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Patent Searching and Data


Title:
TRANSPORT CONTAINER FOR TRANSPORTING COLD PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/059989
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a transport container (01) for transporting cold products, in particular food, comprising a container wall (05), which encloses an interior (04) in a thermally insulating manner. The cold products can be stored in the interior (04), and the container wall (05) has a container opening (23) through which the cold products can be introduced into the interior (04). The container opening (23) can be closed by a closure element (02), and the container wall (05) is designed to be multi-walled in at least some sections with at least one outer wall (09) and at least one inner wall (08). A gaseous insulating layer (10) is enclosed between the outer wall (09) and the inner wall (08), and an intermediate wall (11) is provided between the outer wall (09) and the inner wall (08), said intermediate wall dividing the gaseous insulating layer (10) into an outer layer (13) lying between the outer wall (09) and the intermediate wall (11) and an inner layer (12) lying between the intermediate wall (11) and the inner wall (08).

Inventors:
GOSELING HUBERT (DE)
Application Number:
EP2016/069021
Publication Date:
April 13, 2017
Filing Date:
August 10, 2016
Export Citation:
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Assignee:
GÜDEL GROUP AG (CH)
International Classes:
B65D81/38; F25D3/04; F25D3/06; F25D21/14
Foreign References:
US20050145635A12005-07-07
EP0667483A11995-08-16
EP1221416A22002-07-10
DE102009037470A12011-03-10
EP1477751A12004-11-17
GB2268734A1994-01-19
US20100005827A12010-01-14
US2239128A1941-04-22
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
KELLER & PARTNER PATENTANWÄLTE AG et al. (CH)
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Claims:
Patentansprüche

Transportbehälter (01) zum Transport von Kühlware, insbesondere Lebensmitteln, mit einer Behälterwandung (05), die einen Innenraum (04) thermisch isoliert umschließt, wobei die Kühlware im Innenraum (04) gelagert werden kann, und wobei die Behälterwandung (05) eine Behälteröffnung (23) aufweist, durch die die Kühlware in den Innenraum (04) einbringbar ist, und wobei die Behälteröffnung (23) mit einem Verschlusselement (02) verschließbar ist, und wobei die Behälterwandung (05) zumindest abschnittsweise mehrwandig mit zumindest einer Außenwandung (09) und zumindest einer Innenwandung (08) ausgebildet ist, und wobei zwischen Außenwandung (09) und Innenwandung (08) eine gasförmige Isolationsschicht (10) eingeschlossen ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen Außenwandung (09) und Innenwandung (08) eine Zwischenwandung (11) vorgesehen ist, die die gasförmige Isolationsschicht (10) in eine zwischen Außenwandung (09) und Zwischenwandung (11) gelegene Außenschicht (13) und eine zwischen Zwischenwandung (11) und Innenwandung (08) gelegene Innenschicht (12) aufteilt.

Transportbehälter nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Außenschicht (13) und/oder die Innenschicht (12) mit einem Edelgas, insbesondere mit Argon oder Krypton, als Isolationsgas befüllt ist. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Zwischenwandung (11) die Außenschicht (13) gasdicht von der Innenschicht (12) trennt.

Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Behälterwandung (05) zumindest abschnittsweise eine Diffu sionssperre (32) aufweist, die dem Diffusionsdurchtritt des Isolationsgases durch die Außenwandung (09) und/oder die Zwischenwandung (11) und/oder Innenwandung (08) entgegenwirkt.

Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Behälterwandung (05) zumindest abschnittsweise einen Strahlungsreflektor (25) aufweist, an dem Wärmestrahlung (26) reflektiert werden kann.

Transportbehälter nach Anspruch 4 der 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Diffusionssperre (32) und der Strahlungsreflektor (25) von einer einzigen auf die Behälterwandung (05) aufgebrachten Beschich tung gebildet werden.

Transportbehälter nach einem der Ansprüche 4 bis 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Diffusionssperre (32) und/oder der Strahlungsreflektor (25) in der Art einer Folienschicht ausgebildet sind.

8. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,

dass die Diffusionssperre (32) und/oder der Strahlungsreflektor (25) in der Art einer Lackschicht ausgebildet sind.

Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Verschlusselement (02) eine zumindest abschnittsweise mehrwandig ausgebildete Behälterwandung mit zumindest einer Außenwandung (17) und zumindest einer Innenwandung (16) aufweist, wobei zwischen Außenwandung (17) und Innenwandung (16) eine gasförmige Isolationsschicht (19) eingeschlossen ist, und wobei zwischen Außenwandung (17) und Innenwandung (16) eine Zwischenwandung (18) vorgesehen ist, die die gasförmige Isolationsschicht (19) in eine zwischen Außenwandung (17) und Zwischenwandung (18) gelegene Außenschicht (21) und eine zwischen Zwischenwandung (19) und Innenwandung (16) gelegene Innenschicht (20) aufteilt.

10. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Verschlusselement einen Speicherraum beinhaltet, welcher von einer flüssigkeitsdichten Speicherwandung flüssigkeitsdicht umschlossen wird, wobei der Speicherraum zumindest teilweise mit einem Kältespeichermittel gefüllt werden kann, und wobei die Speicherwandung einen Kühlmitteleinlass und ein Kühlmittelauslass auf- weist, und wobei im oder am Speicherraum ein von zumindest einem

Kühlmittelkanal durchzogener Wärmetauscher angeordnet ist, und wobei ein Kühlmittel vom Kühlmitteleinlass kommend durch den Wärmetauscher zum Kühlmittelauslass strömen und hierbei dem Kältespeichermittel Wärme entziehen kann.

11. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,

dass das Verschlusselement (02) ein Kühlakkufach (30) beinhaltet, in dem Kühlakkus lösbar fixiert werden können.

12. Transportbehälter nach Anspruch 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Kühlakkufach (30) zur Fixierung der vorgekühlten Kühlakkus mit einem, insbesondere gelochten, Deckel (31) verschlossen werden kann, der auf der zum Innenraum (04) des Transportbehälters (01) weisenden Seite angeordnet ist.

13. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass auf der zum Innenraum (04) des Transportbehälters (01) weisenden Seite des Verschlusselements (02), insbesondere am Deckel (31) des Kühlakkufachs (30), ein Strömungsleitelement (27) angeordnet ist, mit dem die thermische Luftzirkulation im Innenraum (04) des Transportbehälters (01) unterstützt wird.

14. Transportbehälter nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Strömungsleitelement (27) zum Innenraum (04) des Transportbehälters (01) hin konkav gebogen ist, wobei die seitlichen Ränder des konkaven Strömungsleitelements (27) Abtropfkanten (28, 29) für sich am Strömungsleitelement (27) niederschlagende Kondensatflüssigkeit bilden.

15. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass am Boden (14) des Transportbehälters (01) ein Auflagerelement (06) angeordnet ist, dessen zum Innenraum (04) des Transportbehäl- ters (01) weisende Seite eine Lagerfläche für die Kühlware bildet, wobei das Auflagerelement (06) zumindest eine Ausnehmung (07) aufweist, durch die Kondensatflüssigkeit nach unten abfließen kann.

Description:
Transportbehälter zum Transport von Kühlware

Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter zum Transport von Kühlware, insbesondere Lebensmitteln, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Zum Transport von Kühlware sind aus dem Stand der Technik Transportbehälter bekannt, deren Wandungen einen hohen Wärmedurchgangswiderstand aufweisen . Dazu können die Wandungen des Transportbehälters beispielsweise eine Isolierung aus geschäumtem Kunststoff aufweisen . Diese Transportbehälter mit Schaumplattenisolierung weisen jedoch den Nachteil auf, das s der Wärmedurchgangswiderstand der Schaumplattenisolierung relativ gering ist.

Gattungsgemäße Transportbehälter, wie sie beispielsweise zum Transport von Lebensmitteln eingesetzt werden, sind durch einen thermisch isolier- ten Innenraum charakterisiert, in dem die Kühlware gelagert werden kann.

