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Title:
TOOL FOR REMOVING AND/OR CUTTING HAIR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/036654
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a tool (1;101;201;301) for removing and/or cutting hair (H), in particular human nose hair, wherein the tool (1;101;201;301) comprises a plunger (4), which is retained by an axially extending guide (2), and wherein an axial relative motion between the guide (2) and the plunger is enabled. Said tool is designed in such a way that an operative side (6;106;206;306) facing the guide (2) is associated with the plunger, which operative side interacts with a counter operative side (7;107;207;307) of the guide (2) in order to hold hair fast and/or cut hair (H).

Inventors:
SCHULTE-MESUM, Hendrik (Feuerstiege 31, Rheine, 48432, DE)
Application Number:
EP2017/001005
Publication Date:
March 01, 2018
Filing Date:
August 23, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SCHULTE-MESUM, Hendrik (Feuerstiege 31, Rheine, 48432, DE)
International Classes:
A45D26/00; B26B19/14
Domestic Patent References:
WO2016093240A12016-06-16
Foreign References:
US1840369A1932-01-12
US3264909A1966-08-09
JPS62159802U1987-10-12
US20140222027A12014-08-07
Attorney, Agent or Firm:
BUSSE, Harald (Patentanwalt Busse, Hansaallee 36, Rheine, 48429, DE)
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Claims:
Ansprüche:

Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301) zum Entfernen und/oder Schneiden von Haaren (H), insbesondere von menschlichen Nasenhaaren, wobei das Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301 ) einen an einer axial verlaufenden Führung (2) gehaltenen Kolben (4) umfaßt und eine axiale Relativbewegung zwischen der Führung (2) und dem Kolben ermöglicht ist.

dadurch gekennzeichnet,

daß dem Kolben (4) eine der Führung (2) zugewandte Wirkseite (6; 106;206;306) zugeordnet ist, die zum Festhalten und/oder Schneiden von Haaren (H) mit einer Gegenwirkseite (7; 107;207;307) der Führung (2) zusammenwirkt.

Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301 ) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

daß der Kolben (4) in einem axialen Kanal (3) der Führung (2) gehalten ist.

Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

daß zum Festhalten und/oder Schneiden von Haaren (H) die Wirkseite (6; 106;206;306) des Kolbens (4) und die Gegenwirkseite (7; 107;207;307) der Führung (2) zumindest bereichsweise fest aufeinander gepreßt sind.

Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301) nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (2) in Wirkverbindung mit einem Handgriff (9) des Werkzeugs steht.

Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301) nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet,

daß der Kolben (2) fest mit einem Ende (15) des Handgriffs (9) in Verbindung steht.

Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301 ) nach einem der Ansprüche 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet,

daß durch Eindrücken des Handgriffs quer (12) zur axialen Richtung (13) die Gegenwirkseite (7; 107;207;307) der Führung (2) gegen die Wirkseite (6; 106;206;306) des Kolbens (4) preßbar ist.

Werkzeug (1 ; 1 Ol ;201 ;301) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,

daß der Handgriff (9) zumindest bereichsweise aus einem elastischen Kunststoff gebildet ist.

Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301) nach einem der Ansprüche 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet,

daß der Handgriff an einem axialen Ende bewegungsfest mit der Führung (2) verbunden ist.

Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,

daß die Führung (2) einen metallischen Körper mit einem zentralen Kanal (3) für den Kolben (4) umfaßt.

Werkzeug ( 1 ; 101 ;201 ;301) nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Führung (2) aus Edelstahl gebildet ist.

Werkzeug (1;301) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

daß dieses ein Epilierwerkzeug ist und in zusammengepreßter Stellung die Wirkseite (6;306) und die Gegenwirkseite (7;307) zumindest bereichsweise flächig aufeinander liegen.

Werkzeug (101;201;301) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,

daß dieses ein Schneidwerkzeug ist und in zusammengepreßter Stellung zumindest eine Schneidkante (20) der Wirkseite ( 106;206;306) und zumindest eine Gegenschneide (21) der Gegenwirkseite ( 107;207;307) miteinander zusammenwirken.

