Pyra, Michael (Von Schaesbergweg 37, Brüggen, 41379, DE)
| 1. | Texturiermaschine zum StreckTexturieren von zumindest einem Faden mit zumindest einem ersten Lieferwerk (4), einer Heizeinrichtung (5), einer Kühleinrichtung (9), einem Texturieraggregat (10) und einem zweiten Lieferwerk (11), wobei im Fadenlauf zwischen der Heizeinrichtung (5) und der Kühleinrichtung (9) eine Benetzungseinrichtung (6) zum Benetzen des laufenden Fadens (2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Benetzungseinrichtung (6) eine drehbare Kühlwalze (7) aufweist, welche am Umfang in einer Fadenlaufspur (24) ein Kühlfluid vorhält, und daß der Faden (2) mit Kontakt zu der Fadenlaufspur (24) am Umfang der Kühlwalze (7) führbar ist. |
| 2. | Texturiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kühlwalzenantrieb (21) zum Antreiben der Kühlwalze (7) vorgesehen ist, wobei die Kühlwalze (7) mit Drehrichtung in Fadenlauf oder mit Drehrichtung entgegen Fadenlauf antreibbar ist. |
| 3. | Texturiermaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlwalzenantrieb durch einen Elektromotor (21) gebildet wird, welcher in Abhängigkeit von der Fadenlaufgeschwindigkeit mit veränderbarer Drehzahl steuerbar ist. |
| 4. | Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenlaufspur (24) durch eine Nut (17) am Umfang der Kühlwalze (7) gebildet ist, welche Nut (17) im Nutgrund das Kühlfluid führt. |
| 5. | Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlfluid der Fadenlaufspur am Umfang der Kühlwalze (7) durch eine Dosiereinrichtung (25) zuführbar ist. |
| 6. | Texturiermaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiereinrichtung (25) durch ein Tauchbad (22) gebildet ist, welche einen Vorrat an Kühlfluid (23) enthält und in welche der Umfang der Kühlwalze (7) teilweise eintaucht. |
| 7. | Texturiermaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiereinrichtung (25) durch zumindest eine Düse (26) gebildet ist, welche im Innern der Kühlwalze (7) oder außerhalb der Kühlwalze (7) angeordnet ist, um das Kühlfluid der Fadenlaufspur zuzuführen. |
| 8. | Texturiermaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung (5), die Kühlwalze (7) und die Kühleinrichtung (9) zu einem im wesentlichen geraden Fadenlauf angeordnet sind. |
| 9. | Texturiermaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung (5), die Kühlwalze (7) und die Kühleinrichtung (9) zu einem abknickenden Fadenlauf angeordnet sind, wobei der Faden (2) zwischen der Heizeinrichtung (5) und der Kühleinrichtung (9) durch die Kühlwalze (7) umgelenkt wird. |
| 10. | Texturiermaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Lieferwerk (4) und die Heizeinrichtung (5) zu einem geraden Fadenlauf angeordnet sind und/oder daß die Kühleinrichtung (9) und das Texturieraggregat (10) zu einem geraden Fadenlauf angeordnet sind. |
| 11. | Texturiermaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlwalze (7) am Umfang mehrere parallel zueinander verlaufende. Fadenlaufspuren (24) aufweist, wobei jeder Fadenlaufspur (24) ein Faden zugeordnet ist. |
| 12. | Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlwalze (7) innerhalb einer Sammelkammer (8) angeordnet ist, welche an einer Absaugeinrichtung angeschlossen ist. |
Eine gattungsgemäße Texturiermaschine ist beispielsweise aus der EP 0 879 907 Al bekannt.
Derartige Texturiermaschinen werden dazu verwendet, um einen oder mehrere Fäden zu texturieren, um aus einem schmelzgesponnenen glatten Faden ein gebauschtes und gekräuseltes Garn herzustellen, was zur Weiterverarbeitung zu einem Strick oder gewebten Werk geeignet ist. Hierzu wird der gesponnene glatte Faden von einer Vorlagespule abgezogen innerhalb einer Texturierzone, die eine Heizeinrichtung, eine Kühleinrichtung und ein Texturieraggregat beinhaltet, texturiert, verstreckt und nach der Texturierung zu einer Spule aufgewickelt wird.
