WOLKERSTORFER, Markus (Allersdorf 7, Niederwaldkirchen, A-4174, AT)
WOLKERSTORFER, Christoph (Volksgartenstrasse 11/1/2, WeIs, A-4600, AT)
WOLKERSTORFER, Markus (Allersdorf 7, Niederwaldkirchen, A-4174, AT)
| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Transfer- Fördervorrichtung ( 1 ) mit eine Förderebene (13) ausbildende Förderröllchen (14) für ein Transportgut (3) für eine Hauptförderrichtung und zumindest einer Ne- benförderrichtung mit einer Schwenkvorrichtung zum Schwenken der Förderröllchen (14) um zu der Förderebene (13) senkrecht verlaufenden Schwenkachsen (35) und mit einer Antriebsvorrichtung für die Förderröllchen (14), dadurch gekennzeichnet, dass ein Traggestell (19) der Transfer- Fördervorrichtung ( 1 ) mit zumindest einer, quer zu der Hauptförderrichtung angeordneten Reihe (1 1) der Förderröllchen (14) mit Schwenk- Übertragungsmitteln (42) und Antriebs- Übertragungsmitteln (43) für die Reihe (1 1) der Förderröllchen ( 14) ein Fördermodul (15) ausbildet, das mit einem, zumindest eine Schwenk- Antriebsanordnung (52) und zumindest eine Röllchen- Antriebsanordnung (51) aufweisenden Basismodul (16) trennbar verbunden ist. 2. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermodul (15) mehrere parallele und zueinander gering beabstandete, über eine Förderbreite (12) erstreckende Reihen (1 1) mit den Förderröllchen (14) aufweist. 3. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass den Reihen (1 1) ein gemeinsames, mit den Antriebs- Übertragungsmitteln (43) kuppelbare Röllchen- Antriebsanordnung (51) im Basismodul (16) zugeordnet ist. 4. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Reihen (1 1) eine gemeinsame mit den Schwenk- Übertragungsmitteln (42) kuppelbare Schwenk- Antriebsanordnung (52) im Basismodul (16) zugeordnet ist. 5. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermodul (15) und das Basismodul (16) zusammenwirkende, kulissenförmige Zentriermittel (25) und Verbindungsmittel aufweisen. 6. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderröllchen (14) durch ein, zwei Laufringe (49) ausbildendes Tandemröllchen (30) gebildet ist und zwischen den Laufringen (49) eine Nut (50) für ein schnurförmiges Übertragungsmittel (47) angeordnet ist. 7. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Tandemröllchen (30) über Lagerzapfen (36) zwischen Lagerschenkeln (37) eines in einer Lagerbüchse (32) einer Tragleiste (22) des Traggestells (19) schwenkbar gelagerten Röllchenträger (34) um eine, zu der Schwenkachse (35) senkrecht ausgerichtete Drehachse (39) drehbar gelagert ist. 8. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Röllchenträger (34) mit einem rohrförmigen Lagerfortsatz (33) in einer die Schwenkachse (35) ausbildenden und in einer Bohrung (31) der Tragleiste (22) angeordneten Lagerbüchse (32) schwenkbar gelagert ist. 9. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerfortsatz (33) die Lagerbüchse (32) durchragt und einer Unterseite der Tragleiste (22) zugeordnet am Lagerfortsatz (33) und mit diesem antriebsverbunden ein Zahnring (40) angeordnet ist. 10. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihe (11) der Förderröllchen (14) über einen gemeinsamen, mit den Zahnringen (40) in Eingriff stehenden Zahnriemen (41) antriebsverbunden sind. 11. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Zahnriemen (41) über einen Riemenverbinder mit einem Mitnehmermittel (53) der im Basismodul (16) angeordneten Schwenk- Antriebsanordnung (52) kuppelbar ist. 12. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenk- Antriebsanordnung (52) durch einen Linearstelltrieb (54) gebildet ist. 13. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearstelltrieb (54) durch einen mit einem Druckmedium beaufschlagbaren, eine Mittelstellung und zwei entgegen gesetzte Endstellungen aufweisenden Aktuator (62) gebildet ist. 14. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (62) durch eine doppelt wirkende Zylinderanordnung gebildet ist. 15. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (62) durch eine Servo- Linearachse gebildet ist. 16. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 13, dass der Aktuator (62) durch einen elektrischen Spindeltrieb gebildet ist. 17. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übersetzung eines Verstellweges zwischen den Endstellungen des Linearstelltriebes (54) für einen Schwenkwinkel der Förderröllchen (14) um die Schwenkachse (35) für etwa 180° ausgelegt ist. 18. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jeweils benachbarten Reihen (1 1) der Förderröllchen (14) über die Förderbreite (12) ersteckend, jeweils zumindest eine angetriebene Förderrolle angeordnet ist. 19. Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer Unterseite der Tragleiste (22) eine sich etwa zwischen Stirnblechen (20, 21) des Fördermoduls (15) erstreckende Triebwelle (44) der Antriebs- Übertragungsmittelmittel (43) angeordnet ist, die in den Stirnblechen (20, 21) des Traggestells (19) gelagert ist. 20. