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Patent Searching and Data


Title:
TELEMARK SKI BINDING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/043085
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a telemark ski binding having a front jaw (60) that can be fixed to the ski. A front sole holder (66) is disposed on the front jaw (60) in such a way that it cannot pivot in relation to the ski and configured in such a way that it fixes the sole of a ski boot to the ski in the area of the tip of the boot. A support (10, 14) pivotally hinged on a retaining part that can be fixed to the ski in such a way that it can rotate around a pivot pin (2) extending crosswise in relation to the longitudinal direction of the ski and parallel to the top side of the ski is mounted at a location that is staggered backwards in relation to the tip of the boot in the direction of the heel of the boot. A back jaw (20) having a back sole holder (40.1, 40.2, 40.3) is disposed on the support (10, 14) and is configured in such a way as to fix the sole of the boot to the heel of the boot on the support (10, 14). The back sole holder (40.1, 40.2, 40.3) is configured in such a way that it can swing out laterally in relation to the back jaw (20) in order to ensure functioning of a lateral release mechanism of a safety ski binding. Due to the fact that the front sole holder (66) cannot pivot in relation to the ski, good lateral ski control is guaranteed even when the heel of the boot is raised. The lateral safety release mechanism mounted on the back jaw (20) reduces the risk of an injury to the skier in case of a fall.

Inventors:
FRITSCHI ANDREAS (CH)
Application Number:
PCT/CH1999/000522
Publication Date:
July 27, 2000
Filing Date:
November 05, 1999
Export Citation:
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Assignee:
FRITSCHI AG SWISS BINDINGS (CH)
FRITSCHI ANDREAS (CH)
International Classes:
A63C9/08; (IPC1-7): A63C9/08
Domestic Patent References:
WO1987001296A11987-03-12
WO1996023559A11996-08-08
Foreign References:
US4887833A1989-12-19
US4887833A1989-12-19
Attorney, Agent or Firm:
Roshardt, Werner (Keller & Partner Patentanwälte AG, Zeughausgasse 5 Postfach, Bern 7, CH-3000, CH)
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Claims:
Patentansprüche
1. TelemarkSkibindung mit einem fest an einem Ski anbringbaren Vorderbacken (60, 260), an welchem unverschwenkbar bezüglich des Skis ein vorderer Sohlenhalter (66) angeordnet ist, der ausgebildet ist, um die Sohle eines Skischuhs im Bereich der Schuhspitze am Ski zu fixieren, einem Träger (10,14), der an einer von der Schuhspitze zurückversetzten Stelle an einem fest am Ski anbringbaren Halteteil um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite verlaufende Gelenkachse (2) schwenkbar angelenkt ist, und einem am Träger (10,14) angeordneten Hinterbacken (20,320) mit einem hinteren Sohlenhalter (40.1,40.2, 40.3,340), der ausgebildet ist, um die Schuhsohle an der Schuhferse am Träger (10,14) zu fixieren, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Sohlenhaiter (40.1, 40.2,40.3,340) bezüglich des Hinterbackens (20,320) seitlich ausschwenkbar ausgebildet ist, um die Funktion der Seitwärtsauslösung einer Sicherheitsskibindung zu gewährleisten.
2. TelemarkSkibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Sohlenhalter (66) volikommen fest am Vorderbacken (60) angeordnet und als integraler Bestandteil desselben ausgebildet ist.
3. TelemarkSkibindung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Ausbildung und Anordnung des Vorderbackens (60,260) sowie des vorderen Sohlenhalters (66) derart, dass sie einen nach vorne sich verengenden Aufnahmeraum für die Skischuhspitze bilden, in welchen zum Einsetzen des Skischuhs in die Bindung die Schuhspitze nach vorne einschiebbar ist, wobei die Schuhspitze bei in der Bindung eingesetztem Skischuh lediglich noch nach hinten aus dem Aufnahmeraum herausschiebbar ist und in alle anderen Richtungen durch den Vorderbacken (60,260) und/oder den Sohlenhalter (66) unverschiebbar fixiert wird.
4. TelemarkSkibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkachse (2) in Skilängsrichtung um wenigstens 4.0 cm, bevorzugterweise um wenigstens 5.0 cm, insbesondere sogar um wenigstens 6.0 cm von der Schuhspitze zurückversetzt angeordnet ist.
5. TelemarkSkibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (10,14) als Gelenkkette mit einer Mehrzahl von steifen Trägerteiien (10,14) ausgebildet ist, die mittels Drehgelenken miteinander verbunden sind, welche je um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite verlaufende Gelenkachse (8) schwenkbar sind.
6. TelemarkSkibindung insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem fest an einem Ski anbringbaren Vorderbacken (60,260), an welchem unverschwenkbar bezüglich des Skis ein vorderer Sohlenhalter (66) angeordnet ist, einem bezüglich des Skis um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite verlaufende Gelenkachse (2) verschwenkbaren Träger (10,14) und einem am Träger (10,14) angeordneten Hinterbacken (20,320) mit einem hinteren Sohlenhalter (40.1,40.2,40.3,340), wobei der Hinterbacken (20,320) derart in Schuhlängsrichtung verschieblich am Träger (10,14) angeordnet ist, dass er im Sinne einer Vergrösserung des Abstandes zwischen dem Vorder (60,260) und dem Hinterbacken (20,320) gegen die Kraft wenigstens einer Feder ; 329.1) verschiebbar ist, um eine Anpassung des Abstandes zwischen dem vorderen Sohlenhalter (66) und dem hinteren Sohlenhalter (40.1,40.2,40.3,340) an eine Schuhsohlenlängenänderung infolge der Durchbiegung der Schuhsohle zu gewährleisten, gekennzeichnet durch eine Bemessung und Anordnung der Feder bzw. der Federn (29.1,29.2 ; 329.1) derart, dass die Halterung des Schuhs allein durch die federverursachte Spannkraft zwischen dem Vorderbacken (60,260) und dem Hinterbacken (20,320) erreicht ist und die Bindung frei von zusätzlichen Schuhhatterungsmitteln ist.
7. TelemarkSkibindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder bzw. die Federn (29.1,29.2 ; 329.1) für die Längenanpassung ais Teii einer vom Träger (10,14) unabhängigen Funktionseinheit ausgebildet sind, welche weiter ein wahlweise in Längsrichtung enttang des Trägers (10,14) verschiebliches und in einer gewünschten Schiebeposition am Träger (10,14) fixierbares Verankerungselement (21,23 ; 321,323) umfasst, wobei die Feder bzw. die Federn (29.1,29.2 ; 329.1) derart angeordnet sind, dass sie zwischen dem Hinterbacken (20,320) und dem Verankerungselement (21,23 ; 321,323) wirken.
8. TelemarkSkibindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass für die Längenanpassung zwei zylindrische Schraubendruckfedern (29.1,29.2 ; 329.1) vorgesehen sind, die durch Federführungsmittel (27.1,27.2) in Trägeriängsrichtung geführt werden, wobei die beiden Schraubendruckfedern (29.1,29.2 ; 329.1) derart zwischen einer Hinterbackenpartie und einer Partie (23 ; 323) des Verankerungselementes (21,23 ; 321,323) angeordnet sind, dass sie eine Druckkraft zwischen dem Hinterbacken (20,320) und dem Verankerungselement (21,23 ; 321,323) bewirken.
9. TelemarkSkibindung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungselement (21,23 ; 321,323) mit einer Verzahnung versehen ist, welche zum Fixieren der Längsposition des Verankerungselementes (21,23 ; 321,323) in eine entsprechende Verzahnung am Träger (10,14) einrastbar und zum Verschieben des Verankerungselementes (21,23 ; 321,323) aus der Trägerverzahnung ausrastbar ist.
10. TelemarkSkibindung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Halteteil ein erstes steifes Trägerteil (10) um die Geienkachse (2) schwenkbar angelenkt ist, wobei am ersten Trägerteil (10) um eine zu dieser parallele weitere Gelenkachse (8) schwenkbar ein zweites steifes Trägerteil (14) angelenkt ist, an welchem der Hinterbacken (20,320) in Schuhlängsrichtung verschieblich angeordnet ist, wobei der Hinterbacken (20,320) durch zwei auch als Führungsschienen dienende parallele Längsträger (15,16) des zweiten Trägerteiis (14) in Schuhlängsrichtung geführt wird und wobei diese beiden Längsträger (15, 16) im wesentlichen auf ihrer ganzen Länge mittels einer Vielzahl von Querstreben (19.1,19.2,19.3,19.4) miteinander verbunden sind, um die Torsionsund Verwindungssteifigkeit des zweiten Trägerteils (14) zu erhöhen.
11. TelemarkSkibindung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine Anordnung und Ausbildung der Querstreben (19.1,19.2) derart, dass sie gleichzeitig als trägerseitige Verzahnung verwendbar sind, in welche zum Fixieren der Längsposition des Verankerungselementes (21,23 ; 321,323) die Verzahnung des Verankerungselementes (21,23 ; 321,323) einrastbar ist.
12. TelemarkSkibindung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder bzw. die Federn (29.1,29.2,329.1) für die Längenanpassung infolge der Sohlendurchbiegung und das Verankerungseiement (21,23 ; 321,323) in einem im wesentlichen geschlossenen Hohiraum des Hinterbackens (20,320) angeordnet sind.
13. TelemarkSkibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch eine Skibremse mit einem Bremselement (90), das an einem fest am Ski anbringbaren Halteteil (68) angelenkt ist, und einem mit dem Bremselement (90) gelenkig verbundenen Trittteil (80 ; 180,280), wobei das Trittteil (80 ; 180,280) derart ausgebildet und im Vorderbacken (60,260) integriert angeordnet ist, dass es bei einer durch den Skischuh im Bereich der Schuhspitze auf das Trittteil (80 ; 180, 280) ausgeübten Kraft, die bezüglich des Skis nach unten gerichtet ist, das Bremselement (90) in eine nichtbremsende Stellung hochhält.
14. TelemarkSkibindung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Trittteil (180) mit einer Verriegelungsvorrichtung (188) versehen ist, die derart ausgebildet und am Trittteil (180) angeordnet ist, dass sie das Trittteil (180) in der Position zum Hochhalten des Bremseiementes (90) verriegelt, solange der Skischuh eine bezüglich des Skis nach unten gerichtete Kraft auf das Trittteil (180) ausübt.
15. TelemarkSkibindung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Trittteil (280) mit wenigstens einer um eine horizontale Querachse drehbaren Rolle (201,203) an seiner Oberseite versehen ist, um beim Einsteigen in die Bindung das Einschieben der Skischuhspitze in den Vorderbacken (260) zu unterstützen, und dass das Trittteil (280) mit einer hinter der Skischuhspitze angeordneten Rückhaltekante (207) versehen ist, um bei angehobener Schuhferse ein unerwünschtes Herausschieben der Skischuhspitze aus dem Vorderbacken (260) zu verhindern.
16. TelemarkSkibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinterbacken (20,320) mit seitlich nach unten ragenden Stützen (26) versehen ist, welche in einer Bindungsposition mit abgesenkter Ferse über einen entsprechend ausgebildeten, fest auf der Skioberseite angebrachten Wulst (28) greifen, um in dieser Position den Hinterbacken (20,320) gegen seitliche Verschiebungen zu fixieren.
17. TelemarkSkibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Sohlenhalter (40. 1, 40.2,40.3,340) um eine am Hinterbacken (20,320) befestigte, im wesentlichen vertikale mittige Schwenkachse (32,332) schwenkbar am Hinterbacken (20,320) angeordnet ist, um die Seitwärtsauslösung zu gewährleisten.
18. TelemarkSkibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, gekennzeichnet durch eine Ausbildung und Anordnung des Hinterbackens (20,320) sowie des hinteren Sohelnhalters (40.1,40.2,40.3,340) derart, dass eine StepInFunktion geschaffen wird.
Description:
Telemark-Skibindung

Technisches Gebiet Die vorliegende Erfindung betrifft eine Skibindung, insbesondere eine zum Telemark- Skifahren geeignete Bindung (nachfolgend als Telemark-Skibindung bezeichnet).

