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Patent Searching and Data


Title:
TRANSFORMER CORE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/039003
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a transformer core (200), among other things. According to the invention, adjacent plate edges are connected to one another by means of cold gas spraying using a material that can be magnetized. As a result, the magnetic flow can remain within the transformer plate without having to change to a neighboring transformer plate. Planar electrical eddy currents in the transformer plates can also be avoided and the electrical losses and the core noises can be reduced during operation of the transformer. By using a cold gas spraying method, bonding material can be formed on the basis of nanocrystalline or amorphous materials, for example. There is preferably one electrically isolating insert (300) provided between each of the two transformer plates after connecting the two plate edges of one of the transformer plates and before connecting the two plate edges of the next overlying transformer plate. According to the invention, the cold gas spray stream is thus prevented from hitting the underlying transformer plate when connecting the two plate edges of the overlying transformer plate.

Inventors:
ERTL, Michael (Glatzensteinstraße 3, Neunkirchen am Sand, 91233, DE)
HAMMER, Thomas (Am Holzacker 57, Schwabach, 91126, DE)
HEINRICHSDORFF, Frank (Keplerstr. 12a, Mahlow, 15831, DE)
JENSEN, Jens Dahl (Kirschenallee 7, Berlin, 14050, DE)
KRÜGER, Ursus (Krampnitzer Weg 11, Berlin, 14089, DE)
LÜTHEN, Volkmar (Neue Strasse 1, Berlin, 14163, DE)
STIER, Oliver (Zimmermannstraße 29, Berlin, 12163, DE)
Application Number:
EP2010/062399
Publication Date:
April 07, 2011
Filing Date:
August 25, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
ERTL, Michael (Glatzensteinstraße 3, Neunkirchen am Sand, 91233, DE)
HAMMER, Thomas (Am Holzacker 57, Schwabach, 91126, DE)
HEINRICHSDORFF, Frank (Keplerstr. 12a, Mahlow, 15831, DE)
JENSEN, Jens Dahl (Kirschenallee 7, Berlin, 14050, DE)
KRÜGER, Ursus (Krampnitzer Weg 11, Berlin, 14089, DE)
LÜTHEN, Volkmar (Neue Strasse 1, Berlin, 14163, DE)
STIER, Oliver (Zimmermannstraße 29, Berlin, 12163, DE)
International Classes:
H01F3/02; H01F27/245; H01F41/02
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Herstellen eines Transformatorkerns (200), bei dem der Transformatorkern mit Transformatorblechen (20, 30, 40, 50, 350, 360) gebildet wird,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

aneinander angrenzende Blechkanten (21, 22, 31, 32, 41, 42, 51, 52) der Transformatorbleche mittels Kaltgasspritzen mit einem magnetisierbaren Material miteinander verbunden werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

als Transformatorkern ein Stapelkern gebildet wird, indem die Transformatorbleche (350, 360) aufeinander gestapelt werden, wobei aneinander angrenzende Blechkanten der gestapelten

Transformatorbleche mittels Kaltgasspritzen mit dem magneti¬ sierbaren Material miteinander verbunden werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

als Transformatorkern ein Wickelkern gebildet wird, indem beim Herstellen des Transformatorkerns (200) zumindest ein Transformatorblech (20, 30, 40, 50) umgebogen wird, wobei nach dem Umbiegen des zumindest einen Transformatorbleches aneinander angrenzende Blechkanten (21, 22, 31, 32, 41, 42, 51, 52) des jeweiligen Transformatorbleches mittels Kaltgas¬ spritzen mit dem magnetisierbaren Material miteinander verbunden werden. 4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

beim Kaltgasspritzen ein Pulverstrahl mit eisenhaltigem Pulver auf die Schnittstelle zwischen den aneinander angrenzenden Blechkanten gerichtet wird und das eisenhaltige Pulver beim Auftreffen auf den Blechkanten eine die Blechkanten verbindende eisenhaltige Materialnaht bildet.

