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Patent Searching and Data


Title:
TRANSPORT VEHICLE FOR STANDING PERSONS, HAVING A CONTROL UNIT AND ARMREST
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/105515
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a stand-up vehicle (2) for transporting a person. The stand-up vehicle (2) has a driving module (4) having a standing surface (6) and two drive wheels (8), which are arranged on the driving module (4). The stand-up vehicle (2) further comprises at least one electric drive motor (10), which is arranged in the driving module (4) for driving the drive wheels (8), and accumulator (18) for supplying the at least one electric drive motor (10) with energy, and a control module (12) for controlling the at least one electric drive motor (10), which is arranged on a column element (14). Only one column element (14) is provided, which is arranged laterally on the driving module (4) as viewed in a direction of travel (F), wherein the control module (12) has an operating unit (26) and an arm support element (28).

Inventors:
SCHROTH, Hans (An den Römertürmen 19, Neuberg, 63543, DE)
GYÖRI, Csaba (Pappelweg 1, Wiesbaden, 65207, DE)
ZIER, Sebastian (Merckstraße 16, Darmstadt, 64283, DE)
HILLER, Sascha (Billtalstraße 38, Frankfurt am Main, 65929, DE)
Application Number:
DE2018/200105
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 16, 2018
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL TEVES AG & CO. OHG (Guerickestr. 7, Frankfurt am Main, 60488, DE)
International Classes:
B62K11/00; B62D51/02; B62K11/14; B62K21/24
Foreign References:
US3446304A1969-05-27
CN104802910A2015-07-29
DE19648419A11997-05-28
DE10354807A12004-06-03
US20060260857A12006-11-23
CN104802910A2015-07-29
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Claims:
Ansprüche

1. Stehfahrzeug (2) zur Beförderung einer Person, welches aufweist

- ein Fahrmodul (4) mit einer Stehfläche (6) und zwei Antriebsrädern (8), die an dem Fahrmodul (4) angeordnet sind,

- zumindest einen elektrischen Antriebsmotor (10), der im Fahrmodul (4) angeordnet ist zum Antrieb der Antriebsräder (8),

- einen Akkumulator (18) zur Energieversorgung des Antriebsmotors (10) sowie

- ein Steuermodul (12) zur Steuerung des elektrischen Antriebsmotors (10), das an einem Säulenelement (14) angeordnet ist,

wobei lediglich ein Säulenelement (14) vorgesehen ist, welches in einer Fahrtrichtung (F) betrachtet seitlich an dem Fahrmodul (4) angeordnet ist, und wobei das Steuermodul (12) eine Bedieneinheit (26) und ein Armaufla- geelement (28) aufweist.

2. Stehfahrzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch,

wobei das Steuermodul (12) in und entgegen der Fahrtrichtung (F) ver- schiebbar an dem Säulenelement (14) befestigt ist.

3. Stehfahrzeug (2) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche,

wobei das Steuermodul (12) ein insbesondere als Montageschiene ausge- bildetes Trägerelement (46) aufweist, an das das Armauflageelement (28) und die Bedieneinheit zueinander beabstandet angeordnet sind.

4. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei das Armauflageelement (28) lösbar an dem Steuermodul (12) ange- ordnet ist derart, dass es in unterschiedlichen Positionen an dem Steuer- modul (12) anordbar ist.

5. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche wobei ein Abstand zwischen dem Armauflageelement (28) und der Bedien- einheit (26) einstellbar ist.

6. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei das Armauflageelement (28) asymmetrisch ausgebildet ist und um 180° drehbar am Steuermodul (12) angeordnet ist.

7. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei das Armauflageelement (28) eine Y-artige Form aufweist mit einer Mulde (38) als Armauflagefläche und mit zwei seitlichen Schenkeln (36, 40).

8. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei an dem Steuermodul (12) ein Griffelement (30) angeordnet ist.

9. Stehfahrzeug (2) nach Anspruch 7 und Anspruch 8,

wobei einer der Schenkel (36) das Griffelement (30) aufweist.

10. Stehfahrzeug (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 10,

wobei der eine Schenkel (36) länger ist, als der andere Schenkel (40).

11. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei die Bedieneinheit (26) eine Säule aufweist, die insbesondere mit ei- ner Hand umgriffen werden kann, wobei an einer Oberseite der Säule ein Bedienelement angeordnet ist.

12. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei die Bedieneinheit (26) zumindest ein Bedienelement (32) zur Steue- rung des zumindest einen elektrischen Antriebsmotors (10) sowie zumin- dest ein Anzeigeelement (34) aufweist.

13. Stehfahrzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch,

wobei das zumindest eine Bedienelement (26) als ein berührungssensitives Bedienelement ohne bewegbare Bauteile ausgebildet ist.

14. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei das Fahrmodul (4) ein erstes Kupplungselement (20) aufweist und das Säulenelement (14) ein zweites Kupplungselement (22) aufweist, so- dass das Säulenelement (14) mit dem Fahrmodul (4) trennbar verbunden ist.

15. Stehfahrzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch,

wobei das Fahrmodul (4) zwei gegenüberliegende erste Kupplungselemen- te (20) für ein links- oder rechtsseitiges Anordnen des Säulenelements (14) aufweist.

16. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei das Säulenelement (14) in einer Länge (L) einstellbar ist.

17. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei der Akkumulator (18) in dem Säulenelement (14) angeordnet ist.

18. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei das Fahrmodul (4) ein Stützrad aufweist, das an einer Rückseite (R) des Fahrmoduls (4) angeordnet ist zur Stabilisierung des Fahrmoduls (4).

19. Stehfahrzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei der zumindest eine elektrische Antriebsmotor (10) als ein Radnaben- antrieb ausgebildet ist.

Description:
Beschreibung

TRANSPORTFAHRZEUG FÜR STEHENDE PERSONEN MIT STEUEREINHEIT UND ARMLEHNE

Die Erfindung betrifft ein Stehfahrzeug zur Beförderung einer Person.

Heutzutage existieren verschiedene Arten von Beförderungsmitteln für Menschen. Insbesondere für kurze Strecken von bis zu einigen wenigen Kilometern in Städten ist es jedoch oft nicht möglich und/oder wirtschaftlich ein Kraftfahrzeug, beispiels weise ein Auto zu wählen. Aus diesem Grund ist beispielsweise das Fahrrad ein bekanntes und oft genutztes alternatives Beförderungsmittel in Städten.

Im Rahmen der Elektrifizierung der vom Menschen genutzten Beförderungsmittel werden zurzeit neue Beförderungskonzepte erforscht, die ein Gehen„elektrifizie- ren“. D.h. insbesondere für die zuvor erwähnten kurzen Strecken sollen Menschen bequem mit neuartigen Beförderungsmitteln von einem Ort zu einem nächsten Ort, beispielsweise von Zuhause zu einem Bahnhof gelangen, ohne auf ein Kraft- fahrzeug zurückgreifen zu müssen. Eine derartige Fortbewegung erweist sich gleichzeitig vorteilhaft für die Umwelt.

Beförderungsmittel für Personen, insbesondere über kurze Strecken, sind bei- spielsweise aus der DE 103 54 807 A1 oder der US 2006/0260857 A1 bekannt.

Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Stehfahrzeug an- zugeben, mit dessen Hilfe eine Person eine Strecke schnell und einfach zurückle- gen kann.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Stehfahrzeug mit den Merk- malen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Varianten sind Gegenstand der Unteransprüche.

Das Stehfahrzeug, welches zur Beförderung einer Person ausgebildet ist, weist ein Fahrmodul mit einer Stehfläche für die zu befördernde Person auf. Die Steh- fläche weist vorzugsweise eine Länge mit einem Wert im Bereich von 20cm bis 30cm und eine Breite mit einem Wert im Bereich zwischen 30cm und 50cm auf. Allgemein weist das Stehfahrzeug zur Beförderung der Person nur eine Stehfläche und insbesondere keine Sitzplätze auf. Weiterhin weist das Stehfahrzeug zwei Antriebsräder auf, die an dem Fahrmodul angeordnet sind. Zum Antrieb der An- triebsräder weist das Stehfahrzeug zumindest einen elektrischen Antriebsmotor auf. Die Antriebsräder werden hierbei beispielsweise direkt mittels einer An- triebsachse, welche den zumindest einen Antriebsmotor mit den Antriebsrädern mechanisch verbindet, angetrieben. Die Antriebsräder sind derart an dem Fahr- modul angeordnet, dass in eine Fahrtrichtung betrachtet jeweils ein Antriebsrad an einer linken Seite des Fahrmoduls und ein Antriebsrad an einer rechten Seite des Fahrmoduls angeordnet ist. Mit anderen Worten: Die zu befördernde Person steht somit zwischen den beiden Antriebsrädern auf der Stehfläche. Die Antriebsachse verläuft somit unterhalb der Stehfläche. Eine Gesamtbreite des Stehfahrzeuges entspricht hierbei - bis auf eine Flinzunahmen der Breite der Antriebsräder - im Wesentlichen der Breite der Stehfläche. Die Gesamtlänge des Stehfahrzeuges entspricht im Wesentlichen der Gesamtlänge der Stehfläche.

Weiterhin weist das Stehfahrzeug einen Akkumulator, beispielsweise eine wieder- aufladbare Batterie auf. Der Akkumulator dient einer elektrischen Energieversor- gung des Antriebsmotors.

Zur Steuerung des Antriebsmotors weist das Stehfahrzeug ein Steuermodul auf. Unter Steuerung des Antriebsmotors wird vorliegend speziell verstanden, dass mittels des Steuermoduls nicht nur eine Beschleunigung und ein Verzögern der Geschwindigkeit des Stehfahrzeuges erreicht sind. Vielmehr erfolgt auch eine Richtungslenkung des Stehfahrzeuges mittels des Steuermoduls. Das Steuermo- dul ist an einem Säulenelement angeordnet und wird im Betrieb von der zu beför- dernden Person bedient.

