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Patent Searching and Data


Title:
TRANSMISSION ASSEMBLY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/197100
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a transmission assembly comprising a first transmission element, in particular in the form of a torque transmission element, which is rotatably mounted on a second transmission element via a rolling bearing, wherein at least one damping device is arranged on a radial inner and/or radial outer running surface of the rolling bearing or cooperates with at least one rolling element of the rolling bearing in order to provide a damping in at least one radial direction.

Inventors:
SCHWARZE, Rene (Lindenstraße 10, Neuenkirchen, 49434, DE)
MAIR, Ulrich (Ravensburger Str. 38, Friedrichshafen, 88046, DE)
BENKLER, Karl (Hölzlweg 26, Garmisch-Partenkirchen, 82467, DE)
HUMM, Klemens (Hardtstr. 53, Immenstaad am Bodensee, 88090, DE)
Application Number:
EP2019/056092
Publication Date:
October 17, 2019
Filing Date:
March 12, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ZF FRIEDRICHSHAFEN AG (Löwentaler Straße 20, Friedrichshafen, 88046, DE)
International Classes:
B60G21/055; F16C27/04; F16C33/46; F16H57/00; F16H57/08
Foreign References:
DE102016211461A12017-12-28
DE19817140A11999-10-21
DE19734980A11999-02-18
DE19646338A11998-05-14
DE102015202236A12016-08-11
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Claims:
Patentansprüche

1. Getriebeanordnung (1 ) mit einem ersten Getriebeelement, insbesondere in Form eines Drehmomentübertragungselements (2), welches über ein Wälzlager (4) auf einem zweiten Getriebeelement (5) drehbar gelagert ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

zumindest eine Dämpfungseinrichtung (3) auf einer radial inneren und/oder radial äußeren Lauffläche des Wälzlagers (4) angeordnet ist oder mit zumindest einem Wälzelement (4c) des Wälzlagers (4) zusammenwirkt, um eine Dämpfung in zumindest einer radialen Richtung bereitzustellen.

2. Getriebeanordnung gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungseinrichtung (3) derart ausgebildet ist, sodass sowohl radial nach außen als auch radial nach innen eine Dämpfung bereitgestellt wird.

3. Getriebeanordnung gemäß einem der Ansprüche 1 -2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Dämpfungseinrichtung (3) zumindest ein in

Umfangsrichtung des Wälzlagers (4) angeordnetes Dämpfungselement (3), insbesondere mehrere Federelemente aufweist.

4. Getriebeanordnung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Wälzelemente (4c) in Umfangsrichtung angeordnet sind, mit denen das zumindest eine Dämpfungselement (3) zur Dämpfung zusammenwirkt.

5. Getriebeanordnung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Dämpfungselement (3) angeordnet ist, dergestalt, dass dieses teilweise auf der radialen Außenseite, teilweise auf der radialen Innenseite der Lagerung (4b) der Wälzelemente (4c) angeordnet ist.

6. Getriebeanordnung gemäß einem der Ansprüche 3-5, dadurch

gekennzeichnet, dass zwei Dämpfungselemente (3) angeordnet sind, wovon auf eines auf der radialen Außenseite der Lagerung (4b) der Wälzelemente (4c) und an einem axialen Ende des Wälzlagers (4), eines auf der radialen Innenseite der Lagerung (4b) der Wälzelemente (4c) und am anderen axialen Ende des Wälzlagers (4) angeordnet ist.

7. Getriebeanordnung gemäß einem der Ansprüche 3-6, dadurch

gekennzeichnet, dass ein Dämpfungselement (3) angeordnet ist, welches in axialer Richtung in der Mitte des Wälzlagers (4) angeordnet ist.

8. Getriebeanordnung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Dämpfungselement (3) auf der radialen Innenseite der Lagerung (4b) einer ersten Anzahl von Wälzelementen (4c) und auf der radialen Außenseite der Lagerung (4b) einer zweiten Anzahl von Wälzelementen (4c) angeordnet ist, wobei die erste und zweite Anzahl identisch sind.

9. Getriebeanordnung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Dämpfungselement (3), symmetrisch in Umfangsrichtung bezogen auf die Wälzelemente (4c) angeordnet ist.