Stand der Technik Beim Skifahren und/oder Tourengehen im sogenannten Telemark-Stil wird mit vom Ski abhebbarer Ferse (auch freie Ferse genannt) nicht nur aufgestiegen, sondem auch

hinuntergefahren. Während der Abfahrt wird beim Telemark-Skifahren das Kurvenfahren mittels eines Ausfallschrittes vorgenommen. Dazu muss die Schuhferse von der Skioberseite des Skis an der Kurveninnenseite abgehoben werden. Im Gegensatz etwa zu einer Skitourenbindung der z. B. in WO-A-96/23559 (Fritschi) beschriebenen Art, die bloss zum Aufsteigen mit freier Ferse vorgesehen ist, wobei beim Aufsteigen kaum wesentliche Lenkkräfte auf den Ski zu übertragen sind, muss bei Telemark-Skibindungen (d. h. Skibindungen, die zum Telemark-Skifahren geeignet sind) auch in der Position mit abgehobener Ferse der Ski noch kontrolliert führbar sein.

Seit Jahrzehnten bekannte Telemark-Skibindungen umfassen üblicherweise einen fest an einem Ski angebrachten Vorderbacken mit einem vorderen Sohlenhalter zum Niederhalten und seitlichen fixieren der Schuhsohle an der Schuhspitze sowie eine mit Zugfedem versehene Kabeizugvorrichtung, mittels welcher die Schuhferse im wesentlichen zum Vorderbacken hin fedemd fixiert wird. Senkrecht zur Skilängsrichtung wird die Ferse frei gelassen, um ein Abheben der Ferse vom Ski zu ermöglichen. Beim Abheben der Ferse wird die Sohle des Telemark-Skischuhs in Längsrichtung durchgebogen, wobei die vorderste Partie der Schuhsohle durch den Sohlenhalter fest auf der Skioberseite niedergehalten und auch gegen seitliche Verschiebungen fixiert wird. Dadurch kann der Skiläufer den Ski selbst bei abgehobener Ferse immer noch über den vorne fest mit dem Ski verbundenen Telemark-Skischuh lenken, indem im Fussballen-und Zehenbereich Lenkkräfte auf den Ski übertragen werden. Die seitliche Führung des Skischuhs bei abgehobener Ferse ist jedoch relativ gering. Zudem werden die Kabeizüge bei dieser Art von Telemark-Skibindungen beim Gebrauch infolge ihrer grosser Beanspruchung relativ häufig durchgescheuert.

In der Patentschrift US-A-4 887 833 (Bailey) wird eine u. a. auch zum Telemark- Skifahren geeignete Skibindung beschrieben, bei der die Kabeizugvorrichtung durch einen Träger ersetzt ist, an welchem ein zur Fixierung der Skischuhferse auf dem Träger ausgebildeter Fersenhalter angeordnet ist. Der Träger ist im Bereich der Schuhspitze um eine erste horizontale Querachse schwenkbar an einem auf dem Ski befestigten Vorderbacken angelenkt und im Ballenbereich um eine zur ersten Querachse parallelen zweiten Querachse knickbar. Dadurch wird das Abheben der

Schuhferse bei gleichzeitig im Vorderbacken fixierter Schuhspitze ermöglicht, ohne dass dazu eine Kabelzugvorrichtung nach Art der altbekannten Telemark-Bindungen erforderlich wäre. Zur Fixierung des Schuhs in der Bindung wird einerseits die Skischuhspitze mittels eines Fixationsbügels fest auf am Vorderbacken angebrachte Dornen gedrückt, welche in entsprechende Bohrungen in der Schuhsohle eingreifen.

Andrerseits wird der Skischuh mittels des Fersenhalters und zusätzlich miftels eines den Schuh umschlingenden Befestigungsriemens im Fersenbereich am Träger fixiert.

Durch diese Massnahmen wird der Schuh fest mit der Bindung verbunden und insbesondere jegliches seitliche Verschieben des Skischuhs bezüglich der Bindung (und somit bezüglich des Skis) verhindert, um eine gute seitliche Führung des Skis auch bei abgehobener Ferse zu gewährleisten. Die feste Verbindung zwischen dem Ski und dem Skischuh erweist sich jedoch im Falle eines Sturzes des Skiläufers als gefährlich, weil dann unkontrollierte Kräfte von den Skis auf die Beine des Skitäufers übertragen werden und zu erheblichen Verletzungen des Skiläufers führen können.

Darstellung der Erfindung Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Telemark-Skibindung, welche einerseits eine gute Skiführung auch bei abgehobener Schuhferse gewährleistet und andrerseits im Falle eines Sturzes die Verletzungsgefahr für den Skiläufer vermindert.

Die Lösung der Aufgabe ist Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche.

Gemäss der Erfindung weist eine Telemark-Skibindung einen fest (d. h. unverschieblich und unverschwenkbar) an einem Ski anbringbaren Vorderbacken auf, an welchem unverschwenkbar bezüglich des Skis ein vorderer Sohlenhalter angeordnet ist. Dieser ist ausgebildet, um die Sohle eines Skischuhs im Bereich der Schuhspitze am Ski zu fixieren. Die Skibindung weist weiter einen Träger auf, der an einer von der Schuhspitze in Richtung zur Schuhferse hin zurückversetzten Stelle an einem fest am Ski anbringbaren Halteteil um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite veriaufende Gelenkachse schwenkbar angelenkt ist, sowie einen am Träger angeordneten Hinterbacken mit einem hinteren Sohlenhalter. Letzterer ist

ausgebildet, um die Schuhsohle an der Schuhferse am Träger zu fixieren. Die erfindungsgemässe Telemark-Skibindung zeichnet sich dadurch aus, dass der hintere Sohlenhalter bezüglich des Hinterbackens seitlich ausschwenkbar ausgebildet ist, um die Funktion der Seitwärtsauslösung einer Sicherheitsskibindung zu gewährleisten.

Der vordere Sohlenhalter ist derart ausgebildet, dass die Schuhsohle eines in die Bindung eingesetzten Skischuhs an oder im Bereich der Schuhspitze durch den vorderen Sohlenhalter bezüglich des Skis fixiert wird. D. h., die Schuhsohle wird (in an sich bekannter Art) durch den vorderen Sohlenhalter auf dem Ski (bzw. auf einer auf der Skioberseite angebrachten Sohlenauflage) niedergehaften und gleichzeitig an seitlichen Verschiebungen sowie an Verschiebungen nach vorne bezüglich des Skis gehindert. Um eine gute seitliche Skiführung auch bei abgehobener Schuhferse zu gewährleisten ist jedoch gemäss der Erfindung der vordere Sohlenhalter vollkommen unverschwenkbar am Vorderbacken angeordnet, dies im Unterschied etwa zum vorderen Sohlenhalter einer gebräuchlichen alpinen Sicherheitsskibindung, der zur Gewährleistung einer Seitwärtsausiösung bezüglich des Vorderbackens seitlich ausschwenkbar ist.

Der hintere Sohlenhalter ist derart ausgebildet, dass die Schuhsohle des in die Bindung eingesetzten Skischuhs an oder im Bereich der Schuhferse durch den hinteren Sohlenhalter bezüglich des Trägers fixiert wird. D. h., die Schuhsohle wird in an sich bekannter Art (wie sie z. B. in WO-A-96/23559 beschriebenen ist) durch den hinteren Sohlenhalter auf dem Träger (bzw. auf einer am Träger angebrachten Sohlenauflage, die als Teil des Hinterbackens ausgebildet sein kann) niedergehalten und gleichzeitig an seitlichen Verschiebungen sowie an Verschiebungen nach hinten bezüglich des Trägers gehindert. Um die Funktion der Seitwärtsauslösung einer Sicherheitsskibindung zu gewährleisten ist jedoch gemäss der Erfindung der hintere Sohlenhalter bezüglich des Hinterbackens seitlich ausschwenkbar ausgebildet, dies im Unterschied etwa zum hinteren Sohlenhalter einer gebräuchlichen alpinen Sicherheitsskibindung, der nicht seitlich ausschwenkbar ist. Aufgrund der im Hinterbacken verwirklichten Sicherheits-Seitwärtsaustösung wird bei übermässigen Seitwärtskräften zwischen dem Ski und dem Skischuh der Skischuh aus der Bindung freigegeben, wodurch im Falle eines Sturzes Verletzungen des Skiläufers verhindert werden können.

Weil der Hinterbacken mit dem hinteren Sohlenhalter durch den Träger getragen wird, ist für die erfindungsgemässe Bindung kein Kabelzug zum Halten der Schuhferse erforderfich, wodurch die mit den Kabeizügen bisheriger Teiemark-Skibindungen verbundenen Nachteiie entfallen. Der Träger ist um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite verlaufende Gelenkachse schwenkbar am Halteteil angelenkt.

Dadurch kann die Schuhferse eines in der Bindung aufgenommenen Telemark- Skischuhs von der Skioberseite abgehoben und in einer durch die Skilängsrichtung und die Ftächennormaie zur Skioberseite definierten Ebene schwenkbar bewegt werden.

