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Title:
TRANSPORTING APPARATUS, IN PARTICULAR ESCALATOR OR MOVING WALKWAY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/017005
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a transporting apparatus (100), in particular an escalator or moving walkway, having a support (101), wherein a first bearing bracket (111) is fitted at a first end (110) of the support (101) and a second bearing bracket (121) is fitted at a second end (120) of the support (101), wherein the first bearing bracket (111) is fitted on a building via a fixed bearing (112), wherein the first bearing bracket (111) has a hole, wherein a first fastening element fastened on the building passes through the hole, wherein the second bearing bracket (121) is fitted on the building via a floating bearing (122), wherein the second bearing bracket (121) has a slot, and wherein the second fastening element fastened on the building passes through the slot.

Inventors:
LANDSBECK, Patrick (Fichtenweg 11, Kelsterbach, 65451, DE)
FERNÁNDEZ GONZÁLEZ, Covadonga (C/Puerto Ventana 23-6iz, Gijon-Asturias, 33207, ES)
KRÄMER, Reinhardt (Alter Güterbahnhof 13e, Hamburg, 22303, DE)
Application Number:
EP2016/067509
Publication Date:
February 02, 2017
Filing Date:
July 22, 2016
Export Citation:
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Assignee:
THYSSENKRUPP ELEVATOR AG (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
THYSSENKRUPP AG (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
International Classes:
B66B23/00; B66B29/00
Foreign References:
JPS4935113Y11974-09-24
JPS526389U1977-01-17
JP2011063389A2011-03-31
JP2013241227A2013-12-05
JP2012086939A2012-05-10
Attorney, Agent or Firm:
THYSSENKRUPP INTELLECTUAL PROPERTY GMBH (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Beförderungsvorrichtung (100), insbesondere Fahrtreppe oder Fahrsteig, mit einem Träger (101), wobei an einem ersten Ende (110) des Trägers (101) ein erster Auflagerwinkel (111) und an einem zweiten Ende (120) des Trägers (101) ein zweiter Auflagerwinkel (121) angebracht ist,

- wobei der erste Auflagerwinkel (111) über ein Festlager (112) an einem Gebäude angebracht ist, wobei der erste Auflagerwinkel (111) ein Loch

(113) aufweist, wobei ein an dem Gebäude befestigtes erstes Befestigungselement (114) das Loch (113) durchdringt,

- wobei der zweite Auflagerwinkel (121) über ein Loslager (122) an dem Gebäude angebracht ist, wobei der zweite Auflagerwinkel (121) ein Langloch (123) aufweist und wobei ein an dem Gebäude befestigtes zweites

Befestigungselement (124) das Langloch (123) durchdringt.

2. Beförderungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1, wobei an dem ersten Befestigungselement (114) ein erstes Sicherungselement (115) angebracht ist und/oder wobei an dem zweiten Befestigungselement (124) ein zweites Sicherungselement (125) angebracht ist.

3. Beförderungsvorrichtung (100) nach Anspruch 2, wobei das erste Sicherungselement (115) und/oder das zweite Sicherungselement (125) jeweils als eine Scheibe, eine Mutter, ein Sicherungsring oder als ein Splint ausgebildet sind.

4. Beförderungsvorrichtung (100) nach Anspruch 3, wobei das erste Sicherungselement (115) als eine erste Scheibe ausgebildet ist, deren Breite größer ist als die Breite des Lochs (112) des ersten Auflagerwinkels (111) und/oder wobei das zweite Sicherungselement (125) als eine zweite Scheibe ausgebildet ist, deren Breite größer ist als die Breite des Langlochs (123).

5. Beförderungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei das erste Sicherungselement (115) und das erste Befestigungselement (114) und/oder das zweite Sicherungselement (125) und das zweite Befestigungselement (124) jeweils eine bauliche Einheit bilden.

6. Beförderungsvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das erste Befestigungselement (114) und/oder das zweite

Befestigungselement (124) als Stift und/oder Gewindebolzen ausgebildet sind.

7. Beförderungsvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das erste Befestigungselement (114) und das zweite Befestigungselement (124) im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet sind und/oder wobei das Loch (112) des ersten Auflagerwinkels (111) im Wesentlichen kreisförmig ausgebildet ist.

8. Beförderungsvorrichtung (100) nach Anspruch 7, wobei das Loch (113) des ersten Auflagerwinkels (111) im Wesentlichen denselben Durchmesser besitzt wie das erste Befestigungselement (114).

9. Beförderungsvorrichtung (100) nach Anspruch 7 oder 8, wobei die Breite des Langlochs (123) im Wesentlichen dem Durchmesser des zweiten Befestigungselements (124) entspricht.

10. Beförderungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Länge des Langlochs (123) zwischen 100 mm und 350 mm länger ist als der Durchmesser des zweiten Befestigungselements (124), insbesondere zwischen 140 mm und 280 mm länger als der Durchmesser des zweiten Befestigungselements (124).

11. Beförderungsvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der erste Auflagerwinkel (111) an einem oberen Ende (110) des Trägers (101) angebracht ist und der zweite Auflagerwinkel (121) an einem unteren Ende (120) des Trägers (101) angebracht ist.

12. Verfahren zur Installation einer Beförderungsvorrichtung (100), insbesondere einer Fahrtreppe oder eines Fahrsteigs, in einem Gebäude,

- wobei ein erster Auflagerwinkel (111), der an einem an einem ersten Ende (110) eines Trägers (101) der Beförderungsvorrichtung (100) angebracht ist, über ein Festlager (112) an dem Gebäude angebracht wird, wobei ein erstes Befestigungselement (114) durch ein Loch (113) in dem ersten Auflagerwinkel (111) eingeführt und an dem Gebäude befestigt wird,

- wobei ein zweiter Auflagerwinkel (121), der an einem zweiten Ende (120) des Trägers (101) der Beförderungsvorrichtung (100) angebracht ist, über ein Loslager (122) an dem Gebäude angebracht wird, wobei ein zweites Befestigungselement (124) durch ein Langloch (123) in dem zweiten Auflagerwinkel (121) eingeführt und an dem Gebäude befestigt wird.

Verfahren nach Anspruch 12,

wobei der erste Auflagerwinkel (111) an einem oberen Ende (110) des Trägers (101) der Beförderungsvorrichtung (100) angebracht ist und wobei der erste Auflagerwinkel (111) über das Festlager (112) an einem oberen Stockwerk des Gebäudes angebracht wird,

wobei der zweite Auflagerwinkel (121) an einem unteren Ende (120) des Trägers (101) der Beförderungsvorrichtung (100) angebracht ist und wobei der zweite Auflagerwinkel (121) über ein Loslager (122) an einem unteren Stockwerk des Gebäudes angebracht wird.

Description:
Beförderungsvorrichtung, insbesondere Fahrtreppe oder Fahrsteig

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beförderungsvorrichtung, insbesondere eine Fahrtreppe oder einen Fahrsteig, mit einem Träger sowie ein Verfahren zur Installation einer Beförderungsvorrichtung in einem Gebäude.

Stand der Technik

Beförderungsvorrichtungen, beispielsweise Fahrtreppen oder Fahrsteige weisen zumeist ein Beförderungsband in Form eines Stufenbands oder eines Beförderungsbands auf. Dieses Beförderungsband ist zumeist innerhalb eines Trägers bzw. Gestells der Beförderungsvorrichtung angeordnet. Dieser Träger weist zumeist Elemente auf, um die Beförderungsvorrichtung in einem Gebäude anzuordnen. Im Fall von Naturkatastrophen, wie z.B. Erdbeben oder Hurrikans, ist es von großer Bedeutung, dass eine Beförderungsvorrichtung sicher in dem Gebäude angeordnet ist, so dass Schäden an der Beförderungsvorrichtung durch die Naturkatastrophe oder gar ein Herunterfallen der Beförderungsvorrichtung verhindert werden kann.