10. Getriebeanordnung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Dämpfungselement (3) abwechselnd in Umfangsrichtung auf der radialen Innenseite und radialen Außenseite der Lagerung (4b) von Wälzelementen (4b, 4c) angeordnet ist.

1 1. Getriebeanordnung gemäß einem der Ansprüche 3-10, dadurch

gekennzeichnet, dass das zumindest eine Dämpfungselement (3) unterschiedliche Dicke in Umfangsrichtung des Wälzlagers (4) aufweist.

12. Getriebeanordnung gemäß einem der Ansprüche 3-11 , dadurch

gekennzeichnet, dass das erste Getriebeelement, insbesondere in Form des

Drehmomentübertragungselements (2) und das Dämpfungselement (3) geklemmt, verklebt und/oder vulkanisiert sind mit einer als Lauffläche des Wälzlagers

ausgebildeten Hülse.

13. Getriebeanordnung gemäß einem der Ansprüche 3-12, dadurch

gekennzeichnet, dass die Wälzelemente (4c) des Wälzlagers (4) zumindest teilweise in einem als Elastomer, Schaum, und/oder Kunststoff ausgebildeten

Dämpfungselement (3) gelagert sind.

14. Getriebeanordnung gemäß einem der Ansprüche 1-13, dass zumindest ein Wälzelement (4c) zumindest in unbelastetem Zustand der Dämpfungseinrichtung (3) von dem ersten Getriebeelement (2) beabstandet wird.

15. Wankstabilisator mit einer Getriebeanordnung (1 ) gemäß einem der

Ansprüche 1-14.

Description:
Getriebeanordnung

Die Erfindung betrifft eine Getriebeanordnung mit einem ersten Getriebeelement, insbesondere in Form eines Drehmomentübertragungselements, welches über ein Wälzlager auf einem zweiten Getriebeelement drehbar gelagert ist.

Die Erfindung betrifft ebenfalls einen Wankstabilisator mit einer Getriebeanordnung.

Obwohl die vorliegende Erfindung allgemein auf beliebige Getriebeanordnungen, Drehmomentübertragungselemente und Getriebeelemente anwendbar ist, wird die vorliegende Erfindung in Bezug auf eine Getriebeanordnung in Form einer

Zahnradanordnung mit Zahnrädern als Drehmomentübertragungselementen und Bolzen als Getriebeelementen erläutert.

Zahnräder, welche beispielsweise in einem Getriebe laufen, über ein Wälzlager auf einen Bolzen gelagert und in Eingriff mit einem weiteren Zahnrad stehen, weisen ein Zahnspiel auf, welches bei einer Drehrichtungsumkehr zu einem Schlagen in der Verzahnung führen kann. Dies führt zu unerwünschten Geräuschen und Vibrationen. Dadurch erhöht sich der Verschleiß und die Lebensdauer des Getriebes verringert sich insgesamt. Dies kann beispielsweise durch Minimierung von Fertigungstoleranzen reduziert werden, was jedoch die entsprechende Herstellung wesentlich verteuert.

Aus der DE 10 2015 202 236 A1 ist eine Zahnradanordnung für ein Getriebe bekannt geworden, umfassend eine erste und eine zweite Zahnradhälfte, die über ein elastisches Element um eine Mittelachse begrenzt relativ zueinander drehbar miteinander verbunden sind, wobei das elastische Element an einer jeweiligen Innenumfangsfläche der jeweiligen Zahnradhälfte angeordnet ist, um die beiden Zahnradhälften relativ zueinander winkelmäßig begrenzt zu verschieben, wobei das elastische Element im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet ist. Über ein

Gleitlager wird das hohlzylindrisch ausgebildete elastische Element radial nach innen abgestützt. Nachteilig dabei ist, dass die Konstruktion der Zahnradanordnung aufwendig ist und eine Vielzahl von Teilen benötigt wird. Darüber hinaus ist ein Nachteil, dass lediglich eine torsionale Dämpfung bereitgestellt wird.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Getriebeanordnung sowie einen Wankstabilisator anzugeben, der einfach aufgebaut ist, wenig Bauteile benötigt, und zudem einfach und kostengünstig herstellbar ist und eine radiale Dämpfung bereitstellt, insbesondere ein reduziertes Spiel zwischen zwei

Getriebeelementen. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine alternative Getriebeanordnung sowie einen alternativen Wankstabilisator anzugeben.

