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Patent Searching and Data


Title:
THREADING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/020153
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a threading machine having a rotating threading head (1) that can be displaced in the direction of the axis of rotation (1a). Said device also has tool sliders (3a, 3b) disposed in pairs opposite each other and radially displaceable in relation to the axis of rotation, said sliders having tools (13, 14). Said device further includes a drive organ (2) rotating along with the threading head and displaceable in the direction of the axis of rotation. A movement of said drive organ in relation to the threading head in the direction of the axis of rotation brings about a radial movement of the tool slider.

Inventors:
Schröder, Ewald (Am Schulhof 35 Schloss Holte-Stukenbrock, D-33758, DE)
Application Number:
PCT/EP1999/007355
Publication Date:
April 13, 2000
Filing Date:
October 05, 1999
Export Citation:
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Assignee:
BITREK CORPORATION (330 East 9th Street Waynesboro, PA, 17268, US)
Schröder, Ewald (Am Schulhof 35 Schloss Holte-Stukenbrock, D-33758, DE)
International Classes:
B23B29/24; B23G1/04; (IPC1-7): B23G1/04; B23B29/24
Foreign References:
DE19500515A1
FR2175776A1
US4438539A
DE3237587A1
EP0593222A1
Attorney, Agent or Firm:
Thielking, Bodo (Gadderbaumer Strasse 14 Bielefeld, D-33602, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gewindeschneidvorrichtung mit einem rotierend und in Richtung der Rotationsachse (la) verschieblich antreib baren Gewindeschneidkopf (1), der paarweise einander gegenüberliegend angeordnete und radial zur Rotations achse (la) verschieblich geführte Werkzeugschieber (3a ; 3b) aufweist, die Werkzeuge tragen, mit einem in Rich tung der Rotationsachse (la) verschieblichen und mit dem Gewindeschneidkopf (1) umlaufenden Antriebsorgan (2 ; 2'), dessen Relativbewegung gegenüber dem Gewinde schneidkopf (1) in Richtung der Rotationsachse (la) zu einer Radialbewegung der Werkzeugschieber (3a ; 3b) führt, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsorgan (2 ; 2') einen zentralen Mittelbe reich (2f ; 2f') aufweist sowie daran angeordnete, radi al auswärts gerichtete Führungsflächen (2c ; 2c' ; 2d ; 2d'), welche mit einwärts gerichteten Gegenflächen in Eingriff stehen, über die die Bewegung des Antriebsor gans (2 ; 2') mittelbar oder unmittelbar auf die radial beweglich geführten Werkzeugschieber (3a ; 3a' ; 3b) übertragen wird.
2. Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auswärts gerichteten Führungsflächen (2c ; 2d) in einer zur Rotationsachse (la) parallelen Ebene unter ei nem Winkel schräg zur Rotationisachs (la) verlaufen.
3. Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auswärts gerichteten Führungsflächen (2d') schräg geneigt zur Rotationsachse (la) verlaufen.
4. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsorgan (2 ; 2') erste Führungsflächen (2c ; 2c') für die Führung der Werkzeugschieber (3a ; 3a' ; 3b) in einer ersten Richtung aufweist, sowie hierzu paral lel verlaufende, diesen gegenüberliegende zweite Füh rungsflächen (2d ; 2d') für die Führung der Werkzeug schieber (3a ; 3a' ; 3b) in Gegenrichtung.
5. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Führungsflächen (2c') und die zweiten Führungsflächen (2d') von den Flächen einer Tförmigen Flachführung (2g) gebildet sind, die einen mit dem Werk zeugschieber (3a') verbundenen im Querschnitt rechtecki gen Führungskörper (3g) umgreifen.
6. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Führungsflächen und die zweiten Führungs flächen durch Bereiche einer Rundführung (2g') gebildet sind, deren stangenförmiger Führungskörper (3g') mit dem Werkzeugschieber (3a') verbunden ist.
7. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Führungsflächen (2c") und die zweiten Führungsflächen (2d") durch die Flächen einer Schwal benschwanzführung (2g") gebildet sind, deren Führungs körper (3g") mit dem Werkzeugschieber (3a') verbunden ist.
8. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Führungsflächen (2c) und die zweiten Führungsflächen (2d) von den einander gegenüberliegen den Flanken einer Schrägverzahnung (2a) an der Außen seite des Antriebsorgans (2) gebildet sind.
9. Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das zentrale Antriebsorgan (2) auf paarweise gegen überliegenden Außenseiten mit Schrägverzahnungen (2a) versehen ist, die in die Verzahnung (16a) tangential zur Werkzeugumlaufbahn im Gewindeschneidkopf (1) ver schieblicher Übertragungselemente (16) eingreifen, wo bei die Ubertragungselemente (16) weitere, den Werk zeugschiebern (3a ; 3b) gegenüberliegende Schrägverzah nungen (16c) aufweisen, die in korrespondierende Ver zahnungen (3f) an den Werkzeugschiebern (3a ; 3b) ein greifen.
10. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Werkzeugschiebern (3a ; 3b) befestigten Werkzeuge einoder mehrschneidige Gewindeschneidwerk zeuge (13) und Drehoder Schälwerkzeuge (14) sind.
11. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils diametral auf unterschiedlichen Seiten der Rotationsachse (la) einander gegenüberliegende Merk zeugschieber (3a bzw 3b) angeordnet sind, die gleichar tige Werkzeuge tragen, wobei die mit Gewindeschneid werkzeugen (13) bestückten Werkzeugschieber (3a) zu den mit Drehoder Schälwerkzeugen (14) bestückten Werk zeugschiebern (3b) benachbart und in Richtung der Rota tionsachse (la) versetzt angeordnet sind, und daß die Schneiden der Drehoder Schälwerkzeuge (14) in Bear beitungsrichtung vor den Schneiden der Gewindeschneid werkzeuge (13) liegen.
12. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeugschieber (3a ; 3a' ; 3Y) kombinierte Schälund Gewindeschneidwerkzeuge (19) tragen.
13. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß vier Werkzeugschieber (3a ; 3b) am Gewindeschneid kopf (1) angeordnet sind.
14. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das zentrale Antriebsorgan (2) eine zentrale Boh rung (2e) aufweist.
15. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das zentrale Antriebsorgan (2) mittels eines rotie rend antreibbaren MutterGewindetriebs (5) axial ver schieblich ist, der zum Betätigen einer Zugstange (6) ausgebildet ist, die in einer den Gewindeschneidkopf (1) tragenden Werkzeugspindel (4) angeordnet ist.
16. Gewindeschneidvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der das Werkzeug (13b ; 14b ; 19) tragende Bereich jedes Werkzeugschiebers (3a ; 3a' ; 3b) gegenüber dessen Führungsbereich verstellbar ist.
17. Gewindeschneidvorrichtung nach 15, dadurch gekennzeichnet, daß der das Werkzeug (13b ; 14b ; 19) tragende Bereich des Werkzeugschiebers (3a ; 3a' ; 3b) mittels eines diese Bereiche verbindenden Exzenterbolzens (18) verstellbar ist.
Description:
GEWINDESCHNEIDVORRICHTUNG TECHNISCHES GEBIET Die Erfindung betrifft eine Gewindeschneidvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

