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Title:
THROTTLE COMPONENT AND HYDRAULIC OR PNEUMATIC VALVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/110163
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a throttle component (52) for a hydraulic or pneumatic valve (50) which comprises a valve element (18) and which can be secured to and/or in the valve (50, 60) that comprises the valve element (18). The throttle opening diameter (D1) of a single throttle opening (54) of the throttle component (52) or the sum of the throttle opening diameters of multiple throttle openings of the throttle component is less than or equal to the opening diameter (D2) of the valve element opening (18a) of the valve element (18) and/or is less than or equal to 2.5 mm. The invention likewise relates to a hydraulic or pneumatic valve (50), to a hydraulic or pneumatic assembly for a brake system of a vehicle, to a method for producing a throttle component (52) for a hydraulic or pneumatic valve (50) that comprises a valve element (18), and to a method for producing a hydraulic or pneumatic valve (50).

Inventors:
SCHUBITSCHEW, Valentin (Mozartstr. 8, Tamm, 71732, DE)
EDELMANN, Volker (Zur Marienhoehe 2, Buchen, 74722, DE)
GARDT, Andrej (Fechenwiesen 20, Abstatt, 74232, DE)
Application Number:
EP2018/076302
Publication Date:
June 13, 2019
Filing Date:
September 27, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
F16K47/08; B60T8/50; F16K1/00; F16K1/14; F16K1/32; F16K31/06; F16L55/027
Domestic Patent References:
WO1995013945A11995-05-26
Foreign References:
DE4202389A11993-08-05
DE102013222368A12015-05-07
DE4312414A11994-10-20
JP2014177952A2014-09-25
FR3027356A12016-04-22
Other References:
None
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Claims:
Ansprüche

1. Drosselbauteil (52, 62) für ein einen Ventilkörper (18) umfassendes hydraulisches oder pneumatisches Ventil (50, 60), welches an und/oder in dem den Ventilkörper (18) umfassenden Ventil (50, 60) befestigbar ist; dadurch gekennzeichnet, dass ein Drosselöffnungsdurchmesser (Dl) einer einzigen Drosselöffnung (54) des Drosselbauteils (52) oder eine Summe von Drosselöffnungsdurchmessern mehrerer Drosselöffnungen (66) des Drosselbauteils (62) kleiner-gleich einem Öffnungsdurchmesser (D2) einer Ventilkörperöffnung (18a) des Ventilkörpers (18) und/oder kleiner-gleich 2,5 mm ist.

2. Drosselbauteil (52) nach Anspruch 1, wobei das Drosselbauteil (52) als Ventilhülse (52) für das hydraulische oder pneumatische Ventil (50) ausgebildet ist.

3. Drosselbauteil (62) nach Anspruch 1, wobei das Drosselbauteil (62) in einer Durchflussöffnung (12a) der Ventilhülse (12) des hydraulischen oder pneumatischen Ventils (60) befestigbar ist.

4. Drosselbauteil (62) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Drosselöffnung (66) des Drosselbauteils (62) unmittig an dem Drosselbauteil (62) ausgebildet ist.

5. Drosselbauteil (62) nach Anspruch 4, wobei mindestens zwei unmittige Drosselöffnungen (66) an dem Drosselbauteil (62) ausgebildet sind.

6. Drosselbauteil (52, 62) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Drosselöffnungsdurchmesser (Dl) der einzigen Drosselöffnung (54) des Drosselbauteils (52) oder die Summe von Drosselöffnungsdurchmessern mehrerer Drosselöffnungen (66) des Drosselbauteils (62) kleiner-gleich 80% des Öffnungsdurchmessers (D2) der Ventilkörperöffnung (18a) des Ventilkörpers (18) und/oder kleiner-gleich 2 mm ist.

7. Hydraulisches oder pneumatisches Ventil (50, 60) mit: einem Drosselbauteil (52, 62) nach einem der vorhergehenden Ansprüche; und dem Ventilkörper (18).

8. Hydraulisches oder pneumatisches Aggregat für ein Bremssystem eines Fahrzeugs mit einem hydraulischen oder pneumatischen Ventil (50, 60) nach Anspruch 7.

