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Title:
TRANSLUCENT PLATEN COMPOSITE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/140474
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a translucent platen composite, comprising at least one first main panel (1), a second main panel (2) translucent at least in sections, at least one light source (5) arranged on at least one edge surface (6) of the platen composite. The first main panel (1) and the second main panel (2) are arranged one behind the other, and the main surfaces (4) thereof are substantially parallel to one another. The first main panel (1) at least partially channels the light radiated by the light source (5) at the edge surface (6) across the main surfaces (4) thereof, at least in sections. It is therefore the object of the invention to avoid the disadvantages described, and to improve the opacity of the platen composite when the light source is switched on. This is achieved in that the second main panel (2) has an optical interference layer (14).

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Inventors:
CZAPKA, Linda (Heiligenstädter Strasse 145/15/10, 1190 WIEN, 1190, AT)
Application Number:
AT2019/060017
Publication Date:
July 25, 2019
Filing Date:
January 18, 2019
Export Citation:
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Assignee:
CZAPKA, Linda (Heiligenstädter Strasse 145/15/10, 1190 WIEN, 1190, AT)
International Classes:
E06B9/24; F21V8/00
Domestic Patent References:
WO2016185990A12016-11-24
Foreign References:
KR20130037600A2013-04-16
US9423665B22016-08-23
KR20180001856A2018-01-05
US20170108638A12017-04-20
Attorney, Agent or Firm:
BABELUK, Michael (Florianigasse 26/3, 1080 WIEN, 1080, AT)
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Claims:
P A T E N T A N S P R Ü C H E

1. Durchscheinender Plattenverbund mit zumindest einer ersten Haupttafel (1), einer zumindest abschnittsweise transparenten zweiten Haupttafel (2), zu- mindest einer Lichtquelle (5), welche an zumindest einer Kantenfläche (6) des Plattenverbundes angeordnet ist, wobei die erste Haupttafel (1) und die zweite Haupttafel (2) hintereinander angeordnet sind und ihre Hauptflächen (4) im Wesentlichen parallel zueinander stehen, und die erste Haupttafel (1) zumindest abschnittsweise das von der Lichtquelle (5) an der Kantenfläche (6) eingestrahlte Licht über dessen Hauptflächen (4) zumindest teilweise aus- leitet, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Haupttafel (2) zumindest eine optische Interferenzschicht (14) aufweist.

2. Durchscheinender Plattenverbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Interferenzschicht (14) auf der der ersten Haupttafel (1) zugewandten Seite der zweiten Haupttafel (2) angeordnet ist.

3. Durchscheinender Plattenverbund nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Interferenzschicht (14) als auf die zweite Haupttafel (2) aufgedampfte Metallschicht, vorzugsweise Goldschicht ausge- führt ist.

4. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Interferenzschicht (14) für zu- mindest eine Wellenlänge des von der Lichtquelle (5) in die erste Haupttafel (1) induzierten Lichtes reflektierend oder interferierend ausgeführt ist.

5. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Interferenzschicht (14) für zu- mindest 50% des von der Lichtquelle (5) in die erste Haupttafel (1) induzier- ten Lichtes reflektierend oder interferierend ausgeführt ist.

6. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine zumindest abschnittsweise transparente dritte Haupttafel (3) an der der zweiten Haupttafel (2) gegenüberliegenden Seite der ersten Haupttafel (1) angeordnet ist, welche vorzugsweise eine wei- tere optische Interferenzschicht aufweist.

7. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Haupttafel (1) im Bereich einer Kan- tenfläche (6) in einer Aufhängung eines Halterahmens (8) aufgehängt ist.

8. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Haupttafel (1) an zumindest einer unteren Seite über zumindest einen Dämpfer auf dem Halterahmen (8) gela- gert ist.

9. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (5) magnetisch an der ersten Haltetafel (1) oder an dem Halterahmen (8) befestigt ist.

10. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Kühlelement (10) an der Licht- quelle (5) angeordnet ist.

11. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (5) in dem Halterahmen (8) angeordnet ist und zumindest ein Verbindungsraum (7, 9) zwischen Halte- rahmen (8) und Lichtquelle (5) mit einem thermisch leitenden Fluid, vorzugs- weise Helium, gefüllt ist.

12. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Spektrum der Lichtquelle (5) stufenlos schaltbar ausgeführt ist.

13. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die zweite Hauptplatte (2) aus Mi- neralglas gefertigt ist.

14. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Haupttafel von der ersten Hauptta- fel beabstandet angeordnet ist.

15. Durchscheinender Plattenverbund nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Interferenzschicht (14) als zumindest eine elektrisch veränderbare Smart Glass-Schicht ausgeführt ist, deren Lichttrans- missionseigenschaften bei Anlegen einer Spannung reversibel veränderbar ist.

Description:
Durchscheinender Plattenverbund

Die Erfindung betrifft einen durchscheinenden Plattenverbund mit zumindest einer ersten Haupttafel, einer zumindest abschnittsweise transparenten zweiten Haupt- tafel, zumindest einer Lichtquelle, welche an zumindest einer Kantenfläche des Plattenverbundes angeordnet ist, wobei die erste Haupttafel und die zweite Haupt- tafel hintereinander angeordnet sind und ihre Hauptflächen im Wesentlichen paral- lel zueinander stehen, und die erste Haupttafel zumindest abschnittsweise das von der Lichtquelle an der Kantenfläche eingestrahlte Licht über dessen Hauptflächen zumindest teilweise ausleitet.

Solche bekannten Plattenverbunde werden hauptsächlich dazu verwendet, um transparente Oberflächen im Bedarfsfall zumindest abschnittsweise in einen opa- ken Zustand zu bringen, indem die Lichtquelle eingeschalten wird. Dadurch wird eine an sich durchsichtige Oberfläche opak und ein Hindurchsehen ist nicht mehr möglich. Dabei ist einerseits die möglichst hohe Transparenz bei ausgeschalteter Lichtquelle und eine möglichst hohe Intransparenz oder Opazität bei eingeschalte- ten Licht wünschenswert. Oft ist die Opazität aber unvollkommen, wodurch der Plattenverbund für Benutzer trotz eingeschalteter Lichtquelle zumindest Umrisse durch den Plattenverbund erkennbar bleiben. Dabei kann es besonders vorteilhaft sein, wenn eine Durchsicht nur in eine Richtung unmöglich gemacht wird, während die Durchsicht in die andere Richtung noch zumindest beschränkt möglich ist.

Zusätzlich dienen diese Plattenverbunde noch der Beleuchtung der Umgebung bei eingeschaltener Lichtquelle. Dabei kann es besonders vorteilhaft sein, wenn zu- mindest der überwiegende Teil des Lichtes nur an einer der Hauptflächen austritt, beispielsweise bei der Verwendung als Fenster. So kann die Lichtverschmutzung des Außenbereichs vermindert und die Lichtmenge im Innenraum vergrößert wer- den.

Aufgabe der Erfindung ist daher, die beschriebenen Nachteile zu vermeiden und die Opazität des Plattenverbundes bei eingeschalteter Lichtquelle zu verbessern.

Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die zweite Haupttafel zumindest eine optische Interferenzschicht aufweist.

Durch Anordnung der optischen Interferenzschicht kann ein Teil der Lichtwellen, welche von der ersten Haupttafel in Richtung der zweiten Haupttafel abgegeben wird, abgelenkt und wieder in Richtung der ersten Haupttafel gerichtet werden, sowie in Wechselwirkung mit anderen Lichtwellen treten. Dazu kommt es zu einer weiteren Verdichtung des Lichtes in der ersten Haupttafel, bzw. einer Intensitäts- modulation was eine verstärkte Opazität mit sich bringt. Dies kann zur Folge ha- ben, dass die der zweiten Haupttafel abgewandte Hauptfläche der ersten Hauptta- fel und die der ersten Haupttafel abgewandten Hauptfläche der zweiten Haupttafel unterschiedlich viel Licht der Lichtquelle abstrahlen. Dies kann besonders vorteil- haft sein, um Innenräume stärker zu beleuchten. Es kann auch dazu führen, dass die Opazität in einer Durchblickrichtung höher ist als in die andere, wodurch das Durchblicken in eine Richtung besser möglich sein kann als in die andere. Dadurch kann die Durchsicht des Plattenverbundes bei eingeschalteter Lichtquelle in eine Richtung möglich sein, während sie in anderer Richtung nicht oder nur sehr schwer möglich ist. Durch die Wahl der Beschichtung kann auch entschieden werden, wie groß der Grad der Opazität bei eingeschaltener Lichtquelle wird.

