| 1. | Lichtdurchlässige Stegplatte, umfassend mindestens eine transparente Scheibe (1), von der eine Vielzahl von Stegen (2) absteht, wobei die Breite (B) der Stege (2) grösser ist als der Abstand (A) benachbarter Stege (2) voneinander. |
| 2. | Stegplatte nach Anspruch 1, wobei die Längsrichtung der Stege (2) im eingebauten Zustand horizontal verläuft. |
| 3. | Stegplatte nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Breite (B) der Stege (2) grösser als 40 mm ist. |
| 4. | Stegplatte nach einem der Ansprüche 13, wobei die Stege (2) zwischen zwei zueinander parallelen transparenten Scheiben (1) angeordnet sind. |
| 5. | Stegplatte nach Anspruch 4, wobei von der einen, der zu isolierenden Wand (5) zugekehrten Scheibe (1) weitere Stege (2) mit einer Breite (B) grösser als der Stegabstand (A) abstehen. |
| 6. | Stegplatte nach einem der Ansprüche 15, wobei die Stege (2) mit der Scheibe (1) bzw. den Scheiben (1) einen spit¬ zen Winkel (α) bilden. |
| 7. | Stegplatte nach einem der Ansprüche 16, wobei mehrere Stege (2) auf einer Seite einen sagezahnformigen Quer¬ schnitt haben. |
| 8. | Stegplatte nach einem der Ansprüche 17, wobei die bzw. mindestens eine Scheibe oder Abschnitte davon auf einer Seite einen sagezahnformigen Querschnitt hat. |
| 9. | Stegplatte nach einem der Ansprüche 18, wobei die Stege (2) Durchbrüche (6) zur Ableitung von Kondenswasser haben. |
Lichtdurchlässige Stegplatten aus Kunststoff sind bekannt zur Isolation von Gewächshäusern oder Frühbeeten. Sie haben zwei in geringem Abstand voneinander angeordnete transparente Scheiben, welche durch mehrere Stege miteinander verbunden sind. Bei ver¬ tikalen Wänden verlaufen die Stege vertikal, damit allenfalls sich bildendes Konsenswasser abläuft.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wär¬ medämmung solcher Stegplatten zu verbessern. Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination der Ansprüche gelöst.
Dadurch, dass die Stege wesentlich breiter sind als der Abstand benachbarter Stege voneinander, und dass die Stege im eingebau¬ ten Zustand horizontal sind, wird die Konvektion in den Hohl¬ räumen zwischen den Stegen drastisch reduziert. Dadurch ermög¬ licht die erfindungsgemässe Stegplatte eine erheblich bessere Wärmedämmung als herkömmliche Stegplatten.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt:
Figur 1 Einen Vertikalschnitt durch eine Stegplatte, montiert an einer vertikalen Wand,
Figuren 2 und 3 zwei weitere Ausführungsformen der Stegplat¬ te, und
Figuren 4 und 5 eine vierte Ausführungsform.
Die Stegplatte nach Figur 1 hat eine transparente Scheibe 1 , von der eine Vielzahl von Stegen 2 absteht. Die Breite B der Stege ist wesentlich grösser als der Abstand A benachbarter Stege voneinander. Vorzugsweise beträgt die Breite B 40-200 mm. Die Stegplatte wird mit möglichst geringem Abstand der freien Ränder der Stege 2 von einer Wand 5 montiert, deren Aussenseite 4 mit einem lichtabsorbierendem Material beschichtet, z.B. schwarz gefärbt ist. Im eingebauten Zustand verläuft die Längs¬ erstreckung der Stege 2 horizontal. Weil in den flachen, hori¬ zontal angeordneten Hohlräumen 3 zwischen den Stegen 2 Konvek¬ tion kaum möglich ist, wird eine sehr gute Wärmedämmung er-
reicht. Der Stegabstand A sollte so gross sein, dass ein Opti¬ mum an minimaler Advektion und eine minimale Anzahl Stege 2 er¬ reicht wird, damit durch die Stegplatte der Wärmedurchgang mi¬ nimal und der Gesamtenergiedurchlassgrad maximal ist. Damit der Gesamtenergiedurchlassgrad maximal ist, muss überdies die Stegplatte mit der statisch minimal notwendigen Scheibenzahl ausgebildet werden. Daher wird bei der Ausführungsform nach Fi¬ gur 1 auf der Innenseite der Stegplatte auf eine abschliessende Scheibe verzichtet. Die Stegplatte kann aus transparentem Kunststoff oder aus Glas bestehen. Vorzugsweise wird sie ein¬ stückig extrudiert.
