Dateninhalt einer MMS bzw. multi-medialen Nachricht an das Handy M2 zurückgeschickt wird. Dort kann es in üblicher Weise über eine Wiedergabeeinheit, d. h. eine An- zeigeeinheit und einen Lautsprecher, wiedergegeben werden.

Auf diese Weise kann ein Benutzer des Handy's M2 jederzeit eine Raumüberwachung mittels des Handy's M1 durchführen. Die wesentlichen Parameter der aufgenommenen bzw. aufzuzeichnen- den Audio-bzw. Videosequenzen (Zeitdauer, Zeitpunkt zum Triggersignal usw. ) können hierbei nach Belieben eingestellt werden, wobei auch lediglich Einzelbilder beispielsweise zur Überwachung von unbewegten Gegenständen möglich sind.

Figur 3 zeigt ein vereinfachtes Flussdiagramm zur Veranschau- lichung wesentlicher Schritte des Verfahrens zur Realisierung einer Überwachungsfunktionalität in einem Telekommunikations- endgerät.

Nach einem Start in Schritt SO wird zunächst in einem Schritt S1 eine Überprüfung einer Existenz eines Überwachungs- Triggersignals durchgeführt. Die Triggersignale können hier- bei die gemäß Figur 1 dargestellten externen Triggersignale

TSO oder die internen Triggersignale TS1 und TS2 des Telekom- munikationsendgerätes darstellen.

In einem Schritt S2 kann beispielsweise eine Aufnahme von op- tischen, akustischen und/oder anderen wahrnehmbaren Ereignis- sen eines zu überwachenden Objekts 0 in Abhängigkeit vom Triggersignal gestartet werden. Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass eine Aufnahme permanent durchge- führt wird, um beispielsweise das interne Triggersignal TS2 zu erzeugen.

In einem Schritt S3 werden anschließend eine multi-mediale Nachricht MMS mit einem Dateninhalt aus den aufgezeichneten optischen, akustischen und/oder anderen wahrnehmbaren Ereig- nissen erzeugt und in einem Schritt S4 an eine vorbestimmte Zieladresse innerhalb eines Telekommunikationsnetzes versen- det. Das Verfahren endet in einem Schritt S5.

Die vorstehende Erfindung wurde an Hand eines MMS-fähigen mo- bilen Telekommunikationsendgerätes beschrieben, weshalb das Versenden der erzeugten multi-medialen Nachrichten über eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle erfolgt. Die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt und umfasst in gleicher Weise MMS-fähige Telekommunikationsendgeräte für ein Fest- netz, welche eine drahtgebundene Kommunikationsschnittstelle aufweisen.