MIHAILOVIC, Philip (Wollankstr. 31a, Berlin, 13359, DE)
BOHNEN, Peter (Gorkistr. 204 A, Berlin, 13437, DE)
MIHAILOVIC, Philip (Wollankstr. 31a, Berlin, 13359, DE)
Patentansprüche
1. Transportgehäuse (1) zur Aufnahme einer elektronischen Flachbaugruppe (4), insbesondere mit mindestens einem bedien- baren elektronischen Bauelement in Form eines DIP-Schalters (6) und einer Anschlussleitung (7), mit zwei die Flachbau ¬ gruppe (4) aufnehmenden Gehäusehälften (2,3),
- wobei die eine Gehäusehälfte (2) zumindest teilweise in die andere Gehäusehälfte (3) einschiebbar ist, und - wobei die beiden Gehäusehälften (2,3) zu deren Verbindung in mindestens zwei Verschließstellungen eine Anzahl von gestaffelt angeordneten Formelementen (14 bis 17) zur Herstellung eines Formgesperres mit zwei in Verschließrichtung (x) hintereinander angeordneten Rastpositionen aufweisen.
2. Transportgehäuse (1) nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine der beiden Gehäusehälften (3) eine verschließbare Be ¬ dienöffnung (11), insbesondere zur Betätigung eines auf die Flachbaugruppe (4) montierten DIP-Schalters (6), aufweist.
3. Transportgehäuse (1) nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine der Gehäusehälften (2) eine unverschließbare Durchgangs- öffnung (13), insbesondere zur Herausführung einer Anschluss ¬ leitung (7) der Flachbaugruppe (4), aufweist.
4. Transportgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Formelemente (14 bis 17) in Querrichtung (z) zur Verschieberichtung (x) zueinander versetzt an jeweils dieselbe Gehäuseseite (2a, 2b; a, 3b) angeformt sind.
5. Transportgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h mindestens zwei an einer der beiden Gehäusehälften (2) vorgesehene und in Verschließrichtung (x) hintereinander angeord- nete Rasthaken (14,15) sowie zwei mit diesen korrespondierende Rastausnehmungen (16,17) an der anderen Gehäusehälfte (3).
6. Transportgehäuse (1) nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die in Verschließrichtung (x) erste wirksame Rastausnehmung (16) derart ausgebildet ist, dass der korrespondierende erste Rasthaken (14) entlang dieser Rastausnehmung (16) bis zur Verrastung des nachgeordneten zweiten Rasthakens (15) mit der zweiten Rastausnehmung (17) verschiebbar geführt ist.
7. Transportgehäuse (1) nach Anspruch 5 oder 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Rasthaken (14,15) eine sich in Verschließrichtung (x) erstreckende Anlaufschräge (14a, 15a) und einen dieser gege ¬ nüberliegenden Rastanschlag (14b, 15b) zur Bildung eines Hintergriffs mit der korrespondierenden Rastausnehmungen (16,17) aufweisen .
8. Transportgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die zweite Gehäusehälfte (3) die erste Gehäusehälfte (2) in einer ersten Rastposition, insbesondere unter Freilassung einer Bedienöffnung (11) zur Betätigung eines auf die Flachbau- gruppe (4) montierten DIP-Schalters (6), unvollständig und in der zweiten Rastposition, insbesondere unter Herausführung einer Anschlussleitung (7) der Flachbaugruppe (4), vollständig verschließt.
9. Transportgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass eine der Gehäusehälften (2) einen in die andere Gehäusehälfte (3) einführbaren Einschubabschnitt (10) aufweist, wobei die Gehäuserückwand (3c) der anderen Gehäusehälfte (3) in der zweiten Rastposition als Einschubanschlag wirksam ist.
10. Transportgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die eine und/oder die andere Gehäusehälfte (2,3) ein in eine Biegerichtung (y) feder- oder biegeelastisches Schnappelement (18,19) mit einer Einlegeöse (23) für eine Klemmfixierung, insbesondere an einem mit der Anschlussleitung (7) der Flachbaugruppe (4) verbundenen Anschlusskabel (21), aufweist.
11. Transportgehäuse (1) nach Anspruch 10, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h ein in Biegerichtung (y) hinter dem Schnappelement (18,19) angeordnetes Anschlagelement (24) zur Begrenzung des Biege ¬ hubs (b) des Schnappelementes (18,19).