Zur Verbesserung der Kühlwirkung ist zwischen der Heizeinrichtung und der Kühleinrichtung innerhalb der Texturierzone eine Benetzungseinrichtung angeordnet, durch welche eine Kühlfluid auf den Faden aufgebracht wird. Hierzu wird der Faden über eine benetzte Oberfläche mit Kontakt geführt, was innerhalb der Texturierzone eine zusätzliche Fadenreibung bewirkt. Damit wird der Rücklauf eines durch das Texturieraggregat in den Faden eingebrachten Falschdralls in dem Faden beeinflußt. In Abhängigkeit vom Garntyp kann sich dieser Effekt zuvor positiv auswirken, um beispielsweise ein sogenanntes Searching zu verhindern. Jedoch bei Garntypen, die sich durch einen feinen Titer auszeichnen wirkt sich dieser Effekt derart negativ aus, daß der Faden innerhalb der Heizeinrichtung während der thermischen Behandlung unzureichend gedrallt ist.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Texturiermaschine der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß der
Faden zwischen der Heizeinrichtung und der Kühleinrichtung möglichst reibungsarm mit einem Kühlfluid benetzbar ist.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, die Benetzung des Fadens zwischen der Heizeinrichtung und der Kühleinrichtung derart auszubilden, daß in Abhängigkeit von den Fadengeschwindigkeiten und den Garntypen jeweils gewünschte Fadenreibungsverhältnisse einstellbar sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Texturiermaschine mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und die Merkmalskombinationen der Unteransprüche 2 bis 12 genannt.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß bei Kontakt des Fadens an der Benetzungsoberfläche sich eine Fadenreibung einstellt, die von der Relativgeschwindigkeit zwischen dem Faden und der Oberfläche abhängt. Hierzu ist die Benetzungsoberfläche als eine Fadenlaufspur am Umfang einer drehbaren Kühlwalze ausgebildet. In der Fadenlaufspur am Umfang der Kühlwalze wird ein Kühlfluid vorgehalten, das bei Kontakt auf den Faden übertragbar ist. Durch die Drehbewegung der Kühlwalze wirkt einerseits nur eine durch die Relativbewegung zwischen dem Faden und der Fadenlaufspur bestimmte Fadenreibung und andererseits wird eine kontinuierliche gleichmäßige dosierte Benetzung des Fadens erreicht. Der laufende Faden wird ständig mit einer dosiert benetzten Oberfläche der Fadenlaufspur kontaktiert. Die durch die Benetzung des Fadens positiven Effekte wie Auswaschung von Präparationsresten und Vorkühlung des Fadens bleiben erhalten. Die Dosierung des Kühlfluids durch die drehbare Kühlwalze ist vorzugsweise derart bemessen, daß bei Kontakt zwischen dem Faden und dem Kühlfluid ein vollständiges Verdampfen des Kühlfluids eintritt. Damit wird sichergestellt, daß der Faden absolut trocken in die nachgeordnete Kühleinrichtung einläuft, so daß beispielsweise Kühlschienen oder Kühlrohre, an deren Oberfläche der Faden geführt wird, nicht verschmutzen. Es
ist jedoch auch möglich, die Benetzung des Fadens derart zu wählen, daß eine gewisse Restfeuchte im Faden erhalten bleibt. Diese Variante ist insbesondere bei Kühleinrichtungen anwendbar, die mittels einer freien Kühlzone den Faden ohne Kontakt kühlen. Es läßt sich somit ein beliebiger Trocknungsgrad an dem Faden einstellen.
