Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
TILTING DEVICE FOR THE DRIVER'S CAB OF A LORRY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/068439
Kind Code:
A1
Abstract:
A tilting device for the driver's cab of a lorry comprises a hydraulic cylinder/piston unit which has a coupling at one end for fastening to the chassis of the lorry and a coupling at the opposite end for fastening to the driver's cab. As the coupling to the driver's cab, use is made of a coupling eye and a coupling pin which is to be attached to the driver's cab in a manner secure against being screwed in and which has an elongate cross section with a first, larger transverse extent and a second, smaller transverse extent. The eye opening of the coupling eye on the driver's cab side has a circular eye region, the inside diameter of which corresponds to the larger transverse extent of the coupling pin and which is adjoined in the longitudinal direction of the cylinder/piston unit, on the side facing away therefrom, by a slotted guide region, the slot width of which corresponds to the smaller transverse extent of the coupling eye.

More Like This:
JP2000006853CAB TILT DEVICE
Inventors:
LUTZ, Armin (Asternweg 14, Pfaffenhofen, 74397, DE)
JAVDANITEHRAN, Mehdi (Friedrich-Züfle-Weg 6, Kornwestheim, 70806, DE)
Application Number:
EP2018/074541
Publication Date:
April 11, 2019
Filing Date:
September 12, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
WEBER-HYDRAULIK GMBH (Heilbronner Str. 30, Güglingen, 74363, DE)
International Classes:
B62D33/07; B62D33/067; F16F9/54
Foreign References:
DE2203452A11973-07-05
EP0485724A11992-05-20
EP0384005A21990-08-29
DE2203452A11973-07-05
Attorney, Agent or Firm:
URLICHS, Stefan et al. (Brommer & Partner Patentanwälte Partnerschaft mbBSiegfried-Kühn-Str. 4, Karlsruhe, 76135, DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

Kippvorrichtung für das Fahrerhaus (2) eines Lastkraftwagens mit einem Linearantrieb (3), insbesondere einem hydraulischen Zylinder/Kolben- Aggregat, der an einem Ende eine Anlenkung (10) zur Befestigung am Fahrgestell (1 ) des Lastkraftwagens und am gegenüberliegenden Ende eine Anlenkung in Form eines Anlen kauges (5) zur Befestigung am Fahrerhaus (2) aufweist, und mit einem drehfest am Fahrerhaus (2) anzubringenden Anlenk- bolzen (6) für das fahrerhausseitige Anlenkauge (5) des Linearantriebs (3), wobei der Anlenkbolzen (6) einen länglichen Querschnitt mit einer ersten , größeren Quererstreckung und einer zweiten , kleineren Quererstreckung aufweist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Augenöffnung des fahrerhausseitigen Anlenkauges (5, 5a , 5b) einen kreisrunden Augenbereich (7) aufweist, dessen I nnendurchmesser mindestens der größeren Quererstreckung des Anlenkbolzens (6) entspricht und an den sich in Längsrichtung des Linearantriebs (3) ein schlitzförmiger Kulissenbereich (8) anschließt, dessen Schlitzbreite der kleineren Quererstreckung des Anlenkauges entspricht.

Kippvorrichtung nach Anspruch 1 , bei der das Anlenkauge (5a, 5b) zweiteilig ausgeführt ist, mit einem ersten , den kreisrunden Augenbereich (7) bildenden Teil (5a) und einem zweiten , den Kulissenbereich (8) bildenden Teil (5b).

Kippvorrichtung nach Anspruch 2, bei der die beiden Teile lösbar miteinander verbunden , insbesondere miteinander verschraubt, sind.

Kippvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der der erste, den kreisrunden Augenbereich (7) bildende Teil (5a) einen in den schlitzförmigen Kulissenbereich (8) des zweiten Teils (5b) mündenden Ü bergangsbereich (9) umfasst, dessen Öffnungsmaß der kleineren Quererstreckung des Anlenkauges entspricht.

5. Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der das erste den kreisrunden Augenbereich (7) bildende Teil (5a) als Schmiedeteil oder Metallgussteil ausgeführt ist und bei das zweite, den Kulissenbereich (8) bildenden Teil (5b) aus einem weniger mechanisch belastbaren Material gebildet ist, insbesondere Kunststoff besteht oder als metallisches Biegestanzteil ausgeführt ist.

6. Kippvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der der Augenbereich (7) und/oder der Kulissenbereich (8) eine seitliche Öffnung aufweisen .

7. Kippvorrichtung nach Anspruch 6, bei der die seitliche Öffnung im Augenbereich (7) ausgebildet ist und ein den Kulissenbereich (8) begrenzender freier Schenkel (5b') sich in Richtung des Augenbereiches (7) zumindest teilweise über die Öffnung erstreckt.

8. Zylinder/Kolben-Aggregat (3) für eine Kippvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche mit einer Anlenkung (10) zur Befestigung am Fahrgestell (1 ) des Lastkraftwagens einerseits und einer am entgegengesetzten Ende befindlichen Anlenkung in Form eines Anlenkauges (5) zur Befestigung am Fahrerhaus (2), welches zur Aufnahme eines Anlenkbolzens (6) ausgebildet ist, der einen länglichen Querschnitt mit einer ersten , größeren

Quererstreckung und einer zweiten , kleineren Quererstreckung aufweist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Augenöffnung des fahrerhausseitigen Anlenkauges (5) einen kreisrunden Augenbereich (7) aufweist, dessen I nnendurchmesser mindestens der größeren Quererstreckung des Anlenkbolzens (6) entspricht und an den sich in Längsrichtung des Zylinder/Kolben-Aggregats (3) ein schlitzförmiger Kulissenbereich (8) anschließt, dessen Sch litzbreite der kleineren Quererstreckung des Anlenkauges entspricht.

Description:
Kippyorrichtung für das Fahrerhaus eines Lastkraftwagens

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kippvorrichtung für das Fahrerhaus eines Lastkraftwagens mit einem Linearantrieb, insbesondere einem hydraulischen Zylinder/Kolben-Aggregat, der an einem Ende eine Anlenkung zur Befestigung am Fahrgestell des Lastkraftwagens und am gegenüberliegenden Ende eine Anlenkung in Form eines Anlenkauges zur Befestigung am Fahrerhaus aufweist, und mit einem drehfest am Fahrerhaus anzubringenden Anlenkbolzen für das fahrerhausseitige Anlenkauge des Zylinder/Kolben-Aggregats, wobei der Anlenkbolzen einen länglichen Querschnitt mit einer ersten , größeren Quererstreckung und einer zweiten , kleineren Quererstreckung aufweist.

Eine entsprechende Fahrerhaus-Kippvorrichtung ist aus der DE 2 203 452 A1 bekannt. U m Relativbewegungen des gegenüber dem Fahrgestell gefedert gelagerten Fahrerhauses nicht zu behindern , ist das fahrerhausseitige Anlenkauge des dort gezeigten Hydraulikzylinders als Langloch oder Längsschl itz ausgebildet. Der zugehörige, am Fahrerhaus angebrachte Anlenkbolzen hat somit innerhalb des Langlochs Spiel , um Relativbewegungen des Fahrerhauses während der Fahrt zu ermöglichen . U m andererseits zu verhindern , dass das Fahrerhaus beim Hochkippen nach Ü berwinden seines Kipptotpunkts auf Grund des Bewegungsspiels schlagartig nach vorne kippt, besitzt das Langloch am unteren Ende eine als Rasten dienende Seitenausnehmung, in die der Anlenkbolzen bei einer durch die Kippbewegung des Fahrerhauses bedingten Relativverdrehung gegenüber dem Langloch einschwenkt und dadurch bei gekippter Stellung eine Längsbewegung innerhalb des Langlochs verhindert.

Die genannte Bauform hat den Nachteil, dass die Kurvenform der Seitenausnehmung exakt an den Bewegungsablauf beim Hochkippen des Fahrerhauses angepasst sein muss und daher von der Bauform des Fahrerhauses und der genauen Position der Anlenkpunkte an Fahrerhaus und Fahrgestell abhängt. Außerdem kann sich , da ein Hochkippen des Fahrerhauses gewöhnlich verhältnismäßig selten und nur in größeren Zeitabständen erforderlich ist, in der Seiten- ausnehmung des Anlenkauges Schmutz anlagern , der zum Verklemmen der Kippvorrichtung beim Hochkippen des Fahrerhauses führt. Außerdem ist die Anfertigung eines Anlenkauges mit der genannten Seitenausnehmung produktions technisch schwierig.

