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Patent Searching and Data


Title:
TRANSFORMER CORE HAVING A STRAY FIELD SHIELD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/056162
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a transformer core having a stray field shield, comprising at least one core leg (2', 2'', 2''') carrying a winding arrangement (13) and formed from a laminate stack (3), said laminate stack (3) being sealed by end plates (7', 7''), each end plate (7', 7'') being associated with a stray field shield (4', 4'') that comprises coated laminate plates (40', 40''), the layer planes (15) of which are disposed perpendicular to the layer planes (14) of the laminate stack (3), characterized in that the laminate plates (40', 40'') are disposed with laminate plate faces (9', 9'') pointing toward the laminate stack (3) to abut an exterior width surface (8', 8'') of an associated end plate (7', 7'').

Inventors:
HAMBERGER, Peter (Eisbachweg 14, Zwettl/Rodl, A-4180, AT)
MAIRINGER, Martin (Altenbergerstrasse 49, Linz, A-4040, AT)
Application Number:
EP2007/061585
Publication Date:
May 07, 2009
Filing Date:
October 29, 2007
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS TRANSFORMERS AUSTRIA GMBH & CO KG (Siemensstrasse 92, Wien, A-1210, AT)
HAMBERGER, Peter (Eisbachweg 14, Zwettl/Rodl, A-4180, AT)
MAIRINGER, Martin (Altenbergerstrasse 49, Linz, A-4040, AT)
International Classes:
H01F27/245; H01F27/36
Attorney, Agent or Firm:
MAIER, Daniel (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Transformatorkern mit einer Streufeldschirmung, der zumindest einen eine Wicklungsanordnung (13) tragenden aus einem Blechpaket (3) gebildeten Kernschenkel (2', 2' ' , 2''') aufweist, wobei das Blechpaket (3) durch Endlamellen (7', 7'') abgeschlossen ist, wobei jeder Endlamelle (7'' , 7'') jeweils ein Streufeldschirm (4', 4'') zugeordnet ist, welcher geschichtete Blechlamellen (40', 40'') aufweist, deren

Schichtebenen (15) senkrecht zu den Schichtebenen (14) des Blechpakets (3) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechlammellen (40', 40'') mit zum Blechpaket (3) weisenden Blechlamellen- Stirnflächen (9', 9'') an einer äußeren Breitfläche (8', 8'') einer zugeordneten Endlamelle (7', 7'') anliegend angeordnet sind.

2. Transformatorkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen benachbart liegenden

Blechlamellen (40', 40'') eines Streufeldschirms (4', 4'') eine Klebstoff vorhanden ist.

3. Transformatorkern nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Streufeldschirm (4', 4'') an der Breitfläche (8', 8'') einer zugeordneten Endlamelle (7', 7'') mittels Klebstoff befestigt ist.

4. Transformatorkern nach Anspruch 1, 2, oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass jede Blechlamelle (40', 40'') eine Lamellendicke (D4) aufweist, die so groß ist, wie eine Lamellendicke (D3) einer Blechlamelle des Blechpakets (3) .

5. Transformatorkern nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechpaket (3) und der Streufeldschirm (4', 4'') aus dem gleichen weichmagnetischen Werkstoff hergestellt sind.

6. Transformatorkern nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechpaket (3) aus Teilblechpaketen (3', 3' ' , 3''') so zusammengesetzt ist, dass im Querschnitt gesehen die Umfangskontur in einem Bereich (17) des Blechpakets (3) Stufen (18) aufweist (Fig. 3) und in einem Bereich (19) des Streufeldschirms (4', 4'') ein Kreisbogen ist, der konzentrisch zu einer Kernschenkelachse (12) ist.

7. Transformatorkern nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff zwischen benachbart liegenden Breitflächen der Blechlamellen (40', 40'') teilflächig ausgebildet ist.

8. Transformatorkern nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Blechpaket (3) weisenden Blechlamellen-Stirnflächen (9', 9'') in der Ebene einer Breitfläche (8'. 8'') liegend angeordnet sind.

9. Transformatorkern nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechlamellen-Stirnflächen

(9', 9'') geschliffen sind.

10. Transformatorkern Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff ein Cyanacrylat-Klebstoff ist.

Description:

Beschreibung

Transformatorkern mit Streufeldschirmung

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft einen Transformatorkern mit einer Streufeldschirmung, der zumindest einen eine Wicklungsanordnung tragenden aus einem Blechpaket gebildeten Kernschenkel aufweist, wobei das Blechpaket durch Endlamellen abgeschlossen ist, wobei jeder Endlamelle ein Streufeldschirm zugeordnet ist, welcher geschichtete Blechlamellen aufweist, deren Schichtebenen senkrecht zu den Schichtebenen des Blechpakets des Kernschenkels angeordnet sind.

