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Title:
TRANSPORT DEVICE FOR LUGGAGE ITEMS OR SIMILAR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/045185
Kind Code:
A1
Abstract:
In a preferred embodiment, the inventive transport device (10) essentially comprises a roller suitcase (10) provided with two transport rollers (13) arranged on a lower cross side (12) and a grip handle (15) on the upper part of the device. Said device also comprises a footbard (16) which is hingedly connected in the vicinity of the lower cross side (12) and which has an additional roller (19) on the rear end thereof, enabling the transport device to be displaced continuously on railway platforms or airport terminals similar to a scooter.

Inventors:
Hammesfahr, Guido (Balthasarstrasse 22 Köln, 50670, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/013229
Publication Date:
June 05, 2003
Filing Date:
November 25, 2002
Export Citation:
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Assignee:
Hammesfahr, Guido (Balthasarstrasse 22 Köln, 50670, DE)
International Classes:
A45C13/38; B62K3/00; A45C9/00; A45C15/00; (IPC1-7): A45C5/14; A45C13/38; A63C17/00; B62K7/00
Foreign References:
DE20018919U12001-02-15
DE20017587U12001-02-22
US6220412B12001-04-24
DE20109050U12001-08-16
DE10026184A12001-12-13
DE20019606U12001-09-06
Attorney, Agent or Firm:
Hennicke, Rüdiger (Buschhoff, Hennicke, Althaus Postfach 19 04 08 Köln, 50501, DE)
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Claims:
Ansprüche :
1. Transportvorrichtung für Gepäckstücke od. dgl., insbesonde re Koffer, mit zwei im Bereich einer unteren Seite ange ordneten Transportrollen sowie einem oben an der Vorrich tung greifbaren Haltegriff, gekennzeichnet durch ein nahe der unteren Seite (12) der Vorrichtung (10) gelenkig ange schlossenes bzw. anschließbares Trittbrett (16).
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, daß das Trittbrett (16) mit seinem vorderen Ende (21) gelenkig zwischen den beiden Transportrollen (13) ange schlossen ist und an seinem hinteren Ende (18) eine Zu satzrolle (19) aufweist.
3. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge kennzeichnet, daß das Trittbrett (16) an seinem vorderen Ende (21) um eine horizontale Achse (22) schwenkbar an der Vorrichtung (10) angeschlossen ist.
4. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, daß das Trittbrett (16) lösbar an der Vorrichtung (10) angeschlossen ist.
5. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da durch gekennzeichnet, daß das Trittbrett (16) mit seiner Oberseite gegen eine Rückseite (17) der Vorrichtung (10) in im wesentlichen flächige Anlage verschwenkbar ist.
6. Transportvorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine das Trittbrett (16) in seiner Anlageposition sichern de, lösbare Verriegelungseinrichtung (29).
7. Transportvorrichtung nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n zeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung (29) minde stens eine im Bereich des gelenkigen Anschlusses zwischen Vorrichtung und Trittbrett (16) wirksame, die beiden Teile in der hochgeklappten Stellung des Trittbretts miteinander verriegelnden Sicherungsklinke aufweist.
8. Transportvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung (29) einen Fernauslösemechanismus (39,40, 41) aufweist, mit dem die Verriegelungseinrichtung von der Oberseite der Vor richtung (11) entsperrbar ist.
9. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Fernauslösemecha nismus ein gemeinsames Zugelement (39) für alle Siche rungsklinken aufweist, die mit dem Zugelement über Bowdenzüge (40,41) o. dgl. verbunden sind.
10. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, ge kennzeichnet durch eine an ihrer Rückseite (17) vorgesehe ne, an die Form und Größe der Zusatzrolle (19) angepaßte Ausnehmung (28).
11. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch ein die Zusatzrolle (19) in der ange legten Position abdeckendes Schutzelement.
12. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzelement im wesentli chen aus einem um die Achse der Zusatzrolle (19) ver schwenkbaren Schutzblech (20) besteht.
13. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzblech (20) federbe lastet ist und ein Verstellelement aufweist, das mit einem an der Vorrichtung (10) angeordneten Anschlagelement zu sammenwirkt.
14. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Trittbrett (16) mittels eines Kreuzgelenks sowohl um eine horizontale als auch ei ne vertikale Achse (26) an der Vorrichtung (10) ange schlossen bzw. anschließbar ist.
15. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, gekennzeichnet durch einen Schwenkwinkelbegrenzer (35) zwischen dem Trittbrett (16) und der Vorrichtung (10).
16. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportrollen (13) und/oder die Zusatzrolle (19) kugelgelagerte Vollgummi oder Kunststoffrollen sind.
17. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Trittbrett Teil eines Tretrollers ist, der eine am vorderen Ende des Trittbretts angeordnete Rollenanordnung mit Lenkbzw. Balancestange aufweist, und daß das Trittbrett nach Abkoppelung von der Rollenanordnung oder gemeinsam mit dieser lösbar an der Transportvorrichtung anschließbar ist.
18. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Trittbrett an sei nem vorderen, an der Vorrichtung angelenkten Ende eine te leskopierbare Einrichtung (42) zum Verlängern bzw. Verkür zen des Abstands des Trittbretts von der Vorrichtung (10) aufweist.
19. Transportvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch ge kennzeichnet, daß die teleskopierbare Einrichtung (42) im wesentlichen aus mindestens zwei ineinander verschieb baren Rohrelementen (43,44) besteht.
20. Transportvorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die teleskopierbare Einrichtung (42) mit Verriegelungsmitteln (45) versehen ist.
Description:
Transportvorrichtung für Gepäckstücke od. dgl.

Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung für Gepäck- stücke od. dgl., insbesondere in Form eines Koffers, mit zwei im Bereich einer unteren Seite angeordneten Transportrollen sowie einem oben an der Vorrichtung greifbaren Haltegriff.

Der früher oft sehr beschwerliche Transport von Gepäckstücken auf Reisen ist in den vergangenen Jahren erheblich erleichtert worden, indem immer mehr Koffer an ihrer einen Schmalseite mit Transportrollen und ihrer anderen Schmalseite mit einem aus- ziehbaren Haltegriff ausgestattet werden, was es ermöglicht, den Koffer auf ebenen Wegen hinter sich herzuziehen oder auch vor sich herzuschieben und so auch schwere Gepäckstücke ermü- dungsfrei zu transportieren. Koffer oder andere Gepäckstücke, die nicht bereits von Hause aus mit Rollen und einem Handgriff versehen sind, können an rahmenartigen Transportgestellen ähn- lich wie auf einer Sackkarre befestigt werden, wobei das Transportgestell dann die Transportrollen aufweist und einen Haltegriff hat und sich üblicherweise klein zusammenlegen läßt, um im Flugzeug, in der Bahn oder im Auto leicht verstaut werden zu können.

Auch wenn durch die Ausgestaltung von Transportvorrichtungen mit den Transportrollen und dem Haltegriff der Transport die- ser Rollkoffer od. dgl. gegenüber dem mühsamen Tragen von Kof- fern erheblich einfacher geworden ist, müssen mit dem Gepäck- stück insbesondere auf Flughäfen, Bahnhöfen od. dgl. häufig be- achtliche Entfernungen zurückgelegt werden und es kommt immer wieder vor, daß ein Reisender einen Anschlußzug verpaßt, wenn er mit seinem Rollkoffer die ganze Länge eines Bahnsteiges entlangeilen oder auf einem Flughafen von einem weit entfern- ten Terminal bis zur Bahnstation gelangen muß.

Aufgabe der Erfindung ist es, einem Reisenden, der mit einer Transportvorrichtung der eingangs genannten Art unterwegs ist, deren Transport noch bequemer zu machen und es ihm zu ermögli- chen, eine vorgegebene Entfernung schneller bewältigen zu kön- nen.

Diese Aufgabe wird mit der Erfindung durch ein nahe der unte- ren Seite der Vorrichtung angeschlossenes bzw. anschließbares Trittbrett gelöst, das in vorteilhafter Ausgestaltung der Er- findung mit seinem vorderen Ende gelenkig zwischen den beiden Transportrollen der Vorrichtung angeschlossen ist und an sei- nem hinteren Ende eine Zusatzrolle aufweist.