Es kann auch vorgesehen sein, dass die gesamte zweite Haupttafel als optische Interferenzschicht ausgeführt ist.

Die optische Interferenzschicht kann so ausgebildet sein, dass sie bei ausgeschal- teter Lichtquelle den Lichtstrom durch die Hauptflächen möglichst wenig beein- flusst und daher der Plattenverbund möglichst transparent ist.

Dabei werden unter Hauptflächen jene Flächen der Haupttafeln verstanden, welche parallel zur Flächenebene stehen, also jener Ebene, in die sich die Haupttafeln flächig ausbreiten. In der Regel handelt es sich um zwei im Wesentlichen parallele Oberflächen pro Haupttafel, die den Großteil der Oberfläche der Haupttafel aus- machen, für den Benutzer im Wesentlichen gut sichtbar sind und zur Durchsicht des Benutzers durch den Plattenverbund dienen.

Mit Kantenflächen sind die Seitenflächen der Haupttafeln gemeint, welche in einem Winkel zur Flächenebene stehen. In der Regel machen sie aufgrund der begrenzten Dicke der Haupttafeln einen geringen Teil der Oberfläche aus. Sie sind oft durch Befestigungsschienen oder Lichtelemente verdeckt und deswegen oft für den Be- nutzer nicht oder nur indirekt sichtbar.

Um die erste Haupttafel seine beschriebenen Eigenschaften zu verleihen, könnten Oberflächenveränderungen zur Bereitstellung einer bestimmten Oberflächenbe- schaffenheit durchgeführt werden. Besonders vorteilhaft ist aber, wenn die erste Haupttafel das Licht der Lichtquelle umleitende Streupartikel aufweist. Dabei kön- nen derartige Streupartikel auf einer Oberfläche der ersten Haupttafel oder auch in die erste Haupttafel eingearbeitet sein, welche die Totalreflexion des durch die Lichtquelle eingeleiteten Lichtes stören und das Licht aus den Hauptflächen aus- leiten. Damit ist eine besonders einfache und effektive Art gefunden das Licht der Lichtquelle über die Hauptflächen auszuleiten. Diese Streupartikel können kleine reflektierende Metallplättchen, Perlen oder dergleichen sein, welche entweder auf der Oberfläche aufgebracht oder in die erste Haupttafel eingearbeitet sind. Diese Streupartikel leiten vor Allem das durch die Lichtquelle emittierte Licht über die Hauptflächen der ersten Haupttafel nach außen, wodurch es zu einem Leuchten der ersten Haupttafel kommt. Die Streupartikel, bzw. die erste Haupttafel, können so ausgeführt sein, dass diese Abschnitte transparent sind, wenn die Lichtquelle kein Licht emittiert. So kann durch Einstrahlung von Licht der Lichtquelle die erste Haupttafel von einem im Wesentlichen transparenten Zustand in einen im Wesent- lichen opaken Zustand gebracht werden.

Besonders vorteilhaft ist, wenn die optische Interferenzschicht auf der der ersten Haupttafel zugewandten Seite der zweiten Haupttafel angeordnet ist. Dadurch ist sie schlecht zugänglich und vor Beschädigung geschützt.

Insbesondere wenn die optische Interferenzschicht an der der ersten Haupttafel zugewandten Hauptfläche der zweiten Hauptplatte beispielsweise durch eine Be- schichtung ausgeführt, so muss das von der ersten Haupttafel in Richtung der zweiten Haupttafel verlaufende Licht nicht erst in die zweite Haupttafel eindringen, um auf die optische Interferenzschicht zu treffen.

Diese beschichteten Platten sind in verschiedenen Reflexionsgraden möglich. Da- bei kann der Reflexionsgrad vorzugsweise zwischen 36 % - 55 % liegen. Ihr be- sonderes Merkmal ist eine Kombination aus Reflexion und Transmission. Für diese Zwecke besonders geeignet sind Varianten mit einer reflektierenden Interferenz- schicht in Kombination mit Grauglas. Ausschlaggebend für den Grad der Reflexion ist die die Lichtmenge, die auf die Schicht trifft. Auch inwieweit sich die Lichtwellen gegenseitig interferieren, einander verstärken, kann eine Rolle spielen. Das Glas wird jedoch nicht vollkommen blickdicht, sondern ist abhängig von den übrigen Lichtverhältnissen.