5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

ein Pulverstrahl mit Pulverteilchen aus nanokristallinem oder amorphem Material auf die Schnittstelle gerichtet wird.

6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

nach dem Verbinden der zwei Blechkanten eines der Transformatorbleche und vor dem Verbinden der zwei Blechkanten des nächsten darüber liegenden Transformatorblechs zwischen den beiden Transformatorblechen jeweils eine elektrisch isolie- rende Einlage (300) vorgesehen wird, die verhindert, dass der Kaltgasspritzstrahl beim Verbinden der zwei Blechkanten des darüber liegenden Transformatorblechs auf das darunter lie¬ genden Transformatorblech trifft. 7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

ein Pulverstrahl mit eisen- und siliziumhaltigem Pulver auf die Schnittstelle gerichtet wird, wobei der Siliziumgehalt kleiner als 10% ist.

8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

ein Pulverstrahl mit nanokristallinem Pulver mit einer Fe-Si- B-Nb-Cu-haltigen Legierung auf die Schnittstelle gerichtet wird.

9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass ein Pulverstrahl mit nanokristallinem Pulver mit einer Fe-B- Cu-haltigen Legierung und/oder mit einer (Fe, Co) -B-Cu-halti- gen Legierung auf die Schnittstelle gerichtet wird. 10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

ein Pulverstrahl mit nanokristallinem oder amorphem Pulver mit phosphorhaltigem Eisen oder mit einer phosphorhaltigen Eisenlegierung auf die Schnittstelle gerichtet wird.

11. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Transformatorbleche nach dem Verbinden der aneinander angrenzenden Blechkanten im Querschnitt eine geschlossene Kon- tur bilden.

12. Transformatorkern (200) mit Transformatorblechen (20, 30, 40, 50),

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

aneinander angrenzende Blechkanten (21, 22, 31, 32, 41, 42, 51, 52) zumindest eines der Transformatorbleche mit einem magnetisierbaren Material miteinander verbunden sind.

Description:
Beschreibung

Transformatorkern Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Wie beispielsweise in der Druckschrift "Leistungstransforma ¬ toren 10 bis 100 MVA - der Garant für höchste Qualität und Zuverlässigkeit" der Siemens AG beschrieben ist, werden

Transformatorkerne üblicherweise mit Transformatorblechen ge ¬ bildet. Konstruktionsbedingt lässt sich in der Regel nicht erreichen, dass die Blechkanten der Transformatorbleche tat ¬ sächlich auf Stoß liegen, vielmehr bleiben die Blechkanten meist durch einen kleinen Luftspalt voneinander getrennt. Dieser Luftspalt erhöht den magnetischen Widerstand der

Transformatorbleche und damit den magnetischen Widerstand des resultierenden Transformatorkerns . Um den Einfluss der Luftspalte zu reduzieren, wird - wie sich der oben genannten Druckschrift ebenfalls entnehmen lässt - bekanntermaßen die so genannte Step-Lap-Schichtung der Transformatorbleche eingesetzt. Bei der Step-Lap-Schichtung werden die Transformatorbleche derart zueinander angeordnet, dass die Luftspalte zwischen den Blechkanten nicht unmittelbar übereinander liegen, sondern versetzt zueinander sind. Durch den Versatz der Luftspalte kann der magnetische Fluss in den Transformatorblechen auf ein unmittelbar benachbartes Transformatorblech, also beispielsweise ein darüber oder darunter befindliches Transformatorblech, ausweichen, wenn er auf einen Luftspalt trifft und so ein unmittelbares Passieren des Luftspaltes vermeiden. Der resultierende magnetische Wider ¬ stand wird dadurch, im Vergleich zu übereinander liegenden Luftspalten, reduziert. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen eines Transformatorkernes anzugeben, mit dem sich noch bessere Eigenschaften des resultierenden Transformator- kernes und damit noch bessere Eigenschaften des jeweiligen Transformators erreichen lassen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in Unteransprüchen angegeben.

Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass bei der Kernfertigung aneinander angrenzende Blechkanten der Transformator- bleche mittels Kaltgasspritzen mit einem magnetisierbaren Material miteinander verbunden werden.

Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen, dass der magnetische Fluss innerhalb eines jeden Transformatorblechs verbleiben kann, ohne auf ein be ¬ nachbartes Transformatorblech wechseln zu müssen, weil zwischen aneinander angrenzenden Blechkanten kein Luftspalt mehr vorhanden ist; denn erfindungsgemäß werden die aneinander angrenzenden Blechkanten mittels Kaltgasspritzen mit einem mag- netisierbaren Material verbunden und so der noch vorhandene Luftspalt gefüllt. Da der magnetische Fluss in seinem jewei ¬ ligen Transformatorblech verbleiben kann und demgemäß keine senkrecht zum Transformatorblech stehende Flusskomponente (Normalkomponente) auftritt, werden planare elektrische Wir- beiströme in den Transformatorblechen vermieden und die elektrischen Verluste insgesamt reduziert. Auch werden die Kerngeräusche während des Betriebes des Transformators redu ¬ ziert, da Magnetkräfte zwischen den Transformatorblechen aufgrund des Wegfalls der Normalkomponente reduziert sind. Auch werden Ummagnetisierungsverluste und Magnetostriktion auf ¬ grund eines erhöhten magnetischen Flusses vermieden, wie er bei vorbekannten Transformatorkernen im Bereich der Luftspalte durch Flussumlenkung in benachbarte Transformatorble- che auftreten kann; dies ermöglicht es, die Transformatoren höher zu belasten oder bei vorgegebener Nenninduktion kompakter auszuführen.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Verfahrens besteht in dem erfindungsgemäßen Einsatz eines Kaltgasspritzverfahrens . Das Kaltgasspritzverfahren ermöglicht es in sehr einfacher und kostengünstiger Weise, den Spaltbereich zwischen den Blechkanten zu füllen. Darüber hinaus kann mit dem Kaltgas- spritzverfahren Verbindungsmaterial mit besonders guten mag- netischen Eigenschaften hergestellt werden, die sich mit anderen Verfahren, beispielsweise Schweißen, Kleben, Löten oder dergleichen nicht ansatzweise erreichen lassen. So können die Luftspalte beispielsweise mit Verbindungsmaterial geschlossen werden, das bei einem magnetischen Fluss über einem Tesla re- lative Permeabilitätszahlen im Bereich zwischen 10 3 und 10 6 erreicht. Beispielsweise kann Verbindungsmaterial auf der Ba ¬ sis von Kristallen, Nanoteilchen oder nanokristallinen Stoffen gebildet werden. Auch lassen sich beim Kaltgasspritzen thermische Belastungen der Transformatorbleche, beispiels- weise in Form von mechanischen Spannungen durch thermische Materialausdehnung, vermeiden oder zumindest gering halten.

Mit dem beschriebenen Verfahren lassen sich als Transformatorkerne beispielsweise Stapelkerne, Schnittbandkerne oder Wickelkerne für Stapelkerntransformatoren, Schnittbandkerntransformatoren bzw. Wickelkerntransformatoren bilden.

Wird als Transformatorkern ein Stapelkern gebildet, indem Transformatorbleche aufeinander gestapelt werden, so wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die aneinander angrenzenden Blechkanten der gestapelten Transformatorbleche mittels Kalt ¬ gasspritzen mit einem magnetisierbaren Material miteinander verbunden werden.

Wird als Transformatorkern ein Wickelkern gebildet, indem zumindest ein Transformatorblech umgebogen wird, so wird es als vorteilhaft angesehen, wenn nach dem Umbiegen des zumindest einen Transformatorbleches aneinander angrenzende Blechkanten des jeweiligen Transformatorbleches mittels Kaltgasspritzen mit einem magnetisierbaren Material miteinander verbunden werden .

