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Title:
TOOL HOLDER FOR A MACHINING TOOL WITH DEPTH-CONTROL STOP AND MACHINING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/210897
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a tool holder (2) for connecting a machining tool (4) having a depth-control stop (3) to a working spindle of a machine tool, having a spindle-side shaft part (6) and a receiving part (7) which supports the machining tool (4) and is connected in a rotationally fixed manner to the shaft part (6). The receiving part (7) is axially displaceable in the tool feed direction via a compression spring arrangement (21), that is supported on the shaft part (6), counter to a fixed stop (17a) on the shaft part (6) and can be displaced away from the fixed stop (17a) on the shaft part (6) during the impact of the depth stop (3) on a workpiece against the spring force of the compression spring device (21).

Inventors:
REBHOLZ FELIX (DE)
Application Number:
DE2019/000121
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
May 02, 2019
Export Citation:
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Assignee:
GUEHRING KG (DE)
International Classes:
B23B31/08; B23B31/107; B23B49/00; B23B51/10; B23B51/12; B23D77/00
Foreign References:
EP1724070A12006-11-22
DE102008056682A12010-03-04
CH708612A12015-03-31
DE102014115768B32016-01-21
DE102014115768B32016-01-21
DE102013013499B32014-12-04
DE102008022968A12009-08-20
US2477891A1949-08-02
US8876444B12014-11-04
DE202009017801U12010-06-24
EP2501518A22012-09-26
DE858487C1952-12-08
DE552110C1932-06-09
Other References:
"CONTROLLED/BUFFERED DOWNPRESSURE TOOL HOLDER", IBM TECHNICAL DISCLOSURE BULLETIN, INTERNATIONAL BUSINESS MACHINES CORP. (THORNWOOD), US, vol. 34, no. 2, 1 July 1991 (1991-07-01), pages 96 - 97, XP000210583, ISSN: 0018-8689
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Claims:
Ansprüche

1. Werkzeugaufnahme (2) zur Verbindung eines einen Tiefenanschlag (3) auf- weisenden Zerspanungswerkzeugs (4) mit einer Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine, mit einem spindelseitigen Schaftteil (6) und einem das Zerspanungswerkzeug (4) haltenden Aufnahmeteil (7), der mit dem Schaftteil (6) drehfest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeteil (7) axial in Werkzeugvorschubrichtung über eine am Schaft- teil (6) abgestützte Druckfederanordnung (21 ) gegen einen festen Anschlag (17a) am Schaftteil (6) vorgespannt und beim Auftreffen des Tiefenanschlags (3) auf einem Werkstück gegen die Federkraft der Druckfedereinrichtung (21 ) von dem festen An- schlag (17a) am Schaftteil (6) weg verdrängbar ist.

2. Werkzeugaufnahme (2) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfederanordnung (21) an einem axial einstellbaren Stellanschlag (22) im Schaftteil (6) abgestützt ist.

3. Werkzeugaufnahme (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellanschlag (22) einer mit dem Schaftteil (6) verschraubte Stellschraube aufweist.

4. Werkzeugaufnahme (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellschraube (22) einen in eine Axialbohrung (24) im Aufnahmeteil (7) eingreifenden Führungsfortsatz (27) bildet.

5. Werkzeugaufnahme (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfederanordnung (21 ) auf dem Führungsfortsatz (27) sitzt.

6. Werkzeugaufnahme (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Druckfederanordnung (21 ) aus einem Tellerfederpaket gebildet ist.

7. Werkzeugaufnahme (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Aufnahmeteil (7) einen in eine Axialbohrung (15) m Schaftteil (6) eingreifenden Führungsabschnitt (9) aufweist.

8. Werkzeugaufnahme (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeteil (7) einen an den Führungsabschnitt (9) anschließenden zylindrischen Aufnahmeabschnitt (10) aufweist, der einen Spannschaft (1 1 ) des Zerspanungswerk- zeugs (4) aufnimmt.