Um den Wärmeaustausch des Innenraums , der aktiv oder pas siv gekühlt sein kann, mit der Außenumgebung möglichst gering zu halten, um dadurch den notwendigen Kühlbedarf zu reduzieren, weisen die gat- tungsgemäßen Transportbehälter eine doppelwandige Behälterwandung auf. Zwischen der Außenwandung und der Innenwandung der doppelwan- digen Behälterwandung ist ein Isolationsgas eingeschlo ssen und bildet eine gasförmige Isolations schicht. Da Isolationsgase einen sehr geringen Wärmedurchgangswert aufweisen, kann durch die gasförmige Isolations- schicht der doppelwandigen Behälterwandung der unerwünschte Wärmedurchtritt stark reduziert werden.

Ganz grundsätzlich gilt im Bereich der Wärmetechnik, das s der Wärmedurchgang durch die Erhöhung der Stärke der Isolations schicht erhöht werden kann . Die Erhöhung der Stärke der Isolations schicht weist bei den Transportbehältern j edoch den Nachteil auf, das s dadurch der zur Verfügung stehende Nutzraum im Innenraum des Transportbehälters reduziert wird. Außerdem haben Versuche an Transportbehältern mit gasförmiger Isolationsschicht gezeigt, das s die Erhöhung der Stärke der gasförmigen Isolations schicht nicht zu einer proportionalen Verringe- rung des Wärmedurchgangskoeffizienten führt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen Transportbehälter vorzuschlagen, der eine relativ geringe Wandstärke aufweist und trotzdem einen sehr geringen Wärmedurchgangskoeffizienten ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch einen Transportbehälter nach der Lehre des Anspruchs 1 gelö st.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Untersuchungen an Transportbehältern mit doppelwandiger Behälterwandung haben gezeigt, das s sich in der gasförmigen Isolationsschicht beim Überschreiten eines bestimmten Maßes der Schichtdicke thermische Zirkulationseffekte ergeben. Dies bedeutet, das s sich aufgrund der relativ hohen Schichtdicken des Isolationsgases und der Temperaturunterschiede zwischen den verschiedenen Bereichen eine durch die Temperaturunterschiede getriebene Gas strömung ergibt. Diese thermische Zirkulation des Isolationsgases führt aber dazu, das s die Isolationswirkung der gasförmigen Isolations schicht abnimmt. Die thermische Zirkulation wird dabei umso stärker, j e größer die Schichtdicke der gasförmigen Isolationsschicht ist. Um diesem unerwünschten Effekt der thermischen Zirkulation in der gasförmigen Isolations schicht entgegenzuwirken, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, das s zwischen Außenwandung und Innenwandung der Behälterwandung eine zusätzliche Zwischenwandung vorgesehen ist. Durch die Zwischenwandung wird die gasförmige Isolations schicht in eine zwi- sehen Außenwandung und Zwischenwandung gelegene Außenschicht und eine zwischen Zwischenwandung und Innenwandung gelegene Innenschicht aufgeteilt. Die Schichtstärke der gasförmigen Isolations schicht wird durch die erfindungsgemäße Zwischenwandung nur unwesentlich verringert, da die Zwischenwandung selbst eine lediglich sehr geringe Schichtstärke aufweisen mus s . Durch die Anordnung der Zwischenwandung in der gasförmigen Isolations schicht und die daraus folgende Aufteilung der Isolations schicht in eine Außenschicht und eine Innenschicht wird aber erreicht, dass der unerwünschte Effekt der thermischen Zirkulation signifikant verringert oder sogar ganz ausgeschlos sen wird. Denn aufgrund der durch die Zwischenwandung realisierbaren geringen Schichtdicken der Außenschicht und der Innenschicht tritt die thermische Zirkulation in der Außenschicht bzw . in der Innenschicht nur in einem sehr geringen Maß oder gar nicht auf.

