KRAFT, Oliver (Mittlerer Hauswang 2, Pfronten, 87459, DE)
MAYR, Matthias (Spöttl 1, Füssen, 87629, DE)
KRAFT, Oliver (Mittlerer Hauswang 2, Pfronten, 87459, DE)
| Ansprüche Werkzeugwechsler für Werkzeugmaschinen, insbesondere für Fräsmaschinen, mit - einem am freien Ende einer axial verschiebbar und verdrehbar gelagerten Welle (42) montierten Werkzeug-Doppelgreifer (50), der zwei zangenförmige Werkzeughalter (51, 52) aufweist, - einem mit der Welle (52) kinematisch gekoppelten Antriebsmotor (31) für die Linear- und Drehbewegungen des Werkzeug-Doppelgreifers (50) und - Getriebemitteln zum Umsetzen der Rotation der Motorwelle des Antriebsmotors (31) in die Linear- und Drehbewegungen des Werkzeug-Doppelgreifers (50), dadurch gekennzeichnet, dass - die Getriebemittel ein vom Antriebsmotor (31) angetriebenes Schneckengetriebe (32, 33; 32', 33') enthalten, - das Schneckengetriebe eine Kurvenscheibe (33', 34) antreibt, an der stirnseitig eine Hubkurve (55, 55') für die Linearbewegung und eine Rotationskurve (35, 35') ausgebildet sind, - in der Rotationskurve (35, 35') ein Mitnehmer (36, 36') eines mit der Welle (42) rotatorisch gekoppelten Zahnstangentriebs (37, 38; 37', 38') angreift und - in der Hubkurve (55, 55') ein Mitnehmer (56, 56') eines mit der Welle (42) translatorisch gekoppelten Schwenkgestänges (57, 57') eingreift und geführt ist. 2. Werkzeugwechsler nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Schneckenrad (331) des Schneckengetriebes die Welle (42') des Werkzeug-Doppelgreifers (50') über einen Zahnstangentrieb (37', 38', 44') in Drehung versetzt und sie über einen Hubkurventrieb mit einem Schwenkgestänge (57, 57') axial verschiebt. 3. Werkzeugwechsler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Schneckenrad (33) des Schneckengetriebes zugeordnete Drehscheibe (34) in ihrer einen Stirnseite eine Hubkurve (55) und in ihrer anderen Stirnseite eine Rotationskurve (35) aufweist. 4. Werkzeugwechsler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein an einem mittleren Quersteg einer Zahnstange (37) angeordnetes Treibglied (36) als Mitnehmer in die Rotationskurve (35) eingreift. 5. Werkzeugwechsler nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwenk- bzw. Schwingarm (37, 57) an seinem einen freien Ende ein Treibglied (59) als Mitnehmer aufweist, das in eine auf der Welle befestigte Kragenbuchse zur axialen Verschiebung dieser Welle (42) eingreift, am anderen freien Ende des Schwenk- bzw. Schwingarmes (57) ein Schwenklager (58) vorgesehen ist und ein am mittleren Teil des Schwenk- bzw. Schwingarmes (57) seitlich montiertes Treibglied (56) in die an der Drehscheibe (34) seitlich ausgebildete Hubkurvennut (55) eingreift. 6. Werkzeugwechsler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehscheibe (34) als beidseitige Kurvenscheibe ausgebildet ist und an ihrer einen Stirnseite die Rotationskurve (35) und an ihrer anderen Stirnseite die Hubkurve (55) jeweils als eingefräste Nut aufweist. 7. Werkzeugwechsler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneckenrad (33') die Kurvenscheibe bildet, die an ihrem Außenumfang die mit der Schnecke (32') in Eingriff befindliche Verzahnung trägt. 8. Werkzeugwechsler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (31, 31') ein Servo-Direktantrieb oder ein polumschaltbarer Drehstrommotor ist. 9. Werkzeugwechsler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstange (37) mit einem längsgezahnten Abschnitt (44) der Welle (42) zusammenwirkt und ein die Welle zumindest teilweise umgebendes Tragrohr (40) endseitig im Gehäuse (30) gelagert ist. |
Die Erfindung betrifft einen Werkzeugwechsler für Werkzeugmaschinen, insbesondere für Fräsmaschinen, mit einem am freien Ende einer axial verschiebbar und drehbar gelagerten Welle montierten Werkzeug-Doppelgreifer, der zwei diametral gegenüberliegende zan- genförmige Werkzeughalter aufweist, mit einem mit der Welle kinematisch gekoppelten Antriebsmotor für die Linear- und die Drehbewegungen des Werkzeug-Doppelgreifers und mit Getriebemitteln zum Umsetzen der Rotation der Motorwelle des Antriebsmotors in die Linear- und die Drehbewegung des Werkzeug-Doppelgreifers.
