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Patent Searching and Data


Title:
TELESCOPIC STEERING SHAFT WITH A PULL-OUT SAFEGUARD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/216351
Kind Code:
A1
Abstract:
In order to improve a steering shaft (1) for a motor vehicle, having an outer shaft part (2), in which an inner shaft part (3) is accommodated in a torque-locking and axially displaceable manner, having at least one axial inner stop (17, 18) which projects radially outwards from the outer side (16) of the inner shaft part (3) and, when the inner shaft part (3) is pulled out of the outer shaft part (2), strikes against at least one axial outer stop (20 to 27, 43, 44), which projects radially inwards from the inner side (19) of the outer shaft part (2), such that the axial displacement path of the inner shaft part (3) in the outer shaft part (2) is limited in the pull-out direction (28), in respect of simple production of the outer stops (20 to 27, 43, 44) with the least possible deformation of the entire cross section of the outer shaft part (2), it is proposed that the at least one outer stop (20 to 27, 43, 44) is introduced by at least one forming process in an end portion (29) of the outer shaft part (2), wherein the axis of the introduction direction (30) in each case forms an angle (32) of more than 20° with the radial direction (31) of the outer shaft part (20 to 27, 43, 44).

Inventors:
MÄRK, Robert Josef (Egelseestr. 42, 6800 Feldkirch, 6800, AT)
Application Number:
EP2017/064783
Publication Date:
December 21, 2017
Filing Date:
June 16, 2017
Export Citation:
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Assignee:
THYSSENKRUPP PRESTA AG (Essanestraße 10, 9492 Eschen, 9492, LI)
THYSSENKRUPP AG (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
International Classes:
B62D1/20; B62D1/16; F16C3/03; F16D3/06
Attorney, Agent or Firm:
THYSSENKRUPP INTELLECTUAL PROPERTY GMBH (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1 . Lenkwelle für ein Kraftfahrzeug, mit einem Außenwellenteil (2), in dem ein Innenwellenteil (3) drehmomentschlüssig und axial verschiebbar aufgenommen ist, mit mindestens einem von der Außenseite (16) des Innenwellenteils (3) radial nach außen vorspringenden axialen Innenanschlag (17, 18), der beim

Herausziehen des Innenwellenteils (3) aus dem Außenwellenteil (2) an mindestens einen von der Innenseite (19) des Außenwellenteils (2) radial nach innen vorspringenden axialen Außenanschlag (20 bis 27, 43, 44) anschlägt, so dass der axiale Verschiebeweg des

Innenwellenteils (3) im Außenwellenteil (2) in Auszugsrichtung (28) begrenzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Außenanschlag (20 bis 27, 43, 44) durch mindestens einen

Umformprozess in einen Endabschnitt (29) des Außenwellenteils (2) eingebracht ist, wobei die Achse der Einbringrichtung (30) jeweils mit der Radialrichtung (31 ) des Außenwellenteils (3) einen Winkel (32) von mehr als 20° bildet.

2. Lenkwelle nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwei Innenanschläge (17, 18) auf dem Innenwellenteil (3) und zwei den Innenanschlägen (17, 18) zugeordnete Außenanschläge (20 bis 27, 43, 44) auf dem Außenwellenteil (2) in Umfangsrichtung (33) im Abstand von 180° angeordnet sind.

3. Lenkwelle noch Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenanschläge (20, 21 ) jeweils durch zwei Umformprozesse an zwei benachbarten Stellen (34, 35) in den Außenumfang (36) des Außenwellenteils (2) eingebracht sind, wobei die Achsen der

Einbringrichtungen (30) in einer zur Drehachse (15) des

Außenwellenteils (2) orthogonalen Ebene liegen und sich in einem radial zwischen der Drehachse (15) und dem Außenumfang (36) des Außenwellenteils (2) angeordneten Punkt (41 ) schneiden. Lenkwelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Außenanschläge (22, 23) jeweils durch einen

Umformprozess in eine Stirnfläche (42) des Außenwellenteils (2) eingebracht sind, wobei die Achse der Einbringrichtung (30) in einer die Drehachse (15) des Außenwellenteils (2) einschließenden Ebene liegt.

Lenkwelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Außenanschläge (24, 25) jeweils durch einen

Umformprozess in den Außenumfang (36) des Außenwellenteils (2) eingebracht sind, wobei die Achse der Einbringrichtung (30) in einer die Drehachse (15) des Außenwellenteils (2) einschließenden Ebene liegt.

Lenkwelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Außenanschläge (26, 27) jeweils durch einen

Umformprozess in einen die Stirnfläche (42) und den Außenumfang (36) einschließenden Bereich des Außenwellenteils (2) eingebracht sind, wobei die Achse der Einbringrichtung (30) in einer die

Drehachse (15) des Außenwellenteils (2) einschließenden Ebene liegt.

Lenkwelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenanschläge (43, 44) jeweils durch einen Umformprozess in den jeweiligen Endbereich einer Längsverzahnung (13) auf der Innenseite (19) des Außenwellenteils (2) eingebracht sind, wobei die Achse der Einbringrichtung (30) in einer im Wesentlichen tangential zur Außenseite (16) des Innenwellenteils (3) angeordneten Ebene liegt.

Verfahren zur Herstellung einer Auszugsicherung einer Lenkwelle (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem ein mit mindestens einem von seiner Außenseite (16) nach außen vorspringenden axialen Innenanschlag (17, 18) versehenes Innenwellenteil (3) in ein Außenwellenteil (2) eingeschoben und anschließend in das Außenwellenteil (2) mindestens ein von der Innenseite (19) des Außenwellenteils (2) radial nach innen

vorspringende axialer Außenanschlag (20 bis 27, 43, 44) eingeformt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenanschlag (20 bis 27, 43, 44) durch einen Prägevorgang eines Formwerkzeugs (37 bis 40, 45) eingebracht wird, wobei die Achse der Einbringrichtung (30), in die das Formwerkzeug (37 bis 40, 45) bewegt wird, mit der

Radialrichtung (31 ) des Außenwellenteils (2) einen Winkel (32) von mehr als 20° bildet.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in das Außenwellenteil (2) zwei in Umfangsrichtung (33) im Abstand von 180° angeordnete Außenanschläge (20 bis 27, 43, 44) eingeformt werden.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei erste Formwerkzeuge (37) auf zwei benachbarte Stellen (34, 35) des Außenumfangs (36) des Außenwellenteils (2) einwirken, wobei die Achsen der beiden Einbringrichtungen (30) in einer zur Drehachse (15) des Außenwellenteils (2) orthogonalen Ebene liegen und sich in einem radial zwischen der Drehachse (15) und dem Außenumfang (36) des Außenwellenteils (2) angeordneten Punkt (41 ) schneiden.

1 1 . Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Formwerkzeug (38) auf eine Stirnfläche (42) des

Außenwellenteils (2) einwirkt, wobei die Achse der Einbringrichtung (30) in einer die Drehachse (15) des Außenwellenteils (2)

einschließenden Ebene liegt.

12. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der ein drittes Formwerkzeug (39) auf den Außenumfang (36) des Außenwellenteils (2) einwirkt, wobei die Achse der Einbringrichtung (30) in einer die Drehachse (15) des Außenwellenteils (2)

einschließenden Ebene liegt.

13. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein viertes Formwerkzeug (40) auf einen den Außenumfang (36) und die Stirnfläche (42) des Außenwellenteils (2) einschließenden

Bereich des Außenwellenteils (2) einwirkt, wobei die Achse der Einbringrichtung (30) in einer die Drehachse (15) des

Außenwellenteils (2) einschließenden Ebene liegt.

14. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein fünftes Formwerkzeug (45) auf einen Endbereich einer

Längsverzahnung (13) auf der Innenseite (19) des Außenwellenteils (2) einwirkt, wobei die Achse der Einbringrichtung (30) in einer im Wesentlichen tangential zur Außenseite (16) des Innenwellenteils (3) angeordneten Ebene liegt.

15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Umform prozesse an zwei benachbarten Längsverzahnungen (13) durch zwei Umformwerkzeuge (45) durchgeführt werden, wobei die jeweiligen Einbringrichtungen (30) zueinander einen Winkel von mehr als 90° bilden.