Welches Gas oder Gasgemisch verwendet wird, um die gasförmige Isolations schicht zu bilden, ist grundsätzlich beliebig . Als besonders geeignet haben sich Edelgase erwiesen, da diese aufgrund ihrer Atomgröße nur relativ schwer durch die Behälterwandung ausdiffundieren können und zugleich einen sehr geringen Wärmedurchgangskoeffizienten aufweisen. Insbesondere Argon oder Krypton haben sich zur Befüllung der erfindungsgemäßen Transportbehälter als sehr geeignet erwiesen. Da Argon in der Luftatmosphäre mit einem relativ hohen Anteil vorkommt, steht dieses Edelgas relativ kostengünstig zur Verfügung . Krypton zeichnet sich durch einen sehr geringen Wärmedurchgangskoeffizienten aus .

Um die thermische Zirkulation in der gasförmigen Isolationsschicht zu verringern bzw. auszuschließen, ist es grundsätzlich nicht erforderlich, das s die Außenschicht und die Innenschicht, die gemeinsam die Isolations schicht bilden und durch die Zwischenwandung voneinander getrennt sind, gasdicht voneinander abgetrennt werden. Dies bedeutet also mit anderen Worten, das s an den Rändern der Zwischenwandung oder inner- halb der Zwischenwandung selb st durchaus kleinere Öffnungen vorhanden sein können, die einen Gasaustausch zwischen der Innenschicht und der Außenschicht ermöglichen. Diese kleineren Öffnungen sind im

Hinblick auf die Verhinderung der thermischen Zirkulation ohne wesentliche Bedeutung . Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Zwi- schenwandung die Außenschicht gasdicht von der Innenschicht abtrennt. Durch diese gasdichte Trennung zwischen Außenschicht und Innenschicht wird eine zusätzliche Redundanz der Gasisolation gewährleistet. Tritt nämlich an der Außenschicht oder der Innenschicht ein Leck auf, durch das das Isolationsgas entweicht, so wird durch die gasdichte Abtrennung gewährleistet, dass die jeweils zweite Isolationsschicht, die vom Leck nicht unmittelbar betroffen ist, weiter mit Isolationsgas befüllt bleibt.

Abhängig von der Wahl des Isolationsgases und dem Material der Behälterwandungen kann es zu Gasverlusten in der gasförmigen Isolations- schicht aufgrund von Diffusionsvorgängen kommen. Um diesen unerwünschten Gasverlusten entgegenzuwirken, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Behälterwandung zumindest abschnittsweise eine Diffusionssperre aufweist. Das Material der Diffusions sperre kann dabei dann so gewählt werden, das s es einen hohen Diffusionswiderstand gegen den Diffusionsdurchtritt des Isolationsgases durch die Behälterwandung aufweist. Den besten Diffusions schutz erreicht man, wenn die Behälterwandung vollflächig mit der Diffusions sperre ausgestattet ist.

Neben dem Wärmeeintrag durch Konvektionswärme kann Wärme in den gekühlten Innenraum des Transportbehälters auch durch Strahlungswär- me eingetragen werden. Je nach Material der Behälterwandung kann die Strahlungswärme die Behälterwandung dann zumindest teilweise durchtreten und erwärmt so die Kühlware im Innenraum des Transportbehälters aufgrund der Ab sorption der Wärmestrahlung an der Kühlware. Um diesen unerwünschten Erwärmungseffekt durch Wärmestrahlung entge- genzuwirken, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Behälterwandung zumindest abschnittsweise einen Strahlungsreflektor aufweist, an dem Wärmestrahlung reflektiert werden kann . Durch den Strahlungsreflektor wird also erreicht, dass die Wärmestrahlung die Behälterwandung nur noch in einem weit geringeren Maß durchdringen kann, so das s Erwär- mungseffekte aufgrund von Wärmestrahlung signifikant verringert werden. Den besten Schutz vor Wärmestrahlung erreicht man, wenn die Behälterwandung vollflächig mit dem Strahlungsreflektor ausgestattet ist.