Die vorliegende Erfindung löst die Aufgaben bei einer Getriebeanordnung mit einem ersten Getriebeelement, insbesondere in Form eines Drehmomentübertragungselements, welches über ein Wälzlager auf einem zweiten

Getriebeelement drehbar gelagert ist, dadurch, dass zumindest eine

Dämpfungseinrichtung auf einer radial inneren und/oder radial äußeren Lauffläche des Wälzlagers angeordnet ist oder mit zumindest einem Wälzelement des

Wälzlagers zusammenwirkt, um eine Dämpfung in zumindest einer radialen Richtung bereitzustellen.

Die vorliegende Erfindung löst die Aufgaben ebenfalls durch einen Wankstabilisator mit einer Getriebeanordnung gemäß einem der Ansprüche 1 -14.

Einer der damit erzielten Vorteile ist, dass damit bei einem Lastwechsel die akustischen Auswirkungen minimiert werden, da das Drehmomentübertragungselement über die Dämpfungseinrichtung mit dem Wälzlager zur

Dämpfung zusammenwirkt. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine einfache und

gleichzeitig zuverlässige Dämpfungswirkung zumindest in eine radiale Richtung bereitgestellt wird. Ebenso wird dadurch zumindest teilweise auch eine torsionale Dämpfung bereitgestellt. Darüber hinaus wird eine alternative Getriebeanordnung und ein alternativer Wankstabilisator zur Verfügung gestellt.

Der Begriff„Drehmomentübertragungselement“ ist im weitesten Sinn zu verstehen und bezieht sich insbesondere in den Ansprüchen, vorzugsweise in der Beschreibung auf jeder Art von Bauteil, Element, Komponente oder dergleichen mit den Drehmomenten übertragen werden können, bspw. eine Welle, eine Nabe, ein Zahnrad oder dergleichen.

Weitere Merkmale, Vorteile und weitere Ausführungsformen der Erfindung sind im Folgenden beschrieben oder werden dadurch offenbar:

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Dämpfungseinrichtung derart ausgebildet, sodass sowohl radial nach außen als auch radial nach innen eine Dämpfung bereitgestellt wird. Damit wird eine besonders zuverlässige Dämpfung erreicht.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist die Dämpfungseinrichtung zumindest ein in Umfangsrichtung des Wälzlagers angeordnetes Dämpfungselement, insbesondere mehrere Federelemente, auf. Damit ist eine besonders einfache Dämpfung in zumindest einer radialen Richtung möglich.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung sind mehrere Wälzelemente in Umfangsrichtung angeordnet, mit denen das zumindest eine Dämpfungselement zur Dämpfung zusammenwirkt. Auf diese Weise kann eine weitere Verbesserung der Dämpfung erreicht werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist zumindest ein Dämpfungselement angeordnet, dergestalt, dass dieses teilweise auf der radialen Außenseite, teilweise auf der radialen Innenseite der Lagerung der Wälzelemente angeordnet ist. Auf diese Weise wird die Flexibilität bei der Dämpfung wesentlich erhöht, da damit eine angepasste Abstimmung zwischen Dämpfung in Richtung der radialen Innenseite und Dämpfung in Richtung der radialen Außenseite möglich ist.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung sind zwei Dämpfungselemente angeordnet, wovon eines auf der radialen Außenseite und an einem axialen Ende des Wälzlagers, eines auf der radialen Innenseite und am anderen Ende des Wälzlagers angeordnet ist. Vorteil hiervon ist, dass eine Verkippung der Wälzelemente ermöglicht wird und so eine flexiblere bzw. verbesserte Dämpfung bereitgestellt werden kann. So kann beispielsweise bei schrägverzahnten