Description:
Teleskopierbare Lenkwelle mit Auszugssicherung

Die Erfindung betrifft eine Lenkwelle für ein Kraftfahrzeug, mit einem Außenwellenteil, in dem ein Innenwellenteil drehmomentschlüssig und axial verstellbar aufgenommen ist, mit mindestens einem von der

Außenseite des Innenwellenteils radial nach außen vorspringenden axialen Innenanschlag, der beim Herausziehen des Innenwellenteils aus dem Außenwellenteil an mindestens einen von der Innenseite des

Außenwellenteils radial nach innen vorspringenden axialen

Außenanschlag anschlägt, so dass der axiale Verschiebeweg des

Innenwellenteils im Außenwellenteil in Auszugsrichtung begrenzt ist.

Eine gattungsgemäße Lenkwelle ist aus der US 9,157,482 B2 bekannt. Nachteilig an dieser Lösung ist die komplizierte und aufwändige

Einbringung einer Verstemmung in der Stirnfläche der Außenwelle.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Auszugssicherung für eine Lenkwelle bereitzustellen, die einfach herstellbar ist.

Die erfindungsgemäße Lösung sieht vor, dass der mindestens eine Außenanschlag durch mindestens einen Umformprozess in einem

Endabschnitt des Außenwellenteils eingebracht ist, wobei die Achse der Einbringrichtung jeweils mit der Radialrichtung des Außenwellenteils einen Winkel von mehr als 20° bildet.

Würde man für den Umformprozess mit einem Umformwerkzeug direkt in Radialrichtung auf das Außenwellenteil einwirken, könnte sich das

Außenwellenteil insgesamt verformen und sich am Innenwellenteil verklemmen, so dass das Innenwellenteil im Außenwellenteil nicht mehr leicht und gleichmäßig verschieblich ist und für die Verschiebung erhebliche Kräfte aufgebracht werden müssten. Die erfindungsgemäße Maßnahme hingegen hat den Vorteil, dass beim Umformprozess zur Erzeugung des Außenanschlags nur eine verminderte Radialkomponente der in Einbringrichtung wirkenden Umformkraft des jeweiligen Werkzeugs in Radialrichtung wirkt und damit die Gefahr von großräumigen

ungewollten Deformierung des Außenwellenteils erheblich verringert wird. Mit Vorteil bleibt daher die zum Verschieben des Innenwellenteils im Außenwellenteil erforderliche Kraft gering.

Auch wenn die Erfindung grundsätzlich mit einem einzigen Innenanschlag des Innenwellenteils, der mit einem einzigen Außenanschlag des

Außenwellenteils zusammen wirkt, realisiert werden kann, so ist doch aus Symmetriegründen zur Vermeidung von Verkantungen oder Verbiegungen der beiden Wellenteile eine Anordnung vorzuziehen, wonach zwei Innenanschläge auf dem Innenwellenteil und zwei den Innenanschlägen zugeordnete Außenanschläge auf dem Außenwellenteil in

Umfangsrichtung im Abstand von 180° angeordnet sind. Die Erfindung umfasst aber auch Ausführungsformen, bei denen drei, vier oder mehr Innenanschläge mit einer entsprechenden Anzahl von Außenanschlägen zusammen wirken.

Bevorzugt ist der Winkel kleiner als 80°, besonders bevorzugt ist der Winkel kleiner als 60°. Im Idealfall weist der Winkel einen Wert zwischen 40° und 50° auf. Dadurch lässt sich der Einfluss der während der

Erzeugung wirkenden radialen Kraftkomponente weiter verringern, so dass die Kraft, die zur Verschiebung der Innenwelle zu der Aussenwelle nach der Erzeugung des Außenanschlags erforderlich ist, weitestgehend der Kraft zur Verschiebung der Innenwelle zu der Aussenwelle vor der Erzeugung des Außenanschlags entspricht.

In einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Außenanschläge jeweils durch zwei Umformprozesse an zwei

benachbarten Stellen in den Außenumfang des Außenwellenteils eingebracht sind, wobei die Achsen der Einbringrichtungen in einer zur Drehachse des Außenwellenteils orthogonalen Ebene liegen und sich in einem radial zwischen der Drehachse und dem Außenumfang des

Außenwellenteils angeordneten Punkt schneiden. Bei dieser

Ausführungsform wirken zwei Umformwerkzeuge auf die in

Umfangsrichtung in einigen Millimetern Abstand nebeneinander

angeordneten Stellen des Außenumfangs des Außenwellenteils, wobei die beiden Einbringrichtungen zur Radialrichtung jeweils einen Winkel von ca. 80° und zueinander dementsprechend einen Winkel von ca. 160° bilden. Bei dieser Anordnung heben sich die von den Umformwerkzeugen eingebrachten Kräfte zum größten Teil auf, da sie mit einem Winkel von ca. 160° zueinander fast entgegengesetzt einwirken. Es bleibt daher nur eine sehr geringe Kraftkomponente, die radial in Richtung der Drehachse des Außenwellenteils einwirkt. Bei dieser Ausführungsform ist somit die Gefahr von Verformung des Außenwellenteils extrem reduziert und praktisch vernachlässigbar.

