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Title:
TRANSPORT SYSTEM IN PARTICULAR FOR LEISURE PURPOSES AND METHOD FOR CONTROLLING A TRANSPORT SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/043508
Kind Code:
A1
Abstract:
The transport system, for example a summer toboggan run (1), comprises a track, defined by a rail system (2). At least one front car (3) moves along the rail system (2) at a speed (V1) and rear car (4) at a speed (V2). The cars (3 and 4) move in this example by gravity, braked by individual application of a brake by the corresponding driver at a speed selected by the driver along the track (2). The transport system further comprises a central controller (5), for example, communicating with the cars (3 and 4) by radio, for example, for exchange of data. Should the actual separation between the cars (3 and 4) approach or drop below a minimum value the central controller (5) intervenes and sets a minimum speed for the front car (3) which must not be dropped below and a maximum speed for the rear car which must not be exceeded, in order to maintain the separation between the cars at an acceptable level or to increase the same.

Inventors:
BEUTLER, Jörg (Spitzwegstraße 6, Holzkirchen, 83607, DE)
Application Number:
EP2009/062846
Publication Date:
April 22, 2010
Filing Date:
October 02, 2009
Export Citation:
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Assignee:
MAURER SÖHNE GMBH & CO. KG (Frankfurter Ring 193, München, 80807, DE)
BEUTLER, Jörg (Spitzwegstraße 6, Holzkirchen, 83607, DE)
International Classes:
A63G21/20
Domestic Patent References:
WO2003013680A1
WO2007004904A1
Foreign References:
US5435553A
US3172629A
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
LERMER, Christoph et al. (Herzog-Wilhelm-Straße 22, München, 80331, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Beförderungssystem, insbesondere zu Vergnügungszwecken, umfassend eine Fahrstrecke (2), und wenigstens zwei entlang der Fahrstrecke (2) bewegbare Fahrzeuge (3, 4), wobei ein Antrieb und/oder eine Bremse der Fahrzeuge (3, 4) durch wenigstens einen im Fahrzeug aufgenommene Fahrgast interaktiv betätigbar ist, und das Beförderungssystem eine Steuerung (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5) derart ausgebildet ist, dass in Abhängigkeit wenigstens einer vom aktuellen Zustand des Beförderungssystems abhängigen Eingangsgröße eine Mindestgeschwindigkeit für das vordere Fahrzeug (3) vorgegeben wird, die das vordere Fahrzeug (3) nicht unterschreiten darf.

2. Beförderungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangsgröße wenigstens der Abstand zwischen dem vorderen Fahrzeug (3) und dem hinteren Fahrzeug (4) ist, wobei beim Unterschreiten eines ersten vorgegebenen Mindestabstands zwischen den beiden Fahrzeugen (3, 4) die Mindestgeschwindigkeit für das vordere Fahrzeug (3) vorgegeben wird, die das vordere Fahrzeug (3) für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts durch das vordere Fahrzeug (3) und/oder bis zu einer Änderung des Abstands zwischen den Fahrzeugen und / oder bis zum Erreichen eines zweiten Mindestabstands nicht unterschreiten darf.

3. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangsgröße wenigstens die Auslastung des Beförderungssystems und/oder eine Anzahl der sich auf der Fahrstrecke (2) bewegenden oder angeordneten Fahrzeuge (3, 4) ist.

4. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangsgröße wenigstens die Position eines Fahrzeugs (3, 4) auf der Fahrstrecke (2) ist.

5. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5) derart ausgebildet ist, dass beim Unterschreiten eines vorgegebenen Mindestabstands zwischen den wenigstens zwei Fahrzeugen (3, 4) eine Beeinflussung der Geschwindigkeit beider Fahrzeuge (3, 4) einsetzt.

6. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5) derart ausgebildet ist, dass der Abstand zwischen den wenigstens zwei Fahrzeugen (3, 4) mittels der Erfassung der Position der Fahrzeuge (3, 4) entlang der Fahrstrecke (2) zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt wird.

7. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5) derart ausgebildet ist, das bei einer Ermittlung des Unterschreitens des vorgegebenen Mindestabstands zwischen den Fahrzeugen (3, 4) eine Höchstgeschwindigkeit für das hintere Fahrzeug (4) vorgegeben wird, die das hintere Fahrzeug (4) für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts durch das hintere Fahrzeug (4) und/oder bis zu einer Änderung des Abstands zwischen den Fahrzeugen und / oder bis zum Erreichen eines zweiten Mindestabstands nicht überschreiten darf.

8. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5) derart ausgebildet ist, das bei einer Ermittlung des Unterschreitens des vorgegebenen Mindestabstands zwischen den Fahrzeugen (3, 4) ein Geschwindigkeitsbereich für das vordere Fahrzeug (3) und/oder das hintere Fahrzeug (4) vorgegeben wird, der jeweils durch eine positive untere Geschwindigkeit (v3u, v4u) und eine positive obere Geschwindigkeit (v3o, v4o) begrenzt ist, wobei v3u <= v3o und v4u <= v4o, und die Fahrzeuge so gesteuert sind, dass die Fahrtgeschwindigkeit (vi, v2) jedes der Fahrzeuge (3, 4) den jeweiligen Geschwindigkeitsbereich für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts nicht verlässt.

9. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung als zentrale Steuerung ausgebildet ist.

10. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrstrecke (2) wenigstens einen Abschnitt (1) mit einem Gefälle umfasst, und die Fahrzeuge (3, 4) durch Schwerkraft entlang des Abschnitts (1) der Fahrstrecke (2) bewegbar sind.

11. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beförderungs System wenigstens einen Antrieb aufweist, durch den die wenigstens zwei Fahrzeuge (3, 4) unabhängig voneinander antreibbar sind.

12. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Fahrzeuge (3, 4) jeweils einen Antrieb aufweisen.

13. Beförderungssystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Antriebe durch die Steuerung (5) derart beeinflussbar sind, dass die Antriebskraft nach oben und / oder nach unten hin für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts durch eines der Fahrzeuge (3, 4) begrenzt ist.

14. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Fahrzeuge (3, 4) jeweils eine Bremse aufweisen, wobei die jeweilige Bremse durch einen im Fahrzeug (3, 4) aufgenommenen Fahrgast individuell betätigbar ist.

15. Beförderungssystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse durch die Steuerung (5) derart beeinflussbar ist, dass die Bremskraft nach oben und / oder nach unten hin für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts durch eines der Fahrzeuge (3, 4) begrenzt ist.

16. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrstrecke ein Schienensystem (2) aufweist, entlang dem die wenigstens zwei Fahrzeuge (3, 4) während ihrer Bewegung geführt werden.

17. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuge (3, 4) wenigstens ein Betätigungselement aufweisen, wobei die Geschwindigkeit des Fahrzeugs (3, 4) durch die Art der Betätigung des Betätigungselements durch einen im Fahrzeug (3, 4) aufgenommenen Fahrgast entlang wenigstens eines Streckenabschnitts (2) beeinflussbar ist.

18. Beförderungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuge (3, 4) wenigstens ein Betätigungselement aufweisen, wobei die Geschwindigkeit des Fahrzeugs (3, 4) durch die Art der Betätigung des Betätigungselements durch einen im Fahrzeug (3, 4) aufgenommenen Fahrgast entlang wenigstens eines Streckenabschnitts (2) beeinflussbar ist.

19. Verfahren zur Steuerung eines Beförderungs Systems, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 18, umfassend die Schritte: a) Ermittlung einer vom aktuellen Zustand des Beförderungssystems abhängigen Eingangsgröße für eine Steuerung (5); b) Beeinflussung der Geschwindigkeit des vorderen Fahrzeugs (3) durch die Steuerung (5) derart, dass die Geschwindigkeit des Fahrzeugs (3) eine vorgegebene Mindestgeschwindigkeit nicht unterschreitet.

20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt b) die Geschwindigkeit des hinteren Fahrzeugs (4) eine vorgegebene Höchstgeschwindigkeit nicht überschreitet.

21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingangsgröße im Schritt a) wenigstens der Abstand zwischen dem vorderen Fahrzeug (3) und dem hinteren Fahrzeug (4) verwendet wird, wobei beim Unterschreiten eines ersten vorgegebenen Mindestabstands zwischen den beiden Fahrzeugen (3, 4) die Mindestgeschwindigkeit für das vordere Fahrzeug (3) vorgegeben wird, die das vordere Fahrzeug (3) für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts durch das vordere Fahrzeug (3) und/oder bis zu einer Änderung des Abstands zwischen den Fahrzeugen und / oder bis zum Erreichen eines zweiten Mindestabstands nicht unterschreiten darf.

22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, als Eingangsgröße wenigstens die Auslastung des Beförderungssystems und/oder eine Anzahl der sich auf der Fahrstrecke (2) bewegenden oder angeordneten Fahrzeuge (3, 4) verwendet wird.

23. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingangsgröße wenigstens die Position eines Fahrzeugs (3, 4) auf der Fahrstrecke (2) verwendet wird.

24. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Ermittlung des Unterschreitens des vorgegebenen Mindestabstands zwischen den Fahrzeugen (3, 4) im Schritt b) ein Geschwindigkeitsbereich für das vordere Fahrzeug (3) und/oder das hintere Fahrzeug (4) vorgegeben wird, der jeweils durch eine positive untere Geschwindigkeit (v3u, v4u) und eine positive obere Geschwindigkeit (v3o, v4o) begrenzt wird, wobei v3u <= v3o und v4u <= v4o, und die Fahrzeuge so gesteuert werden, dass die Fahrtgeschwindigkeit (vi, v2) jedes der Fahrzeuge (3, 4) den jeweiligen Geschwindigkeitsbereich für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts nicht verlas st.

25. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der im Schritt b) vorgegebene Mindestabstand in Abhängigkeit von bestimmten Parametern vorgegeben wird.

26. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Parameter ortsabhängig und / oder von der Geschwindigkeit eines oder mehrerer Fahrzeuge (3, 4) abhängig und / oder von Voreinstellungen abhängig sind.

27. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die im Verfahrensschritt b) vorgegebene Mindestgeschwindigkeit und / oder Höchstgeschwindigkeit berechnet werden.

Description:
TTTEL

Beförderungssystem, insbesondere zu Vergnügungszwecken, und Verfahren zur Steuerung eines Beförderungs Systems

TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Beförderungssystem, insbesondere zu Vergnügungszwecken, umfassend eine Fahrstrecke, und wenigstens zwei entlang der Fahrstrecke bewegbare Fahrzeuge. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Steuerung eines derartigen Beförderungs Systems.

STAND DER TECHNIK

Beförderungssysteme sind in unterschiedlichsten Ausführungen bekannt. Sie können der Beförderung von Lasten und / oder Personen dienen. Bei bestimmten Beförderungs Systemen, so zum Beispiel bei Sommerrodelbahnen, werden Personen ausschließlich zu Vergnügungszwecken befördert. Bei herkömmlichen Sommerroderbahnen wird beispielsweise ein Bob, wie etwa ein Fahrzeug in einer Achterbahn, durch Schienen geführt und durch die Schwerkraft oder durch Antriebe von einem Startpunkt zu einem Zielpunkt bewegt.

Ein wichtiges Grundprinzip bekannter Sommerrodelbahnen ist die interaktive Steuerung der Bobgeschwindigkeit durch den Fahrgast. Insbesondere kann der Fahrgast den Bob entlang der Strecke mehr oder weniger stark abbremsen, um die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Somit ist der Fahrgast selbst verantwortlich für die Geschwindigkeit des Bobs sowie für seine eigene Sicherheit und die Sicherheit der vor ihm fahrenden Fahrzeuge.

Neben der daraus resultierenden Sicherheitsproblematik kann die dem Fahrgast alleine überlas sene Geschwindigkeitseinstellung zu Staus und Kapazitätsproblemen des Beförderungssystems führen, da besonders vorsichtige Fahrer durch langsames Fahren, bis hin zum Stopp des Bobs, Staus verursachen und die Förderleistung des Gesamtsystems drastisch reduzieren können. Zudem wird der Fahrspaß der hinter einem langsamen Fahrer fahrenden Benutzer stark vermindert. AUFGABE DER ERFINDUNG

Davon ausgehend besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Beförderungssystem zu Vergnügungszwecken bereitzustellen, das hohe Sicherheit für die Fahrgäste und eine hohe Förderleistung sicherstellt.

TECHNISCHE LÖSUNG

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Beförderungssystem gemäß dem Anspruch 1 und ein Verfahren zur Steuerung eines Beförderungs Systems nach Anspruch 19. Vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Ein erfindungsgemäßes Beförderungssystem, insbesondere zu Vergnügungszwecken, umfasst eine Fahrstrecke, und wenigstens zwei entlang der Fahrstrecke bewegbare Fahrzeuge wobei ein Antrieb und/oder eine Bremse der Fahrzeuge durch wenigstens einen im Fahrzeug aufgenommene Fahrgast interaktiv betätigbar ist, und das Beförderungs System eine Steuerung umfasst. Die Steuerung ist derart ausgebildet, dass in Abhängigkeit wenigstens einer vom aktuellen Zustand des Beförderungs Systems abhängigen Eingangsgröße eine Mindestgeschwindigkeit für das vordere Fahrzeug vorgegeben wird, die das vordere Fahrzeug nicht unterschreiten darf.

Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass Fahrgäste die Geschwindigkeiten Ihres Fahrzeugs interaktiv bestimmen können, wobei allerdings der Geschwindigkeitsbereich in Abhängigkeit von der Eingangsgröße beschränkt sein kann. Die Beschränkung ist in der Regel zeitlich begrenzt, z.B. für eine vorgegebene Zeitspanne, bis zu einer Änderung der Eingangsgröße, bis zum Erreichen eines bestimmten Systemzustands, z.B. dem Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts durch das Fahrzeug, etc. Der Geschwindigkeitsbereich kann während der Fahrt in Abhängigkeit von der Eingangsgröße veränderbar sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Geschwindigkeitsbereich des Fahrzeugs beschränkt wird, sobald die Steuerung eine erste Eingangsgröße ermittelt. Der eingestellte, eventuell variable Geschwindigkeitsbereich kann von wenigstens einer zweiten Eingangsgröße abhängig sein. Es wäre auch denkbar, die Steuerung so auszubilden, dass der Geschwindigkeitsbereich kontinuierlich oder schrittweise in Abhängigkeit von der wenigstens einen Eingangsgröße. Eine oder mehrere Eingangsgrößen (z.B. Auslastung) können die Vorgabe einer Mindestgeschwindigkeit und / oder Höchstgeschwindigkeit auslösen bzw. diese bestimmen.

Der Geschwindigkeitsbereich kann ein Geschwindigkeitsintervall sein oder ein nach oben offenes Intervall mit einer Mindestgeschwindigkeit.

