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Title:
TRACTIVE PULLEY ELEMENT FOR A JACQUARD MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/092260
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a tractive pulley element (20) for use in a Jacquard machine (1). Said element comprises at least one first rope pulley (25) for guiding a first slip-knot (6) and at least one second rope pulley (30) for guiding a second slip-knot (8), one of the two slip-knots (6, 8) being connected to at least one lifter (4, 5) of a Jacquard machine (1) and the other slip-knot (8) being connected to at least one harness cord (10) for lifting a warp thread (14). The first and second rope pulleys (25, 30) can rotate independently of one another. The tractive pulley element (20) comprises a bearing (21) that consists of an inner ring (22) and an outer ring (23). The inner ring (22) and outer ring (23) of the bearing (21) can rotate independently of one another and one of the two rope pulleys (25, 30) is connected to the inner ring (22) and the other rope pulley (25, 30) is connected to the outer ring (23) of the bearing (21).

Inventors:
Keim, Walter (Grosse Jac Webereimaschinen GmbH, Rapsweg 9, Neu-Ulm, 89233, DE)
Application Number:
PCT/EP2006/001803
Publication Date:
September 08, 2006
Filing Date:
February 27, 2006
Export Citation:
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Assignee:
GROSSE JAC WEBEREIMASCHINEN GMBH (Rapsweg 9, Neu-Ulm, 89233, DE)
Keim, Walter (Grosse Jac Webereimaschinen GmbH, Rapsweg 9, Neu-Ulm, 89233, DE)
International Classes:
D03C3/24; D03C3/00
Attorney, Agent or Firm:
Melzer, Wolfgang (Mitscherlich & Partner, Sonnenstrasse 33, München, 80331, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. RollenzugElement (20) zur Verwendung in einer Jacquardmaschine (1), aufweisend mindestens eine erste Seilrolle (25) zur Führung einer ersten Strupfe (6) sowie mindestens eine zweite Seilrolle (30) zur Führung einer zweiten Strupfe (8), wobei eine der beiden Strupfen (6, 8) mit mindestens einer Platine (4, 5) einer Jacquardmaschine (1) und die andere Strupfe (8) mit mindestens einer Harnischschnur (10) zum Anheben eines Kettfadens (14) verbunden ist und wobei die erste und die zweite Seilrolle (25, 30) unabhängig voneinander drehbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das RollenzugElement (20) ein aus einem Innenring (22) und einem Außenring (23) bestehendes Lager (21) aufweist, wobei der Innenring (22) und der Außenring (23) des Lagers (21) unabhängig voneinander drehbar sind und wobei eine der beiden Seilrollen (25, 30) mit dem Innenring (22) und die andere Seilrolle (25, 30) mit dem Außenring (23) des Lagers (21) verbunden ist.
2. RollenzugElement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Strupfen (6, 8) als Doppelstrupfe (8l9 82) ausgebildet ist, wobei der Innenring (22) des Lagers (21) mit zwei zweiten Seilrollen (3O1, 3O2) verbunden ist, welche zu beiden Seiten der ersten Seilrolle (25) angeordnet sind.
3. RollenzugElement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zweiten Seilrollen (3O1, 3O2) im Querschnitt etwa winkelförmig ausgebildet sind und an der zur Außenseite des Lagers (21) weisenden Stirnfläche jeweils eine Seilrille (3I1, 3I2) zur Führung der Strupfe (8) aufweisen.
4. RollenzugElement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der ersten Seilrolle (25) zugewandten Innenflächen der beiden zweiten Seilrollen (3O1, 3O2) in etwa komplementär zu den Außenflächen der ersten Seilrolle (25) ausgebildet sind.
5. RollenzugElement nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelstrupfe (81 ; 82) als Endlosschnur ausgebildet ist.
6. RollenzugElement nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (21) mit den Seilrollen (25, 30) in einem Gehäuse (35) angeordnet ist.
7. RollenzugElement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (21) mit den Seilrollen (25, 30) schwimmend innerhalb des Gehäuses (35) angeordnet ist.
8. RollenzugElement nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (35) zweiteilig ausgestaltet ist.
9. RollenzugElement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gehäuseteile (36, 37) miteinander verrastbar sind.
10. RollenzugElement nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (35) optisch bzw. farblich gestaltet ist.
11. RollenzugElement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Gestaltung eine dem RollenzugElement (20) zugeordnete Musterstelle kennzeichnet.
12. RollenzugElement nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (35) aus Kunststoff besteht.
13. RollenzugElement nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Lager (21) um ein Kugellager handelt.
14. RollenzugElement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (21) durch ein Gleitlager gebildet ist.
Description:
GROSSEVEBEREIMASCHINEN GmbH

