KOSLOWSKI, Michael (Bachstrasse 27, Herzogenrath, 52134, DE)
LANFERMANN, Ralf (Weberstrasse 19, Aachen, 52064, DE)
MEUTER, Herbert (Paulinenhof 3, Herzogenrath, 52134, DE)
KOSLOWSKI, Michael (Bachstrasse 27, Herzogenrath, 52134, DE)
LANFERMANN, Ralf (Weberstrasse 19, Aachen, 52064, DE)
Patentansprüche:
1. Drehmomentmessflansch mit einem im Wesentlichen zylinderförmigen Messbereich, in welchem Messausnehmungen angeordnet sind, und mit Messwertaufnehmern, welche Spannungen und/oder Verformungen im Messbereich messen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Messausnehmungen unterschiedlich geformt sind.
2. Drehmomentmessflansch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Messausnehmungen verschiedene Tiefen aufweisen.
3. Drehmomentmessflansch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Messausnehmungen einen unterschiedlichen Querschnitt aufweisen.
4. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Wesentlichen gleich ausgebildete Messausnehmungen symmetrisch, vorzugsweise rotationssymmetrisch, bezüglich einer Rotationsachse des Drehmomentflansches angeordnet sind.
5. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messausnehmung einen im Wesentlichen teilzy- linderförmigen Ausnehmungsgrund aufweist.
6. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass wenigstens eine Messausnehmung einen von einer Zylinderform abweichenden Ausnehmungsgrund, vorzugsweise einen ebenen Ausnehmungsgrund, aufweist.
7. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messausnehmung einen Ausnehmungsgrund aufweist, dessen Oberfläche der Oberfläche des zylinderförmigen Messbereiches, aufweiche die Messausnehmung gerichtet ist, entspricht.
8. Drehmomentmessflansch nach einem Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messausnehmung einen runden Querschnitt aufweist.
9. Drehmomentmessflansch nach einem Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messausnehmung einen rechteckigen, auch quadratischen, Querschnitt mit abgerundeten Ecken aufweist.
10. Drehmomentmessflansch nach einem Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass je Messausnehmung ein Messwertaufhehmer vorgesehen ist.
11. Drehmomentmessflansch nach einem Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich wenigstens eine Messausnehmung nach radial innen öffnet.
12. Drehmomentmessflansch nach einem Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messausnehmung vom Ausnehmungsgrund ausgehend ihren Querschnitt ändert und sich vorzugsweise erweitert oder verengt.
13. Drehmomentmessflansch mit einem um eine Rotationsachse angeordneten Messbereich, in welchem Messmembranen angeordnet sind, und mit Messwert- aufhehmern, welche Spannungen und/oder Verformungen der Messmembranen messen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Messmembranen unterschiedlich geformt sind.
14. Drehmomentmessflansch nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Messmembranen unterschiedliche Dicken aufweisen.
15. Drehmomentmessflansch nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Messmembranen eine unterschiedliche Form aufweisen.
16. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass gleiche Messmembranen symmetrisch, vorzugsweise rotationssymmetrisch, bezüglich der Rotationsachse angeordnet sind.
17. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch ge- kennzeichnet, dass wenigstens eine Messmembran teilzylinderförmig ausgebildet ist.
18. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messmembran von einer Zylinderform abweicht und vorzugsweise eben ausgebildet ist.
19. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messmembran eine im Wesentlichen konstante Dicke aufweist.
20. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messmembran kreisförmig ausgebildet ist.
21. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messmembran rechteckig, auch quadratisch und vorzugsweise mit abgerundeten Ecken, ausgebildet ist.
22. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass je Messmembran ein Messwertaufhehmer vorgesehen ist.
23. Drehmomentmessflansch nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Messmembran radial außen an dem Messbereich angeordnet ist.
24. Drehmomentmessflansch nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwertaufnehmer Dehnmessstreifen umfassen.
25. Drehmomentmessflansch nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwertaufnehmer magnetische Messwertaufhehmer umfassen.
26. Drehmomentmessflansch nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Messwertaufnehmer radial innen liegend an dem Messbereich angeordnet ist.
27. Drehmomentmessflansch nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Messwertaufnehmer radial außen liegend an dem Messbereich angeordnet sind. |
Drehmomentmessflansch
[01] Die Erfindung betrifft einen Drehmomentmessflansch.
[02] In zahlreichen Gebieten der Technik stellt sich regelmäßig die Aufgabe, konstante oder dynamische Drehmomente 2x1 messen. Um den verschiedenen Einsatzbereichen, Einbauverhältnissen und Genauigkeitsanforderungen gerecht zu werden, existieren eine Vielzahl von bekannten Drehmomentmessflanschen, generell auch als Drehmoment- messaufnehmer bezeichnet.
