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Title:
THERMAL INSULATING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/053601
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an insulating element for thermally insulating spaces, comprising a plurality of closed cells, in which a first and a second group of closed cells are formed by first or second recesses (2, 2') in a first or second flat element (1,1') and the first and the second flat elements (1, 1') form first or second connection regions between recesses (2, 2') adjacent to the edges (32, 32') of the openings (3, 3'), to which respectively a flat covering element (14, 14') closing the openings (3, 3') of a plurality of first recesses (2) is bonded on a front side of the flat element (1, 1'). According to the invention, the second recesses (2') are arranged between the first recesses (2) on a rear side of the first flat element (1) and the first recesses (2) are arranged between the second recesses (2') on a rear side of the second flat element (1') such that the space remaining of the first and second recesses (2,2') between the first and the second flat elements (1, 1') amounts to less than 50% of the space enclosed by the first and second recesses (2,2').

Inventors:
ROS, Nico (Niederholzstrasse 88, 4125 Riehen, 4125, CH)
Application Number:
IB2018/056953
Publication Date:
March 21, 2019
Filing Date:
September 12, 2018
Export Citation:
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Assignee:
REP IP AG (Leimatt A, 6317 Oberwil B. Zug, 6317, CH)
International Classes:
E04B1/80; B29C51/08; B32B3/12; B32B3/28; B32B7/04; B32B7/12; B32B15/08; B32B27/08; B32B27/30; B32B27/32; B32B27/36; E04B1/74; E04B1/76; E04C2/32; E04C2/34
Domestic Patent References:
WO2012142639A12012-10-26
WO2011032299A12011-03-24
WO2016085220A12016-06-02
WO2007010868A12007-01-25
Foreign References:
EP0250005A11987-12-23
US2856323A1958-10-14
Attorney, Agent or Firm:
KESCHMANN, Marc (Haffner und Keschmann Patentanwälte GmbH, Schottengasse 3a, 1010 Wien, 1010, AT)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Isolationselement zur thermischen Isolation von Räumen umfassend eine Mehrzahl von geschlossenen Zellen, wobei eine erste Gruppe von geschlossenen Zellen von ersten

Vertiefungen (2) in einem ersten flächigen Element (1) gebildet ist und das erste flächige Element (1) zwischen den Rändern (32) der Öffnungen (3) benachbarter

Vertiefungen (2) erste Verbindungsbereiche (12,13)

ausbildet, mit welchen ein erstes, die Öffnungen (3) einer Vielzahl von ersten Vertiefungen (2) verschließendes flächiges Deckelement (14) an einer Vorderseite des ersten flächigen Elements (1) stoffschlüssig verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Gruppe von

geschlossenen Zellen vorgesehen ist, die von zweiten

Vertiefungen (2' ) in einem zweiten flächigen Element (1') gebildet sind und das zweite flächige Element (1') zwischen den Rändern (32') der Öffnungen (3') benachbarter

Vertiefungen (2' ) zweite Verbindungsbereiche (12', 13') ausbildet, mit welchen ein zweites, die Öffnungen (3') einer Vielzahl von zweiten Vertiefungen (2' )

verschließendes flächiges Deckelement (14') an einer

Vorderseite des zweiten flächigen Elements (1')

stoffschlüssig verbunden ist, wobei die zweiten

Vertiefungen (2') an einer Rückseite des ersten flächigen Elements (1) zwischen den ersten Vertiefungen (2)

angeordnet sind, und die ersten Vertiefungen (2) an einer Rückseite des zweiten flächigen Elements (1') zwischen den zweiten Vertiefungen (2' ) angeordnet sind, sodass das zwischen dem ersten und dem zweiten flächigen Element

(1,1') von ersten und zweiten Vertiefungen (2,2')

freibleibende Volumen weniger als 50%, bevorzugt weniger als 40%, bevorzugt weniger als 30%, bevorzugt weniger als 20%, bevorzugt weniger als 10%, insbesondere weniger als 5%, des Volumens beträgt, das die ersten und zweiten

Vertiefungen (2,2') zusammen einschließen.

2. Isolationselement nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass die zweiten Vertiefungen (2' ) jeweils eine Grundfläche, eine Öffnung (3' ) und die Grundfläche mit dem Rand (32' ) der Öffnung (3' ) verbindende Wände

aufweisen, wobei die zweiten Vertiefungen (2' ) so an einer Rückseite des ersten flächigen Elements (1) angeordnet sind, dass die Grundflächen der zweiten Vertiefungen (2') in den ersten Verbindungsbereichen (12,13) an diesen anliegen .

3. Isolationselement nach Anspruch 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Summe der Grundflächen der zweiten Vertiefungen (2' ) mindestens 70%, bevorzugt mindestens 80%, bevorzugt mindestens 90%, insbesondere mindestens 95%, der Summe der Flächen der ersten Verbindungsbereiche (12,13) entspricht .

4. Isolationselement nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Vertiefungen (2) jeweils eine Grundfläche, eine Öffnung (3) und die Grundfläche mit dem Rand (32) der Öffnung (3) verbindende Wände aufweisen, wobei die ersten Vertiefungen (2) so an einer Rückseite des zweiten flächigen Elements (1') angeordnet sind, dass die Grundflächen der ersten Vertiefungen (2) in den zweiten Verbindungsbereichen (12', 13') an diesen anliegen.

5. Isolationselement nach Anspruch 4, dadurch

gekennzeichnet, dass die Summe der Grundflächen der ersten Vertiefungen (2) mindestens 70%, bevorzugt mindestens 80%, bevorzugt mindestens 90%, insbesondere mindestens 95%, der Summe der Flächen der zweiten Verbindungsbereiche (12', 13') entspricht .

6. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungsbereiche (12,13) von der gesamten, von ersten Vertiefungen (2) freien Fläche des ersten flächigen Elements (1) gebildet sind und/oder dass die zweiten Verbindungsbereiche

(12', 13') von der gesamten, von zweiten Vertiefungen (2' ) freien Fläche des zweiten flächigen Elements (1') gebildet sind .

7. Isolationselement nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände der ersten Vertiefungen (2) und die Wände der zweiten Vertiefungen (2' ) parallel zueinander angeordnet sind oder flächig aneinander liegen.

8. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite flächige Deckelement (14,14') parallel zueinander verlaufen und insbesondere ebenflächig ausgebildet sind.

9. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und/oder zweiten Vertiefungen (2,2') in einem Raster bestehend aus einer Mehrzahl von Reihen und Spalten von Vertiefungen (2,2') angeordnet sind, wobei die Reihen und Spalten quer

zueinander, insbesondere in einem Winkel von 90°,

verlaufen .

10. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (3,3') der ersten und/oder zweiten Vertiefungen (2,2') rechteckig, insbesondere quadratisch ausgebildet sind.

11. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsbereiche

(12, 12' , 13, 13' ) streifenartig ausgebildet sind und ein Gitter aus quer, insbesondere in einem Winkel von 90°, zueinander verlaufenden streifenartigen

Verbindungsbereichen ( 12 , 12 ' , 13 , 13 ' ) vorgesehen ist.

12. Isolationselement nach Anspruch 11, dadurch

gekennzeichnet, dass die Grundfläche der ersten und/oder zweiten Vertiefungen (2,2') kreuzförmig ausgebildet ist und die ersten Vertiefungen (2) so angeordnet sind, dass die kreuzförmige Grundfläche mit ihrem Schnittpunkt am

Schnittpunkt von zwei streifenartigen Verbindungsbereichen (12, 12' , 13, 13' ) aufliegt.

13. Isolationselement nach Anspruch 12, dadurch

gekennzeichnet, dass die Wände der ersten und/oder zweiten Vertiefungen (2,2') von der kreuzförmigen Grundfläche ausgehend schräg jeweils zum nähesten Rand (32,32')

verlaufen.

14. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und die zweiten Vertiefungen (2,2') die gleiche dreidimensionale Gestalt aufweisen .

15. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite einer Mehrzahl von ersten Vertiefungen (2) eine Negativform für wenigstens eine zweite Vertiefung (2') darstellt.

16. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellen mit einem Gas, vorzugsweise einem solchen mit einem Wärmeleitkoeffizienten von < 0,026W/mK, bevorzugt < 0,017W/mK, bevorzugt

< 0,009W/mK, bevorzugt < 0,0055 /mK, wie z.B. Stickstoff oder ein Edelgas, insbesondere Argon, Xenon, Krypton oder Mischungen hiervon, gefüllt sind.

17. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder zweite flächige Element (1,1') sowie ggf. das erste und/oder zweite flächige Deckelement (14,14') von einer Polymerfolie gebildet ist, vorzugsweise aus Polyethylen,

Polyethylenterephthalat , Polystyrol oder PVC, wobei die Folie bevorzugt eine Dicke von 0,01mm bis 1mm aufweist.

18. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder zweite flächige Element (1,1') sowie ggf. das erste und/oder zweite flächige Deckelement (14,14') auf wenigstens einer Seite eine Beschichtung (21) aufweist, bevorzugt eine metallische, insbesondere gasdichte Beschichtung (21), vorzugsweise eine Beschichtung (21) mit einem Emissionsgrad von < 0,5, vorzugsweise < 0,2, besonders bevorzugt < 0,04, wie z.B. eine Beschichtung aus Aluminium.

19. Isolationselement nach Anspruch 18, dadurch

gekennzeichnet, dass die Beschichtung (21) an der

Innenseite der Zellen angeordnet ist.

20. Isolationselement nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (21) eine

Schichtdicke von < 80 nm, vorzugsweise < 50 nm, aufweist.

21. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder zweite flächige Deckelement (14,14') eine Vielzahl von dritten bzw. vierten Vertiefungen aufweist, die zu den ersten bzw. zweiten Vertiefungen (2,2') spiegelbildlich ausgestaltet sind, wobei das erste bzw. zweite flächige Deckelement (14,14') zwischen den Rändern (3,3') der Öffnungen (3) benachbarter dritter bzw. vierter Vertiefungen dritte bzw. vierte Verbindungsbereiche ausbildet und die ersten und dritten bzw. die zweiten und vierten Verbindungsbereiche miteinander stoffschlüssig verbunden sind.