Werkzeug (301) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

dadurch gekennzeichnet,

daß das Werkzeug (301) ein Kombinationswerkzeug ist wahlweise ein Schneiden oder ein Ausreißen von Haaren ermöglicht.

14. Werkzeug (301) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,

daß die Funktion, ob Haare (H) geschnitten oder auch ausgezogen werden, durch Druck auf den Handgriff (9) ausgewählt werden kann.

Werkzeug (301) nach Anspruch 14,

dadurch gekennzeichnet,

daß das Werkzeug in Draufsicht rundsymmetrisch ist und eine radial nach innen versetzte Schneidkante (20) hat, wobei beim Zudrücken nach Wirkung der Schneidkante (20) durch weiteres Zudrücken ein Einpressen von Haaren (H) in einem weitere außen gelegenen Ringspalt (25) zwischen der Wirkseite (306) und der Gegenwirkseite (307) möglich ist.

Greifkopf zur Entfernung von unerwünschten Nasenhaaren und deren Wurzeln,

dadurch gekennzeichnet,

daß zwei oder mehrere übereinander befindliche runde und quer zur Nasenhöhle befindliche Greifflächen (Greifkopf (6;306), Greifsattel (7;307) die zu entfernenden Haare erfassen und durch eine Bewegung von der Nasenhöhle weg diese samt Wurzel entfernen.

Greifkopf nach Anspruch 16,

dadurch gekennzeichnet,

daß Greifkopf (6; 106;206;306) und Greifsattel

(7; 107;207;307) einen Durchmesser von mindestens 5 Millimetern, maximal 15 Millimetern, vorzugsweise 10 Millimetern haben. Greifkopf nach Anspruch 16,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Grundform des Greifkopfes nicht nur rund, sondern auch elliptisch oder mehreckig sein kann und verschiedene Längen aufweisen kann.

Greifkopf nach Anspruch 16,

dadurch gekennzeichnet,

daß Aufeinanderdrücken der Greifflächen (6; 106;206;306; 7; 107;207;307) von Greifkopf und Greifsattel mittels einer Stange-durch-Rohr-Mechanik, wie sie in Figur 10 durch Greifkopfstange und Greifkopfrohr gezeigt ist, möglich ist.

Description:
Beschreibung:

Werkzeug zum Haareentfernen und / oder -schneiden

Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Entfernen und / oder Schneiden von Haaren, insbesondere Nasenhaaren , nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Es sind verschiedene elektrisch angetriebene Werkzeuge zum Haareschneiden, auch für Nasenhaare , bekannt. Diese sind j edoch relativ hochpreisig und weisen mit einem rotierenden Kopf ein hohes Maß an Verletzungsgefahr auf. Zudem sind derartige Werkzeuge nur zum Schneiden, nicht zum Epilieren von Haaren in der Nase geeignet.

Die US 20 14 0222027 A I zeigt ein Handwerkzeug mit einer nach vorne vorstehenden und in die Nase einschiebbaren Spiralfeder, zwischen deren Gängen Haare eingeklemmt und dann ausgezogen werden sollen . Damit ergibt sich jedoch ein Greifen von vielen Haaren auf einmal - verbunden mit einem unkontrollierten Ausrißbild und einer hohen Schmerzhaftigkeit und Verletzungs-

BESTÄTIGUNGSKOPIE gefahr. Insbesondere ist nicht beeinflußbar, mit welcher Kraft einzelne Gänge der Feder aufeinander pressen , so daß viele Haare auch wieder herausrutschen und nicht entfernt werden . Ein gezieltes Greifen von sichtbaren Haaren etwa vorm Spiegel ist eben so schwierig wie das Vermeiden eines zu weiten Einschiebens des Werkzeugs .

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde , hier eine Verbesserung zu erreichen .

Die Erfindung löst dieses Problem durch ein Werkzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einen Greifkopf mit den Merkmalen des Anspruchs 16. Weitere vorteilhafte Merkmale und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 1 5 und 17 bis 19.

