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Patent Searching and Data


Title:
TEST STAND WITH AN APPARATUS FOR CALIBRATING A FORCE-MEASURING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/012182
Kind Code:
A1
Abstract:
A test stand has a dynamometer (2) which is mounted in a manner oscillating about a main axis and from which a lever arm (3) extends perpendicularly. In order to calibrate a force-measuring device (4) coupled to the lever arm (3), a pneumatic cylinder (7) is provided as the reference-force-producing device. The reference force can be measured by a force-measuring cell (8) and applied to the lever arm (3) via a yoke (10). The force-measuring device (4) to be calibrated, the pneumatic cylinder (7), the force-measuring cell (8) and the yoke (10) are arranged on the same side of the dynamometer (2) and act on the same lever arm (3).

Inventors:
BORMANN, Jens (Bahnhofstrasse 27a, Weiterstadt, 64331, DE)
PÄTSCHKE, Klaus (Erlenweg 1, Bürstadt, 68642, DE)
KÜNNE, Kai (Zehntstrasse 30, Viernheim, 68519, DE)
Application Number:
EP2010/002953
Publication Date:
February 03, 2011
Filing Date:
May 12, 2010
Export Citation:
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Assignee:
HORIBA EUROPE GMBH (Landwehrstrasse 55, Darmstadt, 64293, DE)
BORMANN, Jens (Bahnhofstrasse 27a, Weiterstadt, 64331, DE)
PÄTSCHKE, Klaus (Erlenweg 1, Bürstadt, 68642, DE)
KÜNNE, Kai (Zehntstrasse 30, Viernheim, 68519, DE)
International Classes:
G01L25/00
Attorney, Agent or Firm:
HOFFMANN, Jörg Peter (Müller - Hoffmann & Partner, Innere Wiener Straße 17, München, 81667, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Prüfstand mit einer Vorrichtung zum Kalibrieren einer Kraft- Messeinrichtung (4), mit

- einer um eine Hauptachse (X) pendelnd gelagerten Lasteinrichtung (2) mit einem Gehäuse;

einem sich von dem Gehäuse weg senkrecht zu der Hauptachse (X) erstreckenden Hebelarm (3); und mit

einer mit dem Hebelarm (3) gekoppelten Kraftübertragungs- einrichtung (5) zum Übertragen einer sich senkrecht zu der Hauptachse (X) und senkrecht zu dem Hebelarm (3) gerichteten Kraft;

wobei

die Kraft-Messeinrichtung (4) durch die Kraftübertragungs- einrichtung (5) mit dem Hebelarm (3) gekoppelt ist;

gekennzeichnet durch

eine Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung (7) zum Erzeugen einer Referenzkraft;

eine mit der Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung (7) gekop- pelte Referenzkraft-Messeinrichtung (8) zum Messen der jeweils erzeugten Referenzkraft; und durch

eine mit dem Hebelarm (3) gekoppelte Referenzkraft- Übertragungseinrichtung ( 10) zum Übertragen der Referenzkraft auf den Hebelarm (3).

2. Prüfstand nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,

dass die Kraft-Messeinrichtung (4) mit der Kraftübertragungseinrichtung (5) und die Referenzkraft- Erzeugungseinrichtung (7) mit der Referenzkraft - Übertragungseinrichtung ( 10) bezüglich der Hauptachse auf der gleichen Seite des Gehäuses angeordnet sind.

3. Prüfstand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,

dass die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung (7) eine

Pneumatik- oder eine Hydraulik-Zylindereinheit aufweist.

4. Prüfstand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass

die Lasteinrichtung (2) ein Dynamometer ist; und dass der Hebelarm (3) an einem Statorgehäuse des Dynamometers befestigt ist und sich senkrecht zur Hauptachse (X) erstreckt.

5. Prüfstand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,

dass die Referenzkraft-Übertragungseinrichtung ( 10) am äußeren Ende des Hebelarms (3) angeordnet ist.

6. Prüfstand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,

dass die Referenzkraft-Übertragungseinrichtung ein das äußere Ende des Hebelarms (3) umschließendes Joch ( 10) aufweist.

7. Prüfstand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb und unterhalb des Hebelarms (3) jeweils zwischen dem Joch ( 10) und dem Hebelarm (3) eine Paarung aus einer Messerschneide ( 1 1 ) und einem Messerschneidenlager ( 12) angeordnet ist, zum Übertragen der Referenzkraft; und dass

entweder jeweils die Messerschneide ( 1 1 ) auf dem Hebelarm (3) und das gegenüberliegende Messerschneidenlager ( 12) auf dem Joch ( 10) oder jeweils die Messerschneide ( 1 1 ) auf dem Joch ( 10) und das gegenüberliegende Messerschneidenlager ( 12) auf dem Hebelarm (3) vorgesehen sind.

