Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
TORQUE CONVERTER WITH SOLDERED TURBINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/140751
Kind Code:
A3
Abstract:
The present invention generally encompasses a torque converter which comprises the following: an inner ring; a turbine blade which is connected to the ring and has an outer edge with a segment which is situated opposite an outer face of the ring and is arranged in the vicinity of the outer face; and a connecting material which connects less than the entirety of the segment to the outer face. The segment is fixedly connected in order to reduce resonance in the turbine. According to some aspects, the ring comprises an inner face, which is situated opposite the outer face, and an open path between the faces. The present invention generally encompasses a notched turbine blade and an inner ring having a discontinuity in an outer face, with the discontinuity being arranged so as to suppress the capillary action of a connecting material, which is capable of flow, and which has been introduced into a connecting point between a turbine blade, which is attached to the ring, and the outer face. In addition, the invention generally encompasses a method for controlling the resonance of a turbine in a torque converter.

Inventors:
MCCULLICK DONALD (US)
SIDOR CHRISTOPHER (US)
HOFFMANN JOACHIM (US)
KEETS CHAD (US)
PERI PATANJALI (US)
Application Number:
DE2007/000980
Publication Date:
February 28, 2008
Filing Date:
May 31, 2007
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
LUK LAMELLEN & KUPPLUNGSBAU (DE)
MCCULLICK DONALD (US)
SIDOR CHRISTOPHER (US)
HOFFMANN JOACHIM (US)
KEETS CHAD (US)
PERI PATANJALI (US)
International Classes:
F16H41/24; F16H41/28
Foreign References:
DE102004055295A12005-06-02
DE10257349A12004-06-24
DE102004006027A12004-09-09
US5113654A1992-05-19
Attorney, Agent or Firm:
LUK LAMELLEN UND KUPPLUNGSBAU BETEILIGUNGS KG (Bühl, DE)
Download PDF:
Claims:

Ansprüche

1. Drehmomentwandler, der Folgendes umfasst:

einen Innenring;

eine mit dem Innenring verbundene Turbinenschaufel mit einem Außenrand, wobei der Außenrand ein Segment beinhaltet, das einer Außenfläche des Innenring gegenüber liegt und in der Nähe der Außenfläche angeordnet ist; und

ein Verbindungsmaterial, das mindestens einen Teil des Segments und weniger als die Gesamtheit des Segments fest mit der Außenfläche verbindet.

2. Drehmomentwandler nach Anspruch 1 , bei dem das Segment fest verbunden ist, um Resonanzen in der Turbine zu verringern.

3. Drehmomentwandler nach Anspruch 1 , bei dem der Innenring ferner eine Innenfläche, die der Außenfläche gegenüber liegt, und mindestens einen offenen Pfad zwischen der Innen- und der Außenfläche umfasst, wobei der mindestens eine offene Pfad auf das Segment ausgerichtet ist und die Ausrichtung senkrecht zur Außenfläche des Innenrings ist.

4. Drehmomentwandler nach Anspruch 3, bei dem der Innenring ferner einen ersten und einen zweiten Schlitz umfasst, die Schaufel ferner eine erste und eine zweite Zunge umfasst, die durch den ersten bzw. zweiten Schlitz eingeführt wird, und mindestens ein erster oder zweiter Schlitz ferner den mindestens einen offenen Pfad umfasst.

5. Drehmomentwandler nach Anspruch 4, bei dem jeder erste oder zweite Schlitz ferner den mindestens einen offenen Pfad umfasst.

6. Drehmomentwandler nach Anspruch 3, bei dem der Innenring ferner einen ersten und einen zweiten Schlitz umfasst, die Schaufel ferner eine erste und eine zweite Zunge umfasst, die durch den ersten bzw. zweiten Schlitz eingeführt wird, und

zwischen dem ersten und dem zweiten Schlitz mindestens ein offener Pfad angeordnet ist, der vom ersten und zweiten Schlitz getrennt ist.

7. Drehmomentwandler nach Anspruch 3, bei dem der mindestens eine offene Pfad so angeordnet ist, dass er die Kapillarwirkung auf dem Segment unterbindet.

8. Drehmomentwandler nach Anspruch 1 , bei dem der Innenring ferner einen ersten und einen zweiten Schlitz umfasst, die Schaufel ferner eine erste und eine zweite Zunge umfasst, die durch den ersten bzw. zweiten Schlitz eingeführt wird, und das Segment ferner eine zwischen der ersten und der zweiten Zunge angeordnete Kerbe umfasst.

9. Drehmomentwandler nach Anspruch 8, bei dem die Kerbe so angeordnet ist, dass sie die Kapillarwirkung auf dem Segment unterbindet.

10. Turbine nach Anspruch 1, bei der das Verbindungsmaterial ein Lötmaterial ist.

11. Turbine nach Anspruch 1 , bei der das Verbindungsmaterial ein Schweißmaterial ist.

12. Innenring für einen Drehmomentwandler, wobei der Innenring Folgendes umfasst:

eine Außenfläche; und

eine Unterbrechung in der Außenfläche, wobei die Unterbrechung so angeordnet ist, dass sie die Kapillarwirkung eines fließfähigen Verbindungsmaterials unterbindet und das fließfähige Material so angeordnet ist, dass es sich an einer Verbindungsstelle zwischen einer am Innenring angebrachten Turbinenschaufel und der Außenfläche befindet.

13. Innenring nach Anspruch 12, der ferner einen Schlitz in der Außenfläche umfasst, wobei sich die Unterbrechung in Kontakt mit dem Schlitz befindet.

14. Innenring nach Anspruch 12, bei dem die Unterbrechung ferner eine öffnung im Innenring umfasst.

15. Schaufel für eine Turbine in einem Drehmomentwandler, wobei die Schaufel Folgendes umfasst:

eine erste und eine zweite Zunge an einer Kante der Schaufel, wobei die Zungen so angeordnet sind, dass sie die Schaufel fest mit einem Innenring des Drehmomentwandlers verbinden, wobei die Kante in der Nähe einer Außenfläche des Innenrings angeordnet ist, wenn die Schaufel fest mit dem Innenring verbunden ist; und

eine Kerbe in der Kante, die so angeordnet ist, dass sie den Kapillarfluss eines Verbindungsmaterials in einem zwischen der Schaufel und der Außenfläche gebildeten Kanal verhindert.

