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Title:
THERMOPILE INFRARED SENSOR ARRAY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/122529
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a thermopile infrared sensor array, comprising a sensor chip with a number of thermopile sensor elements, made from a semiconductor substrate and corresponding electronic components, whereby the sensor chip is mounted on a support circuit board and enclosed by a cap in which a lens is arranged. The aim of the invention is the production of a monolithic infrared sensor array with a high thermal resolution capacity with a small chip size and which may be economically produced. Said aim is achieved, whereby a thin membrane (12) made from non-conducting material is arranged on the semiconductor substrate of the sensor chip (1) on which thermopile sensor elements (13) are located in an array, whereby, under each thermopile sensor element (13), the back side of the membrane (12) is uncovered in a honeycomb pattern by etching and the electronic components are arranged in the boundary region of the sensor chip. An individual pre-amplifier (VV) with a subsequent low-pass (TP) filter (6) is provided for each column and each row of sensor elements (13, 14).

Inventors:
LENEKE, Wilhelm (Neulussheimer Str. 56, Dresden, 01465, DE)
SIMON, Marion (Höhenstr. 34 A, Bad Schwalbach, 65307, DE)
SCHULZE, Mischa (Hospitalstr. 1, Meissen, 01662, DE)
STORCK, Karlheinz (Sonnenleite 1 a, Pesterwitz, 01705, DE)
SCHIEFERDECKER, Jörg (Heroldstr. 16, Dresden, 01157, DE)
Application Number:
DE2006/000841
Publication Date:
November 23, 2006
Filing Date:
May 16, 2006
Export Citation:
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Assignee:
HEIMANN SENSOR GMBH (Grenzstr. 22, Dresden, 01109, DE)
LENEKE, Wilhelm (Neulussheimer Str. 56, Dresden, 01465, DE)
SIMON, Marion (Höhenstr. 34 A, Bad Schwalbach, 65307, DE)
SCHULZE, Mischa (Hospitalstr. 1, Meissen, 01662, DE)
STORCK, Karlheinz (Sonnenleite 1 a, Pesterwitz, 01705, DE)
SCHIEFERDECKER, Jörg (Heroldstr. 16, Dresden, 01157, DE)
International Classes:
H04N5/33; G01J5/06; G01J5/22; H04N3/15; H04N5/33; G01J5/06; G01J5/20; H04N3/15
Attorney, Agent or Firm:
HUDLER, Frank (Lippert, Stachow & Partner Krenkelstr. 3, Dresden, 01309, DE)
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Claims:

Thermopile Infrarot Sensorarray

Patentansprüche

1. Tlαermopile Infrarot Sensorarray, bestehend aus einem Sensorchip mit einer Vielzahl von Thermopile- Sensorelementen, aufgebaut auf einem Halbleitersubstrat eines Sensor-Chips und zugehörigen Elektronikkomponenten, wobei das Sensorchip auf einem Trägersubstrat montiert und mit einer Kappe umhaust ist, in der zentrisch über dem Sensorchip eine Eintrittsoptik angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem HaIb- leitersubstrat des Sensor-Chips (1) eine dünne Membran (12) aus nicht leitendem Material angeordnet ist, auf der sich Thermopile Sensorelemente (13) in einem Array befinden, wobei die Rückseite der Membran (12) unter jedem Thermopile Sensorelement (13) freigeätzt ist und dass die Elektronikkomponenten (6, 7) im Randbereich des Sensorchips (1) angeordnet sind, wobei mindestens für jede vierte, vorzugsweise für jede Spalte oder Zeile von Sensorelementen (13, 14) jeweils Vorverstärker W mit Tiefpaεs TP (6) vorgesehen sind.

2. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halbleitersubstrat des Sensor-Chips (1) unter den Sensorelementen derart mit Aushöhlungen (16') versehen ist, dass im Grenzbereich zwischen den Sensorelementen dünne, senkrechte oder fast senkrechte Trenn- wände (16) aus dem Halbleitersubstratmaterial befinden und die Membran (12) die Aushöhlungen (16') überdeckt und dass das Sensor-Chip (1) einen massiven Randbereich als Silizium- Tragekörper (17) aufweist.

3. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwände (16) ober-

halb des Trägersubstrates (8) enden.

4. Thermopile Infrarot Sensorarray nach. Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet , dass zwischen dem massiven Silizium-Tragekörper (17) und dem Trägersubstrat (8) Abstandshalter (18) angeordnet sind.

5. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 2 und 3 , dadurch gekennzeichnet , dass die Trennwände (16) durch eine überätzung verkürzt sind.

6. Thermopile Infrarot Sensorarray nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , dass die Trennwände (16) mit Belüftungsschlitzen (16'') versehen sind.

7. Thermopile Infrarot Sensorarray nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , dass die einzelnen Vorverstärker W (6) und die anderen Elektronikkomponenten (7) derart gleichmäßig auf dem Randbereich (17) des Sensor-Chips (1) verteilt angeordnet sind, dass sich eine gleichmäßige Wärmeverteilung durch die entstehende Verlustwärme ergibt.

8. Thermopile Infrarot Sensorarray nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , dass das Sensorchip (1) mit wenigstens einem auf einer Seite verbreiterten Randbereich versehen ist, auf dem die Elektronikkomponenten OE (7) mit größerer Verlustleistung angeordnet sind.

9. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Vorverstär ¬ ker (W) mit einem oder mehreren Tiefpassfiltern (TP) verknüpft sind, dessen Grenzfrequenz gleich oder höchstens zwei bis dreimal höher ist, als die Zeilenauslesefrequenz bzw. Spaltenausle- sefrequenz des Sensorarrays .

10. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Vorverstärker mit je einem Tiefpassfilter verknüpft sind, dessen Grenzfreguenz gleich oder nicht viel höher, höchstens jedoch zwei- bis dreimal höher als die Zeilen- bzw. Spaltenauslesefre- quenz der Sensorarrays ist.

11. Thermopile Infrarot Sensorarray nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Vorverstär- ker W neben den eigentlichen Sensorelementen mindestens ein weiteres Blindelement zur Kompensation von Fehlersignalen zugeordnet ist.

12. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 11, da- durch gekennzeichnet, dass die Blindelemente (34) aus den selben Sensorschichten wie die eigentlichen Sensorelemente (13) hergestellt sind, unter denen aber keine Aushöhlung angeordnet ist.

13. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Blindelemente (34) mit die Infrarotstrahlung abblendenden oder reflektierenden Deckschichten versehen sind.

14. Thermopile Infrarot Sensoraray nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Blindelemente (34) identisch wie die eigentlichen Sensorelemente aufgebaut sind, jedoch im Randbereich des Sensorchips (1) angeordnet und durch eine Blende (35) von der Strahlung des Messobjektes abgeschirmt sind.