Die Eingangsgröße kann wenigstens der Abstand zwischen dem vorderen Fahrzeug und dem hinteren Fahrzeug sein, wobei beim Unterschreiten eines ersten vorgegebenen Mindestabstands zwischen den beiden Fahrzeugen die Mindestgeschwindigkeit für das vordere Fahrzeug vorgegeben wird, die das vordere Fahrzeug für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts durch das vordere Fahrzeug und/oder bis zu einer Änderung des Abstands zwischen den Fahrzeugen und / oder bis zum Erreichen eines zweiten Mindestabstands nicht unterschreiten darf.

Mit Hilfe der Erfindung werden die einzelnen, hintereinander bewegten Fahrzeuge des Beförderungssystems über einen Rechner überwacht bzw. deren Bewegungsverhalten gesteuert. Der Rechner und damit die Steuerung kann zentral oder dezentral sein, d.h. der Rechner kann an beliebiger Stelle angeordnet sein und von den Fahrzeugen Signale empfangen bzw. an die Fahrzeuge Signale übertragen. Falls ein Rechner in einem oder mehreren Fahrzeugen angeordnet ist, können Signale von anderen Fahrzeugen (direkt) oder über eine zentrale Übertragung s Vorrichtung (indirekt) oder von Sensoren, die an der Strecke angeordnet sind, an den/die Rechner bzw. zwischen den Rechnern übermittelt werden. Wenigstens einer der Rechner verarbeitet die Signale. Die ermittelten Daten können beispielsweise dazu verwendet werden, die Fahrzeuge in bestimmten Situationen automatisch abzubremsen, beispielsweise wenn der Abstand einen bestimmten ersten Mindestabstand unterschreitet. Auf diese Weise wird eine hohe Sicherheit beim Betrieb des Beförderungssystems erreicht, bis beispielsweise ein zweiter Mindestabstand zwischen den Fahrzeugen erreicht wird, der in der Regel größer als der erste Mindestabstand ist. Der erste Mindestabstand kann in Abhängigkeit von Parametern, z.B. den (absoluten) Geschwindigkeiten der Fahrzeuge, deren Relativgeschwindigkeit, dem Streckenprofil, etc., berechnet oder vorgegeben werden. Der zweite Mindestabstand kann in Abhängigkeit vom ersten Mindestabstand oder auch unabhängig vom ersten Mindestabstand in Abhängigkeit von Parametern, z.B. den (absoluten) Geschwindigkeiten der Fahrzeuge, deren Relativgeschwindigkeit, dem Streckenprofil, etc., berechnet werden. Der zweite Mindestabstand kann dann kleiner, oder größer gleich dem ersten Mindestabstand sein.

Die Ermittlung der Positionen bzw. eines Abstands zwischen den Fahrzeugen soll im Rahmen der Erfindung auch die Ermittlung von Daten umfassen, die Rückschlüsse auf die Positionen bzw. den Abstand zwischen den Fahrzeugen zulassen. Werden beispielsweise die Position des ersten Fahrzeugs und die Position des zweiten Fahrzeugs ermittelt, und diese Positionen verglichen, so entspricht dies wenigstens indirekt einer Abstandserfassung. Auch die Ermittlung der Position wenigstens eines Fahrzeugs und eines Zeitunterschieds zwischen dem Erreichen einer bestimmten Position durch das zweite Fahrzeug bei bekannten Geschwindigkeiten entspricht einer Abstandserfassung.

Die Eingangsgröße kann wenigstens die Auslastung des Beförderungs Systems und/oder eine Anzahl der sich auf der Fahrstrecke bewegenden oder angeordneten Fahrzeuge sein. So kann die Steuerung auch unabhängig vom aktuellen Abstand der Fahrzeuge die Möglichkeit bieten, den interaktiv beeinflussbaren Geschwindigkeitsbereich eines Fahrzeugs in Abhängigkeit der aktuellen Auslastung der Bahn und / oder in Abhängigkeit der Streckenführung anzupassen. Auf diese Weise wird die Förderleistung bzw. der Durchsatz des Systems optimiert. Bildet sich beispielsweise bei einem Fahrgeschäft eine Warteschlange, so kann die zulässige Mindestgeschwindigkeit erhöht werden. Bei geringerem Andrang kann umgekehrt durch ein Herabsetzen der Mindestgeschwindigkeit die Auswahl der gewünschten Geschwindigkeit durch den Benutzer erweitert werden.

Insbesondere kann die Eingangsgröße wenigstens die Position eines Fahrzeugs auf der Fahrstrecke sein. Auf diese Weise können beispielsweise in engen Kurven die zulässige Minimal- und eine zulässige Maximalgeschwindigkeit reduziert werden. In ungefährlichen Abschnitten können diese Werte erhöht werden.

Die Steuerung ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass beim Unterschreiten eines vorgegebenen Mindestab Stands zwischen den wenigstens zwei Fahrzeugen eine Beeinflussung der Geschwindigkeit beider Fahrzeuge einsetzt.