Die erfindungsgemäße Ausgestaltung ermöglicht es dem Benutzer der Transportvorrichtung, sich mit einem seiner Füße auf das Trittbrett zu stellen und sich mit dem anderen Fuß wie bei ei- nem Tretroller abzustoßen, wobei er mit dem dann als Lenkstan- ge wirkenden Haltegriff das aus Koffer oder Transportgestell und Trittbrett bestehende Gefährt durch den Verkehr, also ins- besondere über die Bahnsteige, durch Flughafenhallen oder aber auch über den Bürgersteig manövrieren kann. Auf diese Weise wird es möglich, auch mit einem vollen Koffer die teilweise großen Entfernungen in Bahnhöfen, Flughäfen od. dgl. ver- gleichsweise schnell zu bewältigen, auch wenn die erreichbare Fahrgeschwindigkeit wohl nur in Ausnahmefällen so groß sein wird wie die, die man mit den in jüngerer Zeit ebenfalls weit verbreiteten Tretrollern, Mini-Scootern oder Kickboards er- reicht.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich, wenn das Trittbrett an seinem vorderen Ende um eine ho- rizontale Achse schwenkbar an der Vorrichtung angeschlossen ist. Es kann dann bei Nichtgebrauch aus seiner abgeklappten Gebrauchsstellung in seine Ruhestellung zurückverschwenkt wer- den, in der es an einer Rück-bzw. Unterseite der Transport- vorrichtung anliegt. In dieser Lage des Trittbrettes kann der Koffer od. dgl. problemlos in einem Gepäcknetz oder einer Ge- päckablage verstaut werden oder in herkömmlicher Weise vom Be- nutzer hinter sich hergezogen werden.

Zweckmäßig ist es auch, wenn das Trittbrett lösbar an der Vor- richtung angeschlossen ist, so daß es vollständig demontiert werden kann, wenn es nicht benötigt wird. Bei dieser Ausge- staltung ist es auch möglich, ein und dasselbe Trittbrett für mehrere Koffer, beispielsweise solche verschiedener Größe in Benutzung zu nehmen, d. h. der Benutzer kann aus zwei oder mehr Koffern den mit der richtigen Größe für sein Gepäck auswählen und dann an den ausgewählten Koffer das Trittbrett anschlie- ßen.

Vorzugsweise ist das Trittbrett mit seiner Oberseite gegen ei- ne Rückseite der Vorrichtung in im wesentlichen flächige Anla- ge verschwenkbar, so daß es in der Ruheposition kaum von der Rückseite absteht und wenig Platz einnimmt. Wenn die Trans- portvorrichtung mit einer das Trittbrett in seiner Anlageposi- tion sichernden, lösbaren Verriegelungseinrichtung versehen ist, ist sichergestellt, daß das Trittbrett nicht unbeabsich- tigt in seine Gebrauchsstellung herabschwenken kann, wenn die Transportvorrichtung beispielsweise in herkömmlicher Weise vom Benutzer hinter sich hergezogen wird. Die Verriegelungsein- richtung kann mindestens eine im Bereich des gelenkigen An- schlusses zwischen Vorrichtung und Trittbrett wirksame, die beiden Teile in der hochgeklappten Stellung des Trittbretts miteinander verriegelnden Sicherungsklinke aufweisen.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn die Verriegelungsein- richtung einen Fernauslösemechanismus aufweist, mit dem die Verriegelungseinrichtung von der Oberseite der Vorrichtung entsperrbar ist. Es ist dann nicht erforderlich, daß sich der Benutzer der Transportvorrichtung bückt, um die Verriegelung zu lösen und das Trittbrett nach unten zu klappen. Der Fernauslösemechanismus kann z. B. ein gemeinsames Zugelement für alle Sicherungsklinken aufweisen, die mit dem Zugelement über Bowdenzüge o. dgl. verbunden sind, so daß der Benutzer nur an der Oberseite am Zugelement ziehen muß, um den Verriege- lungsmechanismus zu entsperren und so für ein Abklappen des Trittbretts zu sorgen.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich durch eine an der Rückseite der Transportvorrichtung vorgesehene, an die Form und Größe der Zusatzrolle angepaßte Ausnehmung, in die die Zusatzrolle beim Verschwenken des Trittbrettes in sei- ne Ruheposition einfaßt. Zweckmäßig ist hierbei ein die Zu- satzrolle in der angelegten Position abdeckendes Schutzelement vorgesehen, das in weiter vorteilhafter Ausgestaltung der Er- findung im wesentlichen aus einem um die Achse der Zusatzrolle verschwenkbaren Schutzblech bestehen kann, das in der Ruhepo- sition des Trittbretts wirksam verhindert, daß sich der Benut- zer der Vorrichtung seine Kleidung an der Zusatzrolle be- schmutz, und das bei ausgeklapptem Trittbrett beim Fahren mit der Transportvorrichtung verhindert, daß von der Zusatzrolle Schmutz oder Spritzwasser aufgewirbelt und gegen die Beine des Benutzers geschleudert wird.