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehachse (45) der Triebwelle (44) und die Schwenkachsen (35) der Reihe (1 1) der För- derröllchen (14) in einer gemeinsamen Ebene (46) verlaufen. 21. Transfer-Fördervorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Triebwelle (44) jeder Schwenkachse (35) zugeordnet eine ringförmige Einschnürung das Übertragungsmittel (47) aufweist. 22. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Triebwelle (44) oder eine Übertriebsrolle (73) über eine mechanische Kupplung (69) mit einer Antriebsscheibe (70) lösbar antriebsverbunden ist. 23. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertriebsrolle (73) in einem am Fördermodul (15) angeordneten Kupplungsgehäuse (72) drehbar gelagert ist. 24. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsscheibe (70) in einem am Basismodul (16) angeordneten Kupplungsgehäuse (71) drehbar gelagert ist und mit einem Kupplungsbolzen (75) antriebsverbunden ist. 25. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsbolzen (75) in achsialer Richtung in dem Kupplungsgehäuse (71) verstellbar ist. 26. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsbolzen (75) und die Übertriebswelle (73) bevorzugt über eine stirnseitige Klauenverbindung kuppelbar sind. 27. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsbolzen (75) über eine Federanordnung, z.B. eine Spiraldruckfeder (78), in Eingriffsstellung der Klauenverbindung vorgespannt ist. 28. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Triebwelle (44) bzw. die Übertriebswelle (73) über die mechanische Kupplung (69) mit einem Antrieb, z.B. eines Elektromotors, kuppelbar ist. 29. Transfer-Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsscheibe (70) über eine Riemenanordnung (76) mit angetriebenen Förderern, z.B. Bandförderer (77), Rollenförderer, Fördererantrieb des Fördersystems (2) antriebsverbunden ist. 30. Transfer- Fördervorrichtung ( 1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die von den Förderröllchen (14) gebildete Förderebene (13) gering über einer Förderebene benachbarter Förderer des Fördersystems (2), z.B. Rollen-, Band- Kettenförderer etc., ausgebildet ist. 31. Transfer- Fördervorrichtung ( 1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Laufringe (49) der Förderröllchen (14) mit einer einen hohen Reibbeiwert aufweisenden Beschichtung z. B. aus Polyurethan versehen sind oder eine formschlüssige Struktur, z.B. eine geränderte Oberfläche aufweisen. 32. Transfer- Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Röllchenträger (34) ein Abdeckelement (57) angeordnet ist das mit Durchbrüchen (59) für einen Überstand eines Teilbereiches des Laufringes (49) des Förderröllchens (14), bzw. des Tandemröllchens (30) versehen ist. |
Die Erfindung betrifft eine Transfer-Fördervorrichtung wie sie im Oberbegriff des Anspru- ches 1 beschrieben ist.
Aus der US 3,983,988 A ist ein Transferförderer mit eine Förderebene ausbildender, angetriebener und um zur Förderebene senkrecht verlaufenden Schwenkachsen schwenkbaren Förderröllchen für die Förderung eines Transportguts für eine Hauptförderrichtung und eine Ein- und Ausschleusung von bzw. zu Nebenförderrichtungen bekannt. Dieser Transferförderer weist in einem Rahmengestell angetriebene Transportrollen für die Hauptförderrichtung auf. Zwischen diesen sind Reihen von über eine Förderbreite verteilt angeordnete, gemeinsam angetriebene und um zu einer Förderebene senkrecht verlaufenden Schwenkachsen schwenkbare Förderröllchen vorgesehen wobei jeder Reihe ein Schwenkantrieb zugeordnet ist.
Aus einem weiteren Dokument US 7,681,710 B2 ist ein Transferförderer mit gemeinsam angetriebenen, eine Förderebene für ein Transportgut ausbildenden Förderrollen für einen Hauptförderweg bekannt. Im einem Ein- und Ausschleusbereich für das Transportgut von bzw. zu einem Nebenförderweg sind in einem vergrößerten Zwischenraum der Förderrollen, für eine zu dem Hauptförderweg senkrechten Förderrichtung Bandfördermodule, in einem Tragrahmen lösbar und mit einer gemeinsamen Antriebwelle reibschlüssig kuppelbar angeordnet und wobei der Tragrahmen mit den Bandfördermodulen und mit der Antriebwelle in zur Förderebene der Förderrollen senkrechten Richtung verstellbar in einem Grundgestell des Transferförderers angeordnet ist.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Transfer-Fördervorrichtung als in ein Fördersystem für Transportgut integrierbare Baueinheit für variierbare Förderrichtungen zu schaffen, welche aus den Wartungsaufwand vereinfachenden Baugruppen gebildet ist. Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Kennzeichenteil des Anspruches 1 wiedergegebenen Merkmale erreicht. Der Vorteil dabei ist, dass durch die bauliche Trennung in ein Fördermodul und ein Antriebsmodul bei einer einheitlichen Konzeption des, die schwenkbaren Förderröllchen aufweisenden Fördermoduls, eine Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten mit anwenderspezifisch ausgelegten Antriebssystemen der Fördereinrichtungen eines Fördersystems erreicht werden und der Wartungs- und Instandhaltungsaufwand vereinfacht wird.
