MAUCH, Johann (Eberleplatz 4, Bad Urach, 72574, DE)
| Ansprüche 1. Gasdrehgriff (10) mit einem Gehäuse (20), einem Griffrohr (30), das gegenüber dem Gehäuse (20) um eine Drehachse drehbar gelagert ist, einer Stellungserfassungseinrichtung (40), die einen Stellungsgeber (41) und zumindest einen Sensor (42) zur Erfassung der relativen Stellung des Griffrohrs gegenüber dem Gehäuse (20) aufweist, und einem Halter (50) zur Aufnahme eines Teils der Stellungserfassungseinrichtung (40), dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (50) gegenüber dem Griffrohr (30) um die Drehachse drehbar gelagert ist, und/oder das Griffrohr (30) einen Mitnehmer (31) zur Mitnahme des Halters (50) bei der Betätigung des Gasdrehgriffs (10) aufweist, und/oder der Halter (50) gegenüber dem Griffrohr (30) um die Drehachse um einen Winkel (a) verdrehbar ist, der dem Leerlaufspiel entspricht, und/oder der Gasdrehgriff (10) eine Tempomatabschalteinrichtung (70) aufweist, und/oder der Gasdrehgriff (10) eine Drehwinkelbegrenzungseinrichtung aufweist, die in oder im Wesentlichen in der axialen Ebene des Halters (50) angeordnet ist, und/oder der Gasdrehgriff (10) eine Reibeinrichtung (80) aufweist, die derart ausgebildet ist, dass sie bei der Betätigung des Gasdrehgriffs (10) in der Betätigungsrichtung (1) einen größeren Reib widerstand als entgegen der Betätigungsrichtung (1) aufweist. 2. Gasdrehgriff (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasdrehgriff (10) eine Federeinrichtung (60) umfasst, die derart ausgebildet ist, dass der Halter beim Gasgeben entgegen der Federkraft der Federeinrichtung (60) gegenüber dem Gehäuse (20) verdreht wird. 3. Gasdrehgriff (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibeinrichtung (80) in die Federeinrichtung (60) integriert ist. 4. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasdrehgriff (10) eine Federeinrichtung (60) aufweist, die mit einem Ende (61) an dem Halter (50) angreift, und mit dem anderen Ende (62) an einem mit dem Lenkerrohr drehfesten Teil angreift, beispielsweise dem Gehäuse (20) des Gasdrehgriffs (10). 5. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (50) an dem Gehäuse (50) und/oder an dem Griffrohr (30) drehbar gelagert ist. 6. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (50) und das Griffrohr (30) an dem Gehäuse (50) drehbar gelagert ist, wobei vorzugsweise der Halter (50) zusätzlich an dem Griffrohr (30) drehbar gelagert ist. 7. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (20) einen radial nach innen ragenden Vorsprung (21) aufweist, an dem ein Leerlaufanschlag (22) und ein Vollgasanschlag (23) ausgebildet ist. 8. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffrohr (30) einen Mitnehmer (31) aufweist, der vorzugsweise an dem bezogen auf den Gasdrehgriff inneren Ende des Griffrohrs (30) ausgebildet ist und vorzugsweise radial nach außen vorspringt. 9. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (50) eine Aussparung (54) zur Aufnahme eines Teils des Griffrohrs (30) aufweist, wobei die Aussparung (54) in Umfangsrichtung vorzugsweise eine Weite aufweist, die um ein Leerlaufspiel (32) größer als die Weite in Umfangsrichtung des in der Aussparung (54) aufgenommenen Teils des Griffrohrs (30) ist. 10. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasdrehgriff (10) eine Drehwinkelbegrenzungseinrichtung zur Begrenzung des möglichen Drehwinkels zwischen dem Gehäuse (10) und dem Halter (50) und eine Verbindung zwischen dem Halter (50) und dem Griffrohr (30) mit einem Spiel in Umfangsrichtung aufweist, wobei die Drehwinkelbegrenzungseinrichtung vorzugsweise in der gleichen axialen Ebene angeordnet ist, wie die Verbindung zwischen dem Halter (50) und dem Griffrohr (30). 11. Gasdrehgriff (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwinkelbegrenzungseinrichtung einen Vorsprung (21), der an dem Gehäuse (20) angeordnet ist, von der Gehäusewandung radial nach innen vorsteht und einen Leerlaufanschlag (22) und einen Vollgasanschlag (23) definiert, und eine Aussparung (51) aufweist, die an dem Außenumfang des Halters (50) vorgesehen ist und einen Leerlaufanschlag (52) und einen Vollgasanschlag (53) definiert. 12. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tempomatabschalteinrichtung (70) einen Bolzen (72) aufweist, der vorzugsweise mit einer Druckfeder (71) vorgespannt ist, wobei die Druckfeder vorzugsweise eine geringere Federkraft in Umfangsrichtung aufweist als die bei der Betätigung des Gasdrehgriffs (10) wirkende Rückstellkraft und/oder die Federeinrichtung (60) des Gasdrehgriffs (10). 13. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tempomatabschalteinrichtung (70) in dem Halter (50) bei dem Leerlaufanschlag (52) derart angeordnet ist, dass der Bolzen (72) in Richtung des Leerlaufanschlags (22) des Gehäuses (20) vorsteht, und/oder die Tempomatabschalteinrichtung (70) in dem Vorsprung (21) des Gehäuses bei dem Leerlaufanschlag (22) derart angeordnet ist, dass der Bolzen (72) in Richtung des Leerlaufanschlags (52) des Halters (50) vorsteht, und/oder die Tempomatabschalteinrichtung (70) in dem Mitnehmer (31) des Griffrohrs (30) und/oder in dem Halter (50) derart angeordnet ist, dass der Bolzen (72) in das Leerlaufspiel (32) und/oder in die den Mitnehmer (31) des Griffrohrs (30) aufnehmende Aussparung (54) des Halters (50) ragt. 14. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasdrehgriff (10) eine weitere Stellungserfassungseinrichtung (140; 240) zur Erfassung einer Tempomatabschaltstellung aufweist, wobei die weitere Stellungserfassungseinrichtung (140) vorzugsweise einen im Bereich des Leerlaufanschlags (22, 52) angeordneten Sensor (142) und einen Stellungsgeber (141) aufweist, der vorzugsweise an dem Bolzen (72) angeordnet und/oder in dem Bolzen (72) integriert ist, und/oder wobei die weitere Stellungserfassungseinrichtung (240) vorzugsweise einen an dem Gehäuse angeordneten Sensor (242) und einen an dem Halter (50) und/oder dem Griffrohr (30) angeordneten Stellungsgeber (241) aufweist, die vorzugsweise derart angeordnet sind, dass eine Stellung erfasst wird, wenn der Gasdrehgriff (10) aus der Leerlaufstellung entgegen der Betätigungsrichtung (1) betätigt wird. Gasdrehgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasdrehgriff (10) ein Anschlusskabel für das Ausgangssignal der Stellungserfassungseinrichtung und/oder ein Anschlusskabel für eine Griffheizeinrichtung aufweist, das in dem Gehäuse des Gasdrehgriffs in einer Form mit zumindest einer Schlaufe angeordnet ist. |
Die Erfindung betrifft einen Gasdrehgriff gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Ein derartiger Gasdrehgriff ist beispielsweise aus der DE 100 27 193 AI oder der DE 10 2006 060 345 AI bekannt.
Die bekannten Gasdrehgriffe haben den Nachteil, dass die Stellungserfassungseinrichtung bei Betätigung des Gasdrehgriffs in Betätigungsrichtung unmittelbar ein anderes Ausgangssignal ausgibt. Deshalb ist bei der Betätigung des Gasdrehgriffs aus seiner Nullstellung bzw.
Leerlaufstellung eine aufwendige Auswertung erforderlich, um das von dem Fahrer von den mechanischen Gasdrehgriffen bekannte und gewünschte Leerlaufspiel zu erzeugen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Gasdrehgriff anzugeben, bei dem die Stellungserfassungseinrichtung bei Betätigung des Gasdrehgriffs in Betätigungsrichtung erst nach Überwinden eines Leerlaufspiels ein geändertes Ausgangssignal ausgibt.
Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem Gasdrehgriff gemäß den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Gemäß der Erfindung wird ein Gasdrehgriff mit einem Gehäuse, einem Griffrohr, das gegenüber dem Gehäuse (20) um eine Drehachse drehbar gelagert ist, einer Stellungserfassungseinrichtung, die einen Stellungsgeber und zumindest einen Sensor zur Erfassung der relativen Stellung des Griffrohrs gegenüber dem Gehäuse aufweist, und einem Halter zur Aufnahme eines Teils der Stellungserfassungseinrichtung angegeben, wobei der Halter gegenüber dem Griffrohr um die Drehachse drehbar gelagert ist, und/oder das Griffrohr einen Mitnehmer zur Mitnahme des Halters bei der Betätigung des Gasdrehgriffs aufweist, und/oder der Halter gegenüber dem Griffrohr um die Drehachse um einen Winkel (a) verdrehbar ist, der dem Leerlaufspiel entspricht, und/oder der Gasdrehgriff eine Tempomatabschalteinrichtung aufweist, und/oder der Gasdrehgriff eine Drehwinkelbegrenzungseinrichtung aufweist, die in oder im Wesentlichen in der axialen Ebene des Halters angeordnet ist, und/oder der Gasdrehgriff eine Reibeinrichtung aufweist, die derart ausgebildet ist, dass sie bei der Betätigung des Gasdrehgriffs in der Betätigungsrichtung einen größeren Reibwiderstand als entgegen der Betätigungsrichtung aufweist.
Die Ausführungen der Erfindung mit dem Merkmal, dass der Halter gegenüber dem Griffrohr um die Drehachse drehbar gelagert ist, und/oder das Griffrohr einen Mitnehmer zur Mitnahme des Halters bei der Betätigung des Gasdrehgriffs aufweist, und/oder der Halter gegenüber dem Griffrohr um die Drehachse um einen Winkel (a) verdrehbar ist, der dem Leerlaufspiel entspricht, bieten den Vorteil, dass das gewünschte Leerlaufspiel durch die zweiteilige
Ausführung von Halter und Griffrohr bzw. die Trennung von Halter und Griffrohr auf einfache Weise rein mechanisch erreicht werden kann. Anders ausgedrückt muss beim Gasgeben aus der Nullstellung zunächst das Spiel überwunden werden, erst danach erfolgt eine Relativbewegung zwischen den Teilen der Stellungserfassungseinrichtung. Dieses Leerlaufspiel ist vorteilhaft, weil es ein unbeabsichtiges Gasgeben verhindern kann.
Vorteilhafterweise weist der Gasdrehgriff bei diesen Ausführungen der Erfindung eine
Federeinrichtung auf, die mit einem Ende an dem Halter angreift, und mit dem anderen Ende an einem mit dem Lenkerrohr drehfesten Teil angreift, beispielsweise dem Gehäuse des
Gasdrehgriffs.
Diese Ausführungen der Erfindung haben den Vorteil, dass der Halter durch die
Federeinrichtung in der Leerlaufstellung gehalten wird, d.h. beispielsweise in einer Stellung, in der der Halter an einem an dem Gehäuse ausgebildeten Leerlaufanschlag anliegt.
Die Ausführungen der Erfindung mit dem Merkmal, dass der Gasdrehgriff eine
Drehwinkelbegrenzungseinrichtung aufweist, die in oder im Wesentlichen in der axialen Ebene des Halters angeordnet ist, bieten den Vorteil, dass das Gehäuse in axialer Richtung sehr kurzbauend ausgeführt werden kann. Das ist insbesondere wegen des geringen zur Verfügung stehenden Bauraums von Vorteil. Vorteilhafterweise ist die vorzugsweise spielbehaftete (um das Leerlaufspiel auf einfache Weise zu schaffen) Verbindung zwischen Griffrohr und Halter ebenfalls in oder im Wesentlichen in der axialen Ebene des Gasdrehgriffs angeordnet. Die Verbindung kann beispielsweise durch einen radial nach außen in eine Aussparung des Halters ragenden Mitnehmer ausgebildet sein, wobei vorzugsweise die Weite der Aussparung um das gewünschte Leerlaufspiel größer als die Weite des Mitnehmers in Umfangsrichtung ist.
Die Ausführungen der Erfindung mit dem Merkmal, dass der Gasdrehgriff eine Reibeinrichtung aufweist, die derart ausgebildet ist, dass sie bei der Betätigung des Gasdrehgriffs in der
Betätigungsrichtung einen größeren Reibwiderstand als entgegen der Betätigungsrichtung aufweist, bieten den Vorteil, dass der Gasdrehgriff eine Bedienungscharakteristik aufweist, die der Bedienungscharakteristik eines Gasdrehgriffs mit einem Bowdenzug und einem
federbeaufschlagten Stellgleid im Wesentlichen entspricht. Erfindungsgemäß kann dabei die Reibeinrichtung auch in die Federeinrichtung integriert sein.
Erfindungsgemäß kann der Gasdrehgriff eine Federeinrichtung aufweisen, die mit einem Ende an dem Halter angreift, und mit dem anderen Ende an einem mit dem Lenkerrohr drehfesten Teil angreift, beispielsweise dem Gehäuse des Gasdrehgriffs.
Erfindungsgemäß kann der Halter an dem Gehäuse und/oder an dem Griffrohr drehbar gelagert sein.
Erfindungsgemäß können der Halter und das Griffrohr an dem Gehäuse drehbar gelagert sein, wobei vorzugsweise der Halter zusätzlich an dem Griffrohr drehbar gelagert sein kann.
Erfindungsgemäß kann das Gehäuse einen radial nach innen ragenden Vorsprung aufweisen, an dem ein Leerlaufanschlag und ein Vollgasanschlag ausgebildet ist.
Alternativ oder zusätzlich kann der Leerlaufanschlag und/oder der Vollgasanschlag an einem weiteren vorzugsweise radial nach innen ragenden Vorsprung oder vorzugsweise radial nach innen verlaufenden Absatz ausgebildet sein. Dabei können jeweils ein Leerlaufanschlag und/oder ein Vollgasanschlag an dem Gehäuse vorgesehen werden. Alternativ können auch mehrere Leerlaufanschläge und/oder Vollgasanschläge an dem Gehäuse ausgebildet sein.
Erfindungsgemäß kann das Griffrohr einen Mitnehmer aufweisen, der vorzugsweise an dem bezogen auf den Gasdrehgriff inneren Ende des Griffrohrs ausgebildet ist und vorzugsweise radial nach außen vorspringt.
Das bezogen auf den Gasdrehgriff innere Ende des Griffrohrs bedeutet im Zusammenhang mit der vorliegenden Offenbarung das Ende des Griffrohrs, das bei einem an einem Lenker eines Zweirads, vorzugsweise eines Motorrads und/oder Fahrrads montierten Gasdrehgriff weiter in Richtung Fahrzeugmitte bzw. Lenkermitte angeordnet ist. Erfindungsgemäß kann der Halter eine Aussparung zur Aufnahme eines Teils des Griffrohrs aufweisen, wobei die Aussparung in Umfangsrichtung vorzugsweise eine Weite aufweist, die um ein Leerlaufspiel größer als die Weite in Umfangsrichtung des in der Aussparung
aufgenommenen Teils des Griffrohrs ist.
Erfindungsgemäß kann der Gasdrehgriff eine Drehwinkelbegrenzungseinrichtung zur
Begrenzung des möglichen Drehwinkels zwischen dem Gehäuse und dem Halter und eine Verbindung zwischen dem Halter und dem Griffrohr mit einem Spiel in Umfangsrichtung aufweisen, wobei die Drehwinkelbegrenzungseinrichtung vorzugsweise in der gleichen axialen Ebene angeordnet ist, wie die Verbindung zwischen dem Halter und dem Griffrohr.
