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Patent Searching and Data


Title:
THREAD DELIVERY DEVICE HAVING A NOVEL YARN SENSOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/017319
Kind Code:
A1
Abstract:
In a thread delivery device (1) which is improved with regard to its thread sensor, the thread sensor (18) and an associated thread guiding device (12) preferably form one structural unit which can be adjusted parallel to the rotational axis of the thread delivery wheel (3). A lever (19) or another element which is preferably arranged so as to stand upright belongs to the thread sensor (18). It therefore extends in a first transverse direction away from the thread. In a first embodiment, it is movable in a second transverse direction (pivoting direction), while it is mounted such that it can be displaced longitudinally in a second embodiment. Movement pulses which are caused by the running thread and act on the thread sensor are minimized by the movement of the thread sensor, which movement is oriented exclusively transversely, preferably at right angles, with respect to the thread. Moreover, the vertical arrangement of the thread sensor makes it possible to use the thread sensor for a very wide range of different thread thicknesses from the thinnest polyester thread to a thick fancy yarn.

Inventors:
KAUFMANN, Richard (Musbacher Str. 43, Freudenstadt, 72250, DE)
MIXNER, Michael (Am Stadtberg 4, Dornstetten, 72280, DE)
LETZGUS, Walter (Schlossbergstr. 4, Rottenburg-weiler, 72108, DE)
Application Number:
EP2006/007864
Publication Date:
February 14, 2008
Filing Date:
August 09, 2006
Export Citation:
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Assignee:
MEMMINGER-IRO GMBH (Jakob-Mutz-Str. 7, Dornstetten, 72280, DE)
KAUFMANN, Richard (Musbacher Str. 43, Freudenstadt, 72250, DE)
MIXNER, Michael (Am Stadtberg 4, Dornstetten, 72280, DE)
LETZGUS, Walter (Schlossbergstr. 4, Rottenburg-weiler, 72108, DE)
International Classes:
D04B15/48; B65H51/22
Attorney, Agent or Firm:
RÜGER, BARTHELT & ABEL (Webergasse 3, Esslingen, 73728, DE)
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Claims:

Patentansprüche :

1. Fadenliefergerät (1) für Strickmaschinen oder Wirkmaschinen,

mit einem Träger (4) , der zur Befestigung an einer Textilmaschine eingerichtet ist,

mit einem an dem Träger (4) um eine Drehachse (10) drehbar gelagerten Fadenlieferrad (3), das zur Lieferung des Fadens (2) dient,

mit einer Fadenführungseinrichtung (12) , die in der Nähe des Fadenlieferrads (3) an einer Position angeordnet ist, die einen Fadenschrägabzug festlegt,

mit einem Fadenfühler (18) , der sich von dem Faden (2) weg nach oben erstreckt,

wobei der Fadenfühler (18) innerhalb einer quer zu dem Faden (2) orientierten Ebene (22) beweglich gelagert ist.

2. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (18) bei straffem Faden (2) im Wesentlichen vertikal orientiert ist.

3. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (18) bei schlaffem Faden (2) in einer seitlich ausgeschwenkten Position ist.

4. Fadenliefergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (18) schwenkbar gelagert ist.

5. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (18) bei schlaffem Faden (2) im Wesentlichen vertikal orientiert ist.

6. Fadenliefergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (18) verschiebbar gelagert ist.

7. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Fadenführungseinrichtung (12) höhenverstellbar ausgebildet ist.

8. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (18) und die Fadenführungseinrichtung (12) eine Baugruppe (29) bilden.

9. Fadenliefergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Baugruppe (29) in Bezug auf das Fadenlieferrad (3) verstellbar gelagert ist.

10. Fadenliefergerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Baugruppe (29) parallel zu der Drehachse

(10) verstellbar ist.

11. Fadenliefergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativposition zwischen der Fadenführungseinrichtung (12) und dem Fadenfühler (18) von der Verstellposition der Baugruppe (29) unabhängig ist.

12. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (10) des Fadenlieferrads (3) in Gebrauch aufrecht stehend angeordnet ist.

13. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (18) der in Nachbarschaft der Fadenführungseinrichtung (12) angeordnet ist und als Fadeneinlauffühler dient.

14. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (18) vor dem Fadenlieferrad (3) angeordnet ist und als Fadeneinlauffühler dient.

15. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das der Fadenfühler (18) ein Fadenwächter ist.

16. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (18) ein Fadenspannungssen- sor ist.