Die besonders vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung gemäß Anspruch 2 und 3 besitzen den Vorteil, daß die Fadenreibung beim Benetzen des Fadens einstellbar ist. Hierzu wird die Kühlwalze durch einen Kühlwalzenantrieb, der vorzugsweise als Elektromotor ausgebildet ist, angetrieben. Die Kühlwalze läßt sich dabei sowohl mit Drehrichtung in Fadenlauf als auch mit Drehrichtung entgegen Fadenlauf antreiben. Um möglichst geringe Fadenreibungen zu erhalten, wird die Kühlwalze mit Drehrichtung in Fadenlauf angetrieben. So läßt sich die Fadenreibung in einem Zustand minimieren, bei welchem der Faden und die Fadenlaufspur der Kühlwalze gleiche Geschwindigkeiten aufweisen. Um bei anderen Garntypen beispielsweise eine höhere Fadenreibung zu erzeugen, läßt sich die Kühlwalze auch mit Drehrichtung entgegen dem Fadenlauf antreiben.
Somit bewegen sich der Faden und die Fadenlaufspur in entgegengesetzte Richtung, was zu einer hohen Fadenreibung bei der Benetzung des Fadens führt.
Durch die Verwendung eines steuerbaren Elektromotors läßt sich unabhängig von der gewickelten Drehrichtung eine Anpassung der Umfangsgeschwindigkeit der Kühlwalze an jede eingestellte Fadenlaufgeschwindigkeit innerhalb der Texturierzone erreichen.
Um bei hohen Fadenlaufgeschwindigkeiten über 1. 000 m/min. eine ausreichend große Menge an Kühlfluid in der Fadenlaufspur vorzuhalten, ist die Fadenlaufspur gemäß einer vorteilhafte Weiterbildung bevorzugt als eine Nut am Umfang der Kühlwalze ausgebildet. Der Faden wird zur Benetzung somit innerhalb der Nut am Umfang der Kühlwalze geführt. Der Querschnitt der Nut ist derart ausgebildet, daß selbst bei größeren Umfangsgeschwindigkeiten der Kühlwalze ein Anhaften des Kühlfluids im Nutgrund gewährleistet bleibt.
Das Kühlfluid wird dabei vorzugsweise durch eine Dosiereinrichtung der Fadenlaufspur am Umfang der Kühlwalze zugeführt. Die Dosiereinrichtung kann dabei als ein Tauchbad ausgebildet sein, welches ein Vorrat an Kühlfluid enthält und in welches der Umfang der Kühlwalze teilweise eintaucht.
Es ist jedoch auch möglich, die Dosiereinrichtung durch eine Düse zu bilden, welche im Innern der Kühlwalze oder außerhalb der Kühlwalze angeordnet ist, um das Kühlfluid der Fadenlaufspur zuzuführen.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, die Heizeinrichtung, die Kühlwalze und die Kühleinrichtung zu einem im wesentlichen geraden Fadenlauf anzuordnen. Damit läßt sich eine Texturierzone bilden, bei welcher zusätzliche Fadenführungen und damit Fadenreibungen vermieden werden.
Derartige reibungsarme Texturierzonen lassen sich jedoch auch vorteilhaft bei einem abknickenden Fadenlauf zwischen der Heizeinrichtung und der Kühleinrichtung dadurch erreichen, daß die Fadenumlenkung durch die Kühlwalze erfolgt. Eine derartige Weiterbildung der Erfindung ist somit besonders geeignet, um einen kompakten Maschinenaufbau zu erreichen. Die Heizeinrichtung und die Kühleinrichtung sind hierzu vorzugsweise V-förmig in einem Maschinengestell gehalten, wobei in der Spitze der V-förmigen Anordnung die Kühlwalze zur Umlenkung des Fadens angeordnet ist.
Um möglichst mehrere parallel laufende Fäden gleichzeitig zu benetzen, ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, die Kühlwalze am Umfang mit mehreren parallel zueinander laufenden Fadenlaufspuren auszufuhren. Dabei läßt sich jeder Fadenlaufspur eine separate Dosiereinrichtung oder eine gemeinsame Dosiereinrichtung zuordnen.
