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Title:
TOWER FOR A WIND POWER STATION AND METHOD FOR ERECTING A TOWER FOR A WIND POWER STATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/029515
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a tower for a wind power station, the walls of the tower being formed, at least partially, from individual wall sections which are interconnected by connection means. The aim of the invention is to provide a tower for a wind power station which can be assembled with adequate precision and to provide a method for erecting said type of tower. Said aim with respect to the tower is achieved such that an empty framework to which the wall sections can be secured is provided at least partially inside the tower.

Inventors:
GREGOR, Prass (Siebenschön 36, Hamburg, 22529, DE)
Application Number:
EP2010/005032
Publication Date:
March 17, 2011
Filing Date:
August 17, 2010
Export Citation:
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Assignee:
TIMBER TOWER GMBH (Vahrenwalder Str. 7, Hannover, 30165, DE)
GREGOR, Prass (Siebenschön 36, Hamburg, 22529, DE)
International Classes:
F03D11/04
Attorney, Agent or Firm:
WETZEL, Philipp et al. (Meissner, Bolte & PartnerAnwaltssozietät Gb, Beselerstrasse 6 Hamburg, 22607, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Turm für eine Windkraftanlage mit wobei die Wände des Turms zumindest teilweise aus einzelnen Wandabschnitten aus einem Holzwerkstoff hergestellt sind, die über Verbindungsmittel miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass im Turminneren zumindest teilweise ein Leergerüst vorgesehen ist, mit dem die Wandabschnitte haltend verbunden werden.

2. Turm nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Leergerüst aus mehreren Abschnitten zusammengesetzt sind, wobei ein Abschnitt, bevorzugt an dessen oberen Ende, ein Podest aufweist, mit dem die Wandabschnitte verbunden werden, wobei das Podest bevorzugt eine Aussteifungsebene des Turms ist.

3. Turm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das

Leergerüst aus Holz besteht und/oder eine Fachwerkskonstruktion ist.

4. Turm nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die

Fachwerkskonstruktion wenigstens 4 Ständer aufweist, die mit Streben, Riegeln, Kopf- und Sohlenhölzern verbunden sind.

5. Turm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Podest aus wenigstens zwei Abschnitten gebildet ist.

6. Turm nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das die Wandabschnitte zueinander Helix bildend versetzt angeordnet sind, wobei es sich bevorzugt bei der Helix um eine Einfachhelix oder um eine aus mehreren Einfachhelices gebildeten ehrfachhelix handelt.

7. Turm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der die Mehrfachhelix bildenden Einfachhelices mit der Anzahl der Wandabschnitte in einer horizontalen Ebene des Turms übereinstimmt. 8. Turm nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel 360°geteilt durch die Anzahl der Einfachhelices beträgt.

9. Turm nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Stoßseiten der einzelnen Bestandteile eine Helix eine durchgehende Linie und/oder eine Stufung aufweisen.

10. Turm nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Wandabschnitten aus einem Holzwerkstoff hergestellt sind. 11. Turm nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Holzwerkstoff um Brettsperrholz und/oder Holzverbundwerkstoff handelt. 2. Turm nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Turm aus den einzelnen Wandabschnitten vor Ort zusammensetztbar ist.

13. Turm nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Außenseite des Turms mit einer Beschichtung versehen ist, wobei die Beschichtung bevorzugt wenigstens einen Teil der auf die Oberfläche des Turms wirkende Zugbelastung aufnimmt und die Oberfläche der Außenseite des Turms gegen die von außen auf die Oberfläche einwirkenden Umwelteinflüsse, insbesondere Feuchtigkeit, abdichtet.

14. Turm nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung auf die Oberfläche der Außenseite des Turms wenigstens teilweise vollflächig aufgebracht ist und/oder dass es sich bei der Beschichtung um einen Schichtstoff, eine Folie, ein Gewebe, eine Platte und/oder ein Textil handelt.

Description:
Turm für eine Windkraftanlage und Verfahren zum Errichten eines Turmes für eine Windkraftanlage

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen Turm für eine Windkraftanlage wobei die Wände des Turms zumindest teilweise aus einzelnen Wandabschnitten hergestellt sind, die über Verbindungsmittel miteinander verbunden sind und ein Verfahren zum Errichten eines solchen Turmes.