Vorteilhaft dabei ist eine Ausbildung nach Anspruch 2, weil dadurch der Fertigungs- und Montageaufwand reduziert wird.
Durch die im Anspruch 3 beschriebene, vorteilhafte Weiterbildung wird die Anzahl der Antriebsverbindungen reduziert und Antriebsmittel eingespart. Eine weitere, vorteilhafte Weiterbildung beschreibt aber auch Anspruch 4, wodurch eine
Gruppenbildung von gemeinsam mit nur einer Schwenk- Antriebsanordnung um einen gleichen Winkelbetrag schwenkbaren Reihen erreicht wird und die Anzahl der im Fördermodul angeordneten Reihen in Abhängigkeit der Transportanforderungen auslegbar ist. Durch die im Anspruch 5 beschriebenen, vorteilhaften Ausbildung werden kurze Zugriffszeiten zu den einzelnen Bauelementen des Fördermoduls erreicht und damit instandhaltungs- und wartungsbedingte Ausfallzeiten des Fördersystems wesentlich reduziert und Kosten eingespart. Es ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 6 vorteilhaft, weil dadurch ein Mittenabstand zwischen den Förderröllchen einer Reihe, durch die Auflageverteilung des Transportguts auf ein Paar von Laufringen bei gleich bleibender Auflagequalität vergrößerbar ist und damit die Anzahl der Lageranordnungen und Schwenk-Übertragungsmitteln reduziert wird und eine Verpackung des Transportguts geschont wird.
Die vorteilhafte Ausbildung wie sie im Anspruch 7 beschrieben ist, gewährleistet einen, den Verschleiß mindernden Langzeitbetrieb bei einfacher Bauweise.
Vorteilhafte Ausbildungen beschreiben aber auch die Ansprüche 8 und 9, weil dadurch ein kompakter Aufbau der Schwenklageranordnung mit dem Schwenk- Übertragungsmittel erreicht wird. Es sind aber auch Ausbildungen nach den Ansprüchen 10 und 11 von Vorteil, wodurch nur eine geringe Anzahl von den, für das Schwenken der Förderröllchen bzw. von Röllchenträgern Mitteln erforderlich sind und damit für das Fördermodul eine kompakte Bauform erreicht wird.
Durch die in den Ansprüchen 12 bis 14 beschriebenen vorteilhaften Ausbildungen wird eine Schwenk- Antriebsanordnung erreicht, mit der eine in ihren Winkel Stellungen exakt vorgebbare Schwenk- Antriebsanordnung erreicht wird und technisch ausgereifte und für eine hohe Anzahl störungsfreier Schaltspiele ausgelegte Komponenten zum Einsatz gelangen.
Die in den Ansprüchen 15 und 16 beschriebenen, vorteilhaften Weiterbildungen ermöglichen weitere Varianten für geeignete und die Anforderungen an die Betriebssicherheit gewährleistende Schwenk- Antriebsanordnungen. Möglich ist weiters eine Ausbildung nach Anspruch 17, weil damit eine unterschiedliche Auslegung von Schwenkwinkeln erreicht wird und damit Ein- und Ausschleusvorgänge für das Transportgut in Abhängigkeit der Transportvorgaben und der Auslegung des gesamten Fördersystems optimierbar sind. Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 18, weil dadurch weitere Varianten im Transferablauf erreicht werden.
Es sind aber auch Ausbildungen nach den Ansprüchen 19 und 20 vorteilhaft, wodurch eine einheitliche Bauform für die nur eine oder auch mehrere Reihen der Förderröllchen aufwei- senden Fördermodule erreicht werden.
Möglich ist dabei eine Ausbildung nach Anspruch 21, wodurch eine exakte Zentrierung eines Übertragungsmittels für den Antrieb der Förderröllchen in Bezug auf die Schwenkachse erreicht wird.
Durch die im Anspruch 22 beschriebene vorteilhafte Weiterbildung wird eine rasche Trennung der Antriebsverbindung des Röllchenantriebes zwischen den Komponenten des Basismoduls und des Fördermoduls für Maßnahmen der Wartung und Instandhaltung erreicht. Vorteilhaft sind dabei Ausbildungen nach den Ansprüchen 23 bis 27, wodurch eine hohe Sicherheit für eine störungsfreie Übertragung des Antriebsmomentes für den Förderröllchen- Antrieb gegeben ist.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen beschreiben die Ansprüche 28 und 29, wodurch unterschiedliche an das jeweilige Fördersystem anpassbare Antriebslösungen in Kombination mit Rollenförderantriebe, Bandantriebe, Einzelantriebe konzipierbar sind.
Von Vorteil sind aber auch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 30 und 31 , wodurch eine sichere Übertragung der für die Förderung des Transportguts erforderlichen Vortriebskraft erreicht wird.