Bei der Ausführungsform nach Figur 2 sind die Stege 2 beid- seitig an je eine Scheibe 1 angeformt, die Hohlräume 3 also ge¬ schlossen. Diese Ausführungsform eignet sich sowohl zur Isola¬ tion einer Wand als auch zur Tageslichtbeleuchtung von Räumen, z.B. für Gewächshäuser. Bei der Ausführungsform nach Figur 3 sind an der inneren Scheibe 1 weitere Stege 2 mit gleichen Di¬ mensionen wie bei der Ausführungsform nach Figur 1 angeformt.
Gemäss der Ausführungsform nach Figuren 4 und 5 können die Ste¬ ge 2 einen spitzen Winkel α mit der Scheibe 1 bilden. Der Win¬ kel α wird so gewählt, dass bei nach Süden ausgerichteter Fas¬ sade die Sonneneinstrahlrichtung im Winter etwa parallel zur Stegebene verläuft. Einige der Stege 2 haben auf der Unterseite einen sägezahnförmigen, d.h. einen periodisch prismatisch ge¬ formten Querschnitt. Dadurch wird erreicht, dass im Sommer¬ quartal, bei hohem Sonnenstand und einem Einfallswinkel ß der Sonnenstrahlen von z.B. 50° der grösste Teil der einfallenden
Strahlung durch Lichtbrechung nach aussen umgelenkt wird. Da¬ durch ist eine Abschattung der Stegplatte oder der Wand 5 im Sommer nicht erforderlich. Durch den Winkel α der Stege kann bestimmt werden, mit welchem Einfallswinkel ß die Sonnenstrah¬ len in die Stegplatte ungehindert durchdringen. Demzufolge wer¬ den sie den Einfallswinkeln während der Heizperiode entspre¬ chend ausgerichtet. Durch die Winkel γ der Prismen, welche auf den Stegen angeordnet sind, kann gemäss Figur 4 bestimmt wer¬ den, wie stark die Sonnenstrahlen pro Steg 2 umgelenkt werden. Diese sagezahnformige Begrenzung kann sehr fein sein. Dies hat zur Folge, dass kaum Querschnittsschwächungen der Stege 2 ent¬ stehen. Insgesamt kann durch den Abstand A, den Winkel α, den Winkel γ der Prismen und den Brechnungsindex des Materials be¬ stimmt werden, mit welchen Einfallswinkeln ß die Sonnenstrahlen die Stegplatte durchdringen und ab welchem Einfallswinkel ß die Sonnenstrahlen in der Stegplatte teilweise und ab welchem Ein¬ fallswinkel ß nahezu total wieder nach aussen umgelenkt werden (Figur 5). Dadurch ist es möglich, die Stegplatte optimal aus¬ zulegen.
Die Lichtbrechung und somit die Umlenkung der Sonnenstrahlen bei hohem Sonnenstand nach aussen kann auch durch einen ein¬ seitig prismatischen Querschnitt der Scheiben 1 erreicht wer¬ den.
Damit Kondenswasser, das in der Stegplatte entsteht, trotz ho¬ rizontaler Anordnung der Stege abfliessen kann, können die Ste-
ge 2 an ihrem unteren Rand Durchbrüche 6 aufweisen. Daher ist es sinnvoll, die Stege 2 auch dann leicht zu neigen, wenn sie nicht direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Durch Be¬ schichtungen, welche die Kondenswassertropfenbildung auf der gesamten Oberfläche der Stegplatte durch Spreitung des Kondens- wassers verhindern, kann die Lichtreflektion gemindert werden. Dies hat eine Erhöhung des Gesamtenergiedurchlassgrades zur Folge.