9. Herstellungsverfahren für ein Drosselbauteil (52, 62) für ein einen Ventilkörper (18) umfassendes hydraulisches oder pneumatisches Ventil (50, 60) mit dem Schritt:

Ausbilden des Drosselbauteils (52, 62) derart, dass das Drosselbauteil (52, 62) an und/oder in dem den Ventilkörper (18) umfassenden Ventil (50, 60) befestigbar ist; dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Drosselöffnung (54, 66) des Drosselbauteils (52, 62) derart ausgebildet wird, dass ein Drosselöffnungsdurchmesser (Dl) der einzigen Drosselöffnung (54) des Drosselbauteils (52) oder eine Summe von

Drosselöffnungsdurchmessern mehrerer Drosselöffnungen (66) des

Drosselbauteils (62) kleiner-gleich einem Öffnungsdurchmesser (D2) einer Ventilkörperöffnung (18a) des Ventilkörpers (18) und/oder kleiner-gleich 2,5 mm ist.

10. Herstellungsverfahren für ein hydraulisches oder pneumatisches Ventil (50, 60) mit dem Schritt:

Befestigen eines Ventilkörpers (18) und eines Drosselbauteils (52, 62) mit mindestens einer Drosselöffnung (54, 66) an und/oder in dem späteren hydraulischen oder pneumatischen Ventil (50, 60); dadurch gekennzeichnet, dass ein Drosselöffnungsdurchmesser (Dl) der einzigen Drosselöffnung (54) des

Drosselbauteils (52) oder eine Summe von Drosselöffnungsdurchmessern mehrerer Drosselöffnungen (66) des Drosselbauteils (62) kleiner-gleich einem Öffnungsdurchmesser (D2) einer Ventilkörperöffnung (18a) des Ventilkörpers (18) und/oder kleiner-gleich 2,5 mm ist.

Description:
Beschreibung

Titel

Drosselbauteil und hydraulisches oder pneumatisches Ventil

Die Erfindung betrifft ein Drosselbauteil für ein einen Ventilkörper umfassendes hydraulisches oder pneumatisches Ventil. Ebenso betrifft die Erfindung ein hydraulisches oder pneumatisches Ventil und ein hydraulisches oder

pneumatisches Aggregat für ein Bremssystem eines Fahrzeugs. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Herstellungsverfahren für ein Drosselbauteil für ein einen Ventilkörper umfassendes hydraulisches oder pneumatisches Ventil und ein Herstellungsverfahren für ein hydraulisches oder pneumatisches Ventil.

Stand der Technik

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines herkömmlichen Ventils, welches der Anmelderin als interner Stand der Technik bekannt ist.

Das in Fig. 1 schematisch dargestellte herkömmliche (hydraulische) Ventil 10 weist ein Ventilgehäuse aus einer Ventilhülse 12 mit einer Durchflussöffnung 12a, einer Kapsel 14 und einem Radialfilter 16 auf. In dem Ventil 10 sind ein Ventilkörper 18, eine Dichtbuchse 20, eine Dichtkugel 22, ein Anker 24, eine Innenhülse 26 und eine Feder/Rückstellfeder 28 angeordnet, wobei die

Dichtbuchse 20 mittels der Feder 28 an der Innenhülse 26 abgestützt ist. Das Ventil 10 ist mittels einer Verstemmbuchse 30 in einer Aufnahmebohrung 32 eines (hydraulischen) Aggregats 34 derart befestigt, dass mittels des Ventils 10 ein Flüssigkeitstransfer zwischen einer ersten Verbindungsbohrung 36 und einer zweiten Verbindungsbohrung 38, wobei beide Verbindungsbohrungen 36 und 38 an der Aufnahmebohrung 32 münden, steuerbar ist. Außerdem ist ein Axialfilter 40 auf einer von der Verstemmbuchse 30 weg gerichteten Innenseite des Ventils 10 in der Aufnahmebohrung 32 eingesetzt. Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung schafft ein Drosselbauteil für ein einen Ventilkörper umfassendes hydraulisches oder pneumatisches Ventil mit den Merkmalen des Anspruchs 1, ein hydraulisches oder pneumatisches Ventil mit den Merkmalen des Anspruchs 7, ein hydraulisches oder pneumatisches Aggregat für ein Bremssystem eines Fahrzeugs mit den Merkmalen des Anspruchs 8, ein Herstellungsverfahren für ein Drosselbauteil für ein einen Ventilkörper umfassendes hydraulisches oder pneumatisches Ventil mit den Merkmalen des Anspruchs 9 und ein

Herstellungsverfahren für ein hydraulisches oder pneumatisches Ventil mit den Merkmalen des Anspruchs 10.