Stand der Technik

Bei elektrischen Maschinen werden Maschinenteile, wie z.B. der Rotor eines Elektromotors, der Kernschenkel eines Transformators oder einer Drossel, geblecht ausgeführt. Dadurch können Wirbelstromverluste, die durch die zeitliche änderung eines magnetischen Flusses induziert werden, gering gehalten werden. Bei einer elektrischen Maschine tritt aber auch ein sogenannter Streufluss auf, der ebenfalls im Kern Wirbelstromverluste verursacht, obwohl dieser stets viel kleiner ist als der Hauptfluss, der in den Maschinenteilen geführt ist.

Es ist ferner bekannt, dass insbesondere jene Feldlinien des Streuflusses, die in eine Breitfläche einer Endlamelle eines Kernschenkel-Blechpaketes eindringen, dort durch Induktion

magnetische Verluste verursachen, die eine ungewünschte lokale Erwärmung (in der Literatur auch als "hot spots" bezeichnet) des Kernwerkstoffes hervorrufen können. Bei einem öltransformator kann dadurch das öl auf eine unzulässig hohe Temperatur erhitzt werden, was die technische Zuverlässigkeit des Transformators beeinträchtigen kann.

Um die magnetische Verlustleistung eines Transformators oder einer Drossel zu verringern, ist schon aus der DE 1 237 677 ein Magnetschild bekannt, welches den Streufluss vom Kern eines Trafos bzw. einer Drossel abschirmt. Dieses Magnetschild besteht aus Blechlamellen, die zu einem Blechpaket geschichtet sind. Die Schlichtungsebenen der Magnetschild-Blechlamellen verlaufen senkrecht zu den Schlichtungsebenen der Kernschenkel-Blechlamellen. Das

Magnetschild ist unter Zwischenlage einer, die Magnetschild- Blechlamellen halternden massiven Trägerplatte mittels Spannkeilen bzw. Spannleisten zwischen dem Kernschenkel und der umschließenden Wicklung fest verspannt. Das Magnetschild und die Befestigung beanspruchen im Wicklungsfenster einen Einbauraum, sodass die elektrische Wicklung, die den Kernschenkel umschließt, größer dimensioniert werden muss.

Aus der DE 10 2005 008 302 Al ist ein Transformatorkern mit einer magnetischen Abschirmung in geschichtetem Aufbau bekannt. Auch hier ist zwischen der Abschirmung und dem Trafokern eine Spannvorrichtung angeordnet, was eine größere Wicklung erfordert. Die Spannvorrichtung ist wegen der Ausbildung von Wirbelströme segmentiert oder geschlitzt ausgeführt. Beide Ausführungen erfordern einen zusätzlichen Aufwand in der Fertigung.

Darstellungen der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Transformatorkern anzugeben, bei dem die Ausbildung von Wirbelströmen, die durch einen Streufluss verursacht werden, auf möglichst einfache Weise gering gehalten ist.

Diese Aufgabe wird durch einen Transformatorkern mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

Der Erfindung liegt der Grundgedanke zu Grunde, bei einem aus einem Blechpaket gebildeten Transformatorkern, die äußere Kernstufe als Streufeldschirm auszubilden, so dass der

Streufluss daran gehindert ist, flächig in eine Blechlamelle des Kernschenkels einzutreten. Der Streufeldfeldschirm ist so angeordnet, dass die Schichtungsebenen senkrecht zu den Schichtungsebenen des Kernschenkel-Belchpakets verlaufen und dass die Blechlamellen-Stirnflächen des Streufeldschirms an einer äußeren Breitfläche einer zugeordneten Endlamelle direkt aufliegen. In dieser Einbaulage kann der Streufeldschirm auf unterschiedliche Weise fixiert sein, beispielsweise durch Reibschluss oder durch StoffSchluss .