16. Verfahren zur Steuerung der Resonanz einer Turbine in einem Drehmomentwandler, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

Anbringen eines Segments eines Außenrandes der Schaufel in der Nähe einer Außenfläche eines Innenrings des Drehmomentwandlers;

Erzeugen eines Kanals zwischen dem Segment und der Außenfläche;

Erzeugen einer Unterbrechung in dem Kanal, um die Kapillarwirkung im Kanal zu unterbinden; und

Einbringen eines fließfähigen Verbindungsmaterials in den Kanal.

17. Verfahren nach Anspruch 16, das ferner das feste Verbinden von weniger als der Gesamtheit des Segments mit der Außenfläche umfasst.

18. Verfahren nach Anspruch 16, das ferner das Verbinden der Turbinenschaufel mit dem Innenring umfasst.

19. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem der Innenring femer eine Innenfläche umfasst, die der Außenfläche gegenüber liegt, und bei dem das Erzeugen der

Unterbrechung ferner das Einbringen mindestens eines offenen Pfades zwischen der Innenfläche und der Außenfläche und das Ausrichten des mindestens einen offenen Pfades auf das Segment umfasst, wobei die Ausrichtung in Bezug auf eine zur Außenfläche des Innenrings senkrechte Linie erfolgt.

20. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem der Innenring ferner einen ersten und einen zweiten Schlitz umfasst und die Schaufel ferner eine erste und eine zweite Zunge umfasst, die durch den ersten bzw. zweiten Schlitz eingeführt wird, und bei dem das Einbringen mindestens eines offenen Pfades zwischen der Innenfläche und der Außenfläche ferner das Bilden mindestens eine offenen Pfades als Teil mindestens eines ersten bzw. zweiten Schlitzes umfasst.

21. Verfahren nach Anspruch 20, bei dem das Einbringen mindestens eines offenen Pfades zwischen der Innenfläche und der Außenfläche ferner das Bilden mindestens eines offenen Pfades als Teil jedes ersten bzw. zweiten Schlitzes umfasst.

22. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem der Innenring ferner einen ersten und einen zweiten Schlitz umfasst und die Schaufel ferner eine erste und eine zweite Zunge umfasst, die durch den ersten bzw. den zweiten Schlitz eingeführt wird, und bei dem das Einbringen mindestens eines offenen Pfades zwischen der Innenfläche und der Außenfläche ferner das Einbringen des mindestens einen offenen Pfades zwischen dem ersten und dem zweiten Schlitz umfasst, der vom ersten und zweiten Schlitz getrennt ist.

23. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem der Innenring ferner einen ersten und einen zweiten Schlitz umfasst und die Schaufel ferner eine erste und eine zweite Zunge umfasst, die durch den ersten bzw. den zweiten Schlitz eingeführt wird, und bei dem das Erzeugen der Unterbrechung ferner das Einkerben des Segments zwischen der ersten und der zweiten Zunge umfasst.

24. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem das Verbindungsmaterial ein Lötmaterial ist.

25. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem Verbindungsmaterial ein Schweißmaterial ist.

26. Drehmomentwandler, der Folgendes umfasst:

einen Innenring;

eine mit dem Innenring verbundene Turbinenschaufel mit einer Kante in der Nähe einer Außenfläche des Innenrings;

mindestens einen zwischen der Schaufel und der Außenfläche gebildeten Kanal; und

ein Verbindungsmaterial, das den mindestens einen Kanal zumindest teilweise ausfüllt und weniger als die Gesamtheit des mindestens einen Kanals ausfüllt.

Description:

Drehmomentwandler mit gelöteter Turbine

GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft im Allgemeinen eine Turbine für einen Drehmomentwandler und im Besonderen eine Turbine mit Schaufeln, die teilweise mit einem Innenring der Turbine verlötet sind, um die durch die Gesamtheit der mechanischen und hydrodynamischen Eigenschaften der Turbinenunterbaugruppe verursachten Geräusche zu verringern.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Bekanntlich wird ein Drehmomentwandler zur übertragung eines Drehmoments von einem Motor zu einem Getriebe eines Motorfahrzeugs verwendet. Fig. 1 veranschaulicht in einem allgemeinen Blockschaubild die Beziehung zwischen dem Motor 7, dem Drehmomentwandler 10, dem Getriebe 8 und der Differenzial-/Achsbaugruppe 9 in einem typischen Fahrzeug.

Die drei Hauptkomponenten des Drehmomentwandlers sind die Pumpe 37, die Turbine 38 und der Stator 39. Aus dem Drehmomentwandler wird eine dicht abgeschlossene Kammer, wenn die Pumpe am Deckel 11 angeschweißt ist. Der Deckel ist mit der Wandlermitnehmerscheibe (Fiexplate ) 41 verbunden, die wiederum mit der Kurbelwelle 42 des Motors 7 verschraubt ist. Der Deckel kann unter Verwendung von Stegen oder Zapfen mit der Wandlermitnehmerscheibe verbunden sein, die an den Deckel angeschweißt sind. Die Schweißverbindung zwischen der Pumpe und dem Deckel überträgt das Motordrehmoment zur Pumpe. Deshalb dreht sich die Pumpe immer mit der Motordrehzahl. Die Funktion der Pumpe besteht darin, unter Verwendung dieser Drehbewegung die Flüssigkeit in radialer Richtung nach außen und in axialer Richtung zur Turbine zu befördern. Deshalb dient als Pumpe eine Kreiselpumpe, welche die Flüssigkeit von einem kleinen radialen Einlass zu einem großen radialen Auslass befördert und so die Energie der Flüssigkeit erhöht. Der Druck zum Einkuppeln der Getriebekupplungen und der Wandlerkupplung wird durch eine zusätzliche Pumpe im Getriebe erzeugt, die durch die Pumpennabe angetrieben wird.

Im Drehmomentwandler 10 wird durch die Pumpe (mitunter auch als Laufrad bezeichnet), die Turbine und den Stator (mitunter auch als Reaktor bezeichnet) ein Flüssigkeitskreislauf gebildet. Durch den Flüssigkeitskreislauf kann der Motor weiter laufen, wenn das Fahrzeug anhält, und das Fahrzeug wieder beschleunigen, wenn das durch einen Fahrer gewünscht wird. ähnlich wie bei einer Getriebeuntersetzung unterstützt der Drehmomentwandler das Motordrehmoment durch ein Drehmomentverhältnis. Das Drehmomentverhältnis ist das Verhältnis von Abtriebsdrehmoment zu Antriebsdrehmoment. Das Drehmomentverhältnis ist am höchsten, wenn die Drehzahl der Turbine niedrig oder gleich null ist (auch als Abwürgen bezeichnet). Die Drehmomentverhältnisse beim Abwürgen liegen üblicherweise im Bereich von 1 ,8 bis 2,2. Das bedeutet, dass das Abtriebsdrehmoment des Drehmomentwandlers 1,8- bis 2,2-mal so groß ist wie das Antriebsdrehmoment. Die Abtriebsdrehzahl hingegen ist wesentlich niedriger als die Antriebsdrehzahl, da die Turbine mit der Abtriebsseite verbunden ist und sich nicht dreht, während die Antriebsseite mit der Motordrehzahl läuft.