In der WO 02/10054 A wird beispielsweise ein erdbebensicheres Auflager für Fahrtreppen oder Fahrsteige offenbart. Auflager sind dabei zur bauseitigen Lagerung eines Trägers an Fahrttreppenenden bzw. Fahrsteigenden vorgesehen. Aus der JP 09058956 ist ein oberes Auflager für eine Fahrtreppe bekannt, das gegen Längsbewegungen, die durch Erdbeben ausgelöst werden, gesichert ist. Es ist wünschenswert, eine Beförderungsvorrichtung bereitzustellen, welche sicher in einem Gebäude angeordnet ist, so dass diese und das Gebäude gegen Schäden durch Naturkatastrophen geschützt sind.

Offenbarung der Erfindung

Erfindungsgemäß werden eine Beförderungsvorrichtung sowie ein Verfahren zur Installation einer Beförderungsvorrichtung in einem Gebäude mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung.

Die Beförderungsvorrichtung ist insbesondere als Fahrtreppe oder als Fahrsteig ausgebildet, weiter insbesondere als Personenbeförderungsvorrichtung. An einem ersten Ende eines Trägers bzw. Gestells der Beförderungsvorrichtung ist ein erster Auflagerwinkel angebracht. An einem zweiten Ende des Trägers ist ein zweiter Auflagerwinkel angebracht. Die Auflagerwinkel sind insbesondere zur Auflage des Trägers an einem Gebäude vorgesehen. Der erste Auflagerwinkel ist über ein Festlager an dem Gebäude angebracht. Der erste Auflagerwinkel weist ein Loch auf. Ein an dem Gebäude befestigtes erstes Befestigungselement durchdringt das Loch. Der zweite Auflagerwinkel ist über ein Loslager an dem Gebäude angebracht. Der zweite Auflagerwinkel weist ein Langloch auf. Ein an dem Gebäude befestigtes zweites Befestigungselement durchdringt das Langloch. Die Haupterstreckungsrichtung des Langlochs verläuft insbesondere parallel zu der Haupterstreckungsrichtung der Beförderungsvorrichtung.

An dem Gebäude ist insbesondere jeweils ein zweckmäßiges Auflager vorgesehen, an welchem der jeweilige Auflagerwinkel angebracht ist. Diese Auflager können beispielsweise aus Beton, Hartholz und/oder Hartgummi gefertigt sein. Das erste bzw. zweite Befestigungselement ist insbesondere an dem jeweiligen Auflager befestigt.

Die Beförderungsvorrichtung weist insbesondere ein Beförderungsband auf, insbesondere ein endlos umlaufendes, bewegbares Beförderungsband. Im Falle einer Fahrtreppe ist das Beförderungsband insbesondere als Stufenband ausgebildet und im Falle eines Fahrsteigs insbesondere als ein Beförderungsband. Die Beförderungsvorrichtung kann weitere zweckmäßige Elemente aufweisen, beispielsweise eine Balustrade, Handläufe, Antriebe zum Bewegen des Beförderungsbands und der Handläufe, Wellen, Getriebe, Zahnräder, Ketten, Schienen, usw.

Der Träger stellt insbesondere eine Tragekonstruktion dar, in welchem unterschiedliche Elemente der Beförderungsvorrichtung angeordnet sind, beispielsweise das Beförderungsband sowie Elemente zu dessen Bewegung. Der Träger ist beispielsweise als Fachwerkkonstruktionen ausgebildet und aus einer Vielzahl von längsgerichteten, vertikalen und/oder diagonalen Streben oder Balken zusammengesetzt, die aus Metall bzw. Stahl gefertigt sein können. Der erste Auflagerwinkel ist über das Festlager insbesondere derart an dem Gebäude gelagert, dass eine translatorische Bewegung des ersten Auflagerwinkels in alle drei Raumrichtungen unterbunden ist und dass eine rotatorische Bewegung insbesondere um eine vertikale Achse bzw. um eine Haupterstreckungsrichtung des Gebäudes ermöglicht ist.