Durch die Anlenkung des Trägers an einer von der Schuhspitze in Richtung zur Schuhferse hin zurückversetzten Stelle einerseits und die unverschwenkbare Anordnung des vorderen Sohlenhalters am Vorderbacken andrerseits wird gewahrleistet, dass die Sohle eines Telemark-Skischuhs, die in Längsrichtung biegbar ist, im Fussballen-oder Fussspitzenbereich auch bei abgehobener Ferse noch teilweise auf dem fest am Ski angebrachten Vorderbacken oder der Skioberseite aufliegt. Durch den Kontakt zwischen der Schuhsohle in ihrem vordersten Bereich und dem Vorderbacken bzw. der Skioberseite wird die zum Lenken beim Telemark- Skifahren erforderliche Kraftübertragung vom Ballen-und/oder Zehenbereich auf den Ski ermöglicht.

Gemäss einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung ist der vordere Sohlenhalter vollkommen fest am Vorderbacken angeordnet und als integraler Bestandteil desselben ausgebildet. In diesem Fall können der Vorderbacken und der vordere Sohlenhalter als ein einziges einstückiges Formteil ausgebildet sein, wodurch eine besonders einfache und stabile Konstruktion des Vorderbackens mitsamt dem vorderen Sohlenhalter ermöglicht wird. Es ist jedoch auch möglich, den vorderen Sohlenhalter wahlweise in der Höhe verstellbar (z. B. mittels eines Verstellschraube) am Vorderbacken anzuordnen, um die Möglichkeit zu einer Anpassung an unterschiedliche Sohlenhöhen zu schaffen.

Vorzugsweise ist auch das Halteteil als integraler Bestandteil des Vorderbackens ausgebildet, wobei der Vorderbacken, der vordere Sohlenhalter und das Halteteil als ein einziges einstückiges Formteil ausgebildet sein können. Der Träger kann am gleichen Stück des Vorderbackens angelenkt sein, an dem auch der vordere Sohlenhalter angeordnet ist. Dadurch kann die relative Position der Träger-

Anlenkungsstelle bezüglich der Position des Sohienhalters durch eine entsprechende Ausgestaltung des Vorderbackens genau vorgegeben werden. Als Alternative dazu kann das Halteteil auch als separates Teil ausgebildet sein, das von dem den vorderen Sohlenhalter tragenden Vorderbacken getrennt ist. Dadurch kann die relative Position der Träger-Anlenkungsstelle bezüglich der Position des Sohlenhalters während der Montage der Bindung auf dem Ski festgelegt werden.

Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind der Vorderbacken sowie der vordere Sohlenhalter derart ausgebildet und angeordnet, dass sie einen wenigstens in einem Abschnitt nach vorne sich verengenden Aufnahmeraum für die Skischuhspitze bilden, in welchen zum Einsetzen des Skischuhs in die Bindung die Schuhspitze nach vorne einschiebbar ist. Der Aufnahmeraum wird durch den Vorderbacken und den vorderen Sohlenhalter weiter derart begrenzt, dass die Schuhspitze bei in der Bindung eingesetztem Skischuh lediglich noch nach hinten aus dem Aufnahmeraum herausschiebbar ist und in alle anderen Richtungen durch den Vorderbacken und/oder den Sohlenhalter unverschiebbar fixiert wird. Dadurch ist der in die Bindung eingesetzte Schuh in seinem Zehenbereich gut mit dem Vorderbacken und somit mit dem Ski verbunden, was Voraussetzung für eine optimale Skiführung ist.

Vorzugsweise ist die Gelenkachse in Skilängsrichtung um wenigstens 4.0 cm von der Schuhspitze bzw. von der für diese vorgesehenen Stelle im Vorderbacken zurückversetzt angeordnet (wobei im Zusammenhang mit der vorliegenden Beschreibung und den Patentansprüchen unter einer Schuhspitze stets die vorderste Stelle der entsprechenden Schuhsohle zu verstehen ist). Dadurch ist die Flache, auf welcher die Schuhsohle zwischen der Schuhspitze und der Gelenkachse auch bei abgehobener Ferse noch auf der Skioberseite bzw. der Sohlenauflage am Vorderbacken aufliegt, für eine ausreichende Skiführung genügend gross.

Bevorzugterweise ist Gelenkachse um wenigstens 5.0 cm, insbesondere sogar um wenigstens 6.0 cm von der Schuhspitze zurückversetzt angeordnet, um die Auflagefläche der Schuhsohle bei abgehobener Ferse zu vergrössern und dadurch die Skiführung zu verbessern. Je weiter die Gelenkachse von der Schuhspitze zurückversetzt angeordnet ist, desto besser ist einerseits die Skiführung bei abgehobener Schuhferse. Andrerseits wird aber das Abheben der Ferse von der Skioberseite um so mehr behindert, je weiter die Gelenkachse von der Schuhspitze

zurückversetzt angeordnet ist, weil dann ein grösserer Biegewiderstand der Schuhsohle zu überwinden ist.

Gemäss einer bevorzugten Variante der Erfindung ist der Träger als Gelenkkette mit einer Mehrzahl von steifen (d. h. torsions-und verwindungssteifen) Tragerteilen ausgebildet, die mittels Drehgelenken miteinander verbunden sind, welche je um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite verlaufende Gelenkachse schwenkbar sind. Dadurch wird die Durchbiegung der flexiblen Schuhsohle eines Telemark-Skischuhs unterstützt. Eine solcherart ausgebildete Bindung weist im Gegensatz zu gebräuchlichen Telemarkbindungen mit einem Kabeizug den Vorteil auf, dass sie torsions-und verwindungssteif ist gegen Trosions-und/oder Drehbewegungen um Drehachsen, die nicht parallel zu den Gelenkachsen der Drehgelenke verlaufen.

Dadurch wird die Lenkbarkeit des Skis bei von der Skioberseite abgehobener Ferse verbessert.

Als Alternative zur Ausbildung des Trägers als Gelenkkette kann der Träger oder zumindest ein Teil des Trägers auch aus einem flexiblen Material, z. B. aus einer elastischen Kunststoffplatte, ausgebildet sein, um die Durchbiegung der flexiblen Schuhsohle einer Telemark-Skischuhs zu unterstützen.

Beim Telemark-Skifahren ändert sich die Länge der Schuhsohle infolge der unterschiedlichen Durchbiegung der Schuhsohle in Funktion des Abhebens der Ferse von der Skioberseite. Demzufolge muss zur Anpassung der Bindung an diese Schuhsohlenlängenänderungen der Abstand zwischen dem vorderen und dem hinteren Sohlenhalter veränderbar sein. Dies wird gemäss einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung dadurch gelöst, dass bei einer Telemark-Skibindung mit einem fest an einem Ski anbringbaren Vorderbacken, an welchem unverschwenkbar bezüglich des Skis ein vorderer Sohienhaiter angeordnet ist, einem bezüglich des Skis um eine quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite verlaufende Gelenkachse verschwenkbaren Träger und einem am Träger angeordneten Hinterbacken mit einem hinteren Sohlenhalter der Hinterbacken derart in Schuhlängsrichtung verschieblich am Träger angeordnet ist, dass er im Sinne einer Vergrösserung des Abstandes zwischen dem Vorder-und dem Hinterbacken gegen die Kraft wenigstens einer Feder verschiebbar ist, wobei die Feder bzw. die Federn derart bemessen und an der

Bindung angeordnet sind, dass die Halterung des Schuhs allein durch die federverursachte Spannkraft zwischen dem Vorderbacken und dem Hinterbacken erreicht ist und die Bindung frei von zusätzlichen Schuhhalterungsmitteln ist. Dieser Aspekt der Erfindung erweist sich auch bei Telemark-Skibindungen ohne Seitwärtsauslösung als vorteilhaft. Die Feder bzw. die Federn sind derart bemessen und an der Bindung angeordnet, dass der in die Bindung eingesetzte Schuh selbst bei minimaler Schuhsohlenlänge mit ausreichender durch die Feder bzw. die Federn bewirkte Spannkraft zwischen dem Vorderbacken und dem Hinterbacken in der Bindung eingespannt ist, ohne dass weitere Schuhhalterungsmittel (d. h. Mittel zum Fixieren des Schuhs in der Bindung) erforderlich wären. Somit kann auf zusätzliche Halterungs-oder Befestigungsmittel (wie z. B. Schuhbefestigungsriemen, Klemmvorrichtungen zum Festklemmen der Schuhspitze, in Bohrungen an der Schuhsohle eingreifende Dornen usw) gänzlich verzichtet werden, wobei dennoch eine spielfreie Schuhaufnahme in der Bindung und eine fur eine genügende Skiführung ausreichend feste Verbindung zwischen dem Skischuh und der Bindung sichergestellt wird. Solche zusätzliche Halterungs-oder Befestigungsmittel würden bei einer erfindungsgemässen Skibindung mit Seitwärtsausiösung die Sicherheitsfunktion der Seitwärtsausiösung stark beeinträchtigen oder sogar verunmöglichen.

Als Alternative und/oder Ergänzung zur längsverschieblichen Anordnung des Hinterbackens am Träger kann auch der Träger selbst in Trägerlängsrichtung verstellbar ausgebildet sein, indem z. B. zwei Trägerteile längsverschieblich miteinander verbunden und durch eine oder mehrere Federn zusammengehalten werden.

Vorzugsweise sind bei einer Telemark-Skibindung gemäss der Ausführungsform mit verschieblich am Träger angeordnetem Hinterbacken die Feder bzw. die Federn für die Längenanpassung als Teil einer vom Träger unabhängigen Funktionseinheit ausgebildet, welche weiter ein wahlweise in Längsrichtung entlang des Trägers verschiebliches und in einer gewünschten Schiebeposition am Träger fixierbares Verankerungselement umfasst, wobei die Feder bzw. die Federn derart angeordnet sind, dass sie zwischen dem Hinterbacken und dem Verankerungselement wirken. Das Verankerungseiement dient zur Einstellung des Abstandes zwischen dem vorderen Sohlenhalter und dem hinteren Sohlenhalter für unterschiedliche Schuhgrössen bzw.

Schuhsohleniängen und bestimmt im wesentlichen die Längsposition des Hinterbackens am Träger.

Für die Längenanpassung infolge der Sohlendurchbiegung können zwei zylindrische Schraubendruckfedern vorgesehen sein, die durch Federführungsmittel in Trägeriängsrichtung geführt werden, wobei die beiden Schraubendruckfedern derart zwischen einer Hinterbackenpartie und einer Partie des Verankerungseiementes angeordnet sind, dass sie eine Druckkraft zwischen dem Hinterbacken und dem Verankerungselement bewirken. Die Federführungsmittel können zwei sich im wesentlichen in Trägerlängsrichtung erstreckenden Führungsstäbe umfassen, welche an ihren vorderen Längsenden fest an einer Partie des Hinterbackens angebracht sind, während die hinteren Stabenden in gleitender Funktion durch Bohrungen in einer quer zu den Führungsstäben angeordneten plattenförmigen Partie des Verankerungselementes hindurch geführt sind, wobei die beiden Schraubendruckfedern derart zwischen der die Stabenden haltenden Hinterbackenpartie und der ptattenförmigen, bezüglich der Stäbe in Längsrichtung verschieblichen Partie des Verankerungselementes angeordnet sind, dass sie eine Druckkraft zwischen dem Hinterbacken und dem Verankerungseiement bewirken.