[03] Die DE 199 36 293 Al zeigt einen Drehmomentmessflansch, bei welchem sich zwischen zwei kreisringscheibenförmigen Anschlussflanschen ein im wesentlichen zy- lindrischer Hohlwellenabschnitt befindet. Dieser bildet den Messbereich des Drehmo- mentmessflanschs. In die im wesentlichen zylinderförmige Wand sind drei große Mess- ausnehmungen eingebracht, so dass sich an der zylindrischen Innenwand drei Messmembranen ergeben. Ein eingeleitetes Drehmoment kann aufgrund der relativ geringen Wanddicke der Messmembranen relativ große Verformungen hervorrufen, so dass dort angebrachte Dehnungsmessstreifen das aufgebrachte Drehmoment relativ genau errechnen lassen. Für kleinere Momente kann die Messmembran radial innen angeordnet sein. Für größere zu messende Momente kann die Membran radial außen angeordnet sein. Auch schlägt die Druckschrift vor, die taschenförmigen Ausnehmungen gegenüberliegend anzuordnen, so dass sich ein H-Profil ergibt, oder die Ausnehmungen radial ab- wechselnd anzuordnen, so dass sie abwechselnd von der inneren und nachfolgend von der äußeren Mantelfläche der Zylinderform ausgehen.
[04] Weitere Drehmomentmessaufhehmer sind bekannt aus der DE 100 55 933 Al, aus der DE 198 26 629 Al, aus der DE 44 12 377 Al 5 aus der DE 195 25 231 B4, aus der DE 42 08 522 C2, aus der EP 0 465 881 A2 und aus der EP 0 575 634 Al.
[05] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Drehmoment- messflansch zur Verfugung zu stellen.
[06] Nach einem ersten Aspekt der Erfindung löst diese Aufgabe ein Drehmomentmessflansch mit einem im wesentlichen zylinderförmigen Messbereich, in welchem Messausnehmungen angeordnet sind, und mit Messwertaufhehmern, welche Spannungen und/oder Verformungen im Messbereich messen, wobei wenigstens zwei Messaus- nehmungen unterschiedlich geformt und/oder ausgebildet sind.
[07] Begrifflich sei hierzu zunächst erläutert, dass als der „Messbereich" derjenige Bereich des gesamten Messwertaufhehmers aufgefasst wird, welcher zwischen den beiden flanschförmigen Anschlussbereichen ausgebildet ist und diese kraftschlüssig miteinander verbindet. Wenn beispielsweise an einer Maschine oder an einem Prüfstand ein Drehmoment auf die beiden Anschlussbereiche, also insbesondere auf die beiden Flansche, aufgebracht wird, unterliegt somit auch der Messbereich eben jenem Drehmoment. Der Messbereich ist im Querschnitt - senkrecht zu derjenigen Achse, um welche das Drehmoment wirkt - in der Regel kreisförmig, kreisringförmig oder zumindest im wesentlichen kreisförmig oder kreisringförmig ausgestaltet. Meist sind kreisringförmige Querschnitte anzutreffen.
[08] In die radial äußere Mantelfläche und/oder in die radial innere Mantelfläche sind die „Messausnehmungen" als Ausnehmungen eingebracht.
[09] Der vorgestellte Aspekt der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass er zwei solcher Messausnehmungen unterschiedlich formt und/oder gestaltet. Es kann sich hier- bei sowohl um radial innen liegende Ausnehmungen handeln, die anders geformt sind
als radial außen liegende Ausnehmungen, wenn radial innen und radial außen liegende Ausnehmungen im Messbereich vorhanden sind. Insbesondere sei aber daran gedacht, dass innerhalb der Schar radial innen liegender Ausnehmungen und/oder innerhalb der Schar radial außen liegender Ausnehmungen unterschiedliche Formen vorzufinden sind.
[10] Durch die unterschiedlichen Formen der Ausnehmungen ruft ein anliegendes Drehmoment an den Messpunkten der einzelnen verschiedenen Messausnehmungen unterschiedliche Verformungen und/oder Spannungen hervor, so dass es beispielsweise möglich wird, mit einem einzigen Drehmomentmessflansch mehrere höher aufgelöste bzw. mehrere verschieden aufgelöste Messbereiche zu ermöglichen.
[11] Es ist bevorzugt, wenn wenigstens zwei Messausnehmungen verschiedene Tiefen aufweisen. Durch das Vorsehen verschiedener Tiefen für verschiedene Messausnehmungen, insbesondere innerhalb einer Schar radial innen liegender und/oder innerhalb einer Schar radial außen liegender Messausnehmungen, werden bei geeigneter Gestaltung in den verbleibenden Böden radial außen beziehungsweise radial innen der Aus- nehmungen - also in den Messmembranen - unterschiedliche Dehnungen und Spannungen erzeugt.