Über das Loslager ist der zweite Auflagerwinkel insbesondere derart an dem Gebäude gelagert, dass eine translatorische Bewegung des zweiten Auflagerwinkels in eine der drei Raumrichtungen ermöglicht wird, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Insbesondere wird über das Loslager eine translatorische Bewegung entlang einer Haupterstreckungsrichtung der Beförderungsvorrichtung bzw. entlang einer Bewegungsrichtung des Beförderungsbandes ermöglicht. Translatorische Bewegungen senkrecht zu dieser Haupterstreckungsrichtung der Beförderungsvorrichtung werden insbesondere unterbunden. Auch durch das Loslager wird insbesondere eine rotatorische Bewegung um die Haupterstreckungsrichtung des Gebäudes ermöglicht.

Die Beförderungsvorrichtung ist gegen Schäden durch Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Hurrikans gesichert. Die Beförderungsvorrichtung ist besonders geeignet für den Einsatz in Gebäuden in erdbebengefährdeten Gebieten bzw. in Gebieten mit starken seismischen Aktivitäten und ist gegen Schäden durch Erdbeben bzw. seismischen Aktivitäten geschützt. Bei derartigen Naturkatastrophen können hohe Kräfte, Belastungen und Beschleunigungen auf Beförderungsvorrichtung wirken. Durch das Festlager wird gewährleistet, dass die Beförderungsvorrichtung durch die bei Naturkatastrophen auftretenden Kräfte nicht ungewünscht in translatorische Bewegung versetzt wird. Da durch beide Lager rotatorische Bewegungen zumindest um die Haupterstreckungsrichtung des Gebäudes ermöglicht werden und da durch das Loslager eine translatorische Bewegung in eine der drei Raumrichtungen ermöglicht wird, kann die Beförderungsvorrichtung zumindest bis zu einem gewissen Grad den auftretenden Kräften nachgegeben und diese kompensieren. Somit wird verhindert, dass es durch die auftretenden Kräfte in der Beförderungsvorrichtung, insbesondere in dessen Träger zu Spannungen kommt und dass die Beförderungsvorrichtung, insbesondere dessen Träger beschädigt wird. Insbesondere kann ein Brechen einzelner Streben oder Balken des Trägers verhindert werden. Weiterhin wird verhindert, dass die Beförderungsvorrichtung im Fall einer Naturkatastrophe in dem Gebäude herunterfallen kann.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist an dem ersten Befestigungselement ein erstes Sicherungselement angebracht. Alternativ oder zusätzlich ist an dem zweiten Befestigungselement ein zweites Sicherungselement angebracht. Durch ein derartiges Sicherungselement ist der jeweilige Auflagerwinkel insbesondere gegen Verschiebung in vertikaler Richtung gesichert. Insbesondere kann somit eine translatorische Bewegung der Beförderungsvorrichtung in vertikaler Richtung bzw. in Haupterstreckungsrichtung des Gebäudes unterbunden werden. Die Sicherungselemente sind insbesondere jeweils an einem oberen Ende des jeweiligen Befestigungselements angebracht, welches aus dem jeweiligen Auflagerwinkel hinausragt.

Insbesondere ist das erste bzw. zweite Sicherungselement aus demselben Material gefertigt wie das jeweilige Befestigungselement. Durch das erste bzw. zweite Sicherungselement kann insbesondere bei Naturkatastrophen verhindert werden, dass die Beförderungsvorrichtung aus den Auflagerwinkeln "springt" bzw. durch die bei Naturkatastrophen auftretenden Kräfte aus diesen herausbewegt wird und somit in dem Gebäude herunterfällt.

Vorzugsweise sind das erste Sicherungselement und/oder das zweite Sicherungselement jeweils als eine Scheibe, beispielsweise als runde, quadratische oder rechteckige Scheibe, als eine Mutter, ein Sicherungsring oder als ein Splint ausgebildet. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist das erste Sicherungselement als eine erste Scheibe ausgebildet, deren Breite größer ist als die Breite des Lochs des ersten Auflagerwinkels. Alternativ oder zusätzlich ist das zweite Sicherungselement bevorzugt als eine zweite Scheibe ausgebildet, deren Breite größer ist als die Breite des Langlochs.