Insbesondere ist die Steuerung derart ausgebildet, dass der Abstand zwischen den wenigstens zwei Fahrzeugen auf Basis der Position der Fahrzeuge entlang der Fahrstrecke zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt wird. Die Ermittlung der Position der Fahrzeuge kann beispielsweise durch Sensoren, wie Lichtschranken, Transponder, etc., erfolgen, wobei eine Übermittlung per Funk an eine zentrale Steuerung (Zentralrechner) oder an eine dezentrale Steuerung möglich ist. Der Rechner seinerseits kann mittels Funk das Bremsverhalten bzw. die Geschwindigkeit der Fahrzeuge wenigstens beeinflussen bzw. steuern.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können für verschiedene Streckenabschnitte Geschwindigkeitsbereiche durch die (zentrale) Steuerung (z.B. individuell in Abhängigkeit von bestimmten Positions- und Bewegungsparametern, oder fest vorgegeben) bestimmt werden, die einen Mindestabstand zwischen den Fahrzeugen, unabhängig vom momentanen Abstand der Fahrzeuge, also praktisch indirekt, sicherstellen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Steuerung derart ausgebildet, dass beim Unterschreiten eines vorgegebenen Mindestabstands eine Beeinflussung der Geschwindigkeit beider Fahrzeuge einsetzt. So kann beispielsweise eines der Fahrzeuge beschleunigt, das andere abgebremst werden. Es können auch beide Fahrzeuge abgebremst oder beschleunigt werden, eines jedoch stärker bzw. schneller als das andere.

Der vorgegebene Mindestabstand kann beispielsweise ortsabhängig festgelegt werden. So kann beispielsweise in schnellen Passagen der Strecke ein größerer Abstand vorgegeben werden als in langsamen Passagen. Der Mindestabstand kann jedoch auch in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern errechnet werden, beispielsweise ortsabhängig, auf Basis der Momentangeschwindigkeit eines oder beider Fahrzeuge, auf Basis von Daten, die sich auf das Streckenprofil beziehen, durch Voreinstellung des Betreibers (z. B. langsamer für Kinder, schneller für Erwachsene), oder auf Basis verschiedener Kombinationen von Parametern. Die Steuerung kann derart ausgebildet sein, dass die Geschwindigkeit der wenigstens zwei Fahrzeuge derart beeinflusst wird, dass ein bestimmter Mindestabstand zwischen den Fahrzeugen nicht unterschritten wird.

Die Steuerung kann derart ausgebildet sein, dass der Abstand zwischen den wenigstens zwei Fahrzeugen mittels der Erfassung der Position der Fahrzeuge entlang der Fahrstrecke zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt wird. Neben der Messung des diskreten Abstandes beider Fahrzeuge ist auch denkbar, dass erfasst wird, in welchem Streckenabschnitt sich die Fahrzeuge befinden und sich daraus die geeignete Einstellung der Geschwindigkeitsbereiche ermittlen lässt. Die gesamte Strecke kann hierzu, wie bei einer herkömmlichen Achterbahn, in Abschnitte eingeteilt werden. Die Regelung der Geschwindigkeitsbereiche könnte z.B. dann einsetzen, wenn sich der Abstand der beiden Fahrzeuge auf eine bestimmte Anzahl, nur noch auf einen (oder auch keinen) Streckenabschnitt verringert.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Steuerung derart ausgebildet, dass bei der Erfassung eines Unterschreitens des vorgegebenen Mindestabstands durch die wenigstens zwei Fahrzeuge eine Mindestgeschwindigkeit für das vordere Fahrzeug vorgegeben wird, die das vordere Fahrzeug für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zu einem bestimmten Streckenpunkt nicht unterschreiten darf. Dies kann beispielsweise durch ein Beschleunigen des vorderen Fahrzeugs, durch ein Beibehalten der Geschwindigkeit, oder durch ein Abbremsen des vorderen Fahrzeugs mit einer vorgegebenen maximalen Bremskraft bewerkstelligt werden.

Vorzugsweise ist die Steuerung derart ausgebildet, dass bei der Erfassung eines Unterschreitens des vorgegebenen Mindestabstands durch die wenigstens zwei Fahrzeuge eine maximale Geschwindigkeit für das hintere Fahrzeug vorgegeben wird, die das hintere Fahrzeug für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zu einem bestimmten Streckenpunkt nicht überschreiten darf. Dies kann beispielsweise durch ein Begrenzen der Beschleunigung, oder durch ein Abbremsen mit einer Mindestbremskraft bewerkstelligt werden.

