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Patent Searching and Data


Title:
TORSIONAL VIBRATION DAMPER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/219397
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a torsional vibration damper (10), particularly a dual mass flywheel, a belt pulley decoupler or a pulley damper, for damping torsional vibration in a drive train of a motor vehicle, with a primary mass (12) forming a peripheral receiving channel (14), and a secondary mass (20) that can be rotated in a limited manner in relation to the primary mass (12) by means of an energy accumulator element (16), particularly a torsion spring, the secondary mass (20) comprising an output flange (18) projecting into the receiving channel (14) for tangential fastening to the energy accumulator element (16), the output flange (18) comprising a transmission flange (28) that is tangentially arranged on the energy accumulator element (16) and a connection flange (30) coupled to the transmission flange (28) by means of an additional damper (34) in such a way that torque can be transmitted, a toothing (32) being embodied particularly between the transmission flange (28) and the connection flange (30) and the additional damper (34) being positioned in the toothing (32). With an energy accumulator element (16) that is as long and soft as possible when the rotational angle is as wide as possible, a high level of block torque can be achieved by the additional damper (34) that only acts on the end of the rotational angle range, such that a torsional vibration damper (10) with a soft spring characteristic can be produced.

Inventors:
STOBER BENJAMIN (FR)
Application Number:
DE2018/100461
Publication Date:
December 06, 2018
Filing Date:
May 15, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
F16F15/134
Foreign References:
US20160265643A12016-09-15
FR2728642A11996-06-28
DE102015221022A12016-05-12
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Claims:
Patentansprüche

Drehschwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad, Riemen- scheibenentkoppler oder Scheibendämpfer, zur Dämpfung von Drehschwingungen in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, mit

einer einen umlaufenden Aufnahmekanal (14) ausbildenden Primärmasse (12) und

einer über ein Energiespeicherelement (16), insbesondere Bogenfeder, relativ zu der Primärmasse (12) begrenzt verdrehbaren Sekundärmasse (20), wobei die Sekundärmasse (20) einen in den Aufnahmekanal (14) hineinragenden Ausgangsflansch (18) zum tangentialen Anschlagen an dem Energiespeicherelement (16) aufweist, wobei der Ausgangsflansch (18) einen an dem Energiespeicherelement (16) tangential anliegenden Übertragungsflansch (28) und einen über einen Zusatzdämpfer (34) drehmomentübertragbar mit dem Übertragungsflansch (28) gekoppelten Anschlussflansch (30) aufweist, wobei insbesondere zwischen dem Übertragungsflansch (28) und dem Anschlussflansch (30) eine Verzahnung (32) ausgebildet ist und der Zusatzdämpfer (34) in der Verzahnung (32) positioniert ist.

Drehschwingungsdämpfer nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzdämpfer (34) ausgelegt ist bei einer zunehmenden Relativverdrehung der Sekundärmasse (20) zur Primärmasse (12) zu blockieren bevor das Energiespeicherelement (16) blockiert.

Drehschwingungsdämpfer nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Primärmasse (12) und der Übertragungsflansch (28) an dem Energiespeicherelement (16) tangential anliegen, wobei insbesondere das Energiespeicherelement (16) ausgestaltet ist im laufenden Betrieb an der Primärmasse (12) und an dem Übertragungsflansch (28) permanent tangential anzuliegen, wobei insbesondere das Energiespeicherelement (16) zwischen der Primärmasse (12) und dem Übertragungsflansch (28) vorgespannt ist. Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass nur der Zusatzdämpfer (34) einen bei einer relativen Drehrichtungsumkehr zwischen der Primärmasse (12) und der Sekundärmasse (20) vorgesehenen Freiwinkel aufweist.

Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzdämpfer (34) ein, insbesondere als Druckschraubenfeder oder Bogenfeder ausgestaltetes Zusatzenergiespeicherelement (36) aufweist, wobei das Zusatzenergiespeicherelement (36) in tangentialer Richtung und/oder in Umfangsrichtung an beiden Axialenden vorgespannt an dem Übertragungsflansch (28) aufgenommen ist und der relativ zu dem Übertragungsflansch (28) verdrehbare Anschlussflansch (30) über einen Freiwinkel tangential an dem Zusatzenergiespeicherelement (36) anschlagbar ist und/oder das Zusatzenergiespeicherelement (36) in tangentialer Richtung und/oder in Umfangsrichtung an beiden Axialenden vorgespannt an dem Anschlussflansch (30) aufgenommen ist und der relativ zu dem Anschlussflansch (30) verdrehbare Übertragungsflansch (28) über einen Freiwinkel tangential an dem Zusatzenergiespeicherelement (36) anschlagbar ist.

Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne (38) des Übertragungsflanschs (28) zu dem Zähnen (40) des Anschlussflanschs (30) in axialer Richtung versetzt angeordnet sind.

Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Übertragungsflansch (28) und dem Anschlussflansch (30) eine Reibeinrichtung zur Bereitstellung einer Dämpfung gegen ein resonanzbedingtes Aufschaukeln von Drehschwingungen vorgesehen ist.

Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussflansch (30) zwei axial zueinander beabstandete Seitenscheiben (42) aufweist, wobei der Übertragungsflansch (28) in der Verzahnung (32) zwischen die Seitenscheiben (42) hineinragt, oder der Übertragungsflansch (28) zwei axial zueinander beabstandete Seitenscheiben (42) aufweist, wobei der Anschlussflansch (30) in der Verzahnung (32) zwischen die Seitenscheiben (42) hineinragt.

Drehschwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass ein Zahngrund des Übertragungsflanschs (28) in der Verzahnung (32) und/oder ein Zahngrund des Anschlussflanschs (30) in der Verzahnung (32) zur radial äußeren Führung des Zusatzdämpfers (34) in axialer Richtung absteht.

Riemenscheibenanordnung zum Antrieb von Nebenaggregaten eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines Zugmittels, mit einer Riemenscheibe zum Antrieb des Zugmittels, einer mit einer Antriebswelle eines Kraftfahrzeugmotors koppelbaren Nabe (22) zum Einleiten eines Drehmoments und einem Drehschwingungsdämpfer (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Riemenscheibe Teil der Primärmasse (12) und die Nabe (22) Teil der Sekundärmasse (20) des Drehschwingungsdämpfers sind.

Description:
Drehschwingungsdämpfer

Die Erfindung betrifft einen Drehschwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad, Riemenscheibenentkoppler oder Scheibendämpfer, mit dessen Hilfe Drehschwingungen in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs gedämpft werden können. Beispielsweise aus DE 10 2015 221 022 A1 ist ein als Zweimassenschwungrad ausgestalteter Drehschwingungsdämpfer mit einer Primärmasse und einer mit der Primärmasse über eine Bogenfeder begrenzt verdrehbaren Sekundärmasse bekannt, wobei die Sekundärmasse einen in einen von der Primärmasse ausgebildeten Aufnahmekanal zur Aufnahme der Bogenfeder hineinragenden Ausgangsflansch auf- weist.

Es besteht ein ständiges Bedürfnis bei einem Drehschwingungsdämpfer in Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs bei einem geringen Bauraum möglichst eine weiche Federkennlinie vorzusehen.

Es ist die Aufgabe der Erfindung Maßnahmen aufzuzeigen, die bei einem geringen Bauraum einen Drehschwingungsdämpfer mit einer weichen Federkennlinie ermöglichen. Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch einen Drehschwingungsdämpfer mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung angegeben, die jeweils einzeln oder in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Erfindungsgemäß ist ein Drehschwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad, Riemenscheibenentkoppler oder Scheibendämpfer, zur Dämpfung von Drehschwingungen in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs vorgesehen mit einer einen umlaufenden Aufnahmekanal ausbildenden Primärmasse und einer über ein Energiespeicherelement, insbesondere Bogenfeder, relativ zu der Primärmasse begrenzt verdrehbaren Sekundärmasse, wobei die Sekundärmasse einen in den Auf- nahmekanal hineinragenden Ausgangsflansch zum tangentialen Anschlagen an dem Energiespeicherelement aufweist, wobei der Ausgangsflansch einen an dem Energiespeicherelement tangential anliegenden Übertragungsflansch und einen über einen Zusatzdämpfer drehmomentübertragbar mit dem Übertragungsflansch gekoppelten Anschlussflansch aufweist, wobei insbesondere zwischen dem Übertragungsflansch und dem Anschlussflansch eine Verzahnung ausgebildet ist und der Zusatzdämpfer in der Verzahnung positioniert ist.

