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Patent Searching and Data


Title:
TEMPERATURE SENSOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/154603
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a temperature sensor (1) comprising a sensor element (2) and a covering (4) which surrounds the sensor element (2). Said sensor element (1) also comprises a ring (5) which surrounds the sensor element (2) and is covered by the covering (4).

Inventors:
BARD, Oliver (Bötzower Str. 15a, Falkensee, 14612, DE)
GRUNDMANN, Wolfgang (Viktoriaallee 23, Birkenwerder, 16547, DE)
SCHATZ, Wolfgang (Plauener Str. 58, Berlin, Berlin, DE)
KHO, Abraham (Bishan Street 12, Blk 127 #03-133, Singapur 7, 570127, SG)
Application Number:
EP2019/051160
Publication Date:
August 15, 2019
Filing Date:
January 17, 2019
Export Citation:
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Assignee:
TDK ELECTRONICS AG (Rosenheimer Str. 141 e, München, 81671, DE)
International Classes:
G01K1/16; G01K1/18
Foreign References:
US20090110378A12009-04-30
US20160018268A12016-01-21
DE102010030075A12011-12-15
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
EPPING HERMANN FISCHER PATENTANWALTSGESELLSCHAFT MBH (Schloßschmidstr. 5, München, 80639, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Temperatursensor (1), aufweisend

ein Sensorelement (2) und eine Umhüllung (4), die das Sensorelement (2) umgibt,

wobei der Temperatursensor (1) ferner einen Ring (5) aufweist, der das Sensorelement (2) umgibt und der von der Umhüllung (4) bedeckt ist.

2. Temperatursensor (1) gemäß dem vorherigen Anspruch,

wobei der Temperatursensor (1) ferner ein Gehäuse (3) aufweist, und

wobei das Sensorelement (2), der Ring (5) und die

Umhüllung (4) innerhalb des Gehäuses (3) angeordnet sind .

3. Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen

Ansprüche,

wobei der Ring (5) eine höhere Wärmeleitfähigkeit aufweist als die Umhüllung (4) .

4. Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen

Ansprüche,

wobei der Ring (5) ein keramisches Material aufweist.

5. Temperatursensor (1) gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Ring (5) eine geringere Wärmeleitfähigkeit aufweist als die Umhüllung (4) .

6. Temperatursensor (1) gemäß einem der Ansprüche 1, 2 oder

5,

wobei ein Material des Rings (5) einen Kunststoff aufweist .

7. Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen

Ansprüche,

wobei der Ring (5) durch die Umhüllung (4) an dem

Sensorelement (2) befestigt ist.

8. Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen

Ansprüche,

wobei der Ring (5) und das Sensorelement (2) separate Bauelemente sind.

9. Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen

Ansprüche,

wobei der Ring (5) auf das Sensorelement (2) aufgesteckt ist .

10. Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen

Ansprüche,

wobei der Ring (5) eine Zuleitung (2b, 2c) des

Sensorelements (2) teilweise bedeckt.

11. Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen

Ansprüche,

wobei das Sensorelement (2) einen Sensorkopf (2a) bestehend aus einem NTC-Material aufweist, und

wobei der Ring (5) eine Kontaktstelle (6) des

Sensorkopfs (2a) mit der Zuleitung (2b, 2c) bedeckt.

12. Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen

Ansprüche,

wobei die Umhüllung (4) aus einer Wärmeleitpaste

gefertigt ist, oder

wobei die Umhüllung (4) einen wärmeleitenden Verguss aufweist .

13. Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen

Ansprüche,

wobei es sich bei dem Temperatursensor (1) um einen Temperaturfühler für den Einsatz in Kleingeräten in der

Haushaltstechnik, im Automobilbereich oder in der Heizungstechnik handelt.

14. Anordnung aufweisend einen Temperatursensor (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche und eine Steuereinheit, die mit dem Temperatursensor (1) verbunden ist.

15. Anordnung gemäß dem vorherigen Anspruch,

wobei ein Ansprechverhalten des Temperatursensors (1) an das Ansprechverhalten der Steuereinheit angepasst ist.

Description:
Beschreibung

TEMPERATURSENSOR

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Temperatursensor.