Bei einer Windkraftanlage handelt es sich um eine Vorrichtung zur Erzeugung von elektrischer Energie. Die Windkraftanlage ist mit einem Fundament, einem Turm, der auf dem Fundament errichtet wird, und einer Gondel, die auf dem Turm angeordnet wird, versehen. An der Gondel befindet sich die mit Rotorblättern verbundene Antriebseinheit zur Energieerzeugung.

Die Konstruktion des Turms ist ausgerichtet auf die durch die Gondel auf den Turm erzeugte statische Belastung und die durch die Rotation der Drehflügel des Rotors und der Bewegungsmöglichkeit der Gondel in Abhängigkeit der Windrichtung erzeugten dynamischen Belastungen. Bekannte Türme werden aus Stahlringen oder Betonelementen hergestellt. Die Grundflächen der bekannten Türme sind dabei entweder Polygone oder ringförmige Kreissegmente. Polygonale Türme, die aus einzelnen Segmenten aus Beton hergestellt sind, sind bekannt aus WO 2003/069099 A. Des Weiteren ist bekannt, solche polygonalen Türme aus Holz zu errichten (DE 10 2007 006 652 A1 ).

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist es erwünscht, die Höhe der Türme wirtschaftlich maximiert zu errichten, da der Ertrag einer Windkraftanlage von der Nabenhöhe des Rotors abhängt und der Ertrag mit Zunahme der Höhe steigt. Gleichzeitig steigen die durch die größere Höhe des Turmes entstehenden Anforderungen an die Statik und das Material bzw. den Materialaufwand des

BESTÄTIGUNGSKOPIE Turmes. Die Wandstärken nehmen zu und dadurch steigt der Errichtungsaufwand des Turms.

Ein dabei entscheidender Aspekt bei Türmen, die aus abschnittsweise angeordneten Segmenten gebildet werden, ist, dass die horizontalen Berührungsflächen der übereinander angeordneten Segmente empfindlich für Schubbelastungen bzw. Querkräfte sind. Dieses muss in der Statik der Türme berücksichtigt werden, damit diese Sollbruchstelle entschärft wird, was zu verstärktem Materialeinsatz führt, und insbesondere einen Einsatz von aufwändigen Verbindungsmittel bedingt.