Erfindungsgemäß kann die Drehwinkelbegrenzungseinrichtung einen Vorsprung, der an dem Gehäuse angeordnet ist, von der Gehäusewandung radial nach innen vorsteht und einen
Leerlaufanschlag und einen Vollgasanschlag definiert, und eine Aussparung aufweisen, die an dem Außenumfang des Halters vorgesehen ist und einen Leerlaufanschlag und einen
Vollgasanschlag definiert.
Erfindungsgemäß kann die Tempomatabschalteinrichtung einen Bolzen aufweisen, der vorzugsweise mit einer Druckfeder vorgespannt ist, wobei die Druckfeder vorzugsweise eine geringere Federkraft in Umfangsrichtung aufweist als die bei der Betätigung des Gasdrehgriffs wirkende Rückstellkraft und/oder die Federeinrichtung des Gasdrehgriffs.
Erfindungsgemäß kann die Tempomatabschalteinrichtung in dem Halter bei dem
Leerlaufanschlag derart angeordnet sein, dass der Bolzen in Richtung des Leerlaufanschlags des Gehäuses vorsteht, und/oder kann die Tempomatabschalteinrichtung in dem Vorsprung des Gehäuses bei dem Leerlaufanschlag derart angeordnet sein, dass der Bolzen in Richtung des Leerlaufanschlags des Halters vorsteht, und/oder kann die Tempomatabschalteinrichtung in dem Mitnehmer des Griffrohrs und/oder in dem Halter derart angeordnet sein, dass der Bolzen in das Leerlaufspiel und/oder in die den Mitnehmer des Griffrohrs aufnehmende Aussparung des Halters ragt. Erfindungsgemäß kann der Gasdrehgriff eine weitere Stellungserfassungseinrichtung zur Erfassung einer Tempomatabschaltstellung aufweisen, wobei die weitere Stellungserfassungseinrichtung vorzugsweise einen im Bereich des Leerlaufanschlags angeordneten Sensor und einen Stellungsgeber aufweist, der vorzugsweise an dem Bolzen angeordnet und/oder in dem Bolzen integriert ist, und/oder wobei die weitere Stellungserfassungseinrichtung vorzugsweise einen an dem Gehäuse angeordneten Sensor und einen an dem Halter und/oder dem Griffrohr angeordneten Stellungsgeber aufweist, die vorzugsweise derart angeordnet sind, dass eine Stellung erfasst wird, wenn der Gasdrehgriff aus der Leerlaufstellung entgegen der
Betätigungsrichtung betätigt wird.
Vorteilhafterweise sind die Sensoren an dem drehfesten Gehäuse angeordnet, was den Vorteil hat, dass ein Anschlusskabel leichter verlegt und angeschlossen werden kann. Dann sind die Stellungsgeber an dem drehbaren Teil angeordnet. Dieser Vorteil ist insbesondere für die Stellungserfassungseinrichtung zur Erfassung der Gasstellung wichtig, bei der ein Winkelbereich von ungefähr 85 Grad erfasst werden muss. Bei der Stellungserfassungseinrichtung zur
Erfassung der Tempomatabschaltung ist jedoch nur ein kleiner Winkelbereich von ungefähr 5 Grad zu erfassen, weshalb der Sensor auch an dem verdrehbaren Teil und der Stellungsgeber an dem drehfesten Teil angeordnet werden kann. Vorteilhafterweise wird der Sensor dabei an einem Teil angeordnet, das von dem Halter bei Verlassen der Leerlaufstellung in Richtung der
Vollgasstellung getrennt wird bzw. nur von dem Halter und/oder dem Griffrohr bei Erreichen der Leerlaufstellung angefahren wird.
Selbstverständlich können die Sensoren auch an einem drehbaren Teil angeordnet und die Stellungsgeber an dem drehfesten Teil angeordnet werden. Das ist beispielsweise bei
Gasdrehgriffen mit einer Griffheizeinrichtung von Vorteil, bei denen das Anschlusskabel für den Sensor gemeinsam mit dem Versorgungskabel für die Heizeinrichtung verlegt werden kann.
Erfindungsgemäß kann der Gasdrehgriff ein Anschlusskabel für das Ausgangssignal der
Stellungserfassungseinrichtung und/oder ein Anschlusskabel für eine Griffheizeinrichtung aufweisen, das in dem Gehäuse des Gasdrehgriffs in einer Form mit zumindest einer Schlaufe bzw. schlaufenförmig angeordnet ist. Diese Ausführungen der Erfindung haben den Vorteil, dass durch das Verlegen des Anschlusskabels in Form zumindest einer Schleife ein Längenausgleich geschaffen wird, der wegen der Zuführung der Leitung zu dem um eine Drehachse zu verdrehenden Gasdrehgriffs notwendig ist.
Im Zusammenhang mit der vorliegenden Offenbarung ist die Betätigungsrichtung diejenige Richtung, in der das Griffrohr von dem Fahrer beim Gasgeben gegenüber dem Gehäuse des Gasdrehgriffs verdreht wird.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht eines Gasdrehgriffs gemäß einer Ausführung der Erfindung entlang der Linie I-I von Fig. 3.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Gasdrehgriffs von Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht des Gasdrehgriffs von Fig. 1 entlang der Linie III-III von Fig. 2.
Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht eines Gasdrehgriffs gemäß einer Ausführung der Erfindung entlang der Linie IV-IV von Fig. 2, die zusätzlich zu der Ausführung gemäß Fig. 1 eine Tempomatabschalteinrichtung aufweist.
Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht eines Gasdrehgriffs gemäß einer Ausführung der Erfindung entlang der Linie V-V von Fig. 7.
Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht des Gasdrehgriffs von Fig. 5.
Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht des Gasdrehgriffs von Fig. 1 entlang der Linie VII- VII von Fig. 6. Fig. 8 zeigt eine Schnittansicht eines Gasdrehgriffs gemäß einer Ausführung der Erfindung entlang der Linie VIII-VIII von Fig. 10.
Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht des Gasdrehgriffs von Fig. 8.
Fig. 10 zeigt eine Schnittansicht des Gasdrehgriffs von Fig. 1 entlang der Linie X-X von Fig. 9.
In der Beschreibung des Ausführungsbeispiels werden folgende Bezugszeichen verwendet:
1 Betätigungsrichtung
10 Gasdrehgriff
20 Gehäuse
21 Vorsprung
22 Leerlaufanschlag
23 Vollgasanschlag
24 Klemmeinrichtung
25 Grundkörper
26 Gehäusedeckel
30 Griffrohr
31 Mitnehmer
32 Leerlaufspiel (Winkel a)
39 Handauflagekörper
40 Stellungserfassungseinrichtung
41 Stellungsgeber (beispielsweise Magnet)
42 Sensor (Beispielsweise Hallsensor)
50 Halter
51 Aussparung
52 Leerlaufanschlag
53 Vollgasanschlag 54 Aussparung (Zur Aufnahme des Mitnehmers 31, die Weite der Aussparung 54 des Halters ist in Umfangsrichtung um das Leerlaufspiel 32 größer als die Weite des Mitnehmers 31)
55 Aufnahme (für Stellungsgeber 41)
60 Federeinrichtung (beispielsweise Drehfeder)
61 Ende der Drehfeder (in den Halter 50 eingehängt)
62 Ende der Drehfeder (in das Gehäuse 20 eingehängt)
70 Tempomatabschalteinrichtung
71 Druckfeder
72 Bolzen
80 Reibeinrichtung (beispielsweise Reibhülse)
140 Stellungserfassungseinrichtung
141 Stellungsgeber (beispielsweise Magnet)
142 Sensor (Beispielsweise Hallsensor)
240 Stellungserfassungseinrichtung
241 Stellungsgeber (beispielsweise Magnet)
242 Sensor (Beispielsweise Hallsensor)
Die Figuren 1 bis 4 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines Gasdrehgriffs 10 gemäß der Erfindung.