Vorteile der Erfindung

Die vorliegende Erfindung schafft Möglichkeiten zum Bestücken eines hydraulischen oder pneumatischen Ventils mit einem Drosselbauteil, mittels welchem Durchflüsse in unterschiedliche Fließrichtungen durch das jeweilige hydraulische oder pneumatische Ventil mittels einer„Größe“ mindestens einer Drosselöffnung des Drosselbauteils unabhängig von der jeweiligen Fließrichtung und unabhängig von einer aktuellen Schaltstellung des jeweiligen hydraulischen oder pneumatischen Ventils festlegbar sind. Wie unten genauer erläutert wird, kann beispielsweise mittels einer Verwendung der vorliegenden Erfindung für ein Bremssystem eines Fahrzeugs ein von Fahrern als störend empfundenes „Kleben“ ihres Bremspedals am Fahrerfuß verhindert werden.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Drosselbauteil als Ventilhülse für das hydraulische oder pneumatische Ventil ausgebildet. Ebenso kann das Drosselbauteil in einer Durchflussöffnung der Ventilhülse des hydraulischen oder pneumatischen Ventils befestigbar sein. Das Drosselbauteil ist somit leicht in das Ventil integrierbar. Die hier aufgezählten Ausführungsbeispiele für das

Drosselbauteil sind jedoch nicht abschließend zu interpretieren.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die mindestens eine

Drosselöffnung des Drosselbauteils unmittig an dem Drosselbauteil ausgebildet. Dies bewirkt eine Umlenkung einer mittels einer Drosselung fokussierten/gebündelten Flüssigkeit- oder Gasströmung derart, dass mindestens ein nachfolgendes (hydraulisches oder pneumatisches) Bauteil keinerlei Beschädigung durch die fokussierte/gebündelte Flüssigkeit- oder Gasströmung erfährt. Insbesondere bewirkt dies eine Umlenkung eines mittigen Flüssigkeits oder Gasstrahls, bevorzugter Weise an und/oder in einem hydraulischen oder pneumatischen Ventil. Die hier beschriebene Ausführungsform trägt somit zur Verlängerung einer Lebensdauer/Haltbarkeit von hydraulischen oder

pneumatischen Bauteilen, wie insbesondere hydraulischen oder pneumatischen Ventilen, bei. Mittels der hier beschriebenen Ausführungsform können deshalb Reparatur- und/oder Ersatzteilkosten eingespart werden.

Vorzugsweise sind mindestens zwei unmittige Drosselöffnungen an dem

Drosselbauteil ausgebildet. Mittels der Positionen oder Geometrien der mindestens zwei unmittigen Drosselöffnungen kann eine zuvor

fokussierte/gebündelte Flüssigkeits- oder Gasströmung, selbst eine zuvor fokussierte/gebündelte Flüssigkeits- oder Gasströmung mit lokal hohen

Strömungsgeschwindigkeiten, verlässlich so umgelenkt werden, dass eine kinetische Energie der zuvor fokussierten/gebündelten Flüssigkeits- oder Gasströmung verteilt wird. Dies bewirkt ein gleichmäßigeres Anströmen des zumindest einen nachfolgenden (hydraulischen oder pneumatischen) Bauteils, so dass das jeweilige hydraulische oder pneumatische Bauteil lediglich

vergleichsweise geringen Kräften ausgesetzt ist. Die Lebensdauer/Haltbarkeit des jeweiligen hydraulischen oder pneumatischen Bauteils kann dadurch deutlich erhöht werden.