8. Prüfstand nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass

das Joch ( 10) einen im Wesentlichen viereckigen Rahmen ( 13) aufweist, der das äußere Ende des Hebelarms (3) umschließt; jeweils an der oberen Seite und /oder an der unteren Seite des Rahmens ( 13) eine Kante eines Folienstücks ( 14) an dem Rahmen ( 13) befestigt ist; und dass

ein zwischen der oberen Seite und der unteren Seite des Rahmens ( 13) befindlicher Bereich des Folienstücks ( 14) an dem Ende des Hebelarms (3) befestigt ist.

9. Prüfstand nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienstück ( 14) mit seiner oberen Kante an der oberen Seite des Rahmens ( 13) und mit seiner unteren Kante an der unteren Seite des Rahmens ( 13) festgeklemmt ist; und dass

ein mittlerer Bereich des Folienstücks ( 14) auf einem stirn- seitigen Ende des Hebelarms (3) festgeklemmt ist.

10. Prüfstand nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass

das Folienstück ( 14) durch zwei separate Folienteilstücke gebildet wird;

das eine der Folienteilstücke ein oberes Folienteilstück ist, das zwischen der oberen Kante des Rahmens ( 13) und dem stirnseitigen Ende des Hebelarms (3) festgeklemmt ist; und dass

das andere der Folienteilstücke ein unteres Folienteilstück ist, das zwischen der unteren Kante des Rahmens ( 13) und dem stirnseitigen Ende des Hebelarms (3) festgeklemmt ist.

1 1. Prüfstand nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass

die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung (7) über eine Ausgleichseinrichtung ( 16) auf einem mit einem Fundament ( 1 ) des Prüfstands gekoppelten Lager abgestützt ist, wobei die Ausgleichseinrichtung ( 16) zum Ausgleichen von Fluchtungsund /oder Winkelfehlern ausgebildet ist.

12. Prüfstand nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

eine Steuereinrichtung zum Ansteuern der Referenzkraft- Erzeugungseinrichtung (7) vorgesehen ist; und dass

- durch die Steuereinrichtung beim Einstellen einer gewünschten Soll-Referenzkraft kurzzeitig eine höhere Kraft als die Soll-Referenzkraft bewirkbar ist, wenn die Referenzkraft erhöht wird, oder kurzzeitig eine niedrigere Kraft als die Soll- Referenzkraft bewirkbar ist, wenn die Referenzkraft vermindert wird.

13. Verfahren zum Kalibrieren einer Kraft-Messeinrichtung (4) in einem Prüfstand, mit den Schritten Bereitstellen eines Prüfstands mit

+ einer um eine Hauptachse pendelnd gelagerten Lasteinrichtung (2),

+ einem sich senkrecht zu einem Gehäuse der Lastein- richtung (2) erstreckenden Hebelarm (3),

+ der Kraft-Messeinrichtung (4), die mit dem Hebelarm (3) gekoppelt ist,

+ einer Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung (7), die bezüglich dem Gehäuse der Lasteinrichtung (2) auf der gleichen Sei- te wie die Kraft-Messeinrichtung (4) angeordnet ist und mit dem Hebelarm (3) gekoppelt ist, und mit

+ einer im Kraftfluss zwischen der Referenzkraft- Erzeugungseinrichtung (7) und dem Hebelarm (3) angeordneten Referenzkraft-Messeinrichtung (8) zum Messen der jeweils erzeug- ten Referenzkraft;

Erzeugen einer Referenzkraft durch die Referenzkraft- Erzeugungseinrichtung (7);

Messen der Referenzkraft durch die Referenzkraft- Messeinrichtung (8);

- Messen der an der Kraft-Messeinrichtung (4) wirkenden Kraft in Form eines Kraft-Istwerts;

Bestimmen eines Kraft- Sollwerts, der aufgrund der gemessenen Referenzkraft und der wirksamen Hebelverhältnisse an der Kraft-Messeinrichtung (4) anliegen müsste;

- Kalibrieren der Kraft-Messeinrichtung (4) derart, dass der von der Kraft-Messeinrichtung (4) gemessene Kraft-Istwert mit dem Kraft-Sollwert verglichen wird.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass

beim Erzeugen der Referenzkraft zunächst ein Überschwingen der Referenzkraft über den gewünschten Referenzkraft-Wert hinaus bewirkt wird. 15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung (7) derart angesteuert wird, dass der Hebelarm (3) nicht mit einer Kraft durch die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung (7) belastet wird.

Description:
Prüfstand mit einer Vorrichtung zum Kalibrieren

einer Kraft-Messeinrichtung Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Kalibrierverfahren für einen Prüfstand sowie einen Prüfstand mit einer Vorrichtung zum Kalibrieren einer Kraft-Messeinrichtung.

