| WO/2010/091125 | TUBE RELOAD SYSTEM AND COMPONENTS |
| JP2573793 | CULTURE VESSEL |
| WO/1993/020444 | METHODS FOR PROVIDING HOMOGENEOUS REAGENTS |
BOSCH, Bernd (Rathausweg 1A, Emmendingen, 79312, DE)
| Ansprüche 1. Reagenzglasgestell mit mehreren Standplätzen (5) für Reagenzgläser (6), mit einer Bodenplatte (3), einer Deckplatte (2) und einer dazwischen angeordneten Zentrierplatte (4), wobei die drei Platten (2, 3, 4) jeweils parallel und voneinander beabstandet angeordnet sind und die Deck- (2) und Zentrierplatte (4) an jedem Standplatz (5) jeweils eine deckungsgleiche Öffnung (7) zur Aufnahme eines Reagenzglases (6) aufweisen, und die Bodenplatte (3) durchgehend ohne Öffnungen an den Standplätzen (5) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Boden- (3), Deck- (2) und Zentrierplatten (4) durch wenigstens drei Schraubverbinder (8) jeweils miteinander verbunden sind und dass die Schraubverbinder (8) derart ausgebildet sind, dass mehrere Reagenzglasgestelle (1) stapelbar sind und beim Stapeln die Schraubverbinder (8) eines Reagenzglasgestells (1) teilweise in die Schraubverbinder (8) eines anderen Reagenzglasgestells (1) eingreifen. 2. Reagenzglasgestell nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Reagenzglasgestell (1) seitliche Tragegriffe (16) aufweist, die gegenüberliegend an der Deck- (2) oder Zentrierplatte (4) angeordnet sind. 3. Reagenzglasgestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbinder (8) eine durchgehende Verbinderstange (11) und einen oberen (10; 21) und einen unteren (9; 22) Verbinderkopf aufweisen Reagenzglasgestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbinderstange (11) zumindest an beiden Enden Außengewinde und die Verbinderköpfe (9, 10; 21, 22) jeweils Innengewinde ( 3) aufweisen, mit denen die Verbinderköpfe (9, 10; 21, 22) auf die Verbinderstange (11) aufschraubbar sind. Reagenzglasgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Platten (2, 3, 4) Abstandshalter (12) angeordnet sind. Reagenzglasgestell nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (12) hülsenförmig ausgebildet und koaxial auf den Verbinderstangen (11) angeordnet sind. Reagenzglasgestell nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Verbinderköpfe (10; 21) jeweils einen Fortsatz (19) aufweisen, dass die unteren Verbinderköpfe (9; 22) jeweils eine Ausnehmung (20) aufweisen und dass beim Stapeln mehrerer Reagenzglasgestelle (1) der Fortsatz (19) eines Reagenzglasgestells (1) in die Ausnehmung (20) des anderen Reagenzglasgestells (1) eingreift. Reagenzglasgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Schraubverbinder (8) eine Verriegelung aufweisen. Reagenzglasgestell nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Verriegelung der Fortsatz (19) eine Nut (24) oder Kerbe aufweist, dass der untere Verbinderkopf (22) ein federbeaufschlagtes Rastelement (25) aufweist, das in der Ausnehmung (20) angeordnet ist und dass beim Stapeln von Reagenzglasgestellen (2) das Rastelement (25) in die Nut (24) oder Kerbe eingreift. Reagenzglasgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Platten (2, 3, 4) im Wesentlichen rechteckig ausgebildet sind und in jeder Ecke ein Schraubverbinder (8) angeordnet ist. Reagenzglasgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Deckel (27) mit Tragegriff (29) auf das Reagenzglasgestell (1) aufsetzbar ist, der durch eine Verriegelung befestigbar ist. Reagenzglasgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierplatte (4) im Wesentlichen in der Mitte zwischen Deck- (2) und Bodenplatte (3) angeordnet ist. Reagenzglasgestell-System mit mehreren Reagenzglasgestellen (1) für unterschiedliche Reagenzglasdurchmesser, wobei alle Reagenzglasgestelle (1) die gleiche Standfläche aufweisen und beliebig stapelbar sind. |
Die Erfindung bezieht sich auf ein Reagenzglasgestell mit mehreren Standplätzen für Reagenzgläser, mit einer Bodenplatte, einer Deckplatte und einer dazwischen angeordneten Zentrierplatte, wobei die drei Platten jeweils parallel und voneinander beabstandet angeordnet sind und die Deck- und Zentrierplatte an jedem Standplatz jeweils eine deckungsgleiche Öffnung zur Aufnahme eines Reagenzglases aufweisen, und die Bodenplatte durchgehend ohne Öffnungen an den Standplätzen ausgebildet ist.