Beispielsweise kann der Drosselöffnungsdurchmesser der einzigen

Drosselöffnung des Drosselbauteils oder die Summe von

Drosselöffnungsdurchmessern mehrerer Drosselöffnungen des Drosselbauteils kleiner-gleich 80% des Öffnungsdurchmessers der Ventilkörperöffnung des Ventilkörpers und/oder kleiner-gleich 2 mm sein. Wie unten genauer erläutert wird, ist ein unerwünschter Hub mittels des Drosselbauteils somit verlässlich unterbindbar. Die vorausgehend beschriebenen Vorteile sind auch bei einem entsprechenden hydraulischen oder pneumatischen Ventil und/oder bei einem derartigen hydraulischen oder pneumatischen Aggregat für ein Bremssystem eines

Fahrzeugs gewährleistet.

Auch ein Ausführen eines korrespondierenden Herstellungsverfahrens für ein Drosselbauteil für ein einen Ventilkörper umfassendes hydraulisches oder pneumatisches Ventil bewirkt die oben beschriebenen Vorteile. Es wird darauf hingewiesen, dass das Herstellungsverfahren für ein Drosselbauteil gemäß den oben erläuterten Ausführungsformen des Drosselbauteils weiterbildbar ist.

Des Weiteren schafft auch ein Ausführen eines korrespondierenden

Herstellungsverfahrens für ein hydraulisches oder pneumatisches Ventil die oben beschriebenen Vorteile. Es wird zusätzlich darauf hingewiesen, dass auch das Herstellungsverfahren für ein hydraulisches oder pneumatisches Ventil gemäß den oben erläuterten Ausführungsformen des Drosselbauteils und/oder des hydraulischen oder pneumatischen Ventils weiterbildbar ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines herkömmlichen Ventils;

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform des

Drosselbauteils, bzw. des hydraulischen oder pneumatischen Ventils; und

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform des

Drosselbauteils, bzw. des hydraulischen oder pneumatischen Ventils.

Ausführungsformen der Erfindung Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform des Drosselbauteils, bzw. des hydraulischen oder pneumatischen Ventils.

Das in Fig. 2a und 2b schematisch dargestellte Ventil 50 ist lediglich beispielhaft als hydraulisches Ventil 50 ausgebildet. Die im Weiteren beschriebenen

Merkmale können auch an einem entsprechend ausgebildeten pneumatischen Ventil ausgebildet sein.

Das Ventil 50 weist ein beispielhaft als Ventilhülse 52 ausgebildetes

Drosselbauteil 52 auf, wobei eine Durchflussöffnung 54 der Ventilhülse 52 als Drosselöffnung 54 des Drosselbauteils 52 umschreibbar ist. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine Ausbildbarkeit des im Weiteren beschriebenen Drosselbauteils 52 nicht auf eine Ventilhülse 52 limitiert ist. Das Drosselbauteil 52 kann auch als eine Blende 52 bezeichnet werden. Außerdem weist das Ventil 50 auch zumindest einen Ventilkörper/Winkelkörper 18 (als Ventilsitz) auf, wobei das Drosselbauteil 52 an und/oder in dem den Ventilkörper 18 umfassenden Ventil 50 befestigbar/befestigt ist.

Der Ventilkörper 18 ist in einem„Ventilgehäuse“ des Ventils 50 angeordnet, welches aus dem Drosselbauteil/der Ventilhülse 52, einer Kapsel 14 und einem Radialfilter 16 gebildet ist. Die in Fig. 2 wiedergegebene Ausbildung des „Ventilgehäuses“ des Ventils 50 ist jedoch nur beispielhaft zu interpretieren. Die Drosselöffnung 54 des Drosselbauteils 52 (bzw. die Durchflussöffnung 54 der Ventilhülse 52) kann als eine erste Ein- und/oder Austrittsöffnung des Ventils 50, durch welche eine Flüssigkeit/ein Gas in das Ventil 50 strömt und/oder aus dem Ventil 50 herausströmt, bezeichnet werden. Beispielhaft ist in Fig. 2 mittels zweier Pfeile 56a und 56b ein Durchfluss in eine erste Fließrichtung (sogenannte „Vorwärtsrichtung“) durch das in einer ersten Schaltstellung vorliegende Ventil 50 wiedergegeben. Das Ventil 50 kann jedoch auch aus der in Fig. 2 dargestellten ersten Schaltstellung in eine zweite Schaltstellung überführt werden, in welcher ein Durchfluss durch das Ventil 50 in eine der ersten Fließrichtung entgegen gerichtete zweite Fließrichtung (sogenannte„Rückwärtsrichtung“) auftritt.