Da die intensive Kühlung des Fadens durch ein Kühlfluid unmittelbar am Ausgang des Heizers mit ein verdampfendes Kühlfluid einhergeht, ist die
Kühlwalze gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung innerhalb einer Sammelkammer angeordnet, so daß die erzeugten Dämpfe durch eine an der Sammelkammer angeschlossene Absaugeinrichtung abführbar sind.
Weitere Vorteile und positive Auswirkungen der Erfindung sind anhand einiger Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Texturiermaschine unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen nachfolgend näher beschrieben.
Es stellen dar : Fig. 1 schematisch eine Bearbeitungsstelle eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Texturiermaschine Fig. 2 schematisch eine Querschnittsansicht der Benetzungseinrichtung der erfindungsgemäßen Texturiermaschine aus Fig. 1 Fig. 3 schematisch eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles einer Benetzungseinrichtung Fig. 4 schematisch ein weiteres Ausfuhrungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Texturiermaschine mit einer Kühlwalze nach Fig. 3 In Fig. 1 ist eine Bearbeitungsstelle eines ersten Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen Texturiermaschine schematisch dargestellt. Auf die Darstellung der Gestellteile eines Maschinengestells zur Fixierung der einzelnen Prozeßaggregate wurde hierbei verzichtet.
In einem Gattergestell 3 ist eine Vorlagespule 1 gehalten. Die Vorlagespule 1 enthält einen Faden 2, der durch ein erstes Lieferwerk 4 von der Vorlagespule 1 abgezogen wird. Dem ersten Lieferwerk 4 ist eine Heizeinrichtung 5, eine Benetzungseinrichtung 6, eine Kühleinrichtung 9, ein Texturieraggregat 10 sowie ein zweites Lieferwerk 11 im Fadenlauf nachgeordnet. Von dem zweiten
Lieferwerk 11 wird der Faden 2 zu einer Aufwickeleinrichtung 12 geführt. In der Aufwickeleinrichtung 12 wird der Faden 2 zu einer Spule 15 gewickelt. Die Aufwickeleinrichtung 12 besteht aus einer Treibwalze 13, einer Changiereinrichtung 14 sowie einen Spulenhalter 16. Hierbei wird die Spule 15 durch die Treibwalze I3 mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit angetrieben.
Innerhalb der zwischen dem ersten Lieferwerk 4 und dem Texturieraggregat 10 ausgebildeten Texturierzone ist die Benetzungseinrichtung 6 zwischen der Heizeinrichtung 5 und der Kühleinrichtung 9 angeordnet. Die Benetzungseinrichtung 6 weist eine drehbar gelagerte Kühlwalze 7 auf, die nachfolgend noch näher beschrieben wird. Die Kühlwalze 7 ist in einer Sammelkammer 8 angeordnet. Die Sammelkammer 8 ist in einer hier nicht dargestellten Absaugeinrichtung angeschlossen.