Im Hinblick auf eine einfache Konstruktion des Transportbehälters und des sen kostengünstige Herstellung ist es besonders vorteilhaft, wenn die Diffusions sperre und der Strahlungsreflektor von einer einzigen auf die Behälterwandung aufgebrachten Beschichtung gebildet werden.

Grundsätzlich ist es denkbar, das s die Behälterwandung selb st zur Realisierung der Diffusions sperre und/oder des Strahlungsreflektors eingesetzt wird. Dazu kann die Behälterwandung zumindest schichtweise aus einem entsprechend geeignetem Kunststoff hergestellt sein, der die entsprechende Werkstoffeigenschaft als Diffusionssperre und/oder Strahlungsreflektor aufweist. Besonders einfach kann die Diffusions sperre und/oder der Strahlungsreflektor dadurch realisiert werden, wenn eine Folienschicht auf die Behälterwandung aufgebracht wird. Die Folien- Schicht weist dann die entsprechenden Werkstoffeigenschaften als Diffusions sperre und/oder Strahlungsreflektor auf.

Alternativ zur Verwendung einer Folienschicht kann auf die Behälterwandung auch eine Lackschicht aufgebracht sein, die als Diffusions sper- re und/oder Strahlungsreflektor dient.

Zur Realisierung des erfindungsgemäßen Transportbehälters ist es nicht zwingend, das s auch das Verschlus selement doppelwandig ausgebildet und mit einer Isolationsschicht isoliert ist. Im Hinblick auf eine möglichst gute Isolation des Innenraums ist es jedoch besonders vorteilhaft, wenn auch das Verschlusselement in der erfindungsgemäßen B auweise doppelwandig ausgebildet und mit einem Isolationsgas isoliert ist. Dabei ist wiederum eine Zwischenwandung vorzusehen, die die Isolationsschicht in eine Außenschicht und eine Innenschicht aufteilt, um unerwünschte thermische Zirkulationseffekte in der Gasisolation des Ver- Schlus selements zu vermeiden oder zumindest zu verringern.

In welcher Weise der Transportbehälter gekühlt wird, ist grundsätzlich beliebig . Es kann sich dabei um eine aktive Kühlung mittels Kühlaggregat oder eine pas sive Kühlung mittels eines vorgekühlten Kältespeichers handeln. Soweit Kältespeicher verwendet werden, um die Transportbe- hälter zu kühlen, ist es besonders vorteilhaft, wenn diese Kältespeicher Bestandteil des Verschlus selements sind. Denn dies ermöglicht es , das s durch Austausch des Verschlus selements die Kühlkapazität erneuert wird, ohne dass die Kühlware aus dem Innenraum entnommen werden mus s . Die B auart des Verschlus selements zur Kühlung des Transportbe- hälters ist dabei grundsätzlich beliebig . Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist es vorteilhaft, wenn das Verschlus selement einen Speicherraum beinhaltet, der von einer flüs sigkeitsdichten Speicherwandung flüs sigkeitsdicht umschlos sen wird. Der Speicherraum wird dabei zumindest teilweise mit einem Kältespeichermittel, beispielsweise einer Sole gefüllt. In der Speicherwandung sind außerdem ein Kühlmittelein- las s und ein Kühlmittelauslas s vorgesehen, welche mit einem in oder am Speicherraum angeordneten Wärmetauscher verbunden sind. Ein Kühlmittel kann dann vom Kühlmitteleinlas s kommend durch den Wärmetauscher zum Kühlmittelauslas s strömen um dadurch das im Speicherraum gespeicherte Kältespeichermittel abzukühlen, um die Kältespeicherkapa- zität des Verschlus selements zu erneuern.

Alternativ zur Verwendung eines Verschlusselements mit Speicherraum, der mit dem flüs sigen Kältespeichermittel befüllt ist und über einen Wärmetauscher heruntergekühlt werden kann, ist es alternativ auch denkbar, das s das Verschlusselement ein Kühlakkufach beinhaltet, in dem konventionelle Kühlakkus lösbar fixiert werden können. Die Kühlakkus können dann nach der Entnahme in konventionellen Kühlschränken heruntergekühlt und durch Fixierung am Verschlusselement die Kühlkapazität wieder erneuert werden.