22. Isolationselement nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und/oder zweiten Vertiefungen (2,2') sowie ggf. die dritten und/oder vierten Vertiefungen aus dem jeweiligen flächigen Element (1,1') bzw. aus dem jeweiligen flächigen Deckelement (14,14') durch Tiefziehen erhalten sind.

23. Verfahren zur Herstellung eines Isolationselements nach einem der Ansprüche 1 bis 22, bei welchem ein

flächiges Element (1,1') erwärmt wird, zur Ausbildung von Vertiefungen (2,2') tiefgezogen wird und die Vertiefungen (2,2') zur Ausbildung von geschlossenen Zellen mittels eines flächigen Deckelements (14,14') verschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Element (1,1') über eine erste Rolle (23) geführt wird, welche

Negativformen der Vertiefungen (2,2') aufweist, um die Vertiefungen (2,2') tiefzuziehen, dass das flächige Deckelement (14) über eine zweite Rolle (24) geführt wird, deren Achse parallel zur Drehachse der ersten Rolle verläuft, sodass das tiefgezogene flächige Element (1,1') und das flächige Deckelement (14) im Spalt zwischen der ersten und der zweiten Rollen (23,24) aneinander gedrückt und stoffschlüssig miteinander verbunden werden.

24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die stoffschlüssige Verbindung des tiefgezogenen flächigen Elements (1,1') mit dem flächigen Deckelement (14,14') durch Kleben oder Verschweißen, insbesondere Ultraschallschweißen, erfolgt.

25. Verfahren nach Anspruch 23 oder 24, dadurch

gekennzeichnet, dass dem Spalt zwischen der ersten und der zweiten Rolle (23,24) ein Gas zugeführt wird, welches in die Vertiefungen (2,2') geleitet wird, bevor die

Vertiefungen (2,2') verschlossen werden.

26. Verfahren nach Anspruch 23, 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Deckelement (14,14') erwärmt wird und zur Ausbildung von Vertiefungen (2,2') über die zweite Rolle (24) geführt wird, die Negativformen der Vertiefungen (2,2') aufweist.

27. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Element (1,1') und/oder das flächige Deckelement (14,14') eine Beschichtung (21) aufweist und das flächige Element (1,1') und das flächige Deckelement (14,14') so zur ersten bzw. zweiten Rolle (23,24) zugeführt werden, dass die Beschichtung (21) an der dem anderen Element zugewandten Seite angeordnet ist.

Description:
Thermisches Isolationselement

Die Erfindung betrifft ein Isolationselement zur

thermischen Isolation von Räumen umfassend eine Mehrzahl von geschlossenen Zellen, wobei eine erste Gruppe von geschlossenen Zellen von ersten Vertiefungen in einem ersten flächigen Element gebildet ist und das erste flächige Element zwischen den Rändern der Öffnungen benachbarter Vertiefungen erste Verbindungsbereiche ausbildet, mit welchen ein erstes, die Öffnungen einer Vielzahl von ersten Vertiefungen verschließendes flächiges Deckelement an einer Vorderseite des ersten flächigen Elements stoffschlüssig verbunden ist.

Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur

Herstellung eines solchen Isolationselements.

Im Baugewerbe sind effiziente und günstige

Isolationsmaßnahmen gefragt. Man ist danach bestrebt, mit einer möglichst dünnen Isolationsschicht einen hohen Wärme- und Kälteschutz zu erzeugen und das zu möglichst tiefen Kosten. Das Ziel jeder Isolation ist, die drei Mechanismen der Wärmeübertragungen, nämlich Konduktion, Konvektion und Strahlung zu minimieren. Herkömmliche Isolationen verwenden dazu ein Kernmaterial, das Wärme schlecht leitet.

Zusätzlich wird versucht mit geeigneten Beschichtungen des Kernmaterials den Wärmeeintrag durch Strahlung zu

minimieren. Als Kernmaterial mit tiefem

Wärmeleitkoeffizienten werden Schäume auf der Basis von Polystyrol oder Polyurethan eingesetzt. Diese Dämmstoffe erreichen Wärmeleitkoeffizienten von bis zu 22mW/mK und sind im Vergleich zu Hochleistungsdämmstoffen (< 20mW/mK) günstig. Weiters lassen sich Dämmstoffe aus Polyurethan gut bearbeiten und einfach einsetzen. Jedoch können sie weder aus Recyclingmaterialen hergestellt werden noch können diese aufgrund der zum Einsatz kommenden Duroplaste recycelt werden. Im Vergleich zu anderen Isolationen nehmen Dämmstoffe aus geschäumtem Polystyrol oder Polyurethan außerdem wesentlich mehr Platz ein, was zum Teil ein

Ausschlusskriterium darstellt.

Daneben gibt es verschiedene Hochleistungsisolationen, die versuchen, den Wärmeleitkoeffizienten zu minimieren, um Platz zu sparen. Dazu gehören z.B. Vakuumpaneele und

Aerogels. Die Vorteile solcher Isolationen liegen in den tiefen Wärmeleitkoeffizient von bis zu 5mW/mK. Vakuum- Paneele bieten einen sehr guten Schutz gegen Wärmeleitung, der große Nachteil solcher Isolationen sind allerdings die hohen Kosten und die schlechte Bearbeitbarkeit .

Vakuumpaneele weisen durch die hochdichten Folien an den Stößen außerdem Schwachstellen auf, die den Gesamtwert der Isolationswirkung verschlechtern. Ein weiteres Problem ist ihre Lebensdauer. Ebenso besteht bei Vakuumpaneelen das Risiko, dass durch einen kleinen Schnitt das Vakuum in einem ganzen Paneel verloren geht. Dadurch verschlechtert sich der Dämmwert sofort um ein Vielfaches. Nebst den

Nachteilen in der Verarbeitung und des Beschädigungsrisikos sind Vakuumpaneele verhältnismäßig teuer.

Aerogels sind im Vergleich zu Vakuumpaneelen um einiges besser verarbeitbar. Jedoch ist der Dämmwert mit ca.

17mW/mK wesentlich schlechter als jener von Vakuumpaneelen. Neben dem schlechteren Dämmwert liegt der Hauptnachteil von Aerogels in den sehr hohen Produktionskosten. Paneelartige Isolationselemente mit einer Vielzahl von geschlossenen Zellen in Form eines Wabenstrukturelements sind aus der WO 2011/032299 AI und der WO 2012/142639 AI bekannt geworden. Vorteilhaft ist hierbei, dass das

Wabenstrukturelement kostengünstig aus Polymerfolien hergestellt werden kann, wobei Vertiefungen in den

Polymerfolien durch Tiefziehen erhalten und die

Vertiefungen durch Aufbringen einer weiteren Polymerfolie geschlossen werden können. Die von den geschlossenen

Vertiefungen gebildeten Zellen können mit einem Gas gefüllt werden, das einen geringen Wärmeleitkoeffizienten aufweist. Weiters kann die Wärmeübertragung durch Aufbringen einer reflektierenden Metallschicht mit geringem Emissionsgrad reduziert werden. Das genannte Isolationselement bietet zwar vertretbare Isolationseigenschaften, jedoch ist der Ausnutzungsgrad bezüglich der Gasfüllung der Zellen

aufgrund der Formgebung gering, sodass nur ein Teil des Volumens des Isolationselements mit einem Gas gefüllt werden kann, das einen geringen Wärmeleitkoeffizienten aufweist. Zudem ist eine beidseitige Metall-Beschichtung notwendig.

Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, ein

Isolationselement mit einer Vielzahl von geschlossenen Zellen dahingehend zu verbessern, dass die

Isolationseigenschaften verbessert und die Herstellung vereinfacht und kostengünstig gestaltet werden kann, wobei eine Herstellung aus recycelten Materialen gelingen soll. Weiters sollen möglichst alle drei Mechanismen der

Wärmeübertragung berücksichtigt werden und somit die

Wärmeübertragung durch Konduktion, Konvektion und Strahlung verringert werden. Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einem Isolationselement der eingangs genannten Art im

Wesentlichen vor, dass eine zweite Gruppe von geschlossenen Zellen vorgesehen ist, die von zweiten Vertiefungen in einem zweiten flächigen Element gebildet sind und das zweite flächige Element zwischen den Rändern der Öffnungen benachbarter Vertiefungen zweite Verbindungsbereiche ausbildet, mit welchen ein zweites, die Öffnungen einer Vielzahl von zweiten Vertiefungen verschließendes flächiges Deckelement an einer Vorderseite des zweiten flächigen Elements stoffschlüssig verbunden ist, wobei die zweiten Vertiefungen an einer Rückseite des ersten flächigen

Elements zwischen den ersten Vertiefungen angeordnet sind, und die ersten Vertiefungen an einer Rückseite des zweiten flächigen Elements zwischen den zweiten Vertiefungen angeordnet sind, sodass das zwischen dem ersten und dem zweiten flächigen Element von ersten und zweiten

Vertiefungen freibleibende Volumen weniger als 50%,

bevorzugt weniger als 40%, bevorzugt weniger als 30%, bevorzugt weniger als 20%, bevorzugt weniger als 10%, insbesondere weniger als 5%, des Volumens beträgt, das die ersten und zweiten Vertiefungen zusammen einschließen.