15. Thermopile Infrarot Sensorarray nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halbleitersubstrat zwischen der letzten Trennwand (16) der äußeren Reihe von Thermopile- Sensorelementen und dem Randbereich des Sensor-Chips (1) mindestens einen weiteren ausgehöhlten Isola-

tionsbereich (19) aufweist.

16. Thermopile Infrarot Sensorarray nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Kappe (9) auf der den Sensorelementen zugewandten Innenseite eine die Infrarotstrahlung absorbierende Oberfläche (31) aufweist.

17. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 16, gekennzeichnet dadurch, dass innerhalb der Kappe (9) eine Apertur (30) angeordnet ist.

18. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet , dass die Apertur (30) aus einem die Infrarotstrahlung nicht reflektierenden Material besteht.

19. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die den Sensorelementen zugewandten Seite der Apertur (30) eine die Infrarotstrahlung absorbierende Oberflächenbeschichtung aufweist.

20. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass die dünne Membran (12) aus Siliziumdioxid, Siliziumnitrid oder einem ähnlichen Material besteht.

21. Thermopile Infararot Sensorarray nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet , dass die Unterseite des Sensorchips (1) mindestens unter dem Silizium-Tragekörper

(17) mit einem Verbindungsstoff sehr hoher Wärmeleitfähigkeit auf dem Trägersubstrat (8) montiert ist.

22. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite des Sensorchips (1) sowohl unter dem Silizium-Tragekörper (17) , als auch unter den Trennwänden (16) mit einem VerbindungsStoff hoher Wärmeleitfähigkeit auf dem TrägerSubstrat (8) montiert ist.

23. Thermopile Infrarot Sensorarray nach Anspruch 21 und 22, dadurch gekennzeichnet, dass der VerbindungsStoff ein metall- oder keramikgefüllter Klebstoff, ein metallisches Lot oder eine metall- oder keramikgefüllte Glasmasse ist.

Description:

Thermopile Infrarot Sensorarray

Die Erfindung betrifft ein Thermopile Infrarot-Sensorarray, bestehend aus einem Sensorchip mit einer Vielzahl von Thermopile- Sensorelementen, aufgebaut auf einem Halbleitersubstrat eines Sensor-Chips und zugehörigen Elektronikkomponenten, wie Vorverstärkern, Adressiereinrichtungen, wobei das Sensorchip auf einem TrägerSubstrat montiert und mit einer Kappe umhaust ist, in der sich zentrisch über dem Sensorchip eine Eintrittsoptik befindet .

Bekannt sind Infrarot-Sensoren, die in Si-Mikromechanik Techno- logie hergestellt werden können, in verschiedenen Spielarten.

Zum Beispiel wird in A.D. Oliver, K.D. Wise (üniversity of Michigan) : „1024 element BuIk micromachined thermopile IR Ar- rays"; in Sensors S- Actuators 73 (1999), p 222-231 ein monoli- tisches Thermopile- Sensorarray angegeben, das in Si- Mikromechanik-Technologie hergestellt wird.

Für die Sensorelemente wird eine Nassätztechnologie von der Rückseite her angewendet, wobei durch ein etwas kompliziertes ätzverfahren Reststege zwischen den Elementen einer mit 12x12 mm relativ großen Membran als thermische , Trenngräben verbleiben. Insgesamt ergibt sich ein für 32x32 Elemente recht großes Chip von 16x16 mm Größe.

Alle Elemente des Arrays werden über einen auf dem Chip integrierten Multiplexer in ein serielles Analogsignal gewandelt und von einem ebenfalls integrierten Vorverstärker verstärkt. Dieser Verstärker muss mindestens die Bandbreite aus Bildfrequenz (z.B. 20 Hz) und der Elementanzahl (im vorgestellten Falle

1024) aufweisen, also z.B. > 20 kHz. Da das Sensorelement- und Vorverstärker Rauschen durch die Bandbreite dieses Verstärkers beeinflusst wird, ergibt sich ein recht hohes Rauschen, was die Nachweisgrenze (thermische Auflösung) zu höheren Temperaturen verschiebt. Folglich wird das vorgestellte Array auch zur Temperaturmessung bei hohen Temperaturen von > 100 0 C eingesetzt. Für niedrigere Temperaturen (z.B. Raumtemperatur) ergibt sich kein ausreichender Signal/-Rausch-Abstand.

Die mit der vorgestellten Nassätztechnologie erreichten Sensorchips sind relativ groß, was zu hohen Fertigungskosten führt.

In Kanno, T. et. Al. (NEC Corp.) : „Uncooled focal plane array having 128x128 thermopile detector elements" in B. Andersen (Ed.), Infrared Technology, Proc. SPIE 2269, VoI XX, San Diego, JuIy 1994, S. 450-459 wird ein monolithisches Thermopile Sen- sorarray angegeben, in dem die Sensorelemente in einer Oberflächen- Mikromechanik Technologie mit Opferschicht hergestellt werden. Die Auslesetechnik mit CCD-Register erlaubt ein relativ gutes Auflösungsvermögen, aber nur, wenn das Sensorchip im vakuumdichten Gehäuse verkappt ist. Vakuumdichte Gehäuse erhöhen aber die Sensorkosten erheblich und begrenzen die Anwendbarkeit für kostengünstige high volume Anwendungen.

In Schaufelbühl, A, Münch, U (ETH Zürich) : „256 pixel CMOS integrated Thermoelectric Infrared Sensor Array"; in MEMS 2001, The 14th Intern Conference on Micro Mechanicasl Systems Interlaken, Switzerland, Jan. 21-25, 2001, Proceedings S 200- 203 und

Münch, U. et. Al ; Thermoelectric Sensor" US-PS 6,040,579 wird ein monolitisches Thermopile- Sensorarray angegeben, das in BuIk Si-Mikromechanik-Technologie hergestellt ist. Dabei wird wiederum eine Nassätztechnik von der Rückseite her verwendet.

Die entstehende, relativ große Membran wird im Gegensatz zu A.D. Oliver, K.D. Wiεe durch dicke Goldstege zwischen den Pixeln thermisch separiert.

Für die Sensorelemente wird eine Nassätztechnologie von der Rückseite her angewendet. Das von Schaufelbühl, A., Münch, U. vorgestellte monolitische 16x16 Array Chip ist mit 7,4x12 mm ebenfalls recht groß und teuer in der Herstellung. Zur Vorverstärkung sind an zwei Seiten des Chips jeweils zwei Vorverstär- ker angeordnet. Es ist nicht beschrieben, wie die Vorverstärker verschaltet sind, das Gesamtrauschen der Schaltung mit 256 Elementen ist aber auf Grund der hohen Bandbreite relativ hoch - bzw. die Bildfrequenz bleibt niedrig, es werden nur Bildfrequenzen von 1 Hz angegeben. Die Verlustleistung der an zwei Seiten des Chips angeordnet sind, tragen auf Grund ihrer Verlustleistung zu einem thermischen Offset bei, sodass alternativ eine Trennung von Sensorchip und Vorverstärkern vorgeschlagen wird.