Die Turbine 38 nutzt die mit der Flüssigkeit von der Pumpe 37 aufgenommene Energie zum Antreiben des Fahrzeugs. Das Turbinengehäuse 22 ist mit der Turbinennabe 19 verbunden. Die Turbinennabe 19 überträgt das Drehmoment der Turbine mittels einer Keilnutverbindung auf die Antriebswelle 43 des Getriebes. Die Antriebswelle ist über Zahnräder und Wellen im Getriebe 8 sowie ein Achsdifferenzial 9 mit den Rädern des Fahrzeugs verbunden. Die auf die Turbinenschaufeln einwirkende Kraft der Flüssigkeit wird von der Turbine in Form eines Drehmoments abgegeben. Axiale Drucklager 31 nehmen die durch die Flüssigkeit auf die Komponenten einwirkenden axialen Kräfte auf. Sobald das Abtriebsdrehmoment zur überwindung der Trägheit des stehenden Fahrzeugs ausreicht, setzt sich das Fahrzeug in Bewegung.

Nachdem die Energie der Flüssigkeit durch die Turbine in ein Drehmoment umgesetzt wurde, enthält die Flüssigkeit noch restliche Energie. Die aus der kleinen radialen Auslassöffnung 44 austretende Flüssigkeit tritt normalerweise so in die Pumpe ein, dass sie der Drehung der Pumpe entgegenwirkt. Der Stator 39 dient zum Umlenken der Flüssigkeit, um zur Beschleunigung der Pumpe beizutragen und dadurch das Drehmomentverhältnis zu erhöhen. Der Stator 39 ist durch einen Freilauf 46 mit der Statorwelle 45 verbunden. Die Statorwelle ist mit dem Getriebegehäuse 47 verbunden und dreht sich nicht. Der Freilauf 46 verhindert, dass sich der Stator 39 bei niedrigen Drehzahlverhältnissen dreht (wenn sich die Pumpe schneller dreht als die Turbine). Die

vom Turbinenauslass 44 in den Stator 39 eintretende Flüssigkeit wird durch die Statorschaufeln 48 umgelenkt, sodass sie in Drehrichtung in die Pumpe 37 eintritt.

Die Ein- und Austrittswinkel der Schaufeln, die Form des Pumpen- und des Turbinengehäuses sowie der Gesamtdurchmesser des Drehmomentwandlers beeinflussen dessen Leistungsparameter. Zu den Parametern für die Konstruktion gehören das Drehmomentverhältnis, der Wirkungsgrad und die Fähigkeit des Drehmomentwandlers, ein Motordrehmoment aufzunehmen, ohne dass der Motor „durchdrehen" kann. Dazu kommt es, wenn der Drehmomentwandler zu klein ist und die Pumpe den Motor nicht abbremsen kann.

Bei niedrigen Drehzahlverhältnissen arbeitet der Drehmomentwandler zufriedenstellend, indem er den Motor laufen lässt, während das Fahrzeug steht, und das Motordrehmoment zur Leistungssteigerung unterstützt. Bei hohen Drehzahlverhältnissen ist der Drehmomentwandler weniger wirksam. Indem sich die Drehzahl der Turbine an die Drehzahl der Pumpe angleicht, geht das Drehmomentverhältnis des Drehmomentwandlers von einem hohen Wert von ungefähr 1,8 bis 2,2 auf ein Drehmomentverhältnis von ungefähr 1 zurück. Das Drehmomentverhältnis von 1 wird als Kupplungspunkt bezeichnet. An diesem Punkt braucht die in den Stator eintretende Flüssigkeit nicht mehr umgelenkt zu werden, und der Freilauf im Stator lässt die Drehung in derselben Richtung wie die Pumpe und die Turbine zu. Da der Stator die Flüssigkeit nicht umlenkt, ist das vom Drehmomentwandler abgegebene Drehmoment gleich dem aufgenommenen Drehmoment. Der gesamte Flüssigkeitskreislauf dreht sich als eine Einheit.

Aufgrund von Verlusten in der Flüssigkeit liegt der maximale Wirkungsgrad des Drehmomentwandlers bei 92 bis 93 %. Deshalb wird zur mechanischen Verbindung der Antriebsseite mit der Abtriebsseite des Drehmomentwandlers eine Drehmomentwandlerkupplung 49 eingesetzt, die den Wirkungsgrad auf nahezu 100 % erhöht. Die Kupplungskolbenplatte 17 wird durch Befehle von der Getriebesteuerung hydraulisch betätigt. Die Kolbenplatte 17 ist an ihrem Innendurchmesser durch einen O- Ring 18 gegen die Turbinennabe 19 und an ihrem Außendurchmesser durch einen Ring 51 aus Reibungsmaterial gegen den Deckel 11 abgedichtet. Diese Dichtungen bilden eine Druckkammer und drücken die Kolbenplatte 17 gegen den Deckel 11. Diese mechanische Verbindung umgeht den Flüssigkeitskreislauf des Drehmomentwandlers.

- A -

Die mechanische Verbindung der Drehmomentwandlerkupplung 49 überträgt wesentlich mehr Torsionsschwankungen an den Antriebsstrang. Da der Antriebsstrang im Grunde ein Federn-Massen-System darstellt, können Torsionsschwankungen vom Motor Resonanzschwingungen des Systems anregen. Um die Resonanzschwingungen des Antriebsstrangs aus dem Fahrbereich zu entfernen, wird ein Dämpfer verwendet. Der Dämpfer beinhaltet in Reihe angeordnete Federn 15, um die wirksame Federkonstante des Systems und so die Resonanzfrequenz zu verringern.

