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Patent Searching and Data


Title:
TRANSPORT DEVICE FOR SLABS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/080064
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a transport device (1) for slabs (2) which is arranged between at least two casting machines (3, 4, 5) and at least one roller mill (6), wherein the transport device (1) has at least two linear and stationary conveyance sections (7, 8, 9) on which a slab (2) can be conveyed in a conveyance device (F), and wherein the transport device (1) has at least two linear conveyance sections (10, 11) which are arranged in a pivoting manner in order to convey a slab (2) at an angle (α) to the conveyance device (F). In order to enable improved guidance of the slabs and flexible transport of the slabs from the casting machines to the roller mill, according to the invention the at least two linear, pivotable conveyance sections (10, 11) are arranged such that they can pivot independently of each other.

Inventors:
NEUMANN, Luc (Aachener Straße 54, Düsseldorf, 40223, DE)
KAUPPER, Kilian (Richard-Wagner-Straße 39, Recklinghausen, 45657, DE)
BILGEN, Christian (Becherstraße 16, Düsseldorf, 40476, DE)
MEYER, Alexander (Schinkelstraße 15, Düsseldorf, 40211, DE)
BÖCHER, Tilmann (Leuchtenberger Kirchweg 51, Düsseldorf, 40489, DE)
GATHMANN, Marcel (Kaiserstraße 12, Düsseldorf, 40479, DE)
Application Number:
EP2010/069581
Publication Date:
July 07, 2011
Filing Date:
December 14, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SMS SIEMAG AG (Eduard-Schloemann-Straße 4, Düsseldorf, 40237, DE)
NEUMANN, Luc (Aachener Straße 54, Düsseldorf, 40223, DE)
KAUPPER, Kilian (Richard-Wagner-Straße 39, Recklinghausen, 45657, DE)
BILGEN, Christian (Becherstraße 16, Düsseldorf, 40476, DE)
MEYER, Alexander (Schinkelstraße 15, Düsseldorf, 40211, DE)
BÖCHER, Tilmann (Leuchtenberger Kirchweg 51, Düsseldorf, 40489, DE)
GATHMANN, Marcel (Kaiserstraße 12, Düsseldorf, 40479, DE)
Attorney, Agent or Firm:
KLÜPPEL, Walter (Hammerstr.2, Siegen, 57072, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

Transportvorrichtung (1 ) für Brammen (2), die zwischen mindestens zwei Gießmaschinen (3, 4, 5) und mindestens einem Walzwerk (6) angeordnet ist, wobei die Transportvorrichtung (1 ) mindestens zwei lineare und ortsfeste Förderabschnitte (7, 8, 9) aufweist, auf denen eine Bramme (2) in eine Förderrichtung (F) gefördert werden kann, und wobei die Transportvorrichtung (1 ) mindestens zwei lineare Förderabschnitte (10, 1 1 ) aufweist, die verschwenkbar angeordnet sind, um eine Bramme (2) unter einem Winkel (a) zur Förderrichtung (F) zu fördern, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei linearen, verschwenkbaren Förderabschnitte (10, 1 1 ) unabhängig voneinander verschwenkbar angeordnet sind.

Transportvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die linearen und ortsfesten Förderabschnitte (7, 8, 9) parallel zueinander angeordnet sind.

3. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die linearen Förderabschnitte (7, 8, 9, 10, 1 1 ) als Rollgangelemente ausgebildet sind. Transportvornchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der linearen Förderabschnitte (7, 8, 9, 10, 1 1 ) mit Ofenelementen, insbesondere in Form von Tunnelöfen, versehen sind.

Transportvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Ofenelemente der linearen Förderabschnitte (7, 8,

9, 10, 1 1 ) jeweils unabhängig voneinander beheizbar sind.

Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der linearen Förderabschnitte (7, 8, 9,

10, 1 1 ) mit thermischen Isolierelementen versehen sind.

Transportvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die thermischen Isolierelemente im endseitigen Bereich wärmedämmend verschließbar sind.

Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der linearen Förderabschnitte (7, 8, 9, 10, 1 1 ) mit Entzunderungselementen versehen sind.

9. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei linearen, verschwenkbaren Förderabschnitte (10, 1 1 ) um einen Schwenkpunkt (S) verschwenkbar angeordnet sind, der außerhalb der Längserstreckung der Förderabschnitte (10, 1 1 ) angeordnet ist.

Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin mindestens ein linearer und ortsfester Förderabschnitt (12, 13) vorhanden ist, der im Anschluss an einen linearen, verschwenkbaren Förderabschnitt (10, 1 1 ) angrenzt und unter einem Winkel (a) zur Förderrichtung (F) angeordnet ist.

Description:
Transportvorrichtung für Brammen

Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung für Brammen, die zwischen mindestens zwei Gießmaschinen und mindestens einem Walzwerk angeordnet ist, wobei die Transportvorrichtung mindestens zwei lineare und ortsfeste Förderabschnitte aufweist, auf denen eine Bramme in eine Förderrichtung gefördert werden kann, und wobei die Transportvorrichtung mindestens zwei lineare Förderabschnitte aufweist, die verschwenkbar angeordnet sind, um eine Bramme unter einem Winkel zur Förderrichtung zu fördern.

Transportvorrichtungen, mit denen Brammen von mindestens zwei Gießmaschinen zu einem Walzwerk transportiert werden können, sind im Stand der Technik hinlänglich bekannt. Verschiedene Ausgestaltungen solcher Vorrichtungen sind in der EP 0 492 226 B1 , in der WO 00/12235, in der EP 0 593 002 B1 , in der EP 0 867 239 B1 , in der EP 1 127 628 A1 , in der DE 195 24 082 B4, in der DE 41 37 547 C2, in der EP 0 682 770 B1 und in der EP 0 845 308 B1 beschrieben. Dabei haben sich zwei unterschiedliche Ausführungen bewährt:

1 . Parallelfähre, bei der ein beweglicher Förderabschnitt parallel von ei- nem Gießstrang zum nächsten bewegt wird.

2. Schwenkfähre, bei der zwei bewegliche Förderabschnitte unterschiedlicher Gießstränge aufeinander zuschwenken und die Bramme unter einem Winkel zur Haupttransportrichtung bewegt wird.

Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit der zweiten Ausführung, der Schwenkfähre. Hierfür können schwenkbare Förderabschnitte eingesetzt wer- den. Eine solche Lösung, die der eingangs genannten Art entspricht, ist in der EP 0 908 243 B1 und in der EP 0 908 244 B1 beschrieben. Hier kommt ein in der Draufsicht V-förmiges Weichenelement zum Einsatz, das an einen linearen Transportabschnitt angrenzt. Durch Verschwenken dieses V-förmigen Weichenelements um eine Vertikalachse kann die Bramme in eine gewünschte Richtung umgelenkt bzw. transportiert werden.

Vorteilhaft ist bei einer solchen Lösung, dass eine sehr flexible Förderung der Brammen bewerkstelligt werden kann. Als nachteilig hat sich bei dieser Lösung allerd ings folgendes ergeben : Die Möglichkeit zur präzisen Brammenführung nimmt am Einlauf der Bramme in das V-förmige Weichenelement stark ab. Dies ist dadurch bedingt, dass sich die Breite des Weichenelements an der Stelle der Gabelung des Weichenelements zwangsläufig zunehmen muss. Demgemäß nimmt auch die Möglichkeit ab, die Bramme seitlich zu führen.

