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Title:
TRANSMISSION FOR A MOTORCYCLE, AND MOTORCYCLE COMPRISING SUCH A TRANSMISSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/158355
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a transmission (10) for a motorcycle, said transmission comprising: a housing (11); at least one shaft (13) which can be rotated about a rotational axis relative to the housing (11) and at least part of which is accommodated in the housing (11); a locking device (15) which has at least one first locking element (16) which can be rotated with the shaft (13) and at least one second locking element (18) which can be moved along a movement direction (19) relative to the housing (11), relative to the shaft (13), and relative to the first locking element (16) between at least one release position, in which the locking elements (16, 18) do not engage in one another and the locking elements (16, 18) thereby release the shaft (13) for rotation relative to the housing (11), and at least one locking position, in which the locking elements (16, 18) engage in one another, whereby the shaft (13) is secured against rotation relative to the housing (11); and an actuating device (20), by means of which, by actuating said actuating device (20), the second locking element (18) can be moved out of the release position into the locking position via at least one intermediate position between the release position and the locking position.

Inventors:
SEIDL, Josef (Kapellenweg 7, Straßkirchen, 94342, DE)
STOCKER, Roland (Judenhof 8 A, Salzweg, 94121, DE)
MIRITSCH, Josef (Auf der Höh 7, Gerolsbach, 85302, DE)
JAUCH, Thilo (Hölzlweg 6, München, 80939, DE)
Application Number:
EP2019/052150
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
January 29, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
International Classes:
B62H5/08; B62M7/04; B62M11/04; F16H63/34
Foreign References:
US20040237694A12004-12-02
DE102012012672A12013-01-17
CN1699108A2005-11-23
JP2002166742A2002-06-11
DE102010042917A12012-04-26
US4329953A1982-05-18
CN1699108A2005-11-23
DE4235142A11993-11-25
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Claims:
Patentansprüche

1. Getriebe (10) für ein Motorrad (1 ), mit einem Gehäuse (11 ), mit wenigstens einer um eine Drehachse (14) relativ zu dem Gehäuse (11 ) drehbaren und zumindest teilweise in dem Gehäuse (11 ) aufgenommenen Welle (13), mit einer Sperreinrichtung (15), welche wenigstens ein mit der Welle (13) mitdrehbares erstes Sperrelement (16) und wenigstens ein zweites

Sperrelement (18) aufweist, welches entlang einer Bewegungsrichtung (19) relativ zu dem Gehäuse (11 ), relativ zu der Welle (13) und relativ zu dem ersten Sperrelement (16) zwischen wenigstens einer Freigabestellung, in welcher ein Ineinandergreifen der Sperrelemente (16, 18) unterbleibt und dadurch die Sperrelemente (16, 18) die Welle (13) für eine Drehung relativ zu dem Gehäuse (11 ) freigeben, und wenigstens einer Sperrsteilung bewegbar ist, in welcher die Sperrelemente (16, 18) ineinander greifen, wodurch die Welle (13) gegen eine Drehung relativ zu dem Gehäuse (11 ) gesichert ist, und mit einer Betätigungseinrichtung (20), mittels welcher unter Betätigen der Betätigungseinrichtung (20) das zweite Sperrelement (18) aus der

Freigabestellung über wenigstens eine zwischen der Freigabestellung und der Sperrsteilung liegende Zwischenstellung in die Sperrsteilung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass

eine Sicherheitseinrichtung (21 ) vorgesehen ist, welche in betätigtem Zustand der Betätigungseinrichtung (20) eine Bewegung des zweiten Sperrelements (18) aus der aus dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung (20) resultierenden Zwischenstellung in die Freigabestellung zulässt und wenigstens eine an zumindest einem der Sperrelemente (16, 18) vorgesehene und schräg zur Bewegungsrichtung (19) verlaufende Abweisfläche (22, 23) aufweist, mittels welcher in dem betätigten Zustand der

Betätigungseinrichtung (20) das zweite Sperrelement (18) infolge eines aus einer um die Drehachse (14) erfolgenden Drehung der Welle (13) und aus der Zwischenstellung des zweiten Sperrelements (18) resultierenden Kontakts der an dem zumindest einen Sperrelement (18) vorgesehenen Abweisfläche (22, 23) mit dem jeweils anderen Sperrelement (16) aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung bewegbar ist.

2. Getriebe (10) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Betätigungseinrichtung (20) wenigstens ein Betätigungselement (30) aufweist, welches aus einer Ausgangsstellung in eine Betätigungsstellung relativ zu dem Gehäuse (11 ) bewegbar ist, um dadurch die

Betätigungseinrichtung (20) in den betätigten Zustand zu bringen.

3. Getriebe (10) nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Sicherheitseinrichtung (21 ) ein Federelement (35) aufweist, über welches das zweite Sperrelement (18) entlang der Bewegungsrichtung (19) an dem Betätigungselement (30) abgestützt ist, wobei das Federelement (35) unter Spannen des Federelements (35) die durch die Abweisfläche (22, 23) bewirkte, relativ zu dem Betätigungselement (30) und entlang der

Bewegungsrichtung (19) erfolgende Bewegung des zweiten Sperrelements (18) in die Freigabestellung zulässt.

4. Getriebe (10) nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Rückstelleinrichtung (36) vorgesehen ist, mittels welcher das

Betätigungselement (30) aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegbar ist.

5. Getriebe (10) nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Rückstelleinrichtung (36) wenigstens eine Federeinrichtung (37) aufweist, über welche das Betätigungselement (30) an dem Gehäuse (11 ) abgestützt ist, wobei die Federeinrichtung (37)zumindest in der Betätigungsstellung gespannt ist und dadurch eine Federkraft bereitstellt, mittels welcher das Betätigungselement (30) aus der Betätigungsstellung in die Freigabestellung bewegbar ist.

6. Getriebe (10) nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Rückstelleinrichtung (36) wenigstens einen Magneten (49) umfasst, mittels welchem Magnetkräfte bereitstellbar sind, mittels welchen das

Betätigungselement (30) aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegbar ist.

7. Getriebe (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Betätigungselement (30) mit dem zweiten Sperrelement (18) derart gekoppelt ist, dass das Betätigungselement (30) bei seiner Bewegung aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung das zweite Sperrelement (18) mitnimmt und dadurch in die Freigabestellung bewegt.

8. Getriebe (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass:

- die Betätigungseinrichtung (20) ein Betätigungsgehäuse (53) und einen in dem Betätigungsgehäuse (53) angeordneten und elektrisch betreibbaren Aktor (40) umfasst, mittels welchem die Bewegung des

Betätigungselements (30) aus der Ausgangstellung in die

Betätigungsstellung relativ zu dem Betätigungsgehäuse bewirkbar ist;

- das Betätigungselement (30) und das relativ zu dem Betätigungsgehäuse (53) entlang der Bewegungsrichtung (19) bewegbare zweite Sperrelement

(18) zumindest über das Betätigungsgehäuse (53) an dem Gehäuse (11 ) des Getriebes (10)gehalten sind; und

- die Sicherheitseinrichtung (21 ) in dem betätigten Zustand der

Betätigungseinrichtung (20) die durch die Abweisfläche (22, 23) bewirkte Bewegung des zweiten Sperrelements (18) die Freigabestellung zulässt, indem die Sicherheitseinrichtung (21 ) eine entlang der Bewegungsrichtung

(19) verlaufende und relativ zu dem Gehäuse (11 ) des Getriebes (10) erfolgende Bewegung des Betätigungsgehäuses (53) und mit diesem des Aktors (40), des Betätigungselements (30) und des zweiten Sperrelements (18) zulässt.

9. Getriebe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Betätigungseinrichtung (20) als ein von dem übrigen Getriebe (10) unabhängig vormontierbares und in vormontiertem Zustand an dem Gehäuse (11 ) des Getriebes (10) montierbares Modul ausgebildet ist.

10. Motorrad (1 ), mit wenigstens einem Antriebsmotor (9), mit einem von dem Antriebsmotor (9) antreibbaren Getriebe (10), welches ein Gehäuse (11 ), und wenigstens eine um eine Drehachse (14) relativ zu dem Gehäuse (11 ) drehbare und zumindest teilweise in dem Gehäuse (11 ) aufgenommene Welle (13) aufweist, mit einer Sperreinrichtung (15), welche wenigstens ein mit der Welle (13) mitdrehbares erstes Sperrelement (16) und wenigstens ein zweites Sperrelement (18) aufweist, welches entlang einer Bewegungsrichtung (19) relativ zu dem Gehäuse (11 ), relativ zu der Welle (13) und relativ zu dem ersten Sperrelement (16) zwischen wenigstens einer Freigabestellung, in welcher ein Ineinandergreifen der Sperrelemente (16, 18) unterbleibt und dadurch die Sperrelemente (16, 18) die Welle (13) für eine Drehung relativ zu dem Gehäuse (11 ) freigeben, und wenigstens einer Sperrsteilung bewegbar ist, in welcher die Sperrelemente (16, 18) ineinander greifen, wodurch die Welle (13) gegen eine Drehung relativ zu dem Gehäuse (11 ) gesichert ist, und mit einer Betätigungseinrichtung (20), mittels welcher unter Betätigen der Betätigungseinrichtung (20) das zweite Sperrelement (18) aus der

Freigabestellung über wenigstens eine zwischen der Freigabestellung und der Sperrsteilung liegende Zwischenstellung in die Sperrsteilung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass

eine Sicherheitseinrichtung (21 ) vorgesehen ist, welche in betätigtem Zustand der Betätigungseinrichtung (20) eine Bewegung des zweiten Sperrelements (18) aus der aus dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung (20) resultierenden Zwischenstellung in die Freigabestellung zulässt und wenigstens eine an zumindest einem der Sperrelemente (16, 18) vorgesehene und schräg zur Bewegungsrichtung (19) verlaufende Abweisfläche (22, 23) aufweist, mittels welcher in dem betätigten Zustand der

Betätigungseinrichtung (20) das zweite Sperrelement (18) infolge eines aus einer um die Drehachse (14) erfolgenden Drehung der Welle (13) und aus der Zwischenstellung des zweiten Sperrelements (18) resultierenden Kontakts der an dem zumindest einen Sperrelement (18) vorgesehenen Abweisfläche (22, 23) mit dem jeweils anderen Sperrelement (16) aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung bewegbar ist.