Der Gasdrehgriff 10 weist ein Gehäuse 20 auf. Das Gehäuse 20 ist mit einer Klemmeinrichtung 24 an einem nicht dargestellten Lenkerrohr auf bekannte Weise befestigt.
Das Gehäuse 20 ist vorzugsweise zweiteilig ausgeführt und weist einen Grundkörper 25 und einen Gehäusedeckel 26 auf. Alternativ kann das Gehäuse auch einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein.
In dem Gehäuse 20 ist ein Griffrohr 30 drehbar gelagert, auf dem ein Handauflagekörper 39 angeordnet ist, an dem der Fahrer des lenkergeführten Fahrzeugs (beispielsweise Motorrad, Trike, Quad bzw. Fahrrad mit Hilfsantrieb) mit einer Hand angreift. In dem Gehäuse 20 ist ein Vorsprung 21 vorgesehen, an dem ein Leerlaufanschlag 22 und ein Vollgasanschlag 23 vorgesehen sind. Der Vorsprung 21 steht radial von der Gehäusewandung nach innen vor. An seinen beiden Seiten sind der Leerlaufanschlag 22 und ein Vollgasanschlag 23 ausgebildet.
Der Gasdrehgriff umfasst einen Stellungserfassungseinrichtung 40 mit einem Stellungsgeber 41, der beispielsweise ein Magnet oder ein anderer dem Fachmann bekannter Stellungsgeber sein kann, und einem Sensor 42, der beispielsweise ein Hallsensor oder ein anderer dem Fachmann bekannter Sensor zur Erfassung der relativen Stellung des Stellungsgebers sein kann.
Der Gasdrehgriff weist einen Halter 50 mit einer Aufnahme 55 auf, in dem der Stellungsgeber 41 (beispielsweise ein Magnet) angeordnet ist.
Der Halter 50 weist eine Aussparung 51 auf, an deren einem Ende ein Leerlaufanschlag 52 und an deren anderen Ende ein Vollgasanschlag 53 vorgesehen ist, die mit dem entsprechenden
Leerlaufanschlag 22 bzw. Vollgasanschlag 23 des in die Aussparung 51 ragenden Vorsprungs 21 des Gehäuses 20 zusammenwirken und den möglichen Verstellbereich des Gasdrehgriffs 10 definieren, der bei der dargestellten Ausführung ungefähr 85 Grad beträgt bzw. dem möglichen Verstellbereich bekannter Gasdrehgriffe mit einem Bowdenzug und einem federbeaufschlagten Stellglied entspricht.
Das Griffrohr 30 weist einen Mitnehmer 31 auf, der an dem axial innenliegenden Ende des
Griffrohrs 30 radial nach außen ragt.
Der Halter weist eine weitere Aussparung 54 auf, in welcher der Mitnehmer 31 aufgenommen ist, wobei die Weite der Aussparung 54 des Halters in Umfangsrichtung um das Leerlaufspiel 32 (Winkel a) größer als die Weite des Mitnehmers 31 ist.
Der Gasdrehgriff 10 weist ferner eine Federeinrichtung 60, beispielsweise eine Drehfeder, auf, deren eines Ende 62 in das Gehäuse 20 eingehängt ist, und deren anderes Ende 61 in dem Halter 50 eingehängt ist.
Zum Gasgeben wird das Griffrohr 30 aus einer Leerlaufstellung in der Betätigungsrichtung 1 gedreht, bis das Leerlaufspiel 32 überwunden ist. Anschließend nimmt der Mitnehmer 31 den Halter 50 mit, der sich bei der weiteren Betätigung mit seinem Leerlaufanschlag 52 von dem
Leerlaufanschlag 22 des Gehäuses 20 entfernt. Der Gasdrehgriff 10 kann weiter verdreht werden, bis der Vollgasanschlag 53 des Halters 50 an den Vollgasanschlag 23 des Gehäuses 20 stößt. Sobald das Griffrohr 30 mit dem Mitnehmer 31 den Halter 50 gegenüber dem Gehäuse verdreht, erfolgt eine Veränderung des Ausgangssignal der Stellungserfassungseinrichtung 40, die auf bekannte Weise verwendet werden kann, um die Motorsteuerung entsprechend zu bewirken, d.h. um Gas zu geben.
Der Gasdrehgriff 10 weist ferner eine Reibeinrichtung 80 auf, beispielsweise eine Reibhülse. Diese ist vorteilhafterweise derart ausgebildet, dass beim Gasgeben ein höherer Reibwiderstand erzeugt wird, als beim Gaszurücknehmen (Betätigung des Gasdrehgriffs 10 entgegen der
Betätigungsrichtung 1)
Optional kann der Gasdrehgriff eine Tempomatabschalteinrichtung 70 aufweisen, die bei der dargestellten Ausführung eine Druckfeder 71 und einen Bolzen 72 aufweist. Der Bolzen 72 ist mit der Druckfeder 71 in dem Halter 50 angeordnet und in der Leerlaufstellung des Gasdrehgriffs 10 gegen den Leerlaufanschlag 22 vorgespannt. Bei einer Betätigung des Gasdrehgriffs 10 aus der Leerlaufstellung entgegen der Betätigungsrichtung 1 wird der Bolzen 72 entgegen der Kraft der Druckfeder 71 in Richtung des Halters 50 gedrückt. Nach Überschreiten eines bestimmten Weges kann auf eine dem Fachmann bekannte Weise ein Signal erzeugt werden, das die Abschaltung des Tempomaten bewirkt. Diese Verdrehung aus der Leerlaufstellung entgegen der Betätigungsrichtung ist möglich, weil die Leerlaufstellung entgegen der Federkraft der Druckfeder 71 überfahren werden kann, d.h. der Gasdrehgriff weist eine gefederte Leerlaufstellung auf. Vorteilhafterweise ist die Federkraft der Druckfeder geringer als die Federkraft der Federeinrichtung 60.
Die Figuren 5 bis 7 bzw. 8 bis 10 zeigen weitere Ausführungen der Erfindung, die sich im wesentlichen durch unterschiedliche Ausführungen der Tempomatabschalteinrichtung 70 und durch das Vorsehen einer weiteren Stellungserfassungseinrichtung 140 bzw. 240 unterscheiden. Im Folgenden wird daher auf die Beschreibung der Ausführungen gemäß den Figuren 1 bis 4 verwiesen und der Schwerpunkt auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen der Erfindung gelegt.
Die Figuren 5 bis 7 zeigen eine Ausführung der Erfindung, bei der die Tempomatabschalt- einrichtung 70 in dem Vorsprung 21 des Gehäuses 20 angeordnet ist. Der Bolzen 72 ragt aus dem Vorsprung über den Leerlaufanschlag 22 hervor und ist mit einer Druckfeder 71 in Richtung des Leerlaufanschlags 52 vorgespannt, wobei der Bolzen 72 den Leerlaufanschlag 52 in der
Leerlaufstellung des Gasdrehgriffs bzw. kurz vor der Leerlaufstellung berührt.
Die in den Figuren 5 bis 7 gezeigte Ausführung der Erfindung umfasst eine weitere
Stellungserfassungseinrichtung 140, die einen Stellungsgeber 141, der in den Bolzen 72 integriert ist, und einen Sensor 142 aufweist, der an dem Gehäuse 20 angeordnet ist.
Die Figuren 8 bis 10 zeigen eine Ausführung der Erfindung, bei der der Bolzen 72 der
Tempomatabschalteinrichtung 70 in die Aussparung 54 ragt, in der der Mitnehmer 31 des Griffrohrs 30 aufgenommen ist. Bei der dargestellten Ausführung ist die Tempomatabschalteinrichtung 70 in dem Halter angeordnet. Denkbar wäre auch eine Ausführung (nicht dargestellt), bei der die
Tempomatabschalteinrichtung 70 in dem Mitnehmer 31 angeordnet ist.