Derartige Prüfstände, z.B. Fahrzeug- , Motoren- oder Getriebeprüfstände, werden unter anderem von der Automobilindustrie eingesetzt und unterstützen die Forschung und Entwicklung mit Hilfe von z.B. Funktionstests, Dauerlaufversuchen zur mechanischen Belastungsprüfung sowie Verbrauchs-, Abgas- , Geräusch- oder Klimauntersuchungen. Die Prüfstände simulieren hierbei den Betrieb eines Fahrzeugs oder von Fahrzeugkomponenten unter verschiedenen Umwelt- oder Anwendungsbedingungen. Auf dem Prüfstand können das zu prüfende Fahrzeug oder die Fahrzeug- komponenten mit einer Lasteinrichtung, z.B. einer Asynchronmaschine, einer hydraulischen Leistungsbremse oder einer Wirbelstrombremse gekoppelt werden. Die Lasteinrichtung simuliert die Last, gegen die der Motor im realen Betrieb arbeiten muss. Neben zahlreichen Messgrößen ist das zwischen dem Fahrzeug und der Lasteinrichtung wirkende Drehmoment von besonderer Bedeutung. Zu diesem Zweck ist die Lasteinrichtung pendelnd gelagert, so dass das von dem Fahrzeug auf die Lasteinrichtung aufgebrachte Drehmoment am pendelnd gelagerten Gehäuse der Lasteinrichtung abgestützt werden muss. Am Gehäuse der Lasteinrichtung ist ein Hebelarm angebracht, an dessen äußerem Ende eine Kraft-Messeinrichtung vorgesehen ist, um die über den Hebelarm übertragene Kraft zu messen. Anhand der gemessenen Kraft und der Länge des hier wirksamen Hebelarms lässt sich so das auf die Lasteinrichtung wirkende und somit vom Fahrzeug abgegebene Moment bestimmen.

Da an die Genauigkeit der Drehmomentmessung hohe Anforde- rungen gestellt werden, muss die Kraft-Messeinrichtung von Zeit zu Zeit kalibriert werden.

Zum Kalibrieren müssen bei einem Rollenprüfstand die Rollen frei drehbar sein. Auf die Lasteinrichtung bzw. auf das Gehäuse der Lasteinrichtung wird daraufhin ein bestimmtes Referenzdrehmoment aufgebracht, dessen Wert mit dem vom Prüflings - Drehmomentaufnehmer (Hebelarm und Kraft-Messeinrichtung) gemessenen Drehmomentwert verglichen wird, um im Bedarfsfall eine Justage insbesondere der Kraft-Messeinrichtung durchzuführen.

Das Referenz-Drehmoment muss mit größtmöglicher Genauigkeit vorbestimmt sein bzw. vorgewählt werden können. Zu diesem Zweck hat sich z.B. ein auf dem Doppelhebelprinzip basierendes Kalibrierverfahren bewährt, das in der EP 1 293 765 beschrieben ist. Dort ist am Gehäuse der Lasteinrichtung (hier: ein Dynamometer) ein Hebelarm vorgesehen, an dessen Ende die zu kalibrierende Kraft-Messeinrichtung angeordnet ist. Gegenüber von dem Hebelarm ist auf der anderen Seite des Gehäuses zur Durchführung der Kalibrierung ein zweiter Hebelarm am Gehäuse der Lasteinrichtung anzubringen, an dem eine Belastungseinrichtung in Form eines hydraulischen oder pneumatischen Zylinders vorgesehen ist. Der Zylinder bringt eine Kraft auf den zusätzlichen Hebel- arm auf. Die Kraft wird durch eine Referenz-Kraftmessdose bestimmt. Wenn die Lasteinrichtung ansonsten durch keine weitere äußere Last belastet wird, muss dementsprechend von der eigentlichen Kraft-Messeinrichtung ein entsprechender von den Hebelverhältnissen abhängiger Wert gemessen werden. Ist dies nicht der Fall, muss die Kraft-Messeinrichtung justiert werden.

Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Kalibriervorrichtungen ist jeweils ein nicht unerheblicher apparativer Zusatzaufwand, z.B. in Form von zusätzlichen Hebelarmen erforderlich. Zu- dem besteht die Möglichkeit, dass durch ungeeignete Krafteinleitung die Lasteinrichtung aus ihren Lagern gehoben wird, wodurch das Kalibrierergebnis beeinträchtigt bzw. verfälscht werden kann. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Prüfstand mit einer Vorrichtung zum Kalibrieren einer Mess -Einrichtung anzugeben, bei dem der apparative Aufwand minimiert ist und trotzdem verbesserte Kalibrierergebnisse erhalten werden können.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Prüfstand mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Weiterhin wird ein Kalibrierverfahren für einen derartigen Prüfstand angegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Ein Prüfstand mit einer Vorrichtung zum Kalibrieren einer Kraft- Messeinrichtung weist eine um eine Hauptachse pendelnd gelagerte Lasteinrichtung mit einem Gehäuse auf, von dem weg sich senkrecht zu der Hauptachse ein Hebelarm erstreckt. Mit dem He- beiarm ist eine Kraftübertragungseinrichtung gekoppelt, zum Ü- bertragen einer sich senkrecht zu der Hauptachse und senkrecht zu dem Hebelarm nach einer Seite gerichteten Kraft, wobei die Kraft-Messeinrichtung durch die Kraftübertragungseinrichtung mit dem Hebelarm gekoppelt ist. Der Prüfstand ist gekennzeichnet durch eine Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung zum Erzeugen einer Referenzkraft, eine mit der Referenzkraft- Erzeugungseinrichtung gekoppelte Referenzkraft-Messeinrichtung zum Messen der jeweils erzeugten Referenzkraft, und durch eine mit dem Hebelarm gekoppelte Referenzkraft-Übertragungseinrich- tung zum Übertragen der Referenzkraft auf den Hebelarm.