Es sind somit zumindest eine erste und eine zweite Gruppe von Zellen vorgesehen, die von Vertiefungen in einem ersten bzw. zweiten flächigen Element gebildet sind, sodass die Herstellung in einfacher und kostengünstiger Weise

ausgehend von einem flächigen, insbesondere planaren bzw. ebenflächigen Element, wie z.B. einer Folie erfolgen kann. Jede geschlossene Zelle wird hierbei durch eine

entsprechende Vertiefung gebildet, die von dem flächigen Deckelement verschlossen ist. Zur Herstellung einer

geschlossenen Zelle bedarf es somit lediglich einer Vertiefung in dem ersten bzw. zweiten flächigen Element und eines zugehörigen flächigen Deckelements, mit welchem die Vertiefung verschlossen ist. Da die Zellen der ersten

Gruppe und die Zellen der zweiten Gruppe unabhängig

voneinander gebildet sind, können die Zellen der ersten Gruppe und die Zellen der zweiten Gruppe gesondert

voneinander hergestellt werden, was insbesondere den

Vorteil mit sich bringt, dass eine allfällige Befüllung der Zellen mit einem Gas im Zuge der gesonderten Herstellung wesentlich einfacher zu bewerkstelligen ist.

Der Zusammenbau des die erste Gruppe von Zellen und des die zweite Gruppe von Zellen enthaltenden Elements erfolgt konstruktionsbedingt in einem gesonderten Schritt, d.h. nach der Herstellung der geschlossenen Zellen, wobei die gegenseitige Anordnung der ersten und zweiten Vertiefungen hierbei derart erfolgt, dass die flächigen Elemente mit ihrer Rückseite zueinander weisen, sodass die ersten

Vertiefungen zwischen den zweiten Vertiefungen und

umgekehrt angeordnet sind. Als Rückseite wird hierbei jene Seite des ersten bzw. zweiten flächigen Elements

bezeichnet, welche der Vorderseite gegenüberliegt. Die Vorderseite ist diejenige Seite des flächigen Elements, auf der die ursprünglich offenen Vertiefungen mit Hilfe des flächigen Deckelements verschlossen sind. Die Rückseite ist diejenige Seite des flächigen Elements, auf der die

Vertiefungen aus der Ebene des flächigen Elements

hervorstehen.

Die Formgebung der ersten und zweiten Vertiefungen ist hierbei so gestaltet, dass die geschlossenen Zellen der ersten Gruppe und die geschlossenen Zellen der zweiten Gruppe einen möglichst großen Anteil des zwischen den flächigen Elementen vorhandenen Volumens einnehmen bzw. ein möglichst geringer Anteil dieses Volumens freibleibt. Wenn das erste und das zweite flächige Element parallel

zueinander angeordnet sind, kann das zwischen den flächigen Elementen vorhandene Volumen durch Multiplikation der

Flächenerstreckung des ersten bzw. zweiten flächigen

Elements (wenn diese Flächen einander nicht exakt

überdecken, wird lediglich die überlappende Fläche

herangezogen) mit dem Normalabstand zwischen dem ersten und dem zweiten flächigen Element erhalten werden.

Insbesondere ist hierbei vorgesehen, dass das zwischen dem ersten und dem zweiten flächigen Element von ersten und zweiten Vertiefungen freibleibende Volumen weniger als 50%, bevorzugt weniger als 40%, bevorzugt weniger als 30%, bevorzugt weniger als 20%, bevorzugt weniger als 10%, insbesondere weniger als 5%, des Volumens beträgt, das die ersten und zweiten Vertiefungen zusammen einschließen .. Dies hat den Effekt, dass der Anteil des mit einem einen

geringen Wärmeleitkoeffizienten aufweisenden Gas

befüllbaren Volumens maximiert wird, sodass die

Isolationswirkung optimiert werden kann. Bei der Ausbildung mit wabenförmigen Zellen gemäß der WO 2011/032299 AI und der WO 2012/142639 AI hingegen ist wenigstens 1/3 des

Gesamtvolumens von Zellen eingenommen, die nicht

vorfabriziert und daher nur schwer mit einem Gas befüllbar sind .

Die Produktion des erfindungsgemäßen Isolationselements kann besonders kostengünstig erfolgen, wenn, wie dies einer bevorzugten Ausbildung entspricht, das erste und/oder zweite flächige Element sowie ggf. das erste und/oder zweite flächige Deckelement von einer Polymerfolie gebildet ist, vorzugsweise aus Polyethylen, Polyethylenterephthalat , Polystyrol oder PVC, wobei die Folie bevorzugt eine Dicke von 0,01mm bis 1mm aufweist. Geeignete Polymerfolien sind günstig erhältlich und können auch aus Recyclingmaterial gewonnen werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass die ersten und/oder zweiten Vertiefungen aus dem ersten

flächigen Element bzw. aus dem ersten flächigen Deckelement durch Tiefziehen erhalten sind.

Im Hinblick auf die Ausgestaltung der Vertiefungen kann vorgesehen sein, dass die zweiten Vertiefungen jeweils eine Grundfläche, eine Öffnung und die Grundfläche mit dem Rand der Öffnung verbindende Wände aufweisen, wobei die zweiten Vertiefungen so an einer Rückseite des ersten flächigen Elements angeordnet sind, dass die Grundflächen der zweiten Vertiefungen in den ersten Verbindungsbereichen an diesen anliegen. Im anliegenden Bereich kann eine Stoffschlüssige Verbindung z.B. mittels Kleben oder Schweißen, insbesondere Ultraschallschweißen, erfolgen.

Eine Optimierung der Isolationswirkung kann hierbei dadurch erreicht werden, dass der Anteil des ersten flächigen

Elements in den ersten Verbindungsbereichen, der nicht an eine geschlossene Zelle angrenzt minimiert wird. Zu diesem Zweck ist bevorzugt vorgesehen, dass die Summe der

Grundflächen der zweiten Vertiefungen mindestens 70%, bevorzugt mindestens 80%, bevorzugt mindestens 90%,

insbesondere mindestens 95%, der Summe der Flächen der ersten Verbindungsbereiche entspricht. In Bezug auf die ersten Vertiefungen ist bevorzugt

vorgesehen, dass diese jeweils eine Grundfläche, eine Öffnung und die Grundfläche mit dem Rand der Öffnung verbindende Wände aufweisen, wobei die ersten Vertiefungen so an einer Rückseite des zweiten flächigen Elements angeordnet sind, dass die Grundflächen der ersten

Vertiefungen in den zweiten Verbindungsbereichen an diesen anliegen. Im anliegenden Bereich kann eine stoffschlüssige Verbindung zwischen, z.B. mittels Kleben oder Schweißen, insbesondere Ultraschallschweißen, erfolgen.

Die Summe der Grundflächen der ersten Vertiefungen

entspricht vorzugsweise mindestens 70%, bevorzugt

mindestens 80%, bevorzugt mindestens 90%, insbesondere mindestens 95%, der Summe der Flächen der zweiten

Verbindungsbereiche .

Gemäß einer bevorzugten Ausbildung ist unter den ersten Verbindungsbereichen die gesamte, von ersten Vertiefungen freie Fläche des ersten flächigen Elements zu verstehen und unter den zweiten Verbindungsbereichen ist die gesamte, von zweiten Vertiefungen freie Fläche des zweiten flächigen Elements zu verstehen.

Um den von geschlossenen Zellen freien Anteil des Volumens zu minimieren, ist bevorzugt vorgesehen, dass die Wände der ersten Vertiefungen und die Wände der zweiten Vertiefungen parallel zueinander angeordnet sind oder flächig aneinander liegen .

Das erfindungsgemäße Isolationselement ist bevorzugt als selbsttragendes, steifes Paneel ausgebildet, das z.B. für Bauzwecke zur Begrenzung von Räumen eingesetzt werden kann. Eine quaderartige Formgebung des Isolationselements wird hierbei bevorzugt dadurch erreicht, dass das erste und das zweite flächige Deckelement parallel zueinander verlaufen und insbesondere ebenflächig ausgebildet sind. In diesem Fall verlaufen die Grundfläche der ersten und/oder zweiten Vertiefungen vorzugsweise parallel zu der Ebene des zugehörigen flächigen Elements.

Eine besonders vorteilhafte Anordnung der Vertiefungen ergibt sich, wenn die ersten und/oder zweiten Vertiefungen in einem Raster bestehend aus einer Mehrzahl von Reihen und Spalten von Vertiefungen angeordnet sind, wobei die Reihen und Spalten quer zueinander, insbesondere in einem Winkel von 90°, verlaufen. Eine platzsparende Anordnung ergibt sich dabei bevorzugt dadurch, dass die Öffnungen der ersten und/oder zweiten Vertiefungen rechteckig, insbesondere quadratisch ausgebildet sind.

Im Falle der erwähnten Anordnung der Vertiefungen in einem Raster ergeben sich in vorteilhafter Weise zwischen den Vertiefungen streifenartige Verbindungsbereiche,

insbesondere ein Gitter aus quer, insbesondere in einem Winkel von 90°, zueinander verlaufen streifenartigen

Verbindungsbereichen .

Der gitterartigen Geometrie der Verbindungsbereiche folgend sieht eine optimierte Formgebung der Vertiefungen vor, dass die Grundfläche der ersten und/oder zweiten Vertiefungen kreuzförmig ausgebildet ist und die ersten Vertiefungen so angeordnet sind, dass die kreuzförmige Grundfläche mit ihrem Schnittpunkt am Schnittpunkt von zwei streifenartigen Verbindungsbereichen aufliegt. Dies ermöglicht eine Ausbildung, bei der die ersten und die zweiten Vertiefungen die gleiche dreidimensionale Gestalt aufweisen, wodurch die Herstellung besonders vereinfacht wird .

Eine vorteilhafte Ausführung sieht hierbei vor, dass die Rückseite einer Mehrzahl von ersten Vertiefungen eine

Negativform für wenigstens eine zweite Vertiefung

darstellt. Dadurch passen die zweiten Vertiefungen exakt zwischen die ersten Vertiefungen und es verbleibt

allenfalls ein sehr kleiner Anteil des Gesamtvolumens, der von geschlossenen Zellen frei ist.

In vorteilhafter Weise, insbesondere im Hinblick auf eine Maximierung des Weges, den die eingebrachte Wärmeenergie durch Wärmeleitung zurücklegen muss, verlaufen die Wände der ersten und/oder zweiten Vertiefungen von der

kreuzförmigen Grundfläche ausgehend schräg jeweils zum nähesten Rand.