Die vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gesetzt, eine Kippvorrichtung für das Fahrerhaus eines Lastkraftwagens anzugeben , welche modellunabhängig für eine Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeuge geeignet ist, außerdem weniger toleranzempfindlich und weniger anfällig gegen Verschmutzung ist.

Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1 . Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen .

Bei einer Kippvorrichtung der eingangs genannten Art ist erfindungsgemäß vorgesehen , dass die Augenöffnung des fahrerhausseitigen Anlenkauges des Linearantriebs einen kreisrunden Augenbereich aufweist, dessen I nnendurchmesser mindestens der größeren Quererstreckung des Anlenkbolzens entspricht, sodass dieser innerhalb dieses kreisrunden Augenbereiches gegenüber dem An- lenkauge frei drehbar ist. An den kreisrunden Augenbereich schließt sich in Längsrichtung des Linearantriebs auf der von diesem abgewandten Seite ein schlitzförmiger Kulissenbereich an , dessen Schlitzbreite der kleineren Quererstreckung des Anlenkauges entspricht. I nnerhalb dieses schlitzförmigen Kulissenbereichs kann sich der Anlenkbolzen , wenn sich dessen lange Querachse in Schlitzrichtung befindet, ungehindert bewegen , sodass sich genügendes Bewegungsspiel ergibt, um ein Durchfedern des Fahrerhauses gegenüber dem Fahrgestell nicht zu behindern . Eine Relativverdrehung von Anlenkbolzen und An- lenkauge findet in diesem Bereich nicht statt.

Wenn zum Kippen des Fahrerhauses die Kolbenstange des Zylinder/Kolben- Aggregats durch Druckbeaufschlagung ausgefahren wird , verschiebt sie das Anlenkauge so, dass sich der Anlenkbolzen nun im kreisrunden Augenbereich befindet, der gleichzeitig den unteren Anschlag des Anlenkauges bildet. Sobald das Fahrerhaus angekippt wird , erfolgt durch die Kippbewegung eine Relativverdrehung des Anlenkbolzens gegenüber dem Anlenkauge, sodass der Anlenkbolzen in dieser Stellung nun nicht mehr in den schmaleren Kulissenbereich passt. Das Relativspiel des Anlenkbolzens innerhalb des Anlenkauges ist somit bei gekipptem Fahrerhaus blockiert.

Da der Anlenkbolzen innerhalb des kreisrunden Augenbereichs frei drehbar ist, entfällt eine Anpassung einer Rastenkurve an die Kinematik der Kippvorrichtung, wie im Stand der Technik. Eine Relativverdrehung zwischen Anlenkbolzen und Anlenkauge beseitigt etwaigen im kreisrunden Augenbereich angesammelten Schmutz, da dieser vom Anlenkbolzen einfach beiseitegeschoben werden kann . Da im Fahrbetrieb das Zylinder/Kolben-Aggregat vom Fahrerhaus entkoppelt ist, ist die Kippvorrichtung im wesentlichen verschleißfrei.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch , dass das Anlenkauge zweiteilig ausgeführt werden kann , mit einem ersten , den kreisrunden Augenbereich bildenden Augenteil, und einem zweiten , den Kulissenbereich bildenden Führungsteil . Die beiden Teile können lösbar miteinander verbunden , insbesondere miteinander verschraubt werden , sodass das Anlenkauge zur vereinfachten Montage und Demontage des Fahrerhauskippzylinders geöffnet werden kann . Selbstverständlich liegt auch eine unlösbare Verbindung der beiden Augenteile z. B. durch Verkleben im Rahmen der vorliegenden Erfindung.