Die in den Figuren 8 bis 10 gezeigte Ausführung der Erfindung umfasst eine weitere
Stellungserfassungseinrichtung 240, die einen Stellungsgeber 241, der an einem radialen Fortsatz des Halters 50 angeordnet ist, und einen Sensor 242 aufweist, der an dem Gehäuse 20 angeordnet ist.
Die Tempomatabschaltung kann durch die Tempomatabschalteinrichtung 70 und/oder durch ein Signal der Stellungserfassungseinrichtung 140 bzw. 240 bewirkt werden, wenn der Gasdrehgriff entgegen der Betätigungsrichtung über die Leerlaufstellung verdreht wird.
Die Gasdrehgriffe, die die Merkmale der vorliegenden Erfindung aufweisen, können vorteilhafterweise durch weitere Merkmale der am 7. Oktober 2008 angemeldeten Patentanmeldung Nr. DE 10 2008 051 609.0 weitergebildet werden, insbesondere hinsichtlich der dort offenbarten Reibeinrichtung. Die folgende Offenbarung dieser Patentanmeldung soll daher auch Gegenstand der vorliegenden Beschreibung sein:
Um eine Drehgriffeinheit zur Betätigung eines elektrischen oder elektronischen Stellglieds, insbesondere eines Stellglieds zur Steuerung der Drehzahl eines Motors, umfassend eine Drehgriffbasis, einen relativ zur Drehgriffbasis um eine Drehachse drehbaren Drehgriff, ein Federelement, welches auf den Drehgriff in Richtung einer Ausgangsstellung einwirkt und gegen dessen Wirkung der Drehgriff von der Ausgangsstellung in Richtung einer Maximaldrehstellung drehbar ist, derart zu verbessern, dass trotz der Verwendung eines elektrischen oder
elektronischen Stellgliedes die Drehgriffeinheit ein Betätigungsverhalten zeigt, wie es dem Benutzer durch einen von dem Drehgriff betätigten Bowdenzug und einem federbeaufschlagten Stellglied bekannt ist, wird vorgeschlagen, dass dem Drehgriff zusätzlich zu dem Federelement ein Reibelement zugeordnet ist, welches beim Drehen des Drehgriffs von der Ausgangsstellung in Richtung der Maximaldrehstellung einen größeren Reibwiderstand erzeugt als beim Drehen des Drehgriffs in umgekehrter Richtung.
Die Erfindung betrifft somit auch einen Gasdrehgriff, der auch eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweist:
Eine Drehgriffeinheit zur Betätigung eines elektrischen oder elektronischen Stellglieds, insbesondere eines Stellglieds zur Steuerung der Drehzahl eines Motors, umfassend eine Drehgriffbasis, einen relativ zur Drehgriffbasis um eine Drehachse drehbaren Drehgriff, ein Federelement, welches auf den Drehgriff in Richtung einer Ausgangsstellung einwirkt und gegen dessen Wirkung der Drehgriff von der Ausgangsstellung in Richtung einer Maximaldrehstellung drehbar ist,
wobei dem Drehgriff zusätzlich zu dem Federelement ein Reibelement zugeordnet ist, welches beim Drehen des Drehgriffs von der Ausgangsstellung in Richtung der
Maximaldrehstellung einen größeren Reibwiderstand erzeugt als beim Drehen des Drehgriffs in umgekehrter Richtung.
Das Reibelement ist dem Federelement zugeordnet.
Das Reibelement wirkt auf das Federelement.
Das Federelement ist als Wendelfeder ausgebildet.
Die Wendelfeder weist um die Drehachse herum verlaufende und in Richtung parallel zur Drehachse nebeneinanderliegende Windungen auf.
Das Reibelement wirkt auf Windungen des Federelements ein.
Die Wendelfeder verringert beim Drehen des Drehgriffs von der Ausgangsstellung in Richtung der Maximaldrehstellung einen Wendeldurchmesser.
Das Reibelement weist eine Anlagefläche auf, an welcher die Windungen der
Wendelfeder reibend anliegen.
Die Kraft, mit welcher die Windungen der Wendelfeder auf die Anlagefläche wirken, ist beim Drehen des Drehgriffs von der Ausgangsstellung in Richtung der
Maximaldrehstellung größer als beim Drehen des Drehgriffs in umgekehrter Richtung.
Das Reibelement weist eine in radialer Richtung zur Drehachse elastisch bewegbare Anlagefläche auf.
Das Reibelement ist als um die Drehachse herum gekrümmt verlaufender Körper ausgebildet.
Das Reibelement ist als C-förmiger Körper aus Flachmaterial ausgebildet, dessen Enden in Umfangsrichtung einen Abstand voneinander aufweisen. Das Reibelement ist als Körper aus Flachmaterial ausgebildet, dessen Endbereich in Umfangsrichtung überlappend angeordnet sind.
Das Reibelement ist als im Innern der Wendelfeder angeordneter Körper ausgebildet, auf dessen Anlagefläche die Wendelfeder mit ihren Windungen aufliegt.
Der Körper weist als Anlagefläche eine Außenumfangsseite auf, auf welcher die
Windungen der Wendelfeder aufliegen.
Das Federelement ist in einem Innenraum der Drehgriffbasis angeordnet.
Das Reibelement ist in einem Innenraum der Drehgriffbasis angeordnet.
Das Reibelement ist in der Drehgriffbasis drehfest gehalten.
Der Drehgriff weist in der Ausgangsstellung ein Spiel auf.
Das Federelement ist in der Ausgangsstellung durch das Reibelement unter einer Mindestvorspannung gehalten.
Das unter Mindestvorspannung gehaltene Federelement ist spielbehaftet mit der
Drehgriff basis und/oder dem Drehgriff verbunden.
Erfindungsgemäß kann dem Drehgriff zusätzlich zu dem Federelement ein Reibelement zugeordnet sein, welches beim Drehen des Drehgriffs von der Ausgangsstellung in Richtung der Maximaldrehstellung einen größeren Reibwiderstand erzeugt als beim Drehen des Drehgriffs in umgekehrter Richtung.
Der Vorteil dieser Lösung ist darin zu sehen, dass damit das Reibelement zusammen mit dem Federelement und dem Drehgriff eine Bedienungscharakteristik ergibt, die der eines Drehgriffs, mit welchem ein Bowdenzug und ein federbeaufschlagtes Stellglied betätigt werden, weitgehend entspricht und die außerdem einfach und kostengünstig realisierbar ist.
Prinzipiell könnte dabei das Reibelement völlig unabhängig vom Federelement, beispielsweise an einem anderen Ort als das Federelement angeordnet sein, wobei es vorteilhaft ist, wenn das Reibelement dem Federelement zugeordnet ist.
Besonders günstig lässt sich jedoch das Reibelement dann in eine derartige Drehgriff einheit integrieren, wenn das Reibelement auf das Federelement wirkt.
Hinsichtlich des Federelements wurden bislang keine näheren Angaben gemacht.
So wäre es rein prinzipiell denkbar, das Federelement als Torsionsfeder oder als Spiralfeder auszubilden.
Für das Zusammenwirken eines derartigen Federelements mit einem Reibelement hat es sich jedoch als besonders günstig erwiesen, wenn das Federelement als Wendelfeder ausgebildet ist.
Vorzugsweise ist dabei die Wendelfeder so ausgebildet, dass diese um die Drehachse herum verlaufende und in Richtung parallel zur Drehachse nebeneinanderliegende Windungen aufweist. Bei einer derartigen Wendelfeder lässt sich das Reibelement besonders vorteilhaft dann in den Drehgriff integrieren, wenn das Reibelement auf die Windungen des Federelements einwirkt, so dass die Reibkraft zwischen den Windungen des Federelements und dem Reibelement ausgenutzt werden kann.
Eine Wendelfeder kann prinzipiell in unterschiedlichster Art und Weise gewickelt sein.
Beispielsweise kann die Wendelfeder so gewickelt sein, dass beim Drehen des Drehgriffs von der Ausgangsstellung in Richtung der Maximaldrehstellung die Wendelfeder ihren Wendeldurchmesser vergrößert.