Schließlich ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 32 von Vorteil, wodurch eine dichte Abdeckung der Transfer- Fördervorrichtung in Kombination der mitschwenkbaren Abdeckelementen mit einer Deckplatte erreicht wird und damit Störungen durch eine Verschmutzung weitestgehend vermieden werden.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
Fig. 1 ein Fördersystem mit einer erfindungsgemäßen Transfer- Fördervorrichtung in schematischer Ansicht;
Fig. 2 die Transfer- Fördervorrichtung geschnitten gemäß den Linien II - II in Fig. 1 ;
Transfer- Fördervorrichtung;
Fig. 3 die Transfer- Fördervorrichtung nach Fig. 2 in getrenntem Zustand der Komponenten Fördermodul und Basismodul;
Fig. 4 ein Detailausschnitt der Transfer- Fördervorrichtung geschnitten gemäß den Linien rv-rv in Fig. 2; Fig. 5 eine Detaildraufsicht auf die Schwenk- Antriebsanordnung der erfindungsgemäßen Transfer- Fördervorrichtung;
Fig. 6 eine Kupplung der Röllchen- Antriebsanordnung der erfindungsgemäßen Transfer- Fördervorrichtung, geschnitten;
Fig. 7 eine mögliche Röllchen- Antriebsanordnung in vereinfachter Darstellung;
Fig. 8 eine weitere, mögliche Röllchen- Antriebsanordnung in vereinfachter Darstellung;
Fig. 9 eine andere, mögliche Röllchen- Antriebsanordnung in vereinfachter Darstellung;
Fig. 10 bis Fig. 17 zeigen beispielshaft Varianten von möglichen Transfer- Verfahren beim Betrieb von Fördersystemen mit der erfindungsgemäßen Transfer- Fördervorrichtung.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit einer unteren
Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10. In der Fig. 1 ist eine Transfer-Fördervorrichtung 1 eines verzweigten Fördersystems 2 für Transportgüter 3 gezeigt. Das beispielhaft gezeigte Transportsystem 2 wird durch einen Hauptförderweg - gemäß Doppelpfeil 4 - ausbildende Rollenförderer 5, 6, mit der zwischen diesen angeordneten Transfer-Fördervorrichtung 1 und zwei in einem Winkel aus dem Be- reich der Transfer-Fördervorrichtung 1 abzweigenden und Nebenförderwege - gemäß Doppelpfeil 7, ausbildende Rollenbahnschleusen 9, 10 gebildet.
Selbstverständlich können anstelle der gezeigten Rollenförderer 5, 6 und/oder Rollenbahnschleusen 9, 10 auch andere Förderer, z.B. Röllchen-, Band-, Riemen- oder Kettenförderer etc. für die Haupt- und Nebenförderwege zum Einsatz gelangen.
Die Transfer-Fördervorrichtung 1 wird durch mehrere Reihen 1 1 über eine Förderbreite 12 verteilter, eine Förderebene 13 für das Transportgut 3 ausbildender Förderröllchen 14 gebildet. Die Förderröllchen sind je Reihe 11 gemeinsam angetrieben und um senkrecht zu der Förderebene 1 1 ausgerichteten Schwenkachsen schwenkbar und leiten je nach Schwenkstellung das Transportgut längs des Hauptförderweges oder zwischen diesem und den Nebenför- derwegen über das Fördersystem 2.
Je nach Auslegung der Förderrichtung des gezeigten Fördersystems 2 ist die Transferförder- Vorrichtung 1 für einen Ausschleusvorgang des Transportguts 3 aus dem Hauptförderweg - gemäß Doppelpfeil 4 - in die Nebenförderwege - gemäß Doppelpfeile 7, 8 oder bei umgekehrter Transportrichtung für einen Einschleusvorgang des Transportguts 3 aus den Neben- förderwegen - gemäß Doppelpfeile 7, 8 in den Hauptförderweg - gemäß Doppelpfeil 4. Auf weitere Detailausbildungen, wie sie für ein derartiges Fördersystem 2 bekannt sind, zum Beispiel Tragkonstruktionen, Antriebe, Leiteinrichtungen etc., braucht nicht weiters eingegangen zu werden, da sie in vielfachen, unterschiedlichen Ausbildungsformen aus dem Stand der Technik bekannt sind. In den Fig. 2 bis 4 ist die erfindungsgemäße Transfer- Fördervorrichtung 1, bestehend aus einem Fördermodul 15 und einem Basismodul 16, welche getrennte, kuppelbare Baueinheiten bilden, gezeigt. Das Basismodul 16 ist durch eine wannenförmige Blechkonstruktion gebildet und weist in der Förderbreite 12 distanzierte Seitenschenkel 17, 18 auf, zwischen denen das Fördermodul 15 gehalten ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht das Fördermodul 15 aus drei der Reihen 1 1 der Förderröllchen 14 die in einem Traggestell 19 als Reihengruppe zusammengefasst sind, und ist das Traggestell 19 durch zwei zwischen den Seitenschenkeln 17, 18 positionierbaren und mit diesen lösbar verbindbaren Stirnblechen 20, 21 und einer zwischen diesen erstreckenden, und jeweils eine der Reihen 11 der Förderröllchen 14 aufnehmende Tragleiste 22 gebildet.
