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Patent Searching and Data


Title:
TOOTHBRUSH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/047489
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a toothbrush for manually cleaning teeth. The toothbrush comprises a head area (3), on which bristles of a bristle field (4) are arranged, an elongated handle (1), which extends in a longitudinal direction, and a transition area (2), which connects the handle and the head area. The toothbrush has a total length that is at least eight times as large as the maximum perimeter of the cross-section of the handle (1).

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Inventors:
KITTMANN, Ralf (Lönsstrasse 9A, Berlin, 13125, DE)
Application Number:
CH2010/000211
Publication Date:
April 28, 2011
Filing Date:
August 30, 2010
Export Citation:
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Assignee:
TERXO AG (Kastellstrasse 1, Wetzikon, CH-8623, CH)
KITTMANN, Ralf (Lönsstrasse 9A, Berlin, 13125, DE)
International Classes:
A46B5/00
Attorney, Agent or Firm:
DETKEN, Andreas (Isler & Pedrazzini AG, Gotthardstrasse 53Postfach 1772, Zürich, CH-8027, CH)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Zahnbürste für die manuelle Zahnreinigung mit

einem Kopfbereich (3), auf dem Borsten eines Borstenfeldes (4) angebracht sind,

einem langgezogenen Handgriff (1), der sich entlang einer Längsrichtung über mindestens 50 % der Länge der Zahnbürste erstreckt, und

einem Übergangsbereich (2), der den Handgriff und den Kopfbereich miteinander verbindet,

dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnbürste entlang der Längsrichtung eine Gesamtlänge aufweist, die mindestens acht Mal so gross ist wie der maximale Umfang der Querschnittsfläche des Handgriffs (1), und dass die Zahnbürste auf der bezüglich des Borstenfeldes gegenüberliegenden Seite des Handgriffs (1) keine im Wesentlichen ebene Fläche aufweist.

2. Zahnbürste nach Anspruch 1, wobei die Zahnbürste eine Gesamtlänge von mindestens 180 mm und einen Umfang der Querschnittsfläche des Handgriffs (1) von höchstens 25 mm aufweist.

3. Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Handgriff (1) eine Querschnittsfläche aufweist, welche im Wesentlichen die Form eines Dreiecks mit einer Basis und zwei Schenkeln hat, wobei die Basis auf einer dem Borstenfeld zugewandten Seite des Handgriffs (1) ausgebildet ist.

4. Zahnbürste nach Anspruch 3, wobei die Basis eine Breite von höchstens 7 mm aufweist.

5. Zahnbürste nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Querschnittsfläche des Handgriffs (1) im Wesentlichen die Form eines gleichschenkligen Dreiecks hat.

6. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 3 bis 5 wobei die Basis (11) kürzer als jeder der Schenkel (12) ist.

7. Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Handgriff einen Querschnitt aufweist, der in einem Bereich von mindestens 50 % der Länge der Zahnbürste unveränderlich bezüglich Form und Fläche ist.

8. Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kopfbereich (3), der Übergangsbereich (2) und der Handgriff (1) insgesamt im Wesentlichen gerade und in der Längsrichtung verlaufen.

9. Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Übergangsbereich (2) eine sich stetig verändernde Querschnittsfläche und -form aufweist, welche einen fliessenden Übergang bildet zwischen der Querschnittsfläche des Kopfbereiches (3) und der Querschnittsfläche des Handgriffs (1).

10. Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Kopfbereich (3), Übergangsbereich (2) und Handgriff (1) zusammen ein Stück bilden, welches im Einkomponenten-Spritzgussverfahren aus einem einzigen Material hergestellt ist.

1 1. Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sowohl der Kopfbereich (3), als auch der Übergangsbereich (2) und der Handgriff (1) jeweils durchwegs starr ausgebildet sind.

12. Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zahnbürste insgesamt höchstens 10 g wiegt.

13. Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Handgriff (1) keine Oberflächenstrukturen oder Stellen mit erhöhter Rauhigkeit aufweist, welche funktionsrelevant sind.

14. Verwendung einer Zahnbürste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zahnbürste derart in der Hand gehalten wird, dass sie ausschliesslich von den Fingerspitzen gehalten wird.

15. Verwendung einer Zahnbürste nach Anspruch 14, wobei die Zahnbürste zum Putzen von nach links weisenden, oberen Zahnoberflächen derart zwischen den Fingerspitzen gehalten wird, dass das Borstenfeld (4) im Wesentlichen in Richtung des Zeigefingers zur Hand, mit welcher die Zahnbürste gehalten wird, hin gerichtet ist.

16. Verwendung einer Zahnbürste nach Anspruch 14, wobei die Zahnbürste zum Putzen von nach rechts weisenden, oberen Zahnoberflächen derart zwischen den Fingerspitzen gehalten wird, dass das Borstenfeld (4) im Wesentlichen in eine Richtung weist, die von der Daumenkuppe derjenigen Hand, mit welcher die Zahnbürste gehalten wird, weg gerichtet ist.

17. Verwendung einer Zahnbürste nach Anspruch 14, wobei die Zahnbürste zum Putzen von nach links weisenden, unteren Zahnoberflächen derart zwischen den Fingerspitzen gehalten wird, dass das Borstenfeld (4) im Wesentlichen in Richtung des Daumens zur Hand, mit welcher die Zahnbürste gehalten wird, hin gerichtet ist.

18. Verwendung einer Zahnbürste nach Anspruch 14, wobei die Zahnbürste zum Putzen von nach rechts weisenden, unteren Zahnoberflächen derart zwischen den Fingerspitzen gehalten wird, dass das Borstenfeld (4) im Wesentlichen in eine Richtung weist, die vom Zeigefinger derjenigen Hand, mit welcher die Zahnbürste gehalten wird, weg gerichtet ist.

Description:
TITEL

Zahnbürste

TECHNISCHES GEBIET Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zahnbürste für die manuelle Zahnreinigung.

STAND DER TECHNIK

Aus dem Stand der Technik sind Zahnbürsten für die manuelle Zahnpflege, d.h. ohne elektrischen Antrieb, in den verschiedensten Ausgestaltungen bekannt. Die Zahnbürsten weisen einen Grundkörper auf, der in einen Kopfbereich, einen Übergangsbereich und einen Handgriff gegliedert ist. Im Kopfbereich ist ein Borstenfeld angebracht. Dieses Borstenfeld ist derart ausgebildet, dass es sich möglichst optimal zur Reinigung der Zähne, des Zahnfleisches und der Zahnzwischenräume eignet. Hierzu sind mannigfaltige Ausgestaltungen vorgeschlagen worden. An den Kopfbereich grenzt der Übergangsbereich an, der bei vielen Modellen an einer oder mehreren Stellen gebogen oder geknickt ist. Angrenzend an den Übergangsbereich erstreckt sich der Handgriff, der meist verdickt ausgebildet ist, um ihn besser ergreifen zu können. Oft weist der Handgriff zudem eine speziell ausgeformte Auflagefläche für den Daumen auf, damit der Benutzer bei der Zahnreinigung mit dem Daumen besser die Putzbewegungen steuern und einen Druck auf das Borstenfeld ausüben kann.

