| JP08300298 | PAPER CUTTING DEVICE |
| JP2004017211 | CUTTING DEVICE OF TRIMMING PRESS MACHINE |
| JP2002254395 | FLAT PLATE PUNCHING MACHINE |
NOBBE, Norbert (Birkenallee 2, Holdorf, 49451, DE)
TRAUTWEIN, Herbert (Kronenschulgasse 8, Kirchberg, 71737, DE)
TELLER, Markus (Verdistr. 47, Heilbronn, 74078, DE)
ILLIG Maschinenbau GmbH & Co. KG (Robert-Bosch-Str. 10, Heilbronn, 74081, DE)
RÜGNER, Daniel (Albert-Wagner-Str. 26, Heilbronn, 74081, DE)
NOBBE, Norbert (Birkenallee 2, Holdorf, 49451, DE)
TRAUTWEIN, Herbert (Kronenschulgasse 8, Kirchberg, 71737, DE)
TELLER, Markus (Verdistr. 47, Heilbronn, 74078, DE)
| Ansprüche . FornWStanzwerkzeug zum Herstellen von mit zumindest einer Ausnehmung (42) versehenen Behältern (40) aus einer thermoplastischen Kunststofffolie (1), mit einem Unterteil (2) umfassend wenigstens einen Schnittstempel (3) und mit einem Oberteil (9) umfassend zumindest eine Schnittplatte (11), die mit dem Schnittstempel (3) zusammenwirkend zum Ausstanzen des Behälters (40) aus der Kunststofffolie (1) entlang einer geschlossenen Stanzkontur ausgebildet ist, sowie mit einem wenigstens eine Stanzkante (35,30,28) aufweisenden Stanzelement (23), das versetzt zu einer Stanzkonturkante (27) der Schnittplatte (11) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Stanzelement (23) ein Gegenstanzelement (29) mit zumindest einer Gegenstanzkante (31 ,32,33) zugeordnet ist und eines der beiden in eine Vertiefung (8) des anderen einführbar ist, wobei die Gegenstanzkante (31 ,32,33) mit der Stanzkante (35,30,28) zusammenwirkend zur Erzeugung eines Scherschnitts zum stanzbutzenlosen Herstellen der Ausnehmung (42) ausgebildet ist. 2. Form-/Stanzwerkzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine von Stanzkante (35,30,28) und Gegenstanzkante (31 ,32,33) gebildete Ausneh- mungsstanzkontur unterbrochen ist. 3. Form-/Stanzwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzelement (23) und das Gegenstanzelement (29) zur Erzeugung einer mehrfach unterbrochenen Ausnehmungsstanzkontur zur Erzeugung ei- ner Mehrzahl von Anbindungen einer der Ausnehmung (42) zuzuordnenden Lasche (39) ausgebildet ist. 4. Form-/Stanzwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzelement (23) und/oder das Gegenstanzelement (29) wenigstens eine seitliche Einbuchtung (34) zur Erzeugung der Anbindung aufweisen. 5. Form-/Stanzwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Stanzelement (23) und Gegenstanzelement (29) zum Herstellen einer randseitigen Ausnehmung (42) des Behälters (40) ausgebildet sind. 6. Form-/Stanzwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (42) in einem oberen Randbereich des Behälters (40) ausgebildet wird. 7. Form-/Stanzwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzelement (23) oder das Gegenstanzelement (29) ortsfest zur Schnittplatte (11) angeordnet ist. 8. Form-/Stanzwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Ring mit zumindest einem Stanz- oder Gegenstanzelement aufweist. 9 Form-/Stanzwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzelement (23) oder das Gegenstanzelement einstückig mit der Schnittplatte (11) ausgebildet ist . 10. Form-/Stanzwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzelement oder das Gegenstanzelement (29) einstückig mit dem Schnittstempel (3) ausgebildet ist. 11. Form-/Stanzwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzelement (23) oder das Gegenstanzelement einen Dachschliff aufweist. 12. Form-/Stanzwerkzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzelement (23) oder das Gegenstanzelement Teil einer Kühlbuchse (17) ist. 13. Behälter mit einer für die Anbringung von Etiketten oder anderen Informationsträgern vorgesehenen Ausnehmung (42), dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (42) durch ein ForrrWStanzwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche aus einer Kunststofffolie (1) hergestellt ist. |
511006/Ha
Forrr Stanzwerkzeug und Behälter
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Form-/Stanzwerkzeug zum Herstellen von mit zumindest einer Ausnehmung versehenen Behältern aus einer thermoplastischen Kunststofffolie, mit einem Unterteil umfassend einen Schnittstempel und mit einem Oberteil umfassend zumindest eine Schnittplatte, die mit dem Schnittstempel zusammenwirkend zum Ausstanzen des Behälters aus der Kunststofffolie entlang einer geschlossenen Stanzkontur ausgebildet ist, sowie mit einem wenigstens eine Stanzkante aufweisenden Stanzelement, das versetzt zu einer Stanzkonturkante der Schnittplatte angeordnet ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Behälter mit einer für die Anbringung von Etiketten oder anderen Informationsträgern vorgesehenen Ausnehmung.