Positioniert wird das Traggestell 19 zwischen den Seitenschenkeln 17, 18 über winkelig zueinander verlaufende Positionierflächen 23, 24 der Stirnbleche 20, 21 und durch an den Seitenschenkeln 17, 18 angeordnete Positionierkulissen 25, 26. Eine lösbare Befestigung des Traggestells 19 an den Seitenschenkeln 17, 18 erfolgt über Befestigungsmitteln 27, 28, z.B. Schrauben, Bolzen, Riegel etc.
Nach einem Lösevorgang der Befestigungsmittel 27, 28 kann das, im gezeigten Ausführungsbeispiel drei Reihen 11 der Förderröllchen 14 aufweisende Fördermodul 15 aus dem Basis- modul 16 in seiner Gesamtheit nach oben hin - wie in der Fig. 3 gezeigt, bei Bedarf, z.B. für eine Wartungs- oder Reparaturmaßnahme ohne weiteren Eingriff in das Fördersystem entnommen und wieder eingesetzt werden.
Die Gruppenbildung aus mehreren Reihen 1 1 zu dem Fördermodul 15 ist nur beispielshaft zu betrachten und kann das Fördermodul 15 durchaus auch nur eine Reihe 1 1 mit den Förderröllchen 14 oder auch eine Gruppe mit mehr als drei der Reihen 11 aufweisen.
Betrachtet man nunmehr eine der Reihen 1 1 des Fördermoduls 15 gemäß den Fig. 3 und 4 besteht diese einerseits aus der zwischen Stirnblechen 20, 21 erstreckenden Tragleiste 22 und über die Förderbreite 12 in einem Mittelabstand 29 verteilt angeordneten Förderröllchen 14 die als Tandemröllchen 30 ausgebildet sind. Die Tragleiste 22 ist mit Bohrungen 31 versehen in welche Lagerbüchsen 32 als Gleitlager angeordnet sind in denen über einen rohrförmigen Lagerfortsatz 33 ein Röllchenträger 34, um eine zur Förderebene 13 senkrecht verlaufende Schwenkachse 35, schwenkbar gelagert ist.
Die Tandemröllchen 30 sind über Lagerzapfen 36 zwischen Lagerschenkeln 37, 38 des Röll- chenträgers 34 um eine zu der Schwenkachse 35 senkrecht ausgerichtete Drehachse 39 drehbar gelagert. Der Lagerfortsatz 33 durchragt die Lagerbüchse 32 und ist an dem ausragenden Endbereich des Lagerfortsatzes 33 ein Zahnring 40 befestigt.
Eine Antriebsverbindung sämtlicher Zahnringe 40 der Reihe 1 1 wird durch einen über die Zahnringe 40 geführten Zahnriemen 41 erreicht, und damit ein gemeinsamer Schwenkvorgang bei einer Verstellung des Zahnriemens 41 aller Röllchenträger 34 und damit ein
Schwenk- Übertragungsmittel 42 erreicht, das längs einer Unterseite der Tragleiste 22 verläuft. Weiters weist das Fördermodul 15 Antriebs- Übertragungsmittel 43 auf. Diese wird durch eine unterhalb des Zahnriementriebes den Stirnblechen und in Lageranordnung in diesen drehbar gelagerten Treibwelle 44 gebildet. Eine Drehachse 45 der Treibwelle 44 erstreckt sich in einer durch die Schwenkachsen 35 der Reihe 1 1 gespannten Ebene 46. Die Triebwelle 44 weist im Bereich der Schwenkachsen 35 ringförmige Einschnürungen auf und erfolgt der Antrieb der Tandemröllchen 30 über endlose, schnurförmige Übertragungsmittel 47 die von der Treibwelle 44 durch eine Bohrung 48 des rohrförmigen Lagerfortsatzes 31 des Röllchenträgers 34 hindurchgeführt sind und über eine zwischen zwei Laufringen 49 des Tandem-Röllchen 30 ausgebildete, umlaufende ringförmige Nut 50 geführt sind.
Durch die Elastizität des Übertragungsmittels 47 ist ein Schwenken der Förderröllchen 14 um die Schwenkachse 35, wobei es zu einer Verschränkung der Förderstränge des Übertragungsmittels 47 kommt, ausgehend von einer Mittellage auf nahezu +/- 90° möglich. Die im Fördermodul 15 angeordnete und gelagerte Triebwelle 44 mit den Übertragungsmitteln 47 bilden somit die Antriebs- Übertragungsmittel 43 des Fördermoduls 15. Ein Antrieb der Treibwelle 44 erfolgt über eine Röllchen- Antriebsanordnung 51 des Basismoduls 16, wozu es, wie noch später im Detail beschrieben, mehrere Ausführungsvarianten gibt. Ebenfalls im Basismodul 16 ist zumindest eine Schwenk- Antriebsanordnung 52 für eine lineare Verstellung eines mit dem Zahnriemen 41 des Fördermoduls 15 in Eingriff stehendes, kuppelbares Mitnehmerelement 53 angeordnet, welches im gezeigten Ausführungsbeispiel durch einen mit einem Druckmedium beaufschlagbare Linearstellmittel 54 gebildet ist. Bevorzugt ist das Mitnehmerelement 53 einklinkbar in einen Riemenverbinder 55 mit dem der Zahnriemen 41 endlos verbunden ist.
