SCHNEIDER, Michael (Dunckerstr. 85, Berlin, 10437, DE)
FULLAND, Carsten (Weinbergsweg 5, Berlin, 10119, DE)
OVERSCHMIDT, Gordian (Torstr. 93, Berlin, 10119, DE)
SCHNEIDER, Michael (Dunckerstr. 85, Berlin, 10437, DE)
FULLAND, Carsten (Weinbergsweg 5, Berlin, 10119, DE)
| Patentansprüche 1. Profil (10) zum Befestigen eines mit einem Flächenelement (300) verbundenen Keders (K) mit mindestens einer in axialer Längsrichtung (L) des Profils (10) verlaufenden nut- artägen Einstecköffnung (15) für den Keder (K), dadurch gekennzeichnet, dass ein Klemmorgan (50, 60), das den Keder (K) in einer Klemmposition (P2) im Profil (10) hält, integriert an dem Profil (10) angeordnet ist. 2. Profil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecköffnung (15) durch eine erste Nutflanke (15A, 20) und zweite Nutffanke (15B) ausgebildet ist, die in Längsrichtung (L) des Profils (10) verlaufen, wobei die erste Nutflanke (15A, 20) im Innern des Profils (10) angeordnet ist und eine Anlagefläche (A) für den Keder (K) bildet, wobei die zweite Nutffanke (15B) durch ein äußeres Teil des Körpers des Profils (10) ausgebildet ist, auf der das koaxial zu der in Längsrichtung (L) liegenden Mittelachse (M) des Profils (10) verschwenkbare Klemmorgan (50, 60) angeordnet ist, welches den Keder (K) in der Einstecköffnung (15) in einer Klemmposition (P2) verklemmt. 3. Profil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Nutfianke (15A) ein Mittelsteg (20) ist, der in der Längsrichtung (L) des Profils (10) verläuft und auf einer quer zur Längsrichtung (L) des Profils (10) liegenden Begrenzungswand (35) sitzt, wobei zwischen dem Mitteisteg (20) und der zweiten Nutflanke (15B) innerhalb des Profils (10) mindestens eine in Längsrichtung (L) des Profils ( 0) verlaufende Kammer (30, 40) ausgebildet ist, die einem innen liegenden Entwässerungssystem eines mit den Profilen (10) errichteten Grundgerüstes eines Zeltsystems dient. 4. Profil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungswand (35) das Profil (10) quer zu seiner Längsrichtung (L) teilt, wodurch neben der mindestens einen Kammer (30, 40) eine dritte in Längsrichtung (L) des Profils (10) verlaufende Kammer (75) ausgebildet ist. 5. Profil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Kiemmorgan (50, 60) ein Klemmflügel ist, der einen Bedienflügel (50A) und einen Kederflügel (50B) aufweist. 6. Profil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kederflügel (50B, 60B) eine halbkreisförmige Aufnahme (50B-1 , 60B-2) für den Keder (K) aufweist, wodurch in der Klemmposition (P2) mindestens eine Dichtlippe (50B-21 , 50B-22, 60B-21 , 60B-22) an der Seitenfläche des Mittelsteges 20 (15A) ausgebildet wird. 7. Profil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelsteg (20) gegenüber zwei zweiten Nutflanken (15B) bezogen auf die axiale Mittelachse (M) des Profils (10) in radialer Richtung tiefer liegt, so dass die auf den zweiten Nutflanken (15B) schwenkbar angeordneten Klemmflügei (50, 60) in ihrer Klemmposition (P2) eine gegenüber dem Mittelsteg (20) abgedichtete muldenartige Vertiefung (51 ) bilden, die einem außen liegenden Entwässerungssystem eines mit den Profilen (10) errichteten Grundgerüstes eines Zeltsystems dient. 8. Zeitsystem zum Auf- und Abbau eines transportablen Zeltes (Z), gekennzeichnet durch mehrere nach Anspruch 1 ausgebildete Profile (10), die über mehrere mit dem Profil (10) korrespondierende Eckverbinder (70, 270) zu einem Grundgerüst verbindbar sind, so dass zwischen den Profilen (10) mindestens ein Flächenelement (300) mit seinem mindestens beidseitig zumindest bereichsweise randseitig angeordneten Keder (K) reversibel in einer Klemmposition (P2) festlegbar ist, wobei das mindestens eine Flächenelement (300) zwischen den Profilen (10) Dach- und/oder Seitenflächen des Zeltes (Z) bildet. 9. Zeltsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Eckverbinder (70) Einführöffnungen (72) aufweist, in die die Profile (10) einsteckbar sind. 10. Zeltsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Eckverbinder (270) eine gemeinsame Basis (271) für an der Basis (271) angeordnete Fortsätze (272) aufweist, die in die Profile (10) einsteckbar sind. 11. Zeltsystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Eckverbinder (70, 270) eine außen liegende Rinne (73, 273) aufweisen, die einem außen liegenden Entwässerungssystem des Zeltsystems dient. 12. Zeltsystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Eckverbinder (70, 270) einen Hohlraum aufweisen, der einem innen liegenden Entwässerungssystem des Zeltsystems dient. 13. Verfahren zum Auf- und Abbau eines transportablen Zeltes (Z) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Aufbau eines Grundgerüstes aus mehreren Profilen (10) und den korrespondierenden Eckverbindern (70, 270) mindestens ein an seinem Rand mindestens beidseitig und zumindest bereichsweise einen Keder (K) aufweisendes Flächenelement (300) (Zeltplane), jeweils von außen in radialer Richtung in ein Profi! ( 0) nach Anspruch 1 , in die jeweilige Einstecköffnung (15) der Profile (10) eingesteckt und anschließend durch Verschwenken des jeweiligen Kiemmorgans (50, 60) entweder durch manuelle Einwirkung direkt auf das Klemmorgan (50, 60) oder durch Einwirkung des eingesteckten Flächenelementes (300) auf das Klemmorgan (50, 60) selbsttätig gegenüber einer Anlagefläche (A) der zweiten Nutflanke (15B) festgelegt wird. |
Aus dem Stand der Technik, der DE 298 23 014 U1 , geht ein Zeltsystem hervor, welches sich dadurch auszeichnet, dass es ein konvex geformtes Zeltdach mit Mittelunterstützung aufweist. Die Konstruktion besteht aus Stahl- oder Alumintumprofilsystemen, die an allen vier Seitenwänden mit PVC-P!anen verschlossen werden können. Bei Profilsystemen ist es ferner bekannt, dass eine integrierte Keder-Nut dafür sorgt, dass diese Planen, die ihrerseits mit einem PVC-Wulst versehen sind, in die Profilsysteme eingezogen werden können. Ein auf- beziehungsweise abbaubares und transportables Zelt aus einem solchen Zeltsystem ist in der DE 298 23 014 U1 beschrieben.
Zeltplanen mit Kedern verschiedener Ausführung für profilierte Aufnahmeschienen werden beispielsweise in der EP 1 319 776 B1 , der DE 20 3005 016 421 U1 und der DE 101 61 474 A1 beschrieben.
Die bekannten Verbindungen einer mit einem Keder versehenen Plane in einer Aufnahmeschiene bilden jedoch meist keine sauberen Übergänge in der Aufnahmeschiene und die Planen sind zwischen den Aufnahmenschienen unzureichend verspannt und sehen dadurch wellig aus, weshalb die Zelte insgesamt unschön wirken. Ferner ist die Montage zwischen Plane und Aufnahmeschiene beim Einziehen des Keders in die Aufnahmeschiene recht umständlich. Zudem gehen die Anforderungen heutiger Zeltsysteme über die reine Errichtung einer zeltartigen Hülle hinaus. Die meisten Zeltsysteme werden den weiteren Anforderungen, die nachfolgend erläutert werden, nicht gerecht. Es ist die Aufgabe der Erfindung ein Zeltsystem zu schaffen, dessen Grundgerüst leicht aufbaubar ist, welches zudem wenige Teile umfasst, und dessen am Grundgerüst anbringbaren Dach- und Seitenwände leicht angebracht werden können und in eine gewünschte straffe Form bringbar sind. Ferner soll das Zeltsystem weiteren Wünschen der Kunden gerecht werden. Auf die erfindungsgemäßen Lösungen zur Befriedigung der Kundenwünsche wird nachfolgend zunächst in einem Überblick eingegangen.
Das erfindungsgemäße Gerüstsystem basiert auf einer Rahmenkonstruktion mit biegesteifen Profilen und Eckverbindern. Hohlkammerprofile, vorzugsweise extrudierte Hohlkammerprofile, werden in einer ersten Ausführungsform in als Eckverbinder dienende übergreifende Muffen geschoben und mit Hilfe einer ersten Spannvorrichtung schraubenlos verbunden. In einer zweiten Ausführungsform wird als Eckverbinder ein Verbindungsknoten mit Aufnahmen, so genannten Fortsätzen, geschaffen, auf die die Hohlkammerprofile, vorzugsweise die extrudierten Hohlkammerprofile, aufschiebbar sind. Die Verbindung der Eckverbinder mit den Hohikammerprofilen erfolgt mittels einer zweiten Spannvorrichtung.
Durch die Hohlkammerprofile und die Eckverbinder wird ein stabiles Grundgerüst mit vier vertikalen Stützen und vier horizontalen Traufprofilen errichtet.
Die Hohlkammern der Traufprofile und der vertikalen Stützen sind so geformt, dass erfin- dungsgemäß zwei grundsätzliche Funktionen in einem Profil vereinigt werden. Die Hohlkammern im Profil sind dazu ausgelegt anfallendes Niederschlagswasser im Profil nach links und rechts in der Konstruktion zu führen und über beziehungsweise durch die Eckverbinder in die vertikalen Stützen abzuleiten. Die gezielte Regenwasserabführung ist beispielsweise ein Kundenwunsch, dem dieses System in vorteilhafter Weise nachkommt, wie in den Ausführungsbeispielen noch genauer beschrieben wird.