Häufig werden die Grundkörper solcher Zahnbürsten aufwändig in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren hergestellt. Dadurch wird es z.B. möglich, auf dem Handgriff ein rutschfesteres Material vorzusehen. Die Fertigung solcher Zahnbürsten ist relativ aufwändig, und solche Zahnbürsten benötigen einen hohen Materialeinsatz. Das Gewicht handelsüblicher Zahnbürsten beträgt häufig mehr als 20 Gramm. Wegen dem Abnützen der Borsten über die Zeit und aus Hygienegründen ist es für den Benutzer wichtig, die Zahnbürste von Zeit zu Zeit durch eine neue zu ersetzen. Aufgrund des herstellungsbedingt hohen Preises vieler Zahnbürsten warten die Benutzer oft zu lange bis sie die alte Zahnbürste durch eine neue ersetzen.

Ein seit langem bekanntes Problem in der Dentalreinigung ist es, dass die Benutzer der Zahnbürste beim Putzen oft zu viel Druck auf das Borstenfeld ausüben. Dadurch können die Zähne und insbesondere das Zahnfleisch verletzt werden. Verschiedene Krankheiten im Zahnbereich sind weitverbreitet, für welche unter anderem die langfristige Anwendung der Zahnbürste mit zu hohem Druck eine Ursache darstellen oder die durch Zähneputzen mit zu hohem Druck verschlimmert werden. So kann sich das Zahnfleisch im Falle einer jahrelangen falschen Zahnputztechnik, bei der die Zähne mit zuviel Druck auf den Borsten geschrubbt werden, zum Beispiel zurückbilden oder sich entzünden. Die dadurch freiliegenden Zahnhälse sind anfälliger auf Karies und das zurückgebildete, oft blutende Zahnfleisch kann zum Teil schwerwiegende Folgeschäden nach sich ziehen, bis hin zu Zahnausfall oder gar zu einem erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt aufgrund einer Blutgerinnselbildung im Zahnfleisch.

Um diesem Problem abzuhelfen, weisen deshalb viele Zahnbürsten, wie beispielsweise die in der US 6,668,416 gezeigte, einen Übergangsbereich zwischen Kopfbereich und Handgriff auf, der als Ganzes oder an zumindest einer Stelle eine erhöhte Flexibilität aufweist. Häufig ist der Übergangsbereich dazu aus einem weicheren Material als der Handgriff und der Kopfbereich gebildet. Durch die erhöhte Flexibilität können zu hohe Kräfte auf das Borstenfeld zumindest in einem bestimmten Bereich vermindert werden.

Oft passen sich die Benutzer jedoch an solche im Übergangsbereich flexibel ausgebildeten Zahnbürsten dadurch an, dass sie die zusätzlich erforderliche Kraft, um denselben Druck auf die Borsten zu bringen wie mit einer starr ausgebildeten Zahnbürste, einfach durch eine höhere Kraftanwendung kompensieren. Das Problem bleibt also bestehen. Hinzu kommt, dass die Hemmschwelle zum regelmässigen Austausch der Zahnbürste aufgrund dieser sichtbar aufwändigen und technisch komplexen Konstruktion der Zahnbürste bei vielen Benutzern hoch ist. Es ist zudem bekannt, dass die Zähne und insbesondere die Zahnzwischenräume dann in optimaler Weise gereinigt werden, wenn der Zahnbürstenkopf der Zahnbürste bei der Zahnreinigung, wie in Figur 1 gezeigt, leicht angewinkelt zu den Zahnoberflächen gehalten wird. Die Borsten weisen in diesem Fall hauptsächlich also nicht einen Winkel von ca. 90 ° zur Zahnoberfläche auf, sondern einen Winkel von ungefähr 45°. Die derart zum Zahn angewinkelten Borsten gelangen dadurch besser und weiter in die Rillen und Ritzen der Zähne sowie in die Zahnzwischenräume hinein, wodurch eine gründlichere Zahnreinigung erreicht wird. In der FR 2 786 676 ist eine Zahnbürste offenbart, die derart ausgestaltet ist, dass sie dem Benutzer eine andere, schonendere Zahnputztechnik ermöglicht. Die Zahnbürste weist dazu einen Handgriff mit einer gewölbten Oberseite, welche auf der Seite des Borstenfeldes liegt, und einer eine Kante bildende Unterseite auf. Durch diese Ausgestaltung des Handgriffes ist die Zahnbürste einfach zwischen Daumen und Zeigefinger oder zwischen zwei Händen hin- und herbewegbar. Es wird entsprechend ein Putzen der Zahnseitenflächen mittels einer solchen Drehbewegung der Zahnbürste vorgeschlagen.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Zahnbürste anzugeben, deren Handhabung eine schonendere und effizientere Zahnreinigung erleichtert und dem Benutzer das Ausüben eines zu hohen Druckes der Borsten auf die Zähne gleichzeitig erschwert. Die Zahnbürste soll ausserdem einfach und kostengünstig herstellbar sein und dadurch beim Benutzer die Hemmschwelle für einen regelmässigen Austausch der Zahnbürste senken.

Diese Aufgabe wird durch eine Zahnbürste mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die vorliegende Erfindung stellt also eine Zahnbürste für die manuelle Zahnreinigung mit den folgenden Merkmalen zu Verfügung:

ein Kopf bereich, auf dem Borsten eines Borstenfeldes angebracht sind; ein langgezogener Handgriff, der sich entlang einer Längsrichtung über mindestens 50 % der Länge der Zahnbürste erstreckt; und

ein Übergangsbereich, der den Handgriff und den Kopfbereich miteinander verbindet.

Die Zahnbürste weist entlang der Längsrichtung eine Gesamtlänge auf, die mindestens acht Mal, bevorzugt mindestens zehn Mal, so gross ist wie der maximale Umfang der Querschnittsfläche des Handgriffs.