Weiters kann vorgesehen sein, dass die optische Interferenzschicht als auf die zweite Haupttafel aufgedampfte Metallschicht, vorzugsweise Goldschicht ausge- führt ist. Alternativ oder auch in Kombination können auch Wismut oder andere Metalle verwendet werden. Dadurch kann die Interferenzschicht leicht an die zweite Haupttafel angebracht werden. Durch die Wahl der Bedampfung und dessen Intensität können die Eigenschaften der Interferenzschicht eingestellt werden.

Dabei ist weiters vorteilhaft, wenn die optische Interferenzschicht eine auf die zweite Haupttafel aufgesputterte Schicht ist. Wenn durch Sputtern, also durch das Phänomen der Kathodenzerstäubung Material auf die zweite Haupttafel aufge- bracht wird, so kann eine besonders dünne Schicht bestimmter Dicke aufgebracht werden, was zur Erzeugung der Interferenz besonders vorteilhaft ist. Es kann auch vorteilhaft sein, wenn die optische Interferenzschicht zumindest teil- weise eine Sol-Gel-Schicht ist. Vorzugsweise ist die Interferenzschicht eine Sol- Gel-Schicht auf der zweiten Haupttafel. Dazu wird auf eine Trägerschicht, vorzugs- weise ist das die zweite Haupttafel oder eine Teilschicht der zweiten Haupttafel, eine Beschichtungslösung aufgebracht. Meist wird die Trägerschicht in zumindest eine Beschichtungslösung getaucht oder auf die Beschichtungslösung durch Schleudern auf der Trägerschicht verteilt. Danach wird durch Trocknung die Aus- bildung eines Gelfilms und schließlich eines festen Films erreicht. Gegebenenfalls kann die Trägerschicht dafür erhitzt werden. Dabei kann die Schicht weiter behan- delt werden, beispielsweise durch weiteres Erhitzen zur Ausbildung einer Oxid- schicht.

Dabei kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die zweite Haupttafel auf beiden Hauptflächen beschichtet ist.

Vorzugsweise weist die zweite Haupttafel auf beiden Hauptflächen eine Inter- ferenzschicht auf. Dadurch kann eine besonders hohe Verspiegelung und eine de- finierte Transmission erreicht werden.

Es hat sich gezeigt, dass insbesondere Grauglas für die zweite Haupttafel und ge- gebenenfalls auch für die erste Haupttafel vorteilhaft ist.

Besonders vorteilhaft ist, wenn die Interferenzschicht eine Dicke im Nanometer- bereich ist.

Vorzugsweise weist die zweite Haupttafel einen Licht-Transmissionsgrad zwischen 15 % und 25 %, vorzugsweise zwischen 28 % und 22 % auf.

Vorzugsweise weist die zweite Haupttafel einen visuellen Reflexionsgrad zwischen 38 % und 47 %, vorzugsweise zwischen 40 % und 44 % auf. Dabei ist es weiters vorteilhaft, wenn die Reflexion zumindest über einen Großteil des sichtbaren Licht- spektrums, besonders vorzugsweise im Wesentlichen gleichmäßig, auftritt.

Es können auch mehrere optische Interferenzschichten vorgesehen sein. Beispiels- weise kann die zweite Haupttafel an beiden Hauptflächen Interferenzschichten auf- weisen. Alternativ kann auch sowohl die zweite Haupttafel als auch die dritte Haupttafel an den der ersten Haupttafel zugewandten Hauptflächen Interferenz- schichten aufweisen.

Vorteilhaft ist weiters, wenn die optische Interferenzschicht für zumindest eine Wellenlänge des von der Lichtquelle in die erste Haupttafel induzierten Lichtes re- flektierend oder interferierend ausgeführt ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass ein definiertes Set an Wellenlängen, bzw. eine bestimmte Bandbreite an Wellen- längen besonders stark reflektiert werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die optische Interferenzschicht für zumindest 50 % des von der Lichtquelle in die erste Haupt- tafel induzierten Lichtes reflektierend oder interferierend ausgeführt ist. Dadurch kann eine besonders hohe Wirkung der Interferenzschicht erreicht werden.