Als besonders günstig hat es sich jedoch herausgestellt, wenn die Wendelfeder so ausgebildet ist, dass diese beim Drehen des Drehgriffs von der Ausgangsstellung in Richtung der
Maximaldrehstellung einen Wendeldurchmesser verringert, insbesondere im Bereich der Windungen, die mit dem Drehgriff mitdrehbar sind.
Um eine optimale Reibwirkung zu erhalten, ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Reibelement eine Anlagefläche aufweist, an welcher die Windungen der Wendelfeder reibend anliegen.
Damit bei einer derartigen Wendelfeder in Verbindung mit dem Reibelement das eingangs genannte Verhalten erzeugbar ist, ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Kraft, mit welcher die Windungen der Wendelfeder auf die Anlagefläche wirken, beim Drehen des Drehgriffs von der Ausgangsstellung in Richtung der Maximaldrehstellung größer ist als beim Drehen des
Drehgriffs in umgekehrter Richtung.
Das Reibelement kann dabei grundsätzlich als beliebig geformter Körper ausgebildet sein.
Beispielsweise könnte das Reibelement als Käfig ausgebildet sein, welcher an der Wendelfeder auf mindestens einer Seite anliegt.
Um stets eine optimale Wechselwirkung zwischen der Wendelfeder und dem Reibelement zu erhalten, ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Reibelement eine in radialer Richtung zur Drehachse elastisch bewegbare Anlagefläche aufweist.
Eine derartige Ausbildung des Reibelements schafft die Möglichkeit, dass dieses optimal mit einer Wendelfeder, welche ihren Durchmesser in radialer Richtung zur Drehachse beim
Verdrehen verändert, zusammenwirken kann, so dass sich die Reibung zwischen der
Wendelfeder und dem Reibelement entsprechend der Drehrichtung optimal im Sinne der vorliegenden Erfindung einstellen lässt. Eine besonders günstige Lösung sieht vor, dass das Reibelement als um die Drehachse herum gekrümmt verlaufender Körper ausgebildet ist.
Eine Möglichkeit sieht vor, dass das Reibelement als C-förmiger Körper aus Flachmaterial ausgebildet ist, dessen Enden in Umfangsrichtung einen Abstand voneinander aufweisen.
Eine alternative Lösung sieht vor, dass das Reibelement als Körper aus Flachmaterial ausgebildet ist, dessen Endbereiche in Umfangsrichtung überlappend angeordnet sind.
Beispielsweise könnte dabei das Reibelement die Wendelfeder umgreifen.
Eine räumlich besonders günstige und somit für die Integration in der Drehgriffeinheit besonders geeignete Lösung sieht vor, dass das Reibelement als im Innern der Wendelfeder angeordneter Körper ausgebildet ist, auf dessen Anlagefläche die Wendelfeder mit ihren Windungen aufliegt.
Eine besonders günstige Lösung sieht vor, dass der Körper als Anlagefläche eine
Außenumfangsseite aufweist, auf welcher die Windungen der Wendelfeder aufliegen.
Hinsichtlich der Anordnung des Federelements wurden im Zusammenhang mit der bisherigen Lösung keine weiteren Angaben gemacht.
Prinzipiell wäre es denkbar, das Federelement an beliebiger Stelle der Drehgriffeinheit anzuordnen.
So könnte das Federelement innerhalb des Drehgriffs, beispielsweise auf einer der Drehgriffbasis abgewandten Seite, angeordnet und beispielsweise an einer Drehgriffhülse fixiert sein. Dabei könnte das Federelement zwischen einem Ende eines Trägerrohrs und einem Ende des
Drehgriffs angeordnet sein oder in das Trägerrohr hineinragen.
Besonders zweckmäßig ist es jedoch, wenn das Federelement in einem Innenraum der Drehgriffbasis angeordnet ist.
In gleicher Weise wie das Federelement kann auch das Reibelement an beliebiger Stelle der Drehgriffeinheit angeordnet sein.
So könnte auch das Reibelement innerhalb des Drehgriffs, beispielsweise auf einer der
Drehgriffbasis abgewandten Seite, angeordnet und beispielsweise an einer Drehgriffhülse fixiert sein. Dabei könnte auch das Reibelement zwischen dem Ende des Trägerrohrs und dem Ende des Drehgriffs angeordnet sein oder in das Trägerrohr hineinragen.
Ferner ist es ebenfalls günstig, wenn das Reibelement in einem Innenraum der Drehgriffbasis angeordnet ist.
Um zu verhindern, dass sich das Reibelement räumlich verschiebt, ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Reibelement an der Drehgriffbasis drehfest gehalten ist.
Vorzugsweise ist dies so gelöst, dass das Reibelement mit einem Fortsatz an der Drehgriffbasis drehfest fixiert ist.
Um dem Bediener die aus den ein Bowdenzug umfassenden Lösungen bekannte
Bedienungscharakteristik zu vermitteln, ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Drehgriff in der Ausgangsstellung ein Spiel aufweist, da ein derartiges Spiel auch bei einer Lösung mit einem Bowdenzug vorhanden ist.
Ein derartiges Spiel des Drehgriffs in der Ausgangsstellung lässt sich vorteilhafterweise dadurch erreichen, dass das Federelement in der Ausgangsstellung durch das Reibelement unter einer Mindestvorspannung gehalten ist.
Damit ist die Einheit aus Federelement und Reibelement in der Ausgangsstellung so, dass das Federelement eine definierte Stellung, nämlich die, die der Mindestvorspannung entspricht, aufweist. Um nun ein Spiel erreichen zu können, ist vorzugsweise vorgesehen, dass das unter Mindestvorspannung gehaltene Federelement spielbehaftet mit der Drehgriffbasis und/oder dem Drehgriff verbunden ist.
Durch diese spielbehaftete Verbindung entweder mit der Drehgriffbasis und/oder mit dem Drehgriff lässt sich in der Ausgangsstellung bei der Betätigung des Drehgriffs das besagte Spiel erreichen, da nämlich das Federelement in seiner der Mindestvorspannung entsprechenden Stellung steht und damit den Drehgriff in Richtung der Ausgangsstellung nicht mit Kraft beaufschlagt, sondern lediglich eine der Ausgangsstellung entsprechende Stellung einnimmt, die allerdings den Drehgriff in der Ausgangsstellung nur spielbehaftet positioniert.
Diese Merkmale werden anhand der folgenden Figuren 11 bis 17 erläutert:
Fig. 11 zeigt eine Gesamtansicht einer Drehgriffeinheit;
Fig. 12 zeigt einen Schnitt längs Linie XII-XII in Fig. 11;
Fig. 13 zeigt einen Schnitt längs Linie XIII-XIII in Fig. 11 ;
Fig. 14 gt eine perspektivische Schnittdarstellung eines Drehgriffeinheit läng
Linie XIV-XIV in Fig. 13;
Fig 15 zeigt eine perspektivische Schnittdarstellung längs der Linie XV-XV in
Fig. 11;
Fig 16 zeigt eine schematische Darstellung eines Verlaufs eines Drehmoments
aufgetragen über einem Drehwinkel zwischen einer Ausgangsstellung und einer Maximaldrehstellung und Fig. 17 einen Schnitt ähnlich Fig. 15 durch eine Drehgriffeinheit.
Eine Drehgriffeinheit 310, dargestellt in Fig. 1 1 , umfasst eine Drehgriffbasis 312, welche beispielsweise mit einer Klemmeinheit 314 drehfest an einem Trägerrohr 316, beispielsweise einem Lenkerrohr, montierbar ist.
An der Drehgriffbasis 312 ist ein relativ zu dieser und relativ zum Trägerrohr 316 um eine Drehachse 31 8 drehbarer Drehgriff 320 montiert, welcher, wie in Fig. 12 dargestellt, eine Drehgriffhülse 322 umfasst, die mit einer Innenfläche 324 um die Drehachse 318 drehbar auf einer Außenfläche 326 des Trägerrohrs 316 gleitend geführt ist.