Es hat sich gezeigt, dass Türme für Windkraftanlagen aus Holz herstellbar sind, mit denen sich kostengünstig, schnell und unter Materialeinsparung Türme erstellen lassen. Besonders günstig hat sich dabei erwiesen, diese Türme vor Ort aus Einzelbestandteilen zu fertigen, die jeweils direkt mit den benachbarten Elementen über Verbindungsmittel verbunden werden. Dabei hat sich als jedoch das Errichtungsverfahren als verbesserungswürdig erwiesen, dahingehend, dass die einzelnen Bestandteile schnell und mit hohe Präzision miteinander verbunden werden können, ohne das große Montagetolleranzen auftreten.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Turm für eine Windkraftanlage bereit zu stellen, der sich mit hinreichender Präzision montieren lässt. Weiterhin ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren für die Errichtung eines solchen Turmes zu schaffen.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird hinsichtlich des Turm dadurch gelöst, dass im Turminneren zumindest teilweise ein Leergerüst vorgesehen ist, mit dem die Wandabschnitte haltend verbunden werden. Dadurch lassen sich die einzelnen Wandabschnitt sicher aufeinander aufsetzen und montieren. Auf einfache Weise wird so die Montagegenauigkeit erhöht. Gleichzeitig kann die gesamte statische Belastung weiterhin durch die Wandelemente aufgenommen werden.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass das Leergerüst aus Holz besteht und/oder eine Fachwerkskonstruktion ist. Die Errichtung erfolgt dabei sukzessive mit fortschreitendem Baufortschritt. Das zu verwendende Holz ist dabei kostengünstig und sehr gut zu verarbeiten. Bevorzugt ist das Leergerüst aus einzelnen Abschnitten aufgebaut. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die einzelnen Abschnitte vor Ort gefertigt werden, da damit der Transportaufwand reduziert wird. Dieses ist bevorzugt durch die Verwendung von Holz gewährleistet. Vorteilhaft ist des Weiteren, dass die Fachwerkskonstruktion wenigstens 4 Ständer aufweist, die mit Streben, Riegeln, Kopf- und Sohlenhölzern verbunden sind. Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass das Podest aus wenigstens zwei Abschnitten gebildet ist.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die Wandabschnitte zueinander Helix bildend versetzt angeordnet sind. Durch diese Anordnung zueinander wird die Schubbelastung/Querkraft über die Helix abgeleitet und es existiert kein Ansatzpunkt für ein Abheben des Turm an einer vorgegebenen Stelle. Aus diesem Grund können Wandstärken reduziert werden und es ist insbesondere möglich, einfachere und damit kostengünstigere Verbindungsmittel zu wählen.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass es sich bei der Helix um eine Einfachhelix oder um eine aus mehreren Einfachhelices gebildeten Mehrfachhelix handelt. Bei einer Mehrfachhelix ist vorteilhaft, dass die Anzahl der die Mehrfachhelix bildenden Einfachhelices mit der Anzahl der Wandabschnitte in einer horizontalen Ebene des Turms übereinstimmt. Bevorzugt sind die Wandabschnitte bei der Mehrfachhelix als auf die Spitze gestellte Raute vorgesehen. Die Raute ist dabei als Kreissegment vorgesehen oder durch zwei vertikal miteinander verbundene Dreiecke gebildet, wobei die Flächen der Dreiecke in einem Winkel zueinander angeordnet sind, der 360° geteilt durch die Anzahl der Einfachhelices beträgt. Weiterhin ist vorteilhaft, dass die oberen Stoßseiten der einzelnen Bestandteile einer Helix eine durchgehende Linie und/oder eine Stufung aufweisen. Dadurch wird die Belastungsableitung im Turm verbessert.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die Wandabschnitte wenigstens teilweise in den Stößen Schlitze aufweisen, die quer zur Stoßrichtung und/oder längs zur Stoßrichtung angeordnet sind. Bevorzugt werden in die Schlitze Verbindungsmittel eingesetzt, bei denen es sich bevorzugt um Metallbleche, besonders bevorzugt um Lochbleche, handelt, die bevorzugt verklebt werden. Zusätzlich können die Stoßöffnungen mit beispielsweise einem Tape oder Plexiglas abgeklebt werden. Bevorzugt erfolgt das Einbringen des Klebstoffes durch Verspritzen der Räume zwischen Bauteil und Verbindungselement. Alternativ können Holzteile bzw. Holzzugdübel verwendet werden, wenn es sich bei den Bestandteilen um Holzelemente handelt. Bei diesen Verbindungsmitteln handelt es sich um kostengünstige Elemente, die allerdings die notwendigen Festigkeiten hinsichtlich Schub bzw. Schubbelastungen zwischen den einzelnen Bestandteilen bereit stellen.