Bei der in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemäßen Texturiermaschine wird der Faden 2 nach Abzug von der Vorlagespule 1 innerhalb einer Texturierzone verstreckt und gleichzeitig texturiert. Zum Texturieren wird an dem Faden 2 durch ~~das Texturieraggregat 10, das vorzugsweise durch ein Friktionsgeber gebildet ist, ein Falschdrall erzeugt. Der Falschdrall pflanzt sich in dem Faden 2 entgegen der Fadenlaufrichtung innerhalb der Texturierzone zurück, so daß durch die in der Texturierzone angeordnete Heizeinrichtung 6 und nachgeordnete Kühleinrichtung 9 eine Kräuselung des mulitfilen Fadens 2 stattfindet. Die Heizeinrichtung 6 ist vorzugsweise als Hochtemperaturheizer ausgebildet, dessen Heizoberflächen mit einer Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des Fadens beheizt ist. Der Faden 2 wird hierzu im wesentlichen ohne Kontakt durch die Heizeinrichtung 6 geführt. Es ist jedoch auch möglich, die Heizeinrichtung 5 durch einen Kontaktheizer zu bilden. Nach der Wärmebehandlung wird der Faden in die Benetzungseinrichtung 6 geführt. Hierzu tritt der Faden 2 über einen Fadeneinlaß in die Sammelkammer 8 ein und trifft auf die mit einer Umfangsgeschwindigkeit angetriebenen Kühlwalze 7. Am Umfang der Kühlwalze 7 ist in einer Fadenlaufspur ein Kühlfluid vorgehalten, durch welches der erhitzte Faden 2
benetzt wird. Die Menge des Kühlfluids, die auf den Faden 2 aufgegeben wird, ist derart bemessen, daß der Faden nach Verlassen der Sammelkammer 8 keine Kühlfluidrückstände mehr aufweist, da diese innerhalb der Sammelkammer 8 verdampft sind. Der dabei entstehende Dampf wird durch die hier nicht dargestellte Absaugeinrichtung abgeführt.
Nach der Vorkühlung des Fadens 2 erfolgt eine Restkühlung des Fadens 2 innerhalb der Kühleinrichtung 9. Die Kühleinrichtung 9 könnte hierzu als eine Kühlschiene oder als ein Kühlrohr ausgebildet sein, an dessen Oberfläche der Faden mit Kontakt geführt wird. Es ist jedoch auch möglich die Kühleinrichtung durch eine freie Kühlzone zu bilden, in welcher der Faden ohne Kontakt durch eine Fremdluft oder Umgebungsluft gekühlt wird.
Nach Abkühlung durchläuft der Faden 2 das Texturieraggregat 10 und wird durch das zweite Lieferwerk 11 zu der Aufwickeleinrichtung 12 geführt. Das erste Lieferwerk 4 und das zweite Lieferwerk 11 sind mit einer Differenzgeschwindigkeit angetrieben, so daß der Faden 2 gleichzeitig verstreckt wird.
Bei dem in Fig. 1 ausgeführten Ausführungsbeispiel der Texturiermaschine ist das erste Lieferwerk 4, die Heizeinrichtung 5, die Benetzungseinrichtung 6, die Kühleinrichtung 9 und das Texturieraggregat 10 in einer Fadenlaufebene angeordnet. Damit wird ein gerader Fadenlauf innerhalb der Texturierzone erreicht, der keine zusätzlichen Fadenführungselemente benötigt. Um die Fadenreibung beim Benetzen des Fadens auf die erforderlichen Werte einstellen zu können, ist die Kühlwalze 7 über einen Walzenantrieb angetrieben. In Fig. 2 ist ein Beispiel der Kühlwalze 7 schematisch in einer Querschnittsansicht dargestellt.
Die Kühlwalze 7 besitzt einen Walzenmantel 18, der durch eine Nabe 19 mit einem freien Ende einer Motorwelle 20 verbunden. Die Motorwelle 20 wird über einen Elektromotor 21 derart drehbar angetrieben, daß die Kühlwalze 7 in Fadenlaufrichtung rotierend (wie in Fig. 1 dargestellt) angetrieben wird. Am Umfang der Kühlwalze 7 ist eine Fadenlaufspur 24 in Form einer umlaufenden
Nut 17 ausgebildet. Die Nut 17 besitzt einen V-förmigen Querschnitt, wobei die Nutflanken der Nut 17 einen Winkel von vorzugsweise <90° bilden. Der Kühlwalze 7 ist eine Dosiereinrichtung 25 zugeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Dosiereinrichtung 25 durch ein Tauchbad 22 gebildet, das ein Kühlfluid 23 bevorratet. Die Kühlwalze 7 und das Tauchbad 22 sind derart zueinander angeordnet, daß die Kühlwalze segmentförmig in das Kühlfluid 23 innerhalb des Tauchbades 22 eintaucht. Die Eintauchtiefe der Kühlwalze 7 ist derart bemessen, daß der Nutquerschnitt der Nut 17 am Umfang der Kühlwalze 7 innerhalb des Tauchbades 22 vollständig mit dem Kühlfluid 23 gefüllt ist. Auf der zum Tauchbad 22 gegenüberliegenden Seite der Kühlwalze 7 wird der Faden 2 in der Nut 17 am Umfang der Kühlwalze 7 geführt.