[12] Zwei Messausnehmungen weisen bevorzugt einen unterschiedlichen Querschnitt auf. Begrifflich sei zunächst erläutert, dass unter einem „Querschnitt" einer Ausnehmung insbesondere diejenige Fläche verstanden werden soll, welche sich in einer Schnittebene senkrecht zur Achse des Drehmomentmessflanschs zwischen den werk- stoffmäßigen Begrenzungen der Ausnehmungen und einer kreisförmigen kleinsten Umgebenden als Freifläche bildet. Konkret wird sich bei einem Schnitt senkrecht zur Achse des Drehmomentmessflanschs eine Schnittgeometrie an einer Messausnehmung ergeben, welche zumindest zwei Seitenkanten hat - gebildet durch die zumindest im wesent- liehen massive Zylinderwand - und welche gegebenenfalls einen Boden radial innen oder radial außen aufzeigt - also in der Regel eine Messmembran -, wobei die Seitenkanten im einfachsten Falle radial verlaufen können. Die verbleibende Freifläche der
Ausnehmung innerhalb dieser Begrenzungen und einer kreisförmigen Umgebenden außen und/oder innen am zylinderförmigen Messbereich sei dann als der Querschnitt der Messausnehmung aufgefasst.
[13] Alternativ kann als der „Querschnitt" die sich ergebende Freifläche aufgefasst werden, die sich bei einem Schnitt mit einer Ebene parallel zur Achse des Drehmo- mentmessflanschs ergibt, oder es kann als der „Querschnitt" die sich ergebende Freifläche aufgefasst werden, die sich bei einem Schnitt mit einer Zylindermantelfläche um die Achse des Drehmomentmessflanschs bei deren Abwicklung ergibt.
[14] Wenn zwei Messausnehrnungen einen unterschiedlichen Querschnitt aufweisen, bewirkt ein anliegendes Drehmoment eine unterschiedliche Dehnungs- und/oder Spannungsverteilung zumindest an einem Kantenbereich der Ausnehmung, so dass auch hier ohne weiteres Messungen für verschieden stark aufgelöste unterschiedliche Messbereiche vorgenommen werden können.
[15] Bevorzugt sind zumindest im wesentlichen gleich ausgebildete Messausneh- mungen symmetrisch bezüglich einer Rotationsachse des Drehmomentflansches angeordnet, insbesondere rotationssymmetrisch. Auf diese Weise wird bei geeigneter Gestaltung an den Messpunkten an einer Schar gleicher beziehungsweise gleich geformter Messausnehmungen das gleiche Spannungs- und/oder Dehnungsverhalten zu erwarten sein, vor allem dann, wenn sämtliche Messausnehmungen am Drehmomentmessflansch jeweils einer Schar gleicher und symmetrisch verteilter Ausnehmung zugehören.
[16] Bevorzugt weist wenigstens eine Messausnehmung einen zumindest im wesentlichen teilzylinderformigen Ausnehmungsgrund auf.
[17] Begrifflich sei dies wie folgt erläutert: Der Drehmomentmessflansch hat eine
Längsachse, um welche herum die anliegenden Drehmomente gemessen werden sollen. Um diese Achse lässt sich eine äußere Zylindermantelfläche denken, welche die kleinste
Umgebende des zumindest im wesentlichen zylinderförmigen Messbereichs darstellt. In der Regel wird der Messbereich radial außen zylinderförmig gestaltet sein, so dass die Zylindermantelfläche des zylinderförmigen Messbereichs genau dessen radial außen liegender Oberfläche entspricht. Von der Zylindermantelfläche erstrecken sich radial außen liegende Messausnehmungen nach radial innen, wobei jede Messausnehmung eine Ausnehmungswand und einen Ausnehmungsgrund aufweist, wobei diese allerdings auch ohne deutlichen Ansatz ineinander übergehen können. Als ein „teilzylinderförmi- ger Ausnehmungsgrund" wird verstanden, wenn die Messausnehmung zumindest zum Teil eine Fläche aufweist, welche räumlich so gekrümmt ist, dass sie einen Teil einer gedachten Zylindermantelfläche darstellt. In Betracht kommt insbesondere ein gedachter Zylinder, welcher die Achse des Drehmomentmessflansches als Zylinderachse hat, wobei sein Radius bei einer radial außen liegenden Messausnehmung kleiner ist als derjenige der umgebenden Zylindermantelfläche des Messbereichs. Als Variante kommt insbesondere ein gedachter Zylinder in Betracht, dessen Achse parallel zur Achse des Drehmomentmessflansches liegt, jedoch zwischen dessen Achse und dessen äußerer umgebenden Mantelfläche.
