Kövari, Peter (Beethovenstrasse 14 Pullach, D-82049, DE)
Wandinger, Jakob (Balthasar Neumann-Strasse 2 Waldkraiburg, D-84478, DE)
WERNICKE & CO. GMBH (Jägerstrasse 58 Düsseldorf, D-40231, DE)
Gottschald, Lutz (Am Meerbusch 4 Meerbusch, D-40670, DE)
Kövari, Peter (Beethovenstrasse 14 Pullach, D-82049, DE)
Wandinger, Jakob (Balthasar Neumann-Strasse 2 Waldkraiburg, D-84478, DE)
| 1. | Schablone für ein Brillenglas mit wenigstens einem Loch oder einer Markierung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone (1) mit einem auf das Brillenglas aufgesetzten Blocker (5) gegenüber diesem unver schiebbar und drehfest verbindbar ist, so daß die Position des Lochs (14) oder der Markierung (15) relativ zum Brillenglas (4) festgelegt ist. |
| 2. | Schablone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone (1) in einem Teilbereich (12) eine der Form des Blockers (5) für ein Brillenglas zugeordnete Form besitzt. |
| 3. | Schablone nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens der an den Teilbereich (12) anschließende Bereich (13) der Schablone (1) aus elastisch verformbarem Material besteht. |
| 4. | Schablone nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Schablone (1) ein Spritzteil ist. |
| 5. | Schablone nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schablone (1) eine Bohrerführung (2) aus Metall mit wenigstens einer Offnung (14) für die Aufnahme eines Bohrers (3) befestigt ist. |
| 6. | Schablone nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrer führung (2) in der Schablone (1) durch Kleben, Einpressen, Einpassen oder durch eine Clipbefestigung befestigt ist. |
| 7. | Schablone nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse der Öffnung (14) der Bohrerführung (2) mit der sie um gebenden Schablonenfläche einen definierten, insbesondere einen rechten Winkel einschließt. |
| 8. | Schablone nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone (1) außerhalb des Bereichs (12), in dem sie mit dem Blocker (5) verbindbar ist, kugelförmig ist. |
| 9. | Schablone nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kugel radius des kugelförmigen Schablonenbereiches (13) kleiner ist als der Krummungsradius der Oberfläche des Brillenglases (4). |
| 10. | Schablone nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone (1) aus durchsichtigem Material besteht. |
| 11. | Schablone nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone (1) Markierungen (15) aufweist. |
| 12. | Schablone nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone eine Markierung aufweist, deren Form mit der Umfangskontur des Brillen glases übereinstimmt. |
Schablonen für Brillengläser dienen unter anderem dazu, die Stellen festzulegen, an denen das Brillenglas durchbohrt werden soll, oder die Position zu bestimmen, an der ein Beschlag-oder Fassungsteil am Brillenglas z. B. durch Kleben befestigt werden soll. Mit einer Schablone können aber auch Markierungen auf einem Brillenglas angebracht werden. Schablonen sind insbesondere auch dann erfor- derlich, wenn es gilt, Brillenbügel (Backen) oder Nasenbrücken für randlose Brillen an den Brillengläsern zu befestigen.
Es sind bereits verschiedene Schablonen bekannt : Gegenstand der deutschen Offenlegungsschrift 44 38 634 ist eine Schablone, durch die der Ort, an dem eine Bohrung in ein Brillenglas eingebracht werden soll, festgelegt werden kann. Diese Schablone kann eine transparente Folie sein, die über eine Haft- fläche auf das Brillenglas aufgelegt werden kann. Die Haftwirkung ist so aus- gelegt, daß einerseits ein Verrutschen der Folie gegenüber dem Glas während der Bearbeitungsvorgänge ausgeschlossen ist, andererseits aber die Folie auch nach der Bearbeitung problemlos vom Glas gelöst werden kann.
Diese Art der Schablone ist insofern schwierig zu handhaben, als das Auflegen einer ebenen Klebefolie auf eine gekrümmte Brillenglasoberfläche in der Regel nicht auf Anhieb gelingt. Da die Folie haftet, kann diese gegenüber dem Glas nicht verschoben oder gedreht werden. Vielmehr muß sie vollständig vom Glas gelöst werden. Zudem eignet sich eine Folie nur wenig als Bohrschablone : Einerseits ist es schwierig, Bohrlöcher, die einen exakten Abstand zueinander haben sollen, zu bohren. Andererseits bereitet es Probleme, ein Loch so in das Glas zu bohren, daß die Bohrlochachse einen gewünschten Winkel mit der um- gebenden Glasoberfläche einschließt.