Es sind bereits Werkzeugwechselvorrichtungen für Werkzeugmaschinen bekannt, die eine Kurvenscheibe oder auch eine Kurventrommel aufweisen. In der Kurvenscheibe befindet sich eine seitliche Spurkurve, mit welcher der Hub der Werkzeugwechselvorrichtung, d.h. die Vorschubbewegung ihres Werkzeug-Doppelgreifers, realisiert wird. Ferner enthält die Kurvenscheibe bzw. die Kurventrommel an ihrer Mantelfläche eine Globoidkurve, in die ein Kugel- oder Rollenstern eingreift, der auf einer Keilwelle in deren Achsrichtung verschiebbar gelagert ist und die Drehbewegung des Werkzeug- Doppelgreifers bewirkt. Zwischen dem Antriebsmotor und der Kurvenscheibe bzw. der Kurventrommel ist häufig ein Planetengetriebe zwischengeschaltet. Durch eine geeignete Anordnung der vorstehend genannten Bauteile und der Spurkurven zueinander wird eine gewünschte Hub-Schwenk-Hub-Bewegung des Werkzeug-Doppelgreifers erzeugt. Derartige Werkzeugwechselvorrichtungen sind jedoch in der Herstellung aufwendig und teuer, bedingt durch den Servoantrieb mit Planetengetriebe-Untersetzung, die Globoidkurve mit dem Rollenstern und schließlich durch das Keilwellenprofil zur Überlagerung von Hub- und Schwenkbewegungen.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Werkzeugwechsler für Werkzeugmaschinen, insbesondere für Fräsmaschinen, Bearbeitungszentren od. dgl., zu schaffen, der die Nachteile des vorgenannten Standes der Technik überwindet, der aus konstruktiv einfachen Einzelteilen besteht und bei hoher Betriebszuverlässigkeit kostengünstig hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Getriebemittel ein vom Antriebsmotor angetriebenes Schneckengetriebe enthalten, welches eine Kurvenscheibe antreibt, dass an der Kurvenscheibe stirnseitig eine Hubkurve und eine Rotationskurve ausgebildet sind, dass in der Hubkurve ein Mitnehmer eines mit der Welle rotatorisch gekoppelten Zahnstangengetriebes eingreift und dass in der Rotationskurve ein Mitnehmer eines mit der Welle translatorisch gekoppelten Schwenkgestänges eingreift und geführt ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Kurvenscheibe an ihrer einen Stirnseite die Hubkurve und an ihrer anderen Stirnseite die Rotationskurve auf. Auf diese Weise wird eine platzsparende Konstruktion geschaffen, da der Zahnstangentrieb an der einen Außenseite der Kurvenscheibe und das Schwenkgestänge an der anderen Außenseite der Kurvenscheibe angeordnet werden können. Insgesamt ergibt sich so ein kompakter Werkzeugwechsler, der nur einen geringen Platz seitlich zwischen der Werkzeugmaschine und dem zugehörigen Werkzeugmagazin beansprucht.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bildet das Schneckenrad des Schneckengetriebes die Drehscheibe und weist zu diesem Zweck auf ihrem Außenumfang die entsprechende Verzahnung auf. Unter Kostengesichtspunkten wird gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung als Antriebsmotor ein Servo-Direktantrieb oder ein polumschaltbarer Drehstrommotor eingesetzt.
Bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Werkzeugwechsler ergeben sich die Vorteile geringer Außenabmessungen und niedriger Herstellungskosten durch konstruktiv einfache Baugruppen, indem beispielsweise die Welle einen in ihrer Längsrichtung sich erstreckenden verzahnten Abschnitt aufweist, an dem der gezahnte Teil der Zahnstange eingreift. Damit erfolgt eine direkte Übertragung der Längsbewegung der Zahnstange in eine Drehbewegung der in einem langgestreckten rohrartigen Gehäuse zweifach gelagerten Welle.