Zahnrädern als Drehmomentübertragungselementen einer ungleichmäßigen

Abnutzung derselben durch entsprechende entgegengesetzte Verkippung

entgegengewirkt werden, was die Lebensdauer der Zahnräder bzw. der

Getriebeanordnung insgesamt erhöht.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist ein Dämpfungselement angeordnet, welches in axialer Richtung in der Mitte des Wälzlagers angeordnet ist. Auf diese Weise kann zentral in besonders zuverlässiger Weise eine Dämpfung in zumindest einer radialen Richtung bereitgestellt werden. Hierbei kann das als Federelement ausgebildetes Dämpfungselement auf der radialen Innenseite und/oder auf der radialen Außenseite der Lagerung der Wälzelemente angeordnet sein.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist das zumindest eine

Dämpfungselement auf der radialen Innenseite der Lagerung einer ersten Anzahl von Wälzelementen und auf der radialen Außenseite der Lagerung einer zweiten Anzahl von Wälzelementen angeordnet, wobei die erste und zweite Anzahl identisch sind. Damit wird eine besonders gleichmäßige radiale Dämpfungswirkung erreicht.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist das zumindest eine

Dämpfungselement symmetrisch in Umfangsrichtung bezogen auf die Wälzelemente angeordnet. Damit wird eine noch gleichmäßigere Dämpfungswirkung erreicht.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist das zumindest eine

Dämpfungselement abwechselnd in Umfangsrichtung auf der radialen Innenseite und radialen Außenseite der Lagerung von Wälzelementen angeordnet. Auf diese Weise wird eine besonders gleichmäßige radiale Dämpfungswirkung ermöglicht.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist das zumindest eine

Dämpfungselement unterschiedliche Dicke in Umfangsrichtung des Wälzlagers auf. Damit wird die Flexibilität hinsichtlich der Dämpfung erhöht.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung sind das erste Getriebeelement, insbesondere in Form des Drehmomentübertragungselements und das

Dämpfungselement geklemmt, verklebt und/oder vulkanisiert mit einer als Lauffläche des Wälzlagers ausgebildeten Hülse. Damit wird eine zuverlässige Festlegung von Drehmomentübertragungselement und Dämpfungselement auf einer als Lauffläche dienenden Hülse ermöglicht.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung sind die Wälzelemente des

Wälzlagers zumindest teilweise in einem als Elastomer, Schaum, und/oder Kunststoff ausgebildeten Dämpfungselement gelagert. Damit wird eine hohe Dämpfung bei gleichzeitig kompakten Bauraum zur Verfügung gestellt.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist zumindest ein Wälzelement zumindest in unbelastetem Zustand der Dämpfungsvorrichtung von dem ersten Getriebeelement beabstandet angeordnet. Vorteil hierbei ist zum einem eine große Dämpfung, zum anderen ein definierter Dämpfungsweg mit Anschlag.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den

Unteransprüchen, aus den Zeichnungen, und aus dazugehöriger

Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Bevorzugte Ausführungen und Ausführungsformen der Erfindung sind in den

Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile oder Elemente beziehen. Dabei zeigt in schematischer Form

Figur 1 eine Getriebeanordnung gemäß einer Ausführungsform der

vorliegenden Erfindung;

Figur 2a eine Getriebeanordnung gemäß Figur 1 im ungefederten Zustand;

Figur 2b eine Getriebeanordnung gemäß Figur 1 im gefederten Zustand;

Figur 3 ein Planetengetriebe mit mehreren Getriebeanordnungen gemäß der Ausführungsform der Figur 1 ;

Figur 4a eine Getriebeanordnung gemäß einer Ausführungsform der

vorliegenden Erfindung im Querschnitt senkrecht zur axialen Achse;

Figur 4b, 4c jeweils eine Getriebeanordnung in einer Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Querschnitt in radialer Richtung;

Figur 5a-5c Getriebeanordnungen gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Querschnitt senkrecht zur axialen Achse;

Figur 6a, 6b eine Getriebeanordnung gemäß einer Ausführungsform der

vorliegenden Erfindung im Querschnitt senkrecht zur axialen Achse und in radialer Richtung;

Figur 6c eine Getriebeanordnung gemäß einer Ausrufung der vorliegenden

Erfindung im Querschnitt in radialer Richtung; und

Fig. 7 einen Wankstabilisator mit einer Getriebeanordnung gemäß einer

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Figur 1 zeigt eine Getriebeanordnung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

