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Title:
TRANSPORT BAG, IN PARTICULAR FOR INSTALLATION IN A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/131352
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a transport bag (4, 10) for transporting articles (7) of various types and sizes, which bag can be adapted to the shape, size and/or volume of the article (7) to be transported by the transport bag (4, 10) such that the transport bag (4, 10) is designed to be adjustable at least in the longitudinal direction thereof. The transport bag (4, 10) consists of an entirely or partially resilient, in particular unbreakable, flexible material such as textiles, opaque and/or transparent film, woven mesh fabric or the like. Furthermore, the depth and width of the transport bag (10) can be adapted to the article (7) or to the contents by means of transverse straps (2b) or the like.

Inventors:
ZEISE, Ralf (Wilhelmshavener Strasse 6, Kiel, 24105, DE)
HASS, Frank (Blumenweg 2, Heikendorf, 24226, DE)
Application Number:
EP2011/001997
Publication Date:
October 27, 2011
Filing Date:
April 19, 2011
Export Citation:
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Assignee:
RHEINMETALL LANDSYSTEME GMBH (Dr.-Hell-Strasse, Kiel, 24107, DE)
ZEISE, Ralf (Wilhelmshavener Strasse 6, Kiel, 24105, DE)
HASS, Frank (Blumenweg 2, Heikendorf, 24226, DE)
International Classes:
A45C7/00
Attorney, Agent or Firm:
DIETRICH, Barbara (Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH, Rheinmetall Platz 1, Düsseldorf, 40476, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Transporttasche (4, 10) insbesondere für den Fahrzeugeinbau mit wenigstens einem Zugang (8, 9) für einen zu transportierenden Gegenstand (7) gekennzeichnet durch

• die Form eines Schlauches mit einer bevorzugt zweiseitigen Zugangsmöglichkeit (5, 6) oben und unten, die über Zugangsverschlüsse (2, 2') verschlossen werden können, wobei

• wenigstens an einer der Zugangsmöglichkeiten (5, 6) der Zugangsverschluss (2, 2') eine Anpassung an Form, Größe und / oder Volumen des mit der Transporttasche (4, 10) zu transportierenden Gegenstandes (7) erlaubt, derart, dass die Transporttasche (4, 10) zumindest in einer ihrer Längsrichtung verstellbar gestaltet ist.

2. Transporttasche nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherung des wenigstens einen Zugangsverschlusses (2, 2') durch quer über den Zugangsverschluss (2, 2') verlaufende weitere Verschlüsse (3), wie beispielsweise Steckverschlüsse, Klettverschlüsse etc., realisiert wird.

3. Transporttasche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung in Längsrichtung durch wenigstens einen Wickelverschluss (2, 2') realisiert wird.

4. Transporttasche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporttasche (4, 10) aus einem ganz oder teilweise nachgiebigem insbesondere unzerbrechlichem, flexiblem Material wie Textilien, undurchsichtiger und / oder transparenter Folie, Netzgewebe etc. besteht.

5. Transporttasche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie in alle Richtungen größenveränderbar ist.

6. Transporttasche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporttasche (10) in Tiefe und Breite dem Gegenstand (7) bzw. dem Inhalt mittels Querriemen (2b) oder dergleichen angepasst werden kann.

7. Transporttasche nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungen (1) für das befestigen der Transporttasche (4, 10) an einer Fahrzeugstruktur vorgesehen sind.

8. Transporttasche nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung (1) nur auf Zug belastbare Elemente wie Riemen, Ketten oder dergleichen sind.

9. Transporttasche nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungen zwischen Befestigungen (1) am Fahrzeugwerk und der Transporttasche (4, 10) zumindest im Zentralbereich (12) der Tasche (4, 10) vorgesehen sind.

10. Transporttasche nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung fest sein kann, beispielsweise vernäht, und / oder lösbar, beispielsweise mittels Klettverbindung.

Description:
BESCHREIBUNG

Transporttasche insbesondere für den Fahrzeugeinbau

Die Erfindung beschäftigt sich mit einer Transporttasche für den Einbau in ein Fahrzeug, insbesondere mit einer gegen Minenansprengungen geschützten, in der Größe variabel einstellbaren Transporttasche.