Aus der Verbreiterung der Führung der Bramme im Bereich des Einlaufs in das V-förmige Weichenelement ergibt sich weiterhin nachteilig, dass hier sehr breite Rollen benötigt werden. Die Durchbiegung derselben nimmt mit zunehmender Breite zu, was sich gleichfalls negativ auf die Führungsgenauigkeit auswirkt. Es spricht für sich, dass eine Lösung wie in EP 0 908 243 B1 beschrieben, niemals technisch realisiert wurde.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Transport- Vorrichtung der eingangs genannten Art so fortzubilden, dass bei Nutzung der gattungsgemäßen Transportvorrichtung und der Nutzung der Flexibilität derselben die genannten Nachteile vermieden werden sollen. Demgemäß wird ange- strebt, dass eine verbesserte Führung der Brammen bei deren Transport einer Gießmaschine zu einem Walzwerk ermöglicht wird.

Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei linearen, verschwenkbaren Förderabschnitte unab- hängig voneinander um eine vertikale Achse verschwenkbar angeordnet sind.

Die linearen und ortsfesten Förderabschnitte sind dabei bevorzugt parallel zueinander angeordnet. Die linearen Förderabschnitte sind mit Vorteil als Rollgangelemente ausgebildet.

Zumindest ein Teil der linearen Förderabschnitte kann mit Ofenelementen, insbesondere in Form von Tunnelöfen, versehen sein. Dabei ist bevorzugt vorge- sehen, dass zumindest ein Teil der Ofenelemente der linearen Förderabschnitte jeweils unabhängig voneinander beheizbar sind.

Zumindest ein Teil der linearen Förderabschnitte kann weiterhin mit thermischen Isolierelementen versehen sein. Die thermischen Isolierelemente können im endseitigen Bereich wärmedämmend verschließbar sein.

Zumindest ein Teil der linearen Förderabschnitte kann weiterhin mit Entzunde- rungselementen versehen sein. Möglich sind auch weitere spezielle Brammenbehandlungseinrichtungen. Die mindestens zwei linearen, verschwenkbaren Förderabschnitte sind bevorzugt um einen Schwenkpunkt verschwenkbar angeordnet, der außerhalb der Längserstreckung der Förderabschnitte angeordnet ist.

Weiterhin kann mindestens ein linearer und ortsfester Förderabschnitt vorhan- den sein, der im Anschluss an einen linearen, verschwenkbaren Förderabschnitt angrenzt und unter einem vorzugsweise spitzen Winkel zur Förderrichtung angeordnet ist.

Durch das erfindungsgemäße zweiteilige Weichenelement und die separate Verschwenkmöglichkeit der beiden Teile wird die obige Aufgabe vollumfänglich gelöst.

Mit der vorgeschlagenen Ausgestaltung der Transportvorrichtung ist es möglich, die Bramme auch an der Gabelung bzw. zur (Haupt-)Förderrichtung winkeligen Umleitung präzise zu führen. D. h. die Brammenführung ist auch im Bereich der Weiche verbessert, da im Einlaufbereich der Bramme in den schwenkbaren Förderabschnitt die Rollen des Förderabschnitts die Richtung des Transports präzise vorgeben. Im Gegensatz zur oben diskutierten vorbekannten Lösung wird also eine gewisse Undefiniertheit der Laufrichtung der Bramme beim Ein- lauf in das Weichenelement vermieden.

Es können auch im gesamten Bereich der Transportvorrichtung gleich lange Förderrollen eingesetzt werden, d. h. es werden keine Rollen mit erhöhter Breite im Einlauf des Weichenelements benötigt. Dies verbessert ebenfalls die Füh- rungsgenauigkeit, da die Durchbiegungen der Rollen geringer gehalten werden können. Es ergeben sich auch energetische Vorteile: Bei bestimmten Stahlsorten (z. B. bei Siliziumstählen) kann es nötig sein, höhere Temperaturen zu fahren. Dann kann die Temperatur vorbestimmter Öfen erhöht werden, mit denen die betreffenden Förderabschnitte versehen sind. Diese Temperaturerhöhung kann dabei nur für einen Teil der schwenkbaren Förderabschnitte vorgesehen werden. Die Förderabschnitte, die nicht Brammen der betreffenden Stahlsorte fördern, können auf der standardgemäßen Temperatur gehalten werden.

