Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
TRACK-BUILDING MACHINE FOR COMPACTING BALLAST
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/068400
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a track-building machine (1) for compacting ballast (7) under sleepers (8) of a track (5), having a machine frame (2) which is movable on the track (5) by means of bogies (3) and having a tamping unit (6) which comprises an electric vibration drive (11) for acting vibrationally on tamping tools (12). Here, an electric intermediate circuit (14) having an electric energy accumulator (15) is arranged, wherein at least one bogie (3) is assigned an electric machine (13) which is coupled to the intermediate circuit (14) for regenerative operation, and wherein the electric vibration drive (11) is coupled for supply to the intermediate circuit (14). In this way, braking energy is optimally used for the supply of the vibration drive (11).

Inventors:
STADLER, Lothar (Schätzgasse 4/6, 1190 Wien, 1190, AT)
Application Number:
EP2018/073558
Publication Date:
April 11, 2019
Filing Date:
September 03, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
PLASSER & THEURER EXPORT VON BAHNBAUMASCHINEN GMBH (Johannesgasse 3, 1010 WIEN, 1010, AT)
International Classes:
E01B27/16; B61C3/02
Domestic Patent References:
WO2017050414A12017-03-30
Foreign References:
US20110083578A12011-04-14
US20060005738A12006-01-12
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1 . Gleisbaumaschine (1 ) zum Verdichten von Schotter (7) unter Schwellen (8) eines Gleises (5), mit einem mittels Fahrwerken (3) auf dem Gleis (5) verfahrbaren Maschinenrahmen (2) und mit einem Stopfaggregat (6), das einen elektrischen Vibrationsantrieb (1 1 ) zur Vibrationsbeaufschlagung von Stopfwerkzeugen (12) umfasst, dadu rch geken nzeichnet, dass ein elektrischer Zwischenkreis (14) mit einem elektrischen Energiespeicher (15) angeordnet ist, dass zumindest einem Fahrwerk (3) eine elektrische Maschine (13) zugeordnet ist, die für einen

generatorischen Betrieb mit dem Zwischenkreis (14) gekoppelt ist und dass der elektrische Vibrationsantrieb (1 1 ) zur Versorgung an den Zwischenkreis (14) gekoppelt ist.

2. Gleisbaumaschine (1 ) nach Anspruch 1 , dadu rch geken nzeich net, dass der elektrische Energiespeicher (15) einen Superkondensator (18) umfasst.

3. Gleisbaumaschine (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadu rch gekennzeich net, dass der elektrische Energiespeicher (15) einen Akkumulator (19) umfasst.

4. Gleisbaumaschine (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dad urch

geken nzeich net, dass die elektrische Maschine (13) als Fahrantrieb ausgebildet und mittels eines bidirektionalen Umrichters (17) an den Zwischenkreis (14) angeschlossen ist.

5. Gleisbaumaschine (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dad urch

geken nzeich net, dass der Vibrationsantrieb (1 1 ) mittels eines Wechselrichters (21 ) an den Zwischenkreis (14) angeschlossen ist.

6. Gleisbaumaschine (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dad urch

geken nzeich net, dass der Vibrationsantrieb (1 1 ) als bürstenloser Elektromotor ausgebildet ist.

7. Gleisbaumaschine (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dad urch

geken nzeich net, dass eine Steuerungseinheit (31 ) zur koordinierten Ansteuerung der mit dem Zwischenkreis (14) gekoppelten Komponenten (16, 17, 20, 21 ) eingerichtet ist.

8. Gleisbaumaschine (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dad urch

geken nzeich net, dass das Stopfaggregat (6) an dem Maschinenrahmen (2) angeordnet ist.

9. Gleisbaumaschine (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dad urch

geken nzeich net, dass der Zwischenkreis (14) zur Energieversorgung mit einer Verbrennungsmotor-Generator-Einheit (16) gekoppelt ist.

10. Gleisbaumaschine (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dad urch

geken nzeich net, dass der Zwischenkreis (14) mit einer Umrichterschaltung zur Energieversorgung aus einer Oberleitung des Gleises (5) gekoppelt ist.