STAND DER TECHNIK Bei einer bekannten Gewindeschneidvorrichtung dieser Art (DE 44 28 049 Al) sind an einem axial verschieblich geführ- ten Antriebsring mehrere über dessen Umfang verteilte Zahn- stangen befestigt, die jeweils eine radial einwärts gerich- tete Schrägverzahnung aufweisen. Die Schrägverzahnung steht mit einer korrespondierenden Schrägverzahnung von Ubertra- gungselementen im Eingriff, welche jeweils gleichzeitig zwei Werkzeugschieber gegenläufig betätigen. Der Antrieb über einen axial verschieblich geführten Antriebsring hat einerseits den Nachteil, daß die Zahnstangen einen relativ großen Abstand von der Rotationsachse aufweisen. Dies er- zeugt ein großes Bauvolumen des Gewindeschneidkopfes. Ande- rerseits führt die nur stirnseitige Befestigung der Zahn- stangen an einem flanschartigen Ring dazu, daß der Antrieb für die Werkzeugschieber nicht eine in allen Fällen ausrei- chende Steifigkeit besitzt. Dies kann zu Ungenauigkeiten in der Werkstückbearbeitung führen.

Auch bei einer weiteren bekannten Lösung (US 2,093,506) er- folgt der Antrieb über ein hülsenförmiges Organ, das von einer Hohlwelle gedreht wird, deren Mittelachse mit der Ro- tationsachse zusammenfällt, und das mittels eines von außen

angreifenden Handhebels in axialer Richtung verschieblich ist. Bei der axialen Verschiebung werden die Werkzeugschie- ber in radialer Richtung auf die Rotationsachse zugestellt.

Auch bei dieser bekannten Lösung ist es nicht möglich, die Zustellbewegung mittels eines zentralen Antriebsorgans zu bewirken.

DIE ERFINDUNG Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine kompakt aufgebaute Gewinde- schneidvorrichtung zu schaffen, die bei großer Produktions- leistung eine hohe Bearbeitungsgenauigkeit erreicht, bei der die Zustellung der Werkzeugschieber mittels eines zen- tral angeordneten Antriebsorgans möglich ist.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Pa- tentanspruchs 1.

Die erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht eine kompakte und sehr steife Bauweise der Gewindeschneidvorrichtung, so daß die radiale, gesteuerte Verstellung der Werkzeuge sehr genau und deren Führung besonders schwingungsarm erfolgen kann. Die erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht es, gleichzeitig Gewindeschneidwerkzeuge und Dreh-oder Schäl- werkzeuge sowie kombinierte Werkzeuge aus Hartmetall an dem jeweils bearbeiteten Werkstück einzusetzen.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Übertragung der Axialbewegung des Antriebsorgans unmittel-

bar auf die radial beweglich geführten Werkzeugschieber.

Hierdurch wird die Zahl der Teile, und damit der Herstel- lungsaufwand gegenüber dem Stand der Technik verringert, und gleichzeitig eine erhöhte Genauigkeit erzeugt.

Bevorzugte weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGSABBILDUNG Nachstehend werden zwei bevorzugte Ausführungsformen anhand der Zeichnungen im einzelnen erläutert. Es zeigen : Figur 1-eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Gewindeschneidvorrichtung mit dem An- trieb für den Radialvorschub der Werkzeug- schieber ; Figur 2-eine perspektivische Explosionsdarstellung einer ersten Ausführungsform der Gewinde- schneidvorrichtung ; Figur 3-einen Teilbereich der Gewindeschneidvorrich- tung gemäß Figur 2 in perspektivisch darge- stellter Zusammenbaulage ; Figur 4-eine perspektivische Explosionsdarstellung ei- nes Teilbereichs einer zweiten Ausführung, die ein Antriebsorgan und einen von mehreren Werkzeugschiebern zeigt ; Figur 5-eine Frontansicht in Richtung des Pfeils V in Fig. 4 ;

Figur 6-eine Schnitt durch das Antriebsorgan nach Fig. 4 und 5 entlang der Schnittebene VI-VI in Fig. 5.

Figur 7-einen Teilbereich des Antriebsorgans gemäß Ausschnitt A in Fig. 5 im Querschnitt, mit einer Ausbildung der Führung des Werkzeug- schiebers als Flachführung ; Figur 8-einen Teilbereich des Antriebsorgans gemäß Ausschnitt A in Fig. 5 im Querschnitt, mit einer Ausbildung der Führung des Werkzeug- schieber als Rundführung ; Figur 9-einen Teilbereich des Antriebsorgans gemäß Ausschnitt A in Fig. 5 im Querschnitt, mit einer Ausbildung der Führung des Werkzeug- schiebers als Schwalbenschwanzführung ; Figur 10-eine perspektivische Explosionsdarstellung der zweiten, in Fig. 4 dargestellten Ausfüh- rung, welche den Werkzeugschieber ebenfalls in Explosionsdarstellung zeigt ; Figur 11-einen Teilbereich eines kombinierten Schäl- und Gewindeschneidwerkzeugs aus Hartmetall.

BESTER WEG ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG In den Zeichnungen sind gleiche oder einander entsprechende Teile jeweils mit gleichen Bezugszeichen versehen. Sie un- terscheiden sich im Bedarfsfall durch Hochstriche voneinan- der.