Problemlos möglich ist auch das zeitweise Stillsetzen eines Teils der Förderabschnitte, z. B. zu Wartungszwecken. Die Transportvorrichtung kann dennoch weiter Brammen in gewissem Umfang fördern . Hieraus ergibt sich auch eine einfachere Möglichkeit, Förderrollen auszutauschen.

Die Erfindung kann an allen Gießwalzanlagen eingesetzt werden, die mit mehr als einer Gießmaschine versehen sind. Generell kann der Transport von einem Strang auf einen anderen erfolgen.

Die Kapazität der Gesamtanlage und die Pufferzeiten von Tunnelöfen können erfindungsgemäß erhöht werden. Die vorteilhafte Flexibilität ergibt sich bereits bei zwei Strängen, kommt aber bevorzugt bei drei Strängen zur Wirkung.

Es können auf der vorgeschlagenen Transportvorrichtung zeitparallel mehrere Brammen im Fährenbereich gefördert werden. Damit wird insbesondere bei Hochproduktionsanlagen (Jahrestonnage von mehr als drei Mio. Tonnen) der Engpass vermieden, der sich oft durch die Fähre ergibt. Es können vielmehr gleichzeitig Brammen von einem Nebenstrang in die Fähre und auf den Hauptstrang gefördert werden. Bei gleicher Baulänge der Anlage wie in einer Parallelfahrenanlage ist vorteilhaft die Pufferkapazität der Öfen mit der vorgeschlagenen Konzeption höher.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 schematisch in der Draufsicht eine Transportvorrichtung, mit der

Brammen von drei Gießmaschinen zu einem Walzwerk gefördert werden können, wobei beim Transport der Brammen diese zumindest teilweise eine Richtungsumkehr nehmen,

Fig. 2 die Darstellung gemäß Fig. 1 zu einem etwas späteren Zeitpunkt,

Fig. 3 schematisch in der Draufsicht eine Transportvorrichtung in einer zu

Fig. 1 modifizierten Ausführungsform, wobei beim Transport der Brammen eine Richtungsumkehr entbehrlich ist,

Fig. 4 die Darstellung gemäß Fig. 3 zu einem etwas späteren Zeitpunkt,

Fig. 5 schematisch in der Draufsicht eine Transportvorrichtung in einer weiteren zu Fig. 1 modifizierten Ausführungsform,

Fig. 6 die Darstellung gemäß Fig. 5 zu einem etwas späteren Zeitpunkt,

Fig. 7 schematisch in der Draufsicht eine Transportvorrichtung in einer weiteren zu Fig. 3 modifizierten Ausführungsform,

Fig. 8 die Darstellung gemäß Fig. 7 zu einem etwas späteren Zeitpunkt, 5

Fig. 9 die geschnittene Seitenansicht eines Teils der Transportvorrichtung,

Fig. 10 die geschnittene Seitenansicht eines Teils der Transportvorrichtung gemäß einer zu Fig. 9 alternativen Ausführungsform,

I 0

Fig. 1 1 die geschnittene Seitenansicht eines Teils der Transportvorrichtung gemäß einer weiteren zu Fig. 9 alternativen Ausführungsform und

Fig. 12 die Draufsicht auf den in Fig. 1 1 dargestellten Teil der Transportvor- 1 5 richtung.