Zur Erzielung der axialen Vorschubbewegung der Welle bzw. der Hubbewegung des Werkzeug-Doppelgreifers mit technisch einfachen Mitteln weist das Schwenkgestänge zweckmäßig einen Schwinghebel auf, an dem ein mit der Welle gekoppelter Treiber sowie von diesem beabstandet der in die Hubkurve der Drehscheibe eingreifende Mitnehmer angeorndet sind. Entsprechend dem Verlauf der Hubkurve führt der Schwinghebel Schwenkbewegungen um sein Lager aus, die in translatorische Vorschubbewegungen der Welle umgesetzt werden. Zweckmäßig sind an einem Ende des Schwinghebels der Treiber und an seinem anderen Ende der Mitnehmer befestigt.
Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Werkzeugwechslers für eine Fräsmaschine anhand der Zeichnung im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Fräsmaschine mit Kettenmagazin und erfindungsgemäßem Werkzeugwechsler in schematischer perspektivischer Darstellung;
Fig. 2, 3 den in der Maschine nach Fig. 1 eingesetzten Werkzeugwechsler in zwei verschiedenen Betriebsstellungen in teilgeschnittener Seitenansicht;
Fig. 4, 5 den Werkzeugwechsler nach Fig. 2, 3 in jeweils gleichem Betriebszustand in teilgeschnittener Perspektivdarstellung von der anderen Seite;
Fig. 6, 7 eine andere Ausführung des erfindungsgemäßen Werkzeugwechslers in zwei perspektivischen Seitenansichten.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Werkzeugmaschine handelt es sich um eine programmgesteuerte Fräsmaschine von hochsteifer Konstruktion, die einen am rückwärtigen Ende eines langgestreckten Bettes 2 angeordneten Ständer 1 aufweist, an dessen Vorderseite zwei zueinander parallele Führungsschienen 3, 4 montiert sind. An diesen Führungsschienen läuft ein Horizontalschlitten 5 in der X- Koordinatenachse. Als Antriebsaggregate für die horizontalen Verfahrbewegungen des Schlittens 5 können z.B. Spindeltriebe mit Ku- gelumlauf, elektrische Linearmotoren oder andere geeignete Antrieb saggregate eingesetzt werden. Der Horizontalschlitten 5 hat zwei rückwärtige Führungsansätze 7, 8, in denen auf den Führungsschienen 3, 4 laufende Führungs schuhe eingebaut sind. Wie gezeigt, hat der Horizontalschlitten 5 eine nach vorne offene U-Form, die ihm bei geringem Gewicht eine hohe Eigensteifigkeit verleiht, was sich in einer hohen Dynamik und Bearbeitungsgenauigkeit der gesamten Maschine auswirkt. An den beiden vorderen parallelen Schenkeln 9, 10 des U-förmigen Horizontalschlittens 5 sind zwei parallele vertikale Führungsschienen 11, 12 angeordnet, an denen ein Vertikalschlitten 13 in der vertikalen Z-Koordinatenachse verschiebbar geführt ist. Wie ersichtlich, weist der Vertikalschlitten 13 ein vorderes Plattenelement 14 auf, an dessen Rückseite ein Stütz- und Führungselement 15 befestigt ist, das zwischen die beiden Schenkel 9, 10 des Horizontalschlittens 5 eingreift und ggf. dort gesondert geführt ist. An der Vorderseite des Vertikalschlittens 13 ist ein Spindelkopf 16 mit einer Werkzeugaufnahme angeordnet.
Auf der Oberseite des Bettes 2 ist eine Werkstücktischanordnung 20 in Richtun der X-Koordinatenachse auf parallelen Führungsschienen 21, 22 verschiebbar geführt. Diese Werkstücktischanordnung 20 enthält einen auf den Schienen 21, 22 abgestützten und mittels z.B. eines oder mehrerer Linearmotoren in X-Richtung verfahrbaren Unterbau 23 sowie einen darauf angeordneten Drehtisch 24.
Seitlich neben der Werkzeugmaschine ist ein Werkzeug-Kettenmagazin 25 an einer Tragkonstruktion angeordnet und in dem Raum seitlich zwischen der Werkzeugmaschine und dem Werkzeugmagazin ist ein erfindungsgemäß ausgebildeter Werkzeug- Wechsler 27 an einer Tragkonstruktion 28 angeordnet, der im Folgenden ausführlicher beschrieben wird.