Description:

Fadenliefergerät mit neuartigem Fadenfühler

Die Erfindung betrifft ein Fadenliefergerät für Strickmaschinen oder Wirkmaschinen.

Für Textilmaschinen, insbesondere Strickmaschinen oder Wirkmaschinen, sind Fadenliefergeräte in Gebrauch, die den einzelnen Strickstellen Faden in der erforderlichen Menge zuliefern. Dabei sind verschiedene Lieferverfahren bekannt. Es existieren:

- Positivfournisseure, bei denen von einem Fadenwickel umschlungenes Fadenlieferrad die Fadenliefermenge vorgibt,

- Speicherfournisseure, bei denen sich die Strickma-

schine den Faden durch eigenen Fadenzug von einer Speichertrommel holt,

- Friktionsfournisseure, die Faden unter Schlupf fördern, und

- spannungsgesteuerte Fournisseure, bei denen ein Fadenlieferrad in Abhängigkeit von der Fadenspannung gedreht wird, so dass die Fadenspannung möglichst konstant bleibt . Solche Fournisseure werden auch als Negativfournisseure bezeichnet.

Bei allen diesen Fournisseuren kann sich die Aufgabe stellen, die Anwesenheit des Fadens zu überwachen oder seine Spannung zu überprüfen bzw. zu messen. Dazu dienen in der Regel beweglich gelagerte Hebel, die an einem Ende eine öse tragen, durch die der Faden läuft oder die mit einem Ende an dem Faden ruhen. Der beweglich gelagerte Hebel fühlt somit, ob der Faden straff ist oder ob er schlaff durchhängt. Dazu ist der Hebel beweglich gelagert, um quer zu dem Faden bewegt zu werden.

Dazu offenbart die GB-PS 1 464 487 einen Positivfour- nisseur mit Axialabzug. Die positive Fadenlieferung wird erreicht, indem der über den Rand einer Fadenliefertrommel ablaufende Faden über einen ortsfesten Haken läuft, der den Ablaufpunkt des Fadens bestimmt. Unterhalb des Fadenlieferrads ist eine Fadenführungsöse angeordnet, in deren unmittelbarer Nachbarschaft ein Fadenfühler angeordnet ist. Dieser wird durch einen schwenkbar gelagerten Hebel gebildet, der endseitig eine öse trägt, durch die der Faden läuft. Der Hebel ist innerhalb einer quer zu dem Faden stehenden, etwa horizontal ausgerichteten Ebene bewegbar, deren Flächennormale parallel zu der Drehachse der Fadenliefertrommel orientiert ist.

Ein entsprechender Stand der Technik wird durch die DE 23 12 267 sowie die US-PS 3 908 921 gebildet.

Eine andere Grundbauform von Friktions- oder Positiv- fournisseuren ist der EP 0 333 482 Al zu entnehmen. Die dort beschriebenen Fournisseure weisen einen Fadenfühlhebel auf, der um eine horizontale Drehachse schwenkbar gelagert ist. Diese Drehachse ist quer zu dem ablaufenden Faden orientiert. Der Fadenfühlhebel lastet von oben her schräg auf dem Faden und ist auf und ab schwenkbar. Es ist somit innerhalb einer Vertikalebene bewegbar, auf der die Drehachse des Hebels senkrecht steht. Diese Ebene liegt im Wesentlichen parallel zu der Drehachse des Fadenlieferrads.

Durch die Schrägstellung des Fadenfühlhebels können Unregelmäßigkeiten des laufenden Fadens, wie beispielsweise Knötchen, heraus stehende Filamente, Dickenschwankungen o- der sonstige gewünschte oder auch zufällige Garneffekte, zu einem unruhigen Verhalten des Fadenfühlhebels führen, so dass dieser auf dem laufenden Faden tanzt . Dieser Effekt ist von der Beschaffenheit des Garns abhängig.

Es ist aber zunehmend Ziel von Entwicklungen von Fadenliefergeräten, dass diese mit möglichst verschiedenen Garnqualitäten gleichermaßen gut zusammenarbeiten.

Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein Fadenliefergerät mit verbessertem Fadenfühler zu schaffen.