Es ist lediglich ein Säulenelement vorgesehen. Das lediglich eine Säulenelement ist in Fahrtrichtung seitlich an dem Fahrmodul angeordnet, also entweder links oder rechts von der zu befördernden und auf der Stehfläche stehenden Person. Flierdurch ist eine einhändige und einfache Bedienung des Stehfahrzeuges er- reicht. Weiterhin ist hierdurch ein Absteigen„nach vorn“, also in Fahrtrichtung er- möglicht. Um das Absteigen, insbesondere das Absteigen„nach vorn“ zu erleich- tern, weist das Streufahrzeug außer dem Säulenelement keine sonstigen Aufbau- ten oder Begrenzungselemente sowie sonstige seitliche Bauteile, wie z.B. Stütze- lemente auf.

Ein derartiges Stehfahrzeug ist beispielsweise auch aus der CN 104802910 A be- kannt.

Zur Steuerung des Stehfahrzeuges weist das Steuermodul eine Bedieneinheit auf. Zudem weist das Steuermodul ein Armauflageelement auf, sodass hierdurch eine für die zu befördernde Person einfache und angenehme Steuerung des Stehfahr- zeuges ermöglicht ist. Die Hand, mit der das Stehfahrzeug gesteuert wird, kann somit einfach auf dem Armauflageelement aufgelegt und hierdurch entspannt werden. Das Säulenelement, an dem das Steuermodul angeordnet ist, ist zudem starr ausgebildet. D.h. das Säulenelement ist fest - also unbeweglich - an dem Fahrmodul befestigt.

Bevorzugt weist die Stehfläche einen Bodenabstand mit einem Wert im Bereich von 5cm bis 10cm und speziell im Bereich zwischen 6cm und 8cm auf. Unter dem Bodenabstand wird vorliegend speziell ein Abstand zwischen einem Boden auf dem das Stehfahrzeug steht und der Stehfläche auf der die zu befördernde Per- son steht verstanden, also eine Einstiegshöhe für die zu befördernde Person. Mit anderen Worten: Der Bodenabstand ist auch als der Abstand zwischen einer (mit dem Erdboden kontaktierenden) Unterseite einer Lauffläche der Antriebsräder und der Stehfläche zu verstehen. Der Vorteil hierbei ist in der niedrigen„Zustiegshöhe“ zu sehen, sodass insbesondere gehbeeinträchtigte Personen einfach auf die Steh- fläche steigen können.

Das Stehfahrzeug dient insbesondere zur Beförderung von Personen über kurze Strecken, beispielsweise über die sogenannte„last mile“. Unter„last mile“ wird vorliegend speziell ein Teil einer Gesamtstrecke bezeichnet, welcher üblicher- weise zu Fuß zurückgelegt wird. Beispielsweise wird unter anderem unter der„last mile“ eine Strecke innerhalb eines Flughafengebäudes, eines Fabrikgeländes und/oder von einem Wohnhaus zu einem Bahnhof verstanden. Durch das Steh- fahrzeug wird weiterhin eine Fortbewegung insbesondere gehbeeinträchtigter Menschen gefördert und/oder vorteilhaft erweitert.

Zweckdienlicherweise ist das Fahrmodul in und entgegen der Fahrtrichtung ver- schiebbar an dem Säulenelement befestigt. Flierdurch werden den unterschiedli- chen anthropometrischen Gegebenheiten der einzelnen zu befördernden Perso- nen Rechnung getragen. D.h. die zu befördernde Person kann das Steuermodul auf beispielsweise eine Länge ihres Unterarmes anpassen. Das Steuermodul wird beispielsweise nach dem Verschieben fixiert, beispielsweise verschraubt. Hier- durch ist einem unbeabsichtigten Lösen, beispielsweise während der Fahrt vorge- beugt. Unter anthropometrischen Gegebenheiten wird vorliegend insbesondere die Länge der Arme, insbesondere eine Länge der Unterarme der zu befördernden Person verstanden.