Die erfindungsgemässe Zahnbürste weist also eine langgezogene und dünne Ausgestaltung auf („Spaghettiform"). Um die Zahnbürste dabei nicht zu filigran und bruchanfällig werden zu lassen, ist dabei insbesondere eine Gesamtlänge der Zahnbürste vorteilhaft, die höchstens fünfzehn Mal so gross ist wie der maximale Umfang der Querschnittsfläche des Handgriffs. Vorzugsweise weist die Zahnbürste eine Gesamtlänge von mindestens 180 mm, bevorzugt mindestens 200 mm, und einen Umfang der Querschnittsfläche des Handgriffs von höchstens 25 mm, bevorzugt höchstens 19 mm auf.

Eine solche Zahnbürste ist speziell dazu ausgebildet, anders angewendet zu werden als herkömmliche Zahnbürsten. Bei einer ersten Haltetechnik wird der Handgriff der Zahnbürste nicht faustfÖrmig umfasst, wie bei herkömmlichen, bekannten Haltetechniken, sondern nur locker, im sog.„Präzisionsgriff' zwischen dem Daumen und den übrigen Fingern mit den Fingerbeeren eingeklemmt. Es wird also ein erstes Verfahren zum Putzen der Zähne angegeben, bei dem die Zahnbürste derart in der Hand gehalten wird, dass sie ausschliesslich von den Fingerspitzen gehalten wird. Unter den Fingerspitzen ist dabei das jeweils äusserste Fingerglied gemeint. Die Zahnbürste wird bei dieser ersten Haltetechnik hauptsächlich vom Daumen und vom Mittelfinger gehalten. Der Ringfinger und/oder der kleine Finger liegen dabei nur leicht am Handgriff an und dienen optional zur Führung.

Bevorzugt wird die Zahnbürste bei dieser ersten Haltetechnik zum Putzen von nach links weisenden, oberen Zahnoberflächen derart zwischen den Fingerspitzen gehalten, dass das Borstenfeld im Wesentlichen in Richtung des Zeigefingers zur Hand, mit welcher die Zahnbürste gehalten wird, hin gerichtet ist. Zum Putzen von nach rechts weisenden, oberen Zahnoberflächen wird die Zahnbürste dabei vorteilhaft derart zwischen den Fingerspitzen gehalten, dass das Borstenfeld im Wesentlichen in eine Richtung weist, die von der Daumenkuppe derjenigen Hand, mit welcher die Zahnbürste gehalten wird, weg gerichtet ist. Zum Putzen von nach links weisenden, unteren Zahnoberfiächen wird die Zahnbürste bevorzugt derart zwischen den Fingerspitzen gehalten, dass das Borstenfeld im Wesentlichen in Richtung des Daumens zur Hand, mit welcher die Zahnbürste gehalten wird, hin gerichtet ist. Zum Putzen von nach rechts weisenden, unteren Zahnoberflächen wird die Zahnbürste vorteilhaft derart zwischen den Fingerspitzen gehalten, dass das Borstenfeld im Wesentlichen in eine Richtung weist, die vom Zeigefinger von derjenigen Hand, mit welcher die Zahnbürste gehalten wird, weg gerichtet ist. Beim Wechsel von einem zum nächsten Zahnbereich muss die Zahnbürste also lediglich jeweils um ca. 90° um ihre Längsachse gedreht werden. Mit dem Zeigefinger bzw. Daumen sind hierbei natürlich immer diejenigen Finger gemeint, welche zu der Hand gehören, mit der die Zahnbürste gehalten wird. Richtungs- und Ortsangaben in Bezug auf den zu putzenden Zahnbereich wie oben, unten, links, rechts, bzw. nach rechts oder nach links weisend etc. sind jeweils aus Sicht des Benutzers der Zahnbürste angegeben und beziehen sich auf dessen linke oder rechte Körperhälfte bzw. auf die Zähne des Ober- oder Unterkiefers.

Bei einer zweiten Haltetechnik wird der Handgriff der Zahnbürste locker in die Hand genommen, so dass er, ähnlich wie beim Halten eines Kugelschreibers, in einem vorderen Bereich zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger eingeklemmt wird, und in einem hinteren Bereich, der dem Übergangsbereich abgewandt ist, zwischen dem äusseren Ende des Zeigefingers und dem Daumen auf der Hand aufliegt. Es wird also ein zweites Verfahren zum Putzen der Zähne angegeben, bei dem die Zahnbürste derart in der Hand gehalten wird, dass dazu ausschliesslich Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger benutzt werden und ein hinterer, dem Übergangsbereich abgewandter Bereich des Handgriffs ausserdem auf einer Fläche der Hand, die sich zwischen dem äusseren Ende des Zeigefingers und dem Daumen befindet, aufliegt.

Diese Arten der Anwendung sind besonders schonend für die Zähne und das Zahnfleisch. Dabei liegt die hier vorgeschlagene lange und schlanke Zahnbürste jeweils besonders gut in der Hand. Ein faustformiges Halten der Zahnbürste auf die normale, herkömmliche Art und Weise wird durch diese Form und Dimensionierung der Zahnbürste dagegen erschwert. Um dem Benutzer keine Fläche bereitzustellen, um mit dem Daumen Druck auf das Borstenfeld auszuüben, weist die Zahnbürste auf der bezüglich des Borstenfeldes gegenüberliegenden Seite des Handgriffs keine im Wesentlichen ebene Fläche auf. Der Handgriff weist dazu insbesondere bevorzugt eine Querschnittsfläche auf, welche im Wesentlichen die Form eines Dreiecks hat. Die Basis des Dreiecks weist dabei in dieselbe Richtung wie das Borstenfeld. Die Basis ist vorzugsweise kürzer als die Schenkel dieses Dreiecks ausgebildet, insbesondere mit einer Breite von höchstens 7 mm, bevorzugt höchstens 6 mm, insbesondere ungefähr 5 mm. Die Höhe der Seitenhalbierenden des Dreiecks von der Basis zur gegenüberliegenden Ecke und somit die Höhe des Handgriffs 1 der Zahnbürste beträgt 5 mm bis 8 mm, insbesondere ungefähr 6 mm. Die Zahnbürste liegt durch diese Ausgestaltung des Handgriffs 1 bei den beiden oben genannten schonenden Haltearten sehr gut in der Hand. Unter der Form eines Dreiecks werden auch Ausführungen verstanden, bei welchen die Seiten (Basis und zwei Schenkel) gewölbt oder gebogen und die Ecken gerundet ausgebildet sind, solange die drei (möglicherweise gewölbten) Seiten, die an (möglicherweise abgerundeten) Ecken verbunden sind, noch klar erkennbar sind. In einer vorteilhaften Ausführungsform hat die Querschnittsfläche des Handgriffs im Wesentlichen die Form eines gleichschenkligen Dreiecks mit zwei gleich langen Schenkeln. Dabei ist diejenige Ecke des Dreiecks, welche zwischen den beiden gleich langen Schenkeln angeordnet ist, bevorzugt so stark abgerundet, dass die Querschnittsfläche des Handgriffs auch als ein gleichschenkliges Trapez bezeichnet werden kann, bei dem die kürzere der beiden parallelen Seiten gebogen ist. Insbesondere kann dabei die längere der parallelen Trapezseiten eine geringere Biegung als die beiden Schenkel aufweisen, während die kürzere Parallelseite eine stärkere Biegung als die Schenkel aufweist.