In einer zweiten Ausführungsform der Erfindung werden der oder die Außenanschläge jeweils durch einen Umformprozess in eine Stirnfläche des Außenwellenteils eingebracht, wobei die Achse der Einbringrichtung in einer die Drehachse des Außenwellenteils einschließenden Ebene liegt. Bei dieser Anordnung wirkt das Umform Werkzeug auf die Stirnfläche des Außenwellenteils ein, wobei die Umformkräfte eine große Komponente aufweisen, die in Längsrichtung in das Außenwellenteil eingeleitet wird. Mit Vorteil ist der auf das Außenwellenteil einwirkende Radialteil der Umformkraft geringer als die gesamte Umformkraft.

Bei einer dritten Ausführungsform der Erfindung werden der oder die Außenanschläge jeweils durch einen Umformprozess in den

Außenumfang des Außenwellenteils eingebracht, wobei die Achse der Einbringrichtung in einer die Drehachse des Außenwellenteils

einschließenden Ebene liegt. Der Unterschied zum zweiten

Ausführungsbeispiel besteht darin, dass jetzt das Umform Werkzeug an der Außenmantelfläche des Außenwellenteils angreift und nicht an der Stirnfläche. Die Auswirkungen für die Verringerung der Radialkraft sind aber dieselben wie beim zweiten Ausführungsbeispiel.

In einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden der oder die Außenanschläge jeweils durch einen Umformprozess in einen die

Stirnfläche und den Außenumfang einschließenden Bereich des

Außenwellenteils eingebracht, wobei die Achse der Einbringrichtung in einer die Drehachse des Außenwellenteils einschließenden Ebene liegt. Das vierte Ausführungsbeispiel kann als eine Kombination des zweiten und dritten Ausführungsbeispiels gesehen werden, denn das

Umformwerkzeug wirkt hier sowohl auf die Stirnfläche als auch auf die Umfangsmantelfläche des Außenwellenteils ein. Die Auswirkungen für die Radialkomponente der Verformungskraft und die damit verbundenen Vorteile sind dieselben wie bei den Ausführungsbeispielen 2 und 3.

In einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die

Außenanschläge jeweils durch einen Umformprozess in den jeweiligen Endbereich einer Längsverzahnung auf der Innenseite des

Außenwellenteils eingebracht, wobei die Achse der Einbringrichtung in einer im Wesentlichen tangential zur Außenseite des Innenwellenteils angeordneten Ebene liegt. Diese Ausführungsform nützt die Tatsache, dass die Längsverzahnungen des Außenwellenteils bereits vorhanden sind.

Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Herstellung einer

Auszugsicherung einer Lenkwelle nach einem der oben beschriebenen Ausführungsformen, bei dem ein mit mindestens einem von seiner Außenseite radial nach außen vorspringenden axialen Innenanschlag versehenes Innenwellenteil in ein Außenwellenteil eingeschoben und anschließend in das Außenwellenteil mindestens ein von der Innenseite des Außenwellenteils radial nach innen vorspringende axiale

Außenanschlag eingeformt wird. Zur Lösung der Aufgabe, eine gattungsgemäße Lenkwelle für ein

Kraftfahrzeug herzustellen, wobei das Verfahren einfach sein soll und Verformungen des Außenwellenteils zu vermeiden sind, wird

vorgeschlagen, dass der Außenanschlag durch einen Prägevorgang eines Formwerkzeugs eingebracht wird, wobei die Achse der Einbringrichtung, in die das Formwerkzeug bewegt wird, mit der Radialrichtung des

Außenwellenteils einen Winkel von mehr als 20° bildet. Das Verfahren verringert die Radialkomponente der Verformungskraft, wodurch ungewollte Verformungen des Außenwellenteils, die zum Beispiel einen ovalen Querschnitt des Außenwellenteils erzeugen könnten, vermieden werden.