Vorzugsweise wird zum Kaltgasspritzen, welches auch als kine- tisches Spritzen bezeichnet wird, eine Kaltgasspritzanlage verwendet, die eine Gasheizeinrichtung zum Erhitzen eines Gases aufweist. An die Gasheizeinrichtung wird eine Stagna ¬ tionskammer angeschlossen, die ausgangsseitig mit einer konvergent-divergenten Düse, vorzugsweise einer Lavaldüse ver- bunden wird. Konvergent-divergente Düsen weisen einen zusam ¬ menlaufenden Teilabschnitt sowie einen sich aufweitenden Teilabschnitt auf, die durch einen Düsenhals verbunden sind. Die konvergent-divergente Düse erzeugt ausgangsseitig einen Pulverstrahl in Form eines Gasstroms mit darin befindlichen Partikeln mit hoher Geschwindigkeit, so dass die kinetische Energie der Partikel ausreicht, damit diese auf der zu be ¬ schichtenden Oberfläche haften bleiben. Mit einer Kaltgasspritzanlage der beschriebenen Art lässt sich in besonders einfacher Weise magnetisierbares Material auftragen, um die Blechkanten zu verbinden.

Besonders einfach und damit vorteilhaft lässt sich das Ver ¬ fahren durchführen, wenn beim Kaltgasspritzen ein Pulverstrahl mit Pulver aus weichmagnetischem Material auf die Schnittstelle zwischen den aneinander angrenzenden Blechkanten gerichtet wird und das Pulver beim Auftreffen auf den Blechkanten eine die Blechkanten verbindende weichmagnetische Materialnaht bildet. Bevorzugt wird ein Pulverstrahl mit eisenhaltigem Pulver auf die aneinander angrenzenden Blechkanten gerichtet und es wird eine eisenhaltige Materialnaht bzw. Verbindungsnaht gebildet.

Besonders gute Verbindungen lassen sich erreichen, wenn ein Pulverstrahl mit Pulverteilchen aus nanokristallinem Material, vorzugsweise mit einer Kristallkorngröße < 100 nm, oder aus amorphem Material auf die Schnittstelle gerichtet wird. Bevorzugt haben die Pulverteilchen eine Partikelgröße zwi ¬ schen 10 ym und 40 ym und eine Korngröße kleiner als 15 nm.

Nach dem Verbinden der zwei Blechkanten eines der Transformatorbleche und vor dem Verbinden der zwei Blechkanten des nächsten darüber liegenden Transformatorblechs wird zwischen den beiden Transformatorblechen vorzugsweise eine elektrisch isolierende Einlage eingefügt. Eine solche Einlage kann bei ¬ spielsweise verhindern, dass der Kaltgasspritzstrahl beim Verbinden der zwei Blechkanten des darüber liegenden Transformatorblechs auf das darunter liegende Transformatorblech treffen und/oder die elektrische Isolation zwischen den

Transformatorblechen zerstören kann.

Mit Blick auf die magnetischen Eigenschaften der Verbindung wird es als vorteilhaft angesehen, wenn ein Pulverstrahl mit eisen- und siliziumhaltigem Pulver auf die Schnittstelle ge- richtet wird. Vorzugsweise ist der Siliziumgehalt kleiner als 10%.

Auch können zum Verbinden der Blechkanten phosphorhaltiges Eisen oder eine oder mehrere phosphorhaltige Eisenlegierun- gen, beispielsweise in Form amorpher Legierungen, eingesetzt werden, beispielsweise amorphes Fe-P-Material mit einem Phos ¬ phoranteil zwischen 5% und 15%, vorzugsweise mit einem Phos ¬ phoranteil von ca. 10 %.

