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Patent Searching and Data


Title:
TRAY FOR A STORAGE LIFT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/145187
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a tray (1) for a storage lift, comprising a base (3) for placing storage goods. The tray (1) is provided with at least one edge (13, 15), which delimits the base (3), on at least one longitudinal side (11), and the edge (13, 15) run substantially transversely to the base (3) in a vertical section (57) connected to the base (3). The aim of the invention is to provide a tray (1) which has an increased load-bearing capacity and is simultaneously easy to produce. According to the invention, this is achieved in that the edge (13, 15) has at least one reinforcement section (61) which extends away from the vertical section (57), wherein the vertical section (57) and the at least one reinforcement section (61) form an obtuse angle (67) between one another.

Inventors:
BOUCHÉ, Norbert (Lazarettgarten 37a, Landau, 76829, DE)
Application Number:
EP2019/050860
Publication Date:
August 01, 2019
Filing Date:
January 15, 2019
Export Citation:
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Assignee:
KARDEX PRODUKTION DEUTSCHLAND GMBH (Megamat-Platz 1, Neuburg/Kammel, 86476, DE)
International Classes:
B65D1/34; A47B87/02; B65D1/44; B65D19/00; B65G1/04; B65G47/52; F16B12/00
Foreign References:
US20070068427A12007-03-29
DE20105582U12002-08-01
DE8326738U11983-12-29
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
GRÜNECKER PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTG MBB (Leopoldstrasse 4, München, 80802, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Tablar (1 ) für einen Lagerlift, mit einem Boden (3) zum Abstellen von Lagergut, wobei das Tablar (1 ) an wenigstens einer Längsseite (11 ) mit wenigstens einer den Boden (3) begrenzenden Umkantung (13, 15) versehen ist, und wobei die Umkantung (13, 15) in einem mit dem Boden (3) verbundenen Vertikalabschnitt (57) im Wesentlichen quer zum

Boden (3) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkantung (13, 15) wenigstens einen Verstärkungsabschnitt (61 ) aufweist, der sich von dem Vertikalabschnitt (57) weg erstreckt, wobei der Vertikalabschnitt (57) und der wenigstens eine Verstärkungsab- schnitt (61 ) einen stumpfen Winkel (67) zwischen sich einschließen. 2. Tablar (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Vertikalabschnitt (57) und der wenigstens eine Verstärkungsabschnitt (61 ) einen Winkel (67) zwischen 125° und 145° zwischen sich einschließen.

3. Tablar (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der wenigstens eine Verstärkungsabschnitt (61 ) vom übrigen Tablar (1 ) weg erstreckt. 4. Tablar (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Um- kantung (13, 15) an ihrem distalen Ende (71 ) wenigstens einen Zugabschnitt (69) auf- weist, an den wenigstens ein Zugelement eines Lagerlifts angreifen kann.

5. Tablar (1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkantung (13, 15) wenigstens einen Beabstandungsabschnitt (63) aufweist, der sich zwischen dem Verti- kalabschnitt (57) und dem wenigstens einen Zugabschnitt (69) erstreckt.

6. Tablar (5) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Beabstandungsab- schnitt (63) identisch mit dem Verstärkungsabschnitt (61 ) ist.

7. Tablar (1 ) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Beabstandungsabschnitt (63) und der wenigstens eine Verstärkungsabschnitt (61 ) einen Winkel (65) zwischen 70° und 1 10° zwischen sich einschließen.

8. Tablar (1 ) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der we nigstens eine Beabstandungsabschnitt (63) mit dem wenigstens einen Verstärkungsab- schnitt (61 ) einen im Wesentlichen dachförmigen, insbesondere satteldachförmigen, Querschnitt bildet.

9. Tablar (1 ) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich der wenigstens eine Zugabschnitt (69) quer zum Boden (3) erstreckt.

10. Tablar (1 ) nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der we- nigstens eine vertikale Zugabschnitt (69) parallel zum Vertikalabschnitt (57) verläuft. 1 1. Tablar (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das

Tablar (1 ) als Biegeteil gebildet ist.

12. Tablar (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigs- tens zwei, bevorzugt alle, der folgenden Elemente monolithisch miteinander gebildet sind: Boden (3), Vertikalabschnitt (57), Verstärkungsabschnitt (61 ), Beabstandungsab- schnitt (63), Zugabschnitt (69).

13. Tablar (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Bo- den (3) des Tablars (1 ) an wenigstens einer von wenigstens einem Randbereich (12) beabstandeten Stelle wenigstens eine Sicke (25) aufweist.

Description:
Tablar für einen Lagerlift

Tablar für einen Lagerlift, mit einem Boden zum Abstellen von Lagergut, wobei das Tablar an wenigstens einer Längsseite mit wenigstens einer den Boden begrenzenden Umkantung ver- sehen ist, und wobei die Umkantung in einem mit dem Boden verbundenen Vertikalabschnitt im Wesentlichen quer zum Boden verläuft.

Tablare für Lagerlifte sind bekannt. Sie dienen zum Lagern von Lagergut in einem Lagerlift und sind in der Regel in einem solchen beweglich aufgenommen. Tablare müssen ausrei- chend Tragfähigkeit für das aufzunehmende Lagergut besitzen.

In der Regel weisen Tablare an wenigstens einer ihrer Längsseiten Umkantungen auf. Um- kantungen werden auch als Aufkantungen oder Abkantungen bezeichnet. Diese Umkantun- gen können mehrere Aufgaben erfüllen. Zunächst einmal können Sie eine den Boden begren- zende Wand bilden um die Lagerfläche zu begrenzen. Insbesondere der Vertikalabschnitt kann als eine den Boden begrenzende Wand dienen. Darüber hinaus können die Umkantun- gen zur Versteifung des Tablars dienen. Letztendlich können Umkantungen auch dazu genutzt werden, ein Tablar zu bewegen. Beispielsweise können Umkantungen so geformt sein, dass Transport-, Hebe-, oder Zugeinrichtungen mit den Tablaren wechselwirken können. Beispiels- weise kann eine Transporteinrichtung mit zumindest einem Teil einer Umkantung in Eingriff gebracht werden, um das Tablar zu befördern. Bei der Belastung eines Tablars können die Umkantungen Kräfte aufnehmen, sodass ein Durchbiegen des Tablars verhindert wird. Die Umkantung steht einem Durchbiegen des Tablars durch sein Flächenträgheitsmoment entge- gen. Tablare, insbesondere deren Umkantungen, werden in der Regel durch Biegeverfahren aus blechförmigen Werkstoffen bzw. Blechen hergestellt.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Tablar der vorbenannten Art bereitzustellen dessen we nigstens eine Umkantung auch starken Belastungen des Tablars durch Beladung des Tablar- bodens standhält und sich einfach hersteilen lässt.

Für ein Tablar der eingangs genannten Art ist diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Umkan- tung wenigstens einen Verstärkungsabschnitt aufweist, der sich von dem Vertikalabschnitt weg erstreckt, wobei der Vertikalabschnitt und der wenigstens eine Verstärkungsabschnitt ei- nen stumpfen Winkel zwischen sich einschließen. Durch den wenigstens einen Verstärkungsabschnitt, welcher sich unter Bildung eines stump- fen Winkels zum Vertikalabschnitt von diesem weg erstreckt, kann das Flächenträgheitsmo- ment der Umkantung erhöht werden. Dies wird dadurch erreicht, dass die Höhe des Vertikal- abschnitts vergrößert wird. Durch den Winkel kann dabei jedoch im Vergleich zu einem ledig- lieh durchgängig geraden Verlauf des Vertikalabschnitts die Herstellung der Umkantung ver- einfacht sein. Insbesondere kann durch den Winkel die Kollision von Teilen der Umkantung mit Biegewerkzeugen verhindert werden. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass die Umkan- tung weitere Elemente aufweist, die sich an den Verstärkungsabschnitt anschließen. Durch den stumpfen Winkel kann bei der Formung der Umkantung Raum für Biegewerkzeuge, bei- spielsweise Stempel, geschaffen werden.