Gemäß der Erfindung erfüllt die äußere Stufe des Kerns eine Doppelfunktion: Sie nimmt einerseits den vom Luftraum eintretenden Streufluss auf, andererseits führt sie auch einen Teil des Hauptflusses. Da der Streufluss stirnseitig in die Schirmvorrichtung eintritt, ist die Ausbildung von Wirbelströmen durch die entsprechend dünn ausgebildeten Bleche stark eingeschränkt. Die magnetischen Verluste verringern sich. Die Ausbildung sog. "Heißpunkte", ist

geringer. Bei einem öltransformator erwärmt sich das öl weniger stark, was die technische Zuverlässigkeit verbessert. Die erfindungsgemäße Anordnung des Streufeldschirms ermöglicht einen kompakten Aufbau, da die Blechlamellen- Stirnflächen des Streufeldschirms unmittelbar an einer

Endlamelle des Kernschenkels anliegen. Im Wicklungsfenster entsteht für den Schirm kaum zusätzlicher Raumbedarf, so dass das Kupfervolumen der elektrischen Wicklung, die den Kernschenkel umschließt, und damit die Herstellungskosten gering gehalten werden können.

Hinsichtlich der Fertigung kann es besonders günstig sein, wenn die einzelnen Blechlamellen des Streufeldschirms durch einen Klebstoff zusammen gehalten werden. Hierfür wird bei der Fertigung zwischen benachbart liegenden Lammellen des

Streufeldschirms ein Klebstoff eingebracht. Das Auftragen des Klebstoffs kann automatisch mit an sich bekannten Dosiervorrichtungen erfolgen, was bei der Fertigung vorteilhaft ist.

Die Festlegung des Streufeldschirm-Blechpaketes kann mit Vorteil ebenfalls durch eine Metall-Klebeverbindung erfolgen. Hierfür wird bei der Fertigung ein Klebstoff auf den Blechlammellen-Stirnflächen des Streufeldschirm-Blechpaktes bzw. auf der äußeren Breitfläche einer zugeordneten

Endlammelle des Kernschenkels aufgetragen. Durch die Metall- Klebeverbindung entfallen sonst übliche, meist massiv ausgebildete Befestigungsvorrichtungen, wie beispielsweise Spannkeile oder Spannleisten.

Es empfiehlt sich die Lamellendicke des Kernschenkel- Blechpaketes und die Lamellendicke des Streufeldschirms

gleich groß zu wählen. Dadurch ist die Lagerhaltung bei der Produktion einfacher.

Ein ganz besonderer Vorteil lässt sich dadurch erreichen, indem das Blechpaket des Streufeldschirms aus dem gleichen weichmagnetischen Werkstoff wie das Blechpaket des Kernschenkels hergestellt ist. Dadurch kann Restmaterial, das bei der Herstellung eines Transformatortyps anfällt gewinnbringend für die Fertigung des Streufeldschirms verwendet werden. Dadurch verringern sich weiter die

Herstellungskosten. Zudem fällt weniger Produktionsabfall an.

Es kann günstig sein, wenn das Blechpaket des Kernschenkels aus Teilblechpaketen so zusammengesetzt ist, dass im Querschnitt gesehen die Umfangskontur in einem ersten Bereich des Blechpakets Stufen aufweist (Fig. 3), während sie in einem anderen Bereich ein Kreisbogen ist, der konzentrisch um die Kernschenkelachse verläuft. Dadurch wird der Rauminhalt des Zylinderabschnittes effizient für die Abschirmung des Streuflusses genutzt. Der Streufeldschirm benötigt kein zusätzliches Bauvolumen und folglich entsteht auch kein zusätzlicher Bedarf an Leitermaterial für die Herstellung der elektrischen Wicklung.

Ein weiter Betrag zur Kostensenkung kann dadurch erreicht werden, indem der Klebstoff jeweils nur teilflächig auf den Breitflächen der Blechlamellen des Streufeldschirms aufgetragen wird.

Hinsichtlich der Festigkeit der Klebeverbindung kann es von Vorteil sein, wenn die zur Schenkelachse zeigenden Blechlamellen-Stirnfläche in einer Ebene bündig angeordnet sind.

Es hat sich bewährt, wenn die Fügeflächen der Metall- Klebeverbindung durch mechanische oder durch chemische Oberflächen-Behandlungsverfahren entsprechend vorbehandelt sind.

Eine besonders hohe Festigkeit der Metall-Klebeverbindung kann erreicht werden, wenn die Blechlamellen-Stirnflächen eine geringe mechanische Rauhigkeit aufweisen, z.B. geschliffen sind.