Ein solches Reagenzglasgestell ist beispielsweise aus Stahlblech gefertigt, bei dem zwei Seitenteile einstückig mit der Deckplatte verbunden sind. An diesen Seitenteilen sind die Zentrier- und die Bodenplatte durch Punktschweißverbindungen befestigt. Alternativ können die Seitenteile einstückig mit der Bodenplatte ausgebildet oder separate Teile sein.
Durch die Punktschweißung, entstehen an den Seitenteilen jedoch Hohlräume, in denen sich Schmutz oder Flüssigkeiten ansammeln können.
Andere bekannte Reagenzglasgestelle verwenden Stäbe oder andere Verbindungselemente, an denen die Platten befestigt sind, beispielsweise durch Schweißen oder Kleben.
Diese Reagenzglasgestelle dienen in der Laborpraxis sowohl als Vorratsgestell zum Lagern und Transportieren von leeren oder befüllten Reagenzgläsern als auch als Arbeitsgestell zum Durchführen von alltäglichen Laborarbeiten. Dabei besteht das Problem, dass mehrreihige Reagenzglasgestelle weniger gut zum Arbeiten geeignet sind, da die hinteren Reihen nur schwer eingesehen werden können. Gleichzeitig sind die bekannten Reagenzglasgestelle aber auch als Vorratsgestell wenig geeig- net, da sie viel Standfläche benötigen und nur schwer handhabbar sind.
Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Reagenzglasgestell der vorgenannten Art zu schaffen, das vornehmlich zum Bevorraten und Transportieren von Reagenzgläsern geeignet ist und das im Vergleich weniger Standfläche benötigt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Boden-, Deck- und Zentrierplatten durch wenigstens drei Schraubverbinder jeweils miteinander verbunden sind und dass die Schraubverbinder derart ausgebildet sind, dass mehrere Reagenzglasgestelle stapelbar sind und beim Stapeln die Schraubverbinder eines Reagenzglasgestells teilweise in die Schraubverbinder des anderen Reagenzglasgestells eingreifen.
Die Schraubverbinder sind dabei so ausgebildet, dass sie jeweils alle drei Platten miteinander verbinden, so dass ein stabiles und standfestes Gestell gebildet wird. Vorzugsweise sind die Schraubverbinder so ausgebildet, dass keine Hohlräume oder Kanten entstehen, in denen sich Schmutz ansammeln kann.
Entscheidend ist jedoch, dass sich mehrere erfindungsgemäße Reagenzglasgestelle übereinander stapeln lassen, wobei die Schraubverbinder eines Gestells jeweils teilweise in die Schraubverbinder des anderen Gestells eingreifen. Der Vorteil des erfindungsgemäßen Reagenzglasgestells ist dabei, dass sich auch mit Reagenzgläsern bestückte Reagenzglasgestelle stapeln lassen. Dazu sind die Schraubverbinder so dimensioniert, dass die Abstände zwischen zwei gestapelten Reagenzglasgestellen groß genug sind.
Dadurch dass die Schraubverbinder teilweise ineinander eingreifen, wird zumindest ein seitliches Verrutschen der Reagenzglasgestelle verhindert und eine gute Standfestigkeit garantiert.