Insgesamt muss die Geschwindigkeit des vorderen Fahrzeugs relativ zum hinteren Fahrzeug erhöht oder zumindest auf dem bestehenden Niveau gehalten werden, um den Mindestabstand nicht zu unterschreiten. Durch ein derartiges automatisches, gesteuertes Abbremsen des hinteren Fahrzeugs wird die Sicherheitsproblematik gelöst. Durch die Beeinflussung der Geschwindigkeit des vorderen Fahrzeugs wird verhindert, dass aufgrund von Staus oder langsamem Fahren Kapazitätsprobleme sowie ein verminderter Fahrspaß für die nachfolgenden Fahrzeuge auftreten. Die Kombination der Geschwindigkeitsbeeinflussung des vorderen und des hinteren Fahrzeugs führt somit zu einem System, das sämtlichen Anforderungen an ein zu Vergnügungszwecken bestimmtes Beförderungs System gerecht wird. Die Steuerung erfolgt nicht durch ein bloßes Abbremsen des hinteren Fahrzeugs, sondern durch eine gezielte Einschränkung der Geschwindigkeitsbereiche, die am vorderen und am hinteren Fahrzeug eingestellt werden können. Erkennt also der Rechner ein Unterschreiten eines Mindestabstands zwischen zwei Fahrzeugen, wird ein Signal an das erste, beispielsweise das vordere Fahrzeug gesendet, das ein Abbremsen in einen zu niedrigen Geschwindigkeitsbereich verhindert. Zudem wird ein weiteres Signal an das zweite, beispielsweise das hintere Fahrzeug gesendet, das die Fahrt in einem zu hohen Geschwindigkeitsbereich verhindert. Folglich kann das vordere Fahrzeug nicht so langsam fahren, wie unter Umständen gewünscht, und das hintere Fahrzeug kann nicht so schnell fahren, wie unter Umständen gewünscht. Durch diese Konzeption wird die Gesamtkapazität gegenüber bekannten Systemen deutlich erhöht. Die Gesamtkapazität kann außerdem vom Betreiber des Beförderungssystems beeinflusst werden, beispielsweise durch die Festlegung der jeweils vom System anzuwendenden Geschwindigkeitsbereiche. Darüber hinaus wird der Fahrgast im hinteren Fahrzeug die Einschränkung seiner Geschwindigkeit weniger deutlich bemerken als bei bekannten Systemen, da die Einschränkung auf das Herunterbremsen auf eine geringere Relativgeschwindigkeit zum ersten Fahrzeug beschränkt ist, wobei das erste Fahrzeug wenigstens mit einer Minimalgeschwindigkeit fährt. Der Fahrspaß für sämtliche Fahrgäste bleibt demnach erhalten.

Die Steuerung kann vorzugsweise derart ausgebildet sein, das bei einer Ermittlung des Unterschreitens des vorgegebenen ersten Mindestabstands zwischen den Fahrzeugen ein Geschwindigkeitsbereich für das vordere Fahrzeug und/oder das hintere Fahrzeug vorgegeben wird, der jeweils durch eine positive untere Geschwindigkeit (v3u, v4u) und eine positive obere Geschwindigkeit (v3o, v4o) begrenzt ist, wobei v3u <= v3o und v4u <= v4o, und die Fahrzeuge so gesteuert sind, dass die Fahrtgeschwindigkeit (vi, v2) jedes der Fahrzeuge den jeweiligen Geschwindigkeitsbereich für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts und/oder bis zu einer Änderung des Abstands zwischen den Fahrzeugen und / oder bis zum Erreichen eines zweiten Mindestabstands nicht verlässt. Insbesondere gilt jedoch v3u < v3o und / oder v4u < v4o. Der Fahrgast hat in der Situation des Erreichens des ersten Mindestabstands zumindest in Abhängigkeit von dem davor oder dahinter befindlichen Fahrzeug eine beschränkte Handlungsfreiheit, die Geschwindigkeit seines Fahrzeugs einzustellen bzw. zu bestimmen. Die Intervallgrenzen v3u, v3o, v4u, v4o können in Abhängigkeit voneinander und / oder von Parametern wie der Streckengeometrie, den Positionen der Fahrzeuge, deren absoluter Geschwindigkeiten, derer relativer Geschwindigkeit, etc., bestimmt werden. Insbesondere kann in Phasen, in denen der erste Mindestabstand unterschritten wurde, vorzugsweise gelten v3o<=v4u. Dadurch wird eine Vergrößerung des Abstands zwischen den Fahrzeugen beispielsweise bis zum Erreichen des (größeren) zweiten Mindestabstands erreicht.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Fahrstrecke wenigstens einen Abschnitt mit einem Gefälle auf, und die Fahrzeuge sind wenigstens durch die Schwerkraft entlang dieses Abschnitts der Fahrstrecke bewegbar. Dieses Prinzip entspricht einer typischen Sommerrodelbahn, die im Wesentlichen entlang eines Gefälles angeordnet ist. Die Bobs weisen jeweils Bremsen auf, die erfindungs gemäß unter bestimmten Bedingungen von der (zentralen) Steuerung beeinflusst werden.

In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung weist das Fahrgeschäft wenigstens einen Antrieb auf, durch den die wenigstens zwei Fahrzeuge unabhängig voneinander antreibbar sind. Die Erfindung kann prinzipiell auf durch die Schwerkraft angetriebene Fahrzeuge und auf motor getriebene Fahrzeuge angewendet werden.

Insbesondere können die wenigstens zwei Fahrzeuge jeweils einen Antrieb aufweisen.

Vorzugsweise können der oder die Antriebe durch die Steuerung derart beeinflussbar sein, dass die Antriebskraft nach oben und / oder nach unten hin für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zu einem bestimmten Streckenpunkt begrenzt wird. Der im Fahrzeug aufgenommene Fahrgast kann zwar die Antriebskraft interaktiv selbst bestimmen, sobald die Steuerung einsetzt sind jedoch der Einflussnahme auf die Geschwindigkeit durch den Benutzer bestimmte Grenzen gesetzt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die wenigstens zwei Fahrzeuge jeweils eine Bremse auf, wobei jede der Bremsen durch den im Fahrzeug aufgenommenen Fahrgast individuell betätigbar ist.