9. Werkzeugaufnahme (2) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeteil (7) über einen vom Führungsabschnitt (9) diametral auskra- genden Mitnehmerbolzen (16), der in diametral gegenüberliegenden Langlöchern (17) im Schaftteil (6) geführt ist, mit dem Schaftteil (6) drehfest verbunden ist.

10. Werkzeugaufnahme (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Schaftteil (6) aus einem zylindrischen Hohlkörper gefertigt ist.

1 1 . Vorrichtung (1 ) zur spanabhebenden Bearbeitung eines Werkstücks, mit einer Werkzeugaufnahme (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und einem einen Tiefen- anschlag (3) aufweisenden Zerspanungswerkzeug (4).

12. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Zer- spanungswerkzeug (4) ein Senkwerkzeug ist.

Description:
Beschreibung

Werkzeuqaufnahme für ein Zerspanunqswerkzeuq mit Tiefenanschlaq und Zer- spanunqsvorrichtunq

Die Erfindung betrifft eine Werkzeugaufnahme zur Verbindung eines Zer- spanungswerkzeugs, insbesondere eines Senkwerkzeugs, der einen die Eindringtie- fe in ein Werkstück begrenzenden Tiefenanschlag trägt, mit einer Arbeitsspindel ei- ner Werkzeugmaschine sowie eine Zerspanungsvorrichtung.

Zerspanungswerkzeuge mit einem drehbar, aber axialfest angeordneten Tie- fenanschlag zur Begrenzung der Eindringtiefe des Zerspanungswerkzeugs in ein Werkstück sind beispielsweise aus der DE 1020141 15768 B3, DE 102013013499 B3, DE 102008022968 A1 , US 2,477891 , US 8,876,444 B1 oder DE 202009017801 U1 bekannt. Derartige Zerspanungswerkzeuge sind für eine spanabhebende Bear- beitung eines Werkstücks üblicherweise in einer von einer Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine getragenen Werkzeugaufnahme eingespannt. Bei Erreichen ei- ner vorab definierten Zerspanungstiefe schlägt der am Zerspanungswerkzeug angeordnete Tiefenanschlag gegen die Werkstückoberfläche an, wodurch ein weiteres Eindringen des Zerspanungswerkzeugs in das Werkstück verhindert wird.

Durch Unregelmäßigkeiten in der Werkstückoberfläche, durch axiale Positi- onsabweichungen zwischen der Werkstückoberfläche und dem Support der das Zer- spanungswerkzeug tragenden Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine oder durch Lagegenauigkeiten in der Werkzeug- oder Werkstückspannung kann der bei Errei- chen der definierten Zerspanungstiefe gegen die Werkstückoberfläche unkontrolliert anschlagende Tiefenanschlag des Zerspanungswerkzeugs jedoch unerwünschte Rattermarken an der Werkstückoberfläche hinterlassen. Ein unkontrolliertes Anschlägen des Tiefenanschlags an der Werkstückoberfläche und darauf zurückzuführende Rattermarken an der Werkstückoberfläche können insbesondere auch auftre- ten, wenn die spanabhebende Bearbeitung durch den Einsatz einer axialen Vibrationseinheit, wie sie z.B. in der EP 2501518 B1 angegeben ist, vibrationsunterstützt ausgeführt wird. Eine vibrationsunterstützte spanabhebende Bearbeitung bietet be-

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Bestätigungskopiel kanntlich den Vorteil eines verbesserten Spanbruchs, d.h. kurzer Späne, und damit einer verbesserten Spanabfuhr.