Weiter kann das Verankerungselement mit einer fest an ihm angebrachten Verzahnung versehen sein, welche zum Fixieren der Längsposition des Verankerungseiementes in eine entsprechende fest am Träger angebrachte Verzahnung einrastbar und zum Verschieben des Verankerungselementes aus der Trägerverzahnung ausrastbar ist.

Gemäss einer bevorzugten Variante der Erfindung ist am Halteteil ein erstes steifes Trägerteii um die quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite verlaufende Gelenkachse schwenkbar angelenkt, und am ersten Trägerteil um eine zu dieser Gelenkachse parallele weitere Gelenkachse schwenkbar ein zweites steifes Trägerteii angelenkt, an welchem der Hinterbacken in Schuhlängsrichtung verschieblich angeordnet ist. Die Gelenkachse zwischen dem Halteteil und dem ersten Trägerteil ist vorzugsweise um ca. 1/8 der Distanz zwischen dem vorderen und dem hinteren Sohlenhalter und die weitere Gelenkachse um ca. 1/3 dieser Distanz von der Fussspitze zur Ferse hin zurückversetzt angeordnet. Vorzugsweise wird der Hinterbacken durch zwei auch ais Führungsschienen dienende paraliele Längsträger

des zweiten Trägerteils in Schuhlängsrichtung geführt, wobei diese beiden Längsträger im wesentlichen auf ihrer ganzen Länge mittels einer Vielzahl von Querstreben miteinander verbunden sind, um die Torsions-und Verwindungssteifigkeit des zweiten Trägerteils zu erhöhen. Das zweite Trägerteil kann in diesem Fall nach Art einer Fachwerks ausgebildet sein mit zwei steifen, randseitig angeordneten Parallelträgern, die gleichzeitig als Führungsschienen zum Führen des Hinterbackens dienen, und einer Vielzahl von zwischen den Parallelträgern angeordneten Verbindungsstreben und/oder Verbindungsplatten. Bevorzugterweise sind die Querstreben derart ausgebildet und angeordnet, dass sie gleichzeitig als trägerseitige Verzahnung verwendbar sind, in welche zum Fixieren der Längsposition eines Verankerungseiemente gemäss der weiter oben beschriebenen Ausführungsart der Erfindung eine Verzahnung dieses Verankerungselementes einrastbar ist.

Vorzugsweise sind bei einer erfindungsgemässen Telemark-Skibindung mit einer Feder bzw. Federn für die Längenanpassung infolge der Sohlendurchbiegung und einem Verankerungselement diese Feder bzw. Federn und das Verankerungselement in einem im wesentlichen geschlossenen Hohiraum des Hinterbackens angeordnet.

Dadurch sind sie vor Schnee und oder vor Nässe geschützt, so dass ihre Funktion nicht durch Vereisung beeinträchtigt wird. Der Träger kann in diesem Fall durch eine den Träger eng umschliessende Öffnung in einer den Hohiraum begrenzten Wand des Hinterbackens hindurch in gleitender Funktion in den Hohiraum hinein geführt sein, damit der Hinterbacken bezüglich des Trägers verschieblich ist.

Vorzugsweise ist die Tefemark-Skibindung gemäss der Erfindung mit einer Skibremse versehen, die ein Bremselement und ein mit diesem gelenkig verbundenes Trittteil umfasst. Das Tritteil kann plattenförmig ausgebildet sein. Das Bremselement ist an einem fest am Ski anbringbaren Halteteil angelenkt, wobei dieses Bremselement- Halteteil vorzugsweise als integraler Bestandteil des Vorderbackens ausgebildet ist.

Das Trittteil ist derart ausgebildet und im Vorderbacken integriert angeordnet, dass es bei einer durch den Skischuh im Bereich der Schuhspitze auf das Trittteil ausgeübten Kraft, die bezüglich des Skis nach unten gerichtet ist, das Bremselement in eine nichtbremsende Stellung hochhält. Durch diese Anordnung wird gewährleistet, dass die Skibremse einerseits auch bei abgehobener Schuhferse in der nichtbremsenden Stellung hochgehalten wird, solange die Skischuhspitze eine nach unten gerichtete

Kraft auf das Trittteil ausübt, und andrerseits bei einer Trennung des Skischuhs von der Bindung in Funktion tritt, um den Ski zu bremsen, und zwar selbst dann, wenn der Skischuh in einer Bindungsposition mit abgehobener Schuhferse von der Bindung getrennt wird.

Um die Sicherheit des Hochhaltens des Bremselementes in nichtbremsender Stellung weiter zu verbessern kann das Trittteil mit einer Verriegelungsvorrichtung versehen sein, die derart ausgebildet und am Trittteil angeordnet ist, dass sie das Trittteil in der Position zum Hochhalten des Bremselementes verriegelt, solange der Skischuh eine bezüglich des Skis nach unten gerichtete Kraft auf das Trittteil ausübt. Dadurch wird gewährleistet, dass die Skibremse erst bei einer vollständigen Entlastung des Trittteils durch den Skischuh in ihre Bremsstellung springt. Auf diese Art können ungewollte Bremsungen der Skibremse verhindert werden.

Zur Unterstützung des Einschiebens der Skischuhspitze in den Vorderbacken während des Einsteigens in die Bindung kann das Trittteil mit einer oder mehreren um horizontale Querachsen drehbaren Rollen an seiner Oberseite versehen sein. Weiter kann das Trittteil mit einer hinter der Skischuhspitze angeordneten Rückhaltekante versehen sein, um bei angehobener Schuhferse ein unerwünschtes Herausschieben der Skischuhspitze aus dem Vorderbacken zu verhindern.

Gemäss einer weiteren bevorzugten Variante der Erfindung ist der Hinterbacken mit seitlich nach unten ragenden Stützen versehen, welche in einer Bindungsposition mit abgesenkter Ferse über einen entsprechend ausgebildeten, fest auf der Skioberseite angebrachten Wulst greifen, um in dieser Position den Hinterbacken gegen seitliche Verschiebungen bezüglich des Skis zu fixieren. Dadurch kann die Lenkbarkeit des Skis in einer Bindungsposition mit abgesenkter Schuhferse weiter verbessert werden.

Gemäss einer bevorzugten Variante der Erfindung ist der hintere Sohlenhalter um eine fest am Hinterbacken angebrachte, im wesentlichen vertikale mittige Schwenkachse schwenkbar am Hinterbacken angeordnet, um die Seitwärtsauslösung zu gewährleisten. Die Auslösevorrichtung für die Seitwärtsauslösung des Hinterbackens der erfindungsgemässen Telemark-Skibindung kann insbesondere nach Art der in WO- A-96/23559 beschriebenen Seitwärts-Auslösevorrichtung für einen Vorderbacken

ausgebildet sein. So kann bei dieser Erfindungsvariante der hintere Sohlenhalter zwei beidseits der mittigen Schwenkachse nach unten vorragende Mitnehmeransätze aufweisen, die an freien Stirnflächen eines Druckstückes anliegen und dadurch den Sohlenhaiter gegen ein seitliches Ausschwenken abstützen, wobei das Druckstück in Bindungslängsrichtung verschiebbar am Hinterbacken gelagert ist und durch eine in einem Hohlraum des Hinterbackens aufgenommene Druckfeder belastet ist.

Vorzugsweise ist der die Druckfeder aufnehmende Hohiraum in einem Bereich unterhalb der Schuhferse angeordnet, wodurch sich eine sehr kompakte, gewichtssparende Konstruktion ergibt.

Zur Unterstützung der Seitwärtsauslösung kann der Hinterbacken mit seitlich am Sohlenhalter angebrachten, um vertikale Drehachsen drehbaren Rollen versehen sein.

Weiter kann als Auflage für die Schuhsohle im Fersenbereich eine seitlich ausschwenkbare Gleitplatte vorgesehen sein, um eine von der Reibung der Schuhsohle im wesentlichen unabhängige Seitwärtsausiösung zu gewährleisten.

Im Gegensatz zu den bisher bekannten Telemark-Skibindungen, bei denen ein Einsteigen in die Bindung ohne eine Betätigung der Kabeizugvorrichtung oder des Fersenhalters von Hand nicht mögfich ist, ist die erfindungsgemässe Telemark- Skibindung durch eine entsprechende Ausbildung des Hinterbackens vorzugsweise derart ausgebildet, dass eine sogenannte Step-In-Funktion bereitgestellt wird, so dass zum Einsteigen in die Bindung keine Bindungsteile von Hand betätigt werden müssen.

Zur Bereitstellung einer Step-In-Funktion kann der hintere Sohlenhalter z. B. nach Art eines üblichen Fersenautomats um eine horizontale Querachse schwenkbar am Hinterbacken angelenkt sein. Der Fersenautomat-Schwenkmechanismus für die erfindungsgemässe Telemark-Skibindung muss bloss das Ein-und Aussteigen aus der Bindung ermöglichen, denn eine Sicherheitsauslösung um die horizontale Querachse ist bei einer Telemark-Skibindung mit freier Ferse nicht erforderlich. Deshalb kann der Fersenautomat für die erfindungsgemässe Telemark-Skibindung wesentlich einfacher konstruiert sein als z. B. der Fersenautomat für eine gebräuchliche Alpin-Skibindung, welcher auch eine Sicherheitsauslösung um die horizontale Querachse gewährleisten muss.

Die nachfolgende detaillierte Beschreibung der vorliegenden Erfindung dient in Ver- bindung mit den beiliegenden Zeichnungen nur als Beispiel für ein besseres Verständ- nis der Erfindung und ist nicht als Einschränkung des Schutzbereichs der Patentan- sprüche aufzufassen. Für den Fachmann sind aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen und der Gesamtheit der Patentansprü- che weitere vorteilhafte Ausführungsarten und Merkmaiskombinationen ohne weiteres erkennbar, die jedoch immer noch innerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung liegen.

Kurze Beschreibung der Zeichnung Die Zeichnungen steifen bevorzugte Ausführungsarten der vorliegenden Erfindung dar.