1 1 . Verfahren zum Betreiben einer Gleisbaumaschine (1 ) nach einem der

Ansprüche 1 bis 10, dadu rch geken nzeich net, dass die Gleisbaumaschine (1 ) beim Anfahren einer zu stopfenden Stelle des Gleises (5) mittels der elektrischen Maschine (13) unter Abgabe elektrischer Energie (28) an den Zwischenkreis (14) abgebremst wird und dass der Vibrationsantrieb (1 1 ) während eines Stopfvorgangs aus dem Zwischenkreis (14) mit elektrischer Energie (29) versorgt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 1 1 , dadu rch geken nzeich net, dass die

Stopfwerkzeuge (12) während eines Eintauchens in den Schotter (7) mit einer höheren Vibrationsfrequenz beaufschlagt werden als während eines

Beistellvorgangs.

Description:
Besch reibung

Gleisbaumaschine zum Verdichten von Schotter Gebiet der Technik

[01 ] Die Erfindung betrifft eine Gleisbaumaschine zum Verdichten von Schotter unter Schwellen eines Gleises, mit einem mittels Fahrwerken auf dem Gleis verfahrbaren Maschinenrahmen und mit einem Stopfaggregat, das einen elektrischen Vibrationsantrieb zur Vibrationsbeaufschlagung von

Stopfwerkzeugen umfasst. Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben der Gleisbaumaschine.

Stand der Technik

[02] Eine Gleisbaumaschine mit einem Stopfaggregat, das einen elektrischen Vibrationsantrieb zur Vibrationsbeaufschlagung von Stopfwerkzeugen umfasst, ist beispielsweise aus der DE 24 17 062 A1 bekannt. Dabei sind zur Vibrationserzeugung in Schwenkarmen exzentrische Lagerbüchsen angeordnet. Über einen Kettentrieb wird von einer durch einen

elektrischen Motor angetriebene Antriebswelle eine Drehbewegung auf die exzentrischen Lagerbüchsen übertragen.

[03] Aus der österreichischen Patentanmeldung A 179/2017 ist ein

Stopfaggregat mit einem zentralen Vibrationsantrieb bekannt, wobei die Vibration über Beistellzylinder auf die Stopfwerkzeuge übertragen wird. Der elektrische Vibrationsantrieb umfasst eine Exzenterwelle, die

gemeinsam mit einem Rotor eines Elektromotors lediglich im

Exzentergehäuse gelagert ist. Ein Stator des Elektromotors ist mit einem Motorgehäuse an dem Exzentergehäuse angeflanscht.

Zusammenfassung der Erfindung

[04] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Gleisbaumaschine und ein Verfahren der eingangs genannten Art eine Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik anzugeben. [05] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch die unabhängigen

Ansprüche 1 und 1 1 . Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

[06] Dabei ist ein elektrischer Zwischenkreis mit einem elektrischen

Energiespeicher angeordnet, wobei zumindest einem Fahrwerk eine elektrische Maschine zugeordnet ist, die für einen generatorischen Betrieb mit dem Zwischenkreis gekoppelt ist und wobei der elektrische

Vibrationsantrieb zur Versorgung an den Zwischenkreis gekoppelt ist. Auf diese Weise wird Bremsenergie in optimaler Weise zur Versorgung des Vibrationsantriebs genutzt. Dabei muss nur ein Teil der elektrischen Energie zwischengespeichert werden, weil der Energieverbrauch des

Vibrationsantriebs bereits während eines Abbremsvorgangs der

Gleisbaumaschine einsetzt.

[07] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung umfasst der elektrische

Energiespeicher einen Superkondensator. Damit ist eine hohe

Leistungsdichte auf geringem Raum und bei geringem Gewicht erzielbar. Zudem erlaubt ein Superkondensator eine schnelle Entladung und ausreichend viele Lade- und Entladezyklen, wodurch der Vibrationsantrieb mit wiederkehrenden sprunghaft ansteigenden Leistungsspitzen optimal unterstützt wird.

[08] Des Weiteren ist es sinnvoll, wenn der elektrische Energiespeicher einen Akkumulator umfasst. Auf diese Weise wird elektrische Energie für eine längere Zeitspanne zwischengespeichert. Bei geeigneter Dimensionierung des Akkumulators kann eine zusätzliche Versorgungseinrichtung (z.B. eine Verbrennungsmotor-Generator-Einheit) zwischenzeitliche abgeschaltet werden (z.B. in Tunnel).