Die erfindungsgemäße Lösung verhindert, dass vom Dach des Zeltsystems stammendes Niederschlagswasser ständig an den vertikalen Planen abläuft und so zu Verschmutzungen an den Planen führt. Das Niederschlagswasser kann sich dadurch ferner nicht auf- stauen und übt somit keinen Druck auf die Befestigung der Planen aus, wodurch die sonst aus dem Stand der Technik bekannten üblichen Leckagen in den Befestigungsbereichen der Planen an der Konstruktion vermieden werden.
Die Geometrie der Hohlkammerprofile ist derart ausgestaltet, dass das Profil an zwei Ver- dickungen längs zum Profil - koaxial zur Mittelachse des Profils - zwei bewegliche Flügel aufnehmen kann, die auf- und niederklappen können und so zu einer ünienförmigen Befestigung eines planenfesten Keders in axialer Richtung des Profils führen und somit zum Befestigen der Planen zur Errichtung von Zeltdächern und Zeltfassaden genutzt werden können.
Das herkömmliche und schwergängige Einschieben des Keders in das Profil entlang der Längsrichtung des Profils entfällt, da der Keder erfindungsgemäß in radialer Richtung in das Profil einsteckbar ist. Hierdurch wird ein weiterer Kundenwunsch nach einfacher Montage erfüllt. Die Eckverbinder haben neben der Funktion des Verbindens der Profile die Funktion der Wasserableitung und die Funktion als Gegenhalter zum Spannen der Profile gegenüber den Eckverbindern. Eine mit einem runden eder versehene horizontale Dachplane und eine mit einem runden Keder versehene vertikale Fassadenplane werden im Winkel von 45° zu den späteren Spannebenen in die Profile eingeführt und verklemmt und die Profile werden mittels einer Spannvorrichtung gegenüber den Eckverbindern verspannt. Dabei werden die Planen gespannt und die Fläche wird straff gezogen, wodurch sich die Hohlkammern der Profile beim Aufbringen einer Membranspannung über an den Profilen angeordnete Kiemmorgane, die einen Keder der Planen aufnehmen, nahezu vollständig von selbst abdichten.
Das Zeltsystem umfasst nur wenige unterschiedliche Elemente, wohn ebenfalls ein Kundenwunsch besteht, wodurch das Packmaß der gesamten Konstruktion eines Zeltes sehr viel geringer ausfällt als bei vergleichbaren bekannten Konstruktionen. Auf Strukturele- mente zur Aussteifung der Dachflächen kann verzichtet werden, da neben den Seitenplanen auch die Dachplane durch das spannende Befestigen in den Traufprofilen ausreichend Spannung erhält. Somit reduziert sich auch der energetische Aufwand bei Transport und Verpackung, worauf einige ökologisch orientierte Kunden ebenfalls bedacht sind. Das bevorzugte Material für alle Profile ist Aluminium. Die Profile werden vorzugsweise stranggepresst.
Die Eckverbinder in einer ersten Ausführungsform, in der Art eines Verbindungsknotens, werden vorzugsweise aus drei Schalen, die im Aluminiumdruckgussverfahren hergestellt werden, zusammengesetzt oder in einer bevorzugten Ausgestaltung auch in einem Stück hergestellt.
Die Eckverbinder der zweiten Ausführungsform, ebenfalls in der Art eines Verbindungsknotens, werden als Hohlprofile, ebenfalls als Aluminiumdruckgussteile, vorzugsweise einstückig hergestellt.
Für die Ausbildung insbesondere der Dachplanen, aber auch der Fassadenplanen werden ebenfalls neue technische Lösungen vorgeschlagen. Auf unterstützende Bauteile für die gesamte Dachplane beziehungsweise die Fassadenplanen wird verzichtet. Eine Dachpiane oder eine Fassadenp!ane, erläutert anhand der Dachplane, umfasst zwei miteinander verschweißte foiienartige Planen, die mit Hilfe einer akkubetriebenen Pumpe auf einen Innendruck von ca. 3 bar aufgepumpt werden. Das dadurch entstehende Kissen mit einer bei der Dachpiane nach außen konvexen Form führt anfallendes Niederschiagswasser durch die konvexe Form sicher und ohne in der Dachplane Senken zu bilden in die dafür ausgelegten Profile mit dem beschrieben Regenwasserablaufsystem.
Hinsichtlich der Materialauswahl werden klassische folienartige PVC [Polyvinylchlorid]- Planen und folienartige ETFE [Ethylen-Tetrafluorethylen]-Planen vorgeschlagen.
Durch die zwei miteinander verschweißten folienartigen Planen ist es ferner möglich, eine Befüllung des Zwischenraumes mit Luft vorzunehmen. Hierdurch wird die Wärmeleitfähigkeit verringert. Um die Befüllung des Zwischenraumes mit Luft oder dergleichen auch ohne den Zugang zu elektrischen Anlagen zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, flexible Solarpanele in Taschen auf der Dachfläche oder auch der Fassade zu befestigen, deren erzeugte Energie zum Aufladen eines Akkus für eine Pumpe oder ein anderes Aggregat genutzt werden kann um den Betrieb der Dachkonstruktion auch dann aufrechtzuerhalten, wenn kein Zugang zu elektri- sehen Anlagen gewährleistet ist.
Die herkömmlichen nicht durch zwei verschweißte Planen befüllbaren Fassaden-Planen werden hinsichtlich ästhetischer Aspekte und auch in statischer und bauphysikalischer Hinsicht verbessert. Das Design der sichtbaren Fassaden-Pianen orientiert sich nicht an dem in diesem Bereich üblichen„Nachahmen" von Fenstern in verschiedenen Designs sondern schöpft die Möglichkeiten in der Planenkonfektion voll aus.
Mit einer „High Frequency"-Schweißanlage, die mit einer Tischbreite von 4x4 m den gesamten Fensterbereich abdeckt, werden in einem Arbeitsschritt aufwendige Öffnungsde- signs realisiert. Die digital geplotteten Materialien werden mit angefertigten Werkzeugen verschweißt und beschnitten. So können auch Sonderlösungen wirtschaftlich erstellt werden, wie z. B. speziell auf den Kunden zugeschnittene Logos und Designs.
In den klassischen Zeltsystemen werden die Vorhangstoffe nur als Regen- beziehungs- weise Windschutzelemente genutzt. Modernes Planenmaterial wird heute in der Architektur aber darüber hinaus genutzt. Durch die Spannbarkeit der Membranen des Zeltsystems können die Dach-Planen und Fassaden-Planen in vorteilhafter Weise auch als aussteifende Elemente genutzt werden, indem sie als auf Zug belastete Elemente herangezogen werden, wodurch sich die erreichbaren statischen Werte der gesamten Konstruktion erhöhen. Dies führt im Ergebnis zu weniger Strukturelementen und geringeren Profilquerschnitten. Die gesamte Konstruktion wird kostengünstiger und schont die Materialressourcen.
Die Erfindung geht von einem Profil zum Befestigen eines mit einem Flächenelement verbundenen Keders mit mindestens einer in axialer Längsrichtung des Profils verlaufenden nutartigen Einstecköffnung für den Keder aus.
Die Aufgabe der Erfindung wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 dadurch gelöst, dass ein Klemmorgan, das den Keder in einer Klemmposition im Profil hält, integriert an dem Profil angeordnet ist.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung wird die Einstecköffnung durch eine erste Nutflanke und zweite Nutflanke ausgebildet, die in Längsrichtung des Profils verlaufen, wobei die erste Nutflanke im Innern des Profils angeordnet ist und eine Anlagefläche für einen Keder bildet, wobei die zweite Nutflanke durch ein äußeres Teil des Körpers des Profils ausgebildet ist, auf der das koaxial zu der in Längsrichtung liegenden Mittelachse des Profils verschwenkbare Klemmorgan angeordnet ist, welches den Keder in der Einstecköffnung in der Klemmposition verklemmt.
Die Einstecköffnung weist also die erste Nutflanke auf, die im Innern des Profils in Längs- richtung des Profils eine Anlagefläche für einen Keder bildet, und die andererseits mindestens eine zweite Nutflanke aufweist, auf der ein um die axiale Achse der zweiten Nutflanke verschwenkbares Klemmorgan anordbar ist. Dadurch kann ein an seinem Rand zumindest bereichsweise einen Keder aufweisendes Flächenelement (Zeltplane) von außen in radialer Richtung des Profils in die Einstecköffnung eingesteckt werden und durch Verschwenken des Klemmorgans durch manuelle Einwirkung entweder direkt auf das Ktemmorgan oder durch Einwirkung des eingesteckten Flächenelementes auf das Klemmorgan selbsttätig gegenüber der Anlagefläche der zweiten Nutflanke festgelegt werden.
Das Profil weist als integralen Bestandteil das Klemmorgan auf. Mit Hilfe mehrerer solcher Profile ist ein dreidimensionales Grundgerüst eines Zeltsystems zum Auf- und Abbau eines transportablen Zeltes oder auch eine zwei- oder dreidimensionales Werbanlage ausbildbar, wobei mehrere mit dem Profil korrespondierende Eckverbinder zu dem Grundgerüst verbindbar sind, so dass zwischen den Profilen mindestens ein Flächenelement (Zeltplane) mit seinem mindestens beidseitig zumindest bereichsweise randseitig angeordneten Keder reversibel festlegbar ist, wobei das mindestens eine Flächenelement zwischen den Profilen Dach- und/oder Seitenflächen des Zeltes ausbildet.