Es zeigen : Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsart der erfindungsgemässen Telemark- Skibindung in einer schematischen Seitenansicht, mit der Skibremse in einer nichtbremsenden Stellung ; Fig. 2 die Bindung aus Figur 1 in einer schematischen Draufsicht von oben ; Fig. 3 die Bindung aus Figur 1 in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht in einer Position mit von der Skioberseite abgehobener Ferse ; Fig. 4 die Bindung aus Figur 1 in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht, mit der Skibremse in einer bremsenden Stellung ; Fig. 5 schematische, teilweise geschnittene Seiten-Teilansicht des Hinterbackens der Bindung aus Figur 1 in seiner Offenstellung ; Fig. 6 Querschnitt durch einen Träger der Bindung aus Figur 1 ;

Fig. 7. a Hinterbacken der Bindung aus Figur 1, in einer bez. des Trägers nach hinten verschobener Position, in einer teilweise geschnittenen Draufsicht von oben ; Fig. 7. b Hinterbacken der Bindung aus Figur 1 in einer bez. des Trägers nach vorne verschobener Position, in einer teilweise geschnittenen Draufsicht von oben ; Fig. 8 schematische, teilweise geschnittene Seiten-Detailansicht eines Trittteils für eine Tetemark-Skibindung gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ; Fig. 9 schematische Seitenansicht des Vorderbackens einer Telemark- Skibindung gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, mit der Skibremse in einer bremsenden Stellung ; Fig. 10 Hinterbacken einer Telemark-Skibindung gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in geschlossener Stellung, in einer schematischen, teilweise geschnittenen Seitenansicht ; Fig. 11 Hinterbacken aus Figur 10 in Offenstellung, in einer der Figur 10 entsprechenden schematischen, teilweise geschnittenen Seitenansicht.

Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Wege zur Ausführung der Erfindung Die in den Figuren 1 bis 7 dargestellte Telemark-Skibindung gemäss einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung umfasst einen Vorderbacken 60, einen Hinterbacken 20

und einen die beiden Bindungsbacken 20, 60 verbindenden Träger mit einem am Vorderbacken 60 angelenkten ersten Trägerteil 10 und einem zweiten, den Hinterbacken 20 tragenden Trägerteil 14, wobei das erste Trägerteii 10 um eine erste, quer zur Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite verlaufende Gelenkachse 2 schwenkbar am Vorderbacken 60 und das zweite Trägerteil 14 um eine zweite, zur ersten parallelen Gelenkachse 8 schwenkbar am ersten Trägerteil 10 angelenkt sind.

Die Bindung ist zur Aufnahme eines Skischuhs nach Norm 75 ausgebildet. Die Bindung ist weiter mit einer Skibremse versehen, um den Ski im Falle eines Auslösens der als Sicherheitsskibindung konzipierten Telemark-Skibindung zu bremsen.

In Fig. 1 ist die Telemark-Skibindung in einer schematischen Seitenansicht dargestellt.

Der Hinterbacken 20 befindet sich in seiner Schliessstellung, und die Skibremse ist in ihrer hochgehaltenen, nichtbremsenden Stellung dargestellt. Mit unterbrochenen Linien ist in Fig. 1 weiter schematisch der Umriss eines in der Bindung aufgenommenen und durch diese auf dem Ski fixierten Skischuhs mitsamt seiner Schuhsohle dargestellt. In Fig. 2 ist die Bindung aus Fig 1 mit gleicher Stellung des Hinterbackens 20 und der Skibremse in einer schematischen Draufsicht von oben dargestellt, und Fig. 3 zeigt die Bindung aus Fig. 1 mit gleicher Stellung des Hinterbackens 20 und der Skibremse in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht in einer Position mit von der Skioberseite abgehobener Ferse. In Fig. 4 ist die Bindung aus Fig. 1 in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht dargestellt. Der Hinterbacken 20 befindet sich nach wie vor in seiner Schliessstellung, während die Skibremse in einer abgesenkten, bremsenden Stellung dargesteilt ist. Fig. 5 zeigt den Hinterbacken 20 der in den Figuren 1 bis 7 dargestellten Bindung in seiner Offenstellung. Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch das zweite Trägerteil 14 des zweiteiligen Trägers (10,14), welcher den Hinterbacken 20 mit dem Vorderbacken 60 verbindet, und die Figuren 7. a und 7. b veranschaulichen die zum Zwecke einer Längenanpassung infolge der Sohlendurchbiegung verschiebbare Anordnung des Hinterbackens 20 am zweiten Trägerteil 14.

Der einstückig ausgebildete Vorderbacken 60 weist eine fest an einem Ski anbringbare, im wesentlichen piattenförmige Sockelpartie 62 auf. An deren vorderen Ende ist die sich nach oben erstreckende und nach vorne gewölbte Vorderwand 64 angeformt. An der zum Schuh hin weisenden Seite dieser Vorderwand ist der vordere Sohlenhalter 66 angeformt, der die Form eines Wulstes aufweist. In einer im wesentlichen zur

Skioberseite paralielen Ebene weist der wutstförmige vordere Sohlenhalter 66 einen bogenförmigen Grundriss auf, welcher der durchschnittlichen Aussenform einer Skischuhspitze entspricht. Die zum Schuh weisende Seite der Vorderwand 64 des Vorderbacken ist auf ähnliche Weise bogenförmig ausgebildet, wobei ihr Grundriss der durchschnittlichen Aussenform der Spitze einer Skischuhsohle nach Norm 75 entspricht.

Die Sockelpartie 62 des Vorderbackens 60 ist mit einer ersten durchgehenden, quer zu Skilängsrichtung und parallel zur Skioberseite verlaufenden Bohrung versehen. Diese ist zur Aufnahme der ersten Gelenkachse 2 ausgebildet, an welcher das erste Trägerteil 10 angelenkt ist. Die Stelle der Sockelpartie 62 mit dieser Bohrung bildet somit ein Halteteil, um den nachfolgend beschriebenen, im wesentlichen zweiteiligen Träger 10,14 am Ski festzuhalten. Die erste Gelenkachse 2 ist um ca. 1/8 der Distanz zwischen dem vorderen 66 und dem hinteren Sohlenhalter 40. 1, 40.2,40.3 von der für die vorderste Sohlenspitze vorgesehenen Stelle am Vorderbacken 60 zur Ferse hin zurück versetzt angeordnet.

An der Sockelpartie 62 des Vorderbackens 60 sind weiter zwei seitliche Stützwände 68 angeformt, die mit je einer Bohrungen zur Aufnahme und schwenkbaren Lagerung eines nachfolgend ausführlicher beschriebenen Bremselementes 90 für die Skibremse versehen sind. Die beiden Stützwände 68 mit den Bohrungen bilden ein Bremselement-Halteteil, um das Bremselement 90 am Ski festzuhalten. Die beiden Bohrungen sind im wesentlichen parallel zur ersten Gelenkachse 2 und zueinander fluchtend angeordnet und definieren eine zur ersten Gelenkachse 2 im wesentlichen parallele erste Drehachse 6, um welche herum das Bremselement 90 schwenkbar an den beiden Stützwänden 68 angelenkt ist. Die beiden Stützwände 68 erstrecken sich seitlich an der Sockelpartie 62 des Vorderbackens 60 ungefähr von der Stelle der ersten Gelenkachse 2 an nach hinten.

Das erste Trägerteil 10 ist im wesentlichen U-förmig ausgebildet mit zwei Schenkeln 11,12 und einem die beiden Schenkeln 11,12 verbindenden Steg 13. Die beiden Schenkel 11,12 weisen an ihrem vom Steg 13 entfernten Schenkelenden je eine Bohrung auf, die zur Aufnahme der ersten Gelenkachse 2 ausgebildet sind, um das erste Trägerteil 10 am Vorderbacken 60 anzulenken. An seinem stegseitigen

Längsende ist das erste Trägerteil 10 mit einer zu den beiden Bohrungen in den Schenkeln 11,12 im wesentlichen parallelen Bohrung versehen, die zur Aufnahme einer zweiten Gelenkachse 8 ausgebildet ist, an welcher das zweite Trägerteil 14 angelenkt ist. Die zweite Gelenkachse 8 ist um ca. 1/3 der Distanz zwischen dem vorderen 66 und dem hinteren Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 von der für die vorderste Sohlenspitze vorgesehenen Stelle am Vorderbacken 60 zur Ferse hin zurück versetzt angeordnet.

Im wesentlichen zwischen den beiden Schenkeln 11,12 des ersten Trägerteils 10 und über der Sockelpartie 62 des Vorderbackens 60 ist ein Trittteil 80 für die Skibremse angeordnet. Das Trittteif 80 der in den Figuren 1 bis 7 dargestellten Bindung entspricht im wesentlichen dem in Fig. 8 abgebildeten Trittteil 180, welch letzteres sich bloss durch einen zusätzlichen Verriegelungshebel 188 von ersterem unterscheidet. Das Trittteil 80 hat einen länglichen Grundriss und erstreckt sich in Längsrichtung nach vorne über die Position des vorderen Sohlenhalters 66 hinaus vor, bis in die durch die Vorderwand 64 des Vorderbackens gebildete Wölbung hinein. Als Anschlag für den vorderen Rand der Skischuhsohle ist am Trittteil 80 in der Nähe ihres vorderen Randes eine sich ungefähr rechtwinklig zur Grundfläche nach oben erstreckende Wand 82 angeformt. Diese Wand 82 dient gleichzeitig dazu, das Trittteil 80 in seinem vorderen Bereich in der durch die Vorderwand 64 des Vorderbackens 60 gebildeten Wölbung längsverschieblich und um eine parallel zur Skioberseite verlaufende Querachse verschwenkbar festzuhalten, indem sie hinter einen entsprechend an der Vorderbackenwand 64 angeformten Vorsprung 67 greift.

In ihrer in den Figuren 1 bis 3 dargestellten abgesenkten Position, in welcher sie das Bremselement 90 für die Skibremse in einer nichtbremsenden Stellung hochhäit, liegt das Trittteil 80 auf entsprechend ausgebildeten Stützen der Sockelpartie 62 des Vorderbackens 60 auf und bildet dann zusammen mit dem ersten Trägerteil 10 eine im wesentlichen ebene Auftageftäche für die Skischuhsohle in deren Zehen-und Ballenbereich.

An ihrem in der Nähe des Steges 13 des ersten Trägerteils 10 liegenden Längsende der Grundfläche des Trittteils 80 ist an diesem ein nach unten abgewinkelter wandförmiger Fortsatz 84 angeformt. Dieser Fortsatz 84 ist an seinem unteren Ende

mit einer durchgehenden Bohrung versehen, die zur Aufnahme des Steges 91 des im wesentlichen U-fömigen Bremselementes 90 für die Skibremse ausgebildet ist. Die Bohrung vertäuft im wesentlichen parallel zu den beiden Gelenkachsen 2,8 am ersten Trägerteil 10 und definiert eine zweite Drehachse 4, um welche herum das Bremselement schwenkbar am Trittteil 80 angelenkt ist.