Die Wärmeleitung kann wie bereits erwähnt auch dadurch minimiert werden, dass die Zellen mit einem Gas,

vorzugsweise einem solchen mit einem Wärmeleitkoeffizienten von < 0,026W/mK, bevorzugt < 0,017W/mK, bevorzugt

< 0,009W/mK, bevorzugt < 0,0055W/mK, wie z.B. C0 2 ,

Stickstoff oder ein Edelgas, insbesondere Argon, Xenon, Krypton oder Mischungen hiervon, gefüllt sind.

Wenn nun, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung entspricht, das Gas in den bzw. den Zellen unter unteratmosphärischem Druck, insbesondere unter einem Druck von 100 - 700 mbar steht, können durch die Herabsetzung des Gasdrucks die Kosten der Edelgasfüllung auf einen Bruchteil reduziert werden, so dass ein Isolationsmaterial mit

Edelgasfüllung im Bauwesen oder für andere Zwecke bezahlbar wird. In einem Druckbereich, in dem jede Vakuumisolation ihre Wirksamkeit verliert, bleibt hingegen die Wirksamkeit der Edelgasisolation mit Unterdruck erhalten, so dass diese trotz einströmender Luft eine wesentlich längere

Lebensdauer aufweist.

Bevorzugt ist hierbei vorgesehen, dass die Zellen im

Wesentlichen gasdicht ausgebildet sind.

Die Wärmedämmung kann bevorzugt auch dadurch verbessert werden, dass die Zellen mit einem Latentwärmespeicher gefüllt sind. Ein Latentwärmespeicher ist eine Einrichtung, die thermische Energie verborgen, verlustarm, mit vielen Wiederholzyklen und über lange Zeit speichern kann. Man nutzt dazu sogenannte phase change materials (PCM,

„Phasenwechselmaterialien" ) , deren latente Schmelzwärme, Lösungswärme oder Absorptionswärme wesentlich größer ist als die Wärme, die sie aufgrund ihrer normalen spezifischen Wärmekapazität (ohne den Phasenumwandlungseffekt) speichern können. Latentwärmespeicher funktionieren durch die

Ausnutzung der Enthalpie reversibler thermodynamischer Zustandsänderungen eines Speichermediums, wie z.B. des Phasenübergangs fest-flüssig. Die Ausnutzung des

Phasenübergangs fest-flüssig ist dabei das am häufigsten genutzte Prinzip.

Um die Wärmeübertragung durch Wärmestrahlung zu minimieren, ist bevorzugt vorgesehen, dass das erste und/oder zweite flächige Element sowie ggf. das erste und/oder zweite flächige Deckelement auf wenigstens einer Seite eine

Beschichtung aufweist, bevorzugt eine metallische, insbesondere gasdichte Beschichtung, vorzugsweise eine Beschichtung mit einem Emissionsgrad von < 0,5,

vorzugsweise < 0,2, besonders bevorzugt < 0,04, wie z.B. eine Beschichtung aus Aluminium.

Hierbei ist es ausreichend, wenn die Beschichtung an der Innenseite der Zellen angeordnet ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausbildung weist die Beschichtung eine Schichtdicke von < 80 nm, vorzugsweise < 50 nm, auf. Auf Grund der geringen Schichtdicke gelingt es, den Vorteil der geringen Wärmeleitfähigkeit z.B. von Polymeren des flächigen Elements mit gasdichten Metallschichten im

Nanometerbereich so zu verbinden, dass das

Isolationsmaterial Wärmestrahlen erheblich reflektiert und bevorzugt zugleich gasdicht verschlossen wird, die

Metallschicht aber so beschaffen ist, dass ihre

Wärmeleitung auf ein Minimum reduziert wird. Metallische Beschichtungen sind bei Isolationselementen wegen ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit problematisch, sodass die Gefahr besteht, dass die Vorteile der geringen Wärmeleitfähigkeit des Trägerelements durch die hohe Wärmeleitfähigkeit der metallischen Beschichtung zumindest teilweise zunichte gemacht werden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung gelingt es, den Emissionsgrad der Wärmestrahlung (von vorzugsweise < 0.1) erheblich zu reduzieren, die Gasdichte zu optimieren und zugleich die Wärmeleitung durch die metallische Beschichtung auf Grund der überaus geringen Schichtdicke von < 80nm, insbesondere < 50 nm, zu

minimieren. Weiters bewirkt die Morphologie insbesondere in der Übergangszone zwischen Polymerträger und

Metallbeschichtung, dass der Wärmeübergang zwischen der Metallbeschichtung und dem Trägerelement erschwert wird. Eine bevorzugte Weiterbildung sieht vor, dass die Beschichtung aus Silber besteht. Silber weist zwar eine außerordentlich hohe Wärmeleitfähigkeit (429 Wm _1 K _1 ) auf, sodass eine möglichst geringe Schichtdicke von bevorzugt unter 50 nm besonders wichtig ist, zeichnet sich aber durch eine hohe Oxidationsbeständigkeit , eine hohe Gasdichte und antibakteriellen Eigenschaften aus.

Besonders bevorzugt ist es,. wenn die Beschichtung durch Sputterdeposition aufgetragen ist. Besonders bei Silber wird hierbei eine hohe Sputterausbeute beobachtet. Das Sputtern ist im Rahmen der Erfindung besonders vorteilhaft, da es eine hohe Schichtqualität bereits bei sehr dünnen Schichten ermöglicht und eine Grenzschichtbildung auf

Polymeren erlaubt. Das Sputtern (Kathodenzerstäubung) ist ein physikalischer Vorgang, bei dem Atome aus einem

Festkörper (Target) durch Beschuss mit energiereichen Ionen (vorwiegend Edelgasionen) herausgelöst werden und in die Gasphase übergehen. Bei der Sputterdeposition wird in die Nähe des Targets ein Substrat gebracht, so dass die

herausgeschlagenen Atome auf diesem kondensieren und eine Schicht bilden können. Die Sputterdeposition ist somit eine zur Gruppe der PVD-Verfahren gehörende hochvakuumbasierte Beschichtungstechnik, die dem Fachmann bekannt ist und hier daher nicht näher erläutert zu werden braucht.

Das erste und zweite flächige Deckelement, das vorzugsweise jeweils von einer Polymerfolie gebildet ist, kann wie bereits erwähnt ebenflächig und unstrukturiert ausgebildet sein oder aber auch eine Struktur aufweisen. Insbesondere kann das erste und/oder das zweite flächige Deckelement Vertiefungen aufweisen, die gemeinsam mit den Vertiefungen des flächigen Elements, mit dem das flächige Deckelement verbunden ist, geschlossene Zellen begrenzen. Eine

bevorzugte Ausbildung sieht hierbei vor, dass das erste und/oder zweite flächige Deckelement eine Vielzahl von dritten bzw. vierten Vertiefungen aufweist, die zu den ersten bzw. zweiten Vertiefungen spiegelbildlich

ausgestaltet sind, wobei das erste bzw. zweite flächige Deckelement zwischen den Rändern der Öffnungen benachbarter dritter bzw. vierter Vertiefungen dritte bzw. vierte

Verbindungsbereiche ausbildet und die ersten und dritten bzw. die zweiten und vierten Verbindungsbereiche

miteinander stoffschlüssig verbunden sind.

Die erfindungsgemäße Struktur aus erstem flächigen Element und zweitem flächigen Element mit zugehörigen flächigen Deckelementen bildet eine Schicht des Isolationselements aus. Das Isolationselement kann aus dieser einen Schicht als einziger Schicht bestehen oder das Isolationselement kann aus zwei oder mehreren solcher aufeinander

angeordneter Schichten zusammengesetzt sein, sodass man in einfacher Weise verschiedene Dicken realisieren kann.

Das erfindungsgemäße Isolationselement ist mit Vorteil als Paneel ausgebildet, wobei mehrere Paneele zu einem

Isolationsbehälter zusammengesetzt werden können, wenn, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung entspricht, die

Isolationselemente selbsttragend sind. Die Paneele können aber auch zur Innenauskleidung oder zur Äußenverkleidung von bestehenden Behältern verwendet werden. Bevorzugt weisen die Paneele an ihren Rändern Verbindungselemente auf, sodass benachbarte Paneele in einfacher Weise

miteinander verbunden werden können. Hierbei kann es sich beispielsweise um formschlüssige Verbindungselemente handeln, wie z.B. eine Profilierung zur Herstellung einer Nut-Feder Verbindung.

Grundsätzlich eignen sich die erfindungsgemäßen

Isolationselemente sowohl zur Isolierung einer kalten Innenatmosphäre von einer warmen Umgebung als auch zur Isolierung einer warmen Innenatmosphäre von einer kalten Umgebung .

Die Erfindung betrifft weiters ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung eines Isolationselements, bei welchem ein flächiges Element erwärmt wird, zur Ausbildung von

Vertiefungen tiefgezogen wird und die Vertiefungen zur Ausbildung von geschlossenen Zellen mittels eines flächigen Deckelements verschlossen werden, wobei das flächige

Element über eine erste Rolle geführt wird, welche

Negativformen der Vertiefungen aufweist, um die

Vertiefungen tiefzuziehen, und das flächige Deckelement über eine zweite Rolle geführt wird, deren Achse parallel zur Drehachse der ersten Rolle verläuft, sodass das

tiefgezogene flächige Element und das flächige Deckelement im Spalt zwischen der ersten und der zweiten Rollen

aneinander gedrückt und Stoffschlüssig miteinander

verbunden werden. Zwei solcherart erhaltene Elemente werden ineinandergefügt, um das erfindungsgemäße Isolationselement zu erhalten.

Eine bevorzugte Verfahrensführung sieht vor, dass die stoffschlüssige Verbindung des tiefgezogenen flächigen Elements mit dem flächigen Deckelement durch Kleben oder Verschweißen, insbesondere Ultraschallschweißen, erfolgt. Eine weitere bevorzugte Verfahrensführung sieht vor, dass dem Spalt zwischen der ersten und der zweiten Rolle ein Gas zugeführt wird, welches in die Vertiefungen geleitet wird, bevor die Vertiefungen verschlossen werden.