Aus der DE 100 17 042 B4 ist ein Form-/Stanzwerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt. Eine Stanzkante eines Stanzelements zur Erzeugung einer Ausnehmung eines Behälters durchtrennt während des Form-/Stanzvorgangs die Folienbahn nach dem Bandstahlprinzip. Hierbei wird die Stanzkante des Stanzelements auf eine plane Gegenlage des Unterteils gepresst. Die Stanzkante des Stanzelements nutzt durch das ständige Aufschlagen auf der Gegenlage allerdings sehr schnell ab. Das Einfügen von Informationsträgern wie Etiketten in die nach dem Bandstahlprinzip hergestellten Schlitze ist darüber hinaus schwierig. Die Verwendung geschlossener Stanzkonturen zur Herstellung größerer Ausnehmungen führt jedoch zum Anfallen von Stanzbutzen. Nachteilig ist hierbei, dass der durch die Stanzung entstehende Stanzbutzen abtransportiert werden muss. Dies ist insbesondere in den Randbereichen des Topfes schwierig, da dort nur wenig Bauraum zur Verfügung steht und vorhandene Abführvorrichtungen die Stabilität des Schnittstempels beeinträchtigen. Sich verklemmende Stanzbutzen können darüber hinaus zur Zerstörung des Schnittstempels führen sowie zu erhöhtem Verschleiß und ungenau gefertigten Behältern, was wiederum zu erhöhtem Wartungsbedarf für das Werk- Zeug sowie zu schlechterer Behälterqualität führt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den nachteiligen Stand der Technik zu verbessern.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Form-/Stanzwerkzeug nach dem Anspruch 1 sowie durch einen Behälter nach Anspruch 13. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung lassen sich den auf den Anspruch 1 rückbezogenen Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung entnehmen.