Erfindungsgemäß wurde durch die Ausbildung des Zeltsystems, insbesondere durch die Schaffung neuer Profile und der zugehörigen Eckverbinder, ein neues Verfahren zum Auf- und Abbau eines transportablen Zeltes geschaffen, welches sich dadurch auszeichnet, dass nach Aufbau eines Grundgerüstes aus mehreren Profilen und Eckverbindern mindestens ein an seinem Rand mindestens beidseitig und zumindest bereichsweise einen Keder aufweisendes Flächenelement (Zeltplane), jeweils von außen in radialer Richtung in ein Profil, in die jeweilige Einstecköffnung der Profile eingesteckt und anschließend durch Verschwenken des jeweiligen Klemmorgans entweder durch manuelle Einwirkung direkt auf das Klemmorgan oder durch Einwirkung des eingesteckten Flächenelementes auf das Klemmorgan selbsttätig an einer Anlagefläche der ersten Nutflanke festgelegt wird. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Ansprüchen gelehrt und in der detaillierten Beschreibung erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein Zeltsystem mit seinen Grundbestandteilen; Figur 2A ein Profil mit geschlossenen Klemmflügeln für einen Keder einer Plane;
Figur 2B das Profil mit geöffneten Klemmflügeln für den Keder einer Plane;
Figur 3 das Profit mit geschlossenen Kiemmflügeln für den Keder einer Plane;
Figur 4A einen Eckverbinder in einer ersten Ausführungsform in einer Einbausituation mit einem eingeschobenen dritten horizontalen Profil;
Figur 4B den Eckverbinder gemäß Figur 4A in einer Ansicht von unten mit einem in z- Richtung eingeschobenen Profil; Figur 4C einer Spannvorrichtung in einer ersten Ausführungsform;
Figur 5A Eckverbinder in einer zweiten Ausführungsform in einer Einbausitua-
Figur 5B den Eckverbänder gemäß Figur 5A in einer Ansicht von unten;
Figur 5C eine Spannvorrichtung in einer zweiten Ausführungsform.
Die in den Figuren mit in x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung gemachten Richtungsangaben dienen dazu, die Lage der Gerüstteiie eines Grundgerüsts (der Profile 0 und der Eckverbinder 70, 270) und der Flächenelemente 300 (mindestens einer Dachplane 300A und/oder mindestens eine Seitenplane 300B) zueinander im dreidimensionalen Raum ein- deutig erläutern zu können. Die x-Richtung und die y-Richtung bilden eine horizontale x/y. Eine z-Richtung schneidet die x/y-Ebene orthogonal.
Demnach liegen gemäß Figur 1 die Dach-Plane 300A in einer x/y-Ebene, zwei gegenüberliegende Seiten-Planen 300B in einer x/z-Ebene und zwei weitere sich gegenüberliegende Seiten-Planen 300B in einer y/z-Ebene. Die Dachplane 300A liegt einem Bodensystem 150 parallel in einer anderen x/y-Ebene gegenüber.
Die Dachplane 300 A wird an vier horizontalen Profilen 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4, den Traufprofilen 10H, befestigt. Zwischen den horizontalen Profilen 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4 liegt jeweils ein Eckverbinder oder ein so genannter Eckknoten 70, 270. Mit dem Bezugszeichen 70 ist ein Eckverbinder in einer ersten Ausführungsform bezeichnet. Ein Eckverbinder in einer zweiten Ausführungsform ist mit dem Bezugszeichen 270 bezeichnet. Der in der perspektivischen Darstellung der Figur 1 vorn liegende Eckverbinder 70, 270 ist beispielsweise zwischen einem vierten horizontalen Profil 10H-4 und einem ersten horizontalen Profil 10H-1 angeordnet. Ausgehend von den Eckverbindern 70, 270 verlaufen in vertikaler Richtung, in z-Richtung vertikale Profile 10V-1 , 10V-2, 10V-3, 10V-4, die als vertikale Stützen fungieren und auch Stützprofiie 10V genannt werden. Die vertikalen Profile 10V-1 , 10V-2, 10V-3, 10V-4 verlaufen bis zu dem Bodensystem 150, wobei endseitig am Boden Füße 160 in die vertikalen Profile 10V-1 , 10V-2, 10V-3, 10V-4 steckbar oder anderweitig anbringbar sind. Im Bodensystem 150 sind Aufnahmen vorgesehen, in die die Füße 160 einsteckbar sind, so dass das Bodensystem 150 gegenüber dem Grundgerüst, insbesondere den vertikalen Profilen 10V-1 , 10V-2, 10V-3, 10V-4 lagejustiert ist.
Für das Zeltsystem wird ein neuartiges Profil 0 mit einem im Profil 10 von einem Klemmor- gan 50, 60 gehaltenen Keder K an der eine Plane 300A, 300B (Flächeneiemente 300) befestigt ist, verwendet.
Figur 2A zeigt ein Profil 10 mit einem geschlossenen Klemmorgan 50, 60 in der Art von Klemmflügeln für den Keder K an der Plane 300A, 300B {nicht dargestellt), die der so genannten Klemmposition P2 der Planen 300A, 300B in den Profilen 10 entspricht. Die angebrachte Plane 300A, 300B mit geschlossenen Klemmflügeln 50, 60 ist in Figur 3 dargestellt.
Figur 2B zeigt das mit dem Klemmorgan bestückte Profil 10 mit geöffneten Klemmftügeln 50, 60 für den Keder K an der Plane 300A, 300B (nicht dargestellt), die der so genannten Montage- und Demontageposition P1 der Planen 300A, 300B in den Profilen 10 entspricht.
Die Figuren 2A, 2B werden nachfolgend gemeinsam beschrieben. In axialer Längsrichtung L des Profils 10 sind längliche nutartige Einstecköffnungen 15 ausgebildet, die nur in Figur 2B bezeichnet sind. Diese Einstecköffnungen 15 sind jedoch nur dann zugänglich, wenn die klappbaren Klemmflügel 50, 60 gemäß Figur 2B geöffnet sind. Jeweils eine Einstecköffnung 15 wird zwischen einer ersten Nutflanke 15A und einer zweiten Nutflanke 15B ausgebildet.
Die erste Nutflanke 15A wird durch einen Mittelsteg 20 gebildet, der symmetrisch in einer in axialer Längsrichtung L liegenden spaltartigen Öffnung des Profils 10 angeordnet ist. Zwei zweite Nutflanken 15B, die jeweils durch ein in axialer Richtung des Profils 10 verlaufendes kreisrundes Teilsegment, des im Wesentlichen kreisförmigen Körpers des Profils 10 gebildet werden, liegen den zwei ersten Nutflanken 15A, die vorzugsweise beidseitig durch die Seitenflächen des Mittelsteges 20 ausgebildet sind, gegenüber. Dadurch entstehen die zwei Einstecköffnungen 15 jeweils zwischen den beiden segmentartigen zweiten Nutflanken 15B und dem als zweite Nutflanke 15A fungierenden Mittelsteg 20. Dabei bilden die Seitenflächen des Mittelsteges 20 Anlageflächen A für den Keder K und die Kederflügel 50B bezie- hungsweise 60B (siehe Figur 3) der Klemmflügel 50, 60 aus. Auf die Bedeutung der Anlageflächen A wird noch detailliert eingegangen.
Durch die sich gegenüberliegenden Nutflanken 15A, 15B wird innerhalb des Profils 10 eine erste Kammer 30 und eine zweite Kammer 40 ausgebildet, die jeweils in axialer Längsrichtung L des Profils 10 verlaufen und bei aufgeklapptem Klemmflügel 50, 60 in den Profilen 0 den notwendigen Schwenkraum für die Kederfiügel 50B, 60B der Klemmflügel 50, 60 bilden. Die erste und zweite Kammer 30, 40 wird gegenüber eine dritten Kammer 75 durch eine Begrenzungswand 35 begrenzt.
Die nutartigen Einstecköffnungen 15 gemäß Figur 2B dienen somit bei aufgeklappten Klemmfiügeln 50, 60 in der Montage- und Demontageposition P1 als Montage- und Demontageöffnung für einen Keder K, wobei die erste und zweite Kammer 30, 40 als Aufnahmeraum für den Keder K und als Raum zum Verschwenken der Kederfiügel 50B beziehungs- weise 60B der Klemmfiügel 50, 60 dient. Die erste und zweite Nutflanke 15A, 15B weisen vorzugsweise endseitig kreisrunde Verdickungen 140 auf, auf denen die Klemmflüge! 50, 60 über in den Klemmflügeln 50, 60 angeordnete halbrunde Aufnahmen auf die Verdickungen 140 der Nutflanken 15B aufsteckbar beziehungsweise aufclipsbar sind. Hierdurch werden die Klemmflügel 50, 60 integraler Bestandteil des Profils 10 und bilden eine neuartige Einheit aus einem Profil 10 mit einem Klemmflügel 50, 60 aus. Die Klemmflügel 50, 60 sind durch Aufstecken oder Aufclipsen dauerhaft in das Profil 10 integriert oder dem Profil 10 zugehörig beziehungsweise in das Profil 10 eingegliedert beziehungsweise an das Profil 10 angepasst, wobei die Klemmflüge! 50, 60 auf den Nutflanken 15B des Profils 10 aufsitzen, in das Innere des Profils 10 hineinreichen beziehungsweise eilweise Konturen aufweisen die mit der inne- ren und äußeren Form des Profils 10 korrespondieren.
Auf den Verdickungen 140 sind die Klemmflügel 50, 60 drehbar beziehungsweise schwenkbar angeordnet, wobei die Verdickungen 140 koaxial zu einer Mittelachse M, die stellvertretend für die Pofile 10 in allen Figuren in Figur 2A eingezeichnet ist, des Profils 10 verlaufen. Die Klemmflügel 50, 60 weisen somit jeweils eine Schwenkachse auf, die koaxial zu der in axialen Mittelachse M des Profils 0 verlaufen.
Unterhalb der ersten Kammer 30 und der zweiten Kammer 40 ist die dritte Kammer 75 ausgebildet, die jedoch von der ersten und zweiten Kammer 30, 40 räumlich getrennt ausgebil- det ist. In der dritten Kammer 75 läuft die Mittelachse M des Profils 0 in axialer Längsrich- tung des Profils 10, da die dritte Kammer 75 in etwa 2/3 des Volumens des kreisrunden Profils 10 ausmacht. Den nutartigen Einstecköffnungen 5 gegenüber, genauer gesagt dem Mittelsteg 20 in radialer Richtung gegenüber, liegt eine Aufnahme 80, die wie Figur 3 mit Bezugszeichen ebenfalls zeigt, einerseits eine Feder 80F und andererseits eine Nut 80N ausbildet, worauf später noch detailliert eingegangen wird.