Durch den zusätzlich zum Energiespeicherelement vorgesehenen Zusatzdämpfer ist es möglich einen gewünschten Freiwinkel im Zusatzdämpfer vorzusehen, so dass der Zusatzdämpfer ab einem anderen Drehwinkel zwischen der Primärmasse und der Sekundärmasse wirksam wird als dies bei dem Energiespeicherelement vorgesehen ist. Dadurch lässt sich leicht ein sich über den Drehwinkel änderndes Dämpfungsverhalten erreichen. So ist es möglich bei einer geringen relativen Verdrehung der Primärmasse zur Sekundärmasse, wenn ein Drehwinkelbereich mit nur geringen Drehwin- kein überstrichen wird, eine nur durch das Energiespeicherelement bestimmte Federkennlinie vorzusehen, während oberhalb eines Drehwinkels, bei dem ein in Zusatzdämpfer vorgesehener Freiwinkel überschritten und die Dämpfungsfunktion des Vordämpfers aktiviert wird, automatisch eine durch das Energiespeicherelement und den Zusatzdämpfer bestimmte Federkennlinie vorgesehen ist. Durch die zusätzliche Fe- derkraft des Zusatzdämpfers kann im Vergleich zu einem Drehschwingungsdämpfer ohne Zusatzdämpfer eine Federkennlinie mit einer abschnittsweise unterschiedlichen Gesamtfederkonstanten eingestellt werden. Gleichzeitig kann über einen hinreichend großen Drehwinkelbereich eine vergleichsweise weiche Dämpfung erreicht werden, die als besonders komfortabel empfunden wird. Ein Freiwinkel im Bereich des Ener- giespeicherelements kann reduziert oder sogar ganz vermieden werden, so dass für das Energiespeicherelement mehr Platz in Umfangsrichtung verbleibt. Dies ermöglicht einer größere Erstreckung des Energiespeicherelements in Umfangsrichtung und so- mit eine größere Strecke, um die das Energiespeicherelement komprimiert werden kann. Dadurch kann im Vergleich zu einem im Übrigen identischen Drehschwingungsdämpfer, bei dem sich der vorzusehende Freiwinkel in Umfangsrichtung an dem Energiespeicherelement anschließt, eine weichere Federkennlinie für das Energie- speicherelement realisiert werden.

Durch die Positionierung des Zusatzdämpfers beabstandet zum Energiespeicherelement ist der Zusatzdämpfer nicht koaxial zum Energiespeicherelement angeordnet und daher leicht unabhängig von dem Energiespeicherelement betreibbar. Dies er- leichtert es den Zusatzdämpfer in einem vom Energiespeicherelement verschiedenen Drehwinkelbereich zu betreiben und einen Gesamtfederkennlinienverlauf mit Bereichen unterschiedlicher Federkonstanten zu realisieren. Insbesondere ist es möglich, dass vor dem Erreichen des maximal möglichen Drehwinkels das Energiespeicherelement mit der weicheren Federkennlinie bereits maximal komprimiert ist und auf Block geht, so dass bei einer weiteren Erhöhung des Drehwinkels nur der Zusatzdämpfer oder nur das Energiespeicherelement mit der steiferen Federkennlinie noch wirksam ist. Dies ermöglicht es ein besonders großes Blockmoment einzustellen, bei dem der maximal mögliche Drehwinkel der Primärmasse zur Sekundärmasse erreicht ist. Durch die zumindest zweiteilige Ausgestaltung des Ausgangsflanschs der Sekun- därmasse ist es leicht möglich über die drehmomentübertragende Koppelung des Übertragungsflanschs mit dem Anschlussflansch des mehrteiligen Ausgangsflanschs einen Freiwinkel für den Zusatzdämpfer vorzusehen. Eine Relativdrehung des Übertragungsflanschs zum Anschlussflansch kann innerhalb des Ausgangsflanschs der Sekundärmasse im Wesentlichen unbeeinflusst von einer Komprimierung des Ener- giespeicherelements erfolgen, so dass die Relativdrehung des Übertragungsflanschs zum Anschlussflansch nicht durch das Energiespeicherelement beschränkt wird. Der Zusatzdämpfer kann zum Energiespeicherelement in Reihe geschaltet sein und hierzu in dem mehrteiligen Ausgangsflansch integriert sein. Der Zusatzdämpfer ist über den Übertragungsflansch und das Energiespeicherelement nur indirekt mit der Primär- masse gekoppelt. Der Zusatzdämpfer kann leicht in Umfangsrichtung zwischen den Zähnen der Verzahnung positioniert sein, wobei ein Freiwinkel für den Zusatzdämpfer über einen Abstand der Zähne des Übertragungsflanschs in Umfangsrichtung zu den Zähnen des Anschlussflanschs vorgesehen werden kann. Dadurch lässt sich leicht ein besonders großer Freiwinkel für den Zusatzdämpfer realisieren. Ein separates nur von einem Bauteil umlaufend ausgestaltetes Fenster zur Aufnahme des Zusatzdämpfers ist nicht erforderlich. Stattdessen können in Umfangsrichtung nachfolgende Zähne ei- nen zu einer Radialrichtung hin geöffneten Zahnzwischenraum zur Aufnahme des Zusatzdämpfers ausbilden, wobei die in radialer Richtung hin geöffnete Seite durch den Zahngrund des in der Verzahnung gegenüberliegenden Bauteils des Ausgangs- flanschs begrenzt werden kann. Dadurch ergibt sich ein einfach herzustellender Aufnahmebereich für den Zusatzdämpfer, ohne dass zur Führung und/oder Stabilisierung des Zusatzdämpfers ein weiteres Bauteil mit einem umlaufenden Fenster vorgesehen werden muss. Durch den insbesondere in einen Zahnzwischenraum der Verzahnung des mehrteiligen Ausgangsflanschs vorgesehenen Zusatzdämpfer ist bei einem geringen Bauraum ein Drehschwingungsdämpfer mit einer weichen Federkennlinie ermöglicht.