Die Drehgriffhülse 322 trägt ihrerseits noch einen diese übergreifenden Handauflagekörper 328 aus einem weichelastischem Material, welcher von einer Hand zum Drehen des Drehgriffs 320 übergriffen wird.
Die Drehgriffhülse 322 erstreckt sich ausgehend von der Drehgriffbasis 312 mindestens bis zu einem äußeren Ende 332 des Trägerrohrs 316 und ist fest mit einem Lagerkörper 334 verbunden, der in einem Innenraum 336 der Drehgriffbasis 312 angeordnet ist und in dem Innenraum 336 einerseits drehbar geführt ist und andererseits in Richtung der Drehachse 318 unverschieblich gehalten ist, so dass durch die feste Verbindung zwischen dem Lagerkörper 334 und der Drehgriffhülse 322 der gesamte Drehgriff 320 zwar um die Drehachse 318 drehbar ist, jedoch nicht in Richtung der Drehachse 318 verschiebbar ist.
Um die Drehbarkeit des Drehgriffs 320 um die Drehachse 318 zu begrenzen, ist wie in Fig. 13 dargestellt, der Lagerkörper 334 ferner noch mit einer Nase 338 versehen, welche in eine die Form eines Segments eines Ringraums um die Drehachse 318 aufweisende Ausnehmung 340 in der Drehgriffbasis 312 eingreift, wobei die Ausnehmung 340 mit in einer radialen Richtung zur Drehachse 318 verlaufenden Endflächen 342 und 344, gegen welche die Nase 338 anliegen kann, die Drehbarkeit des Drehgriffs 322 begrenzt, und zwar auf einen maximalen Drehwinkel in der Größenordnung von 90° oder weniger.
:E ICHTIGTES BLATT (REGEL 91) ISA/EP Dabei definiert die Endfläche 342 eine Ausgangsstellung 346 der Nase 338 und somit des Drehgriffs 320 und die Endfläche 344 eine Maximaldrehstellung 348, welche gegenüber der Ausgangsstellung 346 um den vorstehend genannten maximalen Drehwinkel des Drehgriffs 320 gegenüber der Ausgangsstellung 346 im Winkelabstand angeordnet ist.
Bei üblichen bekannten Drehgriffeinheiten 3 10 wird über einen Bowdenzug, welcher an dem Lagerkörper 334 angreift, ein Stellglied betätigt, welches beispielsweise eine Gemischzufuhr zu einem Verbrennungsmotor steuert, wobei das Stellglied durch eine Rückholfeder so beaufschlagt ist, dass sich dies stets in eine derartige Stellung bewegt, die der Ausgangsstellung 346 des Drehgriffs 320 entspricht.
Bei der erfindungsgemäßen Drehgriffeinheit ist nun, wie in Fig. 14 dargestellt, mit dem
Lagerkörper 334 kein Bowdenzug mehr verbunden, sondern es ist eine Sensoreinheit 350 vorgesehen, welche die Drehstellungen des Lagerkörpers 334 zwischen der Ausgangsstellung 346 und der Maximaldrehstellung 348 erfasst.
Beispielsweise ist die Sensoreinheit 350 eine berührungslos arbeitende Sensoreinheit, die ein fest am Lagerkörper 334 gehaltenes drehbares Element 352 sowie ein fest in der Drehgriffbasis 312 angeordnetes Sensorelement 354 umfasst, das beispielsweise einen oder mehrere integrierte Hallsensoren aufweist, die in der Lage sind, magnetische Felder des drehbaren Elements 352 zu erkennen, wobei das drehbare Element 352 beispielsweise ein Körper ist, der eine Vielzahl magnetisierter Zonen aufweist, so dass sich durch Vorbeibewegen der Vielzahl von
magnetisierten Zonen des drehbaren Elements 352 an dem Sensorelement 354 die Drehstellung des drehbaren Elements 352 bezogen auf die Drehachse 31 8 und somit auch die Drehstellung des gesamten Drehgriffs 320 bezogen auf die Drehachse 31 8 mit der erforderlichen Präzision erfassen lässt.
Die Sensoreinheit 350 wirkt mit einer Steuerung 356 zusammen, wobei beide ein elektronisches Stellglied zur Steuerung eines Motors 358, beispielsweise eines Verbrennungsmotors, bilden.
:ERICHTIGTES BLATT (REGEL 91) ISA/EP Da bei einer derartigen Sensoreinheit 350 durch das elektronische Stellglied kein Rückstellmoment in Richtung der Ausgangsstellung 346 auftritt, ist ein als Ganzes mit 360 bezeichnetes Federelement vorgesehen, das zwischen der Drehgriffbasis 312 und dem Drehgriff 320 wirksam ist und den Drehgriff 320 in Richtung seiner Ausgangsstellung 346 mit einem Drehmoment beaufschlagt.
Hierzu ist das Federelement 360 vorzugsweise als Wendelfeder ausgebildet, das eine Vielzahl von Windungen 362 aufweist, die in einer Zylinderfläche 364 in Richtung der Drehachse 31 8 nebeneinanderliegen, welche ungefähr koaxial zur Drehachse 318 verläuft.
Ferner weist eine der Drehgriffhülse 322 zugewandte erste Windung 362| eine sich quer zur ersten Windung 362] , beispielsweise ungefähr parallel zur Drehachse 318, erstreckende
Umbiegung 366 auf, die in eine Aufnahme 368 in der Drehgriffhülse 322, beispielsweise in einem Flanschabschnitt 370 der Drehgriffhülse 322, eingreift und somit bei einer Drehbewegung des Drehgriffs 320 dieser folgt. Die Aufnahme 368 kann beispielsweise als Langloch oder anderweitig spielbehaftet ausgestaltet sein.
Außerdem weist eine der ersten Windung 362| gegenüberliegende letzte Windung 362 n ebenfalls eine Umbiegung 372 auf, die sich ebenfalls ungefähr parallel zur Drehachse 318 erstreckt und in einer hierzu vorgesehenen Aufnahme 374 in der Drehgriffbasis 312 fixiert ist (Fig. 14).
Somit wird der mit der Umbiegung 372 verbundene Teil des Federelements 360 relativ zur Drehgriffbasis 312 drehfest fixiert, während der mit der Umbiegung 366 verbundene Teil des Federelements 360 beim Drehen des Drehgriffs 320 um die Drehachse 318 mitgedreht wird.
Um nun einer Bedienungsperson, welche den Drehgriff 320 dreht, dasselbe Drehgefühl zu vermitteln, wie bei den bekannten, an einem Bowdenzug ziehenden Drehgriffeinheiten, ist dem Federelement 360 ein als Ganzes mit 380 bezeichnetes Reibelement zugeordnet, welches, wie insbesondere in Fig. 15 dargestellt, als Hülse 382, beispielsweise aus Flachmaterial 383, mit iRICHTIGTES BLATT (REGEL 91) ISA/EP einem sich in Richtung der Drehachse 31 8 erstreckenden und durch Enden 385a, 385b.
beispielsweise des Flachmaterials 383, begrenzten Schlitz 384 ausgebildet ist, und eine äußere Anlagefläche 386 aufweist, welche an einer Innenseite 388 der einzelnen Windungen 362 des Federelements 360 stets anliegt.
Die Hülse 382 kann beispielsweise auch mit seitlichen, sich radial nach außen erstreckenden Führungselementen für die Windungen 362 des Federelements 360 versehen oder beispielsweise aus einem in durch die Drehachse 318 verlaufenden Ebenen eine L-Querschnittsform oder eine U-Querschnittsform aufweisenden Material sein.
Hierzu ist die Hülse 382 aus einem sich radial zur Drehachse 318 spreizenden Material ausgebildet, so dass die Hülse 382 stets die Tendenz hat, unter Aufweitung des Schlitzes 384 mit ihrer Anlagefläche 386 an den Innenseiten 388 der einzelnen Windungen 362 des Federelements 360 anzuliegen, so dass ein ständiger Reibkontakt zwischen der Anlagefläche 386 der Hülse 382 und der Innenseite 388 der Windungen 362 besteht.