Die Wandlerkupplung 49 umfasst im Allgemeinen vier Komponenten: eine Kolbenplatte 17, Deckplatten 12 und 16, Federn 15 und einen Flansch 13. Die Deckplatten 12 und 16 übertragen das Drehmoment von der Kolbenplatte 17 auf die Druckfedern 15. An der Deckplatte sind um die Federn 15 herum Nasen 52 gebildet, um die Federn in axialer Richtung zu haltern. Das Drehmoment wird über eine genietete Verbindung von der Kolbenplatte 17 auf die Deckplatten 12 und 16 übertragen. Die Deckplatten 12 und 16 lassen das Drehmoment durch den Kontakt mit einer Kante einer Aussparung für die Feder auf die Druckfedern 15 einwirken. Die beiden Deckplatten unterstützen gemeinsam die Feder auf beiden Seiten ihrer Mittelachse. Die Federkraft wird durch den Kontakt mit einer Kante der Aussparung für die Flanschfeder auf den Flansch 13 übertragen. Mitunter weist der Flansch auch eine drehfeste Zunge oder einen drehfesten Schlitz auf, der in einen Teil der Deckplatte eingreift, um während der übertragung hoher Drehmomente ein zu starkes Zusammendrücken der Federn zu verhindern. Das Drehmoment wird vom Flansch 13 auf die Turbinennabe 19 und auf die Antriebswelle 43 des Getriebes übertragen.

Die Energie kann bei Bedarf durch Reibung, die mitunter auch als Hysterese bezeichnet wird, aufgenommen werden. Die Hysterese ergibt sich aus der Torsion und der Entspannung der Dämpfungsplatten und ist somit doppelt so groß wie das eigentliche Reibungsdrehmoment. Die Hysteresebaugruppe besteht im Allgemeinen aus einer Membranfeder (oder Bellevillefeder) 14 zwischen dem Flansch 13 und einer der Deckplatten 16, um den Flansch 13 gegen die andere Deckplatte 12 zu drücken. Durch die Steuerung der auf die Membranfeder 14 ausgeübten Kraft kann auch das Reibungsdrehmoment gesteuert werden. Typische Hysteresewerte liegen im Bereich von 10 bis 30 Nm.

Wandlerturbinen sind im Allgemeinen mit Schaufeln gebildet, die zwischen einem Innenring und einem Turbinengehäuse angeordnet sind. Die Schaufeln leiten eine Flüssigkeit vom Einlass der Turbine, der sich in der Nähe des Außenrands der Turbine befindet, zum Auslass der Turbine, der sich in der Nähe des Innenrands der Turbine befindet. Die Schaufeln sind üblicherweise mit Zungen am Innenring befestigt, die aus der Schaufel herausragen und umgebogen werden, nachdem sie in die Schlitze im Innenring gesteckt wurden. An der Verbindungsstelle zwischen der Schaufel und der Oberfläche des Innenrings besteht ein Kanal oder ein Zwischenraum. Die Haltbarkeit und die Leistung der Turbine kann durch Einbringen eines Verbindungsmaterials an der Verbindungsstelle verbessert werden. Als Verbindungsmaterial kommen verschiedene Materialien in Betracht, jedoch werden aufgrund der relativ engen Zwischenräume zwischen den Schaufeln und den Oberflächen des Gehäuses und dem Innenring Materialien bevorzugt, die durch Kapillarwirkung hineinfließen können. Als Verbindungsmaterial wird üblicherweise ein Lötmaterial wie z.B. Lötpaste gewählt, jedoch können auch andere Alternativen genutzt werden. Durch das Einbringen von Verbindungsmaterial wird die Steifigkeit der Wandlerturbine erhöht, da die zum Innenring zeigenden Kanten der Schaufeln mit den Oberflächen des Innenrings verbunden werden. Das Verbindungsmaterial macht aus der Turbine eine kompakte Einheit, die aus drei einzelnen Komponenten besteht.

Bei Turbinenbaugruppen der oben beschriebenen Art kann es aufgrund der Gesamtheit mechanischer und hydrodynamischer Eigenschaften der Turbinenteilbaugruppe zu Geräuschen kommen. Die in einer Turbinenteilbaugruppe erzeugten Geräusche können so stark sein, dass sie Fahrzeugführer stören.

Somit besteht seit langem ein Bedarf an einer Turbine, die entweder eine verringerte Steifigkeit und eine geringere Resonanz aufweist und/oder bei der die Resonanzfrequenz so verändert ist, dass die durch den Drehmomentwandler erzeugten Geräusche ohne Verlust an Leistung und Haltbarkeit der Turbine verringert werden.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung umfasst im Allgemeinen einen Drehmomentwandler, der Folgendes beinhaltet: einen Innenring; eine Turbinenschaufel, die mit dem Innenring verbunden ist und einen Außenrand aufweist, wobei der Außenrand ein Segment beinhaltet, das einer

Außenfläche des Innenrings gegenüberliegt und in der Nähe der Außenfläche angeordnet ist. Ein Verbindungsmaterial dient zur festen Verbindung mindestens eines Teils des Segments, jedoch weniger als der Gesamtheit des Segments mit der Außenfläche des Innenrings. Das Segment wird fest verbunden, um die Resonanzen in der Turbine zu verringern.

Gemäß einigen Aspekten beinhaltet der Innenring eine Innenfläche, die der Außenfläche gegenüber angeordnet ist, und mindestens einen offenen Pfad zwischen der Innenfläche und der Außenfläche. Der mindestens eine offene Pfad ist auf das Segment ausgerichtet, und die Ausrichtung erfolgt senkrecht zur Außenfläche des Innenrings. Der mindestens eine offene Pfad ist so angeordnet, dass er die Kapillarwirkung entlang dem Segment unterbindet. Gemäß einigen Aspekten beinhaltet der Innenring einen ersten und einen zweiten Schlitz, die Schaufel beinhaltet eine erste und eine zweite Zunge, die in den ersten bzw. den zweiten Schlitz gesteckt ist, und der mindestens eine erste oder zweite Schlitz beinhaltet den mindestens einen offenen Pfad. Gemäß einigen Aspekten beinhaltet jeder erste oder zweite Schlitz den mindestens einen offenen Pfad.

Gemäß einigen Aspekten beinhaltet der Innenring einen ersten und einen zweiten Schlitz, die Schaufel beinhaltet eine erste und eine zweite Zunge, die in den ersten bzw. den zweiten Schlitz gesteckt ist, und der mindestens eine offene Pfad ist zwischen dem ersten und dem zweiten Schlitz und von diesen getrennt angeordnet. Gemäß einigen Aspekten beinhaltet der Innenring einen ersten und einen zweiten Schlitz, die Schaufel beinhaltet eine erste und eine zweite Zunge, die in den ersten bzw. den zweiten Schlitz gesteckt ist, und das Segment beinhaltet eine zwischen der ersten und der zweiten Zunge angeordnete Kerbe. Die Kerbe ist so angeordnet, dass sie die Kapillarwirkung entlang dem Segment unterbindet. Gemäß einigen Aspekten dient als Verbindungsmaterial ein Lötmaterial oder ein Schweißmaterial.

