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Patent Searching and Data


Title:
TORSIONAL VIBRATION DAMPER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/219396
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a torsional vibration damper (10), in particular a two-mass flywheel, pulley decoupler or disc damper, for damping torsional vibrations in a drivetrain of a motor vehicle, comprising a primary mass (12) forming an encircling receiving channel (14) and a secondary mass (20), which, via an energy store element (16), in particular a torsion spring, can be rotated to a limited degree relative to the primary mass (12), wherein the secondary mass (20) has an output flange (18) protruding into the receiving channel (14) for tangential abutment against the energy store element (16), wherein the output flange (18) has a transfer flange (28) tangentially abutting the energy store element (16) and a connection flange (30) coupled via a clearance angle to the transfer flange (28) in such a manner that torque can be transmitted. As a result of the multi-part output flange (18), the realisation of the clearance angle can be relocated away from the radius area of the energy store element (16) into the output flange (18) such that a torsional vibration damper (10) with a soft spring characteristic line and a large clearance angle is made possible.

Inventors:
STOBER BENJAMIN (FR)
STUFFER ANDREAS (DE)
Application Number:
DE2018/100460
Publication Date:
December 06, 2018
Filing Date:
May 15, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
F16F15/134
Foreign References:
DE102007027007A12007-12-13
DE3743801A11989-07-06
EP2614272A22013-07-17
DE4018342C11991-09-26
US5393266A1995-02-28
DE4103213A11991-08-08
DE19652730A11997-06-26
DE102015221022A12016-05-12
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Claims:
Patentansprüche

1 . Drehschwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad, Riemen- scheibenentkoppler oder Scheibendämpfer, zur Dämpfung von Drehschwingungen in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, mit

einer einen umlaufenden Aufnahmekanal (14) ausbildenden Primärmasse (12) und

einer über ein Energiespeicherelement (16), insbesondere Bogenfeder, relativ zu der Primärmasse (12) begrenzt verdrehbaren Sekundärmasse (20),

wobei die Sekundärmasse (20) einen in den Aufnahmekanal (14) hineinragenden Ausgangsflansch (18) zum tangentialen Anschlagen an dem Energiespeicherelement (16) aufweist,

wobei der Ausgangsflansch (18) einen an dem Energiespeicherelement (16) tangential anliegenden Übertragungsflansch (28) und einen über einen Freiwinkel drehmomentübertragbar mit dem Übertragungsflansch (28) gekoppelten Anschlussflansch (30) aufweist.

2. Drehschwingungsdämpfer nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Primärmasse (12) und der Übertragungsflansch (28) an dem Energiespeicherelement (16) tangential anliegen, wobei insbesondere das Energiespeicherelement (16) ausgestaltet ist im laufenden Betrieb an der Primärmasse (12) und an dem Übertragungsflansch (28) permanent tangential anzuliegen.

3. Drehschwingungsdämpfer nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass das Energiespeicherelement (16) zwischen der Primärmasse (12) und dem Übertragungsflansch (28) des Ausgangsflanschs (18) vorgespannt ist.

4. Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass ein bei einer relativen Drehrichtungsumkehr zwischen der Primärmasse (12) und der Sekundärmasse (20) vorgesehener Freiwinkel ausschließlich durch den zwischen dem Übertragungsflansch (28) und dem An- schlussflansch (30) vorgesehenen Freiwinkel innerhalb des Ausgangsflanschs (18) gegeben ist.

5. Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungsflansch (28) für jede Relativdrehrichtung einen in tangentialer Richtung wirkenden ersten Anschlag (32) und der Anschlussflansch (30) jeweils einen zum ersten Anschlag (32) weisenden in tangentialer Richtung wirkenden zweiten Anschlag (34) aufweist, wobei der erste Anschlag (32) und der zweite Anschlag (34) in Umfangsrichtung maximal um den Freiwinkel zueinander beabstandet positionierbar sind.

6. Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungsflansch (28) und der Anschlussflansch (30) über eine Verzahnung (36) über einen Freiwinkel drehmomentübertragbar gekoppelt sind.

7. Drehschwingungsdämpfer nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (36) in axialer Richtung im Wesentlichen mittig zum Energiespeicherelement (16) oder über einen abgekröpften Verlauf des Übertragungs- flanschs (28) oder des Anschlussflanschs (30) in axialer Richtung seitlich zur in Umfangsrichtung verlaufenden Mittellinie des Energiespeicherelements (16) angeordnet ist.