Das erfindungsgemäße FornWStanzwerkzeug weist ein dem Stanzelement zugeordnetes Gegenstanzelement mit zumindest einer Gegenstanzkante auf, wobei eines der beiden in eine Vertiefung des anderen einführbar ist und wobei die Gegenstanzkante mit der Stanzkante zusammenwirkend zur Erzeugung eines Scherschnitts zum stanzbutzenlosen Herstellen der Ausnehmung (42) ausgebildet ist. Bei einer Anordnung des Stanzelements in dem Oberteil ist das Gegenstanzelement im Unterteil des Werkzeugs angeordnet und umgekehrt. Zumindest eines der beiden Stanzelemente weist eine Vertiefung auf, so dass - beispielsweise im Falle einer Vertiefung auf Seiten des am Unterteil angeordneten Gegenstanzelements - das Stanzelement des Oberteils in die Vertiefung eintauchen kann und die Stanz- und die Gegenstanzkanten die Ausnehmung des Behälters im Wege eines Scherschnitts herstellen. Anstelle einer vollständigen Ausstanzung mit dem dabei verbundenen Erzeugen eines Stanzbutzens wird lediglich ein Scherschnitt angebracht, der anstelle eines Stanzbutzens eine vorzugweise federnde Lasche erzeugt. Diese Lasche kann gegenüber dem Umgebungsbereich durch das Eintauchen des Stanzelements in die Vertiefung mit gebogen werden. Im Bereich der Anbindung der Lasche an den Behälter verlaufen die Stanzkante und die Gegenstanzkante demnach ausreichend weit voneinander entfernt, so dass keine Materialtrennung bewirkt wird, sondern eine definierte Materialmenge stehen bleibt. Die Lasche wird bei Austragen des Behälters, vorzugsweise eines Pflanztopfes, aus dem Werkzeug mit entfernt, da sie am Behälter verbleibt. Die Abnutzung des erfindungsgemäß verwendeten Scherschnitt Systems ist deutlich geringer als im Stand der Technik. Hierdurch erhöhen sich die Standzeiten des im Vergleich zum Bandstahlschnitt geringeren Verschleißes des Stanz- oder des Gegenstanzelements und es erhöht sich im Mittel die Qualität der durch ein erfindungsgemäßes Werkzeug hergestellten Behälter. Gleichzeitig ist die erzeugte Ausnehmung zum Einführen von Informationsträgern ausreichend groß ausgebildet. Die erzeugte Lasche kann des Weiteren zum Halten und Abstützen eines Informationsträgers verwendet werden.
Das Stanzelement ist versetzt in Richtung des Inneren einer geschlossenen Stanzkontur angeordnet. Dies gilt zumindest bei einer lotrechten Projektion auf die Ebene der durch das Werkzeug geführten (noch unbehandelten) Kunststofffolie. Unter einer Stanzkontur wird hierbei die durch Schnittplatte und Schnittstempel erzeugte Schnittlinie zum Ausschneiden des Behälters verstanden. Die analog von Stanzkante und Gegenstanzkante erzeugte Ausnehmungsstanzkontur ist nicht geschlossen, was zu der Ausbildung von wenigstens einer Anbindung der Lasche während des Eindringens des Stanzelements in das Gegenstanzelement (oder umgekehrt) führt. Der aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannte Stanzbutzen wird erfindungsgemäß zu einer am Behälter angebundenen Lasche, die beispielsweise Abstützfunktionen für etwaige Informationsträger übernehmen kann.
Unter einer Vertiefung wird hierbei nicht eine seitliche Auskerbung sondern eine echte Vertiefung einer Oberfläche verstanden, wobei der Boden oder tiefste Bereich der Vertiefung auf allen Seiten mit einer deutlichen, z.B. mindestens 0,2 oder mindestens 0,5 mm hohen, Wand umgeben ist.
In einer erfindungsgemäßen Weiterbildung erzeugen das Stanzelement und das Gegenstanzelement eine Mehrzahl von Stanzkonturlinien zur Erzeugung einer Mehrzahl von Anbindungen einer der Ausnehmung zuzuordnenden Lasche des Behälters. Demnach ist die Ausnehmungsstanzkontur mehrfach unterbrochen. Durch die Mehrzahl von Stanz- und Gegenstanzkanten pro Paar Stanz- und Gegenstanzelement werden mehrere Schnitte bzw. Teilschnitte des Scherschnitts erzeugt. Die Festigkeit der Laschenanbindung und damit deren Federwirkung kann beeinflusst werden. Die Unterbrechung der Ausnehmungsstanzkontur befindet sich vorzugsweise auf der einem Topfäußeren entsprechenden Seite einer Ausnehmung, d.h. sie ist zum Rand des Werkzeugs hin angeordnet. Hierdurch wird bei einer Vertiefung auf Seiten des Gegenstanzelements eine zur Mitte eines Topfes hinweisende und in dieser Richtung angebundene Lasche erzeugt, durch die ein von oben in den Topf einsteckbares Etikette eine Neigung nach außen (unterhalb der Ausnehmung nach innen) erhält. Dies ist beispielsweise für das Ablesen eines Etiketts vorteilhaft.