Ferner umfasst die Erfindung im Allgemeinen einen Innenring für einen Drehmomentwandler, der eine Außenfläche und in der Außenfläche eine Unterbrechung beinhaltet. Die Unterbrechung ist so angeordnet, dass sie die Kapillarwirkung eines fließfähigen Verbindungsmaterials unterbindet, das an einer Verbindungsstelle zwischen einer Turbinenschaufel, die am Innenring befestigt ist, und der Außenfläche eingebracht ist. Gemäß einigen Aspekten beinhaltet der Innenring einen Schlitz, und die

Unterbrechung berührt den Schlitz. Gemäß einigen Aspekten hat die Unterbrechung die Form einer öffnung im Innenring.

Ferner umfasst die Erfindung im Allgemeinen eine Schaufel für eine Turbine in einem Drehmomentwandler, die eine erste und eine zweite Zunge beinhaltet, welche an einer Kante der Schaufel so angeordnet sind, dass sie die Schaufel am Innenring des Drehmomentwandlers befestigen. Die Kante ist so angeordnet, dass sie sich in der Nähe einer Außenfläche des Innenrings befindet, wenn die Schaufel am Innenring befestigt ist. In der Kante ist eine Kerbe angeordnet, um die Kapillarwirkung des Verbindungsmaterials in einem Kanal zu verhindern, der zwischen der Schaufel und der Außenfläche gebildet ist.

Ferner umfasst die Erfindung im Allgemeinen einen Drehmomentwandler, der einen Innenring und eine mit dem Innenring verbundene Turbinenschaufel beinhaltet, wobei die Schaufel eine Kante aufweist, die sich in der Nähe einer Außenfläche des Innenrings befindet. Zwischen der Schaufel und der Außenfläche ist mindestens ein Kanal gebildet, wobei das Verbindungsmaterial den Kanal zumindest teilweise, aber nicht ganz ausfüllt.

Außerdem umfasst die Erfindung im Allgemeinen ein Verfahren zur Steuerung der Resonanz einer Turbine in einem Drehmomentwandler, wobei das Verfahren die folgenden Schritte beinhaltet: Anordnen eines Segments eines Außenrandes der Schaufel in der Nähe einer Außenfläche eines Innenrings des Drehmomentwandlers; Erzeugen eines Kanals zwischen dem Segment und der Außenfläche; Erzeugen einer Unterbrechung im Kanal, um die Kapillarwirkung im Kanal zu unterbinden; und Einbringen eines fließfähigen Verbindungsmaterials in den Kanal. Ferner verbindet das Verfahren weniger als die Gesamtheit des Segments fest mit der Außenfläche. Gemäß einigen Aspekten verbindet das Verfahren die Turbinenschaufel mit dem Innenring.

Eine allgemeine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Drehmomentwandler mit einer Turbinenschaufel mit verringerter Resonanz und Steifigkeit bereitzustellen.

Diese sowie andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden ohne weiteres aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsarten der Erfindung und aus den beiliegenden Zeichnungen und Ansprüchen klar.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist ein allgemeines Blockschaubild zur Veranschaulichung des Kraftflusses in einem Motorfahrzeug, das der Erläuterung der Stellung und Funktion eines Drehmomentwandlers in dessen Antriebsstrang dient;

Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht eines Drehmomentwandlers nach dem Stand der Technik in Einbaulage an einem Motor eines Motorfahrzeugs;

Fig. 3 ist eine Ansicht des in Fig. 2 gezeigten Drehmomentwandlers von der linken Seite entlang der Linie 3-3 in Fig. 2;

Fig. 4 ist eine Querschnittsansicht des in den Figuren 2 und 3 gezeigten Drehmomentwandlers entlang der Schnittlinie 4-4 in Fig. 3;

Fig. 5 ist eine erste Darstellung des in Fig. 2 gezeigten Drehmomentwandlers in Explosionsdarstellung aus der Sicht eines Betrachters des Drehmomentwandlers in Explosionsdarstellung von der linken Seite;

Fig. 6 ist eine zweite Darstellung des in Fig. 2 gezeigten Drehmomentwandlers in Explosionsdarstellung aus der Sicht eines Betrachters des Drehmomentwandlers in Explosionsdarstellung von der rechten Seite;

Fig. 7A ist eine perspektivische Ansicht eines Zylinderkoordinatensystems, das die in der vorliegenden Anmeldung gebrauchten räumlichen Begriffe darstellt;

Fig. 7B ist eine perspektivische Ansicht eines Objekts in dem Zylinderkoordinatensystem von Fig. 7A, das die in der vorliegenden Anmeldung gebrauchten räumlichen Begriffe darstellt;

Fig. 8 ist eine Rückansicht der Wandlerturbine gemäß der vorliegenden Erfindung mit einer Vielzahl von Schaufeln gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 9 ist eine Rückansicht der in Fig. 8 gezeigten Wandlerturbine, bei welcher der Innenring abgenommen ist;

Fig. 10 ist eine Querschnittsansicht der in Fig. 9 gezeigten Wandierturbine entlang der Schnittlinie 10-10 in Fig. 9;

Fig. 11 ist eine perspektivische Ansicht einer Schaufel der Wandlerturbine gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 12 ist eine Draufsicht auf einen Innenring gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 13 ist eine Querschnittsansicht des in Fig. 12 gezeigten Innenrings entlang der Schnittlinie 13-13 in Fig. 12;

Fig. 14 ist eine perspektivische Ansicht einer Turbinenschaufel zur Verwendung mit einem Innenring gemäß der vorliegenden Erfindung; und

Fig. 15 ist eine Rückansicht eines Innenrings gemäß der vorliegenden Erfindung.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Von vornherein sollte klar sein, dass gleiche Bezugsnummern in verschiedenen Zeichnungsansichten identische oder funktionell ähnliche Strukturelemente der Erfindung bezeichnen. Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezug auf die gegenwärtig als bevorzugt angesehenen Aspekte beschrieben wird, sollte klar sein, dass die beanspruchte Erfindung nicht auf die beschriebenen Aspekte beschränkt ist.

Außerdem ist klar, dass diese Erfindung nicht auf die bestimmten beschriebenen Verfahren, Materialien und Modifikationen beschränkt ist und insofern natürlich variieren kann. Ferner ist klar, dass die hier gebrauchten Begriffe nur zur Beschreibung bestimmter Aspekte dienen und nicht als Einschränkung des Geltungsbereichs der vorliegenden Erfindung zu verstehen sind, der nur durch die angehängten Ansprüche eingeschränkt wird.