Ein Klebstoff auf der Basis von Cyanacrylatsäureestern hat sich hinsichtlich der mechanischen Festigkeit und unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten als besonders günstig erwiesen.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird im nachfolgenden Teil der Beschreibung auf die Zeichnungen Bezug genommen in denen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, Einzelheiten und Weiterbildungen der Erfindung zu entnehmen sind. Es zeigt:

Figur 1 einen erfindungsgemäßen Transformator in einer räumlichen Skizze mit einem Schirmblechpaket längs des Kernschenkels;

Figur 2 eine Querschnittsdarstellung einer ersten Ausführung des Kernschenkels der Figur 1;

Figur 3 eine Querschnittsdarstellung einer zweiten Ausführung mit einem aus Teilblechpaketen stufenweise zusammengesetzten Kernschenkel

Ausführung der Erfindung

Die perspektivische Darstellung der Figur 1 zeigt in einer vereinfachten Darstellung einen an sich bekannten Dreischenkeltransformator, dessen Kern 1 geblecht ist. Der

Kern 1 besteht im Wesentlichen aus den drei Kernschenkeln 2', 2' ' , 2' ' ' , dem unteren Joch 5 und dem oberen Joch 6. Jeder der Schenkel 2' , 2' ' , 2''' trägt eine Wicklungsanordnung 13, die in Figur 1 durch eine unterbrochene Zeichnungslinie angedeutet ist.

Wie aus der räumlichen Skizze der Figur 1 ferner zu entnehmen ist, ist jeder der Schenkel 2' , 2' ' , 2''' jeweils aus einem (Kernschenkel-) Blechpaket 3 und aus zwei zusätzlichen Blechpaketen 4'und 4' 'zusammengesetzt. Wie unten näher ausgeführt, fungieren die Blechpakete 4', 4'' als Streufeldschirm. In Stapelrichtung gesehen ist das Blechpaket 3 endseitig durch Endlamellen 7' , 7 '' abgeschlossen . Das in Figur 1 vorne liegende Blechpaket 4' liegt an einer vorderen Endlamelle 7 'des Blechpakets 3 an; das rückwärts liegende

Blechpaket 4'' liegt an einer rückwärtigen Endlamelle 1'' des Blechpakets 3 an. Das Blechpaket 3 ist zur Führung des Hauptflusses des Trafos dimensioniert. Die beiden zusätzlichen Blechpakete 4 'und 4'' bilden einen Streufeldschirm, d.h. sie dienen zur Abschirmung des magnetischen Streuflusses: Sie leiten den aus dem Luftraum eintretenden Streufluss im Bereich des Schenkels 2' , 2' ' , 2''' auf sich, so dass dieser nicht flächig in eine

Endlamelle 7' bzw. 7'' (siehe Figur 2) eintreten und dort in Folge von Induktion Wirbelströme hervorrufen kann. In ihrer axialen Längserstreckung werden die Blechpakete 4' bzw. 4'' jeweils durch das untere bzw. obere Jochteil 5 bzw. 6 begrenzt, indem sie stumpf auf die in Figur 1 vertikal verlaufenden Blechlamellen des Jochs 5 bzw. 6 stoßen. Im Bereich des Stoßes ist der übergang zwischen dem Streufeldschirm 4', 4'' und dem Joch 5, 6 bündig.

Die Figur 2 zeigt eine Querschnitts-Darstellung des

Kernschenkels der Figur 1. Die mit dem Bezugszeichen 16 gekennzeichnete Verbindung zwischen dem Blechpaket 3 und dem Streufeldschirm 4', 4'' erfolgt durch eine Metall- Klebeverbindung, also durch StoffSchluss, d.h. durch atomare oder molekulare Kräfte. Die Verbindung 16 kann aber auch anders, beispielsweise als (Punkt-) Schweiß- oder Lötverbindung ausgebildet sein, sie kann aber auch durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Pressvorrichtung durch Reibschluss hergestellt sein. Die Blechlamellen 40', 40'' des Streufeldschirms 4' bzw. 4'' werden ebenfalls von einem Klebstoff zusammengehalten. Dieser ist zumindest teilflächig zwischen benachbarten Breitflächen der Lamellen 40', 40'' aufgetragen und bewirkt nicht nur die Paketierung der Bleche, sondern trägt gleichzeitig auch zur elektrischen Isolierung zwischen den Blechen bei. Insgesamt ist durch diese Konstruktion ein kompakter Aufbau von Kernschenkel-Blechpaket 3 und Streufeldschirm 4', 4'' möglich. Ein weiterer Vorteil der Klebeverbindungen ist darin zu sehen, dass dadurch Betriebsgeräusche eines Transformators verringert werden können.