Üblich sind Temperatursensoren, die eine bedrahteten NTC- Widerstand aufweisen, der über einen wärmeleitenden Verguss oder eine Wärmeleitpaste mit einem Gehäuse verbunden ist. Das Material des Vergusses beziehungsweise der Wärmeleitpaste muss derart gewählt sein, dass es nicht elektrisch leitfähig ist. Die auf dem Markt erhältlichen derartigen Verguss materialien weisen eine begrenzte Wärmeleitfähigkeit auf. Aufgrund der begrenzten Wärmeleitfähigkeit sind eine

Reaktionszeit und damit das Ansprechverhalten des

Temperatursensors ebenfalls beschränkt. Das Ansprechverhalten des Temperatursensors kann dabei insbesondere durch seine Reaktionszeit, d.h. die Zeit die vergeht, bis eine

Temperaturänderung bzw. eine Widerstandsänderung von dem Sensor gemessen wird, bestimmt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es einen verbesserten Temperatursensor bereitzustellen. Beispielsweise soll es ermöglicht werden, ein Ansprechverhalten des Temperatur sensors in gewünschter Weise beeinflussen zu können.

Es wird ein Temperatursensor vorgeschlagen, der ein

Sensorelement und eine Umhüllung, die das Sensorelement umgibt, aufweist, wobei der Temperatursensor ferner einen Ring aufweist, der das Sensorelement umgibt und der von der Umhüllung bedeckt ist. Bei dem Sensorelement kann es sich um ein bedrahtetes NTC- Element handeln. Das Sensorelement kann einen Sensorkopf, bestehend aus einem NTC-Material und Zuleitungen aufweisen, die mit dem Sensorkopf verbunden sind und über die eine elektrische Spannung an dem Sensorkopf angelegt werden kann.

Das Material der Umhüllung kann derart gewählt sein, dass es nicht elektrisch leitfähig ist, um einen Kurzschluss des Sensorelements zu vermeiden. Eine Wärmeleitfähigkeit des Materials der Umhüllung beeinflusst die Reaktionsgeschwin digkeit des Temperatursensors. Die Umhüllung kann aus einem Vergussmaterial oder einer Wärmeleitpaste gefertigt worden sein .

Der Ring umgibt das Sensorelement und ist von der Umhüllung bedeckt. Der Ring kann eine Wärmeleitfähigkeit aufweisen, die von der Wärmeleitfähigkeit der Umhüllung abweicht. Dadurch kann die Wärmeleitfähigkeit der Elemente, die das

Sensorelement umgeben - also der Umhüllung, des Rings und gegebenenfalls eines Gehäuses - durch eine geeignete Wahl des Materials des Rings an Anforderungen einer Systemumgebung angepasst werden. Insbesondere kann es durch eine geeignete Wahl des Materials des Rings ermöglicht werden, eine

Wärmeleitfähigkeit dieser Materialien zu erhöhen oder zu verringern. Dadurch kann die Reaktionsgeschwindigkeit und somit das Ansprechverhalten des Temperatursensors durch den Ring angepasst werden. Die oben beschriebenen konstruktions bedingten Beschränkungen der Reaktionsgeschwindigkeit des Temperatursensors können durch den innerhalb der Umhüllung angeordneten Ring zumindest aufgeweicht werden.

Darüber hinaus kann der Ring einen zusätzlichen mechanischen Schutz für das Sensorelement ausbilden. Insbesondere kann der Ring eine Kontaktstelle, an der die Zuleitungen an dem

Sensorkopf befestigt sind, mechanisch schützen. Dadurch kann der Ring verhindern, dass die Zuleitungen beim Einbau des Sensorelementes in ein Gehäuse beschädigt werden.

Beschädigungen der Zuleitungen könnten beispielsweise durch ein Abknicken oder Stauchen der Zuleitungen beim Einbau entstehen. Dadurch, dass der Ring die Zuleitungen mechanisch schützen kann, kann der Ring die elektrische Spannungs festigkeit des Temperatursensors verbessern. Zuleitungen, die keine Stauchung oder Knickung erfahren haben, können mit höheren elektrischen Spannungen beaufschlagt werden.

Das Sensorelement, der Ring und die Umhüllung können

innerhalb eines Gehäuses angeordnet sein. Das Gehäuse kann hülsenförmig sein. Das Gehäuse kann aus einem metallischen Material bestehen. Das Gehäuse kann einen mechanischen Schutz für das Sensorelement darstellen. Das Material des Gehäuses kann eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, um eine Änderung der Umgebungstemperatur schnell an das Sensorelement

weitergeben zu können.