Insgesamt ermöglicht es die erfindungsgemäße Umkantung also, die Stabilität eines Tablars zu erhöhen, ohne dabei neue Werkzeuge für das Biegen erforderlich zu machen. Stattdessen können Werkzeuge, wie sie zur Formung von Umkantungen ohne den erfindungsgemäßen Verstärkungsabschnitt genutzt werden, weiterverwendet werden. Es ist zudem noch anzumer- ken, dass der Verstärkungsabschnitt die Stabilität des Tablars bei gleichbleibender Material- stärke des Ausgangsmaterials erhöhen kann. Das Tablar kann also eine erhöhte Stabilität gegenüber einem Tablar aufweisen, welches aus einem gleich dicken Ausgangsmaterial ge- fertigt ist, aber den erfindungsgemäßen Verstärkungsabschnitt nicht aufweist.

Der stumpfe Winkel bezieht sich auf einen Querschnitt durch die Umkantung quer zu der Längsseite. Der Begriff „Boden des Tablars“ bezieht sich auf eine horizontale, bevorzugt durchgängige, Struktur, die einen Aufnahmebereich für Lagergut des Tablars nach unten hin begrenzt. Das Lagergut liegt dabei zumindest abschnittsweise auf einer Bodenfläche, welche von oben her zugänglich ist, auf.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich weitere Zwischenabschnitte zwischen dem Vertikalab- schnitt und dem Verstärkungsabschnitt befinden. Bevorzugt sind diese aber direkt aneinander anliegend, bzw. ineinander übergehend angeordnet.

Die erfindungsgemäße Lösung kann durch verschiedene, jeweils für sich vorteilhafte, beliebig miteinander kombinierbare Ausgestaltungen weiter verbessert werden. Auf diese Ausgestal- tungsformen und die mit ihnen verbundenen Vorteile ist im Folgenden eingegangen. Der Vertikalabschnitt und der wenigstens eine Verstärkungsabschnitt können einen Winkel zwischen 125° und 145° zwischen sich einschließen. Dadurch kann ein guter Kompromiss zwischen einem erhöhten Flächenträgheitsmoment und einer vereinfachten Herstellung er- reicht werden. Bevorzugt beträgt der Winkel 135° ± 3°.

Um einen ungestörten Zugang zum Boden des Tablars zu ermöglichen, erstreckt sich der we- nigstens eine Verstärkungsabschnitt, insbesondere mit seinem vom Vertikalabschnitt abge- wandten Ende, bevorzugt vom übrigen Tablar weg

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Umkantung an ihrem distalen Ende wenigstens einen Zugabschnitt auf, an den wenigstens ein Zugelement eines Lagerlifts angreifen kann. Das distale Ende ist dabei im Querschnitt quer zu der Längsseite dasjenige Ende der Umkantung, welches vom übrigen Tablar, insbesondere dessen Boden, entfernt an- geordnet ist.

Um für ein fertiges Tablar Platz für ein Transportmittel, beispielsweise eine Zugvorrichtung zu schaffen, und um bei der Herstellung des Tablars Platz für ein Umformungswerkzeug zu schaf- fen, kann sich wenigstens ein Beabstandungsabschnitt zwischen dem Vertikalabschnitt und dem wenigstens einen Zugabschnitt erstrecken. Der Beabstandungsabschnitt kann den Zug- abschnitt vom Vertikalabschnitt beabstanden und gleichzeitig miteinander verbinden. Der we nigstens eine Beabstandungsabschnitt erstreckt sich dabei bevorzugt von dem Verstärkungs- abschnitt zum Zugabschnitt.

Alternativ dazu kann der Beabstandungsabschnitt auch identisch mit dem Verstärkungsab- schnitt sein, bzw. eine Verlängerung desselben darstellen. Bevorzugt schließen der wenigstens eine Beabstandungsabschnitt und der wenigstens eine Verstärkungsabschnitt einen Winkel zwischen 70° und 110° zwischen sich ein. Insbesondere können die Abschnitte einen Winkel von 90° ± 3° zwischen sich einschließen.

Der wenigstens eine Beabstandungsabschnitt kann mit dem wenigstens einen Verstärkungs- abschnitt einen im Wesentlichen dachförmigen, insbesondere satteldachförmigen, Quer- schnitt, insbesondere quer zur Längsseite, bilden.

Um das Abrutschen einer Zugvorrichtung beim Ziehen des Tablars zu verhindern, erstreckt sich der wenigstens eine Zugabschnitt bevorzugt quer zum Boden. Insbesondere kann sich der wenigstens eine vertikale Zugabschnitt parallel zum Vertikalabschnitt erstrecken.

Das Tablar ist bevorzugt als Biegeteil gebildet. Es kann beispielsweise als Stanzbiegeteil ge- fertigt sein. Jedoch sind auch andere Verfahren als Stanzen möglich, insbesondere Lasern. Bei dem Tablar können wenigstens zwei, bevorzugt alle, der folgenden Elemente monolithisch miteinander gebildet sein: Boden, Vertikalabschnitt, Verstärkungsabschnitt, Beabstandungs- abschnitt, Zugabschnitt. Dies soll jedoch die Möglichkeit eines mehrteilig aufgebauten Tablars nicht ausschließen. Die erfindungsgemäße Umkantung sorgt, wie oben beschrieben, dafür, dass die Stabilität des Tablars erhöht ist. Dies bedeutet, dass ein erfindungsgemäßes Tablar stärker belastet werden kann als ein vergleichbares Tablar ohne die erfindungsgemäße Umkantung.

Um auch den Boden des Tablars an die durch die erfindungsgemäße Umkantung verliehene höhere Belastbarkeit anzupassen, ist eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfin- dungsgemäßen Tablars vorgesehen, bei der der Boden des Tablars an wenigstens einer von wenigstens einem Randbereich beabstandeten Stelle plastisch verformt ist.

Auf diese vorteilhafte Ausführungsform ist im Folgenden eingegangen. Zwar stellt diese Aus- führungsform eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tablars dar, jedoch ist die erfindungsgemäße Umkantung auch für Tablare ohne den im Folgenden näher be- schriebenen Tablarboden vorteilhaft.

Die wenigstens eine plastisch verformte Stelle des Bodens kann zu einer Spannung des Ma- terials des Bodens, insbesondere des blechförmigen Werkstoffs, führen. Diese Spannung kann wiederum eine Wölbung des Bodens nach oben erzeugen, wobei die Wölbung nach oben in Bezug auf ein vergleichbares Tablar ohne die wenigstens eine plastisch verformte Stelle bezogen ist. Mit anderen Worten kann der Boden des Tablars, der ohne die wenigstens eine plastisch verformte Stelle durch sein Eigengewicht nach unten durchhängen würde, durch die wenigstens eine plastisch verformte Stelle weniger stark durchhängen, oder, statt nach unten durchzuhängen, horizontal verlaufen oder nach oben gewölbt sein. Das Einbringen wenigs- tens einer plastisch verformten Stelle führt also zu einer negativen Vorspannung im Boden, bzw. zu einem Wölben des Bodens nach oben, im Vergleich zu einem Tablar ohne die erfin- dungsgemäße wenigstens eine plastisch verformte Stelle.