Ganz besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn das Schutz- blech federbelastet ist und ein Verstellelement aufweist, das mit einem an der Vorrichtung angeordneten Anschlagelement zu- sammenwirkt. Beim Hochklappen des Trittbretts in seine Ruhe- stellung gelangt das Verstellelement an das Anschlagelement und wird entgegen der Wirkung der Feder so verstellt, daß das Schutzblech um die Achse der Zusatzrolle herum verschwenkt wird und diese dann an der freiliegenden Unterseite des Tritt- brettes abdeckt.

Vorzugsweise ist das Trittbrett mittels eines Kreuzgelenks so- wohl um eine horizontale als auch um eine vertikale Achse an der Vorrichtung angeschlossen bzw. anschließbar. Um einen zu großen Lenkeinschlag bzw. eine zu steile Stellung des Koffers während des Trittrollerns zu vermeiden, ist zweckmäßig zwi- schen dem Trittbrett und der Vorrichtung ein Schwenkwinkelbe- grenzer vorgesehen, der sicherstellt, daß das Trittbrett rela- tiv zum Koffer oder dem Transportgestell nur in einem begrenz- ten Winkelbereich verschwenkbar ist, der bei der Verschwenk- barkeit um die Vertikalachse beispielsweise nach links und rechts jeweils etwa 5° betragen kann.

Um ein leichtes und leises Rollen der Transportvorrichtung zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, wenn die Transportrollen und/oder die Zusatzrolle kugelgelagerte Vollgummi-oder Kunst- stoffrollen sind, wie sie bei sogenannten"Kickboards", Klein- rollern oder auch bei"Inline-Skates"üblich sind.

In weiterer, vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann das Trittbrett Teil eines Tretrollers sein, der eine am vorde- ren Ende des Trittbretts angeordnete Rollenanordnung mit Lenk- bzw. Balancestange aufweist, wobei das Trittbrett nach Abkopp- lung von der Rollenanordnung oder gemeinsam mit dieser lösbar an der Transportvorrichtung anschließbar ist. Diese Ausgestal- tung hat den Vorteil, daß das Trittbrett nicht nur gemeinsam mit dem Koffer oder dem Transportgestell für Gepäckstücke be- nutzbar ist, sondern auch mit der Rollenanordnung als herkömm- licher Miniroller oder Kickboard benutzt werden kann, wenn das Reiseziel erreicht ist und der eigentliche Koffer nicht wei- tertransportiert werden muß.

In weiterer, vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist das Trittbrett an seinem vorderen, an der Vorrichtung ange- lenkten Ende eine teleskopierbare Einrichtung zum Verlängern bzw. Verkürzen des Abstands des Trittbretts von der Vorrich- tung auf. Die Länge des Trittbretts kann mit einer solchen te- leskopierbaren Einrichtung verändert werden und so nicht nur optimal auf die Größe des jeweiligen Benutzers eingestellt werden, sondern das Trittbrett kann auch auf ein kleinstmögli- ches Maß zusammen geschoben werden, wenn es in seine Ruhestel- lung an der Rückseite des Koffers o. dgl. geklappt wird. Es ist so möglich, auch Koffer mit nur geringen Abmessungen, die auch als Handgepäck in Flugzeugen zugelassen sind, mit einem Trett- brett zu versehen, ohne daß dieses in seinem eingeklappten Zu- stand oben über den Kofferrand hinausragt. Auch ist es so mög- lich, ein-und dieselbe Trittbrettkonstruktion für verschiede- ne Koffergrößen einzusetzen, was aus fertigungstechnischen und wirtschaftlichen Erwägungen von besonderem Vorteil ist.