Durch das deutsche Gebrauchsmuster 93 04 045 ist es bekannt, eine zum Ein- schleifen von Brillengläsern dienende Formscheibe auch als Bohrlehre zu ver- wenden. Dazu befinden sich in der Formscheibe Löcher. Zum Bohren wird eine Formscheibe auf das Brillenglas aufgelegt. Die Löcher in der Formscheibe werden als Führung für einen Bohrer benutzt. Die Formscheibe ist eine starre, ebene Scheibe. Um eine einwandfreie Bohrung durchführen zu können, ist es erforderlich, eine Platte mit Stiften zur Aufnahme einer Formscheibe sowie mit zusätzlichen Exzenteranschlägen zu verwenden. Dadurch kann zwar eine Justie- rung von Brillenglas und Formscheibe übereinander erreicht werden, die Hand- habung dieser Schablone ist aber sehr aufwendig. Glas und Formscheibe werden durch ein Klebepad miteinander verbunden.
Es ist auch bekannt, starre ebene Schablonen mit Öffnungen für einen Bohrer zu verwenden. Die Schablonen werden tangential im zentralen Bereich eines Brillenglases angelegt. Werden Bohrungen im Außenbereich des Glases in dieses eingebracht, so schließen die Achsen der Bohrlöcher mit den Brille- glasoberflächen unterschiedliche, von der Krümmung der Brillenglasober- flache abhängige Winkel ein. Dies kann bei der Befestigung von Beschlagteilen nachteilig sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schablone der eingangs genann- ten Art anzugeben, die einfach zu handhaben ist und die es dennoch ermöglicht, rasch und auf wirtschaftliche Weise Markierungen an Brillengläsern anbringen bzw. Stellen für die Befestigung von Fassungs-und Beschlagteilen oder für Boh- rungen festzulegen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schablone mit einem auf das Brillenglas aufgesetzten Blocker gegenüber diesem unverschieb- bar und drehfest verbindbar ist, so daß die Position des Lochs oder der Markie- rung relativ zum Brillenglas festgelegt ist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß ein Blocker hervorragend ge- eignet ist, mit einer geeigneten Schablone zusammenzuwirken und die erfin- dungsgemäße Aufgabe zu lösen : Eine der Aufgaben eines Optikers ist die Anpassung der Brillenglasrohlinge, die vom Hersteller in der Regel mit kreisrunder Umfangskontur geliefert werden, an die durch eine Brillenfassung vorgegebenen Form oder-bei randlosen Brillen- an die gewünschte Form. Das Formen kann in einem Glasrandbearbeitungsauto- maten erfolgen. Zur Befestigung der Brillenglasrohlinge auf einer rotierenden Welle des Automaten dient ein sogenannter Blocker (auch Aufnahmeblock ge- nannt) und ein gleichachsiges Gegenlager, die beide den Rohling in dessen zen- tralem Bereich halten. Blocker können als Saugblocker oder als Klebeblocker ausgebildet sein. Zweck und Funktionsweise eines Blockers sind beispielsweise in der DE 43 00 673 A1 erläutert.
Der Inhalt dieser Offenlegungsschrift wird ausdrücklich in die vorliegende Anmeldung mit einbezogen.
Erfindungsgemäß wird die vorgesehene Schablone mit einem auf das Brillenglas aufgesetzten Blocker derart verbunden, daß die Schablone gegenüber dem Blocker drehfest ist. Da der Blocker seinerseits unverschiebbar und drehfest am Brillenglas befestigt ist (siehe DE 43 00 673 Al, Spalte 1, Zeilen 13 und 14), ist die Schablone relativ zum Brillenglas ebenfalls drehfest.