Durch die Rotation der Kühlwalze 7 wird eine ständig in der Nut 17 gehaltenen Menge an Kühlfluid 23 aus dem Tauchbad 22 herausgefördert und zu der Kontaktstelle zwischen dem laufenden Faden 2 und der Kühlwalze 7 gefördert.
Das von dem Faden 2 zur Benetzung aus der Nut 17 aufgenommene Kühlfluid 23 wird somit durch Rotation der Kühlwalze 7 ständig erneuert, wobei eine zwischen der Nut 17 und dem Faden 2 entstehende Fadenreibung von der 'Relativgeschwindigkeit zwischen dem Faden 2 und der Nut 17 abhängig ist.
Hierbei kann die Kühlwalze 7 durch den Elektromotor 21 mit einer derartigen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden, daß eine möglichst geringe Fadenreibung an dem Faden 2 wirkt. Damit wird andererseits auch sichergestellt, daß bei Kontakt mit dem erhitzten Faden keine mechanische Schädigungen wie Filamentbrüche an dem Faden auftreten können.
In Fig. 3 ist schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Benetzungseinrichtung mit einer drehbaren Kühlwalze 7 gezeigt. Der Kühlwalze 7 sind am Umfang mehrere parallel verlaufende Fadenlaufspuren 24 ausgebildet.
Gezeigt sind in diesem Ausführungsbeispiel drei nebeneinander verlaufende Fadenlaufspuren 24. Jede der Fadenlaufspuren 24 wird durch einen am Umfang der Kühlwalze 7 befestigten Benetzungsring 27 gebildet. Der Benetzungsring 27 ist aus einem porösen Material gebildet, welches flüssigkeitsdurchlässig ist. Im
Innern der Kühlwalze 7 ist eine Dosiereinrichtung 25 angeordnet, die mehrere Düsen 26 aufweist. Die Düsen 26 sind im Innern den Benetzungsringen 27 im Walzenmantel 18 der Kühlwalze 7 zugeordnet. Zur Benetzung der Benetzungsringe 27 könnten Öffnungen im Walzenmantel 18 ausgebildet sein, so daß ein unmittelbarer Kontakt zwischen den aus den Düsen 26 austretenden Kühlfluid mit den Benetzungsringen 25 stattfindet. In den Fadenlaufspuren 24 am Umfang der Benetzungsringe 27 wird jeweils ein Faden mit Kontakt geführt, so daß eine gleichzeitige Benetzung mehrerer Fäden durch die Kühlwalze ausführbar ist.
Bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel der Benetzungseinrichtung besteht jedoch auch die Möglichkeit, daß die Dosiereinrichtung außerhalb der Kühlwalze angeordnet ist, so daß die Düsen das Kühlfluid von außen auf die Benetzungsringe aufsprühen.
In Fig. 4 ist schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Texturiermaschine dargestellt, bei welchem eine in Fig. 3 gezeigte Benetzungseinrichtung vorgesehen ist.
Die Texturiermaschine weist in Längsrichtung-in der Fig. 4 ist die Zeichnungsebene gleich der Querebene-eine Vielzahl von Bearbeitungsstellen auf, wo in jeder Bearbeitungsstellen je ein Faden geführt, texturiert, verstreckt und aufgewickelt wird. Die Aufwickeleinrichtungen 12 nehmen eine Breite von drei Bearbeitungsstellen ein, somit sind jeweils drei Aufwickeleinrichtungen 12 übereinander angeordnet.