Diese indirekte Ausbildung der Wölbung kann vermutlich dadurch erzeugt werden, dass an der wenigstens einen plastisch verformten Stelle Material des Bodens seitlich, also von der wenigstens einen plastisch verformten Stelle weg, verdrängt wird. Diese Verdrängung von Ma- terial kann zu einem, insbesondere seitlich gerichteten, Druck im Boden des Tablars führen. Da das Tablar in der Regel zu seinen Seiten hin begrenzt ist und diese Seiten versteift sein können, kann der Boden auf den durch die plastische Verformung erzeugten Druck mit Aus- bildung der Wölbung reagieren.

Durch die nach oben gerichtete Wölbung des Bodens kann das Tablar im unbelasteten Zu stand, also ohne Lagergut, negativ vorgeformt, bzw. negativ vorgespannt sein. Wird das Tablar nun beladen und steigt die auf den Boden wirkende Belastung, so wölbt sich der Boden nach unten. Durch die negative Verformung nach oben wird der Boden weniger nach unten durch- gewölbt als dies bei einem vergleichbaren Tablar der Fall wäre, dessen Boden keine plastisch verformte Stelle aufweist. Mit anderen Worten muss der Boden bei einer Belastung durch La- gergut zunächst die nach oben gerichtete Wölbung überwinden, bevor er sich durch das Ge- wicht des Lagerguts nach unten wölbt. Dadurch kann eine nach unten gerichtete Wölbung des Bodens minimiert werden. Im Vergleich zu einem Tablar ohne die plastisch verformte Stelle wird der Boden des erfindungsgemäßen Tablars bei gleicher Belastung also weniger stark nach unten durchgewölbt. Auf diese Weise können mehrere Tablare mit geringem vertikalen Abstand übereinander in einem Lagerlift untergebracht werden. Da die nach unten gerichtete Durchwölbung im Vergleich zu einem herkömmlichen Tablar verringert ist, kann das Tablar bei gleichen Platzerfordemissen also eine höhere Traglast aufnehmen.

Die wenigstens eine plastisch verformte Stelle ist von der oben beschriebenen, durch die plas- tisch verformte Stelle erzeugte Verformung des Tablarbodens zu unterscheiden. Während die wenigstens eine plastisch verformte Stelle lokal im Tablarboden, insbesondere bezogen auf die Flächenausdehnung, begrenzt ist, bezieht sich der Bereich der negativen Vorspannung oder der Wölbung nach oben auf flächenmäßig größere Bereiche des Bodens, je nach Aus- gestaltung kann dieser Bereich auch den Großteil des Bodens ausmachen. Für den Begriff „blechförmiger Werkstoff“ wird im Folgenden der Kürze halber der Begriff„Blech“ verwendet. Das Tablar, insbesondere der Boden, kann aus einem Blech geformt sein. Alternativ oder zu- sätzlich kann das Tablar auch aus einer Mehrzahl von Blechen gebildet sein. Ebenso ist nicht ausgeschlossen, dass ein fertiges Tablar weitere Teile aufweist, so dass es aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt ist. Beispielsweise kann das Tablar auch mit angebrachten Eckauflagen versehen sein.

An der wenigstens einen plastisch verformten Stelle kann der gewölbte Boden einen Versatz nach oben aufweisen. Mit anderen Worten kann der gewölbte Boden an der wenigstens einen plastisch verformten Stelle zumindest abschnittsweise nach oben versetzt sein. Durch den Versatz des Bodens nach oben kann die Tendenz verstärkt werden, dass die durch die we nigstens eine plastisch verformte Stelle erzeugte Vorformung bzw. Vorspannung negativ ist, oder, mit anderen Worten, dass sich die Wölbung des Bodens nach oben hin ausrichtet. Der Versatz ist bevorzugt durch die wenigstens eine plastisch verformte Stelle lokal begrenzt. Mit anderen Worten erstreckt sich eine Wölbung des Bodens in der Regel über einen größeren Anteil der Bodenfläche des Tablars als der Versatz. Wie oben beschrieben, kann die negative Vorspannung des Bodens durch das Einbringen einer plastischen Verformung an wenigstens einer Stelle im Boden, also indirekt, erzeugt wer- den. Die wenigstens eine plastisch verformte Stelle hat dabei bevorzugt eine geringere Aus- dehnung über die Bodenfläche als der Bereich der negativen Vorspannung bzw. der Wölbung. Es ist außerdem zu erwähnen, dass sich der Bereich der negativen Vorspannung, bzw. der Wölbung des Bodens, bevorzugt über wenigstens 2/3 der Bodenfläche, besonders bevorzugt über die gesamte Bodenfläche erstreckt. Die wenigstens eine plastisch verformte Stelle er- streckt sich dagegen bevorzugt über weniger als 1/10 der Bodenfläche.

Bevorzugt ist das Tablar, insbesondere dessen Boden, im Wesentlichen rechteckig. Die Rechteckform besitzt dabei Schmalseiten und quer zu diesen verlaufende Längsseiten. Dabei verlaufen die Längsseiten parallel zu einer Längsrichtung des Tablars und die Schmalseiten parallel zu einer Tiefenrichtung des Tablars. Bevorzugt wird mehr Material in Längsrichtung des Tablars verdrängt als in der Tiefenrichtung. Dies kann die Tendenz zur Erzeugung der negativen Vorspannung bzw. der Wölbung nach oben verstärken.

Um wirksam eine negative Vorspannung im Boden zu erzeugen, kann die wenigstens eine plastisch verformte Stelle durch eine längliche Vertiefung gebildet sein. Die längliche Vertie- fung kann beispielsweise eine Sicke sein. Dabei ist durch die wenigstens eine längliche Ver- tiefung bevorzugt ein Versatz des Bodens nach oben gebildet. Die wenigstens eine längliche Vertiefung bzw. die wenigstens eine Sicke kann durch die Beladung erzeugte, auf den Boden wirkende Kräfte, zu der wenigstens einen erfindungsgemäßen Umkantung leiten. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Boden mit einer Mehrzahl von voneinander beabstandeten länglichen Vertiefungen versehen sein. Die wenigstens eine läng- liche Vertiefung erstreckt sich mit seiner Längsrichtung bevorzugt parallel zum Boden. Bevor- zugt verläuft die wenigstens eine längliche Vertiefung quer zu wenigstens einem Rand des Tablars. Das Tablar kann im Wesentlichen länglich sein und eine Längsrichtung der wenigstens einen länglichen Vertiefung im Wesentlichen quer zu einer Längsrichtung des Tablars verlaufen. Dadurch wird mehr Material in Längsrichtung des Tablars als quer dazu verdrängt, so dass die wenigstens eine längliche Vertiefung zur Wölbung des Bodens beitragen kann.

Alternativ zur Ausrichtung quer zur Längsrichtung des Tablars kann die wenigstens eine läng- liche Vertiefung auch eine andere Ausrichtung aufweisen. Insbesondere kann die wenigstens eine längliche Vertiefung diagonal verlaufen, d.h. mit einem Richtungsanteil quer zur Längs- richtung des Tablars und mit einem Richtungsanteil parallel zur Längsrichtung. Ebenso kann es möglich sein, dass das Tablar mit einer Mehrzahl von länglichen Vertiefungen versehen ist, welche unterschiedliche Ausrichtungen aufweisen. Bevorzugt weist das Tablar eine Mehrzahl von parallel zueinander verlaufenden länglichen Vertiefungen auf. Diese können insbesondere gruppenweise parallel zueinander verlaufen, oder, mit anderen Worten, Gruppen von mitei- nander parallel verlaufenden Vertiefungen bilden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung erstreckt sich die wenigstens eine längliche Vertie- fung durchgängig entlang ihrer Längsachse. Alternativ dazu kann die wenigstens eine längli che Vertiefung jedoch auch an wenigstens einer Stelle unterbrochen sein. Ebenso ist es mög- lieh, eine Reihe von Vertiefungen, welche nicht zwingend länglich sein müssen, entlang einer Längsachse aneinanderzureihen.