Die Dreiecks- bzw. Trapezform des Handgriffs kann insbesondere auch dazu dienen, zu verhindern, dass die Borsten eine Oberfläche berühren, wenn die Zahnbürste auf dieser aufliegt. Die Zahnbürste würde dann im Querschnitt auf einer der beiden Schenkel des Handgriffs aufliegen, währenddem die Borsten in einem Winkel von ca. 10 bis 20° von der Oberfläche weg weisen. Die Borsten können nach Gebrauch der Zahnbürste auf diese Weise trocknen, ohne dabei in Berührung mit der Oberfläche zu kommen.

Der Querschnitt des Handgriffs ist bevorzugt entlang seiner gesamten Länge (abgesehen vom hinteren Ende der Zahnbürste), jedenfalls aber entlang von mindestens 50% der Länge der Zahnbürste im Wesentlichen unveränderlich bezüglich Form und Fläche. Die Zahnbürste liegt dadurch bei einer speziellen, das Zahnfleisch schonenden Halteart gut in der Hand.

Der Kopfbereich wird in der Regel eine ebene Oberseite aufweisen, auf bzw. in der die Borsten verankert sind. Die Unterseite ist dann vorzugsweise ebenfalls im Wesentlichen eben. Der Kopibereich ist insgesamt bevorzugt abgeflacht ausgebildet. Der Kopfbereich kann insbesondere derart ausgebildet sein, dass seine Unterseite auf derselben Höhe wie die Unterseite des Handgriffes angeordnet ist. Das heisst, sowohl der Kopfbereich als auch der Handgriff liegen beim Auflegen der Zahnbürste auf eine ebene Oberfläche auf dieser auf. Eine im Wesentlichen eben ausgebildete Unterseite eines bevorzugt abgeflachten Kopfbereiches würde dann diese Lage der Zahnbürste auf der Oberfläche begünstigen und ein Kippen der Zahnbürste aus dieser Lage verhindern. Die Zahnpasta könnte so z.B. mit nur einer Hand auf die Zahnbürste aufgebracht werden.

Vorzugsweise verlaufen der Kopfbereich, der Übergangsbereich und der Handgriff insgesamt im Wesentlichen gerade und in der Längsrichtung. Darunter ist insbesondere gemeint, dass entlang der gesamten Länge der Zahnbürste keine Knicke oder Biegungen gebildet sind. Der Übergangsbereich weist vorzugsweise eine sich stetig verändernde Querschnittsfläche und -form auf, welche einen fliessenden Übergang bildet zwischen der Querschnittsfläche des Kopfbereiches und der Querschnittsfläche des Handgriffs. Das heisst, es gibt entlang des gesamten Übergangsbereiches in Längsrichtung keine abrupten, sprunghaften Änderungen der Querschnittsfläche oder -form.

Der Kopfbereich, der Übergangsbereich und der Handgriff bilden bevorzugt zusammen ein Stück, welches im Einkomponenten-Spritzgussverfahren aus einem einzigen Material hergestellt ist. Bei dem Material handelt es sich bevorzugt um einen lebensmittelechten Kunststoff, insbesondere einem transparenten Kunststoff, dessen Oberfläche satiniert sein kann. Das Material kann beispielsweise Acryl sein. Der Kopfbereich, wie auch der Übergangsbereich und der Handgriff können durchwegs starr ausgebildet sein. Die Zahnbürste wiegt bevorzugt insgesamt höchstens 10 g. Die Zahnbürste ist dadurch einfach und kostengünstig herstellbar, und die Hemmschwelle für den Benutzer, die Zahnbürste regelmässig auszutauschen, sinkt.

Wegen der andersartigen Handhabung braucht der Handgriff keine Oberflächenstrukturen oder Stellen mit erhöhter Rauhigkeit aufzuweisen, welche funktionsrelevant sind. Unter funktionsrelevant ist beispielsweise gemeint, dass die Oberflächenstrukturen oder Stellen mit erhöhter Rauhigkeit dazu dienen würden, ein Abrutschen der Finger vom Handgriff zu verhindern. Der Handgriff weist bevorzugt also eine durchwegs glatte Oberfläche auf, wobei allerdings nicht funktionsrelevante Abweichungen von einer glatten Form möglich sind.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen sind. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Zahnbürstenkopfes sowie der Zähne des

Benutzers zur Illustration einer optimalen Zahnputztechnik;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Zahnbürste gemäss einer ersten

Ausführungsform von schräg oben;

Fig. 3 eine Ansicht der Zahnbürste der Fig. 2 von hinten;

Fig. 4 eine Aufsicht der Zahnbürste der Fig. 2;

Fig. 5 eine Seitenansicht der Zahnbürste der Fig. 2, zusammen mit den jeweiligen

Querschnittsflächen der Zahnbürste an der entsprechenden Stelle;

Fig. 6a eine perspektivische Ansicht der in einer Hand gehaltenen Zahnbürste der

Fig. 2 zur Illustration einer ersten Haltetechnik der Zahnbürste beim Putzen der nach links weisenden, oberen Zahnoberflächen;

Fig. 6b eine Hand eines Benutzers der Zahnbürste der Fig. 2 zur Illustration der in

Fig. 6a gezeigten ersten Haltetechnik, mit unterschiedlich gekennzeichneten Fingerspitzen;

Fig. 6c eine Ansicht der Querschnittsfläche des Handgriffs der in Fig. 2 gezeigten