Als Klebstoff geeignet sind insbesondere einkomponentige Produkte auf der Basis von Cyanacrylatsäureestern, die durch

Luftfeuchtigkeit aushärten. Insbesondere geeignet ist eine Klebstoff-Viskosität von einigen hundert mPas, insbesondere 500-700 mPas, gemessen bei 25 Grad Celsius. Diese Klebstoffe können leicht durch automatisierte Fertigungswerkzeuge bei der Herstellung des Trafokerns aufgebracht werden. Als besonders vorteilhaft hat sich in der Praxis eine Vorbehandlung der Fügeflächen gezeigt. Eine mechanische Vorbehandlung, insbesondere ein Schleifen der Blechlamellen- Stirnflächen 9', 9'' (Figur 2) des Blechpaketes 4', 4'', erhöht die Festigkeit der Klebeverbindung erheblich. Günstig ist auch, wenn die Breitfläche 8', 8' (Figur 2) einer Endlamelle 7' , 1'' z.B. durch chemische Oberflächen- Behandlungsverfahren behandelt wird. Dies kann beispielsweise durch Anodisieren dieser Anlagefläche 8', 8'' und/oder der Blechlamellen-Stirnflächen 9', 9'' erfolgen.

Wie aus der Querschnitts-Darstellung der Figur 2 leicht zu entnehmen ist, schließt jeweils eine Endlamelle 7' bzw. 1'' das Blechpaket 3 oben bzw. unten ab. Die Schichtebenen 14 dieses Blechpaket-Körpers 3 verlaufen in Figur 2 wagerecht und stehen im Wesentlichen senkrecht zu den Schichtebenen 15 des vorderen Blechpakets 4 bzw. des rückwärtigen Blechpaketes 4''. Die beiden Blechpakete 4 'und 4'' wirken bezüglich des auf die Eintrittsfläche der Endlamelle 7' bzw. 1'' gerichteten Streuflusses als "Magnetschild": sie nehmen den

Streufluss selbst auf und verhindern, dass dieser in eine der Endlamellen 7' , 7'' eintreten kann. Damit wird der Streufluss daran gehindert, in einer Blechlamelle des Blechpakets 3 Wirbelstromverluste zu verursachen. In Figur 2 ist beispielhaft eine einzige Feldlinie 11 des Streuflusses dargestellt. Das "Magnetschild" liegt unmittelbar am Blechpaket 3 an und bildet einen integralen Bestandteil des Kernschenkels .

Bei der Produktion von Leistungstransformatoren werden üblicherweise die Kernbleche aus einer Blechbahn eines hochpermeablen weichmagnetischen Werkstoffs gefertigt. üblich ist eine Blechbahn-Dicke zwischen 0,23 mm bis 0,35

Millimeter. Der Zuschnitt der einzelnen Bleche erfolgt durch Stanzen oder Schneiden. Dabei beleibt in der Blechbahn stets Restmaterial stehen. Dieses Restmaterial kann günstig für die Herstellung der Streufeldschirmung (d.h. für die Herstellung der Blechpakete 4', 4'') verwendet werden, indem das bahnförmige Restmaterial zunächst aufgewickelt, dann gepresst und letztlich im Stapel auf Form geschnitten wird. Im Ausführungsbeispiel ist die Lamellendicke D3 des Blechpakets 3 gleich groß mit der Lamellendicke D4 des Streufeldschirms 4', 4''. Das Blechpaket 3 und der Streufeldschirm 4', 4'' sind aus dem gleichen weichmagnetischen Werkstoff hergestellt .

In der Figur 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung skizziert, bei dem der Querschnitt des

Kernschenkels kreisförmig ist. Das Blechpaket 3 ist hier aus Teilblechpaketen 3', 3' ' , 3''' usw. zusammengesetzt und mit den Schirmblechpaketen 4' bzw. 4'' zu einem Schenkel- Blechpaket vereinigt. Die Umfangskontur des Blechpakets 3 verläuft im Bereich der Teilblechpakete 3' , 3' ' , 3''' stufig (siehe Stufen 18 im Bereich 17) . In jedem Zylinderabschnitt 10, der durch eine Endlamelle 7' , bzw. 7'' und durch die konzentrisch zur Schenkelachse 12 angeordnete Innenfläche der Wicklung 13 (in Figur 3 durch einen Kreis angedeutet) begrenzt ist, ist jeweils ein Streufeldschirm 4 'bzw. 4'' zur Abschirmung des Streuflusses angeordnet. Die Schichtungsebenen im Blechpaket 3 und im Streufeldschirm 4'bzw. 4'' stehen auch in Figur 3 aufeinander senkrecht.