In Figur 1 ist eine Getriebeanordnung 1 mit Blickrichtung entlang einer Achse 6 im Querschnitt gezeigt. In radialer Richtung von innen nach außen ist ein Bolzen 5 gezeigt, auf dessen radialer Außenseite ein Wälzlager 4 in Form eines Nadellagers 4b mit Nadeln 4c angeordnet ist mit Lagerring, Laufring oder Nadelhülse 4a auf der Außenseite des Nadellagers 4b. Auf dessen radialer Außenseite ist weiter ein Dämpfungs- bzw. Federelement 3 umfänglich angeordnet, und auf der radialen Außenseite des Federelements 3 ist ein Zahnring 2a eines Zahnrad 2 mit

Verzahnung 2b angeordnet, sodass dieser über das Wälzlager 4 drehbar auf den Bolzen 5 gelagert ist. Das Federelement 3 ist dabei in Form eines Elastomers ausgebildet.

Figur 2a zeigt eine Getriebeanordnung gemäß Figur 1 im ungefederten Zustand und Figur 2b zeigt eine Getriebeanordnung gemäß Figur 1 im gefederten Zustand.

In Figur 2a und Figur 2b ist jeweils die Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 1 gezeigt. In Figur 2b ist nun eine Auslenkung 10 der Achse 6 samt Bolzen 5 aus ihrer

Ruhelage bzw. ungefederten Lage nach links gezeigt, verglichen mit der Ruhelage gemäß Figur 2a. In Figur 2b wird das Elastomer 3 zur Dämpfung auf der linken Seite der Getriebeordnung 1 gestaucht, wohingegen es auf der gegenüberliegenden rechten Seite der Achse 6 gestreckt bzw. gezogen wird oder im Fall einer Festlegung durch Klemmung hebt dieses ab und ein Spalt entsteht. Auf diese Weise wird eine Dämpfung in radialer Richtung ausgehend von der Ruhelage der Getriebeanordnung 1 ermöglicht.

Figur 3 zeigt ein Planetengetriebe mit mehreren Getriebeanordnungen gemäß der Ausführungsform der Figur 1.

In Figur 3 ist nun ein Planetengetriebe 20 gezeigt. Das Planetengetriebe 20 umfasst dabei einen zentrales Sonnenrad 22, mit welchem vier Getriebeanordnungen 1 mit den jeweiligen Zahnrädern 2 gemäß Figur 1 jeweils kämmen. Auf der radialen Außenseite der vier Getriebeanordnungen 1 gemäß Figur 2 ist ein Hohlrad 21 angeordnet, welches mit den vier Zahnrädern 2 der vier Getriebeanordnungen 1 in Eingriff steht. Die Getriebeanordnungen 1 übernehmen hierbei die Funktionen von Planeten des Planetengetriebes.

Figur 4a zeigt eine Getriebeanordnung gemäß einer Ausführungsform der

vorliegenden Erfindung im Querschnitt senkrecht zur axialen Achse.

In Figur 4a ist eine Getriebeanordnung 1 gezeigt, wobei radial innen ein Bolzen 5 angeordnet ist. Auf der radialen Außenseite des Bolzens 5 sind in Umfangsrichtung mehrere Nadeln 4c eines Nadellagers 4 angeordnet. Auf der radialen Außenseite der Nadeln 4c ist ein Zahnrad 2 mit Zahnring 2a und einer entsprechenden Verzahnung 2b auf der radialen Außenseite desselben angeordnet. Ein Dämpfungselement in Form eines Dämpfers oder Federelement in Form eines Spanners 3 ist dabei abwechselnd auf der radialen Außenseite und auf der radialen Innenseite der Lagerung 4b der Nadeln 4c in Umfangsrichtung bezogen auf die Achse 6