Insbesondere kann die Bremse durch die Steuerung derart beeinflussbar sein, dass die Bremskraft nach oben und / oder nach unten hin für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zu einem bestimmten Streckenpunkt, d.h. in einem bestimmten Streckenabschnitt, begrenzt wird. Vorzugsweise kann die Fahrstrecke wenigstens ein Schienensystem aufweisen, entlang dem die wenigstens zwei Fahrzeuge während ihrer Bewegung geführt werden. Bei einer typischen Sommerrodelbahn werden schienengebundene Fahrzeuge hintereinander entlang der Fahrstrecke bewegt. Die Erfindung einer Steuerung soll jedoch für alle Arten von Beförderungssystemen geschützt sein, beispielsweise für oberhalb einer Schiene fahrende Fahrzeuge, für Hängebahnen mit unter einem Führungselement geführten Fahrzeugen, etc.

Im Rahmen der Erfindung sollen Abzweigungen, Weichen, etc. das System variabel und erlebnisreich für den Fahrgast gestalten. Vorzugsweise kann das Beförderungs System ein vom Fahrgast bedienbares Element umfassen, wobei die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs des Beförderungssystems durch die Art der Betätigung des Elements beeinflussbar ist. Die Geschwindigkeits Steuerung kann beispielsweise die Geschicklichkeit eines Fahrgasts fordern. Sie kann ein Lenkrad umfassen, bei dem durch nicht exaktes Lenken Bremsen des Fahrzeugs aktiviert werden. Der Fahrgast, der am geschicktesten lenkt, erreicht somit die höchste Geschwindigkeit. Eine zusätzliche Geschwindigkeits Steuerung des Fahrzeugs durch den Fahrgast ist somit möglich. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die am Betätigungselement eingestellten Zustände in Form von Daten erfasst und elektronisch, beispielsweise durch Funk, an das Bremssystem des Fahrzeugs bzw. an die (zentrale) Steuerung weitergeleitet, die eine entsprechende Beeinflussung der Bremsen des Fahrzeugs vornimmt.

Erfindungsgemäß umfasst ein Verfahren zur Steuerung eines Beförderungs Systems wie oben beschrieben die Schritte: a) Ermittlung einer vom aktuellen Zustand des Beförderungssystems abhängigen Eingangsgröße für eine Steuerung; und b) Beeinflussung der Geschwindigkeit des vorderen Fahrzeugs durch die Steuerung derart, dass die Geschwindigkeit des Fahrzeugs eine vorgegebene Mindestgeschwindigkeit nicht unterschreitet.

Die Geschwindigkeit wird dabei von wenigstens einem der im Fahrzeug aufgenommenen Fahrgäste interaktiv bestimmt. Im Verfahrens schritt ist dies jedoch nur in einem bestimmten Intervall, d.h. oberhalb einer vorgeschriebenen Mindestgeschwindigkeit möglich.

Im Schritt b) überschreitet vorzugsweise die Geschwindigkeit des hinteren Fahrzeugs eine vorgegebene Höchstgeschwindigkeit nicht. Als Eingangsgröße im Schritt a) kann wenigstens der Abstand zwischen dem vorderen Fahrzeug und dem hinteren Fahrzeug verwendet werdend, wobei beim Unterschreiten eines ersten vorgegebenen Mindestabstands zwischen den beiden Fahrzeugen die Mindestgeschwindigkeit für das vordere Fahrzeug vorgegeben wird, die das vordere Fahrzeug für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts durch das vordere Fahrzeug und/oder bis zu einer Änderung des Abstands zwischen den Fahrzeugen und / oder bis zum Erreichen eines zweiten Mindestabstands nicht unterschreiten darf.

Als Eingangsgröße kann wenigstens die Auslastung des Beförderungs Systems und/oder eine Anzahl der sich auf der Fahrstrecke bewegenden oder angeordneten Fahrzeuge verwendet werden.

Als Eingangsgröße kann wenigstens die Position eines Fahrzeugs auf der Fahrstrecke verwendet werden. Es kann dabei sichergestellt werden, dass eine Maximalgeschwindigkeit und/oder eine Minimalgeschwindigkeit des Fahrzeugs vorgegeben werden können, die einerseits einen ausreichenden Durchsatz, andererseits ausreichende Sicherheit der Passagiere gewährleisten.