Vorzugsweise weist das Stanzelement und/oder das Gegenstanzelement wenigstens eine seitliche Einbuchtung/Freimachung zur Erzeugung der Anbindung auf. Hierbei kann es sich um eine Freimachung in der Seite einer Vertiefung bzw. auch um eine Freimachung eines in die Vertiefung einzuführenden Stanzelements handeln. In der Geschlossenposition des Werkzeugs wird über diese Einbuchtung dann eine Materialverbindung zwischen dem abgeknickten Teil der Lasche und dem übrigen Bereich des Behälters bestehen gelassen.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von Stanzelement und Gegenstanzelement zum Herstellen einer randseitigen Ausnehmung des Behälters, da in diesem Bereich besonderes wenig Platz für die Abführung eines etwaigen Stanzbutzens vorhanden ist. Hierzu ist das Stanzelement bzw. das Gegenstanzelement entsprechend dicht an der Schnittplatte bzw. dem Schnittstempel angeordnet. Etwaig vorhandene Vorstreckstempel, Niederhalter od.dgl. funktionelle Teile eines Werkzeugs müssen nicht verändert werden. Vorteilhafterweise ist das Stanzelement oder das Gegenstanzelement ortsfest zur Schnittplatte angeordnet. Hierbei kann das Stanzelement oder das Gegenstanzelement an der Schnittplatte befestigt werden oder über einen Adapter zum leichteren Auswechseln jedoch mit dem Schnittplatte mitbewegt mit dieser verbunden sein. Auf eine eigene Lagerung der Stanz- bzw. Gegenstanzelemente kann verzichtet werden. Es ergibt sich somit eine genaue Positionierung der Elemente mit einer damit einhergehenden exakten Herstellung der Ausnehmung. Vorzugsweise ist das Stanzelement auf der Seite der Schnittplatte angeordnet.
In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung weist das Form- /Stanzwerkzeug einen Ring mit zumindest einem Stanz- oder Gegenstanzelement auf. Ein solcher Ring lässt sich passgenau in dem Werkzeug positionieren. Als Ring wird nicht nur eine in der Draufsicht runde, kreisscheibenförmige Form verstanden. Vorteilhafterweise weist der Ring einer Mehrzahl von Stanz- oder Gegenstanzele- menten auf. Im Gegensatz zu der Verwendung einer Mehrzahl von einzelnen, insbesondere ortsfest an der Schnittplatte angeordneten oder befestigten Elementen ist die Verwendung eines Rings von Stanz- oder Gegenstanzelementen vorteilhaft für die Positionierung der Elemente und eine gleichmäßige Anordnung der Ausnehmungen.
Eine besonders exakte Ausbildung von Gegenstanz- oder Stanzelement lässt sich dadurch erreichen, dass diese einstückig mit der Schnittplatte ausgebildet ist. Insbesondere kann es des Weiteren vorteilhaft sein, wenn das Stanz- oder das Ge- genstanzelement einstückig mit dem Schnittstempel ausgebildet ist. Vorzugsweise ist ein eine Vertiefung aufweisendes Gegenstanzelement in den Schnittstempel integriert. Der Schnittstempel bildet dann mit einer Außenstanzkante die Stanzkontur für das Ausstanzen des Behälters aus der Folie aus sowie mit einer weiteren Stanzkante, nämlich einer Kante der Vertiefung, eine Gegenstanzkante für die Erzeugung der Ausnehmung aus. Die Vertiefung ist mit Stanz- und Gegenstanzelement bevorzugt so angeordnet, dass ein Etikettenschlitz oder dgl. in einem oberen Bereich eines in der Regel nach außen hin nach unten abfallenden Behälterrands eingebracht wird, so dass die Stabilität des Randes nur unwesentlich beeinträchtigt wird.