Durch Stapeln mehrerer Gestelle können somit insgesamt auf der Standfläche eines Gestells ein Vielfaches an Reagenzgläsern gelagert werden. Zum Transportieren eines einzelnen Gestells ist es zweckmäßig, wenn das Reagenzglasgestell seitliche Tragegriffe aufweist, die gegenüberliegend an der Deck- oder Zentrierplatte angeordnet sind . Die Schraubverbinder können auf verschiedene Arten realisiert sein. Eine bevorzugte Ausführung sieht vor, dass die Schraubverbinder eine durchgehende Verbinderstange und einen oberen und einen unteren Verbinderkopf aufweisen. Die Verbinderstange durchsetzt dabei alle drei Platten und wird von oben und unten durch die Verbinderköpfe fixiert. Dazu weist die Verbinderstange bevorzugt zumindest an beiden Enden ein Außengewinde auf, wobei auch eine Gewindestange mit durchgehendem Gewinde einsetzbar ist. Die Verbinderköpfe weisen jeweils Innengewinde auf, mit denen die Verbinderköpfe auf die Verbinderstange aufschraubbar sind.
Vorzugsweise sind zwischen den Platten Abstandshalter angeordnet, die die Platten voneinander beabstandet gehalten werden, . Diese sind zweckmäßigerweise hülsenförmig ausgebildet und koaxial auf den Verbinderstangen angeordnet. Die Abstandshalter können jedoch auch separat vom Schraubverbinder an anderer Stelle angeordnet sein. Um ein verrutschsicheres Stapeln der Reagenzglasgestelle zu ermöglichen, sieht eine bevorzugte Ausführung der Erfindung vor, dass die oberen Verbinderköpfe jeweils einen Fortsatz aufweisen, dass die unteren Verbinderköpfe jeweils eine Aus- nehmung aufweisen und dass beim Stapeln mehrerer Reagenzglasgestelle der Fortsatz in die Ausnehmung eingreift. Ein solcher Fortsatz kann beispielsweise zylinderförmig, eckig oder beliebig geformt sein, wobei die Ausnehmung im Wesentlichen komplementär dazu ausgebildet ist.
Die Verbindung von zwei gestapelten Reagenzglasgestellen kann durch eine zusätzliche Verriegelung gesichert werden. Dazu weisen vorzugsweise wenigstens zwei der Schraubverbinder zusätzlich eine Verriegelung auf. Die so miteinander verbun- denen und verriegelten Reagenzglasgestelle bilden eine Einheit und lassen sich gemeinsam handhaben.
Eine Ausführung der Verriegelung sieht vor, dass der Fortsatz eine Nut oder Kerbe aufweist, dass der untere Verbinderkopf ein federbeaufschlagtes Rastelement aufweist, das in der Ausnehmung angeordnet ist und dass beim Stapeln von Reagenzglasgestellen das Rastelement in die Nut oder Kerbe eingreift.
Die Form des Reagenzglasgestells spielt keine wesentliche Rolle für die Erfindung. Vorzugsweise sind die einzelnen Platten im Wesentlichen rechteckig ausgebildet und sind in jeder Ecke durch einen Schraubverbinder miteinander verbunden. Die Platten können jedoch beispielsweise auch quadratisch, rund oder dreieckig ausgebildet sein, wobei bei letzteren beiden drei Schraubverbinder ausreichen um eine gute Standfestigkeit zu erzielen .
Insbesondere bei der Ausführung des Reagenzglasgestells mit Verriegelung ist es zweckmäßig, wenn ein Deckel mit Tragegriff auf das Reagenzglasgestell aufsetzbar ist, der durch die Verriegelung befestigbar ist. Somit kann ein Reagenzglasgestell oder eine Einheit aus mehreren gestapelten und verriegelten Reagenzglasgestellen bequem an dem Tragegriff des Deckels transportiert werden.