Zweckdienlicherweise weist das Steuermodul ein insbesondere als Montageschie- ne ausgebildetes Trägerelement auf, an das das Armauflageelement und die Be- dieneinheit zueinander beabstandet angeordnet sind. Unter zueinander beab- standet wird hierbei verstanden, dass zwischen dem Armauflageelement und der Bedieneinheit ein Freiraum ausgebildet ist. Insbesondere ist hierbei das Armaufla- geelement in Fahrtrichtung betrachtet hinter der Bedieneinheit angeordnet. Durch diese zweckdienliche Ausgestaltung wird eine ergonomisch angenehme Armposi- tion für die zu befördernde Person erreicht, sodass insgesamt eine angenehmere Beförderung der Person erreicht ist. Bevorzugt ist das Armauflageelement gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung lösbar, insbesondere„wendbar“ an dem Steuermodul und insbesondere an dem Trägerelement angeordnet. Somit ist das Armauflageelement in unterschiedlichen Positionen an dem Steuermodul anordbar. Weiterhin ist bevorzugt ein Abstand zwischen dem Armauflageelement und der Bedieneinheit einstellbar. Das Armauf- lageelement ist weiterhin bevorzugt asymmetrisch ausgebildet und im Hinblick auf die wahlweise linksseitige oder rechtsseitige Anordnung des Säulenelements am Fahrmodul lösbar und um eine Drehung von vorzugsweise 180° um eine Hoch- achse gedreht erneut an dem Steuermodul angeordnet. Das Armauflageelement wird beispielsweise zur Anordnung verschraubt, beispielsweise mittels eines hän- disch verschraubbaren Schraubenelements. Hierdurch wird erreicht, dass auch das Armauflageelement an die Händigkeit der zu befördernden Person anpassbar ist. Unter der Hochachse wird vorliegend eine Achse verstanden, welche senk- recht zum Erdboden orientiert ist. Weiterhin ist hierdurch auch eine Bedienung des Stehfahrzeuges bei abmontiertem Armauflageelement ermöglicht.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Armauflageelement eine Y- artige Form auf mit einer Mulde als Armauflagefläche und mit zwei seitlichen Schenkeln. Die Schenkel dienen hierbei einer seitlichen Führung des in die Mulde eingelegten Armes der zu befördernden Person. Weiterhin dienen hierbei die Schenkel einer Verlängerung der Mulde und sind bevorzugt entlang der Hochach- se orientiert.

Um nach einem Absteigen von dem Stehfahrzeug dieses ziehen zu können, oder um das Stehfahrzeug alternativ beispielsweise über eine Treppe tragen zu kön- nen, ist vorzugsweise an dem Steuermodul ein Griffelement angeordnet.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weist einer der Schenkel das Griffele ment auf. Speziell ist einer der Schenkel als das Griffelement ausgebildet.

Zweckdienlicherweise ist einer der Schenkel, insbesondere der Schenkel, der das Griffelement aufweist, länger als der andere Schenkel. Hierdurch ist eine größere Grifffläche für das Greifen des Griffelements durch die zu befördernde Person als bei einer gleichlangen Ausgestaltung der beiden Schenkel erreicht.

Bevorzugt weist die Bedieneinheit eine Säule auf, die insbesondere mit einer Hand umgriffen werden kann. Vorzugsweise ist die Säule nach Art eines Pistolengriffs ausgebildet. An einer Oberseite der Säule ist bevorzugt ein Bedienelement ange- ordnet. Im Betrieb wird das Bedienelement beispielsweise mit einem Daumen der zu befördernden Person bedient.

Gemäß einer zweckdienlichen Ausgestaltung weist die Bedieneinheit zumindest ein Bedienelement zur Steuerung des zumindest einen Antriebsmotors sowie zu- mindest eine Anzeigeelement auf. Unter Steuerung des Stehfahrzeuges wird vor- liegend speziell ein Beschleunigen, ein Verzögern sowie eine Richtungslenkung verstanden. Das Anzeigeelement dient beispielsweise einer Anzeige der Ge- schwindigkeit nach Art eines Tachos und/oder einer Anzeige des Ladezustands des Akkumulators.

Alternativ weist die Bedieneinheit zwei Bedienelemente auf, nämlich ein Bedien- element zum Beschleunigen und Verzögern und ein Bedienelement zur Richtungs- lenkung des Stehfahrzeuges.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist das zumindest eine Bedienelement als ein berührungssensitives Bedienelement ausgebildet. Unter berührungssensiti- vem Bedienelement wird vorliegend speziell verstanden, dass das zumindest eine Bedienelement keine mechanisch bewegbaren Bauteile, wie beispielsweise Hebel aufweist. Somit erfolgt eine Aktion des zumindest einen Bedienelements zur Steu- erung des Stehfahrzeuges insbesondere nicht mechanisch. Beispielsweise ist das zumindest eine Bedienelement nach Art eines Touchscreens oder eines Touch- pads ausgebildet. Hierdurch wird insbesondere eine wartungsarme und einfache Steuerung des Stehfahrzeuges erreicht. Eine Betätigungsbestätigung des zumin- dest einen Bedienelements erfolgt beispielsweise durch ein Vibrationsfeedback an die zu befördernde Person. Alternativ oder ergänzend ist das zumindest eine Bedienelement und das Anzei- geelement als ein einziger Touchscreen ausgebildet über den sowohl die Steue- rung des Stehfahrzeuges als auch die Anzeige des beispielsweise bereits genann- ten Ladezustands des Akkumulators erfolgt.

Weiterhin alternativ ist das zumindest eine Bedienelement nach Art eines Thumb- sticks ausgebildet.