Zum Schutz der ersten Haupttafel und zur mechanischen Unterstützung kann vor- gesehen sein, dass eine zumindest abschnittsweise transparente dritte Haupttafel an der der zweiten Haupttafel gegenüberliegenden Seite der ersten Haupttafel an- geordnet ist, welche vorzugsweise eine weitere optische Interferenzschicht auf- weist.

Weiters ist vorteilhaft, wenn die erste Haupttafel im Bereich einer Kantenfläche in einer Aufhängung eines Halterahmens aufgehängt ist. Dadurch kann eine Ausdeh- nung der ersten Haupttafel durch die von der Lichtquelle abgestrahlten Wärme ohne das Auftreten von inneren Spannungen oder Krümmungen auftreten.

Besonders vorteilhaft ist, wenn die erste Haupttafel an zumindest einer unteren Seite über zumindest einen Dämpfer auf dem Halterahmen gelagert ist. Dadurch kann eine gefederte Anbringung erreicht werden, welche Wärmedehnungen nach- geben kann.

Es kann vorgesehen sein, dass die Lichtquelle magnetisch an der ersten Haltetafel oder an dem Halterahmen befestigt ist. Dadurch kann die Lichtquelle abnehmbar und schnell mit der ersten Haupttafel oder Halterahmen verbunden werden. Dies erleichtert auch den Austausch der Lichtquelle.

Um die Wärme besser abzuleiten kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Kühl- element an der Lichtquelle angeordnet ist. Dies ermöglicht eine bessere Wärmeab- leitung und es können stärkere Lichtquellen verwendet werden. Dabei können bei- spielsweise kompressorbetriebene Kühlelemente verwendet werden.

Die thermische Belastung kann auch verringert werden, indem vorgesehen wird, dass die Lichtquelle in dem Halterahmen angeordnet ist und zumindest ein Ver- bindungsraum zwischen Halterahmen und Lichtquelle mit einem thermisch leiten- den Fluid, vorzugsweise Helium, gefüllt ist. Das Fluid kann eine gute thermische Verbindung zwischen Halterahmen und Lichtquelle ermöglichen.

Um eine bessere Variation der Beleuchtung zu ermöglichen, kann vorgesehen sein, dass das Spektrum der Lichtquelle stufenlos schaltbar ausgeführt ist. Dadurch kann die Farbwahl individuell angepasst werden, beispielsweise abhängig von der Tageszeit.

Besonders vorteilhaft ist, wenn das Spektrum zumindest Licht mit Wellenlängen im Bereich von 430 bis 700 Nanometer umfasst.

Besonders vorteilhaft ist, wenn die Lichtquelle zumindest eine SMD LED aufweist.

Vorteilhaft ist weiters, wenn zumindest die zweite Hauptplatte aus Mineralglas ge- fertigt ist. Dadurch kann eine stabile und langlebige Ausführungsform gebildet werden.

Es kann vorgesehen sein, dass die zweite Haupttafel von der ersten Haupttafel beabstandet angeordnet ist. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn die optische Interferenzschicht an der der ersten Haupttafel zugewandten Hauptfläche der zweiten Haupttafel angeordnet ist.

Besonders vorteilhaft ist, wenn die Interferenzschicht als zumindest eine elektrisch veränderbare Smart Glass-Schicht ausgeführt ist, deren Lichttransmissionseigen- schaften bei Anlegen einer Spannung veränderbar ist. Diese Smart Glass-Schicht kann als Folie oder eigene Platte ausgeführt sein und durch Anlegen einer Span- nung von einem Zustand in einen anderen mit unterschiedlichen Lichttrans- missionseigenschaften wie beispielsweise unterschiedlichem Grad der Lichtre- flexion oder Lichtdurchlässigkeit gebracht werden. Beispielsweise könnte sie von einen opaken in einen transparenten Zustand oder vice versa gebracht werden. Vorzugsweise weist der eine Zustand eine viel stärkere Lichtreflexion und viel hö- here Lichtundurchlässigkeit auf als der andere. Dadurch kann bei gleichzeitiger Schaltung mit der Lichtquelle eine zusätzlich verstärkte Opazität erreicht werden, und gleichzeitig eine Seite des Plattenverbundes stärker beleuchtet werden, als die andere. Solche Schichten können beispielsweise als Flüssigkristalle, als poly- mer dispergierte Flüssigkristalle oder Nanokristalle enthaltende Schichten (wie LC- Glas oder PDLC-Glas) ausgeführt sein. Der Flüssigkristall-Film kann zwischen zwei Flachglasscheiben eingebettet und mit einer Stromquelle verbunden sein. Inner- halb des festen Polymers befinden sich die willkürlich orientierten Flüssigkristall- moleküle. Das einfallende Licht wird von ihnen gestreut und die Scheibe ist opak, wirkt also wie Milchglas. Mit dem Anlegen einer elektrischen Spannung ordnen sich die Flüssigkristallmoleküle im elektrischen Feld - das Glas wird für das Auge trans- parent. Bei schrägem Blickwinkel bewirkt der Effekt eventuell eine leichte Trübung für den Betrachter. Bei Wegfall der Spannung sind die Flüssigkristallmoleküle wie- der ungeordnet und die Scheibe wird wieder opak. Jedoch kommen auch andere Technologien dafür in Frage, wie beispielsweise Schichten, die transparente, elektrisch leitfähige Oxide enthalten oder elek- trochrome Schichten. Ein Vorteil ist, dass die schaltbaren Schichten zumindest teil- weise blickdicht werden und durch ihren weißen Film ebenfalls einen guten Reflek- tor im opaken Zustand darstellen und das Licht in eine Richtung abstrahlen.