Die Höhe des Reagenzglasgestells ist vorzugsweise so bemessen, dass die Reagenzglasgestelle auch bestückt stapelbar sind. Die Zentrierplatte ist vorzugsweise im Wesentlichen in der Mitte zwischen Deck- und Bodenplatte angeordnet .
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Reagenzglasgestells mit rechteckigen Platten und vier
Schraubverbindern,
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht eines oberen Verbinderkopfes ,
Fig. 3 eine schematische Schnittansicht eines unteren Verbinderkopfes ,
Fig. 4 eine seitliche Ansicht eines alternativen Ausführung eines oberen Verbinderkopfes mit einer zusätzlichen
Verriegelung,
Fig. 5 eine Schnittansicht eines alternativen unteren Verbinderkopfes mit einer Verriegelungsmechanik, Fig. 6 ein Querschnitt durch den Verbinderkopf der Fig. 5 mit eingerastetem oberem Verbinderkopf und sichtb
Verriegelungsmechanik ,
Fig. 7 eine Teilschnittansicht von zwei gestapelten und verriegelten Reagenzglasgestellen mit einem Deckel und
Fig. 8 ein Schrägansicht des Deckels mit Tragegriff der Fig.
7
Die Fig. 1 zeigt ein im Ganzen mit 1 bezeichnetes erfindungsgemäßes Reagenzglasgestell. Das Reagenzglasgestell 1 hat eine Deckplatte 2, eine Bodenplatte 3 und eine im Wesentlichen mittig dazwischen angeordnete Zentrierplatte 4, die jeweils zueinander parallel sind. Die Platten 2, 3, 4 sind im Wesentlichen gleich groß und rechteckig mit abgerundeten Ecken ausgebildet. Die Form der Platten spielt für die Erfindung keine Rolle, so dass auch quadratische, dreieckige, oder runde Platten verwendet werden können.
Im Beispiel hat das Reagenzglasgestell 36 Standplätze 5 für Reagenzgläser 6 mit einem Durchmesser von 20 mm oder 25 mm. Die Standplätze 5 weisen jeweils eine deckungsgleiche, kreisrunde Öffnung 7 in der Deckplatte 2 und der Zentrierplatte 4 auf. Die Bodenplatte 3 hat keine Öffnungen an den Standplätzen 5, so dass eventuell abtropfende Flüssigkeit im Reagenzglasgestell 1 aufgefangen wird.
Ebenso wie die Form der Öffnungen 7 spielt auch die Anzahl der Standplätze 5 keine Rolle für die Erfindung, so dass das Reagenzglasgestell 1 nahezu beliebig Skalierbar ist. Ein Reagenzglasgestell 1 mit der gleichen Standfläche kann bei- spielsweise auch 56 Standplätze 5 für 16 mm Reagenzgläser oder 41 Standplätze 5 bei 18 mm haben.
Die einzelnen Platten 2, 3, 4 sind durch vier Schraubverbinder 8 miteinander verbunden, die jeweils in einer Ecke angeordnet sind. Jeder Schraubverbinder 8 weist einen unteren Verbinderkopf 9, einen oberen Verbinderkopf 10, eine Verbinderstange 11 und zwei hülsenförmige Abstandshalter 12 auf. Die im Wesentlichen zylinderförmigen Verbinderköpfe 9, 10 weisen jeweils ein Innengewinde 13 auf, in die das Außengewinde der Verbindungsstange 11 einschraubbar ist. Die Platten weisen jeweils in ihren Ecken eine Bohrung zum Durchführen der Verbinderstange 11 auf.