Description:
Getriebe für ein Motorrad, sowie Motorrad mit einem solchen Getriebe

Die Erfindung betrifft ein Getriebe für ein Motorrad gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Motorrad mit einem solchen Getriebe gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 10.

Ein solches Getriebe für ein Motorrad sowie ein solches Motorrad mit einem solchen Getriebe sind beispielsweise bereits der CN 1699108 A als bekannt zu entnehmen. Das Motorrad umfasst wenigstens einen Antriebsmotor und das Getriebe, welches von dem Antriebsmotor antreibbar ist. Das Getriebe umfasst dabei ein Gehäuse und wenigstens einen um eine Drehachse relativ zu dem Gehäuse drehbare und zumindest teilweise in dem Gehäuse aufgenommene Welle. Außerdem umfasst das Getriebe eine Sperreinrichtung, welche wenigstens ein mit der Welle mitdrehbares erstes Sperrelement und wenigstens ein zweites Sperrelement aufweist. Das zweite Sperrelement ist entlang einer Bewegungsrichtung relativ zu dem Gehäuse, relativ zu der Welle und relativ zu dem ersten Sperrelement zwischen wenigstens einer Freigabestellung und wenigstens einer Sperrsteilung bewegbar. In der Sperrsteilung greifen die Sperrelemente ineinander, wodurch die Sperrelemente formschlüssig Zusammenwirken. Hierdurch ist die Welle mittels der Sperrelemente gegen eine Drehung relativ zu dem Gehäuse gesichert. In der Freigabestellung unterbleibt ein Ineinandergreifen der Sperrelemente, sodass die Sperrelemente in der Freigabestellung die Welle für eine Drehung relativ zu dem Gehäuse um die Drehachse freigeben.

Des Weiteren ist eine Betätigungseinrichtung vorgesehen, mittels welcher unter Betätigen der Betätigungseinrichtung das zweite Sperrelement aus der Freigabestellung über wenigstens eine zwischen der Freigabestellung und der Sperrsteilung liegende Zwischenstellung in die Sperrsteilung bewegbar ist. Darüber hinaus offenbart die DE 42 35 142 A1 ein Getriebeschloss für Krafträder, wobei das Getriebeschloss einen guten Schutz des Kraftrades gegen Diebstahl bieten soll.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Getriebe und ein Motorrad der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass eine besonders vorteilhafte Betätigung der Sperreinrichtung realisiert werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Getriebe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch ein Motorrad mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Getriebe für ein Motorrad, welches im Rahmen der Erfindung ein einspuriges Kraftfahrzeug ist, welches auch als Kraftrad bezeichnet wird. Das Getriebe ist beispielsweise von einem Antriebsmotor des Motorrads antreibbar, indem der Antriebsmotor beispielsweise Drehmomente bereitstellt, welche in das Getriebe eingeleitet werden. Das Getriebe umfasst ein auch als Getriebegehäuse bezeichnetes Gehäuse und wenigstens eine Welle, welche um eine Drehachse relativ zu dem Gehäuse drehbar und zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, in dem Gehäuse aufgenommen ist. Die Welle ist beispielsweise eine Getriebeausgangswelle, welche zumindest mittelbar mit genau oder wenigstens einem Rad des Motorrads gekoppelt ist. Hierdurch kann beispielsweise das Rad über die Welle von dem Antriebsmotor angetrieben werden, wodurch das Motorrad insgesamt angetrieben werden kann.

Das Getriebe umfasst ferner eine Sperreinrichtung, welche wenigstens ein mit der Welle mitdrehbares erstes Sperrelement und wenigstens ein zweites Sperrelement aufweist. Das erste Sperrelement ist beispielsweise durch ein separat von der Welle ausgebildetes und drehfest mit der Welle verbundenes Rad gebildet, welches beispielsweise ein insbesondere als Losrad ausgebildetes Gangrad eines Gangs des Getriebes oder aber ein Sperrenrad sein kann, welches beispielsweise zusätzlich zu Gangrädern des Getriebes vorgesehen ist.

Das zweite Sperrelement ist entlang einer Bewegungsrichtung relativ zu dem Gehäuse, relativ zu der Welle und relativ zu dem ersten Sperrelement, insbesondere translatorisch, zwischen wenigstens einer Freigabestellung und wenigstens einer Sperrsteilung bewegbar. In der Sperrsteilung greifen die Sperrelemente ineinander, wodurch die Sperrelemente formschlüssig Zusammenwirken. Dadurch ist die Welle mittels der Sperrelemente gegen eine Drehung relativ zu dem Gehäuse um die Drehachse gesichert. Hierzu ist beispielsweise das zweite Sperrelement derart an dem Gehäuse gehalten, dass das zweite Sperrelement gegen eine Drehung relativ zu dem Gehäuse um die Drehachse gesichert ist.

In der Freigabestellung unterbleibt ein Ineinandergreifen der Sperrelemente. Mit anderen Worten greifen die Sperrelemente in der Freigabestellung nicht ineinander, wodurch die Sperrelemente in der Freigabestellung die Welle für eine Drehung relativ zu dem Gehäuse um die Drehachse freigeben. Da beispielsweise das wenigstens eine Rad, insbesondere permanent, mit der Welle gekoppelt ist, wird das Rad beispielsweise in der Sperrsteilung gegen eine Drehung relativ zu einem Rahmen des Motorrads gesichert, wodurch das Motorrad beispielsweise gegen unerwünschtes Wegrollen gesichert werden kann. Darüber hinaus ist eine Betätigungseinrichtung vorgesehen, mittels welcher unter Betätigen der Betätigungseinrichtung das zweite Sperrelement aus der Freigabestellung über wenigstens eine zwischen der Freigabestellung und der Sperrsteilung liegende Zwischenstellung in die Sperrsteilung bewegbar ist.

Um nun eine besonders vorteilhafte Betätigung der Sperreinrichtung realisieren zu können, ist erfindungsgemäß eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen, welche in betätigtem Zustand der Betätigungseinrichtung, das heißt trotz des betätigten Zustands der Betätigungseinrichtung eine Bewegung des zweiten Sperrelements aus der aus dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung resultierenden Zwischenstellung in die Freigabestellung zulässt und wenigstens eine an zumindest einem der Sperrelemente vorgesehene und schräg zur Bewegungsrichtung verlaufende Abweisfläche aufweist, mittels welcher in dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung beziehungsweise trotz des betätigten Zustands der Betätigungseinrichtung das zweite Sperrelement infolge eines aus einer um die Drehachse erfolgenden Drehung der Welle und aus der Zwischenstellung des zweiten Sperrelements resultierenden Kontakts der an dem zumindest einen Sperrelement vorgesehenen Abweisfläche mit dem jeweils anderen Sperrelement aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung bewegbar ist. Mit anderen Worten wird das zweite Sperrelement auf seinem Weg aus der Freigabestellung in die Sperrsteilung beispielsweise dann, wenn die Betätigungseinrichtung betätigt wird, während sich die Welle mit einer von Null unterschiedlichen Drehzahl um die Drehachse relativ zu dem Gehäuse dreht, mittels der Abweisfläche abgewiesen, das heißt daran gehindert, die Sperrsteilung zu erreichen, sodass das zweite Sperrelement lediglich in die zwischen der Freigabestellung und die Sperrsteilung liegende Zwischenstellung kommt beziehungsweise lediglich die Zwischenstellung erreicht. Da sich die Welle um die Drehachse dreht, erfolgt in der Zwischenstellung des zweiten Sperrelements und bevor das zweite Sperrelement die Sperrsteilung erreicht, ein Kontakt der Abweisfläche mit dem entsprechend anderen Sperrelement, sodass beispielsweise das andere Sperrelement an der Abweisfläche abgleitet, wodurch das zweite Sperrelement aus der Zwischenstellung zurück in die Freigabestellung bewegt wird, obwohl sich die Betätigungseinrichtung in ihrem betätigten Zustand befindet. Hierdurch kann vermieden werden, dass das zweite Sperrelement in Eingriff mit dem ersten Sperrelement kommt, wenn sich die Welle mit einer übermäßigen Drehzahl um die Drehachse relativ zu dem Gehäuse dreht. Hierdurch kann beispielsweise während einer Fahrt des Motorrads ein plötzliches und insbesondere unerwünschtes oder aus Missbrauch resultierendes Blockieren der Welle vermieden werden, sodass ein besonders sicherer Betrieb des Motorrads gewährleistet werden kann. Mit anderen Worten führt eine etwaig während einer Fahrt des Motorrads stattfindende Betätigung der Betätigungseinrichtung nicht zu einem Blockieren der Welle, wodurch während der Fahrt übermäßige Belastungen des Getriebes und daraus resultierende Schäden vermieden werden können.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Betätigungseinrichtung wenigstens ein Betätigungselement auf, welches, insbesondere entlang einer Betätigungseinrichtung, aus einer Ausgangsstellung in eine Betätigungsstellung relativ zu dem Gehäuse, insbesondere translatorisch, bewegbar ist. Die Betätigungsrichtung verläuft dabei parallel zu der Bewegungsrichtung oder fällt mit der Bewegungsrichtung zusammen. Das Betätigungselement ist aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung relativ zu dem Gehäuse bewegbar, um dadurch die Betätigungseinrichtung in deren betätigten Zustand zu bringen. Mit anderen Worten resultiert beispielsweise aus der Betätigung der Betätigungseinrichtung die Bewegung des Bewegungselements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung, woraus der betätigte Zustand der Betätigungseinrichtung resultiert. Hierdurch kann eine besonders vorteilhafte und einfache sowie robuste Betätigung der Betätigungseinrichtung und somit der Sperreinrichtung gewährleistet werden.

Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn die Sicherheitseinrichtung ein Federelement aufweist, über welches das zweite Sperrelement entlang der Bewegungsrichtung an dem Betätigungselement abgestützt ist. Das Federelement lässt dabei unter Spannen des Federelements die durch die Abweisfläche bewirkte, relativ zu dem Betätigungselement und entlang der Bewegungsrichtung sowie vorzugsweise entlang der Betätigungsrichtung erfolgende, insbesondere translatorische, Bewegung des zweiten Sperrelements in die Freigabestellung zu. Mit anderen Worten, wird die Bewegungsrichtung betätigt, während sich die Welle mit einer übermäßigen Drehzahl um die Drehachse relativ zu dem Gehäuse dreht, so wird zwar dadurch das Betätigungselement aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung bewegt, wodurch beispielsweise das zweite Sperrelement mittels des Betätigungselements aus der Ausgangsstellung in Richtung der Sperrsteilung bewegt wird. Da sich jedoch die Welle um die Drehachse relativ zu dem Gehäuse dreht, erreicht das Sperrelement die Sperrsteilung nicht, sondern das zweite Sperrelement erreicht lediglich die Zwischenstellung, von der ausgehend das zweite Sperrelement mittels der Abweisfläche zurück in die Freigabestellung bewegt wird. Dies ist möglich, während sich das Betätigungselement in der Betätigungsstellung befindet, da das Federelement gespannt wird. Bei der insbesondere translatorischen Bewegung des zweiten Sperrelements entlang der Bewegungsrichtung aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung wird das zweite Sperrelement beispielsweise entlang der Bewegungsrichtung und insbesondere entlang der Betätigungsrichtung auf das Betätigungselement zu bewegt. Dies wird von dem Federelement zugelassen, da das Federelement elastisch verformbar ist, wobei das Federelement gespannt wird. In der Folge stellt das Federelement eine Federkraft bereit, welche beispielsweise auf das zweite Sperrelement wirkt.

Kommt nun beispielsweise die Welle in ihren Stillstand, insbesondere derart, dass sich die Sperrelemente gegenseitig überlappen beziehungsweise überdecken, sodass die Sperrelemente ineinandergreifen können, so kann sich das zunächst gespannte Federelement beispielsweise zumindest teilweise entspannen, sodass, insbesondere während sich das Betätigungselement in der Betätigungsstellung befindet, das zweite Sperrelement mittels der von dem Federelement bereitgestellten Federkraft aus der Freigabestellung in die Sperrsteilung bewegt werden kann beziehungsweise bewegt wird.

Wird jedoch beispielsweise das Betätigungselement aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegt, bevor die Welle ihren Stillstand erreicht beziehungsweise bevor die Sperrelemente ineinandergreifen können, so wird dadurch beispielsweise das Federelement entspannt, sodass dann das zweite Sperrelement nicht mittels des Federelements in die Sperrsteilung bewegt wird.

Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass eine Rückstelleinrichtung vorgesehen ist, mittels welcher das Betätigungselement aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegbar ist. Endet beispielsweise eine Betätigung der Betätigungseinrichtung beziehungsweise endet der betätigte Zustand der Betätigungseinrichtung, so wird das Betätigungselement mittels der Rückstelleinrichtung aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegt, sodass dann beispielsweise eine durch das Betätigungselement bewirkte Bewegung des Sperrelements aus der Freigabestellung in die Sperrsteilung unterbleibt. Hierdurch kann eine besonders vorteilhafte Betätigung gewährleistet werden.

Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn die Rückstelleinrichtung wenigstens eine Federeinrichtung aufweist, über welche das Betätigungselement an dem Gehäuse abgestützt ist. Die Federeinrichtung ist zumindest in der Betätigungsstellung gespannt und stellt dadurch eine Federkraft bereit, mittels welcher das Betätigungselement aus der Betätigungsstellung in die Freigabestellung bewegbar ist. Diese Ausführungsform ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn beispielsweise ein zum Bewegen des Betätigungselements zwischen der Ausgangsstellung und der Betätigungsstellung ausgebildeter und beispielsweise elektrisch betreibbarer Aktor ausfällt, sodass der Aktor beispielsweise das Betätigungselement nicht mehr aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegen kann. Eine solche Bewegung des Betätigungselements aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung kann dann durch die Federeinrichtung bewirkt werden. Somit ist es beispielsweise möglich, das Betätigungselement auch dann in die Ausgangsstellung zu bewegen und insbesondere in der Ausgangsstellung zu halten, wenn es beispielsweise zu einem Stromausfall kommt, sodass der Aktor nicht mehr betrieben werden kann. Um eine besonders vorteilhafte Betätigung der Sperreinrichtung zu realisieren, ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Rückstelleinrichtung wenigstens einen Magneten umfasst, mittels welchem Magnetkräfte bereitstellbar sind, mittels welchen das Betätigungselement aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegbar und vorzugsweise in der Ausgangsstellung zu halten sind. Der Magnet ist vorzugsweise als Permanentmagnet ausgebildet, sodass das Betätigungselement auch bei einem Stromausfall sicher und definiert aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegt und insbesondere in der Ausgangsstellung gehalten werden kann. Befindet sich das Betätigungselement in der Ausgangsstellung, so unterbleibt ein durch das Betätigungselement bewirktes Bewegen des zweiten Sperrelements aus der Freigabestellung in die Sperrsteilung beziehungsweise in Richtung der Sperrsteilung.

Um eine besonders sichere und definierte Betätigung der Sperreinrichtung zu realisieren, ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das Betätigungselement mit dem zweiten Sperrelement derart gekoppelt ist, dass das Betätigungselement bei seiner Bewegung aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung das zweite Sperrelement mitnimmt und dadurch in die Freigabestellung bewegt. Hierzu ist das Betätigungselement mit dem zweiten Sperrelement vorzugsweise formschlüssig gekoppelt. Befindet sich somit beispielsweise das zweite Sperrelement in seiner Sperrsteilung, während sich das Betätigungselement in seiner Betätigungsstellung befindet, und wird dann das Betätigungselement, beispielsweise insbesondere mittels des zuvor genannten Aktors, aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegt, insbesondere translatorisch entlang der Betätigungsrichtung, so nimmt das Betätigungselement das zweite Sperrelement mit, wodurch das zweite Sperrelement aus der Sperrsteilung in die Freigabestellung bewegt wird.

Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Betätigungseinrichtung ein Betätigungsgehäuse und einen in dem Betätigungsgehäuse angeordneten und elektrisch betreibbaren Aktor umfasst, welcher beispielsweise als der zuvor genannte Aktor ausgebildet sein kann. Mittels des Aktors ist die Bewegung des Betätigungselements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung relativ zu dem Betätigungsgehäuse, insbesondere translatorisch und entlang der Betätigungsrichtung, bewirkbar, insbesondere mit Hilfe von elektrischem Strom. Mit anderen Worten wird beispielsweise der Aktor mit elektrischem Strom beziehungsweise mit elektrischer Energie versorgt, sodass mittels des Aktors das Betätigungselement zumindest aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung bewegt wird beziehungsweise bewegt werden kann. Das Betätigungselement und das relativ zu dem Betätigungsgehäuse bewegbare zweite Sperrelement sind zumindest über das Betätigungsgehäuse an dem Gehäuse des Getriebes gehalten. Das Betätigungselement ist insbesondere entlang der Betätigungsrichtung und translatorisch relativ zu dem Betätigungsgehäuse bewegbar, wobei das zweite Sperrelement beispielsweise entlang der Bewegungsrichtung sowie vorzugsweise translatorisch relativ zu dem Betätigungsgehäuse bewegbar ist.

Die Sicherheitseinrichtung lässt dabei in dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung durch die Abweisfläche bewirkte Bewegung des zweiten Sperrelements die Freigabestellung zu, indem die Sicherheitseinrichtung eine entlang der Bewegungsrichtung verlaufende und relativ zu dem Gehäuse des Getriebes erfolgende Bewegung des Betätigungsgehäuses und mit diesem des Aktors, des Betätigungselements und des zweiten Sperrelements zulässt. Kommt beispielsweise die Abweisfläche in Kontakt mit dem jeweils anderen Sperrelement, während sich das zweite Sperrelement in der Zwischenstellung befindet, so werden beispielsweise das zweite Sperrelement und über dieses das Betätigungselement, der Aktor und das Betätigungsgehäuse von dem ersten Sperrelement weg bewegt, insbesondere weggedrückt, und dabei entlang der Bewegungsrichtung relativ zu dem Getriebegehäuse, insbesondere translatorisch, bewegt, sodass trotz des betätigten Zustands der Betätigungseinrichtung das Sperrelement aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung gelangen kann beziehungsweise bewegt wird.