In Figur 2A ist die Klemmposition P2 der Klemmflügel 50, 60 dargestellt, die in Figur 3 noch einmal dargestellt ist, wobei durch die vergrößerte Darstellung der Klemmflügel 50, 60 und die gleichzeitige Darstellung eines Randes der Dachplane 300A und eines Randes der Sei- tenplane 300B {Fassadenplane) eine genauere Beschreibung der Wirkungsweise anhand gleicher und zusätzlicher Bezugszeichen möglich ist.
Zur besseren Darstellung sind die Klemmflügel 50, 60 gegenüber der Stirnseite des Profils 10 zurückgesetzt dargestellt, die in Einbaulage des Profils 10 in einem Eckverbinder 70, 270 bis an die Stirnseite des sich anschließenden Eckverbinders 70, 270 geführt sind. Außerdem sind die vorzugsweise runden Keder K ebenfalls zur besseren Verdeutlichung aus den Klemmflügeln 50, 60 herausgezogen dargestellt. Sie enden normalerweise am Ende der Klemmflügel 50, 60. Das dargestellte Profil 10 ist beispielsweise ein sich analog zu Figur 1 lagegleich in y-Richtung erstreckendes viertes horizontales Traufprofil 10H-4. Die anderen vertikalen Profile 10V-1 , 10V-2, 10V-3 und 10V-4 erstrecken sich in z-Richtung, sind jedoch baugleich ausgebildet. Die anderen horizontalen Profile 10H-1 , 10H-2 und 10H-3 sind ebenfalls baugleich mit dem vierten horizontalen Traufprofil 10H-4, jedoch nicht lagegleich zu der Dar- Stellung gemäß Figuren 1 und 3.
Hinsichtlich der Lage der Profile besteht nämlich eine Besonderheit der Erfindung darin, dass die Traufprofile 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4 in ihrer montierten Endposition so angeordnet sind, dass der Mittelsteg 20 um einen Winkel von oc=45° gegenüber einer gedachten vertikalen Achse z verschwenkt angeordnet ist. Hierdurch sind die Einstecköffnungen 15 ebenfalls um einen Winkel von a=45° um die Mittelachse M gegenüber der gedachten vertikalen Achse z verlagert, wodurch sich als wesentlicher Vorteil die Montage wesentlich erleichtert. Vereinfacht gesagt weisen die Einstecköffnungen 15 aller Traufprofile 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4 in ihrer montierten Position nach außen. Dabei sind sie jedoch nicht um 90°, sondern nur um einen Winke! von a=45° schräg nach oben und nach außen gekippt. Durch die Auswahl des Winkels von a= 45° wird bei der dreidimensionalen Ausbildung der Eckverbinder 70, 270 als weiterer wesentlicher Vorteil sichergestellt, dass in alle drei Raumrichtungen, d. h. in allen Abgängen der Eckverbinder 70, 270 unabhängig von der Einbaulage des Eckverbinders 70, 270 hinsichtlich der Winkel symmetrische Verhältnässe herrschen. Dadurch können auch die anzuschließenden Profile 10H, 10V unabhängig von dem Einbau als horizontales Traufprofil 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4 oder als vertikales Stützprofil 10V-1 , 10V-2, 10V-3, 10V-4 baugleich verwendet werden.
Der am Rand der Dachplane 300A und der Seitenplane 300B befestigte Keder K wird gemäß Figur 2B bei aufgeklapptem ersten und zweiten Klemmflügel 50, 60 bezogen auf die axiale Längsrichtung L oder Mittelachse M des jeweiligen Profils 10, in Figur 3 das Profil 10H-4, in radialer Richtung in die Einstecköffnung 15 eingeführt, bis der Keder K an der zur Mittelachse M weisenden Begrenzungswand 35 der ersten beziehungsweise zweiten Kammer 30, 40 anstößt. Hierdurch ist der jeweilige Keder K bereits vorpositioniert. An dieser Begrenzungswand 35 endet auch das kreisförmige Teälsegment der gegenüberliegenden zweiten Nutflanken 5B des Körpers der Profile 10.
Anschließend werden der erste und zweite Klemmflügei 50, 60 relativ zu den in koaxialer Richtung liegenden Verdickungen 140 verschwenkt, indem auf die von dem Profil 10, siehe Figur 2B, abstehenden Bedienfiügel 50A, 60A im Wesentlichen aus radialer Richtung in radialer Richtung Druck ausgeübt wird. Dadurch rutschen die Keder K in die halbkreisförmigen Aufnahmen 50B-1 , 60B-2 der Kederflügel 50B, 60B. Die Druckausübung findet entweder durch Drücken auf den Bedienflügel 50A, 60A statt, wobei das Flächenetement 300 dazwischen liegt oder durch Ziehen an dem Flächenelement 300 statt, die dann ihrerseits Druck auf den Bedienflügel 50A, 60A der Klemmflügel 50, 60 ausübt.
Jede der halbkreisförmigen Aufnahmen 50B-1 , 60B-2 bildet wiederum in koaxialer Richtung zur Mittelachse M beziehungsweise zu den Verdickungen 140 verlaufend eine erste und eine zweite linienförmige Dichtlippe 50B-21 , 50B-22, 60B-21, 60B-22 an den Seitenflächen des ittelsteges 20 (15A).
Zudem bildet der Keder K selbst an den Seitenflächen des Mittelsteges 20 (15A) eine linienartige in axialer Richtung verlaufende Keder-Anlagefläche A in der Art einer Dichtfiäche aus. Nach dem Schließen der Klemmflügel 50, 60, bei dem der Keder K reversibel nach innen geklappt wird, und deshalb„Klappkeder" genannt wird, bildet die erste Dichtlippe 50B-21 , 60B-21 gemeinsam mit der an dem Mittelsteg 20 eingeklemmten Dachplane 300A beziehungsweise der Seitenplane 300B eine erste in axialer Längsrichtung L verlaufende Anlage- fläche AI aus. Die erste Dichtlippe 50B-21 , 60B-21 bildet somit eine indirekte Anlagefläche des Kederflügels 50B, 60B des Klemmflügeis 50, 60 an der Seitenfläche des Mittelsteges 20 aus, wobei die Dachplane 300A beziehungsweise die Seitenplane 300B in einer Art Dichtung dazwischen liegt. Außerdem wird ebenfalls in axialer Längsrichtung L jeweils eine zweite direkte Anlagefläche All (ohne dazwischen liegende Plane 300A, 300B) zwischen der jeweiligen zweiten Dichtlippe 50B-22, 60B-22 des Kederflügels 50B, 60B des Kiemmflügels 50, 60 und der Seitenfläche des Mittelsteges 20 ausgebildet. Die Anlageflächen AI und All verhindern gemeinsam mit der Anlagefläche A, dass der größte Teil einer Flüssigkeit, insbesondere des Regenwassers in die horizontalen Traufpro- file 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4 gelangt. Das Regenwasser wird somit in der sich oberhalb des Mittelsteges 20 zwischen den Klemmflügeln 50, 60 in ihrer Klemmposition P2 und den sich zwischen den Dachplanen und Seitenplanen 300A, 300B bildenden Vertiefungen zu den Eckverbindern 70, 270 abgeführt.
Da der Mittelsteg 20 gegenüber den zweiten Nutflanken 15B bezogen auf die Mittelachse M des Profils 10 in radialer Richtung tiefer liegt, bilden die auf den zweiten Nutflanken 15B schwenkbar angeordneten Kederflügel 50B, 60B der Klemmflügel 50, 60 in ihrer Klemmpo- sition P2 eine gegenüber dem Mittelsteg 20 abgedichtete muldenartige Vertiefung 51 , die einem außen liegenden Entwässerungssystem eines mit den Profilen 10 errichteten Grundgerüstes eines Zeltsystems dient.
Ein geringer Teil der Flüssigkeit, insbesondere das Regenwassers wird jedoch über die Dichtlippen 50B-21 , 60B-21 , 50B-22, 60B-22 in das Profil 10 gelangen. Zur Ableitung dieses geringen Teiles des Regenwassers dienen die jeweils angeordnete erste und zweite Kammer 30, 40, über die das Regenwasser innerhalb des Profils 10 zu einem in den Eckverbindern 70, 270 liegenden Hohlraum geleitet werden kann. Durch das Schließen der Klemmflügel 50, 60, bei dem der Keder K reversibel nach innen geklappt wird, kommt es zu einem Effekt, der einen bedeutsamen Vorteil der Erfindung ausmacht. Das mit dem Keder K verbundene Flächenelement 300 wird um eine bestimmte Länge in das Profil 10 hineingezogen, wodurch die zwischen mindestens zwei Profilen 0 eingespannten Flächenelemente 300 gespannt werden. Das betrifft sowohl die Dachplanen 300A als auch die Seitenplanen 300B.
Passend zu dem Profil 0 wurden zwei bereits genannte unterschiedliche Ausführungsformen von Eckverbindern 70, 270 geschaffen, zu denen jeweils eine Spannvorrichtung 100, 200 gehört, die/der nachfolgend beschrieben werden.
Die zuvor beschriebenen Profile 10 sind universell für beide Ausführungsformen von Eckverbindern 70, 270 einsetzbar. Die Figur 4A zeigt einen ersten Eckverbinder 70 in einer ersten Ausführungsform in einer Einbausituation gemäß Figur 1 , der beispielhaft zwischen einem zweiten und einem dritten horizontalen Traufprofil 10H-2, 10H-3 angeordnet ist. Dieser Eckverbinder 70 liegt also in Figur 1 lagegleich in der hinteren nicht sichtbaren Ecke zwischen den genannten Traufprofilen 10H-2, 10H-3 an dem vertikalen Stützprofil 10V-3. Das Profil 10H-3 ist beispielhaft mit seinem linken Ende sichtbar.
Figur 4B zeigt den Eckverbinder 70 gemäß Figur 4A in einer Ansicht von unten. In z-Richtung auf den Betrachter zulaufend ist ebenfalls ein Profil, beispielsweise das Profil 10V-3, eingesteckt und im Schnitt sichtbar.