In der erfindungsgemäßen Ausbildung ist in Ausbildung nach Anspruch 1 eine einfache axiale Bewegung zwischen einem Kolben und einer Führung als Möglichkeit geschaffen , Haare zwischen einer der Führung zugewandten Wirkseite des Kolbens und einer Gegenwirkseite der Führung festzuhalten und dann auszureißen und / oder zu schneiden .

D ie Wirkseite und die Gegenwirkseite stehen sich dabei zumindest im wesentlichen diametral gegenüber, so daß ein darauf errichtetes Lot j eweils in axiale Richtung des Werkzeugs zeigt. Da das Werkzeug parallel zu einem Nasengang in die Nase einführbar ist, stehen die Haare dort von den Seiten her in eine Richtung ab , daß sie automatisch in einen geöffneten Greifspalt des Werkzeugs zwischen der Wirkseite und der Gegenwirkseite eingreifen . Durch Zupressen des Greifspalts können die Haare dann je nach Ausbildung geschnitten und / oder an der Wurzel entfernt werden. Das Schneiden oder Epilieren der Haare ist damit effektiv, zeitlich unaufwendig, sicher, leicht und schmerzarm.

Wenn der Kolben in einem axialen Kanal der Führung gehalten ist, ist das Öffnen und Schließen des Greifspalts leicht und verkantungsfrei möglich, so daß nur geringe Antriebskraft hierfür nötig ist und das Werkzeug daher leicht als Handwerkzeug ausgebildet sein kann. Damit kann auch eine hohe Preßkraft aufgebracht we rden . Zum Festhalten und / oder Schneiden von Haaren sind so die Wirkseite des Kolbens und die Gegenwirkseite der Führung zumindest bereichsweise fe st aufeinander preßbar. Dabei ist eine Relativbewegung zwischen Führung und Kolben möglich, wobei j e nach Ausbildung entweder eine axiale Bewegung des Kolbens oder der Führung möglich ist. Beispielsweise steht die Führung in Wirkverbindung mit einem Handgriff des Werkzeugs , so daß sie gegen den Kolben bewegt werden kann. D ie Führung kann beispielsweise einen zentralen Kanal für den Kolben aufweisen .

Der Kolben kann vorteilhaft fest mit einem Ende des Handgriffs in Verbindung stehen und mit einem anderen Bereich beweglich in der Führung gehalten sein . Der Handgriff führt daher einerseits den Kolben und bewirkt andererseits die Relativbewegung zum Öffnen und Schließen des Greifspalts.

So ist für eine einfache Bedienung durch Eindrücken de s Handgriffs quer zur axialen Richtung die Gegenwirkseite der Führung gegen die Wirkseite des Kolbens preßbar. Beim Eindrücken des Handgriffs kann dieser idealerweise elastisch verformt werden. Hierfür ist günstig der Handgriff zumindest bereichsweise aus einem elastischen Kunststoff gebildet. An einem axialen Ende kann der Handgriff bewegungsfe st mit der Führung verbunden sein , zum Beispiel durch ein Anspritzen oder ähnliches, um so eine direkte Übertragung der Handgriffbewegung auf die Führung zu ermöglichen . Trotz der Kunststoffausbildung des Handgriffs kann die Führung somit aus einem anderen Material gebildet sein, insbesondere aus einem auch dauerhaft sehr formstabilen Material und etwa einen metallischen Körper mit einem zentralen Kanal für d en Kolben umfassen . Insbesondere ist die Führung aus Edelstahl gebildet.

Vorteilhaft ist das Werkzeug ein Epilierwerkzeug, bei dem in zusammengepreßter Stellung die Wirkseite und die Gegenwirkseite zumindest bereichsweise flächig aufeinander liegen . In sbesondere können beide Kreisringflächen ausbilden und vollflächig aufeinan- der aufgedrückt werden , um Haare sicher zu greifen und dann durch axiale Bewegung des so geschlossenen Werkzeugs ausreißen zu können .