Es sind verschiedene Arten einer Verbindung zwischen Blocker und Schablone möglich. Insbesondere kann die Verbindung so gestaltet sein, daß sie leicht lösbar ist. Sobald die Schablone mit dem Blocker verbunden ist, befindet sich die Mar- kierung oder das Loch der Schablone über der Stelle des Brillenglases, die es zu markieren gilt oder an der ein Loch gebohrt oder ein Beschlagteil positioniert werden soll. Eine derartige Schablone ist einfach zu handhaben. Sie kann rasch auf das Brillenglas aufgesetzt und entfernt werden. Aufgrund dieser Eigenschaf- ten und der Möglichkeit, die Schablone häufig wiederverwenden zu können, ist die vorgeschlagene Schablone sehr wirtschaftlich.
Da der Rand des vom Brillenglashersteller gelieferten Rohlings in jedem Fall in die vorgegebene oder gewünschte Form eines Brillenglases gebracht werden muß, ist es auch erforderlich, einen Blocker auf den Brillenglasrohling aufzu- setzen. Für den Einsatz der vorgeschlagenen Schablone bedeutet das, daß das Aufsetzen eines Blockers kein zusätzlicher Arbeitsvorgang ist.
Es ist nicht notwendig, erst den Rand des Brillenglasrohlings zu bearbeiten und anschließend die Markierungen anzubringen oder den Ort einer Bohrung oder eines zu befestigenden Beschlagteils festzulegen. Vielmehr ist es auch möglich, diese Tätigkeit vor der Randbearbeitung durchzufuhren.
Selbstverständlich umfasst der Begriff"Bohrung"auch andere Öffnungen im Brillenglas als nur rotationssymmetrische Öffnungen. Unter diesen Begriff fallen erfindungsgemäß auch schlitzförmige Öffnungen oder zum Beispiel Ausfräsungen oder Ausschleifungen im Randbereich eines randbearbeiteten Brillenglases.
Die vorgeschlagene Schablone ist insbesondere dann vorteilhaft einzusetzen, wenn in ein Brillenglas zwei Löcher zu bohren sind, die einen festgelegten Ab- stand zueinander haben müssen. Dies ist beispielsweise bei der drehfesten Be- festigung eines Bügels oder einer Brücke in den Gläsern einer randlosen Brille erforderlich.
Natürlich kann die vorgeschlagene Schablone auch ohne einen mit dem Brillen- glas verbundenen Blocker benutzt werden. Dies ist dann erforderlich, wenn zum Beispiel ein Kunde eine individuelle Scheibenform wünscht. In diesem Fall kann das Glas zunächst aufgeblockt und die Außenform des Glases individuell geschliffen werden. Anschließend wird der Blocker abgenommen, die Schab- lone mit Hilfe von Markierungen positioniert und das Glas mit der Schablone im Bohrbereich zusammengehalten. Nun kann das Bohren des Glases und nach- folgend das Montieren erfolgen.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist nach Unteranspruch 2 gegeben, wenn die Bohrschablone in einem Teilbereich eine der Form des Blockers für ein Brillenglas zugeordnete Form besitzt. In dieser Ausgestaltung besitzt die Schablone in einem Teilbereich eine Form, aufgrund deren sie den Blocker der- art umschließt, daß ihre stete Berührung gesichert ist. Da nahezu alle Blocker- köpfe dieselbe Form besitzen, ist es nicht erforderlich, eine Vielzahl von Schab- lonen zu bevorraten, die an unterschiedliche Blockerkopfformen angepasst sind.
Eine typische Blockerkopfform ist zum Beispiel in Figur 2 des deutschen Ge- brauchsmuster 92 00 513 dargestellt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht wenigstens der an den Teilbereich anschließende Bereich der Schablone aus elastisch ver- formbarem Material. Die Bohrschablone kann auf diese Weise an unterschied- liche Formen der Brillenglasoberflächen einfach angepasst werden. So kann die Schablone bei sphärischen und asphärischen Brillengläsern, bei Plus-oder Minusgläsern sowie bei Gläsern mit unterschiedlichen Krümmungsradien der Glasoberflächen eingesetzt werden. Durch geringen Druck auf den zentralen Be- reich oder den Randbereich der Schablone kann diese an unterschiedliche Flächen angepasst werden.
Besonders einfach und preiswert herstellbar ist eine erfindungsgemäße Schab- lone, wenn diese in der bevorzugten Ausgestaltung gemäß Unteranspruch 4 ein Spritzteil ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Schablone als Bohrschablone ausgebildet. Dabei ist in der Schablone eine Bohrerfuhrung aus Metall befestigt.