In Fig. 1 ist eine Transportvorrichtung 1 zu sehen, mit der Brammen 2 von insgesamt drei Gießmaschinen 3, 4 und 5 zu einem Warmwalzwerk 6 gefördert werden. Dabei liegt eine (Haupt-)Förderrichtung F vor. Die vorliegende Erfindung ist natürlich genauso auch bei nur zwei oder bei mehr als drei Gießmaschinen einsetzbar. Das gilt auch für die Anzahl der Walzwerke, wenngleich im Ausführungsbeispiel nur eines vorhanden ist. 5 Die gegossenen Brammen 2 werden in Fig . 1 von oben (von den Gießmaschinen 3, 4, 5) nach unten (zum Walzwerk 6) gefördert. Hierfür weist die Transportvorrichtung 1 im in Fig. 1 oben dargestellten Bereich drei ortsfeste lineare Förderabschnitte 7, 8 und 9 auf, die vorliegend parallel zueinander angeordnet sind; es ist aber auch genauso möglich, dass die Förderabschnitte 7, 8, 9 nicht 0 parallel, sondern unter einem Winkel zueinander verlaufen. In der dargestellten Position der einzelnen dargestellten Förderabschnitte ist es möglich, dass Brammen 2 der mittleren Gießmaschine 4 linear und direkt - von dem ortsfesten Förderabschnitt 8 kommend - ohne Richtungsumkehr zum Walzwerk 6 gefördert werden. Indes erfolgt der Brammentransport von den beiden seitlich angeordneten Förderabschnitten 7 und 9 durch zweimalige Richtungsumkehr der Brammen 2. Hierfür sind im mittleren Bereich der Transportvorrichtung 1 zwei schwenkbare Förderabschnitte 10 und 1 1 vorgesehen, die um einen Schwenkpunkt S verschwenkt werden können, und zwar unabhängig voneinander. Im unteren Be- reich der Transportvorrichtung sind weiterhin zwei ebenfalls schwenkbar angeordnete Förderabschnitte 14 und 15 vorhanden, die um jeweilige Schwenkpunkte S' geschwenkt werden können, die in ihrem axialen Endbereich angeordnet sind. Der Schwenkpunkt S der schwenkbaren Förderabschnitte 10 bzw. 1 1 liegt außerhalb der axialen Erstreckung der Abschnitte 10 bzw. 1 1 und bevorzugt unter einem ortsfesten Förderabschnitt.

Die von den Förderabschnitten 7 und 9 kommenden Brammen 2 werden also zunächst in Fig. 1 nach unten gefördert und dabei in die jeweiligen schwenkbaren Förderabschnitte 14 bzw. 15 eingeleitet, die hierzu in Fluch mit den Förderabschnitten 7 bzw. 9 gefahren worden sind (dargestellt für den Förderabschnitt 15 in Fig. 1 ). Wenn die Bramme 2 von den schwenkbaren Förderabschnitten 14 bzw. 15 aufgenommen ist, verschwenken diese um den Schwenkpunkt S' in die Position, die für den Förderabschnitt 14 in Fig. 1 dargestellt ist; der Schwenkwinkel ist für den Förderabschnitt 14 in Fig . 1 mit ß eingetragen. Gleichzeitig werden die schwenkbaren Förderabschnitte 10 bzw. 1 1 in die Position verschwenkt, die in Fig. 1 für den Förderabschnitt 10 dargestellt ist.

Demgemäß kann nunmehr die Bramme 2 - entgegen der Förderrichtung F - von dem Förderabschnitt 14 bzw. 15 in den Förderabschnitt 10 bzw. 1 1 einfah- ren. Befindet sich die Bramme 2 vollständig auf dem Förderabschnitt 10 bzw. 1 1 , schwenkt der Förderabschnitt 10 bzw. 1 1 um den eingetragenen Winkel α zurück in Flucht mit dem Förderabschnitt 8 bzw. dem in Fortsetzung des Förderabschnitts 8 unten angeordneten ortsfesten Förderabschnitt 16; diese Stellung ist für den Förderabschnitt 1 1 in Fig. 1 dargestellt.

Durch nochmalige Richtungsumkehr der Bramme 2 kann jetzt die Bramme vom Abschnitt 10 bzw. 1 1 auf den Abschnitt 16 und weiter zum Walzwerk 6 gefahren werden. Die zeitlichte Abfolge ist für zwei nacheinander stattfindende Zeitpunkte in den Figuren 1 und 2 illustriert.