Sofern nicht anderweitig definiert, haben alle hier gebrauchten technischen und wissenschaftlichen Begriffe dieselbe Bedeutung, wie sie einem Fachmann geläufig ist, an den sich diese Erfindung richtet. Obwohl zum Durchführen oder Testen der Erfindung

beliebige Verfahren, Einrichtungen oder Materialien verwendet werden können, die den hier beschriebenen ähnlich oder gleichwertig sind, werden im Folgenden die bevorzugten Verfahren, Einrichtungen und Materialien beschrieben.

Fig. 7A ist eine perspektivische Ansicht eines Zylinderkoordinatensystems 80, das die in der vorliegenden Anmeldung verwendete räumliche Bezeichnungsweise darstellt. Die vorliegende Erfindung wird zumindest teilweise in Verbindung mit einem Zylinderkoordinatensystem beschrieben. Das System 80 weist eine Längsachse 81 auf, die als Bezug für die folgenden Richtungs- und räumlichen Begriffe dient. Die Attribute „axial", „radial" und „Umfangs-" beziehen sich auf eine Ausrichtung parallel zur Achse 81, zum Radius 82 (der senkrecht zur Achse 81 ist) bzw. zum Umfang 83. Die Attribute „axial", „radial" und „Umfangs-" beziehen sich auch auf eine Ausrichtung parallel zu entsprechenden Flächen. Zur Erläuterung der Lage der verschiedenen Ebenen dienen die Objekte 84, 85 und 86. Die Fläche 87 des Objekts 84 bildet eine axiale Ebene. Das heißt, die Achse 81 bildet eine Linie entlang der Fläche. Die Fläche 88 des Objekts 85 bildet eine radiale Ebene. Das heißt, der Radius 82 bildet eine Linie entlang der Fläche. Die Fläche 89 des Objekts 86 bildet eine Umfangsfläche. Das heißt, der Umfang 83 bildet eine Linie entlang der Fläche. Gemäß einem weiteren Beispiel verläuft eine axiale Bewegung oder Lage parallel zur Achse 81, eine radiale Bewegung oder Lage verläuft parallel zum Radius 82, und eine Umfangsbewegung oder -läge verläuft parallel zum Umfang 83. Eine Drehung erfolgt um die Achse 81.

Die Attribute „axial", „radial" und „Umfangs-" beziehen sich auch auf eine Ausrichtung parallel zur Achse 81, zum Radius 82 bzw. zum Umfang 83. Die Attribute „axial", „radial" und „Umfangs-" beziehen sich auf eine Ausrichtung parallel zu entsprechenden Flächen.

Fig. 7B ist eine perspektivische Ansicht des Objekts 90 im Zylinderkoordinatensystem 80 von Fig. 7A, welche die in der vorliegenden Anmeldung gebrauchte räumliche Bezeichnungsweise darstellt. Das zylindrische Objekt 90 ist für ein zylindrisches Objekt in einem Zylinderkoordinatensystem repräsentativ und ist keineswegs als Einschränkung der vorliegenden Erfindung zu verstehen. Das Objekt 90 beinhaltet eine axiale Fläche 91, eine radiale Fläche 92 und eine Umfangsfläche 93. Die Fläche 91 ist Teil einer axialen Ebene, die Fläche 92 ist Teil einer radialen Ebene, und die Fläche 93 ist Teil einer Umfangsfläche.

Fig. 8 ist eine Rückansicht einer Wandlerturbine 100 gemäß der vorliegenden Erfindung mit einer Vielzahl von Schaufeln 106 gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 9 ist eine Rückansicht der in Fig. 8 gezeigten Wandlerturbine 100 mit abgenommenem Innenring.

Fig. 10 ist eine Querschnittsansicht der in Fig. 9 gezeigten Wandlerturbine 100 gemäß der vorliegenden Erfindung entlang der Schnittlinie 10-10 in Fig. 9.

Fig. 11 ist eine perspektivische Ansicht der Schaufel 106 der Wandlerturbine. Die folgende Beschreibung ist in Verbindung mit den Figuren 8 bis 11 zu sehen. Die Turbine 100 beinhaltet eine Vielzahl von Schaufeln 106. Die Schaufeln 106 werden üblicherweise mit dem Turbinengehäuse 102 und dem Innenring 104 verbunden, um die Turbine 100 zu bilden. Die Schaufeln 106 werden zuerst unter Verwendung von Zungen, zum Beispiel der Zungen 108 und 118, mit dem Innenring verbunden. Das Segment oder die Kante 120 ist der Teil des Außenrandes 103 der Schaufel, welcher der Außenfläche des Innenrings 104 gegenüberliegt. Das heißt, das Segment 120 befindet sich nach dem Einbau der Schaufel unter Verwendung der Zungen in der Nähe der Außenfläche. An der Verbindungsstelle zwischen der Kante 120 und der Außenfläche des Innenrings 104 bleibt ein Zwischenraum oder ein Kanal offen. Wie oben bereits erwähnt, wird zum Befestigen der Turbinenschaufeln an einem Innenring ein fließfähiges Verbindungsmaterial verwendet, wobei sich das Verbindungsmaterial durch Kapillarwirkung über die Verbindungsstelle verteilt. Das heißt, das fließfähige Material gelangt in den Kanal. Als Verbindungsmaterial kann ein beliebiges in der Technik bekanntes Material zum Verbinden von Metallflächen verwendet werden, darunter, aber nicht darauf beschränkt, Lötmaterial, Schweißmaterial oder eine ähnliche metallische Verbindungssubstanz. Gemäß einigen Aspekten wird zum Verbinden der Schaufeln 106 mit dem Innenring 104 eine Lötpaste verwendet. Die Lötpaste fließt beim Erhitzen, zum Beispiel in einem Lötofen, entlang der Verbindungsstelle zwischen der Fläche der Kante 120 und der Außenfläche des Innenrings 104. Durch die Verwendung von Lötpaste kann das Verbindungsmaterial in Bereichen aufgebracht werden, die nach dem Verbinden der Schaufeln mit dem Innenring durch Zungen normalerweise nicht zugänglich sind.