12. Transportgehäuse (1) nach Anspruch 10 oder 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Schnappelement (18) durch zwei einander gegenüberstehende und die Einlegeöse (23) begrenzende Rasthaken (18a, 18b) ge ¬ bildet ist .
13. Transportgehäuse (1) nach Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass jedem Rasthaken (18a, 18b) des Schnappelementes (18) auf der der Einlegeöse (23) abgewandten Hakenrückseite (19) jeweils ein Anschlagelement (24) zugeordnet ist.
14. Transportgehäuse (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Schnappelement (18) und/oder das Anschlagelement (24) an die jeweilige Gehäusehälfte (2,3) angeformt ist. |
Beschreibung
Transportgehäuse für eine elektronische Flachbaugruppe
Die Erfindung bezieht sich auf ein Transportgehäuse zur Auf ¬ nahme einer elektronischen Flachbaugruppe.
Eine derartige elektronische Flachbaugruppe ist ein auch als System-in-Package (SiP) bezeichnetes Integrationssystem dis- kreter elektronischer Bauelemente auf einer Leiterplatte. Auf dieser ist häufig ein bedien- oder einstellbares elektronisches Bauelement in Form oder nach Art eines Dual-in-Package (DIP) Schalters oder Codier-Schalters, beispielsweise in Sur- face-Mounted-Device-Technik (SMD), montiert. Zudem ist die Flachbaugruppe häufig bereits schon vor deren Endmontage oder deren Endeinbau mit einer Anschlussleitung versehen.
Enthält die Flachbaugruppe ein gemäß der DIN EN 61340-5-1 empfindliches Bauteil (ESDS), d.h. ein diskretes Bauelement, eine integrierte Schaltung (IC) oder eine Baugruppe, das bzw. die mechanisch, durch elektrostatische Felder und/oder durch elektrostatische Entladung während routinemäßiger Handhabung, Prüfung und Transport beschädigt werden kann, so ist insbe ¬ sondere auch zu Transportzwecken ein möglichst zuverlässiger Schutz des betroffenen ESDS-gefährdeten Bauteils oder der gesamten Flachbaugruppe wünschenswert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein insbesondere für eine solche Flachbaugruppe geeignetes Transport- o- der Schutzgehäuse anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Hierzu weist das Transportgehäuse zwei die Flachbaugruppe aufnehmende Gehäusehälften auf, wobei die eine Gehäusehälfte zumindest teilweise in die andere Gehäusehälfte einschiebbar ist. Die Gehäusehälften sind mittels Formele ¬ menten in mindestens zwei Verschließstellungen miteinander verbindbar. Hierzu weisen die beiden Gehäusehälften eine An-
zahl von gestaffelt angeordneten Formelementen zur Herstellung eines Formgesperres mit zwei in Verschließrichtung hintereinander angeordneten Rastpositionen auf.
Vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Varianten sind Gegenstand der Unteransprüche.
Das als Schutzgehäuse dienende Transportgehäuse eignet sich besonders zum mechanischen und/oder elektronischen bzw. elek- trostatischen Schutz einer Flachbaugruppe in Form beispielsweise einer Leiterplatte, die sowohl mit einem DIP-Schalter für eine individuelle Gerätekodierung als auch mit einer Anschlussleitung versehen ist. Die zwei Gehäusehälften des Transportgehäuses nehmen die Flachbaugruppe auf und werden zweckmäßigerweise durch Ineinanderschieben geschlossen.
Die beiden Gehäusehälften sind dabei derart ausgestaltet, dass ein zumindest zweistufiges Verschließen des Gehäuses er ¬ möglicht ist. In einer ersten Verschließposition ist das Transportgehäuse unter Freilassung eines Bedienfensters, ins ¬ besondere zur Betätigung des DIP-Schalters, noch unvollständig verschlossen. In dieser ersten Verschließposition ist der DIP-Schalter oder ein ähnliches Kodierelement von außen bedienbar, um über entsprechende Schaltelemente bestimmte, an- wendungsspezifische Leiterbahnverbindungen oder -Verknüpfungen auf der Leiterplatte der Flachbaugruppe herzustellen.