Zum Herstellen einer Verbindungsnaht zwischen den Blechkanten kann beispielsweise ein Pulverstrahl mit Pulver aus Dynamo ¬ blechmaterial verwendet werden; beispielsweise wird ein Pul ¬ vermaterial verwendet, das mit dem Blechmaterial der zu ver- bindenden Transformatorbleche identisch ist.

Besonders gut zu verarbeiten sind jedoch Fe-Si-B-Nb-Cu-hal- tige, Fe-B-Cu-haltige und (Fe, Co) -B-Cu-haltige Legierungen, so dass es als besonders vorteilhaft angesehen wird, wenn ein Pulverstrahl mit nanokristallinem Pulver, das eine oder mehrere der genannten Legierungen zumindest auch aufweist, auf die Schnittstelle gerichtet wird. Diese Materialien reduzie ¬ ren besonders effizient die Magnetostriktion. Die Transformatorbleche bilden nach dem Verbinden der aneinander angrenzenden Blechkanten im Querschnitt vorzugsweise eine in sich geschlossene Kontur, beispielsweise eine ring ¬ förmige Kontur. Die in sich geschlossene Kontur kann bei ¬ spielsweise im Querschnitt oval, kreisförmig, rund, quadra- tisch, rechteckig oder mehreckig sein. Falls im Querschnitt Ecken vorhanden sind, sind diese vorzugsweise abgerundet.

Die Erfindung bezieht sich außerdem auf einen Transformatorkern mit umgebogenen Transformatorblechen. Erfindungsgemäß ist diesbezüglich vorgesehen, dass aneinander angrenzende

Blechkanten zumindest eines der umgebogenen Transformatorble ¬ che mit einem magnetisierbaren Material miteinander verbunden sind . Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie ¬ len näher erläutert. Dabei zeigen beispielhaft

Figuren 1-10 anhand von Schnittbildern ein erstes

Ausführungsbeispiel für ein Verfahren zum Herstellen eines Transformatorkernes,

Figur 11 anhand eines anderen Querschnitts ein zweites

Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Herstellen eines Transformatorkerns und

Figur 12 ein drittes Ausführungsbeispiel für ein erfin ¬ dungsgemäßes Verfahren, bei dem Transformator- bleche eines Stapelkerns mittels Kaltgassprit ¬ zen miteinander verbunden werden.

Der Übersicht halber werden in den Figuren für identische oder vergleichbare Komponenten stets dieselben Bezugszeichen verwendet.

In der Figur 1 erkennt man einen Blechstapel 10, der durch eine Vielzahl an Transformatorblechen gebildet ist, von denen in der Figur 1 beispielhaft vier dargestellt und mit den Be- zugszeichen 20, 30, 40 und 50 gekennzeichnet sind. Die Trans ¬ formatorbleche bestehen beispielsweise aus einer Silizium- Eisen-Legierung mit weichmagnetischen Eigenschaften, also beispielsweise aus sogenanntem Dynamoblechmaterial. Die Dicke der Transformatorbleche liegt beispielsweise im Be ¬ reich zwischen 200 und 600 ym. Um eine elektrische Isolation zwischen den Transformatorblechen zu erreichen, sind diese vorzugsweise mit dünnen elektrischen Isolationsschichten versehen, die beispielsweise eine Dicke im Bereich zwischen 1 und 5 ym aufweisen können. Die elektrischen Isolationsschichten sind aus Gründen der Übersicht in der Figur 1 nicht wei ¬ ter dargestellt. In der Figur 2 erkennt man den Blechstapel 10, nachdem die

Transformatorbleche 20, 30, 40 und 50 jeweils zweimal umgebo ¬ gen worden sind. Die Biegestellen sind in der Figur 2 mit den Bezugszeichen 60 und 70 gekennzeichnet. Außerdem erkennt man in der Figur 2 zwei Spulen 80 und 90, die auf den Blechstapel 10 aufgeschoben worden sind. Das Auf ¬ schieben der Spulen 80 und 90 auf den Blechstapel 10 kann vor oder nach dem Umbiegen des Blechstapels erfolgen. Die Figur 3 zeigt den Blechstapel 10, nachdem das oberste