In einer erfindungsgemäßen Weiterbildung eines FornWStanzwerkzeugs mit einem einstückig oder ortsfest mit der Schnittplatte ausgebildeten Stanzelement, welches in eine Vertiefung eines einstückig mit dem Schnittstempel ausgebildeten Gegenstanz- elements einführbar ist, ergibt sich somit eine besonders exakte Herstellung eines mit Ausnehmungen versehenen Behälters.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Stanz- oder das Gegenstanzelement einen Dachschliff auf, der die nötige Stanzkraft reduziert.
Zusätzlich ist eine Weiterbildung der Erfindung vorteilhaft, bei der Stanz- und Gegenstanzelement dergestalt ausgebildet sind, dass die Breite der Ausnehmung minimal größer ist als die Breite der Stanzkante des Stanzelements, um so eine Scherkante bzw. Schnittlinie als Teil der Ausnehmungsstanzkontur auszubilden, während gleichzeitig die Länge der Stanzkante des Stanzelements wesentlich geringer ist als die Länge der Vertiefung, so dass keine Scherkante gebildet wird und ein Schnittbild in Form von zwei parallelen Schlitzen entsteht. Dies führt bei einer Anordnung des Stanzstempels auf der Oberseite zu der Ausbildung eines nach unten gedrückten Stegs unterhalb der Ausnehmung, so dass ein Etikett oder ein Informationsträger in zwei verschiedene Richtungen in der Ausnehmung angeordnet werden kann.
In einer Ausbildung mit dem Stanz- oder dem Gegenstanzelement als Teil einer Kühlbuchse können die Belastungen des Stanz- bzw. Gegenstanzelements in thermischer Hinsicht optimal verringert werden. Dies erhöht die Standzeiten des für die Ausbildung der Ausnehmung vorgesehenen Scherschnittssystems.
Ein erfindungsgemäßer Behälter, der durch eines der vorbezeichneten oder auch nachbeschriebenen Werkzeuge geschaffen wurde, zeichnet sich durch eine im Mittel erhöhte Qualität der Etikettenschlitze ab.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung lassen sich der nachfolgenden Figurenbeschreibung entnehmen. In den schematischen Abbildungen der Figuren zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Gegenstand,
Fig. 2 einen weiteren erfindungsgemäßen Gegenstand, Fig. 3 den Gegenstand nach Fig. 2 in einer weiteren Arbeitsstellung,
Fig. 4 einen weiteren erfindungsgemäßen Gegenstand,
Fig. 5 Detailansichten von Stanz- und Gegenstanzelement,
Fig. 6 den Gegenstand nach Fig. 5 in einer weiteren Ausbildung,
Fig. 7 eine teilweise Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Behälters,
Fig. 8 einen Schnitt durch einen Gegenstand gemäß Fig. 5 in einer weiteren Ausbildung.
Gleich oder ähnlich wirkende Teile sind - sofern dienlich - mit identischen Bezugsziffern versehen. Einzelne technische Merkmale der nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele können auch mit den Merkmalen der vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele zu erfindungsgemäßen Weiterbildungen führen.
Ein Form-/Stanzwerkzeug gemäß Fig. 1 zum Herstellen von mit einer Ausnehmung versehenen Behältern aus einer thermoplastischen Kunststofffolie 1 weist ein Unterteil 2 mit wenigstens einem Schnittstempel 3 auf. Gezeigt ist in dieser wie den nachfolgenden Fig. 2 bis 4 jeweils eine hälftige Ansicht. Der Schnittstempel 3 wird gehalten von einer Schnittstempelhalteplatte 4. Zwischen Schnittstempelhalterplatte 4 und Schnittstempel 3 befindet sich ein Kanal 6 einer Kühlvorrichtung. Eine Innenseite 7 des Schnittstempels 3 entspricht in weiten Teilen der Außenkontur eines herzustellenden Behälters, beispielsweise eines Pflanztopfs.