Die metallene Bohrerführung besitzt eine kreiszylinderformige Offnung, in die ein Bohrer mit geeignetem Durchmesser eingeführt werden kann. Aufgrund der Bohrerfuhrung kann der Ort der Bohrung exakt festgelegt und die Bohrung prob- lemlos durchgeführt werden.
Die Bohrerfuhrung kann auf unterschiedlichste Weise in der Schablone befestigt werden. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Bohrerführung in der Schab- lone durch Kleben, Einpressen, Einpassen oder durch eine Clipbefestigung be- festigt.
Vorteilhafterweise kann gemäß Unteranspruch 7 die Längsachse der Bohrerfuh- rung mit der sie umgebenden Schablonenfläche einen definierten, insbesondere einen rechten Winkel einschließen.
Besteht die Schablone wenigstens in ihrem Außenbereich aus elastischem Ma- terial, so kann diese-wie bereits erläutert-so verformt werden, daß sie an der Brillenglasoberfläche anliegt. Auf diese Weise ist es möglich, Bohrungen her- zustlelen, bei denen die Achse des Bohrlochs mit der Brillenglasoberfläche denselben Winkel einschließt, wie die Längsachse der Bohrerführung mit der sie umgebenden Schablonenfläche.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung ist im Unteranspruch 8 angegeben.
Besitzt der kugelförmige Schablonenbereich den im Unteranspruch 9 angege- benen Wert, so kann die Schablone vorteilhafterweise durch einfachen Druck auf den Bereich, in dem sie mit dem Blocker verbindbar ist, an eine gegebene Bril- lenglasoberfläche angepasst werden.
Bevorzugte weitere Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen 10 bis 12 angegeben.
In der Ausgestaltung des Unteranspruchs 12 kann auf besonders einfache Weise festgestellt werden, ob die Markierung auf der Schablone mit der Umfangskontur des zu bearbeitenden Brillenglases übereinstimmt.
Im folgenden soll ein Ausfuhrungsbeispiel anhand von Zeichnungen erläutert werden.
Es zeigen : Fig. 1 : Einen Schnitt durch eine erfindungsgemabe Schablone mit Bohrer- führungen.
Fig. 2 : Eine Vergrößerung des in Fig. 1 im gestrichelt gezeichneten Kreis dargestellten Teils einer auf ein Brillenglas aufgelegten Schablone.
Fig. 3 : Eine Draufsicht auf die Schablone gemäß Fig. l.
Figuren 4a u. 4b : Eine Vorder-und eine Seitenansicht eines Blockers.
Fig. 5 : Je ein Plus-und ein Minusglas sowie ein auf einem Plusglas aufgeklebten Blocker.
Fig. 6 : Eine Schablone, die mit einem Blocker verbunden ist, der seiner- seits am Brillenglas befestigt ist.
Fig. 7 : Einen Schnitt senkrecht zu dem in Fig. 6 dargestellten Schnitt durch den Bereich des Blockers.
Figuren 8a u. 8b : Draufsichten auf Schablonen für ein rechtes und ein linkes Brillen- glas.
Figuren 9 u. 10 : Isometrische Ansichten von oben (Fig. 9) und unten (Fig. 10) einer Schablone, eines Blockers und eines Brillenglases.
Fig. 11 : Eine Bohrerführung, die durch eine Clipbefestigung an der Schab- lone befestigt ist.
In den Figuren sind übereinstimmende Teile mit denselben Bezugszeichen ge- kennzeichnet.
Die in den Figuren dargestellte Schablone 1 ist ein Spritzteil. In einem zentral gelegenen Teilbereich 12 besitzt die Schablone 1 eine der Form eines Blockers 5 für ein Brillenglas 4 zugeordnete Form. Ein Blocker 5 ist in den Figuren 4a und 4b dargestellt. Fig. 4a zeigt, daß sich im Blockerkopf 11 eine Nut 7 befindet.
Auf die Unterseite des unteren Teils 10 des Blockers 5 ist ein Klebepad 6 ge- klebt. Der Blockerkopf 11 besitzt Schraubenkopfform.
Der zentrale Teilbereich 12 der Schablone 1 ist als negatives Aufnahmeteil für den Blockerkopf 11 ausgebildet. Zum lagegerechten Einsetzen dient ein Steg 8 in diesem Aufnahmeteil.