Rollenzug-Element für Jacquardmaschine

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rollenzug-Element gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, welches zur Verwendung in einer Jacquardmaschine vorgesehen ist.

Zur Erzeugung der so genannten Doppelhub-Offenfach-Arbeitsweise einer Jacquardmaschine, wie sie beispielsweise aus der EP 0 287 921 Al der Anmelderin bekannt ist, wird vorzugsweise ein so genanntes Rollenzug-System eingesetzt. Bei diesem bekannten System arbeiten zwei Halbplatinen über eine flexible Litze - die so genannte Strupfe - auf eine erste Rolle eines Rollenzug-Elements, um eine von zwei möglichen Offenfachstellungen zu erzeugen. Der Hub der Rolle reduziert sich bei dieser Anordnung auf die Hälfte des Platinenhubes. Mit einer zweiten Rolle, die im Rollenzuggehäuse in einer festen Relation zur ersten Rolle angeordnet ist, sowie einer zweiten Strupfe mit einem festen und einem losen Ende wird der ursprüngliche Platinenhub am losen Strupfenende wieder erzeugt. Das auf diese Weise hinsichtlich seiner Position gesteuerte Strupfenende ist dann mit mindestens einer Harnischschnur zum Anheben eines Kettfadens verbunden.

In der heutigen Praxis werden Jacquardmaschinen mit bis zu 20.000 Muster stellen eingesetzt, wobei ebenso viele Rollenzüge bei einer derartigen Maschine erforderlich sind. Diese hohe Anzahl sowie die technischen Anforderungen an die Rollenzüge im

Hinblick auf die Dimension, das Gewicht, die Wartungsfreiheit und die geforderten hohen Standzeiten führen dazu, dass der Gestaltung der Rollenzüge bei der

Entwicklung einer Jacquardmaschine eine hohe Bedeutung zukommt. Die Bemühungen, hierbei immer weitere Fortschritte zu erzielen, wirken sich auf den

Herstellungspreis aus.

Bisherige Versuche, die oben genannten Kriterien zu erfüllen, beruhten im Wesentlichen darauf, die Rollenzüge durch Kunststoffteile zu bilden. Im Hinblick auf die damit erreichbaren Standzeiten waren diese Versuche allerdings nicht besonders erfolgreich.

Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zu Grunde, ein Rollenzug-Element zur Verwendung in einer Jacquardmaschine anzugeben, welches kostengünstig herzustellen ist und die oben genannten Anforderungen erfüllt.

Die Aufgabe wird durch ein Rollenzug-Element mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die vorliegende Erfindung basiert auf der Idee, ein Rollenzug-Element einzusetzen, welche lediglich ein einziges Lager aufweist. Aus Kostengründen sollte hierfür insbesondere auch die Verwendung eines preisgünstigen Qualitäts-Kugellagers aus dem Katalog möglich sein. Bei bislang bekannten Rollenzug-Elementen aus dem

Stand der Technik werden grundsätzlich zwei Lager eingesetzt, wobei auf dem

Außenring des jeweiligen Lagers jeweils eine Seilrolle frei beweglich ist. Der Innenring der beiden Lager hingegen ist jeweils festgesetzt und wird für die Drehung nicht weiter genützt.

Beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung sitzt auf dem Außenring ebenfalls eine Seilrolle, gleichzeitig wird allerdings auch der Innenring des Lagers zur Halterung einer zweiten Seilrolle genutzt. Durch diese Maßnahme ist die Verwendung eines einzigen Lagers ausreichend, um die Aufgaben eines klassischen Rollenzug-Elements zu erfüllen. Dementsprechend kann somit sowohl das Volumen als auch das Gewicht des Rollenzug-Elements im Vergleich zu klassischen Lösungen deutlich reduziert werden.

Erfindungsgemäß wird also ein Rollenzug-Element zur Verwendung in einer Jacquardmaschine vorgeschlagen, welches mindestens eine erste Seilrolle zur Führung einer ersten Strupfe sowie mindestens eine zweite Seilrolle zur Führung einer zweiten Strupfe aufweist, wobei eine der beiden Strupfen mit mindestens einer Platine und die andere Strupfe mit mindestens einer Harnischschnur zum Anheben eines Kettfadens verbunden ist und wobei die erste und die zweite Seilrolle unabhängig voneinander drehbar gelagert sind. Erfindungsgemäß weist das Rollenzug-Element ein aus einem Innenring und einem Außenring bestehendes Lager auf, wobei der Innenring und der Außenring des Lagers unabhängig voneinander drehbar sind und wobei eine der beiden Seilrollen mit dem Innenring und die andere Seilrolle mit dem Außenring des Lagers verbunden ist.

Aus Gründen der Symmetrie ist vorzugsweise eine der beiden Strupfen als Doppelstrupfe ausgebildet, wobei dann der Innenring des Lagers mit zwei zweiten

Seilrollen verbunden ist, welche zu beiden Seiten der ersten Seilrolle angeordnet sind. Durch diese Maßnahme wird erzielt, dass der Zug auf beide Strupfenenden gleichmäßig verteilt wird und dementsprechend kein Schiefzug auftritt. Die Doppelstrupfe kann in diesem Fall etwas schwächer ausgeführt sein, da sich die Belastung auf beide parallel verlaufenden Bereiche der Strupfe verteilt.

Die beiden zweiten Seilrollen sind im Querschnitt vorzugsweise etwa winkelförmig ausgestaltet und weisen an der zur Außenseite des Lagers weisenden Stirnfläche jeweils eine Führungs- bzw. Seilrille für die Strupfe auf. Vorzugsweise sind die der ersten Seilrolle zugewandten Innenflächen der beiden zweiten Seilrollen in etwa komplementär zu den Außenflächen der ersten Seilrolle ausgebildet. Hierdurch ist sichergestellt, dass geringe Spaltbreiten zwischen den verschiedenen Komponenten des erfindungsgemäßen Rollenzug-Elements auftreten und diese somit gleichzeitig auch als Labyrinth für das Kugellager genutzt werden können. Eine zusätzliche Abdichtung des Lagers ist dementsprechend nicht weiter erforderlich.

Zum sicheren Führen der Strupfen in den Seilrillen sowie zum Schutz gegen Verschmutzung und zur sicheren Abweisung des Rollenzug-Elements beim Passieren der Fachgleichstellung der Jacquardmaschine sind die Seilrollen vorzugsweise innerhalb eines Gehäuses angeordnet bzw. gedeckelt. Die Anordnung der Seilrollen innerhalb des Gehäuses erfolgt dabei insbesondere schwimmend, wobei das Gehäuse in diesem Fall vorzugsweise zweiteilig ausgestaltet ist.

Als Lager wird vorzugsweise ein Kugellager eingesetzt, es wäre allerdings auch denkbar, ein Gleitlager zu verwenden.

Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass durch die Reduzierung der erforderlichen Bauteile auf ein einziges Lager sowohl die Herstellungskosten als auch das Gewicht des Rollenzug-Elements im Wesentlichen halbiert werden können. Die hierdurch erzielte geringere Einbaumasse hat zur Folge, dass die gesamte Jacquardmaschine einerseits weniger Gewicht in Anspruch nimmt und andererseits längere Standzeiten erzielt werden können.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:

Fig. 1 schematisch und stark vereinfacht einer Jacquard- Webanlage, bei der der Einsatz erfindungsgemäßer Rollenzug-Elemente vorgesehen ist;

Fig. 2 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungs gemäßen Rollenzug- Elements in perspektivischer Ansicht und

Fig. 3 das Rollenzug-Element nach Fig. 2 in Schnittdarstellung.

Der grundsätzliche Aufbau eines Jacquard- Webstuhls ist hinlänglich bekannt und soll deshalb im Folgenden lediglich kurz zusammengefaßt werden. Die in Figur 1 dargestellte Webanlage besteht im Wesentlichen aus den an sich bekannten Komponenten Jacquardmaschine 1, Harnisch 2 und Webmaschine 3, die in Figur 1 lediglich schematisch dargestellt sind. Insbesondere sind bei der mit dem Bezugszeichen 1 versehenen Jacquardmaschine die zugehörigen Platinen 4 und 5, die über eine erste Strupfe 6 miteinander verbunden sind, lediglich angedeutet. Diese Strupfe 6 verläuft - wie in Fig. 1 lediglich schematisch angedeutet - über das erfindungsgemäße Rollenzug-Element 20. Die Steuereinrichtung der Jacquardmaschine 1 hingegen, mit deren Hilfe das Anheben und Absenken der Platinen 4 und 5 bewirkt und ferner deren gesteuertes Halten in einer oberen Stellung oder einer unteren Stellung sichergestellt wird, ist in Fig. 1 nicht dargestellt. Einrichtungen, mit denen dies realisiert werden kann, sind aus dem Stand der Technik ebenfalls bereits hinlänglich bekannt. Hierbei wird insbesondere auf die eingangs genannte EP 0 287 921 Al der Anmelderin verwiesen.

Im Harnisch 2 der Webanlage ist eine zweite Strupfe 8 an einem Ende 8a fest an einer ortsfesten Strupfen- und Harnischführung, oftmals auch Strupf enboden 9 genannt, befestigt. Diese zweite Strupfe 8 läuft wiederum über das erfindungsgemäße Rollenzug-Element 20 und ist mit ihrem anderen, losen Ende 8b mit einer Harnischschnur 10 verbunden, die durch den Strupfenboden 9 geführt ist und ferner über ein ortsfestes so genanntes Chorbrett 11 verläuft. Unterhalb des Chorbretts 11 ist die Harnischschnur 10 mit einer Litze 12 verbunden, welche eine Öse 12a enthält, durch die ein Kettfaden 14 läuft. Der Kettfaden 14 wird gemäß der Ansteuerung der Platinen 4 und 5 also entsprechend dem vorgegebenen Jacquardmuster in eine Hoch- oder Tieffachstellung gebracht und dort gehalten. Ein Harnischniederzug 13 ist mit der Litze 12 an der unteren Seite der Öse 12a verbunden und bringt die notwendige Rückstellkraft für das gesamte System auf, also diejenige Kraft, die sicherstellt, dass der Kettfaden 14 bei entsprechender Ansteuerung der Platinen 4 und 5 wieder von der Hochfachstellung in die Tieffachstellung zurückkehren kann.

Bislang verwendete Rollenzug-Elemente bestehen üblicherweise aus zwei Seilrollen, die jeweils auf einem eigenen Lager angeordnet sind. Üblicherweise sind die

Seilrollen in vertikaler Verlängerung zueinander angeordnet, um asymmetrische Kräfte bei der Zugübertragung zu vermeiden. Die Verwendung von zwei Lagern hat allerdings zu Folge, dass bekannte Rollenzug-Elemente eine relativ große Bauhöhe aufweisen und darüber hinaus auch verhältnismäßig schwer sind.