Eine bevorzugte Verfahrensführung sieht vor, dass das flächige Deckelement erwärmt wird und zur Ausbildung von Vertiefungen über die zweite Rolle geführt wird, die

Negativformen der Vertiefungen aufweist.

Eine weitere bevorzugte Verfahrensführung sieht vor, dass das flächige Element und/oder das flächige Deckelement eine Beschichtung aufweist und das flächige Element und das flächige Deckelement so zur ersten bzw. zweiten Rolle zugeführt werden, dass die Beschichtung an der dem anderen Element zugewandten Seite angeordnet ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 ein erstes flächiges Element mit Vertiefungen von der Rückseite, Fig. 2 ein zweites flächiges Element mit Vertiefungen von der

Vorderseite, Fig. 3 eine Detailansicht der Anordnung einer ersten Vertiefung zwischen zwei zweiten Vertiefungen, Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf ein flächiges Element, Fig. 5 einen Schnitt des Elements 18 entlang der Linie V-V der Fig. 2, Fig. 6 einen Schnitt des Elements 17 entlang der Linie VI-VI der Fig. 1, Fig. 7 eine Schnittdarstellung entsprechend den Fig. 5 und 6 der ineinander gelegten

Elemente 17 und 18, Fig. 8 einen Schnitt des Elements 18 entlang der Linie VIII-VIII der Fig. 2, Fig. 9 einen

Schnitt des Elements 17 entlang der Linie IX-IX der Fig. 1, Fig. 10 eine Schnittdarstellung entsprechend den Fig. 8 und 9 der ineinander gelegten Elemente 17 und 18, Fig. 11 eine perspektivische Schnittansicht des Isolationselements, Fig. 12 ein abgewandeltes erstes flächiges Element mit

Vertiefungen von der Rückseite, Fig. 13 ein abgewandeltes zweites flächiges Element mit Vertiefungen von der

Vorderseite, Fig. 14 eine Detailansicht der Anordnung einer ersten Vertiefung gemäß Fig. 13 zwischen zwei zweiten

Vertiefungen gemäß Fig. 12, Fig. 15 einen Schnitt des

Elements 30 entlang der Linie XV-XV der Fig. 13, Fig. 16 einen Schnitt des Elements 29 entlang der Linie XVI-XVI der Fig. 12, Fig. 17 eine Schnittdarstellung entsprechend den Fig. 15 und 16 der ineinander gelegten Elemente 29 und 30, Fig. 18 ein abgewandeltes erstes flächiges Element mit Vertiefungen von der Rückseite, Fig. 19 ein abgewandeltes zweites flächiges Element mit Vertiefungen von der

Vorderseite, Fig. 20 eine Detailansicht der Anordnung einer ersten Vertiefung gemäß Fig. 19 zwischen zwei zweiten

Vertiefungen gemäß Fig. 18, Fig. 21 einen Schnitt des

Elements 34 entlang der Linie XXI-XXI der Fig. 19, Fig. 22 einen Schnitt des Elements 33 entlang der Linie XXII-XXII der Fig. 18, Fig. 23 eine Schnittdarstellung entsprechend den Fig. 21 und 22 der ineinander gelegten Elemente 33 und 34, Fig. 24 eine schematische Darstellung einer ersten Variante eines Herstellungsverfahrens, Fig. 25 eine

schematische Darstellung einer zweiten Variante eines

Herstellungsverfahrens, Fig. 26 eine schematische

Darstellung einer dritten Variante eines

Herstellungsverfahrens, Fig. 27 eine schematische

Darstellung einer vierten Variante eines

Herstellungsverfahrens und Fig. 28 eine schematische

Darstellung einer fünften Variante eines

Herstellungsverfahrens . In. den Fig. 1 bis 10 ist eine erste Ausbildung eines erfindungsgemäßen Isolationselements dargestellt. In Fig. 1 ist ein erstes flächiges Element mit 1 bezeichnet, welches beispielsweise aus einer Polymerfolie besteht. Das erste flächige Element 1 weist eine Vielzahl von ersten

Vertiefungen 2 auf, die an der in Fig. 1 dargestellten Rückseite des ersten flächigen Elements 1 von diesem vorragen. Die ersten Vertiefungen 2 bilden jeweils eine quadratische Öffnung 3 aus, wie dies insbesondere in der Ansicht der Vorderseite des identisch aufgebauten Elements 1' gemäß Fig. 2 ersichtlich ist. Die ersten Vertiefungen 2 sind rasterartig angeordnet, wobei das Raster in Richtung des Pfeils 4 verlaufende Zeilen und in Richtung des Pfeils 5 verlaufende Spalten umfasst, die im rechten Winkel zueinander verlaufen.

Die ersten Vertiefungen 2 weisen eine Bodenfläche 6 in Form eines Kreuzes auf, dessen Balken in der Normalprojektion auf das erste flächige Element 1 jeweils die Mittelpunkte gegenüberliegender Seiten des Randes der Öffnungen 3 miteinander verbinden und einen rechten Winkel miteinander einschließen. Die Bodenfläche 6 verläuft parallel zur

Fläche des ersten flächigen Elements 1. Die kreuzförmige Bodenfläche 6 ist an jeder der vier Seiten der Vertiefung 2 über einen senkrecht zur Fläche des ersten flächigen

Elements 1 verlaufenden Stegabschnitt 15 mit dem Rand der Öffnung 3 verbunden. Die Balken der Bodenfläche 6 und die Stegabschnitte 15 unterteilen die Vertiefung 2 in vier Viertel, die jeweils einen im Wesentlichen quadratischen Grundriss aufweisen. In jedem Viertel ist ein Wandabschnitt 7, 8, 9 und 10 vorgesehen, der die Bodenfläche 6 mit dem Rand der Öffnung 3 verbindet und dementsprechend schräg bzw. gekrümmt ausgebildet ist. Die Wandabschnitte 7,8,9 und 10 umfassen jeweils eine Gerade 11, welche den Kreuzungspunkt der kreuzförmigen Bodenfläche 6 mit dem nächstgelegenen Eckpunkt der quadratischen Öffnung 3 verbindet .

Die ersten Vertiefungen 2 können in einfacher Weise durch Tiefziehen aus dem ersten flächigen Element 1 hergestellt werden .

Zwischen den ersten Vertiefungen 2 umfasst das erste flächige Element 1 erste streifenförmige

Verbindungsbereiche 12 und 13, wobei eine Mehrzahl von ersten streifenförmigen Verbindungsbereichen 12 und eine Mehrzahl von ersten streifenförmigen Verbindungsbereichen 13 ein Gitter ausbilden. In den ersten Verbindungsbereichen 12 und 13 wird ein erstes flächiges Deckelement 14, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel unstrukturiert, d.h.

ebenflächig ist, mit dem ersten flächigen Element 1 stoffschlüssig verbunden, um dadurch die Öffnungen 3 der ersten Vertiefungen 1 zu schließen und eine erste Gruppe von geschlossenen Zellen zu erhalten. In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist das erste flächige Deckelement 14 jedoch im nicht verbundenen Zustand gezeigt. Die Vertiefungen 2 können vor dem Verschließen mit einem Gas befüllt werden, welches einen Wärmeleitkoeffizienten von < 0,026W/mK aufweist, um geschlossene, gasgefüllte Zellen zu erhalten.

Fig. 2 zeigt ein zweites flächiges Element 1', das mit einer Vielzahl von zweiten Vertiefungen 2' versehen ist, wobei der Aufbau identisch ist wie der des ersten flächigen Elements, sodass auf die obige Beschreibung verwiesen wird und die gleichen Bezugszeichen (um ein ergänzt) Verwendung finden. Das zweite flächige Element 1' umfasst zweite streifenförmige Verbindungsbereiche 12' und 13' .

Die Formgebung der Vertiefungen 2,2' ist derart vorgesehen, dass das in Fig. 1 gezeigte Element 17 (bestehend aus dem ersten flächigen Element 1, mit welchem das erste flächige Deckelement 14 verbunden ist), und das in Fig. 2 gezeigte Element 18 (bestehend aus dem zweiten flächigen Element 1' , mit welchem das zweite flächige Deckelement 14' verbunden ist) , ineinanderpassen, wenn sie mit zueinander weisenden Rückseiten zusammengefügt werden. Dabei kommt jeweils eine der zweiten Vertiefungen 2' zwischen einer Mehrzahl von ersten Vertiefungen 2 zu liegen und gleichzeitig kommt jeweils eine der ersten Vertiefungen 2 zwischen einer

Mehrzahl von zweiten Vertiefungen 2' zu liegen. Dies ist schematisch in Fig. 3 gezeigt. Es ist ersichtlich, dass eine zweite Vertiefung 2' den Zwischenraum zwischen vier ersten Vertiefungen 2 (von denen in Fig. 3 der

Übersichtlichkeit halber nur zwei gezeigt sind) vollständig ausfüllt. Um dies zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass die Breite der Balken der kreuzförmigen Bodenfläche 6 und die Breite der Verbindungsbereiche 12' bzw. 13' identisch gewählt sind. Bevorzugt beträgt die genannte Breite

zwischen 3 und 5 mm. Wie in Fig. 3 dargestellt, führt eine derartige Formgebung dazu, dass ein maximales Volumen zwischen den parallelen Begrenzungsebenen des aus den

Elementen 17 und 18 bestehenden Isolationselements mit geschlossenen Zellen, die mit einem Gas gefüllt sein können, ausgefüllt ist. Lediglich relativ kleine Volumina bleiben bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel frei, nämlich jeweils das Volumen eines Quaders mit der mit 19 bezeichneten quadratischen Grundfläche. In Fig. 4 ist ein Ausschnitt des aus den Elementen 17 und 18 zusammengesetzten Isolationselements im Grundriss gezeigt, wobei der Umriss der ersten Vertiefungen 2 mit durchgehender Linie und der Umriss der zweiten Vertiefungen 2' mit unterbrochener Linie dargestellt ist.