Werden jedoch individuelle Vorverstärker außerhalb des Sensorchips angeordnet, so erhöhen sich Platzbedarf und Herstellungskosten weiter.

In Masaki Hirota et al . (NISSAN Motor Comp.): "Thermoelectric Infrared Imaging Sensors for automotive applications"; Proc.

Of SPIE, VoI 5359, p. 111-125 wird ein monolithisches Thermopi-

Ie Sensorarray angegeben, in dem die Sensorelemente in einer

Oberflächen- Mikromechanik Technologie durch Nassätzen von der

Vorderseite hergestellt werden. Jedes Sensorelement enthält nur ein Thermoelement mit einer hohen Empfindlichkeit.

Prinzipiell werden mit diesem Verfahren eine akzeptable Temperaturauflösungen erreicht, wobei ein vakuumdichtes Sensorgehäuse vorgeschlagen wird.

Das vakuumdichte Gehäuse wiederum steht einer kostengünstigen Massenfertigung entgegen.

In der HORIBA product Information: „8x8 element thermopile Iinager"; in Tech Jam International, 26. Sept. 2002 wird ein monolitisch.es Thermopile- Sensorarray angegeben, das in BuIk Si-Mikromechanik-Technologie hergestellt wird.

Die 64 Elemente befinden sich auf einem 8x8 mm großen Chip, wobei jedes Element durch Si- Wände in Nassätztechnik thermisch separiert wird. Die technologisch bedingte Größe des Chips führt zu relativ hohen Herstellkosten und steht wiederum kostengünstigen Massenanwendungen entgegen.

Neben diesen Thermopile- Lösungen gibt es weitere Lösungen zu low cost Infrarot Arrays :

In B.E. CoIe, CJ. Han (Honeywell Technology Center) : "Mono- lithic 512x512 arrays for infrared scene projection"; Conference Trandiucers '95 / Eurosensors ; Stockholm, Sweden, 25-29 June, 1995; p. 628-631 oder in der EP 0 869 341 Al werden monolithische Bolometerstrukturen für Infrarot-Sensorarrays vorgestellt.

Bei diesen Infrarot-Sensorarrays werden die Sensorelemente in einer Oberflächen- Mikromechanik Technologie hergestellt, wobei das Entfernen einer Opferschicht zu einer thermisch sehr gut isolierten Sensorbrücke in ca. 2.5 μm über dem Si-Substrat führt, das die Auswerteschaltung enthält.

Solche Infrarot- Bolometer mit Sensorbrücke gibt es inzwischen in vielen Ausführungen. Weil sie sehr kleine Elementabmessungen

erlauben, haben Sie eine weite Verbreitung bei hoch auflösenden Infrarotarrays erfahren .

Prinzipiell werden mit diesem Verfahren trotz der kleinen Sen- sorelementabmessungen sehr gute Temperaturauflösungen erreicht . Allerdings erfordern die kleinen Elementabmessungen an der Siliziumoberfläche zwingend eine vakuumdichte Verpackung des Sensorchips , die wiederum einer kostengünstigen Massenfertigung entgegen s t ehen .

In Q.Q.Zhang; B. P. Loss et. Al (Hong Kong University) : "In- tegrated Pyroelectric Array based on PCLT/P (VDF/TrFE) composi- te" Sensors & Actuators 86(2000); p. 216-219 sowie R. Kennedy McEwen (GEC Marconi) : λ εuropean Uncooled Thermal Imaging Tech- nology"; SPIE Vol. 3061, 1997, S. 179-190 werden hybride py- roelektrische Sensorarrays mit Ausleseschaltung in Silizium vorgestellt.

Pyroelektrische Sensorarrays gestatten wegen der hohen Empfind- lichkeit der Sensorelemente eine hohe thermische Auflösung. Allerdings erhöht die hybride Technologie die Kosten im Vergleich zu monolithischen Sensoranordnungen in Siliziumtechnologie. Außerdem haben pyroelektrische Sensoren generell den Nachteil, dass sie nur auf sich ändernde Objekte ansprechen. Für eine Thermobilddarsteilung ruhender Objekte - was den Normalfall darstellt - ist eine kontinuierliche Modulation des Strahlungsflusses notwendig, die meist mit einem mechanischen Chop- per erreicht wird. Zusätzliche mechanisch bewegte Teile reduzieren die Zuverlässigkeit und erhöhen mechanische Größe sowie Kosten eines Infrarotsensorarrays .

In dem vorstehend zitierten Stand der Technik werden thermische Infrarot Arraysensoren vorgeschlagen, die entweder

- auf Grund einer großflächigen Chiptechnologie (A.D. Oliver, K.D. Wise, Schaufelbühl, A., Münch, U., Münch, U. et.al. und Horiba product Information)

- einer aufwendigen Vakuum-Gehäusetechnologie (Kanno, T. et.al., Masaki Hirota et.al., B.E. CoIe, CJ. Han .und Oda, Naoki oder

- einer zusätzlichen mechanischen Chopperbaugruppe für die Fertigung von Infrarot Sensorarrays in Massenstückzahlen Kostennachteile haben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein monolithisches Infrarot- Sensorarray anzugeben, das bei kleiner Chipgröße ein hohes thermisches Auflösungsvermögen aufweist und ohne aufwendige Vakuumgehäusetechnologie oder mechanisch bewegte Zusatzteile kostengünstig in Massenstückzahlen hergestellt werden kann.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird bei einem Thermopile Infrarot Sensorarray der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass auf dem Halbleitersubstrat des Sensor- Chips eine dünne Membran aus einem nicht leitendem Material angeordnet ist, auf der sich Thermopile Sensorelemente in einem Array befinden, wobei die Rückseite der Membran unter jedem Thermopile Sensorelement freigeätzt ist und dass die Elektronikkomponenten im Randbereich des Sensorchips angeordnet sind, wobei mindestens für jede vierte, vorzugsweise für jede Spalte oder Zeile von Sensorelementen jeweils ein individuel- ler Vorverstärker vorgesehen ist.

Durch die Erfindung wird ein besonders gutes thermisches Auflösungsvermögen erreicht und die thermische Beeinflussung der

Thermopile Sensorelemente wird durch die Verlustleistung der nötigen Elektronikkomponenten, wie Vorverstärkern, minimiert.

Besondere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den zugehöri- gen Unteransprüchen hervor.