Vorzugsweise bilden das erste Sicherungselement und das erste Befestigungselement und/oder das zweite Sicherungselement und das zweite Befestigungselement jeweils eine bauliche Einheit. Das jeweilige Sicherungselement und das jeweilige Befestigungselement sind insbesondere als ein Bauelement gefertigt.

Bevorzugt können das jeweilige Sicherungselement und das jeweilige Befestigungselement auch als separate Elemente ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das erste Sicherungselement auf das erste Befestigungselement aufgebracht und/oder das zweite Sicherungselement auf das zweite Befestigungselement. Beispielsweise kann das jeweilige Sicherungselement auf das jeweilige Befestigungselement aufgeschraubt oder aufgesteckt sein. Insbesondere kann das jeweilige Sicherungselement in Form einer Mutter auf das jeweilige Befestigungselement aufgeschraubt werden oder in Form einer Platte aufgesteckt werden.

Vorteilhafterweise ist das erste Befestigungselement und/oder das zweite Befestigungselement jeweils als ein Stift, Pin bzw. Bolzen und/oder Gewindebolzen ausgebildet. In dem Auflager des Gebäudes kann insbesondere ein Gewinde oder Dübel vorgesehen sein, um das als Gewindebolzen ausgebildete Befestigungselement zu befestigen. Das Befestigungselement kann auch kraftschlüssig an dem Auflager des Gebäudes befestigt sein. Vorzugsweise sind das erste Befestigungselement und das zweite Befestigungselement im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich ist das Loch des ersten Auflagerwinkels vorzugsweise im Wesentlichen kreisförmig ausgebildet. Vorzugsweise besitzt das Loch des ersten Auflagerwinkels denselben Durchmesser wie das erste Befestigungselement bzw. im Wesentlichen denselben Durchmesser wie das erste Befestigungselement. Insbesondere ist der Durchmesser des Lochs nur unwesentlich größer als der Durchmesser des ersten Befestigungselements, beispielsweise maximal um 0,25%, 0,5%, 1% oder 5% größer als der Durchmesser des ersten Befestigungselementes. Das erste Befestigungselement kann somit auf einfache Weise durch das Loch eingeführt werden.

Bevorzugt entspricht die Breite des Langlochs dem Durchmesser des zweiten Befestigungselements bzw. im Wesentlichen dem Durchmesser des zweiten Befestigungselements. Insbesondere ist auch die Breite des Langlochs nur unwesentlich größer als der Durchmesser des zweiten Befestigungselements, beispielsweise maximal um 0,25%, 0,5%, 1% oder 5% größer als der Durchmesser des zweiten Befestigungselements. Somit kann auch das zweite Befestigungselement auf einfache Weise durch das Langloch eingeführt werden.

Bevorzugt ist die Länge des Langlochs zwischen 100 mm und 350 mm länger als der Durchmesser des zweiten Befestigungselements. Die Länge des Langlochs ist somit derart bemessen, dass eine translatorische Bewegung des zweiten Auflagerwinkels in einem Bereich zwischen ±50 mm und ±175mm ermöglicht wird, insbesondere wenn das zweite Befestigungselement im Wesentlichen in der Mitte des Langlochs angeordnet ist, bezogen auf die Länge des Langlochs. Besonders bevorzugt ist die Länge des Langlochs zwischen 140 mm und 280 mm länger als der Durchmesser des zweiten Befestigungselements. Somit wird eine translatorische Bewegung des zweiten Auflagerwinkels in einem Bereich zwischen ±70 mm und ±140 mm ermöglicht, insbesondere bei im Wesentlichen mittiger Anordnung des zweiten Befestigungselements im Langloch, bezogen auf dessen Länge.