8. Drehschwingungsdämpfer nach Anspruch 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (36) innerhalb des Aufnahmekanals (14) oder radial innerhalb zum Aufnahmekanal (14) vorgesehen ist.

9. Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Übertragungsflansch (28) und dem Anschlussflansch (30) eine Reibeinrichtung zur Bereitstellung einer Dämpfung gegen ein resonanzbedingtes Aufschaukeln von Drehschwingungen vorgesehen ist. Riemenscheibenanordnung zum Antrieb von Nebenaggregaten eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines Zugmittels, mit einer Riemenscheibe zum Antrieb des Zugmittels, einer mit einer Antriebswelle eines Kraftfahrzeugmotors koppelbaren Nabe (22) zum Einleiten eines Drehmoments und einem Drehschwingungsdämp fer (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Riemenscheibe Teil der Primärmasse (12) und die Nabe (22) Teil der Sekundärmasse (20) des Drehschwingungsdämpfers (10) sind.

Description:
Drehschwingungsdämpfer

Die Erfindung betrifft einen Drehschwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad, Riemenscheibenentkoppler oder Scheibendämpfer, mit dessen Hilfe Drehschwingungen in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs gedämpft werden können. Beispielsweise aus DE 10 2015 221 022 A1 ist ein als Zweimassenschwungrad ausgestalteter Drehschwingungsdämpfer mit einer Primärmasse und einer mit der Primärmasse über eine Bogenfeder begrenzt verdrehbaren Sekundärmasse bekannt, wobei die Sekundärmasse einen in einen von der Primärmasse ausgebildeten Aufnahmekanal zur Aufnahme der Bogenfeder hineinragenden Ausgangsflansch auf- weist.

Es besteht ein ständiges Bedürfnis bei einem Drehschwingungsdämpfer in Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs eine möglichst weiche Federkennlinie und gleichzeitig einen ausreichend großen Freiwinkel vorzusehen.