In einer ersten Ausgestaltung der Erfindung ist das Halbleitersubstrat des Sensor- Chips unter den Thermopile Sensorelementen derart mit Aushöhlungen versehen, dass sich im Grenzbereich zwischen den Sensorelementen dünne, senkrechte oder fast senkrechte Trennwände aus dem Halbleitersubstratmaterial befinden und wobei die Membran die Aushöhlungen überdeckt und dass das Sensor-Chip einen massiven Randbereich aufweist.

Durch die Trennstege wird eine Wärmesenke für die kalten Thermopile Sensorelemente und eine thermische Trennung der Thermopile Sensorelemente erreicht. Außerdem wird dadurch eine mechanische Stabilisierung des Arrays ermöglicht.

In weiterer Fortführung der Erfindung enden die Trennwände oberhalb des Trägersubstrates, wodurch eine thermische Entkopplung erreicht wird.

Dass kann dadurch erreicht werden, dass zwischen dem massiven Randbereich und dem Trägersubstrat Abstandshalter angeordnet sind, oder dass die Trennwände durch eine überätzung verkürzt sind. Der Abstandshalter muss aus einem sehr gut wärmeleitfähi- gen Material wie z.B. Metall, Keramik oder auch Silizium, bestehen.

Zur Vermeidung von Beschädigungen der Membran durch über- oder Unterdruck in der Aushöhlung nach der Montage des Chips auf dem trägersubstrat kann mindestens für jede Zeile oder Spalte ein

dünner Belüftungsschlitz durch die Trennwände und durch den massiven Randbereich vorgesehen sein.

Schließlich ist vorgesehen, dass die einzelnen Vorverstärker und anderen Elektronikkomponenten derart gleichmäßig auf dem Randbereich des Sensor-Chips verteilt angeordnet sind, dass sich eine gleichmäßige Wärmeverteilung durch die entstehende Verlustwärme ergibt.

Bevorzugt ist das Sensorchip mit wenigstens einem auf einer Seite verbreiterten Randbereich versehen, auf dem die Elektro- nikkomponenten mit höherer Verlustleistung angeordnet sind.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekenn- zeichnet, dass die einzelnen Vorverstärker mit einem oder mehreren Tiefpassfiltern verknüpft sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die einzelnen Vorverstärker mit je einem Tiefpassfilter verknüpft, dessen Grenzfre- quenz gleich oder nicht viel höher, höchstens jedoch zwei- bis dreimal höher ist, als die Zeilen- bzw. Spaltenauslesefrequenz.

Zusätzlich kann jedem Vorverstärker neben den eigentlichen Sensorelementen mindestens ein weiteres Blindelement zur Kom- pensation von Fehlersignalen zugeordnet sein.

Die Blindelemente haben dabei einen gleichen oder ähnlichen Innenwiderstand wie die eigentlichen Sensorelemente und sind dabei aus den selben Sensorεchichten wie die eigentlichen Sen- sorelemente hergestellt, wobei unter den Blindelementen entweder keine Aushöhlung angeordnet ist, oder die Blindelemente werden durch vorgeschaltete Blenden von der Infrarotstrahlung des Messobjektes abgeschattet, wobei die den Blindelementen zugewandte Seite der Blenden Infrarotstrahlung absorbierende Eigenschaften aufweisen sollte.

Die Blindelemente können weiterhin zusätzlich, oder alternativ mit den Infrarotstrahlung abblendenden oder reflektierenden Deckschichten versehen sein.

Um eine thermische Isolation zwischen den Thermopile Sensorelementen und der im Randbereich befindlichen Elektronik zu erreichen, kann das Halbleitersubstrat zwischen der letzten Trennwand der äußeren Reihe von Thermopile- Sensorelementen und dem Randbereich des Sensor-Chips mindestens einen weiteren ausgehöhlten Isolationsbereich aufweisen.

Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Kappe auf der den Sensorelementen zugewandten Seite eine die Infrarotstrahlung ab- sorbierende Oberfläche aufweist.

Innerhalb der Kappe kann auch eine Apertur angeordnet sein, die aus einem die Infrarotstrahlung nicht reflektierenden Material besteht, oder eine die Infrarotstrahlung absorbierende Oberflä- chenbeschichtung aufweist.

Schließlich kann die dünne Membran aus Siliziumdioxid, Siliziumnitrid oder einem ähnlichen Material bestehen.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Unterseite des Sensorchips wenigstens unter dem Silizium-Tragekörper mit einem Verbindungsstoff sehr hoher Wärmeleitfähigkeit auf dem Trägersubstrat montiert ist. Alternativ kann der Verbindungsstoff auch unter den Trennwänden angeordnet sein.

Als Verbindungsstoff eignet sich besonders ein metall- oder keramikgefüllter Klebstoff, ein metallisches Lot oder eine

metall- oder keramikgefüllte Glasmasse.

Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungsfiguren zeigen:

Fig. 1: den Grundaufbau eines erfindungsgemäßen Thermopi- Ie- Sensorarraychips;

Fig. 2a: eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Thermo- pile- Sensorarraychip nach Fig. 1;

Fig. 2b: eine Draufsicht auf ein weiteres Thermopile- Sensorarraychip mit auf einer Seite verbreitertem Rand sowie auf diesem angeordneten Elektronik- Schaltungen;

Fig. 3: eine schematische Ausschnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Thermopile Sensorarraychips im Querschnitt;

Fig. 4: eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Thermopile- Sensorarraychips mit verbesserter thermischer Isolation zwischen Elektronik und Sensorelementen durch einen zusätzlichen Abstandshal- ter;

Fig.5: eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Thermopile- Sensorarraychips mit verbesserter thermischer Isolation zwischen Elektronik und Sen- sorelementen durch unterschiedlich tiefe ätzung der Silizium Trennwände;

Fig. 6: eine weitere Modifikation des Grundaufbaues eines Thermopile- Sensorarraychips mit Apertur für ver- bessertes räumliches Abbildungsvermögen;

Fig. 7: ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung des Thermopile- Sensorarraychips;

Fig.8a: ein Blockschaltbild einer weiteren erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung mit digitaler Signalaufbereitung des Thermopile- Sensorarraychips;

Fig. 8b: das Blockschaltbild nach Fig. 8a mit zusätzlichen Temperaturreferenzen auf dem Sensorchip sowie im

Gehäuse;

Fig. 9a: eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung des Sensorchips mit dünnen Lüftungsschlitzen im Quer- schnitt;

Fig. 9b: die Ausgestaltung nach Fig. 9a in der Unteransicht; und

Fig. 10: eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen

Sensorchips mit Blindelementen und zugehörigen Blenden.