Vorteilhafterweise ist der erste Auflagerwinkel an einem oberen Ende des Trägers angebracht und der zweite Auflagerwinkel ist an einem unteren Ende des Trägers angebracht. Die Beförderungsvorrichtung kann somit über das Festlager insbesondere an einem oberen Stockwerk des Gebäudes angebracht werden und über das Loslager insbesondere an einem unteren Stockwerk des Gebäudes.

Die Erfindung betrifft neben der Beförderungsvorrichtung weiterhin ein Verfahren zur Installation einer Beförderungsvorrichtung in einem Gebäude. Ausgestaltungen dieses erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus der obigen Beschreibung der erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung in analoger Art und Weise.

Zur Installation der Beförderungsvorrichtung wird diese an der gewünschten Position in dem Gebäude, z.B. zwischen zwei Stockwerken angeordnet. Das erste Befestigungselement wird durch das Loch in dem ersten Auflagerwinkel eingeführt und an dem Gebäude befestigt und das zweite Befestigungselement wird durch das Langloch in dem zweiten Auflagerwinkel eingeführt und an dem Gebäude befestigt. Vorzugsweise wird der erste Auflagerwinkel über das Festlager an einem oberen Stockwerk des Gebäudes angebracht und der zweite Auflagerwinkel über das Loslager an einem unteren Stockwerk des Gebäudes.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.

Figurenbeschreibung

Figur 1 zeigt schematisch einen Teil einer bevorzugten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht.

Figur 2 zeigt schematisch einen Ausschnitt einer bevorzugten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht. zeigt schematisch einen Ausschnitt einer bevorzugten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht. Figur 4 zeigt schematisch einen Ausschnitt einer bevorzugten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung in einer Draufsicht. zeigt schematisch einen Ausschnitt einer bevorzugten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht. zeigt schematisch einen Ausschnitt einer bevorzugten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht.

Figur 7 zeigt schematisch einen Ausschnitt einer bevorzugten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung in einer Draufsicht.

In Figur 1 ist ein Teil einer bevorzugten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung schematisch dargestellt und mit 100 bezeichnet. In diesem Beispiel ist die Beförderungsvorrichtung 100 als eine Fahrtreppe ausgebildet.

Die Fahrtreppe 100 weist einen Träger 101 auf. Dieser Träger 101 ist beispielsweise als eine Fachwerkkonstruktion aus einer Vielzahl von z.B. längs gerichteten, vertikalen und/oder diagonalen Streben ausgebildet. In diesem Träger 101 können verschiedene Elemente der Fahrtreppe 100 angeordnet sein, welche der Übersichtlichkeit halber in Figur 1 nicht dargestellt sind. Beispielsweise können ein Beförderungsband in Form eines Stufenbandes sowie Elemente zu dessen Bewegung in dem Träger 101 angeordnet sein.

Die Fahrtreppe 100 kann noch weitere Elemente aufweisen, welche in Figur 1 der Übersichtlichkeit halber ebenfalls nicht dargestellt sind, beispielsweise Handläufe, Antriebe zum Bewegen der Handläufe, Wellen, Getriebe, Zahnräder, Ketten, weitere Schienen, usw.

Der Träger 101 weist ein erstes bzw. oberes Ende 110 und ein zweites bzw. unteres Ende 120 auf. An den Enden 110 und 120 sind jeweils Elemente vorgesehen, um die Fahrtreppe 100 an einem Gebäude anzubringen. In Figur 1 sind ein erstes Auflager 102 und ein zweites Auflager 103 dieses Gebäudes dargestellt. Diese Auflager sind insbesondere fest mit dem Gebäude verbunden bzw. als ein Teil des Gebäudes ausgebildet. Die Fahrtreppe 100 ist an diesen Auflagern 102 und 103 und somit an dem Gebäude angebracht. Die Auflager 102 und 103 sind beispielsweise aus Beton ausgebildet.