Die (einzige) Drosselöffnung 54 des Drosselbauteils 52 hat einen (maximalen oder mittleren) Drosselöffnungsdurchmesser Dl, welcher kleiner-gleich einem (maximalen oder mittleren) Öffnungsdurchmesser D2 einer Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18 und/oder kleiner-gleich 2,5 mm (Millimeter) ist. Bei einem derartigen Drosselöffnungsdurchmesser Dl der Drosselöffnung 54 bewirkt das Drosselbauteil 52 eine signifikante„Drosselung“ des Durchflusses sowohl bei einem Durchfluss in die erste Fließrichtung als auch bei einem Durchfluss in die zweite Fließrichtung. Insbesondere kann der relativ geringe

Drosselöffnungsdurchmesser Dl der Drosselöffnung 54 (sowohl bei einem Durchfluss in die erste Fließrichtung als auch bei einem Durchfluss in die zweite Fließrichtung) eine stärkere„Drosselung“ des Durchflusses als der Ventilkörper 18 auslösen. Ein bei einem Durchfluss des Ventils 50 in die erste Fließrichtung oder in die zweite Fließrichtung an dem Ventil 50 auftretender Gesamtdruckabfall Ap totai wird somit aufgeteilt in einen an dem Drosselbauteil 52 auftretenden ersten Druckabfall Dri und einem an dem Ventilkörper 18 auftretenden zweiten

Druckabfall Dr 2 (mit Ap to tai = Dri + Dr 2 ). Außerdem ist der an dem Drosselbauteil 52 auftretende erste Druckabfall Dri größer als der an dem Ventilkörper 18 auftretende zweite Druckabfall Dr 2 . Der an dem Ventilkörper 18 auftretende zweite Druckabfall Dr 2 ist somit deutlich reduziert. Damit tritt selbst bei einem vergleichsweise großen Gesamtdruckabfall Ap to tai an dem Ventil 50 in der Regel kein Hub des Ventilkörpers 18 aus der als Drosselbauteil 52 mitgenutzten Ventilhülse 52 auf. Das Ventil 50 weist deshalb bei einem vergleichsweise großen Gesamtdruckabfall Ap to tai eine höhere Robustheit auf.

Ein weiterer Vorteil der mittels des Drosselbauteils 52 bewirkten„Drosselung“ sind eine realisierte Unabhängigkeit der Durchflüsse durch das Ventil 50 von fertigungsbedingten Hubeinstelltoleranzen (Vorstufenhub und Gesamthub) und eine realisierte Temperaturunabhängigkeit der Durchflüsse durch das Ventil 50. Bei einem Fehlen der mittels des Drosselbauteils 52 bewirkten„Drosselung“ wäre außerdem der Durchfluss in die erste Fließrichtung stärker

behindert/„gedrosselt“ als der Durchfluss in die zweite Fließrichtung. Mittels des Drosselöffnungsdurchmessers Dl der Drosselöffnung 54 des Drosselbauteils 52 kann somit ein Durchfluss in verschiedenen Fließrichtungen durch das Ventil 50 unabhängig von der Fließrichtung und unabhängig von der Schaltstellung des Ventils 50 auf einen bevorzugten Werl/eine bevorzugte Durchflussmenge festgelegt werden. Der Drosselöffnungsdurchmesser Dl der (einzigen) Drosselöffnung 54 des Drosselbauteils 52 kann beispielsweise kleiner-gleich 80% des

Öffnungsdurchmessers D2 der Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18, insbesondere kleiner-gleich 70% des Öffnungsdurchmessers D2 der

Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18, speziell kleiner-gleich 60% des Öffnungsdurchmessers D2 der Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18a, selbst kleiner-gleich 50% des Öffnungsdurchmessers D2 der Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18, sein. Alternativ oder ergänzend kann der

Drosselöffnungsdurchmesser Dl der (einzigen) Drosselöffnung 54 des

Drosselbauteils 52 auch kleiner-gleich 2 mm, z.B. kleiner-gleich 1,8 mm, speziell kleiner-gleich 1,6 mm, insbesondere kleiner-gleich 1,4 mm, sein. Die hier angegebenen Bereiche für den Drosselöffnungsdurchmesser Dl der (einzigen) Drosselöffnung 54 des Drosselbauteils 52 bewirken alle die oben beschriebenen Vorteile.