Zur Vermeidung dieser Nachteile wird nunmehr erfindungsgemäß ein neuartiges Rollenzug-Element vorgeschlagen, welches in den Figuren 2 und 3 dargestellt ist. Figur 2 zeigt dabei eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Rollenzug- Elements, während hingegen Figur 3 das Rollenzug-Element im Schnitt zeigt.

Das besondere Merkmal das erfindungsgemäßen, allgemein mit dem Bezugszeichen 20 versehenen Rollenzug-Elements ist,. dass dieses lediglich ein einziges Lager 21 aufweist. Bei diesem Lager 21 handelt es sich vorzugsweise um ein Kugellager, es wäre allerdings ebenso auch die Verwendung eines Gleitlagers denkbar. Während bei bislang bekannten Rollenzug-Elementen lediglich die Außenringe der verwendeten Lager drehbar waren, sind bei dem erfindungsgemäßen Rollenzug- Element 20 sowohl der Innenring 22 als auch der Außenring 23 des Lagers 21 drehbar angeordnet.

Entsprechend der Schnittdarstellung in Figur 3 ist der Außenring 23 des Lagers 21 zunächst mit einer ersten Seilrolle 25 verbunden, welche an der Umfangsfläche des Außenrings 23 angeordnet ist und sich somit mit diesem dreht. An ihrer zur Außenseite hin weisenden Stirnfläche weist diese Seilrolle eine umlaufende Nut oder Seilrille 26 auf, welche zur Führung der mit den Platinen verbundenen ersten Strupfe 6 vorgesehen ist.

Der Innenring 22 des Lagers 21 ist - wie bereits erwähnt - ebenfalls drehbar gelagert, und mit einer zweiten Seilrolle 30 verbunden. Genau genommen ist der Innenring 22 mit zwei zweiten Seilrollen 3O 1 und 3O 2 verbunden, was Vorteile im Hinblick auf eine gleichmäßige Lastverteilung mit sich bringt. Insbesondere kann aufgrund der symmetrischen Anordnung das Auftreten eines Schiefzugs vermieden werden.

Die beiden zweiten Seilrollen 3O 1 und 3O 2 sind also - im Querschnitt gesehen - winkelartig ausgestaltet und weisen zur Außenseite des Lagers 21 hin weisende Stirnflächen auf, die wiederum jeweils mit einer Nut bzw. Seilrille 3I 1 bzw. 3I 2 versehen sind. Wie der perspektivischen Darstellung in Figur 2 entnommen werden kann, ist die untere Strupfe 8 als Doppelstrupfe mit parallel zueinander verlaufenden Litzen S 1 bzw. 8 2 ausgebildet, was den bereits zuvor genannten Vorteil mit sich

bringt, dass aufgrund einer symmetrischen Zugverteilung kein Schiefzug auftritt. Die Doppelstrupfe 8 muss in diesem Fall auf einer Seite des erfindungsgemäßen Rollenzug-Elements 20 eingeschlauft werden und wird dann mit ihrem Schlingenende 8a mit einem Halteteil 50 verhakt, welches zur Befestigung an dem Strupfenboden 9 dient. Das andere Ende 8b der Strupfe 8 hingegen ist mit einem Befestigungshaken 51 verbunden, der zum Einhängen einer Harnischschnur vorgesehen ist. Vorzugsweise ist die Doppelstrupfe 8 als Endlosschnur ausgestaltet, was im Hinblick auf die Lagerung bzw. die Führung der Strupfe 8 sowie beim Einhängen und Verbinden derselben mit dem Halteteil 50 und dem Befestigungshaken 51 Vorteile mit sich bringt.