Das Sensorelement kann über eine Umhüllung mit dem Gehäuse verbunden sein. Die Umhüllung und das Sensorelement können dabei innerhalb des Gehäuses angeordnet sein. Das

Sensorelement kann durch die Umhüllung an dem Gehäuse

befestigt werden.

Der Ring kann eine höhere Wärmeleitfähigkeit als die

Umhüllung aufweisen. Dementsprechend kann durch die Anordnung des Rings innerhalb der Umhüllung eine Reaktionsgeschwin digkeit des Temperatursensors erhöht werden gegenüber einem Temperatursensor, der keinen derartigen Ring aufweist. Eine schnellere Reaktionsgeschwindigkeit kann die Messgenauigkeit des Temperatursensors verbessern. Insbesondere kann ein

Temperatursensor mit einer schnellen Reaktionsgeschwindigkeit gut geeignet sein, um mit einer Steuereinheit kombiniert zu werden, die ebenfalls eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit und dementsprechend ein kurzes Ansprechverhalten aufweist.

Der Ring kann ein keramisches Material aufweisen oder aus dem keramischen Material bestehen. Keramische Materialien weisen eine hohe Wärmeleitfähigkeit auf und können dementsprechend dazu beitragen eine kurze Reaktionsgeschwindigkeit des

Sensors zu ermöglichen. Bei dem keramischen Material kann es sich beispielsweise um Aluminiumoxid oder Zirkoniumoxid handeln .

In einem alternativen Ausführungsbeispiel weist der Ring eine geringere Wärmeleitfähigkeit als die Umhüllung auf. Dadurch kann es ermöglicht werden, dass die Elemente des Sensors, die das Sensorelement umgeben, also das Gehäuse, die Umhüllung und der Ring eine Gesamtwärmeleitfähigkeit aufweisen, die geringer ist als dies bei einem Temperatursensor der Fall wäre, der keinen entsprechend Ring aufweist. Dadurch kann die Reaktionsgeschwindigkeit des Temperatursensors verlangsamt werden, da Temperaturänderungen einer Umgebungstemperatur weniger schnell an das Sensorelement weitergeleitet werden können .

Eine Verlangsamung der Reaktionsgeschwindigkeit des

Temperatursensors ist bei Anwendungen vorteilhaft, bei denen der Temperatursensor mit einer Steuereinheit kombiniert wird, die ebenfalls eine langsame Reaktionsgeschwindigkeit

aufweist. Die Reaktionsgeschwindigkeiten des Temperatur sensors und der Steuereinheit sollten möglichst gut

aneinander angeglichen sein. Das Material des Rings kann beispielsweise einen Kunststoff aufweisen oder aus dem Kunststoff bestehen. Kunststoff weist im Vergleich zu üblichen Vergussmaterialien eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf. Dementsprechend kann durch den Ring, der einen Kunststoff aufweist oder aus Kunststoff besteht, das Ansprechverhalten des Temperatursensors verlangsamt werden .

Der Ring kann durch die Umhüllung an dem Sensorelement befestigt sein. Der Ring und das Sensorelement können

insbesondere separat Bauelemente sein. Der Ring kann bei einer Montage des Temperatursensors auf das Sensorelement aufgesteckt werden. Erst durch das Bilden der Umhüllung, beispielsweise aus einem Verguss oder einer Wärmeleitpaste, wird der Ring endgültig an dem Sensorelement befestigt.

Da der Ring und das Sensorelement zwei voneinander getrennte Bauelemente sein können, kann bei der Montage des

Temperatursensors jeweils ein geeigneter Ring ausgewählt werden, dessen Material die Reaktionsgeschwindigkeit des Temperatursensors in gewünschter Weise einstellt. Es ist möglich, zwei Temperatursensoren zu konstruieren, bei denen das gleiche Gehäuse, eine identische Umhüllung und identische Sensorelemente verwendet werden und die sich nur in dem

Material der Ringe voneinander unterscheiden. Zwei derartige Temperatursensoren weisen ein unterschiedliches

Ansprechverhalten auf. Dementsprechend lassen sich

voneinander unterschiedliche Temperatursensoren derart hersteilen, dass sehr viele Fertigungsschritte

übereinstimmen. Auf diese Weise kann die Herstellung der Temperatursensoren in sehr effizienter Weise durchgeführt werden . Der Ring kann eine Zuleitung des Sensorelements teilweise bedecken. Der Ring kann insbesondere eine Kontaktstelle des Sensorelements mit der Zuleitung bedecken. Bei dem

Sensorelement kann es sich um einen bedrahteten NTC- Widerstand handeln. Dabei kann das Sensorelement dünne lange Drähte als Zuleitungen aufweisen, wobei die Gefahr einer Beschädigung dieser Zuleitungen während des Herstellungs prozesses besteht. Durch den Ring können die Zuleitungen zusätzlich vor mechanischer Beschädigung, beispielsweise durch Knicken oder Stauchen, geschützt werden.