Die wenigstens eine längliche Vertiefung, vorzugsweise alle längliche Vertiefungen, sofern mehrere vorhanden sind, weist bevorzugt eine Länge auf, welche größer als 1/3, besonders bevorzugt größer als 2/3 einer Tablartiefe beträgt. Dadurch kann wirksam die Wölbung des Bodens verursacht werden. Die Tablartiefe bezieht sich dabei auf die Tiefe des Tablarbodens, also der nutzbaren Fläche.

Ist durch die wenigstens eine plastisch verformte Stelle ein Versatz gebildet, so weist dieser Versatz bevorzugt wenigstens eine Höhe auf, die höchstens der Stärke des Bodens entspricht. Mit der Stärke des Bodens ist dabei insbesondere die Dicke eines Blechs bzw. des blechför- migen Werkstoffs gemeint, aus dem der Boden gebildet ist. Die Höhe des Versatzes wird dabei in Bezug auf die Bodenfläche bestimmt. Die bevorzugte maximale Höhe des Versatzes gilt vorzugsweise auch für den Fall, dass die wenigstens eine plastisch verformte Stelle durch eine längliche Vertiefung in Form einer Sicke gebildet ist. Diese für typische Sicken vergleichsweise niedrige Sickenhöhe kann ausreichend sein, um die Tragfähigkeit des Tablars zu erhöhen, da die durch die Sicken verursachte plastische Verformung des Bodens bereits ausreicht, um die negative Vorspannung bzw. die Wölbung des Bodens nach oben zu erzeugen. Die niedrige Höhe des Versatzes, insbesondere einer Sicke, ist vorteilhaft, um das Volumen des über dem Boden befindlichen Aufnahmebereichs für Lagergut nicht unnötig stark einzuschränken. Dar- über hinaus ist die niedrige Höhe des Versatzes bei der Herstellung des Tablars von Vorteil. Insbesondere dann, wenn der wenigstens eine Versatz eingebracht wird, bevor seitliche Kan- ten des Tablars durch Umkantung geformt werden, wird durch die geringe Höhe des Versatzes vermieden, dass sich das Blech durch das Einbringen des Versatzes so stark verzieht, dass eine weitere Bearbeitung erschwert wird.

Bevorzugt weist der wenigstens eine Versatz eine Höhe auf, die mindestens das 0,25-fache und höchstens das 1-fache, mehr bevorzugt mindestens das 0,4-fache, und höchstens das 0,7-fache der Stärke des Bodens beträgt. Ein guter Kompromiss, der eine ausreichende Wöl- bung des Bodens hervorruft und gleichzeitig fertigungstechnisch unproblematisch zu sein scheint, kann durch eine Höhe des Versatzes erreicht werden, die in etwa dem 0,55 (± 0,05)- fachen der Stärke des Bodens entspricht. Dies entspricht bei einer Blechdicke von 2 mm einer Höhe des Versatzes von 1 ,1 ± 0,1 mm.

Wenigstens eine der länglichen Vertiefungen, vorzugsweise alle sofern mehrere vorhanden sind, können einen trapezförmigen Querschnitt aufweisen. Der Querschnitt ist dabei quer zur Längsrichtung der länglichen Vertiefung gesehen. Der trapezförmige Querschnitt kann dabei wie bei einem Trapezblech gebildet sein, d.h., gleichschenklig, symmetrisch und mit der kur- zen Grundseite des Trapezes nach oben, also in den Aufnahmebereich hinein, versetzt. Ein solcher Querschnitt kann zum einen vorteilhaft sein, um die Wölbung des Bodens zu erzeugen. Zum anderen lässt sich eine längliche Vertiefung mit einem solchen Querschnitt, insbesondere eine Sicke, einfach hersteilen. Fertigungsbedingt kann der zuvor beschriebene trapezförmige Querschnittabgerundet sein. Das heißt, die Übergänge zwischen dem übrigen Boden und den Schenkeln und die Übergänge von den Schenkeln zu der kurzen Grundseite weisen dann keine scharfen Übergänge auf, sondern gehen gerundet ineinander über. Auch können die Schenkel und die kurze Grundseite selbst fertigungsbeding vom geradlinigen Verlauf abwei- chen und gerundet sein.

Alternativ dazu kann die wenigstens eine längliche Vertiefung einen halbrunden Querschnitt aufweisen, wobei die konvexe Seite in den Aufnahmebereich, also nach oben hin gewölbt bzw. versetzt ist. Andere Querschnittsformen sind ebenfalls möglich, insbesondere solche, wie sie für Sicken bekannt sind. Lediglich beispielhaft seien hier ein kastenförmiger und ein dreiecki- ger Querschnitt genannt. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass nicht alle länglichen Ver- tiefungen mit gleichen Querschnitten versehen sind. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Tablar eine Vielzahl von länglichen Ver- tiefungen auf, welche äquidistant über das Tablar verteilt sind. Dabei sind die länglichen Ver- tiefungen bevorzugt mit ihren Längsrichtungen parallel zueinander und quer zu den Längsrich- tungen im gleichen Abstand voneinander angeordnet. Darüber hinaus fluchten die länglichen Vertiefungen bevorzugt miteinander. Mit anderen Worten können die auf die Längsrichtungen der länglichen Vertiefungen bezogenen Enden derselben jeweils entlang einer parallel zur Längsrichtung des Tablars verlaufenden Linie angeordnet sein.

Alternativ zur äquidistanten Anordnung der länglichen Vertiefungen können diese auch eine andere Verteilung aufweisen. Beispielsweise können Abstände zwischen zwei benachbarten länglichen Vertiefungen von den Schmalseiten des Tablars zu einer Mitte des Tablars hin ab- nehmen. Dabei kann der Abstand zwischen den beiden äußersten benachbarten länglichen Vertiefungen, welche einer Schmalseite am nächsten sind, mehr als doppelt so groß sein wie der Abstand zweier innerer länglicher Vertiefungen im Bereich der Mitte des Tablars.

Bevorzugt sind die länglichen Vertiefungen symmetrisch über das Tablar verteilt. Insbeson- dere können die länglichen Vertiefungen spiegelsymmetrisch bezüglich einer durch die Mitte des Tablars und quer zu dessen Längsrichtung verlaufenden Spiegelebene verteilt sein.

Parallel zu den Schmalseiten des Tablars sind die länglichen Vertiefungen bevorzugt mittig angeordnet, d.h. bevorzugt weist wenigstens eine längliche Vertiefung zu beiden Längsseiten des Tablars einen im Wesentlichen gleichen Randabstand auf, wobei fertigungstechnische Toleranzen im Bereich von etwa 5 % der Tablartiefe möglich sind.

Wie bereits oben beschrieben, ist das Tablar bevorzugt als Stanzbiegeteil gebildet. Alternativ oder zusätzlich zum Stanzbiegen können auch andere Umformungstechniken zu Einsatz kom- men. Insbesondere Prägen oder Tiefziehen. Bevorzugt ist das Tablar als Stanzbiegeteil mit geprägten und/oder tiefgezogenen Bereichen gebildet. Die wenigstens eine plastisch ver- formte Stelle, insbesondere die wenigstens eine längliche Vertiefung, ist bevorzugt monoli- thisch mit dem Boden des Tablars gebildet. Darüber hinaus sind bevorzugt auch die wenigs- tens eine erfindungsgemäße Umkantung, vorzugsweise alle Umkantungen, monolithisch mit dem Boden des Tablars gebildet. Mit anderen Worten können der Tablarboden, die wenigs- tens eine plastisch verformte Stelle und/oder die wenigstens eine Umkantung aus einem ein- zigen Blech durch Umformung hergestellt sein. Zur Erzeugung der wenigstens einen plastisch verformten Stelle kann insbesondere wenigs- tens ein Verdrängungskörper von unten in den Boden gedrückt werden. Solch ein Verdrän- gungskörper kann insbesondere durch einen Stempel oder eine Rolle gebildet sein. Die we nigstens eine plastisch verformte Stelle kann auch durch Tiefziehen und/oder andere geeig- nete Techniken gebildet werden.