Die Gefahr von Verformungen und Verkantungen des Außenwellenteils mit dem Innenwellenteil kann verringert werden durch die Maßnahme, dass in das Außenwellenteil zwei in Umfangsrichtung im Abstand von 180° angeordnete Außenanschläge eingeformt werden.

In einer ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wirken zwei Formwerkzeuge auf zwei benachbarten Stellen des Außenumfangs des Außenwellenteils ein, wobei die Achsen der beiden Einbringrichtungen in einer zur Drehachse des Außenwellenteils orthogonalen Ebene liegen und sich in einem radial zwischen der

Drehachse und dem Außenumfang des Außenwellenteils angeordneten Punkt schneiden. Diese Maßnahme hat zur Folge, dass die beiden Formwerkzeuge fast in Gegenrichtung zueinander auf die beiden Stellen des Außenumfangs des Außenwellenteils einwirken, wobei nur eine sehr geringe Radialkomponente in Richtung der Drehachse des

Außenwellenteils wirkt.

Eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass das Formwerkzeug auf eine Stirnfläche des Außenwellenteils einwirkt, wobei die Achse der Einbringrichtung in einer die Drehachse des Außenwellenteils einschließenden Ebene liegt. Bei dieser Ausführungsform wird eine große Komponente der einwirkenden

Verformungskraft des Formwerkzeugs in Längsrichtung in die Rohrwand des Außenwellenteils eingeleitet, welches in dieser Richtung nur sehr schwer verformbar ist. Mit Vorteil wird dadurch die auf das Außenwellenteil einwirkende Radialkraft verringert, die ansonsten Veränderungen des Querschnitts des Außenwellenteils bewirken könnte.

Die gleichen Vorteile wie beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel hat ein drittes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens, wonach das Formwerkzeug auf den Außenumfang des Außenwellenteils einwirkt, wobei die Achse der Einbringrichtung in einer die Drehachse des Außenwellenteils einschließenden Ebene liegt.

Bei einer vierten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass das Formwerkzeug auf einen den Außenumfang an die Stirnfläche des Außenwellenteils einschließenden Bereich des

Außenwellenteils einwirkt, wobei die Achse der Einbringrichtung in einer die Drehachse des Außenwellenteils einschließenden Ebene liegt. Bei dieser Kombination der Verfahren gemäß den Ausführungsbeispielen zwei und drei ergeben sich wieder dieselben Vorteile hinsichtlich der

Verringerung der Radialkomponente der Prägekraft und damit der geringeren Wahrscheinlichkeit einer Verformung des Querschnitts des Außenwellenteils.

Bei einer fünften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass ein fünftes Formwerkzeug auf einen Endbereich einer Längsverzahnung auf der Innenseite des Außenwellenteils einwirkt, wobei die Achse der Einbringrichtung in einer im Wesentlichen tangential zur Außenseite des Innenwellenteils angeordneten Ebene liegt. Die dabei einwirkende Umformkraft hat praktisch überhaupt keine

Radialkomponente. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn zwei

Umformprozesse an zwei benachbarten Längsverzahnungen durch zwei Umformwerkzeuge durchgeführt werden, wobei die jeweiligen

Einbringrichtungen zueinander einen Winkel von mehr als 90° bilden.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Die Figuren zeigen im Einzelnen:

Figur 1 : eine schematische Darstellung einer Lenkvorrichtung für

Kraftfahrzeuge mit einer mehrteiligen teleskopierbaren Lenkwelle;

Figur 2: ein teleskopierbarer Lenkwelle der Lenkvorrichtung mit einem in einem Außenwellenteil verschiebbaren Innenwellenteil;

Figur 3: eine Darstellung ähnlich Figur 2, bei der das Innenwellenteil aus dem Außenwellenteil herausgezogen ist;

Figur 4: ein Detail einer Auszugsicherung von Außenwellenteil und

Innenwellenteil in geschnittener Darstellung;

Figur 5: eine perspektivische Darstellung einer Auszugsicherung zwischen Außenwellenteil und Innenwellenteil;