Der Hebelarm steht somit in bekannter Weise von dem Gehäuse senkrecht weg. Darunter ist nicht zwingend zu verstehen, dass sich der Hebelarm lediglich in senkrechter Richtung weg von dem Gehäuse erstrecken darf. Vielmehr ist damit auch gemeint, dass sich der Hebelarm z.B. schräg von dem Gehäuse weg erstreckt. Es kommt lediglich darauf an, dass die Ausrichtung des Hebelarms eine Erstreckungskomponente umfasst, die senkrecht weg von dem Gehäuse und der Achse verläuft, um auf diese Weise einen um die Hauptachse wirksamen Hebelarm zu erhalten.

Die Hauptachse der Lasteinrichtung entspricht der Hauptachse des Prüfstands. Der Hebelarm ist in bekannter Weise über die Kraftübertragungs- einrichtung auf der Kraft-Messeinrichtung abgestützt, so dass die Kraft-Messeinrichtung eine Kraft messen kann, die von dem He- beiarm ausgeübt wird. Wenn der Ort, an dem die Kraftübertragungseinrichtung die Kraft auf die Kraft-Messeinrichtung leitet, bekannt ist und somit auch der Abstand dieses Orts von der Hauptachse, so ist auch die wirksame Länge des Hebelarms bekannt. Aus der wirksamen Länge und der gemessenen Kraft lässt sich präzise das auf die Lasteinrichtung wirkende Drehmoment bestimmen.

Der Aufbau des Prüfstands ist insoweit bekannt. Im Unterschied zum Stand der Technik ist an dem nur nach einer Seite gerichteten Hebelarm zusätzlich die Referenzkraft- Übertragungseinrichtung vorgesehen, die die von der Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung erzeugte Referenzkraft auf dem Hebelarm einleitet.

Somit erzeugt die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung die Referenzkraft, die zusätzlich durch die im Kraftfluss angeordnete Referenzkraft-Messeinrichtung gemessen wird. Die Referenzkraft wird auf dem Hebelarm eingeleitet, so dass die Kraft an anderer Stelle über die Kraftübertragungseinrichtung auf die Kraft-Mess- einrichtung geleitet wird. Die Kraft-Messeinrichtung, z.B. eine Zugkraft-Messeinrichtung, kann auf diese Weise derart kalibriert werden, dass sie - unter Berücksichtigung der jeweiligen Hebelverhältnisse - einen Kraftmesswert, z.B. einen Zugkraft-Messwert, anzeigt, der zu dem von der Referenzkraft-Messeinrichtung gemessenen Referenzkraftwert proportional ist.

Die Kraft-Messeinrichtung mit der Kraftübertragungseinrichtung und die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung mit der Referenz- kraft-Übertragungseinrichtung können bezüglich der Hauptachse auf der gleichen Seite des Gehäuses angeordnet sein. Dadurch ist für den Kalibriervorgang kein zusätzlicher Hebelarm erforderlich. Vielmehr kann die Kalibriervorrichtung (Referenzkraft- Erzeugungseinrichtung, Referenzkraft-Messeinrichtung und Referenzkraft-Übertragungseinrichtung) in der Nähe der Kraft- Messeinrichtung angeordnet werden. Zudem kann ein Ausheben der Lasteinrichtung aus ihrem Drehpunkt bzw. ihren Lagern ver- mieden werden.

Die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung kann eine Pneumatikoder eine Hydraulik-Zylindereinheit aufweisen. Dabei kann die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung wahlweise Kräfte in beiden Richtungen generieren. Auf diese Weise kann der Kalibriervorgang vereinfacht, beschleunigt und automatisiert werden. Verschiedene Lastzyklen und -schritte lassen sich einfach, z.B. durch aperiodisches Ansteuern der Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung, realisieren. So kann z.B. auch eine Remanenz (Nullpunkt-Hysterese) in der Kraft-Messkette detektiert und beim Justieren berücksichtigt werden. Auf diese Weise kann die Messkette optimiert werden.

Die Lasteinrichtung kann ein Dynamometer sein, wobei der Hebelarm an einem Statorgehäuse des Dynamometers befestigt ist und sich senkrecht zur Hauptachse erstreckt. Ein Dynamometer hat sich als Lasteinrichtung in der Praxis bestens bewährt. Der Hebelarm kann auch schräg zum Statorgehäuse verlaufen. Es kommt lediglich darauf an, dass er eine Erstreckungskomponente aufweist, die senkrecht zur Hauptachse und damit zum Statorge- häuse verläuft.