Die Primärmasse und die über das insbesondere als Bogenfeder ausgestaltete Energiespeicherelement an die Primärmasse begrenzt verdrehbar angekoppelte Sekundärmasse können ein Feder-Masse-System ausbilden, das in einem bestimmten Frequenzbereich Drehungleichförmigkeiten in der Drehzahl und in dem Drehmoment der von einem Kraftfahrzeugmotor erzeugten Antriebsleistung dämpfen kann. Hierbei kann das Massenträgheitsmoment der Primärmasse und/oder der Sekundärmasse sowie die Federkennlinie des Energiespeicherelements derart ausgewählt sein, dass Schwingungen im Frequenzbereich der dominierenden Motorordnungen des Kraftfahrzeugmotors gedämpft werden können. Das Massenträgheitsmoment der Primär- masse und/oder der Sekundärmasse kann insbesondere durch eine angebrachte Zusatzmasse beeinflusst werden. Die Primärmasse kann eine Scheibe aufweisen, mit welcher ein Deckel verbunden sein kann, wodurch der im Wesentlichen ringförmige Aufnahmeraum für das Energiespeicherelement begrenzt sein kann. Die Primärmasse kann beispielsweise über in den Aufnahmeraum hinein abstehende Einprägungen tangential an dem Energiespeicherelement anschlagen. In den Aufnahmeraum kann der Ausgangsflansch der Sekundärmasse hineinragen, der an dem gegenüberliegenden Ende des Energiespeicherelements tangential anschlagen kann. Wenn der Dreh- schwingungsdämpfer Teil eines Zweimassenschwungrads ist, kann die Primärmasse eine mit einer Antriebswelle eines Kraftfahrzeugmotors koppelbare Schwungscheibe aufweisen. Wenn der Drehschwingungsdämpfer als Riemenscheibenentkoppler Teil einer Riemenscheibenanordnung zum Antrieb von Nebenaggregaten eines Kraftfahr- zeugs mit Hilfe eines Zugmittels ist, kann die Primärmasse eine Riemenscheibe ausbilden, an deren radial äußeren Mantelfläche das Zugmittel, insbesondere ein Keilriemen, zur Drehmomentübertragung angreifen kann.