Transformatorblech 20 gemäß Figur 1 zwei weitere Male umgebo ¬ gen worden ist. Die Biegestellen sind mit den Bezugszeichen 100 und 110 gekennzeichnet. In der Figur 3 lässt sich darüber hinaus erkennen, dass zwischen den aneinander angrenzenden bzw. einander gegenüberliegenden Blechkanten 21 und 22 des Transformatorblechs 20 ein Luftspalt 23 verblieben ist. Der Luftspalt 23 entsteht auf ¬ grund von Herstellungstoleranzen beim Umbiegen der Transfor- matorbleche und lässt sich technisch bedingt niemals ganz vermeiden .

In der Figur 4 ist der Blechstapel 10 gezeigt, nachdem der Luftspalt 23 zwischen den Blechkanten 21 und 22 mittels eines Kaltgasspritzverfahrens geschlossen worden ist. Mit dem Kalt ¬ gasspritzen wird zwischen den Blechkanten 21 und 22 eine Materialnaht bzw. Verbindungsnaht 24 gebildet, die die - im Querschnitt gesehen - vorher offene Kontur des Transformatorbleches 20 schließt und eine geschlossene Kontur 25 erzeugt. Durch das Verbinden der beiden Blechkanten 21 und 22 ist es somit möglich, dass ein magnetischer Fluss entlang der geschlossenen Kontur 25 durch das Transformatorblech 20 fließt, ohne dabei einen Luftspalt überwinden zu müssen. Die Verbindungsnaht 24 reduziert somit den magnetischen Widerstand des Transformatorbleches 20 für einen magnetischen Fluss, der entlang der geschlossenen Kontur 25 durch das Transformatorblech 20 fließt.

Nachdem die Verbindungsnaht 24 mittels Kaltgasspritzen zwischen den Blechkanten 21 und 22 gebildet worden ist, wird das Transformatorblech 30 ebenfalls entlang der Biegestellen 100 und 110 umgebogen, so dass sich die in der Figur 5 darge- stellte Struktur - im Querschnitt gesehen - ergibt. Auch hier lässt sich erkennen, dass nach dem Umbiegen zwischen den aneinander angrenzenden bzw. einander gegenüberliegenden Blechkanten 31 und 32 des Transformatorbleches 30 ein Luftspalt verbleibt, der in der Figur 5 mit dem Bezugszeichen 33 ge- kennzeichnet ist. Im Querschnitt gesehen bildet das Transfor ¬ matorblech 30 nach dem Umbiegen also eine offene Kontur, die in der Figur 5 mit dem Bezugszeichen 34 gekennzeichnet ist.

Um die offene Kontur 34 zu schließen, werden die beiden

Blechkanten 31 und 32 mittels Kaltgasspritzen eines magneti- sierbaren Materials unter Bildung einer Verbindungsnaht 35 miteinander verbunden; dies zeigt beispielhaft die Figur 6. Die nun im Querschnitt gesehen geschlossene Kontur des Trans ¬ formatorbleches 30 ist in der Figur 6 mit dem Bezugszeichen 36 bezeichnet.

In der Figur 7 ist gezeigt, wie das dritte Transformatorblech 40 umgebogen worden ist. Auch hier ist zwischen den aneinander grenzenden Blechkanten 41 und 42 zunächst ein Luftspalt vorhanden, der mit dem Bezugszeichen 43 gekennzeichnet ist. Der Luftspalt 43 wird auch hier mittels Kaltgasspritzen eines magnetisierbaren Materials geschlossen. Die dabei gebildete Verbindungsnaht ist in der Figur 8 mit dem Bezugszeichen 44 gekennzeichnet.