Bevorzugt weißt das Fahrmodul ein erstes Kupplungselement auf. Das Säulen- element weist ein zweites Kupplungselement auf, sodass mittels der Kupplungs- elemente das Säulenelement und das Fahrmodul trennbar miteinander verbunden sind. Hierdurch wird ein modularer Aufbau des Stehfahrzeuges erreicht. Der Vor- teil ist weiterhin, dass das Stehfahrzeug bei Bedarf, beispielsweise vor einem Ein- stieg in ein anderes Beförderungsmittel (z.B. eine U-Bahn) platzsparend zerlegt werden kann. Die beiden Kupplungselemente bildet im montierten Zustand vor- zugsweise eine Kupplungsverbindung aus, welche sowohl eine mechanische als auch eine elektrische Verbindung zwischen dem Säulenelement und dem Fahr- modul gewährleistet.

Gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung weist das Fahrmodul zwei gegen- überliegende Kupplungselemente auf. D.h. jeweils eine in Fahrtrichtung betrachte- te Seite des Fahrmoduls weist ein Kupplungselement auf, sodass wahlweise und insbesondere in Abhängigkeit einer Händigkeit der zu befördernden Person das Säulenelement entweder an der linken Seite oder an der rechten Seite des Fahr- moduls anordbar ist. Unter Händigkeit wird vorliegend speziell verstanden, ob die zu befördernde Person entweder Rechtshänder oder Linkshänder ist. Mit anderen Worten: Die zu befördernde Person kann somit das Säulenelement und damit das Steuermodul auf der Seite des Fahrmoduls anordnen, auf der sie das Stehfahr- zeug mit ihrer„stärkeren“ Hand steuern kann. Zweckdienlicherweise ist das Säulenelement in einer Länge einstellbar. D.h. das Säulenelement ist beispielsweise nach Art eines Teleskops in der Länge verstell- bar, sodass es auf unterschiedliche Körpergrößen der zu befördernden Personen anpassbar ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Akkumulator in dem Säulenele- ment angeordnet. Mittels der bereits beschriebenen Kupplungsverbindung zwi- schen dem Säulenelement und dem Fahrmodul erfolgt eine Übertragung der elektrischen Energie von dem Akkumulator zu dem Fahrmodul, insbesondere zu dem zumindest einen elektrischen Antriebsmotor. Hierdurch ist vorzugsweise im Hinblick eines Aufladens des Akkumulators der Vorteil erreicht, dass lediglich das Säulenelement und nicht das gesamte Stehfahrzeug zum Aufladen beispielsweise an einer Ladestation oder mittels eines Ladegeräts in einer Wohnung der zu be- fördernden Person benötigt wird. Weiterhin hat sich diese Ausgestaltung hinsicht lich verschiedener Vertriebskonzepte des Stehfahrzeuges als vorteilhaft erwiesen. Beispielsweise ist ein Vertriebskonzept nach Art eines Sharing-Konzeptes, wie es bereits bei Kraftfahrzeugen bekannt ist, denkbar. Hierbei erwirbt die zu befördern- de Person beispielsweise lediglich das Säulenelement. Dieses kann sie nun mit einer Anzahl an, beispielsweise innerhalb eines Stadtgebietes bereitgestellten Fahrmodulen verbinden und diese nutzen. Ein Aufladen des Akkus erfolgt dann beispielsweise entweder zuhause oder an Ladestationen.

Zur Stabilisierung des Fahrmoduls, d.h., dass das Fahrmodul nicht kippt, weist es bevorzugt ein Stützrad auf. Das Stützrad ist vorzugsweise in Fahrtrichtung be- trachtet an einer Rückseite des Fahrmoduls angeordnet, also im Rücken der zu befördernden Person. Hierdurch wir eine Räderanordnung aus den beiden An- triebsrädern und dem Stützrad nach Art eines Dreiecks erreicht. Mit anderen Wor- ten: jeweils in einer Ecke des Dreiecks ist eines der drei Räder angeordnet, was einen„kippfreien Stand“ des Fahrmoduls und somit des Stehfahrzeuges sicher- stellt. Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist das Stützrad in Fahrtrichtung betrachtet an einer Vorderseite des Fahrmoduls angeordnet.

Zweckdienlicherweise ist der elektrische Antriebsmotor als ein elektrischer Radna- benantrieb ausgebildet. Dieser Antrieb hat sich aufgrund seiner platzsparenden Bauweise als vorteilhaft erwiesen. Unter Radnabenantrieb wird vorliegend allge- mein verstanden, dass der Stator des Radnabenantriebsmotors üblicherweise aus der Radnabe des anzutreibenden Rades ausgebildet ist und das anzutreibende Rad bildet den als ein Außenläufer ausgebildeten Rotor aus. Somit erfolgt eine unmittelbare Kraftübertragung des elektrischen Antriebsmotors auf die Antriebsrä- der.

Alternativ oder ergänzend weist das Fahrmodul jeweils einen Antriebsmotor für je ein Antriebsrad, also vorliegend zwei Antriebsmotoren auf, die das jeweilige An- triebsrad antreiben. Die Richtungslenkung erfolgt hierbei beispielsweise derart, dass die Radgeschwindigkeiten beider Antriebsmotoren zur Kurvenfahrt unter- schiedlich eingestellt werden. Diese Richtungslenkung wird auch als„Torque Vec- toring“ bezeichnet.