Die Bereitstellung des Bedienfensters wird zweckmäßigerweise dadurch erreicht, dass zumindest eine der Gehäusehälften eine Bedienöffnung aufweist, die beispielsweise in Form einer an einer Gehäuseseite vorgesehenen U-förmigen Gehäuseausnehmung gebildet ist. Die offene Seitenflanke dieser U-förmigen Ge ¬ häuseausnehmung wird dann durch eine entsprechende Gehäuse ¬ kante der anderen Gehäusehälfte in der ersten Verschließstel- lung gebildet .
Anschließend kann das Transportgehäuse durch Verbringen der beiden Gehäusehälften in eine zweite Versschließstellung
vollständig geschlossen werden. In der zweiten Verschließstellung ist das Transportgehäuse vorzugsweise unter Freilas ¬ sung einer Durchgangsöffnung zur Herausführung der Anschlussleitung der Flachbaugruppe verschlossen. Dabei ist der Ver- schließmechanismus vorzugsweise derart ausgebildet, dass die beiden Gehäusehälften nicht mehr oder nur mit einem Spezial- werkzeug zum öffnen des Transportgehäuses voneinander ge ¬ trennt werden können.
Der Verschließmechanismus des Transportgehäuses ist vorteil ¬ haft gebildet durch die an den beiden Gehäusehälften vorgesehenen und dort gestaffelt angeordneten Formelementen zur Herstellung des mehrstufigen Formgesperres . Dabei sind zweckmäßigerweise zwei in Verschließrichtung hintereinander ange- ordneten Rastpositionen für die beiden unterschiedlichen Verschließstellungen des Transportgehäuses vorgesehen.
In vorteilhafter Ausgestaltung sind die Formelemente durch an die Gehäusehälften angeformte Rasthacken und mit diesen kor- respondierende Rastausnehmungen gebildet. Dabei sind die
Rasthacken bevorzugt an derjenigen Gehäusehälfte vorgesehen, die in die andere Gehäusehälfte einschiebbar verschließbar ist. Demzufolge sind dann die Rastausnehmungen an derjenigen Gehäusehälfte vorgesehen, in die die andere Gehäusehälfte einschiebbar ist.
Die durch die Rasthacken gebildeten Formelemente sind in Verschließ- oder Verschieberichtung zueinander versetzt angeordnet. Dabei können die Rasthacken an unterschiedlichen Gehäu- seseiten der entsprechenden Gehäusehälfte angeformt sein.
Vorzugsweise sind jedoch die Rasthacken jeweils paarweise ge ¬ staffelt an gegenüberliegenden Gehäuseseiten vorgesehen. Dabei sind die Rasthacken in Querrichtung zur Verschließ- bzw. Verschieberichtung zueinander versetzt neben- oder übereinan- der angeordnet.
Analog sind die die Rastausnehmungen bildenden Formelemente wiederum vorzugsweise paarweise an gegenüberliegenden Seiten-
flächen der entsprechenden Gehäusehälfte vorgesehen und dort wiederum in Querrichtung zur Verschließrichtung neben- bzw. übereinander angeordnet .
Die in Verschließrichtung erste wirksame Rastausnehmung ist dabei derart ausgebildet, dass der mit dieser korrespondie ¬ rende, in Verschließ- oder Verschieberichtung vordere Rast ¬ hacken entlang dieser Rastausnehmung verschiebbar ist, bis der nachgeordnete zweite Rasthacken in die korrespondierenden zweiten Rastausnehmung einrastet.
Für eine zuverlässige Schiebeführung sowie eine sichere Ver- rastung der beiden Gehäusehälften gegeneinander ist jeder Rasthacken mit einer in Verschließrichtung verlaufenden An- laufschräge oder -rampe versehen, die in eine Rastkante oder einen Rastanschlag zur Ausbildung eines Hintergriffs mit ei ¬ ner korrespondierenden Anschlag- oder Rastfläche der entsprechenden Rastausnehmung mündet .
Der durch die gestaffelte Anordnung der Formelemente bereit gestellte Verschließmechanismus ermöglicht eine unvollstän ¬ dige erste Verschließstellung, in der die beiden Gehäusehälften mittels den in Verschließrichtung vorderen Formelementen in einer ersten Schnapp- oder Rastposition miteinander ver- rastet sind. Der Verschließmechanismus ermöglicht zudem eine vollständige zweite Verschließstellung. In dieser sind die in beiden Gehäusehälften über die in Verschließrichtung hinteren Formelemente in der zweiten Rastposition miteinander unter Ausbildung eines nicht oder nur unter zur Hilfenahme eines Spezialwerkzeugs lösbaren Form- oder Rastgesperres mit ¬ einander verbunden.