Über dieses Linearstellmittel 54, das im Detail noch später beschrieben wird, und der kuppelbaren Antriebsverbindung mit dem Zahnriemen 41 erfolgt bei einer Verstellung des Mitnehmermittels 53 ein gemeinsames Schwenken sämtlicher Förderröllchen 14 von zumindest einer der Reihen 1 1.
Diese bauliche Trennung in die Einheiten eines Fördermoduls 15, mit der Schwenk- Übertragungsmitteln 42, Förderröllchen 14, Triebwelle 44, Antriebs- Übertragungsmittel 43 und des Basismoduls 16 mit der Röllchen- Antriebsanordnung 51 , Schwenk- Antriebsanordnung 52 und Mitnehmermittel 53 gewährleistet durch die Zuordnung und Ausbildung der Antriebsanordnungen dem Fördermodul 15 und der Zuordnung und Ausbildung der Antriebsmitteln des Basismodul 16 ein Abnehmen des Fördermoduls 15 in seiner Gesamtheit ohne Montageaufwand vom Basismodul 16. Damit wird eine vereinfachte Wartung oder Tausch von Bauteilen im Bedarfsfall erreicht wobei die Antriebsverbindung für das Schwenken der Förderröllchen 14 und für den Antrieb der Triebwelle 44 ohne weitere Maßnahmen gelöst bzw. beim Einsetzen des Fördermoduls 15 in das Basismodul 16 selbsttätig erreicht wird. Wie noch weiter der Fig. 4 zu entnehmen, ist am Röllchenträger 34, nach einer möglichen
Ausführungsform, und mit einem Flansch 56 des Röllchenträgers 34 steckbar verbunden, eine in Richtung der durch die Laufringe 49 der Tandemröllchen 30 gebildeten Förderebene hoch- gezogenes Abdeckelement 57 angeordnet, welches an seiner Oberseite 58 einen kreisrunden Außenumfang aufweist.
An der Oberseite 58 sind entsprechend der Ausbildung des Tandemröllchens 30 zwei Durch- brüche 59 vorgesehen in denen die Tandemröllchen 30 mit ihren Laufringen 49 die Oberseite 58 des Abdeckelements 57 überragen. Ein Überstand der Laufringe 49 gegenüber der Oberseite 58 beträgt in etwa 2 mm bis 12 mm, bevorzugt 5 mm. Dieses Abdeckelement 57 bewirkt mit einem die Durchbrüche 59 trennenden Mittelsteg 60 eine Überdeckung des Übertragungsmittels 47 und vermindert somit ein mögliches Verletzungsrisiko. Darüber hinaus wird mit den Abdeckelementen 57 in Verbindung mit einer nicht weiter dargestellten Deckplatte des nach dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus drei der Reihen 11 bestehenden Fördermoduls 15 eine Überdeckung und damit eine Verhinderung des Ansammeins von Abriebrückständen, Staub, Schmutz, etc. in der Transfer-Fördervorrichtung 1. Eine weitere Möglichkeit der Befestigung des Abdeckelements 57 auf dem Röllchenträger 34 ist beispielsweise durch Aufstecken über federnde Klammern an Lagerfortsätzen des Röllchenträgers 34, in denen die Tandemröllchen 30 gelagert sind, möglich. Bevorzugt werden die Abdeckelemente als Kunststoff- Spritzteile gefertigt. Selbstverständlich ist damit gewährleistet, dass die den kreisrunden Außenumriss aufweisenden Abdeckelemente 57 die Schwenkbewegung der Röllchenträger 34 mit vollziehen und die bereits vorher erwähnte Abdeckplatte entsprechende Durchbrüche aufweist, wodurch ein relativ geringer Spalt zwischen dem Abdeckelementen 57 und entsprechenden den Bohrungen der Abdeckplatte erreicht wird.
In der Fig. 5 ist ein Beispiel der im Basismodul 16 angeordneten Schwenk- Antriebsanordnung 52, bestehend aus drei Linearstelltrieben 54, zum Beispiel für drei der Reihen 1 1 der schwenkbaren Förderröllchen des Fördermoduls 15 - wie es in der Fig. 4 bereits beschrieben ist - gezeigt. Nach diesem Ausführungsbeispiel ist jeder Reihe 11 der För- derröllchenl4 ein lineares Stellmittel 54 zugeordnet und sind somit diese Förderröllchen je Reihe unabhängig voneinander schwenkbar. Die drei Stellantriebe 54 sind von ihrem mechanischen Aufbau gleich konzipiert und besteht jeder der Stellantriebe 54 aus zwei doppelt wirkende, mit einem Druckmedium beaufschlagbare, bauformgleiche Zylinder 61, die zu einem Aktuator 62 an gegenüberliegenden Stirnflächen von Zylinderböden 63 in achsfluchtender Ausrichtung von Kolbenstange 64 aneinander befestigt sind.