Die Referenzkraft-Übertragungseinrichtung kann am äußeren Ende des Hebelarms angeordnet sein. Auf diese Weise wird die Länge des Hebelarms vollständig ausgenutzt und die Genauigkeit der Ka- librierung verbessert. Die für den normalen Messbetrieb notwendige Kraftübertragungseinrichtung, z.B. eine Zugkraft- Übertragungseinrichtung, und die Kraft-Messeinrichtung können dann zwischen dem äußeren Ende des Hebelarms und dem Statorgehäuse der Lasteinrichtung angeordnet werden.

Bei einer Ausführungsform weist die Referenzkraft- Übertragungseinrichtung ein das äußere Ende des Hebelarms umschließendes Joch auf. Mit Hilfe des Jochs ist eine zuverlässige Übertragung der Referenzkraft möglich. Zudem erlaubt die Bereitstellung des Jochs eine hochpräzise Festlegung der wirksamen Länge des Hebelarms und damit der Messgenauigkeit. Oberhalb und unterhalb des Hebelarms kann jeweils zwischen dem Joch und dem Hebelarm eine Paarung aus einer Messerschneide und einem Messerschneidenlager angeordnet sein, zur Übertragung der Referenzkraft. Dabei kann entweder jeweils die Messerschneide auf dem Hebelarm und das gegenüberliegende Messerschneidenlager auf dem Joch oder jeweils die Messerschneide auf dem Joch und das gegenüberliegende Messerschneidenlager auf dem Hebelarm vorgesehen sein. Mit Hilfe der Messerschneide und dem zugeordneten Messerschneidenlager zwischen Joch und Hebelarm lässt sich gewährleisten, dass die Referenz- kraft lediglich über die Messerschneide, also mit einer Linienberührung auf den Hebelarm übertragen wird. Die Messerschneide erstreckt sich dabei parallel zur Hauptachse. Dementsprechend präzise lässt sich die wirksame Länge des Hebelarms bestimmen. Das Joch kann einen im Wesentlichen viereckigen Rahmen aufweisen, der das äußere Ende des Hebelarms umschließt. Die Angabe eines "viereckigen" Rahmens erfordert nicht, dass der Rahmen tatsächlich exakt vier Ecken aufweisen muss. Vielmehr ist unter einem viereckigen Rahmen ein Rahmen zu verstehen, der eine Oberseite und eine Unterseite aufweist, die durch zwei seitliche Verbindungselemente miteinander verbunden sind. Daraus ergibt sich im Prinzip eine Art Viereck, welches selbstverständlich auch noch mehr Ecken oder gerundete Ecken aufweisen kann. Bei einer Variante kann jeweils an der oberen Seite und /oder an der unteren Seite des Rahmens eine Kante eines Folienstücks an dem Rahmen befestigt sein, wobei ein zwischen der oberen Seite und der unteren Seite des Rahmens befindlicher Bereich des Folienstücks an dem Ende des Hebelarms befestigt ist.

Bei dieser Variante ist es nicht notwendig, die oben beschriebenen Paarungen aus Messerschneide und Messerschneidenlager vorzusehen. Vielmehr wird im hier beschriebenen Fall die Referenzkraft über das Folienstück übertragen. Das Folienstück kann aus Kunststoff oder Metall bestehen. Es weist eine hohe Zugfestigkeit, jedoch eine minimale Knicksteifigkeit auf. Dementsprechend ist das Folienstück geeignet, die Referenzkraft als Zugkraft vom Joch auf den Hebelarm zu übertragen. Wenn hingegen die Kraft in die Gegenrichtung wirkt, wird der vorher unter Zug belastete Teil des Folienstücks jetzt mit einer Druckkraft beaufschlagt, die aufgrund der geringen Knick- bzw. Drucksteifigkeit nicht übertragen werden kann. Die Knicksteifigkeit sollte dabei so gering wie möglich sein, um die Referenzkraft nicht zu beeinträchtigen. Die Referenzkraft wird dann also im umgekehrten Fall durch den anderen, gegenüberliegenden Teil des Folienstücks übertragen, der dann in der Lage ist, eine Zugkraft zu leiten. Beim Einbau des Folienstücks kann die Folie schlaff, z.B. mit einer leichten Wölbung oder Wellung, also in jedem Fall ohne Vorspannung eingebaut werden, um im oder um den Nullpunkt einen mechanisch unbelasteten Zustand zu gewährleisten. Das Folienstück sollte möglichst dünn sein, um die wirksame Länge des Hebelarms präzise bestimmen zu können.

Das Folienstück kann als einteiliges Folienstück ausgebildet sein. In diesem Fall kann das Folienstück mit seiner oberen Kante an der oberen Seite des Rahmens des Jochs und mit seiner unteren Kante an der unteren Seite des Joch-Rahmens festgeklemmt sein. Ein mittlerer Bereich des Folienstücks ist dann auf einem stirnseitigen Ende des Hebelarms festklemmbar. Bei einer anderen Ausführungsform kann das Folienstück durch zwei separate Folienteilstücke gebildet werden, wobei das eine der Folienteilstücke ein oberes Folienteilstück ist, das zwischen der oberen Kante des Rahmens und dem stirnseitigen Ende des Hebelarms festgeklemmt ist, und das andere der Folienteilstücke ein unteres Folienteilstück ist, das zwischen der unteren Kante des Rahmens und dem stirnseitigen Ende des Hebelarms festgeklemmt ist. Die Entscheidung, ob das Folienstück als ein Teil oder in Form von zwei separaten Folienteilstücken realisiert wird, wird im Wesentlichen auf Grundlage von Montageüberlegungen zu treffen sein.