Eine Ansteuerung des zumindest einen elektrischen Antriebsmotors erfolgt vorlie- gend beispielsweise mittels einer Motorkontrolleinheit, die Signale, insbesondere Steuerbefehle der zu befördernden Person, von Sensorelementen empfängt. Die Motorkontrolleinheit ist hierzu mit den Sensorelementen beispielsweise drahtge- bunden oder drahtlos mit den Sensorelementen verbunden. Weiterhin ist die Mo- torkontrolleinheit mit zumindest einer Motoransteuerung verbunden. Die zumindest eine Motoransteuerung dient einem Ansteuern des zumindest einen elektrischen Antriebsmotors durch von der Motorkontrolleinheit bereitgestellten Steuersignalen. Die Steuersignale generiert die Motorkontrolleinheit beispielsweise in Abhängigkeit der empfangenen Steuerbefehle der Sensorelemente. Hierbei erfolgt eine elektrische Energieversorgung der Motorkontrolleinheit, der Motoransteuerung sowie der Sensorelemente beispielsweise mittels des Akkumu- lators.

Alternativ oder ergänzend werden die Antriebsräder beispielsweise mittels eines Riemens, beispielsweise ein Zahnriemen mittelbar von dem elektrischen An- triebsmotor oder den elektrischen Antriebsmotoren angetrieben.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren nä- her erläutert. Diese zeigen teilweise in stark vereinfachten Darstellungen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Stehfahrzeuges sowie

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Steuermoduls.

In den Figuren sind gleichwirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen darge- stellt.

Das in Fig. 1 dargestellte Stehfahrzeug 2 ist zur Beförderung einer Person ausge- bildet. Hierzu weist das Stehfahrzeug ein Fahrmodul 4 mit einer Stehfläche 6 und zwei Antriebsrädern 8 auf. Die Stehfläche 6 weist im Ausführungsbeispiel zu ei- nem leichteren„Aufstieg“ einen Bodenabstand B mit einem Wert im Bereich von 5cm bis 10cm und speziell im Bereich zwischen 6cm und 8cm auf.

Die Antriebsräder 8 sind in einer Fahrtrichtung F betrachtet seitlich an der Stehflä- che 6 des Fahrmoduls 4 angeordnet und beispielsweise mittels einer Achse mitei- nander mechanisch verbunden. Im Ausführungsbeispiel weist das Fahrmodul 4 eine Einzelradaufhängung auf. D.h., dass die Antriebsräder nicht über eine Achse miteinander verbunden sind, sondern einzeln an dem Fahrmodul angeordnet sind.

Die Antriebsräder 8 werden im Betrieb des Stehfahrzeuges 2 von zumindest ei- nem elektrischen Antriebsmotor 10 angetrieben, der im Fahrmodul 4 angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel weist das Stehfahrzeug 2 zwei Antriebsmotoren 10, je einen Antriebsmotor 10 für ein Antriebsrad 8 auf. Der elektrische Antriebsmotor 10 ist derart ausgestaltet, dass er das Stehfahrzeug 2 auf Geschwindigkeiten mit ei- nem Wert im Bereich von beispielsweise 10km/h bis 20km/h beschleunigt.

Weiterhin weist das Stehfahrzeug 2 zur Steuerung des Antriebsmotors 10 ein Steuermodul 12 auf. Das Steuermodul 6 ist an einer Endseite eines Säulenele- ments 14 angeordnet. Unter Steuern des Antriebsmotors 10 wird vorliegend spe- ziell eine Steuerung einer Beschleunigung und/oder einer Verzögerung in und ent- gegen der Fahrtrichtung F sowie eine Richtungslenkung („nach links“ oder„nach rechts“) des Stehfahrzeuges 2 verstanden.

An einer in Fahrtrichtung F betrachteten Rückseite R des Fahrmoduls 4 ist ein frei drehendes Stützrad zur Stabilisierung des Stehfahrzeuges 2 angeordnet. In Fig. 1 ist hierzu lediglich eine Flalterung 16 für das Stützrad dargestellt. Unter frei dre- hend wird vorliegend speziell verstanden, dass das Stützrad nicht von dem elektri- schen Antriebsmotor 10 angetrieben wird und es auch nicht mechanisch mit den Antriebsrädern 8 verbunden ist. Das Stützrad„rollt“ somit im Betrieb frei mit und dient ausschließlich einem„Umfall- und Umkippschutz“ des Stehfahrzeuges.

Zur elektrischen Energieversorgung des Antriebsmotors 10 weist das Stehfahr- zeug einen Akkumulator 18 auf. Im Ausführungsbeispiel ist der Akkumulator 18 im Säulenelement 14 angeordnet, speziell in dieses integriert. Zudem ist das Säulen- element 14 in einer Länge L einstellbar ausgebildet, beispielsweise teleskopartig ausgebildet. Die Längeneinsteilbarkeit dient einer Anpassung an eine Körpergröße der zu befördernden Person.