Das Thermopile- Sensorarray Chip (nachfolgend als Sensorchip 1 bezeichnet) ist entsprechend Fig. 1 auf dem Trägersubstrat 8, z.B. eine Bodenplatte, zentrisch aufgebracht und mit einer Kappe 9 abgedeckt. Die Kappe 9 enthält eine öffnung für die Eintrittsoptik 10, die genau über der Mitte der Sensorelemente des Sensorchips 1 angeordnet ist. Die Eintrittsoptik 10 kann einerseits ein planparalleles Filter oder eine Linsenoptik sein. Die Verbindung zwischen dem Sensorchip 1 und dem Trägersubstrat ' 8 kann mit einem Verbindungsmittel durch Kleben, Löten, Einglasen oder auch durch Schweißen hergestellt werden. Das Verbindungsmittel sollte eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Als Verbindungsmittel geeignet sind z.B. ein mit

Metall oder Keramik gefüllter Kleber, eine metallgefüllte Einglasung oder ein Lot .

Die Variante mit Filter ist in Fig. 1 nicht dargestellt, in diesem Falle muss eine Linse zusätzlich außerhalb des Gehäuses montiert werden.

Bei der in Fig. 1 dargestellten Variante wird als Eintrittsoptik 10 eine abbildende Linse vorgesehen. Die Abmessungen von Kappe 9, Sensorchip 1 und Brennweite der Eintrittsoptik 10 werden erfindungsgemäß so gewählt, dass die abzubildenden Objekte über die Linse scharf auf den Sensorelementen abgebildet werden. Auf dem Trägersubstrat 8 sind üblicherweise Kontakte oder Steckverbinder angeordnet (in Fig. 1 nicht dargestellt) , um die AusgangsSignale des Sensorchips 1 zu anderen Baugruppen weiterzuleiten. Die elektrische Verbindung zwischen Sensorchip 1 und Kontakten auf dem Trägersubstrat 8 erfolgt über Drahtbrücken 11, die durch eine übliche Drahtbondtechnologie hergestellt werden können.

Fig. 2a zeigt eine Draufsicht auf das Sensorchip 1. Im mittleren Teil des Sensorchips 1 befinden sich die Sensorelemente (SE) 2, 3, 4, 5 des Sensorarrays, die symbolisch durch Quadrate dargestellt sind. Die Sensorelemente SE sind als zweidimensio- nales Feld mit m Zeilen und n Spalten angeordnet. Folglich ist das Sensorelement 2 das Sensorelement der ersten Zeile und der ersten Spalte (SE 1,1); das Sensorelement 3 das Sensorelement der ersten Zeile und n-ten Spalte (SE 1, n ) ,und das Sensorelement 4 das Sensorelement der m-ten Zeile und der ersten Spalte (SE m, 1) und das Sensorelement 5 das Sensorelement der m-ten Zeile und der n-ten Spalte (SE m, n) .

Im Beispiel ist ein Array von m=16 Zeilen und n=16 Spalten dargestellt.

Im äußeren Bereich des SensorChips 1 (d.h. außerhalb der Sensorelemente) befinden sich die für den Betrieb erforderlichen elektronischen Baugruppen. Dazu gehören z.B. Vorverstärker W und Tiefpassfilter TP, zusammen mit der Bezugsziffer 6 bezeichnet, 6 oder andere Elektronikkomponenten OE 7. Andere Elektronikkomponenten können z.B. Adressregister, Multiplexer, Treiber, Mikrocontroller, Analog/Digitalwandler (ADC) , Temperaturreferenzen, Spannungsreferenzen, Ablaufsteuerungen und Inter- facebaugruppen sein.

Erfindungsgemäß ist mindestens für jede Zeile (oder jede Spalte) ein Vorverstärker W ausgebildet. D.h. im vorliegenden Fall mit 16 Zeilen sind vorzugsweise mindestens 16 Vorverstärker W 6 vorhanden.

Es empfiehlt sich, diesen Vorverstärkern W je einen Tiefpass TP nachzusehalten, dessen Bandbreite (Grenzfrequenz des Tiefpasses) mindestens der Zeilenfrequenz des Arrays entspricht, um SignalVerluste zu vermeiden. Damit beschreibt das Bezugszeichen 6 die Kombination aus Vorverstärker und nachgeschaltetem Tiefpassfilter.

Natürlich kann durch einen vorgeschalteten Multiplexer auch die Anzahl der einzelnen Vorverstärker gegenüber der Spalten- oder Zeilenanzahl reduzieren. Wenn z.B. nicht für jede Zeile oder Spalte genau ein oder mindestens ein Vorverstärker W vorgeschaltet ist, können sich z.B. zwei oder vier Zeilen einen Vorverstärker durch einen Multiplexer teilen.

Wenn z.B. nicht für jeden Vorverstärker ein Tiefpass vorgesehen ist, können sich zwei, drei oder vier Vorverstärker einen Tiefpass über einen vorgeschalteten Multiplexer teilen.

In der vorgezogenen Ausführungsform mit einem Vorverstärker W und einem Tiefpass TP je Spalte oder Zeile sollte die Grenzfrequenz des Tiefpassfilters nicht wesentlich höher als die Zeilenfrequenz (bzw. Spaltenfrequenz) sein, weil die Grenzfrequenz des Tiefpasses das Gesamtrauschen von Sensorelement 1 und Vorverstärker begrenzt.

Teilen sich hingegen mehrere Spalten in einen Vorverstärker oder mehrere Vorverstärker in einen Tiefpass, so muss die Grenzfrequenz des Tiefpasses zur Vermeidung von Signalverlusten entsprechend angehoben werden. Die höhere Grenzfrequenz führt allerdings zu einem höheren Rauschen und einer schlechteren thermischen Auflösung.

Die Ausgänge jedes der Vorverstärker mit Tiefpassfilter 6 werden zu einem Ausgangsmultiplexer geführt (z.B. Spaltenmultiple- xer 23), der die parallel anliegenden Ausgangssignale der Vorverstärker mit Tiefpassfilter 6 in ein serielles Ausgangssignal wandelt (siehe auch das Blockschaltbild Fig. 7) .

Die Vorverstärker mit Tiefpassfilter 6 sollten ein niedriges Rauschen und eine geringe Offsetspannung aufweisen. Vorzugsweise wird das mit an sich bekannten Chopperverstärkern (auch Auto-Zero-Verstärker) erreicht. Um die thermische Beeinflussung der integrierten Sensorelemente niedrig zu halten, sollte die Verlustleistung der Vorverstärker W klein sein und vor allem gleichmäßig auf dem Umfang des Sensorchips 1 verteilt sein. Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, dass die Vorverstärker mit Tiefpassfilter 6 gleichmäßig auf dem Rand des Sensor- chips 1 verteilt sind.