Die Gewindeschneidvorrichturg besteht im wesentlichen aus einem Gewindeschneidkopf 1 und einem Antriebsorgan, das mit

gleicher Geschwindigkeit wie der Gewindeschneidkopf 1 um eine Rotationsachse la dreht. Durch die in Rotationsachsen- richtung erfolgende Relativbewegung zwischen Gewinde- schneidkopf und Antriebsorgan werden Werkzeugschieber, wel- che die Werkzeuge tragen, radial einwärts bzw. auswärts verfahren.

Ein beispielhafter Gesamtaufbau ist in Figur 1 dargestellt.

Der nur mit seinem Außenumfang dargestellte Gewinde- schneidkopf 1 ist an dem Spindelflansch 4a einer Werk- zeugspindel 4 befestigt. Die Werkzeugspindel 4 und der Ge- windeschneidkopf 1 drehen sich um eine gemeinsame Rotati- onsachse la. Die Werkzeugspindel 4 ist in einem Gehäuse 4b gelagert, von dem nur ein Teil der Stirnwand dargestellt ist. Das Gehäuse 4b ist gemeinsarn mit der Werkzeugspindel 4 und dem Gewindeschneidkopf 1 in Richtung der Rotationsachse la verfahrbar. Die Werkzeugspindel 4 wird von einer nicht rotierenden, jedoch relativ zur Werkzeugspindel 4 längsver- schieblichen Zugstange 6 durchsetzt. Um den Längsvorschub von der nicht rotierenden Zugstange 6 auf das rotierende Antriebsorgan 2 bzw. 2'zu übertragen, ist zwischen An- triebsorgan 2 bzw. 2'und der Zugstange 6 eine Mitnehmer- kupplung 11 angeordnet.

In dem Gehäuse 4b ist die mit dem Gehäuse 4b verfahrbare Spindelmutter 5a eines Mutter-Gewindetriebs 5 mit Kugella- gern 12 drehbar gelagert. Die Spindelmutter wird über einen Zahnriementrieb 7 von einem nicht dargestellten, numerisch gesteuerten Motor angetrieben. Die Spindelmutter 5a greift in eine Kugelgewindespindel 5b ein. Die Rotation der Spin- delmutter 5a auf der undrehbar gehaltenen Kugelgewindespin-

del 5b bewirkt eine Verschiebung der Kugelgewindespindel 5b und der einstückig mit ihr ausgebildeten Zugstange 6 rela- tiv zur Werkzeugspindel 4 und zum Strehlkopf 1 in Richtung der Rotationsachse la. Die Kugelgewindespindel 5b ist durch eine Ausgleichskupplung 8 mit einer Vielkeilwelle 10 ver- bunden, die mit einem Flansch 9 axialverschieblich jedoch undrehbar gehalten wird. Dadurch konnen die Gewindespindel 5b und die Zugstange 6 nicht rotieren, sich jedoch in Längsrichtung der Werkzeugspindel 4 und relativ dazu ver- schieben.

Eine erste Ausführungsform der Gewindeschneidvorrichtung mit einer mittelbaren Umsetzung der Längsverschiebung des Antriebsorgans 2 in eine Radialverschiebung der Werkzeug- schieber 3a und 3b wird anhand der Fig. 2 und 3 nachfolgend beschrieben.

Ein Befestigungsflansch 1b di. ent zur Befestigung des Gewin- deschneidkopfes 1 an dem Spindelflansch 4a der Werk- zeugspindel 4. An den Befestigungsflanch 1b schließt ein Grundkörper lc an, der das Antriebsorgan 2 überdeckt und einen Werkzeugführungskörper 3 drehfest mit dem Befesti- gungsflansch lb verbindet. Die Stirnseite des Werkzeugfüh- rungskörpers 3 wird durch eine Deckplatte Id abgedeckt, die Langlöcher le aufweist, durch die Werkzeugschieber 3a und 3b mit ihren Frontbereichen hindurchtreten.