In dieser vollständigen Verschließstellung ist eine in einer der Gehäusehälften vorgesehene Durchgangsöffnung zum Heraus- führen der Anschlussleitung der Flachbaugruppe unverschlos ¬ sen. In dieser vollständigen Verschließstellung bildet die Innenseite der Gehäuserückwand der einen Gehäusehälfte einen Anschlag für einen an der anderen Gehäusehälfte vorgesehenen
Einschubabschnitt oder -schaft, über den die entsprechende Gehäusehälfte in die andere Gehäusehälfte einführbar ist.
In vorteilhafter Weiterbildung weist zumindest eine der bei- den Gehäusehälften ein gehäuseaußenseitig vorgesehenes und dort vorzugsweise angeformtes Schnappelement auf, das eine Einlegeöse für eine Klemmhalterung ausbildet. Mittels dieses Schnappelementes kann das Transportgehäuse mit oder an einer Teilleitung eines übergeordneten Anschlusskabels, das auch die Anschlussleitung der Flachbaugruppe umfasst, schnapp- o- der klemmfixiert werden.
Gemäß einer besonders zweckmäßigen Variante ist in Biegerichtung hinter dem feder- oder biegeelastischen Schnappelement ein Anschlagelement angeordnet, das den Biegehub des Schnapp ¬ elementes bzw. dessen Schnapp- oder Rasthacken begrenzt. Bei einem durch zwei Rasthacken gebildeten Schnappelement ist zweckmäßigerweise jedem der Rasthacken auf der der Einlegöse abgewandten Hackenrückseite jeweils ein solches Anschlagele- ment zugeordnet. Dieses ist bevorzugt ebenso wie das Schnapp ¬ element selbst an einer Gehäuseaußenseite der jeweiligen Ge ¬ häusehälfte einstückig angeformt. Das somit als Hubbegrenzung dienende Anschlagelement verhindert ein überbiegen und damit eine Beschädigung oder ein Abbrechen des entsprechenden Rast- hackens oder Schnappelementes.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch eine gestaffelt angeordnete Verrastung eines aus zwei sich gegenseitig verschließenden Gehäusehälf- ten aufgebauten Transportgehäuses ein vollständiger mechanischer und elektronischer oder elektrostatischer Schutz gemäß der eingangs genannten Norm einer Flachbaugruppe gewährleis ¬ tet ist.
Zudem ermöglicht das zweiteilige Transportgehäuse eine Ein ¬ stellmöglichkeit an der Flachbaugruppe auch noch nach einem Einbau in ein übergeordnetes Gerät. Anschließend kann das Transportgehäuse vollständig und ohne Spezialwerkzeug irre-
versibel geschlossen werden, so dass eine ungewünschte Mani ¬ pulation der Einstellung beispielsweise des DIP-Schalters zu ¬ verlässig verhindert ist.
Mittels der zusätzlichen Schnappelemente mit Hubbegrenzung kann das eine vollständige Baugruppe bildende Transport- oder Schutzgehäuse zeitsparend und in einfacher Weise ohne Hilfs ¬ mittel an einer Geräteverdrahtung oder -Verkabelung in Form beispielsweise eines Kabelbaums fixiert werden.
Das zwei- oder mehrteilige Gehäuse ist nicht nur für den Transport von derartigen Flachbaugruppen, insbesondere mit Anschlussleitungen, ESDS-empfindlichen Bauteilen und/oder DIP-Schaltern, verwendbar. Vielmehr eignet sich dieses aus zwei, vorzugsweise in gestaffelten Halte- oder Fixierpositio ¬ nen miteinander verrastbaren Gehäusehälften aufgebaute Gehäuse allgemein als Umverpackung oder Schutzgehäuse für bestückte Leiterplatten und andere Geräte- oder Bauteile.