Zunächst wird in beiden Figuren 4A, 4B gezeigt, dass in dem ersten Eckverbinder 70 mehrere gegenüberliegende Öffnungen vorgesehen sind, die durch schraubenartige Verbindungselemente 71 durchgriffen werden. In einer Ausführungsvariante ist der erste Eckverbinder 70 aus drei schalenartigen Teilen gefertigt, die anschließend über die Verbindungselemente 71 zu dem Eckverbinder 70 miteinander verbunden werden. Die gestrichelten Linien in Figur 4A, 4B verdeutlichen die Umrisse der drei Schalen, die durch die Verbindungselemente 71 zu dem ersten Eckverbinder 70 zusammengefügt werden. In einer bevorzugten Ausführungsvariante wird der erste Eckverbinder 70 jedoch einteilig hergestellt.
Der erste Eckverbinder 70 weist drei Abgänge auf, die in der Endposition zwischen den Traufprofiien 10H-2, 10H-3 und dem Stützprofilen 10V-4 liegen und in x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung ausgerichtet sind. In jeder Richtung x, y, z ist jeweils eine Einführöffnung 72 ausgeführt, in die die Profile 10 einführbar sind. Dabei ist in Figur 4A gut sichtbar, dass die Einstecköffnungen 15 zwischen den Nutflanken 15A, 15B um den Winkel ot=45° gegenüber der vertikalen Achse z verschwenkt angeordnet sind.
In der Unteransicht auf den ersten Eckverbinder 70 der Figur 2B ist in dem in z-Richtung verlaufenden Abgang, der aus der Blattebene heraus auf den Betrachter zuläuft, bereits mit dem Profil 10V-3 versehen, dessen Aufbau als Schnitt durch das Profil 10 sichtbar wird. Der detaillierte Aufbau der Profile 10 wurde in Figur 2A und Figur 2B sowie Figur 3 bereits detailliert beschrieben.
In der Figur 4B ist jedoch erkennbar, dass die Einstecköffnungen 15 im vertikalen Abgang des ersten Eckverbinders 70, der bei dem endmontierten Zeltsystem in vertikaler z-Richtung liegt, und die vertikalen Profile 10V-1 , 10V-2, 10V-3, 10V-4, und gemäß dem Ausführungs- beispiel beispielsweise das vertikale Profil 10V-3 aufnimmt, derart angeordnet sind, dass die Einstecköffnungen 15 in einem Eckbereich mit einem Winkel von 90° in einem Winkel von 45° angeordnet sind. Diese Anordnung der Einstecköffnungen 15 im Winkel von a=45° ist für das Spannen der Seitenplanen 300B und für die symmetrische Anordnung aller Einstecköffnungen 15 zueinander von Bedeutung.
Die Montage der Seitenplanen 300B wird wie bei den Dachplanen 300A dadurch ebenfalls wesentlich erleichtert, da beim Aufbau des Zeltsystems die Seitenplanen 300B über den Keder K aus radialer Richtung in die Einstecköffnungen 15 der Profile 10 eingeführt werden können. Zudem ist ein Spannen der Seitenplanen 300B symmetrisch und gleichmäßig in beide Richtungen möglich.
Die Seitenplanen 300B werden mittels Betätigung der Bedienflügel 50, 60A durch Schließen der Klemmflügel 50, 60 über die Kederflügel 50B, 60B im Profil 10 befestigt und anschließend, wie noch beschrieben wird, in vorteilhafter Weise einwandfrei, insbesondere straff gespannt. Die halbrunde Form der Bedienflügel 50A, 60A der Klemmflügel 50, 60, die der runden äußeren Kontur der zweiten Nutflanken 15B des Profils 10 entspricht, ermöglicht in vorteilhafter Weise einen materialschonenden Übergang zwischen den Einstecköffnungen 15 im Profil 10 und einer gespannten Seitenplane 300B. Außerdem bildet die Innenseite der Bedienflügel 50A, 60A eine formschlüssige Anlage an der Außenkontur der zweiten Nutflanken 15B des Profils 10.
Die genannten Vorteile gelten analog für das Spannen der Dachplane 300A in den horizontalen Traufprofilen 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4.
Dem Mittelsteg 20 der jeweiligen Einstecköffnungen 15 gegenüber liegt ein Vorsprung 180. Durch diesen Vorsprung 180 ist beim Einführen der Profile 10 in die jeweilige Einführöffnung 15 des ersten Eckverbinders 70 sichergestellt, dass das jeweilige Profil 10 gegenüber dem ersten Eckverbinder 70 die richtige Position einnimmt. In jedem Profil 10 ist wie oben erläutert, eine Nut 80N ausgebildet, die mit dem Vorsprung 180 hinsichtlich Größe und Form korrespondiert. Nach dem Einschieben der Profile 10 in die jeweiligen Öffnungen 72 des ersten Eckverbinders 70, der innen einen nicht sichtbaren Anschlag aufweist, bis zu dem das jeweilige Profil 10 einschiebbar ist, liegen die erste und zweite Kammer 30, 40 innerhalb des ersten Eckverbinders 70, so dass Regenwasser, welches in die erste und zweite Kammer 30, 40 des jeweiligen Profils 10 gelangt, in den ersten Eckverbinder 70 geleitet wird.
Damit das Einschieben der Profile 10 ungehindert erfolgen kann, ist der Mittelsteg 20, von der Stirnseite jedes Profils 10 ausgehend, um die Einschublänge des Profils 10 in den ers- ten Eckverbinder 70 gekürzt ausgebildet oder zu kürzen, damit der jeweilige Mittelsteg 20 nicht stirnseitig an einer am ersten Eckverbinder 70 dreidimensional angeordneten Einlaufrinne 73 anstößt. Zudem sind die Klemmorgane 50, 60 gegenüber dem Profil 10 in Längsrichtung L ebenfalls um die Einschublänge zurückgesetzt angeordnet. Wie in Figur 4A sichtbar ist, weist der erste Eckverbinder 70 eine dreidimensional ausgebildete Rinne 73 auf, in der sich der größte Teil des Regenwassers sammelt, der ohne in die erste oder zweite Kammer 30, 40 zu fließen, oberhalb des Mittelsteges 20, wie zuvor beschriebenen, aufgefangen wird. Diese Rinne 73 fluchtet in axialer Längsrichtung L mit dem sich oberhalb des Mitteisteges 20 sammelnden Regenwasser. Dieser größte Teil des Regenwassers wird über die im ersten Eckverbinder 70 vertikal verlaufende Rinne 73 und über das jeweilige vertikale Profil 10V-1 , 10V-2, 10V-3, 10V-4 zum Boden abgeführt.
Der geringe Teil des Regenwassers, der sich in der ersten und zweiten Kammer 30, 40 der horizontalen Profile 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4 sammelt, wird über die im jeweiligen ersten Eckverbinder 70 ausgebildeten Einlaufe beziehungsweise Ausläufe 74 über den jeweiligen ersten Eckverbinder 70 in die erste und zweite Kammer 30, 40 des jeweils vertikal verlaufenden Profils 10V-1 , 10V-2, 10V-3, 10V-4 zum Boden hin abgeleitet. In den Figuren 4A, 4B ist sichtbar, dass an jedem Abgang des ersten Eckverbinders 70 eine Verstärkung des Materials ausgeführt ist, in dem ein eckverbinderseitiges Einspannglied 90A, welches mit einer Gewindestange 1 10 verbunden ist und dem ein profilseitiges Einspannglied 90B gegenüberliegt, in einer dafür vorgesehenen Aufnahme einhängbar ist. Figur 4C zeigt die zugehörige Spannvorrichtung in einer ersten Ausführungsform, welche dafür sorgt, dass die Profile 10 gegenüber den Eckverbindern 70 der ersten Ausführungsform miteinander verbunden werden können. In der Nut 80N des jeweiligen Profils 10 ist als Bestandteil einer ersten Spannvorrichtung 100 ein Block 130 eingehängt beziehungsweise von der Stirnseite her in die Nut 80N eingeschoben und gegenüber dem jeweiligen Profil 10 befestigt. In dem Block 130 sitzt eine Handhabe in Form eines Spannhebels 1 1 1 , der schwenkbar über ein Verbindungselement 132 in dem Block 130 gelagert ist. Der Spannhebel 111 bildet gemeinsam mit der Gewindestange 110 und dem Block 130 ein Spann- schloss aus, mittels dem die Profile 10 gegenüber den jeweiligen Abgängen des ersten Eckverbinders 70 verspannt werden können.
In einem ersten Schritt wird das jeweilige eckverbinderseitige Einspannglied 90A (das pro- filseitige Einspannglied 90B ist vorzugsweise bereits fest am Spannhebe! 1 1 1 eingehängt) in die dafür vorgesehenen Aufnahmen des Eckverbinders eingehängt. Für das profilseitige Einspannglied 90B ist im Spannhebel 1 1 1 innerhalb einer axialen Führung 131 des Blockes 130 ebenfalls eine Aufnahme vorgesehen. Die erforderliche Spannkraft kann über das Verstellen der Einspannglieder 90A, 90B gegenüber der Gewindestange 10 beeinflusst werden, die wie erwähnt in der Ausgangsposition bereits am profilseitigen Einspannglied 90B am Spannhebel 1 1 1 innerhalb des Blockes 130 befestigt ist. In Figur 4C ist in der Abbildung rechts ein Profil 10 dargestellt, wobei der Spannhebel 111 innerhalb des Blockes 130 noch nicht geschlossen ist. Das profiiseitige Einspannglied 90B an der Gewindestange 110 ist sichtbar. In der linken Abbildung der Figur 4C ist der Spannhebel 1 1 1 um seine Schwenkachse, in etwa bei dem Verbindungselement 132 quer zu der in Längsrichtung L liegenden Achse des Profils 10 geschwenkt und bereits umgelegt, wodurch jedes der Profile 10 über die eck- verbinderseitigen Einspannglieder 90A mit dem ersten Eckverbinder 70 verspannt werden können.