[09] Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die elektrische Maschine als Fahrantrieb ausgebildet und mittels eines bidirektionalen Umrichters an den Zwischenkreis angeschlossen ist. Auf diese Weise wird die

Gleisbaumaschine während einer Arbeitsfahrt mittels der elektrischen Maschine von Schwelle zu Schwelle bewegt, um eine zyklische

Unterstopfung der Schwellen durchzuführen. [10] Zudem ist es günstige, wenn der Vibrationsantrieb mittels eines gesteuerten Wechselrichters an den Zwischenkreis angeschlossen ist. Damit ist ein einfacher und robuster Schaltungsaufbau sichergestellt.

[1 1 ] Eine weitere Verbesserung zur Steigerung der Standfestigkeit und der

Energieeffizienz sieht vor, dass der Vibrationsantrieb als bürstenloser

Elektromotor ausgebildet ist. Eine Ausführung als Torquemotor mit

Innenläufer liefert sehr hohe Drehmomente bei relativ kleinen Drehzahlen, wodurch ein Übersetzungsgetriebe entfällt. Das große Antriebsmoment eines Torquemotors ermöglicht große Beschleunigungen, wobei sich die

resultierende Dynamik des Systems positiv auf einen Eintauchvorgang des Stopfaggregats auswirkt.

[12] Für einen effizienten Betrieb der Gleisbaumaschine ist es vorteilhaft, wenn eine Steuerungseinheit zur koordinierten Ansteuerung der mit dem

Zwischenkreis gekoppelten Komponenten eingerichtet ist. Die

Steuerungseinheit kann dabei auch für andere Steuerungsaufgaben genutzt werden, beispielsweise für die Ansteuerung von Beistellantrieben.

Günstigerweise sind die anzusteuernden Komponenten über ein Bus-System mit der Steuerungseinheit verbunden.

[13] Eine vorteilhafte Ausprägung der Erfindung sieht vor, dass das

Stopfaggregat an dem Maschinenrahmen angeordnet und somit eine zyklische Arbeitsweise der Gleisbaumaschine gegeben ist. Dabei wird die gesamte Maschine bei jeder Schwelle für einen Stopfvorgang abgebremst, wobei die Bremsenergie für die Vibrationserzeugung zur Verfügung steht. Bei einem kontinuierlichen Betrieb, wo nur ein Stopfsatellit mit dem

Stopfaggregat zyklisch beschleunigt und abgebremst wird, reduziert sich diese nutzbare Energie entsprechend.

[14] Um eine hohe Verfügbarkeit der Gleisbaumaschine sicherzustellen, ist es sinnvoll, wenn der Zwischenkreis zur zusätzlichen Energieversorgung mit einer Verbrennungsmotor-Generator-Einheit gekoppelt ist. Dann steht im Zwischenkreis jederzeit genügend Energie für den Vibrationsantrieb und den Fahrantrieb zur Verfügung.

[15] Alternativ dazu oder ergänzend kann es auch von Vorteil sein, wenn der

Zwischenkreis mit einer Umrichterschaltung zur Energieversorgung aus einer Oberleitung des Gleises gekoppelt ist. Das ermöglicht einen schadstofffreien und lärmreduzierten Betrieb der Gleisbaumaschine.

[16] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass die Gleisbaumaschine beim Anfahren einer zu stopfenden Stelle des Gleises mittels der

elektrischen Maschine unter Abgabe elektrischer Energie an den

Zwischenkreis abgebremst wird und dass der Vibrationsantrieb während eines Stopfvorgangs aus dem Zwischenkreis mit elektrischer Energie versorgt wird. Damit ist ein effizienter Betrieb sichergestellt.

[17] Bei einem verbesserten Verfahren werden die Stopfwerkzeuge während eines Eintauchens in den Schotter mit einer höheren Vibrationsfrequenz beaufschlagt als während eines Beistellvorgangs. Das ermöglicht ein leichteres Eindringen ins Schotterbett und somit kürzere Stopfzyklen. Zudem wirken sich die erhöhte Vibrationsfrequenz und der damit erreichte reduzierte Schotterwiderstand günstig auf den Verschleiß der Stopfwerkzeuge aus.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

[18] Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert. Es zeigen in schematischer

Darstellung:

Fig. 1 Gleisbaumaschine

Fig. 2 Schaltungsaufbau

Fig. 3 Verlaufsdiagramme

Beschreibung der Ausführungsformen

[19] Die in Fig. 1 dargestellte Gleisbaumaschine 1 umfasst einen

Maschinenrahmen 2, der mittels Fahrwerke 3 auf schienen 4 eines Gleises 5 verfahrbar ist. Am Maschinenrahmen 2 ist ein Stopfaggregat 6 zum

Verdichten von Schotter 7 unter Schwellen 8 des Gleises 5 angeordnet. Vor einem Verdichtungsvorgang wird das Gleis 5 mittels eines Hebe-Richt- Aggregats 9 in eine mittels eines Messsystems 10 vorgegebene Solllage gebracht.

[20] Das Stopfaggregat 6 umfasst einen elektrischen Vibrationsantrieb 1 1 zur Vibrationsbeaufschlagung von Stopfwerkzeugen 12. Zudem sind hydraulische Antriebe zum Absenken bzw. Heben sowie zum Beistellen der Stopfwerkzeuge 12 vorgesehen. Der Vibrationsantrieb 1 1 ist

vorteilhafterweise als bürstenloser Elektromotor ausgebildet.

[21 ] Im dargestellten Beispiel handelt es sich um eine Gleisbaumaschine 1 mit zyklischer Arbeitsweise, weil während einer Arbeitsfahrt die gesamte

Gleisbaumaschine 1 von Schwelle 8 zu Schwelle 8 bewegt wird. Dabei tauchen die Stopfwerkzeuge 12 während einer Haltephase in zwischen den Schwellen 8 befindliche Schwellenfächer ein. Alternativ dazu sind

Gleisbaumaschinen 1 mit kontinuierlicher Arbeitsweise bekannt, wo lediglich ein sogenannter Stopfsatellit zyklisch bewegt wird. Die überwiegende Masse der Gleisbaumaschine 1 kann hingegen kontinuierlich am Gleis 5 entlang fahren.

[22] Jedenfalls wird jeder Stopfzyklus mit einem Bremsvorgang eingeleitet, um das Stopfaggregat 12 über der zu unterstopfenden Schwelle 8 zu platzieren. Zu diesem Zweck ist zumindest ein Fahrwerk 3 mit einer elektrischen Maschine 13 ausgestattet, die für einen generatorischen Betrieb mit einem elektrischen Zwischenkreis 14 gekoppelt ist. Beim Anfahren einer Stopfstelle erzeugt die elektrische Maschine 13 ein Bremsmoment. Damit wird ein Großteil der kinetischen Energie der Gleisstopfmaschine 1 bzw. eines Stopfsatelliten während eines Bremsvorgangs in elektrische Energie umgewandelt und dem Zwischenkreis 14 zugeführt.

[23] Erfindungsgemäß wird diese elektrische Energie zur Versorgung des

elektrischen Vibrationsantriebs 1 1 genutzt. Das ist insofern vorteilhaft, weil die Vibrationsbeaufschlagung der Stopfwerkzeuge 12 bereits während des Bremsvorgangs beginnt und somit eine unmittelbare Energienutzung gegeben ist. Ein im Zwischenkreis 14 angeordneter Energiespeicher 15 muss demnach nicht die gesamte Bremsenergie Zwischenspeichern, wodurch ein geringerer Kapazitätsbedarf vorliegt.

[24] Ein vorteilhafter Schaltungsaufbau ist in Fig. 2 dargestellt. Dabei sind zwei elektrische Maschinen 13 angeordnet, die sowohl generatorisch als auch motorisch betreibbar sind. Die jeweilige elektrische Maschine 13 dient dann auch als Fahrantrieb für die Beschleunigung der Gleisbaumaschine 1 nach einem Stopfvorgang. In diesem Fall wird dem Zwischenkreis 14 zusätzliche elektrische Energie zugeführt, beispielsweise mittels einer

Verbrennungsmotor-Generator-Einheit 16 oder über eine Umrichterschaltung aus einer Oberleitung. Alternativ dazu kann die Vorwärtsbeschleunigung durch einen separaten Antrieb erfolgen.

[25] Die jeweilige elektrische Maschine 13 ist vorteilhafterweise als

Drehstrommotor ausgebildet und über einen bidirektionalen Umrichter 17 an den Gleichstrom-Zwischenkreis 14 angeschlossen. Der Energiespeicher 15 umfasst günstigerweise einen Superkondensator 18 und einen Akkumulator 19. Zusätzlich kann ein Ladegerät vorgesehen sein, um den Akkumulator 19 mit einer optimalen Ladespannung zu versorgen.