Beispielsweise ergeben sich für das dargestellte Sensorarray von 16x16 Elementen vier Vorverstärker W mit Tiefpassfilter TP 6 auf jeder Seite und bei z.B. 128x128 Elementen wären es 32

Vorverstärker W mit Tiefpassfilter TP 6 auf jeder Seite.

Weil die Verlustleistung (und damit die Eigenerwärmung) der n Vorverstärker W mit Tiefpassfilter TP 6 erfahrungsgemäß die dominierende Wärmequelle auf dem Sensorchip 1 sind, hat also die symmetrische und gleichmäßige Anordnung der Vorverstärker W Vorrang. Wenn eine oder mehrere der weiteren Elektronikbaugruppen OE 7 ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Verlustleistung haben, sind diese erfindungsgemäß so zwischen den Vorverstärker mit Tiefpass- Strukturen 6 auf dem Chiprand anzuordnen, dass eine gleichmäßige Wärmeverteilung erreicht wird.

Prinzipiell können sich auch mehrere Vorverstärker einen Tief- pass teilen (d.h. je Tiefpass z.B. zwei oder mehrere Vorverstärker) . Das reduziert den Platzaufwand, erhöht aber gleichzeitig die Rauschbandbreite, wodurch sich die erreichbare Temperaturauflösung verschlechtert.

Fig. 2b zeigt eine Draufsicht auf ein weiteres Sensorchip 1 mit auf einer Seite verbreitertem Randbereich (in Fig. 2b unten) . Die Elektronikkomponenten OE 7 mit größerer Verlustleistung sind hier auf diesem verbreiterten Randbereich angeordnet, der eine bessere Wärmeableitung ' zum Substrat gewährleistet . In dieser Ausführungsform wird ein Teil der anderen Elektronikkomponenten OE 7 (z.B. MUX, Teile der Treiber, A/D-Wandler, Mikro- kontroller o.a.) auf einer oder mehreren Seiten des Chips neben den Vorverstärkern und Tiefpassbaugruppen 6 angeordnet. Dadurch wird bei einer oder mehreren Seiten die Breite des Rahmens (Tragekörper 17) gegenüber den anderen Seiten erhöht.

Ausgeglichen wird die größere Breite durch eine höhere Verlustleistung (Verlustwärme) der zusätzlichen Elektronikkomponenten OE 7. Der breitere Substratrand kann auf Grund der größeren Kontaktfläche proportional mehr Wärme zum TrägerSubstrat 8

abführen, die von den weiteren Baugruppen OE 7 herrührt , so dass die homogene Wärmeverteilung auf dem Chip erhalten bleibt .

Fig . 3 zeigt einen Querschnitt durch einen Teil der Thermopile- Sensorelemente 13 (thermoelektrische Leitbahnen) mit darüber liegenden Absorberstrukturen 14 für j edes Thermopile- Sensorelement 13 . Sämtliche Thermopile-Sensorelemente 13 befinden sich auf einer dünnen, thermisch gut isolierenden Membran 12 und werden mit Schalttransistoren und Adressleitung 15 akti- viert sowie mit dem Auslese-Multiplexer ( Zeilen-Multiplexer 21 , Spalten-Multiplexer 23 ) verbunden ( siehe Fig . 7 ) .

Das Siliziumsubstrat unter der dünnen Membran 12 ist durch mikromechanische ätzprozesse wabenförmig z ei chnungs gemäß von unten ausgehöhlt (Aushöhlung 16 ' ) und es verbleiben nur dünne, vorzugsweise senkrechte die Wabenstruktur begrenzende Trennwände 16 im Siliziumsubstrat zwischen den einzelnen Thermopile- Sensorelementen 13 , die mit dem Trägersubstrat 8 verbunden sind . Die Trennwände 16 können zusätzlich unten im Bereich des Träger Substrates 8 j eweils mit einem Luftschutz 16 ' ' versehen werden . Dazu wird das Siliziumsubstrat von unten angeätzt, z . B . auf 1/10 . . . 1/2 der Substratdicke . Fig. 9a zeigt eine schematische Darstellung der in die Trennwände 16 eingebrachten Luftschlitze 16 ' ' und Fig . 9b eine Ansicht des Siliziumsubstrates unter der Membran 12 mit den Luftschlitzen 16 ' , die sich über das gesamte Array der Sensorelemente 2 , 3 , 4 , 5 erstrecken . Ein solches Chip enthält mindestens j e einen dünnen Luftschlitz 16 ' ' pro Zeile oder Spalte des Sensorarrays , wobei die Tiefe der Luftschlitze geringer als die Tiefe des Substrates bis zur Membran ist .

Die eingearbeiteten Schlitze gestatten einen Druckausgleich zwischen den einzelnen Aushöhlungen 16 ' und dem Gehäuseinneren.

Selbst wenn bei der Befestigung des Chips 1 auf dem Trägersub- s trat 8 die einzelnen Aushöhlungen 16 ' Komplett mit dem Träger-

substrat 8 abschließen, verhindert der Gasaustausch durch die Luftschlitze 16'' ein Zerbrechen der dünnen Membran 12 durch Unter- oder überdruck in der Aushöhlung 16'.

Die dünne Membran 12 besteht aus einem CMOS- kompatiblen dielektrischen Material (z.B. Siliziumdioxid, Siliziumnitrid oder Siliziumkarbid, bzw. einer Sandwichstruktur daraus) , wurde durch CVD Prozesse im CMOS Prozess abgeschieden und hat eine typische Dicke von etwa 1 μ.m, wobei prinzipiell Dicken zwischen etwa 0,3 und 4,0 μm möglich sind. Die Materialparameter sind im Vergleich zum Siliziumsubstrat so zu wählen, dass nach dem Abscheiden möglichst keine mechanischen Verspannungen auftreten.

Auf der dünnen Membran 12 ' sind die einzelnen Thermopile- Sensorelemente SE1,1 bis SE m,n angeordnet. Jedes Thermopile- Sensorelement 13 enthält eine Thermopilestruktur . Die an sich bekannten Thermopiles bestehen aus zwei Materialien mit unterschiedlichem Seebeck- Koeffizienten. Diese Materialien werden im CMOS-Prozess durch Abscheidung von polykristallinem Silizium oder Silizium/Germanium und Aluminium oder vorzugsweise durch n-leitendes und p-leitendes polykristallineε Silizium, hergestellt.

Die einzelnen Thermopaare bestehen aus je einem Schenkel n-leitendem und p-leitendem Poly-Silizium. Beide Poly-Silizium- Schenkel sind vorzugsweise übereinander liegend angeordnet und an den Enden jeweils mit dem folgenden bzw. dem Vorgänger- Thermopaar verbunden. Dadurch entstehen im Zentrum der Membran „warme" Kontakte und im Silizium-Randbereich 17 über den als Wärmesenke wirkenden Silizium-Trennwänden 16 „kalte" Kontakte. Der Silizium-Randbereich dient zugleich als Silizium- Tragekörper 17.