Die Besonderheit der Verspannung besteht darin, dass die Profile 10 bereits wie beschrieben auf Anschlag in den ersten Eckverbindern 70 eingeschoben sind, wonach die Spannschlösser durch die Spannhebel 1 1 1 geschlossen werden können. Durch dieses Schließen der Spannschiösser durch Schwenken der Spannhebel 1 1 1 wird dafür gesorgt, dass einer- seits das jeweilige Profit 10 und der jeweilige erste Eckverbinder 70 miteinander verbunden sind, wobei andererseits das jeweilige Profil 10 durch das das Schwenken der Spannhebel 11 1 aus den jeweiligen Abgängen der Eckverbinder 70 herausgedrückt wird.
Dabei ist das jeweilige Profil 0 vor der Verspannung soweit in den jeweiligen Abgang des ersten Eckverbinders 70 auf Anschlag eingeschoben, dass die Einschublänge größer ist, als das Maß, um welches das jeweilige Profil 10 aus dem Abgang des ersten Eckverbinders 70 herausgedrückt beziehungsweise wieder herausgeschoben wird. Es ist somit dafür gesorgt, dass sich nach dem Verspannen kein Spalt zwischen dem jeweilige Abgang des jeweiligen ersten Eckverbinders 70 und dem jeweiligen Profil 10 entsteht.
Durch das Verspannen wird jedes zwischen zwei ersten Eckverbindern 70 in einem Profil 10 eingeklemmte Flächenelement 300 gespannt, da sich die Länge zwischen den Abgängen von zwei ersten Eckverbindern 70 vergrößert. Beim Lösen der Spannvorrichtung 200 durch Zurückschwenken der Spannhebel 1 1 1 in ihre Ausgangsposition zurück wird dafür gesorgt, dass die Profile 10 wieder in die Abgänge der ersten Eckverbinder 70 in ihre Ausgangsposition - bis maximal auf Anschlag - hinein geschoben werden. Dadurch wird ein zwischen zwei ersten Eckverbindern 70 angeordnetes Flächeneiement 300 entspannt, da sich die Länge zwischen zwei ersten Eckverbindern 70 beziehungsweise ihren Abgängen wieder verkürzt. Die Flächenelemente 300 sind nicht mehr straff und können demontiert werden und die Keder K können ieicht in radialer Richtung zu der Längsachse der der Profile 10 aus den Profilen 10 herausgenommen werden, da sich die Bedienflügel 50A, 60A der Klemmflügel 50, 60 jetzt aus der Klemmposition P2 wieder in die Montage- und Demontageposition P1 verschwenken lassen.
Die Figur 5A zeigt einen zweiten Eckverbinder 270 in einer zweiten Ausführungsform in einer Einbausituation gemäß Figur 1 , der beispielsweise zwischen einem ersten und einem vierten horizontalen Traufprofil 10H-1 , 10H-4 angeordnet ist. Dieser zweite Eckverbinder 270 liegt, wie in zu Figur 1 dargestellt, lagegleich in der vorderen sichtbaren Ecke zwischen den genannten horizontalen Traufprofilen 10H-1, 10H-4. Von ihm geht dann gemäß Figur 1 das vertikale Stützprofil 10V-1 ab.
Figur 5B zeigt den zweiten Eckverbinder 270 gemäß Figur 5A in einer Ansicht von unten. Die Figuren 5A, 5B werden nachfolgend gemeinsam beschrieben.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Eckverbinder 270 als einteiliger Aluminiumdruckgussknoten hergestellt. Diese bevorzugte Ausgestaltung aus Guss ist jedoch nur eines der möglichen Materialien, die für den zweiten und auch für den ersten Eckverbinder 70, 270 in Frage kommen.
Im Unterschied zu dem ersten Eckverbinder 70 {Figur 4A, 4B) fällt zunächst auf, dass der zweite Eckverbinder 270 keine Öffnungen 72 zum Einführen beziehungsweise Einschieben eines Profils 10 in den zweiten Eckverbinder 270 aufweist.
Der zweite Eckverbinder 270 umfasst eine gemeinsame Basis 271 für drei Abgänge, die jeweils einen Fortsatz 272 aufweisen. Diese Fortsätze 270, die im Prinzip die Verlängerungen des jeweiligen Abgangs darstellen, sind gegenüber der Basis 271 materialseitig halbkreisförmig zurückgesetzt ausgebildet. Die Form der Fortsätze 270 korrespondiert mit der Form der in Figur 2A und in Figur 2B sowie in Figur 3 dargestellten dritten Kammer 75. Die dritte Kammer 75 eines jeden Profiles 10 weist die Feder 80F auf, die mit den Nuten 272N in den Fortsätzen 272 korrespondiert.
Die Fortsätze 272 sind halbkreisförmig, wobei die Halbkreisform bezogen auf die spätere Einbaulage des zweiten Eckverbinders 270 im Zeltsystem nach innen gerichtet ist. Der fla- che Abschnitt der Fortsätze 270 ist in der späteren Einbaulage des zweiten Eckverbinders 270 im Zeltsystem Z nach außen gerichtet, wodurch die Fortsätze 270 passgenau in die dritte Kammer 75 der Profile 10 eingeschoben werden können. Die flachen Abschnitte der Fortsätze 270 sind, gegenüber der x/y-Ebene (die horizontalen Profile 10H-1 , 10H-2 betreffend) beziehungsweise gegenüber der x/z-Ebene und der y/z-Ebene (das vertikale Profil 10V-1 betreffend), um a=45 D verschwenkt ausgeführt, wodurch sie genau zu der gewünschten bereits innerhalb ersten Ausführungsform beschriebenen Lage der Profile 10H, 10V passen. Bei der zweiten Ausführungsform des Eckverbinders 270 werden somit die Eckverbinder 270 beziehungsweise die Fortsätze 272 der Eckverbinder 270 in die Profile 10 eingeschoben, während die Vorgehensweise bei der ersten Ausführungsform des ersten Eckverbinders 70 anders abläuft, da hier die Profile 10 in die Einführöffnungen 72 des ersten Eckverbinders 70 eingeschoben werden.
Der zweite Eckverbinder 270 zeichnet sich ebenfalls dadurch aus, dass in Fortsetzung der flachen Abschnitte der Fortsätze 272 in Richtung Basis 271 Einläufe beziehungsweise Auslaufe 274 ausgeführt sind, die in den Hohlraum des zweiten Eckverbinders 270 führen. Diese Einläufe beziehungsweise Ausläufe 274 schließen sich bei einem endmontierten Zeltsystem an die erste und zweite Kammer 30, 40 des jeweiligen Profils 10 an.
Wie zuvor beschrieben wird eine geringere Menge an Regenwasser, welche über die Dichtlippen 50B-21 , 50B-22, 60B-21 , 60B-22 in die erste und zweite Kammer 30, 40 der horizontalen Traufprofile 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4 eindringt, über die Ein- beziehungsweise Ausläufe 274 über den des zweiten Eckknotens 270 und die vertikal angeordneten Profile 10V-1, 10V-2, 10V-3, 10V-4 zum Boden abgeleitet.
Gemäß Figur 5A ist der eine Fortsatz 272 beispielsweise in x-Richtung in das horizontale Traufprofii 10H-1 eingeschoben, während der andere Fortsatz 272 in das horizontale Traufprofil 10H-4 in y-Richtung eingeschoben ist. Ferner ist ein weiterer Fortsatz 272 beispielsweise in das vertikale Stützprofil 10V-1 eingeschoben.
Das Regenwasser, weiches in die erste und zweite Kammer 30, 40 der Profile 10H-1 und 10H-4 gelangt, läuft aus x-Richtung und aus y-Richtung über die Einläufe 274 in den Hohl- räum des zweiten Eckknotens 270 ein und wird über die Ausl ufe 274 in z-Richtung über das gemäß Figur 1 dazu passende vertikale Profil 10V-1 über die erste und zweite Kammer 30, 40 in diesem vertikalen Profil 10V- 1 zum Boden hin abgeleitet.
Beim Aufschieben der Profile 10H-1 , 10H-4, 10V-1 auf die Profile 10 ist der Mittelsteg 20 nicht gekürzt auszubilden, wie bei dem ersten Eckverbinder 70 beschrieben. Das Aufschieben kann ungehindert erfolgen, da die Stirnseite der Mittelstege 20 ungehindert bis an die jeweilige Stirnseite der Ein- und Ausläufe 274 jedes Abganges heran geführt werden kann.
Der zweite Eckverbinder 270 zeichnet sich zudem ebenfalls dadurch aus, dass auf seiner Oberfläche eine dreidimensionale in der Einbausituation (Figur 1) in x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung verlaufende Rinne 273 ausgebildet ist. Diese Rinne 273 löst analog zu der ebenfalls dreidimensionalen in der Einbausituation (Figur 1) in x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung verlaufenden Rinne 73 des ersten Eckverbinders 70 die Aufgabe, den größeren Teil des Regenwassers, weiches sich oberhalb des Mittel Steges 20 in den muldenartigen Vertiefungen 51 zwischen den sich in der Klemmposition P2 befindenden Klemmflügein 50, 60 und den Dachplanen 300A und Seitenplanen 300B der horizontalen Traufprofile 10H-1 , 0H-2, 10H-3, 10H-4 sammelt, zum Boden des Zeltsystems abzuführen.
Im Ergebnis verdeutlicht die Beschreibung, dass das Zeltsystem ein Entwässerungssystem aufweist, welches in vorteilhafter Weise ein innen liegendes und ein außen liegendes Entwässerungssystem umfasst.
Das außen liegende Entwässerungssystem ist für den größten Teil des Regenwassers bestimmt. Das Regenwasser wird oberhalb des Mittelsteges 20, wie beschrieben, ohne dass es in die erste oder zweite Kammer 30, 40 fließt, in den muldenartigen Vertiefungen 51 der Traufprofile 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4 gesammelt und über die dreidimensional ausgebildete Rinne 73, 273 über die Mittelstege 20 der vertikalen Stützprofile 10V-1, 10V-2, 10V-3, 10V-4 zum Boden abgeleitet. Das innen liegende Entwässerungssystem ist für den geringeren Teil des Regenwassers bestimmt. Das Regenwasser wird in der ersten und zweiten Kammer 30, 40 der horizontalen Traufprofile 10H-1 , 10H-2, 10H-3, 10H-4 gesammelt und über den Hohlraum der Eckverbinder 70, 270 den Sitzprofilen 10V zugeführt und über die erste und zweite Kammer 30, 40 der vertikalen Stützprofile 10V-1 , 10V-2, 10V-3, 10V-4 zum Boden hin abgeleitet. Für das innen und außen liegende Entwässerungssystem sind beide Eckverbinder 70, 270 gleichermaßen zusammen mit den universell verwendbaren Profilen 10 einsetzbar.