[18] Eine Umrechnung zwischen den gemessenen Dehn- und/oder Spannungsverhältnissen an einer teilzylinderförmigen Fläche am Ausnehmungsgrund oder an einer Ausnehmungswand lässt sich mit hoher Präzision in das am Drehmomentmessflansch anlie- gende Moment umrechnen.
[19] Es versteht sich, dass ein teilzylinderförmiger Ausnehmungsgrund auch bei einer radial innen angeordneten Messausnehmung vorhanden sein kann.
[20] Auch zusätzlich zu einem im wesentlichen teilzylinderförmigen Ausnehmungsgrund wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine Messausnehmung einen von einer Zy- linderform abweichenden Ausnehmungsgrund aufweist, insbesondere einen ebenen Ausnehmungsgrund. Es versteht sich, dass auch auf einem ebenen Ausnehmungsgrund eine sehr präzise Umrechnung zwischen Dehnung und/oder Spannung und dem anlie-
genden zu messenden Drehmoment möglich ist. Außerdem lassen sich die Messstreifen auf einer Ebene leicht dauerhaft befestigen.
[21] Es versteht sich, dass eine Messausnehmung in nahezu beliebiger Tiefe von der äußeren beziehungsweise inneren Umgebenden des zylinderförmigen Messbereichs aus abweichen kann. Es wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine Messausnehmung einen Ausnehmungsgrund aufweist, dessen Oberfläche derjenigen Oberfläche des zylinderförmigen Messbereichs entspricht, auf welche die Messausnehmung gerichtet ist. Mit anderen Worten ist eine solche Ausnehmung so tief ausgeführt, dass die radiale Dicke des Zylinders im Messbereich durch die Messausnehmung fast vollständig durchlaufen ist, so dass eine radial außen liegende Messausnehmung bis nahezu zur inneren Zylinderfläche des Messbereichs geführt ist beziehungsweise dass eine radial innen liegende Messausnehmung bis nahezu zur äußeren Zylindermantelfläche des Messbereichs geführt ist. In beiden Fällen ist jedoch die Ausnehmung nicht oder zumindest nicht vollständig als Durchstoß zwischen der innen und der außen liegenden Zylindermantelfläche ausgeführt, sondern eine dünne Membran verbleibt. Diese Membran ist sowohl der Ausnehmungsgrund der Messausnehmung - bei Betrachtung aus der radial einen Seite - als auch die zylindermantelförmige Oberfläche des Messbereichs, und zwar radial innen oder radial außen - bei Betrachtung aus der radial anderen Richtung.
[22] Eine Reduzierung der Messmembran, also des verbleibenden Werkstoffs unter- halb des Ausnehmungsgrundes einer Messausnehmung, auf eine recht dünne Fläche führt zu einer vergrößerten Abbildung eines anliegenden Drehmoments, da die Dehnung und die Spannung verstärkt werden. Dies ermöglicht eine hoch aufgelöste Messung des Drehmoments.
[23] Bevorzugt weist wenigstens eine Messausnehmung einen runden Querschnitt auf.
[24] Hierzu sei folgendes begrifflich erläutert: Unter einem „runden" Querschnitt wird insbesondere ein kreisrunder Querschnitt verstanden. Als „rund" kann aber bei einer erweiterten Betrachtung auch jeder andere Querschnitt verstanden werden, welcher frei von Ecken ist und welcher bevorzugt auch frei von Geraden ist. Der „Querschnitt" der Messausnehmung sei insbesondere in einer Schnittebene betrachtet, welche senkrecht zur Längsachse des Drehmomentmessflansches liegt. In einem erweiterten Verständnis des Wortes „Querschnitt" kann auch eine Abwicklung einer Schnittfläche auf einer gedachten Zylindermantelfläche um die Längsachse des Drehmomentmessflansches herum in Betracht kommen. Auch kann eine Schnittebene in Betracht kommen, welche parallel zur Längsachse des Drehmomentmessflansches liegt.
[25] Insbesondere sei aber an eine Bohrung mit einem kreisrunden Querschnitt bei Schnitt parallel zur Längsachse des Drehmomentmessflanschs gedacht, wobei die Bohrung die Messausnehmung bildet, bevorzugt mit einer Bohrungsachse radial zur Längsachse des Drehmomentmessflanschs gerichtet.
[26] Auch kumulativ kommt vorteilhaft in Betracht, dass wenigstens eine Messausnehmung einen rechteckigen Querschnitt mit abgerundeten Ecken aufweist, insbesondere einen quadratischen Querschnitt mit abgerundeten Ecken.