Das Reagenzglasgestell 1 ist nun einfach wie folgt aufgebaut. Die unteren Verbinderköpfe 9 dienen als Standfüße für das Reagenzglasgestell 1. In die unteren Verbinderköpfe 9 sind die Verbinderstangen 11 eingeschraubt. Auf den unteren Verbinderköpfen 9 ist die Bodeplatte 3 platziert, wobei die Bohrungen in den Ecken der Bodenplatte 3 jeweils von einer Ver- binderstange 11 durchsetzt ist. Auf die Verbinderstangen 11 sind nun jeweils Abstandshalter 12 koaxial aufgeschoben, die auf der Bodenplatte 3 aufliegen. Auf den Abstandshaltern 12 liegt die Zentrierplatte 4 auf. Weitere Abstandshalter 12 bestimmen den Abstand zwischen Zentrierplatte 4 und Deckplatte 2. Die oberen Verbinderköpfe 10 sind nun oberhalb der Deckplatte 2 auf die Verbinderstangen 11 aufgeschraubt, wodurch alle Bauteile gegeneinander verpresst und fixiert werden. Die Verbinderköpfe 9, 10 weisen am Umfang jeweils zwei gegenüberliegende Abflachungen 14 auf, auf die ein Gabelschlüssel zum Anziehen der Schraubverbinder 8 aufsetzbar ist. Die Verbinderköpfe können jedoch auch andere Mittel zum Anziehen aufweisen.
Anstelle einer durchgehenden Verbinderstange 11 mit Abstands- haltern 12 kann auch eine zweiteilige Verbinderstange verwendet werden, die gleichzeitig als Abstandshalter dient und die über ein zusätzliches Gewindepaar verschraubt wird, wobei die Zentrierplatte 4 in dieser Schraubverbindung eingeklemmt ist. Wie in Fig. 2 und 3 übertrieben dargestellt, weisen die Verbinderköpfe 9, 10 an der Seite, die auf einer Platte aufliegt, eine spitz zulaufende, umlaufende Kante 15 auf, die bündig mit dem Außenumfang ist. Diese Kante 15 wird beim Anziehen der Schraubverbinder 8 in die jeweilige Plattenoberfläche gedrückt und bildet dort eine ringförmige Nut. Aufgrund der plastischen Verformung wird die Verbindung zwischen Verbinderkopf und Platte im Wesentlichen abgedichtet, so dass keine Flüssigkeit und kein Schmutz in den Spalt zwischen Verbinderkopf und Platte eindringen können.
Die Abstandshalter 12 haben analog dazu an ihren Stirnflächen auch solche spitzen Kanten, so dass auch die Verbindungen zwischen den Abstandshaltern und den Platten auf diese Weise abgedichtet werden. Dies ist in den Zeichnungen jedoch nicht gezeigt .
An den Schmalseiten der Deckplatte 2 ist jeweils ein Tragegriff 16 angeordnet, mit der das Reagenzglasgestell 1 problemlos transportiert werden kann. Der Tragegriff 16 ist aus einem U- förmigen Bügel 17 gebildet, der an zwei einteilig mit der Deckplatte 2 ausgebildeten Laschen 18 befestigt ist, beispielsweise durch Schraubverbindungen. Der Tragegriff kann jedoch auch anders ausgebildet sein, beispielsweise vollständig einteilig mit der Deckplatte. Alternativ können die Tragegriffe auch an der Zentrierplatte 4 angeordnet sein. An diesem Tragegriff lässt sich ein einzelnes Gestell 1 problemlos und bequem transportieren.
Die oberen Verbinderköpfe 10 weisen jeweils einen zentralen, zylinderförmigen Fortsatz 19 auf, wie in Fig. 2 deutlicher erkennbar ist. Die unteren Verbinderköpfe 9 weisen jeweils eine dazu komplementär ausgebildete Ausnehmung 20 auf (Fig. 3). Durch diese Ausgestaltung der Schraubverbinder ist es möglich, mehrere erfindungsgemäße Reagenzglasgestelle 1 übereinander zu stapeln .