Der in Fig. 2 bis 5 dargestellte Werkzeugwechsler 27 enthält ein Gehäuse 30, an dessen Bodenwand ein Motor 31 in vertikaler Ausrichtung montiert ist. Der Motor 31 treibt ein Schneckenradgetriebe 32, 33, und zu diesem Zweck ist die Motorwelle mit der Schnecke 32 gekoppelt, die mit der Verzahnung des um eine horizontale Welle gelagerten Schneckenrads 33 in Eingriff steht. Das Schneckenrad 33 treibt eine Drehscheibe 34, in deren einer Seite eine nutförmige Rotationskurve 35 ausgebildet ist. In dieser Rotationskurve 35 ist ein Mitnehmer 36 geführt, der an einer Zahnstange 37 von hier Vierkant-Querschnitt montiert ist. Diese Zahnstange 37 hat in ihrem oberen Endabschnitt eine Verzahnung 38 und ist im Gehäuse 30 vertikal verschiebbar geführt. Eine Rotation der Drehscheibe 34 führt über den Eingriff des Mitnehmers 36 in die nutförmige Rotationskurve 35 zu einer Vertikalbewegung der Zahnstange 37 und über deren Eingriff in den längsgezahnten Wellenabschnitt 44 zu einer Verdrehung der Welle 42 und des Doppelgreifers 50.
Im oberen Teil des Gehäuses 30 ist seitlich ein Tragrohr 40 mittels eines endseitigen Flansches 41 um seine Längsachse verdrehbar gelagert, das eine zum freien Ende hin sich allmählich verjüngende, d.h. schwach konische, Form hat. Das Tragrohr 40 kann auch zylindrisch sein. In diesem Tragrohr 40 ist eine Welle 42 axial verschiebbar aufgenommen, die einen zylindrischen Abschnitt 43, einen längsgezahnten Abschnitt 44 sowie eine endseitige Begrenzungsbuchse 45 aufweist. Der längsgezahnte Wellenabschnitt 44 ist in einem Lagerring 46 geführt. Am freien Ende der Welle 42 ist ein Werkzeug-Doppelgreifer 50 montiert, der zwei zangenartig ausgebildete halbrunde Aufnahmen 51, 52 für je ein Werkzeug trägt. In Fig. 3 ist der Werkzeug-Doppelgreifer 50 gegenüber der Stellung in Fig. 2 um 180° verdreht.
Die Figuren 4 und 5 zeigen die zweite Seitenansicht des Werkzeugwechslers nach Fig. 2, 3 ebenfalls in perspektivischer teilgeschnittener Darstellung. Wie ersichtlich, weist die Drehscheibe 34 an der zweiten Stirnfläche eine ebenfalls wie die Rotationskurve 35 an der anderen Stirnseite als Nut ausgebildete Hubkurve 55 auf, in die ein Mitnehmer 56 eingreift. Dieser Mitnehmer 56 ist als Zapfen oder Rolle an einem eine Schwinge bildenden Schwenkhebel 57 seitlich befestigt, der winkelförmig ausgebildet ist und mit seinem unteren Endteil in einem Lager 58 am Gehäuse 30 schwenkbar gelagert ist. Am oberen Ende des Schwenkhebels 57 ist ein Mitnehmer 59 in Form z.B. einer drehbar gelagerten Rolle angeordnet, der zwischen die beiden Radialflansche des eine Muffe bildenden Endbegrenzers 45 eingreift. In Fig. 4 ist der Schwenkhebel 57 in seiner vorgeschwenkten Stellung gezeigt, in welcher durch den Eingriff seines Mitnehmers 59 die Welle 42 in ihre ausgeschobene Stellung bewegt worden ist. In der Stellung nach Fig. 5 ist der Schwenkhebel 57 nach rechts verschwenkt und damit die Welle 42 sowie der Werkzeug-Doppelgreifer in seine nach rechts eingezogene Stellung bewegt.
Das Ausführungsbeispiel nach den Figuren 6 und 7 entspricht in seinem technischen Konzept der vorstehend anhand der Figuren 2 bis 5 beschriebenen Ausführung. Aus diesem Grunde sind funkti- onsgleiche Bauteile bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 und 7 auch mit den gleichen Bezugszeichen (mit Strich) versehen.