Zusätzlich oder alternativ kann das Werkzeug ein Schneidwerkzeug sein , wobei dann in zusammengepreßter S tellung zumindest eine Schneidkante der Wirkseite und zumindest eine Gegenschneide der Gegenwirkseite miteinander zusammenwirken . Das Schneiden kann auch nach dem Amboßprinzip erfolgen, so daß dann nur eine schneidende Kante nötig ist.

Als dritte Version ist auch möglich, daß das Werkzeug ein Kombinationswerkzeug ist und wahlweise ein Schneiden oder ein Ausreißen von Haaren ermöglicht ist. Dies eröffnet eine besondere Flexibilität bei der Benutzung.

Beispielsweise kann die Auswahl, ob ein Schneiden oder Epilieren stattfindet, durch Druckvariation auf den Handgriff getroffen werden . So kann nach dem anfänglichen Schneiden das Werkzeug wieder geöffnet und dann herausgezogen werden , um es beim Schneidprozeß zu belassen. Oder die Flächen können so fest aufeinander gepreßt werden, daß die weiter innen abgeschnittenen Haare radial außen eingeklemmt gehalten werden und mit der Wurzel ausgezogen werden können . Es ist dann nur ein einziges Werkzeug für beide Funktionen nötig.

Sowohl beim reinen Epilierwerkzeug als auch beim Kombinations- Werkzeug kann das Ausreißen der Haare durch einen kurzen Ruck aus dem Nasengang (Nasenhöhle) in axialer Richtung erfolgen . Dabei kann in j edem Fall eine Mehrzahl von Haaren erfaßt werden, was deutlich weniger Schmerzen verursacht als das Ausziehen mit einer üblichen Pinzette . Der Zeitaufwand ist deutlich verringert.

Besonders günstig haben die Greifflächen einen Durchmesser von mindestens 5 Millimetern, maximal 1 5 Millimetern , vorzugsweise 1 0 Millimetern . Damit ist die Erstreckung klein genug, um gut in die Nase eingeführt zu werden. Andererseits sind die Flächen groß genug, um die Haare sicher greifen zu können und diese auch beim Herausziehen des Werkzeugs nicht wieder zu verlieren . Insbesondere kann bei einer solchen Erstreckung auch eine Vielzahl von Haaren , die aus mehreren Richtungen wachsen , gleichzeitig gegriffen und ge schnitten oder ausgerissen werden, so daß der Schmerz viel geringer ist, als wenn nur einzelne Haare gegriffen werden - etwa bei einer Pinzette . Gleichzeitig ist gegenüber dieser der Zeitaufwand minimiert. Dabei kann die Grundform des Greifkopfes nicht nur rund, sondern auch elliptisch oder mehreckig sein und ve rschiedene Längen aufweisen . Mechanisch stabil und verkantungsfrei kann das Werkzeug über einer Stange-durch-Rohr- Mechanik möglich sein .

Aufgrund der guten Sichtbarkeit (im Spiegel) und Positionierbar- keit des Greifspalts ist das Werkzeug auch für andere Körperstel- len gut nutzbar, beispielsweise auch für die Ohren oder auch für Augenbrauen, um dort unerwünschte Haare zu entfernen .

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus in der Zeichnung dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen des Gegenstandes der Erfindung.

In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine schematische Ge samtan sicht eines Werkzeugs in einer ersten Version mit einem einzigen Greifspalt zwischen einem Kolben und einer Führung,