Die Umhüllung kann aus einer Wärmeleitpaste gefertigt sein. Alternativ kann die Umhüllung einen wärmeleitenden Verguss aufweist .

Bei dem Temperatursensor kann es sich um einen

Temperaturfühler für den Einsatz in Kleingeräten in der Haushaltstechnik, im Automobilbereich oder in der

Heizungstechnik handelt.

Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende

Erfindung eine Anordnung die einen Temperatursensor und eine Steuereinheit aufweist, die mit dem Temperatursensor verbunden ist. Bei dem Temperatursensor kann es sich dabei insbesondere um den oben beschriebenen Temperatursensor handeln .

Die Steuereinheit kann beispielsweise einen Regelkreis steuern. Die von dem Temperatursensor ermittelte Temperatur kann als Eingangsgröße von der Steuereinheit berücksichtigt werden. Insbesondere kann die Steuereinheit Steuersignale aussenden, die von der von dem Temperatursensor ermittelten Temperatur abhängt. Wird von der Steuereinheit eine Größe des Regelkreises verändert, kann sich dadurch eine Temperatur ändern. Diese Temperaturänderung kann wiederum von dem Temperatursensor ermittelt werden und an die Steuereinheit übermittelt werden. Auf diese Weise kann die Steuereinheit dazu ausgestaltet sein, eine Temperatur dauerhaft zu regeln und in gewünschter Weise einzustellen. Dabei ist es für eine optimale

Zusammenarbeit zwischen dem Temperatursensor und der

Steuereinheit erforderlich, dass der Temperatursensor und die Steuereinheit ein möglichst identisches Ansprechverhalten aufweisen. Daher kann da Ansprechverhalten des Temperatur sensors an das Ansprechverhalten der Steuereinheit angepasst sein. Eine Anpassung des Ansprechverhaltens des Temperatur sensors kann insbesondere durch eine geeignete Wahl des

Materials des Rings erreicht werden.

Im Folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung anhand der Figuren beschrieben.

Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Temperatursensor.

Figur 2 zeigt einen Temperatursensor in einer perspektivi schen Ansicht.

Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Temperatursensor 1. Der Temperatursensor 1 weist ein Sensorelement 2 auf. Bei dem Sensorelement 2 handelt es sich um ein NTC-Element.

Insbesondere handelt es sich um ein bedrahtetes NTC-Element. Das Sensorelement 2 weist einen Sensorkopf 2a, der aus einem NTC-Material besteht, und Zuleitungen 2b, 2c auf. Bei den Zuleitungen 2b, 2c handelt es sich um dünne lange Drähte. Der Sensorkopf 2a ist mit zwei Zuleitungen 2b, 2c verbunden, über die eine elektrische Spannung an den Sensorkopf 2a angelegt werden kann.

Das Sensorelement 2 ist in einem Gehäuse 3 angeordnet. Das Gehäuse 3 ist hülsenförmig. Das Gehäuse 3 weist ein

metallisches Material auf. Das metallische Material des

Gehäuses 3 weist eine hohe Wärmeleitfähigkeit auf und ist dementsprechend gut für den Einsatz in einem Temperatursensor 1 geeignet. Allerdings weist das Material des Gehäuses 3 auch eine elektrische Leitfähigkeit auf, sodass ein Kontakt zwischen dem Sensorelement 2 und dem Gehäuse 3 verhindert werden muss, um eine hohe elektrische Spannungsfestigkeit des Sensorelementes 2 zu ermöglichen und einen Kurzschluss zu vermeiden .

Das Gehäuse 3 weist ein vorderes Ende 3a und ein hinteres Ende 3b, das dem vorderen Ende 3a gegenüberliegt auf. Das Gehäuse 3 ist an seinem vorderen Ende 3a geschlossen. Der Sensorkopf 2a ist innerhalb des Gehäuses 3 und nahe dem vorderen Ende 3a des Gehäuses 3 angeordnet. Die Zuleitungen 2b, 2c erstrecken sich aus dem hinteren Ende 3b des Gehäuses heraus .