Um die Effektivität der im Kühlakkufach angeordneten Kühlakkus zu erhöhen, ist es besonders vorteilhaft, wenn das Kühlakkufach mit einem gelochten Deckel verschlos sen wird. Durch die Ausnehmungen des Deckels kann dann schnell und effektiv ein Wärmeaustausch zwischen dem Kühlakkufach einerseits und dem Innenraum des Transportbehälters andererseits vonstatten gehen. Auch im Innenraum des Transportbehälters kommt es aufgrund der unterschiedlichen Temperaturen an den Wandungen des Innenraums zu einer thermischen Zirkulation. Denn kalte Luft ist schwerer als warme Luft und sinkt deshalb im Innenraum herab . Erfolgt die Kühlung des Innenraums beispielsweise vom Verschlus selement des Transportbehäl- ters aus , der von oben auf der Öffnung des Transportbehälters angeordnet ist, so ergibt sich daraus eine relativ starke thermische Zirkulation, da die an der Decke des Innenraums befindliche Luft durch das Verschlus selement gekühlt wird und dann nach unten absinkt. Im Innenraum ist diese thermische Zirkulation durchaus erwünscht, um für eine gleichmäßige Kühlung des gesamten Innenraums zu sorgen. Um die im Innenraum erwünschten Zirkulationseffekte zu verstärken, ist es beson- ders vorteilhaft, wenn auf der zum Innenraum des Transportbehälters weisenden Seite des Verschlus selements , insbesondere am Deckel des Kühlakkufachs , ein Strömungsleitelement befestigt ist, mit dem die thermische Gaszirkulation im Innenraum des Transportbehälters unter- stützt wird.

Die Unterstützung der thermischen Gaszirkulation im Innenraum kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass das Strömungsleitelement konkav gebogen ist. Dabei ist es dann besonders vorteilhaft, das s die seitlichen Ränder des konkaven Strömungsleitelements zusätzlich als Abtropfkanten dienen, an denen Kondensatflüs sigkeit, die sich am

Strömungsleitelement niederschlägt, seitlich abtropft. Durch das seitliche Abtropfen der Kondensatflüssigkeit wird ein direkter Kontakt der Kondensatflüs sigkeit mit der im Innenraum angeordneten Kühlware ausgeschlos sen oder doch zumindest stark verringert. Bei längerer Kühlung des Innenraums , beispielsweise bei längeren

Transporten, kann es zum Anfallen erheblicher Mengen von Kondensatflüs sigkeit kommen. Diese Kondensatflüs sigkeit sammelt sich aufgrund der Schwerkraft am Boden des Transportbehälters . Der Kontakt der Kondensatflüs sigkeit mit der Kühlware ist dabei in aller Regel uner- wünscht, da dadurch eine Beschädigung der Kühlware, beispielsweise durch Aufweichen von Verpackungen, auftreten kann . Es ist deshalb besonders vorteilhaft, wenn am B oden des Transportbehälters ein Auflagerelement angeordnet ist, dessen zum Innenraum des Transportbehälters weisende Seite eine Standfläche für die Kühlware bildet. Das Aufla- gerelement weist zumindest eine Ausnehmung auf, durch die die Kondensatflüssigkeit nach unten abfließen kann. Unterhalb des Auflagerelements kann dann beispielsweise ein geeigneter Speicherraum vorgesehen werden, in dem sich die Kondensatflüs sigkeit sammelt und für die im Innenraum befindliche Kühlware, die auf dem Auflagerelement aufsteht, unschädlich ist. Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird nachfolgend beispielhaft erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Transportbehälter zum Transport von Kühlware mit dem auf der Behälteröffnung angeordneten Verschlusselement in perspektivischer Ansicht;

Fig. 2 den Transportbehälter mit Verschlus selement gemäß Fig . 1 im perspektivischen Schnitt;

Fig. 3 den Transportbehälter mit Verschlus selement gemäß Fig . 1 im

Querschnitt;