Vorzugsweise ist der Zusatzdämpfer ausgelegt bei einer zunehmenden Relativverdre- hung der Sekundärmasse zur Primärmasse zu blockieren bevor das Energiespeicherelement blockiert. Wenn die Sekundärmasse aus einer neutralen Nulllage heraus relativ zur Primärmasse in eine erste Umfangsrichtung oder einer zur ersten Umfangsrichtung entgegengesetzten zweiten Umfangsrichtung verdreht wird, kann beispielsweise infolge eines für den Energiespeicher und den Zusatzdämpfer vorgesehenen Freiwinkels zunächst keine Dämpfung vorgesehen sein, so dass besonders hohe Frequenzen mit geringen Amplituden in der der Art eines Tiefpassfilters herausgefiltert werden können. Es ist aber auch möglich, dass mit Beginn einer Relativdrehung zunächst nur das Energiespeicherelement oder sowohl das Energiespeicherelement als auch der Zusatzdämpfer wirksam sind. Insbesondere weist das Energiespeicherele- ment eine weichere Federkennlinie als der Zusatzdämpfer auf. Bei einer Relativdrehung, bei der sowohl das Energiespeicherelement als auch der in Reihe geschaltete Zusatzdämpfer wirksam sind, ergibt sich eine Dämpferstufe mit einer besonders weichen Dämpfung, die von einem Fahrer des Kraftfahrzeugs als besonders komfortabel empfunden wird. Vor dem Erreichen des maximal möglichen Drehwinkels kann der Zusatzdämpfer jedoch blockieren und sich im Wesentlichen wie ein Festkörper verhalten. Dadurch wird für einen darüber hinausgehenden Verdrehwinkel ein Dämpfungsbereich realisiert, der nur durch die Federkennlinie des Energiespeicherelements bestimmt wird, die im Vergleich zu der Reihenschaltung der Federanteile des Energiespeicherelements und des Zusatzdämpfers eine steifere Federkennlinie darstellt. Durch das Blockieren des Zusatzdämpfers vor dem Erreichen des maximal möglichen Drehwinkels kann bis zum Blockieren des Zusatzdämpfers eine weiche Dämpfungsstufe realisiert werden, an der sich nach dem Blockieren des Zusatzdämpfers eine harte Dämpfungsstufe anschließt. Die weiche Dämpfungsstufe ermöglicht eine komfortable Dämpfung, während die harte Dämpfungsstufe ein hartes Anschlagen beim Erreichen des maximal möglichen Drehwinkels gedämpft werden kann. Es ist auch möglich für das Energiespeicherelement einen so großen Freiwinkel vorzusehen, dass zu Beginn der Relativverdrehung nur der Zusatzdämpfer bis zum Blockieren wirksam ist bevor das Energiespeicherelement wirksam ist oder umgekehrt. Es ist auch möglich, dass ein insbesondere als Bogenfeder ausgestaltetes Federelement des Zusatzdämpfers eine längere Erstreckung und/oder einen größeren Winkelbereich in Um- fangsrichtung überstreicht als das Energiespeicherelement oder umgekehrt. Durch das Blockieren des Zusatzdämpfers vor dem Erreichen des maximal möglichen Drehwinkels kann zudem verhindert werden, dass sich das Federelement des Zusatzdämpfers zu stark setzt.

Insbesondere liegen die Primärmasse und der Übertragungsflansch an dem Energiespeicherelement tangential an, wobei insbesondere das Energiespeicherelement ausgestaltet ist im laufenden Betrieb an der Primärmasse und an dem Übertragungsflansch permanent tangential anzuliegen, wobei insbesondere das Energiespeicherelement zwischen der Primärmasse und dem Übertragungsflansch vorgespannt ist. Ein im Radiusbereich des Energiespeicherelements vorgesehener Freiwinkel kann dadurch vermieden werden, so dass in Umfangsrichtung mehr Bauraum für das Energiespeicherelement vorgesehen werden kann. Durch die Vorspannung des Energiespeicherelements kann sichergestellt werden, dass auch bei den im laufenden Betrieb auftretenden Kräften das Energiespeicherelement nicht von der Primärmasse oder von dem Übertragungsflansch abhebt. Dadurch können zudem unnötige Materialbeanspruchungen durch ein Anschlagen des Energiespeicherelements an der Primärmasse oder an dem Ausgangsflansch vermieden werden.