In dem Werkzeugführungskörper 3 sind vier Werkzeugschieber 3a und 3b unter 90° zueinander versetzt und radial ver- schieblich angeordnet. Die Werkzeugschieber 3a und 3b be- sitzen seitliche Führungsstege 3g, die in Führungsnuten 3d im Werkzeugführungskörper 3 geführt sind. Zur Befestigung

von Werkzeughaltern 13 für Gewindeschneidwerkzeuge 13b bzw. von Werkzeughaltern 14 für Dreh-bzw. Schälwerkzeuge 14b an den Werkzeugschiebern 3a bzw. 3b sind diese Werkzeugschie- ber jeweils mit Spannzapfen 3e versehen. Zwischen den Werk- zeugschiebern 3a und den Werkzeughaltern 13 bzw. zwischen den Werkzeugschiebern 3b und den Werkzeughaltern 14 sind Distanzscheiben 13a bzw. 14a auf die Spannzapfen 3e aufge- schoben, die den Spannbereich des Spannbolzens 3e vor Spä- nen und Kühlflüssigkeit schützen und die Auskraglänge der Gewindeschneidwerkzeuge 13b und der Drehwerkzeuge 14b fest- legen.

Die Schneiden der Drehwerkzeuge 14b sind in Bearbeitungs- richtung vor den Schneiden der Gewindeschneidwerkzeuge 13b angeordnet. Die Schneiden der auf gegenüberliegenden Werk- zeugschiebern 3b angeordneten Drehwerkzeuge 14b sind in Be- arbeitungsrichtung gegeneinander um die Spantiefe versetzt.

Die Schneiden der ebenfalls auf gegenüberliegenden Werk- zeugschiebern 3a befestigten Gewindeschneidwerkzeuge 13b sind um die halbe Gewindesteigung in Bearbeitungsrichtung gegeneinander versetzt. Alle Werkzeuge 13b und 14b bearbei- ten gleichzeitig das in nicht dargestellter Weise undrehbar und unverschieblich gehaltene Werkstück 15, dessen Mittel- achse mit der Rotationsachse la fluchtet.

Die Umwandlung der Längsbewegung des Antriebsorgans 2 in eine Radialbewegung der Werkzeugschieber 3a und 3b erfolgt mit Hilfe von vier Ubertragungselementen 16 (Fig. 3). Jedes Übertragungselement 16 hat im wesentlichen kubische Gestalt und ist an zwei einander benachbarten Flächen mit Schräg- verzahnungen 16 a und 16 c versehen. Die Schrägverzahnungen

können unterschiedliche Zahnformen aufweisen und aus je- weils einem oder mehreren Zähnen bestehen. Das Antriebsor- gan 2 des Gewindeschneidkopfes 1 trägt auf vier um jeweils 90° zueinander versetzten Seiten auf einem gemeinsamen Mit- telbereich 2f angeordnete Schrägverzahnungen 2a, die mit den Schrägverzahnungen 16a der Übertragungselemente 16 käm- men. Die Zahnflanken der Schrägverzahnung 2a bilden erste Führungsflächen 2c für die radiale Zustellung der Werkzeug- schieber 3a und 3b, während die gegenüberliegenden Zahn- flanken zweite Führungsflächen 2d zum Zurückziehen der Werkzeugschieber 3a und 3b bilden. Die anliegenden Zahn- flanken der Schrägverzahnungen 16a bilden Gegenflächen zu den Führungsflächen 2c und 2d.

Das Antriebsorgan 2 besitzt eine angeformte Hülse 2b, mit der es über die Mitnerimerkupplung 11 drehbar an der Zug- stange 6 befestigt ist. Eine zentrale Bohrung 2e im An- triebsorgan 2 erlaubt das Eintauchen langer Werkstücke 15 während der Bearbeitung.

Die Übertragungselemente 16 sind mit einem T-fömigen Füh- rungsstück 16b verschraubt, das die Übertragungselemente 16 tangential verschieblich zum Antriebsorgan 2 im Werkzeug- aufnahmekörper 3 führt. An der den Werkzeugschiebern 3a und 3b gegenüberliegenden Fläche trägt das Übertragungselement 16 die Schrägverzahnung 16c, die mit der Schrägverzahnung 3f der Werkzeugschieber 3a und 3b kämmt. Die Schrägverzah- nungen 16a und 16c sind auf benachbarten und rechtwinklig zueinander verlaufenden Flächen des kubischen Ubertragungs- elements 16 angeordnet.

Nachstehend wird eine zweite Ausführungsform eines Gewinde- schneidkopfes beschrieben. In Fig. 4 sind die maßgeblichen Elemente dargestellt, in denen sich die zweite Ausführungs- form im wesentlichen von der ersten unterscheidet. Bei die- ser zweiten Ausführungsform wird die relative Axialbewegung zwischen Antriebsorgan 2'und Gewindeschneidkopf 1 direkt in eine radiale Bewegung der Werkzeugschieber 3a'umge- setzt.