An dem oberen Ende 110 ist an dem Träger 101 ein erster bzw. oberer Auflagerwinkel 111 angebracht. Dieser erste Auflagerwinkel 111 ist über ein Festlager 112 an dem ersten Auflager 102 angebracht. Ein zweiter bzw. unterer Auflagerwinkel 121 ist an dem zweiten Ende 120 des Trägers 101 angebracht. Dieser zweite Auflagerwinkel 121 ist über ein Loslager 122 an dem zweiten Auflager 103 angebracht. Die Enden 110 und 120 sind in den Figuren 2 bis 7 detaillierter dargestellt und werden im Folgenden in Bezug auf diese Figuren erläutert. Identische Bezugszeichen in den Figuren 1 bis 7 bezeichnen dabei gleiche oder baugleiche Elemente. Das obere Ende 110 des Trägers 101 ist in den Figuren 2 und 3 jeweils in einer Perspektiven Ansicht schematisch dargestellt und in Figur 4 in einer schematischen Draufsicht. Der erste Auflagerwinkel 111 kann fest mit dem Träger 101 verbunden sein, Auflagerwinkel 111 und Träger 101 können eine gemeinsame bauliche Einheit bilden. Der erste Auflagerwinkel 111 und der Träger 101 können andererseits auch separate Bauelemente sein, der erste Auflagerwinkel 111 kann beispielsweise an dem Träger 101 angeschraubt sein.

Für das Festlager 112 weist der erste Auflagerwinkel 111 ein Loch 113 auf. In dieses Loch 113 ist ein erstes Befestigungselement 114 eingeführt bzw. das erste Befestigungselement 114 durchdringt das Loch 113. Das erste Befestigungselement 114 ist in diesem Beispiel als ein Pin bzw. Stift ausgebildet. Der Stift 114 ist kraftschlüssig mit dem ersten Auflager 102 verbunden. An dem Stift 114 ist ein erstes Sicherungselement 115 angebracht. Das erste Sicherungselement 115 ist insbesondere als eine erste Scheibe ausgebildet, die auf den Stift 114 beispielsweise aufgeschraubt ist.

Der Durchmesser des Lochs 113 entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser des Stifts 114. Beispielsweise kann das Loch 113 um maximal 0,5% größer sein als der Durchmesser des Stifts 114. Der Stift 114 kann somit leicht durch das Loch 113 eingeführt werden.

Wie in den Figuren 2 bis 4 dargestellt, liegt der erste Auflagerwinkel 111 auf Elementen 116 auf, die fest mit dem ersten Auflager 102 verbunden sind. Diese Elemente 116 sind beispielsweise als Gewindebolzen ausgebildet, welche in das erste Auflager 102 eingeschraubt sind.

Durch das Festlager 112 wird eine translatorische Bewegung des ersten Auflagerwinkels 111 bezüglich des Auflagers 102 verhindert. Eine Rotationsbewegung des ersten Auflagerwinkels 111 und somit des Trägers 101 um den Stift 114 ist jedoch innerhalb der z.B. durch das erste Auflager 102 definierten Grenzen möglich Das zweite, untere Ende 120 des Trägers 101 ist in den Figuren 5 und 6 jeweils in einer perspektivischen Ansicht schematisch dargestellt und in Figur 7 in einer schematischen Draufsicht. Analog zu dem ersten Auflagerwinkel 111 kann auch der zweite Auflagerwinkel 121 fest mit dem Träger 101 verbunden sein oder an diesem befestigt, beispielsweise angeschraubt sein.

Für das Loslager 122 weist der zweite Auflagerwinkel 121 ein Langloch 123 auf. Die Haupterstreckungsrichtung des Langlochs 123 entspricht der Haupterstreckungsrichtung der Fahrtreppe 100.

Ein zweites Befestigungselement 124 in Form eines Stifts durchdringt das Langloch 123. Der Stift 124 ist kraftschlüssig mit dem zweiten Auflager 103 verbunden. Auf den Stift 124 ist ein zweites Sicherungselementl25 in Form einer Scheibe aufgebracht, beispielsweise aufgeschraubt.