Auch ist die Anbringung oder Anformung eines Anschlagelementes in Biegerichtung hinter einem Schnappelement oder Rasthaken zur Begrenzung des Biegehubs unabhängig von dessen Verwendungszweck an einem solchen zweiteiligen Gehäuse oder Transportgehäuse bereits für sich allein vorteilhaft, wenn eine Beschädigung oder ein Abbrechen eines solchen Schnappelementes bzw. ein solchen Rasthakens, insbesondere bei häu ¬ figer Beanspruchung oder in rauer Umgebung, möglichst zuverlässig verhindert werden soll.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
FIG 1 in perspektivischer Darstellung ein
Transportgehäuse mit zwei unverschlossenen Ge- häusehälften,
FIG 2 das Transportgehäuse gemäß FIG 1 in einer ers ¬ ten Verschließstellung,
FIG 3 das Transportgehäuse gemäß FIG 1 in einer zweiten Verschließstellung,
FIG 4 in perspektivischer Darstellung eine von dem
Transportgehäuse aufzunehmende Flachbaugruppe mit einem DIP-Schalter und einer Anschlussleitung, und
FIG 5 das an einem Kabelbaum klemmfixierte
Transportgehäuse mit herausgeführter An- schlussleitung.
Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Die FIG 1 bis 3 zeigen ein Transport- oder Schutzgehäuse 1 mit zwei vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Gehäusehälf ¬ ten 2,3. Diese sind bezogen auf das dargestellte Koordinaten ¬ system in der in x-Richtung verlaufenden Verschließ- oder Verschieberichtung durch Einschieben der einen Gehäusehälfte 2 in die andere Gehäusehälfte 3 gegeneinander verschließbar.
Das dargestellte Transportgehäuse 1 dient zur Aufnahme einer in FIG 4 dargestellten Flachbaugruppe 4. Die Flachbaugruppe 4 umfasst eine Leiterplatte 5 und einen DIP-Schalter 6 sowie eine Anschlussleitung oder ein Anschlusskabel 7. In der Dar- Stellung gemäß FIG 4 ist der DIP-Schalter 6 auf der Unterseite 5a der Leiterplatte 5 beispielsweise in SMD-Technik montiert. Die Anschlussleitung 7 ist mit deren Leiteradern 8 auf der gegenüberliegenden Oberseite 5a in nicht näher dargestellter Art und Weise mit Leiterbahnen der Leiterplatte 5 elektrisch kontaktiert. Die Flachbaugruppe 4 kann zunächst die erste Gehäusehälfte 2 eingesetzt werden, die dann an ¬ schließend mit der zweiten Gehäusehälfte 3 verschlossen wird.
Die erste Gehäusehälfte 2 des Transportgehäuses 1 umfasst zwei einander gegenüberliegende Gehäuseschmalseiten 2a, 2b und
eine nachfolgend auch als Gehäuserückwand bezeichnete Gehäu ¬ serückseite 2c sowie eine Gehäuseoberseite 2d und eine Gehäu ¬ seunterseite 2e. Analog weist die zweite Gehäusehälfte 3 zwei einander gegenüberliegende Gehäuseschmalseiten 3a, 3b und eine nachfolgend auch als Gehäuserückwand bezeichnete Gehäuserück ¬ seite 3c sowie eine Gehäuseoberseite 3d und eine Gehäuseun ¬ terseite 3e auf.
An die Gehäuserückwand 3d der Gehäusehälfte 3 sind gehäuse- innenseitig Positionier- oder Haltezapfen 9 zur Lagefixierung der Flachbaugruppe 4 angeformt. Analog sind (nicht sichtbare) Lage- oder Positionierzapfen gehäuseinnenseitig an die Gehäu ¬ serückwand 2c der ersten Gehäusehälfte 2 angeformt. Mittels dieser paarweise einander gegenüberliegenden Positionierzap- fen 9 wird die Flachbaugruppe 4 über eine Drei- oder Vier ¬ punktlagerung innerhalb des Transportgehäuses 1 gehalten und lagefixiert. Dazu wird die Flachbaugruppe 4 zunächst bei ¬ spielsweise in die erste Gehäusehälfte 2 eingeführt, die dann unter Einführen der Flachbaugruppe 4 zwischen die Positio- nierzapfen 9 mittels der zweiten Gehäusehälfte 3 verschlossen wird.
Das Verschließen des Transportgehäuses 1 erfolgt durch Inein ¬ anderschieben der beiden Gehäusehälften 2,3. Dazu weist die Gehäusehälfte 2 einen Einschub- oder Einführabschnitt 10 auf, dessen äußere Umfangsabmessung an die innere Umfangsabmessung der Gehäusehälfte 3 angepasst ist.