Hierbei ist unter dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung insbesondere folgendes zu verstehen: durch Bewegen des Betätigungselements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung wird das Betätigungselement zunächst relativ zu dem Betätigungsgehäuse, insbesondere translatorisch und/oder entlang der Betätigungsrichtung, bewegt und kommt somit zunächst beispielsweise relativ zu dem Betätigungsgehäuse in eine Betätigungsposition und relativ zu dem Getriebegehäuse in die Betätigungsstellung. Dies bedeutet, dass das Betätigungselement beispielsweise die Betätigungsstellung relativ zu dem Getriebegehäuse und die Betätigungsposition relativ zu dem Betätigungsgehäuse einnimmt, wobei beispielsweise zunächst die Betätigungsposition mit der Betätigungsstellung zusammenfällt. Werden nun über das zweite Sperrelement das Betätigungselement und mit diesem der Aktor und das Betätigungsgehäuse auf die beschriebene Weise mittels der Abweisfläche bewegt, sodass das zweite Sperrelement in seine Freigabestellung kommt, so verändert das Betätigungselement seine Stellung beziehungsweise Position relativ zu dem Getriebegehäuse, sodass beispielsweise das Betätigungselement relativ zu dem Getriebegehäuse die Betätigungsstellung verlässt, jedoch behält beispielsweise das Betätigungselement seine Betätigungsposition relativ zu dem Betätigungsgehäuse bei, da mittels der Abweisfläche das zweite Sperrelement, das Betätigungselement und das Betätigungsgehäuse sowie der Aktor gemeinsam entlang der Bewegungsrichtung, insbesondere translatorisch, relativ zu dem Getriebegehäuse bewegt werden, sodass das zweite Sperrelement bezogen auf das Getriebegehäuse in seine Freigabestellung kommt.

Somit wird beispielsweise das Betätigungselement relativ zu dem Getriebegehäuse, insbesondere entlang der Bewegungsrichtung beziehungsweise entlang der Betätigungsrichtung bewegt, jedoch unterbleibt beispielsweise eine Bewegung des Betätigungselements relativ zu dem Betätigungsgehäuse, sodass das Betätigungselement beispielsweise seine Betätigungsstellung verlässt, jedoch seine Betätigungsposition beibehält. Auf diese Weise kann ein besonders sicherer Betrieb des Motorrads auf besonders einfache Weise realisiert werden. Insbesondere ermöglicht die Sicherheitseinrichtung die Vermeidung des Blockierens der Welle bei beispielsweise unbeabsichtigtem oder missbräuchlichem Betätigen der Betätigungseinrichtung.

Um eine besonders vorteilhafte Betätigung der Sperreinrichtung auf besonders kostengünstige Weise realisieren zu können, ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Betätigungseinrichtung als ein von dem übrigen Getriebe unabhängig vormontierbares und in vormontiertem Zustand an dem Gehäuse des Getriebes montierbares beziehungsweise montiertes Modul ausgebildet ist.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Motorrad mit wenigstens einem beispielsweise als Verbrennungskraftmaschine oder aber als elektrische Maschine ausgebildeten Antriebsmotor. Das Motorrad umfasst ferner ein von dem Antriebsmotor antreibbares Getriebe, insbesondere ein erfindungsgemäßes Getriebe gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung.

Der Antriebsmotor weist beispielsweise eine insbesondere als Kurbelwelle ausgebildete Abtriebswelle auf, über welche der Antriebsmotor Drehmomente zum Antreiben des Motorrads bereitstellen kann. Das jeweilige Antriebsmoment kann in das Getriebe eingeleitet werden, wodurch das Getriebe angetrieben wird. Das Getriebe umfasst ein auch als Getriebegehäuse bezeichnetes Gehäuse und wenigstens eine um eine Drehachse relativ zu dem Gehäuse drehbare und zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig in dem Gehäuse aufgenommene Welle. Außerdem umfasst das Getriebe eine Sperreinrichtung, welche wenigstens ein mit der Welle mitdrehbares erstes Sperrelement und wenigstens ein zweites Sperrelement aufweist. Das zweite Sperrelement ist entlang einer Bewegungsrichtung relativ zu dem Gehäuse, relativ zu der Welle und relativ zu dem ersten Sperrelement zwischen wenigstens einer Freigabestellung und wenigstens einer Sperrsteilung, insbesondere translatorisch, bewegbar. In der Sperrsteilung greifen die Sperrelemente ineinander, wodurch die Sperrelemente formschlüssig Zusammenwirken und die Welle gegen eine Drehung relativ zu dem Gehäuse sichern. In der Freigabestellung unterbleibt ein Ineinandergreifen der Sperrelemente, sodass die Sperrelemente in der Freigabestellung die Welle für eine Drehung relativ zu dem Gehäuse um die Drehachse freigeben.

Des Weiteren ist eine Betätigungseinrichtung vorgesehen, mittels welcher unter Betätigen der Betätigungseinrichtung das zweite Sperrelement aus der Freigabestellung über wenigstens eine zwischen der Freigabestellung und der Sperrsteilung liegende Zwischenstellung in die Sperrsteilung bewegbar ist. Die Betätigungseinrichtung ist beispielsweise von einer Person manuell zu betätigen, sodass beispielsweise die Person die Bewegung des zweiten Sperrelements aus der Freigabestellung über die Zwischenstellung in die Sperrsteilung bewirken kann, indem die Person die Betätigungseinrichtung manuell betätigt.

Um nun eine besonders vorteilhafte Betätigung der Sperreinrichtung sowie einen besonders sicheren Betrieb des Motorrads realisieren zu können, ist es bei dem zweiten Aspekt der Erfindung vorgesehen, dass das Motorrad, insbesondere das Getriebe, eine Sicherheitseinrichtung aufweist. Die Sicherheitseinrichtung lässt in betätigtem Zustand der Betätigungseinrichtung eine Bewegung des zweiten Sperrelements aus der aus dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung resultierenden Zwischenstellung in die Freigabestellung zu und umfasst wenigstens eine an zumindest einem der Sperrelemente vorgesehene und schräg zur Bewegungsrichtung verlaufende Abweisfläche, mittels welcher in dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung das zweite Sperrelement infolge eines aus einer um die Drehachse erfolgenden Drehung der Welle und aus der Zwischenstellung des zweiten Sperrelements resultierenden Kontakts der an dem zumindest einen Sperrelement vorgesehenen Abweisfläche mit dem jeweils anderen Sperrelement aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung bewegbar ist. Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten Aspekts der Erfindung sind als Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des zweiten Aspekts der Erfindung anzusehen und umgekehrt.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele mit den zugehörigen Zeichnungen. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Motorrads;

Fig. 2 ausschnittsweise eine schematische und geschnittene Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Getriebes gemäß einer ersten Ausführungsform;

Fig. 3 ausschnittsweise eine schematische und geschnittene Vorderansicht des Getriebes gemäß einer zweiten Ausführungsform; und

Fig. 4 eine schematische und geschnittene Vorderansicht des Getriebes gemäß einer dritten Ausführungsform.

In den Fig. sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Fig. 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht ein im Ganzen mit 1 bezeichnetes Motorrad, welches ein genau einspuriges Kraftfahrzeug ist und auch als Kraftrad bezeichnet wird. Das Motorrad 1 umfasst einen Rahmen 2 sowie eine verschwenkbar an dem Rahmen 2 gehaltene Schwinge 3. Die Schwinge 3 ist beispielsweise gefedert und gedämpft an dem Rahmen 2 abgestützt. Das Motorrad 1 umfasst ferner eine als Dämpfungsgabel ausgebildete Gabel 4, welche verschwenkbar an dem Rahmen 2 gehalten ist. Die Gabel 4 kann beispielsweise um eine auch als Lenkachse bezeichnete Schwenkachse relativ zu dem Rahmen 2 verschwenkt werden, insbesondere von dem Fahrer des Motorrads 1. Das Motorrad 1 umfasst ferner Räder 5 und 6, welche in Längsrichtung des Motorrads 1 hintereinander beziehungsweise aufeinanderfolgend angeordnet und derselben Spur zugeordnet sind. Das Rad 5 ist ein Vorderrad, welches drehbar an der Gabel 4 gehalten ist. Werden die Gabel 4 und mit der Gabel 4 das Rad 5 um die Lenkachse relativ zu dem Rahmen 2 verschwenkt, so werden dadurch beispielsweise Richtungswechsel beziehungsweise Kurvenfahrten des Motorrads 1 bewirkt.

Das Rad 6 ist ein Hinterrad, welches drehbar an der Schwinge 3 gehalten ist. Die Räder 5 und 6 sind Bodenkontaktelemente, über welche das Motorrad 1 in vertikaler Richtung nach unten an einer Fahrbahn 7 abgestützt beziehungsweise abstützbar ist. Können sich die Räder 5 und 6 um jeweilige Raddrehachsen relativ zu dem Rahmen 2 drehen, und wird währenddessen das Motorrad 1 entlang der Fahrbahn 7 geschoben beziehungsweise bewegt, während die Räder 5 und 6 die Fahrbahn 7 berühren, so rollen die Räder 5 und 6 an der Fahrbahn 7 ab.