Diese Aufgabe wird mit dem Fadenliefergerät nach Anspruch 1 gelöst :

Das erfindungsgemäße Fadenliefergerät weist zumindest ein Fadenlieferrad auf, das drehbar gelagert ist. Dem Fadenlieferrad ist eine Fadenführungseinrichtung zugeordnet, die den Fadenabzug besorgt . Die Fadenführungseinrichtung ist für Schrägabzug eingerichtet. Vorzugsweise ist das Fadenliefergerät ein Positivliefergerät. Der Faden wird durch Drehung des Fadenlieferrads zu einer Fadenverbrauchsstelle, beispielsweise einer Strickstelle, geliefert.

Das Fadenliefergerät weist einen Fadenfühler auf, der sich von dem Faden weg nach oben erstreckt. Der Fadenfühler ist beweglich gelagert, um wenigstens zu unterscheiden, ob der Faden straff oder schlaff ist. Dazu ist er innerhalb einer quer zu dem Faden orientierten Ebene beweglich gelagert, wobei diese Ebene vorzugsweise die Drehachse des Fadenlieferrads nicht schneidet. Die Schwenkachse des Fadenfühlers ist somit vorzugsweise etwa parallel zu dem Faden orientiert, wenn er schwenkbar gelagert ist. Damit schwenkt, wenn der Faden schlaff wird, seitlich aus. Ansonsten, d.h. wenn der Faden straff ist, hängt er vorzugsweise im Wesentlichen vertikal von seiner Lagerung nach unten. Zur Vorspannung in seitlicher Ausschwenkrichtung dient vorzugsweise eine Vorspanneinrichtung. Diese kann durch ein geeignetes Krafterzeugungsmittel, wie beispielsweise ein an einem Hebelarm angreifendes Gewicht, ein Federmittel, magnetische Anziehungs- oder Abstoßungskräfte oder dergleichen gebildet sein.

Es ist auch möglich, den Fadenfühler verschiebbar zu lagern, wobei er dann sowohl bei straffem als auch bei schlaffem Faden im Wesentlichen vertikal orientiert ist.

Durch die im Wesentlichen rechtwinklige Anordnung zwi-

sehen Fadenfühler und Faden wird erreicht, dass Unregelmäßigkeiten des schneller oder langsamer laufenden Fadens kaum nennenswerte Bewegungen des Fadenfühlers induzieren. Dieser ruht somit relativ ruhig und tanzt wenig oder nicht.

Durch die aufrecht stehende Anordnung des Fadenfühlers wird erreicht, dass Gewichtskräfte und auf den Fadenfühler einwirkende Vorspannkräfte an der Lagerung des Fadenfühlers nicht als abzustützende Biegemomente in Erscheinung treten. Dadurch kann mit einfachen Mitteln eine robuste und zugleich reibungsarme Lagerung des Fadenfühlers erreicht werden. Dies ermöglicht die Anwendung des Fadenfühlers auch bei sehr dünnen oder feinen Fäden, die nur geringe Kräfte auf den Fadenfühler ausüben.

Der Fadenfühler kann in der beschriebenen Form sowohl als Fadeneinlauffühler als auch als Fadenauslauffühler dienen. In beiden Fällen, insbesondere aber im letztgenannten Fall, ist es zweckmäßig, den Fadenfühler unmittelbar benachbart zu einer Fadenführungseinrichtung anzuordnen. Der Fadenfühler und die Fadenführungseinrichtung können eine Baugruppe bilden. Es ist vorteilhaft, wenn diese in Bezug auf das Fadenlieferrad verstellbar gelagert ist. Damit ist eine Verstellung des Fadenablaufs bzw. der Ablaufhöhe des Fadens möglich. Bei Schrägabzug kann der Ablaufwinkel verändert werden, um Eigenheiten des verwendeten Fadens Rechnung zu tragen. Die Höhenverstellung ist auch zur Anpassung an andere Fadenliefertrommeln mit größerer Höhe zweckmäßig. Die Höhenverstellung kann dazu genutzt werden, den Faden von dem Fadenlieferrad relativ steil nach unten zu leiten. Durch das Abstreifen von Filamenten (Fadenbruchstücken, Staub und dergl . ) wird der Bildung von Filamentringen entgegengewirkt .

Die Verschieberichtung bzw. Verstellrichtung der Baugruppe ist vorzugsweise parallel zu der Drehachse des Fadenlieferrads. Bei einer Verstellung der Position dieser Baugruppe bleiben die Position der Fadenführungseinrichtung und des Fadenfühlers in Bezug auf einander erhalten.