Zahnbürste mit entsprechend der in Fig. 6b gekennzeichneten Positionen der Finger beim Putzen der nach links weisenden, oberen Zahnoberflächen; eine Ansicht der Querschnittsfläche des Handgriffs der in Fig. 2 gezeigten Zahnbürste mit entsprechend der in Fig. 6b gekennzeichneten Positionen der Finger beim Putzen der nach rechts weisenden, oberen Zahnoberflächen;Fig. 7a eine perspektivische Ansicht der in einer Hand gehaltenen Zahnbürste der Fig. 2 zur Illustration einer ersten Haltetechnik der Zahnbürste beim Putzen der nach links weisenden, unteren Zahnoberflächen;

eine Hand eines Benutzers der Zahnbürste der Fig. 2 zur Illustration der in Fig. 7a gezeigten ersten Haltetechnik beim Putzen der nach links weisenden, unteren Zahnoberflächen, mit unterschiedlich gekennzeichneten Fingerspitzen;

eine Ansicht der Querschnittsfläche des Handgriffs der in Fig. 2 gezeigten Zahnbürste mit entsprechend der in Fig. 7b gekennzeichneten Positionen der Finger beim Putzen der nach links weisenden, unteren Zahnoberflächen; eine Hand eines Benutzers der Zahnbürste der Fig. 2 zur Illustration der in Fig. 7a gezeigten ersten Haltetechnik beim Putzen der nach rechts weisenden, unteren Zahnoberflächen, mit unterschiedlich gekennzeichneten Fingerspitzen;

eine Ansicht der Querschnittsfläche des Handgriffs der in Fig. 2 gezeigten Zahnbürste mit entsprechend der in Fig. 7d gekennzeichneten Positionen der Finger beim Putzen der Aussenflächen nach rechts weisenden, unteren Zahnoberflächen; sowie

eine perspektivische Ansicht der in einer Hand gehaltenen Zahnbürste der Fig. 2 zur Illustration einer zweiten Haltetechnik der Zahnbürste beim Putzen der Aussenflächen der unteren, linken Zahnreihe.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

In den Figuren 2 bis 5 ist ein bevorzugtes Ausfuhrungsbeispiel einer erfindungsgemässen Zahnbürste in verschiedenen Darstellungen gezeigt.

Die Zahnbürste umfasst einen Handgriff 1, einen Übergangsbereich 2 und einen Kopfbereich 3, in welchem ein Borstenfeld 4 angebracht ist. Der Kopfbereich 3 hat eine im Wesentlichen ebene Oberseite, in welcher das Borstenfeld 4 aufgenommen und befestigt ist. Der Kopfbereich 3 ist gerade so dick ausgebildet, dass die Borstenenden sicher im Kopfbereich 3 gehalten werden. In der Draufsicht ist der Kopfbereich 3 nach vorne gerundet und nach hinten zum Übergangbereich 2 hin leicht zulaufend ausgebildet.

Die einzelnen Borsten sind als Borstenbündel angeordnet, wobei eine Vielzahl von Borstenbündeln das gesamte Borstenfeld bildet, und erstrecken sich mehrheitlich senkrecht von der Oberseite des Kopfbereiches 3 nach oben. Dadurch definieren sie eine Borstenrichtung. Einzelne Borsten oder Borstenbündel können aber im Gegensatz zu den restlichen auch leicht schräg angeordnet sein, um die Putzeigenschaften der Zahnbürste insbesondere in den Zahnzwischenräumen zu verbessern. Auch können gewisse Borsten länger als andere ausgebildet sein und/oder andere Materialeigenschaften zum Beispiel bezüglich der Flexibilität aufweisen. Mehrere Borstenbündel eines gewissen Borstentyps 42 können auch durch einen kleinen Abstand getrennt von den restlichen Borsten eines anderen Borstentyps 41 im Kopfbereich 3 angeordnet sein, wie dies in Figur 4 ersichtlich ist. Die Ausgestaltung des Borstenfeldes kann aber auch in anderer, an sich bekannter Weise erfolgen.

Der Kopfbereich 3 weist eine Querschnittsfläche auf, die, in Längsrichtung betrachtet, in der Mitte des Kopfbereiches 3 im Wesentlichen die Form eines Trapezes bildet, dessen Basis zu den Borsten weist, wobei die kürzeren Seiten leicht konvex nach aussen gebogen sind, und wobei die parallelen, längeren Seiten höchstens in nur geringem Masse nach oben bzw. nach unten voneinander weg gewölbt sind. Von den längeren Seiten der Querschnittsfläche ist die untere Seite dabei geringfügig kürzer ausgebildet als die obere Seite. Nach vorne zum Ende des Kopfbereiches 3 hin, verkürzen sich die längeren Seiten der Querschnittsfläche stetig, ebenso nach hinten zum Übergangsbereich 2 hin. Der Kopfbereich 3 ist von oben betrachtet in Längsrichtung an einer Stelle, welche relativ zur Mitte des Kopfbereiches 3 leicht nach vorne versetzt ist, am breitesten ausgebildet " . In der Seitenansicht der Zahnbürste gemäss Figur 5 erstreckt sich der Kopfbereich 3 in Längsrichtung über eine Länge L 3 von der vorderen Spitze der Zahnbürste bis zu der Stelle, wo das Borstenfeld 4 endet. Die Länge L 3 beträgt in diesem Ausführungsbeispiel ca. 15 mm bis 25 mm.

Der Handgriff 1, welcher sich angrenzend an den Übergangsbereich 2 in Längsrichtung nach hinten erstreckt, ist langgezogen ausgebildet und weist einen Querschnitt auf, der bezüglich Fläche und Form durchgehend unveränderlich ist. In Figur 5 erstreckt sich der Handgriff in Längsrichtung über eine Länge Li in einem hinteren Bereich der Zahnbürste, welcher mindestens die Hälfte der Gesamtlänge der Zahnbürste ausmacht. Die Dicke des Handgriffs 1 verändert sich entlang der Längsrichtung nicht. Der Handgriff 1 hat eine Querschnittsfläche, die im Wesentlichen die Form eines gleichschenkligen Dreiecks aufweist, wobei die Basis 11 des Dreiecks durch die Oberseite des Handgriffs 1 gebildet ist und die Schenkel 12 die Seitenflächen bilden. Die Ecken dieses gleichschenkligen Dreiecks sind gerundet, und insbesondere die beiden Schenkel 12 des Dreiecks, aber auch die Basis 11 , sind leicht nach aussen gebogen. Dabei ist die Ecke zwischen den beiden Schenkeln 12 so stark gerundet, dass die Querschnittsfiäche des Handgriffs 1 auch als ein gleichschenkliges Trapez angesehen werden kann, bei dem die der Basis 11 gegenüberliegende, kürzere Parallelseite gebogen ist. Die Basis 11 ist kürzer als die beiden Schenkel 12. Die Unterseite des Handgriffs 1 wird also im Gegensatz zur Unterseite des Kopfbereiches 3 nicht durch eine im Wesentlichen ebene Fläche, sondern durch zwei in einem Winkel von weniger als 60°, bevorzugt weniger als 45°, zueinander stehende, leicht gebogene Flächen gebildet, die durch eine sich in Längsrichtung erstreckende, abgerundete Kante verbunden sind, welche derjenigen Ecke des gleichschenkligen Dreiecks der Querschnittsfläche entspricht, die der Basis 11 gegenüberliegt. Die Basis 11 weist in diesem Ausfuhrungsbeispiel eine Breite von ca. 5 mm auf, die Höhe der Seitenhalbierenden von der Basis zur gegenüberliegenden Ecke eine Länge von ca. 6 mm.