In der Schnittansicht gemäß Fig. 5 ist das Element 18 in einem Schnitt entsprechend der Linie V-V der Fig. 2

gezeigt. Die Schnittansicht zeigt nur die eigentliche

Schnittlinie, nicht jedoch die hinter der Schnittebene liegenden Kanten und dgl . Dasselbe gilt für die

Schnittansicht gemäß Fig. 6, welche das Element 17 in einem Schnitt entsprechend der Linie VI-VI der Fig. 1 zeigt. In Fig. 7 sind die beiden Schnittansichten gemäß Fig. 5 und 6 zusammengeführt, sodass die Elemente 17 und 18

ausschnittsweise im zusammengefügten Zustand dargestellt sind, bei dem die Vertiefungen 2 und 2' wie in Fig. 3 gezeigt zwischeneinander liegen.

Die Schnittansichten gemäß Fig. 8, 9 und 10 entsprechen den Schnittansichten gemäß Fig. 5, 6 und 7, wobei jedoch die Schnittführung versetzt erfolgt, nämlich beim Element 18 entlang der Linie VIII-VIII der Fig. 2 und beim Element 17 entlang der Linie IX-IX der Fig. 1. In den Fig. 8 und 9 sind die Elemente 17 und 18 gesondert dargestellt, in der Fig. 10 sind die Elemente 17 und 18 ausschnittsweise im zusammengefügten Zustand dargestellt, bei dem die

Vertiefungen 2 und 2' wie in Fig. 3 gezeigt

zwischeneinander liegen. Es ist ersichtlich, dass die Wände 9 und 9' sowie 10 und 10' der Vertiefungen 2 und 2 ' eng aneinander liegen, insbesondere vollflächig aneinander liegen, und der Boden 6 der ersten Vertiefung 2 jeweils auf dem zweiten Verbindungsabschnitt 12' des Elements 18 aufliegt und umgekehrt der Boden 6' der zweiten Vertiefung 2' jeweils auf dem ersten Verbindungsabschnitt 12 des Elements 17 aufliegt. Im aufliegenden Bereich kann die Verbindung mit Hilfe einer stoffschlüssigen Verbindung, wie z.B. mittels eines Klebers oder durch Schweißen erfolgen.

In Fig. 11 ist eine abgewandelte Ausbildung eines

Isolationselements dargestellt, bei dem sowohl das Element 17 als auch das Element 18 jeweils aus einem flächigen Element 1 bzw. 1' besteht, das mit einem flächigen

Deckelement 14 bzw. 14' verbunden ist, das im Unterschied zu den Ausbildungen gemäß den Fig. 1 bis 10 nicht

ebenflächig ist, sondern spiegelbildliche Vertiefungen 20 bzw. 20' aufweist.

Bei einer weiteren, nicht dargestellten Variante kann zwischen dem flächigen Element 1 und dem flächigen

Deckelement 14 der Fig. 11 ein (einziges) zusätzliches ebenflächiges Element angeordnet sein, welches den von den spiegelbildlichen Vertiefungen 2 und 20 gebildeten Hohlraum wiederum in zwei Teile teilt. Dieses zusätzliche

ebenflächige Element kann in vorteilhafter Weise ein- oder zweitseitig mit einer Metallbeschichtung versehen sein.

Ebenso kann auch zwischen dem flächigen Element 1' und dem flächigen Deckelement 14' der Fig. 11 ein (einziges) zusätzliches ebenflächiges Element angeordnet sein, welches den von den spiegelbildlichen Vertiefungen 2' und 20' gebildeten Hohlraum wiederum in zwei Teile teilt.

In den Fig. 12 bis 17 ist eine zweite Ausbildung eines erfindungsgemäßen Isolationselements dargestellt. Im

Unterschied zur ersten Ausbildung ist die Form der

Vertiefungen 2 und 2' anders gestaltet. Die in den Fig. 1 bis 10 verwendeten Bezugszeichen wurden jedoch für gleiche Teile beibehalten.

In Fig. 12 und 13 ist ersichtlich, dass die Vertiefungen 2 bzw. 2' jeweils eine kreisrunde Öffnung 3 bzw. 3'

ausbilden, wobei die flächigen Elemente 1 und 1' wieder identisch aufgebaut sind. Die ersten Vertiefungen 2 weisen eine Bodenfläche 6 in Form eines Kreuzes mit verrundeten bzw. annähernd viertelkreisförmigen Verbindungen bzw.

Rändern 32 zwischen den Balken des Kreuzes auf. Die von ersten Vertiefungen 2 freie Fläche zwischen den ersten Vertiefungen 2 des ersten flächigen Elements 1 bildet einen Verbindungsbereich 31 aus, in dem das erste flächige

Deckelement 14, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel unstrukturiert, d.h. ebenflächig ist, mit dem ersten flächigen Element 1 stoffschlüssig verbunden ist, um dadurch die Öffnungen 3 der ersten Vertiefungen 1 zu schließen und eine erste Gruppe von geschlossenen Zellen zu erhalten. In der Darstellung gemäß Fig. 12 ist das erste flächige Deckelement 14 jedoch im nicht verbundenen Zustand gezeigt. Die ersten Vertiefungen 2 können vor dem

Verschließen mit einem Gas befüllt werden, welches einen Wärmeleitkoeffizienten von < 0,026W/mK aufweist, um

geschlossene, gasgefüllte Zellen zu erhalten.

Die Formgebung der Vertiefungen 2,2' ist derart vorgesehen, dass das in Fig. 12 gezeigte Element 29 (bestehend aus dem ersten flächigen Element 1, mit welchem das erste flächige Deckelement 14 verbunden ist), und das in Fig. 13 gezeigte Element 30 (bestehend aus dem zweiten flächigen Element 1', mit welchem das zweite flächige Deckelement 14' verbunden ist), ineinanderpassen, wenn sie mit zueinander weisenden Rückseiten zusammengefügt werden. Dabei kommt jeweils eine der zweiten Vertiefungen 2' zwischen einer Mehrzahl von ersten Vertiefungen 2 zu liegen und gleichzeitig kommt jeweils eine der ersten Vertiefungen 2 zwischen einer Mehrzahl von zweiten Vertiefungen 2 ' zu liegen. Dies ist schematisch in Fig. 14 gezeigt. Es ist ersichtlich, dass eine zweite Vertiefung 2' den Zwischenraum zwischen vier ersten Vertiefungen 2 (von denen in Fig. 14 der

Übersichtlichkeit halber nur zwei gezeigt sind) vollständig ausfüllt. Um dies zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass der Radius der Ränder 32 im Wesentlichen identisch ist mit dem Radius der kreisrunden Öffnung 3' und der Radius der Ränder 32' im Wesentlichen identisch ist mit dem Radius der kreisrunden Öffnung 3. Auf diese Weise schließen die Ränder 32 des Bodens 6 von vier Vertiefungen 2 zusammen jeweils einen kreisrunden Bereich ein, dessen Größe der Öffnung 3' einer Vertiefung 2 ' entspricht. Zwischen den umfangsmäßig aneinander anschließenden Rändern 32 ist dabei jeweils ein Abstand bzw. ein Zwischenbereich 19 vorgesehen, der

notwendig ist, um benachbarte Vertiefungen 2 bzw. 2 ' voneinander zu beabstanden und unter Ausbildung von

voneinander getrennten Zellen mit Hilfe des flächigen

Deckelements 14 verschließen zu können. Außerdem schließen annähernde Viertelkreisbögen der Ränder der Öffnungen 3 von vier Vertiefungen 2 zusammen jeweils einen Flächenbereich ein, dessen Größe und Form dem Boden 6' einer Vertiefung 2 ' entspricht. Auch hier ist zwischen den aneinander

anschließenden Kreisbögen der Ränder 3 jeweils ein Abstand bzw. ein Zwischenbereich 19 vorgesehen.

Wie in Fig. 14 dargestellt, führt eine derartige Formgebung dazu, dass ein maximales Volumen zwischen den parallelen Begrenzungsebenen des aus den Elementen 29 und 30

bestehenden Isolationselements mit geschlossenen Zellen, die mit einem Gas gefüllt sein können, ausgefüllt ist.

Lediglich relativ kleine Volumina bleiben bei dem

vorliegenden Äusführungsbeispiel frei, nämlich jeweils das Volumen eines Quaders mit der mit 19 bezeichneten

quadratischen Grundfläche.

Schnittansichten der Elemente 29 und 30 entlang der Linie V-V bzw. VI-VI sind in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Dazu versetzte Schnitte sind in den Fig. 15 und 16 dargestellt, wobei der Schnitt beim Element 30 entlang der Linie XV-XV der Fig. 13 und beim Element 29 entlang der Linie XVI-XVI der Fig. 12 verläuft. Die Schnittansichten zeigen wiederum nur die eigentliche Schnittlinie, nicht jedoch die hinter der Schnittebene liegenden Kanten und dgl . In den Fig. 15 und 16 sind die Elemente 29 und 30 gesondert dargestellt, in der Fig. 17 sind die Elemente 29 und 30 ausschnittsweise im zusammengefügten Zustand dargestellt, bei dem die

Vertiefungen 2 und 2' wie in Fig. 14 gezeigt

zwischeneinander liegen. Es ist ersichtlich, dass die Wände V und 10 sowie 8' und 9 der Vertiefungen 2 und 2' eng aneinander liegen, insbesondere vollflächig aneinander liegen, und der Boden 6 der ersten Vertiefung 2 jeweils auf dem zweiten Verbindungsabschnitt 31' des Elements 30 aufliegt und umgekehrt der Boden 6' der zweiten Vertiefung 2' jeweils auf dem ersten Verbindungsabschnitt 31 des

Elements 29 aufliegt. Im aufliegenden Bereich kann die Verbindung mit Hilfe einer stoffschlüssigen Verbindung, wie z.B. mittels eines Klebers oder durch Schweißen erfolgen.