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine ein- fach gestaltete, kostengünstig herstellbare Werkzeugaufnahme zur Verbindung eines einen Tiefenanschlag aufweisendes Zerspanungswerkzeugs, im Besonderen Senk- werkzeugs, mit einer Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine zu schaffen, der auf den Tiefenanschlag zurückzuführende Beschädigungen, wie z.B. Rattermarken, der Werkstückoberfläche verhindert.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Werkzeugaufnahme mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte oder bevorzugte Weiterbildungen sind Gegenstand abhängiger Ansprüche. Der Anspruch 1 1 betrifft eine aus einer erfindungsgemäßen Werkzeugaufnahme und einem Zerspanungswerkzeug zusammengesetzte Zerspanungsvorrichtung, die auf einen Tiefenanschlag zurückzuführende Beschädigun- gen, wie z.B. Rattermarken, an einer Werkstückoberfläche verhindert.

Eine erfindungsgemäße Werkzeugaufnahme zur Verbindung eines drehan- treibbaren Zerspanungswerkzeugs, das einen drehbar, aber axialfest angeordneten Tiefenanschlag trägt, mit einer Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine hat einen spindelseitigen Schaftteil und einen das Zerspanungswerkzeug haltenden Aufnahmeteil. Der Aufnahmeteil ist mit dem Schaftteil drehfest verbunden.

Der vorzugsweise zylindrische Schaftteil dient zur (mittelbaren oder unmittelbaren) Ankopplung der Werkzeugaufnahme an eine Antriebsspindel einer Werkzeugmaschine. Der Schaftteil hat hierzu in der üblichen Weise an seinem vom Aufnahmeteil abgewandten Endabschnitt einen geeigneten Spannschaft, der z. B. als Hohlschaftkegel (HSK), Zylinderschaft, Steilkegel (SK) oder dergleichen ausgeführt sein kann.

Der Aufnahmeteil dient zum konzentrischen Aufnehmen, Halten und Spannen des Zerspanungswerkzeugs. Dies kann kraftschlüssig z. B. durch einen Hydrodehn- spann- oder Schrumpfmechanismus, einen Spannzangenmechanismus oder einen Schnellwechselmechanismus erfolgen. Der Aufnahmeteil kann daher einen Spannmechanismus in der Art eines an sich bekannten Hydrodehnspannfutters, Schrumpf- futters oder Schnellwechselfutters oder einer ebenfalls an sich bekannten Spann- zangen- oder Zylinderschaftspannmechanismus aufweisen.

Erfindungsgemäß ist der Aufnahmeteil axial in Werkzeugvorschubrichtung durch eine Druckfederanordnung gegen einen festen Anschlag am Schaftteil vorge- spannt und beim Auftreffen des Tiefenanschlags auf einem Werkstück, d.h. bei einer spanabhebende Bearbeitung eines Werkstücks, gegen die Federkraft der Druckfe- deranordnung von dem festen Anschlag am Schaftteil weg, d.h. in Richtung Schaft- teil, verdrängbar. Anders ausgedrückt ist der Aufnahmeteil daher drehfest und ent- gegengesetzt zur Werkzeugvorschubrichtung gegen eine Federvorspannung beweglich mit dem Schaftteil verbunden. Der axiale Bewegungsspielraum des Aufnahme- teils wird somit durch den festen Anschlag und den durch die Druckfederanordnung gebildeten nachgiebigen Anschlag begrenzt. Die Federvorspannung ermöglicht einen Längenausgleich der aus der Werkzeugaufnahme und dem Zerspanungswerkzeug zusammengesetzten Zerspanungsvorrichtung auf Druck, lässt einen Längenaus- gleich auf Zug jedoch nicht zu. Bei Erreichen einer durch den Tiefepanschlag vorge- gebenen Zerspanungstiefe lassen sich unkontrollierte Axialbewegungen, beispiels- weise Vibrationen in Werkzeugvorschubrichtung, daher über die Druckfederanord- nung ausgleichen, wodurch ein allzu heftiges Anschlägen des Tiefenanschlags auf dfem Werkstück und damit die Entstehung von Rattermarken an der Werkstückober- fläche verhindert werden können.