Vorzugsweise kann bei einer Ermittlung eines Unterschreitens des vorgegebenen ersten Mindestabstands zwischen den Fahrzeugen im Schritt b) ein Geschwindigkeitsbereich für das vordere Fahrzeug und/oder das hintere Fahrzeug vorgegeben werden, der jeweils durch eine positive untere Geschwindigkeit (v3u, v4u) und eine positive obere Geschwindigkeit (v3o, v4o) begrenzt wird, wobei v3u <= v3o und v4u <= v4o, und die Fahrzeuge so gesteuert werden, dass die Fahrt ge seh windigkeit (vi, v2) jedes der Fahrzeuge den jeweiligen Geschwindigkeitsbereich für eine bestimmte Zeitspanne und / oder bis zum Erreichen eines bestimmten Streckenpunkts und/oder bis zu einer Änderung des Abstands zwischen den Fahrzeugen und / oder bis zum Erreichen eines zweiten Mindestabstands nicht verlässt. Insbesondere gilt v3u < v3o und / oder v4u < v4o.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Ermittlung des Abstands zwischen dem vorderen Fahrzeug und dem hinteren Fahrzeug die Ermittlung der Position des vorderen Fahrzeugs und des hinteren Fahrzeugs. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Ermittlung des Abstands zwischen dem vorderen Fahrzeug und dem hinteren Fahrzeug die Ermittlung der Geschwindigkeit des vorderen Fahrzeugs und / oder des hinteren Fahrzeugs.

Vorzugsweise wird der im Schritt b) vorgegebene Mindestabstand in Abhängigkeit von Parametern bestimmt, die fest vorgegeben werden und / oder aus dem System ermittelte Zustandsparameter sind und/ oder aus Zustandsparametern des Systems berechnet werden.

Vorzugsweise sind die Parameter ortsabhängig und / oder von der Geschwindigkeit eines oder mehrerer Fahrzeuge abhängig und / oder von Voreinstellungen abhängig.

Die im Verfahrensschritt b) vorgegebene Mindestgeschwindigkeit und / oder Höchstgeschwindigkeit können berechnet werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Figur deutlich. Die Figur zeigt einen Abschnitt eines Beförderungssystems gemäß der Erfindung.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS

In der Figur ist ein Abschnitt 1 eines Beförderungssystems zu Vergnügungszwecken, beispielsweise einer Sommerrodelbahn, dargestellt. Das Beförderungssystem umfasst eine Fahrstrecke, die durch ein Schienensystem 2 festgelegt ist. Entlang des Schienensystems 2 bewegen sich wenigstens ein vorderes Fahrzeug 3 mit einer Geschwindigkeit V 1 und ein hinteres Fahrzeug 4 mit einer Geschwindigkeit v 2 . Die Fahrzeuge 3 und 4 werden im vorliegenden Ausführungsbeispiel aufgrund der Schwerkraft, abgebremst durch die individuelle Betätigung einer Bremse durch den jeweiligen Fahrer, mit einer durch den Fahrer gewählten Geschwindigkeit entlang der Fahrstrecke 2 bewegt. Das Beförderungs System weist außerdem eine zentrale Steuerung 5 auf, die beispielsweise über Funk mit den Fahrzeugen 3 und 4 Daten austauschen kann. Die zentrale Steuerung 5 erfasst im vorliegenden Ausführungsbeispiel über Funk eine Position A des vorderen Fahrzeugs 3 und eine Position B des hinteren Fahrzeugs 4 sowie die Geschwindigkeit V 1 des vorderen Fahrzeugs 3 und die Geschwindigkeit v 2 des hinteren Fahrzeugs 4. Aus den Positionen A und B wird der Abstand der Fahrzeuge 3 und 4 berechnet. Außerdem wird, unter Berücksichtigung der Geschwindigkeiten V 1 und v 2 sowie ortsabhängigen Parametern, wie dem durchschnittlichen Gefälle des Abschnitts 1 des Beförderungssystems, ein Mindestabstand berechnet, der zwischen den Fahrzeugen 3 und 4 wenigstens eingehalten werden muss. Unterschreitet der tatsächliche Abstand zwischen den Fahrzeugen 3 und 4 diesen Mindestabstand oder nähert er sich dem Mindestabstand an, so setzt die zentrale Steuerung 5 ein, indem sie für das vordere Fahrzeug 3 eine Mindestgeschwindigkeit vorgibt, die nicht unterschritten werden darf, und für das hintere Fahrzeug eine Maximalgeschwindigkeit vorgibt, die nicht überschritten werden darf, um den Abstand zwischen den Fahrzeugen zu erhöhen oder in einem zulässigen Bereich zu halten. Entsprechend steuert die zentrale Steuerung 5 die Bremsen des vorderen Fahrzeugs 3 so, dass die Mindestgeschwindigkeit nicht unterschritten wird, und die Bremsen des hinteren Fahrzeugs 4 so, dass die Maximalgeschwindigkeit nicht überschritten wird. Damit beeinflusst die zentrale Steuerung 5 das Bremsverhalten der Fahrer, sofern der Fahrer 3 zu stark abbremsen will bzw. der Fahrer des Fahrzeugs 4 zu wenig abbremsen will.

Die Übertragung von Daten von den Fahrzeugen 3, 4 zur zentralen Steuerung 5 und umgekehrt kann durch Funk erfolgen.

Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der vordere Fahrer nicht zu langsam fahren kann, der hintere Fahrer gleichzeitig nicht so schnell, dass ein Mindestabstand zwischen den Fahrzeugen 3 und 4 unterschritten wird. Dadurch wird die Sicherheit des Systems 1 gewährleistet. Außerdem wird ein Stau verhindert, der die Kapazität des Beförderungs Systems beschränken und den Fahrspaß für die hinteren Fahrzeuge verringern würde.