Das Ventil 50 der Fig. 2 ist ein Magnetventil, insbesondere ein stromlos geschlossenes Schaltventil/Hochdruckschaltventil. Beispielhaft weist das Ventil 50 in seinem„Ventilgehäuse“ zusätzlich zu dem Ventilkörper/Winkelkörper 18 noch eine Dichtbuchse 20, eine Dichtkugel 22, einen Anker 24, eine Innenhülse 26 und eine Feder/Rückstellfeder 28 auf, wobei die Dichtbuchse 20 mittels der Feder/Rückstellfeder 28 an der Innenhülse 26 abgestützt ist. Die

Ausstattung/Ausbildung des Ventils 50 mit den Komponenten 14, 16 und 20 bis 28 ist jedoch nur beispielhaft zu interpretieren.

Das Ventil 50 ist beispielhaft dazu ausgelegt, in einem (hydraulischen) Aggregat eines Bremssystems eines Fahrzeugs einen Flüssigkeitsstrom zu

kontrollieren/steuern/regeln. Dazu kann das Ventil 50 mittels einer

Verstemmbuchse 30 (flüssigkeitsdicht) an und/oder in einer Aufnahmebohrung des Aggregats befestigbar/befestigt sein.

Beispielsweise kann mittels eines Durchflusses durch das Ventil 50 in der mittels der Pfeile 56a und 56b wiedergegebenen ersten Fließrichtung Bremsflüssigkeit von einem Pedalsimulator des Bremssystems zu einem Hauptbremszylinder des Bremssystems transferierbar sein/transferiert werden. Entsprechend kann mittels eines Durchflusses durch das Ventil 50 in die (der ersten Fließrichtung entgegen gerichtete) zweite Fließrichtung Bremsflüssigkeit aus dem Hauptbremszylinder in den Pedalsimulator zurück transferierbar sein/zurücktransferiert werden.

Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass aufgrund des vorteilhaften

Drosselöffnungsdurchmessers Dl der Drosselöffnung 54 die gleichen

Durchflussmengen unabhängig von der jeweiligen Fließrichtung durch das Ventil 50 strömen. Unterbunden ist mittels des vorteilhaften

Drosselöffnungsdurchmessers Dl der Drosselöffnung 54 somit eine

unerwünschte Drosselung eines Bremsflüssigkeitstransfers aus dem

Hauptbremszylinder in den Pedalsimulator, welche Fahrer herkömmlicherweise oft als ein unangenehmes„Kleben“ ihres Bremspedals am Fahrerfuß empfinden. Der vorteilhafte Drosselöffnungsdurchmesser Dl der Drosselöffnung 54 verbessert somit einen Bremskomfort für einen Fahrer eines mit dem Ventil 50 der Fig. 2 ausgestatteten Fahrzeugs/Kraftfahrzeugs. Ebenso ist durch die „Aufteilung“ des Gesamtdruckabfalls Ap to tai in den an dem Drosselbauteil 52 auftretenden ersten Druckabfall Dri und den an dem Ventilkörper 18

auftretenden zweiten Druckabfall Ap 2 , wobei der erste Druckabfall Dri größer als der zweite Druckabfall Ap 2 ist, sichergestellt, dass selbst bei einem

vergleichsweise großen Gesamtdruckabfalls Ap to tai, z.B. wenn der Fahrer vom Bremspedal abrutscht, der Ventilkörper 18 nicht aus der Ventilhülse 52 verschoben wird, und das Ventil 50 somit seine Funktionsfähigkeit verlässlich behält. Außerdem weist das Ventil 50 selbst bei einem vergleichsweise großen Gesamtdruckabfalls Ap to tai zwischen dem Pedalsimulator und dem

Hauptbremszylinder eine hohe Robustheit auf. Das Ventil 50 eignet sich deshalb gut als stromlos geschlossenes Hochdruckschaltventil.

Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform des Drosselbauteils, bzw. des hydraulischen oder pneumatischen Ventils.

In der Ausführungsform der Fig. 3 ist das Drosselbauteil 62 in einer

Durchflussöffnung 12a der Ventilhülse 12 des Ventils 60 befestigbar/befestigt. Lediglich beispielhaft ist das Drosselbauteil 62 auch als Filterträger derart ausgebildet, dass ein Filter 64 an dem Drosselbauteil befestigbar oder befestigt ist. Das Drosselbauteil 62 ermöglicht somit (zusätzlich zu der anhand der vorausgehenden Ausführungsform erläuterten) Volumenstromdrosselung noch eine Integration des Filters 64 zum Schutze des Ventils 60 vor Partikeln (bzw. einem Abrieb bei einem Entleeren des zuvor erwähnten Pedalsimulators). Mittels der Integration des Filters 64 in das Ventil 60 kann auf eine zusätzliche

Verwendung eines herkömmlichen Axialfilters verzichtet werden. Deshalb kann das Ventil 60 leicht in einer vergleichsweise kleinvolumigen Aufnahmebohrung eines (hydraulischen) Aggregats, insbesondere eines (hydraulischen) Aggregats eines Bremssystems eines Fahrzeugs/Kraftfahrzeugs, eingesetzt werden. Eine zum Einbringen des Ventils 60 geeignete Aufnahmebohrung kann insbesondere mit einer relativ geringen Länge entlang ihrer Mittellängsachse ausgebildet sein, ohne dass auf eine Filterschutzwirkung verzichtet werden muss.

Das als Filterträger ausgebildete Drosselbauteil 62 hat einen

zylindermantelförmiger Abschnitt 62a, welcher an und/oder in der

Durchflussöffnung 12a der Ventilhülse 12 befestigbar/befestigt ist. Die mindestens eine Drosselöffnung 66 des Drosselbauteils 62 ist auf einer ersten Seite des zylindermantelförmigen Abschnitts 62a an einem bodenförmigen Abschnitt 62b ausgebildet. Auf einer zweiten Seite des zylindermantelförmigen Abschnitts 62a ist ein Flansch 62c ausgebildet, in welchem der Filter 64 befestigbar oder gehalten ist. Das Drosselbauteil 62 kann z.B. aus Blech hergestellt sein/werden. Die vorteilhafte Verwendung des Flansches 62c zum Befestigen des Filters 64 ermöglicht auch eine Verwendung eines aus einem vergleichsweise empfindlichen Material gefertigten Filters 64, ohne dass eine Beschädigung/ein Reißen des Filters 64 bei dessen Befestigung zu befürchten ist. Beispielsweise kann der Filter 64 aus Kunststoff sein.

Erkennbar ist in Fig. 3 auch, dass das Drosselbauteil 62 mehrere

Drosselöffnungen 66 aufweisen kann, wobei eine Summe von (maximalen oder mittleren) Drosselöffnungsdurchmessern der mehreren Drosselöffnungen 66 des Drosselbauteils 62 kleiner-gleich einem Öffnungsdurchmesser einer

Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18 und/oder kleiner-gleich 2,5 mm ist. Beispielsweise kann die Summe von Drosselöffnungsdurchmessern der mehreren Drosselöffnungen 66 des Drosselbauteils 62 kleiner-gleich 80% des Öffnungsdurchmessers der Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18, insbesondere kleiner-gleich 70% des Öffnungsdurchmessers der

Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18, speziell kleiner-gleich 60% des Öffnungsdurchmessers der Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18a, selbst kleiner-gleich 50% des Öffnungsdurchmessers der Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18, sein. Alternativ oder ergänzend kann die Summe von Drosselöffnungsdurchmessern der mehreren Drosselöffnungen 66 des

Drosselbauteils 62 auch kleiner-gleich 2 mm, z.B. kleiner-gleich 1,8 mm, speziell kleiner-gleich 1,6 mm, insbesondere kleiner-gleich 1,4 mm, sein.