Das Motorrad 1 umfasst ferner einen Antriebsstrang 8, welcher an dem Rahmen 2 gehalten beziehungsweise mit dem Rahmen 2 verbunden ist. Der Antriebsstrang 8 umfasst einen Antriebsmotor 9, welcher beispielsweise als elektrische Maschine oder aber als Verbrennungskraftmaschine ausgebildet ist. Der Antriebsmotor 9 weist beispielsweise eine insbesondere als Kurbelwelle ausgebildete Abtriebswelle auf, über welche der Antriebsmotor 9 jeweilige, auch als Antriebsdrehmomente bezeichnete Antriebsmomente zum Antreiben des Motorrads 1 bereitstellen kann. Der Antriebsstrang 8 umfasst ferner ein Getriebe 10, wobei das Rad 6 über das Getriebe 10 von der Abtriebswelle und somit von dem Antriebsmotor 9 angetrieben werden kann. Dies bedeutet, dass das jeweilige, von dem Antriebsmotor 9 über die Abtriebswelle bereitgestellte Drehmoment über das Getriebe 10 auf das Rad 6 übertragen werden kann, wodurch das Rad 6 und somit das Motorrad 1 insgesamt angetrieben werden können. Fig. 2 zeigt ausschnittsweise in einer schematischen und geschnittenen Vorderansicht das Getriebe 10. Aus Fig. 2 ist erkennbar, dass das Getriebe 10 ein auch als Getriebegehäuse bezeichnetes Gehäuse 11 aufweist. In Zusammenschau mit Fig. 4 ist erkennbar, dass das Getriebegehäuse einen Aufnahmeraum 12 begrenzt. Das Getriebegehäuse weist beispielsweise mehrere, separat voneinander ausgebildete und miteinander verbundene Gehäuseteile auf.

Das Getriebe 10 umfasst ferner wenigstens eine teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, in dem Aufnahmeraum 12 und somit in dem Gehäuse 11 aufgenommene Welle 13, welche um eine Drehachse 14 relativ zu dem Gehäuse 11 drehbar ist. Die Welle 13 ist beispielsweise eine Getriebeausgangswelle des Getriebes 10. Die Welle 13 ist beispielsweise, insbesondere permanent, mit dem Rad 6 gekoppelt, sodass beispielsweise immer dann, wenn sich die Welle 13 um die Drehachse 14 relativ zu dem Gehäuse 11 drehen kann und das Rad 6 um seine Raddrehachse relativ zu der Schwinge 3 und relativ zu dem Rahmen 2 gedreht wird, die Welle 13 um die Drehachse 14 relativ zu dem Gehäuse 11 gedreht wird. Ist jedoch - wie im Folgenden näher erläutert wird - die Welle 13 gegen eine Drehung relativ zu dem Gehäuse 11 um die Drehachse 14 gesichert, so kann auch das Rad 6 nicht um seine Raddrehachse relativ zu dem Rahmen 2 gedreht werden, wodurch das Motorrad 1 gegen ein allzu leichtes und unerwünschtes Wegrollen beziehungsweise Bewegen entlang der Fahrbahn 7 gesichert werden kann. Dadurch kann ein vorteilhafter Diebstahlschutz realisiert werden.

Besonders gut aus Fig. 2 ist erkennbar, dass das Getriebe 10 und somit das Motorrad 1 eine Sperreinrichtung 15 aufweist, welche wenigstens ein mit der Welle 13 mitdrehbares erstes Sperrelement 16 umfasst. Das erste Sperrelement 16 ist beispielsweise durch ein Sperrenrad 17 gebildet, welches ein separat von der Welle 13 ausgebildetes und drehfest mit der Welle 13 verbundenes Bauteil ist. Das Sperrenrad 17 ist beispielsweise zusätzlich zu Gangrädern von jeweiligen schaltbaren Gängen des Getriebes 10 vorgesehen und dabei auf der Welle 13 angeordnet. Die Sperreinrichtung 15 umfasst ferner ein zweites Sperrelement 18, welches entlang einer in Fig. 2 durch einen Doppelpfeil 19 veranschaulichten und beispielsweise in radialer Richtung der Welle 13 verlaufenden Bewegungsrichtung relativ zudem Gehäuse 11 , relativ zu der Welle 13 und relativ zu dem ersten Sperrelement 16 zwischen wenigstens einer in Fig. 2 gezeigten Freigabestellung und wenigstens einer in den Fig. nicht gezeigten Sperrsteilung bewegbar ist. Aus Fig. 4 ist erkennbar, dass die Sperreinrichtung 15 eine Mehrzahl von insbesondere durch das Sperrenrad 17 gebildeten ersten Sperrelementen 16 aufweist, welche beispielsweise in Umfangsrichtung der Welle 13 beziehungsweise des Sperrenrads 17 aufeinanderfolgend und voneinander beabstandet angeordnet sind.

In der Sperrsteilung des Sperrelements 18 greift das Sperrelement 18 in eines der Sperrelemente 16 ein, wodurch die Sperrelemente 16 und 18 ineinander greifen und somit formschlüssig Zusammenwirken. Dabei ist das Sperrelement 18 zumindest mittelbar derart an dem Gehäuse 11 gehalten, dass das Sperrelement 18 gegen eine Drehung um die Drehachse 14 relativ zu dem Gehäuse 11 gesichert ist. Somit ist die Welle 13 in der Sperrsteilung mittels der Sperrelemente 16 und 18 gegen eine Drehung relativ zu dem Gehäuse 11 um die Drehachse 14 gesichert. In der Freigabestellung jedoch unterbleibt ein Ineinandergreifen der Sperrelemente 16 und 18. Mit anderen Worten greift in der Freigabestellung das Sperrelement 18 in keines der Sperrelemente 16 ein, wodurch die Welle 13 für eine Drehung relativ zu dem Gehäuse 11 um die Drehachse 14 freigegeben ist.

Das Getriebe 10 und somit das Motorrad 1 umfassen darüber hinaus eine Betätigungseinrichtung 20, mittels welcher unter Betätigen des Betätigungseinrichtung 20 das zweite Sperrelement 18 aus der Freigabestellung über wenigstens eine zwischen der Freigabestellung und der Sperrsteilung liegende Zwischenstellung entlang der Bewegungsrichtung relativ zu dem Gehäuse 11 bewegbar ist.

Um nun eine besonders vorteilhafte Betätigung der Sperreinrichtung 15 und einen besonders sicheren Betrieb des Motorrads 1 realisieren zu können, ist eine Sicherheitseinrichtung 21 vorgesehen, welche in betätigtem Zustand der Betätigungseinrichtung 20 beziehungsweise trotz des betätigten Zustands der Betätigungseinrichtung 20 eine Bewegung des zweiten Sperrelements 18 aus der aus dem betätigen Zustand der Betätigungseinrichtung 20 resultierenden Zwischenstellung in die Freigabestellung zulässt und an dem Sperrelement 18 vorgesehene Abweisflächen 22 und 23 aufweist, die durch ein abgeschrägtes Ende 24 des Betätigungselements 30 gebildet sind. Die Abweisflächen 22 und 23 verlaufen schräg zur Betätigungsrichtung und sind auf in Umfangsrichtung der Welle 13 beziehungsweise des Sperrenrads 17 an einander entgegengesetzten beziehungsweise einander gegenüberliegenden Seiten des Sperrelements 18 angeordnet beziehungsweise im Falle eines zylindrischen Sperrelements 18 als Fase ausgebildet.

Mittels der jeweiligen Abweisfläche 22 beziehungsweise 23 ist in dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung 20 das zweite Sperrelement 18 infolge eines aus einer um die Drehachse 14 erfolgenden Drehung der Welle 13 und aus der Zwischenstellung des zweiten Sperrelements 18 resultierenden Kontakts der an dem Sperrelement 18 vorgesehenen Abweisfläche 22 beziehungsweise 23 mit dem anderen Sperrelement 16 aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung bewegbar.

Wird beispielsweise die Betätigungseinrichtung 20 von einer Person manuell betätigt, während sich die Welle 13 und mit dieser das Sperrenrad 17 und somit die Sperrelemente 16 mit einer übermäßigen Drehzahl um die Drehachse 14 relativ zu dem Gehäuse 11 drehen, so resultiert daraus eine Bewegung des Sperrelements 18 aus der Freigabestellung in Richtung der Sperrsteilung. Die Sicherheitseinrichtung

21 verhindert jedoch, dass das Sperrelement 18 die Sperrsteilung erreicht, denn beispielsweise dann, wenn die Welle 13 um die Drehachse 14 relativ zu dem Gehäuse 11 in eine in Fig. 2 durch einen Pfeil 25 veranschaulichte erste Drehrichtung gedreht wird, kommt beispielsweise die Abweisfläche 22 in Kontakt mit dem Sperrelement 16, insbesondere mit einem Wandungsbereich 26 des Sperrelements 16. Insbesondere kommt das Sperrelement 18 über die Abweisfläche

22 in Kontakt mit dem Wandungsbereich 26, bevor das Sperrelement 18 die Sperrsteilung erreicht, sodass durch diesen Kontakt zwischen der Abweisfläche 22 und dem Wandungsbereich 26 verhindert wird, dass das Sperrelement 18 die Sperrsteilung erreicht. In der Folge kann der Wandungsbereich 26 an der Abweisfläche 22 abgleiten. Da dabei die Abweisfläche 22 schräg zur Bewegungsrichtung verläuft, resultiert aus dem Kontakt der Abweisfläche 22 mit dem Wandungsbereich 26 eine Kraft, welche entlang der Bewegungsrichtung verläuft und dabei von dem Sperrelement 16 weg weist. Mittels dieser Kraft wird das Sperrelement 18 aus der Zwischenstellung, in der das Sperrelement 18 beispielsweise in das Sperrelement 16 eingreift, zurück in die Freigabestellung bewegt. Dreht sich beispielsweise die Welle 13 um die Drehachse 14 relativ zu dem Gehäuse 11 in eine der ersten Drehrichtung entgegengesetzte und in Fig. 2 durch einen Pfeil 27 veranschaulichte zweite Drehrichtung mit einer übermäßigen Drehzahl, während die Betätigungseinrichtung 20 betätigt wird, so kommt dann die Abweisfläche 23 in Kontakt mit dem Sperrelement 16, insbesondere mit einem Wandungsbereich 28 des Sperrelements 16. Durch diesen Kontakt wird verhindert, dass das Sperrelement 18 die Sperrsteilung erreicht. Der Wandungsbereich 28 kann an der Abweisfläche 23 abgleiten. Da die Abweisfläche 23 schräg zur Bewegungsrichtung verläuft, resultiert aus dem Kontakt zwischen der Abweisfläche 23 und dem Wandungsbereich 28 eine entlang der Bewegungsrichtung verlaufende und von dem Sperrelement 16 weg weisende Kraft, mittels welcher das Sperrelement 18 aus der Zwischenstellung zurück in die Freigabestellung bewegt wird.