Fig. 4 den Transportbehälter ohne Verschlusselement in perspektivischer Ansicht von oben;

Fig. 5 den Transportbehälter gemäß Fig. 4 im perspektivischen

Schnitt; Fig. 6 die Bauteilwandung des Transportbehälters gemäß Fig . 5 in einem vergrößerten Querschnitt;

Fig. 7 das Verschlusselement gemäß Fig . 1 in perspektivischer Ansicht von unten;

Fig. 8 das Verschlusselement gemäß Fig . 7 im Querschnitt; Fig. 9 das Verschlusselement gemäß Fig . 7 mit geöffnetem Kühlakkufach.

Fig. 1 zeigt einen Transportbehälter 01 zum Transport von Kühlware, insbesondere Lebensmitteln, in perspektivischer Ansicht von oben. Auf der Behälteröffnung des Transportbehälters ist gemäß der Darstellung in Fig. 1 ein als Deckel ausgebildetes Verschlus selement 02 angeordnet. Zur Handhabung des Transportbehälters 0 1 weist dieser an der Außenseite vier Griffmulden 03 auf.

Fig. 2 zeigt den Transportbehälter 01 mit dem auf der Behälteröffnung angeordneten Verschlusselement 02 im perspektivischen Querschnitt. Im Innenraum 04 des Transportbehälters 01 , der von der Behälterwandung 05 umschlos sen wird, kann kühlbedürftige Kühlware, beispielsweise Lebensmittel, gelagert werden . Am Boden des Innenraums 04 ist dabei ein gelochtes Auflagerelement 06 befestigt. Auf der Oberseite des

Auflagerelements 06 kann die Kühlware abgestellt werden. Durch die Ausnehmungen 07 im Auflagerelement 06 kann Kondensatflüssigkeit, die sich aufgrund der Kühlung des Innenraums 04 bildet, nach unten abfließen, um eine Beschädigung der Kühlware durch Flüs sigkeitskontakt zu verhindern. Das Verschlus selement 02 ist in der Art eines lösbaren Deckels ausgebildet und kann mit seiner Innenseite auf der Verschlus s- Öffnung des Innenraums 04 aufgesteckt werden.

Fig. 3 zeigt den Transportbehälter 01 mit dem Verschlus selement 02 im Querschnitt. Die Behälterwandung 05 des Transportbehälters 01 ist doppelwandig mit einer Innenwandung 08 und einer Außenwandung 09 ausgebildet. Zwischen der Innenwandung 08 und der Außenwandung 09 ist eine Isolations schicht 10 gebildet, die mit einem Isolationsgas , beispielsweise Argon oder Krypton, befüllt ist. Die Isolations schicht 10 wird dabei durch eine Zwischenwandung 1 1 , die zwischen der Außenwandung 09 und der Innenwandung 08 angeordnet ist, in eine Innenschicht 12 und eine Außenschicht 13 aufgeteilt. Die Schichtdicke der Innenschicht 12 und der Außenschicht 13 entspricht dabei ungefähr der Hälfte der Schichtdicke der gesamten Isolationsschicht 10. Aufgrund dieser Halbierung der Schichtdicke treten in der Innenschicht 12 und in der Außenschicht 13 nur sehr geringe thermische Zirkulationseffekte auf, wodurch der Wärmedurchgangskoeffizient der Behälterwandung 05 gegenüber einer Behälterwandung ohne Zwischenwandung 1 1 in erwünschter Weise abgesenkt wird. Im Bereich des Bodens 14 des Innen- raums 04 weist die Innenwandung 08 eine Bombierung auf, so das s die durch die Ausnehmungen 07 nach unten abfließende Kondensatflüs sigkeit aufgrund der Wölbung seitlich abgeführt wird.

Die Zwischenschicht 1 1 ist an ihren Kanten gasdicht mit der Innenwan- dung 08 bzw. der Außenwandung 09 verschweißt, so dass die Innenschicht 12 und die Außenschicht 13 gasdicht voneinander getrennt sind.