Der elektrische Antriebsmotor 31' ist hier horizontal ausgerichtet und treibt über seine Ausgangswelle eine Schnecke 32', die - im Unterschied zu der vertikalen Ausrichtung bei dem ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 bis 5 - hier horizontal ausgerichtet ist. Die Schnecke 32' bildet mit dem Schneckenrad 33' ein Schneckengetriebe, wobei dieses Schneckenrad 33' mit der Drehscheibe in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 2 bis 5 einteilig ausgebildet ist und an ihrem Außenumfang die Verzahnung trägt, mit der sie mit der Zahnung der Schnecke 32' in Eingriff steht.
Wie aus der einen Seitenansicht der Fig. 6 erkennbar, ist an der einen Stirnseite des Schneckenrads 33' eine Rotationskurve 35' eingearbeitet, in die ein z.B. eine kleine Rolle aufweisender Mitnehmer 36' eingreift. Dieser Mitnehmer 36' ist an einem Schwenkhebel 37' angeordnet, der einen gezahnten Endteil 38' aufweist und damit eine in dem - nicht dargestellten - Gehäuse auf und ab bewegbare Zahnstange bildet. Der gezahnte Abschnitt 38' greift in einen längsgezahnten Abschnitt 44' einer Welle 42' ein, die in einem zylindrischen Tragrohr 40' axial verschiebbar gelagert ist, wie dies auch bei der Ausführung nach Fig. 2 bis 5 der Fall ist. Am freien Ende der Welle 42' ist ein Werkzeug-Doppelgreifer 50' in der gleichen Ausführung wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 bis 5 montiert.
Fig. 7 zeigt die Ausführung des Werkzeugwechslers in schematischer perspektivischer Darstellung von der anderen Seite. An der der Rotationskurve 35' gemäß Fig. 6 gegenüberliegenden Stirnseite weist das Schneckenrad 33' eine Hubkurve 55' in Form einer eingeformten Nut auf, in die ein Mitnehmer 56 * eingreift, der im mittleren verbreiterten Teil eines Schwenk- bzw. Schwinghebels 57' befestigt ist. An seinem unteren Ende ist der Schwenk- bzw. Schwinghebel 57 in einem Lager 58' im - nicht dargestellten Gehäuse - verschwenkbar gelagert. An seinem oberen Ende trägt der Schwenk- bzw. Schwinghebel einen Mitnehmer 59', der in den radialen Zwischenraum des Buchsenelements 45' eingreift.
Die Funktionsweise der vorstehend genannten Ausführungsbeispiele ist weitgehend die gleiche. Durch Aktivieren des Elektromotors wird die Schnecke des Schneckengetriebes angetrieben, die mit der Drehscheibe mechanisch gekoppelt oder einteilig ausgebildet ist. Bei einer Rotation der Schnecke wird die Drehscheibe verdreht, wodurch die einmal in der Hubkurve und zum anderen in der Rotationskurve eingreifenden Mitnehmer entsprechend dem jeweiligen Kurvenverlauf bewegt werden. Der der Zahnstange 37, 37' zugehörige Mitnehmer 36, 36' bewirkt eine Auf- bzw. Abbewegung der Zahnstange und damit eine Verdrehung der Welle 42, 42' sowie des Werkzeug-Doppelgreifers 50, 50' um die Längsachse um 180°. Gleichzeitig bzw. in einer vorgewählten zeitlichen Versetzung erfolgt durch den Eingriff des Mitnehmers 56, 56' in die Hubkurve 55, 55' eine Verschwenkung des Schwenk- bzw. Schwinghebels 57, 57', dessen Mitnehmer 59, 59' eine Axialverschiebung der Welle 42, 42' und damit auch des Werkzeug-Doppelgreifers bewirkt.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So kann statt des Elektromotors 31 auch ein anderes Antriebsaggregat, beispielsweise ein Servomotor, verwendet werden. Ferner können beispielsweise für die Hubbewegung der Welle und damit des Werkzeug-Doppelgreifers auch konstruktiv anders als der Schwenk- bzw. Schwinghebel 57 ausgebildete Gestänge eingesetzt werden.