Der Handgriff 1 verläuft gerade in Längsrichtung. Er weist also keine Biegungen oder Knicke auf. Es sind auch keine Verdickungen oder Oberflächenstrukturen angebracht oder ausgebildet. Es sind insbesondere keine Flächen mit höherer Rauhigkeit oder mit Rippen für die Auflage von einem Daumen oder anderer Finger vorgesehen. Auch sind keine Vertiefungen zur Aufnahme von Fingern vorhanden. Die Oberfläche des Handgriffs 1 und auch des Übergangsbereichs 2 und des Kopfbereichs 3 ist durchwegs glatt ausgebildet.

Bezüglich seiner Ausmasse ist der Handgriff im Vergleich zu denen von normalerweise verwendeten Zahnbürsten deutlich länger, aber dünner ausgebildet. Die Zahnbürste weist in diesem Ausführungsbeispiel im Vergleich zum Umfang der Querschnittsfläche des Handgriffes insgesamt eine etwa zehn Mal so grosse Gesamtlänge auf. Sie ist also im Vergleich zu herkömmlichen Zahnbürsten besonders lang und dünn ausgebildet und hat also insgesamt eine Art„Spaghettiform". Die Länge Li des Handgriffs 1 ist hier zwischen fünf und sechs Mal so lang wie der Umfang seiner Querschnittsfläche, was einer Länge von ungefähr 110 mm entspricht.

Der Übergangsbereich 2 bildet eine Verbindung zwischen dem Kopfbereich 3 und dem Handgriff 1 · In diesem Ausführungsbeispiel hat der Übergangsbereich 2 eine Länge von 65 mm bis 70 mm, welche in Figur 5 mit L 2 gekennzeichnet ist. Wie in Figur 4 ersichtlich ist, weist der Übergangsbereich 2 in Längsrichtung angrenzend an den Handgriff 1 zunächst eine mehrheitlich gleichbleibende Breite auf, welche derjenigen des Handgriffs 1 entspricht. In einem Bereich angrenzend an den Kopfbereich 3 dehnt sich der Übergangsbereich 2 in der Breite dann in Richtung des Kopfbereiches 3 geringfügig aus, so dass er stufenlos in den Kopfbereich 3 übergeht.

Der Übergangsbereich 2 weist eine entlang der Längsrichtung veränderliche Querschnittsfläche auf, wie in Figur 5 gezeigt ist. Die Querschnittsfläche des Übergangsbereiches 2 entspricht direkt angrenzend an den Kopfbereich 3 der Querschnittsfläche am hinteren Ende des Kopfbereiches 3. Die Querschnittsfläche des Übergangsbereiches 2 beschreibt dort also ein Trapez mit zwei im Wesentlichen parallelen, längeren Seiten und zwei kürzeren Seiten, wobei die zwei kürzeren Seiten jeweils nach aussen gebogen sind. In Richtung des Handgriffs 1 verändert sich die Querschnittsfläche des Übergangsbereiches stetig hin zu einer derartigen Querschnittsfläche, die derjenigen des Handgriffs 1 entspricht. Dabei verkürzen sich die beiden längeren Seiten der Trapezform anfangs um einen gewissen Betrag, worauf sich dann die untere Seite des Trapezes zunehmend und spitz zulaufend nach unten wölbt, bis die Querschnittsfläche die bereits beschriebene Form der Querschnittsfläche des Handgriffs 1 annimmt, welche im Wesentlichen ein gleichschenkliges Dreieck bildet. Der Übergangsbereich 2 weist insbesondere keine Knicke, Biegungen, Verdickungen oder Bereiche mit erhöhter Flexibilität auf. Der Übergangsbereich 2 verjüngt sich aber bezüglich seines Umfanges jeweils in Längsrichtung von beiden Seiten her bis zu einem minimalen Umfang, welcher in Bezug auf die Mitte des Übergangsbereiches 2 in Längsrichtung leicht nach vorne versetzt angeordnet ist, und welcher in etwa um 30 % bis 40 % kürzer als der Umfang des Handgriffs 1 ist. Das Borstenfeld entspricht bezüglich seiner Breite von oben betrachtet in etwa der Breite eines Zahnes im hinteren Mundbereich eines erwachsenen Menschen. Es ist jedoch auch denkbar, eine derartige Zahnbürste für Kinder zu konzipieren. Die Dimensionierung aller Teile der Zahnbürste müsste dann natürlich entsprechend angepasst werden. Die Zahnbürste hat insgesamt vom Kopfbereich 3 über den Übergangsbereich 2 zum Handgriff 1 eine gerade, schlanke, langgezogene und dünne Gestalt ohne Biegungen, Knicke oder Verdickungen. Die gesamte Zahnbürste mit Ausnahme des Borstenfeldes 4 ist einstückig und ist im Einkomponenten-Spritzgussverfahren aus einem Kunststoff herstellbar. Sie ist deshalb sehr einfach, ökologisch und kostengünstig in der Produktion herstellbar. In diesem Ausführungsbeispiel wurden Handgriff 1, Übergangsbereich 2 und Kopfbereich 3 einstückig aus Acryl hergestellt. Bevorzugt wird lebensmittelechter Kunststoff verwendet, der insbesondere transparent ist und eine satinierte Oberfläche aufweist. In einem konkreten Ausführungsbeispiel weist eine erfindungsgemässe Zahnbürste ein Gesamtgewicht von lediglich ca. 5.3 g auf, während herkömmliche Zahnbürsten häufig mehr als 15 g wiegen.

Durch diese Ausgestaltung und Dimensionierung der Zahnbürste und insbesondere des Handgriffs 1 eignet sich die Zahnbürste sehr gut, um auf die nachfolgend beschriebenen Arten in der Hand gehalten zu werden.