Es ist die Aufgabe der Erfindung Maßnahmen aufzuzeigen, die einen Drehschwingungsdämpfer mit einer weichen Federkennlinie und einem großen Freiwinkel ermöglichen. Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch einen Drehschwingungsdämpfer mit den Merkmalen des Anspruchs 1 . Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung angegeben, die jeweils einzeln oder in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Erfindungsgemäß ist ein Drehschwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad, Riemenscheibenentkoppler oder Scheibendämpfer, zur Dämpfung von Drehschwingungen in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs vorgesehen mit ei- ner einen umlaufenden Aufnahmekanal ausbildenden Primärmasse und einer über ein Energiespeicherelement, insbesondere Bogenfeder, relativ zu der Primärmasse begrenzt verdrehbaren Sekundärmasse, wobei die Sekundärmasse einen in den Aufnahmekanal hineinragenden Ausgangsflansch zum tangentialen Anschlagen an dem Energiespeicherelement aufweist, wobei der Ausgangsflansch einen an dem Energiespeicherelement tangential anliegenden Übertragungsflansch und einen über einen Freiwinkel drehmomentübertragbar mit dem Übertragungsflansch gekoppelten Anschlussflansch aufweist. Durch die zumindest zweiteilige Ausgestaltung des Ausgangsflanschs der Sekundärmasse ist es möglich über die drehmomentübertragende Koppelung des Übertra- gungsflanschs mit dem Anschlussflansch des mehrteiligen Ausgangsflanschs einen Freiwinkel vorzusehen. Da in Umfangsrichtung der Koppelung zwischen dem Übertra- gungsflanschs und dem Anschlussflansch keine weiteren Bauteile vorgesehen sein müssen, ist es möglich einen nahezu beliebig großen Freiwinkel vorzusehen, der im Extremfall sogar geringfügig kleiner als 360° sein kann. Ein Freiwinkel im Bereich des Energiespeicherelements kann reduziert oder sogar ganz vermieden werden, so dass für das Energiespeicherelement mehr Platz in Umfangsrichtung verbleibt. Dies ermöglicht einer größere Erstreckung des Energiespeicherelements in Umfangsrichtung und somit eine größere Strecke, um die das Energiespeicherelement komprimiert werden kann. Dadurch kann im Vergleich zu einem im Übrigen identischen Drehschwingungsdämpfer, bei dem sich der vorzusehende Freiwinkel in Umfangsrichtung an dem Energiespeicherelement anschließt, eine weichere Federkennlinie für das Energiespeicherelement realisiert werden, die zu einer als komfortabler empfundenen Dämp- fung von Drehschwingungen führt. Durch den mehrteiligen Ausgangsflansch kann die Realisierung des Freiwinkels von dem Radiusbereich des Energiespeicherelements weg in den Ausgangsflansch verlagert werden, so dass ein Drehschwingungsdämpfer mit einer weichen Federkennlinie und einem großen Freiwinkel ermöglicht ist. Die Primärmasse und die über das insbesondere als Bogenfeder ausgestaltete Energiespeicherelement an die Primärmasse begrenzt verdrehbar angekoppelte Sekundärmasse können ein Feder-Masse-System ausbilden, das in einem bestimmten Frequenzbereich Drehungleichförmigkeiten in der Drehzahl und in dem Drehmoment der von einem Kraftfahrzeugmotor erzeugten Antriebsleistung dämpfen kann. Hierbei kann das Massenträgheitsmoment der Primärmasse und/oder der Sekundärmasse sowie die Federkennlinie des beispielsweise aus ineinandergesteckten Bogenfedern zusammengesetzten Energiespeicherelements derart ausgewählt sein, dass Schwingungen im Frequenzbereich der dominierenden Motorordnungen des Kraftfahrzeug- motors gedämpft werden können. Das Massenträgheitsmoment der Primärmasse und/oder der Sekundärmasse kann insbesondere durch eine angebrachte Zusatzmasse beeinflusst werden. Die Primärmasse kann eine Scheibe aufweisen, mit welcher ein Deckel verbunden sein kann, wodurch der im Wesentlichen ringförmige Aufnahmeraum für das Energiespeicherelement begrenzt sein kann. Die Primärmasse kann beispielsweise über in den Aufnahmeraum hinein abstehende Einprägungen tangential an dem Energiespeicherelement anschlagen. In den Aufnahmeraum kann der Ausgangsflansch der Sekundärmasse hineinragen, der an dem gegenüberliegenden Ende des Energiespeicherelements tangential anschlagen kann. Wenn der Drehschwingungsdämpfer Teil eines Zweimassenschwungrads ist, kann die Primärmasse eine mit einer Antriebswelle eines Kraftfahrzeugmotors koppelbare Schwungscheibe aufweisen. Wenn der Drehschwingungsdämpfer als Riemenscheibenentkoppler Teil einer Riemenscheibenanordnung zum Antrieb von Nebenaggregaten eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines Zugmittels ist, kann die Primärmasse eine Riemenscheibe ausbilden, an deren radial äußeren Mantelfläche das Zugmittel, insbesondere ein Keilrie- men, zur Drehmomentübertragung angreifen kann. Es ist möglich, dass im regulären Betreib über die Primärmasse ein Drehmoment eingeleitet und über die Sekundärmasse ausgeleitet wird. Es ist aber auch möglich, dass im regulären Betreib über die Sekundärmasse ein Drehmoment eingeleitet und über die Primärmasse ausgeleitet wird.

Insbesondere liegen die Primärmasse und der Übertragungsflansch an dem Energiespeicherelement tangential an, wobei insbesondere das Energiespeicherelement ausgestaltet ist im laufenden Betrieb an der Primärmasse und an dem Übertragungsflansch permanent tangential anzuliegen. Ein im Radiusbereich des Energiespei- cherelements vorgesehener Freiwinkel kann dadurch vermieden werden, so dass in Umfangsrichtung mehr Bauraum für das Energiespeicherelement vorgesehen werden kann. Vorzugsweise ist das Energiespeicherelement zwischen der Primärmasse und dem Übertragungsflansch des Ausgangsflanschs vorgespannt. Durch die Vorspannung des Energiespeicherelements kann sichergestellt werden, dass auch bei den im laufenden Betrieb auftretenden Kräften das Energiespeicherelement nicht von der Primärmasse oder von dem Übertragungsflansch abhebt. Dadurch können zudem unnötige Materialbeanspruchungen durch ein Anschlagen des Energiespeicherelements an der Primärmasse oder an dem Übertragungsflansch vermieden werden.