Der Fadenfühler kann als Fadenwäöhter ausgebildet sein. In diesem Fall unterscheidet er lediglich, ob ein straffer Faden vorhanden ist oder ob der Faden durchhängt oder fehlt. In diesem Fall genügt ein Mittel zur Unterscheidung von zwei Positionen des Fadenfühlers, nämlich einer ersten Position, die er einnimmt, wenn der Faden straff ist, und einer zweiten Position, die er einnimmt, wenn der Faden schlaff ist. Das Positionserfassungsmittel kann ein Schalter sein.

Im anderen Fall kann der Fadenfühler als Fadenspannungssensor ausgebildet sein. Dazu kann er mit einer Sensoreinrichtung verbunden sein, die die Größe seiner Auslenkung erfasst. Alternativ kann der vom Fadenfühler zu durchlaufende Weg auf ein Minimum reduziert sein. In diesem Fall erfasst eine Kraftmesseinrichtung lediglich die von dem Faden auf den Fadenfühler ausgeübte Kraft, um daraus die Fadenspannung zu ermitteln. Auch in diesem Fall ist es vorteilhaft, dass der Fadenfühler im Wesentlichen rechtwinklig zu dem Faden steht, wobei die Wirkungsrichtung der von dem Faden auf den Fadenfühler ausgeübte Kraft vorzugsweise horizontal und quer zu dem Faden orientiert ist, wobei der Fadenfühler vertikal angeordnet ist. Durch die vertikale Anordnung des Fadenfühlers werde auch in diesem Fall Kräfte, die beispielsweise durch das Gewicht des Fadenfühlers verursacht werden und durch Flusablagerung verändert werden

können, hinsichtlich der Fadenspannungserfassung unwirksam.

Der Fadenwächter kann auch als Fadenspeicher genutzt werden, der kurzfristig Fadenüberschuss aufnehmen kann. Dadurch werden kleine überschussmengen zwischengespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben, ohne dass die Strickmaschine abschaltet.

Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, der Beschreibung oder Ansprüchen.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:

Figur 1 ein Fadenliefergerät in Form eines Positiv- fournisseurs in schematisierter Seitenansicht,

Figur 2 einen Fadenfühler und eine Fadenführungseinrichtung des Fadenliefergeräts nach Figur 1 in schemati- scher Perspektivansicht,

Figur 3 den Fadenfühler nach Figur 2 in schematisierter Perspektivansicht,

Figur 4 eine abgewandelte Ausführungsform eines Fadenfühlers in aufs äußerste schematisierter Darstellung,

Figur 5 eine weitere Ausführungsform eines Fadenfühlers nebst Fadenführungseinrichtung in schematisierter Perspektivdarstellung,

Figur 6 ein Fadenliefergerät in einer Ausführungs-

form als Negativfournisseur mit spannungserfassendem Fadenfühler,

Figur 7 ein abgewandeltes Fadenliefergerät in Form eines Positivfournisseurs in schematisierter Seitenansicht und

Figur 8 den Fadenfühler und die' Fadenführungseinrichtung des Fadenliefergeräts nach Figur 7 in schemati- scher Perspektivansicht .

In Figur 1 ist ein Fadenliefergerät 1 veranschaulicht, das zum Zuliefern von Faden 2 zu einer Strickmaschine, Wirkmaschine oder sonstigen Textilmaschine dient . Das Fadenliefergerät 1 weist dazu ein Fadenlieferrad 3 auf, das an einem Träger 4 drehbar gelagert und von dem Faden 2 mehrfach umschlungen ist . Der Träger 4 ist an einem Ende 5 mit einer maulartigen Klemme 6 versehen, mit der er an einem geeigneten Halter, wie beispielsweise dem Maschinenring einer Strickmaschine zu verbinden ist, wie es beispielsweise auch der EP 0 333 482 Al zu entnehmen ist.

An dem anderen Ende des Trägers 4 ist eine Fadenbremse 7 angeordnet, die den zu dem Fadenlieferrad 3 laufenden Faden 2 unter einer vorbestimmten Spannung hält . Die Fadenbremse wird beispielsweise durch zwei durch Magnetkraft aneinander haftende drehbar gelagerte Ringe 8 gebildet, zwischen denen der Faden 2 hindurch läuft .