Die teleskopierbare Einrichtung besteht in besonders einfacher und damit preiswerter, gleichwohl stabiler Ausgestaltung im wesentlichen aus mindestens zwei ineinander verschiebbaren Rohrelementen. Um sicher zu vermeiden, daß sich die Länge des teleskopierbaren Trittbretts beim Rollerbetrieb verändert, ist die teleskopierbare Einrichtung vorzugsweise mit Verriege- lungsmitteln versehen, die dann zum Ein-bzw. Ausziehen des Trittbretts entriegelt werden müssen. Als Verriegelungsmittel sind hier Klemmschrauben, Rastklinken oder-kugeln, ein arre- tierbar Ratschentrieb o. dgl. denkbar.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, worin eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand eines Bei- spiels näher erläutert ist. Es zeigt : Fig. 1 eine erfindungsgemäße Transportvorrichtung in einer Seitenansicht mit dem Trittbrett in Ar- beitsstellung ; Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 mit dem Trittbrett in Ruhestellung ; Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 1 in einer Draufsicht ; Fig. 4 den Gegenstand der Fig. 1 in einer Rückansicht ; Fig. 5 den Gegenstand der Fig. 4 mit nach oben in die Ruhestellung verschwenktem Trittbrett ; und Fig. 6 eine abgewandelte Ausführungsform der erfin- dungsgemäßen Transportvorrichtung in einer Fig.

1 entsprechenden Darstellung.

Die in der Zeichnung dargestellte, erfindungsgemäße Transport- vorrichtung 10 besteht im wesentlichen aus einem Rollenkoffer 11 mit zwei an einer unteren Querseite 12 außen angeordneten Transportrollen 13 und einem an der oberen Querseite 14 aus- ziehbaren Haltegriff 15 sowie mit einem Trittbrett 16, das zwischen den beiden Transportrollen 13 an der Rückseite 17 des Koffers 11 gelenkig angeschlossen ist.

Das Trittbrett 16 weist an seinem hinteren Ende 18 eine Zu- satzrolle 19 auf, die im Durchmesser etwas kleiner ist als die beiden Transportrollen 13 und die von einem Schutzblech 20 überdeckt wird. An seinem vorderen Ende 21 ist das Trittbrett 16 zwischen den beiden Transportrollen 13 nahe der unteren Querseite 12 an einer Querstrebe 22 eines Rohrrahmens 23 mit einem Schnellspannverschluß 24 lösbar angeschlossen. Der Rohr- rahmen 23, in dessen beide aufrechten Längsstreben 25 auch der Haltegriff 15 ein-und ausschiebbar aufgenommen ist, ist ähn- lich wie bei bekannten Rollenkoffern in den Koffer 11 an des- sen Rückseite 17 integriert.

In der in den Fig. 1, 3 und 4 bzw. 6 gezeigten Arbeitsstellung des Trittbrettes ist dieses um eine im wesentlichen vertikale Achse 26 relativ zu dem dann leicht schräg ausgerichteten Rol- lenkoffer verschwenkbar, so daß ein Benutzer die erfindungsge- mäße Vorrichtung ähnlich wie einen Tretroller fahren kann, wo- bei er einen seiner Füße auf das Trittbrett stellt und sich mit dem anderen Fuß abstößt und das Gefährt durch begrenzt seitliches Verschwenken des Haltegriffs in Richtung der Pfeile 27 (Fig. 3) lenken kann. Die Vorrichtung gestattet damit eine zügige Fortbewegung mit dem in dem Koffer aufgenommenen Gepäck auf Flughäfen, Bahnhöfen od. dgl..