Jedes Blechpaket 4 'und 4'' liegt erfindungsgemäß jeweils mit den Stirnflächen 9' bzw. 9'' der Lamellen 40'bzw. 40'' an einer äußeren Breitfläche 8' bzw. 8'' an. Dadurch ist es möglich, dass der vom Luftraum eintretende Streufluss 11 vom "Magnetschild" 4', 4'' weitgehend aufgenommen und von diesem in axialer Richtung 12 eines Kernschenkels 2' , 2' ' , 2''' geführt werden kann ohne dass nennenswerte Wirbelströme und damit eine entsprechende Erwärmung im Blechpaket 3 hervorgerufen wird.

Der Vorteil der erfindungsgemäßen Konstruktion ist insbesondere darin sehen, dass der Streufeldschirm 4' bzw. 4'' integraler Bestandteil des Kerns des Transformators 1 ist. Durch die Klebeverbindung entfallen die im Stand der Technik bekannten, meist massiv ausgebildeten

Befestigungsvorrichtungen für das "Magnetschild". Dies ist aus der Querschnittsdarstellung der Figur 3 gut zu entnehmen: die Belchlamellenpakete 4' bzw. 4'' liegen direkt an den jeweiligen Endlamellen 7'bzw 7'' des (Kernschenkel- ) Blechpaketes 3 an . Da keine Spannleisten oder Spannkeile im Wicklungsfenster vorhanden sind, wird kein zusätzlicher Raum beansprucht. Die elektrische Wicklung 13 muss daher nicht größer dimensioniert werden.

Wie im Ausführungsbeispiel der Figur 1 skizziert, schließt der Streufeldschirm 4', 4'' an der Stoßstelle zum unteren Joch 4 bzw. zum oberen Joch 5 nahtlos an. Entsprechendes gilt für das in Figur 3 skizzierte zweite Ausführungsbeispiel. In beiden Fällen führt der Streufeldschirm 4', 4'' auch einen Teil des Hauptflusses, das heißt er erfüllt eine zweifache Funktion, nämlich die der Führung des Hauptflusses und die der Schirmung des Streuflusses.

Da die einzelnen Lamellen 40', 40'' des Blechpaketes 4', 4'' durch Klebstoff zusammengehalten werden, entfallen auch Befestigungsvorrichtungen für diese Bleche, d.h. es gibt keine massiven Trägerplatten, die ungünstig hinsichtlich der Ausbildung von Wirbelströmen sind und auch aufwendig in der Herstellung sind.

Ein weiter Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, dass die Emission von Betriebsgeräuschen durch den elastischen Materialschluss der Klebeverbindungen geringer ist .

Aus der Figur 3 wird ein weiter Vorteil des dargestellten Ausführungsbeispiels ersichtlich: wenn die in radialer Richtung gesehene Erstreckung der einzelnen Lamellen 40',

40'' des Blechpaketes 4' bzw. 4'' an die Umfangskontur 19 der Wicklung 13 (Kreisbogen) angeglichen ist, kann der durch den Zylinderabschnitt 10 vorgegebene Rauminhalt im Wicklungsfenster sehr effizient zur Führung des magnetischen Fluss genützt werden.

Selbstverständlich kann die Breite der einzelnen Blechlamellen 40' bzw. 40'' eines Streufeldschirm- Blechpaketes 4 'bzw. 4'' aber auch gleich groß sein oder stufig ausgebildet sein (in Figur 3 nicht dargestellt) .

Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf eine bestimmte Bauform eines Transformators oder eines Drosselkerns eingeschränkt ist.

Zusammenstellung der verwendeten Bezugszeichen

I Transformatorkern 2 ' , 2 ' ' , 2 ' Kernschenkel

3 (Kernschenkel-) Blechpaket

4 ' , 4 ' Streufeldschirm

5 unteres Joch

6 oberes Joch 7' , 7' ' Endlamelle

8', 8' äußere Breitfläche von 7 'bzw. 7'' 9', 9'' Blechlamellen-Stirnfläche 10 Zylinderabschnitt

II Feldlinie (Streufluss) 12 Schenkelachse

13 Wicklungsanordnung

14 Schichtebene von 3

15 Schichtebene von 4

16 Stoffschlüssige Verbindung 17 Bereich Umfangskontur von 3

18 Stufe

19 Bereich Umfangskontur von 4', 4''

40', 40'' Blechlammellen des Streufeldschirms 4', 4

D3 Lamellendicke von 3

D4 Lamellendicke von 4', 4''