Wird nun der Drehgriff 320 in der Drehrichtung 390 von der Ausgangsstellung 346 in Richtung der Maximaldrehstellung 348 gedreht, so hat dies aufgrund des Wicklungssinns der Windungen 362 zur Folge, dass aufgrund der Drehmitnahme der Umbiegung 366 ein Innendurchmesser D der Windungen 362i und folgende des Federelements 360 reduziert wird, wodurch sich die einzelnen Windungen 362 des Federelements 360 mit ihrer Innenseite 388 relativ zur
Anlagefläche 386 bewegen und außerdem mit ihrer Innenseite 388 so auf die Hülse 382 einwirken, dass auch diese ihren Durchmesser D bezogen auf die Drehachse 318 verringert, wobei sich in diesem Fall der Schlitz 384 nicht verbreitert sondern verschmälert.
Durch Einstellung einer Wandstärke W des Flachmaterials 383 der Hülse 382 lässt sich deren radial zur Drehachse 31 8 federelastisches Verhalten ebenfalls beeinflussen und so einstellen, dass die Wirkung des Reibelements 380 beim Drehen des Drehgriffs 320 in der Drehrichtung 390 von der Ausgangsstellung 346 in Richtung der Maximaldrehstellung 348 näherungsweise einem Reibungswiderstand eines Bowdenzugs entspricht, den der Benutzer bei den bislang lERICHTIGTES BLATT (REGEL 91) ISA/EP bekannten, einen Bowdenzug betätigenden Drehgriffeinheiten 310 erfühlt hat. Das
federelastische Verhalten der Hülse 382 lässt sich alternativ durch Einstellung der Länge, aterialauswahl, Vorspannungen, Anlagefläche und/oder Umschlingung beeinflussen bzw. einstellen.
Das Federelement 360 wirkt sich seinerseits so auf die Drehung des Drehgriffs 320 in der Drehrichtung 390 aus, dass diese ausgehend von der Ausgangsstellung 346 mit zunehmender Verdrehung des Drehgriffs 320 ein stets größer werdendes Drehmoment erfordert, das beispielsweise mit dem Drehwinkel linear ansteigt.
Wirkt nun die Hand der Bedienungsperson nicht mehr in der Drehrichtung 390 ein, sondern mit geringerem Drehmoment, so dass der Drehgriff 320 sich ausgehend von seiner momentanen Drehstellung in die Ausgangsstellung 346 unter Wirkung des Federelements 360 zurückdrehen kann, so wird das Federelement 360, den Durchmesser D der einzelnen Windungen 362 vergrößern, wobei die Reibung zwischen den Innenseiten 388 der einzelnen Windungen 362 und der Auflagefläche 386 der Hülse 382 beim Drehen entgegengesetzt der Drehrichtung 390 geringer ist, was ebenfalls dem Verhalten einer einen Bowdenzug betätigenden Drehgriffeinheit 310 entspricht.
Dieser Verlauf des am Drehgriff 320 wirksamen Drehmoments über dem Dreh winkel φ in der Drehrichtung 390 ist in Fig. 16 bei der Drehgriffeinheit 310 dargestellt. Der Sprung des
Drehmoments M beim Drehen in Drehrichtung 390 ausgehend von der Ausgangsstellung 346 ist zu wesentlichen Teilen durch das Reibelement 380 und die dadurch entstehende Reibung zwischen diesem und dem Federelement bedingt wie ein Vergleich mit der strichpunktierten Kurve in Fig. 16 zeigt, welche den Verlauf des am Drehgriff 320 wirksamen Moments bei Einsatz des Federelements 360 jedoch ohne das Reibelement 380 darstellt, so dass nur die Reibung des Systems, die beispielsweise zwischen der Drehgriffhülse 322 und dem Trägerrohr 316 auftritt, für den sprunghaften Anstieg des Drehmoments M in der Ausgangsstellung relevant ist (Fig. 16).
lERICHTIGTES BLATT (REGEL 91) ISA/EP Außerdem zeigt Fig. 16, dass beim Drehen entgegengesetzt zur Drehrichtung 390 der Verlauf des Moments M über dem Winkel φ näherungsweise dem Verlauf ohne das Reibelement 380 entspricht, so dass das Reibelement 380 beim Drehen entgegengesetzt zur Drehrichtung 390 weit weniger wirksam ist als beim Drehen in der Drehrichtung 390, so dass sich durch das
Reibelement 380 das Verhalten eines Bowdenzugs, auf den eine bekannte Drehgriffeinheit einwirkt, nachbilden lässt, denn auch ein derartiger Bowdenzug zeigte beim Drehen des
Drehgriffs entgegengesetzt zur Drehrichtung 390 und somit beim Zurückdrehen in Richtung der Ausgangsstellung 346 eine wesentlich geringere Reibung als beim Drehen in der Drehrichtung 390.
Ferner ist die Hülse 382 vorzugsweise so ausgebildet, dass diese ihrerseits noch einen Vorsprung 392 aufweist, welcher ebenfalls in die Aufnahme 374 in der Drehgriffbasis 312 eingreift, um einen Teilbereich der Hülse 382 drehfest relativ zur Drehgriffbasis 312 festzulegen und somit ein Verdrehen der Hülse 382 relativ zum Federelement 360 zu verhindern.
Vorzugsweise ist der Vorsprung 392 so ausgebildet, dass er, wie in Fig. 15 dargestellt, die Umbiegung 372 des Federelements 360 aufnimmt und beidseitig umschließt, so dass die
Umbiegung 372 mitsamt dem Fortsatz 392 in der Aufnahme 374 drehfest festlegbar sind.
Außerdem lässt sich das Federelement 360 unter Vorspannung an der Hülse 382 dann festlegen, wenn nicht nur die Umbiegung 372 im Fortsatz 392 relativ zur Hülse 382 festgelegt ist, sondern auch die Umbiegung 366 an einer radial nach außen über die Anlagefläche 386 überstehenden Nase 394 des Reibelements 380 anliegt, welche das Federelement 360 unter
Mindestvorspannung hält und dabei auch die Umbiegung 366 definiert zur Umbiegung 372 ausgerichtet hält, so dass bei Ausbildung der Aufnahme 368 als Langloch in der
Ausgangsstellung ein Spiel des Drehgriffs 320 relativ zur Drehgriffbasis 312 vorliegt, welches dem Spiel bei dem einen Bowdenzug beaufschlagenden Drehgriffen entspricht, so dass die Drehgriffeinheit dem bekannten charakteristischen Betätigungsverhalten noch näher kommt.
Die Nase 394 lässt jedoch eine Bewegung der Umbiegung 366 in der Drehrichtung 390 zu. so iERICHTIGTES BLATT (REGEL 91) ISA/EP dass die Umbiegung 366 von der Nase 394 beim Verlassen der Ausgangsstellung abhebt, und wieder beim Zurückdrehen in die Ausgangsstellung an dieser zur Anlage kommt.
Bei einer weiteren Drehgriffeinheit ist das Reibelement 380', wie in Fig. 17 dargestellt, ebenfalls als Hülse 382' ausgebildet, wobei das Flachmaterial hierbei mit an die Enden 385'a und 385'b angrenzenden Endbereichen 395'a und 395'b überlappend verläuft, so dass die Endbereiche 395'a und 395'b aneinander anliegen.
Damit kann der Durchmesser D der Hülse 382' ebenfalls variieren, in dem die Endbereiche 395'a und 395'b in mehr oder weniger großem Masse miteinander überlappen, so dass sich die Hülse 382' ebenfalls in radialer Richtung zur Drehachse 318 elastisch verhalten kann und somit auch die Anlagefläche 386 ihre Lage relativ zur Drehachse 318 in radialer Richtung verändern kann, um sich dem Durchmesser der Windungen 382 des Federelements 360 anzupassen.
lERICHTIGTES BLATT (REGEL 91) ISA/EP