Besonders gut aus Fig. 2 ist erkennbar, dass das jeweilige Sperrelement 16 eine Ausnehmung 29 aufweist, in welche das Sperrelement 18 in der Sperrsteilung eingreift. Die Ausnehmung 29 ist dabei in die zweite Drehrichtung durch den Wandungsbereich 26 zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, begrenzt, wobei die Ausnehmung 29 in die zweite Drehrichtung durch den Wandungsbereich 28 zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, begrenzt ist.

Befindet sich beispielsweise die Welle 13 beziehungsweise das Sperrenrad 17 in einem solchen Zustand, dass sich eines der Sperrelemente 16, insbesondere die Ausnehmung 29 eines der Sperrelement 16, in Überlappung beziehungsweise Überdeckung mit dem Sperrelement 18 befindet, und wird dann die Betätigungseinrichtung 20 betätigt, so kann das Sperrelement 18 in das jeweilige Sperrelement 16, beziehungsweise in die Ausnehmung 29 des Sperrelements 16, mit welchem sich das Sperrelement 18 in Überlappung beziehungsweise Überdeckung befindet, eintauchen beziehungsweise eingreifen, sodass das Sperrelement 18 die Sperrsteilung erreichen kann. Die jeweilige Ausnehmung 29 wird auch als Tasche bezeichnet, welche durch das Sperrenrad 17 gebildet ist.

Wird jedoch die Welle 13 um die Drehachse 14 relativ zu dem Gehäuse 11 gedreht, so wird mittels der jeweiligen Abweisfläche 22 beziehungsweise 23 und mittels des jeweiligen Wandungsbereichs 26 beziehungsweise 28 auf die beschriebene Weise verhindert, dass das Sperrelement 18 in die Sperrsteilung kommt, sondern vielmehr wird das Sperrelement 18 abgewiesen und auf die beschriebene Weise aus der Zwischenstellung zurück in die Freigabestellung bewegt. Das Sperrelement 18 wird somit daran gehindert, in die Sperrsteilung zu kommen, sodass das Sperrelement 18 lediglich in die Zwischenstellung gelangt, in welcher ein durch die Sperrelemente 16 und 18 bewirktes Sichern der Welle 13 um die Drehachse 14 relativ zu dem Gehäuse 11 unterbleibt.

Eine Drehung der Welle 13 und somit des jeweiligen Sperrelements 16 in die erste Drehrichtung erfolgt beispielsweise dann, wenn das Motorrad 1 entlang der Fahrbahn 7 vorwärts gefahren oder geschoben wird. Eine Drehung der Welle 13 und somit der Sperrelemente 16 in die zweite Drehrichtung ergibt sich beispielsweise dann, wenn das Motorrad 1 entlang der Fahrbahn 7 rückwärts geschoben wird. Insgesamt ist erkennbar, dass durch die Sicherheitseinrichtung 21 vermieden wird, dass es beispielsweise dann, wenn die Betätigungseinrichtung 20 während einer Fahrt des Motorrads 1 unbeabsichtigt oder missbräuchlich betätigt wird, zu einem Blockieren der Welle 13 kommt, wodurch übermäßige Belastungen des Getriebes 10 sowie Beschädigungen des Getriebes 10 sicher vermieden werden können.

Die Betätigungseinrichtung 20 umfasst wenigstens ein Betätigungselement 30, welches beispielsweise ein erstes Betätigungsteil 31 und ein zweites Betätigungsteil 32 aufweist. Das Betätigungsteil 32 ist beispielsweise ein Bolzenaußenteil, wobei das Sperrelement 18 beispielsweise ein Bolzeninnenteil ist. Das Sperrelement 18 ist dabei zumindest teilweise in dem Betätigungsteil 32 aufgenommen. Dabei weist das Betätigungsteil 32 eine Durchgangsöffnung 33 auf, welche von dem Sperrelement 18 durchdrungen ist. Das Betätigungsteil 31 ist beispielsweise eine Bolzenkappe, wobei das Betätigungsteil 31 mit dem Betätigungsteil 32 verbunden ist. Das Betätigungselement 30 ist dabei entlang einer in Fig. 2 durch einen Doppelpfeil 34 veranschaulichten und mit der Bewegungsrichtung zusammenfallenden Betätigungsrichtung relativ zu dem Gehäuse 11 translatorisch bewegbar und kann zwischen wenigstens einer in Fig. 2 gezeigten Ausgangsstellung und wenigstens einer Betätigungsstellung entlang der Betätigungsrichtung und translatorisch relativ zu dem Sperrelement 18 und relativ zu dem Gehäuse 11 bewegt werden. Insbesondere ist das Betätigungselement 30 durch Betätigen der Betätigungseinrichtung 20 aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung bewegbar. Dies bedeutet beispielsweise, dass sich die Betätigungseinrichtung dann in ihrem betätigten Zustand befindet, wenn sich das Betätigungselement 30 relativ zu dem Gehäuse 11 in der Betätigungsstellung sowie beispielsweise relativ zu einem Betätigungsgehäuse 53 der Betätigungseinrichtung 20 in einer Betätigungsposition befindet. Die Sicherheitseinrichtung 21 weist dabei ein Federelement 35 auf, über welches das Sperrelement 18 entlang der Bewegungsrichtung beziehungsweise entlang der Betätigungsrichtung an dem Betätigungselement 30, insbesondere an dem Betätigungsteil 31 , abgestützt ist. Das Federelement 35 ist dabei beispielsweise als Schraubenfeder ausgebildet. Wird beispielsweise das Betätigungselement 30 aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung bewegt, so übt dabei beispielsweise das Betätigungselement 30 über das Federelement 35 eine insbesondere in Richtung des Sperrenrads 17 wirkende Kraft aus.

Befindet sich das Sperrelement 18 in Überdeckung mit der Ausnehmung 29 eines der Sperrelemente 16, so wird das Sperrelement 18 mittels der Kraft in die Ausnehmung 29 bewegt. Wird jedoch das Erreichen der Sperrsteilung durch das Betätigungselement 30 auf die beschriebene Weise und somit dadurch verhindert, dass das Sperrelement 18 über eine der Abweisflächen 22 und 23 in Kontakt und somit in Stützanlage mit dem jeweiligen Sperrelement 16 kommt, so wird beispielsweise das Betätigungselement 30 durch seine Betätigung entlang der Betätigungsrichtung beziehungsweise Bewegungsrichtung relativ zu dem Sperrelement 18 bewegt, wodurch das Federelement 35 beispielsweise gespannt wird. Umgekehrt ausgedrückt lässt das Federelement 35 dadurch, dass das Federelement 35 elastisch verformbar ist, die zuvor beschriebene Bewegung des Sperrelements 18 aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung zu, obwohl sich das Betätigungselement 30 in der Betätigungsstellung befindet.

Mit anderen Worten, befindet sich das Betätigungselement 30 in der Betätigungsstellung und kann das Sperrelement 18 seine Sperrsteilung nicht erreichen, da es durch die jeweilige Abweisfläche 22 beziehungsweise 23 abgewiesen wird und somit am Erreichen der Sperrsteilung gehindert wird, so wird, wenn das Sperrelement 18 auf die beschriebene Weise und somit mittels der jeweiligen Abweisfläche 22 beziehungsweise 23 aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung gesperrt wird, das Federelement 35 gespannt und vorliegend komprimiert, sodass insbesondere dann, wenn sich das Betätigungselement 30 in der Betätigungsstellung befindet und sich das Sperrelement 18 in der Zwischenstellung beziehungsweise in der Freigabestellung befindet, das Federelement 35 gespannt ist, sodass das Federelement 35 eine Federkraft bereitstellt. Kommen dann beispielsweise die Welle 13 und somit das Sperrenrad 17 in einen solchen Stillstand und dabei in eine solche Drehstellung, dass das Sperrelement 18 in radialer Richtung der Welle 13 und somit des Sperrenrads 17 nach innen hin durch die Ausnehmung 29 eines der Sperrelemente 16 überdeckt beziehungsweise überlappt wird, so kann sich das Federelement 35 zumindest teilweise entspannen, wodurch das Sperrelement 18 mittels der von dem Federelement 35 bereitgestellten Federkraft aus der Freigabestellung über die Zwischenstellung in die Sperrsteilung bewegt wird. Insgesamt ist erkennbar, dass das Federelement 35 und das Spannen des Federelements 35 die durch die jeweilige Abweisfläche 22 beziehungsweise 23 bewirkte, relativ zu dem Betätigungselement 30 und entlang der Bewegungsrichtung erfolgende Bewegung des zweiten Sperrelements 18 aus der Zwischenstellung in die Freigabestellung zulassen.