Vorzugsweise weist nur der Zusatzdämpfer einen bei einer relativen Drehrichtungsumkehr zwischen der Primärmasse und der Sekundärmasse vorgesehenen Freiwinkel auf. Die Dämpfungswirkung des Zusatzdämpfers ist über den Freiwinkel abgeschaltet, so dass nur die Dämpfungswirkung des Energiespeicherelements wirksam ist. Erst zum Ende des möglichen Drehwinkelbereichs hin, wenn der im Zusatzdämpfer vorge- sehene Freiwinkel überschritten ist, wird die Dämpfungswirkung des Zusatzdämpfers wirksam. In einem Drehwinkelbereich oberhalb des Freiwinkels bis zum maximal möglichen Drehwinkel können sich die Federwirkungen des Energiespeicherelements und des Zusatzdämpfers überlagern. Das Energiespeicherelement kann hierbei ohne Freiwinkel ausgestaltet sein, so dass die Dämpfungswirkung des Energiespeicherelements von Anfang an wirksam sein kann.

Besonders bevorzugt ist der Zusatzdämpfer innerhalb des Aufnahmekanals vorgesehen. Der Zusatzdämpfer kann dadurch auf einem vergleichsweise großen Radiusbe- reich positioniert werden, der einen entsprechend großen Freiwinkel für den Zusatzdämpfer ermöglicht.

Insbesondere weist der Zusatzdämpfer ein, insbesondere als Druckschraubenfeder oder Bogenfeder ausgestaltetes Zusatzenergiespeicherelement auf, wobei das Zu- satzenergiespeicherelement in tangentialer Richtung und/oder in Umfangsrichtung an beiden Axialenden vorgespannt an dem Übertragungsflansch aufgenommen ist und der relativ zu dem Übertragungsflansch verdrehbare Anschlussflansch über einen Freiwinkel tangential an dem Zusatzenergiespeicherelement anschlagbar ist und/oder das Zusatzenergiespeicherelement in tangentialer Richtung und/oder in Umfangsrich- tung an beiden Axialenden vorgespannt an dem Anschlussflansch aufgenommen ist und der relativ zu dem Anschlussflansch verdrehbare Übertragungsflansch über einen Freiwinkel tangential an dem Zusatzenergiespeicherelement anschlagbar ist. Das Zusatzenergiespeicherelement ist dadurch nicht einerseits an dem Übertragungsflansch und andererseits an dem Anschlussflansch abgestützt, sondern nur an einem dieser Bauteile. Durch die zwischen dem Übertragungsflansch und dem Anschlussflansch vorgesehene Verzahnung kann sich das Zusatzenergiespeicherelement über einen gesamten Zahnzwischenraum entweder des Übertragungsflanschs oder des An- schlussflanschs vorgespannt erstrecken und abstützen. Wenn eine so starke Relativdrehung des Übertragungsflanschs zum Anschlussflansch erfolgt, dass der vorgese- hene Freiwinkel überstrichen ist, kann ein Teil des jeweils anderen Bauteils an dem das Zusatzenergiespeicherelement abstützende Bauteil vorbei bewegt werden und an dem Zusatzenergiespeicherelement tangential anschlagen, um das Zusatzenergie- speicherelement zu komprimieren. Hierbei kann das Zusatzenergiespeicherelement an der anschlagenden Seite abheben und sich an dem relativ bewegenden Bauteil abstützen. Der Zahnzwischenraum der Zähne des das Zusatzenergiespeicherelement nicht aufnehmenden Anschlussflanschs beziehungsweise Übertragungsflanschs ist insbesondere so groß ausgeführt, dass zwei Zähne des das Zusatzenergiespeicherelement aufnehmenden Übertragungsflanschs beziehungsweise Anschlussflanschs aufgenommen werden können. Dadurch kann das in dem kleineren Zahnzwischenraum aufgenommene Zusatzenergiespeicherelement vollständig zusammen mit den das Zusatzenergiespeicherelement abstützenden Zähnen in dem größeren Zahn- Zwischenraum positioniert werden. Je nach Relativdrehrichtung kann der eine Zahn des größeren Zahnzwischenraums an der einen Seite des Zusatzenergiespeicherelements oder der andere Zahn des größeren Zahnzwischenraums an der anderen Seite des Zusatzenergiespeicherelements tangential anschlagen. Vorzugsweise sind die Zähne des Übertragungsflanschs zu den Zähnen des Anschlussflanschs in axialer Richtung versetzt angeordnet. Die Zähne des Übertragungsflanschs und die Zähne des Anschlussflanschs überdecken sich in Umfangs- richtung betrachtet gerade nicht. Ein unmittelbares Anschlagen der Zähne aneinander ist dadurch vermieden. Stattdessen ist sichergestellt, dass eine Drehmomentübertra- gung nur über den zwischengeschalteten Zusatzdämpfer erfolgen kann, der hierzu an unterschiedlichen zueinander in axialer Richtung versetzten Stellen an den Zähnen des Übertragungsflanschs und an den Zähnen des Anschlussflanschs tangential anschlagen kann. Besonders bevorzugt ist zwischen dem Übertragungsflansch und dem Anschlussflansch eine Reibeinrichtung zur Bereitstellung einer Dämpfung gegen ein resonanzbedingtes Aufschaukeln von Drehschwingungen vorgesehen. Durch die bewusst vorgesehene Reibung kann das Feder-Masse-System des Drehschwingungsdämpfers ausreichend gedämpft werden, um zu starke Auslenkungen im Resonanzbereich ver- meiden zu können. Hierzu können die Relativbewegungen des Übertragungsflanschs zum Anschlussflansch genutzt werden, um reibungsbehaftete Relativbewegungen herzustellen. Die Reibeinrichtung kann einen mit dem Übertragungsflansch befestig- ten ersten Reibungspartner und einen mit dem Anschlussflansch befestigten zweiten Reibungspartner aufweisen, die beispielweise mit Hilfe einer Feder reibungsbehaftet gegeneinander gepresst sind. Die Reibungspartner können beispielsweise durch axiale Reibringe dargestellt werden.