Wesentlich ist hierbei, dass die beiden linearen, verschwenkbaren Förderabschnitte 10 und 1 1 unabhängig voneinander verschwenkbar angeordnet sind. Damit kann insbesondere an ihrem in Fig. 1 oberen axialen Ende eine präzise Brammenführung erfolgen.

In den Figuren 3 und 4 ist dasselbe Prinzip für eine alternative Ausgestaltung der Erfindung dargestellt, ebenfalls für nacheinander stattfindende Zeitpunkte. Den schwenkbaren Förderabschnitten 14 und 15 in den Figuren 1 und 2 entsprechen hier die ebenfalls schwenkbar angeordneten Förderabschnitte 14' und 15', die um den Winkel ß schwenken können. Hier kann die Brammenförderung ohne Richtungsumkehr von den Gießmaschinen 3, 4, 5 zum Walzwerk 6 erfolgen.

Wiederum ist wesentlich, dass die beiden linearen, verschwenkbaren Förderabschnitte 10 und 1 1 unabhängig voneinander verschwenkbar angeordnet sind.

Eine weitere alternative Ausführungsform der Erfindung ist in den Figuren 5 und 6 für wiederum zwei aufeinander folgende Zeitpunkte illustriert. Diese Lösung ähnelt derjenigen gemäß Fig. 1 und 2, weil auch hier für den Transport der Brammen 2 von den seitlichen Förderabschnitten 7 und 9 eine zweimalige Rich- tungsumkehr nötig ist, um sie von den Gießmaschinen 3 bzw. 5 zum Walzwerk 6 zu fördern.

Die Lösung unterscheidet sich hier allerdings von derjenigen gemäß Fig. 1 und 2 dadurch, dass zwischen den schwenkbaren Förderabschnitten 10 und 1 1 und den schwenkbaren Förderabschnitten 14 bzw. 15 ortsfeste Förderabschnitte 12 bzw. 13 angeordnet sind. Im Falle der Brammen 2 von der Gießmaschine 3 werden diese demgemäß über die Förderabschnitte 7 - 14 - 12 - 10 - 16 zum Walzwerk 6 transportiert. Auf den Förderabschnitten 14 und 10 erfolgt die jeweilige Richtungsumkehr.

In den Figuren 7 und 8 ist eine weitere alternative Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Diese ist an die Lösung gemäß Fig. 3 und 4 angelehnt. Allerdings ist auch hier zwischen den schwenkbaren Förderabschnitten 14' bzw. 15' und den schwenkbaren Förderabschnitten 10 bzw. 1 1 ein ortsfester Förderab- schnitt 12 bzw. 13 angeordnet. Wiederum kann hier das Fördern der Brammen 2 ohne deren Richtungsumkehr von allen Gießmaschinen 3, 4, 5 zum Walzwerk 6 erfolgen. Der Brammentransport kann so mit einer minimalen Anzahl Transportphasen erfolgen. Der Brammentransport kann in minimaler Zeit erfolgen. Demgemäß ist der Durchsatz der Anlage höher als bei herkömmlichen Anlagen. Darüber hinaus ist die Flexibilität des Transportsystems hoch, insbesondere wenn Teile der Anlage nicht benötigt werden und stillgesetzt werden. Von Vorteil ist also, dass einzelne Gießmaschinen problemlos zeitweise stillgesetzt werden können. Der Brammentransport kann in effizienter und flexibler Weise fortgeführt werden.

Jeder Transportabschnitt kann separat mit einem (nicht dargestellten) Ofen beheizt werden, wobei Tunnelöfen bevorzugt sind. Ebenfalls bevorzugt sind Induktionsheizungen. Vorgesehen kann auch werden, dass im Anschluss an einen Förderabschnitt eine Probenentnahmestation angeordnet wird, Hierzu bieten sich besonders die für die Richtungsumkehr vorgesehenen Förderabschnitte 14 und 15 an.

In allen Förderabschnitten können wahlweise auch spezielle Einrichtungen in- tegriert werden, die der Entzunderung, der gezielten Oxidation oder der Oberflächenbehandlung der Bramme dienen.