Die erfindungsgemäße Lösung erlaubt es, die Tragfähigkeit eines Tablars ohne zusätzliche Versteifungselemente wie beispielsweise angeschweißte Träger oder Profile zu erhöhen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, ein erfindungsgemäßes Tablar, auch wenn dieses beispiels- weise mit wenigstens einer länglichen Vertiefung versehen ist, mit zusätzlichen Elementen zur Versteifung zu versehen. Lediglich beispielhaft sei hier die Möglichkeit genannt, unter dem Boden wenigstens ein Profil anzubringen, welches parallel oder quer zur Tablarlängsrichtung verläuft. Ein solches Profil kann beispielsweise ein Doppelkanalprofil sein.

Die negative Vorspannung des Bodens - sofern vorhanden - bzw. die Wölbung weist bevorzugt eine Größe von +2 bis -15 mm, bevorzugt -3 bis -6 mm auf. Die Werte <0 bis -15 mm reprä- sentieren dabei eine Wölbung des Bodens nach oben. Die Werte >0 bis +2 mm eine Durch- wölbung nach unten. Wie bereits eingangs erwähnt, profitiert das erfindungsgemäße Tablar auch von einer Wölbung im Bereich von >0 bis 2 mm, sofern ein Tablar ohne die wenigstens eine plastisch verformte Stelle stärker nach unten durchgewölbt ist. Die Größe wird dabei zwi schen dem obersten Punkt und dem untersten Punkt der Wölbung beziehungsweise des ge- wölbten Bodens, jeweils auf der Bodenfläche oder jeweils an der Bodenunterseite, gemessen. Der unterste Punkt der Wölbung kann beispielsweise am Boden in unmittelbarer Nähe zu einer Umkantung liegen. Der oberste Punkt der Wölbung liegt beim Vorhandensein genau einer Wölbung in der Regel in der Mitte des Tablars. Wird das Tablar mit einer zusätzlichen Verstei- fung, wie etwa einem ein- oder angebrachten Profil versehen, so liegt der oberste Punkt der Wölbung in der Regel in der Mitte der nicht-versteiften Fläche des Bodens.

Im Folgenden ist die Erfindung beispielhaft anhand verschiedener Ausführungsformen mit Be- zug auf die Zeichnungen näher erläutert. Die bei den Ausführungsformen beispielhaft darge- stellten Merkmalskombinationen können nach Maßgabe der obigen Ausführung entsprechend der für einen bestimmten Anwendungsfall notwendigen Eigenschaften des erfindungsgemä- ßen Tablars durch weitere Merkmale ergänzt werden. Auch können, ebenfalls nach Maßgabe der obigen Ausführung, einzelne Merkmale bei den beschriebenen Ausführungsformen weg- gelassen werden, wenn es auf die Wirkung dieses Merkmals in einem konkreten Anwendungs- fall nicht ankommt. ll

In den Zeichnungen werden für Elemente gleicher Funktion und/oder gleichen Aufbaus stets dieselben Bezugszeichen verwendet.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsge- mäßen Tablars;

Fig. 2 eine Aufsicht auf das Tablar aus Fig. 1 ;

Fig. 3 eine beispielhafte übertriebene Darstellung der Wölbung eines erfindungsgemäßen Tablars in einem Schnitt durch die Tablarmitte;

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsge- mäßen Tablars;

Fig. 5 eine Aufsicht auf das Tablar aus Fig. 4; Fig. 6 eine Aufsicht auf eine weitere beispielhafte Ausführungsform eines erfindungsgemä- ßen Tablarbodens;

Fig. 7 eine Aufsicht auf eine weitere beispielhafte Ausführungsform eines erfindungsgemä- ßen Tablarbodens;

Fig. 8 eine perspektivische, geschnittene Darstellung einer vorteilhaften Ausführungsform einer länglichen Vertiefung;

Fig. 9 einen Querschnitt durch die längliche Vertiefung aus Fig. 8;

Fig. 10 einen Querschnitt durch eine weitere vorteilhafte Form einer länglichen Vertiefung; und

Fig. 1 1 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Tablar im Bereich der Umkantung.

Im Folgenden ist der Aufbau einer ersten vorteilhaften Ausführungsform eines erfindungsge- mäßen Tablars 1 mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschrieben.

Das Tablar 1 dient zur Aufnahme von Lagergut (nicht gezeigt). Dazu besitzt das Tablar 1 einen Boden 3, dessen Bodenfläche 5 von oben her zugänglich ist. Die Bodenfläche 5, auf der das Lagergut abgestellt werden kann, stellt die Oberseite des Bodens 3 dar. Das Volumen, auf dem das Lagergut abgestellt werden kann, ist nach unten durch den Boden 3 begrenzt. Dieses Volumen stellt einen Aufnahmebereich 7 des Tablars 1 dar, welcher in Fig. 1 gestrichelt ange- deutet ist.

Das Tablar 1 , zumindest der Boden 3, weist, von oben betrachtet eine, im Wesentlichen recht- eckige Form auf. Dabei erstrecken sich Schmalseiten 9 des Rechtecks parallel zu einer Tabl- artiefe bzw. Tiefenrichtung T. Längsseiten 11 der Rechteckform verlaufen quer zu den Schmal- seiten 9 und erstrecken sich parallel zu einer Längsrichtung L des Tablars. Da das Tablar 1 in der Regel an wenigstens einer Längsseite 1 1 zugänglich ist, ist die Längsrichtung L gleichbe- deutend mit einer Breitenrichtung des Tablars. Senkrecht zu der Längsrichtung L und zu der Tiefenrichtung T erstreckt sich die Vertikalrichtung V des Tablars, entlang der sich das Tablar 1 in seiner Höhe erstreckt.

An den Schmalseiten 9 weist das Tablar 1 die Umkantungen 13 und an den Längsseiten 1 1 die Umkantungen 15 auf. Die Umkantungen 13 und 15 dienen zum einen dazu, den Boden 3 bzw. die Bodenfläche 5 quer zur Vertikalrichtung V zu begrenzen. Zum anderen nehmen die Umkantungen 13 und 15 Kräfte auf, die durch den Boden 3 in sie hineingeleitet werden. Die Struktur des Tablars 1 wird dadurch versteift. Letztendlich können die Umkantungen 13 und/o- der 15 auch dazu dienen, das Tablar 1 aufzuhängen oder daran zu befördern.

Eine erfindungsgemäße Umkantung 15 ist unten mit Bezug auf die Figur 11 detailliert beschrie- ben. Die Schmalseiten 9 und Längsseiten 11 sind in der Regel aus Randbereichen 12 und H eines Blechs 21 gebildet, aus dem das Tablar 1 geformt ist. Die Randbereiche 12 liegen dabei an den Schmalseiten 9 und die Randbereiche 14 an den Längsseiten 1 1.