Figur 6: einen Querschnitt durch ein Außenwellenteil mit

eingeschobenem Innenwellenteil während der Einformung eines Außenanschlags in das Außenwellenteil;

Figur 7: eine perspektivische Detailansicht einer Auszugsicherung zwischen Außenwellenteil und Innenwellenteil in einer zweiten Ausführungsform;

Figur 8: eine perspektivische Detailansicht eines Außenwellenteils mit eingeformtem Außenanschlag;

Figur 9: ein Detail eines Längsschnitts durch ein Außenwellenteil mit darin eingeschobenem Innenwellenteil während der Einformung eines Außenanschlags in das Außenwellenteil, in einer zweiten Ausführungsform;

Figur 10: eine perspektivische Detailansicht eines Außenwellenteils mit eingeschobenem Innenwellenteil und einer Auszugsicherung, in einer dritten Ausführungsform;

Figur 1 1 : eine Teilansicht des Außenwellenteils mit eingeschobenem

Innenwellenteil im Längsschnitt während der Einformung eines Außenanschlags in das Außenwellenteil, in einer dritten Ausführungsform;

Figur 12: eine perspektivische Detailansicht eines Außenwellenteils mit eingeschobenem Innenwellenteil und Auszugsicherung in einer vierten Ausführungsform;

Figur 13: eine Detailansicht eines Außenwellenteils mit

eingeschobenem Innenwellenteil im Längsschnitt während des Einformens eines Außenanschlags in das Außenwellenteil, in einer vierten Ausführungsform;

Figur 14: eine perspektivische Detailansicht eines Außenwellenteils mit eingeschobenem Innenwellenteil und Auszugsicherung in einer fünften Ausführungsform;

Figur 15: ein vergrößertes Detail aus Figur 14 mit Umform Werkzeug;

Figur 16: eine Draufsicht auf das Außenwellenteil mit eingeschobenem

Innenwellenteil von Figur 14 mit Umform Werkzeug.

In Figur 1 ist eine Lenkvorrichtung für ein Kraftfahrzeug dargestellt, bei der eine Lenkwelle 1 an einem Ende mit einem Lenkrad 4 und an ihrem anderen Ende über ein als Universalgelenk ausgebildetes Drehgelenk 5 mit einer Lenkwelle 1 verbunden ist. Die Lenkwelle 1 ist über ein weiteres als Universalgelenk ausgebildetes Drehgelenk 7 mit einer Eingangswelle eines Lenkgethebes 8 verbunden, welches über ein Ritzel 9 auf eine Zahnstange 10 einwirkt. Die Zahnstange 10 wird je nach gewünschter Lenkrichtung nach links oder rechts verschoben. Die Bewegung wird über zwei Spurstangen 1 1 auf die gelenkten Fahrzeugräder 12 übertragen, von denen in Figur 1 nur das linke Vorderrad dargestellt ist. Die Drehgelenke 5, 7 umfassen jeweils zwei Gabeln 51 , 52, 71 , 72 und ein in den Gabeln gelagertes Zapfenkreuz.

Um eine Längsverstellung des Lenkrads 4 in Drehachsrichtung 15 der Lenkwelle 1 zu gewährleisten, hat die Lenkwelle 1 einen teleskopierbaren Abschnitt 2, 3, der in den Figuren 1 und 3 dargestellt ist. Der

teleskopierbare Abschnitt 2, 3 besteht aus einem Außenwellenteil 2 in welches ein Innenwellenteil 3 eingeschoben ist. Wie man am besten in den Figuren 5 bis 8 erkennt, hat das Außenwellenteil 2 auf seiner inneren Fläche eine Längsverzahnung 13, die mit einer Längsverzahnung 14 auf der Außenfläche des Innenwellenteils 3 in Eingriff kommt, wenn das Innenwellenteil 3 in das Außenwellenteil 2 eingeschoben wird. Dadurch ist das Innenwellenteil 3 im Außenwellenteil 2 in Richtung der Drehachse 15 leicht verschiebbar, während Innenwellenteil 2 und Außenwellenteil 3 drehmomentschlüssig miteinander verbunden sind, um die vom Fahrer mit dem Lenkrad 4 eingeleiteten Drehmomente zum Lenkgetriebe 8 zu übertragen.