Zur Aufnahme der Prozeßaggregate weist die Texturiermaschine ein Maschinengestell 28 auf. Die Beschreibung der an dem Maschinengestell 28 gehaltenen Prozeßaggregate erfolgt anhand des Fadenlaufs eines von einer Vorlagenspule 1 abgezogenen Faden 2. Wie in Fig. 4 dargestellt sind mehrere Vorlagespulen 1 in einem Gattergestell 3 angeordnet und den jeweiligen Bearbeitungsstellen zugeordnet. In der Bearbeitungsstelle wird der Faden 2 durch
ein erstes Lieferwerk 4 über eine erste Umlenkrolle 29. 1 und eine zweite Umlenkrolle 29.2 von der Vorlagespule 1 abgezogen. In Fadenlaufrichtung hinter dem ersten Lieferwerk 4 befindet sich eine langgestreckte Heizeinrichtung 5, durch welche der Faden 2 läuft, wobei der Faden auf eine bestimmte Temperatur erwärmt wird. In Fadenlaufrichtung hinter der Heizeinrichtung 5 ist ein Kühleinrichtung 9 vorgesehen. Die Heizeinrichtung 5 und die Kühleinrichtung 9 sind in einem abknickenden Fadenverlauf V-förmig zueinander angeordnet und werden an dem Maschinengestell 28 oberhalb eine Bedienganges 5 gehalten. Der Faden 2 überquert den Bediengang 5 somit in einem V-förmigen Fadenlauf.
Zwischen der Heizeinrichtung 5 und der Kühleinrichtung 9 ist die Benetzungseinrichtung 6 angeordnet. Die Benetzungseinrichtung 6 ist entsprechend dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 3 aufgebaut, so daß an diese Stelle Bezug auf die vorhergehende Beschreibung genommen wird. Die Kühlwalze 7 ist am obersten Punkt zwischen der Heizeinrichtung 5 und der Kühleinrichtung 9 angeordnet, so daß der Faden bei Umschlingung der Kühlwalze 7 zusätzliche umgelenkt wird. Entgegen dem vorherigen Ausführungsbeispiel der Texturiermaschine nach Fig. 1 wird hierbei die Kühlwalze 7 durch den Kühlwalzenantrieb 21 mit Drehrichtung entgegen dem Fadenlauf angetrieben. Die Kühlwalze 7 ist innerhalb der Sammelkammer 8 angeordnet, die mit einer Absaugeinrichtung gekoppelt ist, so daß die bei der Benetzung der Fäden anfallender Dampf unmittelbar abgeführt werden kann.
Trotz des geknickten Fadenlaufs innerhalb der Texturierzone wird auch bei diesem Ausführungsbeispiel im wesentlichen keine zusätzlichen Fadenführungselementc benötigt. Die Fadenspannung innerhalb der Texturierzone läßt sich somit vorteilhaft durch den Walzenantrieb 21 der Kühlwalze 7 beeinflussen. So könnte beispielsweise der Walzenantrieb der Kühlwalze 7 mit einer Steuereinrichtung verbunden sein, welche mit einem Fadenspannungssensor gekoppelt ist. Somit könnte neben der Benetzung des Fadens gleichzeitig eine vorbestimmte Fadenspannung innerhalb der Texturierzone durch den Walzenantrieb 21 der Kühlwalze 7 geregelt werden.
In Fadenlaufrichtung unterhalb der Kühleinrichtung 9 ist an dem Maschinengestell 28 das Texturieraggregat 10, ein zweites Lieferwerk 11 und ein drittes Lieferwerk 30 gehalten. Dabei wird der Faden 2 vom Ausgang der Kühleinrichtung 9, die vorzugsweise durch ein Kühlrohr gebildet wird, zu dem Texturieraggregat 10 geführt. Das Texturieraggregat 10, das beispielsweise durch mehrere sich überlappende Friktionsscheiben gebildet sein kann, wird durch einen Texturierantrieb 36 vorzugsweise einen Elektromotor angetrieben.
