TALON, Fabiano (Via Guffanti 10, Bulgarograsso, I-22070, IT)
DE MONTE, Markus (A-6672 Nesselwängle 105, AT)
TALON, Fabiano (Via Guffanti 10, Bulgarograsso, I-22070, IT)
Patentansprüche
1. Werkzeug zum Klemmen oder Ablängen von Drahtmaterial, bestehend aus einem Werkzeuggrundkörper (1) mit einer Ausnehmung (2) zur Aufnahme einer auswechselbaren Klemmbacke (3) oder eines auswechselbaren
Schneidkörpers (3'), wobei der Werkzeuggrundkörper (1) im Bereich der Ausnehmung (2) von einem Schlitz (4) durchsetzt ist, durch welchen zwei federnde Abschnitte (5,6) gebildet werden, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Klemmbacke (3) bzw. der Schneidkörper (3') durch die
Federwirkung der federnden Abschnitte (5,6) in der Ausnehmung (2) festgeklemmt ist.
2. Werkzeug zum Klemmen oder Ablängen von Drahtmaterial nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacke (3) bzw. der
Schneidkörper (3') im wesentlichen Würfelform oder Quaderform aufweist, an einer Seitenfläche (7) mit einer Klemmrille (8) bzw. einer Schneidengeometrie (8') zum Ablängen des Drahtes versehen ist und derart in der Ausnehmung (2) des Werkzeuggrundkörpers (1) positioniert ist, dass die eine Seitenfläche (7) mit der Klemmrille (8) bzw. mit der
Schneidengeometrie (8 1 ) freiliegt, während die gegenüberliegende Seitenfläche (9), die daran angrenzenden Seitenflächen (10,11) sowie die Grundfläche (12) der Klemmbacke (3) bzw. des Schneidkörpers (3') an entsprechenden Gegenflächen (9', 10', 11', 12') im Bereich der Ausnehmung (2) des Werkzeuggrundkörpers (1 ) anliegen, wobei der Schlitz (4) des Werkzeuggrundkörpers (1 ) etwa parallel zwischen den angrenzenden Seitenflächen (10,11 ) verläuft.
3. Werkzeug zum Klemmen oder Ablängen von Drahtmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an entsprechenden
Gegenflächen (9',10',1 T) im Bereich der Ausnehmung (2) anliegenden Seitenflächen (9,10,11) der Klemmbacke (3) bzw. des Schneidkörpers (3') sowie die entsprechenden Gegenflächen (9',10',11') selbst mit der jeweils zugehörigen Grundfläche (12,12') einen Winkel α mit 45 ≤ α < 89,9° einschließen.
4. Werkzeug zum Klemmen oder Ablängen von Drahtmaterial nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen (10,11 ) der
Klemmbacke (3) bzw. des Schneidkörpers (3 1 ) sowie die entsprechenden Gegenflächen (10',11 ') im Bereich der Ausnehmung (2) des Werkzeugkörpers (1) im Klemmzustand, in Richtung vom Schlitzende (13) weg zum Anfang des Schlitzes (4) hin, mit einem Winkel ß mit 0,1 ≤ ß ≤ 45° konvergierend verlaufen.
5. Werkzeug zum Klemmen oder Ablängen von Drahtmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass einer der durch den Schlitz (4) gebildeten Abschnitte (5,6) in Querrichtung zum Schlitz (4) mit einer durchgehenden Gewindebohrung (14), zum Aufspreizen der beiden federnden Abschnitte (5,6) durch eine Schraube (15), versehen ist.
6. Klemmbacke (3) oder Schneidkörper (3') zum Klemmen oder Ablängen von Drahtmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacke (3) bzw. der Schneidkörper (3') im wesentlichen Würfelform oder Quaderform aufweist, wobei eine Seitenfläche (7) senkrecht zur Grundfläche (12) mit einer Klemmrille (8) bzw. mit einer Schneidengeometrie (8') versehen ist und die weiteren Seitenflächen (9,10,11) mit der Grundfläche (12) einen Winkel α mit 45 ≤ α ≤ 89,9° einschließen.