[27] Sowohl eine Messausnehmung mit einem runden Querschnitt als auch eine Messausnehmung mit einem rechteckigen, auch quadratischen, Querschnitt mit abge- rundeten Ecken lässt sich relativ leicht in den Messbereich einbringen und führt zu relativ gut bekannten Kräfteumverteilungen bei Anliegen eines zu messenden Drehmoments.
[28] Es wird vorgeschlagen, dass je Messausnehmung ein Messwertaufhehmer vorgesehen ist. Zumindest wird es als vorteilhaft erachtet, wenn jede Messausnehmung einer unterschiedlichen Form je einen Messwertaufhehmer aufweist.
[29] Durch das Vorsehen mehrerer Messwertaufhehmer, beispielsweise Dehnungsmessstreifen, können beispielsweise Messwerte verifiziert werden, oder die verschiedenen Messwerte können gemittelt werden. Auch ist es denkbar, dass die verschiedenen Messwertaufhehmer bestimmte Drehmomentbereiche mit unterschiedlicher Feinheits- aufiösung messen können, gerade wenn zwei gleiche oder unterschiedliche Messwertaufnehmer in unterschiedlich geformten und/oder ausgebildeten Messausnehmungen angeordnet sind.
[30] Es wurde bereits erläutert, dass sich wenigstens eine Messausnehmung nach radial innen öffnen kann. Bei einer solchen Messausnehmung liegt der Ausnehmungs- grund radial außen, so dass bevorzugt dort die Messwertaufnehmer angeordnet sein können.
[31] Es wird vorgeschlagen, dass sich wenigstens eine Messausnehmung vom Aus- nehmungsgrund ausgehend hinsichtlich ihres Querschnitts ändert und sich vorzugsweise erweitert oder verengt.
[32] Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung löst die gestellte Aufgabe ein Drehmomentmessflansch mit einem um eine Rotationsachse angeordneten Messbereich, in welchem Messmembranen angeordnet sind, und mit Messwertaufnehmern, welche Spannungen und/oder Verformungen der Messmembranen messen, wobei wenigstens zwei Messmembranen unterschiedlich geformt und/oder ausgebildet sind.
[33] Es wurde bereits begrifflich erläutert, dass als „Messmembranen" gegenüber einem restlichen zylinderförmigen Bereich dünner ausgeführte Flächenstücke aufgefasst werden. An diesen dünnen Flächenstücken und/oder um diese dünnen Flächenstücke herum können auf den Drehmomentmessflansch aufgebrachte Drehmomente in einer Verstärkung gemessen werden, so dass sich sehr genaue Ergebnisse ermitteln lassen.
[34] Es wird vorgeschlagen, dass wenigstens zwei Messmembranen unterschiedliche Dicken aufweisen.
[35] Als die „Dicke" einer Messmembran ist die radiale Dicke 2x1 verstehen. Diese wird oft auch als „Materialstärke" bezeichnet.
[36] Bereits durch unterschiedliche Materialdicken der Membranen lassen sich leicht unterschiedliche Messbereiche am Drehmomentmessflansch erreichen.
[37] Alternativ und kumulativ zu einer unterschiedlichen Dicke zweiter Messmembranen wird vorgeschlagen, dass wenigstens zwei Messmembranen eine unterschiedliche Form aufweisen. Diese kann sich sowohl bei einer Projektion der Messmembran auf eine Zylinderfläche um eine Messflanschachse oder bei einer Projektion der Messmembran auf eine Ebene parallel zur Messflanschachse ergeben. Auch auf diese Weise können leicht unterschiedliche Dehn- und/oder Spannungsverhalten bei einem anliegenden Drehmoment erreicht werden.
[38] Bevorzugt sind gleiche Messmembranen symmetrisch bezüglich der Rotations- achse des Drehmomentmessflansches angeordnet, insbesondere rotationssymmetrisch. Bei einer solchen Gestaltung können die gleich gestalteten und symmetrisch verteilten Messmembranen leicht für eine Verifikation der Messwerte einzelner Messwertaufnehmer verwendet werden.
[39] Wenigstens eine Messmembran kann teilzylinderförmig ausgebildet sein. Bezüg- lieh der Definition einer „teilzylinderförmigen Messmembran" sei auf die vorstehenden Erläuterungen zu einem „teilzylinderförmigen Ausnehmungsgrund" einer Messausneh- mung verwiesen. Bei geeigneter Gestaltung ist der Ausnehmungsgrund einer Messaus- nehmung identisch mit der Messmembran. Es sei daher hinsichtlich einer teilzylinderförmigen Messmembran insgesamt auf die analoge Beschreibung zu einem teilzylinder- förmigen Ausnehmungsgrund verwiesen.