Außerdem ist in Fig. 3 erkennbar, dass die mindestens eine Drosselöffnung 66 des Drosselbauteils 62 unmittig/außermittig an dem Drosselbauteil 62

ausgebildet sein kann. Das Drosselbauteil 62 bewirkt somit zusätzlich zu einer Drosselung auch eine Umlenkung einer zuvor fokussierten/gebündelten

Flüssigkeits- oder Gasströmung, welche durch die zumindest eine

Drosselöffnung 66 geleitet wird. Die zuvor fokussierte/gebündelte Flüssigkeits oder Gasströmung wird auf diese Weise defokussiert oder abgelenkt. Eine kinetische Energie der Flüssigkeits- oder Gasströmung wird damit so umverteilt, dass mindestens ein nachfolgendes Bauteil vor einer Beschädigung durch die Flüssigkeits- oder Gasströmung geschützt ist. Erkennbar ist in Fig. 3, dass für die zumindest eine Drosselöffnung 66 jeweils eine Mittellängsachse 68 definierbar ist, welche mittig durch die zugeordnete Drosselöffnung 66 verläuft. Außerdem ist eine Rotationssymmetrieachse 70 definierbar, bezüglich welcher der

zylindermantelförmige Abschnitt 62a des Drosselbauteils 62

rotationssymmetrisch ist. Die unmittige/außermittige Lage der zumindest einen Drosselöffnung 66 ist damit umschreibbar, dass die Rotationssymmetrieachse 70 parallel versetzt (mit jeweils einem Abstand ungleich Null) zu der mindestens einen Mittelachse 68 der zumindest einen Drosselöffnung 66 verläuft.

Vorzugsweise sind mindestens zwei unmittige Drosselöffnungen 66 an dem Drosselbauteil 62 ausgebildet.

Bezüglich weiterer Merkmale des Ventils 60 wird auf die Beschreibung der vorhergehenden Ausführungsform verwiesen.

Auch ein hydraulisches oder pneumatisches Aggregat, wie beispielsweise ein hydraulisches oder pneumatisches Aggregat für ein Bremssystem eines

Fahrzeugs/Kraftfahrzeugs, mit einem der Ventile 50 und 60 weist die oben beschriebenen Vorteile auf. Die oben beschriebenen Drosselbauteile 52 und 62 können mittels eines Ausführens eines Herstellungsverfahrens für ein Drosselbauteil 52 oder 62 für ein einen Ventilkörper 12 umfassendes hydraulisches oder pneumatisches Ventil 50 oder 60 hergestellt werden. Dazu wird das Drosselbauteil 52 oder 62 derart ausgebildet, dass das Drosselbauteil 52 oder 62 an und/oder in dem den Ventilkörper 12 umfassenden Ventil 50 oder 60 befestigbar ist, wobei mindestens eine Drosselöffnung 54 oder 66 des Drosselbauteils 52 oder 62 derart ausgebildet wird, dass ein Drosselöffnungsdurchmesser Dl der einzigen

Drosselöffnung 54 des Drosselbauteils 52 oder eine Summe von

Drosselöffnungsdurchmessern mehrerer Drosselöffnungen 66 des

Drosselbauteils 62 kleiner-gleich einem Öffnungsdurchmesser D2 einer

Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18 und/oder kleiner-gleich 2,5 mm ist.

Die Ventile 50 und 60 können hergestellt werden durch ein Herstellungsverfahren für ein hydraulisches oder pneumatisches Ventil 50 oder 60 mit dem Schritt: Befestigen eines Ventilkörpers 18 und eines Drosselbauteils 52 oder 62 mit mindestens einer Drosselöffnung 54 oder 66 an und/oder in dem späteren hydraulischen oder pneumatischen Ventil 50 oder 60, wobei ein

Drosselöffnungsdurchmesser Dl der einzigen Drosselöffnung 54 des

Drosselbauteils 52 oder eine Summe von Drosselöffnungsdurchmessern mehrerer Drosselöffnungen 66 des Drosselbauteils 62 kleiner-gleich einem Öffnungsdurchmesser D2 einer Ventilkörperöffnung 18a des Ventilkörpers 18 und/oder kleiner-gleich 2,5 mm ist.

Die hier beschriebenen Herstellungsverfahren sind bereits mittels der Fig. 2 und 3 bildlich wiedergegeben.