[26] Die optionale Verbrennungsmotor-Generator-Einheit 16 ist über einen

Gleichrichter 20 mit dem Zwischenkreise 14 gekoppelt. Dabei ist es günstig, wenn mittels des Akkumulators 19 Energie für mehrere Stopfzyklen gepuffert wird. Dann steht beispielsweise in Tunnel auch bei abgeschalteter

Verbrennungsmotor-Generator-Einheit 16 eine Energieversorgung für den Vibrationsantriebs 1 1 und gegebenenfalls für den Fahrantrieb zur Verfügung.

[27] Die Kopplung des Vibrationsantriebs 1 1 mit dem Zwischenkreis 14 erfolgt mittels eines gesteuerten Wechselrichters 21 . Über einen Stopfzyklus hinweg kann damit die Vibrationsfrequenz variiert werden. Beim Eintauchen in den Schotter 7 werden die Stopfwerkzeuge 12 beispielsweise mit einer höheren Frequenz beaufschlagt. Der in Vibration versetzte Schotter 7 gleicht dabei einem fließenden Medium mit geringem Eintauchwiderstand. Beim Beistellen wird die Frequenz auf ca. 35 Hz abgesenkt, um die gewünschte Stabilität im sich verdichtenden Schotter 7 sicherzustellen.

[28] Wie in Fig. 3 ersichtlich, benötigt der Vibrationsantrieb 1 1 beim Eintauchen aufgrund der erhöhten Frequenz die meiste Energie. Die Diagramme zeigen synchrone Verläufe über der Zeit 22. Ganz oben ist der Verlauf einer

Eindringtiefe 23 der Stopfwerkzeugspitzen in den Schotter 7 dargestellt. Darunter folgen die Verläufe einer Vorfahrtgeschwindigkeit 24 der

Gleisbaumaschine 1 in Arbeitsrichtung 25, einer Motorleistung 26 des Vibrationsantriebs 1 1 und einer Antriebs- bzw. Bremsleistung 27 der elektrischen Maschine 13. In einer vereinfachten Variante kann die positive Antriebsleistung 27 zur Vorwärtsbeschleunigung der Gleisbaumaschine 1 durch einen separaten Antrieb abgedeckt werden.

[29] Die negative Antriebs- bzw. Bremsleistung 27 wird jedenfalls zur Versorgung des Vibrationsantriebs 1 1 genutzt. Hier kommt es zu einer zeitlichen

Überschneidung der von der elektrischen Maschine 13 abgegebenen

Energie 28 (schraffierter Bereich im Diagramm Antriebs- bzw. Bremsleistung 27) und der vom Vibrationsantrieb 1 1 verbrauchten Energie 29 (schraffierter Bereich im Diagramm Motorleistung 26). Durch diese zeitliche

Überschneidung wird ein erheblicher Teil der an den Zwischenkreis 14 abgegebenen Energie 28 sofort verbraucht, ohne den Energiespeicher 15 zu belasten.

[30] Günstigerweise ist der Zwischenkreis 14 mit dem Energiespeicher 15 in einer zentralen Versorgungseinheit 30 angeordnet. Diese umfasst eine

Steuerungseinheit 31 zur koordinierten Ansteuerung der mit dem

Zwischenkreis 14 gekoppelten Komponenten 16, 17, 20, 21 . Dabei ist ein Bus-System 32 zur Verbindung der Steuerungseinheit 31 mit den

gekoppelten Komponenten 16, 17, 20, 21 vorgesehen.

[31 ] Sinnvollerweise sind der Steuerungseinheit 31 diverse Sensorsignale

zugeführt. So werden durch die laufende Erfassung einer

Zwischenkreisspannung 33 die Energiespeicherung im Zwischenkreis 14 und die Ansteuerung der gekoppelten Komponenten 16, 17, 20, 21 optimiert. Ein Detektieren der Schwellen 8 oder Schienenbefestigungsmittel mittels optischer, kapazitiver oder induktiver Sensoren ermöglicht zudem ein automatisiertes Abbremsen und Unterstopfen einer detektierten Schwelle 8.