Fig. l a das Werkzeug in Ansicht von oben,

Fi l b das Werkzeug in Ansicht von unten,

Fig. 2 eine Detailansicht etwa entsprechend dem Ausschnitt II in Figur 1 , Fig. 3 das Werkzeug nach Figur 1 bei Einsatz in einem menschlichen Nasengang, wobei hier nur der Werkzeugkopf dargestellt ist, Fig. 4 den Werkzeugkopf nach Figur 3 in dreidimensionaler Darstellung, den Werkzeugkopf nach Figur 3 bei Einsatz in einem Nasengang, wobei links der noch geöffnete Greifspalt dargestellt ist, in der Mitte der zugedrückte Greifspalt mit darin eingeklemmten Haaren, re chts das Herausziehen des Werkzeugs aus der Nase mit weiter zugepreßtem Greifspalt, eine Übersichtsdarstellung von vier verschiedenen Werkzeugsköpfen , wobei der linke Kopf dem in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Epilierkopf entspricht, rechts daneben ein wahlweiser Schneid- oder Epilierkopf gemäß der Figur 7 gezeigt ist, sowie weiter nach rechts zwei weitere reine Schneidköpfe gemäß Figur 8 (zweite von rechts) bzw. Figur 9 (ganz rechte Abbildung) gezeichnet sind, Fig. 7 den wahlweisen Schneid- oder Epilierkopf nach Figur 6 mit geöffnetem Greifspalt (links) , während des bis zum Schneiden zugedrückten Greifspalts (Mitte) und bei bis zum Halten der Haare zugepreßten Greifspalt (rechts) , Fig. 8 den in Figur 6 an zweiter Stelle von rechts dargestellten

Werkzeugkopf bei geöffnetem Greifspalt (links) und bei zum Schneiden geschlossenen Greifspalt (rechts) ,

Fig. 9 den in Figur 6 genz rechts dargestellten Werkzeugkopf bei geöffnetem Greifspalt in dreidimensionaler Abbildung

(links) , in zweidimensionaler Abbildung (Mitte) und bei zum Schneiden geschlossenen Greifspalt (rechts) , Fig. 10 einen ähnlichen Werkzeugkopf wie in Figur 4 in geschlo ssenem Zustand,

Fig. 1 1 den Werkzeugkopf nach Figur 10 bei Einsatz in einem menschlichen Nasengang,

Fig. 1 2 ein Werkzeug mit dem Werkzeugkopf nach Figur 1 0 in geöffnetem Zustand ,

Fig. 13 ein alternatives Werkzeug mit dem Werkzeugkopf nach

Figur 10 in geöffnetem Zustand .

Ein erfindungsgemäßes Werkzeug 1 ist in einer ersten Version beispielhaft in Figur 1 dargestellt:

Das dort gezeigte Werkzeug 1 dient zum Entfernen von Haaren , insbesondere von menschlichen Nasenhaaren . Zusätzlich oder alternativ kann auch ein Schneiden von Haaren stattfinden , wie in weiter unten beschriebenen Versionen noch ausgeführt ist.

Im folgenden wird zunächst die reine Epilierversion nach den Figuren 1 bis 5 beschrieben :

Das Werkzeug 1 umfaßt eine formstabile Führung 2 mit einem axialen Kanal 3 , der hier im radialen Zentrum der Führung 2 angeordnet ist. In diesem Kanal 3 ist ein Kolben 4 gehalten und über eine erhebliche Länge von mehreren Zentimetern geführt, derart, daß eine axiale Relativbewegung zwischen der Führung 2 und dem Kolben 4 sehr spielarm und verkantungsfrei ermöglicht ist.

Der Kolben 4 ist im wesentlichen stangenartig ausgebildet, zum Beispiel aus hygienischem Edelstahl (oder einem anderen metalli- sehen Werkstoff) , und umfaßt einen verdickten und abgerundeten Kopfbereich 5. An diesem Kopfbereich 5 ist dem Kolben 4 eine der Führung 2 zugewandte Wirkseite 6 zugeordnet, die hier zum Festhalten von Haaren H mit einer Gegenwirkseite 7 der Führung 2 zusammenwirkt. Zwischen der Wirkseite 6 und der Gegenwirkseite 7 ist ein axial zu öffnender und zu schließender Greifspalt 8 für Haare H ausgebildet. D er Kopfbereich 5 ist halbkugelähnlich und außen an der Kante zusätzlich abgerundet. Dies vermindert zusätzlich das Verletzungsrisiko insbesondere der Nasenwände . Zusätzlich verhindert die Abrundung auch Haarbruch während des Epilierens .