Aktuelle Militär- und Befriedungseinsätze sind unterschiedlichen Bedrohungen ausgesetzt. Eine der Hautbedrohungen stellen Minen dar. Diese führen zu starken Erschütterungen in angesprengten Fahrzeugen. Zum Schutz der Insassen müssen daher Gegenstände, die im Fahrzeug mitgeführt werden, besonders gesichert werden, da ungesicherte Gegenstände eine hohe Beschleunigung erfahren und zu Sekundärgeschossen werden können. In einem oder mehreren Haltern befestigte Gegenstände können durch die einwirkenden Kräfte brechen, verformt werden, ihren Halt verlieren etc.

Bekannt sind beispielsweise so genannte offene Waffensäcke (z. B. für den PUMA), fest eingebaute, geschlossene Aufbewahrungs- und Transportbehälter sowie Staufächer oder Taschen mit fester Form für den jeweiligen Transportgegenstand etc., ohne Befestigungsmöglichkeit in Fahrzeugen.

Der offene Waffensack bietet seinerseits keinen sicheren Halt der Waffe, wenn diese bricht oder sich Teile von der Waffe lösen. Geschlossene Behälter müssen zusätzlich gesichert werden. Fest eingebaute Behälter beanspruchen einen vorgegebenen Platz im Fahrzeug, auch wenn diese nicht oder teilweise genutzt werden. Eine atypische Nutzung ist nachteilig, da die Gegenstände dann lose in den Behältern liegen würden und dadurch umherfliegen und / oder beschädigt werden können. Taschen mit angepasster Form können keine anderen als die vorgegebenen Gegenstände sicher verwahren, oder müssen eine zusätzliche Fixierung für die Teile aufweisen. Die DE 88 00 087 U1 offenbart einen Pump- und Kompressionssack, mit dem aufblasbare Gegenstände bequem und schnell aufblasen, in den aber auch Ausrüstungen wasserdicht verpackt und auf ein Minimum komprimiert werden können. Im unteren Bereich des Sackes ist ein Ablassstopfen eingeschweißt, während der obere Bereich mit einem Rollverschluss ausgestattet ist. Am Boden sind überkreuz zwei durchlaufende Gurte angenäht, an dessen Ende Steckschnallenhälften angebracht sind. In die werden Steckschnallenhälften des Rollverschlusses hinein gesteckt, wenn der Sack verschlossen werden soll.

Die DE 299 20 196 U1 betrifft eine Tasche oder Rucksack mit einer Einsteckhülle für Werbemittel, Karten oder anderes grafisches Material, wobei die Tasche einen flexiblen, wasserdichten Taschenkörper und Trage- oder Befestigungsmittel aufweist. Der Taschenkörper weist seinerseits wenigstens einen flächigen, ebenen oder leicht gekrümmten Sichtbereich auf, der durch eine Klarsichtfolie gebildet oder von einer solchen überdeckt wird, wenigstens teilweise. Die Klarsichtfolie ist zum Tascheninhalt wenigstens teilweise mit dem Taschenmaterial oder einem separaten Zuschnitt abgedeckt.

Die DE 10 2004 041 580 A1 beschäftigt sich mit einer Behälteranordnung für einen Fahrzeug-Innenraum. Der Behälter umfasst zwei formstabile Schalen, die in einem unteren Bereich scharnierartig miteinander verbunden sind. Eine der beiden Schalen ist lösbar an der Fahrzeugwand befestigt, sodass der Behälter außerhalb des Fahrzeuges als Rucksack verwendet werden kann.

Hier stellt sich die Erfindung die Aufgabe, eine sichere Verwahrung von verschiedenen Gegenständen aufzuzeigen, insbesondere bei einer Mineneinwirkung.

Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.

Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, eine geschlossene Tasche zu schaffen, die in Form, Größe und / oder Volumen anpassbar und somit für verschiedene Ausrüstungsteile verwendbar ist. Diese Tasche kann den Transportgegenstand auch dann sicher halten, wenn dieser zerbrochen ist oder sich Teile gelöst haben.