Das Antriebsorgan 2'des Gewindeschneidkopfes 1 weist erste Führungsflächen 2c'und zweite Führungsflächen 2d'an T- nutenförmigen Flachführungen 2g auf, die rings um einen Mittelbereich 2f'gleichmäßig am Umfang verteilt und schräg nach außen ansteigend im Antriebsorgan 2'verlaufen. Im An- triebskörper 2'sind vier Flachführungen angeordnet, von denen jeweils zwei Flachführungen 2g einander gegenüberlie- gen. Die Flachführungen 2g sind unter 90° zueinander ver- setzt angeordnet.

In den Flachführungen 2g sind im Profil passend ausgebilde- te Führungskörper 3g verschieblich gelagert, die die Gegen- flächen zu den Führungsflächen 2c'und 2d'tragen. Jeder Führungskörper 3g ist über einen Steg 3h mittels eines Ex- zenterbolzens 18 (vgl. Fig. 10) mit einem Werkzeugschieber 3a'verbunden. Der Werkzeugschieber 3a'ist mit seitlichen Führungsstegen 3c im Gewindeschneidkopf 1 radial verschieb- lich geführt ist. Durch das Vorsehen eines Exzenterbolzens 18 zwischen dem Werkzeugschieber 3a'und dem Steg 3h ist jedes Werkzeug fein einstellbar.

Statt der getrennt ausgebildeten Dreh-und Schälwerkzeuge 14b bzw. der Gewindeschneidwerkzeuge 13b können auch kombi-

nierte Werkzeuge aus Hartmetall verwendet werden, wie sie in Fig. 11 mit 19 bezeichnet sind. An derartigen kombinier- ten Werkzeugen 19 ist auf der Frontseite eine Schälschneide 19a vorgesehen. An die Schälschneide 19a schließen sich zwei Vorschneidebereiche 19b und 19c an, hinter denen der Fertigschneidebereich 19d liegt.

Das Verschieben des Antriebsorgans 2'in Bearbeitungsrich- tung führt zu einer radial auswärts gerichteten Bewegung der Werkzeugschieber. Das Verschieben des Antriebsorgans 2' entgegen der Bearbeitungsrichtung bewegt die Werkzeugschie- ber 3'radial in Richtung auf das Werkstück 15 zu.

Der Führungskörper 2'weist eine gestufte Befestigungsboh- rung 2h auf, die einen Absatz der Mitnehmerkupplung 11 auf- nimmt.

Die Führungsflächen und Führungskörper können zur Umwand- lung der Längsbewegung des Antriebsorgans unterschiedliche Gestalt aufweisen. Bevorzugte Ausführungsformen der Füh- rungsflächen sind für unterschiedliche Führungskörper 3g, 3g'und 3g"in den in F'iguren 7 bis 9 dargestellten Teilausschnitten veranschaulicht.

Neben der Flachführung 2g eignen sich Rundführungen 2g'und Schwalbenschwanzführungen 2g"zur Aufnahme der Führungskör- per 3g, 3g'und 3g". Die Führungsflächen werden dabei durch Bereiche der geschlitzten Rundführungen 2g'in dem Antrieb- sorgan 2"gebildet. Bei der Schwalbenschwanzführung 2g"in dem Antriebsorgan 2"'wirken die zueinander geneigten Sei- tenflächen als erste Führungsflächen 2c"und die verbrei- terte Basisfläche als zweite Führungsfläche 2d".

Durch die paarweise Anordnung der Werkzeugschieber 3a, 3a' und 3b an dem Werkzeugkopf 1 heben sich die auf die Werk- zeuge 13 und 14 wirkenden Passivkräfte im Gewindeschneid- kopf 1 gegenseitig weitgehend auf, so das die Lagerung der Werkzeugspindel 4 in radialer Richtung praktisch nicht be- lastet wird und sich eine hohe Bearbeitungsgenauigkeit ergibt. Es können auch mehr als vier Werkzeugschieber 3a, 3a'und 3b vorgesehen werden. jedoch vorzugsweise stets ei- ne gerade Anzahl.