In den Fig. 18 bis 23 ist eine dritte Ausbildung eines erfindungsgemäßen Isolationselements dargestellt. Im

Unterschied zur ersten und zweiten Ausbildung ist die Form der Vertiefungen 2 und 2' anders gestaltet. Die in den Fig. 1 bis 10 verwendeten Bezugszeichen wurden jedoch für gleiche Teile beibehalten.

In Fig. 18 und 19 ist ersichtlich, dass die Vertiefungen 2 bzw. 2' jeweils eine im Wesentlichen rechteckige bzw.

quadratische Öffnung 3 bzw. 3' ausbilden, wobei die flächigen Elemente 1 und 1' wieder identisch aufgebaut sind. Die ersten Vertiefungen 2 weisen eine Bodenfläche 6 in Form eines Rechtecks bzw. Quadrats mit abgeschrägten Ecken auf, sodass sich ein Achteck mit abwechselnden langen und kurzen Seiten ergibt. Die Bodenfläche ist über

bevorzugt senkrechte Seitenwände 35 mit der Öffnung 3 verbunden. Die von ersten Vertiefungen 2 freie Fläche zwischen den ersten Vertiefungen 2 des ersten flächigen Elements 1 bildet einen Verbindungsbereich 31 aus, in dem das erste flächige Deckelement 14, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel unstrukturiert, d.h. ebenflächig ist, mit dem ersten flächigen Element 1 stoffschlüssig verbunden ist, um dadurch die Öffnungen 3 der ersten Vertiefungen 1 zu schließen und eine erste Gruppe von geschlossenen Zellen zu erhalten. In der Darstellung gemäß Fig. 18 ist das erste flächige Deckelement 14 jedoch im nicht verbundenen Zustand gezeigt. Die ersten Vertiefungen 2 können vor dem

Verschließen mit einem Gas befüllt werden, welches einen Wärmeleitkoeffizienten von < 0,026W/mK aufweist, um

geschlossene, gasgefüllte Zellen zu erhalten.

Die Formgebung der Vertiefungen 2,2' ist derart vorgesehen, dass das in Fig. 18 gezeigte Element 33 (bestehend aus dem ersten flächigen Element 1, mit welchem das erste flächige Deckelement 14 verbunden ist), und das in Fig. 19 gezeigte Element 34 (bestehend aus dem zweiten flächigen Element 1', mit welchem das zweite flächige Deckelement 14' verbunden ist) , ineinanderpassen, wenn sie mit zueinander weisenden Rückseiten zusammengefügt werden. Dabei kommt jeweils eine der zweiten Vertiefungen 2' zwischen einer Mehrzahl von ersten Vertiefungen 2 zu liegen und gleichzeitig kommt jeweils eine der ersten Vertiefungen 2 zwischen einer Mehrzahl von zweiten Vertiefungen 2' zu liegen. Dies ist schematisch in Fig. 20 gezeigt. Es ist ersichtlich, dass eine zweite Vertiefung 2' den freien Raum zwischen vier ersten Vertiefungen 2 (von denen in Fig. 20 der

Übersichtlichkeit halber nur zwei gezeigt sind) nahezu vollständig ausfüllt. Eine derartige Formgebung dazu, dass ein maximales Volumen zwischen den parallelen

Begrenzungsebenen des aus den Elementen 33 und 34

bestehenden Isolationselements mit geschlossenen Zellen, die mit einem Gas gefüllt sein können, ausgefüllt ist.

Lediglich relativ kleine Volumina bleiben bei dem

vorliegenden Ausführungsbeispiel frei, nämlich jeweils das Volumen eines Quaders mit der mit 19 bezeichneten

quadratischen Grundfläche und das Volumen von

streifenförmigen Bereichen 36 zwischen den Seitenflächen 35 und 35' der Vertiefungen 2 und 2' .

Schnittansichten der Elemente 33 und 34 entlang der Linie V-V bzw. VI-VI sind in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Dazu versetzte Schnitte sind in den Fig. 21 und 22 dargestellt, wobei der Schnitt beim Element 34 entlang der Linie XXI-XXI der Fig. 19 und beim Element 33 entlang der Linie XXII-XXII der Fig. 18 verläuft. Die Schnittansichten zeigen wiederum nur die eigentliche Schnittlinie, nicht jedoch die hinter der Schnittebene liegenden Kanten und dgl . In den Fig. 21 und 22 sind die Elemente 33 und 34 gesondert dargestellt, in der Fig. 23 sind die Elemente 33 und 34 ausschnittsweise im zusammengefügten Zustand dargestellt, bei dem die Vertiefungen 2 und 2' wie in Fig. 20 gezeigt

zwischeneinander liegen. Es ist ersichtlich, dass die Wände 35 und 35' der Vertiefungen 2 und 2' durch den Spalt 36 voneinander beabstandet sind und der Boden 6 der ersten Vertiefung 2 jeweils auf dem zweiten Verbindungsabschnitt 31' des Elements 34 aufliegt und umgekehrt der Boden 6' der zweiten Vertiefung 2' jeweils auf dem ersten

Verbindungsabschnitt 31 des Elements 33 aufliegt. Im aufliegenden Bereich kann die Verbindung mit Hilfe einer stoffschlüssigen Verbindung, wie z.B. mittels eines Klebers oder durch Schweißen erfolgen.

Zusammenfassend zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass eine höchstmögliche Gasfüllung erreicht werden kann, bei gleichzeitig minimaler Wärmeleitung und effizienter und kostengünstiger Produktion. Die Zellstruktur wird in einem Ausführungsbeispiel hierbei so optimiert, dass folgende Punkte erfüllt sind, wobei im Folgenden auf die erste

Ausbildung gemäß den Fig. 1 bis 10 Bezug genommen wird:

1) Die einzelne Elemente 17,18 sind aus zwei Folien 1,14 bzw. l',14' herstellbar, deren Zellen mit einem Gas gefüllt werden.

2) Jede einzelne Zelle ist abgeschlossen.

3) Leere (also nicht gasgefüllte) Zwischenräume werden minimiert .

4) Die Wärmeleitung durch die Zellstruktur wird bei

gleichbleibender Gasfüllung minimiert. Das heißt, dass die Neigung und Form der Wände der Vertiefungen 2,2' optimiert werden soll.

5) Die Oberfläche der gasgefüllten Zellen soll mit einem Metall beschichtet sein.

6) Eine weitere Optimierung (siehe Fig. 11) sieht vor, dass man zwei tiefgezogene Folien 1,14 bzw. l',14' miteinander verbindet. Dadurch kann man die Kosten erneut senken (nur die Hälfte der Verschweiss- /Klebeprozesse) und die Leistung kann gesteigert werden, da die Wärmestrahlung weiter minimiert werden kann .

Auf Grund der Punkte 2) und 3) muss jedoch ein Kompromiss eingegangen werden. Durch das Verschließen der Vertiefungen 2 muss ein Steg bzw. ein Verbindungsbereich 12,13 vorhanden sein, durch welchen aber unerwünschte Zwischenräume 19 entstehen. Die Breite der Verbindungsbereiche 12,13

bestimmt, wie groß die Zwischenräume 19 innerhalb eines Elements 17,18 sind.

Die Formgebung der Vertiefungen erlaubt es, die

Wärmeleitung durch das Isolationselement zu vermindern. Dabei sind die Zellen so konstruiert, dass der Weg, der durch die Gerade 11 definiert ist, für die Wärmeleitung über die Wände der Vertiefungen maximiert wird. Anhand folgender Beispielrechnung, lässt sich nachvollziehen, weshalb dies wichtig ist.

• λ

Wärmeleitung Q = -*Α*ΔΤ

In der allgemeinen Form ist die Wärmeleitung das Produkt aus Wärmeleitkoeffizient, Fläche und Temperaturdifferenz geteilt durch die Dicke der Isolation. Im Fall einer einzelnen Zelle beschreibt die Fläche den Querschnitt und die Dicke beschreibt den Weg 11. Die Fläche bleibt in allen Fällen dieselbe. Es ist aber anzustreben, den Weg d zu maximieren. Das gelingt, indem die Wände die viereckige Öffnung 3 mit der kreuzförmigen Bodenfläche 6 verbinden. Es lässt sich zeigen, dass die Kreuzstruktur die Wärmeleitung minimiert . Um zu einer optimalen Lösung zu gelangen, hat man sich daran orientiert, jede der drei Wärmeübertragungen zu minimieren. Dazu wurden folgende Punkte verfolgt:

1) Die Isolation soll gasgefüllt sein

Um die Wärmeleitung zu minimieren, wird die Isolation gasgefüllt. Wie bereits kurz beschrieben, besteht die Isolation aus einem Zellensystem aus geschlossenen Zellen. Durch das Zellensystem werden Leerräume generiert. Indem man die Leerräume mit Gas füllt, lässt sich in den

Leerräumen der Wärmeleitkoeffizient von 0,026W/mK (Luft) um ein Vielfaches minimieren. Um einen tiefen Dämmwert zu erhalten, muss offensichtlich möglichst viel der Isolation mit Gas gefüllt sein.

2) Gasfüllung

Wie unter Punkt 1) erklärt, werden die Hohlräume mit Gas gefüllt, um den Dämmwert zu verbessern. Damit eine

Verbesserung stattfindet, wird ein Gas verwendet, dass einen tieferen Wärmeleitkoeffizienten als Luft aufweist (0,026W/mK). Es ist somit ein Gas anzustreben, das einen Wärmeleitkoeffizienten aufweist von < 0 , 017W/mK, besser < 0,009W/mK, idealerweise < 0,0055W/mK.