Besonders bevorzugt ist ein bei einer relativen Drehrichtungsumkehr zwischen der Primärmasse und der Sekundärmasse vorgesehener Freiwinkel ausschließlich durch den zwischen dem Übertragungsflansch und dem Anschlussflansch vorgesehenen Freiwinkel innerhalb des Ausgangsflanschs gegeben. Der gewünschte Freiwinkel ist dadurch nur durch den mehrteiligen Ausgangsflanschs realisiert. Ein an weiteren Stellen vorzusehender Freiwinkel oder Teil des vorzusehenden Freiwinkels kann dadurch vermieden werden. Dies erleichtert die Gestaltung der übrigen Bauteile und vermeidet unnötige Relativbewegungen von benachbarten Bauteilen.

Insbesondere weist der Übertragungsflansch für jede Relativdrehrichtung einen in tangentialer Richtung wirkenden ersten Anschlag und der Anschlussflansch jeweils einen zum ersten Anschlag weisenden in tangentialer Richtung wirkenden zweiten Anschlag auf, wobei der erste Anschlag und der zweite Anschlag in Umfangsrichtung maximal um den Freiwinkel zueinander beabstandet positionierbar sind. Wenn der Übertragungsflansch den Anschlussflansch überholt, kann in der einen Relativdrehrichtung der für diese Relativdrehrichtung vorgesehene erste Anschlag an dem in Um- fangsrichtung gegenüberliegenden zweiten Anschlag anliegen. Wenn sich die Relativdrehrichtung umkehrt und der Anschlussflansch den Übertragungsflansch überholt, kann der für diese Relativdrehrichtung vorgesehene zweite Anschlag um den vorgesehenen Freiwinkel auf den in Umfangsrichtung gegenüberliegenden ersten Anschlag zu verdreht werden, an dem ersten Anschlag anschlagen und über den ersten An- schlag den Übertragungsflansch mitnehmen. Wenn sich die Relativdrehrichtung danach wieder umkehrt, kann der für diese Relativdrehrichtung vorgesehene erste Anschlag des Übertragungsflanschs um den vorgesehenen Freiwinkel auf den in Umfangsrichtung gegenüberliegenden zweiten Anschlag des Anschlussflanschs zu verdreht werden, an dem zweiten Anschlag anschlagen und über den zweiten Anschlag den Anschlussflansch mitnehmen. Zur Realisierung der in tangentialer Richtung aneinander anschlagenden Anschläge des Übertragungsflanschs und des Anschlussflanschs sind mehrere konstruktive Lösungen möglich. Beispielsweise können die Anschläge durch in axialer Richtung abstehende Bolzen, Stifte, Durchstellungen oder Ähnliches realisiert sein.

Vorzugsweise sind der Übertragungsflansch und der Anschlussflansch über eine Verzahnung über einen Freiwinkel drehmomentübertragbar gekoppelt. Mit Hilfe der Verzahnung lässt sich leicht eine drehmomentübertragbare Koppelung realisieren. Der Freiwinkel kann durch den Zahnabstand der Verzahnung leicht realisiert werden. Zudem kann die Verzahnung leicht in einem Axialbereich der Materialdicke des Übertragungsflanschs und des Anschlussflanschs vorgesehen werden, so dass die Verzahnung nahezu bauraumneutral vorgesehen werden kann. Ein axialer Bauraumbedarf kann dadurch gering gehalten werden.