Das Innenwellenteil 3 weist auf der Außenfläche eine partielle

Beschichtung, auch Umspritzung genannt, aus einem Kunststoff auf, die mit der Längsverzahnung 13 des Außenwellenteils 2 zusammenwirkt und ein Drehspiel zwischen Außenwellenteil 2 und Innenwellenteil 3 minimiert. Alternativ kann statt der Beschichtung auch eine fest auf der Innenwelle 3 angebrachten Profilhülse angeordnet sein. Ebenfalls ist es denkbar und möglich, dass die partielle Beschichtung auf der Innenfläche das

Außenwellenteils 2 ausgebildet ist oder die Profilhülse in der Aussenwelle 2 aufgenommen ist. Wie man am besten in den Figuren 4, 9, 1 1 , 13 und 15 erkennt, ist das Innenwellteil 3 mit zwei von seiner Außenseite 16 radial nach außen vorspringenden Innenanschlägen 17, 18 versehen, die in Umfangsrichtung gesehen im Abstand von 180° angeordnet sind. Entsprechend ist das Außenwellteil 2 mit zwei von seiner Innenseite 19 radial nach innen vorspringenden axialen Außenanschlägen 20 bis 27, 43 44 versehen. Die jeweiligen Innenanschläge 17, 18 wirken mit den zugehörigen

Außenanschlägen 20 bis 27, 43 44 derart zusammen, dass der axiale Verschiebeweg des Innenwellteils 2 in Auszugsrichtung 28 begrenzt ist, weil der jeweilige Innenanschlag 17, 18 an den jeweiligen Außenanschlag 20 bis 27, 43 44 anschlägt und ein komplettes Herausziehen des

Innenwellteils 2 aus dem Außenwellenteil 3 verhindert.

Die vorliegende Erfindung betrifft vorteilhafte Ausgestaltungen der jeweiligen Außenanschläge 20 bis 27, 43 44 sowie Verfahren zu deren Herstellung. Gemeinsam ist allen Ausführungsformen, dass die

Außenanschläge 20 bis 27, 43 44 durch einen Umformprozess in einen Endabschnitt 29 des Außenwellenteils 2 eingebracht werden, wobei die jeweilige Achse der Einbringrichtung 30 jeweils mit der Radialrichtung 31 des Außenwellenteils 2 einen Winkel 32 von mehr als 20° bildet. Des Weiteren ist den Ausführungsbeispielen gemeinsam, dass jeweils zwei Außenanschläge 20 bis 27, 43 44 auf dem Außenwellenteil 2 in

Umfangsrichtung 33 im Abstand von 180° angeordnet sind. Dies ist beispielhaft in Figur 12 veranschaulicht.

Zieht man das Innenwellenteil 3 in Auszugsrichtung 28 aus dem

Außenwellenteil 2 heraus, so kommen die Innenanschläge 17, 18 des Innenwellenteils 3 in Anschlag mit den Außenanschlägen 20 bis 27, 43 44 des Außenwellenteils 2, wodurch die Auszugsbewegung begrenzt und gestoppt wird. Dadurch wird verhindert, dass das Innenwellenteil 3 versehentlich vollständig aus dem Außenwellenteil 2 herausgezogen wird. In einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, das in den Figuren 4 bis 6 dargestellt ist, werden die Außenanschläge 20, 21 jeweils durch zwei Umformprozesse an zwei benachbarten Stellen 34, 35 in den

Außenumfang 36 des Außenwellenteils 2 durch einen Prägevorgang mittels eines ersten Formwerkzeugs 37 eingebracht, wobei die Achsen der Einbringrichtungen 30 mit der Radialrichtung 31 einen Winkel 32 von etwa 80° bilden. Außerdem sind die gegenüberliegenden Einbringrichtungen 30 der beiden Formwerkzeuge 37 so ausgerichtet, dass sie in einer zur Drehachse 15 des Außenwellenteils 2 orthogonalen Ebene liegen und sich in einem radial zwischen der Drehachse 15 und dem Außenumfang 36 des Außenwellenteils 2 angeordneten Punkt 41 schneiden. Dadurch haben die beiden Einbringrichtungen 30 untereinander einen Winkel von etwa 160°, so dass sich die in Einbringrichtung 30 wirkenden Kräfte der beiden Formwerkzeuge 37 nur zu einem ganz geringen Teil in

Radialrichtung 31 auswirken.

Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel, welches in den Figuren 7-9 dargestellt ist, werden die beiden Außenanschläge 22, 23 in die

Stirnfläche 42 des Außenwellenteils 2 mittels eines zweiten

Formwerkzeugs 38 eingeformt, wobei die Achse der Einbringrichtung 30 in einer die Drehachse 15 des Außenwellenteils 2 einschließenden Ebene liegt. Diese Ebene entspricht in Figur 9 der Papierebene.

Bei dem in den Figuren 10 und 1 1 dargestellten dritten

Ausführungsbeispiel sind die beiden Außenanschläge 24, 25 durch

Einformen in den Außenumfang 36 des Außenwellenteils 2 eingebracht worden, wobei ein drittes Formwerkzeug 39 in Einbringrichtung 30 bewegt wird. Dabei liegt die Einbringvorrichtung 30 in einer die Drehachse 15 des Außenwellenteils 2 einschließenden Ebene, welche in Figur 1 1 der Papierebene entspricht.

Bei einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung wirkt zur Erzeugung der Außenanschläge 26, 27 ein viertes Formwerkzeug 40 auf einen im Bereich des Außenwellenteils 2 ein, der sowohl den Außenumfang 36 als auch die Stirnfläche 42 des Außenwellenteils 2 umfasst. Dabei liegt die Achse der Einbringrichtung 30 wieder in einer die Drehachse 15 des Außenwellenteils 2 einschließenden Ebene, die in Figur 13 der

Papierebene entspricht.

Bei einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung, wie dies in den Figuren 14 bis 16 dargestellt ist, wirkt zur Erzeugung der Außenanschläge 43, 44 ein fünftes Formwerkzeug 45 auf einen Endbereich der

Längsverzahnung 13 ein, die sich auf der Innenseite 19 des

Außenwellenteils 2 befindet. Die Achse der Einbringrichtung 30 liegt dabei in einer Ebene, die zur Drehachse 15 des Innenwellenteils 3 parallel verschoben und im Wesentlichen tangential zur Außenseite 16 des Innenwellenteils 3 angeordnet ist. Diese Ebene verläuft also durch den Bereich zwischen Innenwellenteil 3 und Außenwellenteil 2, wo die jeweiligen Längsverzahnungen 13, 14 ineinandergreifen. Vorzugsweise wirken zwei Umformwerkzeuge 45 gleichzeitig auf zwei Endbereiche von zwei benachbarten Längsverzahnungen ein, wobei die jeweiligen

Einbringrichtungen 30 in der genannten Ebene zueinander einen Winkel von mehr als 90° bilden.

Bei allen Ausführungsbeispielen entstehen verschieden geformte

Außenanschläge 20 bis 27, 43, 44, denen jedoch gemeinsam ist, dass die Art ihrer Herstellung nicht zu einer großräumigen Verformung des gesamten Querschnitts des Außenwellenteils 2 führen kann, etwa eine Umformung des kreisrunden in einen ovalen Querschnitt. Dadurch wird verhindert, dass das Innenwellenteil 3 in dem verformten Außenwellenteil 2 festklemmen könnte und erhöhte Kräfte für die Verschiebung in

Richtung der Drehachse 15 erforderlich wären. Die erfindungsgemäßen Verfahren ermöglichen eine unaufwändige Herstellung der

Außenanschläge 20 bis 27, 43, 44, ohne die Nachteile des Standes der Technik aufzuweisen. BEZUGSZEICHENLISTE

Lenkwelle

Außenwellenteil

Innenwellenteil

Lenkrad

Drehgelenk

Drehgelenk

Lenkgetriebe

Ritzel

Zahnstange

Spurstangen

Fahrzeuggrad

Längsverzahnung

Längsverzahnung

Drehachse

Außenseite

Innenanschlag

Innenanschlag

Innenseite

Außenanschlag

Außenanschlag

Außenanschlag

Außenanschlag

Außenanschlag

Außenanschlag

Außenanschlag Außenanschlag Auszugshchtung Endabschnitt Einbringhchtung Radialrichtung Winkel

Umfangsrichtung Stelle

Stelle

Außenumfang Formwerkzeug Formwerkzeug Formwerkzeug Formwerkzeug Punkt

Stirnfläche Außenanschlag Außenanschlag Formwerkzeug