über den heißen Kontakten wird eine Absorberschicht aufgebracht, die für Infrarotstrahlung einen besonders hohen Absorptionskoeffizient aufweist.

Zur Erhöhung der SignalSpannungen werden viele Thermoelemente in Reihe geschaltet, so dass ein Thermopile entsteht.

Die ätzung der Aushöhlung 16' unter den Sensorelementen 13 erfolgt z.B. durch reaktiven Ionenätzen (RIE) im an sich be- kannten, sogenannten „Deep RIE-Prozess" . Diese ätzung erfolgt von der Rückseite und stoppt an der Unterseite der Membran 12, z.B. an einer Oxidschicht, die im Vergleich zu Silizium eine sehr niedrige ätzrate aufweist.

Der Deep RIE-Prozess gestattet die Herstellung der Trennwände 16 mit praktisch senkrechten Wänden. Diese Silizium-Trennwände 16 haben mehrere Funktionen:

- als Wärmesenke für die kalten Kontakte der Thermopiles, - zur thermischen Trennung der Thermopiles untereinander, (Vermeidung von thermischem übersprechen) und zur mechanischen Stabilisierung der Membran 12 und des Ar- rays .

Fig. 4 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung des Thermopile-Sensorarrays mit zusätzlichem Abstandshalter 18. Im Gegensatz zum Grundaufbau in Fig. 1 ist der Sensorchip 1 im Querschnitt dargestellt.

Es zeigt die Sensorelemente und Absorberstrukturen 14 und die Siliziumtrennwände 16 zwischen den Sensorelementen dargestellt. Im Randbereich des Sensorchips 1 sind die Vorverstärker w und Tiefpassfilter TP 6 bzw. weitere elektronische Baugruppen 7

angeordnet. Diese elektronischen Baugruppen sind über dem massiven Randbereich des Silizium-Tragekörpers 17 angeordnet, weil die entstehende Verlustleistung (Wärme) in den Baugruppen 6 und 7 möglichst gut zur Bodenplatte 8 abgeleitet werden soll . Ziel der Dimensionierung ist es, die entstehende Temperaturerhöhung im Randbereich 6, 7 so klein wie möglich zu halten, um eine thermische Beeinflussung der Sensorelemente 14 über der Membran 12 (Fig. 3) zu verhindern. Die elektronischen Baugruppen 6, 7 und die Sensorelemente und Absorberstrukturen 14 sind über Drahtbrücken 11 mit dem TrägerSubstrat 8 elektrisch verbunden.

Fig. 4 zeigt auch weitere Ausgestaltungen der Erfindung. So ist zwischen den äußeren Sensorelementen und Absorberstrukturen 14 und dem Siliziumträger 17 im Randbereich eine weitere Aushöh- lung als thermischer Isolationsbereich 19 ausgeführt, ohne dass sich über der darüber weitergeführten Membran 12 ein Sensorelement 14 befindet. Der zusätzliche Isolationsbereich 19 soll das thermische übersprechen der elektronischen Baugruppen 6, 7 auf die Sensorelemente 14 weiter reduzieren. Der zusätzliche Isola- tionsbereich 19 wird gleichzeitig mit den Aushöhlungen 16' unter den Sensorelementen hergestellt.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht in einem Abstandshalter 18, der den Silizium-Tragekörper 17 des Sensor- chips 1 mit de Trägersubstrat 8 verbindet, während die Siliziumtrennwände 16 zwischen den Sensorelementen keinen Kontakt zu dem Trägersubstrat 8 haben. Der Abstandshalter 18 muss aus einem sehr gut wärmeleitfähigen Material bestehen (z.B. Metall, Keramik oder auch Silizium) . Optional kann der Abstandshalter 18 aber auch Bestandteil des Sensorchips 1 sein.

Die ganze Anordnung ist durch eine Kappe 9 umhaust, die auf dem TrägerSubstrat 8 befestigt ist und in der sich zentrisch über dem Sensorchip 1 eine Eintrittsoptik 10, z.B. eine Linse befin-

det .

In Fig. 5 sind weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen des Thermopile Sensorarrays mit unterschiedlich tief geätzten SiIi- zium-Trennwänden 16 dargestellt. Bei dieser Anordnung wird die bessere thermische Isolation nicht durch einen Abstandshalter 18, wie in Fig. 4 dargestellt, erreicht, sondern durch einen weiteren Abtrag der Silizium-Trennwände 16 zeichnungsgemäß von unten, wodurch ein freigeätzter Spalt 20 über dem Trägersub- strat 8 freigeätzt wird. Dies wird durch einen zusätzlichen ätzschritt erreicht, bei dem die unteren Enden der Trennwände 16 im Zentralbereich des Sensorchips 1 abgeätzt werden, wobei gleichzeitig die unteren Enden des Siliziumtragekörpers 17 abgedeckt werden müssen.

Nach der Montage des Sensorchips 1 sitzt der Randbereich des Sensorchips 1, d.h. der Silizium-Tragekörper 17 direkt auf dem Trägersubstrat 8 auf, während zwischen den Silizium-Trennwänden 16 und dem TrägerSubstrat 8 der Spalt 20 verbleibt.

Der übrige Aufbau entspricht dem von Fig. 4.

Fig. 6 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung des Sensorarrays . Der Grundaufbau des Sensorarrays mit Sensorchip 1 auf dem Trägersubstra 8 mit Drahtbrücken 11 zur elektrischen Kontaktierung und Eintrittsoptik 10 enthält hier eine Apertur 30. Innerhalb der Kappe 9 ist die Apertur 30 umlaufend angeordnet. Diese Apertur 30 kann z.B. aus Kunststoff, Glas bzw. metallischen, keramischen oder anderen isolierenden Materialien hergestellt werden.

Die dem Sensorchip 1 zugewandte Seite 31 darf nicht für Infrarotstrahlung reflektierend sein. Das kann durch die Wahl des Werkstoffes (die meisten Keramik- und Kunststoffmaterialien

sind nicht reflektierend und brauchen keine Zusatzschicht) , oder bei Metallen durch eine absorbierende Schicht erfolgen.

Die die Infrarotstrahlung nicht reflektierende Oberfläche 31 soll verhindern, dass Streudtrahlung von der Eintrittsoptik 10 an der Innenwand der Kappe 9 reflektiert wird und zu den Sensorelementen SE gelangt .