Die Schaufeln 106 beinhalten Kerben 130, die entlang dem Außenrand 103 der Schaufeln . angeordnet sind. Insbesondere sind die Kerben entlang dem Segment 120 des

Außenrandes angeordnet. Die Kerbe 130 erzeugt entlang der Verbindungsstelle zwischen dem Segment 120 und der Außenfläche des Innenrings eine Unterbrechung. Die Unterbrechung unterbindet die Kapillarwirkung entlang der Verbindungsstelle und somit das Weiterfließen des Verbindungsmaterials. Mit anderen Worten, die Kerbe erzeugt einen Abschnitt oder ein Segment 120, das so weit von der Außenfläche des Innenrings 104 entfernt ist, dass das Weiterfließen des Verbindungsmaterials entlang dem zwischen der Kante 120 und dem Innenring 104 gebildeten Kanal unterbunden wird. Somit verbindet das Verbindungsmaterial die Schaufel 106 an der Kerbe 130 nicht mit dem Außenring. Das heißt, das Verbindungsmaterial verbindet das Segment 120 und den Innenring 104 nicht über die gesamte Länge hinweg fest miteinander.

Es sollte klar sein, dass die Kerbe 130 nicht auf die in den Figuren gezeigte Größe, Form, Ausrichtung oder Lage am Segment 120 beschränkt ist und andere Größen, Formen, Ausrichtungen oder Lagen am Segment 120 in Geist und Geltungsbereich der beanspruchten Erfindung enthalten sind. Außerdem sollte klar sein, dass am Segment 120 mehr als nur eine Kerbe 130 angebracht werden können. Ferner sollte klar sein, dass eine Turbine Schaufeln 106 mit verschiedenen Kerben 130 beinhalten kann. Das heißt, dass nicht jede Schaufel denselben Kerbentyp 130 oder dieselbe Anzahl von Kerben 130 aufweist.

Somit beinhaltet die Turbine 100 eine oder mehrere Schaufeln 106, die an Punkten nicht mit dem Innenring 104 verbunden sind, welche über den Innenring hinweg verteilt sind. Gemäß einigen Aspekten ändert die Kerbe 130 die Resonanzfrequenz einer Turbine infolge des unterschiedlichen Aufbringens des Verbindungsmaterials. Gemäß einigen Aspekten ist die Turbine 100 flexibler, sodass die Turbine weniger Geräusche erzeugt.

Die Zungen 108 und 118, die integraler Bestandteil der Schaufeln 106 sind, stellen ein Mittel zum Verbinden der Schaufeln 106 mit dem Innenring 104 dar. Die an der Kante 120 der Schaufeln 106 angeordneten Zungen 108 sind in der Turbine 100 in der Nähe der Einlassseite 110 angeordnet und durch Schlitze 114 gesteckt, die sich ebenfalls in der Nähe der Einlassseite 110 des Innenrings 104 befinden. Nach dem Einführen durch die Schlitze 114 werden die Zungen 108 umgebogen und dienen dazu, die Schaufeln 106 an der Vorder- oder Außenfläche des Innenrings 104 zu haltern. Gemäß einigen Aspekten sind die Zungen 118 an den Schaufeln 106 in der Nähe der Auslassseite 112 der Turbine 100 angeordnet. Die Zungen 118 können ferner die Schaufeln 106 mit dem Innenring 104

verbinden und werden nach dem Einführen durch die Schlitze 116 umgebogen. Gemäß einigen Aspekten ist die Kerbe 130 in der Schaufel 106 zwischen den Zungen 108 und 118 angeordnet.

Fig. 10 zeigt weitere Details zur Gestaltung der Turbine 100.

In Fig. 11 zeigt die Position der Zungen 108 und 118 vor dem Zusammenbau der Turbine 100, in der sie noch nicht umgebogen sind. Nach dem Einführen der Zungen 108 und 118 durch die Schlitze 114 bzw. 116 werden die Zungen umgebogen, um die Schaufeln 106 mit dem Innenring 104 zu verbinden.

Fig. 12 ist eine Draufsicht auf einen Innenring 158 gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 13 ist eine Querschnittsansicht des Innenrings 158 entlang einer Schnittlinie 13-13 in Fig. 12.

Fig. 14 ist eine perspektivische Ansicht einer Turbinenschaufel 151 , wie sie in Verbindung mit einem Innenring gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Die folgende Beschreibung ist in Verbindung mit den Figuren 12 bis 14 zu sehen. Die Schaufel 151 wird in der folgenden Erörterung als Beispiel verwendet, jedoch sollte klar sein, dass andere Turbinenschaufeln, zum Beispiel die in Fig. 11 gezeigten Schaufeln 106, in Verbindung mit einem Innenring gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Der Ring 158 beinhaltet Schlitze 161 und 163, die zum Aufnehmen der Zungen 153 bzw. 155 dienen. Die Schlitze 161 und 163 beinhalten erweiterte Abschnitte 132 bzw. 134. Die erweiterten Abschnitte erzeugen einen offenen Pfad zwischen der Außenfläche 165 des Innenrings 158 und der Innenfläche 139 des Innenrings 158, nachdem die Zungen 153 und 155 durch die Schlitze 161 bzw. 163 gesteckt und zur Fläche 139 hin umgebogen wurden. Unter einem offenen Pfad ist zu verstehen, dass es einen Hohlraum oder eine öffnung gibt, welche die Flächen 165 und 139 miteinander verbindet und in der Fläche 165 eine Unterbrechung oder öffnung beinhaltet. Nach dem Einsetzen der Schaufel 151 in den Innenring, wird die zur Fläche 165 zeigende Kante, das heißt, die Kante 157, auf einen oder beide Abschnitte 132 und 134 ausgerichtet. Die Ausrichtung erfolgt senkrecht zur Fläche 165. Das heißt, die Kante 157 kommt oberhalb eines oder beider Abschnitte zu liegen.

Die Abschnitte 132 und 134 bilden eine Unterbrechung in der Verbindungsstelle zwischen der Kante 157 und der Fläche 165. Die Unterbrechung unterbindet die Kapillarwirkung entlang der Verbindungsstelle und unterbindet das Weiterfließen des Verbindungsmaterials. Mit anderen Worten, die erweiterten Abschnitte erzeugen entsprechende Abschnitte der Kante 157, die so weit von der Fläche 165 entfernt sind, dass das Weiterfließen des Verbindungsmaterials entlang dem zwischen der Kante 157 und der Fläche 165 gebildeten Kanal unterbunden wird. Somit verbindet das Verbindungsmaterial die Schaufel 151 an den erweiterten Abschnitten nicht mit dem Außenring. Gemäß einigen Aspekten liegen die Abschnitte 132 an dem Ende des Schlitzes 161, das dem Außenrand 167 des Innenrings 158 abgewandt ist. Gemäß einigen Aspekten liegen die Abschnitte 134 an dem Ende des Schlitzes 163, das dem Innenrand 169 des Innenrings 158 abgewandt ist.