Die Figuren 6a bis 7e zeigen die Zahnbürste des obenstehenden Ausführungsbeispiels, welche der Benutzer zur Zahnreinigung gemäss einer ersten Haltetechnik in der Hand hält. Der Benutzer hält dabei die Zahnbürste beim Putzen von allen Zahnoberflächen immer locker zwischen seinen Fingerspitzen, also den äussersten Fingergliedern. Dabei wird die Zahnbürste jeweils derart gehalten, dass die Borstenrichtung bei der Reinigung der Seitenflächen der Zähne in einem Winkel von 45° zur Zahnoberfläche geneigt ist, entsprechend Figur 1. Das spezielle Profil des Handgriffs 1 begünstigt dabei, dass die Zahnbürste in diesem optimalen Winkel von 45° zur Zahnoberfläche gehalten wird. Während Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger jeweils die Zahnbürste effektiv halten, liegen der Ringfinger und der kleine Finger nur leicht am Griff an und dienen zur Führung der Zahnbürste. Die folgenden Erläuterungen zu den Haltearten beziehen sich jeweils auf einen rechtshändigen Benutzer, wobei sich die jeweils entsprechende Halteart für einen Linkshänder durch einfache Überlegungen ergibt.

Beim Putzen der nach aussen weisenden Flächen der oberen, linken Zahnreihe hält der Benutzer die Zahnbürste bei dieser ersten Haltetechnik so zwischen seinen Fingerspitzen, dass die Oberseite der Zahnbürste mit dem Borstenfeld 4 zur Hand hingerichtet ist, wie dies in Figur 6a dargestellt ist. Wie in den Figuren 6a bis 6c gezeigt ist, liegt der Daumen dabei in der Nähe der Oberseite des Handgriffs 1 auf einer der Seitenflächen des Handgriffs 1 auf, welche einem der Schenkel 12 der Querschnittsfläche des Handgriffs 1 entspricht. Die übrigen Finger liegen auf der dazu gegenüberliegenden Seitenfläche, bzw. dem anderen Schenkel 12 der Querschnittsfläche des Handgriffs 1, auf. Auf dieselbe Art und Weise wird die Zahnbürste zum Putzen der nach innen weisenden Flächen der oberen, rechten Zahnreihe gehalten.

Zur Reinigung der nach innen weisenden Flächen der oberen, linken Zahnreihe oder der nach aussen weisenden Flächen der oberen, rechten Zahnreihe dreht der Benutzer die Zahnbürste zwischen seinen Fingerspitzen einfach, wie in Figur 6a gezeigt (Pfeilrichtung), um ca. 90° um ihre Längsachse, so dass die Oberseite der Zahnbürste mit dem Borstenfeld 4 von der Hand weg weist. Durch die leicht nach aussen gebogenen Seiten 11, 12 der Querschnittsfläche des Handgriffs 1 wird diese Drehung zwischen den Fingerspitzen für den Benutzer erleichtert. Der Daumen kommt dabei, wie in der Figur 6d gezeigt ist, im Vergleich zu vorher auf der anderen, gegenüberliegenden Seitenfläche 12 des Handgriffs 1 zu liegen, und zwar in einem von der Oberseite des Handgriffs 1 entfernten Bereich. Bei einer Betrachtungsweise der Querschnittsfläche des Handgriffs als Trapez liegt der Daumen dann ungefähr sogar im Eckbereich zwischen einem der Schenkel 12 und der kürzeren der beiden Parallelseiten auf. Die übrigen Finger liegen gegenüberliegend zum Daumen im Eckbereich zwischen Basis 11 und dem anderen Schenkel 12 auf.

Zum Putzen der nach links weisenden, unteren Zahnoberflächen mit dieser ersten Haltetechnik wird die Zahnbürste gemäss Figur 7a in der Hand gehalten, wobei die Zahnbürste bei Zahnoberflächen, die zur rechten Körperseite des Benutzers hinweisen, in Pfeilrichtung um ca. 90° zwischen den Fingerspitzen um ihre Längsachse gedreht werden muss. Wie in den Figuren 7a bis 7c gezeigt ist, liegt der Daumen beim Putzen der unteren Zahnoberflächen, die nach links weisen, auf der Oberseite 11 der Zahnbürste auf. Zeige- und Mittelfinger liegen gegenüberliegend vom Daumen im Eckbereich zwischen den beiden Schenkeln 12 auf. Für die aus Sicht des Benutzers nach rechts weisenden, unteren Zahnoberflächen liegt der Daumen, wie in den Figuren 7d und 7e gezeigt ist, im Eckbereich zwischen einem Schenkel 12 und der Basis 11 auf, währenddem Zeige- und Mittelfinger auf dem gegenüberliegenden Schenkel 12 in einem von der Basis 11 entfernten Bereich aufliegen.

Zur Reinigung der nach vorne, hinten, unten oder oben weisenden Zahnoberflächen wird bei dieser Haltetechnik jeweils entsprechend eine dieser beschriebenen Haltearten angewandt, wobei dazu einfach die Hand insgesamt abgedreht wird. So hält ein Rechtshänder zum Beispiel zur Reinigung der nach vorne weisenden, oberen Zahnoberflächen die Zahnbürste bevorzugt genauso, wie bei der Reinigung der nach links weisenden, oberen Zahnoberflächen, wobei die Hand im Vergleich dazu insgesamt verdreht ist. Analog dazu hält er die Zahnbürste zur Reinigung der nach hinten weisenden, oberen Zahnoberflächen zum Beispiel genauso, wie zur Reinigung der nach rechts weisenden, oberen Zahnoberflächen. Alle anderen Haltearten zur Reinigung der unterschiedlichen Mundbereiche sowie die Haltearten beim Zähneputzen mit der anderen Hand (für Linkshänder) lassen sich aus einfachen Überlegungen ableiten.

Die beschriebenen Haltearten dieser ersten Haltetechnik unterscheiden sich im Wesentlichen nur dadurch, dass die Zahnbürste jeweils um 90° um die Längsachse gedreht wird. Dazu wird das Profil des Handgriffs 1 jeweils mit Hilfe von Zeige- und Mittelfinger auf der Daumenkuppe abgerollt, ähnlich wie beim Streuseln einer Prise Salz.

Da die Zahnbürste bei dieser Haltetechnik nur von den Fingerspitzen gehalten wird, werden die Zähne nur mit einem sanften Druck gereinigt, und das Ausüben eines zu hohen Druckes auf die Borsten ist deutlich erschwert. Dieser bei dieser Haltetechnik verwendete „Präzisionsgriff' verhindert ein zu starkes Belasten des Zahnfleisches, wodurch das Zahnfleisch geschont wird. Dadurch, dass dieser sanfte Druck im Wesentlichen jeweils durch eine Kraftübertragung von den Fingern auf eine der Seitenflächen 12 des Handgriffs 1 entsteht, ist die Kraft auf die Borsten nicht in Borstenrichtung, sondern in einem Winkel von ca. 45° dazu gerichtet. Das Borstenfeld 4 weist also bei der Zahnreinigung automatisch die in Figur 1 gezeigte, um ca. 45° abgewinkelte Lage der Borstenrichtung zur Zahnoberfläche auf. Die Zahnreinigung ist deshalb nicht nur schonender in Bezug auf das Zahnfleisch, sondern auch effizienter, da die Borsten besser in die Zahnzwischenräume gelangen.