Das Fadenlieferrad 3 ist z.B. an einer Welle 9 befestigt, die an dem Träger 4 drehbar gelagert und in Gebrauch im Wesentlichen senkrecht angeordnet ist. Ihre Drehachse 10 ist somit etwa vertikal orientiert. Während das Fadenlieferrad 3 unterhalb des Trägers 4 an dem unteren Ende der Welle 9 angeordnet ist, ist an dem oberen Ende derselben eine Antriebseinrichtung, beispielsweise in Form einer Riemenscheibe 11 angeordnet. Es können weitere nicht veranschaulichte Riemenscheiben vorgesehen sein, die ebenfalls zum Antrieb der Welle 9 dienen.

Vor und/oder hinter dem Fadenlieferrad 3 ist zumindest eine Fadenführungseinrichtung 12, 13 angeordnet, mit denen der Faden 2 auf das Fadenlieferrad 3 bzw. von diesem herun-

ter geleitet wird. Die Fadenführungseinrichtung 12 ist unterhalb des Trägers 4 in einer Position angeordnet, die den Faden 2 zu einem Schrägablauf zwingt . Bei diesem läuft der Faden 2 streifend über den unteren Rand 14 des Fadenlieferrads 3. Die Fadenführungseinrichtung kann aus einer oder mehreren, im vorliegenden Fall zwei, ösen 15, 16 bestehen, die beispielsweise als Keramikösen ausgebildet und in einem entsprechenden Halter 17 angeordnet ' sind. Die ösen 15, 16 können, wie dargestellt, geschlossene Ringe oder auch mit einer Unterbrechung versehene ringförmige Elemente sein, in die der Faden entweder eingefädelt oder durch die Unterbrechungsstelle eingelegt wird. Im vorliegenden Fall sind die ösen 15, 16 ungefähr auf gleicher Höhe und in kurzem Abstand zueinander angeordnet, um zwischen einander ein kurzes Stück des laufenden Fadens 2 ruhig zu halten.

Zwischen den ösen 15, 16 ist ein Fadenfühler 18 angeordnet. Dieser ist beweglich gelagert. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird er durch einen Hebel 19 gebildet, der um eine Schwenkachse 20 schwenkbar gelagert ist. Vorzugsweise ist die Lagerung an dem Halter 17 ausgebildet oder zumindest ortsfest zu diesem angeordnet. Die Schwenkachse 20 verläuft im Wesentlichen parallel zu einer durch die Mitten der ösen 15, 16 führenden Linie 21. Im vorliegenden und bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Schwenkachse 21 horizontal ausgerichtet, wobei sie dann die Drehachse 10 schneidet. Außerdem schneidet sie, wie Figur 3 andeutet, eine gedachte Ebene 22 unter einem rechten Winkel, die quer zu dem Faden 2 orientiert ist.

Der Hebel 19 kann als ein- oder zweiarmiger Hebel ausgebildet sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel trägt sein einer Hebelarm an seinem unteren freien Ende eine Fa-

denöse 23, durch die der Faden 2 läuft. Die Fadenöse 23 liegt mit den ösen 15, 16 auf der gemeinsamen Linie 21. Der andere Hebelarm (oberhalb der Schwenkachse 20) kann mit einem Federmittel 24 beispielsweise in Form einer Zugfeder oder Druckfeder in Verbindung stehen. Das Federmittel 24 ist in Figur 2 lediglich schematisch angedeutet. Es kann auch durch die Elastizität eines endseitig fixierten Fadenfühlers, durch Magnetanordnungen oder 'dergleichen gebildet sein. Seine Funktion besteht in der Vorspannung des Hebels 19 in einer vorgegebenen Drehrichtung, die in Figur 3 durch einen Pfeil 25 angegeben ist. Unter „Federmittel" ist somit jede Einrichtung zu verstehen, die dazu geeignet ist, die öse 23 quer zur Fadenlaufrichtung mit einer Vorspannkraft zu beauftragen. Als „Federmittel" kann auch ein Gewicht dienen, das ein den Hebel 19 vorspannendes Moment erzeugt.