[40] Alternativ und kumulativ zu einer teilzylinderförmigen Messmembran wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine Messmembran von einer Zylinderform abweicht und vorzugsweise eben ausgebildet ist. Hinsichtlich der geometrischen Definition sei auch diesbezüglich auf die vorstehenden Erläuterungen zu einem entsprechenden Ausneh- mungsgrund verwiesen. An einer ebenen Messmembran lassen sich besonders leicht Messwertaufnehmer wie Dehnungsmessstreifen anbringen.
[41] Es wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine Messmembran eine im wesentlichen konstante Dicke aufweist. Bei einer so gestalteten Messmembran bestehen keine größten Genauigkeitsanforderungen daran, wo genau auf der Messmembran ein Mess- wertaufnehmer wie beispielsweise ein Dehnmessstreifen angebracht werden muss. Auf diese Weise kann es leichter fallen, die Werte verschiedener Messwertaufnehmer miteinander zu vergleichen.
[42] Bevorzugt ist wenigstens eine Messmembran kreisförmig ausgebildet.
[43] Begrifflich sei erläutert, dass sich eine „Kreisform" insbesondere bei einer Pro- jektion auf eine Ebene parallel zur Achse des Drehmomentmessflansches oder bei einer radialen Projektion auf eine zylindermantelförmige Projektionsfläche um die Messflanschachse herum ergeben kann. Gerade eine Messmembran, welche bezüglich einer Projektionsebene kreisförmig ist, lässt sich einfach durch eine Bohrung in den Messbereich einbringen.
[44] Es sei darauf hingewiesen, dass für eine Verwirklichung dieses Merkmals die Messmembran nicht „kreisförmig" im exakten mathematischen Sinne zu sein braucht. Auch ist es nicht erforderlich, dass die Membran an die mathematische Definition in der bestmöglichen physikalischen Annäherung heranreicht. Vielmehr reicht es bereits, wenn zumindest im wesentlichen eine Kreisform vorliegt, so wie diese beispielsweise beim Einbringen einer herkömmlichen Bohrung in ein Metallwerkstück erreicht wird. Insbe-
sondere kann eine Radiusschwankung eines Bohrungsdurchmessers im Rahmen von etwa 10 % um einen Mittelwert herum noch als kreisförmig aufgefasst werden.
[45] Es versteht sich, dass bei zahlreichen möglichen Gestaltungen eine Grenze der Messmembran gegenüber einer Ausnehmungswand schwer zu ziehen ist. Wenn die Wand in die Messmembran in einer Kante übergeht, kann beispielsweise die Kante als die definierende Grenze der Messmembran aufgefasst werden. Nach einem anderen Aspekt kann eine Fläche, welche sich über einen gewissen Bereich in Krümmung und Dicke einheitlich verhält, als die Messmembran aufgefasst werden.
[46] Es wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine Messmembran rechteckig, insbe- sondere quadratisch, und vorzugsweise mit abgerundeten Ecken ausgebildet ist. Auch eine solche Form lässt sich relativ schnell herstellen.
[47] Vorzugsweise ist je Messmembran ein Messwertnehmer vorgesehen. Zumindest kann vorteilhaft an jeder unterschiedlich geformten oder ausgestalteten Messmembran ein Messwertaufnehmer vorgesehen sein. Beides erleichtert die Vergleichbarkeit und somit die Messsicherheit der einzelnen Messwerte am Drehmomentmessflansch.
[48] Wenigstens eine Messmembran kann radial außen am Messbereich angeordnet sein. Eine radial außen liegende Messmembran ist in der Lage, ein anliegendes Drehmoment mit einer nur relativ geringen Kraft aufzunehmen, da die Messmembran radial außen einen größeren Hebel zur Achse des Drehmomentmessflansches hat.
[49] Auf diese Weise kann auch für größere Momente eine genaue Messung erfolgen, oder die Membran kann sehr dünn ausgeführt werden.
[50] Als Messwertaufnehmer kommen insbesondere Dehnmessstreifen und/oder magnetische Messwertaufnehmer in Betracht. Vorstehend wurde bei einigen Beispielen von Dehnmessstreifen gesprochen. Es versteht sich, dass diese jeweils vollständig oder
zum Teil durch magnetische Messwertaufhehmer oder andere geeignete Messeinrichtungen ersetzt werden können.
[51] Es ist von Vorteil, wenn wenigstens ein Messwertaufhehmer radial innen liegend an dem Messbereich angeordnet ist, insbesondere um kleinere Momente gut messen zu können. Alternativ und kumulativ kann es von Vorteil sein, wenn wenigstens ein Messwertaufhehmer radial außen liegend an dem Messbereich angeordnet ist, insbesondere um größere Momente zu messen. Eine Kombination von radial innen und radial außen liegenden Messwertaufnehmern lässt sich sehr geeignet dafür einsetzen, Drehmomente in verschiedenen Größenbereichen genau zu erfassen.