Unterhalb des zweiten Lieferwerkes 11 ist ein drittes Lieferwerk 30 angeordnet, welches im Faden 2 unmittelbar in einer Set-Heizeinrichtung 31 führt. Die Set- Heizeinrichtung 31 ist hierzu an der Unterseite des Maschinengestells 28 gehalten. Der Faden 2 wird über ein weiteres viertes Lieferwerk 32 aus der Set- Heizeinrichtung 31 geführt und zur Aufwickeleinrichtung 12 gefördert. Das dritte Lieferwerk 30 und das vierte Lieferwerk 32 werden mit ein derartigen Differenzgeschwindigkeit angetrieben, daß eine Schrumpfbehandlung des Fadens 2 innerhalb der Set-Heizeinrichtung 31 möglich ist.
Die Lieferwerke 4,11, 30 und 32 sind in diesem Ausführungsbeispiel in ihrem Aufbau identisch gewählt, so daß am Beispiel des ersten Lieferwerkes 5 diese nachfolgend erläutert sind. Jedes Lieferwerk wird durch eine Galette 34 und eine Überlaufrolle 35 gebildet. Die Galette 34 wird durch einen Galettenantrieb 33 angetrieben. Die Überlaufrolle 35 ist dabei frei drehbar gelagert, so daß der Faden 2 mit mehreren Umschlingungen über die Galette 34 und die Überlaufrolle 35 geführt wird.
Die Aufwickeleinrichtung 12 ist bei diesem Ausfiihrungsbeispiel ebenfalls schematisch durch eine Changiereinrichtung 14, eine Treibwalze 13 und eine Spule 15 gekennzeichnet. Die Spule 15 wird hierzu mittels eines Spulenhalters am Umfang der Treibwalze 13 gehalten.
In den vorhergehenden Ausführungsbeispielen ist die Kühlwalze 7 durch einen Einzelantrieb angetrieben. Da derartige Texturiermaschinen üblicherweise eine Vielzahl von Bearbeitungsstellen nebeneinander aufweisen, ist es auch möglich, eine Kühlwalze mit einer Vielzahl von Fadenlaufspuren durch einen Antrieb anzutreiben, oder mehrere den Bearbeitungsstellen zugeordnete Kühlwalzen durch Gruppenantriebe anzutreiben. Ebenso sind die Aufbauten der dargestellten Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Texturiermaschine beispielhaft. Die Anzahl und Ausbildung der Prozeßaggregate vor der Benetzungseinrichtung und nach der Benetzungseinrichtung sind beliebig und durch gleichartige Baugruppen ersetzbar. Wesentlich hierbei ist die intensive Vorkühlung durch eine Kontaktbenetzung des Fadens in der erfindungsgemäßen Art und Weise.
Bezugszeichenliste 1 Vorlagespule 2 Faden 3 Gattergestell 4 Erstes Lieferwerk 5 Heizeinrichtung 6 Benetzungseinrichtung 7 Kühlwalze 8 Sammelkammer 9 Kühleinrichtung 10 Texturieraggregat 11 Zweites Lieferwerk 12 Aufwickeleinrichtung 13 Treibwalze 14 Changiereinrichtung 15 Spule 16 Spulenhalter 17 Nut 18 Walzenmantel 19 Nabe 20 Motorwelle 21 Elektromotor 22 Tauchbad 23 Kühlfluid 24 Fadenlaufsensor 25 Dosiereinrichtung 26 Düse 27 Benetzungsring 28 Maschinengestell
29.1, 29.2 Umlenkrollen 30 drittes Lieferwerk 31 Set-Heizeinrichtung 32 Viertes Lieferwerk 33 Galettenantrieb 34 Galette 35 Überlaufrolle 36 Texturierantrieb
Next Patent: METHOD FOR PRODUCING SECURITY BELT BANDS