Besonders bevorzugt ist die Verzahnung in axialer Richtung im Wesentlichen mittig zum Energiespeicherelement oder über einen abgekröpften Verlauf des Übertragungsflanschs oder des Anschlussflanschs in axialer Richtung seitlich zur in Umfangs- richtung verlaufenden Mittellinie des Energiespeicherelements angeordnet. Der Aus- gangsflansch kann als im Wesentlichen ebene Scheibe ausgeführt sein, die zwischen zwei Teilen einer mehrteiligen Nabe verklemmt werden kann, so dass sich ein besonders geringer Bauraumbedarf des mittig zum Energiespeicherelement verlaufenden Ausgangsflanschs ergibt. Vorzugsweise bei einer einteiligen Nabe kann der Ausgangsflansch abgekröpft verlaufen, so dass der Anschlussflansch an einer Stirnseite der Nabe befestigt werden kann. Insbesondere wenn ein Gummitilger an der Stirnseite der Nabe befestigt werden soll, kann das zur Befestigung des Gummitilgers mit der Nabe vorgesehene Befestigungsmittel auch zur Befestigung des Anschlussflanschs verwendet werden. In diesem Fall kann es vorteilhaft sein, wenn die Verzahnung seitlich versetzt zum Energiespeicherelement im Axialbereich des Anschlussflanschs an der Stirnseite der Nabe vorgesehen ist. Hierzu kann der Übertragungsflansch beispielsweise in axialer Richtung abstehende Zähne aufweisen, die in die Zahnzwischenräume von radial abstehenden Zähnen des Anschlussflanschs eingreifen. Besonders bevorzugt ist der Anschlussflansch durch die Nabe ausgebildet, so dass die Nabe und der Anschlussflansch einteilig ausgestaltet sind und sich eine geringe Bauteileanzahl ergeben kann.

Insbesondere ist die Verzahnung innerhalb des Aufnahmekanals oder radial innerhalb zum Aufnahmekanal vorgesehen. Wenn die Verzahnung innerhalb des Aufnahmekanals vorgesehen ist, kann die Verzahnung auf einen besonders großen Radius vorgesehen sein, der auch einen besonders großen Freiwinkel ermöglicht. Wenn die Verzahnung radial innerhalb zum Aufnahmekanal vorgesehen ist, ist aufgrund des deutlich geringeren Radius eine entsprechend geringere Bearbeitung erforderlich, um die Verzahnung auszubilden, so dass die Herstellungskosten gering gehalten werden können. Je nach vorzusehenden Freiwinkel und der für die Übertragung eines bestimmtes maximales Drehmoments erforderlichen Anzahl an Zahnpaarungen kann die Verzahnung auf einem größeren oder geringeren Radius vorgesehen werden.

Vorzugsweise ist zwischen dem Übertragungsflansch und dem Anschlussflansch eine Reibeinrichtung zur Bereitstellung einer Dämpfung gegen ein resonanzbedingtes Aufschaukeln von Drehschwingungen vorgesehen. Durch die bewusst vorgesehene Reibung kann das Feder-Masse-System des Drehschwingungsdämpfers ausreichend gedämpft werden, um zu starke Auslenkungen im Resonanzbereich vermeiden zu können. Hierzu können die Relativbewegungen des Übertragungsflanschs zum Anschlussflansch genutzt werden, um reibungsbehaftete Relativbewegungen herzustellen. Die Reibeinrichtung kann einen mit dem Übertragungsflansch befestigten ersten Reibungspartner und einen mit dem Anschlussflansch befestigten zweiten Reibungspartner aufweisen, die beispielweise mit Hilfe einer Feder reibungsbehaftet gegeneinander gepresst sind. Die Reibungspartner können beispielsweise durch axiale Reibringe dargestellt werden.

Die Erfindung betrifft ferner eine Riemenscheibenanordnung zum Antrieb von Nebenaggregaten eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines Zugmittels, mit einer Riemenscheibe zum Antrieb des Zugmittels, einer mit einer Antriebswelle eines Kraftfahrzeugmotors koppelbaren Nabe zum Einleiten eines Drehmoments und einem Drehschwingungsdämpfer, der wie vorstehend beschrieben aus- und weitergebildet sein kann, wobei die Riemenscheibe Teil der Primärmasse und die Nabe Teil der Sekundärmasse des Drehschwingungsdämpfers sind. Durch den mehrteiligen Ausgangsflansch des als Riemenscheibenentkoppler verwendeten Drehschwingungsdämpfers kann die Realisierung des Freiwinkels von dem Radiusbereich des Energiespeicherelements weg in den Ausgangsflansch verlagert werden, so dass eine Riemenscheibenanordnung mit einer weichen Federkennlinie und einem großen Freiwinkel ermöglicht ist.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele exemplarisch erläutert, wobei die nachfolgend dargestellten Merkmale sowohl jeweils einzeln als auch in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Es zeigen:

Fig. 1 : eine schematische geschnittene Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines Drehschwingungsdämpfers,

Fig. 2: eine schematische geschnittene Draufsicht des Drehschwingungsdämpfers aus Fig. 1 ,

Fig. 3: eine schematische geschnittene Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform eines Drehschwingungsdämpfers und Fig. 4: eine schematische geschnittene Draufsicht des Drehschwingungsdämpfers aus Fig. 3.