7. Klemmbacke oder Schneidkörper nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen (10,11), welche an die Seitenfläche (7) mit der Klemmrille (8) bzw. mit der Schneidengeometrie (8') angrenzen, von der Seitenfläche (9) weg, welche der Seitenfläche (7) gegenüberliegt, zur Seitenfläche (7) mit der Klemmrille (8) bzw. Schneidengeometrie (8') hin, unter einem Winkel ß mit 0,1 ≤ ß ≤ 45° konvergierend verlaufen.
8. Klemmbacke (3) oder Schneidkörper (3') nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Hartmetall bestehen. |
WERKZEUG ZUM KLEMMEN ODER ABLäNGEN UND KLEMMBACKE ODER
SCHNEIDKöRPER
Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Klemmen oder Ablängen von Drahtmaterial, bestehend aus einem Werkzeuggrundkörper mit einer Ausnehmung zur Aufnahme einer auswechselbaren Klemmbacke oder eines auswechselbaren Schneidkörpers, wobei der Werkzeuggrundkörper im Bereich der Ausnehmung von einem Schlitz durchsetzt ist, durch welchen zwei federnde Abschnitte gebildet werden.
Ein derartiges Werkzeug ist beispielsweise in der AT PS 392 028 beschrieben. Entsprechend diesem Patent werden die zwei federnden Abschnitte des Werkzeuggrundkörpers, welche durch den, den Werkzeuggrundkörper durchsetzenden Schlitz gebildet werden, durch Einschrauben einer Klemmschraube gegeneinander verspannt und dadurch die Klemmbacke oder der Schneidkörper im Werkzeuggrundkörper festgeklemmt.
Derartige Werkzeuge werden in Maschinen wo Draht zu Nägeln umgeformt wird, paarweise eingesetzt. Die Anordnung der Werkzeuge in den Maschinen ist so, dass sich die mit Klemmbacken oder Schneidkörpern bestückten Werkzeuge mit den Spannrillen bzw. Schneiden einander gegenüberliegen. Durch Vor- oder Zurückbewegen der Werkzeuge wird der Draht durch die Spannrillen festgeklemmt oder freigegeben bzw. durch die Schneiden abgelängt. Ist der Draht in den Spannrillen festgeklemmt, wird der Draht in eine konusförmige Erweiterung der Spannrillen angestaucht und der Nagelkopf entsprechend ausgeformt.
Nachteilig dabei ist, dass sich die Klemmschraube zum Festklemmen der Klemmbacke bzw. des Schneidkörpers des öfteren schwer lösen lässt bzw. im Einsatz auch brechen kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher ein Werkzeug zum Klemmen oder Ablängen von Drahtmaterial zu schaffen, welches auch ohne Klemmschraube ein sicheres Klemmen der Klemmbacke oder des Schneidkörpers ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Klemmbacke bzw. der Schneidkörper durch die Federwirkung der federnden Abschnitte in der Ausnehmung festgeklemmt ist.