Die Breite des Langlochs 123 entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser des Stifts 124. Beispielsweise kann die Breite des Langlochs 123 um maximal 0,5% größer sein als der Durchmesser des Stifts 124. Der Stift 124 kann somit leicht durch das Langloch 123 eingeführt werden.

Die Länge des Langlochs 123 ist in diesem Beispiel um 140 mm länger als der Durchmesser des Stifts 124. Somit ist eine translatorische Bewegung des zweiten Auflagerwinkels 121 relativ zu dem zweiten Auflager 103 in einem Bereich zwischen ±70 mm in Richtung der Hauptausdehnungsrichtung der Fahrtreppe 100 ermöglicht.

Auch der zweite Auflagerwinkel 121 liegt auf Elementen 126 in Form von Gewindebolzen auf, die fest mit dem zweiten Auflager 103 verbunden sind. Durch das Loslager 122 wird eine translatorische Bewegung des zweiten Auflagerwinkels 121 in Richtung der Haupterstreckungsrichtung der Fahrtreppe 100 in einem Bereich zwischen ±70 mm ermöglicht. Weiterhin ist eine Rotationsbewegung des zweiten Auflagerwinkels 121 und somit des Trägers 101 um den Stift 124 herum möglich. Im Falle einer Naturkatastrophe, beispielsweise eines Erdbebens, können Kräfte, die durch die Naturkatastrophe auftreten und auf die Fahrtreppe 100 wirken, innerhalb bestimmter Grenzen kompensiert werden. Da die Fahrtreppe 100 nicht starr in dem Gebäude befestigt ist, werden Stauchungen, Streckungen oder Drehbzw. Scherbewegungen des Gebäudes, insbesondere z.B. der Auflager 102 und 103 relativ zueinander, idealerweise nicht auf den Träger 101 übertragen. Somit lässt sich bis zu einem bestimmten Schweregrad der Naturkatastrophe verhindern, dass es durch die auftretenden Kräfte in dem Träger 101 zu Spannungen kommt und dass dieser beschädigt wird. Insbesondere kann ein Brechen einzelner Streben des Trägers 101 besser verhindert werden als bei herkömmlichen Fahrtreppen.

Beispielsweise können sich die Auflager 102 und 103 bei einer Naturkatastrophe in Haupterstreckungsrichtung der Fahrtreppe 100 auseinander bewegen oder aufeinander zu bewegen. Durch die Unterbindung von translatorischen Bewegungen des ersten Auflagerwinkels 111 wird dieses in einem derartigen Fall "festgehalten" und die Fahrtreppe 100 führt die analoge Bewegung des ersten Auflagers 102 aus. Durch die mögliche translatorische Bewegung des zweiten Auflagerwinkels 121 in Richtung der Haupterstreckungsrichtung kann sich die Fahrtreppe 100 relativ zu dem zweiten Auflager 103 bewegen. Beispielsweise können die Auflager 102 und 103 bei einer Naturkatastrophe auch um eine gemeinsame Rotationsachse oder um unterschiedliche Rotationsachsen senkrecht zu der Haupterstreckungsrichtung der Fahrtreppe rotieren. Durch die mögliche Rotation der Auflagerwinkel 111 und 121 um den jeweiligen Stift 114 bzw. 124 herum kann die Fahrtreppe 100 in einem derartigen Fall analog zu den Auflagern 102 und 103 um die entsprechende Rotationsachse senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung rotieren. Bezugszeichenliste

100 Beförderungsvorrichtung, Fahrtreppe

101 Träger

102 erstes Auflager

103 zweites Auflager

110 erstes Ende des Trägers

111 erster Auflagerwinkel

112 Festlager

113 Loch

114 erstes Befestigungselement, Stift

115 erstes Sicherungselement, erste Scheibe

116 Gewindebolzen

120 zweites Ende des Trägers

121 zweiter Auflagerwinkel

122 Loslager

123 Langloch

124 zweites Befestigungselement, Stift

125 zweites Sicherungselement, zweite Scheibe

126 Gewindebolzen