Wird das Anlenkauge zweiteilig ausgeführt, so wird vorzugsweise in dem ersten , den kreisrunden Augenbereich bildenden Teil , ein in den schlitzförmigen Kulissenbereich des zweiten Teils mündender Ü bergangsbereich ausgebildet, wobei das Öffnungsmaß der Augenöffnung in diesem Übergangsbereich der kleineren Quererstreckung des Anlenkauges entspricht. Dieser Ü bergangsbereich verriegelt bei einer Relativverdrehung des Anlenkbolzens und blockiert somit dessen Längsspiel . Damit sind alle kräfteaufnehmenden Bereiche des Anlenkauges auf den ersten , den kreisrunden Augenbereich bildenden Teil konzentriert, während der zweite, den Kulissenbereich bildende Teil kaum Kräfte aufnehmen muss, da der Anlenkbolzen hier im Rahmen des Längsspiels und auf Grund des Schwenkfreiheitsgrades der Anlenkung des Zylinder/Kolben-Aggregats am Fahrgestell des Lastkraftwagens frei beweglich ist.

Letztgenannter Umstand ermöglicht es auch , das zweite, den Kulissenbereich bildende Teil aus einem mechanisch wenig belastbaren Material wie etwa Kunststoff herzustellen oder als einfaches metallisches Biegestanzteil auszufüh- ren . Das den kreisrunden Augenbereich bildende erste Teil des Anlenkauges wird hingegen vorzugsweise als solides Schmiedeteil oder Metallgussteil ausgeführt und gibt dem Fahrerhaus beim Ankippen somit sicheren Halt.

Eine weitere Verbesserung ergibt sich dadurch , dass der Augenbereich oder der Kulissenbereich eine seitliche Öffnung aufweist. Diese Öffnung dient zur einfachen Montage und Demontage des Zylinder/Kolben-Aggregats, indem das An- lenkauge bei demontierter unterer Anlenkung am Fahrzeugfahrgestell über die Öffnung am Anlenkbolzen ein- bzw. ausgehängt werden kann . Die Möglichkeit, eine solche seitliche Öffnung vorzusehen , trägt dem U mstand Rechnung, dass der Anlenkbolzen innerhalb des kreisrunden Augenbereichs beim Kippen des Fahrerhauses nur eine vergleichsweise kleine relative Winkelverdrehung erfährt. Die seitliche Öffnung, deren Öffnungsmaß der kleineren Quererstreckung des Anlenkbolzens entspricht, kann somit in einem Bereich angebracht werden , der im normalen Betrieb der Kippvorrichtung nicht in Führung mit dem Anlenkbolzen ist.

H ierbei kann insbesondere vorgesehen sein , dass die seitliche Öffnung im Augenbereich ausgebildet ist und ein den Kulissenbereich begrenzender freier Schenkel sich in Richtung des Augenbereichs zumindest teilweise über die Öffnung erstreckt. Das Kulissenteil mit einseitig freiem Schenkel hat auf Grund seiner Materialeigenschaften eine gewisse Federbeweglichkeit und ermöglicht so noch variablere Schwinghübe des Fahrerhauses einerseits und eine vereinfachte Montage andererseits. Dabei verhindert der sich über die seitliche Öffnung erstreckende Schenkel gleichzeitig ein unbeabsichtigtes Herausrutschen des Anlenkbolzens aus seiner Führung.

Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Zylinder/Kolben-Aggregat für eine solche erfindungsgemäße Kippvorrichtung.

Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren . H ierbei zeigt:

Figur 1 den Vorderteil eines Lastkraftwagens mit Fahrerhaus und Kippvorrichtung, Figur 2 einen Hydraulikzylinder zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen Kippvorrichtung,

Figur 3 eine isometrische Darstellung von Anlenkauge und Anlenkbolzen bei der erfindungsgemäßen Kippvorrichtung in einem ersten Ausführungsbeispiel ,

Figur 4 eine Draufsicht auf das Anlenkauge aus Figur 3,

Figur 5 eine isometrische Darstellung des Anlenkauges aus Figur 3, jedoch in einer Position , wie sie beim Kippen des Fahrerhauses auftritt,

Figur 6 eine Draufsicht auf das Anlenkauge aus Figur 5,

Figur 7 ein zweites Ausführungsbeispiel für die Anlenkung des Kippzylinders an das Fahrerhaus in einer isometrischen Darstellung,

Figur 8 eine Draufsicht auf das Anlenkauge aus Figur 7,

Figur 9 ein drittes Ausführungsbeispiel für die Anlenkung des Kippzyl inders an das Fahrerhaus in einer isometrischen Darstellung ,

Figur 1 0 eine Draufsicht auf das Anlenkauge aus Figur 9 und

Figur 1 1 das Anlenkauge aus Figur 9 in einer Position , wie sie beim Kippen des Fahrerhauses auftritt.

Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung den vorderen Teil eines Lastkraftwagens mit einem Fahrgestell 1 und einem darauf angebrachten Fahrerhaus 2. Eine Kippvorrichtung mit einem hydraulischen Zylinder/Kolben-Aggregat 3 dient dazu , das Fahrerhaus zur Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten um eine an der Fahrzeugfront angeordnete, quer verlaufende Horizontalachse hochzukippen . Hierzu ist das Zylinder/Kolben-Aggregat 3 einerseits am Fahrgestell 1 , andererseits am Fahrerhaus 2 angelenkt. Die voll gekippte Stellung des Fahrerhauses 2 ist in Figur 1 strichpunktiert angedeutet. Die in Figur 1 schematisch dargestellte Funktion einer Fahrerhauskippvorrichtung ist im Stand der Technik an sich bekannt und entspricht der in der eingangs genannten DE 2 203 452 A1 gezeigten , auf die hier zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen vollinhaltlich Bezug genommen wird .

Das in Figur 2 gezeigte Zylinder/Kolben-Aggregat umfasst einen Hydraulikzylinder 3 mit einer Kolben- bzw. Schubstange 4, die bei Druckbeaufschlagung des Hydraulikzylinders 3 zum Hochkippen des Fahrerhauses 2 ausfährt. Am unteren Ende des Hydraulikzylinders 3 ist zur Anlenkung an das Fahrgestell 1 des Lastkraftwagens ein Anlenkauge 1 0 angebracht. Daneben sind zwei Hydraulikanschlüsse 1 1 gezeigt, über die der Arbeitsraum des Hydraulikzylinders zum Ausfahren der Kolbenstange 4 in an sich bekannter Weise druckbeaufschlagt und dessen Ringraum zu einem Tank hin entlastet werden können .

Wesentlich im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist die Anlenkung des Zylinder/Kolben-Aggregats am Fahrerhaus 2. H ierzu ist am Ende der Kolbenstange 4 ein Anlenkauge 5 angeordnet, in welches ein Anlenkbolzen 6 eingreift. Der Anlenkbolzen 6 ist am Fahrerhaus 2 undrehbar befestigt und besitzt einen von der Kreisform abweichenden länglichen Querschnitt, indem dieser gegenüber einer zylindrischen Form an zwei gegenüberliegenden Längsseiten abgeflacht ist.

I n den Figuren 3 bis 6 sind das Anlenkauge 5 und der zugehörige Anlenkbolzen 6 vergrößert dargestellt. Die Augenöffnung des Anlenkauges 5 umfasst einen kreisrunden Augenbereich 7, dessen I nnendurchmesser der größeren Querachse des Anlenkbolzens 6 entspricht. I n Längsrichtung des Anlenkauges 5 auf der von der Schubstange 4 abgewandten Seite setzt sich die Augenöffnung zu einem länglichen Schlitz fort, dessen Schlitzweite der schmalen Querachse des Anlenkbolzens 6 entspricht und so eine Kulisse für den Anlenkbolzen 6 bildet, innerhalb der dieser in Längsrichtung des Zylinder/Kolben-Aggregats 3 beweglich ist. Die Augenöffnung des Anlenkauges 5 hat damit in etwa die Form eines Schlüsselloches.

Die Figuren 3 und 4 zeigen die Situation , die sich einstellt, wenn sich das Fahrerhaus 2 im abgesenkten , fahrbereiten Zustand befindet. Die Schubstange 4 des Zylinder/Kolben-Aggregats 3 ist somit eingefahren . Der Anlenkbolzen 6, der undrehbar am Fahrerhaus 2 angebracht ist, befindet sich in einer in etwa mitti- gen Stellung im schlitzförmigen Kulissenbereich 8. Somit besteht in Schlitzrichtung genügend Spiel für den Anlenkbolzen 6, so dass ein Durchfedern des Fahrerhauses 2 durch die Kippvorrichtung nicht behindert wird .