Wesentliches Merkmal der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist, dass beide Ringe 22 bzw. 23 des Lagers 21 unabhängig voneinander drehbar sind, was demzufolge auch für die Seilrollen 25 bzw. 30 gilt. Wie bei einem klassischen Rollenzug- Element können somit die beiden Strupfen 6 und 8 unabhängig voneinander über das Rollenzug-Element 20 geführt werden.

Wie ferner der Schnittdarstellung in Figur 3 entnommen werden kann, sind die der ersten Seilrolle 25 zugewandten Innenflächen der beiden Seilrollen 30], 3O 2 in etwa komplementär zu den Außenflächen der ersten Seilrolle 25 ausgebildet. Hierdurch ergibt sich also ein sehr schmaler Spalt 28 zwischen den Seilrollen 25 und 30, der gleichzeitig auch ein Labyrinth für das Kugellager 21 bildet. Weitere Dichtungsmaßnahmen für das Lager 21 sind dementsprechend nicht unbedingt erforderlich.

Um die Führung der Strupfen 6, 8 in den Seilrillen 26, 3I 1 und 3I 2 zu verbessern, ist vorgesehen, dass das Lager 21 mit den Seilrollen 25, 30 in einem Gehäuse 35 gelagert bzw. gedeckelt ist. Die Lagerung erfolgt insbesondere schwimmend, um die freie Drehbarkeit beider Lagerringe 22, 23 zu gewährleisten. Hierzu ist das Gehäuse 35 zweiteilig ausgestaltet, wobei die beiden Gehäuseteile 36 und 37 in einfacher Weise miteinander verrastet werden können. Eine angeschrägte Teilfuge des Gehäuses 35 dient hierbei als Einführhilfe.

Eine weitere Aufgabe des Gehäuses 35 besteht ferner auch darin, einen Schutz gegen Verschmutzungen zu bieten und eine sichere Abweisung der nebeneinander angeordneten Rollenzug-Elemente beim Passieren der Fachgleichstellung der Jacquardmaschine zu gewährleisten. Zweckmäßigerweise wird zuerst die mittlere oder Einzelstrupfe 6 eingehängt, anschließend kann die Doppelstrupfe 8 ungehindert in ihre eigenen Seilrollen 30 u 3O 2 gleiten.

Eine besondere Weiterbildung des vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Gehäuses 35 könnte auch darin bestehen, dieses entsprechend der zugehörigen Musterstelle des Webstuhls optisch zu markieren. Beispielsweise könnte durch eine besondere farbliche Gestaltung des Gehäuses 35 der funktionale Zusammenhang der verschiedenen Rollenzug-Elemente im Hinblick auf das Webmuster gekennzeichnet werden. Bei erforderlichen Wartungsarbeiten wird hierdurch das Auffinden des gesuchten Rollenzug-Elements 20 deutlich erleichtert, was insbesondere unter Berücksichtigung der hohen Anzahl der in einem Webstuhl zum Einsatz kommenden Rollenzug-Elemente von besonderer Bedeutung ist.

Anzumerken ist, dass es selbstverständlich auch möglich wäre, die obere, also die mit den Platinen verbundene Strupfe 6 als Doppelstrupfe auszugestalten. Welche der beiden Strupfen 6, 8 als Doppelstrupfe ausgebildet ist, kann letztendlich frei nach den Präferenzen des Konstrukteurs bzw. unter Berücksichtigung der weiteren Komponenten des Webstuhls entschieden werden.

Insgesamt wird somit ein Rollenzug-Element geschaffen, welches im Hinblick auf die Anzahl der verwendeten Bauteile, sein Gewicht, sowie die Herstellungs- und Materialkosten deutliche Vorteile im Vergleich zu bekannten Rollenzug-Elementen mit sich bringt. Die einfache Bauweise führt ferner auch dazu, dass technische Probleme weiter reduziert und dementsprechend die erzielbaren Standzeiten deutlich erhöht werden können.