Neben den Betriebsbelastungen, die auf den Turm einwirken, wirken auch klimatische Belastungen auf den Turm. Bei Stahltürmen wird dieser klimatischen Belastung durch das Aufbringen eines Anstriches auf den Turm entgegengewirkt. Beim Einsatz von Stahlbeton nimmt das Stahlgerüst die Zugbelastungen des Turmes auf. Die Betonüberdeckung nimmt die Druckbelastungen auf und dient gleichzeitig zum Schutz der Stahlkonstruktion gegen die Umwelteinflüsse in Form von Feuchtigkeit und chemischen Reaktionen durch die umgebende Atmosphäre. Die Dicke des Betons muss gewährleisten, dass das Stahlgerüst gegen diese Belastungen geschützt ist. Bei Holzkonstruktionen werden entsprechende Witterungsbelastungen durch Anstriche entgegengewirkt. Gleichzeitig lassen sich nur Holzmaterialien, die für den Außeneinsatz zugelassen sind, für die Konstruktion von Holztürmen einsetzen. Eine weitere Lehre der Erfindung sieht deshalb vor, dass auf die äußere Oberfläche des Turms wenigstens teilweise eine Beschichtung aufgebracht ist, wobei die Beschichtung bevorzugt so aufgebracht wird, dass die Beschichtung Zugbelastungen aufnimmt, die auf die äußere Oberfläche des Turms wirken, und dass die Beschichtung die äußere Oberfläche gegen von außen auf die Oberfläche des Turmes einwirkende Umwelteinflüsse, insbesondere Feuchtigkeit, abdichtet. Bezogen auf Holztürme wird es durch die Beschichtung möglich, Holzwerkstoffe und deren Verbindungsmittel einzusetzen, die lediglich eine Zulassung für den Innenausbau besitzen. Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung im beschichteten Abschnitt des Turms vollflächig aufgebracht ist, und den beschichteten Abschnitt umhüllt. Dabei ist vorteilhaft, dass es sich bei der Beschichtung um einen Schichtstoff, eine Folie, ein Gewebe, ein Textil oder eine Platte handelt. Besonders bevorzugt handelt es sich um eine Folie, eine Platte, ein Gewebe und/oder Textil aus Kunststoff, wobei besonders bevorzugt Polypropylen, Polyurethan, Polyvinylchlorid, Polyester, Polycarbonat oder Polyethylen als Materialien verwendet werden. Solche Materialien sind in der Lage, Zugspannungen aufzunehmen und gleichzeitig einen Abschluss und damit eine Abdichtung gegenüber den auf die Oberfläche des Turms einwirkenden Umwelteinflüsse bereit zu stellen. Gleichzeitig weisen solche Materialien geringere Flächengewichte als beispielsweise Anstriche auf der Oberfläche des Turmes auf, so dass dieses Gewicht bei der Konstruktion hinsichtlich der statischen Druckbelastung reduziert werden kann, wodurch auch die Turmkonstruktion insgesamt schlanker ausgeführt werden kann. Gleichzeitig sind die Kosten dieser Materialien beispielsweise gegenüber Anstrichen geringer.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Turmerrichtung aufgebracht wird. Als erste Variante wird die Beschichtung nach Errichten des Turmes aufgebracht. Dieses kann von oben oder unten erfolgen. Alternativ kann die Beschichtung abschnittsweise während des Errichtens des Turmes oder auf die einzelnen Bestandteile bereits vor Errichtung des Turmes aufgebracht werden. Wird die Beschichtung vor Errichtung des Turmes aufgebracht, so hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Beschichtung vor Ort auf der Baustelle aufzubringen. Hierdurch reduzieren sich die Kosten der Beschichtung und gleichzeitig kann gewährleistet werden, dass die Beschichtung während des Transports der einzelnen Elemente nicht beschädigt wird. Die einzelnen Abschnitte der Beschichtung werden anschließend miteinander verbunden, wobei besonders bevorzugt das Verbinden über ein Verkleben bzw. ein Verschweißen der Stöße erfolgt.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung direkt auf die Bestandteile des Turms aufgebracht ist. Bevorzugt erfolgt das Aufbringen vollflächig durch Verkleben. Alternativ kann eine abschnittsweise Verklebung auf einer Oberfläche eines Bestandteils erfolgen. Durch die Verklebung wird sichergestellt, dass eine Aufnahme der statischen Belastung durch die Beschichtung erfolgt.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass der Turm wenigstens teilweise aus Stahl, Beton, insbesondere Stahlbeton, und/oder Holz bzw. Holzwerkstoff errichtet wird. Bevorzugt handelt es sich bei dem Holz bzw. Holzwerkstoff um Brettsperrholz und/oder Holzverbundwerkstoffe.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung bei Holz eine geringere Dampfdurchlässigkeit als das Holz aufweist. Auf diese Weise wird die Diffusion umgekehrt, d. h. dass die Dampfdurchlässigkeit des Turms nicht nach außen hin größer wird, sondern nach innen. Im Inneren des Turms ist weiterhin bevorzugt ein Wärmeerzeuger angeordnet, wobei es sich bevorzugt um die Leistungselektronik einer Windkraftanlage handelt. Die Wärme ist dabei die abgegebene Verlustleistung der Leistungselektronik. Durch die Wärmeerzeugung wird die im Inneren des Turms befindliche Feuchtigkeit nach oben abgeführt und die aus dem Holz austretende Feuchtigkeit zum Inneren des Turms hin bewegt und ebenfalls mit abgeführt. Bei Beschädigung der Beschichtung wird ein Abtransport der Feuchtigkeit nach innen gewährleistet. Durch die in der Feuchtigkeit befindlichen Partikel und Mineralien wird die Beschädigung der Beschichtung nach und nach verschlossen und gleichzeitig weiterhin gewährleistet, dass die Feuchtigkeit nach innen hin entweicht.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die Tragstruktur des Turms zumindest teilweise aus Materialien errichtet ist, die für den Außeneinsatz nicht geeignet sind. Hierbei handelt es sich um Materialien, die eine Zulassung lediglich für den Inneneinsatz bei der Konstruktion von Gebäuden erhalten haben. Durch das Aufbringen der Beschichtung wird es möglich, derartige Materialien und auch Verbindungsmittel für die Tragkonstruktion eines Turms für eine Windkraftanlage einzusetzen, weil die Beschichtung den Zustand des Inneneinsatzes der Materialien gewährleistet.

Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass der Turm aus einzelnen Bestandteilen vor Ort zusammengesetzt ist. Bei den vor Ort zusammengesetzten Bestandteilen handelt es sich um Flachelemente. Durch ein derartiges Zusammensetzen des Turmes aus einzelnen Flachelementen wird gewährleistet, dass der Transportaufwand der einzelnen Türme erheblich reduziert wird.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens dadurch gelöst, dass folgende Schritte vorgesehen werden: Montieren eines ersten Abschnitts eines Leergerüstes auf einem Fundament; Vorsehen der ersten Wandabschnitte; Montieren der ersten Wandabschnitte auf dem Fundament; Befestigen der ersten Wandabschnitte mit dem ersten Abschnitt des Leergerüsts; Aufbringen des nächsten Abschnitts des Leergerüst auf die Oberseite des vorherigen Leergerüstabschnitts; Anbringen der nächsten Wandabschnitte auf die darunter liegenden Abschnitte und Herstellen einer haltenden Verbindung mit den bereits montierten Wandabschnitten und mit dem Leergerüst; Wiederholen der Schritte bis der oberste Abschnitt des Leergerüsts montiert ist und die abschließenden Wandabschnitte befestigt sind. Des weiterhin wird mit dem Verfahren ein Turm mit den zuvor genannten Merkmalen errichtet. Nachfolgend wird die Erfindung an Hand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:

Fig. 1 : eine räumliche Ansicht des erfindungsgemäßen Turms, Fig. 2: Ansicht A3-A3 zu Fig. 1 in einer ersten Ausführungsform,

Fig. 3: Ansicht A1-A1 zu Fig. 1 in einer ersten Ausführungsform,

Fig. 4: Ansicht A2-A2 zu Fig. 1 in einer ersten Ausführungsform, Fig. 5: Ansicht X zu Fig. 4 in einer ersten Ausführungsform,

Fig. 6: Ansicht A3-A3 zu Fig. 1 in einer zweiten Ausführungsform,

Fig. 7: Ansicht A1-A1 zu Fig. 1 in einer zweiten Ausführungsform,

Fig. 8: Ansicht A2-A2 zu Fig. 1 in einer zweiten Ausführungsform, Fig. 9: Ansicht X zu Fig. 8 in einer zweiten Ausführungsform,

Fig. 10: eine räumliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Turmes,

Fig. 11 : eine Detailansicht A1 zu Fig. 10,

Fig. 12: eine Detailansicht A2 zu Fig. 10,

Fig. 13: eine Detailansicht B zu Fig. 10, Fig. 14: eine Detailansicht C1 zu Fig. 10,

Fig. 15: eine Detailansicht C2 zu Fig. 10,

Fig. 16: eine räumliche Schnittdarstellung Gondeladapters eines erfindungsgemäßen Turmes

Fig. 17: eine Schemadarstellung eines ersten Montageschrittes eines erfindungsgemäßen Verfahrens, Fig. 18: eine Schemadarstellung eines zweiten Montageschrittes eines erfindungsgemäßen Verfahrens, und

Fig. 19: eine Schemadarstellung eines dritten Montageschrittes eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Fig. 1 zeigt einen Turm 10 aus Holz mit einer Nabenhöhe beispielsweise von 100 Metern. Der Turm weist eine Gründung in Form eines Fundaments 11 , einen Turmkörper 12 und einen Verbindungsstück 13 zur Aufnahme einer Gondel einer Windkraftanlage (nicht dargestellt) auf.