Des Weiteren ist eine Rückstelleinrichtung 36 vorgesehen, mittels welcher das Betätigungselement 30 aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegbar ist. Fig. 2 zeigt eine erste Ausführungsform des Getriebes 10. Bei der ersten Ausführungsform umfasst die Rückstelleinrichtung 36 ein Federelement 37, welches entlang der Betätigungsrichtung an dem Gehäuse 11 und an dem Betätigungselement 30, insbesondere an dem Betätigungsteil 32, abgestützt ist. Das Federelement 37 ist eine Federeinrichtung, welche durch Bewegen des Betätigungselements 30 aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung gespannt wird und somit in der Betätigungsstellung des Betätigungselements 30 gespannt ist. Hierdurch stellt das Federelement 37 in der Betätigungsstellung eine Federkraft bereit, mittels welcher das Betätigungselement 30 aus der Betätigungsstellung in die Freigabestellung bewegbar ist beziehungsweise bewegt wird, insbesondere dann, wenn eine Betätigung der Betätigungseinrichtung 20 endet und somit das Betätigungselement 30 nicht mehr entgegen der durch das Federelement 37 bereitgestellten Federkraft in der Betätigungsstellung gehalten wird. Die Betätigungseinrichtung 20 umfasst beispielsweise ein Modulteil 38, welches das Betätigungsgehäuse 53, ein beispielsweise als Bolzen, beispielsweise als Sperrbolzen, ausgebildetes Bewegungselement 39 und beispielsweise einen in Fig. 2 besonders schematisch dargestellten, in dem Betätigungsgehäuse 53 aufgenommenen und elektrisch betreibbaren Aktor 40 aufweist. Mittels des Aktors 40 kann beispielsweise das Bewegungselement 39 entlang der Betätigungsrichtung beziehungsweise entlang der Bewegungsrichtung translatorisch hin- und her bewegt werden, insbesondere relativ zu dem Betätigungsgehäuse 53 und relativ zu dem Gehäuse 11 . Insbesondere kann das Bewegungselement 39 mittels des Aktors 40 entlang der Bewegungsrichtung zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung, insbesondere translatorisch und relativ zu dem Betätigungsgehäuse 53, bewegt werden. Das Bewegungselement 39 ist beispielsweise mit dem Betätigungselement 30 gekoppelt, sodass Bewegungen des Bewegungselements

39 zwischen der ersten Stellung und der zweiten Stellung mit Bewegungen des Betätigungselements 30 zwischen der Betätigungsstellung und der Ausgangsstellung einhergehen. Beispielsweise korrespondiert die erste Stellung des Bewegungselements 39 mit der Ausgangsstellung des Betätigungselements 30, wobei beispielsweise die zweite Stellung des Bewegungselements 39 mit der Betätigungsstellung des Betätigungselements 30 korrespondiert.

Um beispielsweise das Betätigungselement 30 aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung zu bewegen, wird das Bewegungselement 39 mittels des Aktors

40 aus der ersten Stellung in die zweite Stellung bewegt. Um beispielsweise das Betätigungselement 30 aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung zu bewegen, wird das Bewegungselement 39 beispielsweise mittels des Aktors 40 aus der zweiten Stellung in die erste Stellung bewegt. Somit übt beispielsweise der Aktor 40 über das Bewegungselement 39 Druckkräfte auf das Betätigungselement 30 aus, um dieses aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung zu bewegen. Beispielsweise übt der Aktor 40 über das Bewegungselement 39 Zugkräfte auf das Betätigungselement 30 aus, um dieses aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung zu bewegen. Die Rückstelleinrichtung 36 dient nun insbesondere dazu, wenn keine Koppelung vorgesehen ist, die Zugkräfte übertragen kann, das Betätigungselement 30 und somit das Sperrelement 18 aus der Betätigungsstellung beziehungsweise aus der Sperrsteilung in die Ausgangsstellung beziehungsweise in die Freigabestellung zu bewegen. Das Modulteil 38 ist beispielsweise über das Betätigungsgehäuse 53 an dem Gehäuse 11 oder an dem Rahmen 2, insbesondere direkt, befestigt, sodass das Modulteil 38 ein von der übrigen Betätigungseinrichtung 20, insbesondere von dem übrigen Getriebe 10, unabhängig vormontierbares beziehungsweise vormontiertes Modul ist, welches in vormontiertem Zustand an der übrigen Betätigungseinrichtung 20, insbesondere an dem übrigen Getriebe 10, montiert beziehungsweise montierbar ist. Das Betätigungselement 30 ist somit entlang der Betätigungsrichtung relativ zu dem Betätigungsgehäuse 53 bewegbar. Wird das Bewegungselement 39 mittels des Aktors 40 aus der ersten Stellung in die zweite Stellung bewegt, so wird das Betätigungselement 30 bezogen auf das Betätigungsgehäuse 53 in die zuvor genannte Betätigungsposition bewegt. Ferner wird das Betätigungselement 30 relativ zu dem Gehäuse 11 in die Betätigungsstellung bewegt, wodurch das Federelement 37 gespannt wird.

Insgesamt ist erkennbar, dass beispielsweise das Sperrelement 18 ein gefederter Bolzen, insbesondere ein gefedertes Bolzeninnenteil, ist, welches die Abweisflächen 22 und 23 als stirnseitige Abschrägungen aufweist. Hierdurch kann ein unerwünschtes Blockieren der Welle 13 während einer Fahrt des Motorrads 1 vermieden werden. Das Bewegungselement 39 ist beispielsweise mittels einer Dichtung 41 gegen das Gehäuse 11 abgedichtet. Das Betätigungselement 30 und das Sperrelement 18 sind in einer beispielsweise als Durchgangsöffnung ausgebildeten Öffnung 42 in dem Gehäuse 11 aufgenommen und werden in eine erste Richtung mittels eines Sicherungsrings 43 gegen ein Herausfallen aus der Öffnung 42 gesichert. In eine der ersten Richtung entgegengesetzt zweite Richtung werden das Sperrelement 18 und das Betätigungselement 30 über das Betätigungselement 30 und insbesondere über das Federelement 37 an dem Gehäuse 11 gesichert.

Darüber hinaus ist das Sperrelement 18 derart formschlüssig mit dem Betätigungselement 30 gekoppelt, dass das Betätigungselement 30 bei seiner Bewegung aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung das zweite Sperrelement 18 mitnimmt und dadurch in die Freigabestellung bewegt. Hierzu weist das Sperrelement 18 einen Bund 44 auf, über welchen das Sperrelement 18 entlang der Bewegungsrichtung an einem korrespondierenden Anschlag 45 des Betätigungselements 30, insbesondere des Betätigungsteils 32, abgestützt ist. Insbesondere ist das Sperrelement 18 über den Bund 44 zum jeweiligen ersten Sperrelement 16 hin an dem Anschlag 45 abgestützt. Außerdem ist eine Dichtung

46 vorgesehen, mittels welcher das Betätigungselement 30, insbesondere das Betätigungsteil 32, gegen das Gehäuse 11 abgedichtet ist.

Die Betätigungseinrichtung 20, insbesondere das Modulteil 38, weist beispielsweise eine in Fig. 2 besonders schematisch dargestellte und beispielsweise in dem Betätigungsgehäuse 53 angeordnete Empfangseinheit 47 auf, welche beispielsweise dazu ausgebildet ist, wenigstens ein von einer Fernbedienung funkbasiert bereitgestelltes, insbesondere elektromagnetisches, Signal funkbasiert zu empfangen und in Abhängigkeit von dem Empfangen des Signals eine Bewegung des Sperrelements 18 aus der Betätigungsstellung in die Freigabestellung zu bewirken. Hierzu steuert beispielsweise die Empfangseinheit 47 in Abhängigkeit von dem Empfangen des Signals den Aktor 40 derart an, dass das Sperrelement 18 mittels des Aktors 40 über das Bewegungselement 39 und das Betätigungselement 30 aus der Sperrsteilung in die Freigabestellung bewegt wird.

Insbesondere ist die Empfangseinheit 47 dazu ausgebildet, zu erfassen, dass ein Abstand zwischen einer Person wie beispielsweise einem Fahrer des Motorrads 1 und einer Komponente des Motorrads 1 einen vorgebbaren Schwellenwert unterschreitet, insbesondere dass die Person die Komponente berührt. Die Empfangseinheit 47 ist ferner dazu ausgebildet, in Abhängigkeit von dem Erfassen die Bewegung des Sperrelements 18 aus der Sperrsteilung in die Freigabestellung zu bewirken. Mit anderen Worten, erfasst die Empfangseinheit 47, dass der Abstand zwischen der Person und der genannten Komponente den Schwellenwert unterschreitet, und empfängt die Empfangseinheit 47 das Signal, so steuert die Empfangseinheit 47 den Aktor 40 an, sodass mittels des Aktors 40 das Sperrelement 18 über das Bewegungselement 39 und das Betätigungselement 30 aus der Sperrsteilung in die Freigabestellung bewegt wird. Das Empfangen des Signals und das Erfassen, dass der Abstand zwischen der Person und der Komponente den Schwellenwert unterschreitet, sind somit zwei Kriterien, welche zumindest erfüllt sein sollten beziehungsweise müssen, sodass die Empfangseinheit

47 den Aktor 40 ansteuert, um das Sperrelement 18 mittels des Aktors 40 aus der Sperrsteilung in die Freigabestellung zu bewegen. Ein erstes der Kriterien ist beispielsweise das Empfangen des Signals, wobei das erste Kriterium erfüllt ist, wenn die Empfangseinheit 47 das Signal empfängt. Das zweite Kriterium ist beispielsweise das Erfassen, dass der Abstand zwischen der Person und der Komponente den vorgebbaren Schwellenwert unterschreitet, wobei das zweite Kriterium erfüllt ist, wenn der Abstand zwischen der Person und der Komponente den Schwellenwert unterschreitet. Sind beispielsweise die Kriterien zumindest teilweise gleichzeitig beziehungsweise innerhalb einer vorgebbaren Zeitspanne nacheinander erfüllt, so steuert die Empfangseinheit 47 den Aktor 40 an, um das Sperrelement 18 über das Betätigungselement 30 und das Bewegungselement 19 elektrisch, das heißt mit Hilfe von elektrischer Energie beziehungsweise elektrischem Strom aus der Sperrsteilung in die Freigabestellung zu bewegen.