Der Schnittstempel 3 des Unterteils 2 ist einstückig mit einem Gegenstanzelement ausgebildet. Das Gegenstanzelement wird über eine Vertiefung 8 einer in der Figur oberen Seite des Schnittstempels und die hiermit einhergehenden, unten näher beschriebenen Gegenstanzkanten gebildet. Vorzugsweise entstehen die Gegenstanz- kanten durch rechteckigen Übergang der Seiten der Vertiefung 8 in die Oberseite des Schnittstempels 3. Zusammen mit den Stanzkanten eines ebenfalls nachfolgend näher beschriebenen Stanzelements des Oberteils bilden die Gegenstanzkanten des Gegenstanzelements ein Scherschnittsystem zum stanzbutzenlosen Herstellen der Ausnehmung aus, d.h. sie sind zur Erzeugung eines Scherschnitts zum stanzbutzenlosen Herstellen der Ausnehmung ausgebildet.
In der Zeichnung befindet sich oberhalb des Unterteils ein Oberteil 9, welches eine Schnittplatte 11 aufweist, die mit dem Schnittstempel 3 zusammenwirkend zum Ausstanzen des Behälters aus der Kunststofffolie 1 entlang einer geschlossenen Stanzkontur ausgebildet ist. Des Weiteren weist das Oberteil 9 eine Kopfplatte 12 auf, die über eine Zwischenplatte 13 an der Schnittplatte 11 anliegt. In der von der Zwischenplatte 13 und der Schnittplatte 11 umfassten Ausnehmung 16 sind die einzelnen Formnester des Werkzeugs eingearbeitet. Bei der dargestellten Fassung des Werkzeugs handelt es sich um eine einreihige Werkzeugausführung, welches auch mehrreihig ausgeführt sein kann. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Mehrzahl von identischen Formnestern senkrecht zur Figurenebene hintereinander angeordnet. An der Schnittplatte 11 liegt eine Kühlbuchse 17 an, die über eine Bohrung 18 und zugehörige Kanäle 19 zur Kühlung des Werkzeugs mit Kühlwasser beaufschlagbar ist.
An der Kühlbuchse 17 entlang ist ein Niederhalter 21 angeordnet, der an der Seite der Kühlbuchse entlang gleiten kann und dem Niederhalten der Kunststofffolie 1 während des Stanzvorgangs dient. Der Niederhalter 21 weist einen Bund 22 auf, der sich bezüglich einer Längsmittelachse des zu formenden Behälters nach außen erstreckt und bei dem eine Freilassung zur Durchführung eines Teils des Stanzelements 23 dient. Die Längsmittelachse entspricht der in der Figur rechten vertikalen Begrenzungslinie 25.
Der Stanzstempel 23 ist ringförmig um die Längsmittelachse des Topfes ausgebildet und weist bei diesem Ausführungsbeispiel eine Mehrzahl von Schneidkanten auf. Hierdurch wird mit den zugehörigen Gegenstanzkanten der Vertiefungen 8 eine Mehrzahl von Etikettenschlitzen in den herzustellenden Behälter gestanzt. Der Stanzstempel 23 ist gleichzeitig an der Schnittplatte 11 ortsfest angebunden und über eine obere Seite über die Kühlbuchse 17 gekühlt.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist das Stanzelement einstückig mit der Kühlbuchse 17 und ebenfalls wiederum ringförmig ausgeführt, wodurch die Wärmeableitung verbessert wird. Fig. 3 zeigt die Positionierung der einzelnen Elemente während eines Stanz- /Formvorgangs. Nach dem Transport eines erwärmten Abschnitts der Folienbahn 1 zwischen das geöffnete FornWStanzwerkzeug wird dieses geschlossen. Dabei trifft zuerst eine Oberseite des Schnittstempels 3 gegen die Folienbahn 1 und drückt diese gegen die Unterseite des Bundes 22 des Niederhalters 21. Der Niederhalter 21 gibt gegen die Kraft einer Feder 24 nach und örtlich kommen die beiden Stanzkonturkanten 26 des Schnittstempels 3 bzw. 27 der Schnittplatte 11 zum Einsatz. Hierbei wird die Folienbahn 1 bis auf wenige Zehntel Millimeter getrennt. Anschließend wird in bekannter Weise das Ausformen eines Behälters durch mechanische Vorstreckung mittels des Vorstreckstempels 14 und durch Druckluftzufuhr bzw. Vakuum bewirkt. Ein weiterer Hub führt zum Ausstanzen des Behälters, wobei dann gernäß Fig. 2 das Stanzelement 23 mit seiner Stanzkante/seinen Stanzkanten in die Vertiefung 8 des Gegenstanzelements und entlang dessen Gegenstanzkante(n) entlangfährt, wodurch die Ausnehmung mit Lasche gebildet wird.