Die Gründung 11 des Holzturmes 10 erfolgt durch ein Fundament 11, bevorzugt Stahlbetonfundament mit Stahlbetonsockel, besonders bevorzugt als Ortbeton. Die Geometrie des Stahlbetonsockels wird der Geometrie der Holzturm konstruktion angepasst, wobei hier bevorzugt der Sockel zu einem achteckigen Hohlkörper betoniert ausgeführt wird. Bevorzugt wird im Hohlkörper als Fundamentsockel beispielsweise das für die Stromabgabe ins Netz benötigte Umrichter- und Trafosystem im untergebracht. Der Zugang zur Anlage erfolgt durch den Fundamentsockel und ermöglicht so einen homogenen Aufbau des Holzturmes 10.

Den Hauptanteil des Turmes 10 bildet ein Turmsabschnitt 12, der aus einzelnen Wandabschnitten 14 in Form von Holzplatten zusammengesetzt ist, die einen achteckigen Hohlkörper bilden. Die einzelnen Platten 14 sind hierbei in einer Helixstruktur A angeordnet. Vorliegend ist eine Doppelhelixstruktur dargestellt mit den zwei Helices A und B. Jede einzelne Holzplatte 14 besteht aus miteinander verklebtem Vollholzelementen.

Als Verbindungsmittel kommen bei den horizontalen und vertikalen Verbindungen Schwalbenschwänze 39 oder Lochbleche 15 in Fragen. Des Weiteren sind auch in Spalten eingelegte und bevorzugt verklebte Gewindestangen 20 einsetzbar. Die einzelnen Holzplatten 14 werden mittels stählerner Schwalbenschwänze 39 in die bereits aufgestellten Holzplatten 14 eingehängt. Die Schwalbenschwänze 39 sind mit eingeklebten Gewindestangen 20 an den Holzplatten 14 befestigt.

Zur Errichtung Hohlkörpers 12 als Turmkörper durch das Zusammenfügen der Holzplatten 14 in der Helixstruktur A bzw. Doppelhelixstruktur A, B wird als Montagehilfe ein Leergerüst 48 errichtet. Das Leergerüst besteht aus Abschnitten 36, 37, 38, und wird bevorzugt als Fachwerkkonstruktion ausgeführt. Am oberen Ende des Fachwerks ist ein Podest 31 angeordnet, welches im Holzturm 12 als Aussteifungsebene 31 fungiert. Zwischen dem Fundamentsockel 11 und dem Holzturm 12 befindet sich beispielsweise ein Doppel - T - Träger 21. Die Verbindung des Trägers 21 mit dem Fundament 11 erfolgt über Gewindestangen 24. Die Verbindungen zwischen Holzturm und Doppel - T - Träger als Fußpunktausbildung, wird durch das Vorspannen von eingeklebten Gewindestangen (Fig. 15) oder durch Lochbleche 15 (Fig. 14) hergestellt. Das Verbindungsstück 13 zwischen Holzturm 12 und der Gondel der Windenergieanlage bildet ein Stahlrohradapter 13 in Form eines Kegelstumpfes, (siehe Fig. 16). Der Turm erhält eine vollflächig verklebte, textile Oberfläche (nicht dargestellt), die im Vorfeld nach dem Abbund der Platten 14 aufgebracht wird und nach Beendigung der Richtarbeiten überlappend den Turm 10 vollflächig umschließt.