Die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung kann über eine Ausgleichseinrichtung auf einem mit einem Fundament des Prüfstands gekoppelten Lager abgestützt sein, wobei die Ausgleichseinrichtung zum Ausgleichen von Fluchtungs- und /oder Winkelfehlern ausgebildet ist. Mit Hilfe der Ausgleichseinrichtung lässt sich die Position und Ausrichtung der Referenzkraft- Erzeugungseinrichtung mit hoher Präzision einstellen, um eine genau senkrecht auf den Hebelarm wirkende Referenzkraft zu erzeugen.

Bei einer Ausführungsform kann eine Steuereinrichtung zum Ansteuern der Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung vorgesehen sein, wobei durch die Steuereinrichtung beim Einstellen einer gewünschten Soll-Referenzkraft kurzzeitig eine höhere Kraft als die Soll-Referenzkraft bewirkbar ist, wenn die Referenzkraft erhöht wird, oder kurzzeitig eine niedrigere Kraft als die Soll- Referenzkraft bewirkbar ist, wenn die Referenzkraft vermindert wird. Mit dieser Maßnahme kann ein Überschwingen beim Erzeugen der Referenzkraft bewirkt werden, um z.B. die Haftreibung in den Lagern der Lasteinrichtung zu überwinden. Die Steuereinrichtung bewirkt ein kurzzeitiges Überschwingen über den eigentlich gewünschten Soll-Referenzkraftwert hinaus und stellt die gewünsch- te Referenzkraft erst nach dem Überschwingen ein.

Bei einem Verfahren zum Kalibrieren einer Kraft-Messeinrichtung in einem Prüfstand ist zunächst ein Prüfstand mit den oben angegebenen Merkmalen bereitzustellen. Danach folgen die Schritte

Erzeugen einer Referenzkraft durch die Referenzkraft -

Erzeugungseinrichtung,

Messen der Referenzkraft durch die Referenzkraft- Messeinrichtung,

Messen der an der Kraft-Messeinrichtung wirkenden Kraft in

Form eines Kraft-Istwerts,

Bestimmen eines Kraft-Sollwerts, der aufgrund der gemesse- nen Referenzkraft und der wirksamen Hebelverhältnisse an der Kraft-Messeinrichtung anliegen müsste, und

Kalibrieren der Kraft-Messeinrichtung derart, dass der von der Kraft-Messeinrichtung gemessene Kraft-Istwert mit dem

Kraft-Sollwert verglichen wird.

Nach dem Kalibrieren kann erforderlichenfalls ein Justieren der Kraft-Messeinrichtung und /oder der mit dieser verbundenen e- lektronischen Schaltungen durchgeführt werden. Das Verfahren eignet sich insbesondere zum Kalibrieren einer Zugkraft-Messeinrichtung und kann derart ausgestaltet sein, dass beim Erzeugen der Referenzkraft zunächst ein Überschwingen der Referenzkraft über den gewünschten (Ziel-)Referenzkraft-Wert hinaus bewirkt wird.

Die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung kann derart angesteuert werden, dass der Hebelarm nicht mit einer Kraft durch die Referenzkraft-Erzeugungseinrichtung belastet wird. Dadurch kann ein mechanisch unbelasteter Zustand des Hebelarms erreicht werden, um den Nullpunkt zu kalibrieren.

Diese und weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden nachfolgend anhand eines Beispiels unter Zuhilfenahme der begleitenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 in perspektivischer Ansicht einen Ausschnitt eines

Prüfstands mit Kalibriervorrichtung;

Fig. 2 einen Bildausschnitt zu Fig. 1 ;

Fig. 3 eine schematische Darstellung mit einem Ende eines

Hebelarms und mit einem dieses umgebenden Joch; Fig. 4 in Perspektivansicht eine Variante der Kalibriervorrichtung;

Fig. 5 die Kalibriervorrichtung von Fig. 4 in teilweise ge- schnittener Darstellung; und

Fig. 6 eine weitere Variante der Kalibriervorrichtung.

Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Ausschnitt eines Prüfstands.

Der Prüfstand weist einen sehr massiv und stabil ausgeführten Grundrahmen 1 mit mehreren Stahlträgern bzw. -röhren auf. Der Grundrahmen 1 weist einen Tragrahmen Ia auf, auf dem ein Dynamometer 2 als Lasteinrichtung um seine Hauptachse X pen- delnd gelagert ist. Die Pendellagerung ist in der Fig. 1 nicht erkennbar, jedoch aus dem Stand der Technik vielfältig bekannt. So ist es üblich, ein Dynamometer pendelnd zu lagern und auf diese Weise das auf Dynamometer wirkende Drehmoment anhand der Reaktionskraft an einem an dem Dynamometer angebrachten He- beiarm zu bestimmen.