Der Temperatursensor 1 weist ferner eine Umhüllung 4 auf, die das Sensorelement 2 umgibt. Die Umhüllung 4 ist innerhalb des Gehäuses 3 angeordnet. Insbesondere umgibt die Umhüllung 4 den Sensorkopf 2a und einen Teil der Zuleitungen 2b, 2c, der unmittelbar am Sensorkopf 2a befestigt ist. Ein hinterer Teil der Zuleitungen 2b, 2c, der vom Sensorkopf 2a weg weist, ist von der Umhüllung 4 nicht umgeben.

Bei der Umhüllung 4 kann es sich um einen Verguss oder um eine Wärmeleitpaste handeln. Das Sensorelement 2 und die Umhüllung 4 sind innerhalb des Gehäuses 3 angeordnet. Das Sensorelement 2 wird dabei über die Umhüllung 4 mit dem Gehäuse 3 verbunden und innerhalb des Gehäuses 3 befestigt. Das Material der Umhüllung 4 ist nicht elektrisch leitfähig, um einen Kurzschluss des Sensor

elementes 2 zu verhindern. Das Material der Umhüllung 4 sollte eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, um

Temperaturänderungen gut an das Sensorelement 2 weitergeben zu können.

Ferner weist der Temperatursensor 1 einen Ring 5 auf, der das Sensorelement 2 umschließt. Insbesondere umschließt der Ring 5 Kontaktstellen 6, an denen die Zuleitungen 2b, 2c an dem Sensorkopf 2a befestigt sind. Der Ring 5 überlappt teilweise mit dem Sensorkopf 2a.

Das Material des Rings 5 beeinflusst die Wärmeleitfähigkeit des Temperatursensors 1. Von der Wärmeleitfähigkeit des

Temperatursensors 1 ist die Reaktionsgeschwindigkeit des Temperatursensors 1 unmittelbar abhängig. Weisen das Gehäuse 3, die Umhüllung 4 und der Ring 5 eine hohe Gesamtwärmeleit fähigkeit auf, so können Temperaturänderungen sehr schnell an das Sensorelement 2 weitergegeben werden und es ergibt sich eine kurze Reaktionsgeschwindigkeit des Temperatursensors 1. Als „Gesamtwärmeleitfähigkeit" wird hierbei die Wärmeleit fähigkeit bezeichnet, die sich für die Einheit bestehend aus dem Gehäuse 3, der Umhüllung 4 und dem Ring 5 ergibt, wobei die Gesamtwärmeleitfähigkeit bestimmt wird durch die

Wärmeleitfähigkeiten und die Materialmengen des Gehäuses 3, der Umhüllung 4 und des Rings 5.

Weist dagegen die Einheit aus Gehäuse 3, Umhüllung 4 und Ring 5 eine geringe Gesamtwärmeleitfähigkeit auf, so ergibt sich eine langsame Reaktionsgeschwindigkeit des Temperatursensors 1, da Temperaturänderungen nicht schnell an das Sensorelement 2 weitergegeben werden können. Durch eine geeignete Wahl des Materials des Ringes ist es somit möglich, die Reaktions geschwindigkeit des Temperatursensors 1 in einer gewünschten Weise einzustellen.

Der Ring 5 kann beispielsweise aus einem keramischen Material bestehen, dessen Wärmeleitfähigkeit größer ist als die

Wärmeleitfähigkeit der Umhüllung 4. Dadurch kann die

Reaktionsgeschwindigkeit des Temperatursensors 1 erhöht werden gegenüber einem Temperatursensor, der keinen

derartigen Ring aufweist. Die Wärmeleitfähigkeit des

keramischen Materials kann beispielsweise in einem Bereich zwischen 3 W/mK bis 40 W/mK liegen. Bei dem keramischen

Material kann es sich beispielsweise um Aluminiumoxid,

Zirkoniumoxid oder andere keramische Materialien handeln.

Alternativ kann der Ring 5 aus einem Material bestehen, dessen Wärmeleitfähigkeit geringer ist als die Wärmeleit fähigkeit der Umhüllung 4. Dadurch kann die Reaktionsge schwindigkeit des Temperatursensors 1 verlangsamt werden gegenüber einem Temperatursensor, der keinen derartigen Ring 5 aufweist. Das Material des Rings 5 kann beispielsweise einen Kunststoff aufweisen. Die Wärmeleitfähigkeit des

Materials des Rings 5 kann beispielsweise zwischen 0,15 W/mK und 0,5 W/mK liegen.