In entsprechender Weise wird auch das vierte Transformatorblech 50 umgebogen und der zwischen den Blechkanten 51 und 52 verbleibende Luftspalt 53 mittels einer Verbindungsnaht 54 geschlossen. Dies ist beispielhaft in den Figuren 9 und 10 dargestellt. Die Figur 10 zeigt dabei auch den mittels Kalt ¬ gasspritzen fertiggestellten Transformatorkern, der mit dem Bezugszeichen 200 gekennzeichnet ist. Man erkennt, dass die Verbindungsnähte 24, 35, 44 und 54 vorzugsweise nicht unmit- telbar übereinander liegen, sondern vorzugsweise zueinander seitlich versetzt sind.

Anhand der Figur 11 wird nun ein weiteres Ausführungsbeispiel zum Herstellen eines Transformatorkerns gezeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird im Bereich der zwischen den Blechkanten der Transformatorbleche 20, 30, 40 und 50 nach dem Um ¬ biegen verbleibenden Luftspalte 23, 33, 43 und 53 zunächst jeweils eine elektrisch isolierende Einlage 300 angeordnet; die Einlage 300 kann vor, während oder auch nach dem Umbiegen der Bleche im Bereich der späteren bzw. bereits vorhandenen Luftspalte positioniert werden. Nachfolgend wird der jewei ¬ lige Luftspalt mit einem magnetisierbaren Material im Rahmen eines Kaltgasspritzvorganges geschlossen. Durch das Einbrin ¬ gen der elektrisch isolierenden Einlage 300 wird vermieden, dass beim Kaltgasspritzen des magnetisierbaren Materials, d. h. also beim Herstellen der Verbindungsnähte 24, 35, 44 und 54, das jeweils darunter befindliche Transformatorblech beschädigt wird. Wie bereits erwähnt, sind die Transformator ¬ bleche 20 bis 50 vorzugsweise mit einer dünnen elektrischen Isolationsschicht versehen, um eine elektrische Isolierung zwischen den Transformatorblechen zu erreichen. Eben diese elektrische Isolationsschicht könnte während des Kaltgas- spritzens in Mitleidenschaft gezogen werden, was jedoch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 11 durch das vor dem je ¬ weiligen Kaltgasspritzschritt vorgesehene Einbringen der elektrisch isolierenden Einlage 300 verhindert wird.

Auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 11 liegen die Verbindungsnähte 24, 35, 44 und 54 vorzugsweise nicht unmit ¬ telbar übereinander, sondern sind vorzugsweise zueinander seitlich versetzt. Ein solcher Versatz ist jedoch nicht zwingend nötig. In der Figur 12 ist ein Ausführungsbeispiel zum Herstellen eines Stapelkernes für einen Stapelkerntransformator gezeigt. Der Stapelkern wird durch ein Aufeinanderstapeln nicht gebogener bzw. ungebogener Transformatorbleche gebildet, von de ¬ nen in der Figur 12 aus Gründen der Übersicht nur zwei ge- zeigt und mit den Bezugszeichen 350 und 360 gekennzeichnet sind. Es lässt sich erkennen, dass die aneinander angrenzenden Blechkanten der gestapelten Transformatorbleche 350 und 360 schräg in einem Winkel von 45° verlaufen, so dass zwi ¬ schen den Kanten ein Luftspalt 370 verbleibt, der ebenfalls mit einem Winkel von 45° in der Figur 12 schräg nach oben verläuft. Die Luftspalte 370 sind jeweils mit einem magneti- sierbaren Material 380 im Rahmen eines Kaltgasspritzvorganges geschlossen, wie dies oben im Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 11 bereits beispielhaft erläutert worden ist. Um eine Be- Schädigung der Transformatorbleche bzw. der darauf befindli ¬ chen Isolation zu vermeiden, können zusätzlich Einlagen eingesetzt werden, wie sie beispielhaft in der Figur 11 gezeigt sind .