In der Unteransicht gemäß Figur 5B sind die Nuten 272N in jedem Fortsatz 272 des jeweili- gen Abgangs des zweiten Eckverbinders 270 sichtbar, die mit der Feder 80F der dritten Kammer 75 des jeweiligen Profils 10 korrespondieren.
Ferner zeigt die Unteransicht der Figur 5B je Abgang eine Aufnahme für eckverbindersei- tige Einspannglieder 190A, die in Figur 5A und Figur 5B jedoch noch nicht dargestellt sind. Diese eckverbinderseitigen Einspannglieder 190A gehören zu einer zweiten Spannvorrichtung 200, die in Figur 5C dargestellt ist und die nachfolgend beschrieben wird.
Die Figur 5C zeigt den zweiten Eckverbinder 270 in einer zweiten Ausführungsform in einer Einbausituation gemäß Figur 1 , der zwischen einem zweiten und einem dritten horizontalen Traufprofil 10H-2, 10H-3 und einem vertikalen Stützprofil 10V-3 angeordnet ist.
Dieser beispielhaft für alle zweiten Eckverbinder dargestellte Eckverbinder 270 liegt gemäß Figur 1 lagegleich in der hinteren nicht sichtbaren Ecke zwischen den genannten Traufprofilen 10H-2, 10H-3.
Die zweite Spannvorrichtung 200 weist die Aufnahmen für die eckverbinderseitigen Einspannglieder 190A auf. Die Einspannglieder 190A sind endseitig an einem zweiten Verbindungselement 220B angeordnet. Dieses Verbindungselement 220B ist vorzugsweise ein Dämpfer, der über ein anderenends angeordnetes Verbindungsglied 190C mit einem ersten Verbindungselement 220A, vorzugsweise einer Schubstange, verbunden ist.
Eine der Schubstangen dient als Verbindungselement 220A beispielsweise zu dem horizontalen Traufprofil 10H-3, weiches in Figur 5C beispielhaft in x-Richtung verläuft. Das erste Verbindungseiement 220A weist endseitig ein profilseitiges Einspannglied 190B auf, wel- ches analog zur ersten Spannvorrichtung 100 in einem Block 230 festgelegt ist.
Dieser Block 230 wird in der Nut 80N der Aufnahme 80 des Traufprofils 10H-3 mittels Schrauben fixiert. Über den Dämpfer 220B oder ein gleichartiges Bauteil, beispielsweise eine Gewindestange oder dergleichen, kann das Traufprofil 10H-3 mit dem in x-Richtung liegenden Abgang des zweiten Eckverbinders 270 verspannt werden. Hieraus wird deutlich, dass die Möglichkeit besteht, jedes Profil 10 mit dem jeweiligen Abgang des zweiten Eck- verbtnders 270 mit einer Spannvorrichtung einzeln zu verbinden.
Bei der Verspannung wird beim Spannen dafür gesorgt, dass das Profil 10H-3 relativ zum Fortsatz 272 des zweiten Eckverbinders 270 beziehungsweise gegenüber der Stirnseite des zugehörigen Abganges weg geschoben wird. Da das Profil 10H-3 in ungespannter Einbaulage mit seiner Stirnseite an der Stirnseite des Abgangs anliegt, bildet sich nach dem Spannen ein geringer Spalt zwischen der Stirnseite des Abgangs des zweiten Eckverbinders 270 und der Stirnseite des horizontalen Profils 10H-3. Um diesen Spalt zu vermeiden wird im Profi! 10H-3 ein Übergangsstück befestigt, welches zum Abgang hin einen Überstand bildet, der in der noch nicht gespannten Einbaulage zwischen Profil 10H-3und Eckverbinder 270 in voller Länge in dem Abgang des zweiten Eckverbinders 270 steckt. Wird das Profil 10H-3 gegenüber dem zweiten Eckverbinder 270 gespannt, wird das Profi! 10H-3 von dem zweiten Eckverbinder 270 weg geschoben. Der Übergang wird jetzt durch das Übergangsstück übernommen, dessen Überstand so lang ist, dass ein beim Spannen mögliches maximales Spaitmaß zwischen der Stirnseite des zweiten Eckverbinders 270 und der Stirnseite des Profils 10H-3 kleiner als die maximale Länge des Überstandes ist. Dadurch ist sichergestellt, dass das innen und außen liegende Entwässerungssystem in gespannter Einbaulage des Profils 10H-3 gegenüber dem Abgang des zweiten Eckverbinders 270 nicht unterbro- chen wird. Diese Lösung betrifft die zweite Ausführungsform, die mit einem zweiten Eckverbinder 270 ausgebildet ist und wird zur Vermeidung des Spaltes in jedem Profil 10H, 10V vorgesehen. Bei der ersten Ausführungsform mit dem ersten Eckverbinder 70 entsteht der Spalt nicht, da die Profile 10H, 10V in Einbaulage, wie vorne beschrieben, so weit in dem ersten Eckverbinder 70 stecken, dass beim Spannen kein Spalt entsteht.
Der Abstand zwischen zwei zweiten Eckverbindern 270 vergrößert sich beim Spannen gegenüber der ungespannten Einbaulage, so dass eine Seitenplane 300B in horizontaler Richtung in ihrer Fläche gespannt und straff gezogen wird. Wird der zweite Eckverbinder 270 auch gegenüber dem bodenfesten vertikalen Stützprofil 10V-3 verspannt und der Abstand des Eckverbinders 270 gegenüber dem Boden vergrößert wird eine Seitenplane 300 auch in vertikaler Richtung in ihrer Fläche gespannt und straff gezogen. Es versteht sich, dass auch die Dachpiane 300A gespannt wird, wenn sich die zweiten Eckverbinder 270 oder auch die ersten Eckverbinder 70 gegenüber den horizontalen Traufprofilen 10H der ersten Ausführungsform nach außen bewegen In Figur 5C wird eine Lösung vorgeschlagen, bei der in vorteilhafter Weise der zweite Eckverbinder 270 eine einzige zweite Spannvorrichtung 200 aufweist, die eine zentral angeordnete Gewindestange 210 umfasst, die durch einen Verbinder 220V, der als sternförmige Platte ausgebildet ist, geführt wird. Die sternförmige Platte weist in ihrem Mittelpunkt ein Innengewinde 220C-1 auf, welches mit dem Außengewinde der Gewindestange 210 korrespondiert. Eckverbinderseitig ist an der Basis 271 , wie Figur 5B zeigt, ein Dom 271-1 angeordnet beziehungsweise mit angegossen, der die Gewindestange 210 eckverbinderseitig aufnimmt und lagefixiert. Damit eine Verspannung der beispielhaft dargestellten drei Profile 10H-2, 10H-3, 10V-3 über einen einzigen Spannvorgang innerhalb der zweiten Spannvorrichtung 200 möglich ist, wird in jedem der Profile 10H-2, 10H-3, 10V-3 in der jeweiligen Nut 80N ein Block 230 fixiert. Dieser Block 230 wird über das jeweilige erste Verbindungselement 220A, die bereits erwähnte Schubstange, mit der sternförmige Platte 220C verbunden, die in Figur 5C sichtbar ist, und im Ausführungsbeispiel u-förmige Aufnahmen aufweist, so dass die Schubstangen 220A in den Aufnahmen über Befestigungselemente drehbar fixiert werden können. Dadurch sind die Schubstangen 220A sowohl an der sternförmigen Verbindungsplatte 220C als auch an den Profilen 10H-2, 0H-3, 10V-3 über den jeweils zugehörigen Block 230 drehbar gelagert. Der jeweils zugehörige Dämpfer 220B ist ebenfalls über die Verbindungsglieder 190A, 190C drehbar zwischen dem jeweiligen Abgang des zweiten Eckverbinders 270 und der Schubstange 220A gelagert.
Durch diese Konstruktion besteht jetzt die Möglichkeit, über die Handhabe 240 die Gewindestange 2 0 gemäß Figur 5C entgegen der Uhrzeigerrichtung beziehungsweise in Uhrzeigerrichtung drehen. Beim Drehen in Uhrzeigerrichtung wird die Verbindungsplatte 220C gegen die Kraft der Dämpfer 220B nach innen veriagert, wodurch die Schubstangen 220A die Blöcke 230 und damit das jeweilige Profil 0 von den jeweiligen Abgängen des zweiten Eckverbinders 270 weg drücken. Die sich komprimierenden Dämpfer 220B haben die Funktion die Spannbewegung der Bauteile der zweiten Spannvorrichtung 200 und des zweiten Eckverbinders 270 gegenüber den Profilen 10H-2, 10H-3, 10V-3 zu harmonisieren. Die Spannvorrichtung 200 kann bei der Anordnung über die Verbindungsplatte 220C auch ohne die Dämpfer 220B ausgeführt wer- den. Da sich die Gewindestange 210 am zweiten Eckverbinder 270 abstützt, kommt es über die Schubstangen 220A, die eine Art dreibeinigen Bock bilden, der sich über die Gewindestange 210 am zweiten Eckverbinder 270 abstützt, auch ohne die Dämpfer 220B zu dem gewünschten Spanneffekt. Die dargestellten Profile 1QH-3, 0H-2, 0V-3 werden beim Spannen gegenüber den Stirnseiten der Abgänge des dargestellten zweiten Eckverbinders 270 weg gedrückt. Dadurch wird ein zwischen zwei zweiten Eckverbindern 270 beziehungsweise ein zwischen einem zweiten Eckverbinder und dem Boden angeordnetes Flächenelement 300 in horizontaler und vertikaler Richtung gespannt, da sich die Länge zwischen zwei zweiten Eckverbindern 270 beziehungsweise zwischen einem zweiten Eckverbinder 270 und dem Boden vergrößert.