Der Eingang zum Turm befindet sich im Fundamentsockel und erfolgt über eine Außentreppe mit Podest. Innerhalb des Fundamentsockels werden die Niederspannungskomponenten installiert. Hierzu gehört der Steuerschrank zur Bedienung der Anlage, Leistungsschränke, sowie optional eine Fernüberwachung und eine unabhängige Stromversorgung (USV). Um die Wärme des Transformators abzuführen ist unterhalb des Podestes ein Axiallüfter montiert. Der Aufstieg zum Turmkopf erfolgt über ein leitergeführtes Aufzugsystem 41 oder über eine Steigleiter in Kombination mit einer Steigschutzeinrichtung. Bei Leiterlängen von mehr als 10m sind in Abständen von höchstens 10m Ruhebühnen angebracht. Im Holzturm befinden sich alle 3,75 m Zwischenpodeste 31 , die zur Aussteifung der Turmkonstruktion statisch angesetzt werden.

Das Leergerüst 48 dient als Montagehilfe und zur Gewährleistung der richtigen Lagefixierung der einzelnen Holzplatten 14. Die einzelnen Aussteifungsebenen 31 bestehen aus Holzplatten 42, 43. Jede einzelne Aussteifungsebenen 31 des Leergerüstes 48 wird vierfach durch das Vorsehen von Ständer 25, 28 unterstützt, um die Lage der Aussteifungsebene 31 zu gewährleisten und das Eigengewicht sowie die Montagelasten in das Fundament 31 abzutragen. Die Ständer 25, 28 sind dabei mit Riegeln 26 und Streben 27 sowie Kopf- und Sohlhölzern 29, 30 miteinander als Fachwerk verbunden (Fig. 13). Die einzelnen Teile 42, 43 der Aussteifungsebene 21 sind mit einer Bohle 34 stabilisierend miteinander an ihren sich berührenden Stirnflächen miteinander verbunden. Das Leergerüst selber besteht aus einem 1. Leergerüstabschnitt, der Basisständer 25 aufweist, die auf einem Gerüstfundament 22 aufstehen, das Bestandteil des Fundaments 11 ist und mit dem Turmfundament verbunden ist. Die Basisständer 25 sind diagonal angeordnet, so dass an ihrem oberen Ende, an dem das Kopfholz 29 bzw. ein Unterzug 35 vorgesehen ist (siehe Fig. 4, 8, 14, 15) , der nächste Leergerüstabschnitt 37 mit der eigentlich notwendige Breite des Leergerüsts 48 vorgesehen werden kann. In der Aussteifungsebene 31 sind beispielsweise ein Kabelschacht 40 und ein Schacht 41 für einen Aufzug oder ein Leitersystem vorgesehen. Die Ränder der Aussteifungsebene 31 werden mit Kanthölzern 32 bzw. Streichbalken 33 abgedichtet (Fig. 11, 12). Mit diesen Elementen wird auch eine aussteifende Verbindung zwischen Aussteifungseben 31 und Wandelementen 14 des Turms hergestellt. Das Leergerüst 48 endet mit einem oberen Leergerüstabschnitt 38, der kleiner ist, als die letzten Turmwandabschnitte 14, so dass keine Verbindung zwischen dem Adapter 13 und dem Leergerüst 48 entsteht.