In den Figuren 9 bis 12 sind einige Details der vorrichtungstechnischen Ausgestaltung der Transportvorrichtung 1 dargestellt.

In Fig. 9 ist ein Teil der Transportvorrichtung 1 dargestellt, und zwar der ortsfeste Förderabschnitt 8 gemäß Fig. 1 bzw. Fig. 2 und die sich in Förderrichtung F anschließenden schwenkbaren Förderabschnitte 10 und 1 1 (die in der Darstellung gemäß Fig. 9 hintereinander liegen). Eine analoge Ausgestaltung kann auch für den ortsfesten Förderabschnitt 16 und die sich vor diesem befindlichen schwenkbaren Förderabschnitte 10 und 1 1 vorgesehen werden, wie es beispielsweise in Fig. 3 und Fig. 4 vorgesehen ist (wobei dann die Förderrichtung in die andere Richtung weisen würde).

Das Fundament 17 trägt zunächst den ortsfesten Förderabschnitt 8. Unter dem Förderabschnitt 8 ist im Fundament 17 eine Ausnehmung 18 angeordnet, in der die Schwenklagerung 19 für die beiden schwenkbaren Förderabschnitte 10 und 1 1 angeordnet ist. Die Schwenklagerung 1 9 ist als vertikal gelagerte Achse ausgebildet, die den Schwenkpunkt S bildet. Die Schwenklagerung 19 lagert zwei Auflagen 20 und 21 für die beiden schwenkbaren Förderabschnitte 10 und 1 1 , d. h. jede Auflage 20, 21 trägt einen Förderabschnitt 10, 1 1 . Für die Auflage 20 sind zwei Trägerelemente 22 und 23 angedeutet, die auf der Auflage 20 fest angeordnet sind und die den Förderabschnitt 10 tragen . Analoges gilt für die Auflage 21 (nicht im Detail dargestellt).

Die Auflagen 20 und 21 sind - was nur für die Auflage 20 dargestellt ist, was aber für die Auflage 21 analog gilt - auf zwei bogenförmigen Schienen 24 und 25 gelagert, die in der Draufsicht (s. hierzu Fig . 1 2) kreisbogenförmig um den Schwenkpunkt S verlaufen. Die Auflagen 21 , 22 können gegebenenfalls über Verzahnungen mit den Schienen 24, 25 kämmen. Dann tragen die Auflagen 21 , 22 um eine horizontale Achse drehbare Zahnräder, deren Achse zum Schwenkpunkt S weist; die Schienen 24, 25 sind dabei nach Art einer geboge- nen Zahnstange ausgebildet. Diese Ausführungsform ermöglicht eine präzise Schwenkbewegung durch gesteuerten Drehantrieb der Zahnräder. Fig. 1 0 spezifiziert, wie die Zu- und Abfuhr von Medien bzw. Energie erfolgen kann. Das hier dargestellte Prinzip stellt darauf ab, dass die Medienversorgung auch über den Ort des Schwenkpunkts S erfolgt. Hierzu verläuft im Fundament 17 mindestens eine Medienzufuhrleitung 26 für Brenngas, Luft, Elektrizität, Wasser oder sonstige benötigte Medien bzw. Energie. Deren Zufuhrrichtung ist durch den Pfeil in der Medienzufuhrleitung 26 angegeben. Die Medien bzw. die Energie wird im Bereich der Schwenklagerung 19 vertikal durch die Welle der Schwenklagerung nach oben geführt. In Höhe des Ansatzes der Auflagen 20, 21 führen Leitungen 27, 28 in den Auflagen 20, 21 zu den Trägerelementen 22, 23; in den Trägerelementen 22, 23 führen dann weitere Leitungen 29, 30 zum Förderabschnitt 10, 1 1 .

In der Schwenklagerung 19 sind also entsprechende Drehdurchführungen ausgebildet, über die die Medien- und Energieversorgung erfolgt. Die Abfuhr beispielsweise von Kühlwasser erfolgt in analoger Weise in umgekehrter Richtung.