Das Bremselement 90 ist aus einem Federstahidraht mit kreisrundem Querschnitt gefertigt und weist eine im wesentlichen U-förmige Gestalt zwei Schenkeln und dem diese verbindenden Steg 91 auf, der wie oben beschrieben in der Bohrung im Fortsatz 84 des Trittteils 80 gelagert ist. Vom Verbindungssteg 91 aus verlaufen die beiden Schenkel auf einem ersten Abschnitt 92,93 zunächst im wesentlichen rechtwinklig zum Verbindungssteg 91, danach auf einem zweiten Abschnitt 94,95 ungefähr parallel zum Verbindungssteg 91 derart, dass die beiden Schenkel auseinanderlaufen, und anschliessend auf einem dritten Abschnitt 96,97 wiederum ungefähr paraliel zum ersten Abschnitt. Auf ihrem zweiten Abschnitt 94,95 sind die beiden Schenkel je durch eine der weiter oben beschriebenen Bohrungen in den beiden Stützwänden 68 der Sockelpartie 62 des Vorderbackens 60 hindurchgeführt, um so das Bremselement 90 um die erste Drehachse 6 schwenkbar an den beiden Stützwänden 68 anzulenken. Die dritten Anschnitte 96,97 der beiden Schenkel dienen als eigentliche Bremsbeine 96,97 der Skibremse, welche zum Bremsen des Skis in den Schnee greifen.

In Fig. 4 ist zur Verdeutlichung des Bewegungsablaufs die Bewegungsbahn des das Trittteil 80 mit dem Bremselement 90 verbindenden zweiten Drehgelenks 4 durch einen Doppelpfeil 9 dargestellt. Das Bremselement 90 ist um das bezüglich des Vorderbackens 60 fixe erste Drehgelenk 6 schwenkbar. Dadurch wird das zweite Drehgelenk 4 auf einer Kreisbahn bewegt, während das Trittteil 80 an ihrem vorderen Längsende eine mit einer Längsverschiebung kombinierte Schwenkbewegung vollführt.

Zwischen dem Trittteil 80 und dem Bremselement 90 ist eine Schraubenfeder mit zwei Schenkeln derart angeordnet, dass sie die Skibremse, falls das Trittteil 80 nicht durch den Skischuh niedergehalten wird, selbsttätig in die in Fig. 4 dargestellte bremsende Stellung bringt. In dieser Stellung ist das Trittteil 80 nach oben vom Sockelteil 62 abgehoben und die beiden Schenkel des Bremselementes 90 stehen über die Skiunterseite hinaus vor, um den Ski zu bremsen. Sobald das Trittteil 80 durch den

Skischuh belastet wird, wird es entgegen der Federkraft der Schraubenfeder nach unten und nach vorne bewegt. Dabei wird die zweite Drehachse 4 und somit der Steg 91 des Bremselementes 90 auf der in Fig. 4 durch den Doppelpfeil 9 dargesteliten Kreisbahn nach unten bewegt, wobei gleichzeitig durch die Schwenkbewegung des Bremselementes 90 um die erste, fest am Vorderbacken 60 angeordnete Drehachse 6 die vorstehenden Beine 96,97 des Bremslelementes 90 hochgeschwenkt werden. Zum Niederhalten des Trittteiis 80 und somit zum Hochhalten des Bremselementes 90 reicht bereits eine relativ geringe nach unten und/oder nach vorne gerichtete Kraft des Skischuhs auf das Tritttei) 80.

Das zweite Trägerteil 14 umfasst zwei paraliele, randseitig angeordnete Längsträger 15,16 in Form von Hohlprofilen 15,16, wie im Querschnitt der Fig. 6 zu erkennen ist.

Diese sind mittels einer Vielzahl von im wesentlichen quer angeordneten platten-und strebenförmigen Verbindungselementen 3,19.4) miteinander verbunden, die insgesamt eine zwischen den Längsträgern 15,16 angeordnete Verbindungsplatte 17 bilden. Ein Teil dieser Querstreben (19.1,19.2) sind derart ausgebildet und angeordnet, dass sie eine unverschieblich am zweiten Trägerteil 14 angebrachte Verzahnung bilden, in welche zum Fixieren der Längsposition eines nachfolgend beschriebenen Verankerungselementes 21,23 eine Verzahnung 21 dieses Verankerungselementes 21,23 einrastbar ist. Am vorderen Längsende des zweiten Trägerteils 14 ist eine gabelförmige Vorderpartie 18 angeformt. Die beiden Gabelspitzen am Vorderende des zweiten Trägerteils 14 sind je mit einer Bohrung versehen, die zur Aufnahme der zweiten Gelenkachse 8 ausgebildet sind, um das zweite Trägerteil 14 am ersten Trägerteil 10 anzulenken. An seinem der gabelförmigen Vorderpartie 18 gegenüberliegenden Längsende trägt das zweite Trägerteil 14 den Hinterbacken 20, wobei die beiden Längsträger 15,16 gleichzeitig als Führungsschienen 15,16 zum Führen des Hinterbackens 20 dienen.

Der Hinterbacken 20 weist ein L-förmiges Basisteil auf, dessen einer Schenkel 22 im wesentlichen in Längsrichtung des Trägerteils 14 angeordnet ist, während der andere Schenkel 24 im wesentlichen senkrecht dazu angeordnet ist. Der in Trägerlängsrichtung angeordnete Schenkel 22 weist einen im wesentlichen geschlossenen Hohlraum auf, der vom zweiten Trägerteil 14 in Längsrichtung in einer Verschiebeführung durchsetzt wird, um den Hinterbacken 20 in Längsrichtung

verschieblich mit dem zweiten Trägerteil 14 zu verbinden. Um einerseits eine Längenanpassung infolge der Sohlendurchbiegung bereitzustellen und andrerseit eine Möglichkeit zur Einstellung der Bindung für unterschiedliche Schuhgrössen bzw.

Schuhsohlenlängen zu schaffen, ist in diesem Hohlraum eine vom Trägerteil 14 unabhängige Funktionseinheit zur Veränderung des Abstandes zwischen dem vorderen Sohlenhalter 66 und dem hinteren Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 angeordnet.

Die Funktionseinheit zur Veränderung des Abstandes zwischen dem vorderen und dem hinteren Sohlenhalter umfasst ein in Längsrichtung entlang des Trägerteils 14 verschiebiiches und in einer gewünschten Schiebeposition am Trägerteil 14 fixierbares Verankerungselement 21,23. Das Verankerungselement 21,23 umfasst ein sich in Träger ! ängsrichtung erstreckendes Federstahlblech 21, das mit einer Verzahnung versehen ist, und eine quer zur Trägerlängsrichtung angeordnete plattenförmigen Partie 23. Die Verzahnung des Federstahlblechs 21 ist in die aus den Querstreben 19.1,19.2 gebildete Verzahnung am Tragerteil 14 einrastbar, um das Verankerungselement 21,23 bezüglich des Trägerteils 14 zu fixieren. Mittels eines Betätigungshebels 25 kann das die Verzahnung aufweisende Federstahlblech 21 angehoben und somit die Verzahnung des Verankerungselementes 21,23 aus der trägerseitigen Verzahnung ausgerastet werden, worauf das Verankerungselement 21, 23 in Längsrichtung entlang des Trägerteils 14 verschoben werden und anschliessend durch Einrasten der Verzahnungen in einer gewünschten Verschiebeposition wiederum fixiert werden kann. Auf diese Art kann der Abstand zwischen dem vorderen Sohlenhalter 66 und dem hinteren Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 eingestellt werden, um die Bindung für unterschiedliche Schuhsohlenlängen einzustellen.

Der in den Figuren 10 und 11 dargestellte Hinterbacken 320 ist mit einer zu der in den Figuren 1-7 dargestellten identischen Funktionseinheit zur Veränderung des Abstandes zwischen dem vorderen und dem hinteren Sohlenhalter versehen, mit entsprechenden Verankerungselement 321,323, Betätigungshebel 325 und Schraubendruckfeder 329.1. Im Unterschied zu den Darstellungen in den Figuren 1-7 ist in den Figuren 10 und 11 die Funktionseinheit in einer Position mit angehobenem Betätigungshebel 325 dargestellt, in welcher die Verzahnung des Verankerungselementes 21,23 aus der trägerseitigen Verzahnung ausgerastet ist.

Für die Längenanpassung der Bindung infolge der Sohlendurchbiegung umfasst die Funktionseinheit weiter einen Federmechanismus mit Federführungsmitteln in Form von zwei sich im wesentlichen in Trägeriängsrichtung erstreckenden Führungsstäben 27.1,27.2, die an ihren vorderen Längsenden je fest an einer Partie des horizontalen Schenkels 22 des Hinterbackens 20 angebracht sind. Die hinteren Stabenden sind in gleitender Funktion durch Bohrungen in der quer zu den Führungsstäben 27.1,27.2 angeordneten plattenförmigen Partie des Verankerungselementes 21,23 hindurch geführt. Auf den beiden Führungsstäben 27.1,27.2 sind je eine zylindrische Schraubendruckfeder 29.1,29.2 derart angeordnet, dass sie eine Druckkraft zwischen der die Führungsstäbe haltenden Partie des Hinterbackenschenkels 22 und der plattenförmigen Partie 23 des Verankerungselementes bewirken. (Der Übersichtlichkeit halber sind in den Figuren 7. a und 7. b die Schraubendruckfedern 29.1,29.2 jeweils nur andeutungsweise an ihren Längsenden dargestellt). Bei der in den Figuren 1 bis 7 dargestellten Ausführungsart der Erfindung ist der Hinterbacken 20 auf diese Art um bis zu 75 mm in Längsrichtung bezüglich des zweiten Trägerteils 14 verschiebbar, um eine Anpassung des Abstandes zwischen dem vorderen Sohlenhalter 66 und dem hinteren Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 an eine Schuhsohlenlängenänderung infolge der Durchbiegung der Schuhsohle zu gewährleisten.

Auf dem anderen, vom zweiten Trägerteil 14 aufragenden Schenkel 24 des Hinterbacken-Basisteils ist ein Backen-Strukturteil 30 angeordnet. An der zum Schuh weisenden Seite des Backen-Strukturteils 30 ist der hintere Sohlenhalter 40.1,40.2, 40.3 angeformt. Der hintere Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 weist die Form eines Wulstes auf. In der Bindungsposition mit abgesenkter Schuhferse weist er in einer im wesentlichen zur Skioberseite parallelen Ebene einen bogenförmigen Grundriss auf, welcher der durchschnittlichen Aussenform einer Skischuhferse entspricht. Die zum Schuh weisende Seite des Backen-Strukturteils 30 ist auf analoge Weise bogenförmig ausgebildet. In der Darstellung der Figur 5 stellen die schraffierten Flächen jeweiis einen Schnitt durch die Längsmitte des Hinterbackens dar, wo die Bogenform des hinteren Sohlenhalters 40.2 und der zum Schuh weisenden Seite des Backen- Strukturteils 30 am weitesten nach hinten reicht. In durchgezogenen Linien ist weiter die Umrissform dieser Seite und des hinteren Sohlenhalters 40.3 an einem Seitenrand eingezeichnet, wo sie aufgrund der Bogenform am weitesten nach vorne reichen. Auf analoge Weise ist der Hinterbacken 20 auch in Fig. 4 dargestellt.