[52] Es versteht sich, dass Ausgestaltung der Messmembranen bzw. Messausneh- mungen sowie die radial innen liegenden Messausnehmungen bzw. die radial außen angeordneten Messmembranen auch unabhängig von den übrigen Merkmalen vorliegender Erfindung für einen Drehmomentmessflansch vorteilhaft sind.
[53] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Be- zugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Dort zeigen:
Figur 1 schematisch eine perspektivische Ansicht auf einen Schnitt von etwa zwei Dritteln eines Drehmomentmessflansches mit unterschiedlich tiefen Messausnehmungen beziehungsweise unterschiedlich dicken Messmembranen sowie Figur 2 schematisch einen Schnitt durch einen vollständigen Drehmomentmessflansch, gestaltet wie in Figur 1, mit einer Schnittebene auf halber axialer Höhe des Drehmomentmessflansches aus Figur 1.
[54] Der Drehmomentmessflansch 1 in den Figuren besteht im wesentlichen aus einem Paar Anschlussflansche 2, 3, welche als kreisringförmige Scheiben gestaltet und mit Bohrungen 4 (exemplarisch gekennzeichnet) versehen sind. An die Anschlussflansche 2, 3 werden über die Anschlussbohrungen 4 Wellen oder andere Teile einer Ma-
schine oder einer anderweitigen Vorrichtung angeschlossen, beispielsweise eine dreh- moment-fuhrende Welle eines Messstandes.
[55] Die beiden Anschlussflansche 2, 3 des Drehmomentmessflansches 1 sind einstü- ckig mit einem Messbereich 5 ausgeführt, wobei als „Messbereich" 5 eine im wesentli- chen zylindermantelfb'rmige Wand 6 des Drehmomentmessflansches 1 bezeichnet ist.
[56] Wenn im Betrieb des Drehmomentmessflansches ein Drehmoment um eine Rotationsachse 7 des Drehmomentmessflansches 1 auf die Anschlussflansche 2, 3 gebracht wird, liegt dieses ebenso im Messbereich 5 an, so dass in der zylinderförmigen Wand 6 des Messbereichs 5 Dehnungen und Spannungen auftreten, welche auf die Größe des anliegenden Drehmoments schließen lassen.
[57] Um diese Werte erfassen zu können, ist der Drehmomentmessflansch 1 mit einer Vielzahl von Dehnmessstreifen 8 (exemplarisch gekennzeichnet) ausgerüstet, welche allesamt radial innen an einer radial inneren zylindermantelförmigen Oberfläche 9 des Messbereichs 5 beziehungsweise dessen Zylinderwand 6 angebracht sind. Konkret sind acht Dehnmessstreifen 8 vorgesehen, und zwar symmetrisch um die Rotationsachse 7 des Drehmomentmessflansches 1 herum verteilt.
[58] An einer radial außen liegenden umhüllenden Zylindermantelfläche 10, welche koaxial mit der Innenfläche 9 liegt, sind acht Ausnehmungen in die Wand 6 des Messbereichs 5 eingebracht, und zwar jeweils vier flache Ausnehmungen (exemplarisch mit 11 gekennzeichnet) und vier tiefe Ausnehmungen (exemplarisch mit 12 gekennzeichnet).
[59] Die flachen Ausnehmungen 11 liegen abwechselnd mit den tiefen Ausnehmungen 12 in der Außenfläche 10 der Wand 6 des Messbereichs 5, und jede Schar - also diejenige der flachen Ausnehmungen 11 beziehungsweise diejenige der tiefen Ausneh-
mungen 12 - ist für sich rotationssymmetrisch um die Achse 7 des Drehmomentmessflansches 1 angeordnet.
[60] Jede Ausnehmung 11, 12 hat vier jeweils plane Wände 13, 14 (exemplarisch gekennzeichnet) mit dazwischen liegenden ausgerundeten Kehlen 15 (exemplarisch gekennzeichnet) sowie einen planen Ausnehmungsgrund 16, 17 (exemplarisch gekennzeichnet).
[61] Zwischen dem planen Ausnehmungsgrund 16, 17 und der zylinderförmigen Innenfläche 9 des Messbereiches 5 ergeben sich relativ dünne Messmembranen 18 (exemplarisch gekennzeichnet) unter den tiefen Ausnehmungen 12 beziehungsweise relativ dicke Messmembranen 19 (exemplarisch gekennzeichnet) unter den flachen Ausnehmungen 11.