Obwohl die Schlitze 161 und 163 in Fig. 12 jeweils mit erweiterten Abschnitten dargestellt sind, sollte klar sein, dass andere Gestaltungen und Kombinationen von Abschnitten 132 und 134 in Geist und Geltungsbereich der beanspruchten Erfindung enthalten sind. Zum Beispiel können erweiterte Abschnitte 132 oder 134 gemäß der Darstellung in Fig. 12 paarweise auf dem Innenring 158 angeordnet werden, oder alternativ (nicht gezeigt) kann der Innenring 158 nur Abschnitte 132, nur Abschnitte 134, eine Kombination von Abschnitten 132 und 134 oder Kombinationen von Schlitzen mit und ohne Abschnitte 132 oder 134 umfassen. Ferner sollte klar sein, dass die Abschnitte 132 und 134 nicht auf die in den Figuren gezeigte Größe und Form beschränkt sind. Von grundlegender Bedeutung ist, dass die Abschnitte ausreichend in Bezug auf die jeweiligen am Innenring befestigten Turbinenschaufeln dimensioniert und angeordnet sind, um für die Kapillarwirkung des jeweils verwendeten Verbindungsmaterials eine Unterbrechung zu schaffen.

Auch die Stelle, an der das Verbindungsmaterial auf den Innenring aufgebracht wird, wirkt sich darauf aus, wo die Kante 157 mit der Fläche 165 verbunden wird. Zum Beispiel strömt in Fig. 12 die in der Nähe von Außenrand 167 und 169 aufgebrachte Lötpaste entlang dem zwischen der Kante 157 und der Fläche 165 gebildeten Kanal zu den Schlitzen 161 bzw. 163, bis die Paste die Abschnitte 132 bzw. 134 erreicht. Nach dem Erreichen der Abschnitte 132 oder 134 fließt die Lötpaste in dem durch die Kante 157 und die Fläche 165 gebildeten Kanal infolge des Hohlraums auf der Fläche 165, der sich aus den offenen Pfaden an den erweiterten Abschnitten ergibt, nicht mehr weiter. Das heißt, eine Wand des Kanals, die zum Weiterfließen der Lötpaste durch Kapillarwirkung benötigt wird, fehlt

an den erweiterten Abschnitten, und die Kapillarwirkung ist unterbunden. Somit verbindet das Verbindungsmaterial die Fläche 165 nicht mit dem Teil der Kante 157, der sich zwischen den Abschnitten 132 und 134 befindet. Durch das Fehlen der festen Verbindung zwischen der Schaufel 151 und dem Innenring 158 ist die Turbine nicht so starr wie eine Turbine, bei der die gesamte Kante 157 fest mit der Außenfläche des Innenrings verbunden ist.

Fig. 15 ist eine Draufsicht auf einen Innenring 171 gemäß der vorliegenden Erfindung. Die folgende Beschreibung ist in Verbindung mit den Figuren 14 und 15 zu sehen. Die Schaufel 151 dient in der folgenden Erörterung als Beispiel, jedoch sollte klar sein, dass in Verbindung mit einem Innenring gemäß der vorliegenden Erfindung auch andere Turbinenschaufeln verwendet werden können. Der Ring 171 beinhaltet Schlitze 173 und 175, die zum Aufnehmen der Zungen 153 bzw. 155 dienen. Zwischen dem Außenrand 179 und dem Innenrand 181 des Innenrings 171 sind öffnungen 177 angeordnet. Die öffnungen 177 stellen einen offenen Pfad zwischen der Außenfläche 183 des Innenring und der (nicht gezeigten) Innenfläche des Innenrings dar, nachdem die Schaufeln 151 am Ring 171 angebracht wurden (nachdem die Zungen 153 und 155 durch die Schlitze 173 bzw. 175 eingeführt und zur Innenfläche hin umgebogen wurden). Nachdem die Schaufel 151 am Innenring angebracht wurde, ist die der Fläche 183 zugewandte Kante, das heißt, die Kante 157, auf die öffnung 177 ausgerichtet. Die Ausrichtung ist senkrecht zur Fläche 183. Das heißt, die Kante 157 kommt über der öffnung zu liegen.

Die öffnung 177 bildet eine Unterbrechung der Verbindungsstelle zwischen der Kante 157 und der Fläche 183. Die Unterbrechung unterbindet die Kapillarwirkung an der Verbindungsstelle und unterbindet das Weiterfließen des Verbindungsmaterials. Mit anderen Worten, die öffnungen erzeugen entsprechende Abschnitte der Kante 157, die so weit von der Fläche 183 entfernt sind, dass das Weiterfließen des Verbindungsmaterials entlang dem zwischen der Kante 157 und der Fläche 183 gebildeten Kanal unterbunden wird. Somit verbindet das Verbindungsmaterial die Schaufel 151 an den öffnungen nicht mit dem Außenring. Solange die öffnungen 177 so auf die Schaufel 151 ausgerichtet sind, dass sie eine Unterbrechung der Kapillarwirkung bewirken, sind die öffnungen nicht auf eine bestimmte Stelle auf dem Innenring 171 beschränkt. Zum Beispiel können sich die öffnungen in der Mitte zwischen den Schlitzen oder mehr in der Nähe des einen oder des anderen Schlitzes befinden. Ein und derselbe Innenring kann öffnungen an verschiedenen Stellen in Bezug auf die entsprechenden Schlitze aufweisen. Außerdem kann (nicht

gezeigt) ein Ring 183 entsprechende Schlitze 173 und 175 ohne eine dazwischen liegende öffnung 177 aufweisen.

Um das Weiterfließen des Verbindungsmaterials zu unterbinden, können alternative Mittel verwendet werden, zum Beispiel das Aufbringen von Stiften, Wülsten, Taschen oder anderen Hindernissen zwischen der Fläche des Innenrings und der Montagefläche der Turbinenschaufel.

Die folgende Beschreibung ist in Verbindung mit den Figuren 8 bis 15 zu sehen. Eine Turbine ist nicht auf die Verwendung einer bestimmten Kombination von Innenringen und Schaufeln beschränkt. Zum Beispiel kann eine Turbine einen Innenring 158 oder 171 mit Schaufeln 106 verwenden.

Somit ist zu erkennen, dass die Aufgaben der Erfindung wirksam gelöst werden, obwohl sich der Fachmann änderungen und Modifikationen vorstellen kann, ohne von Geist oder Geltungsbereich der beanspruchten Erfindung abzuweichen. Obwohl die Erfindung unter Bezug auf eine spezielle bevorzugte Ausführungsart beschrieben wird, ist klar, dass änderungen vorgenommen werden können, ohne von Geist oder Geltungsbereich der beanspruchten Erfindung abzuweichen.