Das Backen-Strukturteil 30 ist um eine mittige Schwenkachse 32 seitlich ausschwenkbar auf dem aufragenden Schenkel 24 des Basisteiis des Hinterbackens 20 gelagert, wobei das Backen-Strukturteil 30 durch eine nachgiebige Auslösevorrichtung in seiner Soll-Schwenklage auf dem Backen-Basisteii zum Fixieren des Skischuhs festgehalten wird, um eine seitliche Sicherheitsauslösung der Skibindung bereit zu stellen. Die Auslösevorrichtung entspricht im wesentlichen der Seitwärts-Auslösevorrichtung am Vorderbacken einer Skitourenbindung der in WO-A- 96/23559 (Fritschi) beschriebenen Art.

Zur Unterstützung der Seitwärtsauslösung sind auf beiden Seiten des Hinterbackens, unterhalb der Seitenränder des hinteren Sohlenhalters 40.1,40.2,40.3 in an sich bekannter Weise je eine um eine vertikale Drehachse drehbare Rolle 48 angeordnet.

Weiter ist ebenfalls in an sich bekannter Weise als Auflage für die Schuhsohle im Fersenbereich eine seitlich ausschwenkbare Gleitplatte 46 auf dem am zweiten Trägerteil 14 angeordneten Schenkel 22 des Hinterbacken-Basisteils angeordnet, um eine von der Reibung der Schuhsohle im wesentlichen unabhängige Seitwärtsauslösung zu gewährleisten.

Zur Schaffung einer Schuhführungsvorrichtung, welche beim Einsteigen in und beim Aussteigen aus der Bindung den hinteren Rand der Schuhsohle um den hinteren Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 herum führt, ist am Strukturteil 30 des Hinterbackens 20 weiter eine einstückige Wippe um eine im wesentlichen horizontale Querachse 52 schwenkbar angelenkt. Die Wippe umfasst zwei ungefähr parallel zueinander und senkrecht zur Querachse 52 angeordnete Führungsarme 54,56 sowie einen Betätigungsarm 58, der sich von der Querachse 52 aus im wesentlichen in die bezüglich der Führungsarme 54,56 entgegengesetzte Richtung erstreckt.

Die Querachse 52 ist bezüglich des zweiten Trägerteils ungefähr in gleicher Höhe am Strukturteil 30 des Hinterbackens 20 angeordnet wie der wutstförmige hintere Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3. Dadurch wird die Länge der Führungsarme 54,56 minimal, die erforderlich ist, um die Schuhsohle auf einer Kreisbahn um den hinteren Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 herum zu führen.

Die Führungsarme 54,56 erstrecken sich von der Querachse 52 aus durch zwei schfitzförmige Durchgänge 34,36 im Strukturteil 30 und im hinteren Sohlenhalter 40.1, 40.2,40.3 hindurch, welche je aussermittig zwischen der Mitte und den Seitenrändern im Strukturteil 30 ausgebildet sind und in Längsrichtung verlaufen. Durch die beiden schlitzförmigen Durchgänge 34,36 wird der wulsfförmige hintere Sohlenhalter 40.1, 40.2,40.3 in drei Teile unterteilt. Die Länge der Führungsarme 54,56 ist derart bemessen, dass sie in der Nähe des hinteren Sohlenhalters 40.1,40.2,40.3 durch die schlitzfönnigen Durchgänge 34,36 hindurch jeweils über den schuhseitigen Rand des hinteren Sohlenhalters 40.1,40.2,40.3 hinaus vorstehen. Dadurch wird beim Einsteigen in und beim Aussteigen aus der Bindung der Sohienvorsprung am fersenseitigen Schuhtängsende durch die beiden Führungsarme 54,56 im wesentlichen auf einer Kreisbahn mit der Querachse 52 als Zentrum um den hinteren Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 herum geführt, wobei die beiden Führungsarme 54,56 die Schuhsohle je aussermittig berühren.

In den zur Schuhsohle hin weisenden Seiten der beiden Führungsarme 54,56 ist je eine winkelförmige Ausnehmung 57 ausgebildet, um die Unterkante der Schuhsohle aufzunehmen. Dadurch wird beim Einsteigen in und beim Aussteigen aus der Bindung, wenn die Führungsarme 54,56 die Schuhsohle berühren, diese auf zwei Seiten der Unterkante durch die Führungsarme 54,56 gehalten, um eine sichere Führung der Schuhsohle zu gewährleisten.

Oberhalb der Querachse 52 ist in den beiden schlitzförmigen Durchgängen 34,36 je eine zylindrische Schraubenfeder 44 mit zwei Schenkeln angeordnet. Indem sich bei beiden Federn 44 ein Schenkel am Backen-Strukturteil 30 und der andere an einem Noppen 45 abstützt, der an einer Seitenfläche des sich durch den schlitzförmigen Durchgang 34,36 hindurch erstreckenden Führungsarmes 54,56 angebracht ist, wirken die beiden Fedem 44 zwischen dem Backen-Strukturteil 30 und der Wippe. Die sich auf den Noppen 45 abstützenden Federschenkel können auf diesen frei gleiten und die Federn 44 sowie die Noppen 45 sind bezüglich der Querachse 52 derart angeordnet, dass ihre Wirkungslinien in einer ersten Schwenkposition der Wippe auf der einen Seite und in einer zweiten Schwenkposition auf der anderen Seite an der Querachse 52 vorbei vertaufen. Durch diese Anordnung wird eine bistabile Kippschaltvorrichtung für die Wippe geschaffen, um die Wippe nach Art eines

mechanischen Flipflops zwischen zwei stabilen Schwenkpositionen an der Querachse 52 hin und her zu schalten. Bei einer Betätigung der Wippe von der einen in die andere stabile Schwenkposition wird diese über einen Totpunkt bewegt, in welchem die Wirkungsfinien der Federn 44 durch die Querachse 52 hindurch verlaufen.

Die erste, in Fig. 5 dargestellte stabile Schwenkposition der Wippe, definiert die Offenstellung des Hinteren Bindungsbackens 20 bzw. der Bindung. In der Offenstellung sind die beiden Führungsarme 54,56 nach oben und der Betätigungsarm 58 nach unten gerichtet. In dieser Position kann zum Einsteigen in die Bindung die Schuhferse auf die Führungsarme 54,56 aufgesetzt und anschliessend nach unten gedrückt werden, ohne dass eine Manipulation von Hand erforderlich ist. Dadurch wird eine sogenannte Step-In-Funktion bereit gestellt.

Die zweite, in den Figuren 1,2,3 und 4 dargestellte stabile Schwenkposition der Wippe definiert die Schliessstellung des hinteren Bindungsbackens 20 bzw. der Bindung. In der Schliesssteilung sind die beiden Führungsarme 54,56 nach unten und der Betätigungsarm 58 nach oben gerichtet. In dieser Position wird die auf dem zweiten Trägerteil 14 durch den hinteren Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 festgehaltene Schuhsohle von keinem der beiden Führungsarme 54,56 berührt. Dadurch wird gewährieistet, dass in der Schliessstellung die Führungsarme 54,56 weder die Festhaltefunktion des hinteren Sohienhaiters 40.1,40.2,40.3 noch die Sicherheitsfunktion der Seitwärts-Auslösevorrichtung behindern.

An dem am zweiten Trägerteil 14 angeordneten Schenkel 22 des Hinterbacken- Basisteiis ist an beiden Längsseiten je eine wandförmige, nach unten ragenden Stütze 26 angeformt, welche in einer Bindungsposition mit abgesenkter Ferse über einen entsprechend ausgebildeten, fest auf der Skioberseite angebrachten Längswulst 28 greifen. Dadurch wird in der Bindungsposition mit abgesenkter Ferse der Hinterbacken 20 gegen seitliche Verschiebungen fixiert, wodurch die Lenkbarkeit des Skis in dieser Bindungsposition weiter verbessert wird.

In Fig. 3 ist die Bindung von der Skioberseite abgehobener Ferse dargestellt. Aus dieser Darstellung ist deutlich erkennbar, wie bei abgehobener Ferse durch die Sockelpartie 62 des Vorderbackens 60, das Trittteil 80, das erste Trägerteil 10 und das

zweite Trägerteil 14 eine Auflage für die Skischuhsohle geschaffen wird, welche aufgrund der Schwenkbarkeit der beiden Drehgelenke 2,8 zwischen dem ersten Trägerteil 10 und dem Vorderbacken 60 einerseits sowie dem ersten Trägerteil 10 und dem zweiten Trägerteil 14 andrerseits in Längsrichtung im wesentlichen bogenförmig ausgebildet ist, um die Durchbiegung der Sohle eines Telemark-Skischuhs in Längsrichtung zu unterstützen.

Zum Einsteigen in die Bindung wird diese erforderlichenfalls zunächst in ihre Offenstellung gebracht, indem entweder von Hand oder mittels eines Skistocks der Betätigungsarm 58 nach unten gedrückt wird. Danach wird die Schuhspitze in den Vorderbacken 60 eingesetzt, indem der Sohlenvorsprung an der Schuhspitze unter den vorderen Sohlenhalter 66 am Vorderbacken 60 geschoben wird. Dadurch wird das Trittteil 80 am Vorderbacken 60 niedergedrückt und somit die Skibremse hochgehoben.

Anschliessend wird die Schuhferse auf die Führungsarme 54,56 am Hinterbacken 20 derart aufgesetzt, dass die Unterkante der Schuhsohle durch die beiden Winkel 57 in den Führungsarmen 54,56 aufgenommen wird. Nun wird die Schuhferse nach unten gedrückt, wobei sie durch die Führungsarme 54,56 geführt wird. Beim Hinunterdrücken der Schuhferse wird der Hinterbacken 20 durch die beiden Führungsarme 54,56 zunächst entgegen der Kraft der Druckfedem 29.1,29.2 in Längsrichtung nach hinten, vom Schuh weg verschoben, bis die beiden Führungsarme 54,56 im wesentlich parallel zum zweiten Trägerteil 14 verlaufen. Beim weiteren Herunterdrücken der Schuhferse wird der Hinterbacken 20 durch die Druckfedem 29.1, 29.2 in seinem Basisteil wieder nach vorne, zum Schuh hin gedrückt, wobei der hintere Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 über den fersenseitigen Sohlenvorsprung der Schuhsohle geschoben wird. Nachdem die Schuhferse bis auf den zweiten Trägerteil 14 bzw. das Basisteii des Hinterbackens 20 abgesenkt ist und der Schuh somit vollständig in der Bindung eingesetzt ist, wird die Wippe durch die beiden Schraubenfedern 44 der Kippschaltvorrichtung noch ein wenig weiter in der Einstiesgsrichtung bewegt, bis die Schliessstellung der Bindung erreicht ist, in welcher die Schuhsohle nicht mehr durch Führungsarme 54,56 berührt wird.