3) Folienbeschichtung

Wie oben beschrieben, besteht die Isolation in

vorteilhafter Weise aus einer Kunststofffolie . Die Zellen werden durch die Verformung der Folie erzeugt. Somit stellt die Oberfläche der Folie auch die Oberfläche in der Zelle dar. Um die Wärmestrahlung sowohl außerhalb als auch innerhalb jeder Zelle zu minimieren, kann jede Schicht mit einem Material beschichtet werden, das einen tiefen

Emissionsgrad aufweist. Mit folgender Gleichung lässt sich leicht berechnen, dass eine Beschichtung einen großen Einfluss hat:

σ(Τ - T 2 4 )

Q rad ~ 1 ~ £ i i 1 i 1 ~ £ 2

Durch die Beschichtung werden die Emissionswerte ε und ε 2 extrem herabgesetzt. Dabei sind Werte anzustreben, die unter 0,5, besser unter 0,25, am besten unter 0,04 liegen. Die Beschichtung kann auf einer Seite oder auf beiden Seiten aufgetragen sein. Das Aluminium verschlechtert die Struktur-Wärmeleitung. Deshalb ist eine Schichtstärke von <500nm, besser <200nm, idealerweise 20-80nm anzustreben.

4) Optimierung der Form der einzelnen Zellen derart, dass eine minimale Struktur-Wärmeleitung bei maximaler

Platzausnutzung resultiert.

Um eine möglichst gasgefüllte Isolation zu erhalten, wurde die Form der Zellen so gewählt, dass mehrere Zellen

wiederum das Negativ einer Zelle darstellen. So lassen sich die einzelnen Schichten ineinander stapeln und der

gasgefüllte Raum am besten nutzen. Die bevorzugte

Zellenform wird nachfolgend beschrieben. Die Öffnung der Vertiefung stellt ein Quadrat dar. Die Grundfläche der Vertiefung stellt ein Kreuz dar. Die Verbindung der beiden Flächen erfolgt an jeder Stelle über den kürzesten Weg.

5) Konvektion wird unterbunden

Ein weiterer Vorteil geschlossener Zellen liegt darin, dass die Zirkulation innerhalb einer geschlossenen Zelle auf ein Minimum reduziert wird.

Der Wärmeübergangskoeffizient

Nu * X F

α = -Ί— beschreibt, wie groß der Wärmeaustausch von einem gasförmigen zu einem festen Medium ist. Die Nusseltzahl Nu bleibt nur verhältnismässig klein, solange eine laminare Strömung vorherrscht. Das wird durch geschlossene Zellen garantiert .

Die vorliegende Erfindung weist bei gleichbleibender

Leistung einige Vorteile gegenüber herkömmlichen

Isolationen auf.

Durch die geschlossenen Zellen lässt sich die

Isolation beliebig zuschneiden und ist somit sehr flexibel einsetzbar.

Durch das Schichtensystem lässt sich jede gewünschte Isolationsstärke herstellen.

Für die Produktion der Isolation wird Abfallmaterial verwendet und die Kosten können somit extrem tief gehalten werden.

Ebenso ist der Produktionsprozess sehr einfach, was wiederum die Kosten senkt.

Die Herstellung eines Elements, das aus einem flächigen Element 1 und einem flächigen Deckelement 14 besteht, kann folgendermaßen erfolgen, wobei auf die Fig. 24 verwiesen wird. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel werden geschlossene Zellen hergestellt, die innen mit einer metallischen Beschichtung versehen sind.

Der zwei gegenläufig rotierende Rotationstiefziehrollen 23 und 24 aufweisenden Tiefziehvorrichtung werden einerseits das flächige Element 1, insbesondere eine Polymerfolie, und andererseits das flächige Deckelement 14, insbesondere eine Polymerfolie, zugeführt. Die Polymerfolien 1 und 14 tragen an der Oberseite eine metallische Beschichtung 21. Die Beschichtung 21 kann in den prospektiven

Verbindungsbereichen 12 und 13 unterbrochen sein. Die Unterbrechung kann durch das Entfernen einer vollflächigen Beschichtung mittels Laser oder mechanisch erfolgen oder es kann die Beschichtung nicht flächig aufgebracht werden. Die Verbindung des Deckelements 14 mit den Verbindungsbereichen 12 und 13 des flächigen Elements 1 kann hierbei mittels Schweißen, insbesondere Ultraschallschweißen erfolgen.

Alternativ ist die Beschichtung 21 ohne Unterbrechungen vorgesehen und es wird in den prospektiven

Verbindungsbereichen 12 und 13 ein Kleber aufgebracht.

Die Polymerfolien 1 und 14 werden jeweils mit Hilfe eines Wärmestrahlers 22 von der Unterseite her, auf welcher keine metallische Beschichtung angeordnet ist, erwärmt, um die Polymerfolie auf die erforderliche Temperatur für den

Tiefziehvorgang zu bringen (je nach Material zwischen 70 und 180°C) .

Im Bereich des Spaltes zwischen den beiden

Rotationstiefziehrollen 23 und 24 ist eine Gasdüse 25 angeordnet, aus welcher ein Gas mit einer geringen

Wärmeleitfähigkeit in Richtung des Spaltes eingeblasen wird

(z.B. Agron, C0 2 , Krypton oder Mischungen davon), bevor die Zellen verschlossen werden. Dabei wird bevorzugt leicht mehr Gas eingeblasen als in den Zellen Platz findet, wodurch einerseits ein leichter Überdruck entsteht und andererseits eine leichte Rückströmung entsteht, die das Eindringen von Luft verhindert. Es kann alternativ auch im Unterdruck Gas eingeblasen werden, jedoch muss dann im Bereich 26 eine mechanische Abdichtung vorgesehen werden. Mit Hilfe der Rotationstiefziehrollen 23 und 24 werden die Polymerfolien 1 und 14 jeweils im Bereich 27 mittels eines Unterdrucks in die gewünschte Form gezogen. Die

Rotationstiefziehrollen 23 und 24 weisen hierzu

Vertiefungen auf, die den zu verwirklichenden Vertiefungen 2 bzw. 20 entsprechen. Im Bereich 28 werden beide

Polymerfolien 1 und 14 miteinander verschweißt, und zwar in den Verbindungsbereichen 12 und 13, die ohne Beschichtung 21 ausgebildet sind, oder miteinander verklebt. Dadurch entstehen geschlossene gasgefüllte Zellen, auf deren

Zellwandinnenseite sich die Beschichtung 21 befindet.

Das Halbfabrikat bestehend aus den zwei Polymerfolien 1 und 14 wird auf die gewünschte Paneelgröße zugeschnitten, insbesondere mechanisch oder mittels Laser.

Danach können die Halbfabrikate gestapelt werden und untereinander zu einem erfindungsgemäßen Isolationselement verklebt oder verschweißt werden.

In den Fig. 25-28 sind alternative Herstellungsverfahren dargestellt, bei denen die Folien 1 und 14 mittels eines Extrusionsverfahrens hergestellt werden. Die Extrusion hat im Vergleich zum Tiefziehen den Vorteil, dass direkt aus einem Granulat aus PET, PE oder PP oder einem anderen

Kunststoff eine Folie extrudiert wird, welche danach geformt und im halbfesten Zustand mit einer dünnen

beschichteten Folie entweder laminiert oder verbunden würde. Dieses Verfahren benötigt weniger Energie als das Tiefziehen und der Schritt der Folienherstellung kann direkt integriert werden. Bei dem Verfahren gemäß Fig. 25 wird Kunststoffgranulat 37 mittels eines Extruders erhitzt und zu einer Folie 38 extrudiert. Die noch nicht ausgekühlte Folie 38 wird mittels einer Profilrolle 39 in die Zellenform gebracht. Auf die geformte Folie 38 wird eine flache metallisch beschichtete Folie 40 laminiert, indem die Folie 40 mit Hilfe einer Gegenrolle 41 gegen die Profilrolle 39 gedrückt wird, wodurch die Zellen geschlossen werden. Vor dem

Laminieren werden die Zellen zwischen der geformten Folie 38 und der flachen metallisch beschichteten Folie 40 mit einem über eine Düse 42 zugeführtem Gas befüllt. Bei dieser Variante ist die flache Seite der Zelle metallisch

beschichtet .

Bei dem Verfahren gemäß Fig. 26 wird Kunststoffgranulat 37 mittels eines Extruders erhitzt und zu einer Folie 38 extrudiert. Die noch nicht ausgekühlte Folie 38 wird mit einer Folie 40 metallisch laminiert. Die noch nicht

ausgekühlte, metallisch laminierte Folie 38 wird mittels einer Profilrolle 39 in die Zellenform gebracht. Auf die geformte Folie 38 wird eine noch nicht ausgekühlte, aus einem Kunststoffgranulat 43 extrudierte Folie 44 laminiert, indem die Folie 44 mit Hilfe einer Gegenrolle 41 gegen die Profilrolle 39 gedrückt wird, wodurch die Zellen

geschlossen werden. Vor dem Laminieren werden die Zellen zwischen der geformten Folie 38 und der flachen Folie 44 mit einem über eine Düse 42 zugeführtem Gas befüllt. Bei dieser Variante ist die geformte Seite der Zelle metallisch beschichtet, wodurch ein leicht besserer thermischer

Dämmwert erzielt wird als bei der Ausbildung gemäß Fig. 25.

Das Verfahren gemäß Fig. 27 entspricht im Wesentlichen dem Verfahren gemäß Fig. 25 mit dem Unterschied, dass beim Zusammenfügen der Folie 38 und der metallisch beschichteten Folie 40 zusätzlich eine weitere Folie 45 über die als Profilrolle 41 ausgeführte Gegenrolle zugeführt wird, sodass in einem Schritt spiegelbildlich ausgebildete Zellen hergestellt werden, die durch die metallisch beschichtete Folie 40 voneinander getrennt sind. Die weitere Folie 45 wird aus einem Kunststoffgranulat 46 extrudiert.

Das Verfahren gemäß Fig. 28 ist eine Weiterbildung des Verfahrens gemäß Fig. 27, wobei die metallisch beschichtete Folie 40 vor der Zuführung zu den Rollen 39 und 41 mittels einer Perforiereinrichtung 47 perforiert wird, um die

Haftung zwischen den Folien 38 und 45 zu verbessern.