Diese Zusammenwirkung der Werkzeugteile erfolgt im ersten Ausführungsbeispiel so , daß zum Festhalten von H aaren die Wirkseite 6 des Kol bens 4 und die Gegenwirkseite 7 der Führung 2 zumindest bereichsweise fest aufeinander gepreßt sind . D abei liegen dann die Wirkseite 6 und die Gegenwirkseite 7 zumindest bereichsweise flächig aufeinander. Beide Flächen 6 , 7 können beispielsweise als Kreisringe mit einem Außendurchme sser zwischen 5 und 1 5 Millimetern, insbesondere mit einem Außendurchmesser von ca. 10 Millimetern , ausgebildet sein .

Die Führung 2 steht in direkter Wirkverbindung mit einem Handgriff 9 , 10 , 1 1 des Werkzeugs 1 und verjüngt konisch zu diesem hin, um das Herausziehen aus der Nasenhöhle zu erleichtern . In Figur 1 ist ein Handgriff 9 als Kunststoff- Spritzgußteil ausgebildet und in Richtung 12 zum Zentrum radial eindrückbar. Durch die Formgebung des Handgriffs 9 wird zwangsweise entlang dem Kolben 4 eine axiale Bewegung des dort befindlichen zentralen Anteils 9a des Handgriffs 9 in Richtung 1 3 bewirkt.

D er Kolben 4 steht an seinem hier unteren Ende 1 4 fest mit einem Ende 1 5 des Handgriffs 9 in Verbindung. Wie in Figur l b erkenn- bar ist, ist der Kolben 4 hier beispielsweise über eine Mutter 1 6 gesichert. Durch das Lösen der Mutter 16 ist es möglich , den Kolben 4 mit dem Kopfbereich 5 zu Reinigungszwecken insgesamt zu lösen. Im gemäß Figur 1 oberen Bereich ist hingegen die Relativbeweglichkeit zwischen dem mit der Führung 2 fest verbundenen Handgriff 9 einerseits und dem Kolben 4 andererseits ermöglicht. Der Handgriff 9 ist hierfür an diesem Ende bewegungsfest mit der Führung 2 verbunden . Eine Bewegung des zentralen Anteils 9a in oder gegen die Richtung 1 3 wird dabei direkt auf die Führung 2 übertragen .

Es versteht sich, daß auch viele abweichende Verbindungen zwischen Kolben 4 und Führung 2 möglich sind , die eine axiale Relativbeweglichkeit erlauben . Auch kann eine Kraftübertragung ebenfalls durch axiale Krafteinwirkung möglich sein - ähnlich wie bei einer Spritze .

Hier ist gemäß der Zeichnung durch Eindrücken des H andgriffs 9 quer zur axialen Richtung in Richtung 1 2 die Gegenwirkseite 7 der Führung 2 gegen die Wirkseite 6 des Kolbens 4 preßbar.

Der Handgriff 9 nach Figur 1 zeigt eine materialimmanente federnde Elastizität, in der Ausbildung nach den Figuren 1 2 und 1 3 sind hingegen zusätzliche Federn 1 7 für die gegen die Richtung 1 2 benötigte Rückstellkraft vorgesehen . Der dort gezeigte Handgriff 1 0 bzw. 1 1 muß daher nicht selbst elastisch sein, insbe sondere in der Version nach Figur 13 , in der Gelenke 1 8 für die Bewegung des Handgriffs 1 1 vorge sehen sind . Er kann dann beispielsweise vollständig metallisch ausgebildet sein . Für eine materialim- manente Federwirkung ist hingegen die Verwendung von Kunststoff auch gut geeignet . In Funktion wird das Werkzeug 1 mit geöffnetem Greifs palt 8 zum Beispiel in den Nasengang N eingeführt, wie in Figur 3 dargestellt ist.