Werden nun mehrere solche Reagenzglasgestelle 1 aufeinander gestapelt, greifen jeweils die Fortsätze 19 der oberen Verb- inderköpfe 10 des einen Reagenzglasgestells 1 in die Ausnehmungen 20 der unteren Verbinderköpfe 9 des anderen Reagenzglasgestells 1 ein. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen den Reagenzglasgestellen 1 , die zumindest ein seitliches Verrutschen verhindert.
Vorzugsweise sind die Abstände zwischen den einzelnen Platten 2, 3, 4 und die Höhen der Verbinderköpfe 9, 10 so bemessen sein, dass genug Freiraum für Reagenzgläser 6 besteht, so dass auch Bestückte Reagenzglasgestelle 1 stapelbar sind. Dadurch, dass die Reagenzglasgestelle 1 stapelbar sind, können gegenüber dem Stand der Technik auf gleicher Standfläche ein Vielfaches an Reagenzgläsern 6 gelagert oder transportiert werden . Um den Transport noch sicherer zu machen, können die Schraubverbinder 8 zusätzlich eine Verriegelung aufweisen, die eine lösbare feste Verbindung zwischen zwei Reagenzglasgestellen 1 ermöglicht. Diese Schraubverbinder mit Verriegelung haben einen oberen Verbinderkopf 21 gemäß Fig. 4 und einen unteren Verbinderkopf 22 gemäß Fig. 5.
Der obere Verbinderkopf 21 weist im Vergleich zum Verbinderkopf 10 der Fig. 2 einen höheren und schmaleren, im Wesentlichen zylinderförmigen Fortsatz 19 auf, der an seinem freien Ende 23 kegelstumpfförmig zuläuft. Etwa auf halber länge hat der Fortsatz 23 eine umlaufende Nut 24 .
Der untere Schraubverbinder 22 (Fig. 5 ) hat eine Ausnehmung 20 , in die der Fortsatz 1 9 des oberen Schraubverbinders 21 eingreifen kann. Zusätzlich weist der untere Verbinderkopf 22 ein Federelement 25 auf (Fig. 6 ) , das im unteren Drittel quer zur Ausnehmung 20 angeordnet ist. Das Federelement 25 hat im Beispiel etwa die Form eines Fragezeichens, wobei auch ein gerades oder anders geformtes Federelement 25 zweckmäßig wäre. Das Federelement 25 ist mit einer tangential im Verbinderkopf 22 beweglich geführten Schubstange 26 verbunden, über die das Federelement 25 gespannt werden kann. In entspanntem Zustand ragt das Federelement 25 teilweise in die Ausnehmung 20 hinein, in gespanntem Zustand ist die Ausnehmung 20 frei. Das Federelement 25 kann auch durch ein anderes Aktorelement bedient werden.
Beim Aufsetzen des unteren Verbinderkopfes 22 auf einen oberen Verbinderkopf 21 gemäß Fig. 4 wird das Federelement 25 zunächst durch den kegelstumpfförmigen Fortsatz 23 gespannt, so dass die Ausnehmung 20 frei ist und der Fortsatz 1 9 vollständig eingeführt werden kann. Sobald die umlaufende Nut 24 auf die Höhe des Federelements 25 gelangt entspannt sich das Federelement 25 und greift zumindest teilweise in die Nut 24 ein. Der Fortsatz 1 9 ist damit in der Ausnehmung 20 fixiert. Zum Lösen dieser Rastverbindung muss das Federelement 25 durch Drücken der Schubstange 26 gespannt werden, bis die Ausnehmung 20 frei ist und solange gehalten werden, bis der Fortsatz 1 9 aus der Ausnehmung 20 entfernt ist.
Generell sind auch andere bekannten Formen der Verriegelung denkbar, wobei die hier gezeigte Ausführung nur beispielhaften Charakter hat und in keiner Weise limitierend ist.