Der Fadenfühler 19 steht außerdem mit einer Erfassungseinrichtung 26 in Verbindung. Diese ist im einfachsten Fall dazu eingerichtet, zumindest zwei Positionen des Fadenfühlers 18 zu unterscheiden, nämlich eine erste Position, in der die Fadenöse 23 mit den ösen 15, 16 im Wesentlichen fluchtet, und eine zweite Position, in der die Fadenöse 23 von der Linie 21 weg geschwenkt ist. Dazu kann die Erfassungseinrichtung beispielsweise aus einem mit dem Hebel 19 verbundenen Geber 27 und einem entsprechenden Fühler 28 bestehen. Der Geber 27 kann durch einen Permanentmagneten gebildet sein während der Fühler 28 beispielsweise durch ein magnetisch empfindliches Element, wie beispielsweise einen Schutzrohrkontaktschalter gebildet ist, dessen Kontakte schließen, wenn sich der Permanentmagnet nähert und dessen Kontakte öffnen, wenn sich der Permanentmagnet 27 entfernt. Hängt der Hebel 29 vertikal und fluchten somit die Fadenöse 23 und die ösen 15, 16 sind die Kontakte des

Schutzrohrkontakts getrennt, während sie geschlossen sind, sobald die Fadenöse 23 weit genug ausgeschwenkt ist.

Das insoweit beschriebene Fadenliefergerät 1 arbeitet wie folgt :

Die Riemenscheibe 11 wird beispielsweise durch einen Zahnriemen synchron mit anderen Riemenscheiben von anderen Fadenliefergeräten angetrieben, die gemeinsam mit dem Fadenliefergerät 1 auf dem Maschinenring einer Rundstrickmaschine sitzen. Entsprechend wird der Faden 2 mit der von dem Fadenlieferrad 3 vorgegebenen Geschwindigkeit zu der Strickmaschine geliefert. Diese nimmt den von dem Fadenliefergerät 1 gelieferten Faden ab und hält diesen damit straff. Der Fadenfühler 18 wird durch das Federmittel 24 so vorgespannt, dass die Fadenöse 23 die Tendenz hat, seitlich aus der in Figur 2 veranschaulichten Position auszuschwenken. Der relativ straffe Faden 2 verhindert dies jedoch, so dass der Fadenfühler 19 in eine im Wesentlichen vertikale Orientierung gezwungen wird.

Nimmt die Strickstelle der Strickmaschine nicht ausreichend Faden ab oder reißt der Faden oder tritt eine andere Störung ein, die dazu führt, dass der von dem Fadenlieferrad 3 gelieferte Faden schlaff wird, schwenkt der Hebel 19 um die Schwenkachse 20. Die Fadenöse 23 fluchtet dann nicht mehr mit den Fadenösen 15, 16. Der Geber 27 nähert sich an den Fühler 28 an, so dass dieser Kontakt gibt und ein entsprechendes Signal auslöst . Dieses Signal kann ein Alarmsignal, ein Maschinenabschaltsignal oder dergleichen sein.

Durch die im Wesentlichen hängende vertikale Anordnung

des Hebels 19 und die, bezogen auf den Faden 2, ausschließlich quer orientierte Bewegung der Fadenöse 23 werden Kraftimpulse, die in Fadenlaufrichtung wirken, nicht in Bewegungsimpulse des Fadenfühlers 19 umgesetzt. Mit anderen Worten, weil sich der Fadenfühler 18 bzw. der Hebel 19 in einer Ebene bewegen, die quer zu dem Faden 2 orientiert ist, wobei die Linie 21 bzw. der Faden 2 im Idealfall rechtwinklig auf dieser Ebene stehen, 'kann der Fadenfühler 18 äußerst leicht ansprechend ausgebildet werden, so dass er für sehr feine Fäden einsetzbar ist. Grobe Fäden mit Struktur oder Effektknoten können ihn dennoch nicht zu Fehlfunktion anregen.

Ein weiteres wesentliches Merkmal des Fadenliefergeräts 1 nach Figur 1 ist die Ausbildung der Fadenführungseinrichtung 12 und des Fadenfühlers 18 als gemeinsame Baugruppe 29, wie sie in Figur 2 veranschaulicht ist. Diese Baugruppe 29 ist an dem Träger 4 vorzugsweise verstellbar gelagert, wie in Figur 1 durch einen Pfeil angedeutet ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Verstellrichtung parallel zu der Drehachse 10 ausgerichtet. Andere Verstellrichtungen sind jedoch möglich. Vorzugsweise ist die Verstellrichtung eine lineare Verstellrichtung, so dass die Baueinheit 19 höhenverstellbar ist. Damit kann der Ablauf- punkt des Fadens eingestellt werden. Insbesondere kann eingestellt werden, wie stark oder in welchem Maße der Faden 2 über den Rand 14 streift.

Zu dem in Figur 2 lediglich schematisch angedeuteten Federmittel wird ergänzend auf Figur 4 verwiesen. Danach kann das Federmittel 24 so angeordnet oder ausgebildet sein, dass es den Hebel 19 mit einem Drehmoment beaufschlagt, das von der Position des Hebels 19 abhängig ist.