Beim Lösen der zweiten Spannvorrichtung 200 wird die Gewindestange 210 über die Handhabe 240 entgegen der Uhrzeigerrichtung gedreht, wodurch die Schubstangen 220A - mit Unterstützung der Kraft der sich dekomprimierenden Dämpfer 220B (wenn vorhanden) - Kräfte auf die Blöcke 230 ausüben, die dafür sorgen, dass die Profile 10H-2, 10H-3, 0V-3 wieder an die Stirnseiten der Abgänge des zweiten Eckverbinders 270 heran geschoben werden. Dadurch wird ein zwischen zwei zweiten Eckverbindern 270 beziehungsweise zwischen einem zweiten Eckverbinder 270 und dem Boden angeordnetes Flächenelement 300 in vertikaler und horizontaler Richtung entspannt, da sich die Länge zwischen zwei zweiten Eckverbindern 270 beziehungsweise zwischen einem zweiten Eckverbinder 270 und dem Boden verkürzt. Die Flächenelemente 300 können demontiert werden und die Keder K können aus den Profilen 0 herausgenommen werden, da sich die Klemmflügel 50, 60 jetzt aus der Klemmposition P2 wieder in die Montage- und Demontageposition P1 verschwenken lassen.
In einer anderen Ausführungsform der zweiten Spannvorrichtung 200 besteht auch die Möglichkeit, die Dämpfer 220B zwischen den Blöcken 230 und den Aufnahmen am zweiten Eckverbinder 270 anzuordnen. Für die in Figur 5C dargestellten Dämpfer 220B ist dann ersatzweise jeweils ein Verbindungselement in der Art einer beidseitig drehbaren Schubstange angeordnet, die einerseits ebenfalls gemeinsam mit den Dämpfern 220B in den Aufnahmen am zweiten Eckverbinder 270 drehbar befestigt sind und die andererseits wie der in Figur 5C gezeigte Dämpfer dreh- bar über ein Verbindungsglied 190C an dem ersten Verbindungselement 220A, der Schubstange, befestigt ist.
Ergänzend wird darauf verwiesen, dass das erste Verbindungselement 220A, die Schubstange, in beiden Ausführungsformen der zweiten Spannvorrichtung 200 einteilig oder mehrteilig ausgeführt werden kann.
Schließlich ist in Figur 5C anhand der horizontalen Traufprofile 10H-2 und 10-3 nochmals sichtbar, dass der jeweilige Mittelsteg 20 und die sich links und rechts anschließenden Einstecköffnungen 5 und somit auch die gegenüberliegende Aufnahme 80 mit der Nut 80N in der Einbausituation der horizontalen Traufprofile 10H-2 und 10-3 gegenüber einer gedachten vertikalen in z-Richtung um den Winkel a=45 verschwenkt in den beiden Eckverbindern 70, 270 angeordnet sind. Auch das vertikale Stützprofil 10V-3 ist, wie Figur 5C zeigt, in der Einbausituation so angeordnet, dass die Aufnahme 80 mit der Nut 80N beziehungsweise die gegenüberliegenden Einstecköffnungen 15 gegenüber einer rechtwinkligen Ecke des Zeltsystems um 45° versetzt sind.
Ein erfindungsgemäßes Zeltsystem weist somit für das Grundgerüst nur wenige, bei Verwendung von Aluminium als Material zur Herstellung vor allem auch sehr leichte, Bauteile auf.
Ein erstes Zeltsystem umfasst die Profile 10 (10H, 10V) und die ersten Eckverbinder 70, sowie die Planenware 300A, 300B. Bei diesem ersten Zeltsystem wird die erste Spannvorrichtung 00 verwendet. Ein zweites Zeltsystem umfasst die Profile 10 (10H, 10V) und die zweiten Eckverbinder 270 sowie die Planenware 300A, 300B. Bei diesem zweiten Zeltsystem wird die zweite Spannvorrichtung 200 verwendet.
Abschließend sei bemerkt, dass die Erfindung auf Verbinder, die keine dreidimensionalen Eckverbinder sind, übertragen werden kann. Es sind somit zweidimensionale Verbinder mit zwei Abgängen oder Verbinder mit mehr afs drei Abgängen ausbildbar, so dass einfachere als auch komplexere Gerüststrukturen als die beschriebenen dreidimensionalen Gerüststrukturen aus den erfindungsgemäßen Eckverbindern mit jeweils im Winkel von 90° zueinander angeordneten Abgängen und den erfindungsgemäßen Profilen 10 errichtet werden können.
Hierzu abschließend zwei Beispiele:
Es besteht beispielsweise in einer zweidimensionalen Ausbildung die Möglichkeit zwei verti- kale Profile 10V und ein horizontales Profil 10H über zwei Eckverbinder 70, 270 (der ersten oder zweiten Ausführungsform) miteinander zu verbinden und mit Hilfe der ersten oder zweiten Spannvorrichtung 100, 200 zu verspannen. Das zwischen den drei Profilen angeordnete Flächenelement 300B kann in einer vertikalen Ebene durch vertikales und horizontales Verspannen der beiden vertikalen Profile 10V gegenüber den beiden Eckverbindern 70, 270 und des horizontalen Profils 0H gegenüber dem Boden in zwei Raumrichtungen straff gezogen werden und somit als großformatige gespannte Fläche dienen. Dieser Aufbau ermöglicht beispielsweise die Errichtung einer großformatigen zweidimensionalen Werbeanlage, deren vertikale Profile 10V mit einem Boden verbunden werden und die zusätzlich gegen Umkippen abzustützen ist.
Es besteht in einer anderen zweidimensionalen Ausbildung die Möglichkeit zwei vertikale Profile 10V und zwei horizontale Profile 10H über vier Eckverbinder (der ersten oder zweiten Ausführungsform) miteinander zu verbinden. Das zwischen den vier Profilen 10V, 10H angeordnete Flächenelement 300B kann in einer vertikalen Ebene durch Verspannungen (mit Hilfe der Spannvorrichtung der ersten oder zweiten Ausführungsform) der sich gegenüberliegenden vertikalen Profile 10V beziehungsweise der sich gegenüberliegenden horizontalen Profile 10H gegenüber den vier Eckverbindern 70, 270 in zwei Raumrichtungen straff gezogen werden und somit ebenfalls als großformatige gespannte Fläche dienen. Dieser Aufbau ermöglicht ebenfalls die Errichtung einer großformatigen zweidimensionalen Werbeanlage, die insbesondere als Rahmen beispielsweise hängend an Gebäuden oder dergleichen befestigt werden kann.
Hinsichtlich der Lage der Profile 10H, 10V ist es bei einem zweidimensionalen Grundgerüst zu Symmetriezwecken nicht mehr notwendig den Mittelsteg 20 um einen Winkel von cc=45 D gegenüber einer gedachten vertikalen Achse z zu verlagern. Da jetzt die Einstecköffnungen 15 der Profite 10H, 10V nur zweidimensional an den Eckverbindern 70, 270 angreifen, kann der Winkel freier gewählt werden. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit die Einstecköffnung 15 in der vertikalen Ebene des Flächenelementes 300 auszurichten und nicht in einem Winkel von a=45 zu neigen. Hierdurch bleibt die Funktion des innen liegenden und außen liegenden Entwässerungssystems erhalten.
Bezugszeichenliste
10 Profil
10H horizontales Profil (Traufproftl)
10H-1 erstes horizontales Profil
10H-2 zweites horizontales Profil
10H-3 drittes horizontales Profil
10H-4 viertes horizontales Profil
10V vertikales Profil (Stützprofil)
10V-1 erstes vertikales Profil
10V-2 zweites vertikales Profil
0V-3 drittes vertikales Profil
10V-4 viertes vertikales Profil
15 Einstecköffnung
15A erste Nutflanke
15B zweite Nutflanke
20 Mittelsteg
30 erste Kammer
35 Begrenzungswand
40 zweite Kammer
50 Klemmorgang (erster Klemmflügel)
51 muldenartige Vertiefung
50A Bedienflügel
50B Kederflügei
50B-1 Aufnahme
50B-21 erste Dichtlippe
50B-22 zweite Dichtlippe
60 Klemmorgan (zweiter Klemmflügel)
60A Bedienflügel
60B Kederflügei
60B-1 Aufnahme
60B-21 erste Dichtlippe
60B-22 zweite Dichtlippe
70 erster Eckverbinder/erster Eckknoten
71 Verbindungselemente 72 Einführöffnung
72F Feder
72N Nut
73 Rinne
74 Einlaufe/Auslaufe
75 dritte Kammer
80 Aufnahme
80F Feder
80N Nut
90 Einspannglieder
90A Einspannglied (eckverbinderseätig)
90B Einspannglied (profiiseitig)
100 erste Spannvorrichtung
1 10 Gewindestange
1 1 1 Handhabe (Spanner)
120 Verbindungselement
130 Block
131 Führung
132 Verbindungselement für Spannsch!oss
140 Verdickungen
150 Bodensystem
160 Füße
170 flexible Photovoltaikbahn
180 Vorsprung
190 Verbindungs- und Einspanngiieder
190A Einspannglied (eckverbinderseitig)
190B Einspannglied (profiiseitig)
190C Verbindungsglied
200 zweite Spannvorrichtung
210 Gewindestange
211 Handhabe
220A erstes Verbindungselement (Schubstang'
220B zweites Verbindungselement (Dämpfer)
220C Verbinder
220C-1 Innengewinde 230 Block
240 Handhabe
270 zweiter Eckverbinder/zweiter Eckknoten
271 Basis
271-1 Dom
272 Fortsatz
272N Nut
273 Rinne
274 Einlaufe/Auslaufe
P1 Montage- und Demontageposition
P2 Klemmposition
K Keder
AI erste Anlagefläche
All zweite Anlagefläche
L Längsrichtung eines Profils 10
Z Zelt
M Mittelachse von 10
300 Flächenelemente
300A Dachelement (Dachplane)
300B Seätenelement {Seitenplane) x x-Richtung
y y-Richtung
z z-Richtung