angeordnet. Mit anderen Worten wird dabei der Nadelträger der Nadeln 4c

angefedert. Die Federungsrichtung 100 ist, wenn das Dämpfungselement 3 auf der radialen Außenseite der jeweiligen Lagerung 4b der Nadel 4c angeordnet ist, radial nach innen gerichtet und radial nach außen (Bezugszeichen 100a), wenn das Dämpfungselement 3 auf der radialen Innenseite der Lagerung der jeweiligen Nadel 4c angeordnet ist. Das Dämpfungselement 3 federt also die Nadeln 4c zur inneren Kontaktfläche in Form der Außenumfangsfläche des Bolzens 5 und zur äußeren Kontaktfläche in Form der inneren Umfangsfläche des Zahnrades 2. Damit wird Spiel aus den jeweiligen Kontaktstellen zwischen Bolzen 5, Nadeln 4c und Zahnrad 2a genommen. Ebenso wird damit ein automatisches Nachstellen im Fall von Verschleiß sichergestellt und Stöße werden abgefedert. Darüber hinaus wird durch die radiale Dämpfung, also die Dämpfung in radialer Richtung, der Getriebeelemente 2, 4b und 5 auch eine torsionale Dämpfung ermöglicht.

Die Figuren 4b, 4c zeigen jeweils eine Getriebeanordnung in einer

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Querschnitt in radialer Richtung.

In den Figuren 4b und 4c ist im Wesentlichen eine Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 4a gezeigt im Querschnitt in radialer Richtung. In Figur 4b und 4c entspricht dabei die Richtung von unten nach oben der Blickrichtung gemäß Figur 4a in radialer Richtung von innen nach außen. Figur 4b zeigt nun die endständige Anordnung des Dämpfungselements 3 jeweils links und rechts der Nadel 4c auf der radialen

Innenseite der Lagerung 4b, sodass eine Federung radial nach außen

(Bezugszeichen 100a) beidseitig der Nadel 4c erfolgt. In Figur 4c ist dagegen die mittige Anordnung des Dämpfungselements 3 zwischen zwei Nadeln 4c mit zentraler Lagerung 4b gezeigt. Hier wirkt zentral das Dämpfungselement 3 in radialer Richtung nach außen (Bezugszeichen 100a).

Die Figuren 5a-5c zeigen Getriebeanordnungen gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Querschnitt senkrecht zur axialen Achse.

Die Figuren 5a-5c zeigen im Wesentlichen jeweils eine Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 4a. In Figur 5a ist hierbei das Dämpfungselement 3 jeweils abwechselnd radial innen und radial außen im Hinblick auf die Lagerung der Nadeln 4c angeordnet wobei das Dämpfungselement 3 somit bei jeder zweiten Lagerung einer Nadel 4c jeweils radial innen und bei jeder anderen Lagerung einer Nadel 4c jeweils radial außen angeordnet ist. In Figur 5b ist das Dämpfungselement 3 nicht mehr

regelmäßig in Umfangsrichtung angeordnet, sondern in unregelmäßigen Abständen werden die jeweiligen Nadeln 4c in unterschiedliche radiale Richtungen 100, 100a gespannt. In Figur 5c wiederum wird nur eine Nadel 4c radial nach außen verspannt (Bezugszeichen 100a) wohingegen sämtliche andere Nadeln 4c radial nach innen (Bezugszeichen 100) verspannt sind.

Die Figuren 6a, 6b zeigen eine Getriebeanordnung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung im Querschnitt senkrecht zur axialen Achse und in radialer Richtung.

In Figur 6a ist im Wesentlichen eine Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 4b gezeigt.

Im Unterschied zur Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 4b sind bei der

Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 6a nun die Dämpfungselemente 3 auf

unterschiedlichen axialen Seiten der jeweiligen Lagerung 4b der Nadel 4c auf jeweils unterschiedlichen radialen Seiten angeordnet. In Figur 6a ist auf der linken Seite der Nadel 4c das Federelement 3 auf der radialen Innenseite von deren Lagerung angeordnet, wohingegen es auf der rechten Seite der Nadel 4c auf der radialen Außenseite angeordnet ist. Auf diese Weise wird eine Seite der jeweiligen Nadel 4c dauerhaft in Richtung des Bolzens 5, also radial nach innen, gedrückt bzw. gespannt, die andere Seite dauerhaft radial nach außen, beispielsweise in eine Bohrung.

Insgesamt kann so die jeweilige Nadel 4c verkippt werden. Figur 6b zeigt die

Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 6a nun bei Blickrichtung entlang der Achse 6. Im Vordergrund ist dabei die Anordnung auf der radialen Außenseite der jeweiligen Nadeln 4c gezeigt, im Hintergrund die Anordnung auf deren jeweiliger radialer Innenseite.