Der Boden 3 kann eine Wölbung 17, bzw. eine negative Vorspannung aufweisen. Dabei ist der Boden 3 bevorzugt nach oben gewölbt. Die Wölbung 17 in einem unbelasteten Zustand 18 ist in Fig. 3 stark übertrieben dargestellt. Die gestrichelte Linie in Fig. 3 soll zum Vergleich einen ungewölbten Tablarboden darstellen. Die Wölbung 17 erstreckt sich bevorzugt über we- nigstens 2/3 des Bodens 3, bzw. der Bodenfläche 5, mehr bevorzugt über den gesamten Bo- den 3. Die Größe bzw. Höhe 20 der Wölbung 17 ist bevorzugt größer als eine Stärke 41 des Bodens 3 und beträgt bevorzugt zwischen 5 und 15 mm. Die Höhe 20 wird dabei zwischen einem obersten Punkt 22 und einem untersten Punkt 24 der Wölbung 17 gemessen. Da sich die Wölbung 17 bevorzugt über den gesamten Boden 3 des Tablars 1 erstreckt, liegt der oberste Punkt 22 in der Regel im Bereich der Mitte 31 des Tablars 1 beziehungsweise des Bodens 3. Der unterste Punkt 24 liegt in der Regel in der Nähe einer Umkantung 13 oder 15.

Durch die Wölbung 17 des Bodens 3 ist die Tragfähigkeit im Vergleich zu einem Tablar ohne Wölbung erhöht. Wird Lagergut auf die Bodenfläche 5 gestellt, so senkt sich der Boden 3 zunächst, wodurch die Wölbung 17 flacher wird. Bei einem Tablar, welches bereits in einem unbelasteten Zustand nicht gewölbt ist (wie durch die gestrichelte Linie in Fig. 3 angedeutet) würde sich der Boden bei einer gleichen Belastung bereits nach unten durchwölben. Wird der Boden durch die Aufnahme weiteren Lagergutes weiter belastet, so wird sich auch der Boden 3 des Tablars 1 bei einer ausreichend starken Belastung nach unten wölben. Diese Wölbung nach unten fällt aber entsprechend geringer aus als dies bei einem vergleichbaren Tablar ohne vorherige Wölbung nach oben der Fall wäre. Das Tablar 1 wölbt sich entsprechend bei gleicher Belastung weniger stark nach unten durch als ein Tablar ohne die Wölbung nach oben. Da in Lagerliften eine Vielzahl von Tablaren vertikal übereinander angeordnet sind, kann durch die Verwendung des hier beschriebenen Tablars 1 eine höhere Dichte von Tablaren im Lagerlift erreicht werden, da diese entlang der Vertikalrichtung V enger aneinander angeordnet sein können. Bei herkömmlichen Tablaren, die sich stark nach unten durchwölben, muss dagegen ein größerer Freiraum zwischen zwei übereinander angeordneten Tablaren freigehalten wer- den. Eine Wölbung nach oben ist nicht zwingend erforderlich.

Das Tablar 1 kann auch im unbelasteten Zustand 18 einen horizontal verlaufenden oder sogar nach unten durchgewölbten Boden 3 aufweisen. Dabei ist der Boden 3 jedoch weniger stark nach unten durchgewölbt als er es bei einem vergleichbaren Tablar 1 ohne wenigstens eine plastisch verformte Stelle 19 wäre, auf die im Folgenden eingegangen ist.

Die Ausführungsform mit einer Wölbung 17 bzw. wenigstens einer plastisch verformten Stelle 19 stellt zwar eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tablars 1 dar, jedoch ist das Vorhandensein der Wölbung 17 bzw. wenigstens einer plastisch verformten Stelle 19 nicht zwingend notwendig. Diese Elemente dienen lediglich dazu, den Boden 3 des Tablars 1 an die erhöhte Belastbarkeit der erfindungsgemäßen Umkantung 13 bzw. 15 anzupassen. Mit anderen Worten soll auch der Boden 3 für eine erhöhte Belastbarkeit ertüchtigt werden.

Die Wölbung 17 des Bodens 3 kann indirekt erzeugt werden. D.h., auf eine direkte Ausformung der Wölbung 17 selbst durch Umformungsverfahren kann verzichtet werden. Stattdessen ist der Boden 3 an wenigstens einer Stelle 19 plastisch verformt. Bevorzugt weist der Boden 3 eine Mehrzahl solcher plastisch verformten Stellen 19 auf. In den Figuren 1 und 2 sind der Übersichtlichkeit halber nicht alle plastisch verformten Stellen 19 mit einem Bezugszeichen versehen. Die wenigstens eine plastisch verformte Stelle 19 ist von Randbereichen 12 und 14 des Tablars 1 beabstandet.

In den plastisch verformten Stellen 19 wird vermutlich Material des Blechs 21 , aus dem der Boden 3 geformt ist, seitlich verdrängt. Dabei wird bevorzugt mehr Material in Längsrichtung L als in Tiefenrichtung T verdrängt. Diese Verdrängung von Material kann zu einer Längung des Bodens 3 in Längsrichtung L führen. Da der Boden 3 durch die Umkantungen 13 und 15 jedoch daran gehindert ist, seine Fläche in Längsrichtung L und/oder in Tiefenrichtung T zu vergrößern, wölbt er sich entlang der Vertikalrichtung V nach oben.

Wenigstens eine der plastisch verformten Stellen 19, bevorzugt alle plastisch verformten Stel- len 19, sind monolithisch, also einteilig mit dem Boden 3 aus dem Material des blechförmigen Werkstoffs 21 , im Folgenden„Blech 21“, gebildet. Bevorzugt werden die plastisch verformten Stellen 19 in das Blech 21 eingebracht, bevor die Umkantungen 13 und 15 geformt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die plastisch verformten Stellen 19 als längliche Vertiefungen 23 gebildet. Die länglichen Vertiefungen 23 stellen dabei bevorzugt Sicken 25 dar. Eine solche längliche Vertiefung 23 bzw. Sicke 25 ist im Detail in den Figuren 8 und 9 dargestellt. Auf diese Figuren soll auch hier Bezug genommen werden.

Jede der plastisch verformten Stellen 19 stellt bevorzugt einen Versatz 27 des Bodens 3 nach oben dar. In diesem Fall bezieht sich der Begriff„Vertiefung“ 23 also auf eine Vertiefung 23 an der Unterseite 29, durch die der Boden 3 von der Unterseite 29 nach oben durchgedrückt wird. Die länglichen Vertiefungen 23 der ersten Ausführungsform verlaufen parallel zueinander und zu den Schmalseiten 9. In Tiefenrichtung T fluchten die länglichen Vertiefungen 23 miteinan- der, so dass sie alle mit jeweils beiden Enden an parallel zu den Längsseiten 11 verlaufenden gedachten Linien enden. Bevorzugt sind die länglichen Vertiefungen 23 dabei äquidistant an- geordnet. Die Mitte 31 des Tablarbodens 3 ist bevorzugt frei von plastisch verformten Stellen 19. Dabei bezieht sich die Mitte 31 auf die Mitte der Bodenfläche 5 bei einer Betrachtung des Tablarbo- dens 3 von oben. Dies kann von Vorteil sein, um das Tablar 1 bei seiner Herstellung bzw. das Blech 21 bei seiner Umformung an seiner Mitte 31 , beispielsweise mittels eines Drehtellers einer Stanzbiegemaschine, festzuhalten. Entlang der Tiefenrichtung T sind die länglichen Vertiefungen 23 bevorzugt mittig zwischen den Längsseiten 11 des Tablars 1 angeordnet. D.h., die Abstände zwischen den länglichen Vertiefungen 23 und den Längsseiten 11 bzw. den Umkantungen 13 bzw. 15 sind auf beiden Längsseiten 11 im Wesentlichen gleich, wobei fertigungstechnische Toleranzen im Bereich von 5 % möglich sind.