Das Fahrmodul 4 weist zudem ein erstes Kupplungselement 20, im Ausführungs- beispiel zwei erste Kupplungselemente 20 auf. Die beiden ersten Kupplungsele- mente 20 sind derart an dem Fahrmodul 4 angeordnet, dass jeweils in Fahrtrich- tung F (analog zu den Antriebsrädern 8) betrachtet seitlich ein erstes Kupplungs- element 20 angeordnet ist. Das Säulenelement 14 weist endseitig ein zweites Kupplungselement 22 auf. Unter endseitig wird vorliegend insbesondere das Ende des Säulenelements 14 verstanden, das dem Ende, an dem das Steuermodul 12 angeordnet ist, gegenüber liegt. Die beiden Kupplungselemente 20,22 sind zueinander korrespondierend ausgebil- det, sodass sie eine trennbare Verbindung des Säulenelements 14 mit dem Fahr- modul 4 ermöglichen. Beispielsweise erfolgt die trennbare Verbindung mittels ei- nes (elektrischen) Magnetelements. Weiterhin weisen die Kupplungselemente 20,22 Kontaktelemente 24, im Ausführungsbeispiel Steckkontakte zu einer elektri- schen Verbindung des Säulenelements 14 und insbesondere des Akkumulators 18 mit dem Fahrmodul 4 und hier insbesondere mit dem Antriebsmotor 10 auf.

Aufgrund dessen, dass das Stehfahrzeug 2 im Ausführungsbeispiel zwei erste Kupplungselemente 20 aufweist, ist das Säulenelement 14 und damit auch das Steuermodul 12 sowohl in Fahrtrichtung F betrachtet linksseitig als auch rechtssei- tig an dem Fahrmodul 4 anordbar.

Das Steuermodul 12 weist zur Steuerung eine Bedieneinheit 26 auf. Zudem weist das Steuermodul 12 ein Armauflageelement 28 auf. Das Armauflageelement 28 dient einem Auflegen des steuernden Armes der zu befördernden Person während der Fahrt. Die Bedieneinheit 26 und das Armauflageelement 28 sind im Ausfüh- rungsbeispiel in Fahrtrichtung F betrachtet hintereinander angeordnet.

Zudem ist ein Abstand A zwischen der Bedieneinheit 26 und dem Armauflageele- ment 28 einstellbar. D.h. der Abstand A ist an die Anthropometrie, insbesondere an die Unterarmlänge der zu befördernden Person anpassbar, sodass eine be- queme Steuerung des Stehfahrzeuges 2 gewährleistet ist. Zur Berücksichtigung der bereits erwähnten Händigkeit der zu befördernden Person ist das Armaufla- geelement 28 zusätzlich abnehmbar an dem Steuermodul 12 angeordnet und ins- besondere um einen Winkel von 180° um eine Flochachse Fl gedreht erneut an dem Steuermodul 12 anordbar.

Das Steuermodul 12 weist weiterhin ein Griffelement 30 auf. Im Ausführungsbei- spiel ist das Griffelement 30 an dem Armauflageelement 28 angeordnet und dient einem Ziehen und/oder Tragen des Stehfahrzeuges 2 oder des Säulenelements 14. Alternativ ist das Griffelement 30 an dem Säulenelement 14 angeordnet. Die Bedieneinheit 26 weist zumindest ein Bedienelement 32, vorzugsweise mehre- re Bedienelemente 32 auf. Bei dem zumindest einen Bedienelement 32 handelt es sich insbesondere um ein berührungssensitives Bedienelement, insbesondere oh- ne mechanisch bewegbare Bauteile. Das zumindest eine Bedienelement 32 dient einer Steuerung der Antriebsmotoren 10, insbesondere einer Beschleunigung in Fahrtrichtung F oder einer Verzögerung sowie einer Richtungslenkung. Flierzu ist das Bedienelement 32 beispielsweise nach Art eins Touchpads oder Touch- screens ausgebildet.

Alternativ ist das zumindest eine Bedienelement 32 als ein mechanisches Bedien- element beispielsweise nach Art eines Joysticks ausgebildet. Weiterhin alternativ oder zusätzlich ist eine Kombination aus den bereits genannten berührungssensi- tiven Bedienelementen und mechanischen Bedienelementen denkbar.

Weiterhin weist die Bedieneinheit 26 ein Anzeigeelement 34 beispielsweise zur Anzeige einer Geschwindigkeit und/oder des Ladezustands des Akkumulators 18 auf.

Alternativ sind das Anzeigeelement 34 und das zumindest eine Bedienelement 32 kombiniert, d.h. dass die Bedieneinheit 26 beispielsweise ein Bedienelement 32 nach Art eines Touchscreens aufweist, welches sowohl die zuvor genannten Zu- standsgrößen anzeigt, als auch einer Steuerung dient.

In Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung eines Steuermoduls 12 gezeigt. Das Steuermodul 12 gemäß Fig. 2 ist für eine linksseitige Bedienung des Stehfahrzeu- ges 2 ausgebildet, d. h. das Steuermodul 2 gemäß Fig. 2 ist linksseitig an dem Fahrmodul 4 angeordnet.