Beispielsweise kann gewünscht sein, dass das Schwenkmoment bei vertikalem Hebel 19 relativ schwach ist, während es mit zunehmender Auslenkung zunimmt. Dies kann gemäß Figur 4 dadurch erreicht werden, dass sich der Winkel zwischen einem Federelement, beispielsweise einer Druckfeder 30 und einem entsprechenden Hebelarm 31 mit zunehmender Auslenkung des Hebels 19 aus der Vertikalen an einen rechten Winkel annähert. Die Druckfeder 31 kann beispielsweise eine Blattfeder, wie beispielsweise eine so genannte ω-Feder sein. Auch kann gewünscht sein, dass das Schwenkmoment bei vertikalem Hebel 19 einen definierten Wert hat, wobei es mit zunehmender Auslenkung abnimmt oder einen bestimmten Verlauf hat . Dies kann erreicht werden, indem sich der Winkel zwischen einem Federelement und einem entsprechenden. Hebelarm mit zunehmender Auslenkung des Hebels in bestimmter Weise ändert. Zur ergänzenden Erläuterung wird auf die DE 199 32 483 Al verwiesen.

Weitere Abwandlungen sind möglich. Die nachfolgenden Beispiele sind dabei als nicht erschöpfende Aufzählung zu verstehen:

Der Fadenfühler 18 kann, wie Figur 5 andeutet, durch ein vertikal bewegliches, z.B. verschiebbar gelagertes Element 32 gebildet sein, das zwischen den ösen 15, 16 von o- ben her auf dem Faden 2 lastet. Dies kann unter Wirkung seines Eigengewichts oder auch unter Wirkung eines Federmittels erfolgen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Element 32 durch einen Bügel gebildet, der mit einem Steg 33 von oben her auf dem Faden 2 lastet. An den Steg 33 schließen sich ungefähr vertikal orientierte Schenkel 34, 35 an, die an ihrem oberen Ende mit einem Schieber 36 verbunden sind. Dieser ist in einer Vertikalführung, bei-

spielsweise in Form eines Schlitzes 37 verschiebbar gelagert. Der Schieber 36 kann aus magnetisierbarem Material bestehen oder einen Magneten enthalten, um somit als Geber zu dienen. Die Position desselben wird von einem Fühler 28, wie beispielsweise einem Schutzrohrkontakt, erfasst.

Der beschriebene Fadenfühler 18 kann gemeinsam mit einer entsprechenden Führungseinrichtung oder auch ohne eine solche gleichermaßen zwischen dem Fadenlieferrad 3 und der Fadenbremse 7 angeordnet werden.

Während der Fadenfühler 18 bei allen vorstehenden Ausführungsbeispielen lediglich dazu gedient hat, den straffen Faden von dem schlaffen Faden zu unterscheiden, kann er außerdem als Fadenspannungssensor ausgebildet sein, der die Fadenspannung in mehreren Stufen, feingestuft oder auch stufenlos erfasst. Dabei kann wiederum auf die Konfiguration nach Figur 2 zurückgegriffen werden, wobei der Fadenfühler 18 einen schwenkbar gelagerten Hebel 19 aufweist. Ein Beispiel veranschaulicht Figur 6. Dieses Beispiel unterscheidet sich von dem vorbeschriebenen Beispiel darin, dass nicht nur die Vertikalposition des Hebels 19 von einer ausgeschwenkten Position desselben erfasst wird, sondern dass zusätzlich die Größe des Schwenkwinkels bestimmt wird. Im einfachsten Fall erfolgt dies, indem an Stelle des Schutzrohrkontakts für den Fühler 28 ein magnetisch empfindliches Element eingesetzt wird, das ein der Stärke des erfassten Magnetfelds entsprechendes Signal erzeugt. Ein solches Element kann beispielsweise ein Magnetowiderstand, ein HaIl- Element oder dergleichen sein. Auch können optische Sensoren Anwendung finden.

Das auf diese Weise erzeugte, die Fadenspannung cha-

rakterisierende Signal kann von dem Fadenliefergerät 1 zu weiteren Signalen verarbeitet werden. Es ist auch möglich, das Signal an eine zentrale Erfassungseinrichtung zu senden, die das Signal auswertet. Außerdem ist es möglich, mit diesem Fadenspannungssignal einen Motor 38 zu steuern, der, wie Figur 6 andeutet, das Fadenlieferrad 3 antreibt. Auch in diesem Fall wird bevorzugt, die Baueinheit 29 vertikal verstellbar auszubilden. Der Verstellweg kann so groß sein, dass von einem reinen Tangentialabzug in einen tiefen Schrägabzug umgestellt werden kann.