Die länglichen Vertiefungen 23 erstrecken sich entlang Längsrichtungen 33, welche bevorzugt senkrecht zur Längsrichtung L des Tablars 1 verlaufen. Entlang den Längsrichtungen 33 wei- sen die länglichen Vertiefungen 23 jeweils bevorzugt eine Länge 35 auf, welche mehr als 1/3 ± 10 % der Tiefe 37 des Tablars 1 , beträgt. Besonders bevorzugt weisen die länglichen Ver- tiefungen 23 jeweils bevorzugt eine Länge 35 auf, welche mehr als 1/3 ± 10 % der Tiefe 37 des Tablars 1 beträgt. Die Tiefe 37 des Tablars 1 bezieht sich dabei auf die Tiefe 37 der Bo- denfläche 5.

Der Versatz 27 weist bevorzugt eine Höhe 39 auf, welche höchstens so groß ist wie die Stärke 41 des Bodens 3. Die Höhe 39 des Versatzes 27 wird dabei von der Bodenfläche 5 auf dem Versatz 27 in Bezug auf die Bodenfläche 5 in einem nicht nach oben versetzten Bereich ge- messen. Die Stärke 41 des Bodens 3 entspricht bevorzugt der Dicke des zur Herstellung des Bodens 3 verwendeten Blechs 21. Besonders bevorzugt entspricht die Höhe 39 des Versatzes 27 dem 0,4 bis 0,7-fachen der Stärke 41 . Die Höhe 39 des Versatzes 27 ist also bevorzugt geringer als die Höhe 20 der Wölbung 17.

Für den Fall, dass die wenigstens eine plastisch verformte Stelle 19 durch eine Sicke 25 ge- bildet ist, entspricht die Höhe 39 des Versatzes 27 der Sickenhöhe. Alternativ dazu kann der wenigstens eine Versatz 27 auch eine Höhe 39 aufweisen, welche größer als die Stärke 41 des Bodens 3 ist.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung, wie sie auch in den Figuren 8 und 9 dargestellt ist, weist die wenigstens eine längliche Vertiefung 23 bzw. die Sicke 25 einen Querschnitt quer zur Längsrichtung 33 der länglichen Vertiefung 23 auf, welcher trapezförmig ist. Mit anderen Worten weist die längliche Vertiefung 23 im Querschnitt zwei zueinander spiegelsymmetrische Schenkel 43 auf, welche in einem Winkel 45 zur unverformten Bodenfläche 5 verlaufen. Der Winkel 45 beträgt bevorzugt zwischen 25° und 35°. Zwischen den beiden Schenkeln 43 er- streckt sich der im Wesentlichen gerade Bereich 47. Der gerade Bereich 47 weist bevorzugt eine sich quer zur Längsrichtung 33 der länglichen Vertiefung 23 erstreckende Länge 49 auf, welche länger ist als die Längen 51 der Schenkel 43. Die längliche Vertiefung 23 weist also insgesamt eine flache Form auf. Der gerade Bereich 47 muss nicht zwingend exakt gerade verlaufen. Er kann auch fertigungstechnisch bedingt eine leichte Wölbung nach oben aufwei- sen. Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens eine längliche Vertiefung 23 einen halbrunden Querschnitt aufweisen. Im Falle eines halbrunden Querschnitts wölbt sich die konvexe Seite bevorzugt nach oben in den Aufnahmebereich 7. Ein solcher Querschnitt ist in der Figur 10 dargestellt. Da der trapezförmige Querschnitt aus den Figuren 8 und 9 fertigungstechnisch bedingt nicht zwingend scharfe Übergänge aufweist, können diese auch abgerundet sein, so dass die Querschnittsform insgesamt der halbrunden Form der Figur 10 ähneln kann. Je run- der die Übergänge sind, desto stärker nähert sich die Trapezform der halbrunden Form an. Darüber hinaus sind auch andere Querschnitte, insbesondere solche, wie sie für Sicken be- kannt sind, möglich. Im Folgenden ist eine weitere vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tablars 1 mit Bezug auf die Figuren 4 und 5 beschrieben. Der Kürze halber ist dabei nur auf die Un- terschiede zu der mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschriebenen Ausführungsform einge- gangen.

Die zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tablars 1 unterscheidet sich von der mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschriebenen ersten Ausführungsform dadurch, dass die läng- lichen Vertiefungen 23, bzw. die Sicken 25 nicht äquidistant entlang der Längsrichtung L des Tablars 1 verteilt sind. Stattdessen nehmen die Abstände zweier länglicher Vertiefungen 23 von den Schmalseiten 9 zur Tablarmitte 31 hin ab.

Die Verteilung der länglichen Vertiefungen 23 in Längsrichtung L ist dabei bevorzugt spiegel- symmetrisch bezüglich einer durch die Mitte 31 und quer zur Längsrichtung L verlaufenden Spiegelebene. Der Abstand 53 zwischen den beiden äußersten länglichen Vertiefungen 23 ist dabei mehr als doppelt so groß wie der Abstand 55 zwischen den beiden der Mitte 31 am nächsten gelegenen länglichen Vertiefungen 23.

Auf der Höhe der Tablarmitte 31 befindet sich eine längliche Vertiefung 23, welche im Bereich der Mitte 31 unterbrochen ist, um, wie bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform, die Mitte 31 selbst freizuhalten, insbesondere für den Drehteller einer Stanzbiegemaschine.

Die Figuren 6 und 7 zeigen lediglich schematisch zwei weitere Beispiele für die Ausprägung von plastisch verformten Stellen 19 des erfindungsgemäßen Tablars 1. Die plastisch verform- ten Stellen 19 des Tablars 1 in Figur 6 sind als längliche Vertiefungen 23 gebildet, welche wie die zuvor beschriebenen länglichen Vertiefungen 23 ausgebildet sein können. Im Unterschied zu der mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschriebenen Ausführungsform verlaufen die Längsrichtungen der länglichen Vertiefungen 23 jedoch nicht parallel zu den Schmalseiten 9 bzw. senkrecht zu den Längsseiten 11. Stattdessen sind die länglichen Ver- tiefungen 23 schräg angeordnet, wobei sie in einem Winkel von kleiner als 45° zu den Schmal- seiten 9 verlaufen. Dabei verlaufen die länglichen Vertiefungen 23 gruppenweise parallel. Auch hier ist die Verteilung der länglichen Vertiefungen 23 bevorzugt symmetrisch mit Bezug auf eine durch die Mitte 31 und quer zur Längsrichtung L verlaufende Spiegelebene.

Lediglich beispielhaft sind die länglichen Vertiefungen 23 auf einer Hälfte des Tablars äqui- distant zueinander angeordnet. Alternativ dazu können die Abstände zwischen zwei benach- barten länglichen Vertiefungen 23 auch variieren.

Eine weitere mögliche Ausgestaltung der plastisch verformten Stellen 19 ist in Figur 7 gezeigt. Die Ausgestaltung ähnelt der der ersten mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschriebenen Ausführungsform.

Im Unterschied zu der ersten Ausführungsform sind die länglichen Vertiefungen 23 jedoch nicht durchgängig gebildet. Stattdessen weist die in Figur 7 gezeigte Ausführungsform Reihen von länglichen Vertiefungen 23 auf, welche sich entlang der Tiefenrichtung T des Tablars 1 aneinandergereiht erstrecken. Dabei weist jede der länglichen Vertiefungen 23 eine Längs- richtung 33 auf, welche bevorzugt ebenfalls parallel zur Tiefenrichtung T verläuft. Mit anderen Worten ähnelt diese Ausgestaltung der der ersten Ausführungsform mit dem Unterschied, dass die länglichen Vertiefungen 23 mehrfach unterbrochen sind.

Die Figur 1 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Umkantung 15 einer Längsseite 1 1. Auch die gegenüberliegende Umkantung 15 kann entsprechend geformt sein. Im Folgenden ist die er- findungsgemäße Umkantung jedoch nur mit Bezug auf eine Umkantung 15 beschrieben. Ebenso ist es möglich, dass wenigstens eine der Umkantungen 13 entsprechend der Erfin- düng geformt ist.