Die erfindungsgemäße Werkzeugaufnahme ist insbesondere für die Verbin- dung eines einen Tiefenanschlags tragenden Senkwerkzeugs mit einer, beispiels- weise vibrationsunterstützt angetriebenen, Arbeitsspindel einer Werkzeugmaschine konzipiert. Hauptanwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Werkzeugaufnahme ist daher die spanabhebende Senkbearbeitung. Daneben kann die erfindungsgemäße Werkzeugaufnahme aber auch für in Werkzeugvorschubrichtung erfolgende spanab- hebende Bearbeitungen, wie z.B. Bohr- oder Reibbearbeitungen, eingesetzt werden, bei denen das Zerspanungswerkzeug zur Begrenzung der Bearbeitungstiefe einen Tiefenanschlag trägt.

Zur Einstellung der Federkraft kann die Druckfederanordnung an einem axial einstellbaren Stellanschlag im Schaftteil abgestützt sein. Die Federkrafteinstellung gelingt relativ einfach, wenn der Stellanschlag eine mit dem Schaftteil verschraubte Stellschraube aufweist.

In diesem Fall kann die Stellschraube einen in eine Axialbohrung im Aufnah- meteil eingreifenden Führungsfortsatz bilden. Der Führungsfortsatz kann dann zur axialen Führung des Aufnahmeteils relativ zum Schaftteil und zugleich zur Positionie- ryng der Druckfederanordnung genutzt werden.

Eine aus einem Tellerfederpaket gebildete Druckfederanordnung gewährleistet selbst im Falle einer vibrationsunterstützten Bearbeitung eine dauerhaft stabile Federkraftbeaufschlagung des Aufnahmeteils, die auf den Aufnahmeteil ausgeübten Axialkraftstößen zuverlässig standhält.

Im Sinne einer kompakten Gestaltung der Werkzeugaufnahme kann der Auf- nahmeteil einen in eine Axialbohrung im Schaftteil eingreifenden Führungsabschnitt aufweisen. Im Führungsabschnitt kann die oben erwähnte Axialbohrung ausgebildet sein, in die der Führungsfortsatz der Stellschraube eingreift.

In einer bevorzugten Ausführung weist der Aufnahmeteil einen an den Füh- rungsabschnitt axial anschließenden zylindrischen Aufnahmeabschnitt auf, der für eine kraftschlüssige Klemmung eines Zylinderschafts des Zerspanungswerkzeugs ausgelegt ist.

Eine drehfeste Verbindung zwischen dem Aufnahmeteil und dem Schaftteil gelingt in einfacher Weise über einen vom Führungsabschnitt diametral auskragen- den Mitnehmerbolzen, der in diametral gegenüberliegenden Langlöchern im Schaft- teil geführt ist.

Des Weiteren kann der Schafteil aus einem zylindrischen Hohlkörper ausge- bildet sein. Die Ankopplung an die Antriebsspindel einer Werkzeugmaschine gelingt dann relativ einfach durch eine kraftschlüssige Klemmung des Schaftteils. Mit dem oben erwähnten zylindrischen Aufnahmeabschnitt kann die Werkzeugaufnahme ins- gesamt, d.h. über seine ganze Länge, zylindrisch ausgebildet sein. Der Aufnahme- abschnitt kann dabei einen Außendurchmesser kleiner-gleich dem Außendurchmes- ser des Schaftteils aufweisen. Auf diese Weise lässt sich eine besonders kompakte und einfach zu handhabende Werkzeugaufnahme herstellen. Die erfindungsgemäße Werkzeugaufnahme bildet mit dem im Aufnahmeteil eingespannten, einen Tiefenanschlag aufweisenden Zerspanungswerkzeug eine Vorrichtung, mit der sich eine spanabhebende Bearbeitung durchführen lässt, ohne an dem bearbeiteten Werkstück Rattermarken zu hinterlassen.