Eine zweite Haltetechnik, welche sich von der herkömmlichen Technik unterscheidet und eine effizientere und schonendere Zahnreinigung erlaubt, ist in Figur 8 dargestellt. Die erfindungsgemässe Zahnbürste erleichtert dem Benutzer die Handhaltung auch bei dieser zweiten Haltetechnik wesentlich. Die Zahnbürste wird dabei in einem dem Übergangsbereich 2 zugewandten Bereich des Handgriffs 1 locker zwischen Zeigefinger, Mittelfinger und Daumen eingeklemmt und liegt zusätzlich mit einem hinteren Bereich des Handgriffs 1 auf einer Handfläche zwischen Daumen und dem vorderen Ende des Zeigefingers auf. Die Zahnbürste wird also ähnlich wie ein Kugelschreiber in der Hand gehalten, wobei der Daumen im Vergleich zum Zeigefinger geringfügig weiter hinten platziert wird. In Abhängigkeit der Orientierung der Zahnoberflächen dreht der Benutzer die Zahnbürste um ihre Längsachse in die entsprechende Lage.

Beide Haltetechniken werden insbesondere durch die im Vergleich zu herkömmlichen Zahnbürsten vergrösserte Länge und dünnere Ausgestaltung des Handgriffs 1 ermöglicht und erleichtert. Die im Wesentlichen dreieckige Form der Querschnittfläche des Handgriffs 1 eignet sich zudem für diese Haltetechniken in optimaler Weise. Die Seitenflächen 12 dienen jeweils dazu, eine Auflagefläche für den Daumen oder die übrigen Finger zu bilden, um einen sanften Druck auf die Borsten auszuüben. Dadurch, dass die Fläche, über welche mit den Fingern der Druck auf die Borsten übertragen wird, jeweils nicht parallel zur Borstenrichtung ausgerichtet ist, hält der Benutzer die Zahnbürste automatisch immer so, dass die Borstenrichtung zur Zahnoberfläche um ca. 45° angewinkelt ist, entsprechend Figur 1.

Der Daumen dient bei beiden Haltetechniken also in erster Linie dazu, die Zahnbürste zu den restlichen Fingern hin zu drücken, um die Zahnbürste in der Hand zu stabilisieren. Der Daumen, welcher der stärkste aller Finger ist, kann damit vom Benutzer also nicht in erster Linie dazu benutzt werden, um das Borstenfeld 4 auf die Zähne und das Zahnfleisch zu drücken. Dies im Gegensatz zur Zahnreinigung mit herkömmlichen Zahnbürsten, die bei der Reinigung von beispielsweise nach unten gerichteten Zahnoberflächen mittels des Daumens mit grosser Kraft auf den Zahn bzw. das Zahnfleisch gedrückt werden können, während sie von den restlichen Fingern faustformig festgehalten werden.

Ein Erhöhen des Druckes auf das Borstenfeld 4 wird auch dadurch erschwert, dass die untere, den Borsten abgewandte Seite des Handgriffs 1 eine ausgeprägte, sich in Längsrichtung erstreckende Kante aufweist. Dadurch bietet sich den Fingern keine ebene Fläche auf der den Borsten direkt gegenüberliegenden Seite an, die zum Ausüben eines Druckes auf das Borstenfeld 4 direkt in Borstenrichtung benutzt v/erden könnte.

Die Ausgestaltung der Zahnbürste erschwert es dem Benutzer insbesondere erheblich, den Handgriff 1 bei der Zahnreinigung auf die herkömmliche Art und Weise in der Hand zu halten. Unter dieser herkömmlichen Art und Weise ist ein Halten der Zahnbürste gemeint, wo der Daumen, je nachdem in welche Richtung die zu putzenden Zahnoberflächen gerichtet sind, auf der Ober- oder der Unterseite des Handgriffs 1 anliegt und die restlichen vier Finger den Handgriff 1 faustformig umfassen. Durch die dünne Ausgestaltung des Handgriffs 1 liegt die in diesem Ausführungsbeispiel beschriebene Zahnbürste bei einer solchen Art des Haltens schlecht in der Hand und neigt dazu, zwischen den Fingern zu verrutschen. Durch die längere Form der Zahnbürste im Vergleich zu herkömmlichen Zahnbürsten, ist es für den Benutzer auch nicht möglich, dieses Verrutschen der Zahnbürste zwischen seinen Fingern zu vermeiden, indem er nur einen hinteren Teil des Handgriffs 1 faustformig umfasst, um mit dem kleinen Finger, dem Ringfinger oder der Handinnenfläche einen Anschlag am Ende des Handgriffs zu bilden. Die Hand wäre in diesem Fall zu weit vom Borstenfeld 4 entfernt, wodurch die Putzbewegungen des Borstenfeldes 4 auf den Zähnen schwieriger zu kontrollieren wären. Auch die im Wesentlichen dreieckige Form der Querschnittsfläche des Handgriffs 1 trägt dazu bei, dass ein solches Halten der Zahnbürste erschwert wird. Auf der unteren, dem Borstenfeld 4 abgewandten Seite des Handgriffes 1 steht für den Benutzer keine ebene Fläche zur Verfügung, um mit dem Daumen einen Druck auf das Borstenfeld 4 auszuüben. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehende Ausfuhrungsbeispiel beschränkt, und eine Vielzahl von Abwandlungen ist möglich. So kann beispielsweise das Borstenfeld eine andere Form und eine andere Borstenanordnung entsprechend dem bekannten Stand der Technik aufweisen. Auch andere Formen des Kopfbereiches sind denkbar. Der Zahnbürste kann auch unterschiedlich gestaltet sein und kann eine Kennzeichnung, beispielsweise einen Farbcode, aufweisen, so dass mehrere gleichartige Zahnbürsten zum Beispiel innerhalb einer Familie gut unterschieden werden können. Eine Vielzahl weiterer Abwandlungen ist möglich. BEZUGSZEICHENLISTE

1 Handgriff 4 Borstenfeld

1 1 Basis 41 Erster Borstentyp

12 Schenkel 42 Zweiter Borstentyp

2 Übergangsbereich 5 Hand des Benutzers

3 Kopfbereich 6 Zähne