Zur Isolation des Verschlus selements 02 ist ebenfalls eine doppelwandi- ge B auteilwandung 15 vorgesehen, wobei zwischen der Innenwandung 16 und der Außenwandung 17 wiederum eine Zwischenwandung 18 vorgese- hen ist. Die Zwischenwandung 18 teilt die Isolations schicht 19 in eine Innenschicht 20 und eine Außenschicht 21 auf, um auch hier unerwünschte Zirkulationseffekte zu verringern. Zur Fixierung der Zwischenwandung 18 zwischen der Innenwandung 16 und der Außenwandung 17 können Abstandshalter 22 eingebaut werden . Fig. 4 und Fig. 5 zeigen den Transportbehälter 0 1 ohne das Verschlus selement 02, d.h. bei geöffneter Behälteröffnung 23 in perspektivischer Ansicht von oben bzw. im perspektivischen Schnitt.

In Fig. 6 ist die Behälterwandung 05 des Transportbehälters 0 1 mit der Innenwandung 08 , der Außenwandung 09 und der Zwischenwandung 1 1 vergrößert dargestellt. Zwischen der Innenwandung 08 und der Außenwandung 09 ist das Isolationsgas 24 gasdicht eingeschlos sen, um dadurch die gasförmige Isolationsschicht 10 zu bilden. Die Zwischenwandung 1 1 teilt die Isolations schicht 10 dabei in die gasgefüllte Innenschicht 12 und die gasgefüllte Außenschicht 13 auf. An der Außenseite der Zwischen- wandung 1 1 ist dabei zusätzlich ein Strahlungsreflektor 25 in der Form einer Reflektorfolie angebracht. Wärmestrahlung 26, die die aus Kunststoff gefertigte Außenwandung 09 durchdringt, wird an dem Strahlungsreflektor 25 reflektiert und dadurch ein Eindringen der Wärmestrahlung 26 in den Innenraum 04 verhindert. An der Innenseite der aus Kunststoff hergestellten Innenwandung 08 und der aus Kunststoff hergestellten Außenwandung 09 ist außerdem eine Diffusionssperre 32 in der Form einer Lackschicht aufgebracht. Durch die Diffusions sperre 32 wird das Ausdiffundieren des Isolationsgases 24 durch die Innenwandung 08 bzw. die Außenwandung 09 signifikant verringert.

Fig. 7 zeigt das Verschlus selement 02 in perspektivischer Ansicht von unten. Auf der zum Innenraum 04 weisenden Seite des Verschlus selements 02 ist ein konkav gebogenes Strömungsleitelement 27 befestigt, das der Verbesserung der thermischen Zirkulation im Innenraum 04 des Transportbehälters 0 1 dient. Die seitlichen Ränder des Strömungsleitelements 27 dienen dabei als Abtropfkanten 28 und 29, an denen die sich am Strömungsleitelement 27 niederschlagende Kondensatflüs sigkeit nach unten abtropfen kann, ohne dabei auf das im Innenraum 04 befindliche Kühlgut zu tropfen.

In Fig. 8 ist das Verschlusselement 02 im Querschnitt dargestellt. Unterhalb der Bauteilwandung 15 mit der Innenwandung 16, der Außenwandung 17 und der Zwischenwandung 18 ist ein Kühlakkufach 30 vorgesehen . Im Kühlakkufach 30 können konventionelle Kühlakkus, die als Latentspeicher dienen, auswechselbar angeordnet werden. Zur Fixierung der Kühlakkus im Kühlakkufach 30 kann dieses mit einem verschwenkbar gelagerten und gelochten Deckel 3 1 verschlos sen werden.

Fig. 9 zeigt das Verschlus selement 02 mit geöffnetem Deckel 3 1 . Die Kühlakkus können nach Öffnen des Deckels 3 1 problemlos in das Kühlakkufach 30 eingelegt und anschließend durch Zurückschwenken des Deckels 3 1 fixiert werden. Der Deckel 3 1 kann mittels eines nicht näher dargestellten Verschlus ses gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert werden.