Es ist des Weiteren möglich, den Fadenfühler 18 wegfrei auszubilden. Dazu wird er beispielsweise starr an einer Kraftmesseinrichtung montiert, wobei die ösen 15, 16 mit der Fadenlauföse 23 einen Zickzackweg für den Faden 2 festlegen. Wiederum steht die Fadenöse 23 dabei auf gleicher Höhe mit den ösen 15, 16, wie es schon bei den vorstehenden Ausführungsbeispielen bevorzugterweise der Fall war. Das von der Kraftmesseinrichtung abgegebene Kraftsignal entspricht dann der Fadenspannung, womit wiederum weitere Auswertungen vorgenommen oder der Motor 38 gesteuert werden können. Die Steuerung erfolgt dabei vorzugsweise so, dass die Fadenspannung an dem Fadenfühler 18 konstant bleibt.

In Figur 7 und 8 ist eine abgewandelte Ausführungsform eines Fadenliefergerätes veranschaulich, für das die vorstehende Beschreibung, insbesondere die Beschreibung zu Figur 1 und 2 unter Zugrundelegung gleicher Bezugszeichen entsprechend gilt. Abweichend gilt folgendes: Während die Fadenführungseinrichtung 12 in der Höhe verstellbar ausgebildet ist, ist der Fadenfühler 18 nicht höhenverstellbar ausgebildet, jedoch ist der Hebel 19 an seinem unteren Ende mit einer länglichen, vertikal orientierten öse versehen,

deren Länge die Länge des Verstellwegs der Fadenführungseinrichtung 12 entspricht oder übersteigt. Die ösen 16, 16 vor und hinter dem Fadenfühler 18 werden gemeinsam in der Höhe verstellt. Die ösenlängsrichtung ist in Richtung des Hebels 19 orientiert und stimmt mit der Verstellrichtung der Führungseinrichtung 12 überein. Dadurch kann die Höhe der Führungseinrichtung 12 und somit der Abzugswinkel des Fadens 2 verstellt werden, ohne dass sich die Verhältnisse für den Fadenfühler 18 ändern.

Bei einem hinsichtlich seines Fadenfühlers verbesserten Fadenliefergerät 1 bilden der Fadenfühler 18 und eine zugeordnete Fadenführungseinrichtung 12 vorzugsweise eine Baueinheit, die parallel zu der Drehachse des Fadenlieferrads 3 verstellbar ist. Zu dem Fadenfühler 18 gehört ein Hebel 19 oder ein anderweitiges Element, das vorzugsweise aufrecht stehend angeordnet ist. Es erstreckt sich somit in einer ersten Querrichtung von dem Faden weg. In einer ersten Ausführungsform ist es in einer zweiten Querrichtung (Schwenkrichtung) beweglich während es in einer zweiten Ausführungsform längs verschiebbar gelagert ist. Durch die ausschließlich quer, vorzugsweise rechtwinklig zu dem Faden orientierte Bewegung des Fadenfühlers werden durch den laufenden Faden verursachte, auf den Fadenfühler wirkende Bewegungsimpulse minimiert. Durch die vertikale Anordnung des Fadenfühlers wird es außerdem möglich, den Fadenfühler für einen sehr weiten Bereich verschiedener Garnstärken vom dünnsten Polyesterfaden bis zu dickem Effektgarn zu verarbeiten.

Bezugszeichenliste :

1 Fadenliefergerät

2 Faden

3 Fadenlieferrad

4 Träger

5 Ende

6 Klemme

7 Fadenbremse

8 Ringe

9 Welle

10 Drehachse

11 Riemenscheibe

12 Fadenführungseinrichtung

13 Fadenführungseinrichtung

14 Rand

15 öse

16 öse

17 Halter

18 Fadenfühler

19 Hebel

20 Schwenkachse

21 Linie

22 Ebene

23 Fadenöse

24 Federmittel

25 Pfeil

26 Erfassungseinrichtung

27 Geber

28 Fühler

29 Baueinheit

30 Druckfeder

Hebelarm

Element

Steg

Schenkel

Schenkel

Schieber

Schlitz

Motor