Eine besondere genaue Positionierung der Ausnehmung und der zugehörigen Lasche lässt sich durch eine einstückige Ausbildung des Stanzelements 23 mit der Schnittplatte 11 erreichen (Fig. 4).
In der Detailansicht der Fig. 5 ist im oberen Teil eine Teilansicht eines Stanzelements 23 dargestellt. Das Stanzelement ist wie in Fig. 1 ringförmig ausgebildet. Eine Längskante 35 sowie die kurzen, gerundeten Seitenkanten 30 bilden Stanzkanten aus. Die weitere Längskante 28 wirkt aufgrund der Form der Gegenstanzkanten nur teilweise als Stanzkante. Die Gegenstanzkante(n) sind dem unteren Teil der Fig. 5 zu entnehmen. Dargestellt ist ein mit dem Schnittstempel 3 einstückig ausgebildetes Gegenstanzelement 29, welches im Wesentlichen durch die Vertiefung 8 und die hierdurch erzeugten Schneidkanten gebildet wird. Eine auf der inneren Seite des Werkzeugs angeordnete Kante 31 bildet mit den kurzen, gerundeten Seitenkanten 32 sowie den Teilkanten 33 die Gegenstanzkanten aus. Diese erzeugen mit den korrespondierenden Kanten des Stanzelements 23 die Ausnehmungsstanzkontur.
In den Seitenbereichen der Vertiefung sind Freimachungen bzw. seitliche Einbuchtungen 34 vorgesehen, die nicht mit entsprechenden Vorsprüngen der Stanzkante des Schnittstempels korrespondieren. Hierdurch werden Bereiche ausgebildet, in denen Material stehenbleibt bzw. in die Material während des Form-/Stanzvorgangs eingedrückt wird, so dass eine Anbindung für die ansonsten gestanzte Lasche erzeugt wird. Diese bleibt somit am Behälter angebunden.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 befinden sich die Einbuchtungen 34 an einer Seite 36 des Stanzelements. Sie können sich jedoch auch sowohl auf der Seite des Stanzelements wie auch auf der Seite des Gegenstanzelements befinden.
In der Detailansicht eines Behälters 40 gemäß Fig. 7 ist ersichtlich zwischen einer äußeren Oberseite 38 des Behälterrandes und der Lasche 39 eine Anbindung 41. Die durch das Stanzen einer Ausnehmung 42 entstehende Lasche (39) verbleibt somit am Behälter. Hierdurch erübrigen sich Abführvorrichtungen zum Entfernen von Stanzbutzen. Fig. 8 zeigt einen tangentialen Vertikalschnitt durch ein weiteres Stanzelement 23, den Schnittstempel 3 und den Niederhalter 22 in einer starken Vergrößerung. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist in tangentialer Richtung, d.h. in Richtung entlang des Umfangs des Behälters die Länge der Vertiefung 8 deutlich größer ist als die Länge des stanzenden Teils des Stanzelements 23. Hierdurch ist sichergestellt, dass sich zwischen der Kante des Stanzelement und der Vertiefung in radialer Richtung keine Scherkante ausbildet und somit kein Stanzbutzen erzeugt wird. Das Schnittbild durch das Zusammenwirken von Stanzkante und Vertiefung ergibt bei seitlich des dargestellten Schnitts vorhandenen Stanzkanten zwei parallele Schlitze mit einem längs entlang einer Ausnehmung verlaufenden Steg.
Next Patent: POSITIONING DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING A COMPONENT ARRANGEMENT