Die Person kann somit eine Bewegung des Sperrelements 18 besonders einfach und komfortable Weise auf solche Weise bewirken, dass die Person beispielsweise die Fernbedienung, insbesondere in einer Tasche des Kleidungsstücks der Person, mitführt, sodass die Empfangseinheit 47 das Signal empfangen kann, und dass sich die Person der Komponente beispielsweise mit einer Hand oder einem Finger der Hand derart nähert, dass der Abstand zwischen der Person und der Komponente den Schwellenwert unterschreitet, insbesondere dass die Person die Komponente berührt. Dabei stellt beispielsweise die Fernbedienung das, insbesondere elektrische oder elektromagnetische, Signal permanent und/oder unabhängig von einer Person bewirkten Betätigung beziehungsweise Bedienung der Fernbedienung bereit, sodass die Person die Fernbedienung nicht aktiv betätigen muss, damit die Fernbedienung das Signal bereitstellt. Bei der Komponente handelt es sich beispielsweise um ein aus Fig. 1 erkennbares Bedienelement 48, welches beispielsweise als Betätigungsknopf ausgebildet ist. Das Bedienelement 48 ist beispielsweise Bestandteil des Modulteils 38 und dabei insbesondere zumindest mittelbar an dem Betätigungsgehäuse 53 gehalten.

Insgesamt ist erkennbar, dass das Modulteil 38 kein fester Bestandteil des Getriebes 10 an sich ist, sodass beispielsweise das Getriebe 10 ohne dass Modulteil 38 eine in sich geschlossene und abprüfbare Einheit bilden kann. Des Weiteren kann dadurch, dass das Modulteil 38 beispielsweise an dem Gehäuse 11 oder an dem Rahmen 2, insbesondere direkt, gehalten ist, eine besonders bauraumgünstige sowie optisch ansprechende Anordnung des Modulteils 38 realisiert werden, wobei das Modulteil 38 nicht notwendiger Weise an der Gabel 4, insbesondere an einem Gabelkopf, angeordnet werden muss, wo üblicherweise Einrichtungen gegen unbefugtes Benutzen angebracht werden. Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform des Getriebes 10 und somit des Motorrads 1. Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich insbesondere dadurch von der ersten Ausführungsform, dass anstelle des Federelements 37 ein insbesondere als Permanentmagnet ausgebildeter Magnet 49 vorgesehen ist. Der Magnet 49 stellt beispielsweise Magnetkräfte bereit, mittels welchen das Betätigungselement 30 und über dieses das Sperrelement 18 rückstellt werden können. Darunter ist zu verstehen, dass mittels der von den Magneten 49 bereitgestellten Magnetkräfte das Betätigungselement 30 aus der Betätigungsstellung in die Ausgangsstellung bewegbar ist, wodurch das Sperrelement 18 aus der Sperrsteilung in die Freigabestellung bewegbar ist.

Schließlich zeigt Fig. 4 eine dritte Ausführungsform des Getriebes 10. Bei der dritten Ausführungsform kann das Sperrelement 18, insbesondere direkt oder über ein in Fig. 4 nicht näher erkennbares Betätigungselement, mittels des Aktors 40 entlang der Bewegungsrichtung relativ zu dem Gehäuse 11 zwischen der Freigabestellung und der Sperrsteilung hin- und her bewegt werden. Das Sperrelement 18 ist beispielsweise über das in Fig. 4 nicht erkennbare Betätigungselement 30, beziehungsweise über ein anderes Betätigungselement 30, mit dem Aktor 40 gekoppelt. Somit ist beispielsweise das entlang der Bewegungsrichtung relativ zu dem Betätigungsgehäuse 53 translatorisch bewegbare Sperrelement 18 über das Betätigungselement und den Aktor 40 mit dem Betätigungsgehäuse 53 gekoppelt, wobei beispielsweise das Betätigungselement und das Sperrelement 18 zumindest über das Betätigungsgehäuse 53 an dem Gehäuse 11 des Getriebes 10 gehalten sind. Dabei lässt die Sicherheitseinrichtung 21 in dem betätigten Zustand der Betätigungseinrichtung 20, das heißt insbesondere dann, wenn sich das Betätigungselement in der Betätigungsposition befindet, die durch die jeweilige Abweisfläche 22 beziehungsweise 23 bewirkte Bewegung des Sperrelements 18 in die Freigabestellung derart zu, dass die Sicherheitseinrichtung 21 eine entlang der Bewegungsrichtung verlaufende und relativ zu dem Gehäuse 11 erfolgende Bewegung des Betätigungsgehäuses 53 und mit diesem des Aktors 40, des Betätigungselements und des zweiten Sperrelements 18 zulässt.

Das Modulteil 38 ist dabei insbesondere über beispielsweise als Schrauben ausgebildete Befestigungselemente 48 an dem Gehäuse 11 gehalten und dabei über Federelemente 49 an den Befestigungselementen 48 abgestützt und mittels der Befestigungselemente 48 und der Federelemente 49 an dem Gehäuse 11 gehalten beziehungsweise zu halten. Wird nun jedoch das Sperrelement 18 mittels der jeweiligen Abweisfläche 22 beziehungsweise 23 abgewiesen, so drücken sich das Sperrelement 18 und über dieses das Betätigungselement, der Aktor 40 und das Betätigungsgehäuse 53 an dem jeweiligen Sperrelement 16 ab, sodass die Federelemente 49 komprimiert werden und in der Folge eine Bewegung des Sperrelements 18, des Betätigungsgehäuses 53, des Betätigungselements und des Aktors 40 von dem Sperrelement 16 weg zulassen. Hierbei bewegt sich das Modulteil 38 von dem Gehäuse 11 weg. Kommen die Welle 13 und das Sperrenrad 17 in einen solchen Stillstand und dabei in eine solche Drehstellung, dass das Sperrelement 18 in radialer Richtung der Welle 13 nach innen hin durch die Ausnehmung 29 eines der Sperrelemente 16 überlappt beziehungsweise überdeckt wird, so können sich die Federelemente 49 entspannen, wodurch diese das Sperrelement 18 über das Betätigungsgehäuse 53, den Aktor 40 und das Betätigungselement aus der Freigabestellung in die Sperrsteilung bewegen, insbesondere drücken. Dabei durchdringen die Befestigungselemente 48 korrespondierende Durchgangsöffnungen 50 des Betätigungsgehäuses 53, wobei die Federelemente 49 einerseits an den Befestigungselementen 48 und andererseits an einer dem Gehäuse 11 abgewandten Seite des Betätigungsgehäuses 53 abgestützt sind. Außerdem ist eine Dichtung 51 vorgesehen, mittels welcher das Sperrelement 18 gegen das Gehäuse 11 abgedichtet ist.

Bei der dritten Ausführungsform umfasst beispielsweise die Betätigungseinrichtung 20 das Modulteil 38, das Betätigungselement und das Sperrelement 18, sodass die Betätigungseinrichtung 20 ein von dem übrigen Getriebe 10 unabhängig vormontierbares und in vormontiertem Zustand an dem übrigen Getriebe 10 beziehungsweise dem Gehäuse 11 des Getriebes 10 montierbares Modul 52 ausgebildet ist. Dabei kann beispielsweise das übrige, von dem Modul 52 unterschiedliche Getriebe 10 als in sich geschlossene und abprüfbare Einheit derart ausgebildet werden, dass die Öffnung 42 für das Sperrelement 18 mittels eines Verschlussstopfens verschlossen wird. Auch bei der dritten Ausführungsform verhindert sich Sicherheitseinrichtung 21 ein Blockieren der Welle 13 während einer Fahrt des Motorrads 1 und somit Beschädigungen des Getriebes 10. Bezugszeichenliste

1 Motorrad

2 Rahmen

3 Schwinge

4 Gabel

5 Rad

6 Rad

7 Fahrbahn

8 Antriebsstrang

9 Antriebsmotor

10 Getriebe

11 Gehäuse

12 Aufnahmeraum

13 Welle

14 Drehachse

15 Sperreinrichtung

16 erstes Sperrelement

17 Sperrenrad

18 zweites Sperrelement

19 Doppelpfeil

20 Betätigungseinrichtung 21 Sicherheitseinrichtung 22 Abweisfläche

23 Abweisfläche

24 Ende

25 Pfeil

26 Wandungsbereich

27 Pfeil

28 Wandungsbereich

29 Ausnehmung

30 Betätigungselement

31 Betätigungsteil

32 Betätigungsteil

33 Durchgangsöffnung Doppelpfeil

Federelement

Rückstelleinrichtung

Federelement

Modulteil

Bewegungselement

Aktor

Dichtung

Öffnung

Sicherungsring

Bund

Anschlag

Dichtung

Empfangseinheit

Befestigungselement

Federelement

Durchgangsöffnung

Dichtung

Modul

Betätigungsgehäuse