Dies ist in Figur 5 im linken Bild erkennbar. Durch Druck auf den Handgriff 9 in Richtung 1 2 wird die Führung 2 dann in Richtung 13 verlagert, der Greifspalt 8 wird somit geschlossen (mittleres Bild in Figur 5) , so daß dort von außen im Nasengang N befindliche Haare H in den Greifspalt 8 automatisch eingreifen können . Dadurch liegen die Haare H geklemmt zwischen der Wirkfläche 6 und der Gegenwirkfläche 7 an . Insbesondere sind dieses vollflächige Kreisringe, so daß die Klemmung an j edem Punkt in gleicher Weise möglich ist.

Bei noch geschlossenem Greifspalt 8 wird dann das Werkzeug 1 aus dem Nasengang N in Richtung 19 herausgezogen (rechtes Bild) . Insbesondere erfolgt diese Bewegung mit einem Ruck, um schnell und schmerzfrei die in den Greifspalt 8 eingedrungenen Haare H mit ihren Wurzeln herausziehen zu können und damit das gewünschte Epilieren zu erreichen .

In Figur 6 sind mehrere unterschiedliche Arten von Werkzeugen - j eweils mit ihrem in die Nase eingreifbaren Kopfbereich - dargestellt: ganz links das eben beschriebene Epilierwerkzeug 1 . Das zweite Werkzeug 10 1 von rechts ist ein Schneidwerkzeug, das in Figur 8 im Detail dargestellt ist.

Die Wirkseite 106 ist dabei zum Beispiel radial außen mit einer Schneidkante 20 versehen . Der grundsätzliche Aufbau ist ansonsten ganz ähnlich zur ersten Version . Auch hier wird das Werkzeug 1 mit seinem Kopf 5 voran in den Nasengang N eingeführt, so daß Haare H in den offenen Greifspalt 8 eindringen . Anschließend wird der Greifspalt 8 zugedrückt (rechte s Bild) , so daß die Haare H hier zwischen der Schneidkante 20 und einer passend an der Gegenwirkseite 107 angebrachte Gegens chneide 2 1 durchtrennt werden . Die abgeschnittenen Haare können in einem erweiterten Raum 22 der Wirkseite 106 oder der Gegenwirkseite 107 aufgenommen werden . Nach diesem Vorgang kann das Werkzeug 10 1 aus dem Nasengang N herausgezogen werden, wobei der Greifspalt 8 dabei offen oder geschlossen sein kann .

Im rechten Bild von Figur 6 ist ein weiteres Schneidwerkzeug 20 1 dargestellt, das einen äußeren Schutzkäfig 23 umfaßt, der radial außen um die Schneidkante 20 und die Gegenschneide 2 1 herumgelegt ist und einen direkten Kontakt der Schleimhaut im Nasengang N mit diesen vermeiden soll .

Die Haare H dringen j edoch durch großflächige offene Fenster 24 in den Käfig ein und können in gleicher Weise wie ohne den Käfig 23 geschnitten werden . Die Schneidkanten 20 , 2 1 können unterschiedlich gestaltet sein . Hier ist die Schneidkante 20 eine radiale Außenkante der Wirkseite 206 , die Gegenschneide 2 1 der Gegenwirkseite 207 ragt hingegen in axialer Richtung in den Greifspalt 8. Auch hier werden die eingedrungenen Haare H durch Zuziehen des Greifspalts 8 (Bewegen de s Handgriffs 9 in Richtung 1 2) abgeschnitten (rechtes Bild in Figur 9) , ein Ausziehen findet nicht statt. Für das Herausziehen des Werkzeugs 20 1 kann daher der Greifspalt 8 geschlossen oder offen sein.

Das in Figur 6 an zweiter Stelle von rechts dargestellte Werkzeug 30 1 ist ein Kombinationswerkzeug, das wahlweise ein Schneiden oder ein Ausreißen von Haaren ermöglicht. Dabei kann die Funktion, ob Haare H geschnitten oder auch ausgezogen werde n, durch Druck auf den Handgriff 9 ausgewählt werden kann . Im Detail ist dies in Figur 7 gezeigt: Wie auch in den anderen Versionen wird im linken Bild das Werkzeug 30 1 in den Nasengang N eingeführt - so weit, wie gewünscht ist, um Haare H zu schneiden oder zu epilieren . Da hier wie in den anderen Versionen nur ein Greifspalt 8 am Werkzeug 1 , 1 0 1 , 20 1 , 30 1 vorhanden ist, kann die Einführtiefe sehr genau bestimmt werden - anders als mit einer Feder, bei de r zwischen mehreren Gängen Haare einklemmbar sind .