In der Folge wird die vorliegende Erfindung anhand der in der Figur dargestellten erfindungsgemäßen Ausführungsvariante näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine Ausführungsvariante in einem Schnitt.

Fig. 1 zeigt einen Schnitt entlang einer Ebene quer zur Flächenebene eines Plat- tenverbundes. Der Plattenverbund weist dabei eine erste Haupttafel 1, eine zweite Haupttafel 2 und eine dritte Haupttafel 3 auf. Die Haupttafeln 1, 2, 3 sind beab- standet aneinandergereiht und weisen Hauptflächen 4 auf, welche im Wesentlichen parallel zueinander stehen. An der der ersten Haupttafel 1 zugewandten Seite weist die zweite Haupttafel 2 eine optische Interferenzschicht 14 auf. Die erste Haupttafel 1 ist aus Polymethylmethacrylat gefertigt und weist Streupartikel auf, die Licht von Lichtquellen 5 über die Hauptflächen 4 ausleiten. Es sind zwei längli- che Lichtquellen 5 an je einer Kantenfläche 6 der ersten Haltetafel 1 angebracht, wobei sie magnetisch an einem Halterahmen 8 von der ersten Haupttafel 1 beab- standet angeordnet sind und damit mit dieser und Halterahmen 8 einen ersten Verbindungsraum 7 begrenzt. Die Lichtquellen 5 strahlen das Licht direkt in Rich- tung der Kantenflächen 6 der ersten Haupttafel 1. Der Halterahmen 8 weist eine Ausnehmungen an den den Lichtquellen 5 zugewandten Flächen auf und bilden damit mit den Lichtquellen 5 zweite Verbindungsräume 9. In diesem zweiten Ver- bindungsraum sind Kühlelemente 10 angeordnet, welche die Lichtquellen 5 kühlen. Zusätzlich sind die ersten Verbindungsräume 7 und die zweiten Verbindungsräume 9 mit Helium geflutet, um eine besser Wärmeübertragung zu ermöglichen.

Es ist eine mögliche Konfiguration dargestellt, an der das Verbundelement aufrecht in Bezug auf einen Untergrund angeordnet ist. Die erste Haupttafel 1 weist am oberen Ende im Bereich einer Kantenfläche 6 an den Hauptflächen 4 erste Schul- tern 11 auf, welche auf dafür vorgesehene Absätze des Halterahmens 8 aufliegen. Dadurch ist die erste Haupttafel 1 am Haltrahmen 8 aufgehängt und hängt frei herab. Am unteren Ende ist die erste Haupttafel 1 in den Halterahmen 8 eingeführt, wobei es zweite Schultern 12 aufweist, die beabstandet von Anliegeoberflächen 13 angeordnet sind. Kommt es zu einer Ausdehnung der ersten Haltetafel 1 durch Wärme, so nähern sich die zweiten Schultern 12 an die Anliegeoberflächen 13 an, bis sie an diesen anliegen. Gegebenenfalls können zwischen den zweiten Schultern 12 den Anliegeoberflächen 13 Dämpfer vorgesehen sein.