Fig. 7 zeigt ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Sen- sorarrays mit einem Zeilenmultiplexer 21 mit zugehöriger Ansteuerung 22 des Zeilen-Multiplexers, einer Vorverstärker- und Tiefpassanordnung 6 für die einzelnen Spalten sowie einem Spal- tenmultiplexer 23 mit zugehöriger Ansteuerung 24. Weiterhin ist ein Analog-Ausgang 25 vorgesehen, der mit dem Ausgang des Spal- tenmultiplexers 23 verbunden ist.

In Fig. 8a ist ein weiteres Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung dargestellt. Hier sind zusätzliche Baugruppen für Adressregister 26, Ablaufsteuerung 27 und Ana- log/Digital-Wandler 28 vorgesehen. All diese Baugruppen werden nach/von außen über das digitale Interface 29 verbunden. Ansonsten entspricht Fig. 8a Fig. 7.

Fig. 8b zeigt das Blockschaltbild nach Fig. 8a, das jedoch mit zusätzlichen Temperaturreferenzen 32, 33 versehen ist. Dabei ist eine Temperaturreferenz 32 im Sensorchip 1 und die Temperaturreferenz 33 innerhalb der Kappe 9 angeordnet. Die zusätzlichen Temperaturreferenzen 32, 33 sind unmittelbar mit dem Spal- tenmultiplexer 23 verbunden, und sorgen für eine gute Korrektur der Messwerte.

Die Steuerung des Arrays kann sowohl von außen über angelegte Adressen als auch intern über einen internen Taktgenerator und die Ablaufsteuerung 27 erfolgen. Dabei werden über den Zeilen-

Multiplexer 21 die einzelnen Zeilen des Arraysensorfeldes nacheinander (oder bei Bedarf auch mit wahlfreiem Zugriff) aktiviert .

Alle Thermopile- Sensorelemente einer Spalte liegen parallel an dem zugehörigen AusgangsVorverstärker W 6 der Spalte an und werden von diesem verstärkt. Da nur eines der Zeilenelemente aktiviert ist, liegt zu diesem Zeitpunkt nur die Ausgangsinformation am Spaltenmultiplexer 22 an. Vorzugsweise ist der dem Vorverstärker nach geschaltete Tiefpass 6 mit einem Sample & Hold Verstärker abgeschlossen, der den über eine Zeilenperiode lang integrierten Signalwert konstant hält, während die einzelnen Spaltensignale nacheinander abgefragt und zum Ausgang des Spalten- Multiplexers 23 durchgeschaltet werden.

Zur Kompensation von Drifteffekten und Inhomogenitäten der einzelnen Vorverstärker W bzw. Tiefpass TP 6 (z.B. Schwellspannung, Biasstrom) empfiehlt es sich, zu jeder Spalte von Sensorelementen ein Blindelement (z.B. Thermopilestruktur mit identischem Widerstand, aber ohne Signalspannung) einzufügen.

Das Blindelement wird als Referenzspannung mit ausgelesen, vorzugsweise mehrere Perioden lang zur Rauschminderung akkumuliert (gemittelt) und zur Kompensation der Drifteffekte ausgenutzt. Dabei kann das Blindelement z.B. ein gegen IR-Strahlung vom Objekt abgeschirmtes Sensorelement mit eigener Membran oder nur die Widerstandsstruktur eines Thermopiles 13 ohne geätzter Membran sein.

Fig. 10 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung mit einer Reihe von Blindelementen 34, die auf dem äußeren Rand des

Sensorchips 1 angeordnet sind. Bei dieser Ausgestaltung befindet sich unter den Blindelementen jeweils eine eigene Aushöhlung und sind in gleicher Weise wie die eigentlichen Sensorelemente 14 aufgebaut. Eine außerhalb des Sensorchips angeordnete Blende 35 schattet die Blindelemente 34 gegenüber der Infrarot-

Strahlung vom Messobjekt ab, während die eigentlichen Sensorelemente an der Blende vorbei zur Eintrittsoptik 10 sehen. Diese Lösung gestattet es, sowohl Drifteffekte der einzelnen Vorverstärker und Tiefpassfilter auszugleichen, als auch den so genannten „Heat Schock Effekt" durch schnelle Umgebungstemperatur-änderungen zu kompensieren.

In Fig. 10 ist die Blende 35 an das Trägersubstrat 8 montiert. Je nach thermischen Verhältnissen (d.h. dem maximalen Wärmeein- trag beim „Heatschock") , kann die Blende 35 auch an der Kappe 9 oder der Apestur 30 montiert werden.

Die Blende 35 kann entweder auf dem Trägersubstrat 8, wie in Fig. 10 dargestellt, montiert werden, oder auch an der Innen- seite der Kappe 9 befestigt werden. Ein weiterer möglicher Anbringungsort wäre auch die Innenseite der Apertur 30. Die Befestigung an der jeweiligen Baugruppe kann durch die bekannten Befestigungsverfahren wie Kleben, Löten, Einglasen, oder auch durch Schweißen erfolgen.

Funktionswesentlich ist allerdings unabhängig vom Anbringungsort, dass die dem Blindelement 34 zugewandte Innenseite der Blende 35 eine die Infrarotstrahlung absorbierende Oberfläche aufweißt. Das kann durch die Wahl des Werkstoffes (die meisten Keramik- und Kunststoffmaterialien sind nicht reflektierend) oder die metallen durch eine absorbierende Schicht erfolgen.

Thermopile Infrarot Sensorarray

Bezugzeichenliste

1 Sensor Chip

2 SE 1,1; Sensorelement 1. Zeile, 1. Spalte

3 SE l,n; Sensorelement 1. Zeile, n. Spalte

4 SE m,l; Sensorelement m. Zeile, 1. Spalte 5 SE m,n; Sensorelement m. Zeile, n. Spalte

6 Vorverstärker mit Tiefpassfilter

7 OE, andere Elektronikkomponenten

8 TrägerSubstrat

9 Kappe 10 Eintrittsoptik

11 Drahtbrücke

12 Membran

13 Thermopile Sensorelement

14 Absorberstruktur eines Sensorelementes 15 Schalttransistor und Adressleitung eines Sensorelementes

16 Trennwand

16 ' Aushöhlung

16'' Luftschlitz 17 Silizium-Tragekörper

18 Abstandshalter

19 Iεolationsbereich

20 freigeätzter Spalt

21 Zeilen-Multiplexer 22 Ansteuerung Zeilen-Multiplexer

23 Spalten-Multiplexer

24 Ansteuerung Spaltenmultiplexer

25 Analog-Ausgang 26 Adressregister 27 Ablaufsteuerung

Analog/Digital Konverter Digitales Interface Apertur Infrarotstrahlung nicht reflektierende Oberfläche Temperaturreferenz Temperaturreferenz Blindelement Blende für Blindelement