Die wenigstens eine Umkantung 15 ist bevorzugt monolithisch mit dem Boden 3 aus dem Blech 21 durch Umformung bzw. Umkanten gebildet. Der Boden 3 kann mit wenigstens einer plastisch verformten Stelle 19 versehen sein. Dies ist jedoch nicht zwingend.

Die Umkantung 15 weist einen Vertikalabschnitt 57 auf, welcher sich quer zum Boden 3 nach oben, also entlang der Vertikalrichtung V erstreckt. Der Vertikalabschnitt 57 begrenzt den Bo- den 3 des Tablars 1 und stellt eine Seitenwand für das Tablar 1 dar. An den Vertikalabschnitt 57 schließt sich ein dachförmiger Abschnitt 59 an. Der dachförmige Abschnitt 59 ist dabei so angeordnet, dass er in Vertikalrichtung V gesehen nicht mit dem Boden 3 bzw. mit der Bodenfläche 5 überlappt.

Der dachförmige Abschnitt 59 weist bevorzugt die Form eines Satteldachs auf. Die Dachform ist durch die Abschnitte 61 und 63 gebildet, welche einen Winkel 65 zwischen sich einschlie- ßen. Der Winkel 65 beträgt bevorzugt zwischen 70° und 1 10°, bevorzugt 85° bis 95°. Der Abschnitt 61 stellt einen Verstärkungsabschnitt 61 der Umkantung 15 dar. Durch den Verstär- kungsabschnitt 61 wird der Vertikalabschnitt 57 nach oben verlängert. Dadurch ist das Flä- chenträgheitsmoment des Vertikalabschnitts 57 bzw. der Umkantung 15 erhöht und das Tablar 1 kann eine höhere Last aufnehmen. Der Abschnitt 63 stellt einen Beabstandungsabschnitt 63 der Umkantung 15 dar. Auf diesen ist weiter unten eingegangen.

Der Verstärkungsabschnitt 61 und der Vertikalabschnitt 57 schließen den stumpfen Winkel 67 zwischen sich ein. Der Winkel 67 beträgt bevorzugt zwischen 125° und 145°, mehr bevorzugt 135° ± 3°. An ihrem distalen Ende 71 weist die Umkantung 15 den vertikalen Zugabschnitt 69 auf. Der vertikale Zugabschnitt 69 verläuft bevorzugt parallel zum Vertikalabschnitt 57. Der Zugab- schnitt 69 und der Vertikalabschnitt 57 spannen einen Aufnahmeraum 70 zwischen sich auf. Der Aufnahmeraum 70 kann zur Aufnahme eines Zugmittels, beispielsweise eines Hakens oder Fingers einer Zugvorrichtung dienen. Eine solche Vorrichtung kann an dem Zugabschnitt 69 anliegen und das Tablar 1 ziehen. Ebenso kann eine solche Vorrichtung an dem Vertikal- abschnitt 57 anliegen und das Tablar 1 schieben. Der Abstand des Zugabschnitts 69 zum Vertikalabschnitt 57 kann, bei vorgegebener Form des Vertikalabschnitt 57 und des Verstär- kungsabschnitts 61 , durch den Beabstandungsabschnitt 63 eingestellt sein.

Bevorzugt ist der Beabstandungsabschnitt 63 im Querschnitt spiegelsymmetrisch zum Ver- Stärkungsabschnitt 61 gebildet. Dabei verläuft eine Spiegelachse parallel zum Vertikalab- schnitt 57 und entlang der Tiefenrichtung T mittig zwischen den Abschnitten 61 und 63. Dadurch entsteht die symmetrische Satteldachform. Bei einer solchen symmetrischen Anord- nung entspricht der Winkel 72 zwischen dem Beabstandungsabschnitt 63 und dem Zugab- schnitt 69 dem Winkel 67. An ihrem distalen Ende 71 kann die Umkantung 15 eine Falz 73 aufweisen, in der Material des Blechs 21 nach oben und auf den Zugabschnitt 69 umgeklappt ist. Die erfindungsgemäße Umkantung 15 ist nicht auf die zuvor beschriebene Form festgelegt. Diese stellt lediglich eine vorteilhafte Ausführungsform dar. Lediglich beispielhaft ist in Fig. 1 1 anhand der gestrichelten Linie, welche mit dem Bezugszeichen 75 versehen ist, eine weitere mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Umkantung 15 dargestellt. Bei der weiteren Ausführungsform sind der Verstärkungsabschnitt 61 und der Beabstandungs- abschnitt 63 identisch. Mit anderen Worten verlängert der Beabstandungsabschnitt 63 den Verstärkungsabschnitt 61. Von diesem gemeinsamen Abschnitt 77 aus erstreckt sich der Zug- abschnitt 69 vertikal nach unten. Zwischen dem gemeinsamen Abschnitt 77 und dem Zugab- schnitt 69 ist ein spitzer Winkel eingeschlossen. Alternativ zu den beiden zuvor beschriebenen Ausführungsformen sind auch Ausführungsfor- men möglich, welche Zwischenlösungen zwischen den zuvor beschriebenen Ausführungsfor- men darstellen. Beispielsweise kann sich der Verstärkungsabschnitt 61 der ersten Ausfüh- rungsform weiter entlang der gestrichelten Linie erstrecken und dann über einen steiler ver- laufenden Beabstandungsabschnitt 63 mit dem Zugabschnitt 69 verbunden sein. Des Weiteren ist es möglich, dass die Umkantung 15 im Querschnitt eine Halbkreisform auf- weist. So können der Verstärkungsabschnitt 61 und der Beabstandungsabschnitt 63 im Quer- schnitt jeweils die Form eines Viertelkreises aufweisen, sodass insgesamt die Form eines Halbkreises entsteht. Ebenso ist eine Parabelform möglich, bei der aufsteigende Verstär- kungsabschnitt 61 in den absteigenden Beabstandungsabschnitt 63 übergeht.

Bezugszeichenliste

I Tablar

3 Boden

5 Bodenfläche

7 Aufnahmebereich

9 Schmalseite

I I Längsseite

12 Randbereich

13 Umkantung

14 Randbereich

15 Umkantung

17 Wölbung

18 Unbelasteter Zustand

19 Plastisch verformte Stelle

20 Höhe der Wölbung

21 Blechförmiger Werkstoff

22 Oberster Punkt der Wölbung

23 Vertiefung

24 Unterster Punkt der Wölbung

25 Sicke

27 Versatz

29 Unterseite des Bodens

31 Tablarmitte

33 Längsrichtung einer länglichen Vertiefung

35 Länge einer länglichen Vertiefung

37 Tiefe des Tablars

39 Höhe des Versatzes

41 Stärke des Bodens

43 Schenkel

45 Winkel

47 Gerader Bereich

49 Länge des geraden Bereichs

51 Schenkellänge

53 Abstand zwischen äußeren länglichen Vertiefungen 55 Abstand zwischen inneren länglichen Vertiefungen

57 Vertikalabschnitt

59 Dachförmiger Abschnitt

61 Verstärkungsabschnitt

63 Beabstandungsabschnitt

65 Winkel zwischen Verstärkungsabschnitt und Beabstandungsabschnitt

67 Winkel zwischen Vertikalabschnitt und Verstärkungsabschnitt

69 Vertikaler Zugabschnitt

70 Aufnahmeraum

71 Distales Ende der Umkantung

72 Winkel zwischen Beabstandungsabschnitt und Zugabschnitt

73 Falz

75 Weitere Ausführungsform

77 Gemeinsamer Abschnitt

L Längsrichtung

T Tiefenrichtung

V Vertikalrichtung