Zum Aussteigen aus der Bindung wird z. B. mittels eines Skistocks der Betätigungsarm 58 nach unten gedrückt. Dadurch werden zunächst die beiden Führungsarme 54,56 derart nach vorne und nach oben bewegt, dass die beiden Winkel 57 der

Führungsarme 54,56 die Unterkante der Schuhsohle umfassen. Durch ein weiteres Herunterdrücken des Betätigungsarmes 58 wird der fersenseitige Schuhsohlenvorsprung nach vorne und nach oben bewegt, um ihn um den hinteren Sohlenhalter 40.1,40.2,40.3 herum zu führen. Da die Schuhspitze durch den Vorderbacken 60 unverschieblich festgehalten wird, wird gleichzeitig der Hinterbacken 20 durch die beiden Führungsarme 54,56 zunächst entgegen der Kraft der Druckfedern 29.1,29.2 in Längsrichtung nach hinten, vom Schuh weg verschoben, bis die beiden Führungsarme 54,56 im wesentlich parallel zum zweiten Trägerteil verlaufen. Anschliessend werden beim weiteren Anheben der Ferse die beiden Führungsarme 54,56 weiter nach oben geschwenkt und der Hinterbacken 20 durch die Druckfedern in seinem Basisteil wieder nach vorne, zum Schuh hin gedrückt, bis die Offenstellung der Bindung erreicht wird. In der Offenstellung wird die Wippe durch die beiden Schraubenfedern 44 der Kippschaltvorrichtung in der Schwenkposition mit nach oben gerichteten Führungsarmen 54,56 festgehalten, damit für ein anschliessendes Einsteigen in die Bindung keine Manipulation von Hand erforderlich ist und somit die Step-In-Funktion gewährleistet ist. Nach der Enffemung der Schuhspitze aus dem Vorderbacken 60 wird die Skibremse durch die Schraubenfeder in der Skibremse selbsttätig in ihre Bremsstellung gebracht.

In Fig. 8 ist in einer Detailansicht ein Trittteil 180 mitsamt einer Verriegelungsvorrichtung 188 für eine Telemark-Skibindung gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsart der Erfindung dargestelit. Damit die zum Niederhalten des Trittteils 180 erforderliche Kraft, welche vom Skischuh auf das Trittteil 180 auszuüben ist, weiter verringert werden kann, ist bei der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsart der Erfindung am Trittteil 180 ein wippenförmiger Verriegelungshebel 188 an der Grundfläche des Trittteils 180 angelenkt. Ein Arm des Verriegelungshebels 188 ist als Verriegelungshaken ausgebildet, während der andere Arm des wippenförmigen Verriegelungshebels 188 ais Betätigungsarm dient. Wird in abgesenkter Stellung des Trittteiis 180 der Betätigungsarm des Verriegelungshebels 188 durch die Skischuhsohle belastet, so wird dadurch der Verriegelungshaken um einen entsprechend an der Sockelpartie des Vorderbackens ausgebildeten Nocken eingehakt. Dadurch wird selbst bei einer äusserst geringen Kraft auf das Trittteil 180 bzw. den Betätigungsarm des Verriegelungshebels 188 jegliches Absenken des

Bremselementes verhindert, das u. U. zu einer ungewollten Bremsung des Skis führen<BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> könnte.

In Fig. 9 ist ein Vorderbacken 260 für eine Telemark-Skibindung gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsart der Erfindung dargestellt, der sich vom Vorderbacken 60 der in den Figuren 1-7 dargestellten Bindung im wesentlichen bloss durch eine anders gestaltete Skibremse unterscheidet. In der Seitenansicht der Fig. 9 ist der Vorderbacken 260 mit der Skibremse in einer abgesenkten, bremsenden Stellung dargestellt, wobei der Übersichtlichkeit halber der den Sohlenhalter tragende Teil des Vorderbackens 260 weggebrochen ist.

Die Skibremse des Vorderbackens 260 umfasst ein im wesentlichen plattenförmig ausgebildetes Trittteil 280, das an seinem hinteren Längsende um eine horizontale Querachse 205 schwenkbar an einer Sockelpartie 262 des Vorderbackens 260 angelenkt ist. An seinem vorderen Längsende ist das Trittteil 280 mit einer nach vorne offenen, im wesentlichen horizontalen Querschlitzöffnung versehen. In dieser ist in Längsrichtung verschieblich und um eine horizontale Querachse schwenkbar der Verbindungssteg eines im wesentlichen U-förmigen Bremselementes aufgenommen, das nebst dem Verbindungssteg weiter zwei durch diesen miteinander verbundene Schenkel 296 umfasst, welch letztere als eigentliche Bremsbeine dienen. Die Bremsbeine 296 sind um eine horizontale Querachse 206 schwenkbar an der Sockelpartie 262 des Vorderbackens 260 angelenkt, wobei die Querachse 206, an welcher die Bremsbeine 296 angelenkt sind, vor der Querachse 205 angeordnet ist, an welcher das Trittteil 280 angelenkt ist.

Wenn ein Skischuh in den Vorderbacken 260 eingesetzt wird, drückt er mit der Sohlenspitze das Trittteil 280 nach unten. Dadurch wird das Bremselement in seinem vorderen Teil um die Querachse 206 nach unten geschwenkt, wodurch die Bremsbeine 296 um die Querachse 206 nach oben, in eine nichtbremsende Stellung geschwenkt werden.

Zur Unterstützung des Einschiebens der Skischuhspitze in den Vorderbacken 260 während des Einsteigens in die Bindung ist das Trittteil mit mehreren um horizontale Querachsen drehbaren Rollen 201,203 versehen, die an der Oberseite des Trittteils

280 vorstehen. Beim Einschieben des Skischuhs in den Vorderbacken 260 rollt die Skischuhsohle in ihrem vordersten Bereich praktisch reibungsfrei über diese Rolien 201,203. Weiter ist das Trittteil mit einer hinter der Skischuhspitze angeordneten Rückhaltekante 207 versehen, welche ein unerwünschtes Herausschieben der Skischuhspitze aus dem Vorderbacken 260 bei angehobener Schuhferse verhindert.

In den Figuren 10 und 11 ist in einer im wesentlichen der Fig. 5 entsprechenden Darstellung ein Hinterbacken 320 für eine Telemark-Skibindung gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsart der Erfindung dargestellt, wobei der Hinterbacken 320 in Fig. 10 in seiner Schliessstellung und in Fig. 11 in seiner Offenstellung dargestelit ist.

Der in den Figuren 10 und 11 dargestellte Hinterbacken 320 unterscheidet sich im wesentlichen bloss durch eine andere Ausgestaltung des Mechanismus zum Ein-und Aussteigen von dem in den Figuren 1-7 dargestellten Hinterbacken 20.

Auf einem vom zweiten Trägerteil aufragenden Schenkel 324 des L-förmigen Basisteils des Hinterbackens 320 ist um eine mittige Schwenkachse 332 schwenkbar ein Hinterbacken-Zwischenteil 331 gelagert. Am Hinterbacken-Zwischenteil 331 ist um eine horizontale Querachse 352 schwenkbar ein Hinterbacken-Strukturteil 330 angelenkt.

Das Hinterbacken-Strukturteil 330 ist nach Art einer zweiarmigen Wippe ausgebildet, wobei am vorderen Wippenarm ein wulstförmig ausgebildeter hinterer Sohlenhalter 340 angeformt ist. Analog zu der in Fig. 1-7 dargestellten Ausführungsform ist auch der in den Figuren 10 und 11 dargestellte Hinterbacken 320 zur Unterstützung der Seitwärtsauslösung mit um vertikale Drehachsen drehbaren Rollen 348 versehen. Der hintere Wippenarm 358 dient zur Betätigung des Hinterbacken-Strukturteils 330, indem zum Ein-Aussteigen das Hinterbacken-Strukturteil 330 mittels des Betätigungsarms 358 nach Art eines für Alpin-Skibindungen bekannten Fersenautomates um die Schwenkachse 352 herum geschwenkt wird.

In einer Bohrung des Hinterbacken-Strukturteils 330 ist ein Druckkolben aufgenommen, der durch eine Druckfeder auf eine am Hinterbacken-Zwischenteil 331 ausgebildete Druckftäche gedrückt wird. Die Druckftäche ist derart ausgebildet, dass beim Schwenken des Hinterbacken-Strukturteils 330 um die Schwenkachse 352 der Druckkolben und somit das Hinterbacken-Strukturteil 330 in zwei durch die Druckfläche

vorgegebene Raststellungen einrastet, welche die Schliessstellung bzw. die Offenstellung der Bindung definieren.

Im Unterschied zu einer gebräuchlichen Alpin-Skibindung ist bei der in den Figuren 10 und 11 dargestellten Telemark-Skibindung kein Trittsporn erforderlich, auf den zum Einsteigen in die Bindung die Schuhferse abgestellt werden müsste, um anschliessend den Fersenautomat hinunterzudrücken. Bei der in den Figuren 10 und 11 dargestellten Telemark-Skibindung wird der Abstand zwischen dem vorderen Sohlenhalter und dem hinteren Sohlenhalter 340 derart eingestellt, dass nach dem Einsetzen der Schuhspitze in den Vorderbacken die Schuhferse auf den Rollen 348 aufliegt. Nach dem Aufsetzen der Schuhferse auf den Rolien 348 wird die Ferse einfach nach unten gedrückt.

Dadurch wird das Hinterbacken-Strukturteil 330 um die Schwenkachse 352 geschwenkt, wobei gleichzeitig der Hinterbacken 320 gegen die Druckfeder 329.1 der Funktionseinheit zur Veränderung des Abstandes zwischen dem vorderen und dem hinteren Sohlenhalter nach hinten verschoben wird und dadurch das Einsteigen in die Bindungermöglicht.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung eine Telemark- Skibindung bereit gestellt wird, welche einerseits eine gute Skiführung auch bei abgehobener Schuhferse gewährleistet und andrerseits im Falle eines Sturzes die Verletzungsgefahr für den Skiläufer vermindert.