Das Verschließen der beiden Gehäusehälften 2,3 erfolgt in zwei in Verschließ- oder Einschubrichtung X aufeinanderfol ¬ gende Verschließstellungen. Dabei ist in der in FIG 2 angedeuteten ersten Verschließstellung das Transportgehäuse 1 noch unvollständig verschlossen. In dieser ersten Verschließstellung bleibt eine in der zweiten Gehäusehälfte 3 an deren
Gehäuseunterseite 3e vorgesehene Bedienöffnung 11 nach Art eines Bedienfensters offen. über dieses, in der ersten Ver ¬ schließposition gemäß FIG 2 noch nicht verschlossene Bedienfenster 11 ist der DIP-Schalter 6 der Flachbaugruppe 4 zu- gänglich. Dadurch kann der DIP-Schalter 6 für eine individuellen Gerätecodierung über dessen Schiebetasten oder Einstellelemente 12 eingestellt werden, um beispielsweise defi ¬ nierte Verbindungen oder Verknüpfungen von Leiterbahnen der Leiterplatte 5 herzustellen.
Im Anschluss an eine erfolgte Bedienung oder Betätigung des DIP-Schalters 6 wird das Transportgehäuse 1 durch Verbringen der beiden Gehäusehälften 2,3 in die in FIG 3 dargestellte zweite Verschließstellung vollständig geschlossen.
Wie aus den FIG 3 und 5 ersichtlich ist, verbleibt auch in dieser zweiter Verschließstellung der beiden Gehäusehälften 2,3 eine an der Gehäuseoberseite 2d der Gehäusehälfte 2 vor ¬ gesehene Durchgangsöffnung 13 zur Herausführung der An- Schlussleitung bzw. des Anschlusskabels 7 der Flachbaugruppe 4 unverschlossen.
Zur Herstellung der beiden Verschließstellungen des Transportgehäuses 1 sind an den beiden Gehäusehälften 2,3 mitein- ander korrespondierende Formelemente zur Herstellung eines
Form- oder Rastgesperres vorgesehen. Hierzu sind an den einander gegenüberliegenden Schmalseiten 2a, 2b der Gehäusehälfte 2 im Bereich deren Einschubabschnitt 10 zwei Rasthacken 14,15 vorgesehen. Die beiden Rasthacken 14,15 sind - ebenso wie die nicht sichtbaren Rasthacken auf der gegenüberliegenden Gehäuseschmalseite 2b - in Verschließ- oder Verschieberichtung X gestaffelt hintereinander und dabei sowohl in X-Richtung als auch in der hierzu rechtwinklig verlaufenden Querrichtung Z zueinander versetzt angeordnet. Die Rasthacken 14,15 sind au-
ßenseitig an die Gehäuseschmalseiten 2a der Gehäusehälfte 2 angeformt und weisen jeweils eine Ein- oder Anlaufschräge 14a, 15a und eine Rastkante 14b bzw. 15b auf. Mit dieser Rast ¬ kante 14b, 15b hintergreifen die Rasthacken 14,15 korrespon- dierende Rastausnehmungen 16 bzw. 17, die jeweils auf der gleichen Gehäuseschmalseite 3a, 3b der Gehäusehälfte 3 innen- oder innenwandseitig vorgesehen sind. Die Rastausnehmungen 16,17 erstrecken sich ebenfalls in Verschieberichtung X.
In der in FIG 2 gezeigten ersten Verschließrichtung des
Transportgehäuses 1 sind die in Verschließrichtung X vorderen (unteren) Rasthacken 14 mit der jeweils korrespondierenden Rastausnehmung 16 verrastet. In dieser ersten Verschließ- o- der Rastposition, in der das Bedienfenster 11 noch für eine individuelle Codierung des DIP-Schalters 6 offen ist, sind die in Verschließrichtung X hinteren Rasthacken 15 noch nicht mit deren korrespondierenden Rastausnehmungen 17 verrastet.