Im Folgenden wird anhand der beiliegenden Zeichnungen eine Ausführungs- form einer erfindungsgemäßen Werkzeugaufnahme sowie eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zerspanungsvorrichtung erläutert.

Figur 1 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zerspanungs- Vorrichtung, die aus einer erfindungsgemäßen Werkzeugaufnahme und einem Zer- spanungswerkzeug mit einem Tiefenanschlag gebildet ist.

Figur 2 zeigt die Werkzeugaufnahme und das Zerspanungswerkzeug aus Fig.

1 nebeneinander.

Die Figur 1 zeigt im Besonderen einen Axialschnitt durch eine Ausführungs- form einer erfindungsgemäßen drehantreibbaren Zerspanungsvorrichtung 1 , die aus einer erfindungsgemäßen Werkzeugaufnahme 2 und einem von der Werkzeugauf- nahme 2 gehaltenen, einen Tiefenanschlag 3 aufweisenden Zerspanungswerkzeug 4 zusammengesetzt ist. Mit dem Bezugszeichen 5 ist die Drehachse Angegeben. Die Figur 2 zeigt die Werkzeugaufnahme 2 und das Zerspanungswerkzeug 4 im getrenn- ten Zustand. In der gezeigten Ausführungsform ist das Zerspanungswerkzeug 4 bei- spielhaft ein Reib-/Senkwerkzeug.

Die modular gestaltete Werkzeugaufnahme 2 weist einen spindelseitigen Schaftteil 6 und einen werkzeugseitigen Halterteil 7 auf.

Der im Wesentlichen zylindrische Schaftteil 6 dient zur (mittelbaren oder un- mittelbaren) Ankopplung der Werkzeugaufnahme 2 an eine Antriebsspindel einer (nicht gezeigten) Werkzeugmaschine. In der gezeigten Ausführungsform bildet der aus einem zylindrischen Hohlkörper gefertigte Schaftteil 6 an seinem vom Aufnahmeteil 7 abgewandten Endabschnitt einen kraftschlüssig zu klemmenden zylindrischen Spannschaft 8.

Der Aufnahmeteil 7 ist mit dem Schaftteil 6 drehfest und axial verschiebbar verbunden. Der Aufnahmeteil 7 lässt sich funktional in einen im Wesentlichen zylind- rischen Führungsabschnitt 9 und einen im Durchmesser größeren, im Wesentlichen zylindrischen Aufnahmeabschnitt 10 unterteilen.

Der Aufnahmeabschnitt 10 hat die Funktion, das den Tiefenanschlag 3 auf- weisende Zerspanungswerkzeug 4 aufzunehmen, wie es in den Figuren gezeigt ist. Die Gestaltung eines derartigen Zerspanungswerkzeugs ist, wie eingangs erwähnt, beispielsweise in der DE 102014115768 B3, DE 858487 A, DE 5521 10 C oder DE 202009017801 U1 bekannt. Der Tiefenanschlag 3 ist am Zerspanungswerkzeug 4, in der gezeigten Ausführungsform an einem Spannschaft 1 1 des Zerspanungswerk- zeugs 4, über eine Drehlagerung, in der gezeigten Ausführungsform eine Wälzlage- rung, axialfest, aber drehbeweglich angeordnet. Bei Erreichen einer vorab definierten Zerspanungstiefe schlägt daher der am Zerspanungswerkzeug 4 angeordnete Tie- fenanschlag 3 gegen die Werkstückoberfläche an, wodurch ein weiteres Eindringen des Zerspanungswerkzeugs 4 in das Werkstück verhindert wird. Die Befestigung des Zerspanungswerkzeugs 4 im Aufnahmeabschnitt 7 gelingt in der gezeigten Ausfüh- rungsform durch eine kraftschlüssige Klemmung des zylindrischen Spannschafts 1 1 in einer zentrischen Aufnahmebohrung 12 des Aufnahmeabschnitts 10 mittels einer radial gegen den zylindrischen Spannschaft 1 1 drückenden Klemmschraube 13, die von radial außen her betätigbar in eine Gewindebohrung 14 im Aufnahmeabschnitt 10 eingeschraubt ist.