[62] Radial konzentrisch mit jeder Ausnehmung 11, 12 sind die Dehnmessstreifen 8 auf die radiale Innenseite der Messmembranen 18, 19 aufgebracht. Die Dehnmessstreifen sind in ihrer axialen Erstreckung länger als die Ausnehmungen 11, 12. Hinsichtlich der tangentialen Erstreckung um die Achse 7 des Drehmomentmessflansches 1 herum hingegen sind die Grundflächen 16 der Ausnehmungen 11, 12 breiter als die Dehnmessstreifen 8.
[63] Durch die Ausnehmungen H 5 12 im Messbereich 5 werden Verformungen beziehungsweise Spannungen infolge eines anliegenden Drehmoments verstärkt, so dass im Messbereich 5 vorgesehene Messwertaufnehmer 8 wesentlich empfindlicher messen können. Hierbei bilden die Ausnehmungsböden 16, 17 beziehungsweise die Messmembranen 18, 19 Stellen, welche dementsprechend stärker unter Spannung stehen beziehungsweise verformt werden.
[64] Infolge der unterschiedlichen Tiefen und unterschiedlichen Grundflächen zwi- sehen den flachen Messausnehmungen 11 und den tiefen Messausnehmungen 12 entste-
hen im Messbereich 5 Gebiete, welche auf ein Anlegen des Drehmoment unterschiedlich stark reagieren, so dass der Drehmomentmessflansch 1 mehrere Empfindlichkeitsbereiche aufweisen kann.
[65] Die Messmembranen 18, 19 haben den Vorteil, dass die Messwertaufnehmer 8 im wesentlichen Schermessungen vornehmen können, welche verhältnismäßig genau durchgeführt werden können.
[66] Der Querschnitt einer Ausnehmung 11, 12 kann insbesondere senkrecht zu einer Ausnehmungstiefe gemessen werden, welche entlang einer exemplarisch gekennzeichneten zentralen Ausnehmungsachse 20 zu legen ist. Bei radial gerichteten Ausnehmun- gen in zylinderförmigen Messbereichen erfolgt die Betrachtung des Querschnitts vorzugsweise auf um die Rotationsachse 7 gelegten Zylinderflächen oder auf einer Schnittebene parallel zur Rotationsachse 7. In letzteren beiden Fällen erfolgt die Tiefenmessung radial.
[67] Im vorliegenden Zusammenhang bezeichnet der Begriff „Stärke einer Mess- membran" die Dicke einer Messmembran, während die Form der Messmembranen durch deren Umrandungen gegeben ist.
[68] Im Ausführungsbeispiel nicht dargestellt sind radial außen angeordnete Messmembranen beziehungsweise sich nach radial innen öffnende Messausnehmungen, welche bei Drehmomentmessflanschen die Messgenauigkeit nochmals erhöhen können, da radial außen größere Auslenkungen zu finden sind.
[69] Das Reaktionsverhalten der Messmembranen 18, 19 beziehungsweise des Messbereichs 5 auf ein anliegendes Drehmoment kann durch eine änderung der Querschnitte der Ausnehmungen in Abhängigkeit von der Tiefe 20 in der Ausnehmung 11, 12 beein- flusst werden. So können sich die Ausnehmungen 11, 12 insbesondere zum Ausneh- mungsboden 16, 17 hin erweitern oder verengen beziehungsweise Wandungen 13, 14
aufweisen, die nicht radial auf die Rotationsachse und/oder nicht senkrecht zum Radius um die Rotationsachse und/oder nicht parallel zur Rotationsachse gerichtet sind beziehungsweise liegen. Bei einer geeigneten Wahl der Querschnittsänderung können das Spannungssignal und/oder die Verformung der Messmembranen 18, 19, des Ausneh- mungsgrundes 16, 17 oder anderer Baugruppen des Messbereichs 5 verstärkt werden, so dass die Empfindlichkeit der mechanischen Anordnung und somit des gesamten Drehmomentmessflansches 1 erhöht werden kann.
[70] Wie unmittelbar ersichtlich, weisen bei diesem Ausführungsbeispiel die Messmembran eine sich über ihre Fläche ändernden Dicke auf. In alternativen Ausführungs- beispielen kann dieses minimiert werden, indem der Grund der Messausnehmungen an die gegenüberliegende Oberfläche des Messbereiches angepasst wird. Ebenso kann auch die gegenüberliegende Oberfläche des Messbereiches entsprechend bearbeitet und an den Grund der jeweiligen Messausnehmung angepasst werden. Auf diese Weise können die Messmembranen beispielsweise im Wesentlichen eben, schalenartig oder zylinder- förmig ausgebildet werden.
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