Zum Errichten des Turms 0 werden die fertig abgebundenen Holzplatten 14 zum Aufstellplatz gefahren. Anschließend wird das Leergerüst 48 begonnen, indem der unterste erste Abschnitt 36 des Leergerüsts 48 auf dem Fundament 11 , 22 aufgestellt wird. Die untersten acht Holzplatten 14 werden mit dem ersten Leergerüstabschnitt 36 und untereinander mittels Verschraubung form- und kraftschlüssig verbunden. Dabei kommen entweder Lochbleche 15 oder Schwalbenschwänze 39 Danach wird die Konstruktion auf den bereits fertiggestellten Fundamentsockel 22 gehoben. Die Fußpunktverbindung zwischen Holzturm 12 und Fundament 22 erfolgt mittels eingeklebten Gewindestangen 24 in den Platten, welche mit den einzelnen Doppel T- Profilen 21 durch Muttern angeschlossen und bereits vormontiert sind. Nach dem Ablassen des unteren Turmsegmentes erfolgt das Verschrauben mit dem Fundamentsockel. Die Verbindungen der Vertikalstöße 19 der Holzplatten 14 werden zeitgleich mit dem Voranschreiten der Holzturmrichtung ausgebildet. Die Verbindung der Vertikalstöße19 erfolgt durch das Einkleben von Vollholzkeilen 19. Bei der Verbindung mittels Schwalbenschwänze 39 wird durch die geometrische Anordnung beim Abbund der Platten 14 eine hohe Passgenauigkeit der Plattenanordnung im Horizontalstoß beim Zusammenfügen erreicht. Die ankommende Holzplatte 14 wird am jeweils oberen Holzplattenende angesetzt und mittels einer Schraubvorrichtung schlüssig herangezogen. Während des Richtens wird auch hier der Bauzustand durch eine Verschraubung mit dem Leergerüst erreicht. Alternativ werden Lochbleche 15 anstelle Schwalbenschwänzen 39 vorgesehen. Die Ausführung der Vertikalstöße mit eingeklebten Vollholzkeilen 19 (Fig. 5, 9). Der form- und kraftschlüssige Verbund im Bereich der Verbindung der Horizontalstöße der Holzplatten erfolgt über eingeklebte Gewindestangen, welche mit dem metallischen Schwalbenschwanz verschraubt und vorgespannt werden. Die Übertragung der Zugkräfte zwischen Holz - Holz bzw. Stahl - Holz kann über Lochblech-Verbinder erfolgen. Die Lochblech-Verbinder sind gelochte Stahlbleche. Die Ausführung Lochblech ist in den Fig. 2 bis Fig. 5 und die Ausführung Schwalbenschwanz ist in den Fig. 6 bis 9 dargestellt.

Der Adapter 13 besteht aus einem ggf. konischen Stahlelement mit einem Fußflansch 44 zum Anschluss an den Turm 12 und einem Kopfflansch 45 zum Anschluss an die Gondel. An Kopfflansch 35 sind Bohrungen 47 vorgesehen zum Durchstecken von Gewindestangen der Gondel zum Herstellen eine haltenden Verbindung. Am Fußflansch 44 sind entweder ebenfalls Bohrungen oder Gewindestangen 46 vorgesehen. Zur Montage des Turms 12 (Fig. 17 bis 19) wird auf dem Fundament 11 ein unteren Leergerüstabschnitt 36 aufgestellt, an den die ersten Wandabschnitte 14 befestigt werden, wobei diese so angeordnet sind, dass sie auf dem Fundament 11 aufstehen. Anschließend wird auf die Aussteifebene 31 der nächste Wandabschnitt 37 abgesetzt und mit dem darunter liegenden Abschnitt 36 verbunden. Wiederum werden die Wandabschnitte 14 umlaufend montiert, wobei eine haltende Verbindung mit den zuvor montierten Wandabschnitten erzeugt wird. Eine Verbindung mit dem Leergerüstabschnitt dient der besseren Montierbarkeit. Nach der Abschießenden Montage der Wandabschnitte 14 wird der nächste Leergerüstabschnitt montiert. Die Vormontage der Leergerüstabschnitte 36, 37, 38 kann dabei vor Ort erfolgen. Bei einer Helixmontage sind die Leergerüstabschnitte kleiner in der Höhe als die einzelnen Wandabschnitte 14, so dass die Montage der Leergerüstabschnitte sogar im Wechsel mit dem jeweils nächste einem Wandabschnitt erfolgen kann.

Bezugszeichenliste

10 Turm 39 Schwalbenschwanz

11 Fundament 40 Kabelschacht

12 Turmabschnitt 41 Aufzugsschacht

13 Adapter für Gondel 42 1. Teil Aussteifungsebene

14 Wandabschnitt 43 2. Teil Aussteifungsebene

15 Lochblech 44 Fußflansch

16 Verbindungsabschnitt 45 Kopfflansch

17 Bohrung 46 Gewindestang

18 Turminnenraum 47 Bohrung

19 Keilbohle A erste Helix

20 Gewindestange B zweite Helix

21 Doppel-T-Träger

22 Gerüstfundament

23 Turmfundament

24 Gewindestang

25 Basisständer

26 Riegel

27 Strebe

28 Ständer

29 Kopfholz

30 Sohlenholz

31 Aussteifungsebene

32 Kantholz

33 Streichbalken

34 Bohle

35 Unterzug

36 1. Leergerüstabschnitt

37 Leergerüstabschnitt

38 oberster Leergerüstabschnitt