So ist auch im vorliegenden Fall an dem Statorgehäuse des Dynamometers 2 ein Hebelarm 3 angebracht, der sich senkrecht zur Hauptachse X weg von dem Statorgehäuse erstreckt.

Der Hebelarm 3 ist derart steif ausgeführt, dass er sich auch unter Lasteinwirkung möglichst wenig verformt. Etwa in der Mitte des Hebelarms 3 ist unterhalb des Hebelarms 3 ein Kraftsensor 4 in Form eines S-förmigen Biegestabs als Kraft- Messeinrichtung angeordnet. Der Kraftsensor 4 ist zwischen einem oberen Federstab 5 und einem unteren Federstab 6 platziert. Der obere Federstab 5 dient als Kraftübertragungseinrichtung und verbindet den Kraftsensor 4 mit dem Hebelarm 3, während der untere Federstab 6 den Kraftsensor 4 gegenüber dem Fundament 1 abstützt.

Mit Hilfe des Kraftsensors 4 kann im normalen Prüfbetrieb die Kraft präzise bestimmt werden, mit der sich der Hebelarm 3 auf den oberen Federstab 5 abstützt. Mit Hilfe der gemessenen Kraft und anhand der wirksamen Länge des Hebelarms 3 (gemessen von der Hauptachse X bis zu der Stelle, an der der obere Federstab 5 an dem Hebelarm 3 angekoppelt ist) lässt sich das Drehmoment ermitteln, das auf das Dynamometer 2 durch den nicht dargestell- ten Prüfling (z.B. ein Fahrzeugmotor) einwirkt.

Die Kraftmesskette mit dem Kraftsensor 4 muss von Zeit zu Zeit kalibriert werden. Zu diesem Zweck ist eine Kalibriervorrichtung vorgesehen, die einen Pneumatikzylinder 7 als Referenzkraft- Erzeugungseinrichtung, eine Kraftmessdose 8 (z.B. eine Ringtorsi- onskraftmessdose) als Referenzkraft- Messeinrichtung und eine Referenzkraft-Übertragungseinrichtung 9 zum Einleiten der Referenzkraft auf den Hebelarm 3 aufweist. Mit Hilfe der Kalibriervorrichtung kann eine präzise bestimmte Referenzkraft auf den Hebelarm 3 ausgeübt werden. In Abhängigkeit von den Hebelverhältnissen muss dementsprechend eine entsprechende Kraft auf den Kraftsensor 4 wirken. Wenn der Kraftsensor 4 diese Kraft nicht misst, sondern einen abweichenden Messwert, so kann er in einfacher Weise justiert werden. Während des Kalibriervorgangs ist das Dynamometer 2 unbelastet und von dem Prüfling getrennt, so dass das Referenzmoment im Idealfall vollständig von dem Kraftsensor 4 abgestützt werden muss. Der Pneumatikzylinder 7 ist geeignet, eine vorgegebene Kraft mit hoher Präzision einzustellen und stabil zu halten. Vorteilhaft ist es, wenn der Pneumatikzylinder 7 in beide Richtungen, also nach oben und nach unten wirkt und entsprechende Kräfte erzeugen kann.

Die Kraftmessdose 8 dient zum Messen der von dem Pneumatikzylinder 7 generierten Referenzkraft, die über die Referenzkraft- Übertragungseinrichtung 9 in den Hebelarm 3 eingeleitet wird. Die Kraftmessdose 8 kann auch durch andere Bauelemente realisiert werden, z.B. durch einen S-förmigen Biegestab. Dementsprechend kann auch der Kraftsensor 4 durch eine andere Komponente, z.B. durch eine Kraftmessdose realisiert sein. Die Referenzkraft-Übertragungseinrichtung 9 ist in Form eines Jochs 10 ausgeführt, das einen im Wesentlichen viereckigen Rahmen aufweist, der ein Ende des Hebelarms 3 umgibt.

Fig. 3 zeigt den Aufbau des Jochs 10 im Verhältnis zu dem Ende des Hebelarms 3 in prinzipieller Darstellung.

Am Ende des Hebelarms 3 ist jeweils auf der Oberseite und auf der Unterseite eine Messerschneide 1 1 angeordnet. Den beiden Messerschneiden 1 1 gegenüberliegend sind in dem Joch 10 Messerschneidenlager 12 ausgebildet. Die Messerschneidenlager 12 sind in Fig. 3 mit einer prismenförmigen Vertiefung dargestellt. Sie können aber auch z.B. durch ebene Hartmetallplättchen oder in anderer Weise gebildet werden, um im Zusammenwirken mit den Messerschneiden 1 1 eine präzise Übertragung der jeweiligen Kraft zu gewährleisten.