Im mittleren Bild wird der Greifspalt 8 durch Druck auf den Hand- griff 9 in Richtung 12 so weit geschlossen , daß die hier radial nach innen versetzte Schneidkante 20 und Gegenschneide 2 1 die in den Greifspalt 8 eingedrungenen Haare H zwischen der Wirkseite 206 und der Gegenwirkseite 207 abtrennen können . D abei ist ein äußerer Ringspalt 25 j edoch noch nicht ganz geschlossen . Wird in diesem Zustand oder mit einem weiter geöffneten Greifspalt 8 das Werkzeug 30 1 aus dem Nasengang N herausgezogen , sind die eingedrungenen Haare H nur abgetrennt, j edoch nicht an der Wurzel ausgezogen . Drückt man hingegen das Werkzeug 30 1 über höheren Druck auf den Handgriff 9 weiter zu, werden die Haare H weiter außen in dem verbleibenden Ringspalt 25 eingeklemmt. Wird aus dieser Schließposition des Greifspalts 8 das Werkzeug 30 1 in Richtung 19 herausgezogen, werden die so geklemmten Haare H epiliert, also an der Wurzel herausgezogen. Das Werkzeug 30 1 ermöglicht daher sowohl ein Schneiden als auch ein Ausreißen der Haare H , ohne daß irgendwelche Änderungen am Werkzeug 30 1 vorgenommen werden müßten .

Beim Zudrücken kann daher einfach über eine Druckvariation nach Wirkung der Schneidkante 20 durch weitere s Zudrücken ein Einpressen von Haaren H in den weiter außen gelegenen Ringspalt 25 zwischen der Wirkseite 306 und der Gegenwirkseite 307 möglich ist sein . Auch hier ist daher durch (ruckhaften) Zug in Richtung 19 von der Nasenhöhle weg ein Erfassen der Haare samt Wurzel möglich.

Das Werkzeug 1, 101, 201, 301 kann in Draufsicht rundsymme- trisch oder auch elliptisch oder polygonal geformt sein.

Die Wirkseite 6, 106, 206, 206 wird auch als Greifkopf, die Gegenwirkseite 7, 107, 207, 307 auch als Greifsattel bezeichnet. Greifkopf 6, 106, 206, 206 und Greifsattel 7, 107, 207, 307 weisen typisch einen Durchmesser von mindestens 5 Millimetern, maximal 15 Millimetern, vorzugsweise 10 Millimetern auf.

Bei allen Versionen kann das Aufeinanderdrücken der Greifflächen von Greifkopf 6, 106, 206, 306 und Greifsattel 7, 107, 207, 307 mittels einer Stange-durch-Rohr-Mechanik möglich sein. Der Kolben 4 ist dabei in der mit geringem Übermaß gehaltenen Bohrung der Führung 2 axial verschieblich.

Bezugszeichenliste:

1, 101, 201, 306 16 Mutter,

Werkzeug, 17 Federn,

Führung, 25 18 Gelenke,

Kanal, 19 Richtung,

Kolben, 20 Schneidkante, Kopfbereich, 21 Gegenschneide, , 106, 206, 306 22 Raum,

Wirkseite, 30 23 Käfig,

, 107, 207, 307 24 Fenster,

Gegenwirkseite, 25 äußerer Ringspalt, Greifspalt, H Haare,

Handgriff, N Nasengang, a zentraler Anteil, 35

10 Handgriff,

11 Handgriff,

12 Richtung,

13 Richtung,

14 unteres Ende, 40

unteres Ende des Handgriffs,