Eine Verrastung auch dieser Formelemente 15,17 erfolgt zur Herstellung der zweiten Rastposition und damit der zweiten
Verschließstellung (FIG 3) . In dieser Position der beiden Gehäusehälften 2,3 zueinander, in der das Transportgehäuse 1 lediglich unter Freilassung der Durchgangsöffnung 13 zum Herausführen der Anschlussleitung 7 der Flachbaugruppe 4 voll- ständig geschlossen ist, ist auch das Bedienfenster 11 verschlossen. In dieser vollständig verschlossenen Verschließstellung, in der die Formelemente 15, 17 miteinander verrastet sind, dient die Gehäuserückwand 3c als Einschubanschlag für die über den Einschubabschnitt 10 in die Gehäusehälfte 3 eingeschobene Gehäusehälfte 2.
Jede Gehäusehälfte 2,3 weist ein Schnappelement 18 auf. Die Schnappelemente 18 dienen zur Klemmfixierung des Transport ¬ gehäuses 1 an einem übergeordneten Anschlusskabel 20 eines
Kabelbaumes oder eines Leitungsnetzes 21. Diesem ist über ei ¬ nen Steckkontakt oder ein Kontaktgehäuse 22 auch die An ¬ schlussleitung 7 der in dem Transportgehäuse 1 angeordneten Flachbaugruppe 4 zugeordnet .
Die Schnappelemente 18 sind jeweils durch zwei einander ge ¬ genüberstehende Rasthacken 18a, 18b gebildet, die eine Einle ¬ geöse 23 zur Aufnahme des Anschlusskabel 20 begrenzen. Jedem Schnappelement 18 bzw. jedem der Rasthacken 18a, 18b ist ein Anschlagelement 24 zur Hubbegrenzung zugeordnet. Das jewei ¬ lige Anschlagelement 24 ragt domartig in Z-Richtung aus der Gehäuseoberseite 2d, 3d der jeweiligen Gehäusehälfte 2 bzw. 3 empor und ist auf der der Einlegeöse 23 abgewandten Hackenrückseite 19 des jeweiligen Schnappelementes 18 bzw. Rastha- ckens 18a, 18b angeordnet. Sowohl die Schnappelemente 18 als auch die Anschlagelemente 24 sind wiederum vorzugsweise an die jeweilige Gehäusehälfte 2 bzw. 3 einstückig angeformt.
Die Anschlagelemente 24 sind in zweckmäßiger Ausgestaltung L- förmig ausgebildet, wobei der vergleichsweise kurze L-Schen- kel 24a praktisch spaltlos an der Hackenrückseite 19 des je ¬ weiligen Rasthackens 18a, 18b anliegt. Dem gegenüber ist der vergleichsweise lange L-Schenkel 24b des Anschlagelementes 24 zur entsprechenden Hackenrückseite 19 beabstandet. Der ent- sprechende Abstand definiert somit für den entsprechenden
Rasthackens 18a, 18b und damit für das jeweilige Schnappele ¬ mentes 18 den in Biegerichtung Y möglichen Biegehub b, der hinsichtlich einer zerstörungssicheren Biegebelastung des jeweiligen Rasthackens 18a, 18b entsprechend bemessen oder aus- gelegt ist.
Bezugszeichenliste
1 Transportgehause
2 erste Gehäusehälfte
3 zweite Gehäusehälfte
2a, b Gehäuseseitenwand
2c Gehäuserückwand
2d Gehäuseoberseite
2e Gehäuseunterseite
3a, b Gehäuseseitenwand
3c Gehäuserückwand
3d Gehäuseoberseite
3e Gehäuseunterseite
4 Flachbaugruppe
5 Leiterplatte
5a Plattenunterseite
5b Plattenoberseite
6 DIP-Schalter
7 Anschlussleitung/-kabel
8 Leiteradern
9 Halte-/Positionierzapfen
10 Einschubabschnitt
11 Bedienöffnung/-fenster
12 Schiebetaste/Einstellelement
13 Durchgangsöffnung
14 Formelement /Rasthacken
14a Ein-/Anlaufschräge
14b Rastkante
15 Formelement /Rasthacken
15a Ein-/Anlaufschräge
15b Rastkante
16,17 Formelement /Rastausnehmung
18 Schnappelement
18a, b Rasthacken
19 Hackenrückseite
20 Anschlusskabel
21 Kabelbaum/Leitungsnetz
22 Kontaktgehäuse/-Stecker 23 Einlegeöse
24 Anschlagelement
24a kurzer L-Schenkel
24b langer L-Schenkel
b Biegehub
X Verschließ-/Verschieberichtung y Biegerichtung
Z Querrichtung