Eine der Kolbenstangen 64 ist in einem im Basismodul 16 feststehend angeordneten Widerlager 65 befestigt. Die weitere Kolbenstange 64 des weiteren Zylinders 61 ist an einem, den Mitnehmer 53 für die Antriebsverbindung mit dem Zahnriemen aufweisenden, in einer linea- ren Führungsanordnung 66 - gemäß Doppelpfeil 67 - verstellbaren Schlitten 68 befestigt.
Durch diese Ausbildung des Stellmittels 54 mit den beiden Zylindern 61 ermöglicht durch die entsprechende Ansteuerung der Zylinder 61 drei Stellungen für den Mitnehmer 53 und zwar in einer Mittelstellung, wie der Fig. 5 zu entnehmen, bei der die Kolbenstange 64 eines der Zylinder 61 ausgefahren ist und ausgehend von dieser zwei entgegen gesetzte Endstellungen, bei der einerseits die Kolbenstange 64 beider Zylinder 61 ausgefahren, oder beide der Kolbenstangen 64 der Zylinder 61 eingefahren sind.
Der gewünschte Schwenkwinkel, um den die schwenkbaren Förderröllchen 14 insgesamt zwi- sehen den entgegengesetzten Endstellungen verschwenkbar sein sollen, richtet sich nach der Auslegung des Hubes des Zylinders 61 sowie dem Übersetzungsverhältnis zwischen Zahnriemenhub und dem Zahn- Mittendurchmesser des am Röllchenträger angeordneten Zahnringes. Dem Schwenkwinkel sind durch die bei in den Endstellungen auftretenden Verschränkung der Antriebsstränge der Übertragungsmittel 47 für die Übertragung des Antriebsdrehmomentes auf das Förderröllchen Grenzen gesetzt, jedoch ist es aufgrund der Elastizität des Übertragungsmittels durchaus möglich, einen gesamten Schwenkwinkel zwischen den entgegengesetzten Endstellungen von nahezu 180° zu erreichen.
Es soll auch noch darauf hingewiesen werden, dass durchaus ein einziger Aktuator 62 auch für mehrere der Reihen 1 1 dann ausreichend ist, wenn die Förderröllchen 14 dieser Reihen 1 1 gemeinsam um einen jeweils gleichen Schwenkwinkel verstellbar sind. Bei einer derartigen Ausbildung werden mehrere, der mit den Mitnehmern 53 versehenen Schlitten 68 bewe- gungsverbunden und durch einen Aktuator 62 betätigt.
In den Fig. 6 und 7 ist eine Ausbildung für eine kuppelbare Antriebsverbindung zwischen der im Basismodul 16 vorgesehenen Röllchen- Antriebsanordnung 51 mit den im Fördermodul 15 angeordneten Antriebs- Übertragungsmitteln 43 mit einer manuell lösbaren, federbelasteten Kupplung 69 mit vorzugsweise Klaueneingriff für die Antriebsübertragung.
Fig. 6 zeigt dabei die Kupplung 69 in Eingriffsstellung, die dann erreicht ist, wenn das För- dermodul 15 in seiner Position im Basismodul 16 und fixiert ist und über die Kupplung 69 eine Antriebsverbindung zwischen einer Antriebsscheibe 70, welche in einem am Basismodul 16 angeordneten ersten Kupplungsgehäuse 71 drehbar gelagert ist und einem in einem weiteren in einem am Fördermodul 15 befestigten weiteren Kupplungsgehäuse 72 drehbar gelagerten Übertriebswelle 73 der Antriebs-Übertragungsmittel 43 besteht.
Eine Kupplungsverbindung zwischen der Antriebsscheibe 70 und der Übertriebswelle 73 erfolgt über einen stirnseitigen Klaueneingriff zwischen einem in Achsrichtung - gemäß Doppelpfeil 74 - verstellbaren Kupplungsbolzen 75, der mit der Antriebsscheibe 70 drehverbunden ist und in Eingriffstellung über eine Federvorspannung über einen stirnseitigen Klauen- eingriff mit der drehbar im Kupplungsgehäuse 71 angeordneten Übertriebsrolle 73 zusammen wirkt.
Wie dem Ausführungsbeispiel zu entnehmen, erfolgt beispielsweise der Antrieb der Antriebsscheibe 70 durch eine Riemenanordnung 76 mit einem umlaufenden Riemen, ausgehend von beidseits der Transfer-Fördervorrichtung 1 angeordneten und angetriebenen Bandförderern 77.