Zum Verstauen der Vorrichtung beispielsweise in einem Gepäck- fach im Flugzeug oder im Zug kann das Trittbrett um die untere Querstrebe 22 nach oben in die Ruheposition geschwenkt werden, die in den Fig. 2 und 5 dargestellt ist. In dieser Position liegt das Trittbrett im wesentlichen flächig an der Rückseite des Koffers an. Die Zusatzrolle faßt in eine an der Rückseite des Koffers an deren Form und Größe angepaßte Ausnehmung 28 ein und wird von einem Schutzelement abgedeckt, das verhin- dert, daß der Benutzer in unmittelbaren Kontakt mit der Zu- satzrolle kommt und sich hierbei seine Kleidung beschmutzt.

Bei dem dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht das Schutzelement aus dem Schutzblech 20, das hierzu um die Achse der Zusatzrolle schwenkbar gelagert ist und entgegen der Wirkung einer (nicht dargestellten) Feder von einem neben der Ausnehmung 28 angeordneten Anschlagelement und einem mit die- sem zusammenwirkenden, am Schutzblech seitlich angebrachten Verstellelement in die am besten in Fig. 2 erkennbare Schutz- stellung verschwenkt wird, wenn das Trittbrett seine Ruheposi- tion einnimmt und die Zusatzrolle 19 in die Ausnehmung 28 ein- faßt.

Um zu verhindern, daß das Trittbrett unbeabsichtigt aus der Ruheposition nach unten abklappt, ist es mit einer Verriege- lungseinrichtung 29 versehen, die bei dem gezeigten Ausfüh- rungsbeispiel aus einem an einer oberen Querstrebe 30 des Rohrrahmens 23 angeordneten Verriegelungsknebel 31 und einem in dem Trittbrett 16 angeordneten Langloch 32 besteht, durch das der Verriegelungsknebel 31 in einer ersten Stellung beim Hochklappen des Trittbrettes hindurchgreift, um dann vom Be- nutzer um 90° verschwenkt zu werden, so daß sich seine beiden äußeren Riegelflächen an die Unterseite des Trittbrettes anle- gen. Strichpunktiert angedeutet ist in Fig. 4 eine alternative Ausgestaltung eines Verriegelungsmechanismus. Dieser besteht im wesentlichen aus einem an der oberen Querseite zugänglichen Zugring 39, der über zwei im Inneren des Koffers verlaufenden Bowdenzügen 40,41 mit zwei seitlich am Gelenk 22,24 angeord- neten, nicht dargestellten Sicherungsklinken verbunden sind, die federbelastet sind und das Trittbrett in seiner einge- klappten Lage verriegelt halten. Zum bequemen Entriegeln kann der Benutzer einfach den Zugring nach oben ziehen, wodurch die Sicherungsklinken von den Bowdenzügen entgegen der Wirkung der Haltefedern in ihre Freigabestellung bewegt werden, in der das Trittbrett nach unten abgeschwenkt werden kann.

Um zu verhindern, daß der Rollenkoffer 11 während der Fahrt mit der Transportvorrichtung mit seinen vorderen, unteren Fü- ßen 33 in Kontakt mit der Fahrbahn 34 gelangt, was eine uner- wünschte Bremswirkung, möglicherweise sogar einen abrupten Halt des Gefährts zur Folge hätte, ist zwischen dem Trittbrett und dem Koffer ein Schwenkwinkelbegrenzer 35 vorgesehen, der ein Verschwenken des Trittbretts gegenüber dem Koffer ledig- lich in einem begrenzten Winkelbereich a gestattet, der etwa 80° beträgt. Der Schwenkwinkelbegrenzer besteht bei dem Aus- führungsbeispiel aus einem an der unteren Querstrebe 22 ange- ordneten, radial vorspringenden Zapfen 36 und einer die untere Querstrebe umgebenden Hülse 37 des Schnellspannverschlusses 24, die an ihrer einen Seite mit einer sich lediglich über ei- nen Teil des Hülsenumfanges erstreckenden Ausnehmung 38 verse- hen ist, in die der Zapfen 36 hineinragt.