Auch der das Aufnahmeteil 12 umgebende Bereich 13 der Schablone 1 besteht aus elastisch verformbarem Material. In diesem Bereich 13 sind zwei Bohrer- führungen 2 aus Metall befestigt. In jeder Führung 2 befinden sich in diesem Ausführungsbeispiel zwei Öffnungen mit kreiszylindrischer Querschnittsfläche.
Diese dienen zur Aufnahme und Führung eines Bohrers 3. Die Öffnungen können unterschiedlichen Durchmesser haben.
Vor der Randbearbeitung eines Brillenglases 4 wird der Blocker 5 in einer Zentriervorrichtung, in der sich der Brillenglasrohling 4 entsprechend den Dezentrationswerten, der Achsenlage und/oder der Lage eines Nahteils aus- richten lässt, auf das Brillenglas 4 aufgesetzt und zum Beispiel durch Kleben ver- bunden. Der auf dem Brillenglasrohling 4 aufgeklebte Blocker 5 kann nun in ein entsprechendes negatives Aufnahmeteil auf der Welle des Randbearbeitungs- automaten lagegenau eingesetzt werden. Ebenso kann die erfindungsgemäße Schablone auf den Brillenglasrohling 4 mit aufgeklebtem Blocker 5 aufgesetzt werden. Es ist unerheblich, ob zunächst die Bearbeitung des Randes des Rohlings und anschließend das Bohren des Brillenglases erfolgt, oder ob zunächst das Bohren des Rohlings und anschließend dessen Randbearbeitung erfolgt.
Solange sichergestellt ist, daß sich Steg 8 und Nut 7 im Eingriff befinden, ist die Schablone 1 aufgrund ihrer dem Blocker 5 zugeordneten Form mit dem Blocker 5 drehfest und unverschiebbar verbunden. Der Blocker 5 ist seinerseits drehfest und unverschiebbar mit dem Brillenglas (rohling) 4 verbunden. Dadurch ist die Position der Bohrerführungen 2 und der Bohrerachsen exakt festgelegt. Es ist nun problemlos möglich, die vorgesehenen Löcher 9 in das Brillenglas 4 zu bohren, indem ein geeigneter Bohrer 3 in eine Öffnung 14 der Bohrerführung 2 eingebracht und das erforderliche Loch gebohrt wird.
Der den Aufnahmeteil 12 umgebende Bereich 13 der Schablone 1 kann eben sein. Aufgrund der elastischen Eigenschaften ist es möglich, die Schablone durch geringen Druck entweder auf das Aufnahmeteil 12 oder auf den umgeben- den Bereich 13 an die Brillenglasoberfläche anzulegen.
Im Ausfuhrungsbeispiel ist der das Aufnahmeteil 12 umgebende Bereich 13 kugelförmig ausgebildet. Ist der Kugelradius des kugelförmigen Schablonenbe- reiches 13 kleiner als der Krümmungsradius der Oberfläche des Brillenglases 4, so kann ein Anliegen der Schablone an der Brillenglasoberfläche erreicht werden, indem das Aufnahmeteil 12 auf das Brillenglas gedrückt wird.
Die Bohrerführungen sind in der Schablone 1 zum Beispiel durch Kleben, Ein- pressen oder Einpassen befestigt. Die Längsachsen der Öffnungen 14 in der Bohrerführung 2 schließen mit der umgebenden Fläche einen definierten Winkel ein, der im Ausführungsbeispiel 90° beträgt. Selbstverständlich können auch andere Winkel gewählt werden.
Die im Ausführungsbeispiel aus durchsichtigem Material bestehende Schablone 1 trägt eine Markierung 15, die die Form der Umfangskontur eines randbearbei- teten Brillenglases zeigt.
In Figur 11 ist eine Variante der Bohrerführung 2 dargestellt.
Die Bohrerführung 2 besteht aus Metall. Von der Unterseite der Schablone 1 (= Seite, die dem Brillenglas zugewandt ist) her wird ein Kunststoffplättchen mit einem Clip in der Bohrerführung 2 verankert. Mit dieser Variante wird ein Kontakt zwischen der metallenen Bohrerführung 2 und dem Brillenglas mit Sicherheit vermieden.
Next Patent: PROCESS FOR PRODUCING AN ELECTRO-OPTICAL DISPLAY