Insbesondere ist vorgesehen, dass der Anschlussflansch zwei axial zueinander beab- standete Seitenscheiben aufweist, wobei der Übertragungsflansch in der Verzahnung zwischen die Seitenscheiben hineinragt, oder der Übertragungsflansch zwei axial zueinander beabstandete Seitenscheiben aufweist, wobei der Anschlussflansch in der Verzahnung zwischen die Seitenscheiben hineinragt. Dadurch können die Zähne des Übertragungsflanschs und des Anschlussflanschs leicht aneinander vorbeibewegt werden, um den Zusatzdämpfer zu komprimieren, während geleichzeitig eine im Wesentlichen mittige Beanspruchung des Zusatzdämpfers beim Komprimieren erreicht werden kann. Unnötige Knick- und Biegemomente sowie Scherbelastungen des Zu- satzdämpfers können dadurch vermieden sein.

Vorzugsweise steht ein Zahngrund des Übertragungsflanschs in der Verzahnung und/oder ein Zahngrund des Anschlussflanschs in der Verzahnung zur radial äußeren Führung des Zusatzdämpfers in axialer Richtung ab. Die Führung des Zusatzdämp- fers, insbesondere des Zusatzenergiespeicherelements, kann dadurch verbessert werden, beispielsweise um ein Ausknicken des Zusatzenergiespeicherelements unter Last zu vermeiden. Die abstehenden Bereiche können sich insbesondere an die Au- ßenkonturierung des Zusatzdämpfers beziehungsweise des Zusatzenergiespeicherelements anschmiegen. Insbesondere wenn der Übertragungsflansch oder der Anschlussflansch durch zwei Seitenscheiben ausgebildet ist, ist es möglich durch

Ausstanzen und spanloses Umformen die vom Zahngrund aus abstehenden Teile einfach herzustellen.

Die Erfindung betrifft ferner eine Riemenscheibenanordnung zum Antrieb von Neben- aggregaten eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines Zugmittels, mit einer Riemenscheibe zum Antrieb des Zugmittels, einer mit einer Antriebswelle eines Kraftfahrzeugmotors koppelbaren Nabe zum Einleiten eines Drehmoments und einem Drehschwingungs- dämpfer, der wie vorstehend beschrieben aus- und weitergebildet sein kann, wobei die Riemenscheibe Teil der Primärmasse und die Nabe Teil der Sekundärmasse des Drehschwingungsdämpfers sind. Durch den insbesondere in einen Zahnzwischenraum der Verzahnung des mehrteiligen Ausgangsflanschs vorgesehenen Zusatz- dämpfer ist bei einem geringen Bauraum ein Drehschwingungsdämpfer mit einer weichen Federkennlinie ermöglicht.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele exemplarisch erläutert, wobei die nachfol- gend dargestellten Merkmale sowohl jeweils einzeln als auch in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Es zeigen:

Fig. 1 : eine schematische geschnittene Seitenansicht eines Drehschwingungsdämpfers und

Fig. 2: eine schematische geschnittene Draufsicht des Drehschwingungsdämpfers aus Fig. 1 .