Für den Transport von Gegenständen unterschiedlicher Art und Größe wird nunmehr also eine Transporttasche vorgeschlagen, die eine Anpassung an Form, Größe und / oder Volumen des mit der Transporttasche zu transportierenden Gegenstandes erlaubt, derart, dass die Transporttasche zumindest in ihrer Längsrichtung verstellbar gestaltet ist. Die Transporttasche besteht dabei aus einem ganz oder teilweise nachgiebigem insbesondere unzerbrechlichem, flexiblem Material wie Textilien, undurchsichtiger und / oder transparenter Folie, Netzgewebe oder dergleichen. Die Transporttasche kann auch in Tiefe und Breite dem Gegenstand bzw. dem Inhalt mittels Querriemen oder dergleichen angepasst werden.

Die Tasche weist eine Schlauchform auf mit einer bevorzugt beidseitigen Zugangsmöglichkeit. Eine Art Wickel- oder Rollverschluss, unter anderem bekannt von Packsäcken, erlaubt dabei die Volumenanpassung der Tasche in der Längsrichtung, d. h. von oben und / oder von unten. Über diese Verschlüsse sind die ist dann nicht nur die Baugrößenanpassung sondern auch der Zugang in die Tasche möglich. Eine einseitige Einbindung des Wickelverschlusses ist auch möglich. Dann besitzt die andere Seite keine oder eine andere Öffnungsmöglichkeit. Das sichere Verschließen der Zugangsmöglichkeit und damit ihrer Verschlüsse kann über von anderen Taschen oder Rucksäcken etc. bekannte Steckverschlüsse und / oder Klettverschlüsse oder dergleichen geschaffen werden.

Eine weitere Variante sieht vor, dass die Tasche in allen Richtungen veränderbar ist. Dazu wird der Zugangsverschluss mit Querriemen kombiniert. Die Sicherung dieser Riemen erfolgt mit einer Art Riemensicherung. Als Riemensicherung bieten sich auch hier Klettverbindungen oder Steckschnallen an. Als möglicher weiterer Zugang kann ein Reißverschluss dienen.

Die Tasche kann in Weiterführung der Erfindung mit einer weitgehend, Schock entkoppelten Befestigung im Fahrzeug befestigt werden, wobei die Befestigung eine geringe Verschiebung an der Fahrzeugstruktur insbesondere bei Mineneinwirkung zulässt. Die Befestigung der Tasche im Fahrzeug erfolgt bevorzugt durch Riemen oder dergleichen, die an Ösen befestigt sind und vorgespannt werden können. Alternativen sind andere nur auf Zug belastbare Elemente, wie Seile, Ketten etc.

Die Verbindungen zwischen den Befestigungen und der Tasche sind zumindest im Zentralbereich der Tasche vorgesehen. Sie kann fest, beispielsweise vernäht, und / oder lösbar, beispielsweise mittels Klettverbindung, sein. Insbesondere eine Kombination mit lösbaren Verbindungen hat den Vorteil, dass bei Vergrößerung des Volumens der Tasche ein sicherer Halt an der Befestigung bei Verlängerung der Tasche gewährleistet werden kann. Die mögliche Einbindung eines Sichtfensters in die Tasche ermöglicht die Kontrolle des Inhaltes.

Durch die Anpassungsmöglichkeit der Taschengröße kann diese verschiedene Gegenstände in Größe und Volumen aufnehmen, ohne dass diese Bewegungsspielräume in der Tasche haben, was durch die sichere Fixierung über die variable Verstellung geschaffen wird. Der zu transportierende Gegenstand wird komplett umschlossen. Die Tasche besteht ganz oder teilweise bevorzugt aus nachgiebigem insbesondere unzerbrechlichem, flexiblem Material wie Textilien, undurchsichtiger und / oder transparenter Folie, Netzgewebe etc.

Die Schock entkoppelte Befestigung überträgt ihrerseits nur Zugkräfte, die durch ihre Flexibilität eine geringe Verschiebung der Befestigungspunkte an der Fahrzeugstruktur zulässt.

Neben einer sicheren Verwahrung wird somit eine hohe Flexibilität bei der Anpassbarkeit der Ausrüstung als auch deren Befestigungen im Fahrzeug realisiert. Die mitgeführten Gegenstände werden vor Erschütterungen bei Mineneinwirkung oder auch einem Zusammenstoß mit anderen, ungesicherten Ladungsteilen etc. geschützt.

Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt:

Fig. 1a, b eine längenverstellbare Tasche mit einem zweiseitigen Zugang, Fig. 2 eine in Länge und Breite/Tiefe veränderbare Tasche.

In Fig. 1a, b ist eine Tasche 4 - hier mit einem beidseitigen Zugang 5, 6, oben und unten - dargestellt. Die Tasche 4 ist bevorzugt in Form eines Schlauches ausgebildet und kann an den beiden Zugängen 5, 6 in ihrer Größe / Volumen verändert und damit in der Länge auf die zu transportierenden Gegenstände 7 angepasst werden. Diese Veränderung bzw. Anpassung erfolgt in einer besonderen Ausführung durch eine Art Wickelverschluss 2 im Bereich der beiden Zugänge 5, 6, der die Volumenanpassung der Tasche 4 in Längsrichtung realisiert. Die Verschlüsse 2 sorgen im Zusammenspiel mit hier dargestellten Steckverschlüssen 3 für ein sicheres Verschließen der Tasche 4, wobei die Steckverschlüsse 3 quer über den jeweiligen Wickelverschluss 2 greifen, sodass dieser sich nicht von alleine wieder öffnen kann. Auch ein nur einseitiger Zugang der Tasche 4 ist möglich. Die Tasche 4 besteht aus einem ganz oder teilweise nachgiebigem insbesondere unzerbrechlichem, flexiblem Material wie Textilien, undurchsichtiger und / oder transparenter Folie, Netzgewebe etc. und ist zumindest in den Zugangsbereich(en) 8, 9 einrollbar (wickelbar). Für den bzw. bei Nichtgebrauch ist es aber auch möglich, die Tasche 4 in ihrer gesamten Länge einzurollen und zu verstauen. Es versteht sich, dass insbesondere der obere Zugang 5 auch durch einen Reißverschluss geschaffen (Fig. 2) und dieser mit eingewickelt oder auch eingerollt werden kann.

Die Befestigung 1 der Tasche 4 an eine nicht näher dargestellte Fahrzeugstruktur kann durch Riemen 1 erfolgen, die an Ösen oder dergleichen im Fahrzeug befestigbar und vorspannbar sind.

Die Verbindungen zwischen den Befestigungen 1 und der Tasche 4 sind zumindest im Zentralbereich 11 der Tasche 4 vorgesehen. Sie kann fest, beispielsweise vernäht, und / oder lösbar, beispielsweise mittels Klettverbindung, sein. Insbesondere eine Kombination mit lösbaren Verbindungen hat den Vorteil, dass bei Vergrößerung des Volumens der Tasche 4 ein sicherer Halt an der Befestigung bei Verlängerung der Tasche 4 gewährleistet werden kann.

Eine Alternative der Tasche 4 zeigt Fig. 2. Die Größe der hier dargestellten Tasche 10 ist in allen Richtungen verstellbar. Die Verstellung in der Längsrichtung erfolgt hierbei nur durch einen Wickelverschluss 2', der in diesem Ausführungsbeispiel nur am unteren Ende der Tasche 10 vorgesehen ist. Dieser Verschluss 2' wird mit einer Riemensicherung 2a, beispielsweise in Form einer Klettverbindung, gesichert. Mit bevorzugt ebenfalls als Klettverbindung ausgeführten Querriemen 2b kann die Tasche 10 in Tiefe und Breite dem Gegenstand bzw. dem Inhalt angepasst werden. Die Befestigung der Tasche 10 an der Fahrzeugstruktur wird auch hier bevorzugt durch Riemen 1 übernommen. Der Zugang zur Tasche 10 kann durch den Wickelverschluss 2' und / oder durch einen zusätzlichen Reißverschluss 11 - vorzugsweise oben in der Tasche 10 eingebunden - geschaffen werden. Die Befestigung an den Trageriemen 1 ist dabei ähnlich des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1 , genau wie das Material der Tasche 10 das gleich der der Tasche 4 sein kann. Hingegen kann es sich bei der Tasche 10 selbst nicht um einen Schlauch - ähnlich Fig. 1 - sondern auch um eine sich überlappende Folie handeln, die ein Verändern der Größe der Tasche 10 in der Tiefe und / oder in der Breite ermöglicht.