Der in Fig. 1 und Fig. 2 am Beispiel eines Riemenscheibenentkopplers in einer Riemenscheibenanordnung zum Antrieb von Nebenaggregaten eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines Zugmittels dargestellte Drehschwingungsdämpfer 10 weist eine als Riemenscheibe ausgestaltete Primärmasse 12 auf, die einen ringförmigen Aufnahmekanal 14 für ein als Bogenfeder ausgestaltetes Energiespeicherelement 16 begrenzt. In den Aufnahmekanal 14 ragt von radial innen her ein Ausgangsflansch 18 einer Sekundärmasse 20 hinein. Das Energiespeicherelement 16 ist an seinen tangentialen Enden zwischen der Primärmasse 12 und dem Ausgangsflansch 18 ohne Spiel in Um- fangsrichtung, das heißt ohne Freiwinkel, mit einer Vorspannung verspannt. Die Sekundärmasse 20 weist eine beispielsweise zweiteilige Nabe 22 auf, mit welcher der Ausgangsflansch 18 befestigt ist. Zusätzlich ist mit der Nabe 22 ein Gummitilger 24 befestigt. Ein zur Befestigung des Gummitilgers 24 vorgesehenes als Schraube aus- gestaltetes Befestigungsmittel 26 befestigt auch den mittig zum Energiespeicherelement 16 verlaufenden Ausgangsflansch 18 mit der Nabe 22 und hält die mehrteilige Nabe 22 zusammen. Das Befestigungsmittel 26 kann beispielsweise als Schraubenverbindung, Verstiftung und/oder Pressverband ausgestaltet sein. Durch die Ausge- staltung des Befestigungsmittels 26 als Passstift kann leicht der Gummitilger 24 an der Nabe 22 positioniert werden.

Der Ausgangsflansch 18 der Sekundärmasse 20 weist einen radial äußeren Übertragungsflansch 28 und einen radial inneren Anschlussflansch 30 auf. Der Übertragungs- flansch 28 liegt zur Drehmomentübertragung tangential an dem Energiespeicherelement 16 an, während der Anschlussflansch 30 mit Hilfe des Befestigungsmittels 26 zur Drehmomentübertragung mit der Nabe 22 befestigt ist. Wie in Fig. 2 dargestellt ist der Übertragungsflansch 28 mit dem Anschlussflansch 30 über eine Verzahnung 36 gekoppelt. Der Übertragungsflansch 28 weist in der Verzahnung 36 erste Anschläge 32 auf, die zur Drehmomentübertragung an zweiten Anschlägen 34 des Anschluss- flanschs 30 anschlagen können. Zwischen den Anschlägen 32, 34 ist in Umfangsrich- tung ein deutliches Spiel vorgesehen, das einen Freiwinkel definiert, um dem sich die Primärmasse 12 relativ zur Sekundärmasse 20 bei einem Wechsel der Relativdrehung verdrehen kann, bevor das Energiespeicherelement 16 zur Speicherung von mecha- nischer Energie komprimiert wird.

Bei der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Ausführungsform des Drehschwingungsdämpfers 10 ist die Verzahnung 36 auf einem großen Radius angeordnet, so dass die Verzahnung 36 innerhalb des Aufnahmekanals 14 positioniert ist. Wie in Fig. 3 darge- stellt kann die Verzahnung 36 auch auf einem kleinen Radius angeordnet sein, so dass die Verzahnung 36 radial innen zum Aufnahmekanal 14 positioniert ist. Wie in Fig. 4 dargestellt sind dadurch im Vergleich zu der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform des Ausgangsflanschs 18 die zur Herstellung der Verzahnung 36 zu bearbeiten Bereiche kleiner ausgeführt. Bezuqszeichenliste Drehschwingungsdämpfer

Primärmasse

Aufnahmekanal

Energiespeicherelement

Ausgangsflansch

Sekundärmasse

Nabe

Gummitilger

Befestigungsmittel

Übertragungsflansch

Anschlussflansch

erster Anschlag

zweiter Anschlag

Verzahnung