Im eingekuppelten Zustand der Kupplung 69 erfolgt die weitere Antriebsverbindung über die Übertriebswelle 73 und den bereits in den vorhergehenden Figuren beschriebenen Antriebs- Übertragungsmitteln 43, welche je Reihe 1 1 der Förderröllchen 14 die Triebwelle 44 und die Antriebsverbindung der Triebwelle 44 mit den Förderröllchen 14 als Übertragungsmittel 47 aufweisen. Ein Entkuppeln der Antriebsverbindung erfolgt beispielsweise durch Verstellung des Kupplungsbolzen 75 entgegen der Wirkung, beispielsweise einer Spiraldruckfeder 78 oder einem Tellerfederpaket durch Betätigung eines Nockenhebels 79 in Richtung eines Pfeiles 80, wodurch die stirnseitige Klauenverbindung zwischen dem Kupplungsbolzen 75 und der Über- triebswelle 73 gelöst wird und damit das Fördermodul 15 dem Basismodul 16 entnommen werden kann.
An dieser Stelle sei weiters erwähnt, dass eine derartige Kupplungsanordnung auch zwischen einem nicht weiter gezeigten, am Basismodul 16 angeordneten Elektromotor und der am För- dermodul 15 angeordneten Übertriebswelle 73 in dazu angepasster, konstruktiver Ausbildung der Kupplung für eine lösbare Antriebsverbindung zwischen dem Basismodul 16 und dem Fördermodul 15 selbstverständlich möglich ist.
Die Fig. 8 und 9 zeigen weitere mögliche Antriebsvarianten für eine lösbare Antriebsverbin- dung zwischen der im Basismodul 16 angeordneten Röllchen- Antriebsanordnung 51 und den im Fördermodul 15 angeordneten Antriebs- Übertragungsmitteln 42 der erfindungs gemäßen Transfer- Fördervorrichtung 1.
Nach diesen Lösungen werden vorhandene Antriebe im Fördersystem für den Röllchen- An- trieb der Transfer- Fördervorrichtung 2 sehr wirtschaftlich genutzt und wird aber auch die Trennung des Fördermoduls 15 vom Basismodul 16 in einfachster weise erreicht.
Durch den modulartigen Aufbau der Transfer- Fördervorrichtung 1 sind an die Transporterfordernisse sowie an das jeweils dazu konzipierte Fördersystem 2 anpassungsfähige Varianten möglich und wie beispielshaft in vereinfachter Darstellung in den Fig. 10 bis 17 gezeigt Lösungen für Ein- und Ausschleusungen in den verschiedensten Winkelgraden bis beidseits nahezu 90° möglich.
Es können weiters Ein- und Ausschleusungen wie„längs/längs" sowie„längs/quer" ebenso realisiert werden wie auch eine„Parallelversetzung" des Transportgutes zwischen parallelen Förderwegen sowie auch„Parallelversetzung mit Umkehr der Förderrichtung" und„Durchfördern von einer Einschleuse- auf eine Ausschleusebahn". Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten de Transfer- Fördervorrichtung 1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variati- onsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus der Transfer- Fördervorrichtung 1 diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrunde liegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1 bis 16 gezeigten Ausführungen im Rahmen der in den Ansprüchen gekennzeichneten Ausbildungen den Gegenstand von eigenständigen, er- findungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
B e z u g s z e i c h e n a u f s t e l l u n g
Transfer-Fördervorrichtung 41 Zahnriemen
Fördersystem 42 Schwenk- Übertragungsmittel
Transportgut 43 Antriebs- Übertragungsmittel
Doppelpfeil 44 Triebwelle
Rollenförderer 45 Drehachse
Rollenförderer 46 Ebene
Doppelpfeil 47 Übertragungsmittel
Doppelpfeil 48 Bohrung
Rollenbahnschleuse 49 Laufring
Rollenbahnschleuse 50 Nut
Reihe 51 Röllchen- Antriebsanordnung
Förderbreite 52 Schwenk- Antriebsanordnung
Förderebene 53 Mitnehmermittel
Förderröllchen 54 Linearstelltrieb
Fördermodul 55 Riemen verbinder
Basismodul 56 Flansch
Seitenschenkel 57 Abdeckelement
Seitenschenkel 58 Oberseite
Traggestell 59 Durchbruch
Stirnblech 60 Mittelsteg
Stirnblech 61 Zylinder
Tragleiste 62 Aktuator
Positionierfläche 63 Zylinderboden
Positionierfläche 64 Kolbenstange
Positionierkulisse 65 Widerlager
Positionierkulisse 66 Führungsanordnung
Befestigungsmittel 67 Doppelpfeil
Befestigungsmittel 68 Schlitten
Mittelabstand 69 Kupplung
Tandemröllchen 70 Antriebsscheibe
Bohrung 71 Kupplungsgehäuse
Lagerbüchse 72 Kupplungsgehäuse
Lageraufsatz 73 Übertriebswelle
Röllchenträger 74 Doppelpfeil
Schwenkachse 75 Kupplungsbolzen
Lagerzapfen 76 Riemenanordnung
Lagerschenkel 77 Bandförderer
Lagerschenkel 78 Spiraldruckfeder
Drehachse 79 Nockenhebel
Zahnring 80 Pfeil
Next Patent: COMPOSITION FOR PRODUCING ANTI-SLIP SURFACES