Wie bereits erwähnt, weist das Steuermodul 12 eine Bedieneinheit 26 und ein Armauflageelement 28 sowie ein Griffelement 30 auf. Im Ausführungsbeispiel ge- mäß Fig. 2 weist das Armauflageelement 28 eine Y-artige Form auf, wobei ein ers- ter Y-Schenkel 36 als das Griffelement 30 ausgebildet ist. Der erste Y-Schenkel 36 ist hierzu länger als der zweite Y-Schenkel 40. Im Betrieb legt die zu beför- dernde Person ihren Arm in eine Mulde 38 ein, die aus dem ersten Y-Schenkel 36 und einem zweiten Y-Schenkel 40 ausgebildet wird.

Die Bedieneinheit 26 ist im Ausführungsbeispiel nach Art eines Pistolengriffs aus- gebildet. An einer Stirnfläche 42 sind im Ausführungsbeispiel ein Bedienelement 32, beispielsweise das Bedienelement 32 zur Richtungslenkung angeordnet.

An einer Frontfläche 44 der Bedieneinheit 26 ist im Ausführungsbeispiel ein weite- res Bedienelement 32 angeordnet, beispielsweise zur Beschleunigung und Verzö- gerung des Stehfahrzeuges. Das frontflächig 44 angeordnete Bedienelement 32 ist vorzugsweise als ein Kraftsensorelement ausgebildet, welches in Abhängigkeit einer Druckkraft durch einen Finger der zu befördernden Person das Stehfahrzeug entsprechend stark beschleunigt. Ein Verzögern erfolgt im vorliegenden Ausfüh- rungsbeispiel durch ein„Loslassen“ des frontflächig 44 angeordneten Bedienele- ments 32. Unter dem„Loslassen“ wird vorliegend beispielsweise ein Lösen des Fingers von dem Bedienelement 32 verstanden, sodass auf diese keine Druckkraft mehr wirkt.

Die Steuerung des Stehfahrzeuges 2 mittels der Bedieneinheit 26 erfolgt somit im Ausführungsbeispiel derart, dass die zu befördernde Person die Bedieneinheit 26 - wie eine Pistole - umgreift. Mit dem Daumen einer entsprechenden Steuerungs- hand wird das Bedienelement 32, welches an der Stirnfläche 42 angeordnet ist bedient. Das frontflächig 44 angeordnete Bedienelement 32 wird vorliegend bei- spielsweise mit dem Zeigefinger der entsprechenden Steuerungshand bedient.

Das Armauflageelement 28 und die Bedieneinheit 26 sind auf einem als Monta- geschiene ausgebildeten Trägerelement 46 angeordnet. Das Steuermodul 12 ist, wie zuvor genannt, in und entgegen der Fahrtrichtung F verschiebbar.

Um eine Drehbarkeit und insbesondere eine wendbare Anordnung um eine Hoch- achse H des Armauflageelements 28 zu realisieren, ist das Armauflageelement 28 im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 auf eine Führungsschiene 48 aufschiebbar. Die Führungsschiene 48 erstreckt sich in Fahrtrichtung F. Beim Wenden des Arm- auflageelements 28 wird dieses beispielsweise zuerst entgegen der Fahrtrichtung F von der Führungsschiene 48 gezogen, um 180° um die Flochachse Fl gedreht und anschließend in Fahrtrichtung F erneut auf die Führungsschiene 48 aufge- schoben. Das Armauflageelement 28 und die Führungsschiene 48 gehen dabei eine Verbindung nach Art einer Nut-Feder-Verbindung ein. Zur mechanischen Fi- xierung wird das Armauflageelement 28 beispielsweise anschließend verschraubt. Alternativ sind auch andere Varianten einer mechanischen Verbindung zwischen dem Armauflageelement 28 und der Führungsschiene 48 denkbar, wie beispiels- weise eine Verbindung nach Art eines Bajonett-Verschlusses.

Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel be- schränkt. Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fach- mann hieraus abgeleitet werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlas- sen. Insbesondere sind ferner alle im Zusammenhang mit dem Ausführungsbei- spiel beschriebenen Einzelmerkmale auch auf andere Weise miteinander kombi- nierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste Stehfahrzeug

Fahrmodul

Stehfläche

Antriebsräder

10 Antriebsmotor

12 Steuermodul

14 Säulenelement

16 Halterung

18 Akkumulator

0 erstes Kupplungselement

2 zweites Kupplungselement

4 Kontaktelemente

6 Bedieneinheit

8 Armauflageelement

30 Griffelement

32 Bedienelement

34 Anzeigeelement

36 erster Y-Schenkel

38 Mulde

40 zweiter Y-Schenkel

42 Stirnfläche

44 Frontfläche

46 Trägerelement

48 Führungsschiene

B Bodenabstand

F Fahrtrichtung

H Hochachse

L Länge des Säulenelements

R Rückseite des Fahrmoduls




 
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