Im Gegensatz zum bekannten Stand der Technik wird bei der vorliegenden Erfindung die Klemmung der Klemmbacke bzw. des Schneidkörpers, also nicht dadurch erreicht, dass die federnden Abschnitte des Werkzeuggrundkörpers durch eine Klemmschraube gegeneinander verspannt werden, sondern dadurch, dass die beiden federnden Abschnitte durch zusätzliche Hilfsmittel, z.B. in Form eines Exzenters oder einer Schraube zunächst auseinandergespreizt und damit vorgespannt werden und dass dann nach Entfernen bzw. Lösen des Hilfsmittels die Klemmbacke bzw. der Schneidkörper alleine durch die Federwirkung der Abschnitte in der Ausnehmung des Werkzeuggrundkörpers festgeklemmt wird. Dabei ist das Werkzeug konstruktiv so auszulegen, dass die Ausnehmung des Werkzeuggrundkörpers im entspannten Zustand ohne eingesetzte Klemmbacke bzw. Schneidkörper geringfügig kleiner ist als die Klemmbacke bzw. der Schneidkörper. Nach dem Aufspreizen der federnden Abschnitte muss dann die Klemmbacke bzw. der Schneidkörper gut in die Ausnehmung einsetzbar sein. Vorzugsweise wird dabei die Vorspannung so erreicht, dass die beiden federnden Abschnitte des Werkzeuggrundkörpers durch das Einschrauben einer Schraube in eine Gewindebohrung, welche einen federnden Abschnitt quer zum Schlitz durchsetzt auseinander gespreizt werden. Vorzugsweise ist die Klemmbacke bzw. der Schneidkörper im wesentlichen Würfel- oder quaderförmig ausgeführt, an einer Seitenfläche mit einer Klemmrille zum Festklemmen des umzuformenden Drahtes bzw. einer Schneidengeometrie zum Ablängen des umgeformten Drahtes versehen und derart in der Ausnehmung des Werkzeuggrundkörpers positioniert, dass die eine Seitenfläche mit der Klemmrille bzw. mit der Schneidengeometrie freiliegt, während die gegenüberliegende Seitenfläche, die daran angrenzenden Seitenflächen sowie die Grundfläche der Klemmbacke bzw. des Schneidkörpers an entsprechenden Gegenflächen im Bereich der Ausnehmung des Werkzeuggrundkörpers anliegen, wobei der Schlitz des
Werkzeuggrundkörpers etwa parallel zwischen den angrenzenden Seitenflächen verläuft.
Auf diese Art und Weise wird eine ausgezeichnete Klemmung und Positionierung der Klemmbacke bzw. des Schneidkörpers im
Werkzeuggrundkörper erreicht. Die Klemmbacke bzw. der Schneidkörper kann dabei auch an mehreren Seitenflächen mit einer oder mehreren Klemmrillen bzw. ein oder mehreren Schneidengeometrien ausgebildet sein, die durch Drehen des Einsatzes in der Ausnehmung nacheinander in Arbeitsposition gebracht werden können.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die an entsprechenden Gegenflächen im Bereich der Ausnehmung anliegenden Seitenflächen der Klemmbacke bzw. des Schneidkörpers sowie die entsprechenden Gegenflächen im Werkzeuggrundkörper selbst, mit der jeweils zugehörigen Grundfläche einen Winkel α mit 45 ≤ α ≤ 89,9° ein. Auf diese Weise wird eine besonders sichere Positionierung der Klemmbacke bzw. des Schneidkörpers im Werkzeuggrundkörper erreicht, welche auch sehr großen mechanischen Belastungen in jeder Richtung Stand hält.
Weiters ist es von Vorteil, wenn die Seitenflächen der Klemmbacke bzw. des Schneidkörpers sowie die entsprechenden Gegenflächen im Bereich der Ausnehmung des Werkzeuggrundkörpers im Klemmzustand, in Richtung vom Schlitzende weg zum Anfang des Schlitzes hin, mit einem Winkel ß mit 0,1 ≤ ß ≤ 45° konvergierend verlaufen.
Auf diese Art und Weise wird eine besonders sichere Positionierung der Klemmbacke bzw. des Schneidkörpers auch in Längsrichtung des Werkzeuggrundkörpers erreicht, so dass ein Herausziehen aus der Aufnahme in Längsrichtung des Werkzeuggrundkörpers mit Sicherheit vermieden wird.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Aufspreizen der beiden federnden Abschnitte des Werkzeuggrundkörpers dadurch erreicht wird, dass einer der durch den Schlitz gebildeten Abschnitte, in Querrichtung zum Schlitz, mit einer
durchgehenden Gewindebohrung versehen ist, in welche eine Schraube eingeschraubt wird, wodurch die gegenseitige Aufspreizung der beiden federnden Abschnitte erzielt wird.
Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn die Klemmbacken bzw. die
Schneidkörper für den erfindungsgemäßen Werkzeughalter aus Hartmetall hergestellt werden, wodurch eine besonders hohe Standzeit der Klemmbacken bzw. der Schneidkörper erreicht wird.
Im Folgenden wird die Erfindung an Hand von Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Werkzeug zum Klemmen von Drahtmaterial mit der zugehörigen Klemmbacke in Seitenansicht
Fig. 2 das Werkzeug nach Fig. 1 in Draufsicht Fig. 3 die Klemmbacke für das Werkzeug nach Fig. 1 in Stirnansicht
Fig. 4 das Werkzeug nach Fig. 1 in Stirnansicht
Das Werkzeug entsprechend den Figuren 1 bis 4 besteht aus einem länglichen Werkzeuggrundkörper -1- mit trapezförmigem Querschnitt und weist an einem Ende eine Ausnehmung -2- zur Aufnahme der etwa würfelförmigen
Klemmbacke -3- auf, die an ihrer Stirnseite mit einer Klemmrille -8- versehen ist. Der Werkzeuggrundkörper -1 - weist einen in Längsrichtung verlaufenden Schlitz -A- auf, der den Bereich der Ausnehmung -2- durchsetzt und an einem Ende -13- mit einer kreisförmigen Erweiterung endet. Auf diese Weise werden am Werkzeuggrundkörper -1 - zwei federnde Abschnitte -5-, -6- gebildet. Zum Festklemmen der Klemmbacke -3- bzw. des Schneidkörpers -3'- im Werkzeuggrundkörper -1- werden zunächst die federnden Abschnitte -5- und -6- des Werkzeuggrundkörpers -1- durch Einschrauben einer Schraube -15- in eine Gewindebohrung -14- des Abschnittes -6-, die quer zum Schlitz -4- verläuft, auseinander gespreizt und damit die Ausnehmung -2- aufgeweitet. Damit kann dann die Klemmbacke -3- problemlos in die Ausnehmung -2- eingeschoben werden. Dann wird die Schraube -15- so weit gelockert, dass sich die federnden Abschnitte -5- und -6- aufgrund der Federkraft wieder in die Ausgangsposition bewegen, wodurch die
Klemmbacke -3- in der Ausnehmung -2- festgeklemmt wird. Die Seitenflächen -9-, -10- und -11- der Klemmbacke -3- schließen mit der Grundfläche -12- einen Winkel α von 88° ein. Dementsprechend schließen die entsprechenden Gegenflächen -9'-, -10'- und -11 '- im Bereich der Ausnehmung -2- des Werkzeuggrundkörpers -1 - ebenfalls einen Winkel α von 88° mit der zugehörigen Grundfläche -12'- ein. Durch eine derartige Ausgestaltung wird eine besonders gute, verkippsichere Positionierung der Klemmbacke -3- in der Ausnehmung -2- des Werkzeuggrundkörpers -1- erreicht, die auch großen mechanischen Belastungen standhält. Zusätzlich verlaufen die Seitenflächen -10-, -11 - der Klemmbacke -3- sowie die entsprechenden Gegenflächen -10'-, -11'- im Bereich der Ausnehmung -2- im Klemmzustand des Werkzeuges, in Richtung vom Schlitzende -13- weg zum Anfang des Schlitzes -4- hin, mit einem Winkel ß von 4° konvergierend. Durch eine derartige Ausgestaltung wird insbesondere ein Herausziehen der Klemmbacke -3- aus der Ausnehmung -2- des Werkzeuggrundkörpers -1 - verhindert.
Ein Schneidkörper -3 1 - ist in den Zeichnungen nicht dargestellt, er würde aber wie eine Klemmbacke -3- ausgestaltet sein, nur mit dem Unterschied, dass an der Stirnseite anstelle der Spannrille -8- eine Schneidengeometrie -8'- zum Ablängen des Nagels und zur Ausbildung der Nagelspitze eingeformt wäre.