Die Fig. 7 zeigt zwei aufeinander gestapelte erfindungsgemäße Reagenzglasgestelle 1. Im Beispiel weist jedes Reagenzglasgestell an zwei diagonal gegenüberliegenden Ecken Verbinderköpfe mit Verriegelung 21, 22 auf, während die beiden anderen Ecken Verbinderköpfe ohne Verriegelung 9, 10 aufweisen. Selbstverständlich können auch alle Schraubverbinder Verriegelungen aufweisen, jedoch wird dadurch das Lösen der Verriegelung erschwert, da alle vier Schubstangen 26 im Wesentlichen gleichzeitig bedient werden müssen. Ebenso sind im Beispiel nur an einem Schraubverbinder 8 Abstandshalter 12 gezeigt und die darin verborgene Verbinderstange 11 ist strichliniert angedeutet. Die anderen Schraubverbinder 8 weisen jedoch die gleichen Merkmale auf.
Das Reagenzglasgestell 1 weist zusätzlich einen Deckel 27 auf. Der Deckel 27 hat an zwei diagonal gegenüberliegenden Ecken jeweils einen unteren Verbinderkopf mit Verriegelung 22. Der Deckel 27 ist damit fest mit einem Reagenzglasgestell 1 verbindbar, das obere Verbinderköpfe mit Verriegelung 21 aufweist. Die beiden anderen Ecken weisen lediglich Stützen 30 auf, die die gleiche Höhe wie ' die Verbinderköpfe 22 haben und somit auf den Verbinderköpfen 21 eines Reagenzglasgestells 1 aufliegen .
Der Deckel 27 hat eine durchgehende Deckelplatte 28, die das Reagenzglasgestell 1 vollständig abdeckt und ein Herausfallen von Reagenzgläsern 6 nach oben sowie das Eindringen von Schmutz in die Reagenzgläser 6 verhindert. Der Deckel 27 weist zudem einen U-fÖrmigen Handgriff 29 auf, an dem ein oder mehrere darunter verriegelte Reagenzglasgestelle 1 bequem mit einer Hand getragen werden können. Der Handgriff 29 ist vorzugsweise mit der Deckelplatte 28 verschraubt.
Durch die Verriegelung und den Deckel 27 können auch mehrere, voll bestückte Reagenzglasgestelle gestapelt und sicher transportiert werden. Das erfindungsgemäße Reagenzglasgestell 1 kann zudem Teil eines Systems sein, zu dem Reagenzglasgestelle 1 für verschiedene Reagenzglasdurchmesser gehören. Alle Gestelle 1 des Systems haben dabei die gleiche Standfläche und können beliebig aufeinander gestapelt werden.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausführung können die unteren Verbinderköpfe ohne Verriegelung gemäß 3 eine zusätzliche Ausnehmung aufweisen, in die der Fortsatz des oberen Verbin- derkopfs gemäß Fig. 4 einführbar ist. Gleichzeitig müssen die unteren Verbinderköpfe gemäß Fig. 5 eine zusätzliche Ausnehmung für den Fortsatz des oberen Verbinderkopfs gemäß Fig. 2 aufweisen. Dadurch können Reagenzglasgestelle mit Verriegelung und Reagenzglasgestelle ohne Verriegelung in beliebiger Kombination aufeinander gestapelt werden, wobei dann unter Umständen keine Verriegelung erfolgt.
Zusätzlich kann das Reagenzglasgestell 1 über ein Beschriftungsschild oder dergleichen Beschriftungsmöglichkeit verfügen, so dass das Gestell und/oder auch einzelne Standplätze eindeutig identifizierbar sind. Das Beschriftungsschild kann dabei fest mit dem Gestell verbunden, beispielsweise verschraubt, sein Darüber hinaus können beispielsweise auf Transportwägen oder in PKW vorhandene Regale oder sonstige Transporteinrichtungen zu dem Reagenzglasgestell kompatible Verbinderköpfe mit Verriegelung aufweisen, so dass die Gestelle in dem Regal fest verriegelbar sind. Dadurch ist ein gefahrloser Transport der Gestelle in den Regalen ohne zusätzliche Haltemittel möglich.
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