Bei einem vertikalen Verlagern des Jochs 10 aufgrund einer Wir- kung durch den Pneumatikzylinder 7 bewegt sich eines der Messerschneidenlager 12 über die ihm zugeordnete Messerschneide 1 1. Dadurch entsteht entlang der Messerschneide 1 1 ein sich in Fig. 3 senkrecht zur Zeichenebene erstreckender Linienkontakt. Die Messerschneide 1 1 erstreckt sich entlang der Hauptrichtung X des Dynamometers 2.

Über den Linienkontakt wird die von dem Pneumatikzylinder 7 erzeugte Kraft auf den Hebelarm 3 übertragen, wodurch der Hebelarm 3 versucht, das Dynamometer 2 in seiner Pendellagerung zu verschwenken. Dementsprechend wird am Kraftsensor 4 eine Kraft eingeleitet, die von dem Kraftsensor 4 gemessen werden kann.

Bei einer entgegengesetzten Bewegung des Jochs 10 aufgrund einer entgegengesetzten Wirkung des Pneumatikzylinders 7 kommt die gegenüberliegende Paarung von Messerschneide 1 1 und Messerschneidenlager 12 in Kontakt. Der Hebelarm 3 wird dann in entgegengesetzter Richtung belastet. Die Fig. 4 und 5 (Schnittdarstellung) zeigen eine Variante, insbesondere für das Joch 10.

Dabei ist das Joch 10 ebenfalls als viereckiger Rahmen 13 ausge- führt. Es weist jedoch nicht - wie die in Fig. 3 dargestellte Variante - Messerlager auf. Vielmehr besteht das Joch 10 bzw. der Rahmen 13 aus zwei planen Hälften 13a und 13b, die durch Schrauben zusammengehalten werden. Zwischen die beiden Hälften 13a und 13b ist eine biegeelastische, zugfeste Metallfolie 14 eingelegt. Anstelle der Metallfolie 14 kann auch eine Kunststofffolie verwendet werden, sofern sie eine ausreichende Festigkeit aufweist. Die Metallfolie 14 ist an den gegenüberliegenden Seiten oben und unten zwischen den Hälften 13a und 13b durch eine Verschrau- bung eingeklemmt. Im mittleren Bereich ist die Metallfolie 14an der Stirnseite des Hebelarms 3 befestigt, wodurch das Joch 10 an dem Hebelarm 3 gehalten wird. Die Befestigung des Jochs 10 am Hebelarm 3 wird von einer Folienverschraubung gebildet, wobei ein auf die Metallfolie 14 aufgesetztes Klemmstück 15 die Metallfolie 14 mit der Stirnseite des Hebelarms 3 verbindet.

Bei dieser Befestigungsweise der Metallfolie 14 mit dem Hebelarm 3 bzw. bei dieser Art der Krafteinleitung in den Hebelarm 3 kann sich die effektive Länge (Länge, die für die Bestimmung des sich aus der wirksamen Referenzkraft ergebenden Referenzdrehmoments maßgeblich ist) des Hebelarms 3 nicht verändern, wie dies bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform aufgrund von Quer- kraftwirkungen möglich ist. Bei der in den Fig. 4 und 5 gezeigten Art der Kraftübertragung im Joch ist immer diejenige Folienhälfte (obere Folienhälfte 14a oder untere Folienhälfte 14b) an der Kraftübertragung beteiligt, die auf Zug belastet wird. Generiert der Pneumatikzylinder 7 eine Zugkraft nach unten, überträgt die un- tere Folienhälfte 14b die Zugkraft auf den Hebelarm 3; generiert der Pneumatikzylinder 7 eine Druckkraft nach oben, überträgt die obere Folienhälfte 14a im Joch 10 die nach oben gerichtete Kraft des Pneumatikzylinders 7. Die effektive Länge des Hebelarms 3, die in die Drehmomentberechnung eingeht, setzt sich aus der horizontalen Hebelarmlänge (Abstand von der Hauptachse X bis zum Krafteinleitungsort) plus der halben Foliendicke zusammen. Diese Länge braucht nur einmal exakt bestimmt zu werden; sie ändert sich nicht, da kein Verschleiß auftreten kann.

Im unteren Bildteil von Fig. 4, aber auch in den Fig. 1 und 2 ist eine Ausgleichseinrichtung 16 gezeigt. Die Ausgleichseinrichtung 16 koppelt den Pneumatikzylinder 7 mit dem Fundament 1 des Prüfstands, um den Pneumatikzylinder 7 abzustützen. Dabei ist die Ausgleichseinrichtung 16 in der Lage, Fluchtungs- und/oder Winkelfehler auszugleichen.

Zu diesem Zweck weist die Ausgleichseinrichtung 16 eine untere Platte 17 und eine obere Platte 18 auf, die durch Schraubenverbindungen miteinander gekoppelt sind. Durch Justieren der Schrauben lassen sich die genannten Fehler ausgleichen.

Fig. 6 zeigt eine Variante, bei der anstelle der Ausgleichseinrichtung 16 ein Kugelgelenk 19 vorgesehen ist. Auch das Kugelgelenk 19 ermöglicht den Ausgleich von Fluchtungs- oder Winkelfehlern.