Bei den Transportrollen 13 und der Zusatzrolle 19 handelt es sich um sehr leicht laufende, kugelgelagerte Vollgummi-oder Kunststoffrollen, wie sie von kleinen, zusammenklappbaren Tretrollern oder auch von Inline-Skates bekannt sind. Diese Rollen erlauben ein sehr komfortables Gleiten mit der Trans- portvorrichtung auf ebener Fahrbahn. Man erkennt, daß es der nach Art eines Kreuzgelenks ausgestaltete Anschluß des Tritt- bretts an den Rollenkoffer gestattet, diesen sehr einfach zu manövrieren und auch leicht um plötzlich auftauchende Hinder- nisse herumzufahren. Der Anschluß des Trittbrettes an den Kof- fer mittels eines Schnellspannverschlusses erlaubt es auch, das Trittbrett vollständig vom Koffer abzunehmen und entweder an einem anderen Koffer größerer oder kleinerer Abmessungen anzuschließen oder es mit einer separaten Rollenanordnung mit Lenk-bzw. Balancestange zu betreiben, also wie einen an sich bekannten Tretroller mit zwei oder drei Rollen, der für die Fortbewegung genutzt werden kann, ohne hierbei den Koffer mit- nehmen zu müssen. Die zum Einsatz kommende Rollenanordnung kann zusammenlegbar sein und damit in dem Koffer selbst Platz finden.

Die in Fig. 6 dargestellte, abgewandelte Ausführungsform stimmt in vielen Gestaltungsmerkmalen mit der Ausführungsform nach Fig. 1 überein ; entsprechende Merkmale wurden daher mit den gleichen Bezugszeichen versehn, auf eine Wiederholung von deren Beschreibung sei hier verzichtet. Die Ausführungsform nach Fig. 6 unterscheidet sich von der ersten Ausgestaltung im wesentlichen dadurch, daß das das Trittbrett 16 an seinem vor- deren, an der Vorrichtung angelenkten Ende 21 eine telesko- pierbare Einrichtung 42 zum Verlängern bzw. Verkürzen des Ab- stands des Trittbretts von der Vorrichtung 10 bzw. den Trans- portrollen 13 des Rollenkoffers 11 aufweist. Diese telesko- pierbare Einrichtung besteht aus zwei ineinander verschiebba- ren Rohrstücken 43 und 44, von denen das erste Rohstück 43 mit seinem vorderen Ende über den Verschluß 24 gelenkig an der un- teren Querstrebe 22 angeschlossen ist, während das andere Rohrstück 44, dessen Innendurchmesser an den Außendurchmesser des ersten Rohstücks angepaßt ist, am Trittbrett 16 so befe- stigt ist, daß es mit dessen Längsachse fluchtet. Das erste Rohrstück 43 ist in dem zweiten Rohrstück 44 längsverschieb- lich aufgenommen und in seiner Lage mittels einer Klemmschrau- be 45 arretierbar. Mit Hilfe der Einrichtung 42 kann der Ab- stand der Trittfläche des Trittbretts von der Achse der vorde- ren Transportrollen 13 verändert und die Vorrichtung so für unterschiedlich große Benutzer optimal eingestellt werden.

Darüber hinaus können Trittbretter derselben Größe für unter- schiedlich große Koffer verwendet werden, da durch die Ein- schubmöglichkeit des Brettes auch bei kleinen Koffern sicher- gestellt werden kann, daß in der eingeklappten Lage des Tritt- brettes dieses nicht über die obere Querseite 14 hinausragt.

Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es viele Änderungen und Ergänzungen denkbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu ver- lassen. So ist es beispielsweise keineswegs erforderlich, daß die Transportvorrichtung wie bei dem bevorzugten Ausführungs- beispiel einen Koffer aufweist, sondern sie kann auch ledig- lich aus dem Trittbrett mit einem daran angeschlossenen Trans- portrahmen bestehen, der eine untere, nach vorn vorragende Tragfläche hat, auf der ein Gepäckstück, beispielweise ein Koffer oder andere zu transportierende Gegenstände wie Geträn- kekisten od. dgl. abgestellt und möglichst mit einem Gurt gesi- chert werden, um dann zügig trittrollernd transportiert zu werden.