Der Führungsabschnitt 9 hat die Funktion, den Aufnahmeteil 7 drehfest (für eine Drehmomentmitnahme) und axialbeweglich (für einen Längenausgleich auf Druck) mit dem Schaftteil 6 zu verbinden. Hierzu greift der Führungsabschnitt 9 axial verschiebbar in eine Axialbohrung 15 im Schaftteil 6 ein. Die drehfeste und axialbe- wegliche Verbindung des Aufnahmeteils 7 mit dem Schaftteil 6 gelingt durch einen am Führungsabschnitt 9 gehaltenen, diametral auskragenden Mitnehmerbolzen 16, der in diametral gegenüberliegenden Langlöchern 17 in einer die Aufnahmebohrung 15 im Schaftteil 6 umgebenden Wandung 18 geführt ist. Wie die Figuren zeigen, ist der Mitnehmerbolzen 16 in einer den Führungsabschnitt 9 durchdringenden Quer- bohrung 19 angeordnet und durch eine gegen den Mitnehmerbolzen 16 drückende Klemmschraube 20 lösesicher befestigt. Die Klemmschraube 20 ist in einem Zustand vor dem Einbau einer Druckfederanordnung 21 , einer Stellschraube 22 und einer Konterschraube 23 in den Schaftteil 6 über eine Axialbohrung 24 im Führungsab- schnitt 9 des Aufnahmeteils 7 betätigbar.

Der axiale Bewegungsspielraum des Aufnahmeteils 7 in Werkzeugvorschub- richtung, d.h. zum Zerspanungswerkzeug 4 hin, wird durch das Anschlägen des Mitnehmerbolzens 16 an den werkzeugseitigen Enden 17a der Langlöcher 17 im Schaftteil 6 begrenzt. Die Langlochenden 17a bilden daher einen anspruchsgemäßen Axialanschlag für das Aufnahmeteil 7 am Schaftteil 6. In der entgegengesetzten Richtung, d.h. zum Schaftteil 6 hin, wird der axiale Bewegungsspielraum des Aufnahmeteils 7 durch die erwähnte Druckfederanordnung 21 begrenzt. Die Druckfederanordnung 21 ist in der gezeigten Ausführungsform aus einem Tellerfederpaket gebildet. Wie es in den Figuren gezeigt ist, ist die Druckfederanordnung 21 in Werkzeugvorschubrichtung an einer Stirnseite 25 des zylindrischen Führungsabschnitts 9 des Aufnahmeteils 7 abgestützt.

Die Druckfederanordnung 21 ist so ausgelegt bzw. einstellbar, dass der Mitnehmerbolzen 16 zum Schaftteil 6 bzw. zur Arbeitsspindel hin stets an dem Tellerfederpaket 21 , d.h. nicht an den schaftteil- bzw. arbeitsspindelseitigen Enden 17b der Langlöcher 17 im Schaftteil 6, anschlägt. Das ist wichtig, um bei Erreichen der vorab definierten Zerspanungstiefe, bei der der Tiefenanschlag 3 gegen das bearbeitete Werkstück anschlägt, stets noch eine erwünschte axiale Nachgiebigkeit des Aufnahmeteils 7 mit dem den Tiefenanschlag 3 haltenden Zerspanungswerkzeug 4 zu erreichen. Diese axiale Nachgiebigkeit ermöglicht einen Längenausgleich der Werkzeugaufnahme 2, der auf den Tiefenanschlag 3 zurückzuführende Rattermarken oder dergleichen an dem bearbeiteten Werkstück verhindert. Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist daher die Federvorspannung des Aufnahmeteils 7 in Werkzeugvor- schubrichtung gegen einen festen Axialanschlag 17a am Schaftteil 7. In der gezeigten Ausführungsform drückt die aus dem Tellerfederpaket gebildete Druckfederanordnung 21 den Aufnahmeteil 7 gegen den durch die axialen Enden 17a der Langlöcher 17 im Schaftteil 7 gebildeten festen Axialanschlag. Beim Auftreffen des Tiefenanschlags 4 auf einem Werkstück kann der Aufnahmeteil 7 dann gegen die Federkraft der Druckfederanordnung 21 von dem festen Axialanschlag am Schaftteil 7 weg verdrängt werden. Die Druckfedervorspannung des Aufnahmeteils 7 gegen den fes- ten Anschlag 17a am Schaftteil 6 ermöglicht daher den erwünschten Längenaus- gleich auf Druck, lässt einen Längenausgleich auf Zug dagegen nicht zu.