Neben der Anpassung der Reaktionsgeschwindigkeit des

Temperatursensors 1 in einer gewünschten Weise, kann der Ring 5 auch die Spannungsfestigkeit des Temperatursensors 1 verbessern. Bei dem Einbau des Sensorelementes 2 in die

Umhüllung 4 besteht die Gefahr, dass das Sensorelement 2 beschädigt wird. Insbesondere können die Zuleitungen 2b, 2c gestaucht oder geknickt werden, falls das Sensorelement 2 zu tief in das mit dem Material für die Umhüllung 4 befüllte hülsenförmige Gehäuse 3 eingeführt wird. Dadurch kann die Belastbarkeit der Zuleitungen 2b, 2c bei Anlegen einer hohen Spannung eingeschränkt werden. Wenn die Zuleitungen 2b, 2c bei der Montage derart abgeknickt oder gestaucht werden, dass sie mit einer Innenseite des Gehäuses 3 in Kontakt treten, kann es zu einem Kurzschluss kommen.

Um ein mechanisches Beschädigen der Zuleitungen 2b, 2c beim Einbau des Sensorelementes 2 in das Gehäuse 3 zu verhindern, kann der Ring 5 auf das Sensorelement 2 aufgesteckt werden, bevor das Sensorelement 2 in das Gehäuse eingebaut wird.

Dabei bedeckt der Ring 5 insbesondere die Kontaktstellen 6 der Zuleitungen 2b, 2c mit dem Sensorkopf 2a. Dementsprechend schützt der Ring 5 eine mechanische Schwachstelle des

Sensorelements 2. Der Ring kann das Abknicken oder Stauchen der Zuleitungen 2b, 2c beim Einbau des Sensorelements 2 in das mit dem Material der Umhüllung 4 gefüllte Gehäuse 3 verhindern. Dadurch kann der Ring 5 sicherstellen, dass das Sensorelement 2 mit einer hohen Spannung beaufschlagt werden kann und auf diese Weise die elektrische Spannungsfestigkeit des Temperatursensors 1 verbessern.

Im Folgenden wird das Herstellungsverfahren des Temperatur sensors 1 beschrieben:

Die Umhüllung 4 kann als flüssiges oder pastenförmiges

Material in das Gehäuse 3 eingefüllt werden. Anschließend wird das Sensorelement 2, auf das der Ring 5 bereits

aufgesteckt ist, in das Gehäuse 3 eingeführt. Der Ring 5 wird dabei durch Reibungskräfte an dem Sensorelement 2 gehalten. Der Ring 5 ist zu diesem Zeitpunkt nicht unlösbar an dem Sensorelement 2 befestigt.

Das Sensorelement 2 wird soweit in das Gehäuse 3 eingeführt, dass zumindest der Sensorkopf 2a und der Ring 5 vollständig von dem Material der Umhüllung 4 bedeckt sind. Dann wird das Material der Umhüllung 4 ausgehärtet.

Figur 2 zeigt den Temperatursensor 1 in einer perspektivi schen Ansicht. Bei dem Temperatursensor 1 handelt es sich um einen Temperaturmessfühler. An einem von dem Sensorkopf 2a abgewandten Ende der Zuleitungen 2b, 2c ist ein Stecker 7 angeordnet, über den der Temperatursensor 1 beispielsweise mit einer Steuereinheit verbunden werden kann. Der

Temperatursensor 1 kann in Kleingeräten der Haushaltstechnik, im Automobilbereich oder in der Heizungstechnik eingesetzt werden .

Durch die Verwendung des Rings 5, der das Sensorelement 2 umgibt, kann wie oben beschrieben die Reaktionsgeschwin digkeit des Temperatursensors 1 in gewünschter Weise

eingestellt werden. Insbesondere kann die Reaktionsge

schwindigkeit derart eingestellt werden, dass sie an die Reaktionsgeschwindigkeit der Steuerungseinheit angepasst ist. Bei der Steuerungseinheit kann es sich um die Steuerung eines Regelkreises handeln. Bezugs Z eichen

1 Temperatursensor

2 Sensorelement 2a Sensorkopf 2b Zuleitung

2c Zuleitung

3 Gehäuse

3a vorderes Ende 3b hinteres Ende

4 Umhüllung

5 Ring

6 Kontaktstelle 7 Stecker