In Figur 6c ist im Wesentlichen eine Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 4b gezeigt.

Im Unterschied zur Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 4b sind bei der

Ausführungsform der Getriebeanordnung 1 gemäß Figur 6c nun die

Dämpfungselemente 3 derart angeordnet, sodass die jeweilige Nadel 4c von der inneren Umfangsfläche 2a des Zahnrades 2 beanstandet ist und die Nadeln 4c nur direkten Kontakt mit dem radial innenliegenden Bolzen 5 aufweisen. Alternativ können die Dämpfungselemente 3 auch so angeordnet werden, sodass die jeweilige Nadel 4c von der äußeren Umfangsfläche des Bolzens 5 beabstandet ist und die Nadeln 4c einen direkten Kontakt mit der inneren Umfangsfläche des Zahnrads 2 aufweisen. Auf diese Weise kann die Dämpfung noch weiter verbessert werden.

In einer weiteren nicht gezeigten Ausführungsform kann das Material für das

Dämpfungselement, insbesondere für die Feder auf unterschiedlichen radialen Seiten und/oder unterschiedlichen axialen Seiten des Wälzlagers variiert werden, beispielsweise Stahl auf der radialen Außenseite und Messing auf der radialen Innenseite. Insgesamt kann das Federelement aus Stahl, Messing, einem oder mehreren Kunststoffen, Elastomeren, Kombinationen hiervon oder dergleichen hergestellt werden. Darüber hinaus kann das Federelement 3 durch Verpressen mit den jeweiligen Getriebeelementen an diesen festgelegt werden.

Figur 7 zeigt einen Wankstabilisator mit einer Getriebeanordnung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Figur 7 zeigt einen Teil eines bekannten Fahrwerks eines Kraftfahrzeugs. Im Detail ist der Bereich einer Hinterachse eines Fahrzeugs gezeigt. In üblicher weise sind hier Räder 202 über eine Fahrzeughinterachse 203 mit einem Dämpfer 200 und einem Federbein 201 verbunden. Federbein 201 und Dämpfer 200 sind wiederum mit einer Karosserie 204 des Fahrzeugs verbunden. Die Fahrzeugachse 203 ist weiter mit einer Stabilisatoranordnung 30 verbunden, um Wankbewegungen beim Einlenken des Fahrzeugs zu minimieren. Die Stabilisatoranordnung 30 umfasst dabei einen Aktuator 205, der einen Elektromotor 40 und ein Getriebe 50 umfasst, mit dem zwei Teilabschnitte 30a, 30b der Stabilisatoranordnung 30 gegeneinander

verdrehbar sind, um besagte Wankbewegungen des Fahrzeugs auszugleichen. Das Getriebe 50 umfasst dabei eine Getriebeanordnung gemäß einer der Figur 1-6, sodass bei Lastwechsel des Fahrzeugs ein Schlagen des Getriebes 50 der

Stabilisatoranordnung minimiert wird.

Zusammenfassend weist zumindest eine der Ausführungsformen der Erfindung zumindest einen der folgenden Vorteile auf:

• Einfache Herstellung.

• Kostengünstige Herstellung.

• Bereitstellung einer Dämpfungswirkung in zumindest einer radialen Richtung, insbesondere sowohl radial nach innen als auch radial nach außen.

Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, ist sie nicht darauf beschränkt, sondern auf vielfältige Weise modifizierbar. Bezuaszeichen Getriebeanordnung

Zahnrad

a Zahnring

b Verzahnung

Federelement/Dämpfer/Dämpfungselement Wälzlager

a Nadelhülse

b Lagerung Nadel

c Wälzelement / Nadel

Bolzen

Achse

1 Hohlrad

2 Sonnenrad

0 Stabilisatoranordnung

0a, b Teilabschnitte

0 Elektromotor

0 Getriebe

00 Verspannungsrichtung radial nach innen00a Verspannungsrichtung radial nach außen00 Dämpfer

01 Federbein

02 Räder

03 Fahrzeughinterachse

04 Karosserie

05 Aktuator