Der in Fig. 1 und Fig. 2 am Beispiel eines Riemenscheibenentkopplers in einer Rie- menscheibenanordnung zum Antrieb von Nebenaggregaten eines Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines Zugmittels dargestellte Drehschwingungsdämpfer 10 weist eine als Riemenscheibe ausgestaltete Primärmasse 12 auf, die einen ringförmigen Aufnahmekanal 14 für ein als Bogenfeder ausgestaltetes Energiespeicherelement 16 begrenzt. In den Aufnahmekanal 14 ragt von radial innen her ein Ausgangsflansch 18 einer Se- kundärmasse 20 hinein. Das Energiespeicherelement 16 ist an seinen tangentialen Enden zwischen der Primärmasse 12 und dem Ausgangsflansch 18 ohne Spiel in Um- fangsrichtung, das heißt ohne Freiwinkel, mit einer Vorspannung verspannt. Die Sekundärmasse 20 weist eine beispielsweise zweiteilige Nabe 22 auf, mit welcher der Ausgangsflansch 18 befestigt ist. Zusätzlich ist mit der Nabe 22 ein Gummitilger 24 befestigt. Ein zur Befestigung des Gummitilgers 24 vorgesehenes als Schraube ausgestaltetes Befestigungsmittel 26 befestigt auch den mittig zum Energiespeicherelement 16 verlaufenden Ausgangsflansch 18 mit der Nabe 22 und hält die mehrteilige Nabe 22 zusammen. Das Befestigungsmittel 26 kann beispielsweise als Schraubenverbindung, Verstiftung und/oder Pressverband ausgestaltet sein. Durch die Ausgestaltung des Befestigungsmittels 26 als Passstift kann leicht der Gummitilger 24 an der Nabe 22 positioniert werden.

Der Ausgangsflansch 18 der Sekundärmasse 20 weist einen radial äußeren Übertragungsflansch 28 und einen radial inneren Anschlussflansch 30 auf, zwischen denen eine Verzahnung 32 ausgebildet ist. Wie in Fig. 2 dargestellt ist in der Verzahnung 32 ein Zusatzdämpfer 34 vorgesehen, der ein als Druckschraubenfeder ausgestaltetes Zusatzenergiespeicherelement 36 aufweist. Das Zusatzenergiespeicherelement 36 ist in einem Zahnzwischenraum von zwei ersten Zähnen 38 des Übertragungsflanschs 28 mit Vorspannung eingesetzt. Ein Zahnzwischenraum zwischen zwei zweiten Zähnen 40 des Anschlussflanschs 30 ist so groß, dass der aus den zweit ersten Zähnen 40 und dem Zusatzenergiespeicherelement 36 zusammengesetzte Zusatzdämpfer 34 aufgenommen werden kann.

Wie in Fig. 1 dargestellt, ist der Anschlussflansch 30 durch zwei Seitenscheiben 42 zusammengesetzt, die in axialer Richtung zu dem Übertragungsflansch 28 versetzt angeordnet sind, so dass die zweiten Zähne 40 bei einer Relativdrehung an den ers- ten Zähnen 38 vorbeibewegt werden können, um nach Überwindung eines Freiwinkels tangential an dem Zusatzenergiespeicherelement 36 des Zusatzdämpfers 34 anschlagen zu können. Dadurch kann das Zusatzenergiespeicherelement 36 zwischen dem Übertragungsflansch 28 und dem Anschlussflansch 30 komprimiert werden und es kann und ein Drehmoment zwischen dem Übertragungsflansch28 und dem An- schlussflansch 30 übertragen werden. Zudem können im Bereich des Zahngrunds der Seitenscheiben 42 des Anschlussflanschs 30 Flügel 44 abstehen, die das Zusatzenergiespeicherelement 36 führen und/oder gegen ein Knicken abstützen können. Bezuqszeichenliste

Drehschwingungsdämpfer

Primärmasse

Aufnahmekanal

Energiespeicherelement

Ausgangsflansch

Sekundärmasse

Nabe

Gummitilger

Befestigungsmittel

Übertragungsflansch

Anschlussflansch

Verzahnung

Zusatzdämpfer

Zusatzenergiespeicherelement

erster Zahn

zweiter Zahn

Seitenscheibe

Flügel