Die Abfuhr von Abgas erfolgt indes im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10 durch einen Leitungsabschnitt 31 (Schornstein) oberhalb des Förderabschnitts 10, 1 1 , entlang dem das Abgas bis zur Position des Schwenkpunkts S verläuft. Von dort führt ein sich vertikal nach oben erstreckender Anschlussabschnitt 32 das Abgas ab, wobei eine analoge Ausgestaltung für den Anschlussabschnitt 32 vorgesehen werden kann, wie es für die Zufuhr in der Schwenklagerung 19 vorgesehen ist. Demgemäß wird hier wiederum mittels einer Drehdurchführung das Abgas an einen (nicht dargestellten) ortsfesten Schornstein übergeben; von diesem wird dann das Abgas an die Umgebung abgegeben. In Fig. 1 1 ist eine alternative Lösung für die Abfuhr von Abgas illustriert. Während die Medien- und Energiezufuhr wie in Fig. 10 erfolgt, ist hier für die Abfuhr von Abgas ein Schornstein 33 vorgesehen, der ortsfest auf dem Förderabschnitt 10, 1 1 angeordnet ist. Der Schornstein 33 vollzieht in der Draufsicht also bei der Bewegung des Förderabschnitts 10, 1 1 eine kreisbogenförmige Bewe- gung um den Schwenkpunkt S. Oberhalb des Schornsteins 33 ist eine Abzugsrinne 24 angeordnet, die diesem Kreisbogen folgt (s. hierzu Fig. 12). Von der Abzugsrinne 34 aus wird dann das Abgas an die Umgebung abgegeben, was nicht weiter dargestellt ist. Natürlich kann bei Bedarf auch mehr als eine Abzugsrinne 24 vorgesehen werden.

Die Draufsicht auf die Konzeption gemäß Fig. 1 1 ist in Fig. 12 dargestellt. Hier ist der kreisbogenförmige Verlauf um den Schwenkpunkt S herum sowohl der Schienen 24 und 25 als auch der Abzugsrinne 34 zu erkennen. Im Allgemeinen ist auch eine Ausgestaltung mit einem nur virtuellen Schwenkpunkt S möglich. Hierbei erfolgt die Bewegung der schwenkbaren Förderabschnitte 10, 1 1 allein über Rollen auch Schienen nach Art der Darstellung gemäß Fig. 9 bis 12. Die Drehdurchführung im Bereich der Schwenklagerung 19 entfällt hierbei also, d. h. die Auflagen 20 bzw. 21 enden, bevor sie die Schwenkachse S erreichen. Die Zu- und Abfuhr von Medien und Energie erfolgt hier dann in anderer Weise, beispielsweise über Schleppketten. Bezugszeichenliste:

1 Transportvor chtung

2 Bramme

3 Gießmaschine

4 Gießmaschine

5 Gießmaschine

6 Walzwerk

7 ortsfester Förderabschnitt

8 ortsfester Förderabschnitt

9 ortsfester Förderabschnitt

10 schwenkbarer Förderabschnitt

1 1 schwenkbarer Förderabschnitt

12 ortsfester Förderabschnitt

13 ortsfester Förderabschnitt

14 schwenkbarer Förderabschnitt

14' schwenkbarer Förderabschnitt

15 schwenkbarer Förderabschnitt

15' schwenkbarer Förderabschnitt

16 ortsfester Förderabschnitt

17 Fundament

18 Ausnehmung

19 Schwenklagerung

20 Auflage

21 Auflage

22 Trägerelement

23 Trägerelement 24 Schiene

25 Schiene

26 Medienzufuhrleitung

27 Leitung

28 Leitung

29 Leitung

30 Leitung

31 Leitungsabschnitt

32 Anschlussabschnitt

33 Schornstein

34 Abzugsrinne für Abgas

Förderrichtung

Schwenkpunkt

Schwenkpunkt

Winkel

Winkel