Soll das Fahrerhaus 2 hochgekippt werden , so wird der Hydraulikzylinder 3 druckbeaufschlagt und die Schubstange 4 fährt aus. Dies erfolgt im Rahmen des Längsspiels innerhalb des Kulissenbereichs 8 so weit, bis der Anlenkbolzen 6 im kreisrunden Augenbereich 7 seinen Endanschlag findet. Bei weiterer Ausfahrbewegung der Schubstange 4 wird das Fahrerhaus 2 nach oben gekippt. Hierbei ändert sich der Winkel zwischen Fahrerhaus 2 und Zylinder/Kolben-Aggregat 3, was zu einer Relativverdrehung des Anlenkbolzens 6 innerhalb des kreisrunden Augenbereichs 7 führt. Diese Situation ist in den Figuren 5 und 6 dargestellt. Sobald sich der Anlenkbolzen 6 im kreisrunden Augenbereich 7 verdreht, kann er nicht mehr in den sch litzförmigen Kulissenbereich 8 gleiten, sodass das Längsspiel des Anlenkbolzens im Anlenkauge 5 blockiert ist. Somit wird das gekippte Fahrerhaus 2 am Anlenkbolzen 6 sicher gehalten und kann nach Ü berwinden der Kipptotpunktlage nicht unkontrolliert nach vorne kippen .

Eine Kräfteübertragung vom Zylinder/Kolben-Aggregat 3 auf den Anlenkbolzen 6 findet nur statt, wenn dieser sich im kreisrunden Augenbereich 7 befindet. Dies macht sich das in den Figuren 7 und 8 gezeigte zweite Ausführungsbeispiel zu nutze, bei dem das An lenkauge zweiteilig ausgebildet ist. Der kreisrunde Augenbereich 7 wird von einem massiven Schmiedeteil 5a gebildet, während die schlitzförmige Kulissenführung 8 von einem skelettierten Führungsteil 5b gebildet wird , das mit dem massiven Augenteil 5a zur einfacheren Montage und Demontage des Zylinder/Kolben-Aggregats lösbar verschraubt ist. Da es sich bei dem Führungsteil 5b um kein tragendes Bauteil handelt, kann dieses als einfaches Kunststoffteil oder Blechbiegeteil ausgeführt sein . Die Verbindung zwischen Führungsteil 5b und Augenteil 5a erfolgt in einem Übergangsbereich 9, in welchem die kreisrunde Augenöffnung 7 in den Kulissenbereich 8 mündet. Das Augenteil 5a erhält somit eine bauchige Gabelform.

I m dritten , in den Figuren 9 und 1 0 gezeigten Ausfüh rungsbeispiel ist zusätzlich eine seitliche Öffnung des Anlenkauges vorgesehen , indem einer der beiden Gabelarme des gabelförmigen Augenteils 5a' im Übergangsbereich 9 verkürzt ist und das skelettierte Führungsteil 5b' nur einseitig an dem ungekürzten Gabel- arm des Augenteils 5a befestigt ist. Der zweite, freie Schenkel des Führungsteils 5b' ragt bis über die so gebildete seitliche Öffnung des Anlenkauges hinweg und verhindert so ein versehentliches Herausrutschen des Anlenkbol- zens 6 aus dem offenen Auge. Der freie Schenkel des Führungsteils 5b' ist federbeweglich , sodass zur Montage das Anlenkauge um den Anlenkbolzen 6 in dessen schmaler Querrichtung eingeklinkt werden kann . Das verbliebene Kreissegment des Augenbereichs 7 bietet dem Anlenkbolzen 6 über den Schwenkwinkelbereich des Fahrerhauses 2 ausreichend Führung, wie in Figur 1 1 dargestellt.

I n den Ausführungsbeispielen dient als Antrieb für die Kippvorrichtung ein hydraulisches Zylinder/Kolben-Aggregat. Die Erfindung ist jedoch nicht auf hyd raulische Antriebe beschränkt, sondern kann grundsätzlich mit jeder Art des Linearantriebs, beispielsweise einer Zahnstange mit elektromotorisch getriebener Schnecke, realisiert werden .