In der gezeigten Ausführungsform ist die Druckfederanordnung in einer Rich- tung entgegengesetzt zur Werkzeugvorschubrichtung an einer in einer Gewindeboh- rung 26 eingeschraubten Stellschraube 22 abgestützt. Die Gewindebohrung 26 schließt an die oben erwähnte Axialbohrung 15 des Schaftteils 6 an. Die durch die Konterschraube 23 lösegesicherte Stellschraube 22 bildet einen anspruchsgemäßen axial einstellbaren Stellanschlag, der eine Einstellung der Federvorspannung ermög- licht. Wie die Figuren zeigen, weist die Stellschraube 22 einen zylindrischen Füh- rungsfortsatz 27 auf, der in die Axialbohrung 24 in dem zylindrischen Führungsab- schnitt 9 des Aufnahmeteils 7 eingreift. Die Druckfederanordnung 21 sitzt auf dem Führungsfortsatz 27 der Stellschraube 22.

Die Figuren zeigen des Weiteren, dass der Aufnahmeabschnitt 10 des Auf- nahmeteils 7 einen geringfügig kleineren Außendurchmesser hat als der Schaftteil 6. Dadurch kann die Werkzeugaufnahme 2 im Interesse einer einfachen Handhabung möglichst kompakt gestaltet werden. Davon abweichend können der Aufnahmeab- schnitt 10 des Aufnahmeteils 7 und der Schaftteil 6 einen im Wesentlichen gleichen Außendurchmesser aufweisen, d.h. die Werkzeugaufnahme 2 kann insgesamt im Wesentlichen zylindrisch ausgeführt sein.

Das Bezugszeichen 28 zeigt einen Wellendichtring, der das Eindringen von Schmutz bzw. das Austreten von Fett verhindern soll.

Die in den Figuren gezeigte Werkzeugaufnahme 2 ist speziell für die Verbindung eines einen Tiefenanschlag 3 tragenden Senkwerkzeugs 4 mit einer Arbeits- spindel einer Werkzeugmaschine ausgelegt. Hauptanwendungsgebiet der in den Fi- guren gezeigten Werkzeugaufnahme ist daher die Senkbearbeitung eines Werk- stücks. Daneben kann die erfindungsgemäße Werkzeugaufnahme 2 grundsätzlich aber auch für in Werkzeugvorschubrichtung erfolgende spanabhebende Bearbeitun- gen, im Besonderen Bohr- oder Reibbearbeitungen, eingesetzt werden, bei denen das Zerspanungswerkzeug zur Begrenzung der Bearbeitungstiefe einen Tiefenanschlag trägt. Die erfindungsgemäße Werkzeugaufnahme 2 bildet mit dem im Aufnahmeteil 7 eingespannten, einen Tiefenanschlag 3 aufweisenden Zerspanungswerkzeug 4 eine Zerspanungsvorrichtung 1 , mit der sich eine spanabhebende Bearbeitung durchführen lässt, ohne an dem bearbeiteten Werkstück Rattermarken zu hinterlassen.